Bücher mit dem Tag "latein"
19 Bücher
- Maggie Stiefvater
Wen der Rabe ruft
(1.204)Aktuelle Rezension von: Thess12345Inhalt:
Blue Sargent wächst in einer außergewöhnlichen Familie von Wahrsagerinnen auf. Während alle Frauen ihrer Familie über übersinnliche Fähigkeiten verfügen, besitzt Blue selbst keine eigene Gabe – dafür verstärkt sie die Kräfte der anderen. Seit ihrer Kindheit begleitet sie jedoch eine düstere Prophezeiung: Der Junge, den sie eines Tages küsst, wird sterben.
Als sie am Markustag dem geheimnisvollen Gansey begegnet, gerät sie ungewollt in die Welt der Raven Boys. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einer uralten Legende, die sie quer durch mystische Orte und rätselhafte Ereignisse führt. Doch je tiefer sie in die Geheimnisse eintauchen, desto mehr geraten Schicksal, Magie und Wirklichkeit miteinander ins Wanken.
Eigene Meinung:
Ich bin mit ziemlich hohen Erwartungen an Wen der Rabe ruft herangegangen, da die Reihe von vielen Leserinnen und Lesern empfohlen wird. Die Grundidee rund um die Prophezeiung, die Ley-Linien und die mystischen Elemente fand ich von Anfang an spannend und auch die ersten 100 bis 150 Seiten haben meine Neugier geweckt. Ich wollte unbedingt herausfinden, wohin die Geschichte führt.
Leider konnte das Buch dieses anfängliche Interesse für mich nicht aufrechterhalten. Nach dem vielversprechenden Einstieg verlor die Handlung für mein Empfinden deutlich an Tempo. Viele Szenen wirkten eher wie eine Vorbereitung auf das, was noch kommen soll, wodurch sich die Geschichte stellenweise in die Länge zog. Obwohl immer wieder neue Informationen eingestreut wurden, hatte ich häufig das Gefühl, dass die Handlung nur langsam voranschreitet.
Auch mit den Charakteren wurde ich leider nicht richtig warm. Sie sind ohne Frage individuell und sorgfältig ausgearbeitet, konnten mich emotional aber kaum erreichen. Dadurch fiel es mir schwer, eine echte Verbindung zu ihnen aufzubauen oder bei ihren Erlebnissen mitzufiebern.
Was mir dagegen ausgesprochen gut gefallen hat, war Maggie Stiefvaters Schreibstil. Sie erschafft mit ihrer bildhaften und poetischen Sprache eine ganz besondere Atmosphäre, die perfekt zu den geheimnisvollen und magischen Elementen der Geschichte passt. Gerade die Stimmung des Buches und die detaillierten Beschreibungen haben mir immer wieder gefallen und waren für mich die größte Stärke des Romans.
Ich hatte insgesamt allerdings den Eindruck, dass dieser erste Band vor allem die Welt, die Figuren und die kommenden Ereignisse vorbereitet. Das ist grundsätzlich nicht schlimm, für meinen Geschmack hätte ich mir jedoch mehr Spannung und eine dynamischere Handlung gewünscht.
Fazit:
Wen der Rabe ruft überzeugt mit einer einzigartigen Atmosphäre, einer faszinierenden Grundidee und einem wunderschönen Schreibstil. Leider konnte mich die Handlung nach einem starken Beginn nicht dauerhaft fesseln und auch die Figuren blieben für mich etwas auf Distanz. Wer ruhige, mystische Fantasy mit viel Atmosphäre und Charakteraufbau liebt, wird hier vermutlich mehr Freude haben als ich. Für mich war der Auftakt insgesamt leider etwas zäh und blieb hinter meinen Erwartungen zurück.
- Chris Carter
Blutrausch - Er muss töten (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 9)
(448)Aktuelle Rezension von: ShadyDie Robert-Hunter-Reihe von Chris Carter gehört für mich klar in die Kategorie „Thriller, die man nicht nebenbei liest“. Schon nach wenigen Seiten merkt man, dass hier ein ganz eigenes Tempo und eine sehr direkte, oft schonungslos brutale Erzählweise dominiert.
