Bücher mit dem Tag "langweilig"
187 Bücher
- Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
(3.703)Aktuelle Rezension von: SnowWhite_„Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen“ von Sarah J. Maas ist ein gelungener Auftakt der Buchreihe. Das erste Buch der Romantasy-Reihe hat mir gut gefallen und macht definitiv Lust auf die weiteren Bände.
Besonders gut fand ich die starke Protagonistin Feyre, die sich nicht alles gefallen lässt und ihren eigenen Kopf hat. Ihr Verhalten war für mich zwar nicht immer ganz nachvollziehbar, trotzdem mochte ich sie als Hauptfigur.
Auch die Welt, die Sarah J. Maas erschaffen hat, ist sehr einzigartig und spannend beschrieben. Die Geschichte war packend und konnte mich oft fesseln. Insgesamt ist es ein guter Start in die Reihe und ich freue mich schon darauf, die nächsten Bücher zu lesen.
- Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe − Sterne und Schwerter
(2.141)Aktuelle Rezension von: Chiara_M_Eine Achterbahn der Gefühle! 😍✨☀️🤩😮💨😫🤯😭🥰✨Ich habe Teil 3 direkt begonnen, nachdem ich Band 2 beendet hatte, da ich so dringend wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht. Dieses Buch ist mindestens genauso gut wie der vorherige Teil - wenn nicht sogar noch besser. Ich habe mitgefiebert, ich war empört, ich habe geflucht und geweint, ich habe gelächelt und gelacht. Die Story hat mich absolut in ihren Bann gezogen und es war ein Leichtes für mich, alles um mich herum zu vergessen! Das Buch hat mich einige Stunden Schlaf gekostet, weil ich mit Lesen nur ungern aufhören wollte. 😂 Und weil ich in dieser Rezension nicht spoilern möchte, bleibt mir lediglich übrig, zu sagen, dass ich alles daran geliebt habe! 🥰✨
- Anna Todd
After passion
(4.901)Aktuelle Rezension von: Stefanie-BAfter Passion ist der erste Band der bekannten After-Reihe und erzählt die Geschichte von Tessa Young und Hardin Scott. Tessa beginnt ihr Studium als eher ruhige, strukturierte Studentin mit klaren Zukunftsplänen – bis sie Hardin begegnet. Er ist das komplette Gegenteil von ihr: rebellisch, verschlossen und emotional schwer greifbar.
Der Roman liest sich insgesamt sehr flüssig . Besonders schön fand ich, wie leicht man in die Geschichte hineinkommt und wie schnell man durch die Seiten fliegt. Die emotionalen Momente zwischen Tessa und Hardin sind oft sehr intensiv geschrieben, sodass man als Leser(in) stark in die Beziehung der beiden hineingezogen wird.
Dabei besteht ein großer Teil der Handlung aus dem ständigen Auf und Ab zwischen den beiden. Streit, Versöhnung, Missverständnisse und erneuter Streit wiederholen sich relativ häufig. Dadurch kann die Beziehung teilweise etwas unnötig dramatisch wirken.
Andererseits macht gerade die Dynamik zwischen den Protagonisten einen großen Teil des Reizes der Geschichte aus. Außerdem ergibt sich hieraus dann der Grundsetin für die Entwicklung der Charaktere, die ebenfalls prägend für das Buch ist und stark beschrieben wird.
After Passion ist ein interessanter, fesselnder New-Adult-Roman, der vor allem durch seine emotionale Intensität und die starke Anziehung zwischen den Hauptfiguren lebt. Wer Geschichten über komplizierte Beziehungen, große Gefühle und dramatische Wendungen - mit halbwegs viel Hin und Her - mag, kommt hier auf seine Kosten.
Fazit:
Ein sehr schöner Auftakt der Reihe mit viel Emotion und Spannung, der jedoch durch das häufige Hin und Her in der Beziehung etwas anstrengend werden kann… der aber andererseits gerade dadurch geprägt wird und mich damit stark fesseln konnte. Insgesamt ein unterhaltsames Buch, das Lust darauf macht, die Reihe weiterzulesen. - Sarah J. Maas
Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis
(2.649)Aktuelle Rezension von: Chiara_M_ACHTUNG SPOILER!!!!
Ganz klar 5 Sterne :-)
Nach den schrecklichen Erlebnissen mit Amarantha und den Erlebnissen unter dem Berg kehrt Feyre gemeinsam mit Tamlin und Lucien zurück an den Frühlingshof. Sie ist nun eine Fae, durch die sieben High Lords ins Leben zurückgeholt. Sie wird von Albträumen und Melancholie heimgesucht, welche sie immer mehr in die Tiefen zieht. Ianthe, eine Hohepriesterin, scheint ihr freundschaftlich zur Seite zu stehen, und versucht sie ins Leben zurück zu begleiten. Feyre hat die Freude am Malen verloren da Farben sie an das Blut der von ihr getöteten Fae, im Kampf gegen Amarantha, erinnert.
Tamlin, welcher im Laufe des ersten Teil des Buches immer besitzergreifender wird, versucht sie vor allem und jeden zu schützen und versucht sie komplett von der Aussenwelt abzuschirmen. Er merkt nicht das sie immer unscheinbarer und zerbrechlicher dadurch wird. Letztendlich fordert Rhysand seine Woche im Monat am Hof der Nacht ein und versucht Feyre das Schreiben und Lesen beizubringen sowie das Beherrschen ihrer Fähigkeiten.
Feyre lernt den Inner Circle von Rhys kennen.
