Bücher mit dem Tag "kurort"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kurort" gekennzeichnet haben.

24 Bücher

  1. Cover des Buches Hochsaison (ISBN: 9783596512423)
    Jörg Maurer

    Hochsaison

     (240)
    Aktuelle Rezension von: Schattenfrau

    In Band 2 haben wir ein Ereignis, indem 2 Täter(gruppen) gefasst werde wollen und ein sportliches Event, welches im Mittelpunkt steht. Es sind teilweise sehr kuriose Ereignisse, die skuril und amüsant erzählt werden. Besonders witzig finde ich die Bäckerei die immer passende Brötchen zum Verbrechen parat hat zum Verkauf. Ich möchte nicht zuviel spoilern und neugierig auf Band 2 machen. Die Kleinbürgerlichkeit wird sehr gut dargestellt und die Maßnahmen mit denen sich auf die Suche nach der vergifteten Weißwurst begeben wird sind wieder sehr unkoventionell. Beeindruckend finde ich, wie der Autor eine Figur sterben lässt. Es passiert teilweise recht plötzlich und abrupt und doch elegant.

    Ich freue mich auf Teil 3 Niedertracht.

  2. Cover des Buches Niedertracht (ISBN: 9783596188949)
    Jörg Maurer

    Niedertracht

     (188)
    Aktuelle Rezension von: Lillianne

    Zum Buch

    In der Gipfelwand hoch über einem idyllischen alpenländischen Kurort findet die Bergwacht eine Leiche. Wie kam der Mann ohne Kletterausrüstung überhaupt dort hin? Kommissar Jennerwein ermittelt mit seinem Team zwischen Höhenangst und Almrausch, während  sich die Einheimischen in düsteren Vorhersagen über weitere Opfer ergehen. Was hat derweil die merkwürdige Mückenplage in Gipfelnähe zu bedeuten, warum besitzt ein grantiger Imker auf einmal viel Geld, und wieso hilft ein Mafioso, ein Kind aus Bergnot zu retten? Jennerwein hat einen steilen Weg vor sich …

    Mein Kommentar

    In diesem Band gibt es mindestens zwei Handlungsstränge, die Kommissar Jennerwein zu berücksichtigen hat. Noch weiß er nicht, wie er vorgehen soll. Er wird es mit guten Gebirgskletterern aufnehmen müssen. Mit der Gams fängt es an. Sie gehört zu einem Handlungsstrang,  der mit einem ungeheuren Aufwand nach einem Mädchen in den Bergen sucht: "Das Kind war so unschuldig, wie die Gans damals. Mit der unschuldigen Gams hatte alles begonnen, und mit einem unschuldigen Engerl würde vielleicht alles enden." [Seite 309]
    Die Insekten, "diese Kriebelmücken, die blutgierigen und sauglustigen Archicnephia, ... werden für indiskrete Recherchen und unverschämte Nachforschungen eingespannt .." [Künsterlische Freiheit! Aus dem Nachwort]
    Wieder eine richtig gute Leselektüre! Jetzt gehts zum nächsten Band.

  3. Cover des Buches Föhnlage (ISBN: 9783596512898)
    Jörg Maurer

    Föhnlage

     (385)
    Aktuelle Rezension von: Buch_und_Wasser

    Beim Lesen von Föhnlage musste ich viel schmunzeln. Der Titel ist ein Krimi, kommt aber ohne blutige und grausame Verbrechen aus. Stattdesen gibt es einen kuriosen Todesfall und die Handlung bleibt bis zum Ende spannend.

    Im Mittelpunkt der Handlung steht nicht nur Kommisar Jennerwein, sondern sein ganzes Team. Alles liebenswerte Orginale. Zudem spielen auch die Dorfbewohner eine Rolle.

    Leicht zu lesen, unterhaltsam und spannend

  4. Cover des Buches Oberwasser (ISBN: 9783596512904)
    Jörg Maurer

    Oberwasser

     (214)
    Aktuelle Rezension von: Lillianne

    Zum Buch
     Nachts in einem idyllischen alpenländischen Kurort: Dunkle Gestalten schleppen eine leblose Person zur Höllentalklamm. Kommissar Jennerwein erhält einen heiklen Auftrag. Er muss einen verschwundenen BKA-Ermittler finden, aber niemand darf wissen, dass er nach  ihm sucht. Während er mit seinem bewährten Team offiziell einem Wilderer nachstellt, forscht er in Gumpen und Schluchten nach dem Vermissten. Derweil erzählen die Einheimischen düstere Legenden von Flößern, die einst das Wildwasser in eine Höhle sog, ein neugieriger  Numismatiker entdeckt kryptische Zeichen auf einer alten Goldmünze, und ein Scharfschütze lauert am Bergbach. Kommissar Jennerwein gerät beinahe ins Strudeln.

    Mein Kommentar

    Es wird ein Wettlauf mit der Zeit und Kommissar Jennerwein setzt wieder mal sein Leben ein, um den Fall zu lösen.
    Bemerkenswert war ein Detail im Fall von Psychterror: Man nimmt einen Flashmob und lässt das Ballettensemble in privaten Kleidern zwischen gaffenden Passanten die Ensemblemitglieder tanzen ... immer mehr. Das führt bei einem Täter unter Stress Wahrnehmungsstörungen. [Seite 273]
    Und auf Seite 368 kommt mir die Verschlüsselungstechnik bekannt vor: Es muss in einem Buch ebenfalls eine Rolle gespielt haben, das ich erst kürzlich gelesen habe. Vermutlich in einem der Harzkrimis ... Es geht um die Chiffriertechnik nach Vignère. Ich bin immer noch bei der Serie ...

  5. Cover des Buches Der Bobmörder (ISBN: 9783832162474)
    Hans-Henner Hess

    Der Bobmörder

     (14)
    Aktuelle Rezension von: Caillean79

    Denn wie uns dieser Krimi lehrt – man liest ja nicht nur aus schnöder Unterhaltungssucht, sondern weil man was lernen will – benötigt man als Bobfahrer/in genau dieses „Gefühl im Hintern“ (und zwar nicht zu knapp), um die Bahn spüren zu können und so den Bob zu Bestzeiten zu bringen.


