Bücher mit dem Tag "langeweile"
89 Bücher
- James Clear
Die 1%-Methode – Minimale Veränderung, maximale Wirkung
(149)Aktuelle Rezension von: Pia_KuepperDie 1%-Methode erklärt einem anschaulich, wie man ins Tun kommt und endlich etwas in seinem Leben ändert. Wie man alte, negative Gewohnheiten loswird und neue, positive aufbauen kann. Man muss sich bloß drauf einlassen und den Willen haben, es auch durchzuziehen. Denn James Clear macht auch deutlich, dass es ein langwieriger Prozess sein kann und man keine Wunder von heute auf morgen erwarten darf
- Jennifer L. Armentrout
Obsidian 5: Opposition. Schattenblitz
(1.884)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Mit Opposition – Schattenblitz endet die Obsidian-Reihe von Jennifer L. Armentrout, und obwohl ich mich auf das Finale sehr gefreut habe, konnte es meine Erwartungen leider nicht ganz erfüllen. Die vorherigen Bände hatten mich mit ihrer Mischung aus Spannung, Romantik und einem Hauch Mystery richtig gepackt, doch hier hatte ich das Gefühl, dass vieles von dieser Energie verloren ging.
Das Buch war zwar insgesamt ein schönes Ende, weil es die losen Handlungsstränge zusammenführt und den Figuren ein abgeschlossenes Kapitel schenkt, aber gleichzeitig fehlte mir die Spannung und Dringlichkeit, die ein finales Buch für mich braucht. An manchen Stellen wirkte es, als wüsste die Autorin selbst nicht mehr so recht, wohin sie die Geschichte führen möchte – vieles plätscherte eher dahin, statt mitreißend und nervenaufreibend zu sein.
Natürlich gab es trotzdem auch gute Momente: Die Dynamik zwischen Katy und Daemon hat wie gewohnt funktioniert und war stellenweise wieder voller Charme, Sarkasmus und Gefühl. Auch das Wiedersehen mit liebgewonnenen Nebenfiguren hat mir Freude bereitet. Aber insgesamt konnte es die große Erwartung, die sich über vier Bände aufgebaut hatte, nicht komplett tragen.
Ich hatte mir mehr finale Intensität gewünscht – epische Wendungen, ein großes emotionales Feuerwerk oder zumindest Szenen, die mich noch einmal so richtig mitfiebern lassen. Stattdessen wirkte das Ende zwar solide und stimmig, aber eben auch ein wenig unspektakulär. Im Gegensatz zu den Vorgängern, die mir teilweise richtig unter die Haut gegangen sind, bleibt dieser Abschluss eher blass in Erinnerung.
- Wolfgang Herrndorf
Tschick
(2.979)Aktuelle Rezension von: Trishen77Es gibt Romane und Geschichten, die, während man sie liest, unter einem hinwegzugleiten beginnen; als würde man nicht mehr lesen, sondern einen Film sehen oder sich selbst eine Geschichte erzählen. Die Handlung ist nah, echt und lebendig, die Gespräche sind nicht nur Worte, die gewechselt werden, sondern enthalten menschliche Dimensionen. Und von den Entdeckungen, die die Figuren machen und erleben, kann man sich selbst nicht ausschließen.
Wolfgang Herrndorfs unspektakuläres und dennoch unnachahmlich schönes Roadmovie um zwei junge Teenager ist so ein Roman; eine Geschichte voller kleiner Erlebnisse, Ideen und Pannen, in dessen Verlauf es um nicht mehr und nicht weniger als das Spiel von Freiheit und menschlicher Sehnsucht geht. Doch tut es das weder metaphysisch oder dreist, noch in dem es sexuelle oder emanzipatorische Reizthemen in den Mittelpunkt stellt - nein, es hat eine lebensklare und undefinierte und oft auch heiter bis witzige Art dies zu tun, die sich ganz allein aus der Geschichte entwickelt, die der Geschichte beigegeben ist. Eine Art, dass wir uns ebenso wie die Protagonisten wünschen, dass die Reise noch eine Weile weitergeht, dass man noch etwas weiterkommt. - Wohin?
Ist das überhaupt eine Frage?
