Bücher mit dem Tag "lateinamerika"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "lateinamerika" gekennzeichnet haben.

195 Bücher

  1. Cover des Buches Frida Kahlo und die Farben des Lebens (ISBN: 9783746635910)
    Caroline Bernard

    Frida Kahlo und die Farben des Lebens

     (159)
    Aktuelle Rezension von: Painiapulu

    Caroline Bernard beschreibt sowohl Frida als Person als auch ihre Heimat und ihr Zuhause, die Schicksalsschläge, ihr Liebesleben sowie die Art und Weise wie sie all das verarbeitet sehr authentisch, echt und detailliert. 

    Dank der präzisen Beschreibungen fühlte ich mich, als sei ich selbst in Mexiko gewesen und hätte das bunte, leidvolle - und gleichzeitig leidenschaftliche - Leben der Frida Kahlo gelebt.

    Ein sehr berührender Roman über eine starke, außergewöhnliche und eigenwillige junge Frau, die sich für sich und ihre Kunst einsteht. 

  2. Cover des Buches Nocturna - Das Spiel des Fuchses (ISBN: 9783734161889)
    Maya Motayne

    Nocturna - Das Spiel des Fuchses

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Pajanka

    Ich habe mir dieses Buch zugelegt, da mir die Grundidee hinter der Geschichte zugesagt hat und ich gespannt war, wie diese umgesetzt werden würde. Dass die Geschichte in einer lateinamerikanischen Welt spielt und einen gewissen spanischen Touch hat, war ungewohnt und irgendwie nicht ganz meins. Die spanischen Wörter fand ich teilweise unpassend, das Magiesystem eher schlecht als recht. Hier hätte man definitiv mehr Potential ausschöpfen können, beispielsweise mit mehr Aufklärung über das gesamte System. Die Handlung war doch auf sehr viel „Glück“ der Protagonisten ausgerichtet, was etwas unglaubwürdig herüberkam. Die Spannung wurde größtenteils durchaus solide gehalten, flachte jedoch trotzdem immer wieder ab und konnte mich nicht so richtig mitziehen. Positiv fand ich jedoch, dass hier mal nicht die Liebesgeschichte im Vordergrund stand, es war äußerst erfreulich, dass sich hier eine authentische, nichtromantische, Entwicklung der Charaktere ergeben hat. Der Schreibstil ist recht simpel, die Länge der Kapitel ist angenehm und die verschiedenen Perspektiven haben mir auch gut gefallen. Der große Pluspunkt dieses Buches ist wirklich der zwischenmenschliche Aspekt, sowie das Zusammenspiel der Protagonisten. Das doch recht einfache Ende wirkt abgeschlossen, obwohl ein weiterer Teil erscheinen soll. Damit kann ich mich aber gut zurechtfinden, denn das ich den zweiten Teil lesen werde, ist eher unwahrscheinlich. Insgesamt also kein schlechtes Buch, aber eine durchschnittliche, eher einfach gestrickte, Fantasy-Geschichte, die nicht sehr komplex ist, welche man aber zwischendurch durchaus einmal lesen kann, wenn man Unterhaltung sucht.

  3. Cover des Buches Das Papierhaus (ISBN: 9783458176152)
    Carlos María Domínguez

    Das Papierhaus

     (236)
    Aktuelle Rezension von: Scholu

    Das Büchlein hat nicht mal 100 Seiten, trotzdem wird viel über die Leidenschaft des Lesens bzw. Bücher-habens geschrieben. Es werden viele Autoren genannt, allerdings sagt mir fast keiner davon etwas. Es ist in der ich-Form geschrieben.

    Für mich war es ein re-read (nach 7 Jahren), dieses Mal hat es mir besser gefallen. Obwohl das Büchlein recht kurz ist, ist es keine leichte Lektüre. Die genannten Autoren werden auch nur beim Namen genannt, es wird nicht auf ein spezielles Buch o.ä. eingegangen. Mich verleitet dies nicht dazu, mehr über die genannten Autoren erfahren zu wollen.

    Dieses Mal habe ich mir sogar einige besonders schöne Stellen markiert, wie zB: "Ein Buch, das du nicht findest, sagt der Volksmund, gibt es nicht." (S. 48, eichborn HC, Juli 2004) // "[...]>Ich vögele mit jedem Buch, keine Markierung bedeutet für mich kein Orgasmus.<" (S. 43, eichborn HC, Juli 2004).

