Bücher mit dem Tag "land und leute"
40 Bücher
- Jean-Luc Bannalec
Bretonische Brandung
(267)Aktuelle Rezension von: SatoDie Glenan – Inseln, ein Archipel vor der bretonischen Küste - bilden die Kulisse des zweiten Bandes der Kommissar Dupin Reihe. Dort wurden drei Tote angespült, welche scheinbar einem Segelunfall zum Opfer gefallen sind. Doch Dupin hat Zweifel an der Unfalltheorie und wird durch die Ergebnisse der Autopsie bestätigt, die drei Männer sind einem heimtückischen Mordanschlag zum Opfer gefallen. Und es sind lokale Größen, die hier ermordet wurden und sie haben sich in der Vergangenheit viele Feinde gemacht. Für Kommissar Dupin und die Polizei wird der Fall immer ausufernder und jede neue Spur bringt zusätzliche Motive ans Licht, sowohl im persönlichen – wie auch im geschäftlichen Umfeld der Opfer. Die Lösung des Falles – einhergehend mit den recht eigenwilligen Methoden Dupins bilden jedoch nur den Rahmen für weitschweifende Auslassungen zur bretonischen Küche, lokalen Spezialitäten, Mythen und Sagen der Bretagne, ihrer geschichtliche Entwicklung und landschaftlichen Einzigartigkeit. Seitenlang lässt sich der Autor zum zauberhaften Wechselspiel von Licht und Wasser, Wellen und Wolken oder Wind und Gräsern aus. Die einfache Küche löst orgiastische Geschmackserlebnisse aus und kein Reiseführer vermag so viel Begeisterung für die Landschaft zu verbreiten wie dieses Buch. Hier geht regional eindeutig vor Krimi – aber die Begeisterung ist ansteckend und die Handlung spannend und voller überraschender Wendungen – von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung und einen Cafe für den Kommissar.
- Jean-Luc Bannalec
Bretonische Verhältnisse
(618)Aktuelle Rezension von: TiganaDies ist Teil 14 von 15 der Krimireihe rund um die Fälle des Kommissar Dupin. Und ja, irgendwie höre ich die Reihe quer durcheinander, macht aber nix, man kommt immer gut in die Story rein. Und ein bisschen hat es auch was von Summerfeelings.
Die Hörbücher erscheinen im @argonverlag
, dieses hier mit einer Dauer von 12 Std, wie immer wunderbar gelesen von Christian Berkel.
Hier bekommen wir neben dem Mordfall auch noch reichlich Informationen über Schokolade. Und tatsächlich war einiges neu für mich als bekennende Schokoholikerin.
Dazu rückt die Region auch wieder in den Vordergrund, ob Bretagne oder Baskenland.
Insgesamt könnte man anmerken, das hin und wieder ein paar Passagen zu ausführlich, sprich: zu langatmig, sind, dennoch finde ich, wird man auch mit dieser Story wieder gut unterhalten.
- Meike Winnemuth
Das große Los
(259)Aktuelle Rezension von: Schlumpfine-02Das große Los“ von Meike Winnemuth ist ein humorvoller, inspirierender Reisebericht über ein Jahr in 12 Städten weltweit, finanziert durch einen Gewinn bei „Wer wird Millionär?“ In Briefen teilt sie Aha-Erlebnisse, Kulturschocks und innere Veränderungen – ein Plädoyer für Mut und Möglichkeiten, das nie langweilig wird.
- Gil Ribeiro
Lost in Fuseta
(237)Aktuelle Rezension von: Kathy25Leander Lost leidet am Asperger-Syndrom ... so würden es sog. neurotypische Menschen wohl formulieren. Aber so ist es eigentlich nicht - wenn Leander leidet, dann daran, wie mit Menschen umgegangen wird, die - wie er - anders sind. Ein Problem, das wir alle in irgendeiner Form kennen ...
Schon in Band 1 nimmt Leander uns Leser auf faszinierende Weise mit in seine Welt und seine Sicht der Dinge.
Es sind Vernunft, Verstand und Logik, an denen er alles bemisst und beurteilt - dennoch legt er eine erstaunliche Toleranz und sympathische Empathie an den Tag.
