Bücher mit dem Tag "lachen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "lachen" gekennzeichnet haben.

130 Bücher

  1. Cover des Buches Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand (ISBN: 9783328102366)
    Jonas Jonasson

    Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand

    (5.953)
    Aktuelle Rezension von: Tanja_Wue

    "Richtig war nicht unbedingt das, was richtig war, sondern das, was von der maßgeblichen Person für richtig erklärt wurde."

    Die Geschichte fängt genauso an, wie der Titel es vorhersage. Der Hunderjährige Allan hat keine Lust seinen 100ten Geburtstag zu feiern und stieg aus dem Fenster des Altenheim und verschwand. Was dann passiert ist sowohl skurill und an manchen Stellen humorvoll. Weil ich mir einfach nicht das vorstellen konnte und kopfschüttelnd lachen musste um mir das was gerade passiert sein soll, vorstellen zu können.

    Insgesamt war es aber mehr eine Erzählung über Allan, wie er aus dem Fenster stieg und was dann passiert, sowie Rückblicke was alles in seinem Leben passiert ist. Fand durch die Erzählung der Schreibstil sehr monoton und dadurch viel es mir schwer manchmal dran zu bleiben, weil es auch schnell langatmig wurde. 

    Eine solide und skurille Geschichte, die bestimmt mal was anderes ist!

  2. Cover des Buches Das Schicksal ist ein mieser Verräter (ISBN: 9783423086417)
    John Green

    Das Schicksal ist ein mieser Verräter

    (12.810)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    "Eigentlich ist fast alles eine Nebenwirkung des Sterbens."

    Ich bin bereits seit Eine wie Alaska ein großer Fan des amerikanischen Autors John Green und seiner Jugendromane, die oft die Feinheiten dieses Genres und einzigartigen Thematiken verknüpfen. Ich weiß nicht, was es genau ist, das seine Bücher so ehrlich und doch so gut erzählt erscheinen lässt, aber in seinen Büchern fühle ich wohl, wie es mir sonst nur bei Autoren wie John Irving, Jorge Luis Borges oder den Gedichten Rilkes passiert. Was ihn jetzt nicht mit einer dieser Autoren konkret in Verbindung setzten soll, aber es ist da eine unkomplizierte Präsens in seinen Geschichten, Personen, seiner ganzen Sprache, die der Erfahrung des Lesens ein wenig das Glasscheibenhafte, das Hindernis nimmt, was manchmal zwischen Leser und Lektüre steht.

    Gleich vorweg: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein wirklich tolles Buch. Es ist vollkommen unprätentiös, es wirkt auf dem Leser, ist ein wunderbar unüberladenes Erlebnis. Es erreicht uns im Kleinen und es erreicht uns im Großen, ist eines dieser Bücher, an dem wir nicht vorübergehen können, sondern kurz innehalten, vielleicht nicht einmal genau wissen warum wir innehalten, aber eins ist klar: das Innehalten genügt als Grund, die Rührung genügt als Schleife auf dem Moment, das Buch, gelesen, in der Hand, genügt als vollendeter Ruf an das Leben in uns allen.

    "-und sofort bekam ich Angst, dass die Leute über mich, wenn ich starb, auch nichts anderes zu sagen hätten, außer das ich tapfer gekämpft hätte, als wäre das einzige, was ich je getan hatte, Krebs zu haben."

    Und um Leben geht es in diesem Buch, viel mehr, als in vielen anderen Büchern, in denen die Menschen tatsächlich die ganze Zeit einfach nur leben.
    Hazel Grace ist 16 und kann nur noch durch zugeführten Sauerstoff aus einer Flasche überleben, die sie mit sich herumtragen muss; Krebs in der Schilddrüse, Metastasen in der Lunge - unheilbar, nur noch aufhaltbar. Gelegentlich geht sie einmal in der Woche zu einer Art Gruppentherapie in einer Kirche für krebskranke Kinder. Dort trifft sie eines Tages einen Jungen, der selber mal an Krebs erkrankt war, jetzt aber gesund ist. Und es scheint, dass er sich auffällig für Hazel interessiert...

    Es ist natürlich letztlich unbeschreiblich, wie nah einem ein Buch nach der Lektüre steht. Also nicht nur, wie nah es einem geht, sondern wie sehr man darin, abseits vom Thema, Spuren einer lebendigen Wirklichkeit und Wesenhaftigkeit spürt - oder, altmodisch gesagt: Dass es ist, als wären die Romanfiguren Teilnehmer an einem Spiel, das auch wir spielen, wenn wir das Buch wieder geschlossen haben. Solche Bücher erreichen uns mit ihrem Thema stärker als andere, nicht weil sie Illusionen fabrizieren oder unterstützen, sondern weil sie offenbaren, was gültig ist in allem, egal ob Realität oder Fiktion. Eins davon ist sicherlich die Liebe und dieser Roman zeigt auch noch einige mehr.

    "Jedenfalls sind die wahren Helden nicht die Leute, die Sachen tun; die wahren Helden sind die, die Dinge BEMERKEN, die AUFMERKSAM sind."

    Im Grunde ist die Geschichte eine Liebesgeschichte – und dass sie viel, viel mehr ist, lässt diesen letzten Punkt trotzdem nicht in Vergessenheit geraten. Von den Szenen, durch die diese Buch sich bewegt, haben mich viele berührt, viele habe ich mit Spannung und Aufmerksamkeit verfolgt, viele sind mir als sehr gut geschilderte Gesten im Gedächtnis geblieben, die Kleinigkeiten eines Buches eben, die seine Lektüre zu einem riesengroßen Raum machen, den man nach der Lektüre nicht sofort verlassen kann, weil man ihn noch eine ganze Weile durchwandern muss. Übergreifend (Achtung SPOILER) hat mich aber letztendlich die Szene berührt, in der das Motto, die Essenz dieses Buches in aller Deutlichkeit hervortritt, wie sonst nur in einem Film , der einen sehr ähnlichen Namen und eine ähnliche Botschaft trägt. Die Szene in der Gus zu ihr sagt und man weiß, dass es das ganze Buch einfängt und letztendlich in diesem Satz der Punkt hinter die Aussage gesetzt wird, wodurch sie vollkommen ist:

    "Das Leben ist schön, Hazel Grace."

    Ein Moment zum Heulen. Aber auch ein Moment um John Green zu danken. Weil er ein großartiges Buch geschrieben hat. Denn damit ist natürlich nicht alles gesagt - aber das Wichtigste.

    Nachtrag: Es grenzt vielleicht schon an Blasphemie, wenn ich mir erlaube hier zwei Bücher anzuhängen, die keineswegs genau wie dieses Buch sind, ja noch nicht mal mit derselben Grundthematik arbeiten, aber denjenigen gefallen könnten, die auch dieses Buch gut fanden, und vielleicht stelle ich sie auch nur hier noch hinten an, weil sie mir ebenfalls sehr am Herzen liegen:
    Das also ist mein Leben
    Die Nackten
    Auch sehr zu empfehlen ist natürlich "Eine wie Alaska", Greens Debüt, ähnlich einzigartig wie dieser Roman.

