Bücher mit dem Tag "leben & tod"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "leben & tod" gekennzeichnet haben.

16 Bücher

  1. Cover des Buches Niemalswelt (ISBN: 9783551584007)
    Marisha Pessl

    Niemalswelt

     (326)
    Aktuelle Rezension von: Mandyliestalles

    „Tief im Dunkeln wächst ein Baum. Du bist geschützt in deinem Traum. 

    Wann hör ich auf, wann werd ich sehn, dass alles Gift ist, dass ich untergeh.“

    Die Story von Niemalswelt war definitiv mal eine neue und kannte ich so noch nicht.

    Der Einstieg in die Geschichte fiel mir ziemlich leicht obwohl ich sagen muss das der Schreibstil gewöhnungsbedürftig war. Es gab auch einige Szenen bei denen es schön gewesen wäre sie besser auszuarbeiten, dass hätte die Geschichte auch gleich am Anfang etwas spannender gemacht. Nichtsdestotrotz hat sich die Spannung dann gut aufgebaut. Es gab viele Fragen und Rätsel die wirklich erst zu Schluss beantwortet wurden. Die Charaktere haben sich im Laufe der Geschichte erst wirklich entwickelt denn am Anfang waren sie noch nicht greifbar. Hinter der Geschichte stecken jedoch auch viele wichtige Themen wie Liebe, Freundschaft, Vertrauen und wie weit ein Mensch zu gehen wagt wenn die Situation ausweglos erscheint.


    Insgesamt ein gutes Buch und empfehlenswert für jeden der Mystery mag.


  2. Cover des Buches Der Zauberberg (ISBN: 9783596904167)
    Thomas Mann

    Der Zauberberg

     (524)
    Aktuelle Rezension von: Federfee

    Nun gut, dann eben doch ;-) Aber es wird eher mein persönlicher Eindruck als eine systematische Rezension.

    Noch nie habe  ich ein Buch gelesen, das solche Widersprüche in mir hervorgerufen hat. Anfangs war ich nahe dran, es in die Ecke zu werfen und auch zwischendurch immer mal wieder ... anfangs, dann fand ich zunehmend faszinierende Passagen und Formulierungen und nun lese ich es ganz langsam und genussvoll noch einmal.

    Eine Novelle sollte es werden und und am Ende war es ein Roman von nahezu 1000 Seiten, 'ganz mit historischem Edelrost überzogen' (9), denn er spielt in der Zeit vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges. Der Inhalt braucht nur wenige Sätze: Der junge angehende Ingenieur aus gutem Hause – Hans Castorp aus Hamburg – besucht seinen lungenkranken Vetter in einem Sanatorium in Davos. Aus den geplanten drei Wochen werden sieben Jahre im Hochgebirge und wir nehmen als Leser an der Entwicklung / Verwandlung (?) des jungen Mannes teil und an der Faszination, die die abgeschottete Welt des Sanatoriums darstellt.

    Negatives

    Was mir nicht gefallen hat, kann ich klar benennen: die verschachtelte Sprache fand ich anfangs schwierig zu lesen, die langen Sätze – aber man gewöhnt sich dran. Schlimmer: die Dialoge zwischen dem Humanisten Settembrini und dem zynischen Jesuiten Naphta. Da wimmelt es nur so von Schlagworten – s. das Beispiel -  und ich vermute, Thomas Mann hat das extra so geschrieben, vielleicht als Kritik? An einer Stelle kommt Castorp zur gleichen Überzeugung wie ich, dass Naphta und Settembrini beide Schwätzer sind (am Ende der Schneeszene). Dabei ist mir Settembrini jedoch sympathisch.

    '...so wurzelte der Menschenwürde-Begriff derer, die das körperliche Zuchtmittel daraus verbannen wollten, in dem Liberal-Individualismus der bürgerlichen Humanitätsepoche, einen aufgeklärten Absolutismus des Ich...' (625).

    Gelangweilt haben mich die ausführlichen Schilderungen der Wissensgebiete, mit denen sich 'unser Held', der junge Hans Castorp intensiv beschäftigt: Medizin, Astronomie, etc.

