Bücher mit dem Tag "landschaften"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "landschaften" gekennzeichnet haben.

56 Bücher

  1. Cover des Buches Schnee wie Asche (ISBN: 9783570309698)
    Sara Raasch

    Schnee wie Asche

     (310)
    Aktuelle Rezension von: LisaBeiersmann

    „Schnee wie Asche“ handelt von der sechzehnjährigen Meira. Das Königreich Winter wurde vom benachbarten Frühling zerstört, seine Einwohner versklavt. Lediglich eine kleine Gruppe von acht Winterianern, zu denen Meira gehört, lebt im Verborgenen im Exil. Unter ihnen Prinz Mather, in den sie ihre Hoffnung setzen: er soll die Macht und Magie von Winter wiederherstellen. Dabei helfen soll ein Medaillon, dessen eine Hälfte plötzlich zum Greifen nah scheint.

     

    Mit Meira als erlebenden Ich-Erzähler kann man sich als Leser sehr gut in sie hineinfühlen. Linear folgt man ihr durch die Geschichte. Obwohl sie erst sechzehn ist, merkt man ihr an, dass sie ihr Leben lang auf der Flucht und schließlich im Exil war: sie ist eine Kämpferin, die sich nicht unterkriegen lässt und ihren Stolz mit Würde vertritt. Meira möchte für das Königreich Winter von Bedeutung sein; sie möchte für etwas kämpfen, dass sie nur aus Erzählungen anderer kennt, auf das jedoch ihr ganzes Leben ausgelegt ist.

    Ihre Sturheit bringt sie nicht weniger in Schwierigkeiten als ihr gutes Herz. Sie bringt sich selbst in große Gefahr, kämpft sich allerdings auch wieder heraus. Dennoch ist auch sie nicht perfekt: obwohl sie seit ihrer Kindheit in der Kampfkunst ausgebildet wird, ist sie zwar eine sehr gute Kämpferin mit dem sogenannten chakram, einer Fernkampfwaffe, hat aber ihre Schwierigkeiten im Nahkampf mit dem Schwert. Obwohl Meira sehr gutherzig ist, kennt sie gegenüber dem unbelehrbaren Bösen wenig Gnade. Gleichzeitig merkt man ihr an, dass es ihr keine Freude bereitet und mehr eine Notwendigkeit für ihr Überleben darstellt. Ihr Mut befreit sie allerdings auch nicht von ihrer Angst.

    Ihre fein ausgearbeitete Persönlichkeit ist für den Leser geradezu greifbar, ihr Trotz nicht kindlich, sondern verständlich, ihre Einsicht zur rechten Zeit und ihr Kampfwille bewundernswert. Sie verkörpert somit einen typisch 16jährigen Teenager, dem man gleichzeitig die Strapazen des Krieges anmerkt.

     

    Ein weiterer wichtiger Charakter ist Prinz Mather. Seine schwierige Last trägt er erhobenen Hauptes, lernt früh nicht alle Gefühle nach außen zu lassen und ergibt sich seinem Schicksal. Wie man es von einem zukünftigen König erwarten würde, schiebt er seine persönlichen Bedürfnisse und Empfinden zurück. Er wirkt stark und manchmal geradezu unbezwingbar.

     

    Schreibstil und Tempo waren sehr flüssig und angenehm zu lesen, ich bin durch die Seiten nur hindurchgeflogen. Die Spannung zieht sich durch das gesamte Buch und macht an den richtigen Stellen kleine Pausen, ohne jemals ganz abzuflachen.

     

    Besonders gut gefallen hat mir die Harmonie der Charaktere. Alle haben ihre Stärken und Schwächen, ihre eigene Geschichte und trotzdem gehören sie zusammen. Sie geraten aneinander und streiten sich, wie sie einander unterstützen. Mein Lieblingscharakter ist Meira, da ich mich hervorragend mit ihr identifizieren kann und sie, meiner Meinung nach, eine rundum gelungene Protagonistin ist.

    Ebenso spannend fand ich die Idee um die Jahreszeiten- und Rhythmus-Königreiche. Das Königreich Winter zählt ebenso wie Frühling zu den Jahreszeiten-Königreichen. Dort herrscht die jeweilige Jahreszeit, ihre Bewohner haben sich den Gegebenheiten angepasst. Die Rhythmus-Königreiche hingegen erleben einen stetigen Wechsel der Jahreszeiten, wie man ihn aus der realen Welt kennt.

     

    Fazit: Das Buch erhält von mir eine klare Leseempfehlung an Jugendliche wie Erwachsene und ich bin sehr gespannt auf den Rest der Trilogie. Wer Fantasie liebt, wird hier definitiv auf seine Kosten kommen.

  2. Cover des Buches Das Schneemädchen (ISBN: 9783499258220)
    Eowyn Ivey

    Das Schneemädchen

     (331)
    Aktuelle Rezension von: Hexenlady70

    Leseeindruck zu

    Das Schnermädchen von  Eowyn Ivey


    Ein Wintermärchen für Erwachsene?

    Vielleicht, ich bin sehr zwiegespalten und muss sagen das ich das Buch zwischenzeitlich pausiert habe. 

    Die Geschichte ist sehr Melancholisch und traurig und auch das Ende hat mich nicht ganz glücklich gemacht. 

    Wunderschön ist Alaska mit seiner Natur und Tierwelt beschrieben. Zwischendurch finde ich das Buch etwas langwierig es hat aber durchaus seinen Reiz 

    Das harte Leben im Jahr 1920 als Siedler in Alaska ist spannend zu verfolgen. Ich habe es aber nicht geschafft mich voll auf die Geschichte einzulassen, da einfach zu viel Traurigkeit darin ist. 


    Eine uneingeschränkte Leseempfehlung möchte ich nicht aussprechen. Das Buch hat einige Trigger.

    Veganern und Tierschützern würde ich das Buch ebenfalls nicht empfehlen. 

