Bücher mit dem Tag "kurzroman"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "kurzroman" gekennzeichnet haben.

125 Bücher

  1. Cover des Buches Die Verwandlung (ISBN: 9783150144336)
    Franz Kafka

    Die Verwandlung

    (1.855)
    Aktuelle Rezension von: Doerthe

    Puh, ich habe es geschafft, die Verwandlung zu beenden.

    Ziemlich unbedarft habe ich mir das Buch "für Zwischendurch " ausgesucht. Ich muss zugeben, ich dachte zunächst: 'Was für ein Blödsinn!'😅.


    Erzählt wird die Geschichte von Georg Samsa und seiner Familie. Georg wacht eines Morgens als Käfer auf und Lesende erfahren, wie er und die Familie mit diesem Umstand umgehen.

    Dass dieses Buch in Schulen als Schullektüre dient, kann ich verstehen. Genauso gut verstehen kann ich allerdings Schüler:Innen, die dieses Buch furchtbar finden.

    Letztendlich macht es Sinn, sich vor oder nach dem Lesen des Buches mit der Zeit, in der die Geschichte spielt, auseinander zu setzen.  Hierdurch versteht man den Hintergrund und die Ideen, die Kafka mit dem Buch ausdrücken wollte.

    Nach Lesen der Hintergrundinformationen kann ich für mich sagen, dass ich immer noch froh bin, das Buch beendet zu haben. Es wird nicht zu einem Lieblingsbuch werden, aber es hat seine Bedeutung in der Literatur. 

    Und ich bereue nicht, es gelesen zu haben

    Es kann gern Schullektüre bleiben, allerdings dann erst für spätere Schuljahre, wie einem Deutsch-LK oder gern auch im entsprechenden Studienlehrgang.

    Für jüngere Schüler:Innen gibt es mit Sicherheit zeitgemäßere Literatur. 


  2. Cover des Buches Biss zum ersten Sonnenstrahl (ISBN: 9783551317421)
    Stephenie Meyer

    Biss zum ersten Sonnenstrahl

    (2.725)
    Aktuelle Rezension von: Amber1309

    Name: Biss zum ersten Sonnenstrahl - Das kurze zweite Leben der Bree Tanner

    Autor: Stephenie Meyer 

    Genre: Fantasy

    Alter: ab 12

    Beschreibung:

    Jeder der den dritten Teil von Twilight gelesen hat, kennt sicher Bree Tanner. Genau um diese geht es auch in diesem Buch und alles was davor geschehen ist.

    Bewertung:

    Ich fand es echt spannend, dass es jetzt nochmal ein ganzes Buch über sie gibt,weil sie auch im dritten Teil sehr interessant rüberkommt. 

    ❗Spoiler für Twilight 3❗

    Jetzt konnte man auch sehen, wie die ganze neugeborene Armee entstanden ist, was mich schon immer interessiert hat.

    ❗Spoiler Ende❗

    Auf jeden Fall war es ein tolles Buch von einer neugeborenen Vampirin, welche ein nicht einfaches Leben hat und auch Verluste einstecken musste.

    ⭐⭐⭐⭐✨/⭐⭐⭐⭐⭐

  3. Cover des Buches Maybe Not (ISBN: 9783423218726)
    Colleen Hoover

    Maybe Not

    (499)
    Aktuelle Rezension von: teilzeitbaeuerin

    Es ist der zweite Band einer Serie. In sich abgeschlossen. Es beleuchtet die Geschichte von Warren und Bridgette. Die Geschichte ist in sich abgeschlossen und soll, die Entwicklung dieser beiden Figuren symbolisieren. Er hat nur 134 Seiten, liefert Informationen über deren Persönlichkeit. Trägt jedoch nicht dazu bei, dass ich Bridgette nun sympathischer finde. Sie ist einfach eine zickige Person, die ich leider mit keinem Zucker nett finde.

  4. Cover des Buches Find me in Green Valley (ISBN: 9783426461839)
    Lilly Lucas

    Find me in Green Valley

    (290)
    Aktuelle Rezension von: Lunacat

    🎀 »Gut. Könnte nämlich sein, dass ich mich ein bisschen in dich verliebt habe, Sarah Hayworth-Montgomery. Ein bisschen sehr, fürchte ich.«

    [..]

    »Das trifft sich gut. Ich hab mich auch ein bisschen in dich verliebt, Grayson Benjamin O'Brady. Ein bisschen sehr, fürchte ich.« 🎀

    Diese Kurzgeschichte war ein schöner, kleiner Zusatz zur Green-Valley-Reihe, den man nicht unbedingt gebraucht hätte, aber es war trotzdem schön zu lesen.

    Ich verstehe aber nicht, warum es nur eine Kurzgeschichte wurde. Die Geschichte hatte wirklich Potential, das aber in nur 92 Seiten nicht ganz ausgeschöpft werden konnte.

    Natürlich kamen Gefühle auf und ich habe mich wohlgefühlt usw., aber da wäre noch mehr gegangen.

    Sehr schade finde ich, dass man das Büchlein nicht wirklich zu den anderen im Regal stellen kann, weil es viel zu klein ist, das ärgert mich tatsächlich ein wenig.

    Der Schreibstil von Lilly Lucas gefiel mir wie auch schon in den anderen Bänden sehr gut und die Cozy-Kleinstadt-Vibes kamen auf jeden Fall rüber.

    Trotz der Kürze kamen Emotionen und Tiefe rüber und auch die Charaktere mochte ich sehr gern. Grayson war wirklich so toll! 😍

    Es war nicht langweilig, die Handlungsstränge gefielen mir sehr, aber das hätte so schön ausgebaut werden können!

    Ja, ich fand also die Geschichte süß und knuffig, verstehe aber nicht, wieso es nicht einfach ein normaler Band wurde. Trotzdem kamen auch in den wenigen Seiten Gefühle rüber und ich fühlte mich wieder in Green Valley zu Hause. Es war sehr cozy! 🎀 

  5. Cover des Buches Der Rithmatist (ISBN: 9783453269866)
    Brandon Sanderson

    Der Rithmatist

    (148)
    Aktuelle Rezension von: east

    Nichts wünscht sich der junge Joel mehr, als eines Tages ein Rithmatist zu werden, ein Kreidezauberer, der mit nichts als seiner Fantasie Formen lebendig werden lassen kann. Doch leider fehlt ihm jedes Talent dazu und so bleibt sein Traum unerreichbar und er nur ein normaler Schüler an einer Akademie für Fähigere. Doch dann erschüttern seltsame Ereignisse die Schule und dann das ganze Land: Rithmatistenschüler verschwinden, Entführungen und Morde häufen sich. In seiner Neugier schafft Joel es, sich selbst in die Ermittlungen zu verstricken und was er herausfindet, lässt ihm die Haare zu Berge stehen…


    Brandon Sanderson, der König der modernen Fantasy, lädt den Leser mit diesem Jugendbuch-Einzelband auf eine Reise in eine Welt ein, die unserer gar nicht mal so unähnlich ist. Grob angelehnt an unsere Welt im 20. Jahrhundert spielt die Handlung auf den Vereinigten Inseln, eine interessantere Version der USA. Ein wenig erinnert die Technologie und die Atmosphäre an Steampunk-Fantasy, auch wenn weit und breit keine Dampfmaschinen zu finden sind. Stattdessen gibt es eigentümliche Maschinen, die mit riesigen Federn aufgezogen werden, rasenmähende Metallkrabben und mechanische Pferde. Wie üblich sind Brandon Sandersons Fantasie keine Grenzen gesetzt.