    Wer Bücher über Bücher mag, dem ist dieses Büchlein zu empfehlen. Vor allem in der vorliegenden Ausgabe: Vorne drin ist ein Pergamentpapier mit Weltkarte - der Weg, den der ich-Erzähler zurücklegt, ist dort markiert. Das Cover ist in Brauntönen gehalten, die Schrift komplett in orange. Das Cover zeigt einen Haufen Buchstaben, auf den vermutlich weitere Buchstaben fallen. Diese Buchstaben sind etwas eingeprägt in das Cover (vorne und hinten!), man kann sie quasi fühlen. Insgesamt ist es ein kleines Schmuckstück und auch wenn mir die Verhaltensweise der Protagonisten nicht zu 100% klar erscheint und es keine leichte Lektüre ist, kann man sich als Buchliebhaber doch damit identifizieren ;)

  4. Cover des Buches Hundert Jahre Einsamkeit (ISBN: 9783462050219)
    Gabriel García Márquez

    Hundert Jahre Einsamkeit

     (544)
    Aktuelle Rezension von: mabo63

    Hundert Jahre Einsamkeit" ist die Geschichte vom Aufstieg und Niedergang einer kolumbianischen Familie und des von ihr gegründeten Dorfes Macondo, eine Familiensaga über sieben Generationen. Die Bewohner von Macondo, die anfangs durch den Regenwald von der Umwelt isoliert sind, nur durch vagabundierende Zigeuner von technischen Errungenschaften erfahren und ohne Kirche, staatliche Verwaltung und Wirtschaftsbeziehungen auskommen, erleben schließlich, wie ihr Dorf durch eine Bahnlinie erschlossen wird. Amerikaner legen eine Bananenplantage an, und ein Europäer träumt von einem Flugplatz in Macondo. Auch von den Bürgerkriegen zwischen den Liberalen und den zentralistischen Konservativen wird das Dorf heimgesucht.

    Realistisches verschmilzt in diesem Roman mit Volksgeschichten, Mythen und grotesken Fantasievorstellungen. 

    Gabriel García Márquez verzichtet in "Hundert Jahre Einsamkeit" auf eine durchgängige Handlung und reiht stattdessen aktionsbetonte Episoden aneinander, die er ausgesprochen bildhaft schildert und ausschmückt. Neugierde wird dadurch kaum geweckt und Spannung entsteht auf diese Weise auch nicht. Spätestens nach der Hälfte der knapp 500 Seiten hat man den Überblick verloren, zumal die meisten Nachfahren des Stammvaters der Familie Buendía José Arcadio oder Aureliano heißen. Allein während des Bürgerkriegs zeugt Oberst Aureliano Buendías 17 gleichnamige Söhne, und die Zwillinge Aureliano und Juan Arcadio sind vielleicht miteinander vertauscht worden.

  5. Cover des Buches Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur (ISBN: 9783328102113)
    Andrea Wulf

    Alexander von Humboldt und die Erfindung der Natur

     (69)
    Aktuelle Rezension von: Elisabeth_Rettelbach

    Ich liebe historische Reise- und Wissenschaftsbeschreibungen ohnehin sehr, und hier hat mich auch der lebendige Schreibstil mitgerissen. Das Werk befasst sich mit interdisziplinärem und universalem Weltwissen, das die Jahrhunderte überdauert: Philosophie, Geschichte, Naturwissenschaft, Kunst, Soziologie … Auch machte Humboldt damals schon auf beginnende Umweltzerstörung aufmerksam und kritisierte den Kolonialismus und seine Auswirkungen auf Mensch und Natur durch Ausbeutung. Natürlich lässt sich nicht verhehlen, dass auch er selbst zwangsläufig ein europäischer Eindringling auf dem südamerikanischen Kontinent war und aus heutiger Sicht mit Sicherheit Ausbeutung betrieben hat – allein schon das Sammeln von Pflanzen und Tieren etc. Dennoch schien er für die damalige Zeit umsichtig vorzugehen und wirklich vor allem Wissensdurst stillen wollen, nicht sich selbst bereichern. Ein herrliches Buch, das ich Nächte durchgelesen habe. Sehr zu empfehlen.

  6. Cover des Buches Die Liebe in den Zeiten der Cholera (ISBN: 9783596907083)
    Gabriel García Márquez

    Die Liebe in den Zeiten der Cholera

     (486)
    Aktuelle Rezension von: Ferdinand-Uth

    Die Liebe in den Zeiten der Cholera erzählt die Lebensgeschichten dreier Menschen Anfang des 20. Jahrhunderts in der Karibik. Da gibt es Florentino Ariza, der sehnsüchtigst in die elegante junge Frau Famina Daza verliebt ist, aber dann seine Unschuld auf einem Flussdampfer an eine Unbekannte verliert. Den ehrwürdigen Doktor Urbino, der aus Europa zurückgekehrt ist und mit rationalen Mitteln Famina Daza überzeugt, ihn zu heiraten. Und natürlich sie selbst, die zwischen aller Liebe den Zwängen der Gesellschaft und denen des Vaters ausgeliefert ist. Auf über fünfhundert Seiten kann man fast ein ganzes Jahrhundert der Liebe und des darüber Alt-werdens miterleben.
    Was kann ich zu diesem Klassiker sagen? Am Anfang bin ich kaum mit ihm warm geworden, die ersten 200 Seiten zogen sich für mich irgendwie hin, auch fühlte die Erzählweise sich ungewohnt an, da sich nicht gleich eine klare Linie ergibt. Die letzten 200 Seiten habe ich hingegen in anderthalb Tagen gelesen, gefesselt, wie es denn alles ausgehen könnte. Das Buch ist am Ende genau das, was es verspricht zu sein: Ein Buch über die Liebe (zu den Zeiten der Cholera), in allen Formen und Farben. Nicht mehr und nicht weniger. Ein Klassiker, der diesen Titel wirklich verdient.

