Bücher mit dem Tag "laotse"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "laotse" gekennzeichnet haben.

18 Bücher

  1. Cover des Buches Seide und Schwert (ISBN: 9783551359131)
    Kai Meyer

    Seide und Schwert

     (479)
    Aktuelle Rezension von: Passepartout95

    Zuerst muss ich sagen, dass ich ein sehr großer Fan von Kai Meyer bin und mir seine Art der Fantasy wirklich gut gefällt. Daher habe ich vor vielen Jahren als Kind begeistert mit Seide und Schwert angefangen, habe aber nie geschafft, die Trilogie fertig zu lesen, da ich mittendrin das Interesse verloren habe. 

    Nach all den Jahren wollte ich nun nochmal von vorne beginnen und die Bücher endlich beenden, musste aber leider feststellen, dass sie mich immer noch nicht fesseln konnten. Obwohl die Handlung, die Charaktere und die Welt alles typisch Kai Meyer war, gab es ein großes Hindernis, das mich vom Lesen abhielt: die Hauptperson Niccolo. Ich fand ihn nicht einfach nur unsympathisch sondern eher nervig: am Anfang beschwert er sich nur über die Engstirnigkeit seines Volkes, dann versinkt er in Selbstmitleid, weil er sein Volk vielleicht nicht retten kann, dann ist er unsterblich verliebt in Mondkind, dann versinkt er wieder in Selbstmitleid, weil er nicht mit ihr zusammen sein kann und so geht es immer weiter ... Ich hatte das Gefühl, dass Niccolo eher passiv in der Geschichte ist und wenn er doch mal aktiv wird, dann immer eher im Affekt und mit dem Ziel Mondkind näher zu kommen.

    Ganz im Gegensatz dazu steht Nugua, die zweite Hauptperson. Nugua ist ein Mädchen, das bei Drachen aufwuchs und sich auf die Suche nach ihnen macht, nachdem sie spurlos verschwanden. Sie ist eine sehr interessante Figur, die wohl die größte Charakterentwicklung von allen in der gesamten Trilogie durchmacht. Und trotz aller Widrigkeiten (SPOILER gebrochenes Herz, tödlicher Fluch, Heimweh und Einsamkeit; das Wissen, dass ihre Familie sterben wird SPOILER ENDE) verliert sie nie den Mut und versinkt nie im Selbstmitleid.

    Ich weiß nicht, ob diese enorme Gegensätzlichkeit der Charaktere von Kai Meyer bewusst so gewählt war, ob sie zufällig entstand oder ob nur ich persönlich Niccolo als einen so furchtbaren Jammerlappen empfinde aber ich hätte die Trilogie fast zum zweiten mal nicht beendet wegen ihm.  

    Der einzige Trost beim Lesen waren neben Nugua noch die interessanten Nebencharaktere: Feiqing, ein Mensch ohne Gedächtnis, der in einem verfluchten Drachenkostüm feststeckt und immer wieder für Witz und Humor sorgt. Li, ein unsterblicher Krieger. Und meine Lieblingsperson Wisperwind, Schwertmeisterin eines Clans.

    Nur dank dieser Charaktere, die die fast schon melodramatische Geschichte um Niccolo und Mondkind erträglicher gemacht haben, konnte ich Seide und Schwert und die zwei Nachfolge-Teile letztlich doch noch beenden. 

    Schweren Herzens gebe ich dem Buch nur 2 Sterne, da ich es wahrscheinlich nicht noch einmal lesen werde. 

