Bücher mit dem Tag "kurzprosa"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kurzprosa" gekennzeichnet haben.

350 Bücher

  1. Cover des Buches Honig (ISBN: 9783257243048)
    Ian McEwan

    Honig

     (123)
    Aktuelle Rezension von: Syakka

    Was für ein beklopptes Buch; echt mühsam zu lesen, langatmig, wie ein Haufen Stroh, den man durchkauen muß. Echt jetzt? Ist das alles?

    Und dann der Schluß. Da hat der Autor noch mal so richtig gegrübelt, wie er " 'nen dollen Knaller" bringen kann. Gähn. Echt lame.


  2. Cover des Buches Solange du mich siehst (ISBN: 9783810501493)
    Cecelia Ahern

    Solange du mich siehst

     (335)
    Aktuelle Rezension von: Laudia89

    Es sind 2 Geschichten über Erinnerung und einen verhangenden Spiegel. 

    Ichhab mich sehr auf die Geschichten gefreut und wurde enttäuscht. Es ist einmal etwas anderes was sie schreibt, aber mich haben die Geschichten nicht so überzeugt. Sie sind gut geschrieben und sie lassen sich schnell lesen, aber es hat mir persönlich irgendetwas gefällt.

    Beide Geschichten hatten für sich etwas. Die erste fand ich gut und die zweite ein wenig gruselig.

    Das Buch ist sehr schön gestaltet durch das Hardcover. Man hat das Buch sehr schnell durch. Man kann es gelesen haben, aber wenn nicht hat man auch nichts verpasst.



  3. Cover des Buches Der Elefant verschwindet (ISBN: 9783442739295)
    Haruki Murakami

    Der Elefant verschwindet

     (182)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Achtmal Murakami im sehr essentiellen Kurzgeschichten-Format; Stories, die man, wie z.B. „Der Aufziehvogel“  oder „Die Bäckereiüberfälle“  auch im Langformat genießen kann. Unter dem Titel einer dieser Stories „Der Elefant verschwindet“ wurden die Appetithäppchen gebunden und stehen zum freigeistigen Konsum zur Verfügung. Wobei dies in Murakamis Fall dringlich mit Entschleunigung und Achtsamkeit in Verbindung gebracht werden soll. Unzweifelhaft kann festgestellt werden, dass bei Herrn Murakami der Gehalt in jeder Szene, in jedem Satz zu finden ist und sich nicht in einem Hoch irgendeines Stimmungsbogens konzentriert. Seine elegante Denkweise umschmeichelt dich und zieht dich mit ihrer atemberaubenden Bescheidenheit in einen Bann, der dich auf eine gefährliche Ebene transportiert. Entsetzlich von dort zu sehen, wie wir uns von den bunten Scheinwelten konsumieren lassen…go for bling-bling and connectivity. Bereise Murakamis Zwischenwelten und fühl dich frei dein Bewusstsein zu benützen.
  4. Cover des Buches Schnee auf dem Kilimandscharo (ISBN: 9783499272868)
    Ernest Hemingway

    Schnee auf dem Kilimandscharo

     (94)
    Aktuelle Rezension von: Julia92

    Cover: In Blautönen gehalten, sieht nett aus. Aber wenn ich nicht auf der Suche nach diesem Buch gewesen wäre, wäre es mir wohl kaum aufgefallen.


    Klappentext: Ein alter Mann flüchtet vor der Einsamkeit in ein Café. In einem Kinderzimmer wartet ein kleiner Junge einen ganzen Tag lang auf den Tod. In einem Krankenhaus wird ein Radio zum Tor der Welt, und in der afrikanischen Steppe kämpft ein Mann gegen die Angst vor dem Löwen - und um seine Ehre.


