Bücher mit dem Tag "langeweile"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "langeweile" gekennzeichnet haben.

277 Bücher

  1. Cover des Buches Inferno (ISBN: 9783404169757)
    Dan Brown

    Inferno

     (1.458)
    Aktuelle Rezension von: JulieG

    Seit einiger Zeit habe ich nun schon "Inferno" von Dan Brown in meinem Bücherregal stehen. Nachdem mir die ersten Bände bereits richtig gut gefallen haben, war ich nun gespannt, wie mir der vierte Teil gefallen wird. Und was soll ich sagen: Bis jetzt ist es mein Lieblingsband. Was vor allem auch mit der sehr aktuellen Thematik zusammenhängt - und das, obwohl das Buch bereits vor 8 Jahren erschienen ist. 

    Inhalt: 

    Mein Geschenk ist die Zukunft. Mein Geschenk ist die Erlösung. Mein Geschenk ist ... Inferno

    Robert Langdon, Harvard-Professor für Symbologie, erwacht mit einer Schusswunde in einem Krankenhaus in Florenz und kann sich nicht an die letzten zwei Tage erinnern. Doch viel Zeit zur Erholung bleibt ihm nicht, denn nach einem Anschlag muss er mit der jungen Ärztin Sienna Brooks in deren Wohnung flüchten. Dort stellt sich heraus, dass Langdon dabei war, die versteckte Botschaft in einem jahrhundertealten Gemälde zu Dantes "Inferno" zu entschlüsseln. Die Spur führt sie in den Palazzio Vecchio, wo sie sich von Dantes Totenmaske konkretere Hinweise erhoffen, doch diese ist gestohlen worden. Nun beginnt eine Jagd durch halb Europa, bei der Langdon die Maske wiederfinden und einen perfiden Plan vereiteln muss.
    (Quelle: www.luebbe.de

    Meine Meinung: 

    Nachdem mich die ersten Seiten des Buches sehr verwirrt haben und ich bereits die Hoffnung verloren hatte, das mir das Buch gefallen könnte, wurde die Geschichte ab Seite 50 für mich immer spannender und interessanter. Wie immer begleiten wir Robert Langdon durch verschiedene Stätte und lernen etwas über die Geschichte, Kunst und Kultur des jeweiligen Landes. "Inferno" spielt zu großen Teilen in Florenz, aber auch eine weitere italienische Stadt und sogar noch ein anderes Land stehen im Mittelpunkt des Geschehens - an dieser Stelle möchte ich aber nicht spoilern. 

    Besonders die Aktualität des Geschehens ist es, die mich fasziniert und zugleich schockiert hat. Auch die Informationen zu Dantes "Göttliche Komödie" fand ich, als studierte Germanistin, sehr interessant, allerdings hätten diese Stellen nach meinem Geschmack auch noch häufiger im Buch auftreten können. 

    Die Handlung an sich war - objektiv gesehen - schon sehr in die Länge gezogen. Allerdings versteht Dan Brown sein Handwerk so gut, dass man die Länge der Handlung erst bemerkt, wenn man sich rückblickend überlegt, was eigentlich passiert ist. Während des Lesens wird man so in die Verfolgungsjagden und Erkundungen des Buches hineingezogen, dass man gar keine Zeit hat, über die Handlung und ihr Fortschreiten nachzudenken. 

    Jeder, der die anderen Bänder der Robert-Langdon-Reihe mag, wird auch "Inferno" mögen. Und für alle, die noch nix von Dan Brown gelesen haben: Ändert es! Ihr verpasst sonst etwas wirklich Gutes!

  2. Cover des Buches Opposition - Schattenblitz (ISBN: 9783551583444)
    Jennifer L. Armentrout

    Opposition - Schattenblitz

     (1.634)
    Aktuelle Rezension von: Buechersmartiii

    Daemon&Katy - I will miss you!!!

    Katy kann es nicht glauben, dass Daemon sie verlassen hat, um sich der Gruppe von Lux anzuschließen, die auf die Erde gekommen sind. Sie weiß nicht wieso, aber klar ist das diese Lux nichts Gutes im Schilde führen. Wahrscheinlich wollen sie die Weltherrschaft. Katy und ihre Freunde müssen das verhindern und lassen sich auf gefährliche Pläne ein und sie will Daemon, Dawson und Dee zurück! Doch erstmal hat sie nur die Unterstützung von Luc, Archer und Beth. Nun geht es richtig zur Sache und wenn ihre Pläne scheitern, hat die gesamte Welt ein Problem... 

    Die epische Schlacht um die Weltsicherheit beginnt - erst im Untergrund - doch dann tut die Truppe das Unglaubliche!!

    Typisch Fantasy beginnt in diesem Band die epische Schlacht - manchmal mag das ja klischeemäßig sein, doch es war wundervoll - also bis auf das Morden und Töten der Alieninvasion.

    Leider hat Kat in diesem Band viele Verluste zu betrauern, sodass auch mein Herz anfing zu bluten, obwohl mir nicht alle Charaktere so nahe standen.

    Die letzten Seiten nahmen mir dann auch nochmal die Luft - denn eine unerwartete Gefahr hat sich doch noch im Verborgenen gehalten und kam erst ganz zum Schluss ans Licht.

    Die Kapitel sind wieder abwechselnd aus Daemons und Kats Sicht, die beiden sind so süß zusammen, dass es mir wirklich Herzschmerz bereitete.

    Da es nun auf's Ganze geht wird alles viel stressiger, doch die beiden haben starke und widerstandsfähige Persönlichkeiten, sodass sie es durchstehen!

    Alles in allem ein mehr als würdiges Ende für die romantischste Reihe, die ich je gelesen habe. 

    Ich bin Jennifer L Armentrout wirklich dankbar für diese Reihe, die mich so sehr berührt und bewegt hat.


  3. Cover des Buches Tintentod (ISBN: 9783791504766)
    Cornelia Funke

    Tintentod

     (2.773)
    Aktuelle Rezension von: KatelynErikson

    So Band 3 der Trilogie - endlich ein Ende.


    Es war sehr langsamtig, sodass ich fast ein Jahr an diesem Buch gesessen habe. Leider war es absolut nicht meins. Es hat sich unendlich gezogen, die Figuren haben genervt und locker 200 Seiten hätten gestrichen werden können und das ohne, dass es Inhaltlich gefehlt hätte.

    Dass eine Figur kurzzeitig etwas böser war, fand ich sehr erfrischend und sehr gut - aber ... mehr auch nicht. Meggie hat unfassbar genervt, ebenso ihre Mutter. Mo war mal okay, mal überflüssig und sonst war alles einfach .... nicht meins. Nach Band 2 hatte ich große Hoffnungen, dass es besser werden würde. Manche Abschnitte waren das auch, aber leider nur manche und auf die Dicke des Buches gesehen viel zu wenige.