  3. Cover des Buches Der Name der Rose (ISBN: 9783446270749)
    Umberto Eco

    Der Name der Rose

    (1.631)
    Aktuelle Rezension von: MH41197

    Man kann mir mit Recht nachsagen, dass ich historische Romane nicht mag. Das hat seine Gründe - das Genre ist meiner Ansicht nach weder Fisch noch Fleisch, meist trivial, neolibreal dazu auffordernd, sich gleichzeitig an vergangenen Brutalitäten zu ergötzen und dabei dankbar zu sein, heute in der "besseren Welt" (die - Ironie! - natürlich frei von jedem Unrecht ist ... Nicht!) leben zu dürfen, und außerdem überfüllt mit sinnentleerten Gewalt- und Sexszenen.

    Mit anderen Worten: Ich hätte vielleicht nicht gedacht, dass ich jemals einem historischen Roman eine volle Punktzahl geben würde, hätte ich Umberto Ecos "Der Name der Rose" nicht gekannt. Denn dieser Roman ist in jeder Hinsicht perfekt - obwohl in vergangenem Setting.

    Im Italien des Jahres 1327 reist der englische Franziskanermönch und Ex-Inquisitor William von Baskerville (eine von Ecos humoristischen Anspielungen auf andere Literaten - der Nachname ist klar aus Sherlock Holmes entlehnt) mit seinem jugendlichen deutschen Gehilfen Adson von Melk in eine abgelegene, düstere Abtei in den Appenninen, um dort an einer theologischen Debatte zwischen den zerstrittenen Mönchsorden teilzunehmen. Aufgrund seiner Berühmtheit als früherer Inquisitor - vor allem als einer, der diese Tätigkeit mehr als Richter und Detektiv, denn als Hexenverbrenner verstand -, wird William vom Abt gebeten, den sonderbaren Tod eines jungen Mitgliedes des Klosters aufzuklären. William beginnt zu ermitteln - und stößt dabei schon bald an die Grenzen der Weltbilder seiner Zeit, und zwischen die Machenschaften der Post-Kreuzzugs-Ära der spätmittelalterlichen religiösen Extremisten, die für ihre Überzeugungen zu morden und zu sterben bereit sind und jedem Andersdenkenden keinerlei Existenzrecht zugestehen - sei er Wissenschaftler, Freigeist, kritisch denkender Theologe, Katharer, Jude, Muslim ... oder einfach nur eine Frau zur falschen Zeit am falschen Ort.

    Spannend ist dieser Roman allemal - aber nicht im klassischen Stil eines Krimis (der "Der Name der Rose" zweifelsohne ist), dafür ist die Handlung sehr viel dichter gepackt, fast schon eine Milieustudie eines (spätmittelalterlichen) Klosters oder: einer religiös fundamentalistischen (oder wie wir es heute nennen würden: "evangelikalen") Gesellschaft - und damit hat der Roman trotz seines fernen Themas auch noch etwas: Aktualität. Wenn wir die Extremisten in Ecos Kloster über "die Ketzer" reden hören und über den Niedergang der Welt, dann fühlt man sich nicht wenig erinnert an moderne Eiferer, deren Ersatzwort für den Begriff Ketzer "die Woken" geworden sind, wenn man die Selbstherrlichkeit des letztendlichen Antagonisten erlebt, der im Bewusstsein vollkommener Rechtschaffenheit seine Mitbrüder zu einem höheren Ziel tötete und als Kollateralschäden in Kauf nahm, so hat man die Worte von selbstgerechten, brutalen Machtmenschen wie Putin oder Netanyahu im Ohr, und mit dem Selbstmord des Antagonisten und seinem Versuch, dabei alles mit sich zu vernichten, so denkt man unweigerlich an die Selbstmordattentate des ISIS. Umberto Eco hat einen Roman in der Vergangenheit geschrieben, der uns etwas über seine Gegenwart, und aus Ecos Perspektive, der ihn in den 1970er Jahren schrieb, sogar über Ecos damalige Zukunft, die heutige Gegenwart, erzählt. Und darin besteht bereits die Genialität des Namen der Rose - und in seinem Schreibstil: Denn Eco schreibt einen Plot im Plot - macht sich selbst zum zweiten Protagonisten, der im "heute" (oder eben: in den 1970ern) die französische Übersetzung der lateinischen Niederschrift des alten Mönches Adson von Melk ins zeitgenössische Italienische übersetzt - und begibt sich in dieser Eigenschaft dann in die Haut des alten Adson von Melk, der im Rahmen seines mittelalterlich-klösterlichen Weltbildes rückblickend die Geschichte seines jugendlichen Ichs an der Seite von William von Baskerville erzählt.

    Der Name der Rose ist ein stilistisch, thematisch, plottechnisch und handwerklich ein Werk der Superlative: Der beste und der EINZIGE historische Roman, der nicht als "Märchen für Erwachsene" daher kommt, sondern einen Plot erzählt, der in tieferer Bedeutung von der erzählten Zeit in die Gegenwart seiner Niederschrift und bis ins Heute übergreift. Der Name der Rose ist kein "alter Schinken". Keine Mittelalterromantik. Er ist relevant - damals wie heute. Und auch morgen - solange es religiösen Extremismus und Machtgefälle in der Welt gibt. 

  4. Cover des Buches Das Rosie Projekt (ISBN: 9783944668604)
    Graeme Simsion

    Das Rosie Projekt

    (1.475)
    Aktuelle Rezension von: Brina_10

    Don Tillmann weiß, das soziale Interaktion nicht sein Fachgebiet ist. Als Professor und Forscher, der Umgang mit Analysen und rationalen Gedanken hingegen schon. Was liegt also näher als einen Fragebogen zu erstellen? Einen Fragebogen, um die perfekte Ehefrau zu finden? Don ist begeistert von seiner Idee und weiß, das sie erfolgreich sein kann. Doch dann trifft er Rosie. Rosie, die alle Fragen sprengt und sich einfach nicht um den Fragebogen schert, weil sie ein ganz anderes Ziel hat: Ihren leiblichen Vater zu finden.

    Dieses Buch hat mich wirklich überrascht. Es war erfrischend und einfach mal etwas total anderes. Und auch, wenn Don stellenweise echt anstrengend war, war es genau diese überzogene Darstellung, die das Buch für mich so einzigartig gemacht hat.

    Don und Rosie verfolgen ein gemeinsames geheimes Projekt. Und auch hier ist die Darstellung total überzogen und wahrscheinlich wenig realistisch. Aber genau das, macht es so einfach, sich auf das Buch einzulassen. Es besticht durch seinen trockenen Humor und einzigartige Charaktere.

    Das Buch vereint sämtliche Klischees und regt genau deshalb dazu an, nachzudenken. Seine eigene Einstellung zu hinterfragen, andere Perspektiven einzunehmen und die Geschichte einfach auf sich wirken zu lassen. Irgendwie kann sich sicher jeder in diesem Buch ein stückweit wiederfinden und das macht es so einfach, das Buch zu mögen.