    Meinung: Sehr gespannt begann ich, Hemingways Kurzgeschichten zu lesen. Die ersten waren ja noch ganz okay, wobei sie mich auch nicht vom Hocker gerissen hatten. "Väter und Söhne" hat mir am besten gefallen, diese Geschichte fand ich tatsächlich unterhaltsam. In den darauffolgenden tat ich mir schwer, mich auf die Erzählungen einzulassen, weil sie mir vom Thema und von der Schreibweise überhaupt nicht zusagten. Entweder ging es um den Krieg, ums Kämpfen oder Jagen. Stets waren körperlich starke, jedoch emotional schwache und überaus unsympathische Protagonisten im Vordergrund, die mit ihren (für meinen Geschmack) seltsamen Dialogen die Geschichte auch nicht gerade besser machten.

    Was mich noch sehr gestört hat, waren die wechselnden Zeitformen in "Fünfzigtausend". Der Autor sprang ständig vom Präsens ins Präteritum und umgekehrt. Auch das gehäufte Vorkommen des Wortes "sagt" war sehr auffällig. Wahrscheinlich beabsichtigt, aber nicht mein Fall. Hier ein Beispiel:

    "Jetzt wirst du schlafen, Jack", sagte ich.

    "Klar", sagt Jack. "Jetzt schlaf ich."

    "Gute Nacht, Jack", sagte ich.

    "Gute Nacht, Jerry", sagt Jack. "Du bist mein einziger Freund."

    "Oh, Mist", sagte ich.

    "Du bist mein einziger Freund", sagt Jack. "mein einziger Freund."

    "Schlaf jetzt", sagte ich.

    "Mach ich", sagt Jack.


    Spätestens nach dieser Geschichte wurde mir klar, dass dieses Buch mein letztes von Hemingway war. Es traf leider überhaupt nicht meinen Geschmack. Da ich aber eine Erzählung ganz gut fand, vergebe ich 2 von 5 Sternen.

  5. Cover des Buches Baum der Nacht (ISBN: 9783036959207)
    Truman Capote

    Baum der Nacht

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Als großer Truman Capote Fan gehe ich meist davon aus - dass ihn viele Leser kennen - allerdings ist das nicht immer der Fall und so bin ich immer wieder entzückt - wenn andere Leser ihn und seine Werke für sich selbst entdecken. Neben großartigen Werken wie Kaltblütig und Frühstück bei Tiffanys - die beide verfilmt wurden und deswegen er auch international berühmt geworden ist - gibt es auch etliche Kurzgeschichten - dehnen oft - meiner Meinung nach - zuwenig Tribut gezollt wird. Zeit dies zu ändern.


    In - Baum der Nacht - hat man einige seiner Kurzgeschichten versammelt und zwei davon sind mit besonders in Erinnerung geblieben. Weihnachtserinnerungen und - Der Thanksgiving Gast - in beiden spielen Miss Sook und eine Hund namens Queenie eine Rolle. Die Protagonisten beruhen auf realen Personen und in - Weihnachten mit Vater - geht er näher auf die Personen ein. Mir fällt keine Geschichte ein - in der mir die handelnden Personen nicht gefallen hätten und alle ein etwas besonderes: Sie sind mit viel Gefühl, mit viel Liebe fürs Detail gezeichnet und dies schafft der großartige Truman Capote meist mit wenigen Worten. Hier wird ein Teil seines Könnens offenbart - die capotsche Beobachtungsgabe - die er wohl bereits als kleines Kind hatte. Im zarten Alter von 8 Jahren begann er zu schreiben. Hier behaupte ich nun, dass nur wenigen Literaten es so wie ihm gelingt, mit wenigen und so subtilen Worten soviel Tiefe und Lebendigkeit zu kreieren.


    Der geneigte Leser meiner Rezensionen wird mir diese Lobhudelei verzeihen, allerdings möchte ich zu meiner Verteidigung vorbringen dass der jugendlichen Schriftsteller im Alter von 23 Jahren, für die Erzählung Miriam, eine etwas surreale Erzählung, den O'Henry-Award, eine amerikanische und jährlich stattfindende Auszeichnung für Kurzgeschichten, bekommen hatte. Die Liste der Schriftsteller, die den Preis bekommen haben, kann sich sehen lassen und unter anderem stehen auch Dorothy Parker, William Faulkner, John Updike und Joyce Carol Oates darauf.