    Der wirkliche Star der Geschichte ist aber natürlich die Kreidemagie, deren Skizzen auch immer wieder als schönes Detail im Buch zu finden sind. Auch diese Idee ist ungewöhnlich und vielversprechend, sie kombiniert die Idee von Zauberei aus Runen oder Zeichen mit etwas Neuem und einer nicht zu unterschätzenden Menge Mathematik. Kein Wunder also, dass ihre Schüler regelmäßig an ihr verzweifeln. Nicht jedoch Joel. Er ist sechzehn und wirkt manchmal wirklich recht jung, nicht jede seiner Handlungen ist durchdacht und er hat noch so einiges zu lernen. Er besitzt aber auch eine außerordentliche Begabung für Zahlen und Formen und ist außerdem mit einer Menge Forschergeist und Erfindungsreichtum gesegnet. Eine Ausbildung als Rithmatist bleibt ihm verwehrt, doch er gibt nicht auf und will trotzdem alles über diese erstaunliche Kraft lernen. Eine Weile wirkt die Rithmatik ein wenig merkwürdig, weil ihre Anwendung beinahe limitiert und wenig sinnvoll erscheint. Später gibt es dann etwas Kontext dazu, allerdings weniger, als - für Sanderson-Verhältnisse – normal ist.


    Die Handlung entwickelt sich nach und nach und braucht zu Beginn ihre Zeit, um in Fahrt zu kommen. Danach wird sie zu einer recht rasanten, beinahe Krimi-artigen Verbrecherjagd, bei der mehr als nur die Leben einiger Entführter auf dem Spiel stehen, denn der Verbrecher nutzt Kreidemagie, wie die Welt sie noch nie gesehen hat und mysteriöse Kreidemonster versetzen die Städte in Aufruhr. Es gibt einen größeren Handlungszusammenhang, der auch der Rithmatik ihre Daseinsberechtigung gibt, eine Art Krieg gegen wilde Kreidewesen, die die Menschen bedrohen und auch mehrere angerissene Erklärungen zur Geschichte der Welt und der Magie, doch am Ende führen die leider nicht in die Tiefe. Das Buch fokussiert sich darauf, eine abenteuerliche Verbrecherjagd zu schildern, und das tut es auch, gut verpackt als ansprechendes Jugendbuch, mit liebenswürdigen Charakteren, die dem Leser schnell ans Herz wachsen und einer nicht sofort durchschaubaren, wenn auch nicht unfassbar komplexen Handlung, doch die Welt und ihr Magiesystem hätten durchaus noch eine Menge mehr Potenzial gehabt, eine größere Geschichte zu erzählen. Für Sandersons Ideen scheint ein einzelnes Buch eben nie genug Platz zu bieten.


    Fazit: Dass dem Hintergrund der Verschwörung und der Magie unter dem Strich in der Handlung nicht so viel Bedeutung beigemessen wurde und das Buch relativ offen endet, ist vielleicht nicht für jeden Leser ganz zufriedenstellend – das Buch ist eben nicht Sandersons Meisterstück – und man darf auch nicht vergessen, dass es sich um ein recht frühes Werk und Jugendbuch handelt, bei dem der Fokus anders gesetzt ist, als etwa bei den Sturmlicht-Chroniken. Nichtsdestotrotz bietet „Der Rithmatist“ ein unterhaltsames Abenteuer, eine kurzweilige, spannende Mischung aus Verbrecherjagd, magischen Zeichen und ein wenig jugendlichem Coming of Age, in einer faszinierenden Welt, über die ich gerne noch eine Menge mehr erfahren hätte: die Reise durch das kreideverstaubte Neubritannien hat sich doch gelohnt.

  6. Cover des Buches Wovon wir träumten (ISBN: 9783442479689)
    Julie Otsuka

    Wovon wir träumten

    (177)
    Aktuelle Rezension von: simone_richter

    In den 1920-er Jahren werden jungfräuliche japanische Frauen nach Amerika verschifft, in der Hoffnung auf ein besseres Leben. Aber schon bei der Einfahrt in den Hafen merken sie, nichts ist so, wie sie sich es erhofft haben und in den Briefen drin stand. Ihre zukünftigen Ehemänner sind nur einfache Landarbeiter, haben kein Geld und auch sonst nichts. Statt eines gutaussehenden, wohl situierten Mannes stehen sie zerlumpten Hilfsarbeitern, die auch noch in der ersten Nacht unsanft über sie herfallen, gegenüber. Sie werden als Folge schwanger und müssen ihre Babys mit aufs Feld nehmen. 

    Diese Geschichte muss erzählt werden und sie wird von Julia Otsuka mit etlichen aus historischen Quellen stammenden Zitaten, die in eine poetische Form gegossen werden, konzentriert beschrieben. In kurzen Sequenzen werden die Erlebnisse der japanischen Frauen verdichtet und zu einer Wir-Form verknüpft. Das ist schön, aber auch hart komponiert, der Mut, die Angst und die Enttäuschungen schwingen in jedem Kapitel mit.

    Mir gefällt das trotz aller depressiven Sätze und ich bekomme Einsicht in historische Fakten, die literarisch hier ein vergessenes Verbrechen aufarbeiten. Vor allem individuell-kollektivisch werden die die Erinnerungen des Alptraums der Japaner mit packenden Gefühlen erzählt. Das ist ein kurzer Roman, den ich gerade jetzt in der dunklen Neujahreszeit gut ohne Pause weglesen konnte. Die Tragik der Figuren werden mich allerdings noch verfolgen. Zum Schluss werden alle Japaner gemieden und vertrieben. Aber sie können ja nicht mehr enttäuscht werden.

