Bücher mit dem Tag "kurz-krimis"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kurz-krimis" gekennzeichnet haben.

24 Bücher

  1. Cover des Buches Tour de Mord (ISBN: 9783710403033)
    Carola Christiansen

    Tour de Mord

     (26)
    Aktuelle Rezension von: 68Angela

    Ein tolles Buch. Mit 25 Kurzgeschichten zum Thema Krimi. Alle spielen in den bzw. an den Alpen. Tour de Mord wurde zum 25. jährigen  Jubiläum der mörderischen Schwestern aufgelegt. 25 grundverschiedene Autorinnen  beweisen darin, dass sie alle gute Kriminalgeschichten schreiben können.  Die Geschichten haben genau die richtige Länge um kurz vor dem Einschlafen nochmal eine kurze Geschichte zu lesen.  Genial, würde mich über ein zweites Buch dieser Art freuen...

  2. Cover des Buches Mord in Cork (ISBN: 9783958130906)
    Ursula Schmid

    Mord in Cork

     (10)
    Aktuelle Rezension von: SuEdelmann

    https://www.susanne-edelmann.de/2021/04/mord-in-cork-krimis-aus-irland/

    Kürzlich hatte ich bei meiner Rezension zu „Mordsmäßig Münchnerisch 3“ erzählt, dass es Situationen gibt, in denen ich lieber Kurzgeschichten lese als dicke Wälzer. Genau so ging es mir jetzt gerade wieder, nachdem ich gerade einen langen historischen Roman beendet hatte, den ich erst noch ein bisschen sacken lassen musste.

    Da kam „Mord in Cork“ gerade richtig. Die Autorin hat auch zu „Mordsmäßig Münchnerisch 3“ einen Kurzkrimi beigesteuert, bei „Mord in Cork“ handelt es sich ebenfalls um eine Sammlung von Kurzkrimis, die allesamt in und um die irische Stadt Cork spielen. Das Besondere daran: Zu jeder Geschichte gibt es im Anschluss Erläuterungen, z.B. zu Sehenswürdigkeiten, zu Sitten und Gebräuchen, zu alten Sagen oder zu irischen Gerichten, Getränken oder Musikinstrumenten. Auch Rezepte, z.B. zu Orangengelee, Irish Coffee, Scones, Mince Pies oder irischem Früchtekuchen dürfen nicht fehlen.

    Alles in allem handelt es sich bei dieser Lektüre also um eine Art kulinarisch-kriminellen Reiseführer. Dabei kann die Autorin auch auf eigene Erfahrungen und Erlebnisse zurückgreifen, wie sie im Nachwort berichtet, da sie selbst etliche Monate in Irland verbracht hat und ein Teil ihrer Familie heute noch dort lebt.

    Die Kurzkrimis selbst sind allesamt in sich abgeschlossen. Was sie aber wie eine Klammer zusammenhält, sind die beiden Ermittler: Der irische Chief Inspector Daniel Cerigh und sein deutscher Kollege Michael Tischer aus Nürnberg. Die beiden haben sich bei einem polizeiinternen Austauschprogramm kennengelernt, in dessen Rahmen Daniel vor einiger Zeit in Nürnberg war. Nun tritt Michael, genannt Mickey, den Gegenbesuch an und wird von seinem Gastgeber nicht nur in die irische Lebensart eingeführt, sondern auch in zahlreiche Ermittlungen mit einbezogen. Manche ihrer Fälle sind ein wenig mystisch angehaucht, andere haben handfeste Motive wie Geldgier oder Eifersucht, manche Opfer haben sogar mehr als zwei Beine, dafür fehlt einem anderen der Kopf.

