Bücher mit dem Tag "kurzkrimis"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kurzkrimis" gekennzeichnet haben.

65 Bücher

  1. Cover des Buches Identität 1142 (ISBN: 9783426282663)
    Sebastian Fitzek

    Identität 1142

    (107)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    Es ist eine schöne Idee in der Pandemiezeit zusammen ein Buch zu schreiben. Viele Kurzgeschichten, zu einem Buch zusammengefasst. Nicht das erste Buch, was so veröffentlicht wird und an dem Sebastian Fitzek beteiligt ist. Es wird wahrscheinlich auch nicht das letzte sein. Aber ein Highlight ist es nicht

  2. Cover des Buches Der Schatten des Todes (ISBN: 9783455000450)
    James Runcie

    Der Schatten des Todes

    (20)
    Aktuelle Rezension von: Tanjas Bücherstübchen

    Es handelt sich hier um die Buchvorlage für die Serie Grantchester über den Pfarrer Sidney Chambers, welcher zusammen mit seinem Inspektor-Freund den ein oder anderen Kriminalfall in seiner Gemeinde aufklärt. Ist im Grunde ähnlich wie Father Brown, nur etwas moderner würde ich sagen. Zu erwähnen ist, dass es sich hier nicht um eine Geschichte handelt, sondern mehrere Kurzgeschichten. Eignet sich hervorragend, wenn man nicht viel Zeit zum Lesen hat oder gerade nicht so geduldig ist. Die Storys lesen sich flüssig und leicht, man hat bei den verschiedenen Charakteren sofort die Darsteller der Serie im Kopf. Finde das Buch sehr gelungen als "leichte Kost" und würde es deshalb empfehlen. Es gibt auch noch weitere Bände mit Kurzgeschichten, wenn ich die einmal günstig wo finde, werde ich sie kaufen.

  3. Cover des Buches Darf's ein bisschen kriminell sein? (ISBN: 9783944353067)
    Edina Stratmann

    Darf's ein bisschen kriminell sein?

    (26)
    Aktuelle Rezension von: mannomania
    Darf's ein bisschen kriminell sein? von Edina Stratmann

    Ein kleines, handliches Taschenbuch mit 129 Seiten, einem übersichtlichen Inhaltsverzeichnis sowie Kurzvorstellung der Autorin.
    Das Cover ganz in schwarz mit rotem Schriftbild und im hellen Kreis dann die Pistole mit roten Blutstropfen - welch' mo(r)de(r)n(d)e Aufmachung!
    Ebenso eine sehr gut lesbare Schrift sowie flüssiger Schreibstil - überzeugt Euch selbst...

    Fazit:

    Die Autorin hat ein sehr gutes Einfühlungsvermögen sowie sinnvolle Ablenkungsmanöver beschrieben.
    Man kann Schmunzeln, da Vieles liebevoll rüberkommt.
    Die spannenden Geschichten aus dem Kriminal-Büchlein sind sehr empfehlenswert und interessant, ebenso durch den nahen Bezug zum Alltagsleben!
    Vielen lieben Dank für diese kurzweilige Unterhaltung der besonderen Art und Weise :)
  4. Cover des Buches Glöckchen, Gift und Gänsebraten - Weihnachtskrimis von Rügen bis ins Zillertal (ISBN: 9783963773136)
    Johannes Engelke

    Glöckchen, Gift und Gänsebraten - Weihnachtskrimis von Rügen bis ins Zillertal

    (16)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Schmeckt es dir?« fragte sie und schenkte Wein nach. »Phantastisch«, murmelte er mit vollem Mund. Sein Blick blieb kurz an ihrem Teller hängen. »Wieso isst du nicht?«

     

    Die Frage des Ehemannes wird zu seinem Leidwesen in Kürze beantwortet sein. Ziemlich böse diese Geschichte und nach der Lektüre wird womöglich manch einer, der in einer kriselnden Beziehung lebt, sein weihnachtliches Festessen mit Argwohn betrachten.

     

    Auch einige andere Geschichten dieser Anthologie mit 23 Kurzkrimis zur Weihnachtszeit konnten mich gut unterhalten. Es sind Regionalkrimis verschiedener, auch namhafter Autoren, die sich von Rügen bis zum Zillertal vorarbeiten. Die Stile sind sehr verschieden und auch die Art der Verbrechen vielfältig. Ich habe mich allerdings gefragt, weshalb es lediglich 23 Geschichten sind, bei 24 hätte man das Buch als Adventskalender nutzen können. Gut, man könnte das Gänsebraten-Rezept im Anhang an Heiligabend lesen, die Anmerkung, was bei ungebetenem Weihnachtsbesuch zu tun ist, hat was ;-) Möglicherweise hat man bei der hier aufgeführten neuen Auflage eine weitere Geschichte ergänzt.

     

    Wie immer habe ich beim Lesen jede Geschichte einzeln bewertet und daraus einen Schnitt gebildet. Diesmal konnten mich lediglich zwei Krimis so begeistern, dass ich 5 Sterne vergab, in immerhin elf Fällen kam ich auf 4 Sterne und in weiteren sechs auf 3 Sterne. Vier Geschichten sprachen mich nicht an, hier konnte ich lediglich 2 Sterne vergeben. Im Durchschnitt komme ich so auf 3,47 Sterne, die ich auf 3 abrunde.

     

    Fazit: 23 Kurzkrimis zur Weihnachtszeit, sehr verschieden, weshalb mich nicht alle gleich gut unterhalten konnten. Es gibt gelungenere Anthologien.

