Bücher mit dem Tag "lady"
67 Bücher
- Cassandra Clare
Lady Midnight - Die Dunklen Mächte
(868)Aktuelle Rezension von: HorcruuxLady Midnight ist der erste Band der Trilogie Die dunklen Mächte von Cassandra Clare und setzt die Ereignisse aus Die Chroniken der Unterwelt fort. Die Geschichte spielt fünf Jahre nach dem dramatischen dunklen Krieg und folgt der erfahrenen Schattenjägerin Emma Carstairs und der Blackthorn-Familie im Los Angeles Institut. Emma ist entschlossen, den mysteriösen Tod ihrer Eltern aufzuklären, die nach dem Angriff von Sebastian Morgenstern in der Klave als tot geglaubt galten. Als eine Reihe von Morden in Los Angeles auftaucht, die ähnliche Merkmale wie der Mord an ihren Eltern aufweisen, nimmt Emma die Ermittlungen auf. Zusammen mit ihrem Parabatei Julian Blackthorn und dessen Geschwistern begibt sie sich auf eine gefährliche Spurensuche. Ihre Nachforschungen führen sie zu dunklen Geheimnissen, verbotener Magie und einer Verschwörung, die die gesamte Schattenjägerwelt bedroht. Doch nicht nur die Ermittlungen verlangen Emma alles ab: Julians Halbbruder Mark Blackthorn kehrt nach Jahren in der Ferienwelt zurück, was für zusätzliche Spannung und Herausforderungen sorgt.
Die Einführung der Blackthorn-Geschwister, insbesondere von Emma Carstairs, wird von vielen Lesern positiv aufgenommen. Emma ist eine unglaublich starke, komplexe Figur, deren Geschichte von Verlust, Geheimnissen und innerer Stärke geprägt ist. Die Dynamik innerhalb der Blackthorn-Familie fügt der Handlung Tiefe und Authentizität hinzu. Die Geschwister Julian, Mark, Ty, Livvy und Tavvy sind nicht nur individuell gut ausgearbeitet, sondern auch als Familie eine Einheit, deren Nähe und Konflikte für das Buch entscheidend sind. Besonders Julian und Emma stechen hervor, da ihre Beziehung von einer verbotenen Liebe geprägt ist, die für die Spannung und emotionale Tiefe des Buches sorgt. Der Konflikt zwischen ihren Gefühlen füreinander und den Regeln des Parabatei-Bundes sorgt für zahlreiche emotionale Momente, die das Buch für mich noch packender gemacht haben.
Ein weiteres großes Plus von Lady Midnight ist, dass es gelungen ist, die Charaktere aus Die Chroniken der Unterweltwieder aufleben zu lassen, ohne dass sie die neuen Figuren und deren Entwicklungen in den Schatten stellen. Clary Fairchild, Jace Herondale, Isabel Lightwood und Simon Lovelace tauchen auf, und ihre Integration in die neue Handlung ist sowohl organisch als auch bereichernd. Besonders die Szenen mit Clary und Jace haben mir gefallen, weil sie zeigen, dass die Charaktere aus der vorherigen Reihe nach wie vor eine bedeutende Rolle in der Schattenjägerwelt spielen, ohne dabei die neuen Protagonisten zu überschattet.
Das Buch behandelt zentrale Themen wie Freundschaft, Familie, Liebe und Loyalität, und Cassandra Clare versteht es meisterhaft, diese Themen durch ihre vielschichtigen Charaktere zu vermitteln. Die Beziehungen zwischen den Figuren sind komplex und emotional, was Lady Midnight zu einem fesselnden Erlebnis macht. Besonders die von Emma und Julian sowie die sich entwickelnde Dynamik zwischen den anderen Blackthorn-Geschwistern tragen zur emotionalen Tiefe bei. Die Spannung bleibt konstant hoch, und unvorhersehbare Wendungen sowie mystische Geheimnisse sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.
Was mich besonders beeindruckt hat, war das Ende, das mit vielen emotionalen und actionreichen Elementen überrascht. Das Beziehungsgeflecht zwischen den Charakteren wird geschickt aufgelöst, und die Entwicklung von Figuren wie Kit, der zunächst eher als Randfigur erscheint, sorgt für interessante Wendungen. Rückblickend hätte man seine Rolle fast erahnen können, aber die Überraschung war dennoch gelungen. Inmitten all der düsteren Geheimnisse und Kämpfe fand ich auch die Momente zwischen Jace und Clary schön – besonders der Antrag, auch wenn der Zeitpunkt nicht perfekt war.
Die Charakterentwicklung von Emma und Julian, sowie die Einführung neuer Figuren wie Kit und die immer noch sehr interessanten Rückblenden und Querverbindungen zu den vorherigen Büchern der Chroniken der Unterwelt, sorgen für ein rundes und spannendes Gesamtbild. Auch die Rolle von Mark Blackthorn und die Verwicklungen um seine Rückkehr aus der Feenwelt geben der Geschichte zusätzliche Dramatik und Tragik.
Ein wenig skeptisch war ich gegenüber Diego, der für mich ein eher unnahbarer Charakter blieb, obwohl die Autorin versucht, ihn über Christinas Perspektive sympathisch zu machen. Bei mir hat das nicht ganz gezündet, aber das ist natürlich Geschmackssache.
Fazit: Lady Midnight ist ein gelungener Auftakt für die Die dunklen Mächte-Reihe, der sowohl die bestehende Schattenjäger-Welt fortführt als auch neue, spannende Handlungsstränge eröffnet. Mit einer Mischung aus bekannten und neuen Charakteren, einer fesselnden Handlung, tiefgehenden emotionalen Momenten und überraschenden Wendungen, ist das Buch ein Muss für alle Fans der Schattenjäger-Welt. Wenn ihr Die Chroniken der Unterwelt mochte, werdet ihr dieses Buch lieben! Ich freue mich schon auf den nächsten Band und kann es kaum erwarten, zu erfahren, wie es mit Emma, Julian und den anderen weitergeht. Eine klare Leseempfehlung für alle, die in die faszinierende Welt der Schattenjäger eintauchen möchten!
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Herrscherin über Asche und Zorn
(677)Aktuelle Rezension von: m_massaEin gelungenes und episches Finale, das die Reihe mit beeindruckender Wucht abschließt. Sarah J. Maas liefert erneut starke Charakterentwicklungen, große Emotionen und gewaltige Schlachten, die einen mitten ins Herz treffen. Besonders das Zusammenspiel der vielen Handlungsstränge wirkt durchdacht und führt zu einem runden, befriedigenden Abschluss.
Allerdings hat das Buch – typisch für ein finales High-Fantasy-Epos – auch seine Längen. Manche Abschnitte hätten straffer ausfallen dürfen, wodurch der Lesefluss zwischendurch etwas ins Stocken gerät.
Trotzdem ein würdiger Abschluss einer großartigen Reihe, der Fans mit einem guten Gefühl zurücklässt. 🌟🌟🌟🌟
- George R. R. Martin
A Clash of Kings
(286)Aktuelle Rezension von: Nicolai_LevinWie man’s macht, ist’s verkehrt: Im zweiten Band der Westeros-Saga hat George Martin vieles von dem, was ich am ersten Band bemäkelt habe, besser gemacht, und ich bin immer noch nicht so restlos zufrieden …
Worum geht’s? Nach dem Tod von König Robert Baratheon, regiert sein vermeintlicher Sohn Joff, der aber tatsächlich die Frucht der inzestuösen Beziehung von Königin Cersei mit ihrem Zwillingsbruder Jaime ist. Roberts Brüder Renly und Stannis erheben daher als legitime Erben Anspruch auf den Eisernen Thron, und die edelmütigen Starks ernennen den jungen Robb zum „König des Nordens“, zwar ohne Ambitionen darauf, alle Lande untertan zu machen, aber doch unabhängig und nicht bereit, das Knie vor den Lannisters zu beugen. Auch auf den Inseln im Westen erhebt sich der Lord zum König, während der letzte Spross der alten Dynastie, Daenerys, mit dem Klan ihres verstorbenen Mannes und drei Drachenbabys und einer ungewissen Zukunft durch die Wüsten des Ostens stolpert.
