Bücher mit dem Tag "kurden"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kurden" gekennzeichnet haben.

27 Bücher

  1. Cover des Buches Dschinns (ISBN: 9783423148818)
    Fatma Aydemir

    Dschinns

    (376)
    Aktuelle Rezension von: i1arie

    Ich habe das Buch empfohlen bekommen, daher wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Der Klappentext klang interessant. Eine Familie, welche nach dem Tod des Vaters wieder zusammenkommt.

    In dem Buch geht es um Hüseyin, welcher sehr überraschend stirbt. In den letzten Minuten durchlebt er nochmal sein Leben.

    Für seine Beerdigung kommt did ganze Familie zusammen. Es gibt immer ein Kapitel aus Sicht seiner Kinder und am Ende aus Sicht seiner Frau.

    In den einzelnen Kapiteln wird besonders die Beziehung zwischen Hüseyin und dem Charakter beschrieben. Es wird auf Abschnitte der Person aus dem Leben eingegangen.

    Ich fand es spannend zu sehen, wie sich die Familie damals gefunden und auch klar kam. Sie kommt aus der Türkei nach Deutschland mit allen Problemen.

    Wirklich eine sehr spannende Lektüre zu den verschiedenen Perspektiven. Ich kann es jedem nur empfehlen einen Blick in das Buch zu wagen. 

  2. Cover des Buches TAKEOVER. Und sie dankte den Göttern ... (ISBN: 9783423218450)
    Jussi Adler-Olsen

    TAKEOVER. Und sie dankte den Göttern ...

    (112)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    Das Original dieses Romans, der vor der Erfindung von Carl Mørck geschrieben wurde, erschien 2008 unter dem Titel „Og hun taggede guderne“, was übersetzt „Und sie dankte den Göttern“ und damit dem deutschen Untertitel entspricht. Dieses „Original“ scheint jedoch eine überarbeitete (?) Version der 2003 erschienenen Urfassung „Firmaknuseren“ („Firmenzerstörer“) zu sein. So jedenfalls deute ich die etwas rätselhaften Angaben zur Veröffentlichungsgeschichte im Buchinneren. Die Protagonisten der Geschichte sind der Geschäftsmann Peter de Boer, Gründer und Chef der Firma Christie N.V., spezialisiert darauf, erfolgreiche Unternehmen im Auftrag der Konkurrenz zu zerstören, und seine frisch eingestellte Trainee Marlene „Nicky“ Landsaat, die aus prekären Verhältnissen kommt, aber extrem ehrgeizig ist.

    Bereits zu Beginn ein seltsamer Widerspruch: da kommt Peter de Boer zu einem Meeting eine Stunde zu spät und niemand sagt dazu ein Wort und nur einer wagt es, ihn anzusehen, obwohl doch ausweislich der Zeilen kurz vorher, weil sich alle lange kennen, „ein entsprechend legerer Umgangston“ herrscht.(dtv Tb, 3. Aufl. 2020, S. 20)

    Leider ziehen sich diese logischen Fehler durch den gesamten Roman. Sie werden nur übertroffen von der Realitätsferne der Handlung. Besonders krass habe ich das erstmals empfunden bei der Einstellung von Nicky bei Christie, was, man muss es so hart sagen, nur der Auftakt zu einer Art Stakkato an Realitätsverweigerung war. Selbst wenn man bei einem Thriller keine allzu hohen Maßstäbe an Logik und Realitätsnähe anlegt, ist dieser Roman schwer zu ertragen, es sei denn, man ist Fantasy-Fan. Aber das ist eigentlich eine andere Literaturgattung. In der Gattung Fantasy ist es wahrscheinlich völlig normal, dass ein Mann seine Mutter nach 10 Jahren erstmals wieder besucht und dabei im Keller stante pede das Familiengeheimnis entdeckt. Alle diese Fauxpas aufzuzählen ist fast eine Lebensaufgabe, denn es folgt einer auf den anderen. Da fällt es schon fast nicht mehr, dass der Leiter der Finanzabteilung, Hans Blok (ebd., S. 26), binnen knapp 200 Seiten zum Vertriebschef (ebd., S. 191) und später wieder zurück mutiert. Ächz!!

    Insofern muss man den Gestaltern des Umschlags einen großartigen Sinn für Humor attestieren, die sich nicht scheuten, darauf die Worte „Ein beängstigend realistisches Schreckensszenario“ zu drucken, denn das in dem Buch enthaltene Szenario ist ungefähr so realistisch wie die bevorstehende Übernahme der Weltherrschaft durch die Reptiloiden. Will sagen: man kann der Story beliebig viele Eigenschaften zuerkennen, aber eine in keinem Fall: realistisch zu sein!

    Ich hätte die Lektüre der Romane des Autors mit dem letzten Teil der Carl Mørck Reihe beenden sollen. Diesen letzten mir noch unbekannten Roman Adler-Olsens auch noch zu lesen, war ein Fehler. Er ist schlicht schlecht! Ein Stern.

  3. Cover des Buches funny girl (ISBN: 9783257243161)
    Anthony McCarten

    funny girl

    (103)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Azime ist Kurdin und hat es daheim oft nicht leicht. Ihr jüngerer Bruder sieht sich als Aufpasser und für die junge Frau, die im Trubel Londons ihr zu Hause hat, gibt es viel zu viele Regeln. Heimlich besucht sie Comedy Workshops und lernt dort einen jungen Mann kennen, der sie fördert und ihr so zu den ersten Auftritten verhilft. Aufregung pur, nicht nur bei Azime, denn ihre Familie bekommt Wind davon und ist entsetzt. Als besonderen Gag, trägt sie während ihrer Show eine Burka, aber das erzürnt ihren Bruder und ihren Vater umso mehr. Als dann noch der Guardian über sie berichtet und auf youtube Videos von ihr auftauchen, spalten sich die Lager. Bewunderer, die es toll finden was sie macht und Neider, Hasser, die sie beschimpfen und ihr die Pest an den Hals wünschen. Azime muss sich entscheiden, was sie machen möchte, wo ihr Weg hin geht und ob sie ihrer Familie den Rücken kehrt. Anthony Mc Carten versteht es aufs Neue, uns in den Bann einer großartigen Geschichte zu ziehen. Es ist lustig, aber mit Tiefgang, es ist spannend, aber mit einer Familientragödie, es ist schön, aber mit komplizierten Gefühlen. Jede seiner Geschichten überrascht und fasziniert aufs Neue.

  4. Cover des Buches Der letzte Granatapfel (ISBN: 9783293207691)
    Bachtyar Ali

    Der letzte Granatapfel

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    „In jener Nacht, als ich nun wider Erwarten zurückkehrte, wusste ich nicht, wo mein Saryasi sich befand. Ich wusste noch nicht, dass wir zwei uns in einer anderen Art von Wüste verlieren würden. In einer Wüste, die weder meine war noch seine.“ (Zitat Seite 15)

     

    Inhalt

    „Was immer bleiben wird: Ein Mann kommt aus der Wüste und verirrt sich auf einem Schiff voll mit Flüchtlingen auf dem Meer.“ (Zitat Seite 342) Dieser Mann heißt Muzafari Subdham und war ein bekanntes Mitglied der Peschmerga, als er in Gefangenschaft geriet. Einundzwanzig Jahre lang lebte er in einem einsamen Gefängnis mitten in der Wüste und mit den Jahren wurden alle seine Erinnerungen zu Sand, nur eine blieb, die Erinnerung an seinen Sohn Saryasi Subdhan, der damals erst einige Tage alt war. Als Muzafari freigelassen wird, macht er sich auf die Suche nach seinem verschollenen Sohn. Von Geheimnis zu Geheimnis, von Geschichte zu Geschichte führt ihn seine Reise durch ein Land, das sich in diesen langen Jahren völlig verändert hat und ihm fremd geworden ist.

