Bücher mit dem Tag "landkarten"
11 Bücher
- Christoph Marzi
Malfuria. Das Geheimnis der singenden Stadt
(228)Aktuelle Rezension von: KayuriEin Mädchen ein Junge und die bösen Schatten? Catalina Gerät in Machenschaften und ahnt nicht das dies alles erst der Anfang ist.
Am Anfang wird gemütlich alles erklärt und die unterschiedlichen Stränge werden immer mehr miteinander verflochten.
Eine fantastische Welt wartet darauf entdeckt zu werden, obwohl sie zuallererst so wirkt als wär es die unsere. Die Geschichte ist spannend und fantasievoll geschrieben. Wohin wird der Wind diese Geschichte tragen?
Der Schreibstil is einfach zu lesen und lässt einen leicht in die Welt eintauchen.
Ich denke man kann dieses Buch getrost (älteren) heranwachsenden Fantasy Lesern empfehlen.
- Edward Brooke-Hitching
Atlas der erfundenen Orte
(12)Aktuelle Rezension von: dunkelbuchWas hat die Entdecker und Kartografen aller Jahrhunderte dazu getrieben, nicht existente Inseln und Gebirge in ihre Karten aufzunehmen? Wann und wo hat der Irrglaube seinen Ausgang gefunden? Bei jenen Herrschern, die die Herkunft ihrer Bodenschätze verschleiern wollten?
Minutiös werden die erfundenen Orte aufgelistet und die Entstehungsgeschichte der Irrtümer. Die eine oder andere wird auch als bewusste Fälschung entlarvt.
- Delphine Papin
Atlas der Unordnung
(39)Aktuelle Rezension von: HundertmorgenwaldWas sind Grenzen und wie wurden sie festgelegt?
Die Antwort erscheint erstmal einfach, doch es ist ein komplexes Thema, welches Delphine Papin und Bruno Tertrais in diesem Buch angehen.
Der Westfälische Friede 1648 schrieb die ersten Landesgrenzen fest und zwischen Russland und der Türkei wurde schließlich die moderne Staatsgrenze erfunden. So konnte man Epidemien eingrenzen, aber auch verhindern, dass sich jemand seinen Steuern oder der Wehrpflicht entzog.
Die meisten Grenzen entstanden erst nach 1800.
„Von Mitte des 19. Jahrhunderts bis 1914 wurde im Zuge der Staatenbildung die ganze Welt eingegrenzt. Mehr als die Hälfte aller Landgrenzen stammt aus den Jahren 1875 bis 1924. Fast zeitgleich schlossen die USA (1890) und Russland (1860) die „Eroberung“ ihrer riesigen Landflächen ab.“
Es gibt „natürliche“ Grenzen (Flüsse und Gebirge) und „künstliche“ Grenzen.
„Natürliche“ Grenzen können dabei genauso komplex, unfair und umstritten sein, wie „künstliche“ Grenzen gerecht und friedliche sein können.
Die französische Originalausgabe erschien 2021. 2020 gab es 311 internationale Landesgrenzen, die zwei Staaten trennen.
In 60 Schaubildern und 5. Kapiteln erläutern Delphine Papin und Bruno Tertrais verschiedene Grenzthematiken.
Kapitel 1: Grenzen als Vermächtnisse
Hier wird z.B. die wachsende Zahl der Grenzen von vor 1800 bis heute aufgezeigt und die verschiedenen Ansichten von Kulturgrenzen.
Kapitel 2: Meere und Grenzen
Wie wird eine Grenze im Meer und im Fluss gezogen? Wo fängt das Hoheitsgebiet an?
Hier geht es vor allem auch um Bodenschätze, Erdölvorkommen und Fischerei. Jede Menge Stoff für Konflikte, in ganz unterschiedlichen Regionen der Erde. Da kriselt es sogar zwischen den USA und Kanada.
Kapitel 3: Mauern und Migration
Welche Mauermodelle gibt es?
Es gibt immer mehr Mauern. 2015 hatte Europa schon fast mehr physische Barrieren an seinen Grenzen als zur Zeit des Kalten Krieges. Grenzen werden zum Friedhof und Pässe und Visum zum Schlüssel. Die Berliner Mauer war da mit 3,6 m im Vergleich zu anderen Mauern noch klein.
