Bücher mit dem Tag "lähmung"
17 Bücher
- Jojo Moyes
Ein ganzes halbes Jahr
(11.894)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Zentrum der Geschichte steht die aus einfachen Verhältnissen kommende Louisa Clark, die aus Geldnot einen Pflegejob bei einer wohlhabenden Familie annimmt und so den gelähmten Will Traynor kennenlernt. Als Louisa erfährt, dass Will sich in sechs Monaten das Leben nehmen will, entwickelt sie einen Plan um ihn doch noch umzustimmen. Die realitätsnahe Geschichte entwickelt sich beständig und hält eine ausgewogene Balance zwischen Humor und Tragik.
Bei den Protagonisten steht Louisa im Mittelpunkt der Handlung, aus deren Sicht die Geschichte größtenteils in Form der Ich-Perspektive erzählt wird. Bei den relevanten Nebenprotagonisten ist Will eine sehr interessante Figur und beide machen während der Handlung eine große Charakterentwicklung durch, die der Haupttreiber für die Dynamik des Buches darstellt.
Wer emotionale Schicksalsromane mit Tiefgang und ohne Kitsch mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist sehr eingänglich, flüssig und von einem feinen Humor durchzogen.
Insgesamt kann ich das Buch sehr empfehlen. - Sarah J. Maas
Throne of Glass – Der verwundete Krieger
(722)Aktuelle Rezension von: Bookish_Dreamer„Throne of Glass“ Band 6 war für mich insgesamt wieder eine spannende Reise. Das Setting war wie immer unglaublich atmosphärisch beschrieben und ich konnte mir jeden Ort, jede Szene und die ganze Welt richtig gut vorstellen. Genau das liebe ich so an der Reihe — man taucht komplett in die Geschichte ein. Auch die Charaktere haben mir wieder super gefallen, weil sie alle auf ihre eigene Art besonders sind und sich toll weiterentwickeln.
Allerdings muss ich sagen, dass sich das Buch gegen Ende etwas gezogen hat und manche Stellen für mich dadurch ein wenig ermüdend waren. Trotz vieler starker Momente war es für mich persönlich bisher leider das schwächste Band der Reihe.
Trotzdem bin ich natürlich neugierig geblieben und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht 😅
- Sarina Bowen
The Ivy Years - Bevor wir fallen
(736)Aktuelle Rezension von: blue-jenSeit einem Sportunfall ist Corey Callahan auf den Rollstuhl angewiesen, doch ihren Platz am renommierten Harkness College will sie auf keinen Fall aufgeben! Gleich an ihrem ersten Tag trifft sie auf Adam Hartley, der sich beim Eishockey das Bein gebrochen hat und deshalb im behindertengerechten Wohnheim einquartiert wurde - im Zimmer direkt gegenüber. Corey weiß augenblicklich, dass sie das in Schwierigkeiten bringen wird: Adam ist gutaussehend, lustig und schlau. Aber er hat eine Freundin. Und auch wenn Corey sich von niemandem besser verstanden fühlt als von Adam und sie sich sicher ist, dass es ihm genauso geht - für sie beide gibt es keine Chance ...
Ich habe mich sehr auf die Reihe gefreut, da ich vor ewigen Zeiten mal ein Buch der Autorin gelesen hatte, dass mir wirklich gut gefallen hat. Besonders spannend fand ich den Plot, dass es nicht um den super Bad Boy und das schönste Mädchen des Campus ging, sondern die Personen diesmal relativ real wirkten.
Allerdings gefielen mir im Laufe des Buches einige Charaktere nicht mehr so gut, da sehr viele Klischees bedient wurden, z.B. Stacia. Ein reiches verwöhntes und verzogenes Prinzesschen. Auch Adam und corey waren teils etwas schwierig, da Adam manchmal wirkte als habe er gar keine Emotionen und Corey wirkte manchmal etwas zu taff. Auch fand ich manche Szenen im Umgang mit ihrer Behinderung etwas schwierig, da Sie doch recht schnell übergangen wurden. Vorallem Adams Idee an seinem Geburtstag ging für mich gar nicht.... das war absolut unnötig.
Dafür gefielen mit aber Dana und Daniel prima.
Ansonsten war es drumherum eine recht klassisches Campusliebesgeschichte.