    Nicht bei allen Geschichten habe ich voller Spannung mitgefiebert, aber unterhaltsam waren die Krimis allemal und das „Drumherum“ erst recht. Ich habe beim Lesen jedenfalls gleich mal die Landkarte studiert und von einer Irland-Reise irgendwann in einer Zukunft nach Corona geträumt. Toll fand ich den kleinen geschichtlichen Abriss im Anhang, der einen Überblick über die historisch bedeutsamen Ereignisse in Irland gibt. Und ganz besonders schön fand ich, dass jedem Kapitel ein irischer Segenswunsch vorangestellt ist (auch wenn zwei leider doppelt vorkommen). Kostprobe gefällig? Ich finde, dieser hier passt gerade auch in Corona-Zeiten besonders gut:

    Möge Alleinsein dich nie einsam machen,
    sondern dir Kraftquell sein in turbulenten Alltagszeiten.
    Auf dass du selbst dich als den treuesten Freund erfährst
    und diese Zeit allein dir wieder Lust auf andere schenkt.

    Alles in allem hat mir die Lektüre großen Spaß gemacht, deshalb mache ich jetzt auch gleich weiter mit Band 2 „Cork, noch mehr Mord.“ 

  3. Cover des Buches Noch mehr böse Blumen (ISBN: 9783740811105)
    Klaudia Blasl

    Noch mehr böse Blumen

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Die österreichische Krimiautorin Klaudia Blasl, die durch ihre ironischen „Damisch-Tal-Krimis“ bekannt ist, hat hier einen Nachfolger ihres Kurzkrimi-Bandes „Böse Blumen“ geschrieben. Diesmal sind es 15 Kurzkrimis, die als Mordwaffe jeweils eine Pflanze haben. 

    Diese Kurzkrimis lassen sich leicht zwischendurch lesen und haben mich mehrmals zum Schmunzeln gebracht. Allerdings schlägt das Imperium einige Male boshaft zurück, wenn der Täter (ja diesmal morden auch Männer mit Gift) z.B. Den Pool des missliebigen Nachbarn durch einen Pflanzenextrakt vergiftet und die eigenen geliebten Enkelkinder dürfen darin planschen ...

    Nach jedem Fall gibt es ein Porträt der Pflanze, die für den Tod verantwortlich gemacht wird. Wie schon Paracelsus gesagt hat: „Die Dosis allein macht das Gift“, werden hier auch Heilwirkungen beschrieben. So manches Opfer hat ohnehin Herzbeschwerden, doch Fingerhut oder Blauer Eisenhut beschleunigen das Ableben. Ein großer Vorteil der Giftpflanzen ist, dass einige davon leicht erhältlich sind, also im eigenen Vorgarten wachsen, umweltfreundlich sind und lautlos töten. Es ist nicht nötig das Darknet oder die Halbwelt beim Einkauf zu bemühen, es gibt keine bleihaltigen Rückstände und Lärm wie bei Schusswaffen. Auch hinterlassen Giftmorde wenig Sauerei. Und in Zeiten der Einsparungen auch im Bereich der Gerichtsmedizin wird der eine oder andere Tod durch Pflanzengift als natürlicher zu den Akten gelegt.

    Fazit: 

    Gerne gebe ich diesem zweiten Giftpflanzen-Kurz-Krimi-Band 5 Sterne.

  4. Cover des Buches Alfred Hitchcocks Kriminalmagazin. Bd.181 (ISBN: 9783548103501)
  5. Cover des Buches Bei Anstoss Mord (ISBN: 9783821848624)
    Matti Lieske

    Bei Anstoss Mord

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Matti Lieski erfreut den Fußball- und Krimifan mit 11 Kurzkrimis, die jeweils in ein historisches Fußballereignis eingebettet sind.


    Die Verbrechen und Gauner sind fiktiv, die Fußballpartien echt.
    Wir begegnen dem „Who is Who“ des internationalen Fußballs. Sei es,  Teilen des „österreichischen Wunderteams“ (Sindelar, Puskas etc.) die dann in der deutschen Nationalmannschaft von 1938 spielen (müssen) oder jenen Recken der Squadra Azzura wie Sandro Mazzola, Gianni Rivera, die auch mit ihren Vereinen zu Höchstform aufliefen.
    Oder wer kann sich noch an jenes Ländermatch BRD gegen DDR 1974 erinnern, in dem Jürgen Sparwasser das Siegestor für die DDR schoss? Und die teuren Stars wie Beckenbauer, Müller, Maier oder Netzer recht schlecht aussehen ließ?