  2. Cover des Buches Ändere deine Gedanken - und dein Leben ändert sich (ISBN: 9783442218370)
    Wayne W. Dyer

    Ändere deine Gedanken - und dein Leben ändert sich

     (11)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Auf Basis der Lehre des Tao wird in diesem Buch Lebenshilfe gegeben, spirituelle Offenheit und ein generelles Verständnis von Spiritualität vorausgesetzt. Grundlagenwissen und Erkenntnisse, die man aus anderen Büchern über östliche Weisheitslehren gewonnen hat, werden auf individuelle Art dargelegt, wodurch dem Interessierten zu neuen Sichtweisen verholfen wird. Wie bei den Büchern von Eckhart Tolle und Matthieu Ricard wird auch bei der Lektüre dieses Buches deutlich, wie wenig persönliche Glückseligkeit mit äußeren Umständen zu tun hat. Die Erweiterung des inneren Raumes eines Menschen ist viel wichtiger als das Anhäufen nach außen sichtbarer, materieller Dinge oder die Ansammlung flüchtiger Erlebniseindrücke, so intensiv sie auch sein mögen. Ein wunderbares Buch, das einen regelrecht zwingt, es immer wieder zur Hand zu nehmen, und das zur Erweiterung des spirituellen Bewusstseins einen enormen Beitrag leistet. Anfängern in Bezug auf die Entwicklung spiritueller Sichtweisen würde ich jedoch vorab die Lektüre der Werke von Tolle und Ricard empfehlen.
  3. Cover des Buches Daodejing (ISBN: 9783150107188)
    Laotse

    Daodejing

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  4. Cover des Buches Briefe in die chinesische Vergangenheit (ISBN: 9783423211734)
    Herbert Rosendorfer

    Briefe in die chinesische Vergangenheit

     (184)
    Aktuelle Rezension von: Beust
    Rosendorfers "Briefe in die chinesische Vergangenheit" sind natürlich Rosendorfers Briefe an die (bayerische) Gegenwart. Indem er den tausend Jahre zuvor aufgebrochenen Kao-tai bemüht, einen Blick auf unser Deutschland zu werfen, hält er ihm einen skurrilen Spiegel vor. Das ist oft sehr witzig, weil Rosendorfer Kao-tai genau beobachten lässt. Allerdings beschlägt der Spiegel rasch, wird zur Masche und verliert den ironischen Witz.

    Das liegt auch und vor allem an dem, was Kao-tai kritisieren soll. Rosendorfer hat sich ja genau überlegt, was Kao-tai kritikabel finden soll, weil es "früher besser" war. Deshalb ist sein Text absolut gesellschaftskritisch zu lesen - und seine Haltung oft sehr konservativ, bisweilen sogar "tümelnd". Da spricht dann kein tausend Jahre alter Chinese, sondern ein 50 Jahre alter, wertekonservativer Bayer, gebürtig aus Bozen. Allein die Klassifizierung der Musik spricht da Bände.

    Damir die Dosis des Lobs der vergangenen Zeit nicht zu groß wird, besser nicht am Stück lsen, sondern den oberflächlichen Witz in kleinen Portionen genießen.

    Und dann den "Papalagi" lesen.
  5. Cover des Buches Tao Te King (ISBN: 9783424005790)
    Richard. Wilhelm

    Tao Te King

     (5)
    Noch keine Rezension vorhanden
  6. Cover des Buches Die Philosophie bei Batman (ISBN: 9783527659432)
    William Irwin

    Die Philosophie bei Batman

     (3)
    Aktuelle Rezension von: TheSaint
    Die Philosophie ist eine Wissenschaft, die sich von anderen Wissenschaften dadurch unterscheidet, dass sie sich nicht auf ein spezielles Gebiet oder eine bestimmte Methodologie begrenzt, sondern durch die Art ihrer Fragestellungen und ihre besondere Herangehensweise an ihre vielfältigen Gegenstandsbereiche charakterisiert. Und so fasziniert dieses Buch durch die verschiedenen Sicht- und Interpretationsweisen der Autoren anhand von Immanuel Kant, Aristoteles, Friedrich Nietzsche oder Martin Heidegger auf die Welt des Batman und seiner engen Vertrauten Robin und Alfred, den Butler. Die Autoren konzentrieren sich bei ihren Analysen auf den Zeitraum von Frank Miller's "Die Rückkehr des Dunklen Ritters" und "Batman: Das erste Jahr". Mit den in der Tat brillanten Nolan-Batman-Verfilmungen hat dieses Buch, welches wohl im Zuge des Batman-Hypes nun in deutsch aufgelegt wurde (2008 erschien bereits die englische Ausgabe), nichts zu tun. Die Beiträge der 18 durchaus auf dem Gebiet der Philosophie tätigen Autoren sind interessant zu lesen aber mitunter trocken, "fachsimplerisch" (da lernt man von Utilitarismus, Dualismus, Wertephilosophie oder was ein Aristoteliker ist) und auch nur den Eindruck unterstützend, dass ein Philosoph in der Tat jedes Thema "zu Tode betrachten" kann. Großes Lesevergnügen bieten lediglich Ron Novy's "Wie ist es, Batman zu sein?" (Kapitel 10) und "Das Tao der Fledermaus"... in dem "Interview" des Autoren Mark D. White mit Batotse (!) gibt es amüsante und originelle Einsichten zu Alfred Pennyworth und Bruce Wayne, Batman & Co gewürzt mit Weisheiten des Laotse und des Zhuangzi. Nett zu lesen für Menschen mit ausgeprägtem Hang zur Philosophie aber sonst...
  7. Cover des Buches Tao te king (ISBN: 9783492245906)
    Laotse

