Bücher mit dem Tag "leadership"
13 Bücher
- Niccolò Machiavelli
Der Fürst
(63)Aktuelle Rezension von: StephanusMachiavelli beschäftigt sich in seinem kleinen Büchlein vorrangig mit den Fragen Macht und Herrschaft. Von diesen beiden Grundpfeilern entwirft er, durch Vergleiche seine Vorstellung einer "idealen" Fürstenherrschaft, d.h. wie ein Fürst möglichst beschaffen sein sollte, um eine langlebige und dauerhafte Herrschaft aufbauen und erhalten zu können. Dabei sind nicht nur eine einzige Tugend vonnöten, sondern eine Vorausschauen aber auch ein große Energie, gepaart mit Glück. Der zentrale Begriff der "virtú" kommt hier zu tragen.
Mit seiner Schrift hat Machiavelli einen wichtigen Baustein gesetzt, ist aber oft auch falsch verstanden worden, da sein weiteres Werk, die "Discorsi" einfach ausgeblendet werden. Nach meiner Meinung müssen aber beiden zusammen betrachtet werden, um einen Eindruck vom Denken von Machiavelli zu erhalten. Stilistisch ist das Buch gut geschrieben und leidet natürlich unter der Übersetzung (aber kein Vorwurf an den Übersetzer). Die italienische Sprache ist einfach deutlich Nuancenreicher als die Deutsche.
Ein Klassiker, von dem Leser jedoch enttäuscht sein werden, die sich bereits zu viele der modernen Machiavelli-Ratgeber zu Gemüte geführt haben.
- Sunzi
Die Kunst des Krieges
(61)Aktuelle Rezension von: enlightpathreaders"Die Kunst des Krieges" ist ein über 2.000 Jahre altes Werk über militärische Strategie und Taktik – und doch aktueller denn je. Sun Tzu analysiert Krieg nicht nur als Kampf, sondern als Kunst, die auf Planung, Intelligenz und psychologischem Geschick basiert. Viele seiner Lehren lassen sich auf moderne Lebensbereiche wie Management, Politik oder Persönlichkeitsentwicklung übertragen.
Meine Meinung:
Ich war überrascht, wie klar und klug Sun Tzus Gedanken auch heute noch wirken. Obwohl sich das Buch primär auf militärische Auseinandersetzungen bezieht, bieten seine Strategien viel Stoff zum Nachdenken – ob im Berufsleben, im Konfliktmanagement oder im persönlichen Alltag.Besonders beeindruckt hat mich die Aussage: „Der größte Sieg ist der, der ohne Kampf errungen wird.“ Diese Denkweise widerspricht modernen, oft konfrontativen Ansätzen und wirkt in ihrer Ruhe fast weise.
Die Sprache ist stellenweise nüchtern und die Struktur erinnert an kurze Merksätze oder Maximen – was das Buch gut zugänglich, aber nicht unbedingt emotional macht. Wer hier eine narrative Geschichte erwartet, wird enttäuscht. Wer aber über Prinzipien nachdenken möchte, findet hier einen echten Schatz.
Fazit:
Ein Klassiker, der weniger gelesen, sondern studiert werden will. Keine leichte Lektüre, aber eine, die lange nachhallt – vor allem, wenn man bereit ist, zwischen den Zeilen zu lesen. Für Leser*innen mit Interesse an Philosophie, Strategie und Selbstreflexion ein Muss.Bewertung: ⭐⭐⭐⭐☆ (4/5 Sterne)
- Miyamoto Musashi
Das Buch der fünf Ringe
(44)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerOffensichtlich feiern irgendwelche gewaltaffinen Manager japanische Samurai ab, weil sie in die alten Texte ihre eigene menschenverachtende Lesart hineininterpretieren. Ganz so wie Musashi den Buddhismus verbiegt, damit er sein Tötungsgeschäft damit in Einklang bringen kann. Apropos Buddhismus, der kommt, ebenso wie der im Klappentext genannte Daoismus auf den ersten über 100 Seiten überhaupt nicht vor. Denn Musashi hat es nicht so mit Philosophie. Der möchte nur erklären, wie man jemanden besonders gelungen mit einem Schwert töten kann. Mag sein, dass jemand der Kendo betreibt, noch irgendetwas aus diesem Büchlein herausziehen kann, obwohl ich auch das erheblich bezweifele. Kampfsportler, die meinen, hier irgendwelche Lehren zu entdecken, sind jedenfalls auf einem üblen Holzweg. Dabei bieten Buddhismus und vor allem Daoismus durchaus einige bedenkenswerte Ansätze, die den verschiedenen Kampfsportlern nützlich wären.
