Bücher mit dem Tag "lahore"

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8 Bücher

  1. Cover des Buches Ziel erfasst (ISBN: 9783453437746)
    Tom Clancy

    Ziel erfasst

     (18)
    Aktuelle Rezension von: michael_lehmann-pape


    Die Reihe um Jack Ryan füllt sich durch Tom Clancy immer mehr und immer weiter, ein Erfolgsrezept, das bisher in vielfachen „Kämpfen“ als Agent bis hin zum Präsidenten der USA durchaus vielfach seine Leser fand.

     

    „James Buck versetzte Jack spielerisch mit der flachen Hand einen kleinen Hieb an den Kopf. „So ist´s recht, Junge. Bereit zu einer weiteren Runde?“. Jack nickte erneut, dieses Mal jedoch mit weit größerer Begeisterung. „Klar doch, auf geht´s!““.

     

    Auf geht’s, auf ein Neues, Altes, denn Jack Ryan will seinen Beitrag leisten gegen die immer stärker werdende Terror Bedrohung der USA. Noch einmal tritt er zur Wahl an, noch einmal ist er bereit, Präsident zu werden. Doch dieses Mal wird er auf eine ganze Reihe verdeckter Gegner treffen, die sich mit aller Macht gegen sein Vorhaben stellen. Nicht zuletzt im Übrigen der aktuelle Präsident des Landes. Hier lässt Clancy den Leser durchaus intensiv an den Realitäten amerikanischer Wahlkämpfe teilhaben, in denen jedes Mittel recht ist, potentielle Kandidaten und Widersacher zu diskreditieren. Wobei nicht Ryan selbst zunächst angegangen wird, sondern sein engster Vertrauter, Teil seines „Zukunftsteams“ und alter Freund John Clark.

     

    Während diese beiden zunächst gegen die Intrigen und Anwürfe des Wahlkampfes vordergründig anzugehen haben, arbeitet Jack Ryan jr. auf anderer Ebene gegen die terroristische Bedrohung. „In den Fußstapfen seines Vaters“ findet der Leser Ryan jr. in geheimdienstlichen Dienst, ist zudem mit seinen Gefühlen privater Natur beschäftigt und gerät, natürlich, möchte man sagen, mehr und mehr mitten hinein in gefahrvolle und „bleihaltige“ Situationen. Der Nahe Osten wird instabil, Pakistan und Indien rasseln mit den Säbeln und Ryan jr. versucht unter drängendem Zeitdruck, die Hintermänner der Destabilisierung ausfindig und unschädlich zu machen.

     

    So kämpfen die Ryans an verschiedenen Fronten, durchaus wie gewohnt auch direkt und physisch, für eine „besser“ Welt im Angesicht der Abgründe von drohenden Kriegen, terroristischen Bedrohungen, inneren Intrigen und allgemeinem Misstrauen.

     

    Wie immer erzählt Clancy actionreich, gradlinig und klar, ordnet sein „Personal“ in (inneres) „schwarz und weiß“ und versteht es, sowohl technische Details als auch politische Realitäten (Misstrauen der „Dienste“ untereinander, egozentrische Politiker und allgemein Parteiungen, die über „Leichen“ gehen würden, so es ihren Interessen dient) realistisch und nachvollziehbar in seine Geschichte einzubauen.

     

    Auch wenn das Muster seiner Thriller doch immer wieder das gleiche ist, mit „ziel erfasst“ ist Clancy eines der spannenderen Bücher der „Jack Ryan Reihe“ gelungen, das zudem mit tatsächlich vorhandenen Bedrohungen realitätsnah arbeitet und einen reflektierten Einblick in die harte und durchaus gewaltbereite Welt der amerikanischen Politik und der amerikanischen Wahlkämpfe gibt.

     

    Natürlich arbeitet Clancy, wieder einmal, nicht unter der Ebene der drohenden globalen Vernichtung und greift hier doch wieder einmal über das Ziel hinaus. Dennoch hält das Buch sein hohes Tempo und bietet von der Enttarnung der wahren Hintergründe bis zu den einzelnen, ausgefeilten Action Sequenzen gute Unterhaltung.