Cassian: Illyrianischer Krieger und einer der besten Freunde von Rhys
Azriel: ebenfalls ein illyrianischer Krieger und bester Freund von Rhys
Mor: Cousine von Rhys und bedeutende Person in Rhy`s Armee
Amren: ein Wesen aus der alten Zeit und ebenfalls bedeutende Person in der Armee
feyre kann letztendlich überzeugt werden am Hof der Nacht zu bleiben und gemeinsam mit Cassian, welcher ihr das Kämpfen beibringt und Rhys, welcher ihr die Beherrschung ihrer Fähigkeiten beibringt. Eine Verbundenheit zu Rhysand welche mit Zuneigung, prickelnder Erwartung und Neckereien gespickt ist, ist immer wieder Bestandteil des Buches und lässt den Leser nur darauf warten das sie zusammen kommen. Eine zärtliche Berührung Rhysand`s mächtiger Schwingen lässt ihn erschauern und Rhys verdreht Feyre bei ihren gemeinsamen Flügen ganz schön den Kopf.
Rhys zeigt Feyre die Stadt Velaris welche er durch Magie verborgen hält. Velaris ist dadurch von der Schreckensherrschaft durch Amarantha verschont geblieben und erstrahlt voll Schönheit, Freude und Lebenslust. Doch kann Rhysand diese Barriere aufrecht erhalten?
Der Inner Circle und Feyre sehen sich einer neuen Gefahr gegenüber stehen. Der König von Hybern möchte das Land der menschen vernichten und versucht die Fae auf seine Seite zu ziehen. Dies wollen Rhysand und Co. mit aller Macht verhindern und gehen so ein tragisches Bündnis mit den Königinnen der Menschen ein. Letztendlich werden sie von ihnen verraten und Velaris wird angegriffen und fast komplett zerstört.
Auch Nesta und Elaine, Feyre`s Schwetsern werden diesem Krieg nicht ausweichen können. Als Feyre, Rhys und Co. sich zu der Insel Hybern begeben geraten sie in einen Hinterhalt welcher durch Tamlin geplant wurde und Cassian und Azriel werden schwer verletzt. Mit Hilfe des Königs von Hyburn trennt Tamlin die sichtbare Verbindung von Rhys und Feyre. Jedoch sind Rhys und Feyre eine tiefere, weitreichendere Verbindung eingegangen. Es stellte sich heraus das sie Seelenverbündete sind und am Abend vor der Abreise nach Hyburn hat Rhys Feyre zu seiner High Lady ernannt.
Feyre lässt alle glauben das Rhys sie mit Magie in ihren Bann geschlagen hat und durch die Lösung der Verbindung sie nun wieder klar sieht und mit Tamlin an den Frühlingshof zurück kehren möchte. Einzig der Inner Circle durchschaut dieses Spiel und Lucien scheint etwas zu ahnen. Feyre kehrt somit an den Frühlingshof zurück und nimmt ein Leben mit Tamlin in Kauf um den Hof von innen zu infiltrieren.
Oh mein Gott dieses Ende des Buches hat mich echt geschafft und ich warte sehnsüchtig auf den dritten Band. Rhysand hat eine absolut traumhafte Protagonistenrolle und der Inner Circle ist einfach der Hammer. Tamlin mochte ich ersten Buch schon nicht und jetzt natürlich noch viel weniger. Ich bin allerdings sehr gespannt wie es mit Lucien weitergehen wird. Ich habe den Eindruck das er Tamlin nicht mehr so ganz loyal ergeben ist.
Man erfährt gegen Ende des Buches warum Tamlin und Rhys so verfeindet sind. Einst waren sie Freunde, jedoch liess Tamlin die Familie von Rhys respektiv seine Schwetser und Mutter hinterhältig ermorden und Tamlin brachte Rhy`s Vater um. Nicht unbedingt Pluspunkte für unsern lieben Tamlin.
Ianthe, die Priesterin, stellt sich im Laufe des Buches als intrigante, hinterlistige und machthungrige Schlange raus, die nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht ist und nur an Macht interessiert ist. Gewissen kennt sie nicht.
Mor, die Cousine Rhysnad`s ist eine bemerkenswerte und taffe junge Frau. Einst dazu auserkoren Lucien`s älteren Bruder zu heiraten, nimmt sie ihr Schicksal selber in die Hand und vergibt ihre Jungfräulichkeit an Cassian. Daraufhin wird sie von ihrer Familie verstossen und misshandelt. Sie wird mit einem Zettel, welcher mit einem Nagel an ihrem Körper befestigt ist, geschunden und geschlagen einfach liegen gelassen. Rhys nimmt sich ihrer an und sie nimmt eine bedeutende Rolle im Inner Circle ein.
Amren: ein Wesen aus der alten Zeit. Geheimnisvoll, stark beängstigend. Eine sehr alte und gute Freundin Rhysand`s.
Cassian: ein illyrianischer Krieger welcher immer einen coolen Spruch auf den Lippen hat, schöne Frauen bevorzugt und mächtig stolz auf seine Flügel ist. Einer der besten Freunde von Rhys.
Azriel: ebenfalls ein illyrianischer Krieger mit mächtigen Schwingen und einer hochsensiblen Fähigkeiten zu spionieren. Ganz offensichtlich Mor sehr zugetan.
