Bücher mit dem Tag "land & leute"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "land & leute" gekennzeichnet haben.

33 Bücher

  1. Cover des Buches Mit 50 Euro um die Welt (ISBN: 9783863342098)
    Christopher Schacht

    Mit 50 Euro um die Welt

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Mirarim

    Inhalt

    Christopher Schacht ist 2013 mit 19 Jahren zu einer Weltreise aufgebrochen. Mit nur 50€ in der Tasche und dem Ziel kein Flugzeug zu verwenden.

    In seinem Buch beschreibt er in verschiedenen Episoden seine Reise, berichtet von den unterschiedlichsten Menschen und Kulturen, seinen Erlebnissen und Begegnungen und erzählt auch Hintergründe zu den jeweiligen Orten, ob es nun Mensch oder Land ist.

    Mit vielen Bildern wird seine Reise noch veranschaulicht und lädt dazu ein es immer wieder aufzuschlagen und schnell von vorne bis hinten durchzulesen.


    Meinung

    Es war wahnsinnig leicht in das Buch rein zu kommen, weil Christopher Schacht eine Erzählweise hat, die einem vermittelt als würde er direkt vor einem stehen und von seinen Erlebnissen und EIndrücken erzählen.

    Im Laufe des Buchs bekommt man mit, dass er durchgehend Tagebuch geschrieben hat und das merkt man. Weil es keine alten und wieder ausgekramten Erinnerungen sind, sondern erzählt wird, als wäre es gerade erst passiert. Das hat mir wahnsinnig gut gefallen. So war es auch chronologisch aufgebaut. Natürlich hat er nicht von jedem Tag erzählt, einzelne Ereignisse genauer beschrieben als andere, aber insgesamt einen wunderbaren Gesamtüberblick über seine Reise vermittelt.

    Obwohl es mich vor dem Buch nicht in die Welt raus gezogen hat und es mich das nach wie vor auch nicht tut, war es wahnsinnig schön zu lesen, wie Christopher Schacht seinen Weg gegangen ist, was er alles erlebt und gelernt hat. Ich fand es inspirierend, welchen Mut er bewiesen hat, wie offen er mit der Menschheit war und wie er aufgezeigt hat, dass ein Großteil der Menschen gut ist und wir viel mehr Vertrauen mitbringen dürfen.

    Ich habe es wirklich gerne gelesen, werde es sicherlich auch noch das ein oder andere mal in die Hand nehmen. Es hat mich zufrieden gemacht das zu lesen. Ich habe dabei auch für mich etwas gelernt und mitgenommen und stellenweise auch ganz schön gelacht.

    Eine ganz klare Leseempfehlung und ein Buch, dem ich sehr gerne seine 5 Sterne gebe!

  2. Cover des Buches Reif für die Insel (ISBN: 9783442465965)
    Bill Bryson

    Reif für die Insel

     (150)
    Aktuelle Rezension von: -nicole-
    Bevor Bill Bryson mit seiner Familie zurück in seine Heimat Amerika zieht, bereist er nochmal für ein paar Wochen Großbritannien - Die Insel, die er im Jahre 1973 zum ersten Mal besucht hat und schließlich dort geblieben ist. Wie damals, vor 21 Jahren, beginnt seine Reise am Hafen von Calais und staunt daher nicht schlecht, als er das veränderte Dover wiedersieht. Brysons Reise geht weiter über London, danach quer durch Land bis weit hinauf in den Norden. Das Land, was er in den vergangenen so lieben gelernt hat, überrascht ihn immer noch mit so manch Skurilem, aber auch mit vielen Sehenswürdigkeiten. Eine große Reise, auf der den Autor so manches Abenteuer erwartet.

    "Ich verstehe nie, wieso die Londoner nicht begreifen, dass sie in der wunderbarsten Stadt der Welt leben." - Seite 39, eBook

    Bill Bryson listet in seinem besonderen England-Reiseführer neben Sehenswürdigkeiten und Nichtsehenswürdigkeiten auch Besonderheiten auf, wie etwa das Abenteuer U-Bahn fahren in London. In keiner anderen Metropole haben die Bahnhöfe so wunderbar phantasievolle Namen. Bevor er nun nach vielen Jahren zusammen mit seiner englischen Frau in die USA zurückkehrt, bereist er noch einmal die Insel. Im Prolog schildert Bryson seine ersten Momente, als er im Jahre 1973 zum ersten Mal in Dover die Insel betritt. Neben interessanten Fakten listet er auch immer wieder Dinge auf, die den Leser zum Schmunzeln bringen.

    "Aus Gründen, die sich ebenfalls einer rationalen Erklärung entziehen, gibt British Rail die Zielorte vorne am Zug an, was schrecklich praktisch wäre, wenn die Fahrgäste auf den Schienen sitzend warten würden, aber vielleicht nicht so ideal für die ist, die von der Seite einsteigen." -Seite 125, eBook

    "Was für ein herrliches Land - total bekloppt natürlich, aber über die Maßen hinreißend." - Seite 321, eBook

    Mein Fazit: Ein humorvoller und sehr interessanter Reisebericht. Bill Bryson beschreibt hier viele Orte, Verhaltensweisen der Engländer oder auch Alltägliches mit seinem ganz eigenen Charme. So sehr er sich beispielsweise über die englischen Parkhäuser aufregt, so toll sind für ihn die vielen Londoner Parks und beeindruckenden Landschaften. Da ich England und ganz besonders London sehr mag, hat es mir Spaß gemacht, diesen speziellen Reiseführer zu lesen. Eine wunderbare Mischung aus interessanten Fakten und humorvollen Anekdoten. Ich bin nun sehr gespannt auf den Nachfolger "It's teatime, my dear".
  3. Cover des Buches Wien by NENI (ISBN: 9783710604614)
    Haya Molcho

    Wien by NENI

     (21)
    Aktuelle Rezension von: bookaddict10

    Das Cover ist schon ein Hingucker und macht auf sich aufmerksam, aber vor allem von Innen ist es richtig toll gestaltet.

    Die Bilder sehen super aus und die Farben sind so prächtig, dass man die Gerichte am liebsten sofort verspeisen möchte. Insgesamt ist es sehr hochwertig und schön aufgemacht.

    Ich finde die Storys zwischen den Rezepten, von verschiedensten Köchen und Restaurants sehr schön, weil es so nochmal alles ein bisschen interessanter macht und man zusätzlich andere Orte kennenlernt, die man besuchen könnte.

    Auch über die Familie Molcho wird berichtet, sodass man sie etwas näher kennenlernen kann und sieht, wer hinter dem Buch steckt. Alle wirken super sympathisch.

    Die Rezepte sehen auch alle sehr gut aus und es ist schön, dass immer ein paar Tipps bei den Rezepten stehen, das kann oft mal helfen.

    Einziger Kritikpunkt wäre für mich, dass teilweise Zutaten dabei sind, die für mich nicht so normal und eher ungewöhnlich sind und die Rezepte teilweise auch nicht so einfach. Dafür sind sie allerdings nachhaltig und schmecken am Ende wahrscheinlich umso besser, weshalb man die Zeit einfach mal in Anspruch nehmen sollte.

    Insgesamt ein tolles Kochbuch, welches einen in verschiedene Kulturen mitnimmt und leckere Spezialitäten aufzeigt.