  7. Cover des Buches Der Ruf des Kolibris (ISBN: 9783551310019)
    Christine Lehmann

    Der Ruf des Kolibris

     (142)
    Aktuelle Rezension von: Hannah_S_

    Zuerst einmal vorweg: Mit knapp 15 Jahren habe ich das Buch zum ersten Mal gelesen und fand es einfach genial. Jetzt, 5 Jahre später, finde ich die Geschichte zwar immer noch schön, jedoch fallen mir auch einige Schwächen auf. Die Zielgruppe des Buches sind also definitiv Jugendliche.

    Besonders schnell ist mir aufgefallen, wie sprunghaft die Hauptcharakterin Jasmin ist. Sie hat Damian einmal gesehen und schon verkündet sie ihren Eltern, unsterblich verliebt zu sein und ihn heiraten zu wollen. Vermutlich wollte die Autorin damit die typische "alles-oder-nichts"-Mentalität des Jugendalters transportieren oder auch zeigen, dass einen die erste Liebe wie ein Schlag treffen kann. Als Leser wirkt es jedoch eher übereilt und so, als müsste es schnell zum eigentlichen Teil der Handlung übergehen. Auch die Chemie zwischen Jasmin und Damian wirkt manchmal etwas hastig, hat jedoch auch zarte Momente der Romantik und viele Rückschläge, wodurch sie doch realistisch wirkt.

    Fazit

    Die Handlung selbst finde ich sehr spannend und schön geschrieben. Vor allem wer ein Faible für Lateinamerika hat findet sich hier wieder. Was bei den Charakteren zu kurz kommt, holt die Autorin durch Umgebungsbeschreibungen wieder raus, wodurch man sich die kolumbianische Atmosphäre sehr schön vorstellen kann.

    Alles in allem konnte ich definitiv nachvollziehen, warum mich das Buch schon damals so fasziniert hat. Wer also über Charakterschwächen hinwegsehen kann, dem kann ich das Buch wärmstens empfehlen. Ansonsten lieber Finger weg davon, es wird euch vermutlich langweilen.

  8. Cover des Buches Traurige Tropen (ISBN: 9783518278406)
    Claude Lévi-Strauss

    Traurige Tropen

     (10)
    Noch keine Rezension vorhanden
  9. Cover des Buches Fortunas Tochter (ISBN: 9783518463833)
    Isabel Allende

    Fortunas Tochter

     (186)
    Aktuelle Rezension von: Buchgespenst

    Eliza wurde als Baby in einem Waschpulverkarton ausgesetzt. Sie wächst im großen Haus von Miss Rose und deren Bruder Jeremy auf und bekommt eine hervorragende englische Erziehung. Alles endet an dem Tag, an dem Eliza feststellen muss, dass sie vom Angestellten ihres Ziehonkels schwanger ist – eine unauslöschliche Schande. Heimlich macht sie sich auf Joaquín zu suchen, der dem Ruf des Goldes nach Kalifornien gefolgt ist. Wenn er sie heiratet, wird alles gut. Doch die Suche dauert lange, Kalifornien ist groß und für eine alleinstehende, junge Frau gefährlich.

    Allendes Sprache ist überwältigend. Farbig, bildgewaltig und voller Poesie lässt sie das Chile und Kalifornien des 19. Jahrhunderts vor einem auferstehen. Brillant schildert sie längst vergangene Zeiten, lebendig und echt, dass man sich in ihnen zu bewegen meint.

    Leider konnte ich mich mit der Geschichte selbst überhaupt nicht anfreunden. Sie hat in mir gar nichts berührt. Der magische Sog fehlte. Auch nach 480 Seiten konnte das Buch kein Interesse in mir wecken. Sehr schade, doch für mich nicht das richtige.

  10. Cover des Buches Leichendieb (ISBN: 9783608501186)
    Patrícia Melo

    Leichendieb

     (21)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_KeJasBlog

  11. Cover des Buches Das Blut des Teufels (ISBN: 9783442378234)
    James Rollins

    Das Blut des Teufels

     (76)
    Aktuelle Rezension von: Nala73
    Fast fünfhundert Jahre alt ist die Mumie, die der Archäologe Henry Conklin in einer Höhle hoch oben in den peruanischen Anden gefunden hat. Rasch stellt sich heraus, dass es sich bei seinem sensationellen Fund nicht um einen Inka, sondern um die Überreste eines spanischen Priesters handelt. Und die Mumie ist seltsam präpariert: Ihr Schädel wurde mit einer Substanz gefüllt, die aussieht wie reines, flüssiges Gold und verheerende Eigenschaften besitzt …
  12. Cover des Buches Von der Liebe und anderen Dämonen (ISBN: 9783462037210)
    Gabriel García Márquez

    Von der Liebe und anderen Dämonen

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Igelmanu66

    »Fürchten Sie nicht, sich zu verdammen?«
    »Ich glaube, ich bin es schon, aber nicht vom Heiligen Geist. … Ich habe schon immer geglaubt, daß der mehr auf die Liebe als auf den Glauben gibt.«

