Bücher mit dem Tag "la rochelle"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "la rochelle" gekennzeichnet haben.

16 Bücher

  1. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499332708)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (3.379)
    Aktuelle Rezension von: Klausviedenz

    Deutschsprachiger Weltbestseller. Von Kritikern hochgelobt, als "geniale Sensation" verschrien...aber für mich eine ziemliche Enttäuschung. Kehlmanns "Tyll" habe ich geliebt, aber mit diesem hier wurde ich nie warm.

    "Die Vermessung der Welt" ist eine Doppelbiografie zu zwei Titanen der Wissenschaft: Carl Friedrich Gauß und Alexander von Humbold, die in diesem Machwerk allerdings alles andere als titanisch herüberkommen. Zwar stellt Kehlmann ihr Genie angemessen dar, allerdings haben sie abgesehen von ihrer Intelligenz und ihrer Neugier keine positiven Eigenschaften - stattdessen kommen sie als überzeichnete Soziopathen, Egomanen und Choleriker daher. Gauß macht seiner Familie das Leben zur Hölle, verpasst sogar die Geburt seines ersten Kindes, ohne davon überhaupt zu wissen, und reagiert mit Gleichmut auf das Unglück, das seinen Sohn trifft. Alexander von Humbold, der große Kämpfer gegen Sklaverei und Unterdrückung, der mit seinen Vorträgen und Anekdoten das pochende Herz jeder Abendgesellschaft gewesen sein soll, wird von Kehlmann zu einem homosexuellen Pädophilen degradiert, der völlig außerstande ist, Empathie für seine Mitmenschen zu empfinden. Wenn man schon über historische Persönlichkeiten schreibt, sollte man sich wenigstens an die bekannten Fakten halten - und das hat Kehlmann hier meiner Meinung nach ziemlich oft nicht getan. Unter anderem beschäftigt sich Humbold hier auch mit der Daguerreotypie, was zu seinen Lebzeiten soweit ich weiß noch absolute Zukunftsmusik war.

    Ein anderer Störfaktor in diesem Roman waren die Dialoge, denn diese sind fast durchgehend in indirekter Rede verfasst. Warum zum Teufel schreibt man Dialoge in indirekter Rede? In "Tyll" hat Kehlmann großartige Dialoge geschrieben, hier ziehen sie sich teilweise wie Kaugummi.

    Davon abgesehen ist der Autor auch hier immer noch ein großartiger Erzähler. All die peinlichen Momente sozialen Versagens der beiden Protagonisten sind mit feiner, subtiler Ironie unterlegt, und zum Ende seines Romans hin führt Kehlmann beide Erzählstränge elegant zusammen um zu verdeutlichen, dass die beiden Genies trotz ihrer weltverändernden Erkenntnisse im Alter doch nur überholte Greise sind: die Wissenschaft ist gnadenlos, sie entwickelt sich immer weiter. Sensationelle Entdeckungen von heute sind die alten Geschichten von gestern, für die sich niemand mehr interessiert.

    Alles in allem ist das hier immer noch ein lesenswerter Roman, wenn man die Schwierigkeit mit den Dialogen überwunden hat und damit klarkommt, dass alles Zwischenmenschliche in ihm keine Rolle spielt. Kehlmann geht es hier offenbar nicht um das Leben seiner Charaktere, sondern um das, was sie hinterlassen: die Vermessung der Welt, die Weiterentwicklung von Wissenschaft und Wissen, das Erweitern des menschlichen Horizonts. Drei Sterne.