     

    Thema und Genre

    Im Mittelpunkt dieser Geschichte stehen zwei Granatapfelbäume, die alle Figuren der Geschichte miteinander verbinden, und drei Granatäpfel aus Glas. Ein Thema ist die Suche in vielen Facetten, die Suche nach Liebe, Freiheit, Freundschaft, nach den eigenen Zielen und Träumen, und die Suche eines Vaters nach seinem Sohn. Es geht um das Schicksal der Menschen in einem von Bruderkriegen, Aufständen und Gewalt beherrschten Land. Es sind vor allem die Kinder und die jungen Menschen, denen Kriege die Träume und die Zukunft nehmen. „Ich war aus der Vergangenheit gekommen und nun verbunden mit allen, die keine Zukunft hatten.“ (Zitat Seite 177)

     

    Charaktere

    Muzafari Subdham könnte nach seiner Gefangenschaft ein freies, zurückgezogenes Leben führen, doch die Frage, was in jener Nacht vor einundzwanzig Jahren wirklich geschehen ist, treibt ihn an, er muss seinen Sohn finden. Immer wieder trifft er auf seiner Suche Menschen, die ihm Schritt für Schritt weiterhelfen, die ihm jenen Teil der Ereignisse schildern, den sie kennen. Der Autor entwickelt seine Figuren einfühlsam, mit viel Empathie begründet er ihre Stärken und Schwächen, die Motive für ihr Verhalten.

     

    Erzählform und Sprache

    Muzafari Subdham erzählt diese Geschichte während der Tage und Nächte, die er mit Flüchtlingen in einem Boot auf dem Mittelmeer verbringt. Es sind viele verschiedene Geschichten und Einzelschicksale, die zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten stattfinden, die schließlich doch alle eine miteinander verschlungene Einheit bilden. „Ist nicht jede Geschichte ein kleiner Bach, der in einen See fließt und am Ende als Fluss mit Tausenden anderer Geschichten in den Ozean mündet.“ (Zitat Seite 277) Die Erzählsprache des Autors ist tief beeindruckend, ausdrucksstark und bildintensiv.

                                                                                                            

    Fazit

    Es ist eine Geschichte voll Poesie, Symbolen, Mythenmotiven und der Magie orientalischer Märchen. Doch so wie der magische Granatapfelbaum gleichzeitig auf dem Boden des Reiches der Realität und des Reiches der Träume steht, so erzählt auch hier dieselbe Geschichte von der grausamen Realität der Kriege und der Schicksale der davon betroffenen Menschen. Das macht diesen eindringlichen Roman zeitlos aktuell in einer Zeit, wo die Politik und die Medien begonnen haben, Kriege gegeneinander abzuwägen, und die Nähe zu Europa die Wichtigkeit bestimmt. Eine Geschichte gegen das Vergessen, gegen das Wegschauen, die Geschichte einer Suche, ergreifend schön und unendlich traurig zugleich.

  5. Cover des Buches Im Bauch der Königin (ISBN: 9783832166083)
    Karosh Taha

    Im Bauch der Königin

    (36)
    Aktuelle Rezension von: angelaeszet

    Ich habe im Oktober das erste von 3 Büchern meines Bücher-Thriathlons zum Thema "Diverse Stimmen und Perspektiven" gelesen.

    1. Welches Buch hast du passend zum Thema im Oktober gelesen?

    Ich habe aus meinem SUB das Buch "Im Bauch der Königin" von Karosh Taha gelesen. 

    2. Welche Aspekte des Buches haben dich am meisten fasziniert, bezogen auf bestimmte Themen, Charaktere oder Lebenserfahrungen?

    In klarer Sprache wird die Sicht von Migranten in erster und zweiter Generation auf ihr Leben in Deutschland gezeigt. Dabei werden Brüche, ihre Probleme und Sorgen sichtbar gemacht, die uns als Gesellschaft auch etwas angehen. "Meine Eltern besuchten diese komischen Integrationskurse und bekamen irgendwann die deutsche Staatsangehörigkeit. Vater besuchte später das Abendgymnasium, um an der Uni seinen deutschen Abschluss in Architektur zu machen, denn in Deutschland war Vaters Vergangenheit wie ausradiert, so ungültig wie ein abgelaufener Pass, als könnte man die eigenen Fähigkeiten verlieren, wenn man eine Landesgrenze überschreitet." Der Mann war in seinem Heimatland Architekt und ist auch als solcher dort wieder sesshaft geworden aus Mangel an Möglichkeiten hier. Tragisch, für ihn war ein Traum geplatzt, um wieder in seinem Beruf arbeiten zu können, hat er seine Familie in Deutschland alleine zurückgelassen, was zu einer Zerrissenheit bei seinem Kind, einem der Erzählstimmen, führte.

    3. Glaubst du, dass das Buch das Thema „Diverse Stimmen und Perspektiven“ erfolgreich umgesetzt hat? 

    Ja, unbedingt! Es ist nicht nur ein Buch mit zwei Erzählperspektiven, sondern ein Dialog zwischen unterschiedlichen Kulturen und unter mehreren Generationen. Wenn man sich auf den ungewöhnlichen Schreibstil einlässt, taucht man ein in die Welt junger Menschen in unserer Gesellschaft auf der Suche nach ihrer Identität und einem Platz, der sie wirklich ankommen lässt.


  6. Cover des Buches Ich versteh die Welt nicht mehr (ISBN: 9783492314275)
    Jennifer Sieglar

    Ich versteh die Welt nicht mehr

    (7)
    Aktuelle Rezension von: theophilia

    Liebe Leser, heute möchte ich Euch das Buch „Ich versteht die Welt nicht mehr“ von Tim Schreder und Jennifer Sieglar vorstellen. Auf dieses Buch bin ich aufgrund einer Empfehlung vom Piper Verlag gestoßen.

    Inhalt:
    Der Islamische Staat verbreitet weltweit Angst und Terror, in den USA wird ein Außenseiter zum Präsident gewählt, aus der Türkei vernimmt man ständig neue Schreckensmeldungen über Präsident Erdoğan und hierzulande wird die AfD stetig populärer – die Welt der Nachrichten dreht sich immer schneller, dabei sind viele Themen ohne fundiertes Hintergrundwissen kaum zu verstehen. Zugleich konsumieren viele Menschen diese Meldungen vor allem bruchstückhaft über die sozialen Medien. Hier setzt »Ich versteh die Welt nicht mehr« an und bietet auf verständliche und unterhaltsame Art Hintergründe zu den wichtigsten Nachrichtenthemen unserer Zeit.