     

    Cartagena im ausgehenden 18. Jahrhundert. Sierva María de Todos los Angeles ist die einzige Tochter des Marqués de Casalduero. Von ihren nur um sich selbst kreisenden Eltern vernachlässigt, wächst sie unter den schwarzen Sklaven des Hauses auf, lernt ihre Sprache und Bräuche. Als sie mit 12 Jahren von einem tollwütigen Hund gebissen wird, besinnt sich der Vater erstmalig auf seine Tochter und beschließt, sie zu retten. Obwohl sie keine Anzeichen der Krankheit zeigt, wird sie einer Reihe von Ärzten und Heilern ausgesetzt. Als es ihr nach den Behandlungen richtig schlecht geht, kann es dafür nur eine Ursache geben: Besessenheit! Sierva wird in ein Kloster gebracht, in dem ihr die Dämonen ausgetrieben werden sollen. Mitten in all dem Wahnsinn zweifelt einzig ein Pater, dass in dem zarten Mädchen mit den wunderschönen Haaren tatsächlich der Teufel steckt. Und er zweifelt nicht nur, sondern verliebt sich auch noch.

     

    Gerade einmal 224 Seiten umfasst dieses Buch und präsentiert dem Leser doch eine richtig große Geschichte. Dem Autor gelingt das Kunststück, mit wenigen, aber auf den Punkt gewählten Worten, seine Charaktere und die Schauplätze so bildhaft und präzise zu beschreiben, dass man sie von der ersten Seite an vor Augen hat.

    Er spart nicht mit Kritik. Das Bild der adligen Gesellschaft, das er zeigt, zeugt von Dekadenz und Selbstsucht. Siervas Eltern baden sich in selbstgeschaffenen Problemen, jeder bemitleidet sich selbst am meisten und ist blind für die Sorgen der Mitmenschen. Die Existenz der Sklaven ist eine Selbstverständlichkeit und niemand kommt auf die Idee, die praktizierten Unmenschlichkeiten zu erkennen oder gar in Frage zu stellen. Und über allem schwebt der angeblich streng gelebte Katholizismus und die Inquisition. Grausam. Tragisch.

    Ich gestehe, dass mich die Geschichte sehr berührt hat. Und wütend gemacht hat sie mich - auch jetzt noch wühlt in mir der Zorn auf so manchen Charakter! Ein kurzes Buch und doch so intensiv geschrieben, dass es nachwirkt und die Gedanken immer wieder zur Handlung zurückkehren lässt.

     

    Fazit: Eine tragische Geschichte mit wunderschönen Worten erzählt. Sehr lesenswert!

  13. Cover des Buches Das Geisterhaus (ISBN: 9783518472668)
    Isabel Allende

    Das Geisterhaus

     (807)
    Aktuelle Rezension von: Argentumverde

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht Clara del Valle, sowie ihr Mann Esteban Trueba. Ihre ungewöhnlichen übersinnlichen Begabungen und Wahrnehmungen spielen eine große Rolle in Ihrem Leben. Sie sieht Katastrophen vorher und kann Gegenstände bewegen, ohne sie zu berühren. Ähnliche Fähigkeiten und Erlebnisse sind später auch für das Leben ihrer Tochter Blanca und ihrer Enkelin Alba von Bedeutung. Während ihr Mann Esteban Trueba ein erfolgreicher, aber gnadenloser Gutsbesitzer sich auch politisch immer mehr für die Konservativen engagiert, vermittelt Clara ihren drei Kindern Nächstenliebe. So kommt es zum Eklat zwischen Vater und Tochter, als diese sich in Pedro, den Sohn eines Plantagenarbeiters verliebt und von ihm schwanger wird. Nachdem die kommunistische Partei die Wahlen gewinnt, wird die Regierung kurz darauf von Militärs gestürzt. Der Putsch verläuft blutig und Esteban muss als alter Mann erkennen, dass er keinerlei Macht mehr hat. Einer seiner Söhne wird von den Militärs ermordet. Nun muss er sich entscheiden wie das Schicksal seiner Tochter und seiner Enkelin verlaufen soll und muss seine Einstellung neu in Frage stellen.

    Der Debütroman der Autorin enthält viele autobiografische Züge aus dem Leben und Umfeld der gebürtigen Chilenin. Und trotz des einzigartigen bildreichen, leicht mystischen und immer wie dahinschwebend wirkenden Schreibstils, erzählt die Autorin schonungslos von der Brutalität der Reichen und Plantagenbesitzer und deren Willkür, von dem politischen Kampf der Unterschicht und vor allem von den Greueltaten der Militärs während und nach dem Putsch. Die Familiengeschichte steht im Mittelpunkt einer Zeit voller Umbrüche und gibt einen guten Blick auf das Chile zur Zeit Allendes, denn als Tochter des Cousins des chilenischen Präsidenten Salvador Allende, als engagierte Frauenrechtlerin und Volkskämpferin, lebte die Autorin selbst lange im vezolanischen Exil und suchte einen Weg ihre Stimme für ihr Land erheben zu können.