    Wem nun die literarische Leidenschaft gepackt hat und sich Truman Capote als Person und als Femme fatale der Literatur nähern möchte - dem empfehle ich das zu Papier gebrachte Interview mit Lawrence Groebel - Ich bin schwul. Ich bin süchtig. Ich bin ein Genie.
  6. Cover des Buches Die Liebe einer Frau (ISBN: 9783596510535)
    Alice Munro

    Die Liebe einer Frau

     (44)
    Aktuelle Rezension von: kirara
    Nachdem mich die Seite gerade unerwartet hinausgeworfen hat, als ich die Rezi speichern wollte (das passiert übrigens öfters, langsam etwas nervig), hier nur noch eine abgespeckte Version:

    Ich hatte mich darauf gefreut die erste Kurzgeschichtennobelpreisträgerin zu lesen, aber schon während der ersten Geschichte die Enttäuschung.
    Ein detail- und schachtelsatzverliebter Sprachstil, der leider mehr auf Umgebungsbeschreibungen als auf Handlungsstärke Wert legt. Die meisten Figuren leben leider auch nicht durch das was sie tun, sondern über Beschreibungen und irgendwelche Erinnerungen. Mir kam es eher wie eine etwas eintönige Stadtführung vor.
    Einen verhältnismäßig großen Teil nahm auch Sex ein, dadurch dass dieser für die Geschichten gar nicht relevant war. Völlig unerwartet und teilweise auch ohne Zusammenhang gibt es eine sexuelle Berührung (oder eine die als so beschrieben wird) oder einen sexuellen Traum oder die erregende Vorstellung sich einer Kommune anzuschließen, die nach festem Zeitplan ihre Partner tauscht. Manchmal ist der Schreibstil entsprechend vulgär geworden.
    Vielleicht waren diese Darstellungen für Munro wichtig und ich bin einfach nur aus einer Generation, die sich davon eher nicht schocken lässt sondern fragt wozu das jetzt in der Geschichte auftaucht.

    Ich bin also eher enttäuscht und möchte kein weiteres Buch von ihr lesen. Ich empfand diese knapp 220 Seiten schon als anstrengend.
  7. Cover des Buches Liebesfluchten (ISBN: 9783941711204)
    Bernhard Schlink

    Liebesfluchten

     (171)
    Aktuelle Rezension von: cocobell23

    Bei dem Taschenbuch „Liebesfluchten“ verfasst von Bernhard Schlink, handelt es sich um einen Sammelband, welcher mehrere Kurzgeschichten enthält. Erschienen ist er im Jahre 200 im Diogenes Verlag. Bernhard Schlink schrieb auch den Bestseller „Der Vorleser“.


    Fluchten aus der Liebe, in die Liebe und Affären, dies sind grob gesehen die Themen des Buches, auch wenn dies in den Geschichten gar nicht im Vordergrund steht.Viel mehr die Hauptpersonen und ihre besonderen Schicksale und ihren Mut zum Ausbruch aus ihren vorherigen Lebenssituationen. Zum Beispiel erzählt Schlink, in einer Geschichte von einem Mann, welcher parallel mit drei verschiedenen Frauen lebt und auch Familie und Arbeitsverhältnis mit ihnen Gründet.Von den Heimlichkeiten überfordert und unzufrieden mit seinen Lebensverhältnissen flüchtet er verkleidet als Mönch. Dies ist nur eine von vielen spannenden Geschichten in dem Sammelband. Eine von den Geschichten gefiel mir nicht besonders, da mir einerseits die Thematik nicht zusagte, andererseits der Hintergrund der Hauptperson nur sehr oberflächlich angeschnitten wird. Besonders gut gefällt mir der Schreibstil von Bernhard Schlink, da er seine Geschichten sehr schmucklos geschrieben sind und sich so sehr flüssig lesen lassen. Trotz dieser Einfachheit sind seine Geschichten sehr schön geschrieben und zeichnen sich durch ihre Besondere Handlung aus.