  7. Cover des Buches Verliebtsein macht kurzsichtig 1 (ISBN: 9783743853737)
    Jasmin Whiscy

    Verliebtsein macht kurzsichtig 1

    (43)
    Aktuelle Rezension von: niknak

    Inhalt:

    (Klappentext)

    ZICKE TRIFFT STREBER. Dass Liebe bekanntlich blind macht, ist der 16-jährigen Charlotte bewusst - aber kurzsichtig? Das muss sie am eigenen Leib erfahren, als sie aufgrund von Liebeskummer zu tief in den Fernseher schaut. Fortan stolpert Charlotte von einer blinden Panne zur nächsten, was dem bebrillten Lockenkopf Klaus mächtig auf den Zeiger geht. Als Sohn vom Augenarzt ist er der Meinung, dass Charlotte eine Brille braucht - nur sieht sie das anders …


    Mein Kommentar:

    Dies ist der erste Teil einer Trilogie von der Autorin Jasmin Whiscy. Leider wusste ich zu Beginn nicht, dass diese drei Teile nicht in sich abgeschlossen sind, sondern mit einem offenen Ende versehen sind, sodass man eigentlich gleich mit dem nächsten Band anschließen sollte. Da ich nur den ersten Band hatte, war das Ende ein wenig unzufrieden stellend.

    Die Autorin hat einen sehr einfachen Schreibstil gewählt, wodurch es für mich sehr passend für ein Jungendbuch für jüngere Leser ist. Sie hat einen einfachen und leicht zu lesenden Schreibstil, aber dennoch ist Charlotte sehr schön dargestellt und man kann sich als Leser ein gutes Bild von ihr machen.

    Es erinnert einen an die erste eigene Schwärmerei, auch wenn vieles in diesem Buch für mich ein wenig überspitzt dargestellt wurde. Aber dennoch war es schön zu lesen und man konnte sich ein wenig an früher erinnern. So tut sie alles, um ihrem Schwarm zu gefallen, der sie nicht einmal wahrnimmt. Sie wird im Buch als das „hässliche Entlein“ dargestellt und er ist der beliebteste Schüler der ganzen Schule. Und er wird von allen Mädels verehrt. Dies ist für mich so ein typisches Klischee, welches in diesem Buch dargestellt ist. Dennoch erfährt man als Leser nicht, ob sich die beiden näherkommen, da das Ende recht offen gehalten ist. Es gibt aber noch zwei weitere Bände, welche sicher dann das Rätsel lüften werden.

    Charlotte wird oft ein wenig naiv und noch sehr kindlich dargestellt, was aber auch zu ihrem Alter passt. So bemerkt sie gar nicht, dass es eigentlich einen anderen Jungen gibt, dem sie gut gefällt. Ich finde es interessant zu beobachten, wie sie weiter ihren Weg geht, ohne dies wahrzunehmen oder darauf zu reagieren. Sie ist so mit ihrem eigentlichen Problem beschäftigt, dass ihr sonst gar nichts mehr auffällt.

     

    Mein Fazit:

    Ein schönes Buch für jüngere Leser, welche noch keine allzu großen Ansprüche haben. Oder ein Buch für alle, die sich daran erinnern möchten, wie es damals bei der ersten großen Schwärmerei war und was man alles auf sich nahm, um dem angebeteten zu gefallen. Leider habe ich mir ein wenig mehr erwartet und kann deshalb nur diese 3 Sterne vergeben.

    Ganz liebe Grüße,

    Niknak

  8. Cover des Buches Nachts an der Seine - Ein Wochenende in Paris (ISBN: 9783948856847)
    Jojo Moyes

    Nachts an der Seine - Ein Wochenende in Paris

    (246)
    Aktuelle Rezension von: Gina_1234

    Jojo Moyes entführt uns hier auf einen Kurztrip nach Paris, der perfekt für ein paar entspannte Lesestunden zwischendurch ist. Das Buch beweist mal wieder, dass eine Geschichte nicht hunderte von Seiten braucht, um eine wichtige Botschaft zu vermitteln. 📖✨

    Meine Eindrücke:

    Perfekt für zwischendurch: Die Geschichte ist herrlich kurzweilig und extrem schnell zu lesen. Man fliegt regelrecht durch die Seiten und ehe man sich versieht, ist man auch schon am Ende dieser charmanten Reise angekommen. ☕🏃‍♀️

    Wichtige Botschaft: Es ist eine wirklich schöne Kurzgeschichte über Selbstwert. Die Protagonistin auf ihrem Weg zu begleiten, wie sie lernt, für sich einzustehen und ihren eigenen Wert zu erkennen, hat die Story sehr tiefgründig und berührend gemacht. 🌸💪

    Paris-Vibes: Trotz der Kürze schafft es die Autorin, die ganz besondere, leicht melancholische Atmosphäre von Paris nachts an der Seine einzufangen. Man fühlt sich sofort an die Schauplätze versetzt.

    Fazit: Eine kleine, aber feine Wohlfühlgeschichte mit einer starken und wichtigen Aussage über den eigenen Selbstwert. Für ein paar schnelle, inspirierende Lesestunden absolut zu empfehlen. Gute 4 von 5 Sterne! ⭐🗼

  9. Cover des Buches Die Verurteilten (ISBN: 9783453090576)
    Stephen King

    Die Verurteilten

    (82)
    Aktuelle Rezension von: loveisfriendship
    All die Jahre

    Die Verurteilten. Pin-Up
    ist ein Kurzroman von Stephen King, erschienen im Buch Frühling, Sommer, Herbst und Tod, das neben diesem noch drei andere Kurzromane vereint.

    Red selbst sitzt noch im Gefängnis, als er die Geschichte seines Freundes Andy Dufresne niederschreibt, dem nach vielen zermürbenden Jahren die Flucht aus Shawshank gelang.

    Es ist eine sehr bewegende Geschichte über unfassbare Ungerechtigkeit, Schrecken, Zermürbung, Zweifeln und Verzweiflung, aber auch über tiefe Freundschaft, unbrechbaren Lebenswillen, den Wert von Freiheit, übernatürliches Durchhaltevermögen, menschliche Würde und vor allem über Hoffnung.

    Die Protagonisten erleben im Laufe der Handlung viele Hoch-  und Tiefpunkte. Gedemütigt von anderen Gefängnisinsassen, schikaniert von Wärtern und ihrer Zukunft beraubt von selbstbezogenen Gefängnisleitern. Es gibt Momente, da sind sie kurz vorm Aufgeben und erfahren eine wachsende Lebensmüdigkeit. Doch gibt es auch Momente der Glücks und der Hoffnung, die vor allem durch kleine Dinge, an denen sie festhalten, hervorgerufen werden.
    Das Buch beleuchtet auch, wie ein langjähriger Gefängnisaufenthalt einen Menschen prägt und ihn seine neugewonnene Freiheit empfinden lässt.

    Stephen King hat das Ganze sehr realistisch gehalten, alle Gefühle und Gedanken der Protagonisten sind an jeder Stelle nachvollziehbar und auch wie Andy die Flucht gelingt, hat auf mich vollkommen realistisch gewirkt und in keinster Weise weithergeholt, wie es ja bei sowas leicht werden kann.

    Meisterhaft, wie Stephen King wie nebenbei Dinge erwähnt, die hinterher ausschlaggebend für die Auflösung sind. Auch schreibt er so authentisch, es ist, als ob Red mir die Geschichte von Angesicht zu Angesicht erzählen würde. Stephen King erzählt auf eine schlichte, lockere und unaufgeregte Art eine einfache Geschichte, die gerade deswegen so tief berührt.