Kapitel 4: Spezielle Grenzen
Exterritoriale Liegenschaften, in denen das Gastgeberland keine Hoheitsrechte hat, Enklaven, Mikroländer und absurde Grenzverläufe. In diesem Kapitel finden sich jede Menge Kuriositäten. Z.B. ein Bauernhof in Australien, der zu Groß-Britannien gehört. Oder Belgien hat 22 kleine Enklaven in den Niederlanden. Und in dieser Enklave befinden sich wiederum Enklaven der Niederländer.
Kapitel 5: Umstrittene Grenzen
Fast alle Länder der Erde liegen im Streit um ihre Grenzen. D.h. nicht zwangsläufig, dass es auch Krieg gibt. Auch in Europa gibt es 15 Unstimmigkeiten, darunter auch die Frage, wo am Bodensee die Grenze zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz verläuft. Neben den bekannten „heißen“ Grenzkonflikten versuchen auch Großmächte ihre Grenzen wieder auszuweiten und das ist nicht Putin alleine.
Meine Meinung:
Ich finde das Buch sehr interessant. Ich hätte nicht gedacht, dass es so viel über Grenzen zu sagen gibt. All die Fragen und unterschiedlichen Themen waren sehr spannend. Ganz besonders mochte ich die geschichtlichen Hintergründe und die Erklärungen, wie Grenzen festgelegt werden. Bisher habe ich Grenzen als eher etwas Trennendes erlebt und empfinde das nun anders. Da wo Grenzen klar sind und man sich einig ist, herrscht Ordnung, um den Titel aufzugreifen.
„Eine Grenze bedeutet unter anderem, dass Frieden geschlossen wurde.“ Michel Foucher
Allerdings ist „Der Atlas der Unordnung“ nicht ganz so leicht zu lesen. Obwohl ich denke, dass ich mich in Geografie ganz gut auskenne, musste ich so einige Mal googeln, um etwas zuordnen zu können. Hier hätte ich mir auf jeden Fall mehr Erklärungen gewünscht und auch mehr Hintergrundinformationen zu einzelnen Konflikten.
Die Karten sind komplex und man muss sich Zeit nehmen, um sie in ihrer Vielschichtigkeit zu verstehen. - Paulina Rowińska
Mapmatics
(7)Aktuelle Rezension von: SternchenBlauKarten formen, wie wir die Welt sehen. Es gibt keine perfekte Karte, weil keine ohne Verzerrungen auskommt. „Mapamatics“ macht diese Verzerrungen bewusst – und zeigt, dass Wissenschaft so richtig cool ist.
In dieses Sachbuch habe ich mich verliebt. Vielleicht besonders, weil ich Karten zwar generell hübsch finde, mich aber Geografie bislang nie sonderlich gereizt hat. Dieses Buch zeigte mir nun die ganze Schönheit dieses Wissenschaftsgebiet an der Schnittstelle zur Mathematik.
Paulina Rowińska beginnt mit den naheliegenden Themen: Wie entstand die Weltkarte? Welche nutzte Kolumbus, um mit seiner Trickserei durchzukommen – er wusste durchaus, dass er nicht Indien entdecken würde. Die Mercator-Projektion weißt Tücken auf und es hat mathematische Gründe, warum das so ist, und auch welche, warum man sie trotzdem benutzt. Aber neben dem Fokus und der zu großen Abbildung von Europa, zeigt sie uns nicht die kürzesten Wege, z.B. für die Luftfahrt, was manche dann für Politik missbrauchen. So geschickt Rowińska die mathematischen Hintergründe erkläre – ich kam immer mit, auch, wenn mir manchmal der Kopf rauchte – fragt sie auch immer: Welche Konsequenzen hat das? Welche Fallstricke? So landen wir über der „Londoner Tube map“ über Graphen dann beim Gerrymandering, der bewussten Manipulation von Wahlbezirken, dem Zuschnitt von Schulbezirken oder der Ausbreitung von Viren und Bakterien. Und wir gucken in die Tiefsee.
Leute, die so gar kein Interesse an Mathe habe – ich frage mich, ob die hier verloren sind. Rowińska erklärt wirklich hervorragend und dazu kommt, auch, wenn wenn ich nicht immer alles komplett kapiert habe, hat es dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Und das Wichtigste: Wir bekommen hier mit, warum wir uns damit beschäftigen müssen, weil es eben ganz entschieden unsere Welt prägt. Komplette Mathe-Hassende allerdings, das kann ich nicht sagen, weil ich nicht dazu gehöre 😅.