  2. Cover des Buches Lempriere's Wörterbuch (ISBN: 9783813510461)
    Lawrence Norfolk

    Lempriere's Wörterbuch

     (31)
    Aktuelle Rezension von: frank17
    Sehr schwer, diese Buch einzuordnen. Stellenweise völlig chaotisch und langatmig geschrieben und auch teilweise wirrer Handlungsstrang. Hatte ein paar mal vor, das Buch wegzulegen, es aber aus irgendeinem Grund dann doch nicht getan. Irgendwie hat das Buch was, auch wenn der Unterhaltungswert fraglich ist.
  3. Cover des Buches Das Boot (ISBN: 9783492244695)
    Lothar-Günther Buchheim

    Das Boot

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Bernd_Walhorn
    Einerseits  bedrückende, ja fast lähmende Einöde des unendlich erscheinenden Nordatlantiks, anderereits unglaublich fesselnd! Man muss nicht zwingend zur See gefahren sein, oder gar auf einem U-Boot gedient haben, um sich von diesem Klassiker mitreißen zu lassen. Zum Teil beängstigende klaustrophobische Stimmung zwischen Bananenkisten, Torpedos, Wassereinbrüchen, Sauerstoffmasken und schrecklichen Erlebnissen. Die brillant gezeichneten Charkatere lassen den Leser Sympathien entwickeln und mitfiebern, mitleiden und unversehrtes Einlaufen in den nächsten Seehafen wünschen.
  4. Cover des Buches Die Schatten von La Rochelle (ISBN: 9783442457885)
    Tanja Kinkel

    Die Schatten von La Rochelle

     (91)
    Aktuelle Rezension von: kassandra1010
    Tanja Kinkels historische Bücher haben mich überzeugt. Nach "Die Puppenspieler" finden wir uns jetzt in diesem Roman im Jahr 1640 wieder.

    Kardinal Richelieu zieht seine Strippen. Wer kennt ihn nicht aus der Zeichentrickserie der Musketiere? Es geht um Macht, Gier und dem ganz gewöhnlichen Politikeralltag, aber irgendjemand hat es auf den Kardinal abgesehen und heckt einen schrecklichen Plan aus.

    Spannung und Abenteuer gefälltig? Dann ist man hier mit Tanja Kinkel genau richtig!
  5. Cover des Buches Der Turm der Ketzerin (ISBN: 9783442484102)
    Deana Zinßmeister

    Der Turm der Ketzerin

     (28)
    Aktuelle Rezension von: getippteWelt
    Klappentext:
    Frankreich 1588. Der junge Pierre wuchs im katholischen Glauben auf, bis er erfahren musste, dass er als Hugenotte geboren wurde. Aufgrund der verheerenden Glaubenskriege im Land war sein Vater jahrelang gezwungen, ihre Religion zu verheimlichen. Während seine Schwester Magali dem Katholizismus treu bleibt, möchte Pierre nun zu seiner ursprünglichen Konfession zurückkehren. In La Rochelle verliebt er sich in die Hugenottin Florence. Doch die strengen Sitten- und Lebensvorstellungen ihrer Familie stehen ihrer gemeinsamen Zukunft im Weg. Und dann wird der neue Glaube auch noch zur Gefahr für die beiden Liebenden ...


    Inhalt: 
    Pierre ein junger Glasmacher, der im katholischem Glauben aufwuchs, erfuhr dass er als Hugenotte geboren wurde. Pierre macht sich auf die Suche nach seinem eigentlichem Glauben, über den er doch so wenig wusste. er reiste nach La Rochelle, der Hochburg der Hugenotten und verliebte sich schnell in eine Hugenottin, die eigentlich für jemanden anderen bestimmt sein sollte. Er lernt alles was einen guten Hugenotten ausmacht, aber das ganze wird trotzdem keine einfache Sache werden. Schnell befinden sie sich Ihres Glauben wegen in einer großer G efahr.   


    Erster Satz:
    Sie erwachte. Ihre Lieder waren schwer und ließen sich nicht heben.


