Bücher mit dem Tag "langsamkeit"
12 Bücher
- Martin Walker
Bruno Chef de police
(276)Aktuelle Rezension von: Sanne54Nachdem ich schon sehr oft über Bruno, den Chef de Police eines kleinen Örtchens in der französischen Provinz gestolpert bin, nie aber ein Buch gelesen habe, habe ich nun doch mal einen Blick in den ersten Teil gewagt.
Und bin auch eine durchaus charmant konstruierte Geschichte gestoßen, was den namensgebenden Protagonisten und das Setting betrifft. Ein bisschen wie Rosamunde Pilcher in Frankreich. (Passenderweise kommen auch einige Engländer vor.) Bruno, dessen Rolle nicht so ganz trennscharf auf den örtlichen Polizisten festzulegen ist, hat eine große Schwäche fürs Kulinarische und die Tradition seines Perigords, wofür er sich gerne auch mal mit der EU anlegte, und ist anerkannter Teil seiner Gemeinde Saint-Denis. Obwohl kleinere Versuche gewagt werden, der Figur Tiefe zu verleihen (betrifft seine Vergangenheit in der Armee und dass er als Waise aufgewachsen ist), bleibt der überzeugte (?), aber begehrte Junggeselle sympathisch, allerdings ohne Ecken und Kanten. Das finde ich persönlich Schade.
Insgesamt wartet das Buch für mich mit zu vielen Klischees auf. Vielleicht trägt das zum "Cosy"-Gefühl bei, das diese Krimi-Reihe so erfolgreich macht, ich würde mir mehr Authentizität wünschen und weniger "Reiseführer"-Feeling. Da sind die Figuren die entscheidenden Stellschrauben, wie ich finde.Und dann macht zwischen Wochenmarkt, Kulinarik und Tennisplatz der Fall plötzlich eine überraschende Wendung. Nicht nur durch den brutalen Mord, bei dem Bruno den Ermittlern zuarbeitet, sondern auch durch den politisch-historischen Hintergrund, den der Autor einarbeitet. Hier werden interessante Themen aufgeworfen, die aber in diesem Kontext einfach zu flach und banal bearbeitet werden. Das wird der Thematik einfach nicht gerecht, weshalb ich einen zweiten Punkt abziehe. Vielleicht passen die folgenden Fälle Brunos besser zum Setting und sind nicht im Bereich des politisch-brisanten Kapitalverbrechens angesiedelt, denn das würde ihnen meiner Meinung nach besser zu Gesicht stehen.
Im Großen und Ganzen leicht lesbare Unterhaltung und ein sympathischer, spitzbübischer Protagonist, der nachvollziehbar viele Fans hat und hier aber leider in eine zu ambitionierte Story verwickelt wurde.
- Stefan Beuse
Die Ziege auf dem Mond
(30)Aktuelle Rezension von: Ela1993Eine Ziege, die auf dem Mond lebt, klingt verrückt und ist es irgendwie auch. Das Buch erzählt genau diese Geschichte und lässt einem in dem Moment versinken. Bei mir kamen beim Lesen ganz viele Fragen auf.
Dieses Buch zu bewerten fällt mir wahnsinnig schwer. Während ich die Illustrationen wunderschön fand und begeistert angeguckt habe, fand ich den Text ok. Ich habe mich auch gefragt, für welche Altersspanne das Buch geschrieben ist. Allerdings fände ich es tatsächlich spannend im Ethikunterricht einzusetzen und mal zu schauen, was meine Schüler dazu sagen. Vielleicht schätze ich es selbst weniger geeignet für die Kinder ein, als gedacht. Es bietet auf alle Fälle wunderbare Gesprächsanlässe. Einen Versuch ist es wert.
Ich habe lange überlegt, ob ich 3 Sterne gebe, doch die Illustrationen waren einfach zu schön.
- Mara Stadick
Orgasmic Woman
(19)Aktuelle Rezension von: angie_mollyOrgasmic
*Werbung* /*Rezensionsexemplar*
Als ich das Cover und den Titel sah, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Vielen Dank für das Leseexemplar.
Selbstliebe in 30 Tagen, das Kennenlernen deines Körpers, bzw. deiner Lust? Das wollte ich unbedingt ausprobieren!