  2. Cover des Buches Der Fundamentalist, der keiner sein wollte (ISBN: 9783832164416)
    Mohsin Hamid

    Der Fundamentalist, der keiner sein wollte

     (45)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Hamid wählt in seiner Novelle – das als Roman herausgegebene Buch sollte eher als solche bezeichnet werden, denn 9/11 ist der Wendepunkt von dem zusammengefasst das Leben des Protagonisten vorwärts und rückwärts betrachtet wird – eine interessante Erzählform, den Monolog. Änlich wie in Sandor Marais Novelle „Die Glut“ , trägt das Gegenüber des Protagonisten Changez, einem jungen Pakistani in der Großstadt Lahore, nicht zur Klärung bei, sondern muntert gelegentlich mit kleinen Gesten zum Weitererzählen auf. Changez Gegenüber, ein Amerikaner steht zunächst einmal stellvertretend für die Abrechnung mit Amerika dem Land in dem Changez so erfolgreich war, indem er seine große Liebe traf und dem er den Rücken kehrte. Der Monolog führt jedoch nicht in die klare Abrechnung, nein, er entwickelt sich zu einer verblüffenden Selbsterkenntnis des Protagonisten.

    Eines stellt die Novelle klar heraus: Wir – und das betrifft jedes Individuum – sind mehr als das, was wir durch Erziehung erhielten und durch Selbstkonditionierung glauben zu sein. In uns liegen aus Jahrhunderten – wenn nicht noch aus längeren Zeiten – geschichtete Wertvorstellungen. Daraus gibt es kein Entkommen, obwohl wir die anderen doch so gut verstehen können.

    Das Buch liest sich gut. Die Atmosphäre der so grundverschiedenen Städte Lahore und New York wird in kurzen Sequenzen zu vollem Leben erweckt, wie die Charaktere der wichtigsten Gestalten in dieser Monolog-Novelle. Sehr empfehlenswert!