Ein wunderbares Buch - zum einen ein gut erzählter, spannender Krimi, zum anderen die Begegnung mit starken Charakteren, die sich im Laufe der Zeit sehr zu schätzen lernen, sich ergänzen und gemeinsam einfach mehr sind als die Summe der Individuen.
Leander ist faszinierend - ein Freund wie er fehlt mir sehr in meinem Leben. - Jean-Luc Bannalec
Bretonisches Gold
(175)Aktuelle Rezension von: theagri_liestWer einmal lesend in der Bretagne unterwegs war, möchte immer wieder zurück, besonders, wenn es mit dem sympathischen Kommissar Dupin einen Fall zu lösen gilt. So geht es auch mir. Diese Krimireihe hat mein Herz erobert.
An einem schönen Septembertag begibt Dupin sich ins Salzland um einer befreundeten Journalistin einen Gefallen zu tun. Er soll nach auffälligen blauen Fässern sehen. Kaum angekommen, wird auf ihn geschlossen. Um herauszufinden was hier los ist, muss er gemeinsam mit Rose ermitteln, der für das Salzland zuständigen Kommissarin.
Wieder schildert der Autor interessante Szenen, beschreibt die Produktion von Salz, schildert interessante Charaktere und lässt miträtseln. Das macht Daß und ist abwechslungsreich.
Gegenüber den beiden Vorgängerbänden gefiel mir dieser etwas weniger. Da Dupin etwas eingeschränkt agiert, fehlte mir der gewisse Kick. Trotzdem ein guter, informativer Fall. Und die wunderschöne Beschreibung des Salzlandes unweit der Bretagne lässt sofort den Wunsch aufkommen, dorthin zu reisen.
- Jean-Luc Bannalec
Bretonische Geheimnisse
(98)Aktuelle Rezension von: Lesepixie7Und schon wieder muss Kommissar Dupin außerhalb seines Zuständigkeitsbereichs ermitteln. Nachdem ihm Jean im letzten Fall half, schuldetw er ihm noch einen Gefallen. Diesen will er nun einlösen. Er soll einen Artus-Forscher befragen und verbindet dies mit einem Betriebsausflug in den Forêt de Brocéliande. Dort ereignen sich aber einige Mordanschläge und er wird unversehens mit seinem Team für Sonderermittlungen eingespannt. Dabei erfahren wir so einiges über die Artus-Legende und den geheimnisvollen Wald in der Bretagne. Mit wieder sehr stimmungsvollen Landschaftsbeschreibungrn reisen wir dort mit den Ermittlern umher, erleben unliebsame Überraschungen, stellen Vermutungen zum Täter an und wohnen der Auflösing des Falls in nur 2 Tagen bei. Wieder sehr schön zu lesen. Dass Chrétien de Troyes die Artuslegende aufgeschrieben hat, war mir bekannt, dass er aber dabei schon auf einen noch älteren Urtext zurückgegriffen haben soll, wusste ich nicht. Auch war mir das Ausmaß seiner Aufzeichnungen von mehreren Bänden neu. Ich glaube, ich werde die Artus-Legende, die ich in 2 Bänden von Jacques Boulanger auf Französisch zu Hause habe, doch mal ausführlicher lesen.
- Jean-Luc Bannalec
Bretonischer Stolz
(147)Aktuelle Rezension von: Lesepixie7Wieder ein sehr spannender, typischer Kommissar Dupin-Krimi, in dem man nun nach der Gewinnung des Fleur de Sel im letzten Band etwas über die Austernzucht lernt. Wie Dupin kann ich diese Delikatesse wenig abgewinnen - ich habe da das Gefühl, ich würde einen schleimigen Schluck Meerwasser zu mir nehmen (ich Banause).
Beim Fall war ich diesmal jedoch Dupin in zwei Punkten deutlich voraus - da kam er für meinen Geschmack unheimlich spät drauf - wohl wegen Kaffeeentzug 😆. - Gil Ribeiro
Spur der Schatten
(122)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannGäbe es nur mehr von dieser Sorte Krimi: exzellente Unterhaltung, vielseitige Informationen und als i-Tüpfelchen einen Ermittler der besonderen „Sorte“.