    Meine Meinung:
    Das Cover finde ich sehr gelungen. Passt auf alle Fälle zu der Geschichte. 
    Auf der Innenseite des Covers wird man als erstes von der Autorin begrüßt, das gefällt mir gut und wirkt obendrein sehr persönlich. Auch befindet sich eine so schöne Landkarte in dem Buch.  
    Da es eine unabhängige Fortsetzung ist, kann man es prima lesen auch wenn man wie ich Teil 1 nicht gelesen hat. Einige wichtige Sachen wurden im Buch eh nochmals erklärt. Obwohl das Buch der Historischen Literatur entspringt, ist es keine so schwere Kost und auch prima für Leute die mal in die Historie reinschnuppern wollen geeignet. Vorausgesetzt man kann mit Religionen was anfangen.  Ich hatte sofort eine Sympathie zu dem Protagonisten. Wobei ich mich stellenweise fragte, was wäre wenn die Gefühle für Florence nicht da wären, wäre er dann auch so zu seinen eigentlichen Glauben gestanden? 
    Man merkt auch das das Buch eine gute Recherche genossen hat. Man bekommt einen guten Einblicke in die Welt der Hugenotten und wie es damals eben war. In der Danksagung steht dass die Autorin alle Ihre Schauplätze selbst besucht hat und dass merkt man deutlich an Ihrer fabelhaften Umschreibung der Orte. Ein wunderbarer Historischer Roman der hier entstanden ist. 

  6. Cover des Buches Die Söhne der Wölfin (ISBN: 9783961483518)
    Tanja Kinkel

    Die Söhne der Wölfin

     (91)
    Aktuelle Rezension von: Tudde
    Ein gutes Buch. Interessante These. Sie hat sich im Großen und Ganzen an Plutarchs Version gehalten, dennoch ist Kinkels Handschrift unübersehbar. Ihre Version hat mich überzeugt. Leider fehlte für fünf Sterne die Leichtigkeit beim Lesen. Es fehlte meiner Meinung nach am flüssigen Lesespaß, so daß es öfters zum Stocken kam. Dennoch ist das Buch zu empfehlen.
  7. Cover des Buches Internationales Templerlexikon (ISBN: 9783706518260)
    Dieter H. Wolf

    Internationales Templerlexikon

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Das Internationale Templerlexikon bietet einen hervorragenden Überblick über die (zeitweise) verworrene Geschichte des Ordens der Tempelritter. Das Lexikon bietet umfassende, spannende und historisch exakte Informationen.
  8. Cover des Buches Das Labyrinth der Welt (ISBN: 9783958244726)
    Ross King

    Das Labyrinth der Welt

     (39)
    Aktuelle Rezension von: Neling
    Geheimnisvolle Büchersuche Im Labyrinth der Welt....Der Leser sollte aufpassen, dass er sich nicht verirrt!

    Klappentext :
    "Als Isaac Inchbold, Buchhändler im London des 17. Jahrhunderts und Büchernarr aus Leidenschaft, eines Tages zu einem halb verfallenen Landsitz bestellt wird, ahnt er nicht, dass er sich auf ein lebensgefährliches Unternehmen einlässt. Lady Alethea Marchamont beauftragt ihn, nach dem "Labyrinth der Welt" zu suchen. Dieses geheimnisumwitterte Manuskript der Schriften von Hermes Trismegistos hat bereits Vater und Ehemann der Lady das Leben gekostet. Die Recherchen erweisen sich als hochkompliziertes Rätsel, das in eine Welt voller Fragen und Trugschlüsse führt - sie ist bevölkert von Gelehrten und Scharlatanen, von Ketzern und Inquisitoren, von Alchimisten und Weisen. Nur wenn der Detektiv wider Willen den Text dieser Welt entschlüsseln kann, wird er sein Leben retten."