  4. Cover des Buches Tschick (ISBN: 9783499256356)
    Wolfgang Herrndorf

    Tschick

     (2.743)
    Aktuelle Rezension von: lion1381

    Klappentext:

    Ein klappriges Auto kam die Straße runtergefahren. Es fuhr langsam auf unser Haus zu und bog in die Garagenauffahrt ein. Eine Minute stand der hellblaue Lada Niva mit laufendem Motor vor unserer Garage, dann wurde der Motor abgestellt. Die Fahrertür ging auf, Tschick stieg aus. Er legte beide Ellenbogen aufs Autodach und sah zu, wie ich den Rasen sprengte. ‹Ah›, sagte er, und dann sagte er lange nichts mehr. ‹Macht das Spaß?›' Mutter in der Entzugsklinik, Vater mit Assistentin auf Geschäftsreise: Maik Klingenberg wird die großen Ferien allein am Pool der elterlichen Villa verbringen. Doch dann kreuzt Tschick auf. Tschick, eigentlich Andrej Tschichatschow, kommt aus einem der Asi-Hochhäuser in Hellersdorf, hat es von der Förderschule irgendwie bis aufs Gymnasium geschafft und wirkt doch nicht gerade wie das Musterbeispiel der Integration. Außerdem hat er einen geklauten Wagen zur Hand. Und damit beginnt eine Reise ohne Karte und Kompass durch die sommerglühende deutsche Provinz, unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huck Finn.

    Meine Meinung:

    Von Büchern die wir in der Schule zum Lesen bekommen bin ich im Allgemeinen nicht so begeistert, aber dieses Buch stellt neben Warcross 1 die Ausnahme. 

    Der Anfang war ziemlich verwirrend und ich muss sagen, dass der anfang auch etwas komisch war. Nachdem man allerdings in das Buch rein gekommen ist, war es ziemlich unterhaltsam, interessant und witzig. Bei den Dingern die tschick da raus gehauen hat hätte ich mich manchmal wegschmeisen können.

    An dem Buch mochte ich besonders das es so zeitlos ist. In 20 Jahren werden Kinder wieder dieses Buch zum Lesen bekommen und sie werden sich über den unvorteilhaften Klappentext und den komischen Anfang aufregen, aber wenn sie das Buch gelesen haben, werden sie im Zauber dieses Buches gefangen sein. Das Buch passt für jedes Alter und für jedes Geschlecht.

    Abenteuerlich, zeitlos, interessant. Mit diesen Worten würde ich das buch beschreiben. Und ich denke diese Worte passen sehr gut zu dem Buch.  

    Bewertung und Fazit:

    Dieses Buch wird in meinem Regal einen Ehrenplatz bekommen. Und ich kann es nur jedem ans Herz legen. Lest es, liebt es, lasst euch verzaubern. 5 von 5 Sternen und eine ganz, ganz klare Leseempfehlung.

  5. Cover des Buches Limit (ISBN: 9783596184880)
    Frank Schätzing

    Limit

     (582)
    Aktuelle Rezension von: fischwolf

    Das Buch ist ein Thriller und ein SciFi-Roman. Man hätte wohl zwei Bücher draus machen können. Dann wären sie vielleicht auch nicht so dick geworden, was ja gelegentlich Leute vom Lesen abhält.

    Mich hat es nicht abgehalten, was ich nicht bereue. Ich hatte eine gute Zeit mit spannender Unterhaltung mit dem Buch, war im Schanghai der Zukunft und auf dem Mond in einem toll ausgedachten Hotel.

    Kurz zum Inhalt: Ein Privatmann hat Kraft und Ideenreichtum, eine neue Energiequelle nutzbar zu machen, Helium-3. Der Rohstoff ist auf dem Mond zu finden. Der Abbau wird erst wirtschaftlich, als eben jener kühne Unternehmer einen Weltraumaufzug baut und zur Energieerzeugung den passenden Fusionsrektor. Nebenbei erschließt er dabei noch ein neues Zielgebiet für den Tourismus.
    Die etablierte, auf Öl basierende Energieindustrie leidet darunter sehr. In dem Spannungsfeld zwischen alt und neu gibt es genug Stoff für den Thriller, denn man versucht mit allerlei Gewalt, das Neue zurückzuwerfen.
    Die Figuren sind glaubhaft für mich. Privatdetektiv, pfiffige junge Dame, durchgeknallter Terrorist, sehr menschlicher chinesischer Tech-Unternehmer und der bunte Strauß an reichen Leuten, die auf den Mond eingeladen werden und mit mir gemeinsam die tollen Errungenschaften der Zukunft erleben dürfen. 

    Ab und wird mir etwas zuviel zerstört und werden zuviele Leute getötet. Thriller eben.

  6. Cover des Buches Schändung (ISBN: 9783423214278)
    Jussi Adler-Olsen

    Schändung

     (1.492)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Brigitte

    Teil II einer Reihe (Sonderdezernat Q)

    „Sie wollten wie die Bande in >Clockwork Orange< sein. Gleichgültig gegenüber ihrer Umgebung. Permanent auf der Jagd nach Nervenkitzel und Grenzüberschreitungen. Verwegen und gnadenlos.“ (S. 102)

    Lange stand dieses Buch ungelesen in meinem Regal, offensichtlich hat mich der Titel abgeschreckt, denn am Autor liegt es definitiv nicht. Jussi Adler-Olsen ist ein Meister seines Fachs und seine Carl Mørck-Reihe besteht durchweg aus Bestsellern.

    FASANENTÖTER lautet der wörtlich aus dem Dänischen übersetzte Titel. Von diesem harmlos klingenden Titel darf der Leser sich nicht verwirren lassen. Dieser Psychothriller ist alles, aber nicht harmlos. TRIGGER-Warnung: Sadismus ist der Themenschwerpunkt in diesem Thriller!

    Eine Gruppe Eliteschüler, die für ihre Gewaltorgien aller „Uhrwerk Orange“ aufgefallen ist, steht unter Mordverdacht. 20 Jahre später: Eine Frau mit zerstörter Seele. Drei mächtige Männer, die ihr nach dem Leben trachten. Der zweite Fall für Carl Mørck.

    Inhalt

    Carl Mørck findet nach seinem wohlverdienten Urlaub auf seinem Schreibtisch plötzlich eine Akte – einen Cold Case, der aber scheinbar aufgeklärt ist. Zwei Jugendliche wurden vor 20 Jahren in einem Sommerhaus tot aufgefunden, neun Jahre später gibt ein Mann zu, die beiden ermordet zu haben. Der Fall scheint gelöst. Doch warum taucht die Akte nun wieder auf? Wer glaubt nicht an die Geschichte des Verurteilten?