Der Schreibstil war super, sodass ich das Buch alles in allem gerne gelesen habe und mich auch auf die Folgebände freue.
Daher 3,5 Sterne
- Emma Scott
Light Up the Sky
(492)Aktuelle Rezension von: HarukiNach dem Lesen des ersten Bandes hätte ich nicht gedacht, dass Light Up the Sky die Geschichte noch einmal übertreffen könnte. Zu Beginn des zweiten Teils war ich daher eher skeptisch – doch dieses Gefühl hielt nicht lange an. Denn das Ende hat mich vollkommen überrascht und tief berührt.
Wie bereits im ersten Band konnte mich Emma Scotts Schreibstil erneut voll überzeugen. Er ist flüssig, rund und emotional, sodass ich mich schnell wieder in der Geschichte zurechtgefunden habe und mühelos durch die Seiten getragen wurde.
Besonders gelungen fand ich die Weiterentwicklung der Charaktere, die auf mich sehr realistisch und glaubwürdig wirkte.
Autumn ist deutlich erwachsener und reifer geworden. Zwar bleibt sie ein sehr gefühlsbetonter Mensch, doch ihre Entscheidungen wirken überlegter und reflektierter, was ihre persönliche Entwicklung schön unterstreicht.Connor hingegen hat mich im zweiten Band stellenweise etwas frustriert. Seine Erlebnisse im Krieg und die daraus resultierende posttraumatische Belastungsstörung sind nachvollziehbar und sensibel dargestellt. Dennoch fiel es mir schwer, seinen innerlichen Rückzug und vor allem das Gefühl, Weston im Stich zu lassen, zu akzeptieren – insbesondere vor dem Hintergrund ihrer jahrelangen Freundschaft. Gleichzeitig ist mir bewusst, dass jeder Mensch traumatische Erfahrungen auf seine eigene Weise verarbeitet, was sein Verhalten wiederum realistisch erscheinen lässt.
Weston war auch in diesem Band ein unglaublich starker und berührender Charakter. Seine persönliche Entwicklung ist beeindruckend. Die Querschnittslähmung stellt einen massiven Einschnitt in sein Leben dar, doch ich hatte das Gefühl, dass er letztlich daran gewachsen ist. Mit der Unterstützung seines Professors, der ihm einen entscheidenden Anstoß gibt, richtet er sein Leben neu aus und schlägt einen Weg ein, der sich für ihn richtig anfühlt. Auch die Verarbeitung seines Kindheitstraumas wird sensibel und glaubwürdig dargestellt.
Die emotionale Dynamik zwischen Autumn, Connor und Weston ist im zweiten Teil sogar noch intensiver als zuvor. Verrat, Vertrauensbrüche und Enttäuschungen sind ebenso spürbar wie Liebe, Verbundenheit und tiefe Freundschaft. Beim Lesen konnte ich all diese Gefühle nahezu körperlich miterleben – mehr als einmal kamen mir die Tränen. So stark mitzufühlen ist mir schon seit Jahren bei keinem Buch mehr passiert.
Light Up the Sky steckt voller Emotionen und Tiefe. Ich bin begeistert davon, wie sehr mich dieses Buch bewegt hat, und habe mir direkt weitere Werke von Emma Scott gekauft.
Eine absolute Leseempfehlung für alle, die emotionale Geschichten mit starken Charakteren und intensiven Beziehungen lieben.
- Nadine Erdmann
Cyberworld 1.0: Mind Ripper
(197)Aktuelle Rezension von: Angel12_07Oh wow, was für ein cooler Auftakt.
Die Idee finde ich persönlich ja mal echt gut (vor allem, weil ich selbst gern spiele) und die Figuren noch viel besser. Nadine hat es wieder geschafft, Charaktere zu schreiben, die einem absolut ans Herz wachsen und deren Zusammenspiel echt klasse ist. Dazu kommen ganz normale Probleme, Gefühle und halt "Zukunftsmusik"... plus Spannung und einer (leider schnellen) Wendung, die ich nicht erwartet hätte.
Die nächste Reihe von ihr, die einen fesselt, Tiefgang hat und in eine andere "Realität" entführt.
- Jussi Adler-Olsen
Selfies
(47)Aktuelle Rezension von: S_MaltDieser 7. Teil aus der Serie um das Sonderdezernat Q unter der Leitung von Carl Mørck fällt aus meiner Sicht wieder ab.