    Die Lektüre dieses Buches ist nicht ganz einfach, da sie extrem viele lateinische Begriffe und Buchtitel enthält. Da mir Latein nicht geläufig ist und ich auch nicht diese ganz alten Klassiker kenne, war es für mich etwas schwer dem Buch zu folgen. Es ist auf jeden Fall nicht was , was man so nebenbei am Abend lesen kann, ich musste mich schon konzentrieren, um durch das Labyrinth zu kommen.  Interessant war der geschichtliche Hintergrund, grade auch mit der Prager Burg . Bei der Suche nach dem Büchlein driftete mir das Buch allerdings ein wenig zu sehr ins Mystische und Utopische  ab.   
    Auf dem Klappentext stand eine Lesermeinung: "Feiner Krimi!"
    Das finde ich irreführend. 
    Da ich Bücher aber ebenso wie der Protagonist sehr mag und die Lektüre interessant war, gebe ich dem Buch 3,5 Sterne und empfehle es an Leute, die sich für Literaturgeschichte interessieren. 

  9. Cover des Buches Die Drei Musketiere (ISBN: 9783943883886)
    Alexandre Dumas, der Ältere

    Die Drei Musketiere

     (354)
    Aktuelle Rezension von: Anna_Ressler

    Inhaltsangabe: Die Abenteuer der drei Musketiere sind hinreichend bekannt und verfilmt. Der Raub der königlichen Nadeln und das daraus folgende Abenteuer und schließlich die Belagerung von La Rochelle und die Rache der Mylady. Zugegeben mir war nur der erste Teil mit den Nadeln der Königin aus dem Film bekannt. 

    Meine Meinung: Alexander Dumas hat einen flüssigen Schreibstil und ist, hat man sich erstmal an das Gedankengut des 19.Jahrhunderst gewöhnt, leicht zu lesen. Ich finden aber, das er sich vor allem am Anfang seiner Geschichte zu sehr in der Vorstellung seiner Helden verliert. Dementsprechend waren Lesepausen im ersten Drittel kein Problem. Zunehmend fesselnder wurde es als sich die Intrigen des Kardinals gegen die Königin und Myladys Netze zuzogen. Es war mir ein Vergnügen den Musketieren und d'Artagnan auf ihren Abenteuern zu begleiten. Zu den Protagonisten Athos, Portos, Aramis und d'Artagnan ist zu sagen, dass sie mich jeder auf seine Art begeistern konnten. Dumas hat ein Quartett erschaffen, das in seiner Einheit überzeugt. Mylady war ihnen eine würdige Gegenspielerin und sie nötigt mir Respekt ab - auch wenn ich den Ausgang ihrer Geschichte als verdient empfinde. Anders als in den Filmen empfand ich in der Buchversion den Kardinal nicht unbedingt als den Gegenspieler. Vielleicht liegt das aber auch daran, dass mir König und Königin nicht unbedingt sympathisch waren. 

    Mein Fazit: Ich kann diesen Klassiker empfehlen und der etwas langsame Einstieg hat sich wirklich gelohnt. 