Hier habe ich auf alle Fälle viel gelernt und empfehle dieses Herzensbuch zu 100 Prozent weiter. Begeisterte 5 von 5 Sternen.
- Jutta M. Ingala
KUNTH Unterwegs in Island
(2)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDer Reisebildband "unterwegs in Island" von Jutta M. Ingala ist einfach nur märchenhaft schön, reich gefüllt mit magischen Aufnahmen und Landschaften zum Verlieben. Ortsnamen, die auf die Heimat von Feen und Elfen hindeuten, weisen den Weg zu Grotten, Schluchten, Wasserfällen und Eishöhlen, in denen die Natur zum Bildhauer wird und imposante Skulpturen, berauschende Spektakel und eiskalte Schönheiten formt.
Die mystischen Landschaftaufnahmen lassen schon beim Durchblättern des Buches die Gedanken in die Ferne schweifen und laden dazu ein, sich in Tagträumen zu verlieren. Es fällt schwer, ein Ranking zu erstellen, um wirklich alles Sehenswerte mit einer einzigen Reise zu erkunden. Es sind die Kontraste aus kaltem blauen Gletschereis, sattgrünen Moosen , schier endlos erscheinenden wogenden Blütenmeeren aus lilafarbenen Lupinen und glühenden Farben am Himmeln beim Sonnenuntergang, an denen sich das Auge einfach nicht sattsehen kann. Kein Wunder, dass sich dieses bildschöne Naturkino in Filmen wie "Game of thrones" oder "Der Herr der Ringe" als Filmkulisse wiederfindet. Dem Zauber und der Magie dieser wundervollen Insel kann sich niemand entziehen und es wirkt so, als würden Elben, Trolle, König:innen und Krieger:innen wirklich dort beheimatet sein. Wer weiß, vielleicht steht bei einem Ausflug zu den schwarzen Basaltfelsen oder in den Kathedralen aus eisigem Kristall plötzlich eine/r von ihnen vor den Reisenden ?!
Der Reisebildband enthält auf ein Minimum zusammengefasst alles Wichtige zu den Ortschaften, Sehenswürdigkeiten und Naturschauspielen und bietet so eine erste Orientierungsmöglichkeit, um die eigene Reise auf die märchenhafte Insel zu planen. Tipps für Adrenalinjunkies finden sich ebenso in diesem Buch wie Empfehlungen für Nachtschwärmer:innen, aber auch einzigartige Wanderrouten und Rundtouren finden den Weg in diesen Reisebildband und machen Lust auf Land und Leute.
Jede einzelne Seite lädt dazu ein, das eigene Reisebuch aufzuschlagen und es mit atemberaubenden Eindrücken, spektakulären Impressionen und wundervollen Erinnerungen zu füllen, die noch lange im Herzen bleiben. - Norbert Pautner
Landkarten Rätselbuch - die Rätselinnovation.
(2)Aktuelle Rezension von: Buch_und_WasserDieses Rätselbuch ist ein bisschen wie Urlaub - man "arbeitet" sich Landkarten verschiedener Städte und Gegenden und löst Rätsel.
Es gibt immer mehrere Städte und Rätsel, die zu einem Thema gehören:
- Nationalparks
- Paläste und Residenzen
- Der Orient-Express
- Die Welt des Geldes
- Inselstädte
- Die Hanse
- Das Imperium Romanum
Jedes "Kapitel" beginnt dann mit einer kurzen Einführung zu dem Thema. Dann folgen verschiedene Landkarten und Rätsel, die mit Hilfe der Landkarten und ggf. etwas Wissen zu lösen sind.
Die Rätsel stammen es folgende Kategorien, es sind mindestens 4 der Kategorien pro Karte vertreten.
- Zum Aufwärmen
- Für Adleraugen
- Um die Ecke gedacht
- Buchstabensalat
- Fremdsprachenkenntnisse
- Wissensquiz
- Huw Lewis-Jones
Verrückt nach Karten
(91)Aktuelle Rezension von: AlexanderZiroVon allen Bildbänden die ich besitze habe ich diesen einfach am meisten in der Hand. Individuelle Geschichte zu den einzelnen Karten sind auch sehr interessant geschrieben. Für jeden der mit Fantasy etwas am Hut hat, ein absolutes muss!