Es werden einfach zu viele Handlungen sehr konstruiert zusammengeführt. Drei junge Frauen, die davon überzeugt sind, dass der Staat sie gefälligst zu versorgen hat. Die eine hält sich nebenbei noch ein paar Sugar-Daddys, die andere entzieht sich der Arbeitssuche durch wiederholte Schwangeschaften, die dritte lebt bei ihrem Freund, bezieht aber Wohngeld für eine Wohnung die sie nicht mehr bewohnt; und allen gemein, der Glaube, eigentlich doch besseres verdient zu haben - und die Sozialamts-Mitarbeiterin. Letztere hat genug von den Schmarotzern der Gesellschaft; nach der Diagnose Brustkrebs beschließt sie, diese von der Welt zu tilgen. Sie lernt über das Internet, wie man Autos knackt und, wie man sich einen Schalldämpfer baut.
Ihr erstes Opfer ist eines der genannten jungen Frauen; diese überlebt den Unfall und erkennt die Fahrerin. Das Trio nimmt sich vor, den Spieß umzudrehen. Außerdem überfallen sie einen Nachtclub und erschießen (ausversehen) anschließend eine Kleinkriminelle. Dies geschieht mit der alten Luger des Großvaters einer der Mädchen. Die Großmutter derselben ist vor einiger Zeit ermordet aufgefunden worden. Dieser Mord wiederum hat Ähnlichkeit mit einem Cold Case, den das Sonderdezernat Q bearbeitet. Und dann tauchen die drei Frauen in der Wohnung dieser Großmutter unter - in direkter Nachbarschaft zu Roses Wohnung. Diese wiederum steckt in einer schweren psychischen Krise. Außerdem spielt die Vergangenheit des besagten Großvaters eine Rolle in der ganzen Geschichte - und der totgeglaubte Vater einer der jungen Frauen taucht auch wieder auf. Und zu erwähnen ist noch, dass die Automörder-Sozialamt-Mitarbeiterin nicht erfolglos in ihren Taten bleibt; doch da es - außer dem Team vom Sonderdezernat Q - in Kopenhagen keine fähigen Polizisten gibt, entwischt sie immer wieder.
In Roses Vergangenheit werden dunkle Geheimnisse um den brutalen Unfalltod ihres tyrannischen Vaters aufgedeckt; und Rose selbst lebt seit Jahrzehnten in einer zweiten Identität, deren Lebensumstände so krass sind, dass es einfach nur unglaubwürdig ist, dass dies nicht bemerkt worden wäre. Und dann bekommt auch noch der Körper des gelähmten Freundes und Ex-Kollegen von Carl wieder Gefühl und Schmerzempfinden in Schulter und Arm.
Sorry, das war alles zu viel, zu wirr, zu konstruiert.
Es hing alles zusammen - und niemand hat etwas gemerkt. Tatsächlich - neudeutsch - too much.
Ich mache - einmal mehr - eine Pause vom Sonderdezernat Q und hoffe, dass sich Teil 8 dann wieder etwas fängt. Schade, die Serie hat - mit all ihren schrulligen und doch liebenswerten Charakteren - so schön angefangen.
Wegen des Sprechers Wolfram Koch, der seine Sache gut macht und wegen einzelner sehr guter Ansätze, gebe ich 2/5 Sternen.
- Philippe Pozzo di Borgo
Ziemlich beste Freunde
(329)Aktuelle Rezension von: eumel8Vermutlich kennt jeder den Film "Ziemlich beste Freunde", mindestens das französische Original und nicht die seichte Hollywood-Kopie. Das Buch ist mir nun in die Hände gerutscht, nachdem ich die Filme vor etlichen Jahren gesehen habe. Es fängt auch ganz anders an als der Film. Die ganze Vorgeschichte wird erzählt. Das Adelsgeschlecht der Pozzos, ihre Landgüter, Schlösser und das berphmte Stadthaus in Paris, was im Film auch die Hauptrolle spielt. Im Buch wird aber auch die gesamte Kindheit des Philippe Pozzo erzählt, mit allerlei frivolen Anekdoten und Geschichten, die dann in die Liebe seines Lebens mündet, die tragisch ums Leben kommt. Apropos tragisch: Die Behinderung wird durch einen Sportunfall verursacht, bei dem Mut mit Leichtsinn verwechselt wurde. Da sieht man mal, das Geld alleine auch nicht glücklich macht und auch blaues Blut manchmal blöd ist. Interessant auch die Tatsache, dass Philippe Geschäftsführer von Champagnes Pommery. ist, die Marke hat wohl auch jeder schon mal gehört. Und so gibt es viele andere Details, die nicht im Film vorkommen, das Buch ist auch nur 98 Seiten lang, streckt such aber dennoch am Ende etwas, da ja quasi ausser Erinnerungen nichts Neues zu erwarten ist. Der Pfleger hingegen ist genauso wie im Film, nur eine Nuance härter, verprügelt auch schon mal andere Verkehrsteilnehmer. Hat man im Film auch wohlweisslich drauf verzichtet.