    Mein Fazit: Wer in die Geschichte Chiles eintauchen möchte, die Denk- und Lebensweisen, die politischen Erschütterungen des Landes, immer erzählt anhand einiger weniger mutiger Frauen und eingebettet in die Familiengeschichte der de Valles und Truebas, der darf sich hier auf einen feinsinnigen, tiefgründigen und sozial starken und aufrüttelnden Roman freuen. Nicht umsonst zählt der Bestseller mittlerweile zu den Klassikern seiner Zeit. Eine klare Leseempfehlung für Alle die nicht nur unterhalten werden möchten.

  14. Cover des Buches Das Perlenmädchen (ISBN: 9783596158843)
    Barbara Wood

    Das Perlenmädchen

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Nala73
    Sie ist die beste Perlentaucherin ihres Stammes. Aber Tonina darf nicht auf der tropischen Insel bleiben, die ihre Heimat ist. Allein muss sie auf das Festland, um dort die heilbringende Pflanze zu suchen, die das Leben ihres Großvaters retten kann. Ihr Ziel ist die Hauptstadt des Maya-Reiches. In den legendären Gärten des Herrscherpalastes trifft sie auf den berühmten Wettkämpfer Chac. Unwissentlich wird sie zum Werkzeug einer Intrige, durch die Chac und sie am heiligen Ort Chichen Itza den Opfertod erleiden sollen. Tonina gelingt das Unmögliche: Sie rettet Chacs Leben. Aber damit gerät sie selbst in Gefahr. Als sie aus der Mayastadt flüchtet, weiß sie noch nicht, dass ihr abenteuerlicher Weg sie zum Geheimnis ihrer eigenen Herkunft führen wird…
  15. Cover des Buches Blumentochter (ISBN: 9783548613093)
    Vanessa da Mata

    Blumentochter

     (68)
    Aktuelle Rezension von: Leselampe_

    Brasilien. Giza steht an der Schwelle des Erwachsenwerdens. Umgeben von den Blumenfeldern ihrer FamilIe wächst sie im Haus ihrer Tanten auf und liefert tagtäglich Blumensträuße aus. Hierdurch erhält sie Einblick in verlorene Ehen und verbotene Liebschaften, sammelt Briefe, die von heimliche Leidenschaften erzählen und unerwiderte Gefühle beklagen. 

    Sie selbst fühlt sich nirgendwo zugehörig, ihre Tanten verschweigen ihr etwas über ihre eigene Herkunft und so wird sie mit steigendem Alter immer neugieriger. Eines Tages folgt sie erstmals der Straße in die nächste Stadt, vor der die Bewohner aus ihrer Stadt sie einvernehmlich warnen. Feindseligkeit und Missgunst prägen die Geschichten über jene Bewohner, doch hier lernt sie Menschen kennen, bei denen sich sich aufgenommen fühlt. In einer Bar lauscht sie den Erzählungen über eine Königin, die hier im Ort von allen verehrt wird, in ihrer Stadt aber gefürchtet und verschwiegen wird. Giza erfährt: vor langer Zeit ist etwas schreckliches geschehen, bei dem es viele Tote gab. Alle scheinen etwas darüber zu wissen, doch Giza gegenüber schweigt jeder. Aber schon bald merkt sie, dass beide Städte irgendwie mit ihrer eigenen Geschichte versponnen sind. 

    Das Buch liest sich wie ein blumigleichtes Sommerbuch. Giza fühlt sich einsam, nicht wahrgenommen und oft von ihren Tanten verspottet. Sie ist eine zunächst schwache, im Verlauf des Romans jedoch immer stärker und mutiger werdende junge Frau. Ihre persönliche Suche nach Zugehörigkeit, ihre Entwicklung und Entfaltung stehen im Mittelgrund der Geschichte, bis die geheimnisvolle Königin aus der Nachbarstadt in ihr Leben tritt. Diese bleibt bis zum Ende des Buchs ein mystisches Motiv. Von der einen Stadt gefürchtet und missachtet, wird sie in der Anderen angebetet und zelebriert wie eine Gottheit. Es scheint, als begebe sie sich regelmäßig in menschlicher Form in die Welt, und doch hat sie niemals jemand gesehen. Die Königin wird zu einem Motiv, Irgendwo zwischen Mensch und geistlichen Wesen. Umso spannender ist der Twist am Ende, als die Stränge der Geschichte sich wie ein Blumenstrauß langsam verflechten. Schönes Buch für ein lockeres Sommerlesevergnügen. 


  16. Cover des Buches Mein Name ist Luz (ISBN: 9783518461907)
    Elsa Osorio

    Mein Name ist Luz

     (53)
    Aktuelle Rezension von: Perle
    Klappentext:
    Wer ist Luz wirklich? Eine junge Argentinierin macht sich auf die Suche nach ihrer geraubten Identität und deckt nicht nur ihr eigenes Schicksal auf, sondern das einer ganzen Generation.