Die Beschreibung des Landes sowie der Stadt Velaris hat mich sehr beeindruckt. Velaris konnte ich mir sehr lebhaft vorstellen. Mit dem Stadthaus sowie dem Haus auf dem Berg, der glitzernde Fluss sowie dem Künstlerviertel. Es machte den Eindruck von Wärme, goldener Sonne, unbeschwerten Fae die lachend durch die Stadt wandern. Die Nächte sind lau und dominiert von den Sternen. Es wehte eine leichte Brise und die Luft war erfüllt von allerlei herrlichen Düften.
ebenso fasziniert hat mich die Entwicklung der Charaktere sowie deren Beschreibung. Feyre wirkte auf mich zu Beginn des Buches ein wenig nervig. Klar, nach den schrecklichen Erlebnissen erwartet man nicht das sie singend und tanzend durch die Welt läuft, aber über Kapitel und Seiten hinweg diese depressive Stimmung fand ich ein wenig anstrengend. Ebenso ihre kapitulationslose Annahme der Einschränkungen durch Tamlin. Gerne hätte ich sie mehrmals geschüttelt. Im Laufe des Buches macht sie doch eine sehr schöne Wandlung, auch wenn manche ihrer Eiegnschaften mich durchs ganze Buch hinweg ein bisschen genervt haben. Unter Anderem ihre Selbstzweifel und Gedanken betreff Tamlin. Hat dem Buch aber keinen Abbruch getan.
Rhysand konnte mich schon im ersten Buch fesseln. Sein Charakter hatte für mich immer etwas verborgenes und gespieltes. Dies kommt ja nun auch im zweiten Band zu Tage. Er hat sich jahrelang Amarantha unterworfen um seine Freunde und die Stadt Velaris zu schützen. Er machte sich zur Hure Amaranthas, der mächtigste der sieben High Lords war nichts anderes als ein Spielzeug. Daran hat Rhys, verständlicherweise, auch während des ganzen Buches zu knabbern. Immer wird versinkt er in Melancholie und Selbstzweifel. Er verbirgt diese Zweifel hinter einer Maske aus Arroganz und Stärke und schreckt somit Feyre mehr als einmal ab.
Auch seine Gefühle für Feyre kann er nicht richtig kanalisieren und versucht sie nicht wirklich wahrzunehmen. Rhysand wird uns im Laufe des Buches als ein starker und warmherziger sowie ein etwas selbstloser Charakter dargestellt. Jedoch wird er auch als ein sehr begehrenswerter und absolut leidenschaftlicher Fae dargestellt welches eine interessante und sehr liebenswerte Mischung ergibt.
Er spielt mit Feyre auf eine liebevolle und neckische Art welche sie auch an den Tag legt. Ausserdem ist er sehr darauf bedacht das sie ihre Freiheiten behalten kann und nur sich selbst gehört. Er möchte auf keinen Fall das sie sich fühlt wie am Frühlingshof. Eingesperrt und ihrer Freiheiten beraubt.
Der Showdown und der Cliffhanger des Buches haben mich wirklich fertig gemacht. Ich will unbedingt wissen wie es mit Feyre weitergeht. Wie wird es Lucien ergehen, der in Elaine seine Seelenverbündete entdeckt hat und die von Mor an einen sicheren und geheimen Ort gebracht wurde. Was wird Tamlin noch alles bosshafte einfallen und wird er hinter Feyre`s Infiltration kommen??? Wie kann Rhysand mit der Tatsache umgehen das Feyre sich am Frühlingshof befindet? Wird Cassian geheilt werden können und seine Flügel wieder benutzen können? Wird Azriel Mor seine Liebe gestehen? Welches sind die nächsten Schritte des König von Hyburn? Wird es zu einem Krieg kommen? Was wird aus der Stadt Velaris??
Fragen über Fragen und noch sooooo lange Zeit bis diese beantwortet werden können.
Ganz klare Leseempfehlung von mir für dieses tolle Buch.
Diese Rezension erscheint ebenfalls auf meinem YT Kanal.
- Veronica Roth
Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit
(3.732)Aktuelle Rezension von: Nicole_ThoeneDer zweite Band der dystopischen Jugendbuch-Trilogie von Veronica Roth, "Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit", setzt die Geschichte von Beatrice "Tris" Prior fort und bietet eine neue Perspektive auf ihre Herausforderungen in einem zunehmend gefährlichen Chicago. Nach dem Tod ihrer Eltern während eines Krieges zwischen den Fraktionen Ferox und Ken ist Tris gezwungen, mit ihren Freunden zu fliehen. Diese Flucht wird zusätzlich gefährdet, da Tris und ihr Freund Tobias "Four" als Unbestimmte gejagt werden, was ihre Situation noch komplizierter macht. Währenddessen erkennt Tris, dass sie sich verändert hat und muss sich mit ihren inneren Konflikten und dem Verlust auseinandersetzen, was sie manchmal schwierig im Umgang macht.
Der Schreibstil von Roth bleibt temporeich und spannend, wobei die Actionszenen oft überwiegen. Dennoch leidet der Plot unter dieser Intensität, da es an Platz für eine tiefere Entwicklung mangelt. Tris' Transformation zur starken, rebellischen Frau liefert interessante Ansätze, jedoch wird sie durch die stereotype Darstellung von Tobias und einige fragwürdige Entscheidungen in der Handlung geschwächt. In diesem Band wird auch das dystopische Motiv des Klimawandels thematisiert, was eine weitere Dimension zur erzählten Welt hinzufügt, aber nicht genug Raum erhält, um wirklich bedeutend zu wirken.
Insgesamt wird "Die Bestimmung – Tödliche Wahrheit" als weniger überzeugend im Vergleich zum ersten Band wahrgenommen. Während die dystopischen Elemente und die Spannung stark bleiben, sind die Charakterentwicklungen und der emotionale Tiefgang nicht ausreichend ausgearbeitet. Trotz dieser Mängel lässt das Ende auf den letzten Band hoffen, der möglicherweise wieder mehr Begeisterung hervorrufen könnte.
- Mary E. Pearson
Der Kuss der Lüge
(1.561)Aktuelle Rezension von: Eva_RuppEin wirklich guter erster Band, der mich von der ersten bis zur letzten Seite überzeugt hat, vor allen Dingen bei diesem Cliffhanger am Ende.