    Trotz meiner vielleicht kritischen Meinung bekommt das Buch 4 Sterne von mir da es trotz allem sehr schön und lesenswert ist. Ich denke das ich das Buch einfach zum falschen Zeitpunkt gelesen habe.


    Klapptext: 

    Alaska in den 1920er Jahren: In dem Wunsch, neu anzufangen, zieht das kinderlose Paar Mabel und Jack nach Alaska. Das harte Leben in der Wildnis setzt den unerfahrenen Neusiedlern sehr zu. Mit dem ersten Schneefall überkommt die beiden jedoch ein schon verloren geglaubter Übermut, und sie bauen zusammen ein Kind aus Schnee. Tags darauf entdecken sie zum ersten Mal das feenhafte blonde Mädchen zwischen den Bäumen am Waldrand. Woher kommt das Kind? Wie kann es allein in der Wildnis überleben? Und was hat es mit den kleinen Fußspuren auf sich, die von Mabels und Jacks Blockhaus wegführen?


    Manuela hab doch noch geschrieben, dann vergesse ich es auch nicht 😅

  3. Cover des Buches Je tiefer man gräbt (ISBN: 9783746633619)
    Mary Ann Fox

    Je tiefer man gräbt

     (82)
    Aktuelle Rezension von: Hortensia13

    Nach dem Tod ihres Mannes kehrt Mags Blake zurück in ihr Heimatdorf Rosehaven in Cornwall. Sie versucht sich mit ihrem Landschaftsgärtnereigeschäft über Wasser zu halten. Es gibt für Mags nichts Schöneres als in der Erde zu buddeln, Pflanzen zu pflegen und den Duft der Natur zu geniessen. Da kommt der Auftrag am Tag der offenen Tür in Shelter Gardens, einem Landschaftsgarten aus dem 19. Jahrhundert, Führungen zu machen gerade recht. Was haben aber die ungewöhnliche Färbung der Hortensien auf sich? Mags Neugier führt sie zu einem Grab. Sind es die Überreste von Emily Franklin, die vor 8 Jahren verschwundene Verlobte des Erben von Shelter Gardens? Schnell merkt Mags: Wo Fragen gestellt werden, lauern gefährliche Antworten.

    Der Auftakt der Reihe rund um die Landschaftsgärtnerin Mags Blake in Cornwall ist ein richtiger Cozy Crime. Ich fand Mags sehr sympathisch, wie auch die anderen Charaktere mit denen sie ihr Leben in Rosehaven teilt. Die Geschichte übermittelt auch Mags Leidenschaft für die Natur Cornwalls und deren Flora auf tolle, bildhafte Art. Ich freue mich schon sehr weiterverfolgen zu können, wie Mags in weitere Fälle unbeabsichtigt stolpern wird.

    Mein Fazit: Wer einen Abstecher in die Natur Cornwalls machen und sich dabei in eine sympathische Protagonistin verlieben möchte, liegt mit diesem Reihenbeginn genau richtig. 5 Sterne.

  4. Cover des Buches Sebastian (ISBN: 9783453532724)
    Anne Bishop

    Sebastian

     (60)
    Aktuelle Rezension von: AnnikaLeu

    Sündenpfuhl

    Tja dieses Buch ist wohl schon fast 10 Jahre alt mittlerweile. Das heißt ich darf sagen: ich rezensiere mal zur Abwechslung etwas altes. Es ist allerdings noch länger her, dass ich Anne Bishops ‚Die schwarzen Juwelen‘ gelesen habe. Übrigens war das damals auch so eine Serie die ich mittendrin angefangen hatte und… das gehört gar nicht hier her. Aber irgendwie schon. Denn ‚Die dunklen Welten‘ fühlen sich an wie die Juwelen sind es aber nicht. Gleichzeitig könnten aber Sebastian und Lynnea Vor-Vor-Vor-Vorfahren von Daemon und Jaenelle sein… und Glorianna könnte HEXE sein und dieses komische Hoffnungskraut könnte ‚Hexenblut‘ sein und… Ephemera die ‚Dunkelheit‘. Und…

    Kennt ihr das, wenn man gefühlt in einer fiktiven Welt landet und glaubt sie zu kennen, obwohl es etwas ganz anderes ist?
    So etwas passiert einem wirklich nicht oft. Und das ist wohl auch mein größter Kritikpunkt an ‚Sebastian‘ (Titel des Buches nicht der Namenspatron Charakter). Ich muss euch sagen, zu den schwarzen Juwelen habe ich seinerzeit sehr viel FanFiction geschrieben. Ich mochte die Juwelen um der Juwelen willen und bin mir zu 99% sicher, dass ich Grün tragen würde! Leider sehe ich mich in Ephemera gar nicht. Ich bin weder eine Landschafferin noch eine Sukkubus.

    Erotik: angedeutet

    Also steigen wir doch mal gleich richtig ein und hauen mal alles raus, was mir nicht schmeckt.
    Punkt 1: Sukkubus/ Inkubus. Was tun diese Dämonen? Richtig: Sex. Quizfrage: Was gibt es in diesem Buch nicht? Richtig: Sex.
    Warum mich das stört? Äh, weiß ich auch nicht, aber hab’ ich jetzt irgendwie erwartet und war dann enttäuscht, als es ENDLICH los ging und der Inkubus halb verdurstet, loslegte es nur noch hieß: „(…)er zeigte ihr, wie leidenschaftlich Sex sein konnte(…)“ Ja super, danke.
    Punkt 2: Ephemera. Wenn ich eins nicht leiden kann, dann wenn ich nicht verstehe was da passiert. Und diese ‚Welt‘ verstehe ich nicht im geringsten.
    Punkt 3:… ach das waren auch schon die schlimmsten Dinge.

