Bücher mit dem Tag "land"
97 Bücher
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Harry Potter 7)
(9.858)Aktuelle Rezension von: LiJenDie Heiligtümer des Todes
Drei magische Gegenstände die am Ende über Sieg oder Niederlage entscheiden werden.
Ein Jahr auf der Flucht mit seinen Freunden. Spannungen und Freude.
Das lösen des Rätsels und Suchen der Gegenstände.
Wie werden Sie richtig angewendet.
Die entscheidende Schlacht.
Wer wird fallen und wer stehen.
Werden es alle überleben.
Spannung pur. Muss man gelesen haben
- Juli Zeh
Über Menschen
(448)Aktuelle Rezension von: JanaRuhJuli Zehs Über Menschen erzählt die Geschichte von Dora, die aus der Großstadt aufs Land zieht, um Abstand von ihrem bisherigen Leben zu gewinnen. Dort trifft sie auf Menschen, die so ganz anders sind als sie selbst – und genau daraus entstehen spannende, manchmal unbequeme, aber sehr menschliche Begegnungen. Ohne zu viel vorwegzunehmen zeigt der Roman, wie schnell Vorurteile entstehen und wie wichtig es ist, hinter Fassaden zu schauen.
Besonders beeindruckt haben mich die Figuren des Romans. Juli Zeh schafft es, ihre Charaktere unglaublich nahbar und authentisch wirken zu lassen. Niemand ist nur „gut“ oder „schlecht“ – alle tragen Widersprüche in sich, genau wie im echten Leben. Gerade dadurch wird die Menschlichkeit in den Mittelpunkt gestellt.
Am meisten geblieben ist mir die Botschaft, dass ein „Gutmensch“ nicht unbedingt derjenige ist, der die Welt retten oder moralisch über anderen stehen will. Viel wichtiger erscheint im Roman die konkrete Nächstenliebe: Menschen zuzuhören, Verständnis zu zeigen und trotz unterschiedlicher Meinungen respektvoll miteinander umzugehen. Diese leise, unaufdringliche Menschlichkeit macht das Buch besonders lesenswert.
Der Schreibstil ist angenehm klar und gleichzeitig tiefgründig. Juli Zeh regt zum Nachdenken an, ohne belehrend zu wirken. Für mich ist Über Menschen ein Roman, der noch lange nach dem Lesen nachhallt.
- Barbara Kingsolver
Demon Copperhead
(225)Aktuelle Rezension von: RainerBartelDer Bezug auf Charles Dickens' "David Copperfield" ist nicht nur im Titel überdeutlich. Und so wie das Vorbild die Zustände im viktorianischen Großbritannien plastisch darstellt, zeigt Barbara Kingsolver wie sie aussieht, die soziale Wirklichkeit in den USA, die für Unterprivilegierte nicht erst seit Trumps Regentschaft kaum zu ertragen ist. Das alles erzählt die Autorin aus der Perspektive des Titelhelden. Bewundernswert, wie sie den spezifischen Sprachstil des Protagonisten durchhält. Der ist allerdings auf lange Strecke ein bisschen ermüdend.
- Ursula K. Le Guin
Erdsee
(225)Aktuelle Rezension von: RavendaraMein Eindruck:
Das Buch hat bei mir gemischte Gefühle hinterlassen: Es hat mich emotional nicht völlig gepackt, fühlte sich aber trotzdem wertvoll an. Statt eines mitreißenden „Page Turners“ war es eher ein Buch zum Nachdenken und Erarbeiten. Der märchenhafte, literarische Stil wirkt deutlich anders als moderne Fantasy – distanzierter, ruhiger und weniger darauf bedacht, jede Emotion ausführlich zu erklären. Genau das fand ich teilweise angenehm, weil man vieles selbst interpretieren kann. Ged als Hauptfigur ist kein Wohlfühl-Protagonist: Sein Stolz, seine Kränkbarkeit und sein Bedürfnis nach Anerkennung machten ihn für mich eher unsicher als sympathisch, auch wenn er sich im Laufe der Geschichte weiterentwickelt.
Besonders gefallen haben mir dagegen die philosophischen Gedanken des Buches. Themen wie Schicksal, Schweigen, Flucht oder Angriff tauchen immer wieder auf, ohne immer direkt für die Handlung wichtig zu sein, und genau das verleiht der Geschichte Tiefe. Auch die Struktur des Romans fand ich spannend: Die Welt von Erdsee fühlt sich tatsächlich wie ein Inselreich an, weil man episodisch von Insel zu Insel reist und erst nach und nach größere Zusammenhänge erkennt – fast wie in einer Fantasy-Version der Odyssee.
Stärken
🪄 Wunderschöne märchenhafte und ruhige Atmosphäre
🪄 Literarischer Stil, der sich stark von moderner Fantasy unterscheidet
🪄 Spannende philosophische Gedanken über Macht, Schicksal und Identität
🪄 Interessantes Magiesystem rund um die „wahren Namen“
🪄 Die episodische Inselstruktur passt perfekt zur Welt
🪄 Spannend zu sehen, wie viele Fantasy-Elemente hier ihren Ursprung haben könnten
🪄 Angenehm wenig emotionale Übererklärung ✨
Schwächen
⚠️ Für mich eher Arbeit als echter Lesefluss
⚠️ Ged blieb für mich über weite Strecken nicht fassbar
⚠️ Emotional oft sehr distanziert erzählt
⚠️ Wenig aktiv handelnde Frauenfiguren
⚠️ Teilweise sehr schwarz-weiß gezeichnete Welt
⚠️ Manche Elemente wirken heute einfach spürbar gealtert
Fazit & Empfehlung
„Der Magier von Erdsee“ ist für mich kein Buch, das man einfach konsumiert. Es ist eher eines, mit dem man sich beschäftigt. Ich hatte beim Lesen nicht dauerhaft Spaß, aber ich hatte trotzdem das Gefühl, dass diese Zeit gut investiert war.