    Tao te king

     (45)
    Aktuelle Rezension von: JuergenEisserer

    ...im wahrsten Sinn des Wortes bewegend. Manche Gedanken davon sind zwar schwer ergreifbar und unverständlich beschrieben. Doch bei näherer Betrachtung öffnet sich danach ein Fluss an neuen Gedanken!

  8. Cover des Buches Tritt durch die Wand und werde, der du (nicht) bist (ISBN: 9783957577023)
    Kai Marchal

    Tritt durch die Wand und werde, der du (nicht) bist

     (1)
    Aktuelle Rezension von: tob82
    Die Biografie von Kai Marchal, dem Autor des vorliegenden Buches, lässt sich wohl ohne Zweifel als außergewöhnlich bezeichnen: mit 20 Jahren geht er nach Heidelberg, um dort ein Studium der Sinologie zu absolvieren. Anschließend verbringt er fast drei Jahre in Paris bis es ihn dann als Sprachlehrer weiter nach Osaka zieht. Schließlich landet er in Taipeh, wo er mittlerweile seit über fünfzehn Jahren lebt und als Professor mit einem Lehrstuhl für chinesische Philosophiegeschichte unterrichtet.

    In "Tritt durch die Wand und werde, der du (nicht) bist" verbindet der Autor seine Autobiografie mit Ausführungen zur chinesischen Philosophie. In einem Gespräch in der Fernsehsendung "Sternstunde Philosophie" erklärt er, dass das Buch in gewisser Weise ein Versuch ist, sich selbst besser zu verstehen. Der Titel verbindet einen Zen-Klassiker mit Nietzsche uns soll den Leser das "Gefühl des Überwältigtseins" spüren lassen, das er selbst erfahren hat, als er zum ersten Mal in China war.

    Das Buch ist chronologisch gegliedert nach den einzelnen Stationen seines Werdegangs (s. erster Absatz). Jedes Kapitel enthält Abschnitte zu seinen persönlichen Erfahrungen und Eindrücken sowie zu Themen der chinesischen Philosophie. Zum Buddhismus (der ja auch aus Indien stammt) schreibt er recht wenig, Konfuzianismus und Daoismus sowie deren Verbindung stehen im Zentrum seiner Darstellungen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Philosophen Wang Bi, der im dritten Jahrhundert n. Chr. lebte und - obwohl nur 23 Jahre alt geworden - die drei wichtigsten Klassiker der chinesischen Literatur (Buch der Wandlungen, Daodejing und Gespräche des Konfuzius) kommentiert hat. Er gilt bis heute als wichtigster Vertreter des philosophischen Daoismus.

    Eine Einschätzung des Buches fällt mir zugegebenermaßen recht schwer. Der Autor neigt zu ausschweifenden Darstellungen in Bereichen, die mir eher nebensächlich vorkommen. Dadurch erschien mir der Text oft langatmig und dementsprechend musste ich mich immer wieder aufraffen, die Lektüre nicht abzubrechen.
    Sehr sympathisch empfand ich die Ehrlichkeit, mit der er über seine eigenen Erfahrungen spricht. Seine inneren Beweggründe für das intensive Befassen mit einer fremden Kultur und Sprache werden eindrücklich geschildert. Spannend finde ich auch seine Gedanken und Beobachtungen zu Gemeinsamkeiten und Unterschieden der europäischen und chinesischen Kulturen und zu Entwicklungen der letzten Zeit.
    Die philosophischen Inhalte sind sehr interessant. Über die Verbindung von Konfuzianismus und Daoismus habe ich in dieser Form bisher noch nichts gelesen. Kerngedanken der Traditionen werden gut deutlich. Ich hätte mir persönlich mehr Ausführungen zur chinesischen Sprache gewünscht und auch zum Thema der Übersetzung. Auf die Aussprache der zentralen Begriffe wird nur selten eingegangen.