Positiv ist schon mal anzumerken, dass einige der Figuren an Profil und Tiefe gewinnen, und ich weit weniger als im ersten Band das Gefühl hatte, stumpfe Schachfiguren hin- und hergeschoben zu sehen. Catelyn Stark hat mir gefallen und auch der Schmuggler Davos, der neu im Reigen der Perspektivträger ist. Im kleinwüchsigen Tyrion Lannister hat George Martin erkennbar seinen Lieblingscharakter geschaffen, der witzig, klug, genussvoll und doch edelmütig sein darf. Auch die spirituelle Seite seiner Welt ergründen wir dieses Mal etwas tiefer; die schamanisch anmutende Waldreligion alter Zeit, der etablierte „Septen“-Glaube, der sehr schön ausgeführt und lebendig geschildert ist, bis hin zu einem durchaus glaubhaften Kirchenlied. Und dann die rebellische monotheistische Religion um den Herrn des Lichts, die Stannis aus Storm’s End mitbringt. Das fand ich unterhaltsam und richtig clever konzipiert und ausgeführt. Hier blitzt es mal auf, dass gute Fantasy uns eben mehr erzählt über den Menschen an sich als nur unterhaltendes Abenteuer. Schreibtheoretisch kann man sagen: Weltenbau machen und ökonomisch rüberbringen - das ist der fette Pluspunkt dieses Bandes.
Dafür - ich geniere mich fast, es zu sagen - fand ich die abenteuerhafte Handlung zwischenrein einfach nur zäh zu lesen. An einigen Stellen ist die Szenerie unangenehm überfrachtet - im ersten Drittel werden reichlich Schlachtpläne und Kriegstaktiken erörtert, und alle möglichen Namen von potentiellen Verbündeten und Gegnern in den Raum geworfen, denen man noch nicht begegnet ist und die einen (also: mich) ziemlich verwirren. Dann erscheinen uns jede Menge extensiver Traumsequenzen - offen gestanden, nicht so meins. Auch die seitenlange Parade an Ehrungen nach der Schlacht von King’s Landing, wo jeder Hauptmann seine Erwähnung kriegt, fand ich ermüdend. Erst ab der Hälfte des Buches kommt Schwung in die Handlung, auch wenn einzelne Perspektiven schon vorher actionreiche Szenen bieten konnten. Und Seeschlachten sind leider in Büchern immer öd zu lesen, da fehlt einfach die visuelle Pracht der Drei- und Viermaster mit ihren prallen Segeln und den geschnitzten Steuerrädern und Galionsfiguren, die das in Filmen herausreißt.
Eine wesentliche schreibtechnische Erkenntnis nehme ich von A Clash of Kings mit: Acht parallele Perspektiven mögen acht spannende und temporeiche Einzelgeschichten erzählen, wenn sich das nicht erkennbar einem gemeinschaftlichen Höhepunkt entgegenarbeitet, liest es sich bei aller Spannung im Detail in Summe doch mühsam und man hüpft eher unbefriedigt von Kapitel zu Kapitel. Das wird verschärft dadurch, dass die Handlung diesmal nicht nur von acht Perspektiven berichtet wird, sondern auch an acht unterschiedlichen Schauplätzen stattfindet, während sie sich im ersten Band wesentlich auf Winterfell und King’s Landing konzentrieren durfte. So kommt beim Lesen irgendwie der Eindruck auf, als habe man eine zerfledderte Sammlung von Abenteuergeschichten vor sich, die (zumindest in diesem Band) zu keinem Großen und Ganzen finden wollen.
- Elizabeth Lim
Ein Kleid aus Seide und Sternen
(550)Aktuelle Rezension von: Maza_e_KeqeDer Schneidermeister Kalsang Tamarin hat drei Söhne und eine Tochter. Doch ein schlimmer Krieg zerstört seine Familie. Als der Kaiser des Landes nach einem neuen Hofschneider sucht, verkleidet sich die 18-jährige Maia als Mann um ihre Schneiderkünste unter Beweis zu stellen. Da es Frauen verboten ist, das Schneiderhandwerk auszuüben, muss sie ihr Geheimnis gut bewahren. Doch die zukünftige Kaiserin stellt sie vor scheinbar unlösbare Aufgabe(n). Der Hofmagier des Kaisers wird zu Maias Verbündetem und Unterstützer, doch der Preis, den das Mädchen für ihren Traum zahlen muss, ist hoch.
Maia erzählt ihre Geschichte aus der Ich-Perspektive, was sie mir grundsätzlich etwas näher bringt. Allerdings geht sie mir mit ihren Zweifeln auch manches Mal etwas auf die Nerven.
Insgesamt ist die Geschichte wirklich schön und größtenteils extrem spannend, abgesehen von ein paar Längen und auch einigen groben Fehlern, über die ich mich geärgert habe.
Besonders gut gefallen hat mir der Mythologie-Anteil, die Geschichten, Sagen, Legenden und Märchen, die über die Göttin Amana und ihre Kinder erzählt werden. Das fiktive Reich "A'landi" erinnerte mich an China und auch die Namen der Figuren klingen stellenweise danach.
- Sara Wolf
Heartless, Band 1: Der Kuss der Diebin
(529)Aktuelle Rezension von: JbambiMHat leider sehr lange gedauert, bis ich in der Geschichte halbwegs drin war... die Idee rund um die herzlosen fand ich an sich interessant. Hab aber nach Band 1 immer noch nicht verstanden - wieso? Wieso gibt es das und wieso tun die Hexen das? Hab ich was überlesen/überhört? Oder wurde das noch nicht erläutert?
Auch das Herzlose nur rohes Fleisch zu sich nehmen können und kein normales essen, fand ich etwas befremdlich.
Da ich die Trilogie damals zu einem echt guten Preis erworben hab, werde ich sie auch beenden. Aber vermutlich wird sie dann ausziehen. Es sei denn, sie überrascht mich noch total.
- Nina Blazon
Faunblut
(1.588)Aktuelle Rezension von: Crazygirl1Sehr angehnemer, flüssiger Schreibstil. Es dauert ein bisschen, bis man mit den Gegebenheiten dieser Welt und besonders den Echos zurecht kommt. Zwischendrin wird es schonmal etwas aussweifend, aber trotzdem für mich nie langweilig.
Die Charaktere haben mir gut gefallen. Alle haben ihre Ecken und Kanten, keiner war perfekt. Die Liebe zwischen Jade und Faun war mir etwas zu plötzlich da, da fehlte mir etwas die Entwicklung. Aber als sie dann wirklich zusammen waren, hatten sie eine sehr schöne Dynamik und es passte gut.
Etwas mehr Hintergrundinformationen zu bestimmen Charakteren, wie z.b. Lady Mar oder dem Winterprinzen, hätte ich ganz gut gefunden. Besonders aus Lady Mar hätte man einiges rausholen können.
Aber insgesamt war es eine tolle, fantasievolle Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe.
- Isabel Bogdan
Der Pfau
(620)Aktuelle Rezension von: Maimouna19Der heruntergekommene Landsitz von Lady und Lord McIntosh, abgelegen in den schottischen Highlands, hat schon bessere Zeiten gesehen. Um den kostspieligen Unterhalt des Anwesens wenigsten einigermaßen finanzieren zu können, werden einzelne Cottages an Feriengäste vermietet.