Wer moderne Fantasy mit viel Tempo, Emotionen und Figurenbindung sucht, wird hier vermutlich eher kämpfen. Wer dagegen Lust auf ruhige, märchenhafte Fantasy mit philosophischen Gedanken und einem ganz eigenen literarischen Stil hat, könnte hier etwas Besonderes finden. 🌊
Ich werde Band 2 wahrscheinlich irgendwann lesen – aber erst dann, wenn ich wieder Lust habe, mir ein Buch wirklich zu erarbeiten. 😊
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🌊 Meine Buchreflektion:
Ich weiß ehrlich gesagt immer noch nicht ganz, wie ich zu diesem Buch stehe. Einerseits hat es mich längst nicht so gepackt, wie ich gehofft hatte. Andererseits hatte ich ständig das Gefühl, etwas Wertvolles daraus mitzunehmen. Es war für mich kein Buch zum Wegsuchten, sondern eher eines zum Erarbeiten. Und genau das beschreibt mein Leseerlebnis wahrscheinlich am besten.
Der Stil ist unglaublich märchenhaft und literarisch, fast schon distanziert. Man merkt einfach, dass dieses Buch vor über 50 Jahren geschrieben wurde. Vieles läuft anders als in moderner Fantasy. Gefühle werden kaum ausbuchstabiert, Figuren analysieren sich nicht ständig selbst und man bekommt längst nicht jeden emotionalen Zustand erklärt. Überraschenderweise fand ich das teilweise richtig angenehm. Heute wird man in manchen Büchern emotional ja regelrecht dauerbeschallt. Hier durfte man einfach mal beobachten und selber denken. ✨
Mit Ged hingegen wurde ich leider nicht warm. Er ist ehrgeizig, gekränkt, sucht Anerkennung und fühlt sich schnell angegriffen. Im Prinzip wirkt er auf mich wie jemand mit wenig Selbstwert, der versucht, das durch Macht und Lob von außen auszugleichen. Dass Jasper ihn permanent triggert, macht die Sache natürlich nicht besser. Le Guin beschreibt das als Stolz – ich glaube, heute würde man vieles davon anders benennen. Selbst nach seiner Entwicklung wurde er für mich eher bescheidener als wirklich sympathisch.
Was ich dagegen sehr mochte, waren die philosophischen Gedanken, die immer wieder auftauchen. Fragen nach Schicksal und Zufall, Gedanken über Schweigen, Flucht oder Angriff – solche Themen liebe ich in Büchern. Und das Schöne ist: Nicht alles muss sofort plotrelevant sein. Manche Gedanken dürfen einfach im Raum stehen. 🌙
Auch die Struktur fühlte sich besonders an. Erdsee liest sich wirklich wie ein Inselreich. Man springt von Episode zu Episode, von Insel zu Insel, fast ein bisschen wie in einer Fantasy-Version der Odyssee. Erst später erkennt man langsam größere Zusammenhänge.
- David Safier
Miss Merkel: Mord in der Uckermark
(270)Aktuelle Rezension von: phoenixfire8Angela Merkel ist in Rente. Und wie sie es ihrem geliebten Ehemann versprochen hat zieht sie mit ihrem Mann in eine Gegend, wo die Beiden ihren Lebensabend genießen möchten - Kleinfreudenstadt in der Uckermark. Zusammen mit ihrem Mops, ihrem Personenschützer und ihrem Ehemann versucht sich Angela in ihrem neuen ruhigen Leben zurecht zu finden. Aber irgendwie fehlt ihr etwas. Also dann plötzlich der Freiherr Philip von Baugenwitz tot aufgefunden wird und Angela fest an einen Mord glaubt, ist sie Feuer und Flamme. Sie wird diesen Fall lösen!
Ich wurde nach mir den ersten Sätzen fast schon süchtig nach diesem Roman! Angela Merkel wird keinesfalls in den Schmutz gezogen! Sie wird sehr respektvoll behandelt und doch so viel greiflicher und nahbarer dargestellt. Ich liebe die Kommunikation zwischen ihr und ihrem Mann! Die Vorleserin lässt diese Geschichte zum Leben erwachen. Wenn ich das Buch lesen sollte werde ich bestimmt ihre Stimme im Ohr haben. Es passt wie die Faust aufs Auge.
Ich habe das Hörbuch jetzt sogar schon öfters gehört. Es ist eine perfekte Mischung aus Komödie, Krimi und liebevoller Umgang.
- Marie Force
Alles, was du suchst
(503)Aktuelle Rezension von: LandiFür alle, die einfach nur eine schöne Liebesgeschichte lesen wollen: einfühlsam und voller Emotionen, fröhlich und witzig, leicht, aber nie langweilig oder oberflächlich. Wer Dramen, komplizierte Verstrikungen oder Nervenkitzel sucht, soll irgendwo anders lesen und mir nicht meine 5 Sterne schlechtreden :-)
- Geneva Lee
Secret Sins - Stärker als das Schicksal
(304)Aktuelle Rezension von: M_MAls ich mit “Secret Sins” angefangen habe, wusste ich noch nicht ganz in welche Richtung dieses Buch laufen wird. Und das Buch hat mich überzeugt, obwohl es ein paar Stellen gab, wo ich mir mehr tiefe gewünscht hätte.