Gleichzeitig sind die Bücher sehr schnell zu lesen, weil die Kapitel kurz gehalten sind und ständig neue Perspektiven oder Cliffhanger eingebaut werden. Genau das sorgt dafür, dass man nur schwer pausieren kann.
Ich habe mich bereits im ersten Buch ein Stück weit in die Figur des Robert Hunter „verliebt“ – natürlich rein platonisch 😊 – und die gesamte Reihe danach regelrecht verschlungen.
Insgesamt ist die Robert-Hunter-Reihe für mich eine klare Empfehlung für alle, die Thriller mögen, die düster, direkt und teilweise wirklich hart an der Grenze sind. Wer allerdings empfindlich auf Gewalt oder sehr detaillierte Beschreibungen reagiert, sollte wissen, worauf er sich einlässt.
- James Patterson
Die 7 Sünden - Women's Murder Club -
(151)Aktuelle Rezension von: WandererimwaldBahnhofsliteratur...Plot auf Effekthascherei. Figuren sind Pappkameraden, austauschbar. Die Dialoge banal. Die unvermeidlichen Sexszenen seicht; hingegen werden die Gewaltszenen genüsslich beschrieben (man möchte sagen: typisch amerikanisch). Der Stil unzusammenhängend; könnte von der KI generiert worden sein. Vom Buch kann man die ersten und dann die letzten Seiten lesen, und anschließend vergessen.
- Amo Jones
Broken Puppet - Elite Kings Club
(140)Aktuelle Rezension von: miss_konfetti_booksAuch der zweite Teil der Elite Kings hat mir sehr gut gefallen. Es bleibt durchweg spannend und man will unbedingt die Hintergründe und Geheimnisse der elitären Truppe erfahren.
Madison und ihr Verhältnis zu den Jungs gefällt mir immer noch wirklich gut. Sie hat sich erstaunlich gut in diese besondere Welt eingefunden und trotz allem ist sie ihnen gewachsen und lässt sich nichts gefallen.
Die Liebesbeziehung - wenn man es so nennen mag - spielt in dem Ganzen nur eine Nebenrolle, was ich wirklich sehr gut finde. Beziehungsdrama würde in dieser Geschichte irgendwie störend wirken, es gibt zu viele andere Themen und Geheimnisse, die wichtiger sind.
Insgesamt liebe ich die ganze Reihe immer noch sehr. Ich hab die Personen alle sehr ins Herz geschlossen und bin extrem gespannt, wie es im nächsten Teil weitergeht. Denn es sind noch lange nicht alle Fragen beantwortet. - Alanna Lovita
Bestias
(19)Aktuelle Rezension von: MissAlektoGeschichten in der antike sind immer eine besondere Herausforderung. Tatsächlich ist die Mischung aus realen Kulissen, wie auch Fantasyelementen sehr gelungen. Die Charaktere sind bunt gemischt und ich würde Bestias als gutes Jugendbuch weiter empfehlen. ( obgleich einzelne Szenen sehr hart sind. Ein gewisses Alter sollte man schon beim lesen haben. ) Man gewinnt die Charas leider erst recht spät etwas lieb. Da ich aber schon an Band 2 lese, kann ich voraussagen, dass es sich lohnt dran zu bleiben.
- G. A. Aiken
Call of Crows - Entfacht
(45)Aktuelle Rezension von: dorothea84Jace Berisha hatte kein leichtes Leben und dann hat ihr Mann sie auch nun ja ermordet. Sie kämpft jetzt für die mächtigen Götter der Wikinger, Seite an Seite mit den gefährlichen Crows. Jace liebt Sprachen und Bücher, deshalb soll sie den Protektor helfen. Obwohl die beiden Clans nicht gerade gut aufeinander zu sprechen sind. Ski Eriksen ist ein friedliebender Kerl und fühlt sich von Jace angezogen.