In seinem zweiten Auftritt an der portugiesischen Süd-Atlantikküste sorgt auch dieses Mal der deutsche „Austausch-Kommissar“ Leander Lost mit seinem besonderen Verhalten für mancherlei Irritationen. Allerdings hat er durch seine messerscharfen Analysen („Seine Kausalketten waren zwingend wie ein fugenloser Korridor ohne Abzweigung.“) und liebenswerten Marotten schnell die Herzen seiner portugiesischen Mitstreiter erobert.
Als Autist (Asperger) und Eidetiker (fotografisches Gedächtnis) ist er ständig auf der Suche, in seinem Gegenüber die Merkmale zu erfassen, um im menschlichen Kontakt mit „Neurotypischen“ zu bestehen („[…], war ihm das Ungesagte meist ein Rätsel. Denn es verkroch und verbarg sich ziemlich erfolgreich zwischen den Zeilen und Silben. Es schwang mit, ohne je Gestalt anzunehmen, ja, es war unsichtbar für ihn und entwand sich seinem Griff bereits, bevor er seine Hand danach ausgestreckt hatte.“). Hierzu bedient er sich der nur für sekundenbruchteile flüchtigen Gesichtsausdrücke (Mikroexpressionen) und zur Entschlüsselung des „guten Tons“ eines (fiktiven) Werks von Daniel B. Tucker: Das Kompendium sinnloser Sätze. Diese führt zu mach witzigen Dialogen und entspannt auch die kriminalistische Arbeit in einem Fall, der auch die koloniale Vergangenheit Portugals und die sich daraus immer noch ergebenden Verbindungen und den darüberliegenden Schatten (As Sombras) zum Thema hat.
Subtil werden die Fährten gelegt und Parallelschauplätze eingeflochten. Während sich die Ermittler an der Aufklärung eines Mordes an einer Kollegin abarbeiten, werden im Hintergrund bereits die Fäden für den „großen Fall“ gesponnen. Auch wenn erst im letzten Drittel die Spannungsbreme gelockert wird, heißt das nicht, dass bis dahin die Geschichte nur so dahindriftet. Nein, denn es gibt, sozusagen als Zugabe auch noch eine Liebesgeschichte – und zwar eine ganz (Sorry) entzückende, die sogar für Tränen sorgen könnte … Aber was hier rundum das Asperger-Syndrom vermittelt wird ist erstklassig – und kann helfen, diesen Menschen mit einem anderen Blick zu begegnen.
Kurz: ein erstklassiger Krimi mit vielen zusätzlichen wissenswerten Informationen.
(5.7.2020)
- Jean-Luc Bannalec
Bretonische Flut
(124)Aktuelle Rezension von: PageTurnersCat"Warnhinweis: Dieses Buch führt zu akuten Hungerzuständen und erhöht die Gefahr, einen Urlaub in der Bretagne zu buchen."
"Bretonische Flut" aus der Feder von Jean-Luc Bannalec ist der fünfte Fall für den Kommissar Dupin und das erste Buch für mich. Und mir hat es sehr gut gefallen.
Ein grausamer Mord an einer Fischerin führt Dupin und seine Inspektoren mitten auf die atlantische Inseln. Dem Opfer, einer jungen Fischerin, wurde die Kehle durchgetrennt. Wer war es - oder besser gesagt: aus welchem Grund sollte sie zum Schweigen gebracht werden? Als dann auf benachbarten Île de Sein eine zweite Leiche auftaucht merkt Dupin schnell, dass dieser Fall zu dem vielleicht kniffligsten seiner Karriere werden könnte.
Da vom Sommer bei uns dieses Jahr noch nicht viel zu sehen war, musste jetzt ein Buch her, in welchem die Sonne hoch am Himmel steht. Und genauso eines habe ich mit Bretonische Flut bekommen. Bisher hatte ich weder Fisch und Meeresgetier auf der Speisekarte und die bretonische Küste nicht auf der Reisebucketlist - Beides möchte ich jetzt am liebsten sofort ändern. Der Schreibstil ist, trotz der vielschichtigen französischen und maritimen Begriffe, locker leicht und der Autor schafft es auch einen guten Humor unterzubringen.
Was mich aber komplett verzaubert hat war der Lokalkolorit. Ob Leute, Orte und auch mystische Sagen: Alles konnte ich mir bildlich vorstellen und bin quasi mit dem Kommissar über die Insel flaniert und konnte den Atlantik in der Luft schmecken.