Was ich als positiv empfunden habe, waren die Kapitel aus der Vergangenheit, welche genau richtig eingebaut wurden und genau dort spürt man die schmerzhaften Erfahrungen. Die Vergangenheit zeigt natürlich die Problematik. Aber ich muss gestehen, dass ich den Übergang von Gegenwart zu Vergangenheit sehr verwirrend fand. Und es gab eine Stelle, wo ich mir mehr Aufklärung gewünscht hätte, aber leider kam diese Thema erst wieder kurz vor dem Ende dran und zeigte auf, was es wirklich mit der Person gemacht hat.
Eine weitere Stelle, wo ich mir mehr bzw. tiefere Aufklärung gewünscht hätte, war die OP um die Implantate für den gehörlosen Sohn, es kam mir so rüber, als würde man ohne die Sicht auf das Risiko alles auf die leichte Schulter nehmen.
Aber dafür wurde das Thema Sucht ausführlich behandelt und zeigt die verschiedenen Schwierigkeiten und deren Auswirkungen auf betroffene und ihr Umfeld.
Im großen und ganzen waren Jude und Faith sympathische Protagonisten, ich hätte mir vielleicht mehr Perspektiven aus seiner Sicht gewünscht, aber ich fand es toll zu lesen, wie beide den Alltag meistern trotz ihrer Vergangenheit und das besonders Faith alles tut, damit Max wohlbehütet aufwachsen kann.
Die Verwirrung an manchen Stellen hat sich definitiv gelohnt, denn am Ende ergibt alles Sinn., da hat sich auch die Spannung gelohnt. Das Buch hat mir definitiv gezeigt, dass ich vor einem weiteren Buch der Autorin nicht abschrecken werde.
- Anna Romer
Das Rosenholzzimmer
(211)Aktuelle Rezension von: Petra_DreDer Inhalt handelt von einer sehr spannenden Familiengeschichte in der auch eine Liebesgeschichte mit vorkommt. Man fiebert schon auf die nächsten Seiten. Es liest sich flüssig und man verliert auch nicht den Faden beim Lesen. Ein Muss für Leser die Spannung und prickelnde Gefühle beim Lesen lieben.
- Elvira Zeißler
A Land of Rage and Harm
(55)Aktuelle Rezension von: TiganaHarmony ist eine eigenwillige und taffe junge Frau, die das Beste für ihre Familie und ihr Leben will. Dafür nimmt sie ein hohes Risiko auf sich.
Rage ist schon Wächter, er wirkt arrogant und fast mit übermenschlichen Kräften.
Doch er ist verschlossen und skeptisch. Man wird nicht ganz schlau aus ihm.
Und beide haben ein Auge auf den anderen geworfen. Es knistert und knistert.
Wir mögen doch alle die Bad Boys, die dann auch Gefühle zeigen können, oder?!!
Die Kämpfe in der Arena oder ausserhalb der Stadt haben es in sich,es wird blutig und hart.
Der Autorin gelingt es, dass sich der Leser vollends in dieser dystophischen Welt wiederfindet und voller Spannung mitfiebern, wie es weiter geht.
Ein sehr gelungener Auftakt, der Lust auf die Nachfolger macht.
Band 2 ist schon erschienen und habe ich als Hörbuch auch schon begonnen.
Und ich sage euch: es wird noch krasser.
- Julia Quinn
Bridgerton - Eloise & Phillip
(269)Aktuelle Rezension von: Claudia86„In Liebe, Ihre Eloise“ ist der fünfte Teil der Bridgerton-Reihe von Julia Quinn. Klar, hat die Reihe durch die Netflix-Verfilmung eine große Bekanntheit erlangt und so hatte auch ich durch diese Serie ein bereits definiertes Bild von Eloise.
Aus diesem Grund habe ich mich wirklich auf diesen Band gefreut, aber irgendwie ist der Funke nicht so wirklich übergesprungen.
Eloise pflegt einen starken Briefwechsel mit Philip. Und als sie dann heimlich zu ihm fährt, sieht man doch eigentlich schon kommen, was jetzt passiert. Als Eloise dann feststellen muss, dass Philip augenscheinlich nur eine Mutter für die Zwillinge seiner verstorbenen Frau sucht, kommt auch hier nicht wirklich ein Gefühl auf. Aber irgendwie scheint der ruhige Botaniker Philip auch nicht so wirklich der Mann großer Gefühle und Worte zu sein, denn da er nur die Verlobte seines im Krieg verstorbenen Bruders heiraten musste, hat er noch selbst die große Liebe kennengelernt. Und mit dem Tod seines Bruders kam auch die Verantwortung über den Familientitel und das -anwesen.
Eloise schafft es, trotz anfänglicher Schwierigkeiten, das Herz der Kinder zu erobern und so auch das von Philip. Doch als dann ihre Brüder plötzlich auf der Matte stehen, gibt es für diese nur eine Möglichkeit, dass Philip und Eloise heiraten müssen, um die Ehre ihrer Schwester zu schützen. Aber irgendwie habe ich in der Geschichte diesen Eigenwillen und den Wissensdurst und den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben vermisst, der Eloise in der Serie auszeichnet.
Eloise muss man auch in der Geschichte mögen. Aber zu Philip habe ich irgendwie keinen Zugang gefunden. Alles in allem hat mich die Geschichte zwar unterhalten, doch gegenüber den vorangegangenen Bänden war diese leider sehr schwach.