Und so lohnt sich das Lesen dieses Buches als schneller Zeitvertreib. Eventuell lernt man auch etwas aus der Perspektive eines Rollstuhlfahrers, was in der heutigen Zeit der Pseudo-Diversität total verloren geht.
- Anna Rosina Fischer
Für immer und dich
(44)Aktuelle Rezension von: beritjohhJonas, ein ganz normaler Teenager aus Berlinmitte, trifft in der S-Bahn auf ein interessant wirkendes Mädchen. Gekleidet wie eine Ballerina fährt sie durch hippiege Stadtteile Berlins. Jonas ist so fasziniert von ihr, dass er sie schließlich anspricht und die beiden in interessante Gespräche kommen, die sie erst noch versucht abzublocken. Doch Jonas bleibt solange stur, bis die beiden sogar sich so gut miteinander verstehen, dass sie länger als nötig in der Bahn sitzen bleiben, und dann auch noch zusammen aussteigen, um zu einem zugefrorenen See zu gehen. Nach diesem Abenteuer sieht Jonas Josephine nie wieder- bis zu einem Tag, als Jonas mit seiner körperlich behinderten Schwester zu einem Sommerfest des Krankenhauses geht, und dort auf die ebenfalls im Rollstuhl sitzende Josephine trifft, die ihn nicht mehr erkennt. Wie sich herausstellt, hatte Josephine einen Unfall in einem S-Bahn-Hof, wo sie geschubst wurde, und von dem Moment an, ihr Rückenmark geschädigt ist, und auch ihre Erinnerungen weg sind. Jonas versucht alles mögliche, um wieder Josephine zu sich gewinnen, weshalb sie sich wieder näher kommen, und schließlich längere Zeit miteinander verbringen, und ein Paar werden. Jonas versucht Josephine zu zeigen, dass sie so absolut genug ist, auch im Rollstuhl.
Eine tragische und trotzdem sehr schöne Liebesgeschichte, mit wichtiger Message: Sich selbst so zu lieben, wie man ist.
- Samuel Koch
Rolle vorwärts
(6)Aktuelle Rezension von: GluehsternchenInhalt: Samuel Koch selbst liest/spricht sein Leben. Seine Gedanken. Sein Sein!
Meinung: Ich bin ziemlich begeistert.
Sowohl von diesem Leben, das so ein heftiges Auf und Ab ist, als auch von der Zuversicht, der Ehrlichkeit, der Menschlichkeit, dem trockenen Humor und dem Glauben, der ja doch auch eine wesentliche Rolle spielt.Man wird so klein und demütig, auch wenn ich Schmerzen auch kenne, täglich.... ist es für mich unvorstellbar mich nicht alleine zu bewegen geschweigedenn zu essen, zu leben...
Es ist schon ein grenzwertiges "Dasein", von dem ich auch nicht weiß, wie ich damit klar käme... dieses "gefangen im Betonklotz Körper" das klingt wahrlich erschreckend und das kann ich mir vorstellen. Das ist schlimm... und doch gibts wieder die schönen Momente. Die Listen. Die Freunde. Das Schauspielern.
Das Hörbuch ist echt toll und ich werde es weiterempfehlen!
Mit hat auch die Stimme sehr gut gefallen. Es war NIE langweilig, auch wenn es echt lang ist, wenn man da so zuhört, aber es war immer sehr kurzweilig.Die Themen sind auch super, manchmal hätte man sich noch mehr Tiefgang gewünscht, grad wo er die Mails vorliest, da denkt man: "Ja und? Wie ist es nun ausgegangen?" :D
Oder Sterbehilfe... schweres Thema, wichtiges Thema! Ja man könnte jetzt viel diskutieren. Ich fand es echt super und es hat wirklich Freude gemacht zuzuhören!