    Auch der Fickel hatte sich früher diesem Sport verschrieben und es immerhin zum Anschieber gebracht. Durch diverse Irrungen und Wirrungen musste dann aber die sportliche Karriere der juristischen weichen. Ob das ein Fluch oder ein Segen war für Thüringen… man weiß es nicht.


    Jedenfalls hat mich auch dieser Regionalkrimi wieder überzeugt und ich bin einmal mehr der Meinung, die (Regionalkrimi-)Konkurrenz aus Bayern kann sich warm anziehen, wenn erstmal der Thüringer Bob an den Start geschoben wird. Fickel stolpert wieder mehr schlecht als recht in die Ermittlungen (eigentlich will er ja in Oberhof eine Kur machen, aber angesichts der strengen Regularien, insbesondere was kulinarische und alkoholische Genüsse angeht, ist er bald von diesem Plan nicht mehr überzeugt). Seine Ex, Frau Oberstaatsanwältin Gundelwein, und Kriminalkommissar Recknagel ermitteln professioneller, aber auch nicht weniger amüsant. Und schließlich ist da noch die ausstehende Olympiabewerbung Oberhofs für die Winterspiele 2030, die lediglich daran scheitern können, dass Alpinski-Asse angesichts der hübschen Mittelgebirgshügel einen Lachkrampf bekommen würden.


    Hans-Henner Hess erzählt mit viel Lokalkolorit (und amüsanten Fußnoten) einen kurzweiligen Krimi, der auch die sportliche Vergangenheit Oberhofs Revue passieren lässt. Nicht nur für Fans des Wintersports ein Vergnügen!

  6. Cover des Buches Grandhotel Schwarzenberg – Der Weg des Schicksals (ISBN: 9783404180622)
    Sophie Oliver

    Grandhotel Schwarzenberg – Der Weg des Schicksals

     (41)
    Aktuelle Rezension von: ConnyKathsBooks

    Bad Reichenhall, 1905 - 1911: Die 17-jährige Anna Gmeiner stammt aus ärmlichen Verhältnissen und träumt von einem besseren Leben. So wie auch Salzsieder Michael Schwarzenberg, in den sie sich verliebt. Ihr gemeinsames Glück scheint zum Greifen nah, doch schon bald zerplatzen alle Träume. Während Michael nach Amerika reist, erlebt Anna Schreckliches und ist gezwungen, einen anderen Mann zu heiraten. Auch die reiche Salinenmeistertochter Katharina kämpft um Glück und Liebe im mondänen Bad Reichenhall. Was hält das Schicksal für die beiden Frauen bereit?

    "Grandhotel Schwarzenberg - Der Weg des Schicksals" stammt aus der Feder von Sophie Oliver und ist der erste Band ihrer Grandhotel-Schwarzenberg- Reihe. Die Inhaltsangabe klang vielversprechend, doch so richtig überzeugt hat mich der Auftakt leider nicht. 

    Bad Reichenhall als historischer Schauplatz gefiel mir dabei noch ganz gut, ebenso der kleine Einblick in die Salzgewinnung, die Holztrift über die Saalach und den Kurbetrieb. Auch Anna fand ich sympathisch. Eine starke junge Frau, mit der ich durchaus mitgefühlt habe, denn sie muss hier einige Schicksalsschläge verkraften. Mit dem Rest der Figuren konnte ich dagegen nur wenig anfangen. Annas Geliebten Michael fand ich zum Beispiel ziemlich verantwortungslos und egoistisch. Die reiche Katharina mit ihrer anfangs sehr hochnäsigen und gefühllskalten Art konnte ich auch nicht sonderlich leiden.

    Schreibstil und Handlung fallen zudem sehr trivial aus. Mit wenig Tiefgang, aber sehr viel Drama, Herzschmerz und Insta-Love-Romanzen, die mich kaum berührten. Einmal in die Augen geblickt und zwei Worte gewechselt - schon war die große Liebe da. Was ich recht unglaubwürdig empfand. Ebenso wie die zahlreichen dramatischen Entwicklungen - vor allem ein Ereignis gegen Ende, wo ich nur mit dem Kopf schütteln konnte. Mir war das einfach zu viel Drama. Und zu viel Seifenoper. Der Titel macht das Ganze auch ziemlich vorhersehbar, wobei das Grandhotel Schwarzenberg an sich noch keine Rolle spielt. Wer auf eine Story ähnlich wie "Palais Heiligendamm" oder "Das Grand Hotel" hofft, wird daher enttäuscht werden, zumindest was den Auftakt anbelangt. Meine Lust auf die Fortsetzung "Grandhotel Schwarzenberg - Rückkehr nach Bad Reichenhall" hält sich momentan in Grenzen.

    Insgesamt kann ich daher "Grandhotel Schwarzenberg - Der Weg des Schicksals" nur sehr eingeschränkt empfehlen. Für zwischendurch ok und streckenweise auch ganz unterhaltsam, ansonsten sollte man nicht allzu viel erwarten. Leichte Lektüre voller Herzschmerz und Drama, für die ich 3 Sterne vergebe. 

  7. Cover des Buches Willkommen in Wellville (ISBN: 9783446245273)
    T. C. Boyle

    Willkommen in Wellville

     (105)
    Aktuelle Rezension von: BluevanMeer

    T.C. Boyle wählt gerne historische Persönlichkeiten als Bezugsgrößen in seinen Romanen. In Willkommen in Wellville geht es in erster Linie um Dr. Frühstücksflocken Kellog, genau den Kellog, der mit vegetarischer Ernährung und gesunder Lebensweise die Welt Anfang des Jahrhunderts revolutionieren wollte. In seinem Sanatorium, das hauptsächlich von der gutbetuchten Schicht besucht wird, wird Vegetarismus als Heilsversprechen gefeiert und Darmspülungen  und Sinuselektrobäder sollen dabei helfen, die versuchten toxischen Fleischreste endlich aus dem Körper zu spülen. Da versteht der Doc keinen Spaß.