    Die guten Seiten.
    Erstens: Da waren so liebliche kleine Dinge, wie Phallusförmige Brote *zwinker zwinker* oder die Wasserpferde. Aber den Vogel abgeschossen hat die Autorin mit (nein, nicht mit Sparky dem Wellensittich, oder der Tatsache, dass es schwarze JEANS Hosen gibt) sondern mit dem ‚Dämonenrad‘. Leute, das ist Pratchett verdächtig gewesen!
    Zweitens: Dem absolut bezaubernden Teaser, bis er als Inkubus errötet ist. Da hätt’ ich ja beinah das Buch gefressen. Das is so ne Masche von Bishop, aus knallharten Sadisten weichgespülte Schoßhunde zu machen. Muss man sich dran gewöhnen.
    Drittens:… ach ja da gab es schon so seine Höhen.

    Besonderheiten

    Das Buch musste ich zweimal anfangen. Kam das erste Mal nur bis zum 3. Kapitel. Aber diesmal hat es geklappt. Es gibt wirklich sehr viele Sichten aus denen geschrieben wird. Am Anfang auch viele kursive Rückblenden. Um wirklich auch noch zu erklären, was es mit den Kätzchen und dem Eierkorb auf sich hat. Diese Details verschwinden jedoch sobald sie ein zwei Kapitel später aufgebraucht worden sind. Was immer bleibt ist so ein bisschen der ‚running gag‘ mit den ‚Köstlichkeiten‘ die in die Käse getunkt werden und das die Bullendämonen voll auf Omlettes abfahren.

    Nur muss ich leider bemängeln, dass die Charaktere alle Probleme haben, in die sie sich künstlich hineinsteigern um Drama zu erzeugen. Und umgekehrt ebenso schnell sich verlieben und das für Ultimo halten, wie andere Leute das erste Mal Kaffee probieren und begeistert hängen bleiben wie Suchtis. Schön wiederum waren diese gefühlvollen Einschübe: ‚Auch Dämonen brauchen eine Heimat.‘

    Fazit

    Etwas hat nicht lange Bestand - ich will das Wort: Wegwerfartikel vermeiden - das bedeutet Ephemera. Dieser Weltenentwurf ist mit einem Wort: riesig und verändert sich stetig. Leider bleibt er aber unter der Geschicklichkeit von Bishops anderer Serie zurück, weil sie sich als nicht sehr zugänglich erweist. Wenn man aber die 500 Seiten da drin verbracht hat, wird es so ganz langsam. Es ist klar, dass hinter den Gärten und den Brücken, den Herzenswünschen, Licht und Dunkel viel poetische und philosophische Macht steckt.

    Ich danke meiner Freundin für die Chance diese Bücher doch noch nachholen zu können. Hier hinterlasse ich erst mal eine gute durchschnittliche Note und wende mich direkt ‚Belladonna‘ dem Nachfolgetitel zu, der schon mal schön anfängt und mich hoffen lässt. Und so abschließend kann ich auch behaupten, dem 'Pfuhl' würd ich ja schon ganz gern nen Besuch abstatten.

    Diesmal das Urteil: Mit Dank an meine ‚Herzensschwester’.
  5. Cover des Buches Die Geschichte der Schönheit (ISBN: 9783423343695)
    Umberto Eco

    Die Geschichte der Schönheit

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Pushi
    Beim ersten Blättern entdeckt der Leser berühmte Gemälde, erinnert sich an vergangene Museumsbesuche und erfreut sich an der Farbenfrische der zahlreichen Bilder. Neugierig wandelt der Leser fast 440 Seiten lang auf Europas Spuren der Schönheit - in Malerei, Literatur, Architektur und sogar der Mathematik. Angefangen bei den Griechen und den Überlieferungen ihrer Philosophen, bis zum Schönheitsideal der Moderne, zeigt Eco, was einst schön war, sich bis heute seine Schönheit bewahrte oder verlor. Ecos Schreibe ist ein Genuss; aber der Leser sollte etwas anderes erwarten, als er es von ihm aus dem Roman „Der Name der Rose“ gewöhnt ist - hier schreibt der Wissenschaftler Eco. Er seziert die Schönheit aus den Werken einer Epoche und verknüpft sie über die Gattung hinaus so miteinander, dass ein Stimmungsbild jener Zeit entsteht. Das Buch ist etwas für jeden, der sich einer kühlen und gierigen Welt, einige Stunden entziehen möchte, um das Schöngeistige zu entdecken. Wer das eine oder andere Gemälde einmal im Louvre oder den Uffizien bestaunte, wird sich dabei ertappen, gedanklich in Paris oder Florenz zu sein. Für laue Sommernächte ist „Die Geschichte der Schönheit“ ein unterhaltsamer Begleiter, der wunderbar zu einem Glas Rotwein passt.
  6. Cover des Buches Belladonna (ISBN: 9783453523845)
    Anne Bishop

    Belladonna

     (41)
    Aktuelle Rezension von: AnnikaLeu
    Gefühlvoll. So bleibt auch der zweite Teil von Anne Bishops ‚Die dunklen Welten‘. (Spoiler nicht zu vermeiden.)
    Der Weltenfresser ist weiterhin unterwegs, versteckt sich, schürt die Ängste in den dunklen Bereichen der Herzen. Denn in jedem Garten gibt es Schatten, Unkraut und Kompost. Ohne Dunkel kein Licht und anders herum. Egal ob Belladonna Ephemera anfleht oder Michael dem ‚wilden Kind‘ ein Ständchen bringt. Die Welt Ephemera kann dir jeden Herzenswunsch erfüllen, wenn du nicht aufpasst kann dies jedoch gewaltig nach hinten los gehen. Das muss auch Caitlin feststellen, die ihren Bereich der Welt leider aufgrund von Ablehnung und negativen Gefühlen in Stücke sprengt, unabsichtlich.

