Bücher mit dem Tag "langwierig"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "langwierig" gekennzeichnet haben.

15 Bücher

  1. Cover des Buches The Circle (ISBN: 9780804172295)
    Dave Eggers

    The Circle

     (272)
    Aktuelle Rezension von: FREIFUEHLIG

    2013 erschienen und heute aktueller denn je! Ein Buch, das weniger durch die Sprache als durch seinen Inhalt glänzt und das man keinesfalls an einem grauen Novembertag lesen sollte oder falls man Gefahr läuft, sich einer depressiven Episode zu nähren! Es hinterlässt den Leser mit einem beklemmenden Ausblick auf die Zukunft, insbesondere die Realisten unter uns. Dennoch eine absolute Pflichtlektüre, damit niemand sich später herausreden kann, er sei nicht gewarnt worden.

    Der Leser wird Zeuge, wie die junge und durchaus sympathische Protagonistin, durch ihren Idealismus und ihren Ehrgeiz langsam und unaufhaltsam zu einer fanatischen und unbarmherzigen Systemgetreuen mutiert, die nicht nur ihre eigene Persönlichkeit für das System opfert, sondern - freudig und in dem Bewusstsein „auf der richtigen Seite“ zu stehen - schließlich auch ihre Familie und Freunde dem System zum Fraß vorwirft. Es schnürt einem geradezu die Luft ab, mitzuerleben, wie aus einer lebenslustigen jungen Frau eine seelenlose Fanatikerin wird. Ihre Entwicklung ist Symbol & Warnung zugleich für ähnlich geartete gesamtgesellschaftliche Entwicklungen: Idealismus der zu Fanatismus wird. Ein Fanatismus, dem bedenkenlos alles geopfert wird, einschließlich der Vielfalt und Toleranz auf deren Nährboden er einst entstand. 

    The Circle wurde vielfach als das „1984“ des 21sten Jahrhunderts tituliert. Das ist naheliegend, denn in diesem Buch entfaltet sich die Geschichte ebenfalls vor dem Hintergrund einer perfekten Anleitung zur Etablierung einer totalitären Einheitsgesellschaft, in der Individualität nur noch theoretisch möglich ist. Das geschützte Biotop, in welchem sich Individualität entwickeln kann, – die Privatsphäre - wird nämlich systematisch ausgerottet. Totale Transparenz ist die perfide, einer geistigen Neutronenbombe gleichende Waffe mit welcher die systembedrohende Individualität eliminiert werden soll, und - wie man im Verlauf des Buches feststellen muss - auch eliminiert wird.

    Anders als das obrigkeitsgetriebene Überwachungssystem in „1984“, tröpfelt das Überwachungssystem in The Circle langsam und als Social Media getarnt praktisch unbemerkt in die Gesellschaft hinein, mit dem Ziel seinerseits auch die Obrigkeit zu kontrollieren. Ein Überwachungssystem, das dem dieses System entwickelnden Unternehmen totale Kontrolle über das Weltgeschehen verschaffen soll. Ein Überwachungssystem, das dieses Unternehmen nur aufgrund der gefährlichen Kombination von in einem Vakuum existierender Genialität und berechnendem skrupellosen Machthunger entwickeln konnte. Aber auch ein System, welches nur im Zusammenspiel mit einer Gesellschaft von naiven Idealisten und euphorischen Moralisten, die sich einer rücksichtslosen Empörungskultur verschrieben haben, seine zerstörerische Wirkung entfalten kann.

    The Circle ist ein Buch, welches dem Leser Begriffe, wie „Gesunder Menschenverstand“, „Augenmaß“, „Rücksicht“, „Liebe“ und „Toleranz“ wie Rettungsboote in mitten eines tosenden alles verschlingenden Ozeans erscheinen lässt. Es ist damit zugleich der Appell, diese Rettungsboote ausreichend groß und unbedingt seetüchtig zu erhalten.

    Kein schönes Buch, aber definitiv ein gutes Buch!