    "Die historische Wahrheit kommt daher als vorwärts stürmender Krimi, als Schicksalsroman, Familiendrama und Liebesgeschichte. Dieses Buch, das gegen das Vergessen geschrieben ist, ist selber eines, das man nicht vergißt." (Der Spiegel)

    "Elsa Osorio ist ein literarisches Meisterwerk gelungen." (Kulturspiegel, ARD)

    "Elsa Osorio gelingt es, sich in ihre Figuren hineinzufühlen und damit jeder Person ihre Authenzität zu verleihen. Sie erzählt unparthetisch, kühl und doch engagiert." (Süddeutsche Zeitung)

    "Elsa Osorios Darstellung ist überzeugend und eindringlich. Sie enthält sich jeder direkten Schuldzuweisung." (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

    Ausgezeichnet mit dem Argentinischen Nationalpreis für Literatur.

    Eigene Meinung:
    Dieses Buch kaufte ich vor Monaten oder auch 1-2 Jahren mal auf dem Flohmarkt. Der Titel hörte sich ganz gut an und es interessierte mich sehr dafür. Ich kaufte es und so wanderte es in meinen Beutel.

    Das Familiendrama ist wirklich hart, aber echt gut zu Lesen. Es ist wirklich ein literarisches Meisterwerk. Kompliment Elsa Osorio, 1952 in Buenos Aires geboren und lebt heute vorwiegend in Madrid.

    Das Buch las ich in 5 Tagen aus, es waren ganze 445 Seiten, schon am ersten Tag las ich 170 Seriten, es hatte mich tatsächlich gefesselt und ich las jeden Tag mit Begeisterung weiter. Ich fand nur einen kleinen schreibfehler, doch den habe ihn blind überlesen.

    Den Argentinischen Nationalpreis hat sie sich wirkloiuch verdient, es ist ihr sechster Roman, ich würde liebend gerne weitere Romane von ihr lesen, besonders nach diesem klasse und interessanten Buch.

    Vergebe hierfür liebendgerne herzliche 5 Sterne!


  17. Cover des Buches Der Azteke (ISBN: 9783596165223)
    Gary Jennings

    Der Azteke

     (48)
    Aktuelle Rezension von: dunkelbuch

    Der Autor Gary Jennings schildert in diesem Roman Aufstieg, Blüte und Untergang des Aztekenreiches. Sein Ich-Erzähler Mixtli steht als Berater, Krieger und Adliger der jeweiligen Herrscher des Aztekenreiches stets im Brennpunkt des Geschehens. Hierbei erfährt der Leser unglaublich viel über die Mythen, Religionen sowie das Regierungssystem der damaligen Zeit sowie über die Ankunft der spanischen Eroberer.  Dieses Buch ist voll mit einer Fülle historischer Details über das Leben der Azteken und beschwört ein eindringliches, authentisches Bild dieses Epoche herauf. Die Geschichte selbst ist fesselnd und spannend zu lesen, allerdings von einer nahezu unerträgliche Fülle an grausamen Begebenheiten. So übergibt sich der Ich-Erzähler Mixtli einmal auf einer verstümmelten Frau, von der sich später herausstellt, dass sie eine einstige Geliebte und nahe Verwandte von ihm gewesen ist. Es kommen auch zahlreiche Opferungen vor, wie beispielsweise die Opferung der einzigen Tochter des Ich-Erzählers, die auf eine besonders blutrünstige Weise ihr Leben lässt. Ich bin sicher, dass dieses Buch vielen Lesern gefallen wird, da es historisch nahezu einmalig recherchiert  ist und dabei sehr spannend zu lesen ist. Einmaliges Buch.

  18. Cover des Buches Mosaik der verlorenen Zeit (ISBN: 9781530267866)
    Elyseo da Silva

    Mosaik der verlorenen Zeit

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Marina_Wiese

    Ich war neugierig darauf, was sich hinter diesem außergewöhnlichen Romantitel verbirgt und habe ihn mir als Urlaubslektüre auf dem E-Book-Reader mitgenommen. Und das war auch gut so, denn ich hätte es sehr bedauert, es an der falschen Stelle aus Zeitgründen aus der Hand legen zu müssen. Hier nun meine Kritik:

    Inhalt:

    Aus vielen kleinen Einzelteilen, Mosaiksteinen ähnlich, setzt sich eine Handlung zusammen, deren Fäden erst ganz am Ende zusammenlaufen. Es geht um die Suche nach der eigenen Herkunft, um den Kampf, das eigene Volk vor dem Genozid zu schützen und um einen jungen Mann, der erst in Guatemala zu sich selbst findet. Der Roman macht Lust auf Urlaub und große weite Welt.

    Fazit:

    Es ist ganz klar zu spüren, dass der Autor weiß, wovon er spricht. Insbesondere die Beschreibung der Verhältnisse in Guatemala ist sehr detailliert und glaubhaft. Trotz mehrerer Handlungsstränge schafft er es, dass der Leser nie den Überblick verliert und tief in die Welt der Figuren eintauchen kann.