Ich fand die Aufteilung des Buches sehr gelungen: Als erstes stellen sich die drei Autorinnen vor. Mich hat es einfach fasziniert, wie offen und ehrlich sie mit ihren Erzählungen waren, da hat man sofort ein vertrautes und entspanntes Gefühl. Dann geht es weiter mit dem Check-in: die Autorinnen stellen uns Lesern einige Fragen, die man für sich beantworten soll. Vieles konnte ich nicht beantworten, da ich mich nie mit dem Thema beschäftigt habe, ich wusste es einfach nicht, manchmal habe ich mich schon fast geschämt. Schritt für Schritt wird der weibliche Körper erklärt, allerdings habe ich, wie gesagt, gar keinen Plan davon. Alles war für mich neu und sehr informativ. Das ganze Buch ist sehr schön illustriert, sieht einzigartig aus, sowas habe ich noch nie gesehen bzw. gelesen.
Die Übungen für die 30 Tage Selbstliebe sind wirklich schön beschrieben und super erklärt. Die Übungen sind nicht vorwiegend sexueller Natur, vielmehr geht es darum sich neu wahrzunehmen, zu erforschen und zu entdecken.
Hilfreiche Tipps fehlen auch nicht, ein Glossar findet man auch in diesem wunderschönen Buch.
Ein super gutes Buch, das ich jedem empfehlen kann!
- Winfried Hille
Slow
(9)Aktuelle Rezension von: MatthiasBreimannSlow – Die Entscheidung für ein entschleunigtes Leben.
Ein Werk voller Weisheit und mit Liebe verfasst.
Winfried Hille zeigt in zehn Kapiteln auf, wie man mit einfachen aber effektiven Mitteln, sein Leben wieder in Ruhe und mit Genuß, leben kann.
Durch zahlreiche Übungen und Tipps wie, sich einfach nur einmal auf einen Stuhl zu setzen nichts zu tun und sich Bewusst langzuweilen, wird dem Leser aufgezeigt, wie einfach es ist, einmal Zeit zu „verschwenden“.
Ergänzt wird das Buch mit Zitaten und Weisheiten, aber auch mit kurzen Geschichten, aus dem Altag des Verfassers selbst. Wobei das ein oder andere mal, auch der Humor nicht zu kurz kommt.
Slow Loving, Slow Food und Slow Travel, sind dabei nur drei Beispiele des Slow Living – Konzepts.
Ein Werk für alle, die aus ihrem hektischen Leben entfliehen und einfach nur mal Faul sein wollen! - Sharon Garlough Brown
Unterwegs mit dir (1)
(33)Aktuelle Rezension von: Raphaela23Ich habe die Buchreihe nun bereits zum zweiten Mal gelesen und bin einfach begeistert! Die Bücher gehen nur so über vor Tiefe, Weisheit und Erfahrungsschatz. Der erste Band ist mein absoluter Favorit.
Die Geschichte aus den Sichtweisen von vier ganz unterschiedlichen Frauen ist sehr angenehm zu lesen und hat mich kaum mehr losgelassen. Durch die starke Verflechtung von Seelsorge, geistlicher Supervision und Theologie eignet sie sich eher für Menschen, die bereits im Glauben stehen und vielleicht auch mit einigen Fragen und Lebenssituationen zu kämpfen haben.
Durch die Verschiedenheit der vier Charaktere deckt die Erzählung eine große Bandbreite an Erfahrungen und Persönlichkeiten ab und ist sehr vielschichtig. Die Geschichte arbeitet mit kurzen Rückblenden ins Kindesalter, um die individuellen Kämpfe der Protagonistinnen psychologisch besser verstehbar zu machen. Dies ermöglicht dem Leser eine tolle Innenschau und regt extrem zur Selbstreflexion an. Die sehr erfahrene Autorin lässt viele psychologisch-seelsorgerische Details einfließen, wodurch die Inhalte und das sehr intensiv zur Geltung kommen. Dabei stehen ein einladendes Gottesbild und eine sehr differenzierte Christologie im Vordergrund. Gleichzeitig bleiben die Charaktere nahbar, verwundbar, ehrlich, herausgefordert und menschlich.
Bereichert wird die Erzählung der geistigen Reise durch ganz konkrete Übungen und Anleitungen, die gut für die persönliche stille Zeit oder Gruppenarbeiten genutzt werden können und einen tollen Mehrwert für das eigene geistige Leben haben.