- Theodor ATLANTEN Müller-Alfeld
Atlas für Kinder
(1)Aktuelle Rezension von: KarinJInhalt (Klappentext):
ZitatDas ist neu und neuartig in dieser kindgemäßen Form. Schon Achtjährige lernen spielend leicht unsere Welt kennen. Und selbst Erwachsene erfahren noch vieles Neue. Alles über Landkarten und wie man sie liest. Der Kreislauf des Wassers. Flüsse, Seen, Meere. Inseln, Gebirge, Schleusen und Paßstraßen. (...)
Es wird noch einiges aufgezählt, was es über unsere Welt und das Universum zu erzählen gibt.
ZitatMit Hunderten von bunten Bildkarten, Schlüsselkarten ud Zeichnungen, ausführlich erläutert. (...) Spannende Geschichten, Rätsel, Verse und Quizfragen (...)
Meine Bewertung:
Zuviel versprochen wurde nicht. Die Gliederung bereits macht einen sehr guten Eindruck. Sie erscheint sinnvoll und umfassend. Aber es wird auch sofort klar, dass das Buch älter ist: "Warum Deutschland geteilt ist". Das Buch erschien erstmals in 1974 und meine Ausgabe wurde 1983 überarbeitet. Trotzdem kann man aus dem Buch viel lernen. Nicht nur über Geografie, sondern auch über Biologie, Geschichte und den Weltraum. Die Sprache finde ich gut. Der Leser wird direkt angesprochen, manchmal sogar etwas gefragt und angeleitet, die verschiedenen Materialien zu vergleichen. Es gibt anschauliche Erklärungen. Schwierige Themen wie die Kolonisation Afrikas werden kindgerecht dargestellt, ohne groß zu beschönigen. Aufgrund der Vielfalt der Themen darf man jedoch nicht mit vielen Details und Informationen, die in die Tiefe gehen, rechnen. Andereseits brauchen Kinder ja gerade einen ersten Überblick und dafür ist der Atlas sehr gut geeignet. Was mir bereits als Kind gut gefallen hat, sind die Landkarten, auf denen z. B. das regionale Tierleben abgebildet ist. Die haben etwas von einem Wimmelbild. Ich denke, so manches Kind beschäftigt sich gerne mit diesem Buch. Von mir bekommt es vier Sterne.
- Dr. Manfred Baur
WAS IST WAS Weltatlas
(3)Aktuelle Rezension von: Melli910Der “WAS IST WAS Weltatlas“ bietet umfangreiche Informationen über die unterschiedlichen Länder der Welt, ihre Landschaften, Städte, Bevölkerung, Kultur und die einzigartige Tierwelt. Mit über 80 Karten erleichtert der Weltatlas -nicht nur- Kindern das Entdecken der Erde. Sanft werden Leser ab 8 Jahren an den Umgang mit verschiedenen Karten herangeführt.
Das verständliche Inhaltsverzeichnis zu Beginn und ein alphabetisches Register am Ende des Buchs helfen dabei, sich schnell im Atlas zurecht zu finden. Ein Farbleitsystem führt durch den Atlas und trägt zur Orientierung bei. Zusätzlich wird der Aufbau des 232 Seiten starken Buchs auf einer Doppelseite detailliert erklärt.
Es folgen informative Sonderseiten, die die unterschiedlichen Kartentypen aufzeigen und eindrucksvoll und verständlich die Entstehung von Landkarten vermitteln. Anschließende spannende Informationsseiten geben einen Überblick über das Planetensystem und stellen den Aufbau der Erde dar. Weitere Extraseiten widmen sich aufschlussreich den Zeit- und Klimazonen und dem Klimawandel.
Im eigentlichen Kartenteil kann man auf mehr als 80 eigens für diesen Atlas angefertigten Karten durch die verschiedenen Kontinente und Ozeane reisen. Abwechslungsreich wird jede anschauliche Karte ergänzt von einer übersichtlich gestalteten Seite voller Informationen über die einzelnen Länder und ihre Bewohner, informativen Grafiken oder “Angeberwissen“. Die mit zahlreichen Informationen gespickten Seiten sind sehr gut strukturiert, wirken nicht überladen und alle Erklärungen sind stets kindgerecht und verständlich verfasst.
Abgerundet wird der umfangreiche Weltatlas durch ein übersichtlich gestaltetes Länderlexikon, das eine Übersicht über die wichtigsten Länderinformationen und Nationalflaggen bietet.