    Was ich an dem kleinen Mädchen mag ist, dass sie Teaser küssen durfte. Was ich an ihr nicht mag, alles andere. Ich mag diese Art von Protagonistinnen nicht. Sie ist eine Heulsuse. Ich mag Glorianna auch nur ab und an. Ihre Tante Nadia hingegen, die ist hervorragend. Aber vielleicht liegt das auch an meinem Alter *hust. (Hab’ ich das jetzt laut gesagt?)
    Bei den Herren fühlt es sich ähnlich an. Sebastian und Teaser sind ja schon weichgespült, Lee kriegt immer nur mit seiner Jindojun-Wolke-Insel die Taxiaufgaben ab, Michael hechelt Glorianna hinterher und legt sich dafür liebend gern mit Cousin und Bruder an. Und alles ist wie immer: der größte Herzenswunsch: Ich will die Frau für’s Leben, bring’ mich halt hin.

    Dafür muss er dann so einige Reisen auf sich nehmen. Dabei wechselt sich das dann geschickt ab die Bedürfnisse der gesamten Menschheit gegenüber den Bedürfnissen eines Mannes und einer Frau zu stellen. Wenn die beiden spitz aufeinander sind, aber einfach alle Hände voll zu tun haben.

    Nach knapp 1.000 Seiten jetzt geht es mir schon viel besser mit Ephemera. Was vor allem Erzähltechnisch daran liegt, dass Caitlin und Michael keine Ahnung haben. Ihr Teil der Welt war unversehrt, nicht wie die zerbrochenen Landschaften und Inseln aus Teil 1. Daher kennen sie statt Zauberern: Magier, beziehungsweise Glücksbringer, Fluchbringer. Und statt Landschafferinnen Schwestern des Lichts. Es kommen dann später noch andere Bezeichnungen dazu, die alle romantisch sind: Kriegerin des Lichts, Herzenssehrin und so was. Aber dadurch, dass Glorianna und ihre Familie den beiden Geschwistern erklären was wirklich los ist und wie die Welt funktioniert, kriege ich auch endlich die Kurve.

    Wobei mir Michaels Verständnis besser anmutet, denn er beschreibt Musik, Rhythmen und Harmonien. Das macht es vorstellbarer als Gloriannas Methode einfach keinen Vergleich zu benutzen und einfach zu sagen: ‚Ephemera höre mich, ich hab grad Mordswut im Bauch, hör‘ ma grad nicht hin, wenn ich jemanden verwünsche, ich meine es nicht ernst und lass das was ich denke nicht Wirklichkeit werden.’
    Wenn ich mit dem Wanderer unterwegs bin, dann sehe ich deutlich wie er die Schwingungen - Resonanzen - erkennen kann, wenn er willkommen ist, wenn er Angst mildern kann, wenn er Freude schenken kann.

    Fazit:

    Das Böse streift durch die Gegend und wurde zumindest zurückgeschlagen, nur um in diesem Teil wieder zu neuer Macht zu gelangen mit all seinen Schergen von Röhrenspinnen bis Knochenschälern. Er hasst den ‚wahren Feind‘ und den ‚Feind‘, die sich gegen ihn verbündet haben. Und er ist so sehr von Zweifeln durchzogen, dass ich mich frage, wieso so ein Wesen so viel Angst und Furcht haben kann, wenn es genau das bei den menschlichen Gemütern frisst. Der Ausgang des Buches fühlt sich indes sehr logisch an. Denn gegen einen solchen Gegner kann man kaum gewinnen in dem man auf die Liebe setzt.
    Abgesehen aber davon, hat Bishop eine wunderschöne wattige Erzählweise. Und das meine ich nicht böse, ich finde einfach nur ihr Stil ist echt schön, einladend, ruhig, funkelnd. Ich befürchte aber, dass es im Anshcluß an die ganzen Juwelen vielen Lesern ähnlich wie mir ging und es zu ähnlich war, von kompliziert ganz zu Schweigen. Woraufhin sich dann wohl auch der Verlag dachte: Ach, das verfolgen wir nicht weiter.

    Das Urteil lass ich heute mal von Glorianna Belladonna höchstpersönlich selbst sprechen:
    „Wenn du dich nach Romantik sehnst, Mädchen, dann lies ein Buch.“
  7. Cover des Buches Der alte Patagonien-Express (ISBN: 9783455503999)
    Paul Theroux

    Der alte Patagonien-Express

     (6)
    Aktuelle Rezension von: glowinggloom
    Theroux unternahm 1978 eine Bahnreise von Boston aus, durch die USA, Mittelamerika, die Anden, Buenos Aires, bis nach Esquel/ Patagonien, wo das Schienennetz endete. Natur, Lebensbedingungen der Einheimischen und Reisebedingungen werden anschaulich beschrieben. Frappierend ist die Schilderung der Höhenkrankheit, bei der Fahrt durch die Anden, wobei der Zug bis über 4000 m in die Höhe kraxelt. Der Autor ließt während der Reise und so gibt es auch literarische Episoden und ein ausführlich geschildertes Treffen mit Jorge Louis Borges. Die 500 Seiten lesen sich flüssig, man wird in den abenteuerlichen Reiseverlauf "hineingezogen".
  8. Cover des Buches Der Ketzer der Shonyn (ISBN: 9783442465521)
    Caitlin Sweet

    Der Ketzer der Shonyn

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Die Erde von oben (ISBN: 9783894054083)
    Yann Arthus-Bertrand

    Die Erde von oben

     (25)
    Aktuelle Rezension von: jackdeck
    Ein wunderbares Meisterwerk eines phantastischen Fotografen. ich hab die Ausstellung vor einigen Jahren in London gesehen und war sofort beigeistert. Ob nun die Wüste, der Regenwald oder eine große Metropole Yann Arthus Bertrand versteht die Schönheiten unserer Welt gekonnt in Szene zu setzen. Das Buch steht seit vielen Jahren bei mir im regal und ich nehme es oft und gern zur Hand . Dabei wird einem immer wieder bewusst wie schön unsere Erde ist und wie schützenswert.
  10. Cover des Buches Hinrichtung (ISBN: 9783222134999)
    Werner Stanzl

    Hinrichtung

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Bellis-Perennis
    Dieser Krimi ist der erste einer Reihe rund um den sympathischen Commissario Bruno Vossi, der mit seinem Team in Gorizia stationiert ist.