Einzig für das etwas wilde hin und her gibt es einen kleinen Punkt Abzug. Die stolzen Bretonen mögen es mir verzeihen.
- Heinz Ohff
Gebrauchsanweisung für England
(27)Aktuelle Rezension von: NealaMein erstes Heinz Ohff Buch war die "Gebrauchsanweisung für Schottland" und dieses fand ich schon sehr informativ, amüsant geschrieben und einfach lesenswert, doch dieses Buch ist genial! Humorvoll geschrieben, mit allen Eigenheiten und Absonderlichkeiten Englands gespckt, wunderbare Anekdoten über das Land und seine Leute......einfach genial! Dieses Buch kann ich nur jedem empfehlen, der auf humorvolle Art und Weise etwas über England und seine manchmal schrulligen Bewohner erfahren möchte!! - Stephan Orth
Couchsurfing in Russland
(58)Aktuelle Rezension von: HoldenNach der Besetzung der ukrainischen Krim durch Rußland, aber bevor dem aktuellen großen Angriffskrieg gegen die Ukraine reiste Stephan Orth via Couchsurfing durch Rußland, von West bis Ost. Schwierig, unter diesen Bedingungen neutral über Russen und Rußland zu schreiben, auf jeden Fall sind wird auf die porträtierten jungen Russen angewiesen, wenn wieder eine Annäherung an Rußland erfolgen soll. Interessant, wie unterschiedlich die Russen über Deutschland, Europa und Putin urteilten, für mich als Brillenträger wichtig, daß einem im russischen Winter bei -40 Grad Celsius die Brille im Gesicht festfrieren kann. Leider fehlt ein Foto der bildhübschen Nestea-Trinkerin. Gowno!
- Matthias F. Mangold
Schwaben. Meine kulinarische Heimat
(25)Aktuelle Rezension von: DagiwesselNette Rezepte, nette Fotos über eine Gegend, die man als Norddeutscher so nicht kennt.
Die Bilder zu den Gerichten wirken sehr plastisch.
Auch die weiteren Bilder vermitteln einen hübschen Eindruck
Man kann sich vorstellen dort Urlaub zu machen.
Ich hab gern reingesehen und fand es gut und empfehle es gern
- Gil Ribeiro
Weiße Fracht
(114)Aktuelle Rezension von: Hubertus_FeldmannWer bislang noch nie mit Autisten (Asperger-Syndrom) zu tun hatte, bekommt hier – neben krimitypischer Spannung und einigen emotionalen Momenten – einen kleinen Einblick in diese für uns „neurotypischen Menschen“ so ungewohnte Welt. Diese geschieht meist mit einem Augenzwinkern, was die Auseinandersetzung hiermit erleichtert. So erfährt man einmal mehr, dass es in jedem Kopf ein eigenes (stimmiges) Weltbild gibt, und Wahrheit wohl immer relativ bleiben wird.
Auch in diesem Fall, inzwischen der dritte „Lost in Fuseta“, geht es um Mord, möglicherweise gar um Serienmorde – in Verbindung mit Rache und schmutzigen Drogengeschäften. Die Fährten sind gelegt, manche davon führen in die Irre und selbst ganz zum Schluss gibt es noch einen Faden, der sich unbemerkt eingeschlichen hatte und noch einmal für eine gehörige Portion „Trouble“ sorgt. Was man von einem Krimi erwarten kann, wird erfüllt. Und wie schon in den vorausgegangenen Episoden bekommt man zudem einige landeskundliche Information präsentiert – und natürlich so manche Besonderheit von Leander Lost. Dieses Mal unter anderem im (überspitzten) Kontrast zu etwas tumben deutschen Ermittlern aus der Hansestadt Hamburg, die bislang die besonderen Fähigkeiten ihres (ehemaligen) Kollegen nicht einordnen konnten, stattdessen nur hämisch die Nase verzogen.
Dieser von Gegensätzen getragene Krimi mit ausnehmend sympathischen Ermittlern und fiesen Schurken ist kurzweilig geschrieben, hält so einige Informationen bereit und besticht durch eine gelungene Mischung aus Spannung und Emotionen.