  3. Cover des Buches Kim (ISBN: 9780140623888)
    Rudyard Kipling

    Kim

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Marcus_Krug
    Zum einhundertelften Jahrestag des vorliegenden Buches nun eine Rezension, auch von mir. Das Buch erschien 1901 und spielt vor dem Hintergrund des „Great Game“, dem Konflikt zwischen Russland und dem Britischen Empire um die Vorherrschaft in Zentralasien vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis Anfang des 20. Jahrhunderts. Kim, eigentlich Kimball O'Hara, ist Sohn eines irischen Soldaten gleichen Namens und einer armen weißen Mutter, über die recht wenig bekannt wird. Beide sind tot. So schlägt sich Kim auf den Straßen von Lahore durch. Dort trifft er eines Tages vor dem Lahore Museum auf Teshoo Lama, einen lamaistischen Mönch aus Tibet, der nach dem „Fluss des Pfeiles“ sucht. Der Legende nach hat Buddha, damals noch unter dem Namen Siddharta Gautama laufend, einen Pfeils verschossen; an dem Ort an dem der Pfeil die Erde traf, soll ein heiliger und heilender Fluss entsprungen sein. Kim hilft dem Lama in Lahore zurecht zu kommen, wo er ihn bei Mahbub Ali einem paschthunischen Pferdehändler über Nacht unterbringt. Dieser Pferdehändler beauftragt Kim, der schon öfter Aufgaben für Mahbub Ali erledigte, im Gegenzug den „Stammbaum“ eine weißen Hengstes nach Umballa (Ambala) zu bringen. Nach erfolgreicher Übergabe belauscht Kim im Garten des Colonel Sahib ein Gespräch das um einen Krieg im Norden geht. Während der Lama nach dem „Fluss des Pfeiles“ sucht, folgt auch Kim einer Prophezeiung, nach der er eines Tages auf einen „roten Bullen auf einem grünen Feld“ treffen wird. Der Lama nimmt Kim als seinen Schüler auf. Weiter auf der Suche nach des Pfeiles Fluss sieht Kim eines Nachts einen roten Bullen auf grüner Fahne, der Standarte der Irish Mavericks. Wie sich herausstellt ist dies die Einheit von Kims toten Vater. Anhand seiner Geburtsurkunde kann Kim identifiziert werden und die Geschichte nimmt ihren Lauf. Die Suche nach dem Fluss wird vorerst ausgesetzt, weil der Lama diese nicht ohne seinen Schüler fortsetzen möchte und Kim auf ein Internat geschickt wird, wo er eine „Ausbildung“ erhält – dabei haben sowohl Mahbub Ali als auch Colonel Sahib aus dem Garten (Colonel Creighton) seine Finger mit im Spiel. Kim absolviert die Schule in drei Jahren und wird als würdig befunden von nun an auf seinen Reisen mit dem Lama diverse Aufgaben zu erledigen... In dieser komplexen Geschichte, die schon oft als „Coming of age“-Roman oder Spionage- oder Abenteuergeschichte bezeichnet wurden, beschreibt Kipling das Indien jener Zeit (s.o.), voller unterschiedlicher Personen und vielfältiger Landschaften, voller Religion und Magie. Er gibt einen guten Einblick in das Indien unter britischer Kontrolle und so nimmt es nicht Wunder, dass die „Inder“ rassistische Stereotype von den englischen Sahibs haben und umgekehrt. Man wirft Kippling ja nicht umsonst vor, Rassist gewesen zu sein. Allerdings gilt anzumerken, dass er in diesem Buch Kim einen Sprössling irischer Abstammung sein lässt. Die Iren waren ihrerseits auch von den Engländern kolonisiert worden (Anerkennung der Unabhängigkeit Irlands im Jahre 1922, knapp 25 Jahre vor der indischen). Und Kipling lässt den irischen Kim nicht selten sagen, dass er ein Sahib sei, auch wenn er sich als Einheimischer kleidet und eine Mönchsrobe der Rotmützen trägt. Ich gehe dennoch nicht davon aus, dass Kipling mit Kim ein politisches Buch konzipierte, es bildet lediglich die damaligen Zustände ab. Einzig etwas merkwürdig muten die englischen Sahibs an, die hier nicht in einer Vormachtstellung dargestellt, sondern meist als eine der vielen Kasten der indischen Gesellschaft wahrgenommen werden. Trotz der komplexen und interessanten Geschichte, muss man bei vorliegendem Buch Abstriche machen. Da es sich hier um die englische Ausgabe handelt und das Buch, wie bereits erwähnt, über hundert Lenze zählt, hat der geneigte Leser mit einer Sprache zu tun, die zwar verständlich ist, aber Lesefluss hemmt. Hinzu kommt noch der inflationäre Gebrauch von Termini aus verschiedenen indischen Sprachen und auch der indische Duktus im Englischen. Daher ist das Buch trotz spannender Geschichte heute nur noch eingeschränkt zu empfehlen.
  4. Cover des Buches Ice - Candy - Man (ISBN: 9783471786345)
    Bapsi Sidhwa

    Ice - Candy - Man

     (7)
    Noch keine Rezension vorhanden
  5. Cover des Buches Himalaya (ISBN: 0312341628)
    Michael Palin

    Himalaya

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  6. Cover des Buches Gesammelte Werke in drei Bänden (ISBN: B002IRM6CS)
  7. Cover des Buches PAKISTAN NOW (ISBN: 9789692317009)
    Manolo Ty

    PAKISTAN NOW

     (2)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    ‚Ich wollte der Welt zeigen, wie Pakistan wirklich ist. Es ist nicht die Nation des Terrorismus, die sich so viele Menschen vorstellen. Stattdessen sah ich eine gastfreundliche Nation, die vor Leidenschaft und kultureller Vielfalt sprudelte.‘ (Seite 7)

    Manolo Ty hat Weltreisende gefragt, was der unglaublichste Ort war, an dem sie je gewesen sind, und immer wieder wurde Pakistan genannt. Und deshalb macht sich Ty 2013 zum ersten Mal auf den Weg nach und durch Pakistan. Dabei betritt er das Land vollkommen unvorbereitet und dadurch unvoreingenommen, lernt Pakistan durch die Augen der Pakistanis kennen und lieben.