    Ich habe den Schreibstil, den Humor, die Protagonisten und alles andere an dem Buch einfach sehr gemocht und freue mich schon total auf die anderen Bände.

  5. Cover des Buches QualityLand (QualityLand 1) (ISBN: 9783548291871)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand (QualityLand 1)

    (882)
    Aktuelle Rezension von: Trishen77

    Stanislaw Lem wird der Satz zugeschrieben: "Ein Zukunftsroman hat entweder absolut nichts mit den bestehenden Verhältnissen zu tun oder er kritisiert sie." Wilhelm Busch, der unverbesserliche Spaßmacher, schrieb einmal: "Was man ernst meint, sagt man am besten im Scherz." Diese beiden Sätze fielen mir immer wieder ein, während ich "Qualityland" las. Erster aus simplen, zweiter aus komplexeren Gründen, die weiter unten noch einmal aufgegriffen werden.

    Ich habe, nach der erheiternden und teilweise inspirierenden Lektüre von Marc-Uwe Klings neustem Wurf, noch lange über diesen Roman nachgedacht. Irgendwie war ich trotz aller Freude, die ich beim Lesen empfunden hatte (hervorgerufen durch Gags, geniale Einfälle, wunderbare Spitzen und die hier und da eingestreuten Zitate und Verweise auf Popkultur, Geschichte und Wissenschaft, oft mit skurrilem Einschlag), nicht ganz sicher, wie ich das Buch verorten sollte. Sprachlich eher einfach und straight (wenn auch immer wieder mit gekonnten Stilwechseln und einer generellen Sicherheit im Ton, in der Darstellung), die Figurenzeichnung wunderbar komisch, aber nicht gerade tiefgründig und vielschichtig. Es wäre wohl auch unsinnig, solche Maßstäbe an ein Buch anzulegen, das seinen Fokus auf Themen und nicht auf Figuren legt.

    "Peter muss sich nicht die Mühe machen, relevante Informationen zu finden. Die relevanten Informationen machen sich die Mühe, Peter zu finden."

    "Qualityland" ist eine Zukunftsvision, doch ich zögere, es einen Sci-Fi Roman zu nennen, weil die darin beschrieben technischen Errungenschaften mit algorhytmischen Tendenzen im Prinzip nur die ausgewachsenen, (noch) totalsierteren Versionen der Einrichtungen und Systeme von heute darstellen. Natürlich hat Marc-Uwe Kling auch einige schöne Erfindungen erdacht – aber im Prinzip basiert die von ihm erschaffene Welt auf dem Weiterdenken und Zuspitzen derzeitiger Erscheinungen und Entwicklungen; knapp an der Übertreibung vorbei, aber eigentlich sehr realistisch, geradezu gegenwärtig, zeitgeistig; deswegen mein Zögern, „Qualityland“ einen Sci-Fi-Roman zu nennen. Aber auch Bezeichnungen wie „Satire“ würden zu kurz greifen.

    Wie einst George Orwell oder Aldous Huxley, gibt Kling seiner Welt zunächst den Anstrich einer utopischen Ausrichtung (wenn das Buch auch in zwei Versionen erhältlich ist, von denen eine mit utopischen Intermezzos, die andere mit dystopisch-zynisch-satirischen Intermezzos versehen ist; am Ende des Buches befinden sich ein QR-Code und ein Link, mit dem man sich die Inhalte des jeweils anderen Buches ansehen kann, sodass ein doppelter Kauf nicht nötig ist). In dieser Utopie ist personalisierte Digitalisierung in ihre Vervollkommnung eingetreten: jede/r findet den/die richtige/n Partner*in, die richtigen Freund*innen, bekommt die richtigen Gebrauchsgegenstände geliefert, ihm/ihr wird die passende Werbung angezeigt und es gibt eigentlich nichts, was der Mensch noch selbst machen muss, außer sich seiner Prägung entsprechend zu verhalten oder hier und da eine Aufstiegschance zu nutzen oder den potentiellen Abstieg zu verhindern, der ihn zur Nutzlosigkeit verdammen würde.

    Für diese durch-personalisierte Welt, die trotzdem von monopolistischen und totalitären Firmen und Dienstleistern quasi kontrolliert wird und in der es endgültig zu einer klar hervortretenden Klassengesellschaft gekommen ist, hat der Autor viele schöne Beispiele arrangiert, angefangen bei den Nachnahmen der Menschen, die den Berufen ihrer Eltern entsprechen, über einen Date-/Liebesdienst, der die Profile seiner Kund*innen einfach zusammenbringt & die angesprochenen Intermezzi, die meist aus absurd anmutenden Produktwerbungen und Nachrichtenmeldungen bestehen, bis hin zu vielen personalisierten Produkten:

    "In der Schule, sagt Peter, hatte ich mal eine Freundin, in deren Version von Game of Thrones keine einzige Figur gestorben ist. Die haben immer nur eine Sinnkrise bekommen und sind ausgewandert, oder so."

    Diese ganze Charade wirkt immer wieder aberwitzig, ist aber bei genauer Betrachtung selten weit von der Wirklichkeit entfernt, sodass es einen schon ein bisschen gruseln könnte, würde man es nicht gerade so witzig finden, was dem Protagonisten von seiner Umwelt alles zugemutet wird. Allerdings sollte man sich dann auch mal fragen, was einem selbst so alles zugemutet wird – und noch zugemutet werden könnte. Denn Peter Arbeitsloser ist eben nicht nur die Fortsetzung des Kleinkünstlers mit anderen Mitteln – er ist auch der Nachfahre einer Gesellschaft, die sich vom System übervorteilen ließ.

    "-Ich hab es einfach satt, dass immer keiner verantwortlich ist. Immer ist das System schuld. Aber es gibt eben doch auch Leute, die dafür verantwortlich sind, dass das System ist, wie es ist!-"

    Die Herren der Welt, wie Noam Chomsky sie nannte. Bei Marc-Uwe Kling treten sie als Witzfiguren auf, als selbstzufriedene und blöde Fatzkes (wie schon im Känguru, an der Stelle hat sich nix verändert), die entweder nicht den Intellekt haben, die Situation zu durchschauen oder nicht die moralische Integrität, sie zu ändern (manchmal erstaunlicherweise auch beides). Dass es vor allem der Stumpfsinn ist, der in den Köpfen dieser Herr*innen der Welt regiert, der blinde und unreflektierte Systemglaube, ist gleichsam entlarvend, aber hier und da wirkt dieses brachial-plumpe Pochen auf dieser Dummheit auch etwas vereinfacht. Natürlich: wer sich umsieht, wird merken, dass wir in einer teilweise ziemlich pervertierten Welt leben und viele Schriftsteller*innen haben den Fehler gemacht, ihren Charakteren nicht das übliche Maß an Dummheit zuzumuten, das nun mal durchaus in der Welt draußen floriert. Trotzdem: manches, was haarsträubend genug ist, wird so allzu sehr zur Karikatur, hinter der die beunruhigenden Facetten der Machtpositionen nicht mehr ganz hervorlugen.