Nach dem letzten Band glauben die Crows, dass sie die Göttin aufgehalten haben. Doch als Leser wissen wir das es nicht der Fall war. Doch auch die Crows und die anderen Clans kommen in diesem Band dahinter. Ein auffallender Beginn der Geschichte von Jace. Die etwas gruselig ist. ;) Wie auch schon bei Band 1 ist hier viel dunkler Humor vorhanden und das liebe ich. Die Geschichte ist nicht nur witzig, sondern auch voller Spannung und Action. Jace und Ski Gespräche sind einfach einzigartig und ich liebe es. Diese Reihe überrascht mich von den Charakteren immer wieder. Die Geschichte nimmt Fahrt auf und man fragt sich ob die Crows die Welt wirklich retten können. Denn eine Party feiern können sie auf jeden Fall. Natürlich taucht auch ein Haufen alte Bekannte auf.
PONS Verbtabellen Plus Latein
(1)Aktuelle Rezension von: sydneysider47Ich will Euch heute ein Latein-Buch vorstellen, das Verbtabellen enthält. Es ist für mich total nützlich, wenn ich mit Schülern lateinische Texte übersetze – und auch der Preis ist gut.PONS Verbtabellen plus Latein
Für wen ist dieses Buch geeignet?
Es ist geeignet für Schüler aller Schulklassen.
Weiterhin ist es geeignet für Studenten (z.B. Studenten, die die Prüfung zum Kleinen Latinum ablegen müssen, um ihr Studium fortsetzen zu können) und alle, die die Konjugationen (konjugieren = beugen von Verben, also Verben in die einzelnen Personen und Zeiten setzen) lernen und wiederholen wollen. Schüler, Studenten und Erwachsene, die regelmäßige und unregelmäßige Verben wiederholen wollen.
Und für alle, die lateinische Texte übersetzen und auf ein Verb stoßen, bei dem sie nicht wissen, welche Bedeutung es hat. Es gibt im Lateinischen einige Verben, die man miteinander verwechseln kann – z.B. kenne ich Schüler, die schon videre, vivere und vincere miteinander verwechselt haben.
Verwendet man dieses Buch als „Verben-Detektiv“, gelingt es schnell, herauszufinden, um welches Verb es sich in einem Satz handelt. Dazu aber später in einem Bespiel.
Wie ist das Buch aufgebaut/gestaltet?
Zuerst gibt es eine Gebrauchsanweisung darüber, wie man das Buch verwendet.
Dann werden grammatische Begriffe erklärt – z.B. was ist ein Infinitiv? Was ist ein Passiv?Das System der lateinischen Verbformen wird erklärt – also z.B. welche Konjugationen gibt es im Lateinischen? Was sind Deponentien?Was sind Komposita und welche Verben haben Komposita?
Anschließend gibt es Konjugationstabellen zu je einem Verb jeder Konjugation – und zu Deponentien (Deponentien sind Verben, die fast nur in passiven Formen erscheinen, aber aktive Bedeutung haben) derselben Konjugation.
So wird zum Beispiel das regelmäßige Verb „amare“ (= lieben) der a-Konjugation in alle Personen und Zeiten gesetzt (konjugiert) und danach ein Deponens der a-Konjugation, nämlich das Verb „hortari“ = mahnen ermahnen.
Auch einige unregelmäßige Verben werden konjugiert – zum Beispiel die Verben esse, posse und velle.
Ein weiterer Teil des Buches befasst sich dann mit den Stammformen wichtiger Verben. Zum Beispiel: wie lautet der Präsens-Stamm des Verbs „amare“ und wie sein Perfekt-Stamm? Dieser Teil mit den Stammformen ist auch nach Verben mit einem v-Perfekt, Verben mit einem s-Perfekt usw. geordnet.
Jedes Verb in diesem Stammformenteil ist nummeriert – und das ist wichtig für mich, wenn ich das Buch als „Verbendetektiv“ verwenden will. Dazu aber später.
Übungen und Karteikarten, die zum Üben motivieren sollen, sowie eine alphabetische Verbliste schließen das Buch ab. Hier ist jedes Verb mit einer Zahl gekennzeichnet. Schlägt man dann die Zahl des Verbs unter den „Stammformen wichtiger Verben“ nach, kann man die Bedeutung des Verbs finden, sowie dessen erste Person Singular Präsens Aktiv sowie die erste Person Singular Perfekt Aktiv und das Partizip Perfekt Passiv (PPP).