    Das Ende hat mich umgehauen. Nicht, dass es so derart genial ist. Wobei, doch, das ist es. Weil es auf eine so schlichte Weise schön ist. Weil es das ist, was ich am wenigsten erwartet habe. Weil Stephen King mich hinters Licht geführt und dann so überrascht hat. Dieses Ende ist so wunderbar, ich habe vor Freude geweint. Selten hat mich ein Ende glücklicher gemacht. Gerade weil es ein (relativ) offenes Ende ist und der Leser selbst darüber nachdenken kann, ob ... oder nicht, finde ich es noch grandioser. Hätte Stephen King vorgegeben wie es nun endet, wäre dies möglicherweise unbefriedigend gewesen. Entweder hätte es die Freude wieder ein wenig gedämpft oder aber mehr wäre zu viel gewesen. Das offene Ende erscheint mir für Die Verurteilten. Pin-Up einfach am passendsten.

    Fazit: Die Verurteilten. Pin-Up ist ein berührender Kurzroman über zwei Männer, die sich im Gefängnis kennenlernen und deren Freundschaft über die Zeit im Gefängnis hinausreicht. Es ist eine durch und durch abgerundete Geschichte mit einem Ende, das unerwartet kam und mich glücklich gemacht hat. Stephen King schafft es, mit einfachen Mitteln eine ergreifende Geschichte zu erzählen.
  10. Cover des Buches Agathe (ISBN: 9783446261914)
    Anne Cathrine Bomann

    Agathe

    (123)
    Aktuelle Rezension von: printbalance

    Inhaltsangabe:
    „Und nun möchte ich gerne hören, was Sie quält.“ Mit diesem Satz beginnt der Psychiater seit über einem Jahrzehnt jede seiner Sitzungen. Tag für Tag hört er sich die Sorgen und Ängste seiner Patienten an. Doch seine Zeit in der Praxis neigt sich allmählich dem Ende zu, denn in fünf Monaten wird der 72-jährige Mann in seinen wohlverdienten Ruhestand gehen. Nur noch knapp 800 Einzelgespräche trennen ihn von seinem neuen Lebensabschnitt - eine Zahl, die er fast schon wie ein Mantra herunter zählt.
    Eines Morgens im Frühling betritt Agathe Zimmermann unangemeldet seine Praxis. Die junge Frau aus Deutschland setzt alle Hebel in Bewegung, einen Termin bei dem älteren Therapeuten zu erhalten. Anfangs lehnt dieser rigoros ab, doch ihre Beharrlichkeit überzeugt ihn schließlich.
    Agathe, die bereits mehrere Aufenthalte in der Klinik Saint Stèphane hinter sich hat und sowohl mit Depressionen als auch Suizidgedanken kämpft, spricht mit bemerkenswerter Klarheit über ihr Leben. Während er ihr zuhört, beginnt der Psychiater auch sein eigenes Dasein zu hinterfragen und erkennt, dass nicht nur seine Patienten in alten Mustern gefangen sind, sondern auch er selbst.
    Und plötzlich wird ihm klar, dass es höchste Zeit wird auch in seinem Leben etwas zu verändern…

    Eigene Meinung:
    „Agathe“ von Anne Cathrine Bomann scheint zumindest am Anfang ein vielversprechender Roman zu sein, der meiner Meinung nach bei der Umsetzung nicht ganz überzeugt. Auf gerade einmal 160 Seiten begleitet der Leser den namenlosen Psychiater, der mit seinen 72 Jahren nur noch dem Ruhestand entgegenfiebert. Die zahlreichen Gespräche mit seinen Patienten erfüllen ihn schon längst nicht mehr, stattdessen empfindet er seine Arbeit zunehmend als Belastung.
    Doch mit dem Erscheinen von Agathe Zimmermann nimmt sein Leben eine unerwartete Wendung. Die junge Frau aus Deutschland setzt alles daran von dem älteren Therapeuten behandelt zu werden, doch warum ihr das so wichtig ist, bleibt bis zum Schluss unklar – ebenso wie viele andere Fragen.
    Die knapp bemessene Seitenzahl reicht einfach nicht aus um die Geschichte in einen ausdruckstarken Roman zu verwandeln. Warum ausgerechnet die verheiratete Frau den müden, beinahe gebrechlichen Mann kurz vor seinem Ruhestand plötzlich aus seiner Lethargie reißt, bleibt ebenso rätselhaft wie das offene Ende. Positiv hervorzuheben ist der angenehme Schreibstil und der gelungene Szenenwechsel.
    Fazit: Eine interessante Buchidee, die jedoch viel mehr Tiefe verdient hätte.
    Meine Bewertung: 3 von 5 Sternen

  11. Cover des Buches Die Ladenhüterin (ISBN: 9783746636061)
    Sayaka Murata

    Die Ladenhüterin

    (369)
    Aktuelle Rezension von: FairyFlower

    Der Roman „Die Ladenhüterin“ der japanischen Autorin Sayaka Murata ist 2018 im Aufbau Verlag in der deutschen Übersetzung von Ursula Gräfe erschienen. Die eigentliche Geschichte endet bereits auf Seite 145; die restlichen Seiten enthalten eine Leseprobe von Han Kangs „Menschenwerk“. Ich habe infolge meiner Affinität zu asiatischen Schriftsteller:innen bereits einiges über Sayaka Murata gehört, wobei besonders oft von dem „Seidenraupenzimmer“ gesprochen wurde. Aufgrund der Thematik und des Erscheinungsdatums habe ich mich aber zunächst für „Die Ladenhüterin“ entschieden, um einen Zugang zu dem Schreibstil der Autorin zu finden. Japanische Literatur trifft für mich oftmals mit ihrer Kürze und nüchternen, zielsicheren Art genau den wunden Punkt, sodass sie im Kopf bleibt und lange nachwirkt. Genau das habe ich mir auch bei dieser Lektüre erwartet.

    Keiko Furukura bemerkt bereits als Kind, dass sie anders tickt als die anderen. Sie fühlt sich unverstanden und versteht das Verhalten der Gesellschaft ebenfalls nicht. Aus diesem Grund flüchtet sie sich in die klaren Strukturen eines Kombini. Der 24-Stunden-Supermarkt fühlt sich für sie wie eine Parallelwelt an, in der sie in der geschäftigen Atmosphäre völlig aufgeht. Dort beobachtet sie ihre Kolleg:innen und beginnt, die sozialen Verhaltensnormen ihrer Umgebung zu kopieren und zu verinnerlichen. Mit steigendem Alter stellt sie fest, dass sie sich nicht ewig vor den Erwartungen der Gesellschaft verstecken kann…

    Keiko erzählt in der Ich-Perspektive und in der Vergangenheitsform von ihren Erfahrungen im Kombini. Der Roman ist nicht in Kapitel unterteilt, sondern lediglich durch Absätze gegliedert. An einigen Stellen hebt sich der erste Buchstabe farblich ab und markiert beispielsweise den Beginn eines neuen Tages. Insgesamt kommt man schnell durch die Geschichte, da sie nüchtern, klar und minimalistisch gehalten ist.