    Wirklich beeindruckend an „Qualityland“ ist, wie Kling darin immer wieder Dialoge entspinnt, in denen ganz klar die Problematik und nicht nur die Komik des derzeitigen Systems und seiner Entwicklung hervorgehoben wird. Und nicht nur das: es werden konkrete philosophische und soziologische Dilemmata aufgeworfen und diskutiert, mit einer Leichtigkeit und Unwillkürlichkeit, die etwas leicht Gestelltes, aber auch etwas Geniales, Treffliches haben – vor allem wenn das Gespräch zwischen einem selbstfahrenden Auto und Peter Arbeitsloser stattfindet:

    "-Weißt du, was der entscheidende Unterschied zwischen euch und uns ist?-
    -Was denn?-
    -Wenn ein selbstfahrendes Auto einen Fehler macht, lernen alle anderen Autos durch diesen Fehler und machen ihn nicht wieder. Unterschiedliche Menschen machen immer wieder den gleichen Fehler. Ihr lernt nicht voneinander.
    - Ich verrate dir mal was-, sagt Peter. -Oft macht sogar derselbe Mensch den gleichen Fehler noch mal.-

    Diese Zusammenführung von komischer und kritischer Perspektive, von Witz und Nachdenklichkeit, von Lachen und Entsetzen manchmal, ist der bewundernswerteste Zug dieses Buches. Und ebenso erstaunlich ist, dass ich mir immer wieder gewünscht habe, dass es an der einen Stelle mehr ins Kritische, an der anderen mehr ins Komische, Anspielungsreiche geht und am Ende doch sagen muss: die Mischung macht’s. Nicht nur im Hinblick auf die Unterhaltung, sondern auch im Hinblick auf das Kritische. Vielleicht hatte Wilhelm Busch Recht.

    Wer in letzter Zeit wie ich Bücher wie „Was auf dem Spiel steht“ von Philipp Blom oder Noam Chomskys „Requiem auf den amerikanischen Traum“ gelesen hat, wird zweifellos ähnlich zweischneidig auf dieses Buch blicken, wo andere die entlarvende Komik einfach als eigenständige Erscheinung feiern werden – was ja auch wunderbar und vollkommen okay ist. Ich selbst komme, wie schon angedeutet, nicht umhin, eher die inspirierenden, kritischen Ansätze zu bemerken und mich zu fragen: wie ernst werden die Leute nehmen, was Kling hier präsentiert? Werden sie in der Komik das Entlarvende sehen oder doch eher das Überzeichnete? Werden sie in Passagen wie der folgenden (in denen der hyperintelligente Androide und Präsidentschaftskandidat John gerade von einer Wahlkampfveranstaltung fliehen musste) die Pointe genießen oder erkennen, dass sie die darin formulierte Problematik direkt und unausweichlich betrifft?

    "-Ich muss zugeben, es ist schwieriger als ich berechnet hatte-, sagt John.
    -Was genau?-, fragt Aisha.
    -Eine Antwort auf Betrand Russells Frage zu finden.-
    -Wer?-, fragt Tony.
    -Ein toter englischer Philosoph-, sagt Aisha. -Er hat gesagt: Die Frage heute ist, wie man die Menschheit überreden kann, in ihr eigenes Überleben einzuwilligen-"

  6. Cover des Buches The Big Five for Life (ISBN: 9783423280198)
    John Strelecky

    The Big Five for Life

    (200)
    Aktuelle Rezension von: Liselotte91

    Ich habe bereits „ Café am Rande der Welt“  gelesen und auch von „The Big Five for Life“ viel gehört.
    Somit hatte ich relativ hohe Erwartungen.

    Leider hat mich das Buch nicht so begeistern können. Ich fand es ganz nett. Die Kernaussage ist mir klar, und auch ein paar Ansichten konnte ich für mich mitnehmen. Jedoch habe ich für mich zu wenig über die „Big Five“ erfahren. Das Buch fühlte sich eher wie ein Leitfaden für Unternehmensführung an. Ich verstehe, was mir der Autor mitteilen möchte, jedoch frage ich mich, in welcher Firma eine solche Arbeitsweise tatsächlich umsetzbar wäre.

    Die gesponnene Geschichte von Thomas und Joe drum herum hat mich außerdem nicht wirklich abgeholt. Diverse Gespräche im Buch fühlen sich eher wie eine Werbeserie an und wirken für mich nicht authentisch.

    Alles in allem ein ganz nettes Buch, das man mal lesen kann, aber mein Leben nicht wirklich verändern wird.

  7. Cover des Buches Ein Mann namens Ove (ISBN: 9783442493951)
    Fredrik Backman

    Ein Mann namens Ove

    (845)
    Aktuelle Rezension von: Christin87

    Ove, 59, seit kurzem im vorzeitigen Ruhestand, hat nur noch einen Wunsch: seiner Frau in den Tod zu Folgen. Ove versucht wirklich alles, um an sein Ziel zu gelangen, doch kommt ihm immer etwas dazwischen. Materialschwäche, einzuparkende Autos, Leben retten, seiner Nachbarin Autofahren beibringen, sich um die Katze kümmern . . . Und dann sind da ja auch noch die ganzen anderen unzurechnungsfähigen Nachbarn, die von nichts eine Ahnung haben, nicht zuletzt Rune, mit dem er Jahrzehnte in leidenschaftlichem Streit verbrachte.
    Irgendjemand muss die Welt in der Waage halten. Denn eines liebt Ove fast so sehr wie seine verstorbene Frau: Ordnung! Regeln sind dazu da, um eingehalten zu werden! Doch nach und nach taut der von allen als nervig und pedantisch abgestempelte Ove aus seiner harten Schale auf . . .

    Das Buch gehört für mich mal wieder in die Kategorie "Lies erst das Buch, schau danach den Film". Und es war eine großartige Entscheidung, denn es ist ein großartiges Buch!
    Frederik Backman at his best! Die perfekte Mischung aus Tragik und Komik, über einen Mann, dem das Leben seit seiner Kindheit hart mitgespielt und der in Ordnung und Disziplin seinen Halt gefunden hat. Nur ein Mensch hat diese dicke Schutzmauer je durchschaut: seine Frau Sonja. Sie war und ist sein Ein und Alles. Und so erfahren wir alles vom kleinen Ove, vom jungen Ove, vom verliebten Ove und vom trauernden Ove. Und es ist überhaupt nicht schlimm, dass es der Erzählstil vorsieht, sehr viele Dinge sehr regelmäßig zu wiederholen. Die Art der Erzählung passt perfekt zu den schrulligen Charakteren. Parvaneh ist eine herrliche Gegenspielerin, die das meiste was sie mit Ove tut tut, weil sie seine Absicht schnell durchschaut hat.

    An nicht wenigen Stellen habe ich mir Textabschnitte markiert, weil die Geschichte mit zahlreichen (einfachen aber existenziellen) Erkenntnissen gespickt ist, die den Sinn des Lebens auf den Punkt bringen.