    3,5 Sterne
  9. Cover des Buches Kalendergeschichten (ISBN: 9783518399439)
    Bertolt Brecht

    Kalendergeschichten

     (22)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    „Kalendergeschichten“ von Bert Brecht, das sind kurze Geschichten und Gedichte über das menschliche Sein und Brechts Gedanken dazu. Brecht erzählt Geschichten in für ihn fast schon biederer Manier mit Bildern aus der Bibel oder dem Buddismus, über große Personen wie Sokrates oder Francis Bacon, und immer geht es dabei um den Humanismus, um das, was die Menschen ausmacht. Brecht fasste diese Geschichten kurz nach dem Krieg zusammen und veröffentlichte sie 1949 und wie ich finde tat er gut daran, denn es sind keine kämpferischen Schriften, keine Anklagenden, sieht man einmal von dem Gedicht „Kinderkreuzzug 1939“ ab, das einen bitteren Blick auf den Krieg wirft. Es wirkt fast wie ein Mutmach-Bändchen für das geschlagene Deutschland, eine Erinnerung daran, das wir nicht nur Krieg und Endsieg kennen, sondern auch den Humanismus kennen, den jeder Leser für sich selbst sicherlich in einer der kleinen Geschichten wieder entdecken kann, denn Brecht spielt mit den Grundgedanken der Menschlichkeit und Nächstenliebe und gibt ihm viele Fassetten Leider ist in meiner Ausgabe nicht der komplette Inhalt des eigentlichen Buches enthalten, es fehlt hier und da ein Stück, was ich sehr schade finde. Aber eine Komplette Ausgabe wird besorgt. Die Geschichten haben mir fast alle sehr gut gefallen und über den „unglücklichen Sokrates“ musste ich sogar lauthals lachen. Eine kurze Lektüre mit Gehalt, für zwischendurch oder auch für länger.
  10. Cover des Buches Tao Te King (ISBN: 9783897674776)
    Laotse

    Tao Te King

     (5)
    Aktuelle Rezension von: KristinaTiemann
    Das aussagbare Tao
    ist nicht das ewige Tao.
    Der nennbare Name
    ist nicht der ewige Name.

    Frohe Weihnachten!
  11. Cover des Buches Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser (ISBN: 9783832196530)
    Ernst H. Gombrich

    Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser

     (15)
    Aktuelle Rezension von: sKnaerzle

    Ein wirklich schneller Durchgang durch die Weltgeschichte. Gombrich trifft dabei den Ton "Kinder, ich erzähl euch was!" und wählt aus der Masse des Stoffes nicht nur die Haupt- und Staatsaktionen aus, sondern berichtet gern über Philosophen und Religionsstifter.

    Dabei bemüht sich Gombrich auch um eine faire Beurteilungen, was im meist gut, aber in der Zeitgeschichte eher weniger gelingt.



  12. Cover des Buches Das Tao Te King der Weisen (ISBN: 9783899011579)
    William Martin

    Das Tao Te King der Weisen

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Tao-Tê-King (ISBN: 9783150190470)
    Lao-tse

    Tao-Tê-King

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  14. Cover des Buches Trost für dich (ISBN: 9783725412556)

    Trost für dich

     (5)
    Aktuelle Rezension von: ChaosQueen13
    "Trost für Dich" oder für mich – Trost kann jeder gebrauchen – Trost ist Balsam für die Seele. In diesem kleinen liebenswürdig ausschmückten Gedichtsband sind auch Werke von meinen Lieblingsdichtern enthalten wie Hesse, Rilke, Goethe. Ein schönes kleines Mitbringsel.
  15. Cover des Buches Von Mao zu Bach (ISBN: 9783888975578)
    Xiao-Mei Zhu