    Carl Mørck und sein Assistent Hafez el-Assad fangen an zu ermitteln. Eine Gruppe junger Internatsschüler wurde damals verdächtigt. Heute bekleiden drei von ihnen hochrangige Posten in Politik und Wirtschaft mit Beziehungen zu höchsten Polizeikreisen. Kein Wunder, dass die Ermittlungen des Sonderdezernats bald darauf von oberster Stelle verboten werden. Wie soll Carl unter diesen Voraussetzungen den Cold Case auflösen?

    Protagonisten

    Carl Mørck und sein Sonderdezernat Q haben durch ihren ersten Fall, um die verschollene Merete Lyngaard, an Prestige gewonnen. Das Team bekommt Zuwachs – eine junge Sekretärin namens Rose Knudson, die anfängt ihren Chef Carl gehörig zu nerven. Bald merkt sie aber, dass fehlende Tische und Stühle in den Kellerräumlichkeiten nur ein untergeordnetes Problem darstellen.

    Das Ermittlerteam ist durchweg sympathisch. Die schroffe Kalter-Hund-Natur des Vizekriminalkommissars Carl Mørck wird durch die liebenswürdige, lebensfrohe Art von Assad kontrastiert. Es ist ein Fest, den beiden bei ihren Unterhaltungen „lauschen“ zu können.

    Die Jugendclique um Kirsten-Marie Lassen, Bjarne Thøgersen, Kristian Wolf, Ditlev Pram, Torsten Florin und Ulrik Dybbøl Jensen steht im Mittelpunkt der Ermittlungen. Die letzten Drei vergnügen sich beim Jagen in einem privaten Wald zusammen mit anderen hochrangigen Persönlichkeiten der High-Society Dänemarks (daher der Name Fasanentöter). Die Machenschaften der Freunde haben mich erschüttert. Sie agieren brutal, ungnädig und sadistisch. Kirsten-Marie Lassen, genannt Kimmie, nimmt einen Hauptpart in diesem Roman ein. Eine starke Frauenfigur, ähnlich der Merete Lyngaard aus dem ersten Teil. Sie ist geprägt durch ihre, alles andere als normale, Jugendzeit. Wegen dieser Figur bezeichne ich diesen Roman als Psychothriller. Kimmie ist eine Protagonistin, die einen Knacks weg hat. Beim Lesen schüttelte ich oft den Kopf über ihre Gedanken und Handlungen, doch ich habe auch mitgelitten.

    Schreibstil

    Jussi Adler-Olsen konstruiert seinen Roman, wie den Vorgänger, mit mehreren Perspektiven, die einander ergänzen. Doch im Unterschied zu „Erbarmen“ findet sich im Nachfolger ein komplexeres Konstrukt aus Sichtweisen. Im Stile des Allwissenden Erzählers erzählt Adler-Olsen die parallelen Handlungsstränge vom Ermittler Mørck; von einer selig geschundenen Frau; und von den drei befreundeten Männern, deren Vergangenheit sie nie losgelassen hat.

    Fazit

    SCHÄNDUNG von Jussi Adler-Olsen ist ein Psychothriller, der mir nachhaltig im Gedächtnis bleiben wird. Man stelle sich die Clique aus „Clockwork Orange“ vor, die ihren Sadismus ausleben und ungestraft davonkommen, da sie Angehörige der dänischen Oberschicht sind. Zwar geht es in diesem Thriller weder um Beethovens Kompositionen noch um eine Kritik der Medien, aber dafür besticht er mit nachvollziehbaren Charakteren, einer erschütternden Thematik & einem gelungenen Plot. Gerade als Frau hat mich dieser Psychothriller bewegt und erschüttert, ich konnte ihn nicht mehr aus der Hand legen & finde das Ende sehr befreiend, wenn auch vorhersehbar. Ein Thriller der Marke: Zu was können Menschen fähig sein?!

     

    SCHÄNDUNG| Jussi Adler-Olsen| 2. Teil der Carl-Mørck Reihe| übersetzt aus dem Dänischen von Hannes Thiess| dtv Verlag| 2010| 459 Seiten| 14,99€

  7. Cover des Buches Der Fänger im Roggen (ISBN: 9783499235399)
    J. D. Salinger

    Der Fänger im Roggen

     (1.501)
    Aktuelle Rezension von: CarolinHafen

    Ich habe das Buch in meinen Zwanzigern zum ersten Mal gelesen. Damals habe ich Holden nicht verstanden. In meiner Erinnerung ist er ein unsympathischer Jammerlappen. Nun, mit über dreißig Jahresringen am Leib (man wächst ja, nech?) sehe ich das anders. Und bleibe dabei: Bei manchen Büchern lohnt sich das wieder-lesen. Holden Caulfield als unreifes Bübchen zu bezeichnen greift zu kurz, es ist zu leicht. 

    Allein der Name. Holden – to hold – festhalten. 

    Caulfield – der Netzfänger. 

    Der Name spricht, er sagt mir viel über die Figur. Und über die Gründe, warum „Der Fänger im Roggen“ eine zeitlose Geschichte ist. 

    Holden ist von der Schule geflogen. Er ist nicht dumm, daran liegt es nicht. Er weiß, was von ihm erwartet wird. Er weiß es genau. Aber er hat keine Lust diesen Erwartungen zu entsprechen. Er hat den (wiederholten) Rausschmiß provoziert. Es ist Freitag Abend, seine Eltern erwarten seine Rückkehr vom Internat erst am Mittwoch. Und so treibt er wie ein Blatt im Wind durch New York. Verzeih mir das kitschige Bild, aber Holden würde es wohl gefallen. 

    Ihm ist alles verhaßt, seine Gejammer und seine Klagen haben alle eine Adresse: Die verlogene, unechte Erwachsenen-Welt. Er ist 17 Jahre alt und in einer Zwischenebene. Zu alt, für die Kinderwelt, an der er noch fest hält, noch nicht alt genug um sich zu beugen und einzufügen. Unreif? Hm… er klingt wie ein zynischer alter Mann, aber er ist im Grunde noch ein kleines Kind. Nicht unreif, eher… schockiert. Ihm gefällt nicht was er sieht, wie die Welt funktioniert. Und er fühlt sich ihr nicht verbunden. 

    Am Mittwoch werden seine Eltern erfahren, dass er wieder geflogen ist. Er erwartet ein Donnerwetter, einen neuen Lösungsversuch aus ihm einen anständigen Menschen zu machen. Er weiß was auf ihn zukommt. Und anständig meint im Sinne von: wie die anderen produktiven Menschen, die tun, was von ihnen erwartet wird. Holden hat ein bisschen Geld in der Tasche und macht sich davon. Er hat eine Gnadenfrist bis Mittwoch. 

