Bücher mit dem Tag "kurzprosa"
123 Bücher
- Roger Hermes
Die Erzählungen
(134)Aktuelle Rezension von: ErinnyeDass Buch ist zusammengesetzt aus vielen verschiedenen Texten von Kafka. Dies reicht von kurzen, einseitigen Erzählungen bis hin zu mehrseitigen Geschichten. Dabei gelingt es Kafka thematisch zwar immer innerhalb eines gewissen Stils zu bleiben, jedoch wiederholt er sich nicht. Jede seiner Schriften hat für sich gesehen eine individuelle Daseinsberechtigung und sagt etwas Anderes aus. Diese Aussage zu verstehen ist bei Kafka natürlich immer so eine Sache. Es bleibt ein Rätsel, ob man die Erzählung so versteht, wie der Autor sie gedacht hatte - jedoch macht dies auch den Spaß an seinem Schreibstil aus. Vielfach interpretierbar, aber auch einfach nur genußvoll lesen und die Prosa bestaunen.. dies alles ist möglich bei diesem Autor. Die Geschichte, die mich persönlich am meisten beeindruckt hat, ist die, die von einem neurotischen Maulwurf erzählt, der um seinen Bau fürchtet, gleichzeitig aber auch davor zurückschreckt ihn wieder zu betreten, wenn er zwecks Vorratsbeschaffung nach draußen muss. Kafka gelingt es, über mehrere Seiten hinweg kein einziges Mal das Wort "Maulwurf" zu benutzen und lässt somit offen, ob es nicht doch eine Wühlmaus oder ein Hamster ist, das ist auch egal, stellt es doch eine hervorragende Metapher dafür dar, dass es bei Kafka nicht um festgesetzte Personen geht, sondern lediglich um die Aussage, die er mit seinem Text tätigen will. Natürlich waren auch so berühmte Geschichten wie "Die Verwandlung" und viele Andere vertreten. Um Kafka zu lesen sollte man eine gewisse Konzentration mitbringen, es ist aber auch dann sicher nicht etwas für jedermann. Man muss den kafkaesken Stil einfach mögen. Tut man dies, dann erscheint einem diese Sammlung von Erzählungen einfach als ein einmaliges Stück Literatur und seine poetischen Texte als wahre Kunst für sich. Immer wieder lesen, immer wieder neu interpretieren, immer wieder neu erleben. - Alfred Döblin
Die Ermordung einer Butterblume und andere Erzählungen
(41)Aktuelle Rezension von: Angel10- Expressionismus
- Wahnsinn, bürgerliche Werte
- Umgang mit Schuld - Marie Enters
Love Sonata
(13)Aktuelle Rezension von: austrianbookie99"Es ist, was es ist, sagt die Liebe"
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Cover:
Ich liebe dunkle Covers. Dieses hier gefällt mir sehr. Es ist schlicht, zerbrechlich und doch elegant sowie filigran.
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Schreibstil:
Marie schreibt sehr detailliert, traurig und sehr realistisch. Auch wenn man ein paar Fehlerteufelchen entdeckt ist Love Sonata ein ganz spezielles Kurzwerk - es regt zum Nachdenken an! Ganz toll umgesetzt.
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Meine Meinung:
Lara schreibt ihre (kurze) Geschichte auf in der Nervenklinik.
Lara Aden ist ein introvertierter, unsicherer Mensch mit wenig Selbstvertrauen.
Warum?
Durch den giftigen Einfluss ihrer Mutter.
Verliebt sich abgöttisch in einem Mann namens Jonas, der ihr nicht ganz dieselbe Liebe zurück geben kann, denn die beiden verbindet nur der Sex mehr als alles andere.
Durch ihre Persönlichkeitsstörung sowie einen hohen Alkoholkonsums entrinnt sie immer mehr der Realität bis es explodiert...
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Fazit: Chronischer Schmerz gepaart durch Ängste der Vergangenheit, einer immerwährenden Empfindlichkeit und die Aussichtslosigkeit der Liebe!
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🌟 5/5 Sternen - Albert Camus
Hochzeit des Lichts Neu
(8)Aktuelle Rezension von: MaldororDie kleine Anthologie mit dem Titel Hochzeit des Lichts beinhaltet die wohl sprachlich schönsten Essays und Betrachtungen Albert Camus, Noces (1938, dt. Hochzeit des Lichts) und L’ete (1954, Heimkehr nach Tipasa).