  4. Cover des Buches Triest für Fortgeschrittene (ISBN: 9783222136689)
    Georges Desrues

    Triest für Fortgeschrittene

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Dr_M

    Auf der Innenseite des Covers kann man den Hafen von Triest und seine Umgebung, aufgenommen von einem Hügel jenseits der Stadt, betrachten. Ob diese Fotografie eine heimliche Sehnsucht nach einer Reise dorthin bei mir entfacht, wage ich zu bezweifeln. Zu viele Bauten, die mich an die architektonischen Sünden des Sozialismus erinnern. Seltsamerweise gab es solche Sünden auch im Westen. Das wäre der Stil des Brutalismus in der Architektur gewesen, lernt man in diesem Reiseführer. Einen solchen Koloss findet man abgelichtet am Ende dieses Buches. Im Volksmund heißt diese Hässlichkeit aus den 1970er Jahren Alcatraz.

    Natürlich findet man auch in Triest, wie in jeder Stadt, schöne Ecken. Aber viele scheinen es nicht zu sein. Und wenn man – wie die Autoren – von morbidem Charme spricht, dann verheißt das nichts Gutes. Viele italienische Städte besitzen einen solchen Charme. Mancher ist Jahrhunderte alt und deshalb schon wieder fast schön. Aber es gibt auch den noch nicht so alten Verfall. Und den scheint man in Triest zu konservieren. So sehr sich auch die Autoren dieses hervorragend gemachten Reiseführers bemühen, überzeugen konnten sie mich nicht. Was sie sonst noch zu bieten haben, findet man auch woanders in Italien besser: Wein, Essen, eine schöne Umgebung und das Meer.

    Wer es dennoch nicht lassen kann und unbedingt nach Triest möchte, wird in diesem etwas ungewöhnlichem Reiseführer genügend Punkte finden, die von Interesse sind. Beide Autoren bemühen sich sehr, den zweiten Blick auf die Stadt zu schärfen. Mit anderen Worten: Dies ist ein Reiseführer für Leute, die Zeit haben und nicht die Hauptsehenswürdigkeiten auf ihrer Liste abhaken wollen, um sich dann wieder zu ihrem nächsten Listenort zu begeben.

    Selbstverständlich hat auch Triest Besonderheiten. Sie liegen in seiner Geschichte und der Lage am Schnittpunkt verschiedener Kulturen, der slawischen, romanischen und germanischen. Aus Angst vor der mittelalterlichen Supermacht Venedig flüchtet Triest unter die Fittiche der Habsburger, die in der Stadt ein architektonisches Erbe hinterlassen haben und ansonsten heute kaum noch eine Rolle spielen. Ja, ein paar Wörter sind ins Italienische geflüchtet. Aber das gibt es in fast allen Gebieten, die einst zu Österreich-Ungarn gehörten. Mehr ist kaum geblieben.

    Immerhin gehört zu Triest der größte italienische Hafen. Der ist nicht an die Chinesen verkauft worden, sondern wird zu einem gewissen Teil auch von der Hamburger Hafengesellschaft betrieben. Aber das interessiert Touristen eher weniger.

    Kurz gesagt: Für Leute, die gerne Triest besuchen würden und Zeit mitbringen, ist das der perfekte Reiseführer, wenn man etwas tiefer blicken möchte.

  5. Cover des Buches Down Under (ISBN: 9780552997034)
    Bill Bryson

    Down Under

     (42)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Dieses Buch stand schon mehrere Jahre in meinem Bücherregal und ich habe immer wieder damit geliebäugelt, weil mich Australien fasziniert wie kein anderes Land. Jedoch habe ich es wirklich erst gelesen, nachdem ich selbst dort war um festzustellen, dass Bill Bryson genau die selben Orte besucht hatte. Das Buch erschien mir daher ein wenig wie eine "Nacherzählung" meiner eigenen Reise und war daher sehr wertvoll zu lesen. Teilweise habe ich Tränen gelacht, dann war ich wieder völlig gefesselt und fasziniert. Bill Bryson hat wirklich ein unglaubliches Talent dafür, Dinge imposant und faszinierend darzustellen. Leider muss ich sagen, dass stellenweise einige Passagen sehr schleppend waren. Einige geschichtliche Erzählungen oder Anekdoten waren nach dem Lesen sofort aus dem Kopf verschwunden, weil es nach einer Weile einfach zu viel wurde. Dennoch: sehr empfehlenswert, wenn man ein Australien Fan ist und selbst dort war!
  6. Cover des Buches Oberösterreich entdecken (ISBN: 9783702510329)
    Josef Leitner

    Oberösterreich entdecken

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Mit Josef Leitner, Autor, Theologe, Germanist, Jurist und Kolumnist einer österreichischen Tageszeitung dürfen in 77 Ausflügen Oberösterreich entdecken. 

    Wir durchstreifen unter seiner fachkundigen Anleitung das Mühlviertel, das Traunviertel machen Rast im schönen Salzkammergut um schließlich durch das  Inn- und Hausruckviertel bis in den Zentralraum Oberösterreichs zu gelangen. 

    Zahlreiche Anekdoten, Tipps zu Sehenswürdigkeiten abseits der üblichen Touristenpfade sowie historisch Interessantes säumen unseren Weg. 

    Jede Tour ist auf einem Landkartenausschnitt dargestellt. Angaben wie Wegzeit, Wegstrecke, Ausgangspunkte und öffentliche Verkehrsanbindungen ergänzen die Informationen. Fotos und informative Texte machen neugierig auf so manche bislang unbekannte Route. 

    Fazit: 

    Gerne vergebe ich für diesen aufschlussreichen Reiseführer 5 Sterne.

     

  7. Cover des Buches Vom Kommen und Gehen: Burgenland. Betrachtungen von Zu- und Weggereisten (ISBN: 9783205212751)
    Peter Menasse

    Vom Kommen und Gehen: Burgenland. Betrachtungen von Zu- und Weggereisten

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    20 Kulturschaffende und Journalisten werfen in 26 Essays ihre höchst persönlichen Blicke auf Österreichs jüngstes Bundesland, auf das Burgenland, das seit 1921 bei Österreich ist.  

    Diese Blicke sind teils liebevoll, teils kritisch und manchmal mit einer gehörigen Distanz aus Lebensjahren und Perspektiven zu sehen.  

    Als ehemaliger Teil von Ungarn (Deutschwestungarn) ist dieses Bundesland ohne wesentliche Industrie und lange Zeit so etwas wie das Armenhaus von Österreich. Tausende Menschen sind nach Amerika (What else?) emigriert, viele dort enttäuscht geblieben, aber einige sind zurückgekehrt. Auch die meisten der Hiergebliebenen finden vor Ort kaum Arbeit und werden zu (Wochen)Pendlern. Dies hat sich seit dem Beitritt zur EU durch gezielte Fördermaßnahmen geändert.  

    Aus den Beiträgen kann so etwas wie ein neues Selbstbewusstsein herausgelesen werden, stolz darauf zu sein, eine „Burgenland-Krowodin“ zu sein. 

    Fazit: 

    Einer der wenigen Beiträge zum 100-jährigen Jubiläum „Burgenland - ein Teil Österreichs“. Gerne gebe ich diesen sehr persönlichen Einblicken 5 Sterne.