    Er versucht Anschluß zu finden, eine Seele, die ihn versteht. Er träumt vom weglaufen und ausbrechen. Statt dessen: Dumme Gänse, die nicht zuhören, ein Hotelpage, der ihm eine Prostituierte aufzwingt. Und ihn übers Ohr haut. Holden verweigert sich dem Mädchen. Sex? Nein, so nicht.

    Das Mädchen, das er wirklich mag, erreicht er nicht. Und das ist gut so. Auf die Distanz enttäuscht sie ihn ja auch nicht. Jane geht mit Holdens Zimmergenossen aus, und Holden weiß, dass dieser Bursche nicht aufhört, wenn ein Mädchen sagt „Nein, bitte nicht.“ 

    Er findet alles unerträglich. Es gibt nur eine Person, die ihm nicht verhasst ist: Phoebe, seine kleine Schwester. (Wieder ein sprechender Name: Mondgöttin). Sie ist zehn Jahre alt und durchschaut ihren Bruder ziemlich genau. Nach einer Odyssee durch New York, einem Streifzug wie ein Gedankenstrom, hier hin und dort hin, belanglos und doch gewichtig, aufschlußreich und völlig sinnfrei, landet er mit Phoebe im Park. Er kauft ihr Karten fürs Kinderkarussell. Sie ist noch nicht zu alt dafür. Und er sieht ihr zu. Er hat noch eine Gnadenfrist, bis Mittwoch. 

    Es ist (mir) völlig klar, dass er heim gehen wird, sich die Standpauke anhören, fügen, eine neue Schule besuchen und irgendwann ein gräßlicher, verlogener Erwachsener werden wird. Aber heute noch nicht. Ich würde mich gern ein Weilchen zu ihm setzen. 

  8. Cover des Buches Der Distelfink (ISBN: 9783442473601)
    Donna Tartt

    Der Distelfink

     (453)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    Die Autorin Donna Tarrt hat mehrere Jahre an diesem Schmöker geschrieben. Dafür hat sie sich auch viel Mühe gegeben, wie ich finde. Lange habe ich es im Regal stehen gehabt, weil es über 1000 Seiten stark ist. Aber nun bin ich echt froh, in dieses Buch mich vertieft zu haben. 

    Es dreht sich in diesem Roman hauptsächlich um ein kleines Gemälde. "Der Diestelfink" aus dem 17. Jahrhundert. Es hängt in einem Museum in New York. Theo Decker besucht des öfteren mit seiner Mutter das Museum. Ausgerechnet in dieser halben Stunde, wo die beiden vor dem Regenschauer Schutz suchen, wird ein Terroranschlag auf das Museum verübt. Theo kommt relativ unverletzt aus den Trümmern heraus und hofft, seine Mutter wird bald nach Hause kommen. Das ist leider nicht der Fall, sie hat es nicht überlebt, wie so viele Besucher und Angestellte. 

    Theo Decker ist eigentlich zu jung noch um den Tod seiner geliebten Mutter zu verkraften. Sein Vater ist ein Jahr vor dem Unglück abgehauen. Kein großer Verlust für die beiden, denn Theo hatte es sich gut eingerichtet mit der Mutter. Ihnen geht es gut. Bis zu dem verhängnisvollen Tag, an dem sein Leben zusammen brach. Er versinkt in tiefer Trauer und weiß nicht, wie er sie bewältigen soll. Zwar wurde er von der sehr reichen Familie eines Freundes aufgenommen, aber dafür sind alle viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als das er dort wirklichen Halt finden könnte. Lediglich Andy ist wie ein wirklicher Bruder für ihn.

    Hier ist Theos Reise allerdings noch nicht zu Ende. Er muss dann zunächst nach Nevada, wo sein zwielichtiger Vater mit seiner Freundin lebt und Theo erst noch nicht so richtig durchblickt, von was er eigentlich lebt. Immer im Gepäck das unbezahlbare Gemälde "Der Distelfink", was er aus dem Museum mitgenommen hat. Zunächst hatte er nur vor es zu retten, aber später hatte er keine Argumente mehr es zurück zu geben. Dieses Gemälde wird sein halbes Leben bestimmen und zu einem Kriminalfall werden.

    Auf seiner neuen Schule in Nevada lernt er Boris kennen, der sein bester Freund wird. Boris ist das ganze Gegenteil von Theo. Stammt aus Australien und hat einen ukrainischen Vater, der säuft und nie zu Hause ist. Seine Mutter stammt aus Polen und ist aus dem Leben entschwunden der beiden. Boris nimmt Drogen und trinkt, ist aber ein kluger und belesener Junge und es dauert nicht lange, da wohnt er dann bei Theo. Denn Theos Vater ist auch oft nicht da und vermisst seinen Sohn sowieso nicht.

    Donna Tarrt erzählt hier allerdings eine Geschichte, die sich um Trauer, Einsamkeit, Selbstzweifeln, Liebe, Freundschaft, Glauben und tiefen Abgründen bewegt. Denn Theo versinkt häufig in Depressionen. Kein Wunder, wo er nirgends richtig Halt findet. Was mir besonders gefallen hat, Donna Tarrt hat ein feines Gespür sich in die Menschen hineinzuversetzen und den Leser auch daran teilhaben zu lassen.

    Man kennt die Personen, die im Leben von Theo eine Rolle spielten wirklich gut. Man lebt sie mit sozusagen. Es ist zeitgenössisch geschrieben und nimmt den Leser einfach gefangen. Unbedingt lesen und sich nicht von der Anzahl der Seiten abschrecken lassen. Am Ende ist man erstaunt, dass es schon zu Ende ist.  

  9. Cover des Buches Dreams of Gods and Monsters (ISBN: 9783596033171)
    Laini Taylor

    Dreams of Gods and Monsters

     (240)
    Aktuelle Rezension von: ShalimaMoon

    Die Handlung: Als die Dominion-Armee der Seraphim unter Führung des brutalen Jael das Tor von Eretz in die Welt der Menschen durchquert, beschließen Seraphim und Chimären ein wackliges Bündnis, das Akive und Karou wieder zusammenführt. Doch wie sollen sie gegen die zahlenmäßig überlegende Armee Jaels bestehen?