- Oscar Wilde
The Importance of Being Earnest
(232)Aktuelle Rezension von: Ninabella14spoiler-free ✅
Oscar Wilde’s comedy The Importance of Being Earnest, first staged in 1895 at London’s St. James’s Theatre, is still regarded as his masterpiece. 🎭With sharp wit, sparkling dialogue, and biting irony, Wilde unmasks the double standards of Victorian society while creating a play that remains timelessly entertaining. The plot thrives on mistaken identities, double lives, and wordplay. 🫖 🍰 🥪 Jack Worthing and Algernon Moncrieff both invent false identities to escape society’s expectations. This leads to absurd situations and simultaneously exposes the superficiality of Victorian morality. 👒💍 The play shows that in this era, people cared more about appearing moral than actually being moral. What stands out is Wilde’s portrayal of strong, self-confident women, which was unusual for the time. Cecily and Gwendolen may appear naive, yet they show determination and independence, actively driving the story forward. For a Victorian play, this was remarkably modern.📜 Stylistically, the play shines with paradoxes, verbal wit, and pointed social critique. I often found myself laughing at the sharp-tongued dialogues. Some passages may feel a little long-winded by today’s standards, but overall the blend of humor and satire is highly effective. Moreover, the themes remain strikingly relevant 🕰️ obsession with status, double lives, and the performance of identity, very much like what we see today on social media.
- Ali Novak
Ich und die Walter Boys
(239)Aktuelle Rezension von: Annamaria00Ich möchte das Buch sehr, nach dem ich die Serie auf Netflix gesehen habe, habe ich angefangen das Buch zu lesen, es ist schön, gemütlich und eine leichte Lektüre. Ich mag die gesamte Storyline, die Ranch mit dem großen Haus voller verschiedener Charaktere.
Auch wenn man beim lesen wenig neue Informationen bekommt die nicht auch in der Serie gezeigt werden, ist es trotzdem sehr schön es zu lesen. - Asuka Lionera
Divinitas
(217)Aktuelle Rezension von: Lilli_AInhalt:
Von den Elfen verachtet und den Menschen gefürchtet hat sich die Halbelfe Fye in die Abgeschiedenheit zurückgezogen. Doch sie wird enttarnt und gefangen genommen und an der Schwelle von Leben und Tod gerät sie in eine uralte Fehde. Wer meint es ehrlich mit ihr – der verfluchte Prinz oder der strahlende Ritter?
Miene Meinung:
Ich hatte das Buch jetzt schon eine ganze Weile bei mir im Regal stehen und habe es dann jetzt doch endlich gelesen. Ich schreibe diese Rezension jetzt so mit gemischten Gefühlen, weil mir das Buch an sich wirklich gut gefallen hat, mich aber trotzdem eine ganze Reihe an Dingen gestört hat. Ich versuche meine Kritikpunkte mal zusammenzufassen:
Insgesamt ist für mich zu viel Handlung auf zu wenige Seiten gedrückt. Das hat zwar den Vorteil, dass keine Längen entstehen, das Gegenteil ist der Fall. Mir kommt es beinah so vor, als würde die Geschichte sehr Rasen. Außerdem ist alles ein wenig durchschaubar.
Was mich ebenfalls ziemlich stört ist der Klappentext, auch wenn man den jetzt nicht unbedingt mit in die Bewertung ziehen sollte. Ich erläutere trotzdem kurz, warum er mich so stört: Natürlich soll durch den Klappentext Spannung erzeugt werden, aber es kommt mir nach lesen des Buches so vor, als passt der Text nicht so richtig zum Buch, und als würde zwei Sätze zutreffen, man sich dann aber beim letzten Satz (bzw. rhethorische Frage) gedacht hat: Okay das ist jetzt ein wenig zu kurz, hängen wir noch was dran. Denn beim Lesen des Buches wird genau drei Seiten nachdem man die zweite der genannten Personen kennengelernt hat klar, mit welchem Namen die Frage beantwortet werden kann. Aber wahrscheinlich rege ich mich gerade zu Unrecht darüber auf und alle anderen fanden den Klappentext super. Ich wollte dennoch kurz meine Meinung darüber kundtun, auch wenn ich das nicht mit in meine Bewertung einfließen lasse.
Auch die Charaktere finde ich in den Grundzügen toll, allerdings sind ihre Handlungen meiner Meinung nach sprunghaft und unüberlegt, was mich hin und wieder ziemlich irritiert hat.
Zum Cover noch kurz ein Wort: Das hat mir tatsächlich auch nicht so sehr gefallen. Mir gefällt die Farbzusammenstellung ganz gut, aber die (in Ermangelung eines besseren Wortes nenne ich es jetzt mal) Collage, bestehend aus dem Wolf und Mensch (bzw. Halbelfe) verziert mit etwas Blumenrankenartigem in der Ecke finde ich jetzt nicht überragend, aber naja jedem gefällt ja etwas anderes.
Außerdem bin ich mir, auch nachdem ich dieses Buch und „Falkenmädchen“, was quasi die Vorgeschichte von „Divinitas“ bildet, in welcher Reihenfolge man die beiden Bücher lesen sollte. Ich habe mit Divinitas angefangen, und halte es auch so herum für richtig, zum einen, weil die Bücher auch in dieser Reihenfolge erschienen sind aber auch, weil man in „Falkenmädchen“ meiner Meinung nach bereits zu viel über den Fluch des Prinzen erfährt.
Was ich allerdings ziemlich gut fand ist die Idee hinter dem Buch.
An sich hat mir die Handlung ziemlich gut gefallen, wenn man von dem oben genannten mal absieht. Die Idee des Fluchs und die Unterdrückung der Halbelfen und was eigentlich dahintersteckt fand ich wirklich super, aber ich denke, dass man da mehr hätte draus machen können.