    Will Lightbody ist seit geraumer Zeit krank. Vielleicht könnte es daran liegen, dass seine Frau ihm regelmäßig (Geheimtipptinktur aus der Apotheke für geplagte Ehefrauen) im Verborgenen alkoholische Tropfen verabreicht - wie dem auch sei, Will ist krank und seiner Frau geht es auch nicht gut. Sie hat ihr ungeborenes Kind verloren und sucht dringend Halt und Unterstützung. Da kommt ihr der rigorose Diätplan von Dr. Kellog gerade recht. Und Will macht natürlich mit. Auch wenn er nicht begreifen kann, dass Dr. Kellog nicht nur Fleisch, sondern auch Sex unter Eheleuten als toxisches Element versteht. Neben der vegetarischen Lebensweise, predigt der Doktor in seinen wöchentlichen Pflichtseminaren für die Besucher des Sanatoriums auch konsequente Enthaltsamkeit. Will, geschwächt durch den Alkohol, die Darmspülungen, die schreckliche Milchdiät (ausschließlich Milch, danach ausschließlich Trauben - für Wochen) verzehrt sich nicht nur nach einem Stückchen Braten und einem Glas Bier, sondern auch nach seiner Frau, die allerdings ganz neue Therapieformen für sich entdeckt. Statt zu ihrem Mann zu kommen, entdeckt Eleanor die Freuden der manuellen Therapie, die von einigen noch fortschrittlicheren Ärzten in der Stadt verordnet wird. Da wendet sich Will eben an die liebevolle und hübsche Schwester Irene, sein einziger Lichtblick in dieser finsteren Diätgefängniswelt.

    "Er hatte nicht zugenommen - im Gegenteil, er hatte gut fünfzehn Pfund verloren - und in seiner Abendgarderobe sah er aus wie ein lebender Kleiderständer. Unter der gestärkten weißen Hemdbrust, die mit Kragenknöpfen aus schwarzem Satin gesichert wurde, trug er ein leichtes Unterhemd, und unter dem Unterhemd befand sich eine ordentliche, saubere, achtzehn Zentimeter lange Narbe, eine einzelne Eisenbahnschiene, die die Anhöhe seines Bauches erklomm. Das war Dr. Kellogs Werk. Er hatte geschnitten, gegraben, herumgewühlt und entfernt und er hatte den Bauch auch wieder zugenäht. [...] Die Wunde war wunderbar verheilt. Selbstverständlich hatte die Operation, soweit Will es beurteilen konnte, überhaupt nichts genützt." (S.410)

    Doktor Kellog ist ein ziemlich harter Hund, experimentell im Umgang mit seinen Patienten und streng ist er auch noch. Das hat auch sein Pflegesohn Georg zu spüren bekommen. Von der eigenen Familie vernachlässigt, wird er von Kellog als achtes Pflegekind aufgenommen, die Familie lebt genau so streng vegetarisch, wie die Sanatoriumsbesucher. Und wer nicht hört, muss fühlen. Doch Georg will sich endlich an seinem Vater rächen. Er will Geld und er will den Flockenfanatismus, dem er seit seiner Kindheit ausgesetzt war, nicht länger dulden.

    Neben den Lightbodys spielt auch noch Charlie eine wichtige Rolle, der mit dem Erbe seiner Tante ganz groß ins Frühstücksflockengeschäft einsteigen will. Und wo kann das besser gehen, als in der Stadt, die berühmt für ihre Vegetarierfreaks ist. Er hat schon einen wichtigen Geschäftsmann an Land gezogen, der ihm helfen wird. Und dann lernt er auch noch den verschrobenen Sohn von Dr. Kellog kennen...

    Willkommen in Wellville ist ein wunderbarer Roman über eine frühe Phase der Medizin, die noch in den Kinderschuhen steckte. 1907 wurden Patienten mit Radium verstrahlt, aus Interesse operiert, mit Elektroschocks therapiert. Der vegetarische Diätwahnsinn ist ein Heilsversprechen, das auch vor Tieren nicht halt macht (ein Höhepunkt der abendlichen Vortragsreihen des Doktors liegt in der Präsentation seiner vegetarisch lebenden Wölfin - einem klapperdürren Gerippe). Boyle gelingt es neben abstrusen und absurden Situationen auch immer ernste Sequenzen einzubinden. Man muss einfach Mitleid mit Will haben, der unverschuldet in dieses Gefängnis gerät. In der Schilderung des Sanatoriumaufenthalts und des Themas und Stoffs kann man sich vielleicht entfernt an den Zauberberg erinnert fühlen. Oder auch an andere Romane von T. C. Boyle. Ich musste sofort an Riven Rock denken. Willkommen in Wellville ist für mich sehr viel unterhaltsamer gewesen. Allein, weil Georg noch einige überraschende Wendungen in den durchgeplanten Diätalltag bringt. Fantastisch!

  8. Cover des Buches Föhnlage (ISBN: 9783839893760)
    Jörg Maurer

    Föhnlage

     (57)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Bei einem Klavierkonzert in einem beschaulichen Alpenkurort stürzt der Türsteher Eugen Liebscher von der Saalempore ins Publikum – tot. Und ein Zuhörer, auf den er fiel, ebenfalls. Kommissar Hubertus Jennerwein nimmt die Ermittlungen unter dem Namen "SoKo Edelweiß" auf: War alles ein Unfall, Selbstmord, Mord?
    Jeder der zu diesem Zeitpunkt anwesenden Zeugen macht eine andere Aussage. Zunächst tappt die Polizei im Dunkeln - und so titeln auch die Lokalzeitungen.
    Zum gleichen Zeitpunkt geht die Bestatterfamilie Grasegger ihren höchst dubiosen Geschäften nach, die sie neben ihrer Haupttätigkeit betreiben: Sie lassen Leichen verschwinden!.