    Auch Seitenblicke auf den englischen und/oder südamerikanischen Fußball dürfen nicht fehlen.

    Doch nicht nur Mord und Totschlag werden in diesen 11 Kurzkrimis behandelt, nein, auch der Wettbetrug rund um die WM in Japan und Südkorea.

    Die Krimihandlung ist ähnlich spannend wie das Geschehen auf dem grünen Rasen.

    Fazit:

    Ein Lesevergnügen für alle Fußball- und Krimifreunde, das ich gerne mit 5:0 für den Spaß (und die Nostalgie) bewerte .
  6. Cover des Buches Meine atemraubendsten Mörderrätsel. Tl.3 (ISBN: 9783502512875)
  7. Cover des Buches Alfred Hitchcocks Kriminalmagazin. Bd.178 (ISBN: 9783548103358)
  8. Cover des Buches Weihnachtlich glänzet der Wald - Wiener Weihnachtskrimis (ISBN: 9783945961049)

    Weihnachtlich glänzet der Wald - Wiener Weihnachtskrimis

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Diese Krimi-Anthologie ist die siebente aus der Edition Karo, der bereits mehrere weihnachtliche Kurzkrimis aus div. Städten bzw. Landstrichen verlegt hat. Dazu veranstaltet der Verlag jährlich einen Wettbewerb, aus dem dann die besten Krimis ausgewählt werden.

    Diesmal ist der Ort der kriminellen Weihnachten Österreichs Hauptstadt Wien. Historisch angehauchte und zeitgenössische Krimis wechseln sich ab.

    In 14 unterschiedlichen Krimis wird versucht das Flair von Weihnachten in der ehemaligen Residenzstadt einzufangen. Nicht immer gelingt dies.

    Es werden vergiftete Keks gebacken, jede Menge Punsch getrunken, Geschenke (tödlich oder nicht) verteilt und die Festtage mit der „lieben“ Familie oder mit (falschen) Freunden verbracht. 

    So ganz haben mich die Kurzkrimis nicht überzeugt. Denn nur den Wiener Dialekt zu benützen, ist mir zu persönlich wenig.
    Manches hätte sich so ähnlich auch in einer anderen Stadt oder zu einer anderen Jahreszeit zutragen können.

    Im Nachspann ist dann zu lesen, dass von den 14 Autoren/Autorinnen nur 4 wirklich aus Wien stammen bzw. in Wien leben. 

    Im Krimi von Heinrich Beindorf fällt auf, dass einige Ausdrücke verwendet werden, die in Wien nicht wirklich heimisch sind: So sagt in Wien zum Bespiel kein Mensch „Sonnabend“ (S.120). Bei uns ist der Tag vor dem Sonntag immer noch der Samstag. Oder der Ausruf „Mei, die Polizei... (S.117)“ – das klingt eher bayrisch als wienerisch. In Wien  wird auch kein „Flur“ sondern der „Gang“ geputzt (S.117)

    Das finde ich schade, da wäre noch mehr möglich gewesen. Daher leider nur drei Sterne. 
  9. Cover des Buches Bächleins Rauschen tönt so bang (ISBN: B0029H4YYU)
  10. Cover des Buches Meine kniffligsten Mörderrätsel. Tl.1 (ISBN: 9783502512615)
  11. Cover des Buches Alfred Hitchcocks Kriminalmagazin. Bd.184 (ISBN: 9783548103655)
  12. Cover des Buches Wer mordet schon in Salzburg? (ISBN: 9783839215043)
    Oskar Feifar

    Wer mordet schon in Salzburg?

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Diese Krimi-Anthologie stammt aus der beinahe Endlosreihe „Wer mordet schon in XX?“ aus dem Hause Gmeiner. Namhafte Krimi-Autoren stellen Kurz-Krimis mit dazu passenden Ausflugstipps vor.

    Vorliegendes Buch ist ein echter Lese-Spaß. Am liebsten hätte ich sofort meine Koffer gepackt und wäre nach  Salzburg gefahren.