Der Schreibstil war auch sehr gut zu lesen, und die beiden eben genannten Punkte waren so überwiegend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte, weshalb ich „Divinitas“ auch 4 Sterne gebe, trotz aller Kritikpunkte.
- Julia Quinn
Bridgerton - Benedict & Sophie
(359)Aktuelle Rezension von: ReadAndTravelBenedict Bridgerton ist verliebt:
Ein rauschender Maskenball im Hause Bridgerton. Doch unter all den Gauklern, Prinzessinnen und Harlekinen hat Benedict Bridgerton nur Augen für die unbekannte Schöne mit den funkelnden Augen. Auch Sophie spürt, dass diese Begegnung Bestimmung ist – und muss doch gehen, bevor die Masken fallen. Was bleibt, ist ein unauslöschliches Sehnen und Benedicts Schwur, nie eine andere zu begehren als sie! Doch die Probe, auf die das Schicksal die Liebenden stellt, ist hart – und der Ausgang ungewiss.
📖✨ Rezension: ✨📖
Ich habe nun den dritten Teil der Bridgerton-Reihe gelesen – diesmal tatsächlich als Buch statt als Hörbuch 📚 und ich muss sagen: Es hat mir richtig gut gefallen! 💕
Der Schreibstil ist wie gewohnt super angenehm, leicht und flüssig zu lesen – man kommt einfach schnell durch die Seiten und möchte immer wissen, wie es weitergeht 😍
Die Charaktere sind total liebevoll gestaltet und die Geschichte einfach süß und romantisch 💖 Besonders Benedict hat mir im Buch viel besser gefallen als in der aktuellen Netflix-Staffel – er wirkt hier viel greifbarer und seine Gefühle kommen deutlich intensiver rüber. Die Liebesgeschichte hat mich dadurch auch mehr berührt 🥹✨
Insgesamt ein wirklich schönes Buch, das mir sogar besser gefallen hat als die Serienumsetzung 🎬➡️📖
⭐️⭐️⭐️⭐️ / 5
Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band! 💕📚
- Sofía Segovia
Das Flüstern der Bienen
(189)Aktuelle Rezension von: MeinbuecherregalDas Flüstern der Bienen von Sofia Segovia aus dem #listverlag
🐝
Dieses Buch hat mich gefordert.
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Anfangs ungewohnt hineinzufinden. Mittig verschlingen. Zum Ende hin ein ungewolltes Ende.
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Die Geschichte spielt in México und hat ihre eigene Art erzählt zu werden. Etwas phantastisch (eine Junge und seine Bienen) etwas historisch ( vor und zwischen den Weltkriegen … aber außen vor) etwas durch die Zeit ( wechselt innerhalb dieses Buches) etwas berührend und etwas mühsam ( herausfordernde Zeiten)
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Es war teilweise interessant, aber alles in allem ist es kein wirklich fröhliches Buch. Es hat mich etwas runtergezogen. Das hat mir nicht so gut gefallen. Dafür ist es wahrscheinlich realistisch und ehrlich.
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Nun muss ich es aber trotzdem einordnen. Würde ich es weiterempfehlen?
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Historisch und kulturell ja. Stimmungsvoll ja. Unterhaltsam teilweise ja, da nicht immer leichte Kost. Gutes Gefühl nein.
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Da das Buch mich traurig und etwas ungetröstet zurücklässt… ist es kein Buchtipp von mir für meine Mitmenschen… obwohl es bestimmt Liebhaber finden wird.
- Jojo Moyes
Der Klang des Herzens
(197)Aktuelle Rezension von: Stefy87Ein wunderbarer Roman, der traurig, aber auch hoffnungsvoll ist. Isabel, die vor einem Jahr ihren Ehemann verloren hat, bleibt mit ihren zwei Kindern zurück. Allerdings war sie nie wirklich sehr präsent, da sie eine berühmte Geigerin ist. In ihrem Leben hatte sie stets eine Nanny, die sich um die Kinder kümmerte, und nun steht sie vor einer schweren Entscheidung. Es gibt keine finanziellen Reserven mehr, damit sie in London bleiben können, ein Neuanfang ist unumgänglich.
Eines Tages erfährt sie, dass sie auf dem Land ein Haus erbt, das ihrem Grossonkel gehörte. Als sie sich dafür entscheidet, wird ihr das Ausmass dieses Neuanfangs erst richtig bewusst … Denn nicht alles ist so, wie es scheint.
Die Geschichte fand ich spannend. Die diversen Charaktere konnte ich klar auseinanderhalten und ich konnte gewisse Situationen gut nachempfinden. Das Setting in diesem kleinen Dorf mit Immobilienmaklern, Bauunternehmern und den helfenden Händen der Nachbarn hat mir sehr gefallen. Der Zusammenhalt, der in schwierigen Zeiten entsteht, sowie die Ungewissheit, wie die Zukunft mit Kindern in einer neuen Umgebung aussehen wird, sind gut dargestellt.
Besonders berührend fand ich, dass man sich an etwas festhält, so wie Isabel an ihrer Geige und ihrer Melodie, um gewisse Hürden bewältigen zu können, und doch merkt, dass dies nicht alles ist. Die Geschichte hatte Höhen und Tiefen, aber insgesamt hat sie mich mit ihrem flüssigen Schreibstil und der durchgehend vorhandenen Spannung überzeugt. Der Schluss war stimmig, knapp aber auch teils unerwartet.