  10. Cover des Buches Angelique und ihre Liebe (ISBN: 9783779652908)
    Anne Golon

    Angelique und ihre Liebe

     (27)
    Aktuelle Rezension von: Armillee
    Man sollte nicht glauben, dass eine Schiffreise - die 500 Seiten umfasst - ein unglaublich spannendes Lesevergnügen sein kann. Und doch...Anne Golon schafft es spielend bei mir, diesen Lesezwang....!
    Angèlique hat 'ihre' Hugenotten - die reichen Rochellesener Kaufleute -  vor dem Zugriff der Dragoner des König Ludwig XIV bewahrt. Die Zellen im Kerker waren schon bereit, die Verhaftungsbefehle ausgestellt und versiegelt.
    Zuflucht fanden sie alle auf dem Handelsschiff 'Gouldsboro' des Rescators. Der Renegat, der Angèlique in Kandia auf dem Sklavenmarkt für eine nie dagewesene Summe erkaufte und dem sie dann entwischte.
    Es gibt nicht nur Schwierigkeiten in Bezug auf die Unterbringung und Verpflegung für eine sehr lange Reise, sondern auch im zwischenmenschlichen Bereich. Und der Rescator wirkt verschlossen, erklärt sich nicht. Er ist der Kapitän, das gesetz. Damit haben die Hugenotten starke Probleme. Und sie arrangieren sich heimlich mit dem Teil der Mannschaft, die neu an Bord waren, unzufrieden mit der Verteilung der Beute und der neuen Route. Und so kommt es zur Meuterei, die spannender und unverhergesehener kaum sein kann.
    Mitten in dieser unüberschaubaren Handlung Angèlique und der Recator. Spät gibt er sich zu erkennen. Ja...es ist Graf Joffrey de Peyrac, der totgeglaubte - auf der Place le Grève verbrannte - Gatte. Angèlique hatte ihn aus mehreren Gründen nicht erkannt..:
    - es sind 15 Jahre vergangen
    - er trägt eine schwarze, lederne Maske. Diese läßt nur den Mund frei
    - er trägt einen Bart
    - er hinkt nicht mehr (durch die Folter auf der Streckbank und einem speziellen Schuh)
    - er hat keine goldene Stimme mehr, sondern eine heisere, leise Stimme. (er war der Troubadour des Languèdoc)
    Nun könnte man ja meinen, dass alle glücklich sind, aber weit gefehlt...! Diese 15 Jahre, die Gerüchte, die ganzen Missverständnisse...das kann nicht mal eben überwunden werden.
    Den Rescator  beschäftigt u.A. :
    - seine rasende Eifersucht
    - die Fähigkeiten einer guten Mutter
    - Angèlique kümmert sich aufopfernd um Maitre Berne
    - Honorine, ihre rothaarige Tochter, die er aus eine liebevollen Verbindung mit einem Anderen glaubt
    - das Gerücht, Angèlique wäre die Mätresse des Königs
    - die Heirat mit dem Marquise Phillip de Plessis Bellierè
    und..und..und
    Dieses Buch schliesst nun auch die Lücken, wie es Joffrey gelang, dem Kerker, dem Scheiterhaufen und dem König zu entkommen. Und sein Werdegang in den Jahren danach.
    Ich konnte nur immer mit Angèlique fühlen. Ganz besonders, als der Rescator während eines heftigen Streites fragte..:
    "Was hast du mit meinen Söhnen gemacht?"

    Ich gestehe..ich bin mit ihr in die Knie gegangen.
    Und hier offenbahrt sich einmal mehr der Großmut von dieser unglaublichen Frau. Statt sich zu verteidigen, senkt sie die Augen und schweigt. Wer sich als Leser mit ihr bis zu diesem Punkt genähert hat, weiß was sie gerade für die Kinder auf sich nahm.
    Und sie schweigt in Bezug auf den Jüngsten -> Cantor. Der war auf einem französischen Kriegsschiff, als es ausgerechnet vom Rescator im Mittelmeer versenkt wurde. Das will sie ihm nicht antun, die Schande um das Wissen, seinen eigenen Sohn getötet zu haben.
    Ein ewiges Auf und Ab über die Walfischroute und der Floridaströmung bis zu den neuen Ufern von Amerika. Als es noch relativ jüngfräulich schien und New York noch den Namen Neu Amsterdam trug. Voller neuer Eindrücke.

    Ich bin schwer begeistert und auch hier würde ich am liebsten mehr als fünf Sterne vergeben. *-*

  11. Cover des Buches Das Boot: Schall&Wahn von Buchheim. Lothar-Günther (2010) Audio CD (ISBN: B00JXQEB0C)

    Das Boot: Schall&Wahn von Buchheim. Lothar-Günther (2010) Audio CD

     (1)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint

    Herbst 1941... ein deutsches VII C-U-Boot verlässt mit 50 Mann an Bord eine Werft an der nordfranzösischen Atlantikküste. Es gilt Geleitzüge anzugreifen und dem Feind erhebliche Schwierigkeiten zu bereiten.