     

  8. Cover des Buches Die 101 wichtigsten Fragen - China (ISBN: 9783406754685)
    Hans van Ess

    Die 101 wichtigsten Fragen - China

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Wer sich schnell und faktenreich über China informieren lassen möchte, ohne das www zu bemühen, kann getrost zu Hans van Ess' Büchlein aus der Reihe "Die 101 wichtigsten Fragen" des C. H. Beck Verlags greifen. 

    Auf 176 Seiten werden, nun schon in der dritten, aktualisierten Auflage, die 101 wichtigsten Fragen beantwortet. 

    Diese 101 Fragen sind in die folgenden Gruppen gegliedert: 

    • Geschichte
    • Politik
    • Wirtschaft
    • Sprache und Schrift
    • Religion und Philosophie
    • Kultur
    • Gesellschaft
    • Ernährung und Kleidung, Medizin und Sport 

    Mit einigen westlichen Vorurteilen kann dieses Buch, das durch zahlreiche Abbildungen aufgelockert wird, bestimmt aufräumen. Für eine tiefer gehende Betrachtung ist es natürlich zu kurz. Es soll ja auch nur die 101 wichtigsten Fragen beantworten. Interessant finde ich die Tafel zur Aussprache der chinesischen Buchstaben.  

    Fazit: 

    Wer sich an Hand von 101 Fragen (und Antworten) einen Überblick über China schaffen will, kann getrost zu diesem Buch greifen. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

     

  9. Cover des Buches Sagenreiches Bad Hall: Sprudelnde Geschichten einer Kurstadt (ISBN: 9783702510015)
    Dagmar Fetz-Lugmayr

    Sagenreiches Bad Hall: Sprudelnde Geschichten einer Kurstadt

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieses Buch führt uns in den bekannten Kurort Bad Hall. Malerisch liegt er zwischen den Flüssen Krems und Enns.  

    Seine wohltuenden Heilquellen sind schon seit Jahrhunderten bekannt und so ist es nur natürlich, dass sich zahlreiche Mythen und Sagen um die kleine oberösterreichische Stadt ranken. 

    Meine Lieblingsgeschichte ist die letzte, denn sie beschäftigt sich mit der „Mitte der Welt“. Nämlich um den Gusterberg, jenen Koordinatenursprung der Landesvermessung der Kronländer Oberösterreich und Salzburg sowie des Königreiches Böhmen. Von hier aus wurden in den Jahren 1823-1830 die Katastertriangulierung und die Landesaufnahme der oben genannten Teile der Donaumonarchie durchgeführt. 

  10. Cover des Buches 111 Orte am Bodensee, die man gesehen haben muss (ISBN: 9783740810986)
    Dietlind Castor

    111 Orte am Bodensee, die man gesehen haben muss

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Der Bodensee, in den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz gelegen, bietet jede Menge Sehenswürdigkeiten. 111 davon zeigt uns Autorin Dietlind Castor, die selbst im Raum Lindau wohnt. Daher ist es nicht ganz verwunderlich, dass von den 111 beschriebenen Orten gleich 79 in Deutschland liegen und nur 17 in Österreich sowie 15 in der Schweiz.  

    Nachdem der Bodensee schon Jahrhunderte touristisch erschlossen ist, kann man echte Geheimtipps nicht erwarten. Vielmehr lebt dieses Buch vom Ausruf „Hey, schau mal, da waren wir auch schon!“ Zumindest mir geht es so. 

    Meine Highlights sind der Flughafen Altenrhein, bei dem der Flieger direkt über dem See zum Landeanflug ansetzt und leichtes Bauchgrimmen erzeugt. Natürlich das Zeppelin-Museum, Meersburg, Konstanz und die Blumeninsel Mainau. 

    Als Österreicherin bin ich natürlich auch Patriotin und werde, wenn ich im Oktober wieder nach Bregenz auf Dienstreise bin, das schmalste Haus (11) in Bregenz besuchen. Das „Wälderbähnle“ kenne ich noch von einem Arbeitsaufenthalt im Bregenzer Wald und ist für nostalgische Eisenbahnfans ein MUSS!  

    Einen argen Schnitzer hat das Lektorat übersehen: Das Geburtsjahr des Autors des „Lieben Augustins“ (S.128) ist mit 1843 angegeben, sein Sterbejahr mit 1983. Dar arme Mann ist wohl kaum 140 Jahre alt geworden. Als zahlenaffine Technikerin schmerzen mich solche Fehler sehr. Das richtige Geburtsjahr ist 1893. 

    Fazit: 

    Wie fast alle Bücher aus der 111-Reihe ist auch dieses ein tolles Geschenk, wenn man abseits der üblichen Touristenpfade wandeln möchte. Wegen der Deutschlandlastigkeit bei der Auswahl der Orte gibt es diesmal nur 4 Sterne.

     

  11. Cover des Buches Die Ungarn (ISBN: 9783711002662)
    Paul Lendvai

    Die Ungarn

     (3)
    Aktuelle Rezension von: annlu

    *Es gibt kaum eine Nation, deren Bild im Laufe der Jahrhunderte und Epochen von so vielen und einander dermaßen widersprechenden Klischees umwoben ist wie das der Magyaren.*


    Ungarn blickt auf eine tausendjährige Geschichte zurück, die von Legenden, charismatischen Persönlichkeiten und großen politischen Entwicklungen geprägt ist. Der Journalist Paul Lendvai stellt die Geschichte seines Geburtslandes mit Blick auf die Auswirkungen der Vergangenheit in der Gegenwart vor. 



    Die Geschichte der Ungarn beginnt mit einem Reitervolk, das zum Teil mit Skythen und Hunnen gleichgesetzt wurde und von den (west-)europäischen Völkern als barbarisch angesehen wurde. Nicht nur hier, sondern auch bei der Sesshaftwerdung und Christianisierung bis hin zu den frühen Königen werden zu den historischen Fakten auch Legenden und Überlieferungen erzählt. Das ungarische Reich findet sich zwischen türkischen und deutschen Einflüssen, der Habsburgerherrschaft und Reformen und Revolutionen wider, deren Entwicklungen alle ihre herausragenden Persönlichkeiten hervorbringen. Das Unabhängigwerden vom österreichischen Kaiserreich und das letzte Jahrhundert samt dem kommunistischem Regime bis hin zu Orbans „Herrschaft“ unserer Tage, bestimmt die nähere Vergangenheit. 


    Über Tausend Jahre in ein Buch mit etwas mehr als fünfhundert Seiten zu bringen, ist kein einfaches Unterfangen. Lendvai gelingt es, nicht nur die wichtigsten Stationen der Geschichte und ihre Persönlichkeiten zu beschreiben, sondern immer wieder auch den Blick, den nachfolgende Generationen/Historiker/Regime auf diese hatten, zu erläutern. So wird so mancher vom Verräter zum Nationalhelden, bzw. stehen sich die Ansichten zu Ereignissen und Personen diametral gegenüber, je nachdem welcher Herkunft ein Historiker war. Eine besondere Rolle spielen immer wieder auch die ungarischen Schriftsteller, die an mehreren Stellen zu Wort kommen. Sie sind nicht die einzigen, deren Zitate die historischen Beschreibungen ergänzen. 