Welchen Eindruck macht das Buch?
Die Schrift ist schwarz, augenfreundlich.
Besonderheiten werden in blauen Buchstaben hervorgehoben.
Weitere Vorteile: dieses Buch ist strapazierfähig! Ich hatte schon ein Verbtabellenbuch eines anderen Verlags – aber nach kurzem Gebrauch lösten sich bei dem Buch Seiten – und bald hatte ich ein „Kartenspiel“ und kein Buch mehr.
Das ist mir bei dem Buch „PONS Verbtabellen PLUS Latein“ noch nicht passiert. Ich verwende dieses Buch seit mehreren Jahren, und dieses Buch ist immer noch vollständig, es hat sich keine einzige Seite bisher daraus gelöst.
Meine Erfahrungen mit dem Buch:
Mit diesem Buch kann man Konjugationen lernen und wiederholen. Also zum Beispiel: wie heißt die erste Person Singular Indikativ Imperfekt Aktiv des Verbs „laudare“ – loben?
Da „laudare“ regelmäßig ist, finde ich hinten in der alphabetischen Verbliste den Hinweis, dass ich hier die Konjugationstabelle der a-Konjugation aufschlagen soll – und das, was da am Beispiel des Wortes „amare“ gezeigt wird, auf „laudare“ übertragen soll. So heißt also „laudabam“ ich lobte – und das ist die erste Person Singular Indikativ Imperfekt Aktiv von „laudare“.
Suche ich ein unregelmäßiges Verb, geht auch das recht schnell – wenn ich wenigstens eine Ahnung von lateinischen Verben habe und viele der Verbformen mal gelernt habe, diese also noch unterbewusst irgendwo in meinem Gedächtnis gespeichert sind.
Ein Nachhilfeschüler hatte in einem Übersetzungstext vor kurzem das Wort „vivitis“ zu übersetzen. Er wusste nicht sicher, um welches Verb es sich hier genau handelte.
War es videre = sehen?
War es vivere = leben?
War es vincere = siegen?
Ich wusste die richtige Lösung und versuche ihm, meine „Theorie“ anhand der Verbtabellen Latein von PONS zu beweisen.
Wir suchten nach den in Frage kommenden Verben in dem Buch „PONS Verbtabellen Latein“ und fanden folgendes:
(Verb Nummer) 173: videre – video – vidi – visum (e-Konjugation) – sehen
(Verb Nummer) 383: vivere – vivo – vixi – victurus (konsonantische Konjugation) – leben
(Verb Nummer) 517: vincere – vinco – vici – victum – (konsonantische Konjugation) – siegen, besiegen
Wenn ich alle drei Verben im Präsens durchkonjugiere, komme ich drauf, dass „vivitis“ – ihr lebt – heißt und vom Verb „vivere“ kommt.
Ein weiteres Beispiel:
Ich finde in einem Lateintext das Verb „coepit“.
Um mit dem „Verbendetektiv“ aufspüren zu können, woher diese Verbform kommt, braucht man ein gutes Gedächtnis bzw. eine gute Erinnerung über die Verbformen, die man mal pauken musste!
Mir schwante noch, dass das Verb „incipere“ etwas damit zu tun haben könnte. Als ich das Verb Nummer 501 im Kapitel „Stammformen wichtiger Verben“ nachschlug, wurde meine Annahme bestätigt:
Das Perfekt Aktiv im Indikativ des Verbs „incipere“(anfangen, beginnen) wird tatsächlich coepi, coepisti, coepit, coepimus, coepistis und coeperunt konjugiert (das kann ich ableiten, wenn ich die Form der ersten Person Indikativ Perfekt Aktiv sehe – also coepi – und die weiteren Endungen der Perfektformen weiß) – also heißt „coepit“: er hat angefangen (und auch: sie hat angefangen – und auch: es hat angefangen).
Das Buch "Verbtabellen PLUS Latein" von PONS ist für mich also – wenn ich mit Schülern Latein lerne – unverzichtbar.