Als eine Gruppe Londoner Investmentbanker – Chefbankerin Liz und ihre vier Manager in Begleitung einer Köchin und einer Psychologin – ein Wochenende auf dem Landsitz buchen, um ein Teambuilding-Seminar durchzuführen, wird kurzerhand der kaum genutzte Westflügel des Landsitzes soweit wie möglich hergerichtet. Angesichts der Jahreszeit (kurz vor Wintereinbruch) scheint es besser zu sein, alle Gäste in einem Gebäude unterzubringen als in den über das Anwesen verstreuten Cottages. Die Unterkunft ist spartanisch, veraltete Strom- und Wasserleitungen, das Gebäude kaum warm zu bekommen, an heiße Bäder oder Duschen ist kaum zu denken – also ganz anders als es die verwöhnten Großstädter gewohnt sind.
Neben Lord und Ladyschaft leben auch noch einige Tiere auf dem Landsitz, unter anderem ein verrücktes Pfauenmännchen, dass aggressiv auf die Farbe Blau reagiert und alles Blaue heftigst attackiert, u.a. auch blaulackierte Autos von Gästen…..
Aus dieser Konstellation entwickelt Isabel Bogdan eine schreiend komische, herrlich skurrile Geschichte. Die verschiedenen Charaktere mit ihren Eigenarten sind so liebevoll und lebensnah beschrieben, dass man meint, jeden Einzelnen zu kennen.
Das Problem mit dem Pfau löst Hausherr McIntosh recht pragmatisch auf ganz eigene Weise, nicht ahnend, welche absurden Verwicklungen sich daraus für alle Beteiligten ergeben.
Feinster britischer Humor von der ersten bis zur letzten Seite, man mag kaum glauben, dass dieses Buch von jemandem geschrieben werden konnte, der kein britisches Blut in den Adern hat.
Ich hatte viel Spaß beim Lesen und habe mich bestens amüsiert. Das richtige Buch für jeden, der ein paar unterhaltsame, vergnügliche Lesestunden verbringen möchte. Klare Leseempfehlung!
- Laura Sebastian
ASH PRINCESS
(403)Aktuelle Rezension von: HoernchenBooktokAsh Princess spielt in einer von einer fremden Macht unterdrückten Welt. Die Protagonistin, Theodosia, ist die "Ascheprinzessin", die Thronerbin des gestürzten Königreichs Astrea, dessen Volk von den herrschenden Kalovaxians versklavt wurde.
Nachdem ihre Mutter ermordet wurde, lebt Theodosia unter der ständigen Kontrolle ihrer Unterdrücker, während sie gezwungen wird, die Asche-Krone zu tragen, die ihre Demütigung symbolisiert.
Das Buch entfaltet sich als ein Mix aus Intrigen, Machtkämpfen und Selbstfindung.
Theodosia ist eine komplexe Protagonistin, die sich im Laufe der Geschichte von einer gebrochenen Prinzessin zu einer entschlossenen Kämpferin entwickelt. Ihre inneren Konflikte sind gut nachvollziehbar, besonders ihre schwierige Beziehung zu ihrer Vergangenheit und der moralischen Dilemma, in dem sie steckt. Weitere wichtige Charaktere wie Blaise, der Theodosia auf ihrem Weg unterstützen, bieten interessante Kontraste zu ihr und ergänzen die Geschichte auf spannende Weise.
Die Charaktere sind größtenteils gut entwickelt, jedoch bleiben einige Nebenfiguren noch etwas blass. Der Antagonist, der Kalovaxian-Kaiser, ist eher klassisch in seiner Grausamkeit und Manipulation, was ihn als Gefahr, aber auch als wenig nuanciert erscheinen lässt.
Der Schreibstil von Laura Sebastian ist flüssig und fesselnd, mit einer guten Balance zwischen actionreichen Szenen und emotionalen Momenten. Die Welt wird detailliert, aber nicht überwältigend beschrieben, was der Leser leicht nachvollziehen kann. Das Tempo der Geschichte ist anfangs eher gemächlich, nimmt jedoch stetig an Fahrt auf, je mehr die politischen Spannungen und Theodosias persönliche Entwicklung in den Mittelpunkt rücken. Die Autorin nutzt eine klare und präzise Sprache, die in den emotionaleren Momenten der Geschichte sehr kraftvoll wirkt.
Ash Princess ist ein gelungenes Fantasy-Debüt, das eine interessante und komplexe Welt bietet, in der Themen wie Macht, Rache und Selbstfindung im Vordergrund stehen. Die Protagonistin ist stark und ihre Reise emotional mitreißend, auch wenn einige der Nebencharaktere und der Antagonist nicht ganz so tiefgründig sind.Fans von Fantasy-Romanen mit politischen Intrigen und starken weiblichen Protagonistinnen werden dieses Buch mögen.
- Elizabeth Lim
Die sechs Kraniche (Die sechs Kraniche 1)
(341)Aktuelle Rezension von: ChronikskindZuerst muss ich sagen, dass ich den Klappentext absolut unglücklich finde! Einerseits stimmen die Angaben darin nicht ganz und andererseits spoilert er eigentlich schon massivst in die Handlung rein. Entsprechende Dinge passieren im Verlauf nämlich eigentlich erst recht spät - ungünstig, wenn man sie eigentlich von Anfang an erwartet.
Der Einstieg in die Geschichte ist mir sehr schwer gefallen. Die Kapitel wirkten recht unzusammenhängend und episodenhaft (wie eine Serie), sodass man kaum einen wirklichen roten Faden erkennen konnte. Ebenso wurden viele Dinge, wie das Weltenkonzept, nicht wirklich erklärt oder die Charaktere als solche richtig eingeführt. Auch schlichen sich so einige Logikfehler in die Handlung.
Erst im Mittelteil hat sich das Gefühl gelegt und es ist eine zusammenhängende Geschichte entstanden. Das hat sich dann auch echt gut weglesen lassen, wenn ich mir auch gewünscht hätte, dass es mehr Fortschritt gibt. Hier ist auch der Märchenteil etwas stärker zum Tragen gekommen, was mir an sich gut gefallen hat. Nur hat auch der sich immer wieder ein bisschen verloren.
Mit Shiori als Protagonistin habe ich nicht ganz warm werden wollen. Sie wirkte mir sehr naiv und hat nicht das Gefühl vermittelt, dass ihr die Tragweite der Situation und die Folgen wirklich bewusst sind.
Schade fand ich auch, dass ihre Brüder eher untergegangen sind und wie ein Mittel zum Zweck wirkten. Ihre Namen konnte ich mir kaum merken und wirklich auseinander halten ebenfalls nicht.
Die Nebencharaktere waren da durchaus spannender, wenn sie auch mehr Tiefe hätten vertragen können. Takkan und seine Schwester mochte ich da wohl am meisten. Der Drache wiederum wirkte auf mich leider eher austauschbar und wirklich gebraucht hätte ihn die Handlung nicht. Auch die Bösen haben eher etwas blass gewirkt. Kiki empfand ich als niedliche Idee, hat mich aber leider eher genervt mit ihren Aussagen.
Auf die Drachenthematik hätte ich gänzlich verzichten können. Man hätte den Großteil der Geschichte erzählen und finalisieren könne, ohne dass es sie gegeben hätte. Sicher, sie wird im zweiten Band einen größeren Teil einnehmen, aber wenn ich den Band hier einzeln brachte, dann fand ich sie absolut unnötig.