    Für mich waren neben einem allgemeinen Überblick einzelne Abschnitte der tausendjährigen Geschichte interessant. Da ich mich mit der Geschichte Ungarns bisher noch nicht auseinandergesetzt habe, bin ich auf viel Neues gestoßen (z.B. war mir nicht bewusst, wie lange Kroatien zum ungarischen Einflussbereich zählte). Neben der Frühgeschichte und der Geschichte des letzten Jahrhunderts fand ich die Rettung der ungarischen Sprache interessant. Heutzutage ist sie als Besonderheit unter den europäischen Sprachen bekannt. Dass es aber Zeiten gab, in denen viele ungarische Adelige ihre eigene (Volks-)Sprache gar nicht beherrschten, kam für mich überraschend. 


    Das Buch liest sich in großen Teilen angenehm – wohl auch deshalb, weil Lendvai immer wieder Persönlichkeiten in den Mittelpunkt stellt. Dadurch werden die geschichtlichen Ereignisse greifbarer. Natürlich handelt es sich um ein Sachbuch, sodass neben den Fakten auch Zahlen und Statistiken ihr Platz eingeräumt wird. Besonders bei der Veränderung in Ungarn während/nach der Habsburgerherrschaft und der Staatswerdung Ungarns ist mir das aufgefallen. Die statistischen Vergleiche zur Bevölkerung ließen diesen Teil recht trocken erscheinen – was bei einem gut recherchiertem historischem Sachbuch wohl nicht zu vermeiden ist. 


    Fazit: „Ungemein lesbar“ kommentiert die Süddeutsche Zeitung. Dem kann ich nur zustimmen. Ein Werk zur Geschichte eines ganzen Landes mit einem bestimmten Umfang so zu gestalten, dass es (zum größten Teil) angenehm zu lesen ist, empfinde ich als Herausforderung, die Paul Lendvai sehr gut gemeistert hat. 

  12. Cover des Buches Eisenbahn-"Romantik"? (ISBN: 9783956317958)
    Michael Mattig-Gerlach

    Eisenbahn-"Romantik"?

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Viele Leser kennen die TV-Reihe „Eisenbahn-Romantik“ des deutschen Fernsehens, in denen Hagen von Ortloff die Zuseher auf Reisen mit der Bahn in der ganzen Welt mitnimmt. Während man den Erzähler kennt, weiß man eigentlich nicht, wer die ganze Arbeit im Hintergrund macht. Mit diesem Buch soll ein wenig der Schleier gelüftet werden: Michael Mattig-Gerlach produzierte mit seinem Team bei den Reisedokumentationen für das SWR-Fernsehen zusätzlich jene Eisenbahn-Filme. Interessanterweise ist Michael Mattig-Gerlach gar kein erklärter Eisenbahn-Fan. Aber, vielleicht ist dieses Buch auch deswegen so interessant, weil er das Thema nicht mit den leuchtenden Augen eines Lokführers (oder wie Hagen von Ortloff so treffend sagt,) „Puffer-Küssers“ angeht. 

    Die zahlreichen Reisen, die ihn kreuz und quer durch den ganzen Globus führ(t)en, beschreibt er u.a. in folgenden Kapiteln:  

    • Faszination Eisenbahnen
    • Für Eisenbahn-Romantik unterwegs in Afrika und Südamerika 
    • Durch das wilde Afrika
    • Mit Eisenbahnen in Europa und Asien
    • Der Siegeszug der Drohnentechnik
    • Eisenbahn-Liebesgrüße aus Russland
    • Warum der Stress auf vier Kontinenten? 

    Dabei lässt der Autor auch die Strapazen, die Unwägbarkeiten und die oftmalige Unzuverlässigkeit der Eisenbahnen nicht aus. 

    Sein Statement „Eisenbahnen tun nie, was man von ihnen erwartet.“ scheint sich öfter zu wiederholen.  

    Manchmal berichtet er, in fast schon distanziert zu nennender Weise, von seinen Dokumentationen, die nicht ursächlich mit der Eisenbahn zu tun haben. Über den Genozid an den Indigenen Völkern Brasiliens etwa, die nicht vor mehreren hundert Jahren geschehen sind, sondern z.B. durch den Raubbau am Regenwald nach wie geschieht. 

    Zahlreiche Fotos, die man nicht so häufig zu sehen bekommt, ergänzen dieses Buch, in dem die viel beschworene Eisenbahn-Romantik nicht immer spürbar ist. 

    Fazit: 

    Ein gelungenes Buch, das den verklärten Blick auf alte Eisenbahnen ein wenig schärft. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

     

  13. Cover des Buches Mein Salzkammergut: Landschaft . Menschen . Leben (ISBN: 9783702509262)
    Patricia Thurner

    Mein Salzkammergut: Landschaft . Menschen . Leben

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Sikal
    Wer noch nie im Salzkammergut war, weiß nicht was ihm entgeht. Und nein – ich bin nicht beim Tourismus angestellt und mache mal schnell etwas Werbung für diese Region. Für mich ist das Salzkammergut eine der schönsten Gebiete Österreichs, Seen mit glasklarem Wasser umrahmt von Bergen – diese Kombination wissen nicht nur wir heutzutage zu schätzen, bereits Kaiser und Könige nutzten in der Vergangenheit diesen Landstrich für Erholung, Kuraufenthalte oder für die Jagd. In Bad Ischl kann man beispielsweise auch die Kaiservilla besuchen, ein Relikt aus dieser Zeit.

     

    Aber auch Literaten und Malern bietet das Salzkammergut seit jeher Inspiration. In diesem Buch kommen viele zu Wort und erzählen ihre Geschichte des jeweiligen Ortes, beispielsweise der Musiker Alfred Jaklitsch (Grundlsee), die Schriftstellerin Barbara Frischmuth (Altaussee), der Schumacher Philipp Schwarz (Bad Goisern) oder auch die Hüttenwirte Patrick und Mikaela Endl (Obertraun).

     

    Doch auch die Probleme des Tourismus werden angesprochen. Besonders Hallstatt wird ja von Bustouristen geradezu überschwemmt. Ab 2020 soll nun die Busfrequenz auf 12!!! Busse pro Stunde begrenzt werden. Dass bei diesem Wahnsinn der liebliche Ort sein Flair verliert, liegt in der Natur der Sache. Dass die Einheimischen nur davon träumen können, gemütlich einen Kaffee auf der eigenen Terrasse zu trinken ohne dass ihnen jemand in die Kaffeetasse schaut, ebenso. Ich hoffe sehr, dass hier eine vernünftige Lösung gefunden wird. Tourismus ja, darin sind sich alle einig, aber eben nicht um jeden Preis.

     

    Auch kulturelle Feste und etwas Brauchtum darf nicht fehlen, um ein stimmiges Gesamtbild zu zeichnen. Dies ist den Erzählern und Autoren auch zur Gänze gelungen.

     

    „Mit dem Herzen sehen“ heißt ein Kapitel – und dies kann man jedem nur wünschen, der ins Salzkammergut kommt. Nicht, um ein Häkchen auf einer „To-do-List“ zu setzen, sondern um in eine etwas andere Welt einzutauchen, die der Seele einfach guttut. Von mir gibt es für dieses tolle Buch natürlich 5 Sterne (was sonst).