Definitiv auch beigetragen hat es, sich über das eigene Leben wieder mehr Gedanken zu machen, sich bewußter wahrzunehmen und das Leben wieder mehr zu schätzen! Man muß es sich nur immer wieder ins Gedächtnis rufen.Auch unsere 11 jährige Tochter hat gebannt mitgehört.
Mit 4 Cds ist es sehr lang, aber nie langweilig. Die ersten 3 Cds gehen um die 70 min und die 4. dann 45min.
Fazit: Spannend, toll, lehrreich, nachdenklich, witzig, immer wieder anrührend! Danke!
- Johanna Spyri
Heidi
(151)Aktuelle Rezension von: DigitalerNomadeDieses Buch ist einfach zauberhaft. Die Geschichte von Heidi ist liebevoll erzählt und perfekt für Leseanfänger. Die bunten Illustrationen machen die Abenteuer auf der Alm noch lebendiger und laden zum Entdecken ein. Besonders gefällt mir, wie Freundschaft, Mut und die Natur kindgerecht vermittelt werden. Mein Kind war sofort begeistert und wollte das Buch immer wieder lesen. Ein wunderschöner Einstieg in einen echten Klassiker.
- Cameron Bloom
Penguin Bloom
(18)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEin wunderbares Buch, im wahrsten Sinne des Wortes. Hat doch dieser kleine Vogel ein kleines Wunder vollbracht, denn er hat einer agilen Frau, die nach einem Unfall gelähmt ist, neuen Lebensmut und Hoffnung gegeben. Das Buch ist toll bebildert und macht Spaß. Leider war es viel zu schnell vorbei. Ich hätte mir noch mehr Geschichten gewünscht, die etwas tiefer in die Erlebnisse mit dem Vogel eingehen, aber trotzdem ist das Buch sehr zu empfehlen. - Mark Billingham
Der Kuss des Sandmanns
(44)Aktuelle Rezension von: Stefan83Wenn Komiker plötzlich auf die Idee kommen Spannungsliteratur zu schreiben, sollte man eigentlich wohl eher skeptisch sein. Im Falle von Mark Billingham besteht dazu jedoch überhaupt kein Anlass. Als Alternative zu Ian Rankin und Harlan Coben mir empfohlen, hat sich der englische Autor sofort in den erweiterten Kreis meiner Bestenliste geschrieben. Sein Debütroman "Der Kuss des Sandmanns" legt nicht nur einen furiosen Start hin, sondern überzeugt auch durch einen eigenen Stil, der sich im Pool der Konkurrenz durchaus zu behaupten weiß. Dies liegt nicht zuletzt an der Hauptfigur, dem Inspektor Tom Thorne, der im Gegensatz zu seinen Kollegen Rebus oder Mankell äußerlich eher unauffällig ist. Gerade mal knappe 1,70 m groß, eher stämmig gebaut und mäßig gut aussehend, passt er nicht in das Profil der derzeitigen Krimihelden und hat doch enorm Potenzial für eine lange Karriere als Serienheld. Diese nimmt hier ihren Anfang, wenngleich man bei Billinghams Schreibstil den Eindruck bekommt, dass man schon ein paar Bände verpasst hat, derart prompt ist der Beginn, wird der Leser eiskalt ins Wasser geworfen. Tom Thorne steht am Krankenbett von Alison Willet, dem letzten Opfer eines eiskalten Mörders, der die Polizei seit Wochen auf Trab hält. Seine Ziele, immer Frauen, tötet er stets durch einen gezielten Druck auf die Halsschlagader. Nur Alison hat seinen Angriff überlebt, dafür aber jegliche Beweglichkeit einbüßen müssen. Komplett gelähmt und aufgrund des so genannten "Locked-In-Syndroms" nicht in der Lage zu reden, ist sie nun eine Gefangene ihres eigenen Körpers... und ironischerweise Thornes einzige Zeugin. Während sich der Inspektor in den Fall stürzt und dabei besonders eine Person immer mehr im Verdacht hat, kommen ihm langsam Zweifel. Was wenn der Angriff auf Alison kein Fehlschlag war? Ist