    Meine Meinung: Der Abschluss der Zwischen den Welten Reihe kommt zunächst ziemlich ernüchternd daher. Nach einem richtig starken Auftakt bei Daughter of Smoke and Bone, einem eher langatmigen Zwischenteil bei Days of Blood and Starlight, sind nun alle Weichen für das große Finale gestellt. Das dieses mit fast 800 Seiten noch einmal deutlich dicker ist als die Vorgängerbände hätte schon ein Warnzeichen sein können. Denn Autorin Laini Taylor hat noch eine ganze Reihe von Ideen, die sie einbringen wollte. Leider verliert sie sich dabei in ewigen Wiederholungen, dreht sich ständig im Kreis, ehe das Buch nach über 500 Seiten doch endlich mal in Schwung kommt, und bringt dann nochmal so viele neue Wendungen gegen Ende ein, dass sie den finalen Kampf ganz einfach vergisst. Das, worauf die ganze Zeit hingearbeitet wurde, gibt es einfach nicht. Was es aber gibt, und was die wenigsten Fantasybücher schaffen: ein richtiges Ende. Es wird nicht einfach nach einer großen Schlacht aufgehört und vielleicht noch ein Epilog eingeführt. Nein, es werden alle Rätsel und Andeutungen aufgelöst, erklärt und zu Ende gebracht. Das macht zwar vieles wett, aber ich habe mich gerade am Anfang echt durch das Buch gequält und nach ca. 200 Seiten eine sehr lange Pause eingelegt, weil ich es einfach nicht mehr weiterlesen wollte.

    Dieser Beitrag ist zuerst erschienen auf shalimasfilmweltenkritik.com


  10. Cover des Buches Biss zum Morgengrauen (ISBN: 9783551316608)
    Stephenie Meyer

    Biss zum Morgengrauen

     (14.601)
    Aktuelle Rezension von: lion1381

    Klappentext:

    Der Beginn der packenden Liebesgeschichte zwischen Edward und Bella von Spiegel-Bestseller-Autorin Stephenie Meyer

    »Es gab drei Dinge, deren ich mir ganz sicher war: Erstens, Edward war ein Vampir. Zweitens, ein Teil von ihm - und ich wusste nicht, wie mächtig dieser Teil war - dürstete nach meinem Blut. Und drittens, ich war bedingungslos und unwiderruflich in ihn verliebt.«

    Mit Romantik oder gar Leidenschaft hätte Isabella Swan ihren Umzug in die langweilige, verregnete Kleinstadt Forks kaum in Verbindung gebracht. Bis sie den undurchschaubaren und unwiderstehlichen Edward kennenlernt. Mit aller Macht fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und riskiert dabei mehr als ihr Leben …

    Dies ist Band 1 der international erfolgreichen »Biss«-Saga. Alle Bände auf einen Blick:

    Biss zum Morgengrauen
    Biss zur Mittagsstunde
    Biss zum Abendrot
    Biss zum Ende der Nacht
    Biss zum ersten Sonnenstrahl – Das kurze zweite Leben der Bree Tanner

    Am 04.08.2020 erscheint Band 5 »Biss zur Mitternachtssonne« der weltweit geliebten Fantasy-Romance-Serie - endlich erfahren wir die Geschichte aus Edwards Sicht!


    Meine Meinung:

    Ich habe den Fehler gemacht zuerst die Filme zu sehen...

    Vielleicht fand ich das Buch daher im Vergleich so gut. Ich habe es an einem Stück verschlungen und geliebt. Allerdings irgendwie auch kitschig... obwohl ich es diesmal eigentlich okay fand. 

    Was soll ich sagen?! Ich fand es sehr gut, werde auch noch die anderen Bücher lesen.

    Besonders kann ich die Bücher zum Film empfehlen. Ist ziemlich cool in der Mitte noch Fotos zu anschauern zu haben.

    Bitte sagt mir hier ist jemand der Film-Edward genauso hasst wie ich!!!

    Bewertung und Fazit:

    Auch wenn euch der Film nicht gefallen hat, würde ich euch empfehlen das Buch zu lesen.

  11. Cover des Buches Homo faber (ISBN: 9783518188033)
    Max Frisch

    Homo faber

     (3.235)
    Aktuelle Rezension von: nicekingandqueen

    Ekelhaft. Mehr fällt mir kaum zu den Erinnerungen aus meiner Schulzeit ein. Warum ist solch ein groteskes Werk zum Standardprogramm jedes Schülers geworden?! Was stimmt mit dem Schulministerium nur alles nicht?!

  12. Cover des Buches Ynsanter - Pfade des Feuers (ISBN: 9783862548255)
    Annette Eickert

    Ynsanter - Pfade des Feuers

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Die Handlung:

    Besser als im Klappentext hätte ich es auch nicht zusammenfassen können

    Der Schreibstil:

    Wie immer schreibt Annette in einem leicht verständlichen Stil und verfällt zuweilen in einen bildhaften Beschreibungsstil, der mir sehr zusagt.

    Mein Fazit:

    Eine außergewöhnliche Geschichte, bisher gut durchdacht, ob es so bleibt, wird sich herausstellen, wenn ich den zweiten Teil gelesen habe. Die vielen neu kreierten Namen haben mir das Lesen zu Beginn des Buches sehr schwer gemacht, doch je länger ich las, desto besser konnte ich die Personen auseinander halten. Einfach wurde es auch durch das Glossar und die tolle Karte, welches beides im Buch abgedruckt ist. Das Glossar hätte mE jedoch in sich noch alphabetisch geordnet werden können. Diese Kritikpunkte sind als kleine Anmerkungen zu werten, denn sie verringern das Lesevergnügen kaum merklich. Was mich allerdings nicht überzeugt ist der Preis. 11,95 Euro für´s Taschenhalbbuch bzw 6,99 Euro für eine halbe Kindledatei, empfinde ich als sehr hoch. Zu meinem Glück bekam ich das Buch jedoch kostenlos. Danke noch mal dafür. Den zweiten Teil habe ich vor kurzem selbst erworben, da mich die Geschichte so sehr interessiert, dass ich auch das Ende erfahren möchte.

    Aufgrund des Preises und der Teilung des Buches vergebe ich 4 Röschen.

  13. Cover des Buches Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen (ISBN: 9783442313471)
    E. L. James

    Fifty Shades of Grey - Geheimes Verlangen

     (10.226)
    Aktuelle Rezension von: M-Valerius

    Nein, einfach nein!

    Dieses Buch und seine folgebände sind so lieblos geschrieben, wie selten ein anderes Buch. Den großen Erfolg kann ich nicht verstehen.

    PS: Der Film war ok.