    Der erste Fall für Kommissar Jennerwein in einem idyllischen Kurort in den Alpen. Der Fall wirkt anfangs sehr verwickelt und Hubertus Jennerwein und seine Kollegen leisten eher ruhige Polizeiarbeit, gehen ganz klassisch allen möglichen Spuren nach und tasten sich an das Geschehen immer weiter heran, während rundherum alle möglichen Leute spekulieren. Gleichzeitig jagt derselbe bedachte Kommissar einen verrückten Trachtler quer durch den Ort. Den krönenden Abschluss findet diese Verfolgung in einer Mistgrube..

    Und gerade so wie mit dieser Verfolgungsjagd ist es mit dem ganzen Buch. Der Autor lässt viel schwarzen Humor und Zynismus in sein Werk einfließen, was ihm auch sehr gelungen ist. Er lockert dadurch den ganzen Fall enorm auf. Immer wieder nutzt er bekannte Vorurteile zu bayrischen Eigenarten und Eigenheiten für seinen herrlich skurrilen Humor. Der Schreibstil ist flüssig und voller Wortwitz und auch neuer Wortkreationen, die nur als originell beschrieben werden können.

    Mein Fazit: Solider Krimi mit absolutem Unterhaltungswert. Amüsant, spritzig und originell hat dieser Reihen-Auftakt Potential für eine Kult-Serie, auch wenn das Krimigeschehen nach meinem Empfinden noch ein kleines bisschen optimiert werden dürfte.


  9. Cover des Buches Kein schlechter Tausch (ISBN: 9783963621291)
    Karen Witemeyer

    Kein schlechter Tausch

     (13)
    Aktuelle Rezension von: KleinerVampir

    Buchinhalt:

    Texas, 1890: Die junge, mittellose Witwe Ruth zieht mit ihrer kleinen Tochter in den Kurort Hope Springs, um dort als Köchin zu arbeiten. Alles, was sie besitzt, ist eine Brosche, die schon seit Generationen in Familienbesitz ist – sie zu verkaufen kommt daher gar nicht in Frage. Doch wie soll Ruth die Miete für ihre Unterkunft bezahlen? Ihr Vermieter ist der Reiche Mr. Azlin, dem die halbe Stadt gehört, der jedoch sehr zurückgezogen lebt und keinen an sich heran lässt. Ruth hat eine zündende Idee…

     

    Persönlicher Eindruck:

    Es handelt sich bei diesem Buch um eine Novelle aus der Reihe „Kleine Auszeit Roman aus dem Francke Verlag. Ein Kurzroman, der aber alles mitbringt, was man als Leser an Karen Witemeyers Büchern so liebt: eine beschauliche Kleinstadt im Wilden Westen, nette Figuren, die große Liebe und natürlich ein Happy End.

    So ist es auch hier: Ruth hat es nicht leicht, sie hat nach einem Schicksalsschlag eine Arbeit in einem Café bekommen, kann sich aber die Unterkunft für sich und ihre Tochter nicht leisten. Was sie allerdings hat, ist unerschütterliches Gottvertrauen und gute Ideen. So bietet sie dem kauzigen Vermieter eine Art Tauschhandel an. Mr. Azlin ist nicht gerade begeistert, willigt aber ein und kann sich Ruths Charme bald nicht mehr entziehen. Stück für Stück fühlen die beiden sich zueinander hingezogen, nicht zuletzt weil Bo Azlin einen Narren in Ruths vorlauter Tochter gefressen hat.

    Da sind wir auch schon beim Stichwort: Naomi. Das Mädchen ist laut Romanhandlung 7 Jahre alt, kommt aber reichlich altklug daher und erscheint mir nicht wie ein kleines Mädchen. Vielleicht werden Kinder im 19. Jahrhundert schneller „erwachsen“, aber oft erschien mir Naomi einfach zu reif und auch reichlich abgeklärt für ihr Alter. Gut, altkluge Kinder muss man mögen – es hat mich jetzt nicht ganz so gestört, aber sollte trotzdem Erwähnung finden.

    Natürlich geht in einem Kurzroman alles schnelle vonstatten, so auch in diesem Fall. Naomis Zustimmung am Ende war völlig ohne Eifersucht und ziemlich rational, obwohl der Tod ihres richtigen Vaters noch gar nicht lange her ist. Es ist einfach sehr viel sehr rosarot, dennoch macht die Geschichte Spaß und ist genau richtig als kleines Geschenk zur Genesung, oder als Mitbringsel.

    Der christliche Aspekt ist minimal.

    Die Reihe „Kleine Auszeit Roman“ wird fortgesetzt, derzeit sind bereits 8 Kurzromane in Franckes Sortiment erhältlich. Das Cover kommt recht schlicht daher, allerdings empfinde ich das Buch aufgrund seines festen Einbandes als sehr hochwertig.

    Mein Fazit: Ein schönes und kurzweiliges Lesevergnügen für alle, die einen kurzen Ausflug in die Zeit des Wilden Westens unternehmen wollen!

  10. Cover des Buches Frühlingsküsse und Erdbeerkuchen (ISBN: 9783958189683)
    Birgit Gruber

    Frühlingsküsse und Erdbeerkuchen

     (15)
    Aktuelle Rezension von: cat10367

    In diesem Buch geht es um Doro, die nach einem Beziehungsaus mit ihrer Mutter zu einer Aktivwoche fährt. Dort treffen sie auf viele wirklich interessante Menschen. Da gibt es Felix, den Doro schon länger kennt, der sich aber nicht an sie zu erinnern scheint. Es gibt auch noch Hanne und Norbert. Was es mit diesen auf sich hat werde ich euch nicht verraten, lest es selbst.

    Mir hat dieses Buch vom Cover auch sehr gut gefallen. Es passt auf jeden Fall wunderbar zum Inhalt. Der Schreibstil von Birgit Gruber liest sich locker und leicht und ich fühlte mich wirklich wunderbar unterhalten. Ich musste sehr oft beim Lesen schmunzeln und fand es an manchen Stellen extrem lustig.