  5. Cover des Buches Morphium, Mokka, Mördergeschichten (ISBN: 9783839225028)
    Gerhard Loibelsberger

    Morphium, Mokka, Mördergeschichten

    (30)
    Aktuelle Rezension von: MissRose1989

    Das Cover des Buches ist etwas speziell, es gefällt sich nicht jedem, passt sich aber vom Aussehen her sehr gut in die anderen Bände der Nechyba-Saga mit ein. Es ist eben kein klassisches Buchcover. 

    Gerhard Loibelsberger präsentiert in diesem Buch 13 Kriminalkurzgeschichten, die im Alten Wien um 1900 angelegt sind. Die Charaktere sind vor allem sehr gut in die Zeit eingepasst, auch das Wien in der Zeit sind gut widergespiegelt. 

    Jede der 13 Geschichten hat einen anderen Handlungsort und so erleben wir viel von Wien, aber erleben auch immer wieder neue handelnde Charaktere, nur Joseph Maria Nechyba ist immer der Ermittler und bietet damit den Drehpunkt in den Geschichten. Ein weiterer elementarer Punkt in jeder Geschichte ist das Essen, das ist in jeder Geschichte mit eingebaut und teilweise sind es wirklich spannende Gerichte.  

    Die Geschichten setzen sich zusammen aus realen und fiktiven Personen und so werden auch die Geschichten im Zeitraum zwischen 1873 bis 1917 zusammengetragen. 

     Gerhard Loibelsberger hat einen schönen flüssigen Schreibstil, der sich sehr gut lesen lässt, auch fliessen immer wieder typisch wienerische Begriffe in seine Geschichten mit ein. Für alle, die damit nicht so vertraut sind, findet sich am Ende des Buches ein Glossar. 

    Da wir in den 13 Geschichten immer wieder historischen Persönlichkeiten begegnen, ist deren Auflistung zu Beginn des Buches wirklich gut, so kann man nachlesen, wenn einem ein Erzbischof oder ein Name in der Geschichte nichts sagt, kann man da schnell nachschlagen. 


    Fazit:

    Gerhard Loibelsberger hat eine kleine Sammlung von 13 kurzen Kriminalgeschichten geschrieben, die man sehr gut lesen kann und die sich stilistisch sehr gut in die Zeit einpassen und bei der man viel vom Wien um 1900 lernen kann. Der wienerischer Charme kommt auch in der Sprache zu tragen und auch davor muss man sich nicht fürchten, weil das Glossar hinten im Buch ist sehr aufschlussreich. 

  6. Cover des Buches Köstlich killt der Weihnachtsmann (ISBN: 9783839204894)
    Astrid Plötner

    Köstlich killt der Weihnachtsmann

    (33)
    Aktuelle Rezension von: twentytwo

    Zwischen Kartoffelsalat, Raclette und Bratapfel, passt außer einem Verdauungsschnaps, immer noch ein Verbrechen – zumindest in dem Mörderischen Adventskalender von Gmeiner. Mit seinen 24 garantiert unbesinnlichen Kurzkrimis, die von einem, zum jeweiligen Thema passenden Rezept entschärft werden, wird die Vorweihnachtszeit zu einem literarisch kulinarischen Abenteuer der besonderen Art.

    Fazit
    Ein kurzweiliges, bisweilen makabres Lesevergnügen, mit leckeren weihnachtlichen Rezepten, die sich vollkommen gefahrlos nachkochen lassen.

  7. Cover des Buches Salbei, Dill und Totengrün (ISBN: 9783839205259)
    Manfred Baumann

    Salbei, Dill und Totengrün

    (14)
    Aktuelle Rezension von: mabuerele

    „...Etwas Unerklärliches war in dieser Nacht innerhalb der Klostermauern passiert. Ein Mensch war ermordet worden. Erdrosselt. Auf brutale Weise. Und irgendjemand war dafür verantwortlich...“


    Dieses Zitat stammt aus der ersten der insgesamt neun Kurzkrimis. In jeder Geschichte steht eine andere Pflanze im Mittelpunkt. Die Erzählungen sind völllig unterschiedlich. Nicht immer geht es im Mord und Totschlag. Ab und an spielt ein heftiger schwarzer Humor eine Rolle.

    Im ersten Fall ermittelt Pater Gwendal. Der kennt sich gut mit den Kräutern und ihren Wirkungen aus. Dazu hält er Seminare. Der Tote war einer der Seminarteilnehmer. Hat es eine Bedeutung, dass der Tote unter dem Salbeistrauch lag?


    „...Moderne Geheimdienste von Mossad bis NSA mochten gut ausgerüstet sein, aber gegen das bestens funktionierende Informationsnetz von Kirchen und Klöstern, das seit zwei Jahrtausenden bestand, sah jeder Geheimdienst ziemlich alt aus. Und selbst ein kleiner Benediktinerpater konnte jederzeit auf dieses Netz zugreifen...“


    Die erste Geschichte ist auch die längste im Buch. Der Tote war Manager eines Rüstungskonzern. Der Pater bringt das Problem auf den Punkt:


    „...Egal, wer angefangen hat, der Krieg verändert immer alles. Und schreckliche Verbrechen passieren meist hüben wie drüben...“


    Die zweite Geschichte besticht durch den besonderen Schriftstil. Ein Kommissar sitzt dem Verdächtigen in dessen Haus gegenüber. Nur der Beschuldigte redet. Er verliert sich in vielen Einzelheiten und weicht immer wieder vom Thema ab. Das ist so gewollt. Warum? Dazu muss man die Erzählung lesen.