Es ist wirklich spannend, mit anzusehen, wie quasi gleich zwei Männer das Herz seiner Frau erobern können. Aber ist doch im Herzen der Frau immer nur ein Mann gibt, der wirklich heraussticht.
Die Welt und das World Building dazu waren wirklich sehr sehr schön. Sie waren nicht so ausführlich, aber dennoch, so dass man es sich gut vorstellen konnte. Zudem finde ich es diese gesamte Welt auch sehr hübsch anzusehen.
Den Schreibstil finde ich mehr als angenehm. Nicht nur dass wir die Perspektive haben, sondern auch dass wir gleich mehrere Perspektiven haben und dann somit in wirklich jedem hineinversetzen kann. Besonders spannend fand ich, dass man nicht wusste, werde ich ja der beiden Männer wirklich der Attentäter ist und man somit auch noch ein wenig mit rätseln musste. Oft hab ich gedacht, ich bin auf der sicheren Seite und habe mich dann doch getäuscht.
Lia ist eine wirklich sehr, sehr starke Protagonistin. Natürlich könnte man sagen, sie ist vielleicht anfänglich ein wenig naiv, da sie ihre eigenen Bedürfnisse über die Ihres Volkes stellt ohne darüber nachzudenken, dass sie natürlich verfolgt werden . Andererseits muss ich sagen, dass ich voll auf ihr Seite bin, niemand solche zu gezwungen sei, jemanden zu heiraten, den er nicht liebt. Ihr sind die Bedürfnisse der anderen wichtiger als ihre eigene. Sie denkt zuerst an alle anderen, bevor sie an sich selbst denkt und sie hat ein großes Herz das ist nicht verdient hat gebrochen zu werden.
Ich würde sagen, dass auch der Attentäter langsam Gefühle für sie entwickelt und man schon merkt, dass er seinen Job eigentlich nicht ausführen möchte und alles versucht um sich noch ein wenig Zeit zu schaufeln was ja auch zeigt, dass er ein gutes Herz hat und wahrscheinlich eine sehr schwierige Vergangenheit.
Auch der Prinz ist mir eigentlich sehr sympathisch. Trotzdem Bedürfnis, sie eigentlich von sich zu stoßen, merkt er, dass sie eigentlich einfach nur das getan hat, wozu er sich nicht getraut hat. Ich denke er kommt hier auch gerade charakterlich sehr weit vor da merkt was er für Fehler in der Vergangenheit gemacht hat und merkt, dass man vielleicht nicht immer das tun kann, was man auch tun möchte und andersherum. Dass er sich so in sie verkuckt hat und ihre Nähe sucht zeigt ja eigentlich auch noch mal mehr was für ein großes Herz Lia eigentlich haben muss.
Die kleinen zwischen Kapitel sage ich jetzt mal, in denen man so ein bisschen in den Einblick der Geschichte bekommt. Finde ich auch wirklich spannend vor allen Dingen, wenn es um die Entschlüsselung des Buches geht welches Lia entwendet hat.
Ich muss sagen, ich bin sehr froh, dass das Cover mittlerweile geändert wurde und nicht mehr eine Frau das Cover ziert, sondern jetzt sehr viele verknackte Symbole auf dem Cover sind. Das macht das wesentlich schöner und viel ansprechender.
- Patrick Süskind
Das Parfum
(10.268)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Zentrum der Geschichte steht der Franzose Jean‑Baptiste Grenouille, ein Mann ohne eigenen Körpergeruch aber mit einem hochsensiblen Geruchssinn. Getrieben von seiner Obsession das perfekte Parfum zu erschaffen, beginnt er die Düfte junger Frauen zu extrahieren und schreckt dafür sogar vor Mord nicht zurück. Die Handlung mit dem originellen Thema beschreibt seine verschiedenen Lehrstationen von Paris bis nach Grasse und besticht durch seine dichte Atmosphäre.
Bei den Protagonisten steht Jean-Baptiste klar im Mittelpunkt der Handlung, der als genial und zugleich emotional leer, skrupellos und unheimlich dargestellt wird. Relevante Nebenprotagonisten wie Baldini oder Madame Gaillard sorgen für Abwechslung in der Handlung und wirken in Teilen ein wenig überzeichnet.
Wer atmosphärisch dichte Geschichten mit einem originellen Thema mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist sehr bildhaft und präzise, was den Haupttreiber für die Atmosphäre des Buches darstellt.
Einziger Minuspunkt: Manche Abschnitte des Buches wirken durch die bildhafte Sprache überzeichnet, was ein wenig den Lesespaß mindert. - Jennifer L. Armentrout
Obsidian 4: Origin. Schattenfunke
(2.268)Aktuelle Rezension von: asomeOrigin – Schattenfunke von Jennifer L. Armentrout dieser Band war für mich der stärkste der gesamten Reihe. Er fesselt und unterhält, auch wenn der Einstieg ein paar kleinere Längen hat. Besonders gefiel es mir, dass die Geschichte abwechselnd aus Katys und Daemons Sicht geschildert wird und man endlich mehr über Daedalus, die Lux und die Hybriden erfährt. Die Origin bringen neue Figuren ins Spiel, die alles spannender machen und frischen Wind hereinwehen.
Die Romantik zwischen Katy und Daemon kommt nicht zu kurz, und die Beziehung zwischen Dee und Katy verbessert sich wieder. Auch die Neuen wie Archer und Luc – den wir zwar schon aus Band 3 kennen, der jetzt aber öfter vorkommt – tun der Geschichte sehr gut. Insgesamt hat mir dieser Band wieder sehr gefallen; ich konnte mich gut auf die Handlung einlassen. Nach dem schwächeren dritten Band freue ich mich nun auf den fünften und letzten und bin gespannt, wie die Reihe endet.