Das Ende hat mich leider ebenso nicht wirklich überzeugt. Die Entwicklungen wirkten ein bisschen unzusammenhängend und plötzlich aufploppend. Ich war ehrlicherweise sehr froh, als die Geschichte dann zu Ende war. Und trotz sehr offenen Endes (sonst würde es Band 2 wohl nicht geben) habe ich absolut überhaupt kein Bedürfnis, die Geschichte weiter zu verfolgen.
Wenn bestimmte Wendungen nicht gekommen wären, hätte die Geschichte für mich auch gut als Einzelband im Raum stehen können. Das hätte der Handlung meiner Meinung nach sehr viel besser getan.
Mein Fazit
So interessant ich Idee und Setting fand, die Geschichte hat mich insgesamt nicht richtig abholen wollen. Der Mittelteil hat mich wirklich gut unterhalten, Anfang und Ende fand ich leider recht unzusammenhängend und ohne roten Faden. Ebenso hat mich die Protagonistin nicht für sich begeistern können, den Nebencharakteren fehlte die Tiefe. Den zweiten Band werde ich nicht lesen. - Christoph Marzi
Heaven - Stadt der Feen
(616)Aktuelle Rezension von: JoannamariaDie Geschichte spielt im modernen London und folgt dem jungen Protagonisten David, der sich oft auf den Dächern der Stadt aufhält, um seinen persönlichen Problemen und seiner Vergangenheit zu entfliehen. Sein Leben wird auf den Kopf gestellt, als er die geheimnisvolle und wunderschöne Freema, genannt Heaven, trifft.
Heaven offenbart David ein unglaubliches Geheimnis: Sie behauptet, kein Herz mehr zu besitzen. Bevor David die volle Tragweite dieser Aussage begreifen kann, finden sie sich in großer Gefahr wieder und sind gemeinsam auf der Flucht vor unbekannten Verfolgern.
Das zentrale Mysterium und die treibende Kraft der Handlung ist die Suche nach Heavens Identität und der Wahrheit hinter ihrem fehlenden Herzen. David und Heaven müssen zusammenarbeiten, um ihr Geheimnis zu lüften, denn nur so können sie überleben. Der Roman verbindet Davids Flucht vor seiner Vergangenheit mit Heavens Suche nach ihrem Herzen in einer rasanten Geschichte vor der Kulisse Londons.
Mein Leseeindruck:
Wer Christoph Marzi einmal gelesen hat, der weiß, dass seine Bücher eine ganz eigene Magie versprühen. Und genau diese Magie strahlt auch "Heaven – Stadt der Feen" von der ersten bis zur letzten Seite aus. Am allermeisten fasziniert mich bei ihm immer wieder seine Sprache. Er schreibt nicht einfach nur, er webt seine Sätze regelrecht. Mit einer fast zärtlichen Präzision fängt er Stimmungen ein, lässt Nebel durch die Zeilen kriechen, winterfeuchte Londoner Dächer erscheinen, Sterne funkeln und alte Geheimnisse leise knistern. Man spürt in jedem Satz, wie sehr er Worte liebt und wie virtuos er damit seine fantasievollen, oft leicht melancholischen Storys webt. Das ist für mich pures Leseglück!
Die Geschichte selbst hat mir wirklich gut gefallen – gerade weil sie so herrlich "Marzi-typisch" ist: Eine atmosphärisch dichte Mischung aus Stadtmärchen, skurrilen Figuren und einem Hauch von Wehmut. Und dennoch, so wundervoll "Heaven" auch ist – als Einzelband erreicht es für mich (natürlich) nicht ganz die atemberaubende Tiefe und den überwältigenden Weltenreichtum seiner "Uralte-Metropole-Reihe". (Dort hat Marzi über mehrere Bände hinweg Platz für ein episches, labyrinthartiges Universum geschaffen, das einen noch Wochen später nicht loslässt.) "Heaven" hingegen ist eher ein kostbarer, in sich geschlossener Traum – brillant komponiert, aber eben kein ganzer Kosmos. Es fehlt ein bisschen diese langanhaltende Wucht, die einem unter die Haut geht.
Mein Fazit:
Wer Christoph Marzis unvergleichlichen Stil liebt – diese wortverliebte, poetisch-düstere Romantik – der wird "Heaven" mit einem glücklichen Lächeln genießen. Es ist ein wunderschönes, sprachlich funkelndes Fantasy-Märchen für Jugendliche und Erwachsene, ideal für ein kaltes, winterliches Wochenende. - Richelle Mead
The Promise - Der goldene Hof
(261)Aktuelle Rezension von: LyjanaWissenswertes
Autor: Richelle Mead
Titel: The Promise - Der goldene Hof
Gattung: Jugendbuch
Erscheinungsdatum: 29. September 2017
Verlag: One Verlag
ISBN: 978-3-846600504
Preis: 9,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 592 Seiten
Inhalt
Ein Versprechen, das dein Leben verändern wird.
Der Goldene Hof verspricht auserwählten Mädchen ein völlig neues Leben. Nicht nur, dass sie lernen, sich in vornehmen Kreisen zu bewegen, sie werden auch auf eine glamouröse Zukunft im aufstrebenden Nachbarland Adoria vorbereitet.
Die junge Adelige Elizabeth scheint bereits ein solches Leben zu führen. Doch nach dem Tod ihrer Eltern fühlt sie sich wie in einem Gefängnis, aus dem sie nur noch fliehen will. Als Elizabeth dann den charmanten Cedric Thorn vom Goldenen Hof kennenlernt, weckt er einen waghalsigen Plan in ihr: Sie muss es irgendwie nach Adoria schaffen. Und kurze Zeit später tritt sie unter falschem Namen die Ausbildung am Goldenen Hof an ...
Cover
Ein hübsches, wenn auch ziemlich nichtssagendes Cover. Ich mag die Farben sowie die Darstellung der weiblichen Protagonistin, kann mich allerdings nur wiederholen, dass ich es ebenso sehr langweilig finde.
Meine Meinung
Im Gegensatz zu einem Großteil der Bücher, die ich dieses Jahr bereits gelesen habe, habe ich dieses Buch nicht gekauft, sondern aus einem Bücherschrank mitgenommen. Zunächst einmal bin ich über das Cover gestolpert und fand den Inhalt ansprechend, was auch der Grund ist, warum ich das Buch letztlich an mich genommen und nun gelesen habe.
Hauptakteurin des Buches ist die Aristokratin Elizabeth, die nicht gewillt ist einen Mann aufgrund seines Geldes und seines Titels zu heiraten. Unter dem Namen Adelaide, als einfache Zofe, bricht sie in ein gewagtes Abenteuer auf. Ich will euch nicht anlügen, aber Elizabeth war extrem naiv. Für jemanden, der sich selbst als intelligent und scharfsinnig bezeichnet, fand ich ihre Pläne weder besonders ausgereift noch klug. Zu Beginn des Buches mochte ich sie nicht besonders, muss allerdings zugeben, dass ich sie ab der zweiten Hälfte bis zum Ende um einiges sympathischer fand. Gerade ihre Zuneigung zu Cedric, aber genauso ihre Opferbereitschaft empfand ich als sehr angenehm. Für mich könnte sie insgesamt ausgefeilter sein, da ihre Emotionen und Gedankengänge nicht sonderlich tiefsinnig ausgearbeitet waren – dies umfasst allerdings auch die anderen Charaktere.
Cedric war mir zu eindimensional. Ich kann durchaus verstehen, was Elizabeth in ihm sieht – gleichzeitig frage ich mich, ob ihre Beziehung tatsächlich eine Zukunft hat. Seit ihrer Begegnung ging ihrer beider Leben drunter und drüber und es gab die ein oder andere Szene, in der deutlich wurde, dass Elizabeth nicht weiß, ob sie dieses Leben packt.