sie vielleicht sogar die einzige, bei der der Mörder es richtig gemacht hat? Was spannend klingt braucht anfangs eine ganze Weile um in Gang zu kommen. Da schon viel vorher passiert ist, hält sich Billingham ziemlich lange mit der Schilderung der Hintergründe und der Vorstellung der Personen auf. Ein Art und Weise, die den ein oder anderen dazu bewegen könnte, das Buch vorzeitig beiseite zu legen. Mich persönlich hat es jedoch nur neugieriger gemacht. Und die Geduld zahlt sich aus. Mit jeder Seite wird der Plot bald dichter, verfolgt man Thornes verbissene Ermittlungen, der auch vor nicht ganz legalen Mitteln nicht zurückschreckt und eine Suspendierung in Kauf nimmt. Gleichzeitig ist es faszinierend Alisons Gedanken zu verfolgen (hier schimmert zwischen den Zeilen auch der Komiker Billingham durch), die ihre Umwelt regungs- aber nicht teilnahmslos verfolgt. Aufgrund der Tatsache, dass ein Großteil des Buches im Krankenhaus-Milieu stattfindet, fühlte ich mich hier streckenweise stark an Gerritsens "Der Chirurg" erinnert. Mit dem Unterschied, dass die Auflösung hier noch um einiges gelungener ist. Insgesamt ist "Der Kuss des Sandmanns" ein sehr spannender Krimi-Thriller-Mischling, der gekonnt auf die falsche Fährte führt und doch immer wieder zum Miträtseln animiert. Freue mich jetzt schon auf einen hoffentlich ähnlich starken zweiten Band. - Katherine Center
Hinter den Wolken die Sterne
(26)Aktuelle Rezension von: NyangrisFireWas habe ich mich teilweise schwer getan mit diesem Buch…
Verspricht der Klappentext eine süße Geschichte, ja vielleicht sogar ein paar tolle Gänsehautmomente, wurde ich mit einem uninspirierten Klischee nach dem anderen bombardiert.
Grade auf den ersten 150-200 Seiten waren es so viele Klischees, dass ich aus dem Augenrollen gar nicht mehr herauskam und das Buch tatsächlich pausieren musste.
Nachdem ich mich jedoch wieder dazu aufgerafft habe endlich weiter zu lesen, wurde ich die restlichen Seiten mit einer durchschnittlichen Lovestory unterhalten, die tatsächlich auch 2-3 ganz süße Momente bieten konnte, auch wenn das Ende mir wieder viel zu viele Klischees hatte…
Die Charaktere sind leider auch allesamt Stereotypen, die mich mit ihren Handlungen kaum bis gar nicht überraschen konnten, war es alles doch sehr vorhersehbar.
Grade Maggie, die Protagonistin, hätte ich gern mehrfach mit ihrem eigenen Buch auf den Kopf gehauen, da sie so oberflächlich, naiv und teilweise kindisch war. Kann man über Klischees hinweg sehen, wird man sicherlich ein paar unterhaltsame und kurzweilige Lesestunden mit „Hinter den Wolken die Sterne“ haben, doch mich konnte es leider nicht so sehr überzeugen, wie ich gehofft hatte. - Gabriele Popma
Umwege zum Glück
(20)Aktuelle Rezension von: ReinschiCorinna entwickelt sich von einer schüchternen Teenagerin zu einer selbstbewussten, durchgreifenden und liebevollen Frau. Sie erlebt viele Höhen und Tiefen. Mit der richtigen Taktik bringt sie einen Behinderten wieder auf den rechten Weg und zeigt ihm, dass das Leben nach einem Unfall noch lebenswert ist.
Der Roman ist wieder sehr gut geschrieben. Es liest sich sehr flüssig, ist bildhaft beschrieben, dass man immer im Geschehen dabei ist. Ich konnte ihn gar nicht mehr aus der Hand legen, da man sehr oft mitfiebert. Bei solchen Romanen geht mir einfach nur das Herz auf und man kann allen Kummer vergessen. Freue mich schon auf die Fortsetzung.