    Zusammenfassend kann ich sagen das mir das Buch sehr weiterempfehlen kann wegen der interessanten Schicksale. Auch meine Mutter hat mir, nach dem sie das Buch fand als ich es vergessen hatte und sie eine Geschichte las immer wieder das Buch weggenommen ...


  8. Cover des Buches Tausend Farben dazwischen (ISBN: 9783750460942)
    Lea Zander

    Tausend Farben dazwischen

     (15)
    Aktuelle Rezension von: magical_book_world

    Kennt ihr das, ihr verliebt euch in das Cover eines Buches und der Inhalt ist euch erstmal unwichtig??

    Soo erging es mir mit Tausend Farben  dazwischen von der lieben zzimtherbst.autorin 🥰🥰

    Die lyrischen Geschichten in ihrem Buch waren soo gefühlvoll, jede auf ihrer Art und Weise voller Emotionen und brachte mich sehr zum Nachdenken 🤗

    Ich kann es jedem ans ❤ legen 

  9. Cover des Buches Fiktionen (ISBN: 9783596105816)
    Jorge Luis Borges

    Fiktionen

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Lesebiber
    Borges ist wohl einer der ausgeklügelten Autoren des 20. Jahrhunderts. Laut eigener Aussage "unfähig" einen Roman zu verfassen, hat Borges mit seinen Kurzgeschichten und Essays die Weltliteratur dennoch unsagbaren Ausmaßes bereichert. Wer die "Fiktionen" noch nicht kennt darf sich mehr als glücklich schätzen, eine solche Perle noch vor sich zu haben. Unbedingt lesen!
  10. Cover des Buches Das Zelt (ISBN: 9783827000156)
    Margaret Atwood

    Das Zelt

     (6)
    Noch keine Rezension vorhanden
  11. Cover des Buches Jeder zahlt drauf (ISBN: 9783423119917)
    Charles Bukowski

    Jeder zahlt drauf

     (55)
    Aktuelle Rezension von: Beagle
    Bukowski hat eindeutig bessere Storys geschrieben. Es fehlt an dem Besonderen, für seine Verhältnisse sind sie nicht "derb" genug, es fehlt an Sex und leichten Frauen. Zwar sind einige gute Geschichten wie z. B. "Szenen einer Ehe" dabei, aber das Meiste ist eher mittelmäßig. Leute, die sich für Buk´s Geschichten interessieren, sollten mit anderen Büchern beginnen.
  12. Cover des Buches Der unerträgliche Gaucho (ISBN: 9783596187751)
    Roberto Bolaño

    Der unerträgliche Gaucho

     (11)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Kaputt in Hollywood (ISBN: 9783596522712)
    Charles Bukowski

    Kaputt in Hollywood

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Raven

    Das Buch "Kaputt in Hollywood" von Charles Bukowski ist 128 Seiten lang und über Fischerverlag erschienen. 

    Das Buch wurde in einer Softcoverausgabe, Ebookausgabe, Hörbuch sowie als Taschenbuch in Kleinformat.

    Das Hörbuch geht etwas über eine Stunde und wird von einem Mann gelesen mit alter, sehr rauchiger, bissiger Stimme. Absolut passend!

    Kurzgeschichten aus den gesellschaftlichen Absteigen Amerikas.

    Bukowski schreibt ungefiltert, vulgär, krass und verstörend. Seine Zeilen sind nichts für schwache Gemüter. Er fängt den alltäglichen Albtraum der Randschicht ein. Die Geschichten klingen noch lange nach und regen zum Nachdenken an. Sie schockieren und sensibilisieren. Ein Meisterwerk!

    Fazit: Krasse, ungefilterte Sicht auf gescheiterte Existenzen. Unbedingt Lesen!