    Wenn ich etwas finden müsste, was ich kritisieren sollte, dann die Tatsache, dass Ove erst 59 ist, aber die Beschreibungen vom ihm und seinem Umfeld einen viel älteren Mann vor dem inneren Auge entstehen lassen.

    Ein ganz eindeutiges 5 Sterne Buch.

    Zumindest der Hollywoodfilm kann den Charme der Geschichte für mich nicht ganz einfangen, trotz Tom Hanks. Mal schauen, wie die Schweden selbst das hinbekommen haben.

  8. Cover des Buches In Wahrheit wird viel mehr gelogen (ISBN: 9783404178759)
    Kerstin Gier

    In Wahrheit wird viel mehr gelogen

    (854)
    Aktuelle Rezension von: LilyWinter

    Caroline ist so etwas wie hochbegabt: Sie hat einen IQ von 158, Sprachen und Studieren und Musizieren fallen ihr leicht. Doch das klingt völig unsexy, wenn man jemanden kennenlernt. Doch irgendwie kommt Leo nicht damit klar, als rauskommt, dass sie sehr viel besser Klavier spielt als er. Und dann auch noch die Sache mit seinem Vater. Das versteht Caroline durchaus, aber gegen die große Liebe ist Frau machtlos. Leider ebenso gegen den Tot. Da können Engelchen und Täufelchen noch so streiten, Caroline tritt von einem Fettnäpfchen ins nächste. Selbst bei dem sympathischen Apotheker, der dooferweise schwul ist!

    Köstlich dieser Humor!

  9. Cover des Buches Glück ist, wenn man trotzdem liebt (ISBN: 9783404191956)
    Petra Hülsmann

    Glück ist, wenn man trotzdem liebt

    (713)
    Aktuelle Rezension von: love1988

    Das Cover ist ein echter Hingucker und spiegelt die Stimmung der Geschichte perfekt wider.

    Isabelle erinnert stark an Sheldon: Sie hat feste Rituale und genaue Abläufe, die man besser nicht durcheinanderbringt. Jeder Tag ist klar durchgeplant – bis jemand kommt, der ihr geordnetes Leben durcheinanderwirbelt. Mehr will ich gar nicht verraten.

    Die Charaktere sind liebevoll gestaltet und füllen die Geschichte mit Leben. Der humorvolle Schreibstil macht das Lesen zum Vergnügen, sodass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Auch das Setting passt wunderbar und rundet das Gesamtbild stimmig ab.

    Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!

  10. Cover des Buches Morgen ist leider auch noch ein Tag (ISBN: 9783499629273)
    Tobi Katze

    Morgen ist leider auch noch ein Tag

    (147)
    Aktuelle Rezension von: Schnee_prinzessin

    Es ist schwer das Buch so schlecht zu bewerten weil es ist der Umgang vom Autor mit seinen eigenen Depressionen. Teile vom Buch waren echt toll man hat sich reinfühlen können, die Wohnung die aussieht wie Sau, das Gefühl das man falsch ist weil man nicht glücklich ist, aber viele Kapitel wirken einfach wie aneinander gereihte Wörter die nichts dazu beitragen außer da Buch zu stecken. Ich glaube mit weniger Seiten wäre die Geschichte besser rübergekommen dazu war der Humor einfach nicht meins. 

  11. Cover des Buches QualityLand (QualityLand 1) (ISBN: 9783844917376)
    Marc-Uwe Kling

    QualityLand (QualityLand 1)

    (213)
    Aktuelle Rezension von: Minijane

    Oh je, die Zukunft, die Marc Uwe Kling in Qualityland beschreibt ist abschreckend und doch nur die Welt von heute ein Stückchen weitergedacht.

    In dieser schönen, neuen Welt, werden den Menschen die Entscheidungen abgenommen, denn der Algorithmus weiß sowieso was jeder will. 


    Geschichte:

    Peter ( Arbeitsloser) ist sauer, weil ihm „The Shop“ einen rosafarbene  Delfin-Vibrator geschickt hat, den er sich wohl unbewusst gewünscht hat. Er versucht das Teil erfolglos wieder loszuwerden und scheitert immer wieder. 

    Doch Peter gibt nicht auf und fixiert sich immer mehr auf die Idee, den Gründer von „ The Shop“ persönlich zu behelligen.

    Ein zweiter Handlungsstrang erzählt von dem Androiden - Präsidentschaftskandidaten John of us , der im Wahlkampf gegen den rechtsradikalen Kandidaten zu bestehen versucht.

    Und auf einer 3. Erzählebene geht es um das Ehepaar Martyn ( Politiker) und Denise( Ehefrau und Mutter) . Martyn ist eifersüchtig auf den digitalen Freund seiner Frau.

    Die Geschichten werden nebeneinander erzählt und ergeben nicht wirklich einen Zusammenhang. Trotzdem ist jede Situation, in die die Figuren geworfen werden sehr unterhaltsam und witzig.

    .

    Ich würde sagen, alle die die Känguru Geschichten mochten, werden auch an Qualityland ihre Freude haben. Denn auch hier sprüht der Autor wieder vor Ideen und es macht einfach Spaß ihm zuzuhören. 



  12. Cover des Buches Wunder wirken Wunder (ISBN: 9783499632297)
    Eckart von Hirschhausen

    Wunder wirken Wunder

    (69)
    Aktuelle Rezension von: AnnaLovesBooks

    „Wunder wirken Wunder“ von Eckart von Hirschhausen ist ein wirklich unterhaltsames und erfrischendes Buch. Es ist leicht und verständlich geschrieben, sodass man es im Handumdrehen liest. Besonders beeindruckend ist der Humor, den Hirschhausen in das Thema bringt. Es macht richtig Spaß, das Buch zu lesen, während man gleichzeitig interessante Gedanken und Perspektiven über die Welt und das Leben vermittelt bekommt. Der Autor bringt einem auf humorvolle Weise bei, wie wichtig es ist, im Alltag auch mal innezuhalten und die kleinen „Wunder“ um uns herum zu erkennen. Eine tolle Lektüre für alle, die mit einem Lächeln im Gesicht mehr über sich selbst und die Welt lernen möchten!

  13. Cover des Buches Frag nicht nach Sonnenschein (ISBN: 9783442485505)
    Sophie Kinsella

    Frag nicht nach Sonnenschein

    (181)
    Aktuelle Rezension von: love1988

    Das Cover von Frag nicht nach Sonnenschein ist liebevoll gestaltet und zieht sofort mit seinen warmen Farben und dem verspielten Design die Aufmerksamkeit auf sich. Es vermittelt eine positive, leichte Stimmung, die perfekt zum Ton des Buches passt.

    Die Hauptfigur ist wunderbar authentisch und sympathisch beschrieben. Man kann sich leicht in ihre Gedanken und Gefühle hineinversetzen, ihre Unsicherheiten und Stärken wirken realistisch und nahbar. Besonders beeindruckend ist, wie Sophie Kinsella es schafft, die Entwicklung der Protagonistin nachvollziehbar und glaubwürdig zu gestalten.