Habe schon einige Romane von der Schriftstellerin gelesen und bin bei jedem Buch begeistert. 🥰
- Michelle Willingham
Eine Braut für den Earl
(43)Aktuelle Rezension von: shamrock_booksAls ein halbnackter Mann plötzlich in ihrem Garten steht, ist Lady Rose hin und her gerissen. Der Fremde behauptet, Iain Donovan, Earl of Ashton, zu sein und auf Einladung ihrer Großmutter nach England gekommen zu sein. Er braucht eine wohlhabende Ehefrau, um sein Gut und seine Leute in Irland vor dem Hungertod zu retten und würde jede Dame dafür heiraten. Lady Rose hingegen wünscht sich eine Ehe mit ihrem Verehrer, ist jedoch seit einer Krankheit unfähig zu gehen. Beide hadern mit ihrem Schicksal und so treffen sie eine Vereinbarung, einander zu helfen, um ihren Zielen näher zu kommen...
Der Schreibstil der Autorin konnte mich überzeugen, denn sie kreiert hier zwei Hauptcharaktere, die sofort voneinander angezogen sind. Rose und Iain sind sehr sympathisch, ihre Handlungen sind nachvollziehbar und es entsteht eine angenehme Wohlfühlatmosphäre beim Lesen. Trotzdem passiert mir in der ersten Hälfte des Romans zu wenig, denn beide Charaktere schließen eine Vereinbarung und reden dann vorerst nur über diesen Plan, ohne ihn umzusetzen - und das leider mehrmals. Die Umsetzung findet dann irgendwann statt, jedoch geschehen dann noch weitere Ereignisse, Geheimnisse werden gelüftet und Intrigen geschmiedet, sodass das Buch in der zweiten Hälfte mehr an Fahrt aufnimmt.
- Birgit Klemm
Gib nicht auf! Kämpfe!
(1)Aktuelle Rezension von: AnnejaEinen Schlaganfall oder einen Tumor im Kopf zu haben stelle ich mir grausam vor. Ich selbst kenne niemanden dem dieses Schicksal ereilte und nachdem ich die Geschichten gelesen habe, wünsche ich dies auch keiner Person.
Die 15 Geschichten erzählen den Leidensweg von 15 Personen welche unterschiedlicher nicht sein könnten. Verheiratete, Eltern, Singles,jung, alt u.s.w , sie alle traf das selbe Schicksal welches sie wahrscheinlich bis ans Ende ihres Lebens begleiten wird.
Die Geschichten der Einzelnen fangen damit an das ihre Symptome erklärten. Dies allein war schon sehr interessant, da man so im Falle das es einem selbst passiert weiß das man reagieren muss. Schließlich erfuhren von ihrem Heilungsprozess. Und dieser machte mir klar, das gerade die Familie und Freunde zum größten Teil dazu beitragen. Natürlich sind es auch Therapeuten, aber wenn die Familie einen unterstützt und antreibt gelingt vieles ehr als ohne.
Ich muss leider auch gestehen das mir das Buch etwas Angst machte. Denn die Berichte der einzelnen Personen machten mir klar das es mich auch jederzeit treffen könnte. Schlaganfälle sind keine Sache des Alters mehr, sondern erreichen vermehrt auch jüngere Personen bis hin zu ungeborenen Kindern.
Was mich sehr ansprach, war die Einfachheit der Geschichten. Man baute nicht auf Action oder stellte die Erkrankung und Heilung übertrieben dar. Es ist ein Buch für Betroffene, genau wie für Angehörige.
Dieses Buch gibt Hoffnung und das nicht nur zum Thema Schlaganfall. Es zeigt Kämpfer in der schwersten Zeit ihres Lebens und befasst sich zu gleich mit uns Menschen selbst. Denn oft wollen wir nur das sehen, was wir sehen und gucken nicht was dahinter steht.
Vielen Dank Frau Klemm für diesen Hoffnungsträger. - Henry Farrell
Was geschah wirklich mit Baby Jane?
(3)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderBaby Jane Hudson war ein Kinderstar und alle liebten das blonde Mädchen und es gab sogar eine Puppe von ihr. Ihre ältere Schwester Blanche, stand stets im Schatten. Erst als erwachsene Frau, konnte Blanche als Schauspielerin überzeugen und Jane geriet immer mehr in Vergessenheit. Jetzt, viele Jahre später, leben die beiden Frauen in einem Haus zusammen. Blanche sitzt im Rollstuhl und ist auf die Hilfe von Jane angewiesen, aber die hat andere Pläne. Eine der spannendsten und vielschichtigsten Geschichten die es gibt und mit Bette Davis und Joan Crawford großartig verfilmt.
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