    Eine letzte Geschichte möchte ich noch herausgreifen. Hier spielt schwarzer Humor eine entscheidende Rolle.


    „...Eine so schöne Zeremonie war das, gell? Aber eine schöne Feier hat er sich auch verdient, der Ulrich, wo er doch so beliebt war...“


    Das klingt gut, oder? Aber im häuslichen Umfeld sah es ganz anders aus. Genau das hat ihm das Genick gebrochen.

    Vor jeder Geschichte befindet sich eine Zeichnung der betreffenden Pflanze mit einigen ihrer wichtigsten Eigenschaften.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen.


  8. Cover des Buches Tödliche Gaben (ISBN: 9783499257834)
    Silke Jellinghaus

    Tödliche Gaben

    (242)
    Aktuelle Rezension von: Kathrin_Hermann

    Die Autoren haben sich bemüht", das könnte man als einzig Positives über dieses dünne Büchlein schreiben. Null Spannung, null Thrill, wenig Originalität, meist null Bezug zu Weihnachten (außer evtl. Erwähnung, dass es Winter/Dezember ist). Kurzgeschichten kann halt nicht jeder - Philip K. Dick und Stephen King sind bzw. waren Meister dieses Faches, aber die Stories, die hier veröffentlich wurden, scheinen sicherlich nur zweite Wahl zu sein. Meine Meinung: Langweilig, unspektakulär. Zugeklappt und schon vergessen. Die Zeit ist zu wertvoll für solches Mittelmaß.

  9. Cover des Buches Giftmorde 1 (ISBN: 9783946734260)
    Andreas M. Sturm

    Giftmorde 1

    (29)
    Aktuelle Rezension von: MissRose1989

    Das Cover des Buches ist sehr schön gemacht, es ist ein bisschen geheimnisvoll und passt daher sehr gut zu den Kurzgeschichten im Buch.

    In den Giftmorden sind 15 Geschichten von 14 Autoren vereinigt, wobei sich jede Geschichte mit einer anderen tödlichen Pflanze beschäftigt. Gestaltet sind die Geschichten auch schön, weil in jeder Kurzgeschichte ist ein Schwarz-Weiss-Bild der Pflanze, die in der Geschichte genutzt wird. 

    Natürlich kommen durch 14 Autoren die Handschriften der Autoren sehr verschiedene Kurzgeschichten zustande, manche gehen auch anders als geplant aus, aber gerade das macht den Reiz aus, weil so kann man sich immer wieder überraschen lassen. 

    Aber so verschiedene die Morde, die Mordmotive und auch die Verläufe der Pläne sind, umso mehr überrascht, wie viele Pflanzen man im Garten finden kann, die wirklich giftig sind. 

    Nachahmen wird aber ausdrücklich vom Herausgeber Andreas M. Sturm nicht empfohlen. 

    So kommt es natürlich auch zustande, dass man mal eine Kurzgeschichte dabei hat, die einen nicht so anspricht, dafür gefällt eine andere Kurzgeschichte umso besser. Daher mache ich es so, dass ich das Buch als Gesamtes sehe und mit einer Note bewerte. 

  10. Cover des Buches Böse Blumen (ISBN: 9783740806095)
    Klaudia Blasl

    Böse Blumen

    (6)
    Aktuelle Rezension von: TripleA

    Mir haben die Kurzkrimis gut gefallen, beeindruckendes Pflanzenwissen als findige Lösung für teils  herrlich absurde Alltagsprobleme.

    Da aus der Sicht der Mordenden geschrieben wird, kommt wenig richtige Spannung auf, aber man fühlt sich wunderbar in die Situation der Täter ein - mal mit mal ohne Sympathie - und nicht alle kommen mit ihrem Plan ans Ziel. Die Heimtücke fällt durch Zufälle auch schonmal auf den Täter zurück, kurz: wer anderen eine Grube gräbt…….

    Ein lehrreiches Lesevergnügen.

  11. Cover des Buches Spätlese (ISBN: 9783839221280)
    Marcus Imbsweiler

    Spätlese

    (3)
    Aktuelle Rezension von: Thomas_Lawall
    Die stillen Anatolier sind ihm lieber. Max Koller ist in Heidelberg unterwegs.
    Er steht auf dem Marktplatz und wohnt einer seltsamen Aufführung bei. Ungewohnt, aber immer noch besser als ein "strammer Seniorenchor", der im Vorfeld volksmusikalisches Kulturgut zum Besten geben durfte. Das Musikfestival "Heidelberger Frühling", welches unter dem Leitgedanken "In der Fremde" im April 2017 stattfand, bildet den Rahmen für die Kurzgeschichte "Ihr ganz privater Brexit".

    Eine einmalige Sache im wahrsten Sinne des Wortes, denn jede Geschichte dreht sich zwar um den altbekannten Privatermittler Max Koller, Fans der entsprechenden Krimiserie von 2007-2015 werden jubeln, doch jeweils unter völlig unterschiedlichen Vorzeichen. Zudem gibt sich die neue Hauptkommissarin Kehrer die Ehre. Und nicht nur das, denn die intensive Zusammenarbeit bestätigt einen neuen Trend: "ÖPPs sind schwer angesagt", was so viel bedeutet wie "Öffentlich-private Partnerschaften".