Meine Gesamtbewertung für die „PONS Verbtabellen PLUS Latein“ : 5 Sterne
- Redaktion Langenscheidt
Langenscheidt Schulwörterbuch Latein
(2)Aktuelle Rezension von: EmmyLIn diesem kompakten Latein-Wörterbuch werden rund 40 000 Stichwörter und Wendungen übersetzt bzw. genau erläutert. Das Buch besitzt ein handliches Format. Die blau gekennzeichneten Buchstabenmarkierungen am linken Buchrand, macht blitzschnelles Nachschlagen möglich. Der aufgelistete Wortschatz orientiert sich an dem der wichtigen klassischen Autoren. Das gesamte Wörterbuch wird als Gratis-App mit kostenlosem Download durch einen Code zur Verfügung gestellt. So ist es möglich auch offline schnell nachzuschlagen. Die App ist bereits ab dem 1. Lernjahr sehr hilfreich. Meine Tochter war nicht nur begeistert, sondern nutzt sie auch regelmäßig für die Hausaufgaben.
In der Einleitung startet das Nachschlagewerk mit einer hilfreichen Einführung zur Nutzung. Zeichen, Abkürzungen und Grammatik werden an Beispielen genau erläutert. Eine ausführliche Liste zu Abkürzungen und Symbolen schließt sich an. Zwischen den einzelnen Worten springen beim Durchblättern grau hinterlegte Merkkästchen ins Auge. In diesen befinden sich kurze Infotexte zum Wortschatz und dem römischen Leben. So erfährt man unter dem Wort matrimonium – Ehe und Eheformen, dass bei Jungen ein Mindestalter von 14 vorausgesetzt wurde, Mädchen aber schon mit 12 verheiratet werden konnten. Am Ende des Buches findet man Listen und Informationen zu Deklination, Pronomina, Konjugation, unregelmäßige Verben, Zahlen, Maße und Gewichte, Münzen, Schrift und Aussprache, Römischer Kalender, Römische Geschichte als Zeittafel und einige aufschlussreiche Illustrationen.
Ein flexibles Plastecover und eine ebenso flexible wie stabile Bindung ermöglichen ein geöffnetes Hinlegen, ohne daß die Seiten verblättern. Das Nachschlagewerk ist in seiner Neubearbeitung sehr zu empfehlen.
- Tom Holland
Dynastie
(7)Aktuelle Rezension von: pinkdinoprincessInhalt: Augustus ging nach dem Fall Caesars als der erste römische Kaiser in die Geschichte ein. Ihm folgten Tiberius, Caligula, Claudius und Nero in der julisch-claudischen Dynastie. Ihre Geschichte ist geprägt von Kriegen, Intrigen und Eskapaden.
Fazit: "Dynastie" von Historiker Tom Holland behandelt die julisch-claudische Dynastie in zeitlicher Abfolge. Während die Geschichte von Augustus eher durch militärische Erfolge und stabile Verhältnisse in Rom selbst geprägt ist, verschieben seine Nachfolger deren Fokus immer weiter auf Unruhen innerhalb des Reiches - und Eskapaden verschiedenster Formen. Holland gelingt es, eine Vielzahl an Geschehnissen ansehnlich darzustellen. Trotzdem ist beim Lesen Konzentration nötig, denn natürlich erfordert die Vielzahl an Namen, Orten und Ereignissen eine gewisse Ambition, um den Überblick zu behalten. Der Schreibstil ist flüssig lesbar und großteils angenehm, wobei manchmal die Kombination von hochtrabender Sprache und Anglizismen recht ungewöhnlich daherkommt (wobei dies auch an der Übersetzung liegen könnte).
Empfehlung: Wer sich für die julisch-claudische Dynastie interessiert, kann hier eine Vielzahl an Details über die römischen Kaiser erfahren.