    Meine Meinung:
    Das Cover des Buches ist in Himmelblau gehalten. Vielleicht soll es die Draufsicht vom Weltall darstellen. In der Länderkarte stecken Fähnchen mit den jeweiligen Brennpunkten die im Buch erklärt werden.

    Das Buch „Ich verteh die Welt nicht mehr“ wurde von Tim Schreder und Jennifer Sieglar als Klappenbroschur im Piper Verlag aufgelegt. in den Klappen sind auf einer Landkarte die Punkte der Erde zu sehen, von welchem in dem Buch die Berichte sind. In der hinteren Klappe sind Tim und Jenni bei der Arbeit zu sehen. Beide sind u.a. als Moderatoren der Kindersendung Logo bei Kika bekannt.

    Das Buch hat neben einem Vorwort, Dankesteil und Buchempfehlung 33 kleine Kapitel mit unterschiedlichen Brennpunkten der Erde. Das Buch kann auch als kleines Einführungslexikon zur aktuellen Weltpolitik gesehen werden. Nach der Kapitelüberschrift kommt eine kurze Einleitung farblich hinterlegt.

    Die Schrift ist in 2mm Standardschrift als reines Textsachbuch gedruckt. Nur zur Einleitung eines Kapitels ist ein Globus aufgedruckt mit einer Fahne, welche in dem Teil der Erde steckt, welches gerade besprochen wird. Vielleicht hätte eine etwas größere Landkarte als optische Orientierung neben der großen Weltkarte am Anfang des Buches zur näheren Orientierung verholfen.

    Das Buch kann wie ein kleines Lexikon verwendet werden. Jedes Kapitel lässt sich unabhängig vom anderen lesen und keines baut auf dem anderen auf.

    Tim und Jenni kenne ich von den Logonachrichten. Dort werden die Tagesnachrichten so für Kinder erklärt, dass sie verstehbar sind. Daher bin ich mit der Erwartung an das Buch gegangen, dass dies in einer einfachen Sprache gehalten ist. Doch bei näherem Durchlesen wurde mir schnell klar das das Buch für Teenager bzw. junge Erwachsene gedacht ist. Aber auch Senioren und Eltern von Kindern, die Tim und Jenni aus Logo kennen, sind mit diesem Buch angesprochen.

    Das Buch setzt einen etwas weiteren Sprachwortschatz voraus wie Logo Kindernachrichten. Ist aber im Prinzip genauso gut verständlich und tiefgründig geschrieben. Einige Themen z.B. Mord und Vertreibung sind für jüngere Kinder nicht so geeignet genauer auszuführen. Aber auch Eltern und Senioren sind

    Was ich aus dem Buch lernen konnte
    Es ist nicht aussichtlos die politische Weltlage zu verstehen. Hier ist ein Buch, das dem oftmals überforderten Nachrichtenseher Klarheit in die tägliche Nachrichtenflut an Hintergrundwissen bringt. Die 33 Weltbrennpunkte werden von Anbeginn der Entstehung zeitgeschichtlich fortlaufend dargestellt.

    Das Buch macht Mut sich weiter mit der Weltgeschichte auseinanderzusetzen. Erste Anfänge sind hier gelegt und der Nachrichtenseher kann sein hier erworbenes Wissen Tag für Tag selber vertiefen.

    Dank an Tim Schreder und Jennifer Sieglar für die ausführliche Recherche zu den aktuell brisanten Tagesthemen. Es ist zu erlesen wie viel Zeit und Mühe sie in ihr Buch investiert haben.

    Tim Schreder und Jennifer Sieglar durfte ich im Rahmen der Buchvorstellung auf der Frankfurter Buchmesse 2017 kennenlernen. Es hat mich gefreut sie genauso authentisch bei der Buchbesprechung zu erleben, wie ich Euch von Logo her kenne: jugendlich, kommunikativ und frisch aber trotzdem mit allem Ernst bei der Sache. Danke, dass Ihr Euch die Zeit genommen habt das Buch zu signieren. Hoffe, dass ihr noch lange die Jugendlichkeit bewahren könnt, um Logo Nachrichten den Kindern zu Präsentieren.

    Fazit:
    Das Buch kann ich für jeden Empfehlen, der sich an der Weltgeschichte interessiert. Ein Muss für jeden der Tagesnachrichten besser verstehen will.

    Autor:

    Tim Schreder
    Tim Schreder, geboren 1991, moderiert seit 2010 logo! und ist als Reporter für das ZDF weltweit im Einsatz. Er berichtete u.a. von den US-Präsidentschaftswahlen und der Fußball-WM in Brasilien. Für seine Reportage zur Flüchtlingskrise wurde er 2016 für den Grimme-Preis nominiert.

    Jennifer Sieglar
    Jennifer Sieglar, Jahrgang 1983, absolvierte ein Volontariat beim Hessischen Rundfunk, wo sie derzeit Moderatorin für die Hessenschau ist. Seit 2008 ist sie für die ZDF-Nachrichtensendung logo! tätig, die sie seit August 2012 moderiert.

  7. Cover des Buches Die Sommer (ISBN: 9783446267602)
    Ronya Othmann

    Die Sommer

    (111)
    Aktuelle Rezension von: Paperboat

    Wir sind wieder als feministischer Buchclub zusammengekommen, um über „Die Sommer“ von Ronya Othmann zu sprechen.

    Leyla lebt ein geteiltes Leben. Zu drei Vierteln lebt sie mit ihren Eltern nahe München ein deutsches Leben, während die Sommer der Familie des Vaters in einem kleinen Dorf im Mittleren Osten gehören. Besonders der Großmutter fühlt Leyla sich tief verbunden. Kommt das Mädchen jedoch nach dem Sommer zurück nach Deutschland und erzählt nach Ferienende von der Zeit in Kurdistan, bekommt sie von türkischen Mitschüler:innen vorgeworfen, sie lüge, denn Kurdistan gibt es nicht. Leyla lernt, ihre êzîdische Herkunft nur noch bedingt zu erwähnen.
    Als êzîdische Kurd:innen haben alle Menschen im Dorf von Leylas Großmutter einen gepackten Koffer mit den Notwendigkeiten, denn das Risiko von Verfolgung besteht immer.
    Weder in der einen noch in der anderen Welt gewollt und geduldet, wächst Leyla mit einer inneren Zerrissenheit auf, die sie auch nach dem Auszug von zu Hause nach der Aufnahme ihres Studiums nicht abschütteln kann. Und dann, eines Tages, sind die Nachrichten voll vom Ausbruch des Krieges in Syrien und der durch den IS ausgelösten Völkermord an den Êzîd:innen. Leylas Vater, der auch zuvor die Nachrichten im Fernsehen verfolgt hat, ist nun gar nicht mehr vom Fernseher wegzubekommen. Wie auch er, empfindet Leyla eine zunehmende Verzweiflung, für die sie allerdings ein anderes Ventil benötigt als aus der Ferne zuzuschauen, wie ihr Volk vernichtet wird und geht den ersten Schritt ihrer ganz eigenen Empanzipation.