    Der Charakter der Protagonistin spiegelt dies ebenfalls wider. Während man sich selbst über die Ungerechtigkeiten der Gesellschaft ärgert, lassen sie diese eher kalt. Alles, was sie wirklich interessiert, sind die Arbeitsabläufe des Kombini und ihre eigene Funktionalität, um ihrer Arbeitsstelle bestmöglich zu dienen.

    Man könnte an dieser Stelle eine Kapitalismus-Kritik vermuten, ich denke jedoch, dass die Autorin vielmehr das Spannungsfeld zwischen der Individualisierung der Menschen einerseits und den Gesellschaftserwartungen andererseits aufzeigen möchte. Es geht darum, der Gesellschaft zu „nützen“ und sich ihr nicht einfach zu entziehen. Frauen sollen entweder heiraten oder zumindest einen wertvollen und anspruchsvollen Job für die Gesellschaft übernehmen, wenn sie schon die Aufgabe der Reproduktion ausschlagen. Wie verfestigt diese Vorstellungen sind, merkt die Protagonistin am Beispiel ihrer eigenen Schwester:

    „Eine ,normale‘ Schwester mit ein paar Problemen machte sie weitaus glücklicher als eine ,unnormale‘ ohne Probleme. (S.119)

    Keiko versucht unentwegt, in das gesellschaftliche Bild zu passen, es entzieht sich ihr jedoch mit jedem Versuch wieder und lässt sie unglücklicher zurück als zuvor.

    Mir persönlich hat das Ende des Buches gefallen, da es versöhnlich mit Keiko umgeht und sie ihre „Liebe“ findet. Ich mochte es, wie nüchtern die japanische Gesellschaft und ihre Erwartungshaltungen aufgezeigt werden. An einer Stelle werden Keiko so selbstverständlich Ratschläge über ihre Heirat gegeben, dass ich nur den Kopf schütteln konnte. Der Roman war an diesen Stellen unangenehm realistisch, denn diese gesellschaftlichen Vorstellungen lassen sich in vielen Ländern vorfinden. Man muss allerdings zugeben, dass der Roman handlungstechnisch nicht besonders viel zu bieten hat. Wer jedoch den japanisch-nüchternen Stil kennt und mag, wird hiermit seine Freude haben.

  12. Cover des Buches Die Bäckereiüberfälle (ISBN: 9783832162764)
    Haruki Murakami

    Die Bäckereiüberfälle

    (87)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein bibliophiler Quickie von Haruki Murakami und Kat Menschik. Seit ich irgendwann einmal über Kafka am Strand gestolpert bin, bin ich absoluter Murakami Fan. Und da Murakami ein Vielschreiber ist, geht die fantastische Literatur auch nicht so schnell aus. Meine Murakami-Leseliste ist jedenfalls noch lang. Und da ich vor kurzem mal wieder etwas auf einen Zug warten musste, habe ich mich wider besser Vernunft in die Höhle des Löwen gewagt und bin in eine Buchhandlung gegangen. Nicht dass ich ein Buch gebraucht hätte, ich hatte zwei dabei, aber irgendwie musste ich ja die Zeit herumbekommen. Und nachdem ich mich durch die unzähligen „Kauf-mich-ich-bin-neu“-Angebote geschlagen hatte ohne eines nur eines ernsthaften Blickes zu würdigen – ich wollte ja standhaft bleiben und nur mal gucken – landete ich im Bereich der anspruchsvolleren Gegenwartsliteratur. Nur mal gucken. Ach sieh an, es gibt einen eigenen Haruki Murakami Bereich. Da ist ja interessant.

    Kafka am Strand? Hab ich. Hard-boiled Wonderland und das Ende der Welt? Hab ich. IQ84? Liegt auf dem SuB. Die Bäckerei-Überfälle? Ein kleines Büchlein, das sieht ja gut aus. Und schon hatte ich den Fehler begangen und die Gesänge der Sirenen mich in ihren Bann gezogen. DuMont hat aber auch ein wirklich sensationell bibliophiles Büchlein herausgegeben. Die beiden Kurzgeschichten über die Bäckereiüberfälle von Murakami sind von Kat Menschik illustriert worden. Und zwar dermaßen surreal-genial, dass bereits die Illustrationen den bibliophilen Kauf erzwungen haben. Es mag ja sein, dass es irgendwo da draußen Übermenschen gibt, die solch einer Versuchung widerstehen können, aber ich stehe dazu: mein Fleisch ist schwach, auch wenn der Geist zu Beginn willig war.

    Das Lesevergnügen ist zugegebenermaßen recht kurz. Die knapp 70 Seiten mit besonders großer Schrift sind lediglich eine kurze Bettlektüre. Aber mal ehrlich, wer kauft denn die Bäckereiüberfälle von Murakami um Lektüre für den Urlaub zu erwerben? Andererseits sind die Kombination der wieder einmal surreal anmutenden und absurden Geschichte in Verbindung mit den rot-gold farbenen Bildern tatsächlich ein Kurzurlaub. Eine Entführung in die Welten Murakamis und Menschiks – zuckerlose M&M. Und wer wollte nicht einmal lesen, wie jemand eine Bäckerei überfällt und daran glorreich scheitert?

    Um den Enttäuschungen dennoch vorzubeugen, man sollte Murakami schon lieben oder aber ein bibliophiler (wahlweise auch bibliomaner) Büchersammler sein, dann bekommt man allerdings ein wirklich außergewöhnliches Lesevergnügen. Wer nur die Geschichten lesen möchte, greift lieber zur Kurzgeschichtensammlung „Der Elefant verschwindet“, indem die beiden Kurzgeschichten ebenso enthalten sind.

  13. Cover des Buches Nachts an der Seine (ISBN: 9783839814949)
    Jojo Moyes

    Nachts an der Seine

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Chrissy87

    Nell wollte nur einmal spontan sein und so hat sie ein romantisches Wochenende für ihren Freund und sich in Paris gebucht. Doch ihr Freund versetzt sie und es gibt auch mit dem reservierten Zimmer Probleme. Anfangs noch enttäuscht nutzt sie die Chance auf ihr eigenes Parisabenteuer bei dem sie auf den charmanten Fabien trifft.

    Das war eine wirklich schöne Kurzgeschichte für Zwischendurch. Ich mochte Nells Entwicklung sehr, dass sie erst schüchtern und etwas überfordert war, sich aber der Situation gestellt hat und das Beste daraus gemacht hat. Das eigentliche Highlight für mich war aber die Hotelrezeptionistin.