PONS Latein schnell & sicher
(2)Aktuelle Rezension von: VanessaEdenDas Projekt: Großes Latinum
Der Weg: Autodidaktisch
Die Zeit: Drei Monate
Latein schnell & sicher in nur 18 Lektionen klingt schon mal super. Und tatsächlich ist die Idee nicht so schlecht. Denn 18 Lektionen sind überschaubar und lassen sich gut planen, und wären an sich eine tolle Idee, wenn sie
1. gleichmäßiger mit Inhalt gefüllt wären, d.h. dass man für jede Lektion in etwa die gleiche Zeit braucht. Das ist leider nicht der Fall. Auch gerade was den Wortschatz angeht.
2. fehlerfrei wären, denn ab Lektion 11, also dann, wenn es schon ans Eingemachte geht, häufen sich die Fehler und das nicht zu knapp. Und zwar derart, dass sogar mir als Laie das aufgefallen ist.
3. mehr Übungen zur Verfügung stehen würden. Die Grammatik wird durchgepeitscht, es finden sich nach jeder Grammatik entsprechende Übungen (meist so 1 - 6), dann geht es weiter. Natürlich weiß man, was genau zu dieser Übung verlangt wird, es lässt sich später im Text nicht gut erkennen, da einfach die Übung fehlt.
Ich bin durch die Fehler in den Übersetzungen sehr unsicher geworden, weshalb ich das Buch ab Lektion 13 nicht mehr verwendet habe. Latein ist anspruchvoll genug, als dass man sich als Anfänger durch einen solchen Schlendrian verunsichern lassen sollte.
Ich habe also das Projekt ergänzt durch die klassischen Schulbücher der Reihe Campus mit entsprechenden Übungsheften und den Königs Übersetzungen des Bange Verlags.
Projekt geglückt! :-)- Astrida Wallat
Dolce Vesuvio. Ein Italien-Roman.
(43)Aktuelle Rezension von: Kat.JaCarlotta, genannt Lollo, ist Archäologiestudentin aus Leidenschaft. Von ihrem Professor unterstützt, bekommt sie die Möglichkeit an einer Ausgrabung in Pompeji mitzuarbeiten! Einziger Wermutstropfen ist: Auch der überhebliche Alessandro soll mit nach Kampanien reisen!
Am Fuß des Vesuv ist Lollo dann in einer komplett neuen Welt angekommen. Die Arbeit und auch das Leben in Bella Italia entwickeln sich ganz anders als erwartet.
Lollo hofft auf eine große Entdeckung, findet neue Freunde und vielleicht die große Liebe...
Wie der Titel ja schon vermuten lässt, spielt diese heitere Liebesgeschichte im Raum Neapel und rund um den Vesuv.
Die Hauptprotagonistin Lollo ist eine unglaublich sympathische, aber auch leicht verpeilte junge Frau. Ihre offene und lockere Art lässt sie schnell Freunde finden - sie nach und durch Pompeji zu begleiten, macht unglaublichen Spaß!
Das es zu einem literarischen Happy-End zwischen ihr und Alessandro kommen wird ist von Beginn an klar - aber der Weg dahin ist unglaublich lustig beschrieben! Die Dialoge der beiden, der verbale Schlagabtausch, erinnern an klassische Screwball-Komödien!
Mir haben die Beschreibung von Pompeji und auch die kurzen historischen Erklärungen dazu richtig gut gefallen. Sie waren sehr bildhaft und realistisch!
Da ich die berühmte verschüttete Stadt schon einmal besucht hatte, habe ich mich direkt dorthin zurückversetzt gefühlt!
Auch war für mich die ganze Atmosphäre, vermittelt u.a. durch die "Familia", typisch italienisch dargestellt und haben Reiselust geweckt!
Der Schreibstil der Autorin ist, wie die komplette Handlung, locker-leicht und macht die Geschichte zu einer wunderbaren Sommerlektüre.
Ich hatte jedenfalls während und nach dem Lesen Lust auf Pasta, Wein und Urlaub in Italien!
- Myriel Balzer
LARP: Kommunikation (Aufsatzsammlung zum MittelPunkt 2014)
(0)Noch keine Rezension vorhanden - Constanze Dennig
Verkauft
(43)Aktuelle Rezension von: MissRose1989Das Cover des Buches passt sehr gut zum Inhalt, die erste Beobachtung zu dem Fall macht Alma Liebekind auch in einer Klink und auch die Stimmung des Bildes passt sehr gut zu der Handlung, die dann folgt.