Die vier Essays die sich in der Hochzeit des Lichts versammeln, sind frühe Schöpfung en des jungen, gerade einmal Anfang 20- jährigen Camus.
In ihnen pulsiert in poetischer und empathischer Sprache eine Vereinigung zwischen Individuum und Natur, zwischen Licht und Erde, Meer und Himmel, Wüste und Leben.
In den Beschreibungen findet man die außerordentliche Bedeutung und Liebe Camus zu seiner Heimat Algerien, des Lichtes, der Kraft der Sonne, die Mächtigkeit und Klarheit des Himmels und Horizontes, der Weite und der Schönheit der kargen Natur. Es ist eine impressionistische Darstellung und Exkursion in das mediterrane Algerien, in dem sich im inneren Monolog des Ich-Erzähler s ästhetische Sinneswahrnehmungen, Empfindungen, Erinnerungen und Beobachtungen verschmelzen.
Die Texte sind durchdrungen von einer letztendlich bedingungslosen Liebe zum Leben, ohne den schweren und mühsamen Weg des verzweifelten Nihilismus und den starken existenziellen Verlangen nach Sinn, Wahrheit und Gerechtigkeit zu bestreiten. Wann immer Camus später schwere Krisen und Enttäuschungen überfinden musste, und ihm Hoffnung und Kraft schwanden, besann er sich auf das unbeeinträchtigte, reine Glücksgefühl das ihm das mediterrane Mittelmeerklima Algeriens in seiner Jugend beschert hatte.
Die Schönheit und Freuden des Lebens genießen, das Glück, wenn es sich denn zeigt, wahrzunehmen und jeden Augenblick davon bewusst zu genießen. Das absurde Da-sein und grüblerische Denken versuchen in Sinnlichkeit, Erfüllung und Genuss zu verwandeln.
„Denn hoffen heißt zuletzt entsagen, wenn man auch das Gegenteil zu glauben pflegt. Und leben heißt: nicht entsagen.“
Die mehr als fünfzehn Jahre später veröffentlichen sieben Essays, welche unter dem Titel „Heimkehr nach Tipasa“ , zeugen von den grundlegenden neuen Lebenserfahrungen, seiner persönlichen Entwicklung und tragen noch deutlicher die Grundbegriffe und Motive aus seiner Philosophie in sich. Das Individuum ist nicht mehr unbeschwert, hat oft jegliche jugendliche Unbeschwertheit und Freude oft verloren, und der Ton ist von Sentimentalität, melancholischer Reflexion und einer deutlich wahrnehmbaren inneren Zerrissenheit gezeichnet.
Trotz aller Bescheidenheit aller Dinge, bleibt doch in der ambivalenten Lebenswirklichkeit ein gewisses Gleichgewicht: „ Es gibt einen Lebenswillen, der dem Leben nichts verweigert, und dies ist die Tugend, die ich am höchsten verehre auf dieser Welt. Ich wollte wahrlich, ich hätte sie selber von Zeit zu Zeit geübt. Da wenige Epochen wie die unsere vom Menschen verlangen, dass er sich sowohl dem Besten wie dem Schlechtesten gleichstelle, möchte ich nichts ablehnen und die Erinnerung an beides genau bewahren. Ja, es gibt Schönheit, und es gibt Erniedrigungen. Wie schwer es auch sei, ich möchte weder der einen noch den anderen untreu werden.
„Es gilt aber zu leben“, dies könnte man als allüberlagernde unabänderliche, und in gewisser Weise auch wahren, Weisheit und Grundethik am Ende stehen lassen. Trotz des Gefühls der Leere, des Überdrusses, des Grauen, des Ekels, der Fremdheit, der Einsamkeit (Stimmungen der Absurdität, Existenzialismus) und allen weiteren zahl- und namenlosen Schrecken, die auch Camus nur allzu bewusst von einer überschwänglichen, pathetischen und optimistischen Lebensbejahung abhalten.