    Auch die Nebencharaktere sind liebevoll gezeichnet und tragen viel zur Tiefe der Geschichte bei. Sie bringen verschiedene Facetten ins Spiel, sei es durch Humor, Unterstützung oder Konflikte, und machen die Handlung dadurch lebendig und abwechslungsreich.

    Sophie Kinsellas Schreibstil ist wie gewohnt leicht, humorvoll und flüssig, was das Lesen zum echten Vergnügen macht. Das Setting ist lebendig und gut ausgearbeitet, es schafft eine einladende Atmosphäre, die perfekt zu der Geschichte passt.

    Von mir eine klare Leseempfehlung!!!!!

  14. Cover des Buches Glückskekse (ISBN: 9783868006438)
    Anne Hertz

    Glückskekse

    (665)
    Aktuelle Rezension von: AlineCharly

    Schon wieder wurde Jana verlassen, dieses mal ausgerechnet an ihrem 35. Geburtstag und sie weiß absolut nicht woran das liegt. Um sich Abzulenken, überreden ihre Freundinnen das Universum zu fragen und so schickt Jana eine SMS an eine unbekannte Nummer. Niemals hätte sie damit gerechnet, doch der Fremde antwortet ihr und bald tauschen sie täglich Nachrichten aus. Wer ist dieser Mann, der sie besser verstehen zu scheint als sie sich selbst? Können die beiden auch im echten Leben eine Chance haben?


    Durch den leichten Schreibstil der Autorin konnte ich direkt gut in die Geschichte starten. Allerdings habe ich mir schwer getan mit den beiden Protagonisten warm zu werden. Vor allem bei den Teilen aus seiner Sicht musste ich irgendwann diese furchtbaren Schreibversuche überspringen, da es für mich wirklich ein Kampf war sie zu lesen. Für die Geschichte haben sie auch keinen echten Mehrwert geliefert, wodurch ich nichts verpasst habe. Ansonsten ist er ein relativ antriebsloser und eher langweiliger Kerl, der sich mit dem Thema Glück auseinander setzt. Diese Aspekte fand ich wiederum interessant, da es einen dazu angeregt hat selbst über sich und was einen glücklich macht nachzudenken. Der Rest des Plots funktioniert allerdings nur wenn man an zu viele Zufälle glaubt, denn realistisch kann man die Handlung nicht nennen. Dafür kam der Plotttwist am Ende unerwartet und konnte mich so nochmal richtig überraschen. 


    Alles in allem ist es eine ganz nette Geschichte für zwischendurch, aber richtig warm konnte ich mit den beiden Protagonisten nicht werden. Die Idee hat mir gut gefallen und daher gibt es von mir gut gemeinte 2,5 Sterne.


  15. Cover des Buches Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker (ISBN: 9783548376653)
    Lena Greiner

    Nenne drei Hochkulturen: Römer, Ägypter, Imker

    (83)
    Aktuelle Rezension von: Woertergarten

    Lehrer soll der schönste Beruf der Welt sein. Auf jeden Fall erleben Lehrer einige lustigen Situationen, wie dieses Buch es beweist. Schüler sind eine unversiegbare Quelle für witziges Material, das die Autorinnen fleißig gesammelt , kategorisiert und in mehreren Bänden veröffentlicht haben.

    Die Schülerantworten sind nach Fächern sortiert, so dass man dieses Buch in kleinen Häppchen für Zwischendurch genießen kann. Schreibfehler und Fehlleistungen liefern einige witzigen Sätze. Weitere Antworten zeugen von der Kühnheit oder der Kreativität einiger Schüler. Allerdings beweisen eine Mehrheit von klaffenden Wissenslücken unserer Kinder, die nach drei Jahren Pandemie zwischen Schulschließungen und Online-Unterricht wahrscheinlich noch nicht aufgefüllt wurden. 

    Erwähnenswert ist auch das Cover: da hat sich jemand mit der Gestaltung wirklich Gedanken gemacht. Der Titel von Band 2 als „b.)“ einzugeben ist ein toller Einfall.

    Mit diesem Buch verbringt man eine nette Zeit. Jedoch hat es bei mir am Ende keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Deswegen die durchschnittliche Bewertung.

  16. Cover des Buches Zwei Herzen unter acht Millionen (ISBN: 9783328107590)
    Kate Spencer

    Zwei Herzen unter acht Millionen

    (126)
    Aktuelle Rezension von: Lesebegeisterte

    Fran wird nach vier Jahren plötzlich gekündigt. Als wäre der Tag nicht schon schlimm genug, klemmt sie sich in der U-Bahn ihr Kleid ein und es reißt komplett auf. Ein extrem fescher Typ leiht ihr sein Sakko, damit Fran nicht halb nackt in der U-Bahn-Station stehen muss. 

    Wie es in Zeiten von sozialen Medien halt so ist, wird das ganze Geschehen als schnulzige Liebesgeschichte dargestellt und geht online durch die Decke. Die Story ist in aller Munde und Fran die Protagonistin. Doch wer war der fesche Retter? In einer Stadt mit acht Millionen Einwohnern ist es eher unwahrscheinlich, dass sich die beiden noch einmal sehen….

    Doch indem die Story online so abgeht, klopf plötzlich das Fernsehen bei Fran und Hayes gleichzeitig an. In einer Talkshow treffen beide wieder aufeinander. Die Anziehung ist von beiden Seiten sehr stark, aber reicht dies für eine Beziehung?

    Die Story spielt in New York und durch die detailgetreue Beschreibung, kann man sich alles recht gut vorstellen.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig, nur in der Mitte des Romans war es für einen Geschmack ein bisserl langatmig, doch wenn man dies überwunden hat, wird man mit einer tollen, kitschigen Love-Story belohnt.

  17. Cover des Buches Du darfst nicht alles glauben, was du denkst (ISBN: 9783462005226)
    Kurt Krömer

    Du darfst nicht alles glauben, was du denkst

    (221)
    Aktuelle Rezension von: Madorin

    Ich tue mich schwer damit, dieses Buch klassisch zu bewerten. Wie könnte ich die persönlichen Erfahrungen eines Menschen mit einer psychischen Erkrankung als „gut“ oder „schlecht“, „spannend“ oder „langweilig“ einordnen? Das fühlt sich weder angemessen noch richtig an.


    Stattdessen würde ich dieses Buch vor allem als mutig und hilfreich bezeichnen.

    Mutig, weil psychische Erkrankungen noch immer stark stigmatisiert sind und Alexander Bojcan sehr private Einblicke teilt, die nicht jede*r bereitwillig öffentlich machen würde. Hilfreich, weil jede Person, die offen über ihre Depression spricht, zur Entstigmatisierung dieser Erkrankung beiträgt. Das Buch macht deutlich, dass Depression eine Krankheit ist, auch wenn man sie nicht sehen kann. Dass Betroffene nicht einfach pessimistisch, faul oder melancholisch sind und, dass Depression viele unterschiedliche Gesichter haben kann.