Als Alma Liebekind eine seltsame Beobachtung in einem Wiener Sanatorium macht, in dem sie wegen einer Fehlgeburt behandelt wird, fragt sie sich, ob man hier ein Verbrechen verschleiern möchte und beginnt sich zusammen mit ihre Mutter auf eine nicht ganz ungefährliche Spurensuche...
Constanze Dennig streift im Buch das sehr aktuelle Thema der Flüchtlingspolitik, aber das auch nur am Rande und das ist etwas schade, weil das hätte man etwas mehr einbinden können. Es fehlt hier einfach etwas der Fokus auf die Herkunft der Frau, die nachts ins Sanatorium eingeliefert wird.
Alma ist als Hauptprotagonistin etwas schwierig, sie ist irgendwie keine Figur, die man ins Herz schliesst, aber so ergeht es dem Leser mit allen Figuren, sie bleiben etwas blass, man kann sie nicht wirklich greifen.
Constanze Dennig beginnt nicht gleich mit dem wirklichen Fall, sie legt die Geschichte so an, dass man erstmal etwas die Charaktere und deren Einbettung in ihr Leben, so das es zu Beginn nicht wirklich wie ein Krimi anmutet, leider wird das auch im Verlauf des Buches nicht besser, weil der Spannungsbogen nicht wirklich vorhanden ist.
Constanze Dennig hat einen sehr interessanten Schreibstil, man kommt sehr gut in die Geschichte rein und durch ein paar kleine wienerische Feinheit kommt auch etwas der österreichische Charme des Buches durch. Sie hat eine sehr auffallende Sprachwahl, so dass man immer wieder Begriffe aus dem lateinischen oder dem Dialekt als Fussnote erklärt werden muss. Gewollt spannend legt sie kleine Spuren, die sie dann später im Buch wieder aufnimmt und deren Bedeutung erst dann klar wird, aber die auch nicht wirklich zur Spannung beitragen.
Dieser Band ist bereits der 4. Band der Reihe, an sich ist der Fall abgeschlossen, wer sich aber für die Figuren an sich interessiert und gerne mehr als den Steckbrief zu Beginn des Buches haben möchte, sollte mit Band 1 der Reihe starten. Wenn man erst mit Band 4 einsteigt, ist es etwas schwierig, die Personen immer klar zuzuordnen und sich die Beziehungen der Charaktere zu erschliessen.
Fazit:
Die Idee des Krimis ist wirklich gut, aber in der Umsetzung ist es eher ein spannender Roman als ein Krimi. Irgendwie steht der Fall eher so neben den Beziehungen zwischen den Charakteren und gewinnt nicht wirklich die Oberhand.
Constanze Dennig hat einen etwas spezielle Art zu schreiben, an die man sich gewöhnen muss und die sicher nicht jeder so gut findet, weil man manchmal eben erstmal die Fussnoten lesen muss und das schon im Lesefluss etwas stört.
Alles im allem kann man sagen, der Plot ist gut, das Cover auch, aber der Schreibstil, die Charaktere und auch der Fortgang der Handlung überzeugt nicht. Man muss sich sehr auf das Buch einstellen, weil der Humor und auch das Ermittlerduo aus Mutter und Tochter nicht wirklich zu der Krimiidee passen wollen.
- Christian Eckert
Gladiatoren-Kochbuch
(5)Aktuelle Rezension von: ChaoskendaEinmal kochen wie die Gladiatoren.
In „Das Gladiatoren-Kochbuch“ geht es nicht nur ums kochen, der Einstieg wird mit diversen Artikeln versüßt. „Der historische Gladiator“ und „Das Gladiatoren-Projekt“ sind nur zwei der spannenden Beiträge.
Schon beim Aufschlagen kann ich die aufwendige Gestaltung nicht leugnen. Die zieht sich durch sämtliche Seiten. Das auf alt getrimmte Papier, die Schriftarten, die Abbildungen sind super gelungen und sehr ansprechend.