Manche Bücher passen einfach - und deswegen ist es schwer über sie zu schreiben. Sie sind uns in keinem Teil fern und eine Analyse würde sie mehr reduzieren als ihre Wirkung erhellen. Sie sind lesenswert, weil sie unverstellt und ehrlich daherkommen. Sie sind schön, auch weil sie es riskieren, in manchen Momenten und Gesprächen Stellen zu berühren, die sowohl schön als auch schmerzlich sind. Das dies die wesentlichen Stellen menschlichen Lebens, vor allem jedoch der Jugend sind, dürfte klar sein. Und ich habe lange davon nicht mehr so unkompliziert und unaufdringlich gelesen, wie bei Wolfgang Herrndorf in "tschick". - Gustave Flaubert
Gustave Flaubert, Madame Bovary
(632)Aktuelle Rezension von: JohnSmithEs gibt zu diesem Buch bereits unzählige Rezensionen, bei denen Emma Bovary sämtlichst nicht gut wegkommt, sogar eine Verhaltensstörung ist nach ihr benannt. Derart voreingestellt habe ich mich auf den Roman eingelassen, doch ich wurde überrascht, denn: ich mochte Emma sehr!
Doch im Einzelnen: dank der vielberühmten Sprache Flauberts ist es leicht, in die Geschichte einzutauchen. Man sieht die Landschaften, man erlebt die gesellschaftlichen Zwänge, und dies durch die Augen der jeweiligen Protagonisten. Besonders diese Perspektivwechsel, die ich beim Lesen kaum bemerkt habe, finde ich beeindruckend!
In drei Abschnitte unterteilt, die sich an dem Leben von Charles, dem Ehemann orientieren, wird die Geschichte von Emma Bovary erzählt, eine Figur, mit der Flaubert das Leben und Sterben einer realen Frau nacherzählt- "True-Crime" sozusagen.
Diese Geschichte (für genaue Inhaltsangaben bitte in andere Rezensionen schauen ;) ) lässt sich problemlos in die heutige Zeit übertragen: Emma wächst behütet auf und heiratet, voll romantischer Träumereien, besagten Charles, der Emma, oder besser gesagt, das Leben mit Emma, wirklich liebt - allerdings sind seine Ansprüche auch nicht sonderlich hoch, er ist glücklich, wenn seine hübsche Frau ruhig neben ihm sitzt, während er gemütlich vor dem Kamin wegschlummert. Besagte hübsche Frau gibt sich auch wirklich Mühe, glücklich zu sein und den gesellschaftlichen Konventionen zu entsprechen und gibt sich mit harmlosen Flirts und Träumereien zufrieden.
Naja, zumindest bis Leon, das Ziel der Schwärmerei - bevor etwas nennenswertes passiert - wegzieht.
Denn kaum hat Emma sich von ihrem Liebeskummer etwas erholt, wird sie selbst zum Objekt der Begierde, und der professionelle Schürzenjäger Rodolpho beginnt mit der Jagd auf sie. Und der Mann konnte jagen, mannomann.... Schnell begann also eine Liebesbeziehung, er gaukelt ihr vor, mit ihr abzuhauen, kneift aber und trennt sich im letzten Moment von ihr - durch ein weinendes Smiley! (frei in die heutige Zeit übersetzt...) Emma verkraftet das kaum.
Und wieder - kaum hat sich Emma erholt, trifft sie Leon wieder, der mittlerweile auch so seine Erfahrungen gemacht und daher weniger Hemmungen hat, die Ebene der Träumereinen in Richtung Fleischeslust zu verlassen - direkt in einer durch die Stadt rasenden Kutsche!
Da Emma parallel zu diesen (sehr eindrücklich geschilderten) Affären auch noch etwas zuviel Gefallen an "schönen Dingen" findet, fällt sie auf die Betrügereien ihres Nachbarn herein, bis die Schulden sie erdrücken und sie nur einen Ausweg sieht- Suizid durch Selbstvergiftung.
Als bekennende "Krimi-Mimi" sage ich: selten so eine gruselige Sterbeszene gelesen!
Und damit noch nicht genug, die Geschichte geht weiter, bis Charles, der mittlerweile von Allem erfahren hat, kurz darauf als runinierter und gebrochener Mann stirbt. Dadurch wird das gesamte Lieben und Leiden von Emma auf eine reine Episode in Charles´ Leben reduziert. Wer also ein Happy End oder ein Mutmach-Buch zur Erbauung sucht - der ist hier falsch.
In der Gesamtbetrachtung erscheint mir das gesamte Buch wie eine einzige Warnung, aber gleichzeitig eine Aufforderung an alle Frauen:
lasst Euch nicht einlullen durch schöne Worte, sondern fangt an zu denken!
- Emily Rudolf
Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
(283)Aktuelle Rezension von: Cat78Der Klappentext klang sooo gut, doch das Buch hat mich leider total enttäuscht.