Ich wusste während des Lesens nicht so recht, worauf ich mich eingelassen habe, da wir inhaltlich ein wenig vom Inhalt abweichen. Ich habe eine Weile gebraucht, um zu verstehen, dass wir hier neben dem politischen und geografischen Hin- und Her, in erster Linie auch mit religiösen Fragen konfrontiert werden. Weshalb ich diesen religiösen Anteilen in der ersten Hälfte natürlich nicht sonderlich viel Beachtung geschenkt habe und ich fairerweise sagen muss, dass ich weiß Gott nicht alles verstanden habe. Inhaltlich war es mir persönlich zu viel unnötiges Herumgedruckse.
Wie bereits angesprochen bin ich emotional nicht wirklich abgeholt worden. Die Geschichte liest sich ganz gut weg, aber es werden viele unnötige Themen aufgegriffen und weder die Freundschaften noch die Liebe der Charaktere können mich überzeugen. Gleiches gilt für die Dynamik der Protagonisten. Die Gespräche machen Sinn und sind nachvollziehbar, doch es fehlt an Tiefgang und Überzeugungskraft. Die Freundschaft zwischen Elizabeth und ihren beiden Zimmergenossen könnte wundervoll sein, aber es gibt zu viele Ungereimtheiten und zu wenig Vertrauen.
Einerseits konnte man die Geschichte gut verfolgen, andererseits musste ich mich manchmal echt ein wenig dazu zwingen weiterzulesen. Der Schreibstil ist gut verständlich, aber auch ziemlich trocken. Trotz einiger humorvoller Gespräche zieht sich das Buch ganz schön in die Länge. Zum Ende hin bin ich doch positiv überrascht worden, dass mir die Geschichte doch so gut gefallen hat, doch in seiner Gesamtheit betrachtet, war das Buch leider nur ok.
Fazit
Die zweite Hälfte kann zum Glück eine Menge wettmachen, doch insgesamt würde ich behaupten, dass dieses Buch wohl nicht für mich geschrieben worden ist.
Von mir gibt es 3,75 von 5 Sternen.
- Amy Harmon
Bird and Sword
(414)Aktuelle Rezension von: nikes_buchpalastLark musste als kleines Kind mitansehen, wie ihre Mutter hingerichtet wurde. Mit ihrem letzten Atemzug nahm sie ihrer Tochter die Stimme und die Macht der Worte. Denn Magie ist eine Todsünde in Jeru. Dreizehn Jahre später erscheint König Tiras am Hof von Larks Vater, um diesen an seine Treuepflicht im Krieg zu erinnern. Tiras nimmt die stumme Lark als Geisel mit sich. Beim Lesen wird schnell klar, dass die Geschichte der beiden schon lange vorher beginnt!
Die Liebesgeschichte ist intensiv und zärtlich zugleich. Lark fürchtet Tiras und lernt doch sehr schnell, dass er ebenso wenig frei ist wie sie. Politische Intrigen, Krieg, Flüche und verbotene Magie spielen eine wichtige Rolle in dem Leben der beiden 😍
Lark und Trias waren mir beide sofort sympathisch🤭 Sie sind starke Protagonisten, die versuchen ihre Wünsche zu erfüllen, auch wenn deren Pflichtbewusstsein versucht es zu verhindern. Beide wachsen über sich hinaus und ich habe ihre Gespräche abgöttisch geliebt! Stumm und Gespräche? Ihr werdet sehen, dass Buch lebt von Larks anregenden Gedanken!! 😁 Die Geschichte gleicht einem Märchen und die Wendungen zum Ende hin haben mich umgehauen!
Das Buch ist ein in sich abschließender Roman was ich fantastisch fand! Der Schreibstil war sehr bildlich, wodurch man das Gefühl hatte Jeru selbst gesehen zu haben. Ich freue mich schon wahnsinnig euch den zweiten Teil vorzustellen, denn da geht es dann um Kjell 😍 der mürrischer und äußerst loyaler Bruder von Tiras 🤭
- Evie Dunmore
Die Rebellinnen von Oxford - Verwegen
(167)Aktuelle Rezension von: elviraEin eigentlich gelungener Historischer Liebesroman! So viel sei schon mal gesagt. Der Schreibstil ist flüssig und sehr gut zu lesen. Man kann sich so gut in diese Zeit der Frauenrechtsbewegung reinversetzen. Die Atmosphäre ist gut rübergebracht. Annabelle ist eine starke Protagonistin. Sie kämpft für ihre Rechte und ich bewundere sie sehr. Mein einziger Schwachpunkt ist Sebastian. Ich wurde mit ihm so gar nicht warm! Ja er hat seine Gründe für seine harte Fassade. Nicht umsonst heißt es: Harte Schale, weicher Kern.
Und dennoch. Er war mir fast bis zum Schluss unsympathisch. Gegen Ende konnte man ihn besser verstehen und ich fand es echt gut, dass ihm die Augen bzgl. seines Verhaltens geöffnet wurden.
Nochmal aber etwas positives: Die geschichtlichen Anmerkungen der Autorin fand ich sehr gut. So konnte man alles gut einordnen.
Fazit: Eine sehr interessante Zeit die hier aufgegriffen wurde! Ich habe die Geschichte gerne gelesen und werde auch die Folgebände, in denen es um Annabelles Freundinnen gehen wird, lesen. - Kerri Maniscalco
Throne of the Fallen – Verführt
(77)Aktuelle Rezension von: GingerteabooksIch liebe Envy. Er ist so ein Arsch, aber nur weil er denkt, er müsste so sein. Eigentlich ist er so ein Softie. Camilla war auch echt interessant. Das Spiel war etwas frustrierend, aber es war dann ganz in Ordnung, wie alles am Ende zusammengepasst hat. Ich fand's interessant zu sehen, wie viel größer die Unterwelt ist. Ich bin gespannt, was im nächsten Buch noch dazu kommt. Lust und Sloth sind mir jetzt auf jeden Fall sympathischer.
- Cassandra Clare
Lady Midnight (Volume 1) (The Dark Artifices, Band 1)
(138)Aktuelle Rezension von: DianaECassandra Clare – Lady Midnight
Vor einigen Jahren wurden die Eltern der siebzehnjährigen Emma Carstairs ermordet. Im Gegensatz zum Rat der Schattenjäger ist Emma davon überzeugt, dass sie nicht von Sebastian Morgenstern ermordet wurden, sondern das mehr dahinter steckt. Jetzt geschieht ein weiterer Mord, ähnlich dem ihrer Eltern.
Emma und ihr Parabatai Julian Blackthorn übernehmen die Ermittlungen, als auch eine Delegation der Elfen sich an die Schattenjäger wendet.
Allerdings dürfen Schattenjäger und Elfen seit dem Kalten Krieg nicht mehr zusammenarbeiten, als die Elfen Julian aber dennoch ein Angebot machen, kann er nicht ablehnen.
Denn die wilde Jagd hat versprochen, ihnen Julians Bruder zurückzugeben. Der Halbelfe soll bei den Ermmittlungen helfen und darf dann entscheiden, ob er bei den Blackthorns bleiben will.
Allerdings ist das für Jules und Emma erst der Anfang der Schwierigkeiten...
Ich habe vor einiger Zeit die "Chroniken der Unterwelt Reihe" von Cassandra Clare gelesen.
Der Erzählstil der Autorin ist locker, leicht und modern. Es war überhaupt kein Problem in der Geschichte abzutauchen, die aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird und das Buch hatte ich in weniger als 24 Stunden fertig gelesen.
Die Story ist ein echter Pageturner.
Die Charaktere sind lebendig, facettenreich und detailliert ausgearbeitet. Zumindest was die wichtigsten Figuren wie Emma, Julian, Marc oder den Zwillingen angeht. Viele scheinbar wichtige Nebenfiguren blieben jedoch blass. Schön fand ich ein Wiedersehen mit Magnus, Clary und Jace, die kurz in der Geschichte auftauchen.