Die Weite und die Stille lasten auf dem Herzen. Eine ungestüme Liebe, ein großes Werk eine entscheidende Tat, ein verklärender Gedanke, alle bewirken sie manchmal dieselbe unerträgliche Angst, gepaart mit einem unwiderstehlichen Reiz. Süße Bangigkeit des Seins, süße, aufreizende Nähe der Gefahr, deren Namen wir nicht kennen – ist Leben dann, sich ins Verderben stürzen?
Von Neuem, ohne Aufschub, lasst uns ins Verderben stürzen.
- Frank Witzel
Die fernen Orte des Versagens
(1)Aktuelle Rezension von: MaldororFür Frank Witzel muss man irgendwie eine Lanze brechen. Alle Geschichten trotzen vor ungeheurer Phantasie und Komplexität. Oft war ich überfordert, sogar ein- zweimal verzweifelt genervt - aber dennoch angeregt von derartiger Genialität.
Im Kleinen wie im Großen durchdrungen von einer manigfaltigen Komplexität und Genauigkeit.
Empfehlung: in kleineren Häppchen konsumieren - oder mehrfach lesen. Wer sich getrost zum Zweifeln und mutigen Versuch des (kontinuierlichen) Versagens animieren möchte, ist hier gut aufgehoben.
Als Eindruck noch ein paar Ziate aus der letzten größeren Ezählung "Traurige Rekorde".
"Der Mensch ist besonders leicht zu erschrecken, weil er die Sprache hat. Manchmal nämlich existiert ein Gespenst nur durch eine Namensverwechslung. Aus diesem Grund entstand überhaupt erst das System der Vornamen, um den Menschen genauer von den Geistern unterscheiden zu können."
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"Ich dachte anfänglich, und ließ mich dadurch abschrecken und verlor viele wertvolle Jahre, dass ich das, was ich lese, verstehen müsste, weshalb ich mich lange bei Sätzen aufhielt und sie immer wieder stumm wiederholte, um sie zu durchdringen. Dann aber änderte ich meine Taktik und las ein kompliziertes Buch in zwei Stunden.
Ohne darauf zu achten, ob ich es verstand oder nicht. Schließlich muss durch das Lesen irgendwann irgendetwas in mir geschehen, dachte ich."
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Als Letzters dann noch ein paar Worte über das Überholte. Ist es nicht falsch, das Überholte einfach als überholt abzutun, wenn wir es doch zur Orientierung benötigen, denn wie sollen wir zu dem gelangen können, was wir als Fortschritt preisen, wenn wir es nicht als Vorbild gehabt hätten, das wir überholen wollten? - Ryūnosuke Akutagawa
Die Fluten des Sumida: Ausgewählte Erzählungen und Prosa
(1)Noch keine Rezension vorhanden - Alexa D. Glass
Seelenpoesie
(2)Aktuelle Rezension von: NiklasMuellerDer Gedichtband "Seelenpoesie" von Alexa D. Glass wird seinem Namen mehr als gerecht denn er ist Balsam für die Seele. In kurzen und langen Texten beschreibt die Autorin das Leben in all seinen Facetten. Dabei beweist Alexa D. Glass für ihr Alter eine unglaubliche Reife und regt den Leser mehr als einmal zum Nachdenken an. Mein absoluter Favorit ist ein Gedicht, in dem sie uns Menschen mit Eiskristallen vergleicht, die trotz ihrer Vielseitigkeit doch alle eiskalt sind. Dieser Gedichtband ist eine klare Leseempfehlung für all diejenigen, die ihrem Alltag einen Moment entfliehen möchten, und ich werde das Buch gewiss noch öfters aufschlagen.
- Franz Tumler
Volterra. Wie entsteht Prosa
(2)Aktuelle Rezension von: SchelmuffskyDieses kleine Buch ist meiner Ansicht einer der besten Erzähltexte der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur. Der Band besteht aus der Erzählung "Volterra" und dem Essay "Wie entsteht Prosa", in welchem Tumler beschreibt, wie er die Erzählung geschrieben hat. - Jean O. Ohlenburg
Die Inseln und andere Texte: Mit Einem Vorwort Von Albert Camus
(0)Noch keine Rezension vorhanden - Andrea Zanzotto
Planet Beltà / Auf der Hochebene und andere Orte: Erzählungen
(1)Noch keine Rezension vorhanden