Zum einen war durch die verschiedenen Erzählperspektiven und dazu noch die unterschiedlichen Zeiträume der Lesefluss immer wieder unterbrochen. Ich musste immer schauen, wer erzählt die Geschichte gerade und mich gegebenenfalls auch an die Zeitebene neu orientieren.
Auch die Figuren war mir nicht sympathisch, dass änderte sich auch nicht im Laufe der Zeit eher das Gegenteil trat ein, sie würden nur noch unsympatischer.
Bedauerlicherweise stellten sich durch diese Umstände bei mir nicht die Spannung ein, die ich erwartet hätte.
Zwischendurch gab es kurze Momente wo dachte na, wird es jetzt doch noch besser, die mich im Endeffekt das Buch auch weiterlesen ließen aber kurz darauf war dieser Moment auch schon wieder vorbei. Ohne diese Momente hatte ich das Buch sicher irgendwann abgebrochen.
Das Ende ja es gab einen Plottwist der auch mich etwas überraschte doch der es leider nicht rausreißen konnte.
Die Grundidee war gut, doch es war für meinen Geschmack nicht gut umgesetzt.
- Lauren Rowe
The Club – Flirt
(544)Aktuelle Rezension von: MommeetsbooksZum Anfang war ich absolut nicht begeistert, aber ich wollte nicht so schnell aufgeben . Gott sei Dank habe ich es nicht getan , ab der zweiten Hälfte wurde es einfach besser und besser und ich konnte es gar nicht mehr weglegen .
Das Buch hat mich wirklich positiv überrascht!
Jetzt möchte ich sofort das zweite Buch lesen 😍 - Paolo Cognetti
Acht Berge
(210)Aktuelle Rezension von: Da_MarisIn diesem Buch taucht man ein in eine ganz andere Welt: In die Abgeschiedenheit und Einfachheit der italienischen Berge. Diese so ganz andere Szenerie hat mir gut gefallen. Cognetti gelingt es wunderbar, die Charaktere seiner Figuren herauszuarbeiten, v.a. ihre sozialen (In)Kompetenzen. Als Leser begleitet man Pietro über die Jahre und man kann erkennen, wie er und die anderen Figuren sich mit der Zeit entwickeln und dabei doch immer sie selbst bleiben. Dazwischen gibt es viele Landschaftsbeschreibungen, die man am liebsten mit eigenen Augen sehen würde - die meisten zumindest.
- Sophie Kinsella
Muss es denn gleich für immer sein?
(123)Aktuelle Rezension von: AlinchenSylvie hat ein wunderbares Leben: Sie und Dan sind seit 10 Jahren zusammen, sieben davon verheiratet. Zusammen haben sie zwei süße Töchter und ein schönes Haus. Auch ihren Job in einem Museum liebt Sylvie. Und dann erzählt ihnen auch noch ihr Hausarzt, dass sie noch gut und gerne 68 Jahre zusammen haben können. Was im ersten Moment gut klingt, scheint dann doch zu Panik zu führen. Um sich nicht zu langweilen, wollen sie gegenseitig Überraschungen für den anderen organisieren. doch damit bricht das Chaos aus.
Die Idee hinter dem Buch hat mir gut gefallen. Auch die Geheimnisse im Hintergrund und dass man sich fragt, was genau zwischen Dan und Sylvies Vater passiert ist, mochte ich. Aber Sylvie ging mir leider total auf die Nerven! Statt mit Dan zu reden, malt sie sich oft in ihrem Kopf irgendwelche Schreckensszenarien aus. Das macht in meinen Augen viel kaputt. Wirklich schade!
- Veronica Roth
Die Bestimmung
(259)Aktuelle Rezension von: SillivAls 16jährige muss sich Beatrice für eine Fraktion entscheiden, sie wählt die Ferox, das erfordert Mut und Kampfesstärke.
Das Thema war jetzt nicht so meins, die kleine Liebesgeschichte war für mich plötzlich da, keine Vorzeichen.
Das Buch war schon sehr lange auf meiner Leseliste, die Filme habe ich noch nicht geschaut.
- Erling Kagge
Stille
(88)Aktuelle Rezension von: vobabooksErling Kogge teilt in diesem Buch seine 33 Antworten darauf, was Stille ist. Hierfür betrachtet er beispielsweise sein eigenes Leben, die Gesellschaft, philosophische Überlegungen etc.
Ich habe das Lesen des Büchleins als sehr angenehm und beruhigend empfunden. Die Gedankengänge fand ich sehr interessant, ich habe es echt im Lesefluss durchgelesen. Und mich gefragt: Was bedeutet Stille für mich?