- Jane Gardam
Bell und Harry
(112)Aktuelle Rezension von: NorellJane Gardam erzählt in "Bell und Harry" eine leise, nostalgische Geschichte über eine Sommerfreundschaft zweier Jungen. Bell verbringt die Ferien mit seiner Familie in einem kleinen Dorf an der Küste Yorkshires und lernt dort Harry kennen. Trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft entwickeln die beiden eine enge Freundschaft, geprägt von gemeinsamen Erlebnissen und einem Hauch von Melancholie.
Gardams Stil ist sehr feinfühlig und detailreich. Die Beschreibungen der Landschaft und des Dorflebens verleihen dem Roman eine warme, beinahe idyllische Atmosphäre. Allerdings schreitet die Handlung nur langsam voran, und vieles bleibt eher angedeutet als klar formuliert. Das kann poetisch wirken, sorgt aber auch dafür, dass die Geschichte manchmal etwas distanziert bleibt.
Die Themen des Romans - Freundschaft, Kindheit und der leise Übergang ins Erwachsenenleben - werden einfühlsam behandelt, jedoch nicht besonders tiefgehende erkundet. Wer ruhige, stimmungsvolle Erzählungen schätzt, wird sicherlich Freude an "Bell und Harry" haben.
- Aileen P. Roberts
Das magische Portal
(101)Aktuelle Rezension von: WortmagieAileen P. Roberts war das Pseudonym der deutschen Fantastik-Autorin Claudia Lössl, die tragischerweise im Alter von 40 Jahren am 05. Dezember 2015 verstarb. Sie hinterließ ihren Ehemann Stephan, mit dem sie unter dem Sammelpseudonym C.S. West ebenfalls fantastische Romane verfasste, und ihre Tochter. Die Schriftstellerin litt unter einer schweren Krankheit, wovon offenbar nicht einmal ihr Verlag Goldmann Kenntnis hatte. Die Nachricht ihres Todes überraschte Fans wie Verleger gleichermaßen. Ich möchte ihrer Familie an dieser Stelle mein tief empfundenes Beileid aussprechen. Ich wusste nicht, dass sie nicht mehr unter uns weilt, als ich „Das magische Portal“, den ersten Band der „Weltennebel“-Trilogie, las. Durch ihre Bücher bleibt sie auf ewig in Erinnerung.
Was hat die unscheinbare Mia bloß an sich, dass sich Darian zu ihr hingezogen fühlt? Weder entspricht sie seinem Typ, noch verkehrt sie in denselben sozialen Kreisen. Er ist beliebt und wohlhabend, sie hingegen wird von allen „die Vogelscheuche“ genannt. Als sie sich auf einer Studienreise nach Schottland näherkommen, erkennt Darian, dass sein Interesse an Mia über eine harmlose Schwärmerei hinausgeht. Sie verbirgt ein unglaubliches Geheimnis: sie ist kein Mensch. Sie stammt aus einem magischen Land namens Albany, dessen königliche Familie vor 25 Jahren Opfer einer heimtückischen Verschwörung wurde. Nur der jüngste Prinz überlebte und wurde durch den Weltennebel in Sicherheit gebracht. Von Verzweiflung getrieben offenbart sie Darian die Wahrheit: er ist Albanys verschollener Prinz, der Thronerbe und muss schnellstmöglich zurückkehren, um sein geknechtetes Volk zu erlösen. Obwohl Mias Geschichte verrückt klingt, glaubt Darian ihr. Doch die Reise nach Albany fordert Opfer und schon bald muss Darian einsehen, dass er in seiner Heimat vielleicht nicht willkommen ist…
„Das magische Portal“ ist wohl Geschmackssache. Ich fand den ersten Band der „Weltennebel“-Trilogie nicht schlecht, doch leider war er überhaupt nicht meins. Als glühender High Fantasy – Fan sind Crossgenre-Vertreter wie dieser Roman für mich ein Glücksspiel, weil mich die fiktive Welt, die sie vorstellen, weit mehr interessiert als die Ereignisse in unserer Realität. Das heißt, sowohl der Übergang in diese Welt muss gelungen sein als auch das Wordbuilding selbiger, das dann wiederum die Handlung bestimmt. „Das magische Portal“ überzeugte mich in allen drei Punkten nicht. Anfangs war ich überrascht, wie schnell sich das Geschehen entwickelt: Darian erfährt früh, dass er der verlorene Prinz Albanys ist und entscheidet ungeachtet der Konsequenzen sofort, seinen Thron in Besitz zu nehmen. Seine Entschlussfreudigkeit sagte mir zu, schließlich wollte ich Albany kennenlernen. Während Mia und Darian darum kämpfen, die Reise in die Tat umzusetzen, beschlichen mich jedoch Zweifel. Wollte Darian nicht viel zu wenig über das Land, das er zu regieren gedachte, wissen? Natürlich stellt er Mia die grundlegendsten Fragen, wichtige Themen wie Politik und Wirtschaft hingegen streift er lediglich. Ich begann, seine Kurzentschlossenheit als überstürzt und naiv zu interpretieren. Mir schwante Übles für das magische Reich und sobald Darian in Albany eintraf – natürlich nicht ohne Verluste – bestätigte sich meine Vorahnung. Darian ist unverantwortlich schlecht auf seine neue Position vorbereitet und wird vollkommen allein gelassen, was ich als Folge der gravierenden Lücken des oberflächlichen Worldbuildings auslege. Albany erschien mir wie ein zweidimensionales Gemälde. All die kleinen Details, die eine fiktionale Welt trotz fantastischer Elemente real wirken lassen, fehlen dort. Territoriale Grenzen sind diffus und inkonsequent, die Beziehungen zwischen den Völkern schwer nachzuvollziehen, politische und ökonomische Gegebenheiten und Gesetze maximal grob umrissen. Für mich fühlte sich das Land wie eine Spielwelt an, die Aileen P. Roberts erschuf, um ihren verträumten Vorstellungen eines parallelen, verzauberten Universums Gestalt zu verleihen, ohne sich ernsthaft um Realismus oder Logik zu bemühen. Ich fand das sehr schade, denn Albany hat definitiv Charme. Unglücklicherweise langweilte mich die Handlung allerdings so sehr, dass ich die bezaubernden Facetten des Settings nicht schätzen konnte. Es passiert einfach zu wenig. Von Trauer gelähmt lässt sich Darian um seinen Thron betrügen und gerät in eine qualvolle Spirale aus Verzweiflung und Selbstekel. Er versinkt in einer hübschen, ausgewachsenen Depression, die ihn daran hindert, seine Situation zu ändern. Mich berührte sein Schmerz überhaupt nicht, weil ich sein Verhalten als egoistisch empfand. Sein Volk braucht ihn. Derweil er sich ausgiebig im Selbstmitleid suhlt, leiden sie unter horrend hohen Steuern und einer herzlosen Politik der Willkür. Das konnte ich ihm nicht verzeihen, obwohl er zum Ende von „Das magische Portal“ eine vollständige Läuterung durchläuft. Es war zu spät – meiner Auffassung nach hatte er sein Anrecht auf den Thron längst verspielt.