  2. Cover des Buches Der Gentleman (ISBN: 9783351036737)
    Forrest Leo

    Der Gentleman

     (53)
    Aktuelle Rezension von: SandrasLesewelt

  3. Cover des Buches 7 Minuten zu spät (ISBN: 9783499242397)
    Kate Pepper

    7 Minuten zu spät

     (330)
    Aktuelle Rezension von: Michelly

    Dies war mein erstes Buch von Kate Pepper, bisher kannte ich die Autorin nicht. Das Buch hat mich gleich mit dem ersten Kapitel abgeholt und gepackt, die Geschichte war direkt spannend, fesselnd und undurchsichtig. Erst nach und nach erlaubt die Autorin dem Leser einen Blick ins Dunkel zu werfen und ich hatte gewisse Ahnungen, wie die ganze Geschichte zusammenhängen könnte. Leider begannen für mich sowohl die Geschichte, als auch der Spannungsbogen gegen Ende zu schwächeln. Plötzlich wirkte die Geschichte sehr konstruiert und schnell abgehandelt. Ich musste zwischendurch dann auch überlegen, wie das denn jetzt alles zusammenpassen kann. Das ist sehr schade, denn bis dahin wurde ich wirklich super unterhalten. Der Schreibstil ist flüssig und macht das Buch kurzweilig, für mich war aber das Ende leider irgendwie vermurkst, daher auch nur drei Sterne.

  4. Cover des Buches DIE WAHRHEIT (ISBN: 9783442716906)
    Melanie Raabe

    DIE WAHRHEIT

     (397)
    Aktuelle Rezension von: Elenchen_h

    Vor 7 Jahren verschwand Sarahs Mann Philipp spurlos. Er brach zu einer Geschäftsreise nach Kolumbien auf, fuhr dort zu einem Termin - und kam nie an. Lange Zeit versank Sarah in der Trauer um den Verlust ihres Mannes, sie funktionierte nur noch, lebte nicht mehr. Doch im letzten Jahr hat sie wieder angefangen, ins Leben zurückzufinden, mit ihrem Sohn Leo, ihren Freund*innen und Kolleg*innen. Auch eine neue Liebe bahnte sich an. Dann der Schock - Sarah erhält einen Anruf, Philipp wurde gefunden und kehrt nach Hamburg zurück. Doch der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht Philipp. Er ist ein Fremder. Und er droht ihr...


    "Die Wahrheit" von Melanie Raabe ist ein eher unblutiger und unüblicher Thriller. Generell würde ich das Buch vielleicht nicht wirklich als Thriller bezeichnen - eher als psychologischen Spannungsroman vielleicht. Die Story ist wirklich spannend und ich denke jede*r kann nachvollziehen, wie sich die Protagonistin Sarah in dieser Lage gefühlt hat: da verschwindet der Ehemann, man trauert, findet gerade etwas zurück in den Alltag und dann kommt der vermeintlich vertrauteste Mensch nach Hause und ist ein absolut Fremder. Trotzdem verhält sie sich in vielen Situationen so unlogisch und bringt sich selbst in die absurdesten Umstände, dass mir das alles dann doch an der ein oder anderen Stelle zu haarsträubend wurde.


    Zudem wurde mir meine Freude am Lesen dadurch erschwert, dass alle Personen im Buch so durchweg unsympathisch waren. Niemand konnte meine Zuneigung gewinnen, was doch manchmal etwas abschreckend auf mich wirkte. Kombiniert mit dem Verhalten der verschiedenen Charaktere musste ich doch häufig genervt die Augen verdrehen.


    Trotz der vielen Längen und der Personen, die nicht meinen Geschmack treffen konnten, möchte ich den Thriller empfehlen. Denn gerade das Ende des Buches hat mir wirklich gut gefallen. Alles findet am Schluss den richtigen Platz und ich fand gerade auch die Botschaft, die dahinter steckte, sehr gut eingefädelt.


    "Die Wahrheit" ist vielleicht kein Pageturner, aber trotzdem ein über viele Passagen packendes Buch, das so unvorhersehbar wie bizarr ist. 

  5. Cover des Buches Die Anstalt (ISBN: 9783426504574)
    John Katzenbach

    Die Anstalt

     (771)
    Aktuelle Rezension von: littlebookgiant

    Der junge Francis wurde 20 Jahre zuvor in eine Psychiatrie eingewiesen und verweilte dort, bis die Anstalt aufgrund einer Mordserie geschlossen werden musste. Immer noch traumatisiert von den damaligen Geschehnissen, beginnt Francis seine Geschichte aufzuschreiben- und das auf die Wände seiner Wohnung...

    "Die Anstalt" von John Katzenbach ist mit über 700 Seiten eine ziemlich lange Erzählung. Trotzdem lässt sich bereits vorweg sagen, dass die Spannung den Leser das gesamte Buch durch nicht loslässt. Immer wieder schafft es der Autor mit gut durchdachten Cliffhangern die Atmosphäre wieder mit Nervenkitzel aufzuladen. Dabei erzählt er fast schon poetisch aus den verschiedenen Perspektiven der Protagonisten. 