Ich kann das Buch absolut weiterempfehlen und habe direkt nach anderen Büchern des Autors geguckt.
- Heinz Strunk
Der goldene Handschuh
(308)Aktuelle Rezension von: AtschiBIch habe vor längerer Zeit den Film gesehen und er geht mir nicht aus dem Kopf. Eher angewidert von der Perversion des Frauenmörders in Hamburg, wollte ich nun doch das Buch lesen. Heinz Strunk beschreibt in bisweilen sehr derber Sprache das Leben und die Gedanken des Frauenmörders Fritz Honkas sowie das seines sozialen Umfeldes und gibt Einblicke das Leben der Familie von Dohren. Das perverse Innenleben des Protagonisten wird teilweise in äußerst vulgärer Sprache dargestellt. Das ich im Film schon abartig und ist im Buch nicht anders. Ich hatte bisweilen Probleme zwischen den verschiedenen Handlungslinien unterscheiden obwohl ich den Film kenne. Der Autor nimmt den Leser mit nach St. Pauli der 70er Jahre, in die Kneipe ‚Zum goldenen Handschuh‘, wo sich Alkoholiker, Zuhälter und Prostituierte treffen. Es ist eine beeindruckende und verstörende Darstellung eines Milieus der völligen Verwahrlosung, in dem keinerlei Hemmungen und Anstand mehr existieren. Honkas Wohnung, wo es vergammelt riecht und unsagbar dreckig ist, in eine Welt, die einem buchstäblich den Atem nimmt und einen mit Schrecken erfüllt. Die gesamte Atmosphäre im Buch erdrückend, düster, verstörend und bisweilen einfach nicht auszuhalten.
- Ellin Carsta
Die heimliche Heilerin
(93)Aktuelle Rezension von: buchfeemelanieGenre: Historischer Roman
Erwartung: Spannung und die vergangene Atmosphäre erleben.
Meinung:
Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen. Das Buch ist spannend und abwechslungsreich geschrieben.
Madlen war als Charakter gut gelungen. Ich mag ihren Mut und ihre Hilfsbereitschaft. Sie hatte es nicht leicht und hat ihr Glück verdient.
Die Atmosphäre war ganz gut gelungen. Was mir hier wieder besonders aufgefallen ist - und was zu dieser Zeit ja auch oft war -ist der Zustand, dass sich die Meinung der Menschen sehr schnell ändern kann. Auch das Frauen nicht so viel Wert sind wie Männern wurde hier wieder deutlich
Fazit: 4 Sterne von mir gibt es für das Buch.
- Charlotte Habersack
Bitte nicht öffnen 1: Bissig!
(126)Aktuelle Rezension von: Claudia_JunghansAbsolut ein witziges Buch für Groß und für Klein. Es liest sich schnell, es fehlt nicht an Spannung und es ist wirklich witzig.
Nemo ein Junge aus dem Ort Boring (allein die Namen sind schon der Brüllen) erhält ein sehr eigenartiges Paket.
Obwohl er es eigentlich zur Post bringen soll öffnet er es und startet somit eine Reihe ungewöhnlicher Dinge, die den Ort
Boring in Staunen und Aufregung versetzen.Zusammen mit zwei Freunden versucht er die Ordnung wieder herzustellen.
Die Kapitel sind sehr angenehm kurz gehalten und wirklich spannend. Es gab keinen Zeitpunkt, wo man der Geschichte nicht folgen konnte oder sich gelangweilt hat.
Für Kinder aber auch für Erwachsene gibt es von mir 5 von 5 Sterne.
- Honoré de Balzac
Die Frau von dreißig Jahren
(52)Aktuelle Rezension von: lisa_gerickeJeder einzelne Satz ein literarischer Hochgenuss! - Lisa McMann
WAKE - Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast
(202)Aktuelle Rezension von: d4n406Das Buch "Wake - Ich weiß, was du letzte Nacht geträumt hast" von Lisa McMann handelt von dem Leben der 17-Jährigen Janie Hannagan. Janie hat eine besondere Fähigkeit, die sie nicht haben möchte und innerlich verflucht. Wann immer jemand in ihrer Nähe einschläft, wird sie selbst bewusstlos und ohne es überhaupt zu wollen oder kontrollieren zu können, in deren Traum gesogen.
Janie ist 17-Jahre alt als sie in einen Albtraum gezogen wird in dem sie nicht mehr nur ein Zuschauer ist. Nein - Janie ist mittendrin.