    Der Gemeiner Verlag, welcher u. a. so originelle Reihen wie "Rätselkrimis", "Gartenkrimis" oder "Kriminelle Freizeitführer" anbietet, erweitert sein diesbezügliches Programm um eine weitere Attraktion: Monatskrimis. Zwölf Kurzkrimis werden den zwölf Monaten des Jahres 2017 gegenübergestellt, wobei die großen Themen des Jahres eine mehr oder weniger maßgebliche Kulisse bilden. Eine durchaus unterhaltsame Idee.

    Potentiellen Leserinnen und Lesern sei hiermit nahegelegt herauszufinden, wie beispielsweise Präsident Trumps "Allzweckwaffe in Wirtschaftsbeziehungen" mit einem hiesigen Zementwerk in Verbindung zu bringen ist, um was es sich bei einem "Designerkühlschrank auf Rädern" handelt, oder auf welche Weise sich ein typisch männliches Kleidungsstück als lebensrettend erweisen kann.

    Man kann bei diesen Kriminalgeschichten keine tiefgreifende Literatur erwarten, was im Rahmen der monatlichen Veröffentlichung in der Heidelberger Rhein-Neckar Zeitung sicher auch gar nicht beabsichtigt war. Dafür aber originelle Unterhaltung vor zeitgeschichtlichem Hintergrund, garniert mit einer gesunden Portion Humor, der mitunter auch leicht angeschwärzt daherkommt.

    Krimis für zwischendurch also und auch als Nachttischlektüre bestens geeignet. Vielleicht macht Marcus Imbsweilers Idee, aktuelle Themen aus Politik, Kultur und Gesellschaft in kriminelle Machenschaften zu verweben, "sie zu spiegeln, zu vertiefen, weiterzudenken oder ad absurdum zu führen" und stets mit einem Augenzwinkern versehen, Schule. Krimilektüre mit enormem Potential also.
  12. Cover des Buches Padermorde (ISBN: 9783839223277)
    Maren Graf

    Padermorde

    (3)
    Aktuelle Rezension von: gaby2707
    Die Herausgeberin Maren Graf stellt in ihrem Buch „Padermorde“ 13 weihnachtliche Kurzkrimis vor. Am Ende des Buches werden die Tatorte noch einmal näher beleuchtet und auch die einzelnen Autoren, z. B. Andrea Gehlen, Christiane Höhmann, Susanne Kliem, Gisa Klönne, Horst Eckert usw. werden detailliert vorgestellt.


    Egal ob Max-Moritz endgültig genug hat von seiner dominanten Mutter und seiner herrschsüchtigen Ehefrau, ob Onkel Thorsten die falschen Tabletten untergeschoben wurden, ob Ehemann und Ehefrau das gleiche Ziel haben, ob das Gedächtnis eines Mannes plötzlich doch wieder kommt, ob Privatermittler Hieronymus C. Doyle von einem geheimnisvollen Fall erzählt, ob es um todbringende Medikamente geht – alles spielt sich in der Adventszeit oder an Weihnachten in Paderborn ab.

    Aber nicht nur Taten aus der Jetztzeit bekomme ich vorgesetzt. Ich darf mörderisch auch ins 18. Jahrhundert reisen.

    Spannende Geschichten rund um das Weihnachtsfest und die kalte Jahreszeit, die mich gut unterhalten haben. Und interessante Schauplätze in einer Stadt, die ich bisher noch nicht kenne. Sehenswert.

  13. Cover des Buches Dürer und die Fratze des Teufels (ISBN: 9783954282609)
    Brigitte Lamberts

    Dürer und die Fratze des Teufels

    (10)
    Aktuelle Rezension von: rumble-bee


    Angekündigt wurde das Buch als eine Sammlung von Krimi-Kurzgeschichten. Spielen sollten sie alle in Nürnberg, etwa zu Lebzeiten des Malers Albrecht Dürer. Und sie sollten ihn und seine prominenten Zeitgenossen als Protagonisten haben. 


    Diese Beschreibung würde ich leicht abändern, denn man könnte sie falsch verstehen. Es geht hier nicht darum, historische Kriminalfälle aufzurollen. Vielmehr war das Buch vor der Abfassung als Wettbewerb ausgeschrieben. Die Anweisung an die Autoren lautete, das historische Nürnberg als Setting zu nehmen, und sich jeweils einen Charakter der Zeit auszusuchen. Außer Dürer waren das z. B. Melanchthon, Pirckheimer, und Gunter Sachs. Aber auch die Ehefrau Dürers, oder eine anonyme Nonne. Die Geschichten sollten, richtig, alle einen kriminalistischen Bezug haben. Aber primär sollte es um die Darstellung der Zeit und der Umstände gehen.


    Wenn man dies beachtet, kann ich nur sagen, dass die Vorgaben gut bis sehr gut erfüllt worden sind. Es liegt in der Natur der Sache, dass – zumal bei einem Wettbewerb – nicht alle Autoren des Buches ähnlich vorgegangen sind. Noch, dass es um wahre Verbrechen geht; oder dass mir alle Geschichten gleich gut gefallen hätten. Dennoch, gerade die Vielfalt der Ansätze hat mir an diesem Buch gut gefallen!