    Die drei Protagonisten, welche sich im Verlauf der Erzählung herauskristallisieren sind lebhaft und authentisch dargestellt. Sie sind dabei weder gut, noch böse. Einzig die Frage danach, was es bedeutet verrückt zu sein einigt sie bei der Suche nach dem Serienmörder, welcher sich in der Klinik versteckt. 

    Dabei dreht sich zwar das ganze Buch um genau diesen Mörder, aber auch irgendwie nicht. 

    John Katzenbach hat es geschafft einen furchteinflössenden "Bösewicht" zu erschaffen, welcher davon lebt, dass er in erster Linie ein Phantom ist. Schlussendlich nutz er dabei sehr gekonnt die Angst vor dem Unbekannten, welche unterbewusst unser tägliches Leben beeinflusst. An gewissen Stellen hinterfragt man genauso, wie die Hauptpersonen, ob es den Mörder überhaupt gibt oder ob man sich dies doch nur einbildet. 

    Dabei ist das Verständnis des Autors für Psychologie und Psychopathie die grosse Stärke des Romans. Alles wirkt sehr lebendig und realistisch ausgedacht. 

    Der Schreibstil ist trotz teilweise verschachtelter Sätze packend und beeindruckend. 

    Alles in allem war "Die Anstalt" viel mehr als ein Thriller. Das Buch befasst sich auf eine poetische Weise mit der Psyche des Menschen und dem schmalen Grat zwischen Gut und Böse. 


  6. Cover des Buches Theodor Fontane: Effi Briest (ISBN: 9783938484180)
    Theodor Fontane

    Theodor Fontane: Effi Briest

     (1.728)
    Aktuelle Rezension von: LeserLeserin

    Ich musst das Buch damals in der Schule lesen und es ist mir seither im Gedächtnis geblieben. Ich mag den Schreibstil und es wirkt vertraulich und doch distanziert. WIeder gerne gelesen. 

  7. Cover des Buches Irre! - Wir behandeln die Falschen (ISBN: 9783328102748)
    Manfred Lütz

    Irre! - Wir behandeln die Falschen

     (279)
    Aktuelle Rezension von: HubertM

    Ein sehr gutes Buch.

  8. Cover des Buches Drachenglut (ISBN: 9783570312582)
    Jonathan Stroud

    Drachenglut

     (238)
    Aktuelle Rezension von: maries-woerterliebe

    Sehr enttäuschend. "Drachenglut" hatte eine Menge Potenzial, das es leider überhaupt nicht ausgenutzt hat. 

    Die Grundidee war enorm spannend und interessant, auch das Setting hat mir gut gefallen, allerdings war der Schreibstil extrem schwerfällig. Eigentlich gruselige Szenen wurden durch ziemlich plumpe Beschreibungen zunichte gemacht. Der von "Bartimäus" oder "Lockwood & Co" gewohnte Charme und Witz hat komplett gefehlt. 

    Stattdessen war jeder Charakter extrem flach und langweilig, mit den Helden fiel jede Indentifikation schwer. Wie sie ihre ältere Schwester behandeln, finde ich sehr unsympathisch - immerhin kümmerte sie sich seit dem Tod ihrer Eltern um sie. Auch diese tragische Vergangenheit und der Umgang damit spielt nur minimal eine Rolle. Jeder Charakter hat maximal eine Eigenschaft und ist entweder "böse" oder "gut (und nur wegen den Bösen nicht mehr ganz so sehr!)". Insbesondere die zwei weiblichen Charaktere waren sehr passiv. 

    Das Ende war viel zu schnell, der gesamte Endkampf wurde auf fünf sehr verwirrende Seiten gepresst und danach war das Buch einfach vorbei. Für hunderte Seiten Vorbereitung auf genau dieses Ereignis wirklich unspektakulär. 

    Ich würde dieses Stroud-Buch einfach ignorieren und stattdessen Bartimäus oder Lockwood & Co lesen - die schreibtechnische Entwicklung ist im Vergleich zu Drachenglut enorm!