  14. Cover des Buches Jenseits von Samba und Karneval: Eine persönliche Sicht auf Brasilien (ISBN: 9781697753974)
    Jürgen H. Thiel

    Jenseits von Samba und Karneval: Eine persönliche Sicht auf Brasilien

     (5)
    Aktuelle Rezension von: waldfee1959

    Meine Vorstellungen über Brasilien waren sehr vage und geprägt von einigen Begriffen, wie Fußball, Rio de Janeiro, Waldbrände, Urwald…. Eigentlich wenig greifbar.

    Deshalb war ich auch sehr gespannt auf dieses Buch. Der Autor hat selbst einige Jahre in Brasilien gelebt und dort eine Frühstückspension, eine sogenannte Pousada betrieben. Dadurch hat er eng mit Menschen in Nordbrasilien zusammengelebt und gearbeitet.

    Er schreibt sehr anschaulich über seine Erlebnisse, die er in den Jahren in Brasilien als Unternehmer mit Gästen, Mitarbeitern, Behörden und bei sonstigen Begegnungen hatte.

    Beim Lesen des Buches wurde mir zum Beispiel erst bewusst, wie groß die Entfernungen in Brasilien überhaupt sind und ich erfuhr unter anderem auch, aus welchen ethnischen Gruppen sich die Bevölkerung zusammensetzt.

    Die Erlebnisse des Autors sind interessant geschrieben, manchmal werden Ereignisse geschildert, die wir uns in Deutschland gar nicht vorstellen können, wie z.B. die Bestechlichkeit von Polizisten, die wegen sehr geringer Gehälter einfach darauf angewiesen sind auf für uns unglaubliche, skurrile Art und Weise zu Geld zu kommen. So gibt es viele Geschichten, die Jürgen Thiel erlebt hat, die nachdenklich machen und manchmal auch zum Schmunzeln anregen.

    Ich werde nach dem Lesen des Buches Brasilien nun etwas anders sehen und  fand es interessant von jemandem über Brasilien zu lesen, der das Land mit „deutschen Augen“ gesehen hat.

  15. Cover des Buches China (ISBN: 9783861539353)
    Marcus Hernig

    China

     (2)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Reihe Länderporträts, China: Chinesische Mauer, Terrakotta-Armee, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Drill, Ein-Kind-Politik – das sind die ersten Stichworte, die mir zu China in den Sinn kommen. Der Autor aus Deutschland hat u.a. Sinologie studiert und lebt seit über 25 Jahren in China. Er bringt dem Leser die Lebens- und Denkweise der Chinesen ein Stückchen näher.

    Erster Eindruck: Ein zweigeteiltes Cover; oben ein Meer von Produkten und Farben – und, wenn man genauer hinsieht, auch Menschen –, unten Buchtitel und Autorenname. Mir gefällt das Cover sehr gut.

    Dies ist bereits mein viertes Länderporträt (nach Israel, Indien und Russland), aber das erste, das ich als Papierversion in den Händen halte. Hier fällt mir nun auf, wie dicht die Seiten beschrieben sind; beim E-Reader hatte ich zwar auch das Gefühl, dass das Lesen für etwas mehr als 200 Seiten sehr lange dauert, aber nun sehe ich bei der Printversion auch, wieso. Für meinen Geschmack sollte das Layout etwas lesefreundlicher, luftiger, gestaltet werden.

    Wie auch bei den anderen Länderporträts bin ich von der Fülle der Informationen schier überwältigt. Ein paar Beispiele von den mich überraschenden/beeindruckenden Dingen:

    - Die chinesische Schrift sieht für mich unwahrscheinlich kompliziert aus. Ich weiss von einer Kollegin, die begonnen hat, Chinesisch zu lernen, dass auch die Betonung der Worte sehr wichtig ist, denn je nachdem, wie/wo betont wird, bedeutet ein Wort etwas ganz anderes. Tja… Sprache ist immer schwierig.

    - Die lange Zeit gültige Ein-Kind-Politik für die Bevölkerungsmehrheit (die Han) wurde 2015 gelockert; mittlerweile ist es eine Zwei-Kinder-Politik. Mehr als zwei Kinder können sich viele gar nicht leisten, da es für sie sehr viel kostet, Kinder aufzuziehen und ihnen z.B. vor der Hochzeit eine Wohnung zu kaufen. Diese Ein-Kind-Politik (und dabei Buben bevorzugt) führte dazu, dass es deutlich mehr Männer als Frauen gibt. Heiraten ist eines der Lebensziele der Chinesen. „Wer über 25 ist, für den wird es Zeit. 30 ist die Schmerzgrenze, auch in der Grossstadt.“

    - Die chinesische Mauer sowie die Terrakotta-Armee mit den tausenden lebensgrossen Tonkriegern müssen live unwahrscheinlich beeindruckend sein.

    - Es ist immens wichtig, an der richtigen Universität studieren zu können. Voller Einsatz ist da Grundvoraussetzung. Die landesweit gleichzeitig stattfindenden Prüfungen dauern drei Tage, während denen das sonstige Leben beinahe zum Erliegen kommt. Die Umgebung der Prüfungsorte wird abgesperrt, Hinweisschilder mahnen dazu, sich ruhig zu verhalten. Den besten Absolventen winken begehrte Studienplätze.

    - In den Grossstädten gibt es keinen Platz für Friedhöfe – Feuerbestattung ist daher Pflicht.

    Ein sehr schönes Länderporträt – vielen Dank dafür. Ich bin schon gespannt, in welches Land es mich demnächst lesetechnisch verschlägt…
  16. Cover des Buches Russland (ISBN: 9783862842308)
    Manfred Quiring

    Russland

     (2)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Reihe Länderporträts, Russland: Bei Russland kommen mir als Erstes Wodka, Moskau, der Kreml, die Zwiebeltürme, die unwahrscheinlich Grösse, die Melancholie und die Extreme zwischen Reichtum und Armut in den Sinn. Sicherlich auch einige Klischees. Der Autor und Journalist aus Deutschland ist seit über 30 Jahren in Moskau tätig und erzählt einige Anekdoten und wieso als Gastgeschenk gerne 20 Liter Diesel gebracht werden können.

    Erster Eindruck: Ein quasi zweigeteiltes Cover; über dem Rundbogen sieht man nur den Buchtitel und den Autorennamen, unterhalb des Rundbogens sieht man eine Menschenmasse, die sich auf die prächtigen Gebäude mit den Zwiebeltürmen zubewegt. Mir gefällt das Cover sehr gut.

    Ich habe erst vor ein paar Tagen lesetechnisch in Russland reingeschnuppert, und zwar mit „Die Hessin auf dem Zarenthron – Maria, Kaiserin von Russland“. Da mir dieser „Ausflug“ gut gefallen hat, wollte ich gleich noch ein wenig dableiben. Schon den Einstieg ins Buch fand ich gelungen: „Eine schwarze Krawatte und eine grosse Kiste Toilettenpapier gehörten zu meiner Ausrüstung, als ich im Sommer 1982 zum ersten Mal für längere Zeit nach Moskau reiste.“ Mir wäre bisher nie in den Sinn gekommen, Toilettenpapier in den Urlaub mitzunehmen (ausser beim Camping).