  14. Cover des Buches Die Korrekturen (ISBN: 9783499255496)
    Jonathan Franzen

    Die Korrekturen

     (473)
    Aktuelle Rezension von: DirkSchulte
    Ein großer Roman in der Tradition der Familienromane aus dem neunzehnten Jahrhundert (wie z.B. Anna Karenina von Tolstoj). Hervorragend sind die beinahe plastischen Charaktere und die teils sehr witzigen Dialoge. Besondere in letzterem ist der Roman dann wieder sehr modern. Die Familie ist nicht unbedingt das zentrale Thema, sie ist vielmehr, wie es Franzen in einem Interview auch selbst ausgedrückt hat, ein literarisches Mittel, um die verschiedenen Personen zueinander in Stellung zu bringen. Absolut empfehlenswert!
  15. Cover des Buches Ich hasse dich - verlass mich nicht (ISBN: 9783466307197)
    Jerold J. Kreisman

    Ich hasse dich - verlass mich nicht

     (50)
    Aktuelle Rezension von: JackyG

    Als Borderlinerin wollte ich gerne mehr über meine Krankheit wissen und auch, wie ich mir selber auch helfen kann. Viele Situationen wurden so gut erklärt, dass ich mich sehr angesprochen gefühlt habe. Ich kann vieles nicht wirklich beschreiben, auch nicht, was ich fühle, aber dieses Buch konnte mir einige Hilfestellungen geben neben meiner Therapie.

    Meine Familie konnte durch das Buch mehr über meine Krankheit verstehen, da sie anfangs auch sehr verunsichert waren.


    Ich kann dieses Buch definitiv weiterempfehlen. Ist ein fachliches Buch, aber sehr verständlich geschrieben.

    Dieses Buch bekommt von mir 5 Sterne.

  16. Cover des Buches Der Goldene Handschuh (ISBN: 9783498064365)
    Heinz Strunk

    Der Goldene Handschuh

     (253)
    Aktuelle Rezension von: Porpetinas_fantastische_Buecher

    Vorwort:

    Ich bin wirklich niemand, der ein Buch sofort verurteilt und meine Meinung bilde ich mir erst am Schluss. Ich wäge ab, analysiere meine Gedanken und Gefühle während des Lesens und wie ich mich am Ende gefühlt habe. Und selbst dann ist es manchmal einfach nur schwierig. "Der goldene Handschuh" ist mein Flop des Jahres und vielleicht hätte ich auf meine innere Stimme hören sollen, die mich vor meiner Neugier warnte. Aber ich fand den Film so klasse gemacht; spannend, interessant; trotz der Brutalität und dem subtilen Ekel. Ich hätte mal auf sie hören sollen....

    Inhalt:

    Uff...selbst nachdem ich eine Weile nachgedacht habe, fällt es mir irgendwie schwer, meine Gedanken und Gefühle kompakt niederzutippen. Das Buch ist mit seinen 252 Seiten eher etwas, woran ich nicht lange sitze...egal ob es etwas Leichtes oder Schweres ist, aber die Geschichte zog sich teils so krasss hin, dass ich mitunter nur 50 Seiten am Tag schaffte. 

    Dabei fand ich es anfangs fand noch ganz gut. Der "Goldene Handschuh" und seine Bewohner sind eine bunte Truppe mit verschiedenen Schicksalen, Eigenarten und Problemen, die ich interessant fand. Zwar gab es nach kurzer Zeit die erste befremdliche Szene, die mich vor allem wegen dem Stil des Autors eher abstoß, aber es fesselte. 

    Doch nach guten hundert Seiten folgte die langsame Ernüchterung. Anstatt eine wirklich interessante Studie über einen bekannten Frauenmörder und seinen Weg zu verfassen, langweilte Strunk mit eher belanglosen Nebengeschichten und schaffte es einfach nicht, mich irgendwie zu fesseln und emotional mitzunehmen. Wo der Film einen bannt, suchte ich beim Buch vergebens danach.

    Es wurden einfach zu viele Dinge erzählt, die in meinen Augen nicht Not getan hätten. Ich finde es durchaus gut, dass es nicht in Splatter ausgeartet ist, aber man hätte doch mehr auf die Morde und die einhergehende psychische Veränderung eingehen können, die ich so nicht nachvollziehen konnte. Es wurde etwas über seinen Zustand erzählt und gut war...

    Die einzigste Sache, die mir gut gefiel, war das Postskriptum, wo die letzten Lebensjahre von Honka prägnant erzählt werden...

    Schreibstil & Figuren:

    Ich habe es wirklich versucht, aber ich empfinde den Stil von Strunk einfach nur als grausig. Vielleicht bin ich der falsche Leser für ihn gewesen, aber das ging gar nicht. Jegliche spannenden oder interessanten Momente wurden dann gleich wieder von der Langeweile gekillt und vor allem die vielen kurzen und abgehackten Sätze nervten mich. Vulgär, eklig, schräg. Mag sein, dass man so miteinander da sprach, aber für mich war es schlicht too much....

    Bei manchen Figuren fragte ich mich, warum sie überhaupt im Buch erschienen. Entweder waren sie wirklich nur am Rande wichtig oder erfüllten keine Funktion. Ich hatte das Gefühl, dass ihre Passagen nur als Seitenfüller dienten. Honka selbst ist durchaus eine interessante Person, deren Verderb mir hier aber nur oberflächlich und zu kurz beschrieben wurde.

    Fazit:

    Ich ging mit den falschen Erwartungen ran und weiß es jetzt besser. Strunks emotionsloser, langweiliger und teils vulgärer Stil ist nichts für mich und es wird auch bei diesem Versuch bleiben....was "Der goldene Handschuh" angeht: Da bleibe ich liebe beim Film, denn der ist dank der klasse Schauspieler und dem Setting echt interessant und spannend....was ich über das Buch leider nicht sagen kann. Von mit gibt es nur:

    1 von 5 Sterne

  17. Cover des Buches Traumfänger (ISBN: 9783442306312)
    Marlo Morgan

    Traumfänger

     (478)
    Aktuelle Rezension von: leonielinder

    Das war ja mal eine richtige Enttäuschung...

    Der Klappentext verspricht, eine wahre Geschichte zu erzählen. Eine Frau die mit den Aborigines wandert und viel über ihre Rituale und Lebensweise erfährt. Ich war sehr gespannt, mehr über dieses Volk zu lernen und die inspirierende Geschichte einer mutigen Frau zu lesen. 

    Die Geschichte ist ziemlich trocken, Jedes Kapitel ist eine kleine Geschichte für sich und so ist es schwer, in einen Lesefluss zu kommen. Was mich dabei behalten hat war die Tatsache, dass mich das Buch viel über die Aborigines lehrte. Als ich mich bis zur Mitte durchgekämpft hatte, habe ich die Autorin gegoogelt. Dabei habe ich erfahren, dass die ganze Geschichte erfunden ist und sie mit dem Buch lediglich versucht hat, ihr Teebaumöl zu verkaufen. Wie bitte???

    Ich habe versucht das Buch zu beenden, aber ich war so enttäuscht, dass ich dann doch abgebrochen habe. Eine erfundene Geschichte, die als wahr verkauft und total schlecht erzählt wird. Deshalb kann ich dieses Buch leider auch gar nicht weiter empfehlen....