Die Rezepte sind ebenfalls ansprechend dargestellt, sei es das Bild der Speisen oder auch die Übersicht der Zutaten und der Zubereitung. Die Zubereitung ist sehr kompakt geschrieben aber hier wird alles gesagt was man wissen muss. Einige Rezepte sind ebenfalls mit wertvollen Zusätzen ergänzt, kleine Tipps bzw. Hinweise zu kompatiblen Gerichten oder ähnliches.
Mich hat bereits die Gestaltung umgehauen aber auch die Rezepte sind abwechslungsreich und leicht nach zu kochen. Jeder kann kochen wie ein Gladiator.
Fazit:
Ein sehr ansprechendes Kochbuch. Die optische Gestaltung sowie die Rezepte sind sehr gelungen und ein Hingucker. Die Rezepte sind leicht umzusetzen da die Zubereitung recht simpel beschrieben ist. Mit „Das Gladiatoren-Kochbuch“ kann jeder kochen wie ein Gladiator, ich kann dieses Kochbuch absolut empfehlen.
- Pascal Mercier
Nachtzug nach Lissabon
(32)Aktuelle Rezension von: WaschbaerinDiese gekürzte Hörbuchfassung des Bestsellers von Pascal Mercier, "Nachtzug nach Lissabon" gehört für mich zu den besonderen Schätzen.
Auf 2 CDs werden die markantesten Passagen dieses Buches in wunderbarer Weise von bekannten Schauspielern eindrucksvoll gesprochen. Peter Fricke war mir bisher eher als Mime von unsympatischen und zwielichtigen Figuren, besonders in Krimis, bekannt. Doch wie er hier seine Stimme einzusetzen vermag, dafür gebührt ihm besonderes Lob.
Raimund Gregorius, ein etwas langweiliger und schrulliger Lehrer mit dicken Brillengläsern trifft am Morgen auf eine Portugiesin. Der Klang ihrer Sprache löst in diesem Moment etwas in ihm aus was ihn veranlasst, sein bisheriges Leben in Frage zu stellen. So wie er bisher lebte, das konnte nicht alles gewesen sein.
In einer Buchhandlung sieht er durch Zufall ein Buch von Amadeo de Prado, einem Künstler der Worte, die ihn in der Tiefe seiner Seele berühren.
"Wenn es so ist, dass wir nur ein Teil von dem leben was in uns ist, was geschieht mit dem Rest?" Dies ist nur eine von vielen philosophischen Betrachtungen unseres Daseins. Auch Marc Aurel kommt zur Sprache, "vergeh dich nicht an dir selbst und tu dir Gewalt an meine Seele...... Ein Leben hast du nur. Es aber ist für dich fast abgelaufen und du hast getan, als ginge es dabei um die anderen Seelen...... "
Mundus fährt mit dem Nachtzug nach Lissabon und lernt dort Menschen kennen, die mit Amadeo de Prado ein Stück auf dessen Lebensweg mit ihm gingen. Jeder beschreibt diesen außergewöhnlichen Menschen auf seine Weise und man könnte glauben, jeder kannte einen anderen Amadeo. Doch als Prado selbst zu Wort kommt stellt man fest, niemand hat ihn richtig gekannt, von seinen Selbstzweifeln gewusst. Alle sahen nur "ein Bild von einem Mann", ein außergewöhnlicher Menschen. Ja, dieser Amadeo war außergewöhnlich, aber in seiner ganz eigenen und tiefgründigen Art. Ein ewiger Zeifler seiner selbst. Vom Vater gedrängt Arzt zu werden, verbunden mit der Hoffnung, dass ihm jemand seine Schmerzen nehmen könnte. Von der Schwester vergöttert, nachdem er ihr das Leben rettete. Doch seine berührungslose Liebe galt einem einfachen Bauernmädchen aus der Mädchenschule, das er auch später noch immer dann aufsuchte, wenn er Sorgen hatte. Wer war Amadeo de Prado wirklich?
Ich glaube, dieses Hörbuch habe ich schon 100 mal gehört und immer wieder ist es ein Hochgenuss für mich. - 8
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