    Einheitlich fanden wir Ronya Othmanns Debütroman sehr wertvoll. Ganz abgesehen davon, dass sich die Geschichte der vielen Sommer so liest, als wäre man mittendrin im Hause von Leylas Großmutter, enthält das Buch so viel Wissenswertes über eine Kultur, eine Ethnie, ein Volk, das bisher keine von uns wirklich kannte. Ich selbst habe beim Lesen immer wieder innegehalten und im Internet beispielsweise recherchiert, wie das Haus von Leylas Großmutter wohl aussehen mag, wenn es im Text hieß, im heißen Sommer schlafe die Familie nachts auf dem Dach; oder was die hochgelobte Stimme des kurdischen Musikers ausmacht, dessen Kassetten im Laufe der Handlung zum politischen Problem werden.
    Dieser Roman hat uns allen, die wir im Buchclub anwesend waren, mehr gegeben als eine lesenswerte Geschichte.

  8. Cover des Buches Finnischer Sommer (ISBN: 9783748163824)
    Sanne Hipp

    Finnischer Sommer

    (17)
    Aktuelle Rezension von: labelloprincess

    Das Cover ist zwar (für mich) kein wirkliches Highlight, aber es fängt gut die Szenen vom Haus am See ein. Im Buchladen würde ich aber leider nicht wirklich danach greifen.

    Der Schreibstil der Autorin war sehr angenehm und flüssig zu lesen. Man konnte der Handlung problemlos folgen. Ich mochte es besonders gerne, dass man die Geschichte aus der Sicht beider Protagonisten miterleben durfte. So wirkt die Story, meiner Meinung nach, immer etwas lebendiger und man kann die Gefühle und Handlungen der Charaktere besser nachvollziehen.

    Die Handlung fand ich sehr interessant und authentisch beschrieben. Gefühle und Gedanken der Protagonisten waren sehr greifbar dargestellt. Beide Protagonistinnen waren durchaus sympathisch und Großteils bodenständig. 

    Die Idee des Buches fand ich sehr gelungen. Ich habe beim Lesen viel Neues und Interessantes rund um Finnland und auch um die Schwangerschaft einer alleinstehenden Frau gelesen. Gerne hätte das Buch aber noch spannender und fesselnder sein können. 

    Ein tolles Buch für zwischendurch, das mit einem wundervollen Setting beeindrucken kann. Ich vergebe dafür 4 von 5 Sterne.

  9. Cover des Buches Von den Kriegen (ISBN: 9783596162482)
    Carolin Emcke

    Von den Kriegen

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Orisha
    ">>Du hast die Sprache, du kannst schreiben<<, sagte Mariam zu mir" (Emcke, 2004:205)

    Der Kosovo, Libanon, Nicaragua, Rumänien, New York/Pakistan/ Afghanistan, Kolumbien und Irak/Nordirak. Krisengebiete. Kriegsgebiete. Armut, Gewalt und der Tod beherrschen den Alltag der Menschen. Sie stehen auf der einen Seite. Auf der anderen steht Carolin Emcke, preisgekrönte Journalistin und Berichterstatterin aus eben jenen Gebieten. 

    In Von den Kriegen. Briefe an Freunde berichtet sie von ihrer journalistischen Tätigkeit und dem Leben in jenen Randgebieten dieser Welt. Sie klärt auf, sie analysiert, sie kommt ins Gespräch. Sie reflektiert ihre Tätigkeit, ihren Status als Europäerin, als Journalistin aus der westlichen Welt. Dabei baut sie die Geschichten der Menschen vor Ort ein. Da gibt es Laurin, der in Rumänien auf der Straße lebt. Mustafa Nasraddin, der bei Erbil um den Frieden der Kurden im Nordirak kämpft. Oder Fanny Ruiz und ihr Mann Martín, die Carolin und ihrem Begleiter in Kolumbien das Leben retten. 

    Emckes Briefe berichten von den Menschen, jenen die von der Weltgemeinschaft vergessen wurden. Von Begegnungen, die trotz vieler Unterschiede, von Gastfreundschaft und Toleranz zeugen. Von Gesprächen, Diskussionen, Missverständnissen, vom Wesen des Journalismus und ihrer Motivation sich immer wieder diesen Gefahren auszusetzen.

    Dieses Buch hat mich tief bewegt, gibt es doch Einsicht in das, was oft unsichtbar bleibt. Emcke findet klare Worte, Worte, die mich berührt haben, die zum nachdenken anregen und die betroffen machen. Kurzum, es ist für mich ein Buch, dass einem die Welt noch einmal von einer anderen Seite zeigt - leider einer Seite, die traurig stimmt.

    Fazit: Emotional schwierige Lektüre, die dennoch absolut empfehlenswert ist. Unbedingt lesen!
  10. Cover des Buches Zweistromland (ISBN: 9783985680856)
    Beliban zu Stolberg

    Zweistromland

    (26)
    Aktuelle Rezension von: Hyperikum

    Dilan und Johan leben in Istanbul. Er wollte nicht nach Schweden zurück und so folgte er Dilan in die Türkei. Obwohl sich die Sprachlosigkeit zwischen sie geschlichen hat, erwarten sie ein Kind. Dilan fährt alleine zur Beisetzung ihrer Mutter nach Deutschland, vor allem um ihrem Vater beizustehen. Bei der Beerdigung taucht eine Frau auf, die Dilan nie zuvor gesehen zu haben glaubt, aber die Ähnlichkeit mit ihrem Vater ist unverkennbar. Als diese Frau anfängt abfällig über Dilans Mutter zu sprechen, möchte Dilan ihr das Glas Wein ins Gesicht schütten, das sie fest umklammert. Die Frau behauptet tatsächlich die Schwester Dilans Vater zu sein und dass sie an Dilans Bett gewacht habe, als die nach einem Unfall mehrere Monate im Koma gelegen habe. 

    Zurück in Istanbul verbringt Dilan die Abende und fast jede Nacht allein in ihrem Bett, weil Johan jetzt häufiger fern bleibt. Sie arbeitet in einiger Enfernung von Zuhause am Taksim Platz in einer Kanzlei für Wirtschaftsrecht. Ihre Kolleginnen sind hier, ganz anders als in ihrem Stadtteil, europäisch gekleidet. Dilan arbeitet gewissenhaft ihre Fälle durch, die Arbeit gefällt ihr. Doch dann bekommt sie eine Akte auf den Tisch, deren Bearbeitung sie viel Zeit kosten wird. Spontan verlässt Dilan das Gebäude und läuft durch die Stadt. Sie denkt an ihre Eltern, was weiß sie eigentlich über sie. Sie steigt in einen Bus, der nach Dijarbakir fährt, den kurdischen Teil der Türkei nahe Syrien und folgt den Spuren ihrer Eltern. 