Mir ist es ein völliges Rätsel warum Musashi dermaßen gehypt wird. Die Werbung verspricht: "Dieses Grundlagenwerk der Schwertkunst ist eine klassische Anleitung für strategisches Handeln: Entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung von Miyamoto Musashis Weisheiten ist nicht die Technik, sondern die innere Haltung, geprägt durch Entspannung, Offenheit und Klugheit des Herzens. Musashi zeigt in zahlreichen anschaulichen Beispielen und Geschichten, wie kluges strategisches Handeln auch in der heutigen Berufs- und Arbeitswelt zum Erfolg führt." In der Einleitung steht dann aber: „Das Buch … ist ausschließlich der pragmatischen Kriegs- und Kampfesführung gewidmet. … Stattdessen richtet der Autor sein Hauptaugenmerk auf die Psychologie und die Physis des tödlichen Angriffs…“ Da fühle ich mich als Leser schon ein wenig in die Irre geführt.
Das Buch des professionellen Tötens
Das Buch strotz jedenfalls nur so von Allgemeinplätzen. Hilfreich ist das überhaupt nicht. Dafür kann aber jeder hineinlesen was er gerade will. Wer der Meinung ist, dass professionelles Töten heute noch Vorbild sein kann, bitte sehr. Für mich ist diese militaristische und martialische Weltsicht nicht nur anachronistisch, sondern wesentliches Übel dieser Welt. Gegen die sich im Übrigen Buddhismus und Daoismus eindeutig aussprechen. Aber jedem gewalt- und kriegslüsternen Kämpfer ist ja noch immer eine Interpretation eingefallen, um das eigene Handeln als gerechtfertigt erscheinen zu lassen. Und wem nichts eigenes einfällt, der holt sich eben Inspiration bei alten Samurai.
„Seine Wissenschaft der Aggression und der Gnadenlosigkeit (sic!) ragt als höchst konzentriertes Musterbeispiel der Samurai-Philosophie hervor.“ Echt jetzt? Gnadenlosigkeit als Vorbild? Nun gut, das passt natürlich einigen Managern in ihr menschenfeindliches materialistisch-kapitalistisches Weltbild. Ist man also auf der Suche nach Hinweisen wie man sein Schwert richtig hält und wie man z.B. die Arme des Gegners abhackt, der wird bei Musashi fündig. Für alles andere gibt es hunderte besserer Bücher.
Dieses kleine gewaltgeile Büchlein ist jedenfalls eine reine Enttäuschung. Vielleicht passt es aber auch wieder ganz gut in unsere Zeit, in der sich Macht und Gewalt wieder einmal ausbreiten und ein großes Publikum finden.
- Ruben Silbermann
Systemisches Coaching im Leadership
(1)Aktuelle Rezension von: ArturBavariaDer Autor schlägt gekonnt die Brücke zwischen fundierter Coaching-Theorie und praktischer Führungsarbeit. Die vorgestellten Interventionen und Fragetechniken sind direkt im Management-Alltag umsetzbar und erzielen nachhaltige Veränderungen in Teams. Besonders wertvoll sind die zahlreichen Praxisbeispiele und Reflexionsübungen, die das systemische Denken im Führungskontext greifbar machen. Ein essentielles Werk für moderne Führungskräfte, das traditionelle Führungsansätze erfolgreich mit systemischer Methodenkompetenz verbindet.
- Arno Gruen
Wider den Gehorsam
(13)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerGehorsam „ist der Zement, der die Menschen an Autoritätssysteme bindet und ein tiefwurzelndes Verhalten erzeugt, das ethisches Empfinden und Mitgefühl zunichtemacht.“ Das neue, kleine Buch „Wider den Gehorsam“ des Psychoanalytikers Arno Gruen kann helfen, vieles von dem was aktuell geschieht, besser zu verstehen. Da das Buch aus einem Vortrag aus dem Jahr 2002 hervorgegangen ist, zeigt sich schon die, obwohl hochaktuell, zeitlose Diagnose von einem der letzten großen Theoretiker der menschlichen Psychen.
Der Vortrag „Über den Gehorsam“ ist in das Essay eingegangen, geht aber darüber hinaus und wartet mit scharfsinnigen und leicht verständlichen Analysen auf.