Emma ist eine hervorragende Schattenjägerin und in ihren Parabatai Julian verliebt. Das ist vom Gesetz her verboten, wir erfahren am Ende auch warum das so ist. Ändert aber natürlich nichts daran, dass sich die beiden trotzdem näher kommen, versuchen die Mordfälle zu lösen, Unschuldige zu beschützen und Marc versuchen wieder in der "realen" Welt zu verankern, der ziemlich unter den Elfen zu leiden hatte.
Wie grausam Elfen sein können, da bekommen wir einen sehr guten Eindruck.
Julian hilft seinem Onkel Arthur bei den Institutsangelegenheiten. Er scheint für jeden da zu sein, lädt sich immer mehr Last auf seine Schultern und droht daran zu zerbrechen. Für seine Familie und Freunde will er nur das beste, deswegen erschüttert ihn Verrat tief.
Ich will gar nicht mehr über die Charaktere sagen, wichtig ist hier: Das Figurenensemble das die Autorin erschaffen hat ist vielseitig, komplex aber wirklich gut aufeinander abgestimmt, sodass ich das Gefühl hatte, alles passt und rundet die Story ab.
Die verschiedenen Schauplätze sind zahlreich, aber alle sehr stimmungsvoll und bildhaft ausgearbeitet. Der Strand und die Weiten des Meeres sind genauso anschaulich und atmosphärisch ausgearbeitet, wie der Trainingsraum, das Institut oder der Schattenmarkt. Ich habe mich selten so wohl in einer Geschichte gefühlt.
Die Geschichte ist wirklich schön, ich habe sie gern gelesen, dennoch kommt sie an die "Chroniken der Unterwelt" Story noch nicht ganz heran. Ich mag, dass Spannung und Emotionen ausgewogen sind, ich mag, dass die Geschichte ihren eigenen Weg geht, und ich mag auch die zarte Liebesgeschichte zwischen Jules und Emma. Mir gefällt, dass sie zahlreiche Stolpersteine aus dem Weg räumen müssen und das ihre Ermittlungen auch mal feststecken. Dazu kommt die zwischenmenschliche Komponente die mit Schwierigkeiten in Julians Familie einhergehen. Für ganze 5 Sterne hat es für mich noch nicht gereicht, aber ich finde die Geschichte dennoch toll und von mir gibt es natürliich eine Leseempfehlung.
Das Coer ist hübsch, es hat mich sofort angesprochen.
Fazit: toller Auftakt rund um Emma und Julian, Schattenjäger, Kalten Krieg, Elfen und Dämonen. 4,5 Sterne.
- Zoraida Córdova
Die Mächte der Moria
(54)Aktuelle Rezension von: Msnici91Renata besitzt eine Gabe, die Fluch und Segen zugleich ist und die sogar von ihrem eigenen Volk, den magischen Moria, verachtet wird, denn sie kann den Menschen ihre Erinnerungen stehlen. Deshalb würde sie als Kind in den Palast des Königs gebracht, um dort sowohl die Gegner des Königs, als auch ihr eigenes Volk zu vernichten. Heute jedoch kämpft sie selbst an der Seite der Rebellen. Doch dann wird ihr Anführer und Geliebter Dez von den Truppen des Palastes gefangen genommen und Renata riskiert alles, um ihn zu retten und seine Mission zu Ende zu bringen. Dabei erinnert sie sich jedoch an einiges aus ihrer Vergangenheit und deckt ein Geheimnis auf, das ihr helfen kann, das Schicksal der Moria zu verändern.
Das wunderschöne Cover, welches von Covergott Alexander Kopainski gestaltet wurde, wirkt sehr mysteriös und spiegelt die Magie der Geschichte perfekt wieder.
Der Schreibstil der Autorin konnte mich von Anfang an packen, auch wenn es etwas gedauert hat, bis ich in die Geschichte hineingezogen wurde. Trotzdem war es ab der ersten Seite spannend, emotional und actionreich und ich konnte einfach nicht mehr aufhören, zu lesen. Ich habe mich jedoch nicht nur in die Welt der Moria verliebt, sondern auch in die tollen Protagonisten.
Renata kämpft nicht nur um die Anerkennung der Moria, sondern auch mit ihrer Vergangenheit, in der sie einiges Unrecht begangen hat. Trotzdem gibt sie nie auf und tut alles, um ihre Einheit und vor allem ihren geliebten Dez zu beschützen.
Dez ist der geborene Anführer und ist immer zur rechten Zeit am rechten Ort. Doch obwohl er Renata sehr liebt, hütet er doch einige Geheimnisse vor ihr und seiner Einheit.
Sayida ist neben Renata mein heimlicher Liebling. Sie strahlt eine tiefe innere Ruhe aus, ist loyal und freundlich und sehr hilfsbereit.
Doch auch die Antagonisten fand ich einfach klasse. Sie waren brutal, authentisch und richtig greifbar.
König Fernando regiert nicht nur sein Volk mit strenger Hand, sondern macht auch noch Jagd auf die letzten lebenden Moria.
Dabei hat er Hilfe von seiner rechten Hand Richter Mendez, der vor keiner noch so großen Gräueltat zurückschreckt.
Aber auch sein Sohn, der Blutprinz, Matahermano, Prinz Castian ist bereit zu Gewalt, um seine eigenen Ziele zu erreichen.
Besonders gut gefallen hat mir die Atmosphäre, die mich förmlich in die Welt der Moria hinein gezogen und nicht mehr los gelassen hat. Auch konnte die Geschichte einige tolle Plottwists bieten und Fähigkeiten, von denen ich so noch nichts gelesen habe.
Für mich ist die Mächte der Moria ein weiteres Highlight und sollte von jedem Fantasy-Fan gelesen werden.
- Jennifer Estep
Kill the Queen
(247)Aktuelle Rezension von: Kati21Ich war total begeistert von Kill the Queen und konnte es kaum erwarten, die nächsten Bücher der Reihe zu lesen! Jennifer Estep hat eine faszinierende Welt erschaffen, die von Beginn an fesselt.
Die Protagonistin, Everleigh, ist eine starke, aber auch verletzliche Figur, die sich in einer gefährlichen Welt voller Intrigen und Machtkämpfe behaupten muss. Es war spannend, ihre Reise zu verfolgen, und ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen.
Der Schreibstil von Estep ist packend und lebendig, sie schafft es, sowohl die Handlung als auch die Charaktere mit Tiefe zu versehen. Es gab so viele Wendungen, die mich völlig unerwartet getroffen haben. Das macht das Buch für mich zu einem wirklichen Highlight! Besonders die Mischung aus Action, Magie und politischen Intrigen hat mir sehr gut gefallen.
Auch die Nebencharaktere sind hervorragend ausgearbeitet, und ich finde, dass das Zusammenspiel zwischen den verschiedenen Figuren der Geschichte unglaublich gut gelungen ist.
Für Fans von Fantasy mit starken, komplexen Heldinnen und einer gut konstruierten Welt ist Kill the Queen definitiv ein Muss!
- Sophie Irwin
Wie man sich einen Lord angelt
(302)Aktuelle Rezension von: _lenas-buecherwelt_Nachdem ihr Vater Kitty und ihren vier Schwestern nichts als Schulden hinterlässt steht für Kitty fest: Sie muss einen reichen Mann heiraten. Als sie den perfekten Kandidaten schon fast für sich gewonnen hat, taucht dessen älterer Bruder auf und will die Hochzeit um jeden Preis verhindern ...