    Von Mao zu Bach

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Arbutus
    " 'Wissen Sie, wo ich Noten finden könnte?' Ich bin mir der Gefahr bewusst, aber ich kann nicht anders. ..." Ein ehrliches, aufrüttelndes Buch. Die Autorin, eine Ausnahmepianistin, beschreibt ihren zermürbenden Weg durch die umfassende Gehirnwäsche, der ihre gesamte Generation während Maos Kulturrevolution ausgesetzt war. Schon der zwölfjährigen begabten Musikerin trichtert man ein, sie sei ein "Kind schlechter Herkunft" (da sie aus einer gebildeten Familie stammt); um sich von diesem Makel reinzuwaschen, versucht sie, eine besonders gute Revolutionärin zu werden. Irgendwann wird an dem Musikkonservatorium aller Unterricht verboten, die Studenten zur Umerziehung aufs Land geschickt. Und sie glauben an die Richtigkeit dieser Maßnahmen. Verstehen sie etwas nicht, heißt es: wir müssen Mao vertrauen. Abends gibt es regelmäßige Denunziationsveranstaltungen. Alle werden hier gleichsam Opfer und Täter eines gnadenlosen Systems. Es ist eine große Stärke des Buches, dass Xiao-Mei ihr eigenes Schuldigwerden nicht ausspart. Sie wird zum Mitläufer. Statt Bildung müssen die jungen Musiker Jahre lang stumpfsinnige harte Arbeit verrichten. Obwohl den ehemaligen Studenten die Trostlosigkeit ihres Daseins bald klar wird, sind sie unfähig, dagegen aufzubegehren. Erst durch die heimliche Wiederentdeckung der lange verbotenen Musik (schon ein Klavier zu besitzen machte einen zum Bourgeoisen) entdecken sie auch ihre Individualität wieder. Xiao-Mei schreibt im Lager heimlich den ganzen ersten Band des Wohltemperierten Klaviers ab. So wie unsere Leute im dritten Reich Beethoven sagten, wenn sie Mendelssohn spielten, gaben die jungen chinesischen Musiker vor, albanische Musik zu spielen, wenn sie heimlich Klassiker übten. Xiao-Mei schafft es mit dem Mut der Verzweiflung, sich von der Mutter ihr Klavier aus Peking schicken zu lassen; mit einem Karren transportieren es ihre Freunde ins Arbeitslager. Nun aber sind 20 Saiten gerissen. Xiao-Mei klappert alle Geschäfte in der Stadt ab und kehrt mit Drähten zurück. "Leichten Herzens gehe ich ins Lager zurück und ersetze die gerissenen Saiten sorgfältig durch Draht. Was ich dann höre, ist mittelmäßig, in den höheren Lagen nahezu unerträglich. Aber ich bin glücklich: Statt des Hämmerns ist jetzt ein Klang zu hören. Mein Klavier mag verletzt sein - aber es ist bei mir." Während des Musikstudiums haben wir auf allen möglichen Gurken spielen müssen, aber eine Saite durch einen Draht zu ersetzen, wäre uns in unseren abgründigsten Träumen nicht eingefallen. Das Buch ist voll von solchen fassungslos machenden, anrührenden Momenten. Der zweite Teil beschreibt Xiao-Meis mühsames Fußfassen im Westen, nachdem sie die Möglichkeit hatte, auszureisen. Sie begreift, dass ihr zehn Jahre ihres Lebens gestohlen wurden. Das Erwachen zur Freiheit ist schmerzhaft und mühevoll. Aber sie gibt nicht auf. Und findet immer wieder Freunde, die ihr weiterhelfen. Und dann beginnt sie, Bachs Goldberg-Variationen zu spielen... "Das Buch ist in dreißig Kapitel gegliedert - wie die Goldberg-Variationen, Bachs Meisterwerk. Dreißig Kapitel und eine Aria, mit der das Werk öffnet und abschließt, die einen Kreis bilden wie das Rad der Zeit, das Rad des Lebens." Und ich werde mich nun auf mein Sofa begeben und die Goldberg-Variationen hören. Gespielt von Zhu Xiao-Mei.
  16. Cover des Buches Wie lebe ich ein gutes Leben? (ISBN: 9783426300923)
    Albert Kitzler

    Wie lebe ich ein gutes Leben?

     (31)
    Aktuelle Rezension von: michael_lehmann-pape
    Mit philosophischer Essenz den Alltag meistern

    Ganz ähnlich im Kern wie Johannes Bucej mit seinem „Seelenruhe“ sind auch bei Albert Kitzler die alten Philosophen „ganz groß in Mode“.