An sich ist die Handlung okay und die Idee war sehr gut allerdings meiner Meinung nach nicht gut umgesetzt, es gab kaum Spannung für einen Young Adult, Mystery Roman, der Mystery Aspekt kommt gefühlt erst in den letzten 30 Seiten und selbst der war nichts weltbewegendes. Für mich war dieses Buch ein kompletter Reinfall, ich würde 1 von 5 Sternen verteilen aber da mir die Idee an sich gefiel und mir die Protagonisten und der Schreibstil gefallen haben werden es 2 von 5 Sternen.
Es ist ein relativ kurzes Buch mit 221 Seiten und mit der größten Schrift die ich jemals in einem Buch hatte, vielleicht ist es ja was für den ein oder anderen. - Bernhard Aichner
Totenhaus
(261)Aktuelle Rezension von: Alexa_KoserZum Buch: Die Geschichte mit Brünhilde Blum geht weiter. Da es Unklarheiten mit einem Grab gab und es geöffnet wurde, hat man bemerkt, dass dort mehr Leichenteile drin liegen als sein sollten. Also muss Blum fliehen. Was für ein Zufall, dass sie gerade die Familie ihrer bereits verstorbenen Zwillingsschwester kennengelernt hat und dort Unterschlupf findet. Doch sind sie dort alle ehrlich zu ihr? Sie weiß nicht, wem sie trauen kann und das wird ihr zum Verhängnis…
Meine Meinung: Nachdem ich den ersten Teil wirklich toll fand, war ich so gespannt auf die Fortsetzung. Leider wurde ich hier jäh enttäuscht. War Blum im ersten Teil noch eine starke Frau, die ihre Trauer in Wut umgewandelt und clever gehandelt hat, ist sie hier einfach nur nervig. Fehlende Impulskontrolle und ihre Wut, die mittlerweile eigentlich verraucht sein müsste, kosten sie beinahe das Leben. Mehrmals wollte ich ins Buch hineinspringen und sie schütteln. Was ist nur aus dieser Frau geworden, die ich im ersten Teil noch fast bewundert habe? Hier handelt sie völlig irrational und denkt auch nicht im kleinsten an die Folgen. Fast hätte sie ihre ganze Familie mit hineingezogen, nur, weil sie total egoistisch handelt.
Die Story ist eigentlich richtig gut. Denn sie erfährt, dass sie eine Zwillingsschwester hatte. Diese hat zu Lebzeiten bestimmt, dass ihr toter Körper durch den Künstler und Plastinator Leo Kuhn ausgestellt wird. Auch den Bruder ihrer Schwester Björk, Ingmar und dessen Vater lernt sie kennen. Sie leben seit dem Tod der Mutter und Schwester völlig zurückgezogen in einem großen, stillgelegten Hotelkomplex. Genau dort wird Blum die nächste Zeit verbringen, eingesperrt in einem goldenen Käfig. Mich hat nur ihr Verhalten geärgert, da ihr die Menschen ja nur helfen wollen und sie immer wieder alle gegen sich aufbringt.
Mein Fazit: Leider hat mir Blum hier in dem Buch gar nicht gefallen. Ich musste mich so oft über sie aufregen. Nun bin ich natürlich gespannt wie ein Flitzebogen auf den dritten Teil und hoffe, dass er mir wieder besser gefällt!
- Janko Marklein
Florian Berg ist sterblich
(27)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerINHALT: Florian Berg (der sterblich ist, weil er ein Mensch ist und alle Menschen sterblich sind) studiert im ersten Semester Philosopie in Leipzig. Groß geworden ist er in einem kleinen Nest im Bremischen, wo er zwischen Harry-Potter-Romanen und Forellenteichen die ganze Breite ländlicher Langeweile kennenlernen durfte. Die spannendsten Dinge hier sind der wöchentliche Bücherbus und der heimische Eisvogel. Selbst sein Verein zur Pflege der Umwelt in Dorf und Umgebung, den er mit ein paar Freunden gründet, verkommt zu einem ziellosen Haufen von Dorfjungs, deren Horizonte aus Prügeleien und LAN-Partys bestehen.
Seine neuen Bekanntschaften in Leipzig sind die politisch sehr korrekte Line und ihr tumber Ex-Freund Stefan, mit dem er sich eine Wohnung teilt. Und dann ist da noch Anna, seine Logik-Tutorin, in die er sich ein bisschen verschossen hat und der er aus einem Bauchgefühl heraus bis nach Chile folgt und mit ihr an Studenten-Protesten teilnimmt.