    Kurz zum Inhalt:

    Es ist August, der Ferragosto (15.08.) naht. Die italienischen Familien planen ihren Urlaub. Die Hitze ist schier unerträglich, da wird unter lautem Glockengeläute ein Mann in der kleinen norditalienischen Stadt Cormons gesteinigt. Steinigung? Das kann nur mit den Islamisten zu tun haben, oder?
    Bevor Commissario Vossi Licht ins Dunkel bringen kann, verdichten sich die Hinweise auf einen solchen Hintergrund. Ein zweiter Mord passiert und wieder ist ein Zusammenhang mit religiösen Motiven sichtbar. Ob Sure des Korans oder Zitate aus der Bibel – Vossi und sein Team ermitteln. Erschwert wird ihre Arbeit durch den bevorstehenden Besuch des Papstes bei der Gedenkstelle der im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten. Auch der Vatikanische Geheimdienst und die NSA aus Rom schalten sich ein und behindern Vossis Arbeit.

    Meine Meinung:

    Werner Stanzl hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Nichts wird reißerisch aufgemacht, obwohl er sich schwieriger Themen annimmt. Seine Art zu Schreiben ist niveauvoll, detailliert und authentisch. Der Ermittler stellt die richtigen Fragen und siegt gewissermaßen durch seine Bauernschläue.

    Die vielen Fäden sind elegant verknüpft und das Ende ist, auch wenn es hier und da eine Überraschung gibt, schön schlüssig.

    Mir gefallen die Seitenblicke auf die Geschichte Triests und Gorizia sehr. Einstmals zu Österreich-Ungarn gehörend, dann zum SHA-Staat (Jugoslawien) später dann zu Italien. Die Familie Vossi, ursprünglich Voss, musste aus der nunmehr jugoslawischen Heimat fliehen und wurden in Italien alles andere als mit offenen Armen empfangen. Dieser Hintergrund lässt Bruno Vossi anders agieren als die „echten“ Italiener. Hin und wieder glaube ich, ein wenig seine Sehnsucht nach Österreich-Ungarn zu verspüren.
    Stanzls Gespür für Land und Leute machen den Krimi zu einem besonderen Leseerlebnis.

    Die Charaktere sind anschaulich dargestellt. Vossi wird als
    „Werbefigur auf den Plakaten für Birra Moretti“ beschrieben, der gerne gut ist und sich an lokalen Spezialitäten labt. Er ist das krasse Gegenteil zu den Mitarbeiten der Sicherheitsabteilungen des Vatikans bzw. Roms, die „zuerst schießen und dann fragen.

    Fazit:

    Fünf Sterne und eine klare Empfehlung für Freunde des gepflegten Kriminalfalls mit Niveau.
  11. Cover des Buches Die Schrecken des Eises und der Finsternis (ISBN: 9783104032061)
    Christoph Ransmayr

    Die Schrecken des Eises und der Finsternis

     (112)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87

    Ich bin irgendwie ganz zwiegespalten, was dieses Buch angeht: Einerseits finde ich das Thema unglaublich interessant und verschlinge alles Mögliche zu Expeditionen und dem Forschergeist jener Zeit. Es beeindruckt mich wirklich sehr, welche Strapazen Menschen seit jeher auf sich nehmen, um Unbekanntes zu entdecken und zu erforschen. Dies wird im historischen Tagebuch-artigen Teil des Buches über eine Polarexpedition in den 1870er Jahren auch deutlich: Es geht darum, wie die Schiffsbesatzung mit Krankheit, Tod, Mangelernährung und psychischem Druck zu kämpfen hat und wie die Expedition aus wissenschaftlicher Sicht abläuft. Der andere Teil des Buches, ein fiktiver Roman im Hier und Jetzt, soll aufzeigen, wie anders es heutzutage ist. Da will jemand dem früheren Forschergeist nachspüren und merkt, dass die Leute so etwas gar nicht mehr interessiert, ohnehin fast schon alles erforscht ist und die neuen Technologien und Annehmlichkeiten eben auch ein ganz anderes Reise- und Expeditionsverhalten mit sich bringen. Die Idee, die beiden Zeitebenen gegenüberzustellen, um die Unterschiede und Entwicklungen deutlich zu machen, finde ich klasse, aber irgendwie führt der fiktive zweite Teil nicht so richtig zum Ziel... Er plätschert eher vor sich hin, kann den eindringlichen Schilderungen des historischen Teils bei Weitem nicht das Wasser reichen und bleibt beim Leser nicht hängen. Da es nicht so richtig funktionieren will, wäre vielleicht ein reines Tagebuch der Expedition besser gewesen.