Wir finden den “WAS IST WAS Weltatlas“ absolut ansprechend und sehr gut gelungen. Er vermittelt durch zahllose Informationen zu verschiedenen Themengebieten unglaublich viel Wissen und gibt einen tollen Überblick über viele wichtige und interessante Themen. Die Landkarten sind sehr schön illustriert und übersichtlich beschriftet. Die “unglaublichen Fakten“ und das “Angeberwissen“ wurden brillant eingeflochten und lockern das Buch immer wieder auf. Alle Seiten sind sehr aufwendig und übersichtlich gestaltet und die Fakten und Erklärungen in kindgerechter Sprache ansprechend verfasst.
Ein wunderschön gestalteter Weltatlas für die ganze Familie, der nicht nur Kinder fasziniert und Jung und Alt zum ausgiebigen Schmökern und Entdecken der Erde einlädt. - Marjo Nurminen
Die Welt in Karten
(1)Aktuelle Rezension von: Bellis-PerennisDie finnische Archäologin und Autorin Marjo Nurminen hat für Liebhaber von historischen Landkarten ein wunderbares Werk geschaffen. In diesem großformatigen Atlas (34 x 25 cm) zeigt sie uns eine Auswahl von prächtigen Land-, See- und Weltkarten. Der Schwerpunkt liegt bei der Darstellung von frühen Karten, also zwischen dem 7. und 17. Jahrhundert.
In fünf große Kapitel fasst die Autorin die Reise in die Vergangenheit zusammen:
· Die Mittelalterliche Welt in Karten
· Die Wiederentdeckung der antiken Geografie
· Auf zu neuen Welten
· Die Weltkarte rückt ins Blickfeld
· Die Welt ist umrundet
Jedes Kapitel ist noch in Spezialgebiete untereilt und endet mit einem Fazit.
So erfahren wir im ersten Teil einiges über die mittelalterlichen Seekarten (Portolane) sowie über Richtungen, Entfernung und Maßstab auf den Karten.
Im zweiten Teil beschäftigen wir uns mit der Wiederentdeckung der antiken Landkartenkunde.
Der dritte Abschnitt hat die Reisen in die Neue Welt zum Thema. Hier lesen wir auch, dass die Osmanen (1517) unter Admiral Piri Reis beim Zeichnen einer exakten Weltkarte die Nase vorne hatten.
Im vierten Kapitel lernen wir die Neuerungen in Mathematik und Astronomie der Renaissance kennen. Großformatige Weltkarten rücken in den Fokus von Forschern, Entdeckern und Herrschern.
Der fünfte und letzte Abschnitt widmet sich den großen Entdeckern und den begleitenden Kartografen. Vor allem den Niederländern gebührt hier der Respekt. Nun werden auch die ersten Globen wie wir sie heute kennen, angefertigt.
Der Epilog gibt dann einen Ausblick auf die späteren Ereignisse wie Aufklärung, Kolonialismus sowie die technischen Innovationen, die die Kartografie nachhaltig beeinflussen.
Meine Meinung:
Ein Großteil der abgebildeten Karten stammt aus Nurminens eigener Sammlung.
Die Abbildungen sind oft doppelseitig und mehrfärbig. Wir erfahren einiges über die Kartenherstellung. Zuerst per Hand, dann mit der Erfindung des (Buch)Drucks werden Karten auch für die Allgemeinheit erschwinglich und verbreiten sich schnell. Zu jeder Karte wird deren Schöpfer wie z. B. Martin Waldseemüller (1507), soweit bekannt, vorgestellt.
Allerdings bedarf es einiges an Fachwissen, um den erläuternden, umfangreichen Text und die am Ende etwas versteckte Darstellung der verschiedenen Kartenprojektionen im Detail zu verstehen. Geografen, Mathematikern und Geodäten sind Fachbegriffe wie zylindrische, stereographische und Kegelprojektion geläufig, andere werden hier wohl ein wenig nachlesen müssen.
Wer sich näher mit diesem Thema beschäftigen möchte, findet im Anhang eine Vielzahl von weiterführender Literatur.
„Alte Karten sind wie ein Fenster in die Geschichte.“ Sagte Abraham Ortelius, ein flämischer Meisterkartograf, Verleger und Sammler bereits im 16. Jahrhundert. Dem ist wohl wenig hinzuzufügen.
Fazit:
Ein imposantes und höchst informatives Werk, das die knapp 100,00 Euro Kaufpreis durchaus rechtfertigt. Gerne gebe ich 5 Sterne.
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