    Wenn ich es aber recht bedenke, gibt es aber viel mehr, was mir gefallen hat:

    Das Thema Zeit (Auszüge)

    Die Zeit, fragwürdig und von 'eigentümlicher Zwienatur', ein geheimnisvolles Element (9), kommt immer wieder vor, natürlich auch in jedermanns Leben. 'Was ist die Zeit?' fragt Castorp. Eine geradezu philosophische Frage, auf die es wahrscheinlich keine endgültige Antwort gibt, weil Zeit relativ ist, vom Empfinden her mal schneller, mal langsamer vergeht, obwohl es vielleicht messbar der gleiche Zeitraum ist. Es scheint, als ob die Patienten im Sanatorium Probleme mit der Zeit haben, aus der Zeit gefallen sind...

    Prof. Kurzke schreibt in seiner Biographie, dass Thomas Mann selbst die Zeit ständig gemessen hat, dass er die runden Zahlen liebte (70. Geburtstag,...) und in seinem Tagebuch Monatsanfänge, Feiertage u.v.m. markierte.

    Einige schöne Szenen (Beispiele)

    Gleich am Anfang beschreibt Thomas Mann, was eine Reise, ein Ortswechsel, mit einem macht, wie der Alltag entschwindet, einiges unwichtig wird, was wahrscheinlich jeder im Urlaub auch schon so empfunden hat. Er kann diese Gedanken und Gefühle nur schöner und treffender ausdrücken als unsereins.

    Es gibt viele Schilderungen von großer sprachlicher Schönheit, z.B. ein erinnerter Spaziergang am Meer, die verschneite Bergwelt oder die Schneeszene, wo Castorp fast von der 'hexagonalen Regelmäßigkeit' (den Schneeflocken) zugedeckt wird, weil er im 'weißen, wirbelnden Nichts' die Orientierung verloren hat. (661)

    Auch eine traurige Sterbeszene ist sehr einfühlsam beschrieben. Allerdings wird über 'das Eigentliche' nicht geredet, wahrscheinlich vor lauter hanseatischer Zurückhaltung.  'Lebensunziemliche Angelegenheiten der Natur' (728) werden nicht thematisiert.

    Humor und Personenbeschreibungen

    Den Humor empfinde ich teilweise als zynisch, besonders im Angesicht von Krankheit und Tod, und die Personenbeschreibungen beruhen wohl auf sehr genauer Beobachtung, sind aber bissig bis boshaft.

    • Bei hohem Schnee werden die Toten von einem noch höher gelegenen Sanatorium mit dem Bobschlitten hinuntergeschafft.
    • Hofrat Behrens nennt seine Patienten 'Lungenpfeiferchen' (421).
    • Auf dem Friedhof in Davos liegt 'ungefestigtes Volk, das sich aus aller Welt hier zusammengefunden hat und zur horizontalen Daseinsform endgültig eingekehrt war.' (443)

    Nachdenkenswerte Sätze (nur wenige von vielen)

    Man kann mit dem Worte 'menschlich' jede Schlamperei und Schlappheit zudecken.' (406)
    '… jene Dummheit von Augenblickswesen, die nicht zu denken vermag, dass es noch wieder anders kommen kann, sowie vor allem Gier nach Abwechslung und zeitverschlingende Ungeduld.' (497)

    Die Sprache (Beispiele)

    Das Kreative und Wortschöpferische hat mir besonders gut gefallen:

    • 'Er probierte ihr den Namen an.' (194)
    • Der Husten eines Patienten: 'schauerlich kraftloses Wühlen im Brei organischer Auflösung' (23)
    • das Thermometer als 'Quecksilberzigarre' (70) – Hans raucht Zigarren.
    • Bei der Aussprache eines slawischen Namens: 'wildes Lautgestrüpp' (583)
    • Castorp wird im Flachland wieder 'im Dienst der völkerverbindenden Verkehrstechnik tätig sein' (226 unten)g anstatt 'Schiffbau'

    Fazit

    Je mehr ich schreibe, desto mehr fällt mir ein. Und ich habe nur annähernd und ganz wenig aufgeschrieben, aber es scheint schon ausufernd viel zu sein. Aber einmal muss Schluss sein.