  12. Cover des Buches Rußland: Wüsten und Berge (ISBN: 9789061820666)
    George Saint George

    Rußland: Wüsten und Berge

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Tod auf dem Jakobsweg (ISBN: 9783499258947)
    Petra Oelker

    Tod auf dem Jakobsweg

     (47)
    Aktuelle Rezension von: Armillee
    Und noch ein Buch über den Jakobsweg.
    Und wieder habe ich beim Lesen Lust bekommen, auch einmal diese Reise zu unternehmen.
    Ein Krimi mit allen möglichen Fakten. Was meinem Lesefluss einen großen Abbruch tat : es wurde jede noch so kleine Kirche, sowie sämtliche Sehenswürdigkeiten auf dem Jakobsweg bis zum Erbrechen beschrieben. Eigentlich ist es mehr ein Sachbauch / Reiseführer, als alles andere.
    Dennoch kam gut rüber, wie beschwerlich jeder Kilometer werden kann und wie verschieden die Menschen damit umgehen.
  14. Cover des Buches Lonely Planet Reiseführer Bali, Lombok & Nusa Tenggara (ISBN: 9783829748018)
    Ryan Ver Berkmoes

    Lonely Planet Reiseführer Bali, Lombok & Nusa Tenggara

     (4)
    Aktuelle Rezension von: cornflake

    Ich bin mal wieder von der Qualität und dem Inhalt des Reiseführers von LP mehr als zufrieden. 
    Man erhält mit diesem Buch alles was man für eine geplante Balireise benötigt, sei es vorgeschlagene Routen oder Tipps und Hinweise zu Unterkünften und Restaurants vor Ort. Es wird einem alles geboten um seine Reise perfekt zu gestalten. Allein mit diesem Reiseführer würde ich meine Balireise nicht planen, da dieser Reiseführer nicht ganz so umfassende Informationen bieten kann, aufgrund der "geringeren" Seitenanzahl, reicht für mich jedoch erstmal für eine sehr gute Grundlage aus. Auch, dass inmitten des Buches auch Bilder der kulinarischen Spezialitäten vorhanden sind finde ich klasse, da der Leser sich somit einen ersten Eindruck verschaffen kann, was in Bali so auf den Teller kommt.Unbedingt mitnehmen sollte man diesen Planer definitiv, da er vor Ort sehr große Hilfe bietet, für Sehenswürdigkeiten oder Restaurants. Was ich auch toll finde ist, dass am Ende des Buches ein kleiner Reisesprachführer vorhanden ist und man somit ein paar Wörter erlernen kann.  Ein hilfreiches Produkt, das die volle Punktezahl verdient hat!
  15. Cover des Buches Daidalos - Das Labyrinth des (ISBN: 9783869634289)
    Ursi Breidenbach

    Daidalos - Das Labyrinth des

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Fynigen

    Nachdem sich Romy nach vielen Jahren von ihrem Freund Martin auf unschöne Weise getrennt hat, ist sie erst mal bei ihrer Freundin Astrid in der Steiermark untergekommen, und muss auf Astrids "Befehl" hin, auch vorerst bei ihr bleiben. Aber nicht nur das, Astrid ist auch sehr fleissig bei der Suche nach einem neuen Job für Romy, denn ihren alten Job, in einer Kunstgalerie hatte sie gekündigt, um ihren Traum einer eigenen Galerie umzusetzen. Seit der Trennung begleiten Romy Träume ihrer verstorbenen, und über alles geliebten Großmutter Amalia. Sie sind so real, dass Romy nicht weiß ob sie schläft oder tatsächlich wach ist. In einem dieser Träume schickt ihr ihre Großmutter "Zeichen". Johannson, sagt sie. Dies begreift Romy aber erst am nächsten Morgen als sie die Job Seite der Zeitung aufschlägt und eine Annonce der Baufirma Johannson sieht. Nur wieso um alles in der Welt hat ihre Großmutter den Namen im Traum erwähnt??? Astrid beschließt kurzerhand, dass sich Romy dort bewerben muss, denn schließlich ist Architektur ja auch Kunst. Als Romy dann auch noch tatsächlich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen wird, das auf dem schnellst möglichen Wege stattfinden soll, will sie schon absagen, was Astrid aber nicht zu lässt. Der Senior Chef der Firma, der das Gespräch führt, gibt nicht eher auf, als bis dass Romy die Stelle annimmt. Wieso um alles in der Welt war er so darauf versessen, dass eine Kunsthistorikerin in seiner Firma in der Kreativ-Abteilung anfängt??? Romy kann sich dies alles nicht erklären, da die neuen Kollegen jedoch super freundlich sind, beschließt sie erstmal zu bleiben, und sich dann nach einem Job in ihrer Branche umzusehen. Doch als plötzlich der unsympathische Junior-Chef vor ihr steht, der wohl überhaupt nicht einverstanden damit ist, dass sein Vater Romy einfach eingestellt hat, wendet sich das Blatt für Romy. Wie wird es nun für sie in der Steiermark weitergehen, und was haben plötzlich die vielen Träume von ihrer Großmutter zu bedeuten?

    Der Einstieg in das Buch ist langsam und gemütlich. Man erfährt einiges über Romy und ihre Leidenschaft. Dann steigt die Spannung langsam an und nimmt immer mehr zu, so dass man als Leser die Protagonisten deutlich vor Augen hat, und ein schönes Kopfkino beginnt. Man fühlt und leidet mit Romy mit, ständig begleitet von der Frage : Was haben diese Träume zu bedeuten, und wieso ist der Juniorchef so abweisend zu ihr?

    Es ist definitiv ein Buch, das man geniesen muss! Keines für zwischendurch mal zum schnell lesen. Ein Buch von dem man auch über mehrer Tage etwas hat, da es keine alltägliche Chick-Lit Lektüre ist, sondern einen gehobeneren Anspruch hat. Trotzdem ist es nicht abgehoben. Im Gegenteil, Romy ist eine sehr bodenständige junge Frau, die nicht auf materielle Werte steht, denn damit hat sie bisher durch ihren Ex-Freund nur schlechte Erfahrungen gemacht, sondern selbständig versucht sich wieder ein neues Leben aufzubauen, und die Vergangenheit zu vergessen versucht.

     

    Absolute Leseempfehlung von mir!