- David Nicholls
Zwei an einem Tag
(3.718)Aktuelle Rezension von: FelixVEmma und Dexter verbringen nach ihrem Collegeabschluss eine Nacht zusammen, dann trennen sich ihre Wege. Doch jedes Jahr am 15. Juli verfolgen wir ein kurzes Kapitel aus ihrem Leben, in dem sie sich einander annähern, sich verlieren und sukzessive wachsen. Nicholls mischt Humor, Herz und lebendige Brit-Pop-Reflexionen und lässt eine nie vollständig romantisierte, aber zutiefst menschliche Liebe entstehen.
Die Stärke des Romans liegt in seiner ehrlichen Darstellung des Erwachsenwerdens, in der Suche nach Identität und im Spiel zwischen Nähe und Distanz. Emma bleibt bodenständig, kämpft mit Erwartungen, Dexter pendelt zwischen Starrummel und Selbstzweifel. Diese Dualität wird realistisch und ohne Kitsch erzählt. Die ausgewählten Tage reichen aus, um ein ganzes Leben zu spüren, selbst ohne vollständige Chronik der Zwischenzeit. Das Ende trifft dich.
Fazit:
Ein melancholischer Liebesroman, der lange nachhallt. - Joanne K. Rowling
Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei (Deutsche Bühnenfassung) (Harry Potter)
(2.096)Aktuelle Rezension von: walli007Harry Potter kann es kaum glauben, jetzt ist er schon 37 Jahre und sein zweiter Sohn Albus kommt endlich nach Hogwarts. Albus jedoch ist nicht so begeistert, auf die Schule zu kommen. Und dann kommt er auch noch zum Haus Slytherin. Wenigstens einen Freund findet er in Scorpius Malfoy. Die Jahre gehen ins Land und das Verhältnis zwischen Harry und Albus bessert sich nicht und auch sein Stand in Hogwarts hat noch Luft nach oben. Da erhält Harry Potter eine besorgniserregende Nachricht. Er muss das sofort mit Hermine besprechen, die ihre Stellung als Zauberministerin bestens ausfüllt.
Im achten Band aus dem Harry Potter Universum kann man den großen Zauberer nochmal neu kennenlernen. Er ist erwachsen geworden, verheiratet mit Ginny, Familienvater. Trotzdem ist er noch Harry Potter, ein Teamplayer, manchmal sogar etwas unsicher. Gerade mit seinem Sohn Albus hat er Probleme. Der Junge sollte sich doch auf seine Zeit in Hogwarts freuen. Und dann landet er ausgerechnet in Haus Slytherin gemeinsam mit Scorpius Malfoy. Harry macht sich Sorgen und kann sich seinem Sohn doch nicht öffnen. Was für ein Abenteuer Albus und Scorpius im vierten Jahr zu bestehen haben, ist schon sehr aufwühlend.
Gerne wollte man mehr von Harry Potter erfahren, aber wie soll das gehen, wenn die Schule abgeschlossen und die große Schlacht geschlagen ist. Mit dieser zeitlichen Lücke von fast zwanzig Jahren in Harrys Leben war wohl nicht zu rechnen. Dennoch fügt sich dieser Band, der einen Theatertext darstellt, sehr gut in die Reihe ein. Denn es gibt noch was zu erzählen. Harry ist wahrscheinlich genauso älter geworden wie seine Fans. Dazu die Vater-Sohn-Problematik, in die sich einige Leser sicher gut einfühlen können. Auch wie Albus auf eine Art durch seine Freundschaft mit Scorpius wächst und auch zu seinem Freund steht, gibt ein sehr schönes Beispiel, was Freundschaft bewirken kann. Durch die Darstellung als Theaterstück, das auch tatsächlich in Hamburg noch gespielt wird, wirkt der Text sehr lebendig und man bleibt immer gefesselt.
- Paulo Coelho
Der Alchimist
(2.170)Aktuelle Rezension von: JulianeSuDer Alchimist von Paulo Coelho ist für mich eines dieser Bücher, die man nicht nur liest, sondern spürt. Die Geschichte von Santiago wirkt auf den ersten Blick schlicht, doch gerade darin liegt ihre große Kraft. Coelho erzählt in einer klaren, fast märchenhaften Sprache von der Suche nach dem eigenen Weg, vom Mut, den persönlichen Träumen zu folgen, und davon, auf die Zeichen des Lebens zu achten.
Für mich verdient dieses Buch vollkommen, als Klassiker bezeichnet zu werden, weil seine Botschaft zeitlos ist. Es geht nicht nur um eine Reise durch die Wüste, sondern um die innere Reise eines Menschen zu sich selbst. Jeder kann sich in Santiagos Suche nach Sinn, Erfüllung und Vertrauen wiederfinden.
Besonders schön finde ich, dass Der Alchimist einen daran erinnert, dass große Träume oft nicht deshalb unerreichbar sind, weil sie zu weit entfernt liegen, sondern weil wir Angst haben, ihnen wirklich zu folgen. Das Buch schenkt Hoffnung, ohne kitschig zu wirken, und Weisheit, ohne belehrend zu sein.
Ein sehr besonderes, inspirierendes Buch, das man immer wieder lesen kann — und jedes Mal vielleicht etwas Neues darin entdeckt. Für mich ganz klar fünf Sterne.