    Lothar-Günther Buchheim's eigene Erlebnisse als Kriegsberichterstatter fließen in diesem ersten von drei Büchern (es folgten "Die Festung" und "Der Abschied") unheimlich plastisch ein.  Die Zeichnung der verschiedenen Seeleute sowie deren Gebaren und die oft vulgären Unterhaltungen erzeugen genauso viel spannende Atmosphäre wie die technischen Ausführungen und Abläufe. Bei diesen detailreichen keineswegs trockenen Erläuterungen wird dem Leser erst bewusst, mit welch Können nicht nur der Kommandant sondern auch all die Mannschaft an den verschiedensten Gerätschaften effizient ein Unterseeboot durch haarigste Situationen brachten.

    Der Roman wird in über 15 Stunden souverän von Dietmar Bär vorgetragen. Er versteht es, den Zuhörer nuanciert interessiert zu halten, wenn er vom Aufkommen des "Jagdfiebers" der U-Boot-Besatzung berichtet, den Leerläufen während ruhiger Fahrt oder deren Träumen aber auch Ängsten während der Wasserbombenangriffe durch feindliche Zerstörer.

    Als das U-Boot beim Versuch, durch die Straße von Gibraltar zu gelangen, schwer beschädigt wird und auf über 200 Meter Tiefe auf den Meeresgrund sinkt, dann liest Bär so fesselnd von Buchheim's Schilderungen dieser bangen Zeit der Mannschaft, dass dem Zuhörer auch die Luft knapp wird.

    Das Werk ist ein weiteres beeindruckendes Beispiel über den Irrsinn des Krieges und wirft ein erhellendes Streiflicht auf das Schattenreich des U-Boot-Krieges.

  12. Cover des Buches Die drei Musketiere (ISBN: 9783842421769)
  13. Cover des Buches Angelique, die Rebellin (ISBN: 9783779652892)
    Anne Golon

    Angelique, die Rebellin

     (33)
    Aktuelle Rezension von: Armillee

    Angelique...zurück von ihren Abenteuern, wird auf ihr Schloss Plessis gebracht und bewacht. Nicht sie ist die Herrin ihres Hauses, sondern die Rotröcke; Soldaten des Königs. Diese unterdrücken das Poitou, verbrennen die Felder,hängen die Menschen mit dem 'falschen' Glauben: den Hugenotten. Ab und zu muss auch mal eine katholische Familie leiden, ganz nach Gutdünken. Denn die Soldaten sind die Beherrscher. 

    Ludwig der XIV möchte allerhand von Angelique. Sie soll nach Versailles als Besiegte, soll abschwören und um Verzeihung bitten, vor aller Augen - öffentlich, in schlichter Kleidung. Und Angelique kocht vor Wut. Sich dem König unterwerfen wiederstrebt ihr.

    Durch einen unterirdischen Gang kann Angelique aus dem Schloss und an geheimen Zusammenkünften im Wald teilnehmen. Die Zahl der Abtrünnigen steigt ud auch die Zahl der Gehengten und Geschändeten.

    Molines, ihr Verwalter bittet sie spät, dem König zu schreiben. Das Volk leidet. Sie hat es in der Hand, dem ein Ende zu bereiten. Und sie schreibt dem König. Gibt sich geschlagen. Wartet auf Antwort.

    Und dann kommt die Nacht, in der die Situation eskaliert. Die Dragoner zerstören Plessis, töten, wer im Weg steht und lassen ihren Gelüsten freien Lauf. Unzählige halten Angelique an den Hand.- und Fußgelenken und die unmenschliche Gewalt will kein Ende nehmen. In dieser Nacht zerbricht etwas in ihr. Ihr Sohn Charles-Henri ist unter den Toten. Unter unglaublicher Anstrengung gelangt Angelique in den Wald, scharrt nicht nur die Hugenotten, die Adligen und die Bauern um sich, sondern auch die Katoliken. Und das Poitou explodiert. Rebellion gegen den König...! Seine Briefe und seine Order kamen zu spät.