Am Anfang war ich, was Kitty angeht, ein wenig hin- und hergerissen. Einerseits spielt sie mit den Gefühlen ihrer Verehrer, andererseits kann ich sie aber auch verstehen, denn sie macht das alles nur, weil sie sich um die Zukunft ihrer Schwestern sorgt. Dafür würde sie sogar eine Hochzeit in Kauf nehmen, die sie nicht aus Liebe eingeht. Für ihre Schwestern würde Kitty wirklich alles machen. 💕
Kitty ist auch ziemlich clever und wie sie es Stück für Stück in die höhere Gesellschaft schafft ist wirklich beeindruckend. Kittys Schwestern sind aber auch sehr süß. Ich mag Beatrice sehr, aber auch Cecy, die sehr an Kunst und Literatur interessiert ist und in der auch eine Romantikerin steckt.
Auch die Familie von Kittys Auserwählten mochte ich sehr. Der älteste Bruder möchte seine Geschwister um jeden Preis beschützen und stellt Kitty dabei ganz schön auf die Probe und legt ihr einige Steine in den Weg. ✨️
Kittys Suche nach einem passenden Ehemann ist witzig, spannend und romantisch und hat ein tolles Setting. 💕 - Glen Cook
The Black Company 1 - Seelenfänger: Ein Dark-Fantasy-Roman von Kult Autor Glen Cook
(17)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDie „Black Company“ hat einen legendären Ruf unter denen, die Krieg führen wollen und eine erfahrene Truppe brauchen, denn die Söldner sind stark, schnell und ihrem Auftraggeber treu ergeben. Das haben sich die Kämpfer und Magier auf die Fahne geschrieben, die nun in ihrer angestammten Heimat nicht mehr so tun haben.
Deshalb lassen sie sich auch von der „Lady“ anwerben, einer sagenumwobenen Gestalt, die niemand gesehen hat und nun mit ihrer Magie und ihren Lakaien über den Norden herrscht. Nun müssen sie sich nicht nur mit den Rebellen, die sich unter dem Banner der Bruderschaft der Weißen Rose zusammengefunden haben, herumschlagen, sondern auch mit den zehn untereinander zerstrittenen Hexenmeistern, die ihrer Herrin dienen.
Die Schwarze Kompanie soll dabei helfen, die Aufständischen zu besiegen, was nicht gerade einfach ist, denn erstmals wird auch ihre Loyalität in Frage gestellt. Das weil vor allem Croaker zu erzählen, der Feldscher und Chronist der Schar.
MEDIADATEN
…Autor: Glen Cook
…Übersetzung: Andrea Blendl
…Verlag: Mantikore Verlag
…Format: Paperback
…Seiten: 385
…Erschienen: Juli 2015
…ISBN: 978-3945493281
…Preis: 14,95MEINE MEINUNG
Man merkt schon, das die Romanreihe einiges an Jahren auf dem Buckel hat, denn Glen Cook macht Nägel mit Köpfen und verzichtet auf die heute übliche Gefühlsduselei und den Blick in das Innere der Figuren. Der Ich-Erzähler macht sich zwar auch seine Gedanken, aber das sind kurze Überlegungen, die genau so wie die gesamte Erzählung knapp und abgehackt daher kommen. Der Roman liest sich daher eher wie ein Kriegsbericht, in dem die Ereignisse und Fakten aufgelistet werden, garniert mit ein paar Unterhaltungen der Kameraden.Nähere Beschreibungen gibt es kaum, auch bleibt der Hintergrund sehr schwammig, erfährt man doch tatsächlich nur das, was auch der Chronist mitbekommt, und das ist durch seine Arbeit nicht unbedingt immer das meiste.
Die Geschichte lebt von actionreichen Kämpfen, der Schilderung des Soldatenlebens und der ein oder anderen Begebenheit, die zum Schmunzeln veranlassen soll. Alles andere wird ein wenig zurückgestellt, so dass gerade die Figuren kein Profil erhalten, einige, so wie der Hauptmann werden noch nicht einmal beschrieben.
Man muss diesen Stil schon mögen, um wirklich mit der Geschichte warm zu werden, gerade weil nur die geradlinige Handlung im Mittelpunkt steht und alles andere pure Nebensache ist. Die Handlung plätschert eher mäßig spannend daher, allein die Tatsache ist spannend, dass der Autor hier nicht nach Gut und Böse trennt, sondern den Leser werten lässt. Immerhin kommt dann nach und nach doch ein wenig Spannung auf, weil sich Croaker und seine Kumpel betrogen fühlen und deshalb auch mehr über ihre Auftraggeber und deren Geheimnisse heraus finden wollen – immerhin sind sie nicht nur tumbe Draufschläger, sondern haben auch eine Menge Verstand und Erfahrung.
Die Geschichte endet naturgemäß mit vielen offenen Fragen, aber ein Anfang ist gemacht und die ersten Weichen wurden geschickt genug gestellt um neugierig auf mehr zu machen
„Seelenfänger“, der erste Band von „The Black Company“ gibt die Richtung vor – Fantasy-Abenteuer aus der Sicht von Söldner, die einmal nicht auf der Seite des moralisch Guten stehen, sondern eher des Bösen, müssen ihren ehrenhaften Weg in einem Krieg finden, in dem es eigentlich keine Gewinner geben kann.
MEINE WERTUNG
3,5 von 5 Seelenfänger - Mario Giordano
Tante Poldi und die Früchte des Herrn
(109)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeTante Poldi ist eine ungewöhnliche Protagonistin. Sie kommt aus Bayern, lebt in Italien, ist in ihren 60ern, sehr selbstbewusst und die Freundin des Kommissars. Sie ist dem Alkohol nicht abgeneigt und ermittelt gerne mal.
Hier im zweiten Band der Reihe findet sich in den Weinreben eine Leiche, doch der Winzer hat ein Alibi – er war mit Tante Poldi zusammen!
Die ganze Geschichte ist etwas überdreht, teilweise skurril, durchaus spannend und auf jeden Fall unterhaltsam. Der Humor ist besonders. Mir hat das Buch gut gefallen und ich freue mich auf den nächsten Band!
29.01.2025
- Lin Rina
Elisa Hemmiltons Kofferkrimi
(170)Aktuelle Rezension von: Thess12345Inhalt:
Als eines Tages ein großer Koffer durch das Dach der Bibliothek kracht, beginnt für Elisa Hemmilton ein Abenteuer, das sie mitten in einen höchst ungewöhnlichen Kriminalfall führt. Eigentlich ist Elisa Studentin, unterstützt von einer großzügigen Gönnerin, und hat mit Ermittlungsarbeit wenig zu tun. Doch der mysteriöse Koffer weckt sofort ihre Neugier.
Wenig später landet das Stück bei dem jungen Mechaniker und Uhrmacher Jamie Lennox, der die technischen Einzelheiten begutachten soll. Was harmlos beginnt, entwickelt schnell eine Dynamik, in der die beiden mehr und mehr in die Rolle von Hobby Ermittlern hineinrutschen, auch weil die Polizei sich mit voreiligen Verdächtigungen in eine Sackgasse manövriert.
Die Ereignisse werden in Form eines Berichts erzählt, den Elisa im Nachhinein für die Behörden verfasst. Dazu kommen zahlreiche handschriftliche Zwischenbemerkungen, die das Ganze wie ein lebendiges, persönliches Dossier wirken lassen und der Geschichte einen besonderen, humorvollen Rahmen geben.
Eigene Meinung:
Elisa mochte ich schon aus den Staubchroniken, aber hier zeigt sie noch einmal sehr deutlich, wie viel Charakterstärke und Entschlossenheit in ihr steckt. Sie ist unabhängig, neugierig, manchmal impulsiv und genau das macht sie so liebenswert. Dass sie sich nicht davor scheut, eigenständig nachzuforschen, bringt nicht nur Spannung, sondern auch eine angenehm frische, moderne Note in die viktorianisch angehauchte Welt.