(8.4.2020)
- Ralf Sotscheck
Gebrauchsanweisung für Irland
(62)Aktuelle Rezension von: sabatayn76‚Die beliebte Insel im Nordwesten Europas, auf der kein Ort mehr als hundert Kilometer vom Meer entfernt liegt, ist womöglich der Flecken Erde, der die meisten Klischees beheimatet.‘ (Klappentext)
Ralf Sotscheck ist seit mehr als vier Jahrzehnten mit einer Irin verheiratet, ist Korrespondent der taz für Irland und Großbritannien und lebt seit 1985 in Dublin.
In seiner ‚Gebrauchsanweisung für Irland‘ erzählt er von Provinzen und Grafschaften, Dublin und Grüntönen, Gälisch und Englisch, Wiesen und Wäldern, Belfast und Giant’s Causeway, Traveller und Sesshaftigkeit, Linksverkehr und Verkehrstoten, Schafen und Stieren, Banshees und Leprechauns, Katholizismus und Missbrauch, Homosexualität und Schwangerschaftsabbruch, Politik und Rechtsextremismus, Kartoffeln und Käse, Chips und Blutwurst, Guinness und Whiskey, Harfe und Dudelsack, Eigenheim und Miete, Samuel Beckett und James Joyce, Hunderennen und Hundekämpfen, Natur und Umweltverschmutzung, Torfstecherei und Wasserstoff, Nieselregen und Klimawandel.
Ich habe Irland noch nie bereist, und das Land steht nicht auf meiner Reise-To-do-Liste, aber ich wollte gerne mehr über Irland erfahren.
Sotscheck ist informativ, vermittelt sehr viele Informationen und widmet sich vielen verschiedenen Themen. Dies und der humorvolle Erzählstil haben mir gut gefallen. Teilweise hat er mich dadurch neugierig auf Irland gemacht. Andere Aspekte haben mich eher abgestoßen, was ich jedoch generell gut finde, weil Sotscheck so ein komplexes Bild Irlands zeichnet, nichts beschönigt, positive und negative Seiten des Landes zeigt.
Oft fand ich das Buch nicht sehr stimmungsvoll geschrieben, ich habe Irland beim Lesen nicht gespürt, habe kein richtiges Gefühl für Land und Leute bekommen.
Auch nach der Lektüre steht Irland nicht auf meiner Reise-To-do-Liste, aber ich habe spannende Dinge über Irland erfahren und mir bisher unbekannte Facetten kennengelernt.
- Luis Sellano
Portugiesische Tränen
(25)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerEin Whiskey, ein Lieferschein und eine Fahne, drei Dinge, die auf den ersten Blick nichts gemein haben, und doch führen sie Henrik Falkner auf die Spur eines weiteren ungeklärten Falls, den sein verstorbener Onkel ihm gemeinsam mit dem Antiquariat vererbt hat. Die Hinweise führen Falkner zur japanischen Botschaft und mitten hinein in einen Kampf um einen seltenen Koi. Die Beteiligten würden töten für den wertvollen Fisch. Aber wer von ihnen geht tatsächlich bis zum äußersten?
Obwohl der dritte Band einer Reihe, so kann er doch vollständig für sich alleine stehen und ist auch ohne Vorkenntnisse verständlich. Im Verlauf wird über vergangene Ereignisse, die zumindest einen geringen Einfluss auf die aktuellen Geschehnisse haben, ausreichend informiert. Selbst wenn man erst nach der Lektüre später erschienener Bände auf diesen Fall zurückgreift, merkt man sofort, dass nichts relevantes vorweggenommen wurde, das Rätsel absolut ungelöst vor einem liegt.
Nicht immer sind die Gedankengänge Falkners für den Leser sofort nachvollziehbar, dennoch folgt man ihm bereitwillig in jede noch so brenzlige Situation. Vermutlich könnte er selbst nicht beantworten, ob er sich der bevorstehenden Gefahren nicht bewusst oder einfach nur lebensmüde ist. Allerdings muss man trotz allem unumwunden zugeben, dass durch seinen Leichtsinn immer mehr Gegenspieler ihre Maske fallen lassen, wodurch die Handlung merklich angetrieben wird.