    Eine wunderbare Urlaubslektüre und von mir gibt es eine ganz klar Leseempfehlung.

  11. Cover des Buches Am Tatort bleibt man ungern liegen (ISBN: 9783596703708)
    Jörg Maurer

    Am Tatort bleibt man ungern liegen

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Flyspy

    Die Putzfrau der KurBank stirbt, erschlagen von einem Feuerrad. Jennerwein ermittelt in seinem 12. Fall. Spielen dabei die Geheimnisse, die in den Schließfächern der Bank ruhen, eine Rolle?

    Bis jetzt habe ich alle Jennerwein-Krimis gelesen und bin herb enttäuscht von diesem Roman. Das Einzige, was ich positiv anmerken kann, ist, dass man erfährt, was mit dem Team nach dem Ereignis aus dem letzten Band passiert ist.

     Sonst finde ich vieles an den Haaren herbeigezogen, schon allein die Mini-Nanbots in den Schließfächern, die die Geheimnisse abfotografieren. Dann noch die eingestreuten fiktiven Szenen mit Sancho und Pancho - Ähnlichkeiten mit Don Quichote und Sancho Pansa waren wohl beabsichtigt – da dachte ich wirklich, ich bin im falschen Film. Dann teilen sich Tote aus dem Grab mit. Der Krimi wäre ohne diese Füllszenen besser gewesen. Jennerwein selbst tritt kaum in Erscheinung.

     

    Die Krimis um Jennerwein flachen immer mehr ab, die Luft ist raus. Dieser war der absolute Tiefpunkt für mich.

  12. Cover des Buches Das Totenhaus (ISBN: 9783746632537)
    Ann Rosman

    Das Totenhaus

     (5)
    Aktuelle Rezension von: misery3103

    In einem leerstehenden Gebäude in Marstrand wird ein Toter gefunden. Der Mann war im Ort bekannt, weil er sich für den Erhalt alter Gebäude und die Einhaltung von Regeln einsetzte. Wer hat ihn ermordet und warum? Kommissarin Karin Adler und ihr Team ermitteln.

    Das Buch wird zum einen bezüglich des Mordes im Heute erzählt, zum anderen wird die Nutzung des leerstehenden Turisthotells in 1906 begleitet. Einst befand sich hier eine Kurklinik, in der sich die reichen Damen und Herren behandeln ließen. Das fand ich richtig toll – und gerade die Erzählungen aus 1906 haben mir sehr gut gefallen.

    Aber auch der aktuelle Mordfall ist spannend und ich war gespannt, was Karin und ihr Team herausfinden werden. Schnell wird klar, dass es um Politik geht und um unlautere Geschäfte rund um die leerstehenden Gebäude in Marstrand. Das Ganze war gut erzählt und hat mir Spaß gemacht.

    Die Kombination aus damals und heute ist spannend und lange rätselte ich, was beide Geschichten miteinander zu tun haben. Als es klar wurde, brachte mich der Zusammenhang ein bisschen zum Schmunzeln – sehr gut gemacht von Ann Rosman.

    Mir hat dieser Fall in Marstrand sehr gut gefallen und ich wäre gerne wieder dabei, wenn Karin Adler und ihr Team ermitteln!

  13. Cover des Buches Das Grab im Deich (ISBN: 9783426636398)
    Kari Köster-Lösche

    Das Grab im Deich

     (26)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    Sönke Hansens ermittelt wieder. Sein dritter Fall macht ihm ganz schön zu schaffen und er gerät natürlich mal wieder zwischen die Fronten.

    Ausgerechnet ein toter Säugling stoppt den geplanten Bau des Deichs in Langeness.

    Die Spur führt Sönke ins Reichenbad nach Föhr.

    Ein spannendes Abenteuer über Sönke Hansens der 1896 für die Halligen und Inseln zuständig ist und feststellen muss, das Menschen zwar unterschiedlich sein können aber in jedem auch ein kleines Geheimnis steckt.


  14. Cover des Buches Floras Traum (Das Blumenorakel) (ISBN: 9783548290379)
    Petra Durst-Benning

    Floras Traum (Das Blumenorakel)

     (69)
    Aktuelle Rezension von: rose7474

    Diesen Roman hörte ich vor einigen Jahren mit großer Begeisterung. Nun fand ich ihn im Bücherschrank.

    Noch immer konnte er mich fesseln ab der ersten Seite an. Der Schreibstil der Autorin ist einfach toll und bildhaft. Ich konnte mir Baden-Baden wunderbar vorstellen. Die Charaktere wuchsen mir ans Herz. Doch Konstantin mochte ich überhaupt nicht und Flora wurde mir zum Ende hin immer unsympatischer. Der Roman wurde für mich im letzten Drittel leider schwächer. Man hätte mehr draus machen können. Daher vergebe ich 4 Sterne und empfehle diesen Roman jedoch gerne weiter. Ein historischer Wohlfühlroman zum entspannen. Von Petra Durst-Benning werde ich auf jeden Fall noch mehr lesen. 


  15. Cover des Buches Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt (ISBN: 9783596523085)
    Jörg Maurer

    Im Schnee wird nur dem Tod nicht kalt

     (95)
    Aktuelle Rezension von: Mellchen

    Es hätte so schön werden können, Weihnachten im Kollegenkreis auf einer Hütte. Aber es kommt natürlich anders als man es sich vorgestellt hat.
    Besonders schön auch hier wieder: es gibt 2 Erzählstränge. Der eine Erzählstrang läuft aus verschiedenen Perspektiven in der Gegenwart, der zweite Erzählstrang behandelt einen ganz besonderen Adventskalender aus der Schulzeit von Jennerwein. Es gibt etwas zu lachen, etwas zu schmunzeln und natürlich eine ganze Menge Spannung.
    Das Ende ist absolut nicht vorhersehbar. Wird das Team wieder zusammenfinden? Das ist die große Frage, die den Leser nach Abschluß umtreibt. Wir dürfen gespannt sein.