    Russland ist für mich als Schweizerin ein schier unvorstellbar grosses Land mit elf Zeitzonen! Interessant ist, dass es keine durchgehende West-Ost-Strassenverbindung gibt, die den Namen „Strasse“ auch verdient. Es gibt da scheinbar Strassen, bei denen das Leben eines Pkws schon bei Tempo 30 höchst gefährdet ist. Mit dem Auto braucht man von Moskau nach Wladiwostok (gemäss Google Maps) ca. 116 Stunden, mit der Bahn 7 Tage und mit dem Flugzeug immer noch über 8 Stunden. Und dann ist man immer noch immer in Russland – wow!

    Es gibt so viele Dinge, die mich bei diesem Buch überrascht und/oder beeindruckt haben. Hier ein paar Beispiele:

    - „Trinken ist männlich, trinken adelt die Runde tapferer Kerle und ist eine Sache der Ehre. Das jedenfalls ist vor allem auf dem Lande die weit verbreitete Auffassung.“ Der Alkoholismus ist ein grosses Problem. 1987 hat eine Anti-Alkohol-Kampagne ihren Höhepunkt erreicht und damals wurden eine Milliarde Parfüm-Flakons und eine weitere Million Glasreinigungsmittel getrunken!

    - Die Religion bzw. „die richtige Religion“ ist in Russland sehr wichtig: „Wer konvertiert, macht sich zum Staatsfeind“ (Patriarch Alexij II., Januar 2002). Es gibt sehr viele Kirchen, die aber zum Teil weit mehr sind, als bei uns: „Eine Ladenstrasse mit Geschäften für Gegenstände des religiösen Bedarfs fehlt ebenso wenig wie ein üppig ausgestattetes Tagungszentrum für die Synode oder eine Tiefgarage mit 600 Parkplätzen. Der Patriarch bekam selbstverständlich eine eigene Zufahrt.“

    - Die Oligarchen haben für mein Verständnis unwahrscheinlich viel Geld. Einer davon hat z.B. in Moskau eine scharf bewachte, hinter vier Meter hohen Mauern versteckte Siedlung; daneben eine Wohnung im Londoner Stadtteil Knightsbridge für 27,5 Millionen Pfund; unter anderem eine 90-Millionen-Euro-Jacht… was man als Oligarch eben so hat. „In Russland leben wir nicht so lange, also verdienen wir und geben das Geld wieder aus.“

    - Das Leben in der Hauptstadt und in der Provinz unterscheidet sich sehr: „80 Prozent des gesamten russischen Kapitals sind in Moskau konzentriert. Weitere 10 Prozent befinden sich in St. Petersburg, der kleine Rest verteilt sich über das weite Land.“

    Ein sehr interessanter Einblick in die Politik, Geschichte und den Alltag eines für mich fremden Landes – vielen Dank dafür.
  17. Cover des Buches Tannenbaum und Bohnenkönig: Geschichten und Bräuche rund um den Advent (ISBN: 9783702509088)
    Reinhard Kriechbaum

    Tannenbaum und Bohnenkönig: Geschichten und Bräuche rund um den Advent

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieses Buch im ungewöhnlichen Format von ca. DIN A5 quer nimmt uns auf eine Reise durch verschiedene Bräuche zur Adventzeit im deutschsprachigen Raum mit. 

    Wer hat gewusst, dass der Adventkranz ein recht junger Brauch aus den 1960ern ist? 

    Da gibt es die Wallfahrt „zum Christkindl“ nahe der oberösterreichischen Stadt Steyr schon länger: 1695 erwarb ein Feuerwächter aus Steyr eine Christkind-Figur aus Wachs und legte damit den Grundstein zur gleichnamigen Pfarrkirche. Heute verzeichnet das dortige Postamt mehrere Millionen Briefe und das trotz aller Unkenrufe, die Briefpost stürbe aus. 

    So mancher Christbaumschmuck mutet ein wenig seltsam an. Wie kommt ein Gurkerl bzw. ein Vogerl aus Glas auf den Weihnachtsbaum? Nachzulesen auf S. 148 bzw. S. 152. 

    Manche Bräuche vermisch(t)en sich mit heidnischen Ritualen und machen entsprechend Lärm.

    Auch die Geschichte des wohl berühmtesten Weihnachtsliedes, das 2018 seinen 200. Geburtstag feiert, darf nicht fehlen. 

    Was es mit dem „Bohnenkönig“ auf sich hat, erfährt der neugierige Leser auf S. 227. 

    Meine Meinung: 

    Eine gelungene Mischung aus alten und neueren Bräuchen, die weder die religiöse Bedeutung des Weihnachtsfestes, noch auf die Hinwendung zu Kitsch und Kommerz vergisst. 

    Jeder Brauch ist mit einem passenden Foto ergänzt. Eine nette Idee, abseits von mit allerlei Ramsch bestückten Adventkalendern, die Wartezeit auf Weihnachten mit dem Vorlesen (und vielleicht ausüben) eines der Bräuche zu verkürzen. Hier haben kleine und große Kinder bestimmt Freude. 

    Fazit: 

    Kann das Warten auf das „Christkind“ verkürzen. Auch als Mitbringsel eine nette Idee. Gerne gebe ich dafür 5 Sterne.

     


  18. Cover des Buches Märchenhafte Kraftplätze (ISBN: 9783702509729)
    Nina Stögmüller

    Märchenhafte Kraftplätze

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Sikal

    Die Autoren Nina Stögmüller und Robert Versic entführen uns auf 25 Wanderungen durch das Waldviertel. Man darf staunen, überrascht sein, den Ausblick genießen, an einem Wasserfall sitzen oder auch nur die Natur erkunden – ohne jegliches Ziel. Auf jeden Fall dienen solche Wanderungen nicht nur der oft zitierten Bewegung, sondern vor allem der Ruhe und Entspannung und dem Nachhängen der Gedanken.

     

    Gleich im Buchdeckel findet sich eine Landkarte mit markierten Orten, wo sich die Wanderungen finden lassen. Ein übersichtliches Inhaltsverzeichnis zeigt nun die Wanderungen auf, die nach den Bezirken geordnet sind: Gmünd, Horn, Krems-Land, Melk, Waidhofen an der Thaya, Zwettl

     

    Bei jeder der Wanderungen finden sich neben Länge, Steigung, Wegbeschreibung auch noch der Charakter der Wanderung, was es Sehenswertes gibt, wo man noch einkehren könnte – aber eben auch Kraftplatzerfahrungen und Sagen. Die Schwierigkeitsstufen werden mit Punkten (bis zu drei) angegeben.

     

    Besonders angesprochen hat mich die Wanderung Nr. 23 „Steinerner Torbogen und Gletschermühle“, wobei diese mit mehr als vier Stunden Gehzeit und einer Steigung von 455 Höhenmetern eher zu den herausfordernden zählt. Diese werden wir wohl bald in Angriff nehmen.

     

    Es sind durchaus einige Wanderungen dabei, die ich unbedingt demnächst machen möchte. Begleitet natürlich von diesem Wanderführer, der bestimmt gute Dienste leistet. 5 Sterne

  19. Cover des Buches Heringsschmaus und Kreuzlstecken: Geschichten und Bräuche rund um Ostern (ISBN: 9783702509224)
    Reinhard Kriechbaum

    Heringsschmaus und Kreuzlstecken: Geschichten und Bräuche rund um Ostern

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Reinhard Kriechbaum präsentiert uns in diesem dritten Band um Jahreszeit-Bräuche aus dem Alpenraum Traditionen rund um die Fastenzeit bis nach Ostern. 