Über die Toten soll man nur Gutes reden, besagt ein altes lateinisches Sprichwort. Deswegen fiel mir diese Rezension zu „Das magische Portal“ ziemlich schwer, denn der tragisch frühe Tod von Aileen P. Roberts alias Claudia Lössl löste in mir den reflexhaften Wunsch aus, alle Kritik an ihrem Trilogieauftakt zu verschweigen. Aber das wäre unehrlich. Ich glaube, dass man den Toten Respekt erweist, indem man ihr Vermächtnis aufrichtig beurteilt. „Das magische Portal“ bot mir zu wenig Abwechslung, kränkt meiner Meinung nach am schemenhaften Worldbuilding und war zu sehr auf die emotionale Ebene fokussiert. Leser_innen, die feminine, magische Liebesgeschichten mögen und zugunsten der Gefühle weniger Wert auf ein konsequentes Weltendesign legen, sind hier sicher besser aufgehoben. Ich bin nicht das richtige Publikum für die „Weltennebel“-Trilogie und kehre Albany demzufolge den Rücken.
- Sarina Bowen
True North - Wo auch immer du bist
(509)Aktuelle Rezension von: Kitty_CatinaEins will ich gleich zu Beginn sagen, nämlich, dass dieses Buch eines dieser ist, welches von der ersten bis zu letzten Seite unterhält, eine gemütliche und wärmende Atmosphäre mit sich bringt und einfach nur ein Wohlgefühl hinterlässt.
Dazu trägt vor allem das super tolle, ländliche und entschleunigte Setting bei, das naturnahe, harte Farmleben, die liebenswerte Familie Shipley als auch die süße, teils echt spicy Liebesgeschichte zwischen Audrey und Griffin. Und vor allem hat es die Autorin zudem geschafft, dieses alles wahnsinnig lebendig und bildlich zu beschreiben, sodass ich mich beim Lesen wie mittendrin im Getümmel gefühlt habe.
Aber auch die Geschichte selbst ist wirklich schön und gemütlich. Zwar gibt es ein bisschen Drama, was bei diesem Genre ja auch irgendwie dazugehört, genauso das obligatorische Hin und Her, doch das alles hat mich gar nicht so sehr gestört. Audrey und Griffin konnten mich nämlich absolut für sich einnehmen und ich habe jede Seite genossen, die ich sie auf ihrem Weg begleiten durfte, selbst, wenn es sich dann doch mal etwas gezogen hat. Und auch Griffins Familie kann man einfach nur lieben. Diese wuselige Großfamilie, bestehend aus Mutter, Großvater und vier Kindern, sowie diversen Angestellten, ist ein Traum, ebenso das harte und dennoch erfüllende Farmleben, wie es nur in Büchern beschrieben werden kann.
Dazu kommen die tollen Protagonisten und Nebencharaktere, die allesamt ebenfalls richtig toll und lebendig geschrieben sind. Audrey ist eine geniale Köchin, die in ihrem Job nicht zeigen kann, was sie drauf hat, dafür aber von den Shipleys von Herzen aufgenommen wird. Sie muss ziemlich viel wegstecken, behauptet sich aber dennoch und obwohl sie, bis sie wieder auf Griff trifft, allein dasteht, geht sie ihren Weg und ist zielstrebig. Griff dagegen ist ein grummeliger Farmer mit harter Schale aber einem super weichen Kern. Er lebt für seinen Cider, ist bodenständig und hat die ganze Verantwortung für seine Familie auf seinen Schultern, was ihn total liebenswert macht.
Alles in allem ist dieses Buch ein richtiges Wohlfühlbuch, welches die frische Landluft förmlich beim Lesen spüren lässt, welches eine super süße Liebesgeschichte mit Ups und Downs erzählt und die richtig Lust auf die weiteren Bände der Reihe macht.
- Caroline Brinkmann
Die Vereinten
(99)Aktuelle Rezension von: _juliadventuress_Natürlich musste ich sofort weiterlesen, nachdem ich Band eins beendet hatte.
Der zweite Band steht dem ersten nichts nach und man ist sofort wieder mitten drin in der Geschichte. Es bliebt spannend und aufwühlend bis zum Ende. Die Dynamik zwischen Rain und Lark fand ich super und auch wie sich die Geschichte entwickelt hat mir sehr gefallen.