    Die 11 Krimi sind:

    1. Doris
    2. Der perfekte Plan
    3. Freundschaftsdienst
    4. Der Jubilar
    5. Rätselhafter Tod
    6. Tante Gerti
    7. Panik
    8. Perspektiven
    9. Tod in der Salzach
    10. Dumm gelaufen
    11. Ein wirklich großer Fang

    Obwohl nur wenige Seiten lang, sind die Geschichten spannend, hintergründig, witzig, fesselnd und originell.
    Der „Freundschaftsdienst“ macht ein wenig nachdenklich, über den „Jubilar“ habe ich herzhaft lachen können. Auch „Tante Gerti“ hat mir recht gut gefallen. Der „Neffentrick“ zieht eben nicht immer!
    Die Krimis sind allesamt erfunden, bis auf „Rätselhafter Tod“ der auf einer wahren Begebenheit beruht.

    Fazit:

    Eine bunte Mischung toller Krimis und Ortsbeschreibungen, die nicht langweilen. Ein gelungenes Mitbringsel!
  13. Cover des Buches Kaiser, Kraut und Kiberer (ISBN: 9783839215777)
    Gerhard Loibelsberger

    Kaiser, Kraut und Kiberer

     (19)
    Aktuelle Rezension von: J-B-Wind

    Das verspricht der Klappentext: 13 Fälle für Nechyba  In 13 Kurzgeschichten ermittelt Inspektor Joseph Maria Nechyba diesmal nicht nur im alten Wien, sondern auch in Venedig, in Freiburg im Breisgau sowie in Röschitz im Weinviertel. Zusätzlich erhalten Nechyba-Fans interessante Einblicke in sein Privatleben. Natürlich wird auch wieder gekocht und gespeist. Und: Es kommt zur finalen Begegnung mit dem Naschmarkt-Mörder Aloysius von Schönthal-Schrattenbach.

    In diesem Buch begleiten wir Inspektor Nechyba in 13 Fällen von 1902 bis 1918. Man muss nicht zwingend die Romane gelesen haben, aber es ist teilweise von Vorteil, denn die Fälle spielen jeweils zwischen den Jahren der Romanhandlungen und ergänzen somit das Leben des Inspektors zu einer homogenen Geschichte. Natürlich dürfen die berühmten Krautrouladen nicht fehlen, und werden gleich in der ersten Geschichte in Szene gesetzt. In der zweiten Geschichte erfährt man etwas über die Kaudemhalchener, die früher in so manchem Herrenhaus für Aufregung und Chaos sorgten. Wenn Sie nicht wissen, was es damit auf sich hat, lesen Sie das Buch. Gerhard Loibelsberger reiht eine interessante und spannende Geschichte an die nächste, und wer den Autor kennt, weiß, dass vieles davon nicht erdacht sondern dem realen Leben entnommen ist. Gerhard Loibelsberger ist für seine akribischen Recherchen bekannt und auch in seinen Kurzgeschichten hält er die Qualität. Gerhard Loibelsberger bringt den Leser/innen den Untergang der K&K Monarchie humorvoll, ironisch und immer lehrreich nahe. Natürlich gibt es ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus den Romanen wie den Redakteur Goldblatt oder Nechybas Gattin Aurelia. „Kaiser, Kraut und Kiberer“ spielt aber nicht nur in Wien, es führt auch nach Ungarn, in die Hauptstadt, damals noch in Buda und Pest getrennt, nach Freiburg und auch nach Venedig, die Stadt, die dem Autor persönlich sehr am Herzen liegt.

    Wer Loibelsbergers Romane schätzt und liebt für den ist der Band „Kaiser, Kraut in Kiberer“ Pflichtlektüre und ergänzt die Sammlung optimal. Für Leser/innen, die Loibelsbergers Romane noch nicht kennen, ist der Band die perfekte Einstiegslektüre.

    Fazit: Ein fesselndes Leseerlebnis, das in die Vergangenheit führt, mit viel Wiener Flair und historischen Fakten gewürzt, unterhaltsam und anschaulich die K&K Zeit nahe bringt und auch zum Nachkochen der Rezepte verführt.  