    Teilweise haben die Autoren einen historisch ungeklärten Umstand genommen, und sich dazu einfach einen Kurz-Krimi „einfallen“ lassen. Wie zum Beispiel das „Sakramentshäuschen“ in einer Nürnberger Kirche. Es konnte nie geklärt werden, wen drei bestimmte Figuren darstellen. Die Erklärung der Autorin lautet: es lag ein Verbrechen zugrunde! In anderen Fällen wurde der Krimi eher als „Aufhänger“ benutzt, um bestimmte Lebensumstände zu schildern. In einer Geschichte stiehlt beispielsweise ein Lehrling einen Entwurf. In dieser Geschichte geht es jedoch weniger um den „Fall“, sondern um das damalige Rechtswesen, und den Aberglauben der Leute. 


    Die Autoren waren wirklich sehr kreativ in der Suche nach Verbindungen zwischen dem Thema „Krimi“ und dem historischen Material! Teilweise haben sie sich auch auf Gerüchte verlassen. Es heißt z. B. Bis heute, Dürer könne homosexuell gewesen sein. Oder die Ehe mit seiner Frau sei nicht glücklich gewesen. Hier lassen sich fabelhaft Tatmotive unterbringen!


    Sehr schön fand ich auch die stilistische Bandbreite. Eine Geschichte wird z. B. „im Fiebertraum“ erzählt. Eine andere als „innerer Monolog“ eines Verlegers. Wieder eine andere als „Beichte“. Eine ist eine halbe Geistergeschichte. Und eine wartet sogar mit einer sehr lustigen Auflösung auf… aber das verrate ich nicht!


    Gleich mehrere Geschichten berichten aus der Sicht einer Frau! Das fand ich ausgesprochen positiv! Die Frauen kommen überhaupt recht positiv weg in diesem Band. Das mag daran liegen, dass die Autorinnen in der Mehrzahl Frauen sind…


    Ich habe viel über das damalige Leben gelernt. Zum Beispiel über das Rechtswesen, das Verlagswesen, die Lebensumstände eines Lehrlings, wer wann und warum studieren konnte, aber auch die damals allgegenwärtige Brutalität und Härte des Lebens kam nicht zu kurz. Räuber und Landsknechte sowie gedungene Mörder gibt es zuhauf in diesem Buch. Auch auf die Verbindung zwischen Kirche und Macht wird in diversen Geschichten eingegangen.


    Es gibt aus meiner Sicht nur mehrere kleinere „Schönheitsfehler“. In einigen wenigen Fällen übertreiben es die Autoren mit der Liebe zum historischen Detail, und die Geschichte geht dahinter unter. Hier wäre oftmals ein Glossar hilfreich gewesen. Und auch die Sprache war nicht immer ganz „historisch korrekt“. Es klang oftmals doch sehr modern!

    Insgesamt betrachtet, habe ich das Buch mit wirklichem Vergnügen gelesen, und verleihe mit Überzeugung 4 Sterne – mit Tendenz nach oben.


  14. Cover des Buches Mord unter Palmen (ISBN: 9783844541250)
    Agatha Christie

    Mord unter Palmen

    (7)
    Aktuelle Rezension von: AnneMayaJannika

    Mr. Parker Pyne ist pensionierter Regierungsbeamter, kann aber nicht ohne Arbeit, deshalb hat er normalerweise eine Anzeige in der Zeitung geschaltet: Sind Sie glücklich? Wenn nicht, dann wenden Sie sich an Mr. Parker Pyne"

    Aber jetzt ist er im Urlaub und auf Reisen und da passieren echt merkwürdige Dinge: Diebstahl, Mord, Erpressung und Irreführung. Also Entspannung ist etwas anderes.
    Es sind zwar immer die gleichen Vergehen, meist aus niederen Gründen, aber Agatha Christie schafft es immer wieder neue und interessante Verflechtungen zu kreieren und somit auch immer andere Lösungen zu den Fällen. Mister Parker Pyne ist dann jedes Mal so nett, dem geneigten Hörer die Lösung zu präsentieren und den Täter zu überführen, obwohl wir bei den Diebstählen mal beide Augen zudrücken.

    Das Hörbuch enthält die fünf Fälle:
    * Der Fall der reichen Frau
    * Das Tor nach Bagdad
    * Das Haus in Shiraz
    * Eine Perle von Wert
    * Tod auf dem Nil

    Gut und mitreißend gesprochen von Stephan Benson.

  15. Cover des Buches Kurz und kriminell (ISBN: 9783944527086)
    Ingrid Schmitz

    Kurz und kriminell

    (4)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    „Kurz und kriminell“ ist eine Sammlung verschiedenster Kriminalkurzgeschichten der Autorin Ingrid Schmitz. Die meisten vorzufindenden Geschichten wurden bereits in anderen Anthologien veröffentlicht, eine genaue Auflistung befindet sich im Anhang des Buches, ein paar jedoch wurde auch eigens für die vorliegende Zusammenstellung geschrieben. Wer also regelmäßig Krimianthologien verschlingt, dem mag das ein oder andere Ereignis bekannt vorkommen, doch vermutlich gibt es für jeden auch einiges neues zu entdecken.

    Trotz dessen, dass es sich immer um ein- und dieselbe Autorin handelt, könnten die Geschichten unterschiedlicher nicht sein. Zwangsläufig werden verschiedene Thematiken behandelt, aber auch was Länge und Stil angeht, gibt es Unterschiede. Dies ist insofern positiv, als dass man ansonsten schnell gelangweilt würde, wären alle Geschichten nach demselben Schema aufgemacht. Hier zeigt sich die Wandelbarkeit der Autorin und die Fähigkeit auf mögliche Vorgaben eingehen zu können.