  9. Cover des Buches Denken Sie selbst! Sonst tun es andere für Sie (ISBN: 9783499623868)
    Vince Ebert

    Denken Sie selbst! Sonst tun es andere für Sie

     (138)
    Aktuelle Rezension von: DieTina2012
    Oft habe ich das Buch in den Buchläden stehen sehen, hatte aber irgendwie nicht das Bedürfnis, etwas von einem Physiker zu lesen. Selbst Schuld sage ich dazu. :)
    Und das ist genau das, was auch Vince Ebert sagt: Die Naturwissenschaften werden viel zu wenig beachtet. Dabei sind sie es, die uns so viel über die Welt und das Leben sagen können.

    Klar, nicht jeder Witz in diesem Buch ist ein Knaller, der einen laut auflachen lässt. Aber mindestens schmunzeln musste ich oft.

    "Nahezu 100 Prozent aller Deutschen sind weiblich  und kriminell. Das zeigte eine repräsentative Untersuchung in einem Wuppertaler Frauengefängnis."

    Super sind auch die Denk-Übungen mit nicht ganz so ernsten Fragen und Antworten.

    "Städter gehen in den Wald, um sich zu erholen. Wohin gehen Waldarbeiter?"
    1. In die Stadt
    2. Auch in den Wald
    3. In einen anderen Wald
    4. In sich

    Fast alles ist in einem eher flapsigen Ton geschrieben und man sollte mit den Aussagen, die Vince Ebert ironisch als Wahrheit darstellt, eher nicht auf ner Party angeben. ;)

    Man muss den Humor mögen, soviel ist klar. Bei mir hat es jedenfalls geklappt. :)
  10. Cover des Buches Die Poeten der Nacht (ISBN: 9783746625638)
    Barry McCrea

    Die Poeten der Nacht

     (41)
    Aktuelle Rezension von: -Lesemaus-

    Als Niall sein literaturwissenschaftliches Studium beim Trinity College in Dublin beginnt, ahnt er noch nicht, welch aufregende aber auch zermürbende Zeit auf ihn wartet.
    In dieser großen Stadt hat er endlich den Mut, seine Homosexualität auszuleben, findet neue Freunde und genießt den Freiraum des Studiums.
    Selbstverständlich zählen hierzu auch etliche Studentenpartys, die meist bis in die Morgenstunden andauern.
    Eines solchen Morgens bekommt er mit, wie zwei Studenten anhand Büchern Fragen beantworten.

    Nach anfänglichem Zögern, weihen Sarah und John ihn ein und eröffnen ihm die gefährliche Welt der "Sortes", welche Antworten auf jegliche Fragen des Lebens liefern sollen.
    Mit der Zeit ist er jedoch nicht mehr in der Lage, sich auf das große Ganze zu konzentrieren, sondern zerstückelt jeden Text, der ihm in die Finger kommt, ja sogar jedes Gespräch, in einzelne Abschnitte, welche er anschließend interpretiert.

    Dies geht so weit, dass er sein Studium, seine Freunde und auch seine Familie vernachlässigt. Sein Leben wird nun durch die "Sortes" und anstrengende Zeremonien mit Sarah und John bestimmt.

     

    Fazit:
    An sich gefällt mir diese originelle Idee.
    Leider wiederholt sich am Ende des Buches die ganze Thematik von Neuem und ich hatte nicht mehr große Freude am Weiterlesen.
    Zwei, drei Kapitel weniger und das Buch wäre schön abgerundet gewesen, so zieht es sich allerdings hin und der Schluss wird regelrecht langweilig.

  11. Cover des Buches Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt (ISBN: 9783596511563)
    Herta Müller

    Der Mensch ist ein großer Fasan auf der Welt

     (17)
    Aktuelle Rezension von: Speckelfe
    Familie Windisch wartet auf die Ausrisegenehmigung aus Rumänien und erst als sich die Tochter dafür "verkauft", kann die Familie das Land verlassen. An sich eine interessante und spannende Geschichte, der Schreibstil hat mir allerdings nicht gefallen. Der Handlung ist teilweise schwer zu folgen, der Stil eher einfach .. nicht mein Ding.
  12. Cover des Buches Unter Null (ISBN: 9783462318937)
    Bret Easton Ellis

    Unter Null

     (140)
    Aktuelle Rezension von: Christian_Mayer
    Manchmal kommt man über eine Buch zu einem Buch.
    Der Kulturphilosoph Björn Vedder analysiert in seinem Essay "Reicher Pöbel", wie unsere Gesellschaft mit den Reichen umgeht, sie dämonisiert und was wir dadurch über jene erfahren die pöbeln. Vedder untersucht dort auch die Darstellung der Reichen in Filmen, Serien und eben auch Büchern. An Ellis Roman "Unter Null" kommt er da nicht vorbei. Vedder untersucht dort eine Stelle, in der ein junges Mädchen von einer Gruppe reicher Jugendlicher misshandelt wird, ihnen aber auch das keinen Kick mehr zu geben scheint, weil sie in ihrem Leben nichts zu verlieren haben. Eine verstörende Darstellung - sowohl die Misshandlung als auch das Alltägliche dieser jungen Menschen. Ellis Roman begann mich zu interessieren.
     