- Stephen King
Sleeping Beauties
(270)Aktuelle Rezension von: koechlWas würde wohl passieren, wenn plötzlich alle Frauen und Mädchen der Welt in einen tiefen Schlaf versinken, sich in Kokons verpuppen und die Männer, etwas auf sich allein gestellt, zurück lässt?
Stephen und Owen King haben mit diesem Roman, eine wahrlich gelungene und leider auch sehr leicht zu glaubende Situation beschrieben, die einem selbst nach Abschluss des Buches, noch für längere Zeit begleiten wird. Der Geschlechterkampf Mann gegen Frau ist überall present, doch im Vergleich zur Realität, kann man bei Sleeping Beauties ruhig und entspannt, beide Blickwinkel in Augenschein nehmen und sich so, Seite für Seite eine Meinung bilden. Doch selbst dann sollte man stets bedenken, was man selbst falsch oder richtig findet, kann fürs Gegenüber genau das Gegenteil sein. Aber trotzdem ist das Gute oder das Böse weder männlich noch weiblich, sondern schlicht _menschlich_
Zum Schluss möchte ich noch mein liebstes Zitat, aus diesem Buch, mit euch teilen:
"Sag nicht Pussy, wenn du damit was meinst, was schwach ist. Wenn deine Mutter dir das nicht beigebracht hat, hätte sie's tun sollen." - Dan Brown
Origin
(628)Aktuelle Rezension von: Mitterwallner
Das Thema der Geschichte, wo wir Menschen herkommen und wo wir hingehen ist hochaktuell. Ein bekannter Wissenschaftler wird kurz vor der Enthüllung seiner bahnbrechenden Erkenntnis zum Ursprung ermordet. Es deutet sich schon früh an, dass die katholische Kirche etwas gegen seine Pläne gehabt haben könnte. Der Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion ist auch in dieser Geschichte dominierend.
Wie vom Autor gewohnt, rasant spannend, ohne Unterbrechung. Den einzelnen Figuren wird gekonnt Leben eingehaucht, was sie gleich authentisch macht.
Ein klassischer Dan Brown – gerne das nächste Buch!
- Ian McEwan
Abbitte
(924)Aktuelle Rezension von: Glenn_HarrowMcEwan zeigt wie ein einziger Moment – eine Lüge, eine Fehlinterpretation, ein Kind das zu viel gesehen hat – ein ganzes Leben neu schreibt. „Abbitte" ist ein Roman über Schuld die sich nicht auflösen lässt, und über Literatur als letzten Versuch, eine Wahrheit herzustellen die man selbst zerstört hat. Sein genauestes Buch.
- Sandra Regnier
Das geheime Vermächtnis des Pan
(1.724)Aktuelle Rezension von: Linda19_7Felicity Morgen ist nicht das was sich die Elfenwelt von ihrer Prophezeiten Retterin vorgestellt hat. Sie ist nicht besonders attraktiv und etwas tollpatschig ist sie auch noch. Sie ist so ganz das Gegenteil von Lee, ihrem neuen Mitschüler. Er ist super sexy und ein richtiger Frauenschwarm. Umso verwunderlicher ist, dass er ausgerechnet ihr nicht von der Seite weicht. Doch irgendetwas ist seltsam. Er scheint ihre Gedanken lesen zu können, verschwindet einfach so wochenlang und hat etwas absolut magischen an sich. Was steckt dahinter?
Ich muss sagen ich bin ehrlich ein wenig entsetzt…In der ersten Hälfte geht es hauptsächlich darum, wie fett und hässlich Felicity denn ist und,, dass Lee eigentlich viel zu gut für sie ist. Also alles seeehr oberflächlich. Keine Ahnung wie dieses Buch je den Leserpreis gewinnen konnte. Denn gerade die Zielgruppe ab 14 Jahren sollte so etwas auf gar keinen Fall lesen müssen. Kein Wunder, dass so viele Jugendlichen sich in ihrem Körper nicht wirklich wohl fühlen. ich denke ich verstehe was die Autorin damit bezwecken wollte, nämlich dass jeder etwas aus sich machen kann. Das ging aber deutlich nach hinten los.
Leider muss ich auch erwähnen, dass mich das Buch trotzdem irgendwie in seinen Bann gezogen hat. Die Geschichte ist auf jeden Fall mal etwas anderes und der Weltenaufbau ist etwas ganz besonderes. Ich wollte unbedingt herausfinden, was sich hinter all den Vorkommnissen verbirgt. Das spricht ja eigentlich für das Buch. Der Fantasy Teil zeigt sich leider erst so richtig nach der zweiten Hälfte. Vorher ziehen sich die Geschehnisse leider manchmal etwas. In der zweiten Hälfe geht es dann aber so richtig los.
Ich denke eine Überarbeitung würde sicher nicht schaden. Ich hoffe wirklich darauf in Band zwei eine Verbesserung der Missstände zu sehen. Es wäre so schade um die Grundidee.
- Marah Woolf
FederLeicht
(590)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeDer Anfang war gut und vielversprechend, aber dann hat mich die Geschichte von Eliza doch leider recht schnell verloren.
Eigentlich mag ich die Kombi Menschen-/Elfenwelt, aber bei diesem Buch hatte ich irgendwie das Gefühl, für diese Art der Geschichte schon zu alt zu sein. Was seltsam ist, weil ich auch viele Kinderbücher lese. 😂
Das Buch hat mich leider eher gelangweilt und ich werde die Fortsetzung wohl nicht lesen.