    Auch ihre gewählten Charaktere, ob Täter oder Opfer, handeln, wie es scheint, komplett eigenständig und somit grundverschieden. Hier treffen Personen aufeinander, die vermutlich niemals an einem Tisch sitzen würden, zumindest nicht, ohne sich gegenseitig umzubringen. Interessant zu verfolgen ist in diesem Zusammenhang, dass es Ingrid Schmitz schafft in wenigen Worten und auf sehr begrenztem Raum dem Leser ein umfangreiches Bild der Figuren zu vermitteln. Man sollte eigentlich meinen, dass es in der Hauptsache um die Handlung geht, schließlich bleibt nicht viel Zeit Spannung zu erzeugen, doch ihr gelingt es, die Darstellung der Personen nicht zu vernachlässigen und trotzdem spannende Geschichten niederzuschreiben.

    Sicherlich gibt es mitunter Geschichten, die vorhersehbarer sind als andere, dann gibt es aber auch solche, die den Leser emotional mehr berühren und wieder andere, die sich vor Gänsehauteffekten kaum noch retten können. Alles in allem also eine gelungene Mischung, die jedem etwas zu bieten hat.

  16. Cover des Buches Anglers Alibi, (ISBN: B0035D4DSE)
    Alan Winnington

    Anglers Alibi,

    (1)
    Aktuelle Rezension von: Neling

    Auch alte Krimikurzgeschichten sind nicht zu verachten. Das beweist "Anglers Alibi" von Alan Winnington.ein Buch, welches 1980 in der DDR erschien. Sollte man eigentlich noch für so ein altes Buch eine Rezension schreiben?  Nun,  ich sage mir,: "Warum eigentlich nicht?" und will wenigstens kurz schreiben, warum mir dieses Buch gefiel. es beinhaltet insgesamt 15 Kurzgeschichten über kleine und große Ganoven, die  oft bei ihren Schurkereien einen kleinen aber wichtigen Fehler machen oder wo das perfekte Alibi durch irgendeinen dummen Zufall platzt. Die Geschichten sind sehr phantasievoll und mit Pfiff . Der Humor gefiel mir, auch wenn er mitunter etwas schwarz war. Die Kurzkrimis haben mir bis auf wenige Ausnahmen sehr gut gefallen und mich fabelhaft unterhalten. Und dafür bekommt dann dieses alte, schon recht unansehnliche Buch weiterhin einen Platz in meinem Regal und 4, 5 Sterne, die ich auf 5 aufrunde. 

  17. Cover des Buches Einfach nur Mord?: Die besten Kurzkrimis von Carola Kickers (ISBN: B01LZOLWT3)
  18. Cover des Buches Ans Messer geliefert (ISBN: 9783426425596)
    Jeffery Deaver

    Ans Messer geliefert

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Estrelas
    Zwei Männer haben den Auftrag, einen vermeintlichen Drogenboss in Mexiko zu töten. Doch das Ziel ist bibliophil, er liebt Bücher über alles. "Er wollte sie jederzeit um sich haben. Er begehrte sie. Er brauchte sie." Und das ist sowohl seine Schwäche als auch der Grund, seine Schuld in Frage zu stellen. Und so bleibt auch der Leser bis zum Schluss im Zweifel über Gut oder Böse und darüber, wer am Ende den Kürzeren ziehen wird. Jeffery Deaver schafft es auf wenigen Seiten, ein spannendes Szenario zu kreieren und zu verblüffen.
  19. Cover des Buches Tannenduft mit Todesfolge (ISBN: 9783709978641)
    Tatjana Kruse

    Tannenduft mit Todesfolge

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Sikal

    Als Einstimmung auf die Weihnachtszeit oder auch noch danach kann man sich den Krimigeschichten von Tatjana Kruse widmen. Vorausgesetzt, man mag schwarzen Humor. Der wird dafür hier zuhauf und vom Feinsten geboten.


    17 Kurzkrimis laden ein zwischen Punsch und Weihnachtsmarkt, zwischen Festtagsstimmung und –essen, zwischen Rauschgoldengeln, Weihnachtsmännern und Schneegestöber spannende Momente zu erleben.


    Während sich so mancher noch wundert, wird man bereits von neuem überrascht und taucht in die Untiefen der menschlichen Seelen ein, lacht so manches Mal und schüttelt dann auch wieder den Kopf. Während ein Chor die Weihnachtslieder trällert, verschwindet so mancher in der Finsternis des Winters. Dafür schreibt Santa Claus auch schon mal Drohbriefe, wenn es die Situation erfordert oder es werden Weihnachtselfen verbuddelt bevor es zu einem Weihnachts-Happy-End kommt oder Weihnachten ganz ausfällt.


    Wer die Krimis von Tatjana Kruse kennt, weiß worauf  er sich einlässt. Schaurig schwarz, humorvoll, unterhaltsam mit überraschenden Wendungen. Gerne vergebe ich hier 5 Sterne.