FORM: Der Roman ist in fünfzehn Kapitel gegliedert, die abwechselnd in Leipzig (später in Chile) und im Bremischen Wulsbüttel ein paar Jahre früher spielen. Janko Marklein (*1988) wählte für seinen Erstling einen nüchternen Schreibstil fernab aller künstlerischer Spielereien. Klare, disziplinierte Sätze, die alles beschreiben, nur nicht die Innenwelt der Charaktere. Die muss man sich als Leser schon selbst zusammenschustern und da fällt eine Tatsache ganz besonders auf: Florian Berg ist furchtbar antriebslos. Alle Figuren haben Ziele, und wenn es nur das Beschaffen des nächsten Joints ist. Florian hingegen lässt sich treiben, reagiert nur und hat ganz klare Defizite in Sachen Empathie, ein Phänomen, dass sich nicht nur in der westdeutschen Provinz beobachten lässt (wie es unpassenderweise im Klappentext steht).
Marklein hat dieses Vor-sich-hin-Leben stilistisch ganz gut eingefangen, die Frage, die sich mir stellt, ist jedoch: Wozu soll ich das lesen? Ich spoilere mal etwas, indem ich verrate, dass sich Florian so gut wie nicht weiterentwickelt (der Entschluss, seiner Angebeteten nach Chile zu folgen, ist schon das Äußerste an Aktivismus). Zu einem guten Roman gehört doch aber auch, dass die Figuren eine Entwicklung durchmachen und am besten zu irgendeiner Erkenntnis kommen. Das war hier leider nicht der Fall. Es gibt im letzten Kapitel ein Gespräch, bei dem Florian so etwas wie eine passable Selbstbeschreibung liefert, das fand ich als finale Einsicht allerdings etwas dünn.
FAZIT: Marklein hat viel Talent aber wenig zu erzählen – drei Sterne.
*** Diese und viele weitere Rezensionen könnt Ihr in meinem Blog Bookster HRO nachlesen. Ich freue mich über Euren Besuch ***
- Zelda Fitzgerald
Himbeeren mit Sahne im Ritz
(32)Aktuelle Rezension von: bouquinInhalt:
Kaum jemand verkörpert den Zeitgeist der Roaring Twenties so wie Zelda Fitzgerald. Sie war der Prototyp des »Flappers«: frech, abenteuerlustig, extravagant. Ihre Erzählungen entführen uns in das glamouröse, schillernde Bühnenuniversum der Tänzerinnen, Schauspielerinnen und Sängerinnen und erwecken das Gefühl dieser Ära zum Leben. Die Lichter des Broadways, Schrankkoffer voll Tüllkleider, Orchideen in onduliertem Haar: Diese hinreißend sinnlichen Erzählungen handeln von der hohen Kunst, sich selbst zu inszenieren – und von dem Preis, den man dafür zahlt.
Quelle: https://blogger.randomhouse.de/bloggerportal/site/title/542085.html
Bewertung:
Die kurzen einzelnen Geschichten haben mir sehr gut gefallen. Die Protagonistinnen waren sich alle ähnlich: Sie waren alle hochnäsig, erfolgsgierig und aufmerksamkeitssuchende junge Frauen. Die Erzählinstanz fand ich auch sehr interessant: Über das „Ich“ weiß man gar nichts und er/sie beschreibt die jungen Frauen aus seiner/ihrer Perspektive.
Die einzelnen Geschichten waren auch sehr schnell zu lesen, da sie relativ kurz sind. Sie handeln um Liebe, Verlobungen, Schauspiel- und Tanzkarrieren, Freundschaften und Verrat. Weiters hat mir auch die Sprache sehr gut gefallen: Sehr detailreich und beschreibend.
Zitate:
„Im Stillen erwartet sie Großes vom Leben, und zweifellos war das einer der Gründe, warum das Leben ihr Großes gewährte.“ S. 7
„Sie konnte sich nicht mehr vorstellen, im Leben überhaupt etwas zu erreichen.“ S. 128
„Für viele Menschen ist die Liebe trügerisch wie die Marmelade in „Alice in Wunderland“ – gestern Marmelade, morgen Marmelade, nur heute gibt es keine.“ S. 136
Fazit:
Kurze und einprägsame Geschichten, die die „roaring twenties“ und deren Frauen sehr gut widerspiegelt.