  18. Cover des Buches Fight Club (ISBN: 9783442542109)
    Chuck Palahniuk

    Fight Club

     (423)
    Aktuelle Rezension von: Katharina_Klopotek

    Eines meiner absoluten Lieblingsbücher ever, ever!

    Viele werden den Film kennen. Ich werde im Text ein paar Zitate aus dem Film verwenden, der sehr nah am Roman gehalten Ist Chuck Pahlaniuk schafft es fast immer eine Welt zu erschaffen, die, wenn auch noch so abstrus, während des Lesens real erscheint.

    "Fight Club" ist kein Roman über einen Kampf-Club, wie oft beschrieben. Viel mehr geht es um den gesellschaftlichen Kampf, den Wunsch der Beste zu sein, indem man sich mit Konsumgüter brüstet, sich selbst verliert. "Du bist nicht dein Job! Du bist nicht das Geld auf deinem Konto! Nicht das Auto, das du fährst! Nicht der Inhalt deiner Brieftasche! [...] Du bist der singende, tanzende Abschaum der Welt." Gesellschaftskritisch, populistisch und teilweise auch kafkaesk "Eine ganze Generation zapft Benzin, räumt Tische ab und schuftet als Schreibtischsklaven. Durch die Werbung sind wir heiß auf Klamotten und Autos, machen dann Jobs die wir hassen und kaufen dann Scheiße die wir nicht brauchen. Wir sind die Zweitgeborenen [...] Männer ohne Zweck, ohne Ziel. Wir haben keinen großen Krieg, keine große Depression. Unser großer Krieg ist ein spiritueller. Unsere große Depression ist unser Leben. Wir wurden durch das Fernsehen in dem Glauben aufgezogen, dass wir alle mal Millionäre werden, Filmgötter, Rockstars. Werden wir aber nicht, und das wird uns langsam klar! Und wir sind kurz, ganz kurz vorm Ausrasten."

    Am Ende gibt es einen mega überraschenden Twist, der dennoch total schlüssig ist alles ergibt einen Sinn, erscheint es noch so abgedreht. “Ganz unten zu sein ist kein Wochenendausflug. Kein gottverdammtes Seminar. Hör auf alles kontrollieren zu wollen und lass los! LASS LOS!”

    Wenn ihr bis jetzt nicht darüber nachgedacht habt, was es bedeutet in einer kapitalistischen Konsumgesellschaft - sorry, wenn das zu marxistischen klingt - zu leben, wie dies unser ganzes Leben beeinflusst, werdet ihr es nach der Lektüre dieses herausragenden Romans tun. 

  19. Cover des Buches Trostpflaster (ISBN: 9783426638699)
    Anne Hertz

    Trostpflaster

     (314)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_94
    Ich hab das Buch nur gekauft weil einer der Buchblogger denen ich folge so begeistert von den Büchern von Anne Hertz war. Sie soll total unterhaltsam und lustig sein. Ich hab mich also mit Freude an das Buch gesetzt und wurde zutiefst enttäuscht. Ich hab nur selten wirklich lachen oder schmunzeln müssen, es war unglaublich vorhersehbar und gab nicht mal irgendwelche Plottwists die das ganze spannender gemacht hätten. Im großen und ganzen war ich sehr enttäuscht, und tu mich etwas schwer damit das andere Buch das ich von ihr gekauft habe auch noch zu lesen. 
  20. Cover des Buches Gut gegen Nordwind (ISBN: 9783442489336)
    Daniel Glattauer

    Gut gegen Nordwind

     (5.506)
    Aktuelle Rezension von: Lesemaus199

    Ich habe beim Lesen immer darauf gewartet, dass nun endlich mal etwas passieren mag. Dann war das Buch zu Ende. Und ich war dann etwas ratlos zurückgelassen.

    Emmi ist eine gelangweilte Ehefrau und Mutter. Egoistisch und rechthaberisch. Wirklich berühren konnte sie mich nicht. Weder mit ihren Emails noch mit den Erwartungen an Leo.

    Irgendwann habe ich angefangen die Geschichte einfach queerzulesen. Denn viele Passagen sind inhaltlich nicht wirklich ergiebig und tun nach meinem Empfinden auch nichts zur Geschichte bei. Ein, zwei Mal wurde es dann doch etwas spannender. Daher gibt es auch immerhin 2 Sterne von meiner Seite.

  21. Cover des Buches Jäger der Nacht (ISBN: 9783802581625)
    Nalini Singh

    Jäger der Nacht

     (588)
    Aktuelle Rezension von: Fire

     

  22. Cover des Buches Der große Gatsby (ISBN: 9783311220008)
    F. Scott Fitzgerald

    Der große Gatsby

     (1.029)
    Aktuelle Rezension von: Blintschik

    Alle kennen die großen Partys des großen Gatsbys. Die Leute kommen von überall her und nehmen sogar uneingeladen an den berühmten Feiern teil, aber keiner kennt den Gastgeber Gataby wirklich. Deswegen ranken sich viele Gerüchte um ihn. Als Nick sein neuer Nachbar wird, lernt er ihn auf eine ganz andere Weise kennen und merkt, dass hinter dem bekannten Mann ein ganz anderer steckt.


    Dieses Buch ist einfach großartig. Allein wie es schon anfängt und man in diese lebendige und doch nachdenkliche Stimmung hineingezogen wird. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie Nick, der Protagonist, die Geschichte erzählt. Dabei lernt man die Personen immer besser kennen und sieht die Schichten ihrer Persönlichkeit tiefer werden und die komplexen Beziehungen untereinander bringen einen zum Nachdenken. Die Geschichte wirkt ziemlich einfach und simpel und doch schwingen so viele Themen des Lebens mit, die der Autor tragisch und auch zynisch beschreibt.

    Ich für meinen Teil liebe dieses Buch und da es so schnell durchgelesen ist, kann man es immer wieder lesen und stößt dabei immer auf neue Details. Außerdem hat es einen einfachen und schönen Schreibstil, sodass man perfekt für ein paar Stunden in der Geschichte abtauchen kann.

  23. Cover des Buches Das Opfer (ISBN: 9783426637579)
    John Katzenbach

    Das Opfer

     (475)
    Aktuelle Rezension von: _pfaffingers_bibliophilie_

    Worum geht´s?
    Stell Dir vor, Du hast zu viel getrunken und nimmst einen Typen mit heim, den du nicht kennst und mit dem Du eine Nacht verbringst. Und stell Dir dann mal vor, dieser Typ entwickelt eine Obsession zu Dir und fängt an Dir nachzustellen. Alles Nein-Sagen hilft nicht, er begreift nicht, dass Du seine Liebe nicht erwiderst. Stattdessen greift er in Dein Leben ein, bringt Deine Familie in Verruf und stellt alles auf den Kopf. Stell es Dir einfach mal vor…
    Wie weit würdest Du gehen, um diesen Typen loszuwerden?