Zunächst noch ein bisschen verhalten, schließlich müssen die gefundenen Artefakte erst einmal einen Sinn ergeben, wird der Spannungsaufbau stetig vorangetrieben. Konzentration ist ebenso geboten, um nicht die Orientierung zu verlieren oder gar in eine geschickt platzierte Falle zu tappen. Einmal gefangen im Kosmos rund um den angebeteten Fisch, scheint ein geordneter, gewaltfreier Rückzug unmöglich. Die Frage ist nun, wie stark die Blessuren sein werden, die man davonträgt.
Luis Sellano gelingt es regelmäßig aus eher unscheinbaren, fast schon trivial anmutenden Hinweisen eine komplexe Geschichte zu formen, deren Ausmaß womöglich selbst für den Autor im Vorfeld nicht unbedingt zu erfassen ist. Über unbedachte Aktionen der Hauptfigur lässt sich mitunter streiten, aber gerade die Unberechenbarkeit des Charakters zieht den Leser in den Bann. Ab und an wird das Tempo ein bisschen zu sehr heruntergefahren, hier wünscht man sich ein wenig mehr Kontinuität. Ansonsten ist man schlichtweg gespannt welche Geheimnisse das Antiquariat noch preisgeben wird.
- Luis Sellano
Portugiesisches Erbe
(106)Aktuelle Rezension von: JackolinoUnsere persönlichen Erinnerungen an Lissabon sind extrem verregnet, von daher freute es mich, die Stadt nun auch mal von ihrer Sonnenseite aus kennenzulernen. Das tut man, wenn man Henrik Falkner quer durch Lissabon und Umgebung folgt.
Er ist in die portugiesische Hauptstadt gekommen, um das Erbe seines Onkels anzunehmen, eines Onkels, den er gar nicht kannte. Der Onkel führte ein Antiquariat und Antiquitätengeschäft in einer dunklen Gasse, zu der sich kaum ein Kunde verirrte. Umso verwunderter ist Henrik, als ihm schon am ersten Tag 1,1 Mio für das Haus geboten werden. Der tatsächliche Wert liegt weit darunter. Henrik, ehemals Polizeibeamter, steht wenig auskunftsbereiten Hausbewohnern und Mitarbeitern gegenüber, irgendetwas scheint nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Und tatsächlich wird er bereits am ersten Abend fast Opfer eines Verkehrsunfalls, da hat es eindeutig jemand auf sein Leben abgesehen.
Anschläge und gruselige Entdeckungen wechseln sich in rascher Folge ab, die Polizei darf nicht eingeschaltet werden, weil man sie für bestechlich hält. Und so jagt Henrik mit wechselnden Partnern kreuz und quer durch Lissabon, nur um zum Schluss die HIntermänner der von ihm aufgedeckten Verbrechen doch nicht zu fassen zu bekommen.
Ich kannte die Reihe nicht, habe aber festgestellt, dass es schon einige Fortsetzungsbände gibt. Von daher dürften die Schuldigen mittlerweile durch die weiteren Bände bekannt sein. Aber wer weiß, was das Antiquariat noch an Geheimnissen barg.
Die Geschichte ist durchaus flott und spannend. Dennoch wäre ich als ehemaliger Polizist in so manchem Fall anders vorgegangen. Warum fotografierte er seine Funde nicht, wenn die Beweislast später doch bei ihm liegt? Auch die beiden sexuellen Intermezzi irritierten zumindest, zumal sich nichts weiteres daraus ergab. Die intuitiven Eingebungen, die ihn auf die Spur der Verbrechen der Vergangenheit führen, wirken sehr konstruiert. Das besondere Plus des Buches ist der Schauplatz. Lissabon ist eine faszinierende Stadt und ihr manchmal etwas morbider Charme kommt im Krimi gut zur Geltung.
Für Leser, die Lissabon kennen, sind die Wege durch die Stadt sicher eine schöne Erinnerung, an manches habe selbst ich mich, trotz damaligen Dauerregens, erinnert.
- Stefan Ulrich
Arrivederci, Roma!
(64)Aktuelle Rezension von: MorianMehr Reiseführer, als Familienroman. Sehr maskulin geprägt.
Liest sich, wenn man "Quattro Stagioni" von Ulrich gelesen hat, sehr bemüht. - Stuart MacBride
Totenkalt
(50)Aktuelle Rezension von: SunsyLogan hat es nicht leicht. An einem Tag die Beatmungsgeräte bei seiner Freundin abzustellen, an einer Beerdigung teilzunehmen und ungewollt einem Mord beizuwohnen sind schon drei Gründe, den Tag einfach abzuhaken. Aber natürlich kommt es noch viel schlimmer...