    Beim Lesen wurde dann schnell klar: Ellis Roman ist kein Buch, das lediglich zu Unterhaltungszwecken "konsumiert" werden kann. Hierfür ist die Sprache nicht geeignet. Sie ist simpel gehalten, es gibt keine Feinheiten, keinen Esprit. Vielmehr kommt sie im ewig selben Stil daher. Das mag auf Dauer langweilen und man ist versucht das Buch zur Seite zu legen. Betrachtet man aber Ellis Sprache im Zusammenhang mit dem Inhalt, dann muss es genau diese Sprache sein, die der Autor verwendet und keine andere. Das tägliche Leben der hier im Werk skizzierten Jugendlichen ist exakt das: langweilig, keine Höhepunkte, keinen Sinn. Daher besteht die Handlung der knapp 200 Seiten auch aus fast nichts anderem als Kiffen, Koksen, Sex, Alkohol und Party. Beständig auf der Suche nach dem Besonderen, in einer Welt, in der man sich zwar alles kaufen kann, doch sich niemand wirklich für einen interessiert. Nicht einmal der eigene Freundeskreis.
    Da es an einer Entwicklung der Geschichte und der Figuren fehlt, wird das Buch nach circa 100 Seiten fade. Die Darstellung des alltäglich Sinnlosen und die beständige Suche nach etwas mit Bedeutung, was das anfängliche Leseinteresse schuf und zu Beginn des Buches auch zu fesseln vermochte, arbeitet sich nach und nach ab. Dem Drang, das Buch zur Seite zu legen, widerstand ich. Ich wollte noch wissen, in welche Situation die von Vedder analysierte Szene eingebettet ist. Und diese kommt erst kurz vor Schluss. Also habe ich mich durch über 50 Seiten gezogen, bis zu jener besagten Stelle. Die letzten 30 Seiten in Ellis Werk sind wieder packend, weil hier zumindest der Hauch von Reflexion von Clay, dem Protagonisten des Buchs, stattfindet und sich die Situation zuspitzt. Das Buch endet, es stehen keine Lösungen im Raum, weil den Protagonisten nicht einmal ihre Probleme wirklich bewusst sind.
     
    Als Kulturschau betrachtet ist Ellis Werk durchaus lesenswert. Als Unterhaltungsroman eher weniger. Vermutlich hätten dem Werk 50 Seiten weniger gut getan.
  13. Cover des Buches 100 Tage Sex (ISBN: 9783453601185)
    Douglas Brown

    100 Tage Sex

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Chelsea
    In diesem Buch geht es um einen 100-tägigen Sexmarathon eines 40 -jährigen Ehepaares mit 2 Kindern, bei denen das Liebesleben etwas zu kurz gekommen war. Am Anfang fand ich das Buch echt ganz interessant aber ab der Mitte ist es einfach zu langwierig. Es zieht sich total hin und ist dementsprechend langweilig. Ich würde es nicht weiterempfehlen.
  14. Cover des Buches Die Scharfrichter (ISBN: 9783426632673)
    Gregg Hurwitz

    Die Scharfrichter

     (43)
    Aktuelle Rezension von: labelloprincess

    Das Buch ist der erste Teil einer Reihe und alle Covers sind ähnlich gestaltet. Der Wiedererkennungswert bei Reihen gefällt mir sehr gut. Auch die Farben und Schriftarten passen gut zu einander, sie verbreitet gleich etwas "Gefahr" und man weiß, in welchem Genre man sich befindet.

    Der Schreibstil war für mich nicht unbedingt schwierig aber auch nicht besonders leicht zu lesen. Zu Beginn waren mir auf jeden Fall zu viele (oberflächliche) Personen im Spiel, das hat mich etwas durcheinandergebracht. Der Anfang war zwar sehr spannend geschrieben, aber ich musste mich erst einmal orientieren. Bei den Eltern des Mädchens fehlten mir etwas die Gefühle, einerseits Trauer aber auch gegenseitig. Die anderen Polizisten waren mir durchwegs unsympathisch, vor allem Dray’s Kollegen. Die unzähligen, sehr detaillierten Infos über Waffen haben mich nicht sonderlich interessiert, da habe ich dann nur mehr drüber gelesen. Auch sonst werden manche Handlungen für meinen Geschmack viel zu genau erzählt. 