    Meine Meinung:
    Michael O´Connell ist eben dieser Typ, der Ashleys Leben aus der Bahn wirft und ihr exzessiv nachstellt. Ashley ist hin-und hergerissen zwischen Wut und Angst und bittet ihre Familie um Hilfe…
    Auf dieses Buch muss man sich vollends einlassen, sonst kann es langweilig wirken. Katzenbach baut das Szenario langsam auf, nimmt sich viel Zeit für die Darstellung der Charaktere und lässt die Situation langsam eskalieren. Anfangs empfand ich das Buch als etwas lahm, aber dann nahm es mich gefangen und rückblickend musste ich feststellen, dass es keineswegs langatmig war. Die Handlung musste genauso aufgebaut werden, Häppchen für Häppchen musste Ashleys Leben durcheinander gebracht werden. Dieses Buch ist so authentisch und lebt durch diesen unterschwelligen Psychothrill - Stell es Dir einfach mal vor!! Ashleys Familie versucht alles, um sie zu schützen und der Plan ist grandios. Der Autor hat sich hier etwas wirklich Realistisches und Dramatisches einfallen lassen. Durch viele Perspektivwechsel und einen unabhängigen Buchautor, der das Szenario im Nachhinein betrachtet, ist dieses Buch sehr spannend und abwechslungsreich.


    Fazit: Psychothrill der unter die Haut geht, weil es einfach Jeden treffen könnte. Von mir gibt’s eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

  24. Cover des Buches Effi Briest (ISBN: 9783746634869)
    Theodor Fontane

    Effi Briest

     (1.703)
    Aktuelle Rezension von: Jara_Jovanovic

    Einige Kommentierende haben Effi Briest leider schlechte Bewertungen gegeben, weil sie das Thema überholt, oder auch langweilig fanden. Das ist kaum überraschend, denn wie ich erfahren habe, wird dieser wunderschöner Klassiker von übereifrigen Deutschlehrern, Schülern im Unterricht aufgezwungen. Dass diese von der Komplexität des Romans überfordert sind, oder diese gar nicht erkennen können, scheint sie nicht zu interessieren. So verdirbt man den Jugendlichen Lust am lesen und nimmt ihnen die Chance, ein so spannendes Buch unvoreingenommen, zum richtigen Zeitpunkt kennenzulernen. Ich habe dieses Buch jetzt, mit 35 Jahren gelesen. Vor 10 Jahren hätte ich es womöglich als langweilig empfunden, vor 20 Jahren ganz bestimmt. Liebe Lehrer! Es gibt so viele, so gute Bücher, die für Jugendliche besser geeignet sind!

    Ich habe aufgrund so vieler schlechter Bewertungen selbst lange gezögert um diesen Roman zu lesen, da ich langweilige Bücher nicht gut vertragen kann. Fast hätten mich diese Kommentare überzeugt und ich hätte das Buch nicht gekauft. Was für ein Fehler wäre das gewesen

    Es gibt so viele gute Gründe, Effi Briest (im Erwachsenen Alter) eine Chance zu geben. Ich dachte, ich liste sie am Besten auf:

    1) Erzählung selbst. Ein Erzähler wie in einem Dickens'schen Klassiker, der genau abwägt wie viel er uns verraten möchte. Eine Geschichte, die teilweise märchenhaft wirkt, mit gothic novel-Elementen à la Charlotte Brontë und dann wiederum alle Elemente des modernen Gesellschaftsromans, das am ehesten an Buddenbrooks erinnert (tatsächlich ließ sich Thomas Mann von Effi Briest inspirieren - es war einer seiner Lieblingswerke).

    2) Feminismus und Kolonialismus. Ich hatte meine Vorurteile, einen weiteren, von einem Mann geschriebenen Roman über eine unglückliche Frau zu lesen. Tatsächlich aber unterscheidet sich Effi Briest von Klassikern wie Anna Karenina, die Jahrzehnte zuvor geschrieben wurden. Effi ist sympathisch, lebenslustig, unkonventionell und warmherzig. Ihre ganze Geschichte ist aus heutiger Sicht ein Skandal, aber am wenigsten wegen einmaliger Untreue. Dass ein Mann mittleren Alters einen Teenager heiratet, noch dazu die Tochter seiner ersten Liebe, das alles erscheint  aus heutiger Sicht zurecht abstoßend. Die ganze Hochzeitsreise wird zum einem einzigen Mansplaining, wie auch der Rest der Ehe. Doch es ist nicht nur der Altersunterschied, der die Beziehung so schwierig macht. Es ist vor allem der Unterschied zwischen spontanen, ungezwungenen Effi und dem berechnenden Baron, der Altersunterschied vertieft aber diesen Graben, bis zu der Unüberwindbarkeit. Auf der anderen Seite ist der Baron auch stellvertretend für die damalige preußische Elite. Er ist ehrenhaft und grundsatztreu, aber auch antisemitisch, autoritär, ein Zahnrad im damaligen Machtapparats, der sich für die Stütze der Zivilisation hält. Es ist letztlich dieser unbedingte Glaube an die Überlegenheit der vorherrschenden Verhaltensnorm und gesellschaftlicher Verhältnisse und nicht Effis Untreue, die das Verderben bringt.

    3) Einfallsreiche Dialoge. Dialoge im Roman sind zahlreich, witzig und einfallsreich. Sie garantieren einen guten Lesefluss und kontrastieren gegen die anbahnende Tragödie.

    4) Geschichte Preußens und der Zeitgeist. Ich habe mehr durch dieses Buch über Preußen gelernt, alles aus allen anderen Quellen zusammengenommen (zugegeben, ich habe mich auch nie zuvor intensiv mit Preußen auseinandergesetzt). Ich habe immer zwischendurch Begriffe gegoogelt und damit das Bild ergänzt. Es beschreibt auch wunderbar den Zeitgeist - auch über Grenzen Preußen hinaus, aber vor allem Pommern und Brandenburg. Das Aufkommen der Kurorte, der Begriff des "Exotischen", Kriege und Husaren - hier lernt man eine andere, untergegangene Welt kennen.

    Fazit: Ich kann Effi Briest nur weiterempfehlen. Lediglich ein anderes Ende hätte ich mir gewünscht. Und im echten Leben hatte sie dieses auch: Elisabeth von Ardenne, alias Elisabeth von Plotho, dessen Leben als Vorbild für Effi Briest diente, überlebte sowohl ihren Ehemann, als auch Theodor Fontane. Sie überlebte beide Weltkriege und starb 1952 in Lindau. Sie wurde fast 100 Jahre alt. 


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