    Fazit: Beliban zu Stolberg erzählt über das Leben der kurdischen Minderheit in der Türkei. Sie findet Worte darüber was verboten ist und welches Verhalten mit Folter geahndet wird. Die Geschichte ist durchgehend melancholisch, die Kindheit der Protagonistin voller Geheimnisse. Selbst in Deutschland lebend legen die Eltern die kurdische Sprache ab. Nur heimlich und wenn Dilan nicht verstehen soll wird kurdisch gesprochen. Niemand bringt ihr die Sprache bei, als sei Herkunft und Kultur ausgelöscht. Dabei hatte damals alles so gut angefangen. Beide Elternteile haben studiert und sich verliebt. Die Mutter hat sich für Aufklärung engagiert. Ganz kurz lässt die Autorin auf zwei späten Seiten aufblitzen, was Menschen passierte, die nicht ins System passen und dabei wird klar, dass das ihrer Mutter passiert ist. Eine tragische und wichtige Geschichte, die Menschen eine Stimme gibt, die niemand hören will, aber leider hat sie mich emotional nicht erreicht.

  11. Cover des Buches Die Kurden (ISBN: 9783864892073)
    Kerem Schamberger

    Die Kurden

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Sikal

    Das Buch „Die Kurden“ gibt uns einen Einblick in das größte staatenlose Volk der Welt – 30 Millionen Kurden gibt es, in Teilen der Türkei, des Irans, des Iraks und in Syrien. Immer wieder hört man von Konflikten innerhalb der Region, doch – wie so oft – wird durch Fremdeinwirkung von außen dieser Konflikt noch verschärft.

     

    Die beiden Autoren Kerem Schamberger und Michael Meyen spannen den Bogen weit zurück in die Geschichte und berichten von den Schwierigkeiten, die zum Großteil in der Vergangenheit entstanden sind. Schamberger ist politischer Berichterstatter und Kommunikationswissenschaftler an der LMU München. Meyer war ursprünglich Journalist und ist mittlerweile ebenfalls an der LMU in München.

     

    Bereits im Vorwort heißt es:

     

    „… Es [das Buch] erzählt, wie sich die Westmächte den Nahen und Mittleren Osten nach dem Ersten Weltkrieg zurechtgeschnitten haben und warum die neuen Staaten in der Region kein Interesse an einer kurdischen Nation hatten. Im Gegenteil. Sie haben alles getan, damit Sprache, Kultur und Identität verschwinden.“

     

    Und so blieb es auch – kurdische Städte und Dörfer werden zerstört, ihre Sprache verboten. Bereits nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Ende des Osmanischen Reiches wurde den Kurden ein eigener Staat versprochen, doch die Grenzen wurden willkürlich gezogen und einen kurdischen Staat gibt es bis heute nicht. Auch die Rolle Mustafa Kemal Atatürks ist in dieser Hinsicht umstritten und wird in dem Buch hervorgekehrt.

     

    Anfangs wird über die Verbindungen nach Deutschland berichtet, wird versucht die kurdische Frage zu erörtert, welche Probleme auch hier entstehen und warum die Symbole der PKK so brisant sind. Deutschland liefert nicht nur Waffen in die Türkei, sondern sieht sich als Verbündeten. Und so ist es für Erdogan ein Leichtes, das kurdische Volk auch weiterhin zu unterdrücken und zu bekämpfen.

     

    Ein äußerst wichtiges Buch und ein besonderer Zugang der beiden Autoren: Schemberger (Deutsch-Türke), ein politischer Aktivist, dem die kurdische Frage am Herzen liegt und Meyer, der Neuland betreten hat und einen anderen Blickwinkel auf dieses Thema wirft. Dem Buch darf man viele Leser wünschen und hoffen, dass auch die Politik irgendwann mal einlenkt. Im Epilog findet man noch einen wichtigen Absatz, der die Probleme der Region sehr schön zusammenfasst:

     

    „Demokratie ist der Schlüssel, um die Probleme dieses Landes zu lösen. In der Türkei leben mehr als 50 Minderheiten. Ein Staat, eine Sprache, eine Nation: Diese Formel kann nicht funktionieren. Die Kurden sind die größte Minderheit im Land. Dieses Volk lässt sich weder türkifizieren noch sonst irgendwie auf die Knie zwingen.“ Und weiter heißt es: „Demokratie ist etwas anderen als ein kurdischer Staat. Demokratie kann zunächst einfach nur ein bisschen weniger Zentralregierung heißen und ein bisschen mehr Autonomie.“

     

    Man darf es der Region wünschen. Gerne vergebe ich für dieses wichtige Buch 5 Sterne und spreche eine Leseempfehlung aus.

  12. Cover des Buches Beschreibung einer Krabbenwanderung (ISBN: 9783832164812)
    Karosh Taha

    Beschreibung einer Krabbenwanderung

    (36)
    Aktuelle Rezension von: Stephan58

    Eintauchen in den kleinen Kosmos einer kurdischen Familie aus dem Irak, eine Hochhauswohnung irgendwo in Deutschland. Ist die Familie wirklich hier angekommen? Taha beschreibt die kulturelle Irritation und das Fremdsein, Fremdbleiben, und dabei nimmt jede Figur des Romans einen eigenen Weg, die depressiver Mutter, der Vater, der fremdgeht, die Tante, die auf dem Sofa sitzt und die Familie überwachend zusammenzuhalten scheint, Sanaa, die ihre eigene Identität in dem neuen Land sucht und dazu einen Freund und einen Liebhaber braucht, ebenfalls Fremde in diesem Land. Krabbenwanderung, die Metapher entspringt der Geschichte des Exodus des Krabbenvolks, die eine kleine Krabbe einsam zurücklassen, die  nun allein am Strand herumirrt und… kneift.

  13. Cover des Buches Liebe statt Furcht (ISBN: 9783957341938)
    Flor Namdar

    Liebe statt Furcht

    (19)
    Aktuelle Rezension von: cho-ice

    „Liebe statt Furcht“ war für mich ein absolutes Lesehighlight. Auch 6 Jahre nach Erscheinen ist dieses Buch noch hochaktuell und hat mir die jüngere Geschichte des Irans und die Denkweise der dort lebenden (oder von dort stammenden) Menschen sehr gut nahegebracht. 

    Flor Namdar (ein Pseudonym, da die Autorin sonst sich und Menschen aus ihrem Umfeld in Gefahr bringt) erzählt in diesem Buch ihre persönliche Geschichte. Wie sie die Revolution und den Sturz des Schahs erlebte, wie sie und ihre vorher reiche Familie zu Flüchtlingen würde, wie sie einer Ehe als Minderjährige zustimmte, weil sie das Gefühl hatte, ihr bliebe keine andere Wahl. Wie sie schwanger wurde, vor ihrem gewalttätigen Mann flüchtete, eine Tochter bekam und auf unwahrscheinlichstem Wege Jesus begegnete und dadurch erneut fliehen musste. Wie sie schließlich über Umwege nach Deutschland gelangte, dort über 15 Jahre lebte und arbeitete, bis sie ihre wahre Berufung fand und Pastorin einer persischsprachigen Gemeinde wurde. 

    All das vermittelt sie mit einem sicheren Gespür für die deutsche Kultur, erklärt an den richtigen Stellen das, was sonst befremden würde. Außerdem gibt sie Einblick in die Lebenswelt(en) und die Kultur, aus der die heutigen Flüchtlinge aus dem Iran stammen. 

    „Liebe statt Furcht“ ist ein klug geschriebenes, packendes und wertvolles Buch, das ich jedem empfehlen kann, der mehr über die iranisch-persisches Kultur erfahren möchte und sich für spannende Biografien interessiert. 