04-06-2024
- Saša Stanišić
HERKUNFT
(293)Aktuelle Rezension von: Trishen77Saša Stanišić ist ein Autor, der sich, ähnlich wie bspw. Kazuo Ishiguro, viel Zeit für seine Romane lässt. Zwischen dem ersten Roman „Wie der Soldat das Grammofon repariert“, der ihn zu einem Shootingstar der deutschen Literaturszene machte, und dem zweiten Roman „Vor dem Fest“ lagen acht Jahre, zwischen dem zweiten und dem dritten Roman „Herkunft“ dann immerhin auch noch fünf (wobei hier in der Zwischenzeit auch ein schmaler Band mit Erzählungen erschien).
Diese Langsamkeit hat etwas Sympathisches und lässt die Romane schon vor der Lektüre wie etwas Kostbares (und auch wie etwas sehr Gewissenhaftes) erscheinen. Möglicherweise ist es diesen Erwartungen und dem Sympathievorschuss geschuldet, dass ich mich mit „Herkunft“ ein bisschen schwergetan habe. Aber vielleicht zunächst zum Inhalt, auch wenn er wohl bereits jeder/m an dem Buch Interessierten durch Klappentext und andere Besprechungen bereits bekannt sein dürfte:
Der Roman liest sich wie eine fiktionalisierte und mit Ausschmückungen versehene Biographie des Autors, mit speziellem Fokus auf die Beziehung zu seiner Großmutter und den Jahren nach der Flucht aus dem ehem. Jugoslawien in der neuen „Heimat“ Deutschland. Die einzelnen Kapitel sind kurz und Stanišić bedient sich immer wieder unverhofft schöner Sprachkapriolen, statt einfach nur einen gelungenen Stil zu pflegen und springt viel in der Zeit hin und her, was manchmal einen etwas übereifrigen Eindruck macht.
So entsteht aus der Schilderung eines Lebens ein Gestrüpp/Geflecht von sich überlagernden Empfindungswelten, das zwar immer wieder beeindruckende Muster hervorbringt, aber auch genauso oft zu leichten Verhedderungen in der Wahrnehmung führt, zumindest bei mir war es so. Stanišić greift auf viele Register und Stilmittel zurück, sein Roman ist ein sehr agiles Konstrukt, aber manchmal wirkt es dabei nicht nur bravourös, sondern wie auf allzu flüchtigen Ideen erbaut.
Was dabei vor allem verloren geht, ist die Anschaulichkeit. In vielen Momenten hatte ich das Gefühl, das Stanišić einem wichtigen Detail viel Mühe angedeihen lässt, dabei aber über das Ziel hinausschießt, weil das Anschauliche eben eine Frage der Balance und nicht der Kompensation ist. Es mag vermessen wirken, dass ich über einen hochverdienten Autor solch eine Kritik verhänge, aber auch wenn ich viele meiner Eindrücke relativieren kann, dieser Eindruck bleibt doch bestehen.
Dabei ist Stanišićs Sprache keineswegs ohne Prägnanz. Vielmehr hat sie alles: Witz, Prägnanz, Ruhe, Dynamik, nur eben manchmal in für mich unpassenden Verhältnissen/Ausprägungen. So schwingt viel mit, aber wenig verdichtet sich zu einem Begriff, einem Verstehen, in das man sich begeben kann. Vielleicht ist die Erwartung, die aus dieser meiner Auseinandersetzung hervorscheint, auch einfach fehl am Platze. Vielleicht haben diese meine Erwartungen etwas mit der oben bereits genannten Aura der Sorgfalt zu tun, die (für mich) Stanišićs Romane umgibt. In jedem Fall ist „Herkunft“ ein wichtiges Buch, das mitunter auch blendend unterhält, aber auch einige Längen hat. - Bret Easton Ellis
American Psycho
(431)Aktuelle Rezension von: KlausEffingDas Buch American Psycho von Bret Easton Ellis (ca. 550 Seiten, erschienen erstmals 1991) ist keine literarisch leichte Kost. Patrick Bateman, der Protagonist, ist ein reicher Yuppie (das Wort wird heute kaum noch genutzt) in den 80ern – gutaussehend, stilbewusst, scheinbar erfolgreich. Doch hinter dieser perfekten Fassade verbirgt sich ein Abgrund aus Leere, Gewalt und Wahnsinn.
Was mir besonders auffiel: Die endlosen Beschreibungen seiner Kleidung, seiner sexuellen Eskapaden und brutalen Morde wirken monoton, fast ermüdend – und genau darin liegt vielleicht der Punkt. Batemans Leben ist trotz Luxus und Exzess erschreckend langweilig und sinnentleert. Von seiner eigentlichen Arbeit erfährt man fast nichts – er scheint vielmehr ein gelangweilter Sohn reicher Eltern zu sein, der sich in Oberflächlichkeiten, Statussymbolen und „angesagten“ Restaurants verliert. Die Frage bleibt offen: Wie viel von den Morden und Ausschweifungen ist real, wie viel vielleicht reine Fiktion oder Wahn? Ellis lässt uns im Unklaren – und genau das macht die Lektüre so verstörend.
Mein Fazit: American Psycho ist schwer verdaulich, aber literarisch spannend. Eine radikale Kritik an Konsum, Männlichkeitsbildern und einer Gesellschaft, die an Oberflächlichkeiten erstickt.
Der Roman wurde 2000 eindrucksvoll mit Christian Bale verfilmt – die Adaption gilt zu Recht als eine der besten Literaturverfilmungen der frühen 2000er.
Triggerwarnung: explizite Gewalt, Misogynie und sexuelle Inhalte
- Dave Eggers
The Circle
(296)Aktuelle Rezension von: mcfly0In The Circle entwirft Dave Eggers ein fesselndes Bild einer Welt, in der ein mächtiger Tech-Konzern mit sozialer Transparenz, Kontrolle und ständiger Vernetzung das Leben seiner Mitarbeitenden dominiert. Protagonistin Mae Holland taucht zunehmend in eine Welt ein, die die persönliche Freiheit für Likes und Anerkennung aufgibt. Eggers zeigt eindrucksvoll, wie soziale Medien und Überwachung verschmelzen könnten – eine beunruhigende Dystopie, die heutige Entwicklungen aufgreift.