  14. Cover des Buches Meeresküsse auf Sylt: Meerverliebt (ISBN: 9798852290892)
    Cornelia Engel

    Meeresküsse auf Sylt: Meerverliebt

    (61)
    Aktuelle Rezension von: UteChristine

    Den Schreibstil von Cornelia Engel kenne ich schon und bin immer wieder begeistert, so auch von Meeresküsse auf Sylt. In der Eisdiele wäre ich sehr gerne zu Gast gewesen und hätte Eisabella gerne in Aktion gesehen. Die Charaktere sind sympathisch und so lebendig beschrieben, genauso wie die Umgebung. Diesen Wohlfühlroman kann ich sehr empfehlen. Lest gerne selbst

  15. Cover des Buches Schsch! (ISBN: 9783426431399)
    Karen Rose

    Schsch!

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Kristine_liest
    Wie ich in anderen Rezensionen gelesen habe sind die beiden Protagonisten Daphne und Joseph anscheinend schon aus anderen Büchern von Karen Rose bekannt. Dies wusste ich nicht und das macht, glaube ich, auch nichts bezüglich der Geschichte in "Schsch!"
    Natürlich ist es nur eine Kurzgeschichte und natürlich hat das Buch auch nur 99 Cent gekostet, aber trotzdem habe ich mir von einem "Winterthriller" einfach mehr erwartet. Die Geschichte um die kleine Lana, die in Designerkleidung neben dem ausgebrannten Wagen mit ihren toten Eltern gefunden wird und aus Angst nicht spricht, wurde nur mäßig spannend erzählt. Die Auflösung war verhältnismäßig schnell absehbar.
    Man hat nichts versäumt, wenn man das Buch nicht liest.
    Daher gibt es 2,5 Sterne von mir.
  16. Cover des Buches Nur einen Klick entfernt (ISBN: B01BCM64FO)
    Kira Gembri

    Nur einen Klick entfernt

    (91)
    Aktuelle Rezension von: Kallisto92


    Das Buch, " Nur ein Klick entfernt", von der Autorin Kira Gembri, handelt von Luna und Tom. Beide lernen sich in einem Erotik- Chatroom kennen. Mit der Zeit entwickelt sich eine E-Mail Freundschaft. Beide teilen sich mehr über ihr Leben mit. Wird die Freundschaft aus dem Internet auch eine Zukunft im realen Leben haben können?

    Das Buch ist in Kapiteln unterteilt und in Nachrichtenform von Luna und Tom geschrieben.

    Mein Fazit:

    Ich habe mir von der Story mehr erhofft. Das Buch hat einen ungewöhnlichen Erzählstil. Es handelt sich nur um Textnachrichten.

  17. Cover des Buches Alles über Heather (ISBN: 9783499291463)
    Matthew Weiner

    Alles über Heather

    (80)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhalt:

    Karen und Mark Breakstone erzählen ihre Geschichte, wie sie sich kennen lernten und heiraten. Heather, deren Tochter ist anfangs ihr kleiner Engel, besonders Mamakind. Sobald die Pubertät beginnt, verändert sie sich und wendet sich von ihrer Mutter ab. Die Familie lebt in Manhattan und haben ein sorgenfreies Leben.

    Parallel zu der Geschichte erzählt Weiner noch von anderen Charakter Bobby Klasky, Kind von einer drogensüchtigen Prostituierten und bekommt das gegenteil einer richtigen Erziehung. Er landet früh ins Gefängnis und denkt immer gefährlicher.

    Irgendwann treffen sich die beiden und die Katastrophe beginnt.

    Meine Meinung:

    Anfangs dachte ich, zu perfekte Familie. Und was hat Bobby damit zu tun?

    Aber im Klartext.

    Mark und Karen hatten anfangs schwierigkeiten in der Vergangenheit und lernen sich immer kennen. Ebenso kann man heraus lesen, was deren Gedanken heraus lesen und Hobbies sind.

    Als Karen sich finanziell keine Sorgen machen muss, da Mark sehr gut verdient, zieht sie ihre Tochter groß und grenzt alle anderen aus. Ein typisches Mutter-Tochter-Beziehung. Sobald die Pubertät beginnt, stoßt Heather ihre Mutter weg. Ihr Vater bemerkt, die komischen Blicken des Bauarbeiters an seiner Tochter, der an ihrer Straße arbeitet. Mark wird paranoid und bildet sich sexuelle Misshandlung ein, dass seiner Tochter was zustößen könnte, bei dem Bauarbeiter Bobby. Somit wird das Ehepaar auf die Probe gestellt und am Ende, als die Wahrheit ans Licht kommt, lieben sich die beiden wieder wie früher.

    Bobby ist das komplette gegenteil von Heather. Er wachst bei seiner Mutter auf, die ständig auf Drogen ist und High. Hat immer komische und gefährliche Liebhaber. Seine Klassenkameraden haben angst vor ihm, da er gefährlich ist und gut lügen kann, dass er arm ist, was auch stimmt. und vom jedem helfen lässt, bzw in die Lüge reinfallen lässt. Als Bobby älter wird, sieht er die Frauen als willig an und das sie alle auf ihn zufliegen, bzw gehorchen. Er wird angeklagt auf versuchte vergewaltigung, und landet ins Gefängnis. Überdenkt sein Handeln, dass er das Mädchen hätte umbrigen sollen, um seine Spuren verwischen. Bei der Bewährungsarbeiten, bei Heathers Haus, sieht er das kleine Mädchen und hat keine schöne Gedanken an sie.


    Es ist eine typische Familienverhältnis, jeder mit seinen Gedanken und was es auch in der Realität zu tun hat, besonders mit der Psyche.

  18. Cover des Buches Du und Ich (ISBN: 9783492302968)
    Niccolò Ammaniti

    Du und Ich

    (52)
    Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooks

    Ich und du war mein erstes Buch von Niccolò Ammaniti und ich wusste am Anfang ehrlich gesagt noch gar nicht so richtig, wohin die Geschichte eigentlich will. Ein Junge, der seine Eltern belügt und sich heimlich im Keller versteckt, damit niemand merkt, dass er gar keine Freunde hat, klang erstmal einfach nur interessant und ein bisschen seltsam.

    Lorenzo ist dabei kein Charakter, zu dem man sofort eine emotionale Verbindung aufbaut. Er wirkt distanziert, beobachtet alles mehr, als wirklich Teil davon zu sein. Und genau so fühlt sich auch der Schreibstil an. Ruhig, eher kühl und nie wirklich nahbar. Ich glaube aber, dass genau das komplett zu Lorenzo passt.

    Richtig besonders wurde das Buch für mich dann ab dem Moment, in dem Olivia auftaucht. Ab da hat die Geschichte plötzlich richtig viel Gefühl bekommen. Diese beiden wirken beide komplett verloren und trotzdem verstehen sie sich auf eine Art, die man beim Lesen total spürt.