    Dieser Krieg dauerte fast drei Jahre. Angelique kämpfte und sah die Menschen sterben. Und sie gebar das verfluchte Kind, entstanden aus einer Nacht des Schreckens von Plessis...: Honorine, das Kind mit den roten Haaren, deren erstes Wort mit zwei Jahren 'Blut' war.

    Als die Niederlage nicht mehr aufzuhalten war, gelangte Angelique im letzten Moment nach La Rochelle, der Hafenstadt. Hier kam sie bei Maitre Gabriel Berne unter, nahm sich seiner Kinder an und lebte in der Verkleidung einer einfachen Magd.

    Aber auch hier gab es keine Ruhe. Die mächtigsten Kaufleute von La Rochelle waren alles Hugenotten. Und die waren nicht gewillt, ihren Glauben zu verleugnen.

    Schwör ab. Schwör ab. Das war das ewige Drängen der Dragoner des Königs.

    Die Lage spitzte sich immer mehr zu und die Verhaftung der 10 mächtigsten Familien stand kurz bevor. Nur Angelique vermochte sie alle zu retten. Denn auf einem Botengang hatte sie in einer entfernten Bucht ein Piratenschiff entdeckt. Und den Rescator, Jener Mann, der sie in Kandia auf dem Sklavenmarkt für 35tsd Piaster gekauft hatte und dem sie dann entwischte.

    Welcher Gefahr setzt sie sich aus, wenn sie sich ihm wieder nähert und auch noch erbittet, fast 50 Menschen - darunter viele Kinder -  an Bord zu nehmen...? Auf einem Handelsschiff, dass für Passagiere nicht ausgerüstet ist.

    * * * 

    Auch in diesem Band konnte ich nicht aufhören zu lesen...war entführt in die Zeit der Glaubenskriege. Einzigartig und unglaublich spannend. Faszinierend die Person Angelique. Alles so lebendig geschildert





  14. Cover des Buches Gesichter des Schattens (ISBN: 9783688113569)
    Pierre Boileau

    Gesichter des Schattens

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Töchter der Tide (ISBN: 9783958180505)
    Jessica Weber

    Töchter der Tide

     (18)
    Aktuelle Rezension von: littleturtle
    Kurz zum Cover des Buches:

    Auf dem Cover des Buches ist eine junge Frau zu sehen. Sie verschränkt die Arme vor der Brust. Sie steht am Wasser und blickt hinüber zu einer Stadt im Hintergrund.

    Kurz zum Inhalt des Buches:

    Wir schreiben das Jahr 1688. Lianne ist Dienstmädchen im Hause Bellier. Sie führt dort ein sehr einsames Leben und würde am liebsten ihrer Leidenschaft, dem Zeichnen, nachgehen. Eines Tages wird ihr Herr zudringlich und sie nutzt ihre Gelegenheit um zu fliehen. Da sie auch von ihrer Mutter keine Hilfe erwarten kann flieht sie auf das nächstbeste Handelsschiff. Vollig unerwartet hilft ihr der Kaufmannssohn Luc. Doch kann sie Luc wirklich vertrauen? Außerdem ist ihr ihr Herr auf der Spur, der sie als sein Eigentum betrachtet.

    Meine Meinung zu diesem Buch:

    Die Geschichte spielt im 17. Jahrhundert. Es ist die Zeit der Handelsschiffe, der Piraten und der Seefahrer.

    Jessie Weber erzählt uns die Geschichte der jungen Lianne. Ich habe Lianne als eine sehr starke Frau kennen gelernt. Sie hat zwar viel in ihrem bisherigen Leben durchgemacht und wird auch noch von ihrem Herrn verfolgt. Dennoch gibt sie nicht auf sondern kämpft um ihre lang ersehnte Freiheit. Sie hat gelernt, dass man niemandem vertrauen kann und so hat es auch ihr Helfer Luc nicht gerade einfach.