  14. Cover des Buches Die Erzählungen (ISBN: 9783462040456)
    Gabriel García Márquez

    Die Erzählungen

     (13)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Stille Tage in Clichy (ISBN: 9783644005877)
    Henry Miller

    Stille Tage in Clichy

     (78)
    Aktuelle Rezension von: Pashtun Valley Leader Commander
    oh werte leser, wenn der dvd-player streikt; der kühlschrank kaputt ist, die butteer aus ist- keine möglichkeit besteht dieses edle miclhprodukt in brandoesker weise zu malträtieren, ja nur dann sollte der geneigte, reife leser nach diesem elaborate greifen. ja nur der reife leser...jene adoleszenten konsumenten würden nach der lektüre dieses dünnen gefälligen gut zu tranportiwerenden buches ihrer partnerin/ihrem partner doch nur wieder den grund für eine trennung lieferung liefern... insgesamt sind die stellen welche nicht de dehnbarkeit von ringmuskulatur zum inhalte haben die schönen passagen des buches....
  16. Cover des Buches Rashomon (ISBN: 9783630620121)
    Ryunosuke Akutagawa

    Rashomon

     (35)
    Aktuelle Rezension von: dzaushang
    Nicht alle Erzählungen dieser Sammlung haben mir gefallen. Aber für die, welche mir sehr gut gefallen haben - Rashomon, Der Affe, Der Faden der Spinne, Kesa und Morito, Die Hölle, Der Drache ( um nur einige zu nennen) - gebe ich noch vier Sterne. Geschichten aus Japan, aus einer längst vergangenen Welt und Zeit, die uns heute immer noch etwas zu sagen haben. Lesenswert!
  17. Cover des Buches Eichenblätter (ISBN: 9783837084542)
    Eichenblatt Literatur - Robert Eben

    Eichenblätter

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Cam
    „Eichenblätter“ leicht spöttische bis hin zu poetisch schwärmerischen Kurzgeschichten. Hatte meine Freude beim lesen. Eine schönes kleines Werk, geschmackvoll zusammengestellt, gut zu lesen. Auch ein schönes kleines Mitbringsel!
  18. Cover des Buches Das rote Notizbuch (ISBN: 9783498074029)
    Paul Auster

    Das rote Notizbuch

     (70)
    Aktuelle Rezension von: Julia79

    Ich mag eigentlich keine Kurzgeschichten. Ich lese gern Zusammenhängendes, Episoden bereiten mir (manchmal) Schwierigkeiten. 

    Aber ich mag Paul Auster. 

    Dieses hübsche, kleine Buch hat mir viel Freude gemacht und mich ein paar Abende vor dem Einschlafen begleitet.

    Erzählt werden im Roten Notizbuch kuriose, witzige, anrührende und spannende Geschichten, wahre Geschichten noch dazu, die Auster selbst genau so erlebte, oder die ihm von Bekannten und Verwandten zugetragen wurden.

    Ich kann es euch sehr ans Herz legen. Schon in "4 3 2 1" habe ich die Erzählkunst des Autors bewundert - allerdings auf 1200 Seiten. Auf diesen erstaunlichen 105 Seiten ist es ihm ebenso mühelos gelungen, mich zu verzaubern. 

  19. Cover des Buches Der zerbrochene Krug (ISBN: 9783746082332)
    Heinrich von Kleist

    Der zerbrochene Krug

     (228)
    Aktuelle Rezension von: Leselupe2go

    Siehe auch mein Video auf Youtube  https://www.youtube.com/watch?v=gv7VsTEBUeo 

    Heinrich von Kleist hat in diesem Lustspiel das Thema des befangenen Richters auf den Punkt gebracht.

    Das Stück spielt Mitte des 17. Jahrhunderts in den Niederlanden, und es ist leicht, über die dargestellten Szenen zu lachen, weil es sehr unwahrscheinlich ist, dass es so ähnlich heutzutage auch noch zugehen könnte, wenn Richter befangen sind, zumindest hoffe ich das.