- Kiera Cass
The Selection
(1.446)Aktuelle Rezension von: EvieReadsThe Selection von Kiera Cass hat mich von der ersten Seite an begeistert. Die Mischung aus Dystopie und Romance ist erfrischend, und das Setting ist einzigartig. Die Protagonistin America ist nachvollziehbar in ihren Konflikten, besonders im Hinblick auf ihre Gefühle für Maxon und Aspen. Die Spannung steigt mit jeder Seite, und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Liebesdreiecksituation hat mich emotional mitgerissen und oft auf die Folter gespannt. Cass’ Schreibstil ist flüssig und einladend, was das Lesen zum Genuss macht. Ein absolutes Muss für alle, die YA-Literatur lieben!
- Daniel Glattauer
Gut gegen Nordwind
(5.622)Aktuelle Rezension von: PatriciaVellardBrillant ist zu kurz gegriffen. Glattauer beginnt seinen Roman mit einem ganz alltäglichen Schreibfehler. Jedem kann das passieren. Aber wer dieses Buch gelesen hat wünscht sich, dass sich einem bei einem lapidaren Fehler auch so eine Romanze auftut. Und noch mehr: zwei Charaktere, die unterschiedlich sind und doch zusammenpassen. Man fiebert mit, zögert, geht forsch voran....und dann haut einen das Ende einfach um.
- Cecelia Ahern
Zeit deines Lebens
(1.170)Aktuelle Rezension von: Sarah_K1Die Botschaft in dem Buch ist durchaus wichtig. Wir haben nicht endlos viel Zeit und müssen unser Leben leben.
Es geht um Lou. Verheiratet, Vater von zwei kleinen Kindern, ein gut bezahlter Job. Nach außen hin ist alles bestens, eine richtige Vorzeigefamilie.
Doch Lou kennt nichts anderes außer arbeiten. Ständig ist er unterwegs, vergisst Termine mit der Familie und stellt die Arbeit stehts an erster Stelle.
Man begleitet Lou in seinem Alltag und zu Beginn ist die Geschichte auch gut gemacht. Dann kommen jedoch sehr fantasievolle Wendungen, die man nicht immer wirklich nachvollziehen kann. Das hat die Geschichte für mich leider kaputt gemacht.
Guter Anfang, wichtige Botschaft, aber in der Umsetzung dann einfach nicht passend. Schade.
- Karsten Dusse
Das Kind in mir will achtsam morden
(339)Aktuelle Rezension von: VanessiiiaMit Das Kind in mir will achtsam morden knüpft Karsten Dusse an den Erfolg seines ersten Bandes an und liefert erneut eine ungewöhnliche Mischung aus Krimi, schwarzem Humor und Achtsamkeitslehre. Diesmal steht vor allem das „innere Kind“ im Mittelpunkt. Der Schreibstil ist wie gewohnt locker und sehr unterhaltsam, sodass man schnell in die Geschichte reinkommt. Ernste Themen werden mit einer guten Portion Ironie verbunden, wodurch man beim Lesen immer wieder schmunzeln muss. Wie schon beim ersten Buch ist die Geschichte sehr fesselnd, ich war nach vier Tagen durch. Klare Empfehlung, ich freue mich schon auf den nächsten Band!
- Nele Neuhaus
Eine unbeliebte Frau (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 1)
(1.079)Aktuelle Rezension von: ZwischenzeilenNele Neuhaus habe ich als Krimi-Fan spät entdeckt, wohl auch, weil ich zum Taunus als Ort der Geschehnisse keine Verbindung habe. Angefangen habe ich mit ihrem letzten Buch, dann habe ich mich chronologisch zurückgelesen - ihr erstes Buch ist mein letztes Buch.
Handlung unterm Summenstrich: Ein Oberstaatsanwalt mit Ambitionen erschießt sich, eine hübsche Frau mit zweifelhaftem Ruf stürzt von einem Aussichtsturm. Oder? Selbstmord - oder Mord? Die hübsche Isabel hinterlässt etliche Liebhaber, eine kleine Tochter und einen netten Mann. Gearbeitet hat sie für ein Gestüt, das quasi das Sylt unter den hessischen Gestüten ist. Hier geht es nicht um Pferdeliebe, sondern ums Sehen und Gesehen werden, und schon schnell wird das Gestüt der Dreh- und Angelpunkt des Romans.
Wer Spaß an den "Desperate Housewifes" hatte, wird sich auch im Sumpf des Gestüts behaglich suhlen. Das klingt böse, aber es werfe diejenige den ersten Stein, die im Wartezimmer nicht nach der GALA greift, um sich mit Klatsch & Tratsch vorzüglich unterhalten zu lassen.
Und genau das gelingt dem Roman: eine sehr gute Unterhaltung. Selbst ich, die weder mit dem Taunus noch mit Gestüten viel am Hut hat, habe das Buch locker weggelesen. Dabei war es mir weniger wichtig, wer Isabel und den Staatsanwalt auf dem Gewissen hat, und mehr, was mit der kleinen Tochter passiert, ist sie doch die so ziemlich einzig Unschuldige im Labyrinth der Eitelkeiten, Eifersüchteleien und Machtspielchen.
Trotzdem gefallen mir die späteren Bücher besser. "Muttertag" ist ein Highlight, ebenso "Böser Wolf" und "Monster".