  20. Cover des Buches Lasst uns bös’ und tödlich sein (ISBN: 9783839208847)
    Maribel Añibarro

    Lasst uns bös’ und tödlich sein

    (4)
    Aktuelle Rezension von: claudi-1963

    "Spannung ist der Zustand der einen nervös macht, wenn er aufzuhören beginnt.“ (Anonym)
    Hier zeigen zwölf Krimiautorinnen und -autoren aus der Umgebung von Stuttgart ihr schriftstellerisches Talent, um uns mit Spannung auf die bevorstehenden Weihnachtstage einzustimmen. Selbstverständlich kann man diese Anthologie auch außerhalb der Vorweihnachtszeit lesen. Hier erlebe ich Krimis, die mal heiter, mal spannend sind, aus der Perspektive des Täters oder der Opfer erzählt werden und natürlich mit einigen Überraschungen enden. Die Herausgeber sind die drei Autoren, die seit Jahren gemeinsam Lesungen mit ihrem Programm „MordsFrau trifft MordsKerle“ veranstalten. Julia Hofelich ist mit ihren Kriminalromanen hauptsächlich unter ihrem eigenen Namen bekannt, während Rudolf Georg auch unter dem Pseudonym Alessio Guerrini publiziert. Joachim Speidel ist vor allem für seine amüsanten Kurzkrimis bekannt, in denen gelegentlich der schwäbische Dialekt vorkommt. Bedauerlicherweise waren nicht alle Kriminalfälle in diesem Buch überzeugend für mich. Aber jeder hat hier sein eigenes einzigartiges Werk geschaffen, um die Zeit bis Weihnachten zu verkürzen und für Unterhaltung zu sorgen.
    Ein paar Beispiele aus dem Buch: In „Eine Praline für Herzogin Franziska“ geschehen unerwartete Dinge bei der Vorstellung der neuen Franzi-Praline. Bei „Cinghiale speciale“ hat der italienische Sternekoch Lorenzo Angst vor einem Gastronomie-Kritiker. Welche Überraschung jedoch am Ende folgt, darauf war niemand vorbereitet. In „Mordmanntanne“ wird das Fällen eines Weihnachtsbaums für jemanden zum Verhängnis. Wer von uns kennt nicht Pulp Fiction? Etwas Ähnliches erleben wir auf eine humorvolle weihnachtliche Art in der Geschichte Pulp Christmas". In „Weih.Nachts.Tod“ beschert der Bestatterin J. J. Schwarz an Heiligabend auf dem Friedhof ihren ganz persönlichen Albtraum. Mit dieser kleinen Auswahl möchte ich euch dieses Buch schmackhaft machen. Das Cover mit dem Stuttgarter Fernsehturm, das mit verschiedenen Mordwaffen gespickt ist, passt hervorragend zu dem Buch. 

    Fazit:
     Diese Anthologie ist ideal für alle, die Krimis aus dem Ländle mögen und dem schwäbischen Dialekt aufgeschlossen gegenüberstehen. Hier sorgen 12 Autorinnen und Autoren aus dem Stuttgarter Raum, die allesamt Kriminalgeschichten schreiben, für eine Menge Abwechslung, Spannung und Heiterkeit. Selbst wenn nicht alle Krimis mich angesprochen haben, so haben mich doch die meisten Geschichten bestens unterhalten. Ein paar Autoren könnten sich aber ruhig etwas mehr an unseren schwäbischen Dialekt herantrauen. Immerhin sind wir nicht in Hannover, sondern in Stuttgart unterwegs. Von meiner Seite gibt es für das Buch gute 4 Sterne. 

  21. Cover des Buches Herbstmörder 2016: Vierzehn Krimis: Cassiopeiapress Sammelband (ISBN: 9783739677286)
  22. Cover des Buches Und darauf ein Glas Wein (ISBN: 9783756218196)
    Ingrid Werner

    Und darauf ein Glas Wein

    (15)
    Aktuelle Rezension von: Karoline_Toso

           "Und darauf ein Glas Wein" von Ingrid Werner hat mich bezaubert. Drei so verschiedene Schauplätze, klare Charaktere und ein flüssiger Stil, bei dem jedes Wort Bedeutung gewinnt, haben mir eine wunderbare Auszeit gewährt. Spannung und Tiefe in drei Kurzgeschichten rund um Weinanbau, Mühe und Genuss.
    Dieses Werk ist das ideale Mitbringsel, ein optimaler Begleiter für Wartezeiten und für mich war es ein guter Einstieg in die Welt der Krimis


  23. Cover des Buches Die Büchse der Pandora (ISBN: 9783455012064)
    Agatha Christie

    Die Büchse der Pandora

    (3)
    Aktuelle Rezension von: AndreasKueck

    Da ist es ja wieder – unser kriminalistisches Duo, unsere „Partners in Crime“, unser pfiffiges Pärchen mit Spürnase, Klasse und Esprit. Diesmal machen wir mit ihnen eine Reise in die Vergangenheit: Waren wir mit Lauter reizende alte Damen schon im Jahre 1968 gelandet und durften die Beiden als gereiftes Paar beobachten, so werfen wir nun einen Blick zurück ins Jahr 1929.

    Tommy und Tuppence Beresford sind frisch verheiratet und chronisch gelangweilt. Da kommt ihnen der verlockende Auftrag vom britischen Geheimdienst nur allzu recht, inkognito eine Detektei zu übernehmen. Der ursprüngliche Eigentümer erholt sich gerade während eines Urlaubs auf Staatskosten und scheint seine Detektei als Briefkasten für feindliche Spione genutzt zu haben. Um dies auf den Grund zu gehen, schlüpft Tommy in die Rolle des Leiters dieser internationalen Detektivagentur Mr. Theodore Blunt, während Tuppence seine tüchtige Sekretärin Miss Robinson mimt. Ihr besonderes Augenmerk sollen sie auf eine dubiose Korrespondenz legen – insbesondere auf blaue Briefumschläge mit russischer Marke. Doch diese Post lässt auf sich warten, und so lösen die detektivischen Fachkräfte so ganz nebenbei auch einige „reguläre“ Fälle. So suchen sie u.a. nach einer Erklärung für scheinbar paranormale Phänomene in einem alten Haus, spüren eine vermisste Ehefrau in einer delikaten Institution auf, überprüfen nicht nur eins sondern gleich zwei Alibis ein und derselben jungen Dame und rätseln über einen vertauschten Diplomatenkoffer. Diese interessanten wie skurrilen Fälle sind aber gänzlich harmlos im Vergleich zu dem Abenteuer, das sie erwartet, als sie plötzlich tatsächlich einen blauen Brief mit der Post erhalten…!