Ich kann das Buch einfach jedem Gläubigen nur ans Herz legen! Lasst euch mitnehmen, berühren und verändern.
(TW für: Endometriose/TotalOP, Suizid und -versuch, sexualisierte Gewalt, Abtreibung)
- Leonie Swann
Mord in Sunset Hall
(25)Aktuelle Rezension von: Nimmie_AimeeMord in Sunset Hall – Leonie Swann
Agnes Sharp lebt mit mehreren Senioren in einer WG in ihrer Villa um sich gegenseitig zur Hand zu gehen. Da ist Edwina, die sich fürsorglich um die Schildkröte Hettie kümmert, Winston, der im Rollstuhl sitzt, der Marshall, die erblindete Bernadette und natürlich Agnes, die mit dem Hören und ihrer Hüfte zu kämpfen hat. Als sie ihre Mitbewohnerin Lillith erschossen im Garten auffinden und kurz darauf auch die unbeliebte Nachbarin Mildred erschossen wird geht in er Senioren-WG der Trubel los und sie werden von den anderen Dorfbewohnern verdächtigt. Unterdessen versuchen sie selbst den Mörder zu finden.
Ein schöner Cozy Crime. Die Charaktere sind herrlich skurril und sorgen für ordentlich Chaos. Die Geschichte verfolgt überwiegend Agnes‘ Perspektive und somit begleitet man sie bei ihren Ermittlungen. Es macht Spaß die Bewohner bei ihren unorthodoxen Ermittlungsmethoden zu begleiten. Der Fall lädt zum Miträtseln ein und man wird auf viele Fährten gelockt.
- Erik Lorenz
Streifzug durch Laos
(9)Aktuelle Rezension von: Elenas-ZeilenZauber‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Da ich selber bereits Laos bereist habe, war ich natürlich umso neugieriger auf das Buch.
Die unterschiedliche Wahrnehmung mag daran liegen, dass der Autor bei seiner Reise ca. Mitte 20 war. Da mag man vieles einfacher sehen und sich weniger Gedanken um die Gefahren eines Ausflugs machen.
Einerseits hat Lorenz das Land wundervoll beschrieben und genauso habe ich es kennengelernt. Andererseits fand ich ihn rücksichtslos.
Nehmen wir nur mal eine Motorradfahrt. Da wird durch Flüsse gefahren und als dann die Maschine logischerweise absäuft, lässt man sie einfach stehen und fährt mit der anderen weiter. Sich mal Gedanken darüber zu machen, dass der Motorradverleih die Lebensgrundlage für die Menschen bedeutet und Ersatzteile schwer zu beschaffen sind, darüber machten sich weder Lorenz noch sein Kumpel Gedanken. Hauptsache sie konnten ihre Fahrt zu einem Wasserfall fortsetzen.
Ich gebe zu, ich bin nicht in die Berge zu Dörfern gereist, die selten Kontakt mit Touristen haben, aber ich gebe auch zu, das Waten durch den Matsch wäre nicht meins gewesen. Doch diese Erfahrung fand ich äußerst interessant.
Es nervte allerdings, dass Lorenz immer wieder gedankliche Ausflüge in die Geschichte und Politik des Landes machte, die dann teilweise mehrere Seiten schwafelig meinen Lesefluss störten. Ich hatte einen Reisebericht erwartet und keine Geschichtsstunde.
Manche kritische Situation hätte der Autor mit vorherigem Nachdenken vermeiden können und ich konnte nur mit dem Kopf über soviel Gedankenlosigkeit schütteln. Da hatte ich dann auch kein Mitleid für seine Nervosität oder Furcht vor den Konsequenzen.
Total genervt haben mich Passagen, in denen etwas angerissen und nicht beendet wurde. Zum Beispiel: ich fuhr mit einem mulmigen Gefühl über diese enge Holzbrücke und stieß links und rechts ans Geländer. Und das war es, kein „Ich war froh, als ich am Ende ankam“ oder „Puh, das war echt spannend“. Nein, keine Auflösung des Gefühls.
Laos ist ein wundervolles Land. Für Menschen, die mit dem Gedanken spielen, dorthin zu reisen, ist dieses Buch keine sinnvolle Lektüre. Ich vergebe 3 laotische Sterne.