  19. Cover des Buches Porträt in Sepia (ISBN: 9783518743591)
    Isabel Allende

    Porträt in Sepia

     (112)
    Aktuelle Rezension von: WildRose
    Der historische Roman "Porträt in Sepia" ist weiterempfehlenswert. Das Schicksal einer jungen Frau, die im 19. Jahrhundert geboren wird und die Fotografie für sich entdeckt, ist ansprechend und spannend erzählt; das Buch liest sich leicht und alles passiert recht flott, sodass es eine gute Lektüre für alle jene ist, die historische Romane zwar gerne mögen, aber keine langatmigen Beschreibungen überfliegen wollen.
    Die Geschichte an sich ist gut durchdacht und fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite.
  20. Cover des Buches Tante Julia und der Kunstschreiber (ISBN: 9783518380208)
    Mario Vargas Llosa

    Tante Julia und der Kunstschreiber

     (75)
    Aktuelle Rezension von: Beust

    Pedro Camacho kann wie kein Zweiter Hörspiele aus dem Hut zaubern und Geschichten zusammenschreiben, dass es kracht. Er wird als Autor in dem Radiosender in Lima eingestellt und als Star hofiert, in dem der der Erzähler – nicht zufällig ein Mario mit autobiographischen Details – als Nachrichtenredakteur an den tasten stümpert. Eigentlich will er Schriftsteller werden. Zunächst aber verliebt er sich in seine angeheiratete Tante Julia – fast doppelt so alt wie er, erfahren in allen Dingen und auf der Suche nach einem neuen Ehemann. Die beiden beginnen eine Beziehung gegen die Konventionen und den Widerstand der Familie. Abwechselnd widmet Vargas Llosa ein Kapitel der Liebeshandlung und eines den Geschichten aus der Feder Pedro Camachos.

    Diese Geschichten entdeckt man beim Lesen erst nach und nach als die Hörspielhandlungen, die in Peru Furore machen. Sie steigern sich in ihrer Absurdität und wuchern fantasievoll und grenzenlos in der Lust des Erzählens. Das in ihnen auftretende Personal ist bunt gefiedert, aber so zahlreich, dass man alsbald den Überblick verliert. Die Kunst des Fabulierens wird hier zelebriert und ausgelebt – aber die Fabeln sind nicht immer auch gleich Kunstwerke des Lesens. Mitunter wirkten sie auf mich ziellos und fremd – ging es nun um Mario und Julia oder um Dr. Quinteros und die vielgestaltige Nomenklatur Limas? Um beides, und das war mir ein bisschen zu viel.

    Die Figuren der Liebeshandlung sind Vargas Llosa super gelungen – allem voran der Workaholic Pedro Camacho, der sich seines Genius in aller Unbescheidenheit zu bewusst ist, dass man schon Anstoß nimmt.

  21. Cover des Buches Nachtleuchten (ISBN: 9783596298495)
    María Cecilia Barbetta

    Nachtleuchten

     (16)
    Aktuelle Rezension von: wbetty77

    In Ballester, ein Ort unweit von Buenos Aires entfernt, leben Einwanderer aus aller Welt. Dort haben sie sich eine Existenz aufgebaut und blicken, nach Perons Rückkehr aus dem Exil, hoffnungsvoll in die Zukunft. Der Roman spielt in der Zeit am Vorabend der argentinischen Militärdiktatur.

    In Ballester gibt es eine Klosterschule, in der die Arzttochter Teresa geht. Teresa ist eines der Mädchen, die Externe genannt wird, da sie nach dem Unterricht nach Hause gehen kann. Die Internen leben im Klosterinternat. Neuen Wind bringt eine junge Nonne namens Maria in die Klosterschule. Sie redet von den Neuerungen für die katholische Kirche, die der Papst einführt. Auch fährt sie ganz selbstbewusst Motorroller. Mit dem Roller fährt sie in ein Armenviertel, um dort dem ansässigen Pfarrer zu unterstützen. Schwester Maria ist so ganz anders als die anderen Schwestern im Kloster.  Beeindruckt und inspiriert von Schwester Maria möchte Teresa Gutes für die Bewohner von Ballester tun. So nimmt sie ihr Plastikmadonna, welche im Dunkeln leuchtet, und bringt diese alle 7 Tage zu jemand anderen. In dieser Zeit soll die Madonna für ihre temporären Besitzer ein Wunder bewirken.

    Teresas Großvater betreibt die „Autopia“, die Werkstatt von Ballester. Nach Perons Tod nur wenige Monate nach seiner Rückkehr, verfinstert sich die Atmosphäre im Land. In der Autopia, ein Treffpunkt im Viertel, wird über all die politischen Geschehnisse debattiert. Neben der Autowerkstatt gibt es in Ballester eine Reinigung mit dem Namen „Clean Eastwood“ oder der Friseursalon „Zur ewigen Schönheit“.