    Agatha Christie ließ ihr gewieftes Detektiv-Paar nicht nur in vier Romanen (zwischen deren Erscheinen teilweise Jahrzehnte lagen) auf Verbrecherjagd gehen, sondern gönnte ihnen ebenfalls eine Sammlung unterhaltsamer Kurzkrimis, die nun endlich wieder im neuen Gewand erschienen sind. Dabei legte sie bei diesen Geschichten den Schwerpunkt eher auf das kurzweilige Rätselraten als auf die „das Blut in den Adern gefrierende“ Spannung. So kann sich die verehrte Leserschaft auf so manchen herrlichen verbalen Schlagabtausch unserer beiden sympathischen Protagonisten freuen, die sich die Bälle nicht nur geschickt zuspielen, sondern je nach Auftrag auch gerne alle Bälle in der Luft behalten. Dabei agieren beide – wie gewohnt – auf Augenhöhe und demonstrieren eine äußerst emanzipierte Partnerschaft, wie sie zur Entstehungszeit der Geschichten höchstwahrscheinlich selten in der Realität zu bewundern war.

    Gerne ziehen sie dabei die jeweils passenden Klassiker des Genres zu Rate und versuchen, sich in die erdachten Personen von weltberühmten Krimiautoren wie Edgar Wallace, G. K. Chesterton, Arthur Conan Doyle & Co. hineinzuversetzen, um so von deren „Spiritus Rector“ zu profitieren. Bei der Lektüre der letzten Geschichte Der Mann, der Nummer 16 war brach ich in schallendes Gelächter aus, da diesmal Tommy und Tuppence ihre Inspiration beim kleinen, pedantischen Belgier mit den genialen grauen Zellen suchten. Die „Queen of Crime“ nahm somit sich selbst höchst humorvoll „auf die Schippe“. Chapeau!

    Ein bisschen Irritation verursachte bei mir die Aufteilung der Kapitel: So sind die meisten Geschichten jeweils unter einem Titel in zwei Kapitel unterteilt, die deutlich mit I und II gekennzeichnet sind. Bei drei Geschichten sind die einzelnen Kapitel jeweils mit einem eigenen Titel versehen, im Inhaltsverzeichnis entsprechend notiert und hinterlassen so den Eindruck, als wären sie eigenständige Geschichten. Somit beinhaltet diese Sammlung nicht 17 sondern „nur“ (!) 14 Kurzkrimis. Da hätte ich mir bei dieser überarbeiteten Wiederveröffentlichung ein wenig mehr Sorgfalt beim Editieren der Texte gewünscht.

    Doch abgesehen von diesem klitzekleinen Wehrmutstropfen haben wir es hier (meines Wissens) mit der vollständigsten Sammlung der Beresford-schen Kurzkrimis zu tun, die mir ein überaus kuschliges Lesevergnügen schenkte.

  24. Cover des Buches Mord am Leuchtturm (ISBN: 9783596197255)
    Klaus-Peter Wolf

    Mord am Leuchtturm

    (26)
    Aktuelle Rezension von: sarah83sbookshelf

    Siebzehn Kurzgeschichten zum Thema Tod.
    Zwangsläufig müssen hier doch doppelte Vergehen verkommen, oder?
    Allerdings ist hier das Gegenteil der Fall. Die eine oder andere Geschichte mag zwar ähnlich angehen, die Lösung ist aber jedes Mal anders und ab und zu sogar sehr speziell.
    Klaus-Peter Wolf mischt seine Kurzgeschichten einmal gut durch. Das betrifft sowohl die Inhalte als auch das Personal. Sowohl die Figuren aus seinen Krimis treten in Erscheinung, als auch für die Geschichte neu erdachte Personen.
    Dabei sind seine Texte oftmals sehr realitätsnah, was sich aus dem abschließenden Interview ergibt. Einige Orte und auch Personen in seinen Erzählungen gibt es wirklich und so ist die Grenze zwischen Fiktion und Realität mehr als nur einmal verschwommen.
    Auch wenn es in den Krimis um Tod geht, kommt der Leser nicht umhin, sich mit dem Humor des Autors auseinanderzusetzen. Mal ein Schmunzler hier, ein breiteres Lachen dort, schaffen neben der Tristesse des Todes den entsprechenden Ausgleich. Denn wie er es im Interview erwähnt, der Leser achtet die ganze Zeit auf Details und trotzdem soll die Geschichte auch noch unterhalten.
    Man merkt beim Lesen eine Schreibroutine, Logikfehler, wie man sie bei anderen Krimis öfter findet, passieren ihm nicht. Es ist erfrischend, wie einfallsreich der Autor bei den Todesarten war.
    Ein Hoch auf die Kurzgeschichten. Demnächst geht es an den ersten Krimi von Ann Kathrin.

    4,5 von 5 Krimischauplätzen

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