    Der Heringsschmaus ist vor allem in Österreich wohl bekannt, doch „Kreuzlstecken“? 

    Vielerorts gibt es Riten, die scheinbar christlich, doch eigentlich heidnischen Ursprungs sind. Einige sind traditionelle Frühlings- bzw. Fruchtbarkeitssymbole sind. Manches, wie z.B. „Auf die Grean gehen“ hat seinen Ausgang in der Flurbeschau und wird nach wie vor gepflegt, auch wenn sie von den örtlichen Fremdenverkehrsverbänden touristisch vermarktet werden.

    Der Autor geht auch der Frage nach, warum denn ausgerechnet der Hase die Eier bringt. Auch Johann Wolfgang von Goethe kannte den Brauch des Eiersuchens im Garten aus seiner Kindheit(S. 155). 

    Zum Thema Fasten gibt es einen Spruch, den sich alle jene ins Stammbuch schreiben sollten, die ihre Mitmenschen zu vegetarischen oder veganen Lebensweise umerziehen wollen:

    „Willst du fasten, tue es; willst du lieber kein Fleisch essen, iss es nicht, lass aber dabei den Christenmenschen ihre Freiheit.“ (Ulrich Zwingli, Reformator; S. 20) 

    Anschauliche Bilder der verschiedenen Bräuche ergänzen dieses Buch über Fasten- und österliche Bräuche.  

    Gerne gebe ich hier wieder 5 Sterne, denn wir alle brauchen Bräuche.

     

     


  20. Cover des Buches Israel (ISBN: 9783962891084)
    Ruth Kinet

    Israel

     (9)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Reihe Länderporträts, Israel: Was wusste ich bisher über Israel? Juden, Kibbuz, Konflikt mit Palästinensern, Jerusalem, Klagemauer, Wehrpflicht für Männer und Frauen... Also eigentlich wusste ich nichts. Die Autorin hat zusammen mit ihrer Familie während fünf Jahren in Israel gelebt.

    Erster Eindruck: Ein zweigeteiltes Cover; oben sieht man zwei Männer in einem Eingang eines Geschäftes stehen; unten nur den Buchtitel und Autorenname – gefällt mir.

    Ein grossartiges Buch – ich muss dies schon vorabnehmen; ich habe eine Fülle von Informationen über Land und Leute erhalten! Ich habe mir unwahrscheinlich viele Details notiert, aber dies würde den Rahmen einer üblichen Rezension sprengen (und zudem soll ja jede/r angehalten werden, das Buch selbst zu lesen). Es hat sehr viele hebräische Ausdrücke, die aber fortlaufend im Text erklärt werden (was ich als sehr angenehm empfinde); am Ende des Buches finden sich zudem ein Glossar und eine Landkarte.

    Hier ein paar meiner Gedanken, Highlights, Bemerkungen:

    - „Israelis verstossen mit grösster Natürlichkeit gegen das in Europa gängige comme il faut.“ Das muss für jemanden aus Europa wirklich sehr ungewohnt sein. Oder auch: „Sie sind erschütternd selbstbezogen und pflegen zugleich eine hochentwickelte Kultur der Selbstironie.“

    - Die ultraorthodoxen Juden werden Charedim, die Gottesfürchtigen, genannt. Bei ihnen ist z.B. Fernsehen verboten; Internet nur erlaubt, wenn es entsprechend gefiltert und als koscher gilt. Handys dürfen weder SMS-Funktion, Kamera noch Radio haben. „Für religiöse Juden ist es eine Mitzvah, ein religiöses Gebot, Kinder zu haben.“ Es gibt sogar eine Formel für den familiären Mindeststandard: „Wenn zwei sich fortpflanzen wollen, müssen sie mindestens drei Kinder in die Welt setzen.“ Charedische Familien haben durchschnittlich acht Kinder – säkulare Familien knapp drei. Erstaunlich ist jedoch, dass es einen Bildungsnotstand gibt und z.B. in vielen Stadtteilen Tel Avivs die durchschnittliche Klassengrösse bei 42 Kindern liegt.

    - Wenn in Europa jemand heiraten will, tut er das auf einem Standesamt (und heiratet ohne kirchlichen Bezug). In Israel ist das nicht möglich: Da wird nach religiösen Regeln geheiratet. Wer sich diesen nicht unterordnen will, kann dort nicht heiraten. Dann weichen sie in andere Länder aus, wo sie sich zivilrechtlich trauen und die Heirat anschliessend in Israel anerkennen lassen.

    Was ich von diesem Buch mitnehme? Es gibt unwahrscheinlich viele Feier- und Gedenktage; zuhauf Regeln; es gibt atheistische, säkulare, traditionelle, nationalreligiöse oder streng religiöse Juden; jüdische Israelis und arabische Israelis; viele Einblicke in das Leben in Israel. Weitere sehr interessante Erklärungen zu den Themen Abtreibung, Gentests, Mischehen (wer nicht jüdisch ist, darf keinen jüdischen Partner heiraten), Rassismus, Wehrpflicht für Mann und Frau, Holocaust, Politik. Meinen herzlichen Dank an die Autorin.
  21. Cover des Buches Der Geschmack Europas (ISBN: 9783990293591)
    Lojze Wieser

    Der Geschmack Europas

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Sikal

    Schon die ersten Bücher dieser Reihe entzogen sich dem Genre eines klassischen Kochbuches – und genau das soll auch das aktuelle Werk nicht sein. Es handelt sich um ein Journal zum Nachlesen einer ORF-Sendereihe. Aber keine Angst, auch wenn man dem Fernsehen nichts abgewinnen kann, ist dieses Buch keine Fehlinvestition.


    Den Titel „Bestes Kochbuch Europas“ hat das erste Buch der Reihe nicht unverdient erhalten – und dieser Linie bleibt der Verlag treu. Ein Kochbuch, bei dem nicht die Rezepte im Mittelpunkt stehen sondern die Geschichten um die Speisen herum. Um Menschen und Länder, um Rohstoffe und deren Anbau und nicht zuletzt um deren Zubereitung dreht sich alles in diesen Werken.


    Auch dieses Buch entstand beim Dreh einer Fernseh-Kochdokumentation als Nachlesewerk – eben als Journal. Das Buch ist eine Inspiration für die Sinne. Man spürt den Geschmack der beschrieben Speisen fast auf der Zunge – nicht weil man hier ein Rezept liest, sondern weil man hier Geschichten präsentiert bekommt und in diese eingebunden wird.


    Wer kennt das nicht, man sitzt im Urlaub am Meer oder in den Bergen und genießt die Speisen die serviert werden. Die laue Luft oder der raue Bergwind lassen das Essen besonders mild, fein rauchig oder herzhaft kräftig schmecken. Zuhause nachgekocht, fehlt dem Essen diese besondere Note – es fehlt das Drumherum …


    Dieses „Drumherum“ zeigt dieses Buch – es lässt die Leser eintauchen in die (nicht nur kulinarische) Welt der Rezepte. Land und Leute erzählen Geschichten, die es erst möglich machen, den Geschmack Europas auch zu verstehen. Man wird versetzt in die Gedankenwelt der Köche, wird Akteur in der Küche eines Landes, in dem man vielleicht noch nie war und das Essen beginnt selbst eine Geschichte zu erzählen. Aber um aus den Geschichten rund um das Essen die Rezepte auferstehen zu lassen, braucht es schon ein wenig Fantasie. Hier werden keine Patentrezepte abgeliefert nach dem Motto - so viel hiervon und so viel davon, umrühren und für so lange in den Ofen. Die Rezepte muss sich der Leser erarbeiten – oftmals auch zwischen den Zeilen. Kochanfängern werden dann eher die Geschichten ins Auge fallen. Aber warum nicht nach einer Geschichte kochen?