  16. Cover des Buches Im Grab schaust du nach oben (ISBN: 9783596522453)
    Jörg Maurer

    Im Grab schaust du nach oben

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Eva_G
    Durch den G7-Gipfel ist das komplette Werdenfelser Land bevölkert von Polizisten und anderen Sicherheitsdiensten. Gleichzeitig ziehen so viele prominente Politiker Demonstranten an.
    Auch das Team von Kommissar Jennerwein ist eingeteilt.
    Als dann jedoch ein Kollege stirbt, schaltet sich Jennerweins Bauchgefühl ein und er beginnt zu ermitteln.

    Auch dieser neunte Fall der Jennerwein-Reihe ist fesselnd und undurchschaubar bis zur letzten Seite.

    Nach wie vor bin ich sehr begeistert von Jörg Maurers Schreibstil und seiner Art die Krimis aufzubauen.
  17. Cover des Buches Am Hang (ISBN: 9783596510153)
    Markus Werner

    Am Hang

     (273)
    Aktuelle Rezension von: Tausendléxi

    An einem Pfingstwochenende im Tessin treffen sich der Witwer Loos und der junge Scheidungsanwalt Clarin scheinbar zufällig auf einer Terrasse eines Hotels. Clarin findet nur noch Platz am Tisch von Loos und gesellt sich zu ihm. Zuerst verhalten sich die beiden Männer eher desinteressiert zueinander. Doch im laufe des Abends und nach einigen Gläsern Wein entsteht eine rege Unterhaltung zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Herren. Während Loos seiner verstorbenen Frau nachtrauert, findet Clarin kein gefallen an längeren Beziehungen. Beide legen ihre Standpunkte klar offen, was die Diskussion immer wieder neu entfacht.

    Gestorben wohl, sagte er dann, aber gleichsam nicht richtig begraben, und wenn ich von Alleinlassen rede, so meine ich das in einem kaum verständlichen Sinn, ich habe sagen wollen: Wer liebt sie, wenn ich nicht mehr bin, wer erinnert sich ihrer dann noch, wer ehrt und schützt ihr Andenken in dieser gedächnislosen Zeit?  – Seite 37

    >Am Hang < ist eine gelungene Parabel über das Leben, die Liebe und die Treue. Sie mutet kriminalistisch an und trumpft mit einer unglaublichen Wendung auf. Ganz unterschwellig vermittelt Markus Werner das Gefühl, dass die Geschichte auf etwas ganz Entscheidendes hinaus möchte. Doch wie auch bei einem Menü kommt das Dessert zum Schluss. Beste Unterhaltung!

  18. Cover des Buches Abschiedswalzer (ISBN: 9783423191043)
    Milan Kundera

    Abschiedswalzer

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Beagle
    Ein Böhmischer Kurort Anfang der 1970er Jahre. Wir befinden uns also in der Zeit der Tschechoslowakei, des eisernen Vorhangs und vor allem, kurz nach der Revolution im Jahre 1968. Eine Zeit, in der es wohl nicht leicht war, in Osteuropa zu leben, in ständiger Angst, gegen das Regime zu verstoßen oder als (unschuldiger) Verräter verhaftet zu werden. Jakub hat es hinter sich, so glaubt er, die Zeit im Gefängnis, den Tod seines lieben Freundes, den er an das „Land“ verloren hat – er wird in den Westen gehen. Aber er möchte sich noch von Olga, der Tochter seines ermordeten Freundes verabschieden, die er all die Jahre als seine Ziehtochter betrachtet hat und die in diesem Ort zur Kur ist. Die erste Szene, die er allerdings dort erlebt, ist, dass ein Trupp Rentner Hunde mit an Stöcken gebundenen Schlingen fängt. Soll dies ein Zeichen sein, dass er endlich das Land verlassen darf, in dem nicht nur Menschen vom Regime, sondern auch Hunde von Rentner verfolgt werden? Als Jakub einen Boxer retten will, stellt sich ihm Rosa, eine junge Krankenschwester in den Weg. Rosa ist deprimiert, Klima, der angesehene und berühmte Trompeter aus Prag möchte sie mit vorgegaukelter Liebe dazu überreden, das Kind, das sie mit ihm in der Nacht nach seinem Konzert hier gezeugt hat, wegzumachen. Er ist verheiratet, Klima würde es nicht im Traum einfallen, sich von seiner Frau Kamila zu trennen. Und er hat Angst: Kamila ist eifersüchtig, sie weiß von seinen zahlreichen Affären, kann ihm jedoch nichts beweisen. Und Rosa möchte das Kind behalten. Oder möchte sie so nur Klimas Liebe erzwingen? Und was ist mit Franta, dem jungen Monteur, der sie abgöttisch liebt? Wir stehen in diesem Kurort verschiedenen Personen gegenüber, die unterschiedlicher nicht sein können und scheinbar wild zusammengewürfelt worden sind. Da sind außerdem noch der reiche Amerikaner Bertlef, der die Tschechoslowakei schon kurz nach dem Krieg verlassen hatte und sich nun hier kurieren lassen möchte. Ein recht sonderbarer Kauz, der alles zu wissen scheint, sich über das Christentum in höchstem Maße begeistern kann und alle Menschen hier mit seiner Güte bereichert. Dr. Skreta, der die unfruchtbaren Frauen, die hier zur Kur sind, dadurch heilt, dass er ihnen unbemerkt sein Sperma einpflanzt (und somit doch der Ironie freien Lauf gibt, dass nicht die Männer es sein können, die zeugungsunfähig sind). Tausender kleiner Skretas laufen, wie wir im Laufe der Geschichte erfahren, hier in Böhmen umher, zig weitere müssen es im ganzen Land sein. Olga, die Ziehtochter Jakubs, ist in Wirklichkeit in den wesentlich älteren Mann verliebt, ohne, dass dieser es weiß, er ahnt es nur. All diese Menschen lässt Milan Kundera zusammentreffen, er erzählt die Geschichte dieser fünf Tag in einem herrlichen, ironischen Stil. Von jedem anderen Schriftsteller hätte diese Geschichte Gefahr laufen können, sich in Kitsch zu verwandeln. Kundera schaffte es allerdings, dass wir uns oftmals selbst an der Nase gefasst fühlen, er zeigt uns in (man könnte sagen kindlicher) Manier auf, dass das Leben an sich doch oftmals nur eine Phrase ist, sich alles irgendwie vorhergeplant ereignen kann, nicht aber muss. Er lässt seine Protagonisten leiden, manche so sehr, dass es an die Existenz gehen kann. Er lässt sie Freude empfinden, die schon zu viel sein kann. Und er lässt sie sich Gedanken über das Sein machen, die scharfzüngiger nicht sein könnten. Denn, was hat es schließlich mit der blaßblauen Tablette Gifts auf sich, die Jakub bei sich trägt? Oder wie kann es sein, dass Rosa einen anderen liebt, wo Franta sich doch so sehr um sie bemüht, sie heiraten möchte und sich sicher ist, dass das Kind in ihr von ihm ist? Wie kann es sein, dass Klima immer wieder fremd geht, wo er doch weiß, dass seine Frau jeden seiner Schritte erahnt? Der Abschiedswalzer ist ein herrlich ironisches, kluges Buch, das man jedoch nicht als total ernstes Werk lesen darf! Man sollte es als Seitenhieb auf die Gesellschaft erachten, nicht nur in der Zeit des kalten Krieges, denn das Buch hat an Aktualität nichts verloren. Wer Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins geliebt hat, wir auch diese Geschichte nicht mehr weglegen können. Aber auch, wer Kundera bisher nicht kannte, dem ist dieses Buch wärmstens zu empfehlen.
  19. Cover des Buches Schneeland (ISBN: 9783518240052)
    Yasunari Kawabata