     

  14. Cover des Buches Alfred Hitchcocks Kriminalmagazin. Bd.185 (ISBN: 9783548103709)
  15. Cover des Buches Alfred Hitchcocks Kriminalmagazin. Bd.180 (ISBN: 9783548103457)
  16. Cover des Buches Alfred Hitchcocks Kriminalmagazin. Bd.176 (ISBN: 9783548103242)
  17. Cover des Buches 10 Skelette aus meinem Schrank (ISBN: B0000BNZKY)
    Alfred Hitchcock

    10 Skelette aus meinem Schrank

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  18. Cover des Buches Wer mordet schon in der Steiermark? (ISBN: 9783839217757)
    Claudia Rossbacher

    Wer mordet schon in der Steiermark?

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Die österreichische Krimi-Autorin Claudia Rossbacher, bekannt durch ihre Krimi-Reihe rund um Sandra Mohr und Sascha Bergmann. 

    Neben Rossbacher dürfen folgende Autoren, die allen einen starken Bezug zur „Grünen Mark“ haben, ihren mörderischen Gelüsten nachgeben: 

    • Herbert Dutzler
    • Lisa Lercher
    • Iloa Mayer-Zach
    • Beate Maxian
    • Günter Neuwirth
    • Robert Preis
    • Clementine Skorpil
    • Andrea Stift
    • Isabelle Trummer
    • Jennifer B. Wind 

    So unterschiedlich die Autoren, so verschieden die Beiträge, die uns Leser von der Landeshauptstadt Graz tief, kreuz und quer durch die steirische Provinz führen. Ergänzt wird jeder Kurzkrimi durch interessante Freizeittipps.

     Fazit: 

    Eine Krimianthologie, um sich Appetit auf die schöne Steiermark zu holen und die verschiedenen Autoren kennenzulernen. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

     

  19. Cover des Buches Alfred Hitchcocks Kriminalmagazin. Bd.179 (ISBN: 9783548103402)
  20. Cover des Buches Klappe zu - Balg tot (ISBN: 9783938065563)
    Regina Schleheck

    Klappe zu - Balg tot

     (12)
    Aktuelle Rezension von: RitaLeseviel

    „Bitterböse Kurzgeschichten“ lautet die Unterschrift auf Regina Schlehecks Buch „Klappe zu - Balg tot“. Um genau zu sein sind es 24 Kurzgeschichten, die sich fantasiereich um die Themen Kinder und Beziehungen ranken.

    Der Buchtitel lässt schon ahnen, dass der Leser hier nicht unbedingt mit Samthandschuhen angefasst wird. In dem 139 Seiten umfassenden Band erzählt die Autorin von missverstandenen und misshandelten Frauen und Männern, von unschuldigen und schuldigen Kindern, von erotisierenden Schokoladen Weihnachtsmännern, von Glückskindern und seltsamen Taxifahrern und vielen kruden Zeitgenossen mehr.

    Was sich in der Aufzählung noch trocken anhört, wird dem Leser ein ums andere Mal vielleicht den Mund offen stehen, das Gesicht vor Ekel verziehen oder die Schamesröte ins Gesicht steigen lassen. Regina Schleheck schreibt klar und direkt und wählt in ihren Geschichten eine nachdrückliche und erklärungsfreie Sprache. Dass dabei Worte wie ficken, Eier oder ineinandervervögelt fallen, sei hier nur am Rande erwähnt. Denn manchmal ist es auch nur ein einfaches „Knack“, was die Situation im Text unterstreicht oder den Leser kurz innehalten lässt.

    Mit ihrer Art zu schreiben erzeugt Regina Schleheck zweifelsfrei nicht nur Bilder im Kopf des Lesers

    „Meine Finger erwärmten sich und mit ihnen die Weihnachtsmänner. Das Stanniol knisterte, die Leiber wölbten sich, blähten sich wollüstig meiner Hand entgegen …“,

    sondern zieht ihn in einen Sumpf der Gefühle und Vorahnungen.