- Kevin Kuhn
Liv
(19)Aktuelle Rezension von: DaniB83Liv und Franz, um die beiden Personen geht es überwiegend im Roman "Liv" von Kevin Kuhn. Die Leseprobe sowie die Charaktere hatten mich überzeugt: Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen. Als ich anfing, war alles noch im grünen Bereich. Wir lernen Liv und Franz kennen, wobei Livs Passagen textlich länger und gehaltvoller sind. Allerdings kam mir während der Lektüre, die durchaus flüssig war, immer wieder ein Social Media-Begriff unter, der mir absolut nicht gefiel und ich den auch nicht so gerne im Roman lese. Es war die Rede von 24K (eine x-beliebige Zahl), die einem folgen, und diese Aussage war für mich mit dem Rest des Schreibstils absolut nicht konform. Das stach heraus und ich musste mich immer ärgern, wenn ich diese Art von Angabe las.
Mit der Zeit wurde auch das Geschehen immer undurchsichtiger beziehungsweise auch etwas langatmiger, sodass ich mich dazu entschloss, doch eine größere Seitenanzahl ungelesen hinter mir zu lassen und mich gleich dem Ende zu widmen. Viel zu oft musste ich während des Lesens wieder zurückblättern oder auch pausieren und was anderes zur Hand nehmen, da ich einfach nicht weiterkam. Ich habe zwischen 2 und 3 Sternen bei der Bewertung geschwankt, bin dann aber auf 3 Sterne gegangen, da die Thematik absolut zeitgemäß und wichtig ist, außerdem das Ende dann doch wieder überzeugt hat.
- Lev Grossman
The Magician King
(6)Aktuelle Rezension von: Imagine_daydreamingMeine Meinung:
Die Serie ist besser! Ja ihr habt richtig gelesen, ich habe auch bei Band zwei meine Meinung nicht geändert. Verglichen mit Band eins muss ich sagen hat mir die Fortsetzung besser gefallen und das aus verschiedenen Gründen.
- Die Charaktere haben mich dieses Mal nicht so genervt wie in Band eins. Zwar ist Quentin immer noch nicht mein Lieblingscharakter, jedoch ist er nun erträglicher. Ich bin dieses Mal sehr froh, dass wir Julia näher kennenlernen können. Ich kannte zwar aus der Serie ihre Hintergrundgeschichte, diese aber zu lesen hatte es schon in sich.
- Wir sind mehr in Fillory unterwegs. Das war eine Sache welche ich in Band eins bemängelt habe da ich diese magische Umgebung doch sehr mag. Ich muss jedoch auch hier sagen, das Fillory in der Serie und das Geschehen mag ich dort lieber.
- Die Geschichte an sich hat mich mehr gezogen. Es gab verschiedene Handlungsstränge und aus dem Grund gab es immer wieder etwas neues zu erleben. Ich bin zwar ab uns zu durcheinander gekommen da diese nicht Chronologisch ablaufen und es immer wieder gewechselt wird, was gerade erzählt wird.
Abschließende Meinung:
Ich bleibe auch bei Band zwei der Meinung: Die Serie ist besser! Ich werde Band drei lesen um das ganze Abzuschließen, kann aber im Moment jedem eher die Serie ans Herz legen.
- Daniel Kehlmann
Unter der Sonne
(57)Aktuelle Rezension von: diepersephoneHier findet man stimmungsvolle Kurzgeschichten die gefüllt sind mit Einsamkeit und Langeweile, mit der Suche nach sich selbst und einem Sinn im Leben. Man hat die Möglichkeit tiefe Einblicke in das Leben von Menschen zu finden die man täglich auf dem Weg zur Arbeit sieht oder die im Bus neben einem sitzen könnten. Ganz normale Menschen eben mit ihren Ängsten, ihren Macken und ihren Träumen. Ein schönes Buch. - Dora Heldt
Geld oder Lebkuchen
(54)Aktuelle Rezension von: MarigoldDie Autorin entführt uns auf meine Lieblingsinsel Sylt, wo der Rentner Ernst Mannes und seine Freunde in ein turbulentes Abenteuer geraten. Der örtliche Bankfilialenleiter hat das Spendengeld für bedürftige Kinder gestohlen, also beschließen die Rentner, die Sache selbst in die Hand zu nehmen. Mit einer guten Portion Chaos, Herz, Humor und etwas Spannung entwickelt sich eine unterhaltsame Kriminalgeschichte.
Das Buch lebt von den liebenswerten Charakteren und der weihnachtlichen Adventszeit auf Sylt. Dora Heldt hat einen lockeren und leichten Schreibstil, wodurch sich das Buch schnell und angenehm lesen lässt. Es ist ein Unterhaltungskrimi, der mit einem Augenzwinkern daherkommt, und weniger ein blutiger und hochspannender Thriller. In meinen Worten: eine harmlose Kriminalerzählung auf der winterlichen Insel Sylt.