Spannend und humorvoll geschrieben, natürlich überzeichnet, macht die Lektüre einfach nur Spaß. Ganz besonders schön fand ich eine neue Wortschöpfung (zumindest ist sie mir so noch nicht untergekommen), und ich weiß nicht, ob sie auf den Autor oder dessen Übersetzer zurückzuführen ist... Logan "daumte" eine sms 😎 Das Wort werde ich in meinen Sprachgebrauch sehr gern integrieren 😁
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich freue mich schon auf Band #11.
Meine Bewertung: 10/10 Punkte.
https://sunsys-blog.blogspot.com/2025/07/gelesen-totenkalt-stuart-macbride.html
- Luis Sellano
Portugiesische Rache
(48)Aktuelle Rezension von: JackolinoHenrik Falkner wird Augenzeuge eines Mordes in der Bar neben seinem Antiquariat. Seine Versuche, den Erstochenen noch zu retten, misslingen, aber der Mann hatte kurz vorher noch ein Buch bei ihm gekauft. Es liegt also die Vermutung nahe, dass sein Mord etwas mit diesem Buch zu tun hatte, es macht ihn stutzig, dass es bei dem Toten nicht gefunden wird.
Falkner wird damit in eine Geschichte hineingezogen, mit der er gar nichts zu tun hat. Von Helena, der befreundeten Polizeibeamtin, erfährt er Namen und Hintergrund des Mannes und beginnt mit eigenen Ermittlungen, zumal er sich beobachtet und verfolgt fühlt.
Es beginnt eine gnadenlose Jagd kreuz und quer durch Lissabon. Wer die Stadt kennt, wird sich an viele Orte erinnern, zumindest solange sie in der Innenstadt liegen. Der Autor kennt sich in der Stadt am Tejo sehr gut aus und transportiert mit seinen Beschreibungen viel Lebensgefühl der Portugiesen.
Gut fand ich auch, dass die Handlung die neuere Geschichte Portugals aufgreift. Der Estado Novo endete erst mit der Nelkenrevolution in den 70er Jahren und - wie auch in anderen Diktaturen - so konnten sich auch dort viele Beamte und Geschäftsleute von einer Karriere in die nächste in der Demokratie retten. Ihr Interesse, dass ihre alten Verbrechen noch aufgedeckt werden, ist naturgemäß gering.
Unrealistisch erscheint hingegen Henrik Falkner selbst. Man könnte ihn fast als James Bond Portugals bezeichnen. Nichts kann ihm etwas anhaben, eben ist er noch bewusstlos, kurze Zeit später rennt er schon wieder durch die Straßen. Auch wenn man bei einem ehemaligen Polizisten eine gewisse Kondition unterstellen kann, so schien mir sein Verhalten doch etwas übertrieben.
- Claudia Winter
Das Honigmädchen
(85)Aktuelle Rezension von: Buchfresserchen1Camilla arbeitet als alleinerziehende Mutter im Feinkostgroßhandel ihres Vaters. Als sie den Rotstift ansetzt und einen französischen Honighändler rausstreichen will, schickt ihr Vater sie nach Frankreich um sich selbst ein Bild von der Firma dort zu machen. Da ihre Tochter Marie gerade sehr viel Stress macht und außerdem von ihrem eigenen Vater versetzt wurde, nimmt sie sie kurzerhand mit nach Frankreich.
Auf dem Weg dorthin krachen die beiden so aneinander das Marie sich hilfesuchen an Tobias ihren Nachbarn richtet, der dann aus einem Impuls heraus mit den beiden nach Frankreich fährt.
Ob sie sich dort zusammen raufen werden?
Das Cover zeigt eine junge Frau auf einem Fahrrad. Leichtigkeit und das Gefühl von Sommer kommt gut rüber. Mich hat es sofort angesprochen, auch wenn es sich mir nicht so wirklich erschloss was es mit dem Titel auf sich hatte.
Camilla ist zu Beginn sehr damit beschäftigt ihrem Vater irgendwie zu beweisen das sie tüchtig und fähig ist in seiner Firma einen leitenden Posten übernehmen zu können. Vielleicht hat sie das gebraucht, nachdem ihre Ehe mit dem Sternekoch gescheitert war.