  16. Cover des Buches Landschafts-Impressionen (ISBN: 9783841062178)
    Bernadette Mayr

    Landschafts-Impressionen

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Splash 19: The Illusion of Light (Splash: The Best of Watercolor) (ISBN: 9781440352409)
  18. Cover des Buches Wort für Wort (ISBN: 9783442492701)
    Elizabeth George

    Wort für Wort

     (37)
    Aktuelle Rezension von: FabAusten
    Es gibt wohl zwei Typen von Schriftstellern. Diejenigen, die drauflos schreiben und sich von ihrer eigenen Kreation überraschen lassen. Und die anderen, die Geschichte, Plot und Figuren akribisch planen und dann erst mit dem Schreiben beginnen. Während Stephen King zur ersten Gruppe gezählt werden kann, vertritt Elizabeth George die zweite.

    Wort für Wort gibt die Krimiautorin einen Überblick über die Bestandteile eines Romans, den Aufbau des Plots, das Handwerk der Schriftstellerei sowie Einblicke in ihre eigenen Arbeitsmethoden und ihren Werdegang. Die theoretischen Erklärungen werden anhand literarischer Beispiele verdeutlicht.

    Zum einen erfährt der geneigte Leser und angehende Schriftsteller viel über die Grundlagen des Schreibens. Andererseits, und das trifft auf alle Schreibratgeber zu, ist für bereits informierte Leser wenig Neues dabei. Nichtsdestotrotz wird vorhandenes Wissen vertieft. Dazu dienen auch die Auszüge aus Georges Romanen oder denen anderer Verfasser. Allerdings sind die Passagen überaus zahlreich vorhanden und fallen darüber hinaus häufig recht umfangreich aus. Um etwas zu verdeutlichen, bedarf es nicht eines Beispiels, dass sich über mehrere Seiten erstreckt. Hierdurch entstehen immer wieder Längen. Schade auch, dass George soviel von ihren eigenen Werken preisgibt (u.a. wer der Mörder in einem davon ist).

    Obwohl die meisten Tipps für Romane aller Genres gelten, steht doch das Verfassen von Krimis ein wenig im Mittelpunkt. Da es sich um die Kernkompetenz der Autorin handelt und Wort für Wort auf ihren persönlichen Erfahrungen und Arbeitsweisen beruht (was auch immer wieder betont wird), ist dies wenig überraschend. Auch in Puncto „Recherche“ spiegelt sich die persönliche Herangehensweise sowie die privilegierte Situation der Autorin wider. Es ist wohl nicht jedem Schriftsteller (finanziell) möglich, die realen Schauplätze seiner Werke zu besuchen. Oder wie im Falle von Elizabeth George mit Regierungsbeamten, ehemaligen US-Präsidenten oder anderen Experten zu sprechen. Sollte er deswegen auf seine Idee bzw. Thema verzichten? Besonders heutzutage können doch Wissenslücken auf diverse Weisen gefüllt werden.

    Es wird gezeigt, dass ein guter Roman nicht mal eben so geschrieben werden kann, sondern durchaus viel Arbeit und Schweiß erfordert. Es ist eben eine Kunst. Mitunter entsteht aber auch der Eindruck, Elizabeth George wolle eher vom Schreiben abraten als zu motivieren. Letzteres gelingt Stephen King mit Das Leben und das Schreiben zumindest weitaus besser.

    Elizabeth George informiert umfangreich und eloquent über das Schreiben und gibt interessante Einblicke in ihre Arbeit. Inwieweit beides hilfreich und relevant für die eigene Herangehensweise ans Schreiben ist, muss jeder Jungautor für sich ausloten.
  19. Cover des Buches Heimatatlas für die Provinz Schlesien (ISBN: 9783939102021)
  20. Cover des Buches Planet Wüste (ISBN: 9783868737097)
    Michael Martin

    Planet Wüste

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Dr_M
    Dieser Satz stammt aus dem Vorwort des Autors, und er erklärt, warum Michael Martin ein solch grandioses Buch zustande bringen konnte. Seine Begeisterung für die Wüsten dieser Welt entstand schon sehr früh. Aber erst ab 2009 trieb es ihn sechs Jahre lang auf 40 Reisen durch seine Sehnsuchtsgebiete, um an einem Projekt zu arbeiten, dessen Resultat dieser gewaltige Bildband ist.

    Wir Mitteleuropäer kennen in unserer Gegend keine Wüsten. Wie Martin tangieren wir vielleicht einmal bei einem Urlaub in Nordafrika die Sahara, um dann bei einem Ausflug ähnlich wie der Autor einst in seiner Jugend diese beeindruckenden Sandlandschaften zu bestaunen. Die Tatsache, dass fast die Hälfte der Landfläche der Erde von Wüsten bedeckt ist, scheint in unserer Vorstellung von der Welt noch nicht angekommen zu sein. Vielleicht liegt das auch daran, dass wir uns immer nur Sandwüsten vorstellen, wenn es um den Begriff Wüste geht. Doch Martin versteht unter Wüsten vegetationslose Gebiete, was selbstverständlich sinnvoll ist. Dann aber zählen die Kältezonen um die Erdpole natürlich auch zu den Wüstengebieten.

    Und wenn man sich damit erst einmal angefreundet hat und den Blick über die Erde hinaus auf unser Sonnensystem richtet, dann bestehen einige Planeten und deren Monde in diesem Sinne ausschließlich aus Wüsten. Deshalb verwundert es nicht, wenn dieses Buch mit einem kurzen Streifzug durch diese Planeten beginnt und ein großes Bild des Merkur an den Anfang stellt. Nach wenigen Seiten ist diese Exkursion allerdings schnell beendet, und Martin widmet sich dann der Erde. Zunächst erklärt er kurz die zonale Gliederung der Erde und die verschiedenen Wüstentypen, um sich anschließend nach dieser Gliederung mit den einzelnen Zonen und deren Wüsten zu befassen. Er geht dabei von Norden nach Süden vor - von der Arktis über die Wüsten der Nord- und Südhalbkugel bis zur Antarktis.