    Die Hauptperson darin ist der Dorfrichter Adam, der an einem ziemlich konfusen Morgen erfährt, dass sich der Gerichtsrat auf dem Weg zu ihm befindet. Der kommt mit der Absicht, die Richter zu überprüfen und hat den Ruf, sehr genau und streng zu sein, und schon so manchen Richter abgesetzt zu haben. Daraufhin liegen bei Richter Adam die Nerven blank, und er gerät regelrecht Panik, doch bevor er sich noch halbwegs auf den wichtigen Besuch vorbereiten kann, ist der Gerichtsrat auch schon da, und mit ihm gleich die erste Streitpartei des Tages. Als ob die Situation nicht schon kompliziert genug für ihn wäre, muss der Richter auch noch über einen Streitfall richten, in dem er selbst der gesuchte Schuldige ist.

    Für die meisten lustigen Momente in dem Stück ist der Richter Adam verantwortlich, weil er unglaublich kreativ dabei ist, den Sachverhalt so zu drehen, dass der Verdacht nicht auf ihn fallen soll, und dabei ganz offensichtlich schwer ins Schwitzen kommt. Denn die kritischen Augen des Gerichtsrats und der Wunsch des Schreibers, den Richter loszuwerden und selbst dessen Amt zu übernehmen, versperren ihm die Möglichkeit, sich durch seine übermächtige Position aus der Affäre zu ziehen, so wie er das gerne getan hätte und wie es ihm vermutlich zuvor schon des öfteren getan hat.

    Richter Adam ist somit ein extremes Beispiel dafür, wie wir uns einen Richter nicht wünschen. Ein Blick in die Literaturgeschichte zeigt uns, dass der Beginn des 19. Jahrhunderts in Deutschland ganz im Zeichen der Weimarer Klassik stand. Damals war es ein ungeschriebenes Gesetz, vorbildliches, erstrebenswertes Verhalten in die Handlung eines Dramas einzubauen. Kleist hat sich mit seinem Drama zwar formal an die klassischen Vorgaben gehalten, inhaltlich aber hat er die menschlichen Abgründe in den Vordergrund gestellt.

    Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass er es mit seinem zerbrochenen Krug - und seinen anderen Stücken übrigens auch - damals gar nicht leicht gehabt hat. Viele Theater verweigerten die Aufführung seiner Dramen, und manche davon wurden sogar verboten. Ein Umstand, der ihn 1811 im Alter von 34 Jahren in den Selbstmord trieb. Er hatte das Pech, in seinem künstlerischen Ausdruck weder von seinen literarischen Zeitgenossen, noch vom damaligen Publikum verstanden zu werden.

    Es geht im zerbrochenen Krug aber nicht nur um die teilweise fragwürdige Gerechtigkeit von Gerichten, sondern auch um die Leichtgläubigkeit der jungen Eve, die in dem Stück durch hinterhältige Angstmacherei dazu gedrängt wurde, etwas zu tun, das sie eigentlich gar nicht wollte.

    Ich glaube, bei dem Thema “Ängste verbreiten, schüren und für den eigenen Vorteil nutzen” fallen euch sicher ein paar gute Beispiele ein, wann diese Methodik schon benutzt wurde, um ganze Kriege zu beginnen, um Wahlen zu gewinnen oder im kleineren Maßstab auch, um uns Produkte zu verkaufen, die wir gar nicht brauchen, wie z.B. eine Hautcreme, die Elektrosmog abhalten soll oder angepriesene Allheilmittel wie hochdosierte Vitaminpräparate.

    Durch Angst lässt sich unser Handeln leider sehr gut steuern und manipulieren. Entwicklungsbiologisch gesehen ist das natürlich sinnvoll und gut, denn wer nicht voller Angst vor dem Tiger flüchtet, der ist eben tot.

    Aber nicht jede Angst ist eine derart sinnvolle Warnung. Sie könnte nämlich auch durch Fehlinformationen oder durch gezielte Manipulation entstanden sein.