  14. Cover des Buches Todesbraut (ISBN: 9783423213097)
    Sandra Lüpkes

    Todesbraut

    (43)
    Aktuelle Rezension von: abuelita
    Nun also – nach drei Jahren - ist Wencke Tydmers zurück und arbeitet jetzt im LKA in Hannover und nicht mehr als Kriminalkommissarin. Sie hat sich in den USA als Profilerin ausbilden lassen Nun beschäftigt sie sich mit Fällen die Jahre zurückliegen und füttert das System ViCLAS mit Daten …… damit dadurch vielleicht irgendwann mal ein Mord verhindert werden kann. 

    Der erste Fall führt sie zu Shirin Talabanin, deren Bruder von einigen Jahren versucht hat ,sie zu töten. Natürlich muss Wencke auch mit ihr reden – aber sie findet Shirin tot, ermordet vor. Und natürlich kann Wencke es nicht lassen und stürzt sich gegen alle Dienstvorschriften in die Ermittlungen.

    Damit bringt sie nicht nur sich, sondern auch ihren Sohn Emil in große Gefahr – und eines Tages ist Emil verschwunden. Jetzt kann nur noch Axel Sanders helfen...

    Ein Krimi mit viel Hintergrundwissen zur moslemischen Kultur… viele, dazu rechne ich auch mich, kennen diese fremde Kultur nicht richtig. Auch Wencke hat damit so ihre Probleme, das ist sehr schön gezeichnet und realistisch. 

    Der Fall ist sehr spannend und die Auflösung ist doch noch einmal eine Überraschung. 

    Was das Privatlebern von Wencke Tydmers und Axel Sanders betrifft - - hier geht es nicht so richtig vorwärts und damit bin ich etwas unzufrieden. Ob da im nächsten Band wohl mal etwas Konkretes bzw. Fassbares passiert?

    Wir werden sehen….

  15. Cover des Buches Perwanas Abend (ISBN: 9783293209312)
    Bachtyar Ali

    Perwanas Abend

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    „Ich wollte zu einer Realität vordringen, in der Gott und die Schmetterlinge sich versöhnlich und friedfertig begegnen. In der sie sich verstehen und achten.“ (Zitat Seite 266)

     

    Inhalt

    Klein-Khandan wächst in einer Zeit der kriegerischen Auseinandersetzungen und der religiösen Fanatiker auf, die streng über die genaue Befolgung der Sitten und Vorschriften wachen. Immer mehr Frauen und Männer verlassen die Heimat und vor allem junge Menschen gehen fort, auf der Suche nach einem Leben in Freiheit und Liebe. Klein-Khandans Kindheit ist abrupt zu Ende, als auch ihre Schwester Perwana verschwindet. Klein-Khandan wird in eine strenge Religionsschule, das Haus der Reue, gebracht, um hinter hohen Mauern und verschlossenen Toren für das Vergehen ihrer Schwester Buße zu tun. Noch ist sie zu jung, um alle Zusammenhänge zu verstehen, aber einige Jahre später will sie die Geschichte ihrer Schwester Perwana erzählen, damit diese nicht vergessen wird. Zuerst jedoch muss sie die Wahrheit finden, um die Ereignisse niederschreiben zu können.

     

    Thema und Genre

    In diesem kurdisch-irakischen Roman geht es um religiösen Fanatismus, Politik und die Suche von jungen Menschen nach einem freien Leben nach ihren eigenen Wünschen.

     

    Charaktere

    Klein-Khandan will die Geschichte aufschreiben, weil ein Buch etwas für die Ewigkeit schafft, während ihre Freundin Fatana eine begeisterte Geschichtenerzählerin ist. „Wenn du ein Ereignis spontan erzählst, kannst du es nach deinem Geschmack gestalten, ohne Spuren zu hinterlassen.“ (Zitat Seite 265) Die Mädchen lernen einander im Haus der Reue kennen, unterstützen einander und beide geben niemals auf.

     

    Erzählform und Sprache

    Die Ich-Erzählerinnen der Geschichte sind Klein-Khandan, die jüngere Schwester von Perwana, und Midiya, die Schwester von Fatana, die viele Eindrücke und Erlebnisse in ihren Heften festhält. So entsteht aus anfangs unterschiedlichen Erzählsträngen mit unterschiedlichen Figuren, Episoden, Ereignissen, langsam eine dicht gewebte Geschichte, deren Teile sich schließlich zu einem Ganzen vereinen. Kann man menschliche Grausamkeit und tiefes Unrecht in einer poetischen und manchmal magischen Sprache erzählen? Bachtyar Ali kann das, in einer eindrücklichen Mischung zwischen der bildintensiven Farbigkeit von orientalischen Märchen und den beklemmend realistischen Schilderungen der allgegenwärtigen Unterdrückung und Verfolgung von Menschen, besonders von Mädchen und Frauen, die einfach nur ein freies Leben führen wollen. Schmetterlinge als Symbol für Liebe, Freiheit, Hoffnung, aber auch gefährdete Zartheit, wirbeln durch die gesamte Geschichte.

     

    Fazit

    Diese Geschichte von Perwana, drei Freunden, Klein-Khandan und ihre Freundinnen wird in einer poetischen Sprache geschrieben, die reich an Bildern und Symbolik ist, und gleichzeitig von brisanter, realistischer Dringlichkeit. Den Übersetzenden ist es gelungen, den Zauber dieser Erzähl- und Ausdrucksform auch in die deutsche Sprache zu übertragen.

  16. Cover des Buches Das Mädchen, das den IS besiegte (ISBN: 9783404609413)
    Farida Khalaf

    Das Mädchen, das den IS besiegte

    (13)
    Aktuelle Rezension von: Yurelia
    Wow, wow, einfach wow. Dieses Buch hat mich total beeindruckt.
    Anfangs war ich echt skeptisch, ob es mich so berühren würde, als ich begann zu lesen, da Farida ihre Geschichte sehr nüchtern und emotionslos erzählt. Auch fand ich es ungewöhnlich, dass sie sich von Anfang an so gewehrt hat. Und dass die IS-Leute sie die meiste Zeit mit ihrer Freundin zusammenließen, kam mir auch unrealistisch vor. Aber mir ist schnell klar geworden, dass Farida Khalaf eine Heldin ist, wie es nur wenige gibt und der IS sie einfach unterschätzt hat. Ich weiß nicht, ob ich es schaffen würde so zu kämpfen wie sie. Aber ich denke, wäre sie komplett allein gewesen, hätte sie nicht so viel Mut aufbringen können. Freundschaft beflügelt und spendet Kraft und Hoffnung. Und dieses Buch zeigt dem Leser noch einmal wie sehr.
    Als ich schließlich den Epilog las, standen mir Tränen in den Augen. Dieser hat mehr Emotionen in sich als der Rest der Geschichte und ich bin einfach total glücklich, dass Farida so viel Glück im Unglück hatte. Denn ja, Glück hatte sie wirklich. Es hätte auch alles viel schlimmer für sie ausgehen können.
    Das Buch fesselt von Anfang an sehr. Farida erzählt zunächst, wie sie in ihrem Dorf mit ihrer Familie gelebt hat und diese Lebensumstände finde ich besonders interessant, da das Dinge sind, die ich so einfach noch nicht wusste. Ebenso, was für ein wichtiger Part die Religion in ihrem Leben ist. Sie erklärt sehr viel und das finde ich sehr gut, da man dadurch einen guten Einblick bekommt und sich in ihre Situation sehr gut hineinversetzen kann.
    Vieles war mir im Ansatz bekannt. Aber nicht alles und ich fand es wichtig, einmal die andere Seite der Medaille betrachten zu können.
    Ich hoffe, Farida geht es gut und sie kann eines Tages wieder glücklich werden und ihren Traum verwirklichen; ich wünsche ihr alles Liebe.