    Die Kommission finde ich sehr interessant, da kommt dann wieder mehr Spannung in die Geschichte. Man lernt mit der Zeit alle Personen besser kennen und dadurch wird die Handlung greifbarer. Die Spannung steigt bis zum Schluss immer mehr an und man kann den Nervenkitzel richtig spüren. Zum Glück festigt sich die Liebe zwischen Dray und Tim wieder.

    Nach dem etwas holprigen Beginn machen der Mittelteil und auch der Schluss das Buch dann doch sehr lesenswert. Ich vergebe dafür 4 von 5 Sternen.

  15. Cover des Buches Nachts werden wir erwachsen (ISBN: 9783833308888)
    Ben Brooks

    Nachts werden wir erwachsen

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Der 17 jährige Jasper lebt mit seiner Mutter und seinem Stiefvater in einer kleinen Stadt in England. Seine einzigen Bemühungen gelten seiner Mitschülerin Georgia Treely die er gerne flachlegen möchte, und der Bemühung seinen Stiefvater des Mordes zu überführen. Zwischendurch hat er Sex mit anderen Mädchen und Frauen, nimmt exzessiv Drogen und leidet unter Schlaflosigkeit. Während solcher Nächte treibt er sich liebend gern in Sexchats rum.

     

    Ben Brooks ist so etwas wie ein Ausnahmetalent unter den Schriftstellern. 1992 in England geboren, hat er bis heute bereits sechs Romane geschrieben und "Nachts werden wir erwachsen" ist sein vierter, aber sein erster Roman der auf Deutsch erschienen ist. Diese Erzählung ist ein typischer Coming of Age Roman und der eine oder andere Leser wird vielleicht geneigt sein, diese Erzählung mit Salingers Werk zu vergleichen. Ich finde den Fänger im Roggen antiquiert und ein wenig überholt, aber Ben Brooks legt es  sogar auf eine Gegenüberstellung an, denn in diesem Werk vergleicht sich der Hauptprotagonist selbst mit Holden Caufield(=Protagonist in Salingers Buch), allerdings hält er sich selbst für draufgängerischer und attraktiver. Ich finde so einen direkten Vergleich, und noch dazu einen der vom Autor selbst injiziert wurde ein wenig heikel denn man könnte dem Schriftsteller nun Effekthascherei vorwerfen. Aber schließlich darf man Ben Brooks und den meistens Schriftstellern, zumindest ein bisschen, Hochmut und großes Selbstbewusstsein zugestehen.

     

    Sein Erzählstil ist durchwachsen und ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Seine kurzen Sätze sind pointiert und wie sollte es auch anders sein, eine sehr lebhafte, teils ordinäre bildliche Sprache rundet seine Erzählung ab und dadurch wirkt sie auch sehr authentisch. Auf alle Fälle geht er nicht nach Schema F vor, wenn er von Jasper erzählt und das war mir ganz sympathisch.  Dass der Inhalt polarisiert ist nicht von der Hand zu weisen, aber das Werk jetzt einseitig zu betrachten und ihm womöglich das Verherrlichen von Drogen und einen exzessiven Lebenswandel vorzuwerfen wäre ein bisschen vorschnell verurteilt. Denn auch in diesem Werk gibt es, wenn auch teilweise nur angedeutet, eben jene Schwere des Lebens, die man auch als Jugendlicher tragen kann oder muss. Und schließlich gab es zu jeder Zeit, ich erinnere mich da an den Film Kids der die Jugendkultur der 90er ähnlich schockierend porträtierte, Strömungen die auf die meisten Menschen erschreckend wirkte. An wen richtet sich nun das Buch? An Jugendliche die sich manchmal mit dem Protagonisten ein wenig identifizieren können oder vielleicht doch an Erwachsene die manchmal mit Wehmut an eine unbeschwerte aber auch an die mentale Unreife der  Jugend zurückdenken? Ich glaube, dass  beide an diesem einzigartigen Werk  Gefallen finden können. Mir hat es auf alle Fälle sehr gut gefallen und Ben Brooks Romane werden auch in Zukunft den Weg in mein Bücherregal finden.

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