    Und diese Geschichten finden sich zur Genüge – und „Der Geschmack Europas“ wird sich vielleicht in der eigenen Küche ebenso oft ändern wie auf Reisen – auch hier schmecken die einfachsten Speisen von Land zu Land – ja sogar von Ort zu Ort unterschiedlich.

    Und diese kulinarische Vielfalt ist es was die europäische Küche zu dem macht, was sie ist und von vielen anderen Küchen der Welt unterscheidet. 5 Sterne

  22. Cover des Buches Die Traun (ISBN: 9783702509279)
    Peter Pfarl

    Die Traun

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Dieses Buch nimmt uns auf eine ungewöhnliche Reise mit: Wir folgen dem Lauf der Traun durch die Steiermark und Oberösterreich (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Fluss in Bayern).

     

    Ausgehend von ihrem Ursprung im Ausseer Land (Steiermark) legt die Traun rund 153km zurück bis sie bei Linz in die Donau mündet. Auf ihrem Weg durchfließt sie bekannte Orte wie Hallstatt, Bad Ischl, Ebensee, Gmunden, Stadl-Paura, Lambach oder Wels.

     

    Diese Orte sind einerseits durch ihre Frühgeschichte (Hallstatt) oder durch die k. und k. Monarchie (Bad Ischl) oder ihre barocken Gebäude (Stdadl-Paura, Lambach) oder ihre unrühmliche Rolle in der NS-Zeit (Ebensee, Toplitzsee) bekannt. Weniger geläufig ist den meisten wohl die Schlacht von Ebelsberg vom Mai 1809, als während der Napoleonischen Kriege französische Truppen sich mit den österreichischen einen erbitterten Kampf um die Brücke über die Traun lieferten, die mehrere Tausend Tote auf beiden Seiten forderte.

     

    Wunderschöne Fotos ergänzen die informativen Texte. So sehen wir Abbildungen von Schlösser (Schloss Orth) und Burgen. Einen kleinen Seitenblick können wir auf den Besitz der Welfen werfen, die nach wie vor in Gmunden einen Wohnsitz haben.

     

    Fazit:

     

    Ein traumhaftes Buch, das Lust macht, die beschriebenen Ort in Natura zu sehen. Ein heißer Tipp sowohl für den Sommer- als auch den Winterurlaub. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
  23. Cover des Buches 111 Orte im Vorarlberg, die man gesehen haben muss (ISBN: 9783740815707)
    Kristof Halasz

    111 Orte im Vorarlberg, die man gesehen haben muss

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis

    Diese Reihe des Emons-Verlages ist ein Garant dafür, wenig Bekanntes , in Städten oder Landstrichen zu entdecken. 111 auf kurze und knackige Informationen machen Lust, mehr zu erfahren. 

    Diesmal führt uns das Buch nach Vorarlberg, jenes österreichische Bundesland, das (von Wien aus gesehen) weit im Westen liegt. Allen Vorurteilen zum Trotz ist dieser Westen nicht wirklich wild.  

    Die 111 Tipps reichen von Altach bis Zwischenwasser, von spektakulären Naturschönheiten über spannende Architektur zu Sagen und Literatur. 

    Wir erfahren, abseits der Bregenzer Festspiele, viel über die Kultur des Landes, das sich aus geografischen Gründen, vor dem Bau des Arlbergtunnels, eher weiter nach Westen als nach „Innerösterreich“ orientiert hat. 

    Einige der erwähnten Orte bzw. Landstriche wie das Montafon, den Bregenzer Wald, die Städte Bludenz, Bregenz und Feldkirch habe ich beruflich bedingt mehrfach bereist. Nicht zu vergessen ist natürlich der Bodensee, dessen Grenzen zwischen Deutschland, der Schweiz und Österreich nicht vermarkt, sondern mittels internationalen Verträgen bestimmt wird. 

    Gut gefällt mir, dass alle Orte mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind.  

  24. Cover des Buches 111 Orte in und um Biel/Bienne, die man gesehen haben muss (ISBN: 9783740803407)
    Sonja Muhlert

    111 Orte in und um Biel/Bienne, die man gesehen haben muss

     (1)
    Aktuelle Rezension von: peedee
    Biel/Bienne ist bekannt als Uhrenstadt, für ihre Zweisprachigkeit, den Bielersee. Doch in der Region gibt es noch viel mehr zu entdecken, z.B. das „End der Welt“, die Rebberge, die St. Petersinsel. Mit Fotografien von Adrian Künzi.

    Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover, das eigentlich nur aus dem Titel und dem Bieler Wappen besteht. Die jeweils linke Seite im Buch besteht aus Text, die rechte Seite vorwiegend aus Fotos. Hinten im Buch gibt es eine Übersichtskarte.

    Für mich ist es das dritte Buch der Reihe „111 Orte“, nach der Ausgabe für Bern sowie derjenigen für das Berner Oberland. Einige Dinge waren mir zumindest vom Namen her bekannt, aber es hat auch Neues dabei, wie z.B.:
    - Der neue Hauptsitz der Swatch – weltbekannte Uhrenherstellerin – hat eine aussergewöhnliche Form und erinnert an eine Riesenschlange oder einen Wurm. Das Gebäude soll voraussichtlich im Herbst 2018 eröffnet werden.
    - Biel hat gleich zwei Standseilbahnen: die Magglingenbahn (Biel – Magglingen, seit 1887) sowie die Leubringenbahn (Biel – Leubringen, seit 1898). Ich habe es tatsächlich noch nie geschafft, mit der Leubringenbahn zu fahren! Das kommt auf meine To-do-list :-)
    - „La Prairie“ – das Kulturzentrum für klassische Musik in Bellmund. Obwohl das in meiner Nähe ist und ich auch gerne mal klassische Musik höre, war mir „La Prairie“ bisher nicht bekannt.
    - Die Klemenzkirche (römisch-katholisch) in Bettlach sowie die Markuskirche (evangelisch-reformiert) im gleichen Ort muss ich demnächst mal besuchen: Die erstgenannte Kirche ist ein für damalige Zeit unkonventioneller Betonbau aus Kuben und Ecken, die zweitgenannte hat die Form eines Zeltes, das wuchtige Dach ist tief gegen die Erde heruntergezogen.

    Und was hat es nun mit dem „End der Welt“ auf sich? Es ist ein Ausflugsrestaurant in Magglingen; seit 2014 gehört es dem Bundesamt für Sport. In Magglingen ist Sport das grosse Thema: Die Eidgenössische Hochschule für Sport Magglingen (ESHM) ist die einzige Schweizer Hochschule im Bereich Sport. Das Nationale Sportzentrum in Magglingen (NSM) ist Ausbildungs-, Sport- und Kongresszentrum.

    Ein schönes Buch, das daran erinnert, dass auch in der näheren Umgebung viele schöne Dinge zu entdecken sind.

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