‘*‘ Klappentext ‘*‘
Laos ist ein Land, das seine Besucher immer wieder verzaubert: Erik Lorenz ist einer von ihnen. Er dringt tief in die bergigen Wälder des laotischen Nordens vor und besucht die traditionellen Dörfer der Akha. In der alten Königsstadt Luang Prabang steht er Zeugen längst vergangener Zeiten gegenüber, die die Geschichte eines ganzen Landes atmen. Auf dem mächtigen Mekong kostet er den Geschmack der Grenzenlosigkeit. Er erkundet Laos von Norden bis Süden und lernt ein armes Land kennen, das reich an Menschen ist, die oft ein Lächeln auf den Lippen tragen. Entdeckungsdrang, Abenteuerlust und eine gesunde Portion Humor: »Streifzug durch Laos« bietet alles, was einen unterhaltsamen und informativen Reisebericht ausmacht.
- Michael Ende
Tranquilla Trampeltreu
(15)Aktuelle Rezension von: WunderweltensbuecherEins vorweg: Ich LIEBE Schildkröten, deshalb musste das Buch auch zu mir gelangen.
Wir begleiten Tranquilla auf ihrer Reise zur Hochzeit von Leo. Dabei trifft sie viele unterschiedliche Tiere, die ihr davon abraten, sie sei doch viel zu langsam. Doch sie lässt sich nicht umstimmen und setzt ihren Weg fort. Das Buch ist super liebevoll und warm illustriert, Text und Bild sind sehr ausgeglichen und die Festigkeit des Papiers super angenehm. Die Geschichte ist kurzweilig und hat doch auch eine Moral dahinter, trotzdem ist der Funke nicht so ganz übergesprungen.
- Karine Lambert
Der unsichtbare Garten
(64)Aktuelle Rezension von: BuschchristineFür Vincent bricht eine Welt zusammen, als er erfährt, daß er nur noch ein paar Wochen sehen kann. Er ist Tennistrainer, will mit seiner Freundin zusammenziehen, glücklich sein.
Er selbst kommt mit dieser Situation überhaupt nicht klar. Wie soll es nun weitergehen? Will er, mit der Gewissheit zu erblinden, eigentlich weiterleben?
Dieses Buch hat mich sehr berührt.
Man begleitet Vincent auf seinem Weg durch alle Höhen und Tiefen.
Wie er seinem Umfeld vor den Kopf stößt. Sich in seiner Angst und Verzweiflung verliert.
Der Garten seines Großvaters ist sein einziger positiver Halt. Hier findet er seine innere Ruhe.
Mehr verrate ich nicht, sonst müsste ich spoilern.
Dies war das erste Buch der Autorin, daß ich gelesen habe.
- Jörg Graser
Weißbier im Blut
(13)Aktuelle Rezension von: HoldenBei mir war das damals eher "Blut im Weißbier", aber das gehört nicht hierher: Ein Lokalkrimi um einen trinkfesten niederbayerischen Kommissar namens Kreuzeder, gespickt mit schwarzem und bayerischem Humor. Am Holznerhof ist jemand vom Mähdrescher überrollt worden, und von der Aktentasche des Pechvogels ist auch nichts übriggeblieben. Zu allem Überffluß scheint der Holznerbauer auch noch die Polizei und die öffentlichen Behörden zu bedrohen, dabei ist das nur die bayerische Ausdrucksweise. Bisweilen versteigt sich der gute Kommissar zu theologischen Sinndebatten mit dem Oberkirchner Dorfpfarrer und zur Infragestellung des strafrechtlichen Schuldprinzips entsprechenden Bibelstellen, die von Vergebung künden (unerwartet tiefgründig für eine Krimikomödie), aber am Ende wird alles gut und wer viel trinkt, behält am Ende die Oberhand. Ein makaber-morbider Krimi, mit durchaus ersthaften und schweren Momenten.
- Hanns Dieter Hüsch
Das schwarze Schaf vom Niederrhein
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenHüschs Porträts gewöhnlicher Niederrheiner, manchmal blitzt der Verdruss über die gerade zurückliegende Nazizeit auf, und schön ist auch sein (verschlüsselter) Toleranzaufruf, ansonsten bekommt man das Bild eines etwas behäbigen altersklugen Mitmenschen präsentiert, den ich gern noch etwas schärfer formuliert gesehen hätte. Und auch wieder das Gegenteil kennt man ja...
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