    „Warum da keine Haare seien, hatte ich wissen wollen, als er meine Hand in seinen Schritt führte.“

    Man muss annehmen, dass Regina Schleheck eine besonders aufmerksame Zeitungsleserin ist. Die Geschichten scheinen zunächst weit ab der Realität, entwickeln schnell eine Eigendynamik, so dass am Ende des Textes ein Rest von „das habe ich doch schon mal so ähnlich gelesen oder gehört“ bleibt. Letztendlich schaut sie dem Volk aufs Maul, unter die Bettdecke und in die wirre Gedankenwelt hinein, legt hier und da noch eine kleine Schüppe mehr drauf und hinterlässt mehr als nur ein Stirnrunzeln.

    Auf den Punkt gebracht - mir hat das Lesen der Kurzgeschichten ausgesprochen gut gefallen. Sie fallen meines Erachtens aus dem üblichen Rahmen, unterhalten nicht ausschließlich, sondern regen auch zu Nachdenken und zeitweise zum Verständnis an. Hier wird nicht mit ungewöhnlichen Auflösungen kokettiert, sondern das tatsächliche Grauen der Welt vor Augen geführt.

    Leseempfehlung? Zweifelsfrei – ja!

    Für wen? Für alle, die glauben vorurteilsfrei durch die Welt zu gehen – sie werden hier eines besseren belehrt. Für Leser die eine direkte, teilweise unverfrorene Schreibweise zu schätzen wissen.

  21. Cover des Buches Alfred Hitchcocks Kriminalmagazin. Bd.194 (ISBN: 9783548104423)
  22. Cover des Buches Mörderische Prachtbäder (ISBN: 9783839222348)
    Friederike Schmöe

    Mörderische Prachtbäder

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Der Gemeiner-Verlag hat hier einen Sammelband mit 11 Kurzkrimis diverser Autoren und 125 Freizeit-Tipps zusammengestellt.

     

    Leider ist bei mir insgesamt nur wenig Spannung aufgekommen. Die Kurzkrimis wirken ein wenig konstruiert. Allerdings ist es oft recht schwierig, auf wenigen Seiten, eine hohe Spannung zu erzeugen.

     

    Dieses Buch mich nicht so ganz gefesselt, wie die Reihe “Wer mordet schon in …?”. Da gelingt es den verschiedenen Autoren Krimi-Feeling aufzubauen.

  23. Cover des Buches Alfred Hitchcocks Kriminalmagazin. Bd.186 (ISBN: 9783548103754)
  24. Cover des Buches Tatort Beisl (ISBN: 9783854394648)
    Ivo Schneider

    Tatort Beisl

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    "Tatort Beisl" ist einer der zahlreichen Sammelbände, die im Falter-Verlag erschienen sind. Es handelt sich hier um Kurzkrimis, die jeweils den Tatort gemeinsam haben.

    Was ist nun ein "Beisl"? Das ist eine kleine Gastwirtschaft, die ein bodenständige kleine Speisekarte anbietet. Nicht zu elitär, ein bisschen schmuddelig und meist in der Hand einer resoluten Chefin.

    Das Publikum ist höchst unterschiedlich, meist jedoch ganz normal. Doch manchmal schleicht sich auch der eine oder andere Kriminelle herein.  

    Die Créme de la Créme der österreischischen Krimi-Autoren hat zu "Tod im Beisl" ihren Beitrag geleistet. So zum Bespiel die Krimi-Queen Eva Rossmann oder Clementine Skorpil, die durch ihre historischen China-Krimis  bekannt ist oder die Grande Dame Edith Kneifl.

    Natürlich sind auch männliche Krimi-Autoren vertreten. Stefan Slupetzky (Lemming-Reihe) oder Andreas Pittler, dessen David-Bronstein-Reihe den Lesern Österreichische Geschichte nebenbei erzählt.

    So unterschiedlich die Autoren, so unterschiedlich die Kurzkrimis. Diese Bände sind ein gerne gesehenes Mitbringsel.

    Weitere Bände:

    • Tod in Wien
    • Tod im Prater
    • Tod am Würstelstand
    • Tod im Rathaus
    • Tod im Burgtheater
    • Tod in der Hofburg
    • Tod im Kaffeehaus
    • Tod in Schönbrunn
    • Tod am Naschmarkt
    • Tod beim Heurigen

     

     

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