„Geld oder Lebkuchen“ eignet sich hervorragend, um in der kalten Jahreszeit noch ein wenig Weihnachtsstimmung zurückzuholen oder sich das Buch für die kommende Adventszeit auf die Leseliste zu setzen.
- David Walliams
Gangsta-Oma
(57)Aktuelle Rezension von: LeseHexe87Ben hasst Freitagabende. Dann muss er immer zu seiner langweiligen Oma, weil seine Eltern im "Stars auf dem Parkett"-Fieber andere Prioritäten haben als ihn. Und überhaupt, Ben scheint den Erwartungen seiner Eltern, die ihn unbedingt zu einer Profi-Tänzer-Karriere überreden wollen, einfach nicht gerecht zu werden. Aber Ben hat andere Stärken und Talente, die er gemeinsam mit seiner vielleicht doch gar nicht so langweiligen Oma entdeckt.
Mein Mann hat das Buch auf Basis zahlreicher sehr positiver Rezensionen für unseren derzeit 9-jährigen Sohn gekauft, ich habe ihm das Buch dann abends vorgelesen.
Die Story hat ihn direkt angesprochen. Die lustige (und für Erwachsene teils durchaus absurde) Geschichte um Ben und seine Oma, die nach Kohl riecht, kam für meinen Sohn genau richtig daher, für mich persönlich an einigen Stellen etwas "drüber". Das schmälert jedoch nicht, dass wir beim Lesen sehr viel Spaß hatten und dass die zunehmende Spannungskurve zahlreiche Male ein "Bitte noch ein Kapitel!!!" zur Folge hatte. Die Handlung ist gleichermaßen lustig wie spannend, zum Ende wird es, für mich als Erwachsene sehr überraschend sehr nachdenklich und traurig. Meinen Sohn hat das nicht gestört, ich persönlich empfand es als irritierend bis unpassend.
Achtung, ich gehe im nachfolgenden Abschnitt genauer auf diesen Teil des Buches ein, es folgen daher Spoiler!
:SPOILER: :SPOILER: :SPOILER:
Bens Oma löst zum Ende der Geschichte, die bis dahin von sehr fantasiereichen kriminalistischen Geniestreichen und einigen Familienthemen geprägt war, auf, dass sie an Krebs erkrankt ist. Es dauert nur wenige Seiten, auf denen Ben zuerst mit Tempo 180 in einen Schock verfällt, seine Oma stirbt wenige Monate später und das Thema Verlust und Trauer sind plötzlich im Fokus der Geschichte. Das war für meinen erwachsenen Verstand doch ein bisschen zu viel thematische Kehrtwende. Zumal es sicher für einige Kinder, die zwar gerne Kinder-Krimis lesen, ein Thema sein könnte, das nicht nur überraschend kommt, sondern auch (zu) sehr unter die Haut geht.
:SPOILER: :SPOILER: :SPOILER:
Insgesamt gebe ich dem Buch daher eine gute, jedoch aufgrund der genannten Punkte keine sehr gute Bewertung. Wenn ihr neugierig geworden seid, lest das Buch einfach selbst und bildet euch eure Meinung :-) - Stephen King
Ein Gesicht in der Menge
(114)Aktuelle Rezension von: SpowileinIch bin ein großer Stephen King Fan und freu mich immer, wenn ich ein Buch von ihm in der Hand halte. Auch seine früheren Kurzgeschichten haben mich stets überzeugt. Mit „Ein Gesicht in der Menge“ konnte ich leider nicht viel anfangen.
Die Beschreibung des Protagonisten, welcher sich immSterbeprozess befindet, ist nicht ausführlich genug. Seine „Fehltritte“ werden beschrieben, aber trotzdem fehlt es an Tiefe. Natürlich beschreiben Kurzgeschichten einen kleinen Ausschnitt, jedoch habe ich das Gefühl, dass die Autoren versucht habe ein ganzes Leben in diese zu pressen und haben am Ende leider das Gefühl für die fesselnden Details verloren. Warum der Trikotwechsel, warum die auserwählten Personen, wie lange soll am Ende auf den vermeintlich letzen Gast gewartet werden. Leider hat mich die Geschichte nicht in den Bann gezogen. Irgendwie ist sie nicht ganz stimmig, weshalb ich das Buch auch nicht weiterempfehlen würde.