Leider hat sie darüber die Beziehung zu ihrer 15 jährigen Tochter vernachlässigt und muss nun zu sich selbst und damit zu ihrem Kind wieder einen Zugang finden.
Marie ist ein pubertierender Teenager der gerade sehr rebelliert. Noch ist nicht alles verloren, aber es ist wichtig die Reißleine zu ziehen. Das hat der Großvater erkannt, der viel lässiger den ganzen Eskapaden seiner Enkelin gegenüber steht als seine eigene Tochter.
Wie gut das er seiner Tochter vorschlägt Marie mit nach Frankreich zu nehmen um durch die Bienen dort einen anderen Zugang zu einander zu finden.
Tobias ist der nervige Nachbar von Camilla. Er zieht sie irgendwie an, was sie allerdings nicht wirklich wahr haben will. Sonderbar erschien mir das er nach einem Telefonat von Marie sofort bereit ist den beiden nach Frankreich zu folgen. Später sollte sich dann herausstellen warum es ihm möglich ist Arbeit und Wohnort so spontan hinter sich zu lassen.
Henry ist schon zu Beginn des Buches im Prolog aufgetaucht. Dann sind über 60 Jahre vergangen und die drei deutschen treffen auf einen alten Mann, der neben seiner Honigproduktion noch vom Gemüseanbau lebt.
Er hat es nicht einfach in seinem Dorf. Da er schon als Kind der Außenseiter war wurde es für ihn auch im Alter nicht einfacher.
Warum das so ist und wie man das vielleicht ändern könnte und was das Ganze mit der Familie von Camilla zu tun hat kann man in dem Buch erfahren.
Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn ich mir eigentlich schon recht früh um das Geheimnis und den Zusammenhang von Camilla und Henry bewusst war.
Dadurch erschien es mir alles auch streckenweise etwas langatmig, aber trotzdem fand ich es schön geschrieben. - Ariane Grundies
Gebrauchsanweisung für Mecklenburg-Vorpommern und die Ostseebäder
(5)Aktuelle Rezension von: RamonaBEin Reiseführer der anderen Art. Auch wenn das ein oder andere etwas überspitzt dargestellt ist, so trifft es das Wesen der Vorpommeraner doch ziemlich gut. Ich habe mich köstlich amüsiert, als ich mich in so manchen Beschreibungen wiederfinden konnte. Ein Muss für jeden, der diesen ruhigen und stoischen Menschenschlag schon immer mal verstehen wollte. - Bruno Jonas
Gebrauchsanweisung für Bayern
(15)Aktuelle Rezension von: abuelitaes ist schon ein paar Tage her, dass Herr Jonas diese „Gebrauchsanweisung“ verfasst hat – und ich muss ihm (leider) uneingeschränkt recht geben: es wär wirklich besser gewesen, er hätte sich gewehrt und dieses Buch NICHT geschrieben….. Mir war es einfach zu langweilig – ich hatte mir erhofft, etwas vom „bayrischen Gemüt“ und der bayrischen Lebensart zu hören, aber der extreme hohe Platz, den Jonas dem politischen und geschichtlichen Hintergrund Bayerns einräumte, war mir einfach zu viel. Ich mag den Autor als Kabarettist – aber hier? Nein, das gefiel mir wirklich gar nicht. Die Eigenarten der Süddeutschen? Finde ich nirgends, na ja, bis auf ein Kapitel vielleicht. Schade! - John Steinbeck
Die Reise mit Charley
(46)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderDie Reise mit Charley Mit 58 Jahren macht sich der Literatur Nobel Preis Träger John Steinbeck noch einmal auf und erkundet sein Amerika. Er berichtet von seinen Erlebnissen, seinen Entdeckungen und auch Begegnungen. Es ist großartig, mit wie viel Verve, Witz und Genauigkeit er alles in sich aufnimmt und in seiner fabelhaften Sprache wieder gibt. Ein anderer Steinbeck, aber ein absoluter Literaturgenuß.
Geschichte des Bergischen Landes: Band 2: Das 19. und 20. Jahrhundert (Bergische Forschungen)
(0)Noch keine Rezension vorhanden