Jamie ist der perfekte Gegenpol, ruhiger, vorsichtiger, ein wenig verplant und definitiv nicht der Typ, der freiwillig in ein Abenteuer stürzt. Dadurch entsteht zwischen den beiden eine wunderbare Dynamik, die humorvoll, charmant und authentisch ist, ohne je ins Übertriebene abzurutschen.
Besonders gelungen fand ich die Gestaltung des Buches, der Berichtsstil kombiniert mit den Randnotizen ist nicht nur kreativ, sondern macht die Geschichte lebendig und vielseitig. Man hat das Gefühl, die Figuren direkt zu erleben und nicht nur über sie zu lesen.
Der Kriminalfall selbst war spannend aufgebaut und bot genau die richtige Mischung aus Geheimnissen, falschen Fährten und kleinen Puzzleteilen, die sich nach und nach zu einem stimmigen Bild zusammenfügen. Ich habe die Ermittlungen sehr gerne mit Elisa und Jamie verfolgt und war immer wieder überrascht, wie clever Lin Rina kleine Hinweise einwebt.
Zwischendurch gibt es ruhigere Passagen, aber durch Elisas charmante Erzählstimme und die humorvollen Kommentare wirken selbst diese nie langatmig. Gerade die Mischung aus Spannung, Witz und viktorianischem Flair macht den Roman so angenehm zu lesen.
Fazit:
Elisa Hemmiltons Kofferkrimi ist ein atmosphärischer, warmherziger und clever konstruierter Kriminalroman, der durch seine besondere Erzählweise und zwei sehr sympathische Hauptfiguren heraussticht. Elisa und Jamie sind ein tolles Ermittlerduo, das man gern begleitet, voller Gegensätze, aber mit viel Herz.
Der Fall ist spannend, die Gestaltung kreativ, der Humor fein eingestreut.
Von mir gibt es 4 Sterne, eine klare Empfehlung für Fans der Staubchronik Welt, aber auch für alle, die historische Krimis mit einer besonderen Note lieben.
- Cathy Bramley
Fliedersommer
(29)Aktuelle Rezension von: Eva_GHolly Swift lebt schon ihr ganzes Leben in der kleinen Ortschaft nahe dem herrschaftlichen Anwesen Wickham Hall. Sie liebt die Fest im Herrenhaus und den angrenzenden Parks und verbindet ihre schönsten Kindheitserinnerungen damit. Als sie nun aufgrund der Plete ihres alten Arbeitsgebers arbeitslos geworden ist, hat sie bisher noch keinen neuen Job gefunden, allerdings steht noch eine Bewerbung aus - nämlich die als Assistentin der Eventmanagerin des Gutes. Überraschend wird sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen und erhält bereits kurze Zeit später die Zusage. Holly ist überglücklich und freut sich sehr auf die neue Arbeit, allerdings muss sie vom ersten Tag an alleine zurechtkommen, denn ihre Chefen Pippa hat große familiäre Probleme und muss schließlich sogar kündigen. Dennoch gibt Holly nicht auf und spürt, wie sehr Wickham Hall ihr eigentlich am Herzen liegt. Und auch ihr neuer Boss und gleichzeitig der Sohn der Besitzer, bleibt ihr ganz besonders in Gedanken...
Cathy Bramley erzählt die Geschichte von Holly, ihrer neuen Arbeitsstelle, ihren Problemen zuhause und dem Glück, so wunderbare neue Arbeitskollegen zu haben, sehr unterhaltsam und kurzweilig. Obwohl die Handlung keine großartigen oder überraschenden Wendungen bereithält, gelingt es der Autorin, die Seiten nur so dahinfliegen zu lassen.
Eigentlich hatte ich den Roman vorallem wegen des Titels von meinem Stapel ungelesener Bücher befreit, denn gerade blüht der Flieder draußen so prachtvoll und wunderschön, dass ich kein Buch passender fand, allerdings habe ich beim Lesen niemals einen besonderen Fokus auf Flieder erkennen können. Nichtsdestotrotz fand ich den Roman sehr schön und habe das unaufgeregte Lesen sehr genossen, denn ich konnte meinen Alltag vergessen und wunderbar entspannen.
- Evie Dunmore
Die Rebellinnen von Oxford - Unerschrocken
(94)Aktuelle Rezension von: rosarium„Die Rebellinnen von Oxford – Unerschrocken“, von Evie Dunmore, ist der zweite Band der Rebellinnen von Oxford – Reihe.
Lucinda war ein brillanter Charakter. Ihrer Zeit, den Gepflogenheiten und Gedanken weit voraus, auch jetzt noch. Ich mochte auch, wie ihre Emotionen und ihre Vergangenheit aufgearbeitet wurden und sie sich entwickelte. Und das alles rund um Oxford geschah, was ein bildschöner Anblick mitsichbrachte. Auch der männliche Protagonist Tristan war gut dargestellt und zeigte vor allem unterschwellig, wie er Opfer war von toxischer Männlichkeit und Kontrollsucht. Tristan und Lucinda gemeinsam hatten eine tolle Dynamik und lernten vor allem viel voneinander. Die Freundesgruppe rund um Lucinda brachte einmal Konflikte mit sich, zum anderen aber auch Hilfe und Unterstützung und das war toll zu lesen. Generell mochte ich auch, wie gut recherchiert einzelne Themen zu den Frauenrechten 1890 waren und verbunden wurden mit der Emanzipation, der Selbstentscheidung einer Person. Der Schreibstil war flüssig, sehr emotional und der Zeit gemäß passend. Die Story war einfach nur grandios und ich hatte so viel Spaß an ihr. Von den kleinen Momenten, wie Lucinda und Tristan sich näher kamen, bis hin zu den politischen Debatten, den zwischenmenschlichen Konflikten und der Tatsache, dass es Sachen gibt, die an die Öffentlichkeit müssen und um die es sich zu kämpfen lohnt. Ich fand auch den Endkonflikt, in dem es mehr um Gerechtigkeit ging, als um Liebe, super realistisch für Lucindas Charakter. Für das gesamte Buch.Fazit. Wow. Ich bin hin und weg. Dieses Buch erzählt so schön die Geschichte einer Frauenrechtlerin, die Liebe findet und doch für ihre Rechte, ihre Wahlen, kämpft. Ich hatte super viel Spaß an der Geschichte und kann sie nur wärmstens empfehlen.
Das Buch hat von mir 5/5🌹bekommen.
Liebe Grüße El. Rosé Bellarium🌹
- Susan Elizabeth Phillips
Kopfüber in die Kissen
(238)Aktuelle Rezension von: autoimmunsdiaryDie Geschichte wurde wie immer, wenn es um S.E.Phillips Romane geht, mit viel Liebe und einer noch größeren Portion Humor entworfen und bezaubernd umgesetzt. Ein Genuß, wirklich jedesmal aufs Neue!
S.E.Phillips versteht sich wie keine andere auf dem Gebiet der romantischen Literatur.
Inhalt: Lady Emma aus England flieht nach Texas, um dort ihren sauberen Ruf zu vernichten. Sie soll heiraten, einen alten, adeligen Schnösel.
In Texas trifft sie auf Kenny, der zwar schön, reich und begehrenswert ist, jedoch in seinem Heimatstädtchen einen gewissen Ruf hat - den Ruf eines Taugenichts, der außer Golf spielen nichts kann.
Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein und doch scheinen sie genau das zu haben, was der jeweils andere schon so lange gesucht hat!