    Schneeland

     (18)
    Aktuelle Rezension von: andreakwateng

    Schneeland ist ein leises, fast zärtliches Buch über die Begegnung eines Geschäftsmannes und einer Geisha in den verschneiten Bergen Japans. Dies ist ein wunderbares Buch mit faszinierenden Beschreibungen und Dialogen. Nicht umsonst hat Kawabata den Nobelpreis gewonnen. Eines der absoluten Highlights in meiner Bücherei.

  20. Cover des Buches Die Geschichte des Wassers (ISBN: 9783492303163)
    Teresa Viejo

    Die Geschichte des Wassers

     (5)
    Aktuelle Rezension von: jiijii
    Am Titel bin ich hängengeblieben und der Klappentext hat mich neugierig gemacht - ein Mann, der seinen Vater anhand eines alten Fotos sucht und dadurch auf die Geschichte eines untergegangenen Kurbades stößt. 
    Die Idee ist gut, allerdings hinkt die Umsetzung. Zu viel des Guten an Intrigen, Affären, Schicksalsschlägen und Wendungen, die man teils auch nicht nachvollziehen kann. Anstatt sich auf einen, zwei oder auch drei Haupthandlungsstränge zu konzentrieren, führt die Autorin mit jeder Person eine neue Geschichte, einen neuen Strang ein. Diese werden am Schluss auch nicht aufgelöst oder in einen Höhepunkt zusammengeführt, sondern verschwinden im Lauf der Geschichte immer genauso abrupt, wie sie aufgetaucht sind.
    In die gleichförmige Erzählweise versucht die Autorin mit Cliffhangern Schwung zu bringen. Das gelingt ihr nicht, da sie diese an gefühlt jedem Kapitelende einsetzt. Außerdem fehlt auch hier wieder die Auflösung und der rote Faden.
    Man hätte aus den Ansätzen ein wirklich gutes Buch machen können, in dessen Geschichte ich mich noch gerne öfter vertieft hätte. Das ist es aber leider nicht geworden. 
  21. Cover des Buches Geschäftsrisiko (ISBN: B001IMHNSG)
    Karl Heinz Berger

    Geschäftsrisiko

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Quartett im September (ISBN: 9783453722378)
    Utta Danella

    Quartett im September

     (7)
    Aktuelle Rezension von: melli.die.zahnfee
    Vera, eine beruflich erfolgreiche und attraktive Mittdreißigerin, lernt im bayrischen Voralpenland Robert kennen. Über ihre gemeinsame Neigung kommen die beiden einander näher: Beide reiten gern, beide haben selbst rassige Pferde. Allmählich gelingt es Vera, den zurückhaltenden Robert in einen verliebten Mann zu verwandeln. Mit der Vollblutstute Lorine und dem Goldfuchs Timo bilden sie ein Quartett, das "aufgeht"... Sehr gefühlvoll schildert Utta Danella in diesem Buch zwei Chararaktere in einer Herbstlandschaft. Es geht um Liebe, Chancen und Zukunft. Kein bisschen kitschig sondern romantisch und sehr schön zu lesen.
  23. Cover des Buches RICK MASTER  Band 2,   Das Gespenst von Areville (Koralle Comic Album) (ISBN: B002ZXDJT4)
    Duchateau

    RICK MASTER Band 2, Das Gespenst von Areville (Koralle Comic Album)

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden

    1938 wird Richard Maters, Freund des Geheimnisvollen, zu den beiden Brüdern Rambo (!!) nach Areville gebeten, um den Tod ihres dritten Bruders Rene aufzuklären, dieser war durch einen Pfeil ins Herz getötet worden und am Abgrund einer Böschung gefunden. Als Masters eingetroffen ist, wird der Hund des Verstorbenen ebenfalls durch einen Pfeil getötet. Masters vermutet, daß Professor Keller hinter dem Ganzen steckt, weil der HUnd ihn erkannt heben könnte und deshalb sterben mußte. Schließlich steckte Donnet, der Gehilfe des Professors, dahinter, worauf dieser sich in den Tod stürzte. Aber warum beginnt knapp 40 Jahre später eine ähnliche Mordserie, und als erster wird der damals ermittelnde Wachtmeister Soval getötet. Ist Donnet wirklich von den Toten auferstanden? Ein unglaublich spannender Krimi, der jedem gefallen dürfte, der Whodunnit-Krimis liebt.