    Vor allem diese Szenen nachts im Keller sind mir richtig im Kopf geblieben. Musik hören, reden, Erinnerungen, dieses nebeneinander existieren. Das hatte irgendwie etwas total Echtes. Nicht kitschig oder übertrieben emotional, sondern eher leise und traurig.

    Obwohl das Buch so kurz ist, steckt unglaublich viel darin. Es geht um Einsamkeit, darum dazuzugehören, um Geschwister, Sucht und dieses Gefühl, irgendwie anders zu sein als alle anderen. Und trotzdem passiert nach außen eigentlich gar nicht so viel. Genau das mochte ich aber.

    Ich hätte mir nur stellenweise noch etwas mehr Tiefe gewünscht. Vieles ging ziemlich schnell vorbei und ich glaube, mit etwas mehr Raum hätte mich die Geschichte emotional noch stärker treffen können.

    Trotzdem hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Gerade das Ende hat nochmal nachgewirkt, weil es nicht versucht, alles schön oder leicht zu machen. Für so ein kurzes Buch hat es erstaunlich viel erzählt.

  19. Cover des Buches Auf den Wellen des Glücks (ISBN: 9783955767860)
    Petra Schier

    Auf den Wellen des Glücks

    (38)
    Aktuelle Rezension von: Lesebesessen

    Auf einer gemeinsamen Kreuzfahrt lernen sich Silvana und Marcos beim Tanzen kennen. Es kommt direkt danach zu grandiosem Sex und dann verlieren sich beide wieder aus den Augen, denn eine Beziehung will Silvana auf keinen Fall.

    Meinung:

    Ein erotischer Liebesroman.

    Der Einstieg mit der Hundegeschichte war mal eine schöne Abwechslung, hat aber mit der restlichen Geschichte nichts zu tun.

    Dann entsteht eine zweiwöchige Pause, in der sie ziemlich oft an ihn denkt, aber sie versucht ihre Tage so zu gestalten, dass das im Tagesgeschehen untergeht. Doch eines Abends, sie will gerade aus dem Haus und sich mit Bekannten treffen, steht er vor der Tür.

    Dass es sich um einen Kurzroman handelt, ist der Rest der Geschichte nicht besonders spannend, sondern sonnenklar, nach dem Einstieg.

    Als einzige Prüfung gibt es von Silvana einen Fluchtreflex, aber Marcos hat eine geniale Lösung dafür.

    Fazit:

    Als Vorgeschichte hoffe ich, dass die Buchreihe danach mehr Handlung und Spannung bietet: drei Sterne.

  20. Cover des Buches Aprils Weihnachtswunder (ISBN: B018I7GKQ4)
    Lya Sanders

    Aprils Weihnachtswunder

    (6)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Vo_Mirle
    eine nette schöne Kurzgeschichte. Man konnte sich denken wer mit wem und warum. Jedoch fand ich das Ende doch sehr überrumpelnd und man hat sich gefragt, ob das jetzt alles war. Ansonsten ganz nett für die vorweihnachtliche Jahreszeit
  21. Cover des Buches Die unglaubliche Wahrheit über Pfützen: Ein Kurzroman (ISBN: B0742PGD86)
    Katharina Prietzel

    Die unglaubliche Wahrheit über Pfützen: Ein Kurzroman

    (15)
    Aktuelle Rezension von: EvelynM

    „Die unglaubliche Wahrheit über Pfützen“ klingt zunächst wie ein Märchen, doch es ist viel mehr. Es zeigt verschiedene Facetten der Wahrheit, die viele Menschen nicht sehen können oder wollen. Das eigentliche Wesen der Menschen tritt durch die Tiefe (Aletheia) zutage und der Anblick ist oft beängstigend, aber auch wunderschön.

    Als sich Adrian und Ravenna in einem Park treffen, sieht es nach einer ganz „normalen“ Geschichte aus. Beide leben unter keinen allzu glücklichen Umständen: Adrian bei seiner ungeliebten Mutter und Ravenna bei ihrer Tante. Beide haben sie ein schweres Schicksal hinter sich und Ravenna gibt sich alle Mühe, so kratzbürstig wie möglich zu Ravenna zu sein. Doch er lässt sich nicht abwimmeln. Die beiden treffen sich regelmäßig und eines Tages zeigt ihr Adrian sein kleines Geheimnis. Genau dann als er denkt, es wird Zeit für sie, mal der Wahrheit ins Auge zu sehen, springt er mit ihr in eine Pfütze. Plötzlich finden sich die beiden in Aletheia wieder – nicht in einer anderen Welt, sondern in einer anderen Sichtweise – der Wahrheit – auf die alltägliche Umgebung und deren Bewohner. Auf ihr Leben und auf die anderen Menschen. In Aletheia sieht Adrian wie schön Ravenna ist – äußerlich wie innerlich. Bald gesellt sich Kassandra zu den beiden. Kassandra glaubt hellsichtig zu sein und die verborgene Welt zu kennen. Zuerst glaubt sie, dass sie sich in einer Art Trance widerfindet, als sie in eine Pfütze springt. Bis sie begreift, dass dem nicht so ist. Der Geschäftsmann Conan Tillmann ist skrupellos und nutzt sein Wissen aus Aletheia dazu aus, seine Widersacher kalt zu stellen. Dabei zieht er seine Assistentin Thea mit hinein.

    Leider ziehen sich viele Fehler durch das Buch – sowohl in der Rechtschreibung als auch Grammatik. Da sollte dringend noch einmal jemand drüber lesen.

    Diese kleine Geschichte ist sehr ungewöhnlich. Sie handelt von Menschen, die die Wahrheit nicht sehen wollen und in einer grauen, düsteren Zeit (Lanthano) leben, in der Gefühle nicht viel zählen und die Menschen eher kalt sind. Dann die andere Seite Aletheia, in der sich die Menschen wirklich erkennen, wie sie sind. Allerdings gibt’s auch in dieser Welt nicht nur Glück, sondern auch die Droge Lethe. Diese führt dazu, dass der Mensch nur noch die Wahrheit sieht und daraus eine Sucht entsteht. Letztlich kann sich ein Abhängiger nicht mehr daraus befreien. Der Autorin ist eine schöne Geschichte gelungen, die zwischen Märchen, Weisheit, Fantasie und ein Stück Kindheit angesiedelt ist. Dies wird vor allem deutlich durch die Zwillinge, die in Wahrheit im Alltag zwei Männer sind, die bereits die 40 überschritten haben, aber wohl lieber als Kinder leben wollen. Das Ende der Geschichte ist kein Happy End im eigentlichen Sinne, denn ein Monster taucht plötzlich auf. Denn auch in dieser Tiefe gibt es nicht nur liebenswerte Geschöpfe, sondern auch grausame, schreckliche Wesen, wie den Wolf. Die anderen Böses wollen. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen und ich bin tief in eine Welt hineingetaucht und habe mir oft überlegt, wie ich wohl in Aletheia meine Mitmenschen sehen würde. Für mich steht das Springen in Pfützen für die kindliche Neugier, die wir uns ein Leben lang bewahren sollten.