    Der Roman besteht aus drei Teilen: Bloody Mary, Autopia und Die Basiliken. Der Beginn ist recht vielversprechend. Der erste Teil handelt in erster Linie von den Klosterschülerinnen, über die wir auch die Bewohner von Ballester kennenlernen. Der zweite Teil spielt, wie der Titel vermuten lässt, in der Autopia. Doch leider wurde es für mich in diesem Abschnitt viel zu unübersichtlich. Es fehlt der rote Faden. Es wirkt wie viele kleine Kurzgeschichten, die zu einer zusammengeflickt wurden. Der dritte Teil ist für mich unverständlich geblieben, was vor allem daran lag, dass ich die Lust verloren hatte, mir noch mehr Protagonisten zu merken. Aus meiner Sicht fehlt die Handlung und auch die erwartete politische Entwicklung ist kaum erkennbar. Ich konnte zu keiner der Figuren wirklich Zugang finden, dafür waren es zu viele. Durch die letzte Hälfte des Buches habe ich mich eher durchgequält, als das ich Freude am Lesen hatte. Aufgrund der Lesung von María C. Barbetta während der Bielefeld Literaturtage hatte ich eine völlig andere Erwartung an den Roman. Ich bedauere das sehr, weil mir die Autorin überaus sympathisch ist. Wie sie die deutsche Sprache einsetzt ist ganz großartig, dennoch sind einige Sätze sehr ausufernd und zu blumig geraten.


    Alles in allem hat mich der Roman nicht überzeugt. Die Distanz zwischen der Geschichte und mir als Leser blieb zu groß. Die meisten Namen der Figuren habe ich schnell wieder vergessen. Auch von der Handlung an sich, blieb kaum etwas in meinem Gedächtnis hängen.




  22. Cover des Buches Der Alchimist (ISBN: 9783257071559)
    Paulo Coelho

    Der Alchimist

     (1.545)
    Aktuelle Rezension von: Leni15

    Dieses Buch ist “schwerer” geschrieben als andere Literatur, ich musste mich häufig sehr konzentrieren und zwischen den Zeilen lesen. Zum Ende hin hat es mir doch sehr gefallen da man viel mit nehmen kann aus der Einfachheit des Denkens. Dennoch verstehe ich diesen Hype um dieses Buch nicht so recht. Ich habe das Buch zugeklappt und musste erst einmal alles verarbeiten was dort drin stand. Ich habe einfach eine ganze Minute in die Luft gestarrt.

  23. Cover des Buches Die Enthüllung (ISBN: 9783518468043)
    Mario Vargas Llosa

    Die Enthüllung

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Wiebke_Schmidt-Reyer
    Ich habe noch nie etwas von Vargas Llosa gelesen. Ich habe das Hörbuch für eine lange Autofahrt gekauft, weil ich dachte, wenn er einen Nobelpreis bekommen hat, ist das was mit Niveau.

    Weit gefehlt! Ich bin nicht zimperlich, aber so viel Sex in immer neuen Varianten mit so vielen Details muss echt nicht sein, und wieso jemand von Vargas Llosas Niveau das nötig haben soll, ist mir schleierhaft. Die Geschichte profitiert davon überhaupt nicht.

    Leider ist auch vieles andere sehr unbefriedigend geblieben. Die Figuren haben keinerlei Tiefgang, und die ganze Geschichte mit der Klatschzeitung hätte sicher überzeugender und fesselnder beschrieben werden können. Nichts von all dem ging mir nahe, und der ewige Sex ging mir ziemlich bald auf die Nerven. Fast bleibt das Gefühl, als sei der vorgebliche "Politthriller" eine Ausrede, um mal was richtig Deftiges schreiben zu können.
  24. Cover des Buches Archiv der verlorenen Kinder (ISBN: 9783956143144)
    Valeria Luiselli

    Archiv der verlorenen Kinder

     (8)
    Aktuelle Rezension von: schokoloko29

    Das Buch handelt von einer Patchworkfamilie, die auf dem Weg von New York zu Apacheria, wo die Apachen zuhause sind. Gleichzeitgi recherchiert die Frau über Kinder, die über die mexikanische Grenze  mit Hilfe von Schleusern illigal in die Staaten einreisen.

    Es ist im Endeffekt eine traurige Geschichte. Der Mann entscheidet sich durch die Recherche der Apachen sich von der Frau und ihrer Tochter zu trennen. Die Frau ist traurig und reagiert mit Vorwürfen und Streit. Der Mann neigt eher dazu sich zurückzuziehen.

    Da sind noch die Kinder beides Stiefgeschwister ab seit 4 Jahren eng miteinander verbunden.

    Diese Fahrt, die im Buch mehr als 3 Wochen dauert und im Buch mehr als 400 Seiten streckt sich wahnsinnig. Es wird eigenrlich nichts erzählt, außer fragmentarisch die Reise, die in sehr kurzen Kapiteln (allerhöhstens einige Seiten) abgehandelt wird und mit Rückblenden etwas aus dem Leben der Frau. Ab Mitte des Buches verändert sich die Perspektive. Dann wird es aus der Perspektive des Sohnes geschrieben.

    Das Buch besitzt eine wunderbare Sprache, doch das Setting und die Handlung empfinde ich als monoton, so dass das Buch sich nach ca. 100 Seiten nicht mehr trägt und leider Langeweile auftritt.

    Fazit:

    Nur für geduldige Leser, der es auch mal verkraften kann, dass die Protagonisten nur im Auto sitzen, kurze Fragmente der Reise wiedergegeben wird, Rückblenden der Frau über ihr Leben die Ehe und die Geschichte über ide verlorenen Kinder, was auch ein sehr wichtiges Thema ist!

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