    Mein Fazit:
    Beeindruckende und fesselnde Geschichte einer jungen und sehr mutigen Frau, die erfolgreich mit ihren Freundinnen dem IS entfliehen konnte.
  17. Cover des Buches Der Tag, an dem ein Mann vom Berg Amar kam (ISBN: 9783956141829)
    Yavuz Ekinci

    Der Tag, an dem ein Mann vom Berg Amar kam

    (7)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Gleich am Anfang zählt der Autor die Ereignisse von verschiedenen Tieren auf, als sollte das Interessant sein. Stattdessen ist es ein schrecklicher Einstieg, der mich abgeschreckt hat. Als hätte der Autor nicht ein Roman geschrieben, sondern die langweiligste Dokumentation aller Zeiten.

    "Er zog seine Tabaksdose aus der Gesäßtasche und drehte sich eine dicke Zigarette. Er zündete sie an und nahm einen tiefen Zug. Er hustete."

    Der Stil hat etwas Mechanisches und ist so weit weg von der Schönheit der Sprache, als hätte das Buch ein Roboter geschrieben, der auf Nicht-Fühlen programmiert ist. Ständig zählt der Autor einzelne Handlungsstränge auf, meistens mit dem gleichen Satzanfang, was dafür sorgt, dass keine Bilder entstehen.

    Als der Autor über die Menschen im Dorf erzählt, kommen so viele Figuren und Namen vor, dass es schier unmöglich ist, auch nur eine Figur vor Augen zu behalten. Er hat mich mit absoluten Alltagserzählungen gelangweilt, bis ich sogar eingeschlafen bin.

    Danach wird die Handlung zu einem Märchen, einem grottenschlechten, der an meinen Nerven gezerrt hat, bis ich erneut gegen den Schlaf ankämpfen musste. Schließlich habe ich das Buch aufgegeben, denn kein Mensch sollte sich selbst so foltern.

  18. Cover des Buches OSTTÜRKEI (ISBN: 9783743962668)
    Katharina Füllenbach

    OSTTÜRKEI

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Perlengesang
    Vor der Lektüre dieses Buches kannte ich vieles in der Region 'Osttürkei' nur dem Namen nach. Katharina Füllenbach nimmt den Leser mit auf eine Entdeckungsreise  und erzählt in persönlicher Art und Weise ihre Wahrnehmung der kriegsähnlichen Verhältnisse in
    diesem Teil der Türkei, Monate vor dem "Putschversuch" der im ganzen Land alles veränderte. Und auch das Flüchtlingsabkommen der EU erscheint nach dem Lesen in einem anderen Licht.
  19. Cover des Buches Nujeen - Flucht in die Freiheit. Im Rollstuhl von Aleppo nach Deutschland (ISBN: 9783959672627)
    Nujeen Mustafa

    Nujeen - Flucht in die Freiheit. Im Rollstuhl von Aleppo nach Deutschland

    (23)
    Aktuelle Rezension von: -Leselust-
    Kurzmeinung:
    Ein wirklich bewegendes Buch über eine beeindruckende junge Frau, die vor Krieg und Terror in Syrien geflohen ist und sich auf den weiten und gefährlichen Weg nach Deutschland gemacht hat. Das Buch wird mich nicht so schnell loslassen und ich kann es nur weiterempfehlen.

    Meine Meinung:
    Nujeens Geschichte beginnt 1999. Als die Konflikte in Syrien beginnen, muss die Familie fliehen. Zunächst innerhalb von Syrien, dann in die Türkei und schließlich wagen Nujeen und ihre Schwester die lange und gefährliche Flucht nach Europa. Ihr Ziel ist Deutschland. Die sowieso schon riskante Reise wird noch zusätzlich erschwert, denn Nujeen leidet seit ihrer Geburt an Kinderlähmung und ist auf einen Rollstuhl angewiesen.

    Nujeens Geschichte hat mich sehr berührt. Ich kannte zwar viele Fakten über die Flüchtlingskrise aus den Nachrichten und habe Bilder von überfüllten Flüchtlingsbooten gesehen.
    Eine Person dann aber auf der Flucht vor Krieg und Terror zu begleiten und so "nah dabei zu sein", das ist dann noch mal etwas ganz anders und gibt den ganzen Fakten eine persönliche und emotionale Komponente.

    Dabei schildert Nujeen ihre teilweise wirklich schrecklichen Erlebnisse aber nie übertrieben dramatisch, emotional oder mitleidsheischend. Aber gerade diese unerschrockene Betrachtung der Flucht hat mich so mitgenommen, weil es bei mir den Eindruck verstärkt hat, dass dieses Wagnis für sie einfach ein notwendiges Übel ist und es in ihren Augen nichts bringt, groß darüber zu klagen. Dieser Mut und diese Unerschrockenheit der jungen Frau haben mich tief beeindruckt.
    Auch ihre Gedanken über die Situation der Flüchtlinge in Deutschland, aber auch darüber, wie die Deutschen sich bei all den "Fremden" in ihrem Land fühlen müssen, fand ich sehr interessant.

    Nebenbei lernt man auch noch etwas über die Geschichte Syriens, über die Kurden und auch die Rolle der Türkei. Und natürlich über Fluchtursachen, die verschiedenen Fluchtrouten, Schlepperbanden und was Menschen sonst noch auf sich nehmen, um sich und ihre Familien in Sicherheit zu bringen.

    Dabei ist dieses Buch dennoch nicht zu bedrückend. Denn Nujeen und ihre Schwester müssen zwar viel auf sich nehmen, sie erleben Ablehnung von Behörden und Menschen, denen sie auf der Flucht begegnen. Aber sie erfahren auch viel Unterstützung und Anteilnahme. Nujeen versprüht einfach enorm viel Lebensfreude und Hoffnung.

    Nicht ganz so gut gefallen hat mir an manchen Stellen der Schreibstil. Der ist teilweise ein bisschen naiv und kindlich, was aber wiederum authentisch ist, da Nujeen ja erst 16 Jahre alt war, als sie ihre Heimat verlassen hat.