    Für Menschen, die selbst von Depressionen betroffen sind oder sich bereits intensiver mit dem Thema auseinandergesetzt haben, bietet das Buch vermutlich keine grundlegend neuen Erkenntnisse. Dennoch kann es ermutigend sein zu lesen, dass man mit diesen Gefühlen nicht allein ist, und es kann helfen, eine andere Perspektive kennenzulernen. Wichtig ist dabei jedoch, dass die Geschichte von Alexander Bojcan genau als das zu betrachten ist, was sie eben ist. Eine persönliche, individuelle Geschichte, basierend auf seinen eigenen Erfahrungen. Es ist kein Selbsthilfebuch und niemand sollte seinen eigenen Weg mit dem des Autors vergleichen oder daraus Erwartungen an sich selbst ableiten.

    Leser*innen, die bisher wenig oder keinen Kontakt mit dem Thema hatten, erhalten hingegen einen ehrlichen und greifbaren Einblick in das Leben mit Depressionen. In diesem Kontext kann das Buch sehr lehrreich sein und zu mehr Verständnis und Empathie beitragen.


    Einen Stern ziehe ich lediglich für den Schreibstil ab. Zwischenzeitlich empfand ich das Buch als etwas schwerfällig, der rote Faden ging stellenweise verloren. Das mag im Hinblick auf die Thematik sogar authentisch sein, hat den Lesefluss für mich aber dennoch gelegentlich ins Stocken gebracht.

  18. Cover des Buches Lovely Mistake (Bedford-Reihe 2) (ISBN: 9783958188631)
    Sarah Stankewitz

    Lovely Mistake (Bedford-Reihe 2)

    (221)
    Aktuelle Rezension von: leseHuhn

    Lovely Mistake - Bedford Reihe Band 2, von Sarah Stankewitz, Neuauflage zum Jubiläum vom Forever Verlag am 13. März 2025
    Taschenbuch mit Farbschnitt und annotiert von Sarah Stankewitz 368 Seiten 

    Klappentext 
    - siehe Buchbeschreibung

    Meine Meinung 
    Auch im zweiten Band der Bedford-Reihe enttäuscht mich die Autorin nicht. Ihre gefühlvolle Art, Wörter zu Papier zu bringen und daraus wunderschöne Geschichten zu zaubern, sind für mich wahre Highlights. Auch diese Story wurde von Sarah Stankewitz annotiert und macht es doppelt schön. Zu lesen, was sie beim Schreiben gefühlt hat, ist unglaublich schön.
    Molly ist keine einfache Figur, sie hat sich einen dicken Panzer um ihr Herz gebaut. Im Verlauf der Geschichte wird das Verständnis zunehmend leichter und die Identifikation mit ihrem Charakter gelingt gut. Ich mag es sehr, wie Molly und Troy von Seite zu Seite näher zueinander finden. Wie langsam, Stückchen für Stückchen, der Panzer Risse bekommt und auch Troy mehr in Molly sieht, wie er sich selber eingesteht. Doch Sarah Stankewitz ist immer für eine oder zwei, drei Überraschungen gut, und so ganz ohne Tränchen geht es bei ihr nicht. Einen kurzen Moment habe ich Sarah verflucht für den Twist, den sie geschrieben hat, aber am Ende war es doch genau richtig. Es hat Molly zu dem Menschen geformt, der sie selbst nie zu sein gewagt hätte.
    Und Troy? Troy ist großartig, manchmal zu lieb, zu engstirnig und zu hot.
    Auf Brooklyn und Chase treffen wir hier natürlich auch wieder und sie sind halt Super-Glue und haben aber eine tolle Überraschung dabei.
    Diese Zitate haben mir besonders gut gefallen:
    Seite 99 ~ »Ich würde dir ja hochhelfen, aber nachher verliebst du dich noch unsterblich in mich, wenn du mich berührst.«
    Seite 290 ~  »Ich sehe dich einfach nur an,« antworte ich, verschweige ihr aber den eigentlichen Grund für mein Starren. Und zwar den, dass ich dabei bin, mich in sie zu verlieben. 

    Fazit
    Auch hier, liebe ich den Schreibstil von Sarah Stankewitz, er rührt mich zu Tränen, lässt mich aber auch im selben Atemzug lachen. Ihre Art, gefühlvolle Storys zu schreiben, begeistert mich sehr. In der Jubiläumsausgabe erfahren wir auch an einigen Stellen, was Sarah beim Schreiben gefühlt hat, und ich habe es ebenso beim Lesen gefühlt. Molly und Troy sind perfekt und das Brooke und Chase auch hier auftauchen rundet die Story ab. Dazu noch ein neuer Vierbeiner und alles ist perfekt. Absolute Leseempfehlung und 5 🐥🐥🐥🐥🐥

  19. Cover des Buches Hinten sind Rezepte drin (ISBN: 9783596033973)
    Katrin Bauerfeind

    Hinten sind Rezepte drin

    (165)
    Aktuelle Rezension von: nicigirl85

    Nachdem ich bereits bei "Alles kann, Liebe muss" so herzhaft lachen musste, war ich doch sehr gespannt auf frühere Bücher von Frau Bauerfeind. Tja und bei dem herrlichen Kaktuscover konnte ich dann einfach nicht widerstehen.

    In diesem witzigen "Ratgeber" geht es um das Thema Frauen. Wie verhalten sie sich, was machen sie, um zu gefallen und merken Männer den ganzen Zipp und Zapp überhaupt?

    Frau Bauerfeind gelingt es über viele kleine Geschichten eine Bestandsaufnahme der heutigen deutschen Frau zu schaffen. Das Geschilderte ist so schon Freundinnen oder gar mir selbst in ähnlicher Form passiert.

    Ich denke gerade Frauen jenseits der 30 werden sich am besten einfühlen und mit dem Dargestellten identifizieren können.

    Auch wenn die Geschichten völlig willkürlich aneinander gereiht sind, vieles aufzeigen, aber kein direkter Zusammenhang zwischen ihnen besteht, stellen sie doch sehr realistisch das heutige Leben einer Frau dar.

    Dies ist ganz klar ein Buch für den Lacher zwischendurch. Man muss es nicht in einem Durchlesen, um zu verstehen, kann wild durchblättern und sich die liebsten Geschichten rauspicken, wenn man mag.

    Ich habe teils Tränen gelacht beim Lesen und kann nur bestätigen: ja liebe Katrin so ist das mit uns Frauen und wir können noch viel tun, um unser Leben zu verbessern.

    Auch hat es mich etwas nachdenklich gestimmt, denn vielleicht sollten gerade wir Frauen daran arbeiten nicht die Erwartungen anderer (ins besondere der von Männern) zu erfüllen, sondern ausschließlich unsere eigenen und wie wir uns sehen und fühlen wollen.

    Fazit: Kurzweilige Lektüre, die mir ein sonniges Wochenende noch schöner gemacht hat. Lesenswert!