Ein grandioses Finale einer sehr gelungenen Dilogie.
- Susanne Fröhlich
Verzogen
(44)Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider
Andrea gibt nach und somit erfüllt sich der Traum von ihrem Paul. Es geht raus aufs Land, mitten in ein kleines Dorf und Paul übernimmt die Praxis eines Kollegen. Andrea zieht mit in das große Haus und will im Home Office weiter arbeiten. Ihre Mutter kommt samt Pflegerin mit und so wirbeln die vier das Dorfleben auf. 365 Tage wollen sie erstmal da bleiben und dann schauen, wie es weiter geht und wer was will. Andrea denkt sich, das kann so schwer und lang doch nicht sein, aber die Tage ziehen sich, die Besuche der Dorfbewohner werden mehr und sie sieht sich in Haushaltskursen und bei Kaffeetafeln wieder und in ihr regt sich ein Wunsch, zurück ins Reihenhaus. Oder?
Susanne Fröhlich ist einfach klasse und Andrea hat hier eine neue Challenge und muss sich beweisen und einen neuen Weg einschlagen. Ich bin so ein großer Fan und es wird einfach nie langweilig. Witzig, voller Esprit und kuriosen Momenten, aber eben auch immer mal ein ruhiger, nachdenklicher Moment. Verzogen.
- Sarah Breen
OMG, diese Aisling!
(99)Aktuelle Rezension von: Lieselotte1990Eine liebe Freundin hat mir dieses Buch vor einiger Zeit ausgeliehen. Viel zu lange habe ich es nun auf meinem Nachtschrank liegen lassen, was ich nun endlich ändern wollte. In Nullkommanichts war ich drin in der Geschichte rund um Aisling und einen Haufen verrückter Iren. Temporeich und mit viel Humor erzählt Sarah Breen allerhand aus dem Leben ihrer Protagonistin, die glaubt, in einen Mann verliebt zu sein, und zu wissen, was das Leben für sie bereit hält. Doch das Leben hat keinen Plan und so wird ein Liebesurlaub zum Trennungsgrund. Aisling sammelt Erfahrungen mit neuen Mitbewohnerinnen und anderen Männern und erkennt dabei, dass ihre Vorstellungen von der Zukunft vielleicht doch nicht ganz das sind, was sie wirklich will. Diese Erkenntnis hat mir am besten an dem Buch gefallen. Auch die Liebesgeschichte, die sich irgendwann zu einem Liebesviereck entwickelt (nichts schweinisches, aber sehr herzklopfenanregendes) ist wirklich süß. Doch Schreibstil und Humor waren nicht ganz mein Geschmack. Ich mochte das Buch als kleines Stückchen Literatur, habe aber nicht den Wunsch, die Hauptfigur weiter durch Band 2 und 3 zu begleiten.
- Marie Weißdorn
Tochter der Träume
(49)Aktuelle Rezension von: Kerstin_LohdeAuf dieses Buch war ich sehr gespannt. Denn das Cover hat gut ausgesehen und auch der Klappentext klang interessant. Und so habe ich mit dem Lesen begonnen.
Am Anfang kann man das Buch noch ab und zu auf die Seite packen, aber je weiter man mit dem Lesen kommt desto spannender wird es.
So dass man weiter lesen muss, denn man möchte ja wissen wie es weiter geht.
Ich finde es ist ein rundum gelungenes Komplettpaket, wo mich das Cover, der Klappentext und die Geschichte überzeugen konnte.
- J.L. Carr
Ein Monat auf dem Land
(110)Aktuelle Rezension von: WolfgangPhilippDer 1980 erschienene Roman beschreibt den einmonatigen Auftenhalt eines jungen Restaurators in einem kleinen Dorf in Yorkshire im Jahre 1920.
Körperlich unversehrt, aber geistig zerrüttet und mit einer posttraumatischen Zwangsstörung ist dieser von den Schlachtfeldern des ersten Weltkriegs zurückgekehrt.
Seine Frau hat sich von ihm getrennt und er übernimmt die vom Erbe einer verstorbenen Großgrundbesitzerin finanzierte Freilegung eines übertünchten und mit Rus und Kerzentalg verschmutzten Wandgemäldes in der örtlichen Kirche.
Der gealterte Ich-Erzähler beschreibt in der Rückschau 50 Jahre später diese Zeit als ein eine Art therapeutischen Genesungsprozess:
Die kleinteilige Arbeit an dem Gemälde, dass sich als meisterhafte Darstellung des jüngsten Gerichts eines unbekannten Künstlers herausstellt, dem er über die Jahrhunderte hinweg emotional näherzukommen scheint; die Bekanntschaft mit einem Archäologen, ebenfalls Kriegsveteran, der auf dem Friedhof der Kirche nach den Überresten eines in Ungnade gefallenen Verwandten der verstorbenen Mäzenin sucht; die zunehmende Einbindung in die Familie des methodistischen Bahnhofswärters Ellerbeck; die zarte, platonische Verliebtheit in die junge Frau des verbiesterten, anglikanischen Pfarrers; der traumhafte Sommer und die Teilnahme an der Ernte - all das hilft ihm mit seiner Vergangenheit ins Reine, körperlich und geistig zur Ruhe zu kommen und schließlich hoffnungsvoll in seine alte Welt zurückzukehren.
Großes, kurz(weilig)es Lesevergnügen, unaufgeregt und doch packend, atmosphärisch dichte Naturbeschreibung - perfekte Sommerlektüre für den Garten. (4,5)