  22. Cover des Buches Everyman (ISBN: 9783150197516)
    Philip Roth

    Everyman

    (8)
    Aktuelle Rezension von: ichundelaine
    Da Philip Roth so ziemlich jedes Jahr als verkannter Favorit für den Literatur Nobelpreis gehandelt wird und ich bis jetzt (Schande über mein Haupt) noch nichts von ihm gelesen hatte, kam mir dieser schmale Band gerade recht! Nun frage ich mich allerdings, ob Everyman der richtige Einstieg in das Gesamtwerk des Autors ist...

    Im Prinzip ist das Buch ein einziger Krankenbericht, unterlegt mit der eher unspektakulären Lebensgeschichte eines nicht sehr sympathischen Mannes. 

    Die Geschichte beginnt mit dem Begräbnis des Protagonisten und rollt im Laufe des Buches dessen komplette Krankengeschichte vom Leistenbruch als Kind bis zum Herzinfarkt auf. So was kann man gut finden, mich hat es aber gelangweilt, besonders da der P. noch so unfassbar unsympathisch ist - er heiratet drei Mal, neidet dem älteren Bruder still die bessere Gesundheit, seine Söhne mögen ihn nicht sonderlich und auch ansonsten scheint er keine besonderen Eigenschaften zu haben. Auch die Rückblenden in seine Kindheit lockern die eher deprimierende Story nicht auf. Tod, Verlust und schwindende Gesundheit sind hier die vorherrschenden Leitmotive und irgendwie passen diese gerade nicht so richtig in meinen Lese-Flow.

    Positiv lässt sich zu Everyman sagen, dass es nur 180 Seiten hat und sich die Leidensgeschichte nicht dadurch nicht übermäßig zieht. Zudem schreibt Philip Roth wirklich gut, kann mich aber thematisch leider so gar nicht abholen. 

    Werde in Zukunft noch mal nach einem anderen Werk von ihm Ausschau halten...
     
  23. Cover des Buches Zur Sache, Mädels (ISBN: 9783749485123)
    Ina Kloppmann

    Zur Sache, Mädels

    (7)
    Aktuelle Rezension von: Cornelia_Ruoff


    „Zur Sache Mädels“ Ina Kloppmann (Rezension)

    »Zur Sache Mädels« ist der zweite Teil der »Short Storys to go«-Reihe für zwischendurch & unterwegs. Ina Kloppmann hat mit diesen kurzen Romanen bzw. Texten oder Kurzgeschichten eine kleine Buchgattung gewählt, die in kurzer Zeit gelesen werden kann, aber trotzdem spannend und in sich geschlossen ist. Ein prima Büchlein für einen Arztbesuch, oder sonstigen Beschäftigungen, bei denen Warten angesagt ist. Lesen ist immer gut.

    In »Befreit«, dem ersten Teil der Reihe, zeigt die Autorin, wie Linda alle Anzeichen verdrängt und ihren Traum von der großen Liebe unbedingt aufrecht erhalten will, solange bis sie in Lebensgefahr gerät. Ina Kloppmann hat in diesem Kurzkrimi wieder einmal ein brisantes Thema aufgegriffen.

    Nun in »Zur Sache Mädels« geht es um eine Frau, die aufgrund ihrer Lebensweise mit Vorurteilen zu kämpfen hat. Ina Kloppmann geht auf Tabuthemen ein. Es geht um physische und psychische Gewalt. In »Befreit« und »Hassliebe« geht es um Frauen, die den falschen Mann lieben und dadurch zum Opfer werden. Auch den Kampf mit Vorurteilen, hat Ina Kloppmann schon in »Anders« beleuchtet.

    Wir kennen alle diese Missstände und kennen jemand, der wiederum jemanden kennt, der damit zu kämpfen hat oder hatte.


    Zum Inhalt »Zur Sache Mädels«


    »Zur Sache Mädels« ist ein gesellschaftskritischer Krimi, eine kleine Liebesgeschichte und eine Botschaft der Autorin. Suzan, die Mutter einer erwachsenen Tochter, die noch zuhause lebt, bessert sich ihr Gehalt der Anwaltskanzlei mit der Organisation von Toy-Partys.

    Die Geschichte ist schnell erzählt. Suzan lernt Gregor auf Aufsehen erregende Weise kennen. Aber die Verbindung der beiden wird weggewaschen. Zur gleichen Zeit erlebt Suzan die negativen Seiten des Internets und einiger Menschen.

    Ja! Der Umgang mit den sozialen Medien ist nicht immer einfach. Wie reagiert man auf verbale Angriffe? Was unternimmt man, wenn das Mobbing nicht aufhört? Wie viel Informationen gibt man über sich an die Öffentlichkeit?

    Ina Kloppmann unterhält den Leser auf 75 Seiten mit Humor, Spannung und den Schwächen der Gesellschaft.

    Fazit »Zur Sache Mädels«


    Die Reihe der Short Storys gefällt mir sehr gut. Ich habe immer etwas zum Lesen dabei. Dank E-Books ist das ja kein Problem. Die Geschichte kann man in einer Stunde lesen. Ich mag es, wenn Geschichten abgeschlossen werden. Gerade beim Arzt, Friseur oder sonstigen »Warteorten«.

    Die zugrunde liegende Story »Problem Mobbing« ist ein aktuelles Problem. Man kann gar nicht oft genug darauf hinweisen.

    Ich finde es immer wieder gut, wenn auf die Tücken der sozialen Medien hingewiesen wird und vor Vorurteilen gewarnt wird.

    Das Buch hat mich gut unterhalten und nachdenken lassen. Vielen Dank!

  24. Cover des Buches Phillips letztes Geschenk (ISBN: 9781503942509)
    Christiane Lind

    Phillips letztes Geschenk

    (50)
    Aktuelle Rezension von: AndreaDus

    Ein wunderschöner Roman

    Es ist der beste und schönste Roman den ich seit langem gelesen habe.
    Es ist ein trauriger Roman mit ganz viel Herz und schnell habe ich mich in die Hauptdarsteller einfinden können. Es ist ein Roman der immer wieder ans Herz geht und der nicht ohne Tränen gelesen werden kann.
    Zuerst habe ich gedacht so eine doofe Carolin, aber ihren Wandel im Laufe des Buche mitzuerleben ist so schön und aus der anfänglichen doofen Carolin wird am Ende des Buches eine tolle Frau die ich gerne zur Freundin hätte. In der heutigen Zeit ein schöner Roman in dem es um Freundschaft und Zusammenhalt geht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Zwei Tage und ich war traurig als ich den letzten Satz gelesen habe.
     Vielen Dank liebe Christiane Lind für diesen schönen Roman

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