„Die Kehrseite jeder Treue ist Gehorsam. Umgekehrt impliziert jeder Gehorsam Treue. Menschen halten sich für treu, aber deswegen nicht für gehorsam, weil sie sich – aus freier Wahl – als treu empfinden und erleben. Aber indem man Treue als einen moralischen Wert empfindet, den man selbst wählt, verhüllt man jenen Gehorsam, der der Identifikation mit den Mächtigen dient. Beide, Treue und Gehorsam, wurzeln in der Autorität, wodurch freiwillige Knechtschaft zum moralischen Wert und zu einer bewundernswerten menschlichen Qualität erhoben wird.“
Wer unhinterfragbare Bündnistreue einfordert, wer Treue zum Nationalstaat oder auch nur blinde Verfassungstreue einfordert, verlangt nichts anderes als Gehorsam und Unterwürfigkeit. Ein demokratischer Rechtsstaat muss den Widerspruch geradezu provozieren, um daran wachsen zu können. Ziviler Ungehorsam und das Infragestellen alter Gewissheiten sollten selbstverständliche Bürgerpflicht sein.
Zu beobachten ist jedoch vielfach das Gegenteil. Es werden Untertanen eingefordert. Gesellschaftliche Diskurse werden nicht geführt. Es gibt lediglich den Anschein von Diskursen. Simulierte Diskurse. Leitartikler der großen Medien werfen sich die immer gleichen Argumente wie in einem Ping Pong Spiel zu. Es gibt keinen gedanklichen Ungehorsam. Kein Widerstreben. Keinen kritischen Diskurs. Alle sind sich einig. Und in dieser Parallelwelt glauben sich Meinungsführer besonders pluralistisch, wenn man statt Bomben Sanktionen fordert.
„Die Basis unserer ‚Hochkultur’ ist das Bestreben, die Welt im Griff zu haben, sie zu besitzen, zu beherrschen und gleichzeitig für Mechanismen zu sorgen, die eine Verleugnung und Verschleierung dieser Motivation bewirken. Diese Verschleierung basiert auf dem Motto: Wir verfügen über dich, weil es zu deinem Besten ist.“
Einige Menschen rebellieren jedoch gegen den Gehorsam und kämpfen gegen die dadurch bedingte Entfremdung an. „Das führt dazu, dass sie von anderen als Außenseiter, als Nestbeschmutzer, sogar als Verräter an der gemeinschaftlichen Sache bezeichnet werden.“
Wem das bekannt vorkommt, sollte unbedingt zu dem kleinen Buch “Wider den Gehorsam” von Arno Gruen greifen. Wem das alles zu psychologisierend ist, der darf auch drauf verzichten.
„Gehorsam ist destruktiv. Gehorsam grenzt das Denken ein und verneint die Realität.“
- Bernhard Günter
Bill Gates
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenThe Gates of hell: Günter hat ein erleuchtendes Buch über Bill Gates, eines Genies der heitigen Zeit, geschrieben, und betont dessen Fertigkeiten sowohl im technischen wie auch im marketingmäßigen Bereich, eines unermüdlichen Schöpfers und Erfinders, der durchaus auch seine negativen Seiten hat wie Tobsuchtsanfälle und die Fähigkeite, Geschäftspartner über den Tisch zu ziehen. Seine Anfänge im zukunftsorietierten Seattle werden beschrieben, genauso wie die entscheidenden Wegmarken auf dem Weg zum Weltunternehmen, aber ich hätte mich doch über mehr technische Details gefreut, und dem Buch täte auch eine Neuauflage gut, die ebenfalls sehr interessant ausfallen dürfte. - Franz Ehrl
Wo sind die Helden?
(2)Aktuelle Rezension von: Franz_Xaver_EhrlSehr gute Analogie zu Motivation in Non-Profit-Organisationen. Eine gute Geschichte in erzählender Form und viele fachliche Inputs. besonders der Teil mit den Interviwies von realen Führungskräftenrundet das Buch gut ab. Man kann sehr viel daraus lernen - sowohl junge Führungskräfte als auch "alte Hasen". Sehr zu empfehlen!
- Michel F. Bolle
THE ART OF SUCCESSFUL LEADERSHIP
(4)Aktuelle Rezension von: NelsonFSorry to say, but I just love this guy Michel F. Bolle. What an amazing Leaderhip book. It is completely different from the 600 pages books written by University Professors which have never ever been in a leadership role. This guy made it all! High Level Sports. Business, Military and Politics... his experiences are so wide ans so interesting.
- 8
- 12
- 24