    In ‚Pakistan Now‘ erzählt er von seinen Reisen und den besuchten Orten, berichtet von der Küste, dem nördlichen Sindh, dem Punjab, Lahore, den Zwillingsstädten Islamabad und Rawalpindi, Peschawar, Khyber Pakhtunkhwa und Gilgit-Baltistan.

    Ich habe mich schon sehr intensiv mit Indien und der Teilung von Indien und Pakistan beschäftigt sowie sehr viel Literatur aus Indien gelesen, aber bezüglich Pakistan habe ich deutlich weniger Vorwissen und kenne deutlich weniger Bücher aus und über Pakistan. Auf ‚Pakistan Now‘ war ich besonders neugierig, denn ich konnte auf der Frankfurter Buchmesse einen Blick ins Buch werfen und war sofort fasziniert von den Fotografien, denn sie haben mir ein eher unbekanntes Pakistan gezeigt, das fernab der gängigen Stereotypen und Vorstellungen liegt.

    Nachdem ich nun das ganze Buch gelesen und die faszinierenden Fotos angeschaut habe, kann ich sagen, dass sich mein erster Eindruck vom Buch bestätigt hat: Ty hat einen wirklich bemerkenswerten und wundervollen Bildband vorgelegt, der dem Leser und Betrachter Pakistan sehr nahe bringt und ganz verschiedene Facetten des Landes vorstellt.

    Die Fotografien sind teilweise s/w, teilweise farbig, aber stets sind sie ausdrucksstark und beeindruckend. Sie zeigen den Alltag der Menschen, die Schönheit des Landes, das pulsierende Leben auf den Straßen, die beeindruckende Architektur, die Ästhetik der Pakistanis - Ty hat hier wirklich die Seele des Landes und seiner Bewohner eingefangen.

    Die knappen Texte bieten dennoch einen guten Einblick in die verschiedenen Aspekte des Landes und lesen sich flüssig und unterhaltsam. Aufgefallen ist mir ein kleiner Fehler auf Seite 99: Der Autor schreibt hier von der GöttIN Shiva.

    ‚Pakistan Now‘ ist ein ganz besonderer Bildband, der sich für alle eignet, die sich für Fotografie im Allgemeinen interessieren, aber auch für diejenigen, die mehr über Pakistan erfahren wollen und eher ungewöhnliche Einblicke in das Land erhalten möchten.
  8. Cover des Buches Meister der Wünsche (ISBN: 9783423140379)
    Ali Sethi

    Meister der Wünsche

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Giselle74

    Ein kurzer Einblick in das Leben einer Großfamilie im heutigen Pakistan. Der Anlaß ist die Hochzeit einer Verwandten des Ich-Erzählers. Davon ausgehend werden verschiedene Familienmitglieder dargestellt, ihr Leben und ihre Erinnerungen verknüpft. Da wäre Daadi, die Großmutter des Erzählers, eine sehr traditionelle, aber auch starrsinnige Frau, ihre Töchter mit Familien, darunter Samar Api, die Braut, die Mutter des Erzählers, die als Journalistin arbeitet und diverse andere Freunde und Verwandte.

    Obwohl die wechselhaften politischen Gegebenheiten selten explizit erwähnt werden, liegen sie wie ein dunkles Tuch über der Geschichte. Man arrangiert sich und versucht so normal wie möglich zu leben. Nur, was ist normal? Der verbotene Alkohol wird bei Dealern organisiert, die Kinder werden mit dem Auto zu Treffen mit ihren Freunden gefahren, man geht auf Privatschulen. Hier geht es definitiv um keine arme Familie, Bildung und Geld sind offensichtlich vorhanden und trotzdem bleibt beim Lesen ein Gefühl der Beklemmung.

    Ali Sethi schreibt sehr ruhig und flüssig, sehr unaufgeregt, manchmal sogar etwas zu distanziert von seinen Charakteren. Er beschreibt mehr, als daß er erzählt. Bisweilen empfindet man Zaki, den Erzähler, als außerhalb der Familie stehend, als reinen Beobachter. Das macht es sehr schwierig, sich in diese eh schon fremde Welt einzulesen, man fühlt selten mit, sondern nimmt zur Kenntnis. Trotzdem ein interessantes und lesenswertes Buch.

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