    Nach Martins Definition existieren selbst auf Island Wüsten, ebenso wie im Pamirgebirge und im Himalaya. Vielleicht empfindet man diese Geröll- und Gesteinswüsten nicht als Wüsten, weil wir immer Sand vor uns sehen, wenn wir den Begriff Wüste hören. Die großen Sandwüsten Asiens, Südamerikas und Afrikas kennt man vielleicht vom Nahmen her. In diesem Buch findet man neben kurzen Beschreibungen vor allem viele unglaublich schöne Fotografien, die nicht nur die Landschaften, sondern auch die Menschen zeigen, die in diesen Gebieten leben. Es ist immer wieder faszinierend, wie anpassungsfähig nicht nur die lebende Natur, sondern eben auch der Mensch als Teil von ihr ist.

    Am Ende des Buches findet man dann ungefähr 60 Seiten Texte, die von verschiedenen Autoren stammen und die wissenschaftlichen Hintergründe zum Thema Wüsten von verschiedenen Gesichtspunkten aus beleuchten.

    Die Mühen und der Aufwand, den Michael Martin und seine Mitstreiter für dieses Buch auf sich nahmen, haben sich ohne jeden Zweifel gelohnt. Entstanden ist ein faszinierendes und umfassendes Bild der Wüsten unseres Planeten, das nicht nur informativ und lehrreich, sondern vor allen Dingen auch ein ästhetischer Genuss ist.
  21. Cover des Buches Neuseeland (ISBN: 9783829703017)
    Stefan Huy

    Neuseeland

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches von der überwindung der eiszeit in den gefühlen (ISBN: 9783942829014)
    Nepomuk Ullmann

    von der überwindung der eiszeit in den gefühlen

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Phil_Skurril
    Selten geworden ist sie, die wirklich gute Lyrik. Hier in den Arbeiten dieses Autors finden wir sie noch. Die große Kunst mit sorgsam ausgewählten Worten verborgene Welten zu beleuchten. Eben gerade so, wie ein Blitz die nächtlichen Landschaften für einen kurzen Moment erhellt, bevor sie sich wieder in Dunkelheit verwandelt.

  23. Cover des Buches Ton Schulten 2010 Super Poster Calendar (ISBN: 9783832737078)
    Ton Schulten

    Ton Schulten 2010 Super Poster Calendar

     (1)
    Aktuelle Rezension von: kfir
    Die Gemälde der Niederländers Ton Schultens zeichnen sich neben den durch plakative Balken aufgebauten Landschaftsmotiven durch die überbordende und leuchtende Farbigkeit seiner Bilder aus. Dieser grossformatige Kalender bringt die Bilder alleine schon dadurch zum leuchten, dass die Motive auf ausreichend breitem schwarzem Hintergrund wiedergegeben werden. Die Kalendereinteilung tritt am unteren Bildrand mit weisser Farbe dezent in den Hintergrund, dennoch gross genug, um noch gut lesbar zu erscheinen. Die Bilder sind auf sehr schönen Papier mit kräftigen Farben wiedergegeben, die auch bei späterer gerahmter Nutzung nicht schnell verblassen. Die Spiralheftung und die intergrierte Öse sind stabil und fransen nicht leicht aus. Ein toller, farbenfroher Kunst-Kalender, seit einigen Jahren immer wieder ein schöner Blickfang.
  24. Cover des Buches Alaska (ISBN: 9783765440540)
    Bernd Römmelt

    Alaska

     (3)
    Aktuelle Rezension von: michael_lehmann-pape
    Beeindruckender Bildband

    „Die Arktis ist eine eigene Welt. Im Sommer scheint die Sonne 24 Stunden, im Winter ist sie für mehrere Wochen überhaupt nicht zu sehen. Auch die Tierwelt verändert sich, Felle und Federn werden weiß“.

    Diese ganz eigene Welt darzustellen mit ihren, trotz des „Weiß in Weiß“ vielfachen Facetten von Landschaft und Tierwelt, das ist Bernd Römmelt in diesem Bildband ganz hervorragend gelungen.

    Wobei, so ganz „Weiß in Weiß“ stimmt das ja auch gar nicht mit der Flora und Fauna in Alaska. Nimmt man alleine den beindruckenden Moschusochsenbullen (gemeinsam mit dem Eisbär der „König der Arktis“, der doppelseitig die Mitte des Buches markiert, dann erhält man durchaus intensiven Eindruck von der Urwüchsigkeit der Arktis. Die Römmelt mit vielen anderen Perspektiven im Buch immer wieder beeindruckend ins beste Licht zu rücken versteht.

    Die beiden spielenden jungen Eisbären, deren „Spielplatz“ das riesige Skelett eines Grönlandwals ist, die farbprächtige (im Sommer), bunte Tundra des North-Slope, aber auch die umfassend in Schnee und Eis Eingepackten“ Bäume am Yukon River, neben einem Wolf auf fast üppig gedeihender Steppe, krass sind die Gegensätze in der Arktis zwischen Sommer und Winter, ewigem Eis und Randgebieten.

    Ein Abschnitt der Erdkugel, der wohl dichten Regenwald auf Baranov Island in sich trägt, wie ewige Gletscher eines bis zum Horizont reichenden ewigen Winters.

    Immer wieder erhellt durch die einzigartige Vielfalt der Polarlichter, die Römmelt intensiv in Bilder bannt.

    Schwärme von Vögeln, majestätische Adler, tiefe Gletscherspalten, Berge in blutigem Sonnenrot, Bären auf Nahrungssuche, Robbenschwärme auf dem Weg aus dem Meer auf den Felsen, einsame Schneelandschaften und belebte Wälder, vielfach und vielseitig zeigt sich Alaska und ebenso vielfach und vielseitig portraitiert Römmelt die Arktis.

    Erläutert durch informative und die jeweiligen Bilder erläuternden Texte gelingt so ein lebendiger Eindruck dieser „letzten echten Wildnis“ des Planeten.

    Eine sehr empfehlenswerte und beeindruckende Bild-Lektüre.

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