  20. Cover des Buches Die volle Wahrheit (ISBN: 9783641097387)
    Terry Pratchett

    Die volle Wahrheit

    (225)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl
    In diesem Buch hat Pratchett ein sehr interessantes Thema unserer Zeit aufgegriffen und zwar die Berichterstattung.
    Dabei drängt sich die Frage auf, wie viel sollte die Bevölkerung der Zeitung und dem darin geschriebenen beimessen? Was ist alles als WAhrheit zu betrachten? Und wie schnell kann es passieren, dass man sich vielleicht selbst als Hauptthema einer Zeitung wiederfindet?

    William de Worde wäre jedenfalls sicher nie auf den GEdanken gekommen sich mit solchen Überlegungen auseinanderzusetzen und der Patrizier von Ank-Morpork ebensowenig. Beide geraten sie jedoch auf ihre ganz eigene Weise in diesen Strudel und der bietet mal wieder einiges an Unterhaltung und Momenten zum Schmunzeln.

    So witzig einige Szenen sind so muss man bei "Die volle Wahrheit" auch ganz offen und ehrlich zugeben, dass ihm ein gewisser Charme fehlt. Zwar baut Pratchett auch hier wieder auf mehrere Handlungsstränge, die am Ende zusammenlaufen, aber mittunter wird man aus den einzelnen Szenen allzu abrupt herausgerissen und in die nächste hineingeworfen. Dadurch fehlt auch eine gewisse Verbundenheit, die man sonst von den Scheibenweltromanen kennt. Die Figuren bleiben mitunter recht oberflächlich und das nicht nur weil man gewisse Charaktere ohnehin bereits kennt. Vielmehr sind es vor allem die neuen Personen, auf die Pratchett nicht wirklich so eingeht wie es bei seinen anderen Büchern durchaus der Fall ist.

    Fazit: Ein solider Scheibenweltroman, dessen Titel den nötigen Witz verspricht, ihn an manchen Stellen leider nicht halten kann und sich in einigen Handlungssträngen verliert. Aber immerhin gibt es einen Mumm, der das Ruder wie immer versucht herumzureißen.
  21. Cover des Buches Ein Einhorn für alle Fälle (ISBN: 9783958181687)
    Caroline Brinkmann

    Ein Einhorn für alle Fälle

    (37)
    Aktuelle Rezension von: Mrs.Bookwonderland

    ♥Meinung♥


    Inhalt:


    Es ist aus. Aus und vorbei. Das teilt Freund Paul, jetzt Ex-Freund, Studentin Rabbit nach zwei Jahren Beziehung über Facebook mit. 48 Freunden gefällt das. Um diesen Schock zu verkraften und Paul eifersüchtig zu machen, zieht Rabbit in eine WG mit dem Computerexperten Dirk. Der neue Mitbewohner entpuppt sich jedoch als übergewichtiger Nerd, der echte Menschen ebenso sehr fürchtet wie Keime. Kurz gesagt, kein Mann, der Selfie-tauglich ist. Andere Pläne müssen her. Wozu gibt es Facebook, Twitter und YouTube? Es kann doch wirklich nicht so schwer sein, den Exfreund auf sich aufmerksam zu machen, oder? Zur Not kann man immer noch Katzenbilder posten. Die liebt nun wirklich jeder!


    Kurz Meinung


    Cover:

    +Einhorn

    +witzig

    +blau

    +passend

    +bunt


    Story/Themen/Info

    +Survival-Guide

    +Gamer

    +Peinlichkeitsanfälle

    +humorvoll

    +Sarkasmus 

    +Selbstironie 

    +schmunzeln

    +herzerfrischend 

    +Ecken und Kanten



    Schreibstil:

    +locker

    +flockig

    +flüssig

    +modern

    +leicht



    Figuren:

    +Gamer

    +menschenscheu

    +Naivität 

    +sympahtisch

    +authentisch


  22. Cover des Buches Das Blubbern von Glück (ISBN: 9783570310892)
    Barry Jonsberg

    Das Blubbern von Glück

    (318)
    Aktuelle Rezension von: missbooknerd

    Was das Buch besonders macht ist, dass es aus Sicht eines autistischen Mädchens geschrieben wird. Ihr Blick auf die Welt ist sehr erfrischend und lässt einen über die eigene Sicht der Dinge reflektieren. Es geht um ganz alltägliche Themen, die einen durch den Blickwinkel aber genauer hinsehen lassen als man es sonst im Alltag tut. 

  23. Cover des Buches Die Känguru-Apokryphen: Live und ungekürzt (ISBN: B07F32KNF4)
    Marc-Uwe Kling

    Die Känguru-Apokryphen: Live und ungekürzt

    (123)
    Aktuelle Rezension von: Sunsy

    Als mittlerweile eingefleischter Marc-Uwe-Kling-Fan habe ich mich gefreut, den 4. Teil der Känguru-Reihe streamen zu können. Wie der Autor schon sagt, sind Apokryphen Episoden, die es nicht in das normale Werk geschafft haben (angelehnt an die Bibel). Und so sind die einzelnen Kapitel auch kurze Begebenheiten mit Humor und Pointen.

    Der Autor liest selbst, und das ist wirklich ein Glück, denn ich glaube, niemand sonst könnte das Känguru so toll sprechen, wie der Autor selbst. Und natürlich nicht nur ihn, sondern auch den Protagonisten in der ersten Person Singular.

    Das Hörbuch hat mir fast 4,5 Stunden über viel Freude gemacht, so dass ich auch noch weitere Hörbücher des Autors streamen werde 😉

    Meine Bewertung: 08/10 Punkte.


    https://sunsys-blog.blogspot.com/2025/04/gehort-die-kanguru-apokryphen-marc-uwe.html

  24. Cover des Buches Games of Love - Bittersüße Sehnsucht (ISBN: 9783426515693)
    Rachel van Dyken

    Games of Love - Bittersüße Sehnsucht

    (109)
    Aktuelle Rezension von: Ilona67

    Klappentext

    Der heiße Auftakt der "Games of Love"-Reihe von Bestsellerautorin Rachel Van Dyken:
    Jakes Ruf als Frauenheld gefährdet seine Position im Familienunternehmen. Also fasst er einen Plan, der für viel Wirbel in der Familie sorgt ...
    Kacey und Jake sind zusammen aufgewachsen, doch auf dem College brach der gutaussehende Frauenheld ihr das Herz. Trotzdem haben sie es geschafft, Freunde zu bleiben. Nun bittet er sie, sich als seine Verlobte auszugeben, denn Jakes energische Großmutter fürchtet um seine Zukunft. Kacey lässt sich auf das Spiel ein. Doch als sie das Wochenende bei seiner Familie verbringt, trifft sie auch sie auf Jakes attraktiven Bruder Travis. Und obwohl sie sich von ihm fernhalten will, kann sie nicht verhindern, dass zwischen ihr und Travis die Funken sprühen. 


    Nett, vorhersehbar und für mich definitv nicht ein Buch das man unbedingt lesen muss aber der Humor war ganz gut.

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