    Und es ist ja durchaus nachvollziehbar und richtig gedacht. Wie in der Antike viele Gedanken und ernste Diskurse unentwegt darauf gerichtet waren, der Frage nach dem Sinn in einem „guten“ Leben nachzugehen, so zieht es sich durch die Philosophiegeschichte bis in jüngere Zeiten hinweg durch.

    Und abgesehen von technischen Entwicklungen und der Zunahme der Geschwindigkeitstaktung in der modernen Gesellschaft sind und bleiben die Grundfragen die gleichen und sind und bleiben die gefundenen Antworten überaus bedenkenswert.

    Nicht nur als theoretische „Reflexion des Lebens“, sondern ganz handfest nun nutzt Kitzler das philosophische Wissen. In seiner Gliederung und im Ablauf der Darlegungen im Buch geht er dabei von der gegenwärtigen, ganz alltäglichen Praxis des Lebens und den sich stellenden, wesentlichen Fragen nach und legt Handlungsmöglichkeiten, Direktiven, Grundlagen, Orientierungen ebenso praktisch durch die Philosophiegeschichte hindurch in den einzelnen Themen vor.

    Neben einem ständigen Informationsstrom über die Philosophie bringt dies für den Leser in bester Weise ganz praktische, unmittelbar umsetzbare und erprobenswerte Impulse mit sich.

    Die Themen reichen dabei von aktuellen „Befindlichkeiten“ des Menschen (Keine Zeit!, Hybris, Freundschaft, Harmonie, Einfachheit), die zugleich „immerwährende“ Themen darstellen bis hin zu den grundsätzlichen Überlegungen aller Zeiten wie die Frage nach dem Schicksal, dem eigenen Lebensweg, dem Blick auf die anderen, dem Tod und andere existenzielle Themen.

    Den „idealen“ Weg wird es dabei sicherlich, wie durch die Jahrtausende hindurch, wohl nicht geben, Gott, Heiliger oder Erleuchteter sind Begriffe, die für jene reserviert sind, die dem „idealen Menschen“ nach Vorstellung der antiken Denker sehr nahe kommen.

    Dennoch, grundlegend gilt: Den klassischen Denkern ging es nicht darum (zumindest nicht vordergründig), Begriffe wie Glück oder Weisheit (nur) zu definieren, sondern „den Denkern der Antike ging es …darum….vielmehr Wege aufzuzeigen, wie wir uns diesem Zustand annähern können. Wichtig ist nicht, was Glück sei….sondern glücklich zu werden“.

    Diese antike Lebensweise mit durchaus auch den unterschiedlichen Ansätzen, die allerdings fast alle um einen „rationalen Lebensstil“ kreisen und sich vom mythisch-religiösen mehr oder weniger abwendeten stellt Kitzler durchaus verständlich und gelungen immer wieder in den Mittelpunkt seiner Überlegungen und füllt so die alten Denkweisen wieder einmal mit neuem und aktuellem Leben.

    Ob es in der Familie ist, ob es die Arbeit betrifft (auch wenn „klassische“ Philosophen nicht viel von der Arbeit hielten), Freundschaft, der Umgang mit schweren Momenten, der Genuss der Heiterkeit, ob Ängsten begegnet werden muss oder Wünsche stark sind, es gibt nichts Wesentliches oder Wichtiges, was von der antiken Philosophie an nicht bereits durchdacht sich findet.

    So bietet dieses Buch mannigfaltige Anreize zum Erproben für das eigene Leben, zum Reflektieren des eigenen Seins und der eigenen Haltung, ohne Wege mit Bestimmtheit vorzuzeichnen oder „Alternativlos“ zu behaupten. Bis auf das eine, das „wer nicht in den Spuren anderer wandelt, kommt nicht ans Ziel“.

    Eine empfehlenswerte, ruhige, nicht schicksalsschwer verfasste und doch mit dem nötigen Ernst versehene Lektüre.
  17. Cover des Buches Tao Te King. Eine zeitgemäße Version für westliche Hörer. (ISBN: B07KYWDWGH)
  18. Cover des Buches Der Weg des Tao (ISBN: 9783499601101)
    J. C. Cooper

    Der Weg des Tao

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