    Der Protagonist Luc hat mir sofort gefallen. Er hat das Herz am rechten Fleck und ist – obwohl er zur „oberen Schicht“ gehört - mit der schlechten Behandlung von Dienstmädchen nicht einverstanden. Er nimmt sich ihrer an.

    Die Autorin hat eine sehr schöne Art zu schreiben. Das Buch ist flüssig und gleichzeitig fesselnd geschrieben. Bereits nach wenigen Seiten wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich habe mich so gut in Lianne hineinversetzen können und an manchen Stellen habe ich richtig mitgefühlt. Das hat mir sehr gut gefallen.

    Während die ersten Kapitel so dahinfliegen, kommt auf einmal ein neuer Handlungsstrang dazu. Wir lernen die junge Robina kennen und ihr Schicksal. Die beiden Geschichten laufen anfangs nebeneinanderher, nur das Robina einige Jahre vorher lebt.
    Anfangs hat mich das etwas verwirrt, aber je weiter man liest, desto mehr laufen die beiden Handlungsstränge ineinander über und bald wird klar, was die beiden Frauen verbindet. Die Auflösung hat mir sehr imponiert und gut gefallen.

    Jessie Weber beschreibt aus Liannes Sicht die Stellung der Frau in dieser Zeit. Vor allem aus Sichtweise eines Dienstmädchens. Außerdem macht sie klar, dass es nicht unüblich war, sich für Geld seinem Herrn hinzugeben. Das Wichtigste war, genug Geld zum Überleben zu bekommen.

    Während mich die Geschichte fesselte und ich mit Lianne fühlte und rang, so überraschte mich doch das Ende umso mehr. Ich hatte zwar einige Vermutungen, doch die waren eher vage.

    Fazit:

    Ich hatte ein tolles Leseerlebnis und habe gleich danach den zweiten Band angefangen. Ich mag diese Art von Geschichten und es hat mir sehr, sehr gut gefallen. Ein schöner, fesselnder, historischer Roman. Ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht. Ich vergebe 5 von 5 Sternen und eine klare Leseempfehlung!!



  16. Cover des Buches Grace Flint (ISBN: 9783596305957)
    Paul Eddy

    Grace Flint

     (5)
    Aktuelle Rezension von: kfir
    Nach ihrer letzten erfolgreichen Mission scheint es Grace Flint geschafft zu haben. Nicht nur im Job läuft alles gut für sie und sie steht kurz davor, einen ehemaligen Stasi-Offizier der Geldwäsche zu überführen. Auch ihr privates Glück scheint sie in einem Kollegen gefunden zu haben, den sie über alles liebt. Doch dann geht der vermeintliche Coup schief und sie muss herausfinden, dass ihre grosse Liebe sie nur ausgenutzt und ihr Vertrauen missbraucht hat. Grace Flint steigt in ein undurchsichtiges Spiel der Geheimdienste und Geldschiebereien ein, in dem sie nur von einem Gedanken getrieben ist … Rache! Paul Eddy vertraut in diesem zweiten Grace Flint Thriller den gewohnten Zutaten: das Geldwäsche-Milieu mit schier unvorstellbaren Summen, harte Action und die bedingungslose Rache der Undercover-Agentin. Auch wenn die Zutaten wieder einmal viel Spannung versprechen, vieles kommt einem schon aus dem ersten Buch vertraut vor und auch dem Ausgang ist ein wenig vorhersehbar. Zwar kommen in diesem Buch ein paar neue Szenarien hinzu, auch das geschilderte Schema der Geldwäsche ist neu, und die Ausgangssituation mit einer in der Liebe erschütterten Grace Flint sorgt für zusätzlichen Konfliktstoff im Seelenleben der Heldin. Doch sehr viel Neues hält der Roman am Ende nicht bereit. Vieles liest sich wie ein lauwarmer zweiter Aufguss des ersten Teils. Dieses Buch wird mit “Grace Flint - Die 3. Mission” fortgesetzt, zu der ich mich leider nicht mehr habe durchringen können.
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