    Fazit:
    Ein Buch über eine starke junge Frau, die alles Bekannte aufgibt und mit ihre Schwester die gefährliche Flucht von Aleppo bis nach Deutschland auf sich nimmt, um dem Krieg in ihrer Heimat zu entkommen. Das Buch wird mich nicht so schnell loslassen und ich kann es nur weiterempfehlen. 
  20. Cover des Buches OSTTÜRKEI: Notizen zu einer Reise im Frühjahr 2016 (ISBN: 9783743962675)
  21. Cover des Buches Mama, bitte lern Deutsch (ISBN: 9783426570074)
    Tahsim Durgun

    Mama, bitte lern Deutsch

    (121)
    Aktuelle Rezension von: mandalotti

    Das Buch war jetzt nicht so wirklich mein Ding. Der Schreibstil hat mich nicht angesprochen, dann erschienen mir manche Abschnitte etwas durcheinander. Außerdem erfährt man nicht wirklich neues finde ich. Der Alltagsrassismus, den Migrationsfamilien ausgesetzt sind ist bekannt und ich selbst habe auch schon durch einige Patienten mitbekommen, wie schwierig es ist Arbeit, Kinderbetreuung und Deutschkurse unter einen Hut zu bekommen. 

    Ich denke wer sich mit dem Thema Migration nur wenig beschäftigt erfährt hier nichts neues und die für die so ein Buch was wäre, würden es sowieso nicht lesen.

  22. Cover des Buches Sie nannten mich "Held" (ISBN: 9783742304049)
    Christian Haller

    Sie nannten mich "Held"

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Literatur-Universum
    Ich fand die Geschichte von Christian Haller im Vorfeld irrsinnig interessant. Die Vorstellung sich in ein fremdes Land zu begeben und zur Waffe zu greifen, ist für mich so fern, dass es mich interessierte, was einen Menschen dazu bewegen musste, so etwas tun zu müssen. Die Beweggründe von Christian Haller scheinen mir sehr dünnhäutig, nahezu erschreckend und wenig nachvollziehbar. Diesen Eindruck bekam ich sehr schnell, während der Lektüre und es ging dem Protagonisten wohl nicht anders. Überzeugung, Irritation und Unsicherheit waren ständige Begleiter für den Deutschen.

    Diese gesamte Anekdote ließe sich viel brisanter, aktueller und vor allem treffender in einem Zeitungsbericht, oder gar in einem längeren Essay verfassen. Das Buch war die Vielzahl an Seiten nicht gerecht, ein solches zu werden eine Zumutung. Dazu wurde es zu sehr gepumpt durch Inhalte, die unwichtig und uninteressant geschildert wurden. Die wenigen spannenden Momente, verloren ihre Brisanz durch zu viele unnötige Erzählungen in den Zwischensequenzen.

    Der Titel suggeriert auf eine Heldengeschichte. Helden, sofern es sie gibt, werden nicht in oder durch Kriege geboren. Sie manifestieren sich durch menschliche, mystische und gesellschaftliche Taten. Diese liegen hier nicht vor.
  23. Cover des Buches Die, deren Träume zerbrochen sind (ISBN: 9783956146527)
    Yavuz Ekinci

    Die, deren Träume zerbrochen sind

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Thomas_Lawall

    Nicht alle Tage hält man ein (in der Türkei) verbotenes Buch in Händen. Unter dem Titel "Rüyası Bölünenler" bereits 2014 erschienen, wurde es neun Jahre später konfisziert und verboten.

    Auch wenn eine Anklage Ende 2024 abgewiesen wurde, gilt das Verbot weiterhin. Der 2023 ausgesprochene Verdacht der "Terrorpropaganda" für die PKK steht aber weiterhin im Raum, zumal das Verfahren wieder aufgenommen wurde.

    Etwas Verbotenes in Händen zu halten, kann durch die nicht zu leugnende Anziehungskraft so etwas wie eine, wenn auch diffuse, Faszination auslösen. Jene, die dieses Buch betrifft, begründet sich aber völlig anders.

    Der kurdische Autor Yavuz Ekinci erreicht das direkt und unmittelbar mit Sprache. Allein die Überschrift des ersten Kapitels animiert unsere Vorstellungskraft und erzeugt, in diesem Fall bedrückende, Bilder: "In mir wächst eine Wüste."

    Gemeint ist Ismail, den sein bisheriger Lebensweg in eine fast aussichtslos erscheinende Zerrissenheit geführt hat. Aus seiner Heimat in Batman vor achtzehn Jahren nach Deutschland geflohen, holt ihn sein Gewissen ein. Sein Bruder Yusuf verschwand einst ohne ein Wort, um sich offenbar dem kurdischen Widerstand anzuschließen.

    Ismails Vater macht ihn dafür verantwortlich. Eine massive Anklage, die Ismail völlig aus der Bahn wirft, denn so wie es aussieht, hat er nicht nur seinen Bruder, sondern auch seinen Vater für immer verloren:

    "Geh fort und komm nie wieder zurück. Nicht einmal an meinem Grab will ich dich haben!"

    In Deutschland nicht heimisch geworden, fühlt er sich als Fremder im Paradies. Anders scheint es nach seiner Rückkehr nach Batman auch dort nicht zu sein. Und so entschließt er sich, in die Berge Kurdistans zu reisen, um, auf sehr abenteuerliche Weise, seinen Bruder zu suchen...

    Yavuz Ekinci zeichnet ein Familiendrama als Abbild der kurdischen Gesellschaft und ihrer Situation ganz allgemein. Deren Problematik weiß er sprachlich einerseits eindrücklich, aber andererseits in einem leicht zugänglichen Maß auszudrücken. Was aber keineswegs bedeutet, dass er die Dinge beschönigt.

    Beispielsweise wenn er die Selbstmordgedanken seiner Hauptfigur genauer unter die Lupe nimmt. Denn jene gewannen nicht einmal unter Haft und Folter die Oberhand.

    "Am Leben hielt mich eigentlich nur die Unzahl unbeantworteter Fragen."

    Berührend sind die zahllosen Sprachbilder, wie die Hände seines schwerkranken, im Bett liegenden Vaters, welche herabhängen, "wie abgebrochene Zweige", oder der große Unterschied, ob man "nicht mit den Ohren, sondern direkt mit dem Herzen hört."

    Stets schwingt ein Gefühl für das Wesentliche mit, die Leserinnen und Leser in eine nur schwer vorstellbare Lebenswirklichkeit so behutsam wie möglich heranführt. Von "Terrorpropaganda" sind übrigens nicht einmal Spurenelemente erkennbar.

  24. Cover des Buches Ritter und die PKK (ISBN: 9783944264219)
    Stefan Schweizer

    Ritter und die PKK

    (14)
    Aktuelle Rezension von: Florian_Andrews
    Ein Buch, welches aktueller denn je sich mit dem Thema Terror beschäftigt. Und das als "beiläufiger" Kriminal Roman verpackt! Wow - man kann dem Autor hier nur volles Lob aussprechen, denn er schafft es aktuelle Themen in einem Handlungsstrang zu verarbeiten, ohne dass es dem Leser zu langweilig wird.


    Der Fall kommt zwar zunächst nur zögerlich in die Gänge, allerdings muss Herr Schweizer hier auch eine Charakter Zeichnung betreiben - dies ist zwar teils mühsam zu lesen, aber absolut notwendig.


    Für alle, die sich sowohl politisch interessieren und einen gut recherchierten (Heimat)- Krimi lesen wollen ist "Ritter und die PKK" genau richtig.


    Ich vergebe ehrliche 4 Sterne!

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