    Also nochmals danke an Heinrich von Kleist, dass er uns daran erinnert, misstrauisch zu werden, wenn jemand für seine Argumentation zu tief in die Ängstekiste hineingreift und böse Monster herausfischt, die es gar nicht gibt.

    Falls ihr euch für die erwähnten Themen interessiert, kann ich euch den zerbrochenen Krug wärmstens empfehlen. Lasst euch nicht von den veralteten Ausdrücken und kunstvoll umgestellten Sätzen abschrecken, denn es gibt im Anhang jede Menge Anmerkungen, in denen deren Bedeutung erklärt wird. Das Lesen ist zwar für heutige Leser zugegebenermaßen anstrengend, aber gleichzeitig gibt es dabei auch viel zu lachen. Für mich hat sich die Mühe auf jeden Fall gelohnt!

  20. Cover des Buches Die Nacht, die Lichter (ISBN: 9783596511341)
    Clemens Meyer

    Die Nacht, die Lichter

     (63)
    Aktuelle Rezension von: Konrad22
    Clemens Meyer kann schreiben - ohne Frage!
    Aber seine Inhalte - sorry, ich möchte sie nicht lesen.
  21. Cover des Buches Pepsi Hotel (ISBN: 9783833304408)
    Lorrie Moore

    Pepsi Hotel

     (7)
    Aktuelle Rezension von: alexa02
    hm, durch eine Zeitschrift auf dieses Buch gestossen, zum Teil lustig, zum Teil langweilig.
  22. Cover des Buches Willkommen, Bob (ISBN: 9783518410790)
    Juan Carlos Onetti

    Willkommen, Bob

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches LeseBlüten Band 1 - Prosa 2010 (ISBN: 9783942786003)
    Alexandra Roj

    LeseBlüten Band 1 - Prosa 2010

     (21)
    Aktuelle Rezension von: StellaCometa
    Lange bin ich um dieses Buch herumgeschlichen, magisch angezogen durch sein Cover. Die liebevolle Gestaltung und auch der ansprechende Name „LeseBlüten“ machten mich sehr neugierig. Der Inhalt konnte mich aber nicht im gleichen Maße begeistern, wie die Gestaltung. Leider kann ich Euch nicht einmal erklären, woran es überhaupt mangelt … höchstwahrscheinlich war es einfach nicht die richtige Zeit dafür, um mich Kurzgeschichten zu widmen. Der Funke ist nicht übergesprungen. Es gab zwar Geschichten, die ich interessant fand (und einige davon möchte ich gerne namentlich noch erwähnen), andere habe ich gelesen und nur kurze Zeit später konnte ich mich kaum noch daran erinnern. Umso beeindruckender fand ich die drei kurzen und direkten Erzählungen von Anne Brockmann, „Hennes“, „Leonie“ und „Philip“. Die Autorin brauchte nur wenige Sätze, um mich zum Nachdenken zu bringen. Auch andere Geschichten sind mir positiv in Erinnerung geblieben, z. B. „Bitte, alle ruhig bleiben – dann passiert keinem etwas“. „Mein Bert ist doch ein guter Sohn“ langweilte mich zuerst, dann faszinierte mich die Erzählung (weil ich mich fragte, worauf das Alles hinaus laufen würde) und dann enttäuschte mich das Ende … Ich könnte mir vorstellen, erneut in dieser Anthologie zu blättern … ohne (selbst gesetzten) Zeitdruck, denn so manche Kurzgeschichte entfaltet ihre Wirkung wohl nur dann, wenn sie nicht mit anderen an einem Stück heruntergelesen wird. Fazit: Jede Menge Kurzgeschichten sind in dieser Anthologie enthalten (insgesamt 58 Stück auf nur 255 Seiten!) und jeder Leser wird wohl seine ganz eigenen Schätze in der Anthologie entdecken aufgrund der Vielfalt (Genre, Schreibstile).
  24. Cover des Buches Der Schwimmer (ISBN: 9783453405783)
    John Cheever

    Der Schwimmer

     (12)
    Noch keine Rezension vorhanden

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