  24. Cover des Buches Baba Yaga legt ein Ei (ISBN: 9783827007483)
    Dubravka Ugresic

    Baba Yaga legt ein Ei

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Wolkenatlas
    „Literarischer Hexenspaß im Kurort“ „Zuerst sehen Sie sie nicht... Ja, zunächst sind sie unsichtbar, gehen wie Schatten an Ihnen vorbei... Es gibt auch Rüstige unter ihnen, in einem tief dekolletierten Sommerkleid... Sie kullern an Ihnen vorbei wie ein Haufen verschrumpelter Äpfel...“ Dubravka Ugresic hat sich für ihren Beitrag zur Mythenserie des britischen Verlags Canongate Books den Mythos der Baba Jaya ausgesucht und beweist eindrucksvoll, dass die Baba Jaga eine mythische Figur ist und erst in einer veränderten Form in der Märchenwelt gelandet ist. Sie weist darauf hin, dass einige Forscher der Meinung sind,“ dass sie die Große Göttin, die Mutter Erde, war; dass andere sie für die einstige slawische Totengöttin (Jaga zmeja bura) halten; dass Dritte glauben, dass sie die Herrscherin über die Vögel (wovon die Hütte aus Hühnerbeinen und die lange Nase, die an einen Schnabel erinnert, übrig geblieben sind) ist und dass Vierte sogar meinen, dass sie die Rivalin der slawischen Göttin Mokosch war und sich der der Zeit zu einem Androgyn wandelte, dass zur Göttin der Vögel und der Schlangen mutierte, danach zu einem anthropomorphen Wesen, das schließlich auch weibliche Züge bekam...“ Mit diesen Gedanken als Ausgangspunkt entwickelt Dubravka Ugresic ein geistreiches, funkelndes Kammerspiel vor des Lesers Augen. Nach einem einleitenden Prolog beginnt der erste Teil „Gehe nach Ich-weiß-nicht-wo, bringe Ich-weiß-nicht-was“ wie die autobiographische Erzählung einer Ich-Erzählerin, die Dubravka Ugresic sein mag, oder auch nicht. Diese Erzählerin kümmert sich im ihre alte Mutter und der Erzählfluss strömt scheinbar harmlos und weit vom Thema entfernt vorbei. Unter dieser vermeintlich harmlosen und unterhaltenden Oberfläche schimmert jedoch permanent themabezogene Symbolik durch, schon die ersten paar Sätze strotzen nur so vor ornithologischer Symbolik. Wörter bröseln auseinander, man erfährt wieso Sauberkeit die halbe Gesundheit ist und macht die Bekanntschaft der geheimnisvollen „kleinen Bulgarin“ Aba, die plötzlich fast Mittelpunkt dieser Geschichte wird. Virtuos baut sich Spannung auf, die sich in einer kuriosen Varna Reise entlädt. Im zweiten Teil „Du kannst fragen, aber nicht jede Frage bringt Gutes“, den Dubravka Ugresic virtuos und mit schelmischem Augenzwinkern in einen tschechischen Kurort verlegt, werden bisherige Randfiguren plötzlich zu den Hauptprotagonistinnen. Sie schafft eine Szenerie, die entfernt an die Schauplätze verschiedener Romane von Milan Kundera erinnert. Ein meschuggener Doktor mit seinen beiden frivolen Gehilfinnen, ein pensionierter Rechtsanwalt, ein geldgieriger (und nicht besonders heller) und reicher Amerikaner mit dem Namen Mr. Shake und ein eher dümmlicher Masseur sind die menschlichen Repräsentanten des mythologischen Umfelds der Baba Jaga, die hier als heiteres Damentrio Pupa, Beba und Kukla erscheint. Dieser Mittelteil „in sechs Tagen (inkl. Epilog)“, der einem „Roman“ am ähnlichsten ist, ist der längste Teil und damit auch Herzstück dieses Buches. In diesem Teil trifft sie einen herrlich märchenhaften Ton; trockener Humor rundet das vollendete Bouquet ab. Im dritten Teil „Wer viel weiß, wird bald alt“ zieht Dubravka Ugresic virtuos den perfekten Joker aus ihrer literarischen Trickkiste und lässt den Leser an einer unterhaltenden Lehrstunde „Baba Jaga für Anfänger“ teilhaben, der auch die Leser aufklärt, die einen vielleicht offensichtlicheren Bezug zum Thema in den vergangenen Teilen suchen. Es zahlt wirklich sich aus, die teilweise eher umfangreichen Fußnoten genau zu verfolgen, da man sonst vieles kleine Wichtigkeiten verpasst, die einem eröffnen, wie blind man in den vergangenen Seiten teilweise war. Die Autorin hat ein brillantes literarisches Hexenspiel geschrieben, ein virtuoses Spiel mit themenverwandter Symbolik; ein kleines Beispiel- man verfolge erstaunt, wie die Akteure zahlenmäßig in den verschieden Teilen dieses Prosawerks verteilt sind, oder man vergleiche die Relationen der Seitenanzahlen der Teile. Wenn dann im dritten Teil vermeintlich eine Protagonistin (zur Erfüllung der „korrekten“ Personenanzahl) fehlt, so sollte man nicht vergessen, wer hier die Fäden zieht... „Baba Jaga legt ein Ei“ ist eine großartige Verbindung von Literatur und Mythologie, ein überragendes Beispiel der Kunst Dubravka Ugresics und ein „böses Hexenspiel“ mit dem glücklichen Leser, der geistreich unterhalten, literarisch gefordert und an der Nase herumgeführt wird. Faszinierende Prosa und ein Hexenspaß, der nach dem Zuklappen von „Baja Jaga legt ein Ei“ sofort den Wunsch aufleben lässt, gleich noch einmal beim Prolog zu beginnen, was ich jetzt auch mit größtem Vergnügen tun werde... Roland Freisitzer (18.11.2008, Erstveröffentlicht auf www.sandammeer.at)
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