    Kann ich den 'Zauberberg' empfehlen? Ich weiß es nicht. Nein, lieber nicht, zu groß ist die Gefahr, dass sich jemand langweilt. Mich hat dieser Roman zunehmend fasziniert und ich weiß nicht mal genau, warum. Zauber, Zauberberg, magic mountain.

  3. Cover des Buches Der Dunkle Turm – Schwarz (ISBN: 9783453504028)
    Stephen King

    Der Dunkle Turm – Schwarz

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Monika_Grasl

    Länger bin ich schon um die Reihe herumgeschlichen und letztlich hab ich die Tage genutzt und mir Band 1 der Turmreihe vorgenommen.

    Das Buch beginn mit einem Vorwort von King, in dem er erzählt, was ihn dazu brachte die Reihe zu schreiben und letztlich auch weiter daran zu arbeiten. Ein interessanter Aspekt, der deutlich macht, dass auch große Autoren ihre Werke gern mal ein Jahr und länger liegen lassen. Doch kommen wir nun zur eigentlichen Geschichte.


    Diese dreht sich um Roland, den letzten Revolvermann. Zunächst konnte ich mir unter der Bezeichnung wenig bis gar nichts vorstellen. Aber wie King nun mal ist, versorgt er den Leser recht schnell mit allen nötigen Details. Manchmal auch mehr als einem lieb ist. Jedenfalls bekommt man bereits im ersten Kapitel sehr viele Rückblenden präsentiert. Allerdings nicht auf Rolands Kindheit, sondern auf wenige Tage oder Wochen oder Monate zurück fokusiert. Zeitspannen sind in dieser Geschichte ein Faktor auf den man sich nicht versteifen sollte, denn irgendwie geht ein Bericht nahtlos in den anderen über. Somit ist man plötzlich in der Geschichte innerhalb einer anderen und da dann auch ganz schnell einen weiteren Schritt zurück.

    In jedem Fall ist man als Leser gelegentlich genauso ahnungslos wie der Revolvermann. Das macht es schon interessant die Story zu verfolgen und dran zu bleiben, obwohl vieles dabei noch im Dunkeln liegt und manches einfach nur angedeutet wird. Der Umstand offenbart sich auch in dem Moment als Jack auftaucht. Ein Junge, der Roland begleitet auf der Jagd nach dem Mann in Schwarz. Ich muss sagen, ich fand in dem Fall die Konstelation zwischen dem Jungen und dem Revolvermann sehr gut gewählt. Zum einen bringt Jack ihn dazu mehr über seine Vergangenheit zu erzählen. Andererseits stellt er ihn zugleich vor einen Gewissenskonflikt.


    Allgemein kann man sagen, dass, verglichen mit anderen Werken von King, dieser erste Band sich nahezu leicht liest. Ein Faktor den man von ihm kaum gewohnt ist, da sich King immer sehr gern in Details verliert und dann irgendwie nicht mehr herausfindet. Hier wird dem Leser durchaus ein solider erster Band vermittelt, der aber auch deutlich macht, dass die Story in sich nicht abgeschlossen ist. Sie bleibt mit einem abrupten Ende stehen und man muss unweigerliche weiterlesen, um zu erfahren wie es im nächsten Band abläuft.


    Fazit: Die Turmreihe sticht doch deutlich aus Kings Werken hervor. Dieser erste Band bietet sehr viel und lässt doch auch genauso viel offen. Zudem drängt es einen herauszufinden, was in Band 2 geschehen muss und wird. Gleichzeitig hat man jedoch noch keinen so großen Bezug zur Welt selber aufgebaut, um sagen zu können, wie sie eigentlich aussieht. Eventuell sind das Aspekte, die King sich für die nachfolgenden Werke aufgehoben hat.

  4. Cover des Buches The Hunger Games Trilogy, 3 Vols. (ISBN: 9781407130293)
    Suzanne Collins

    The Hunger Games Trilogy, 3 Vols.

     (321)
    Aktuelle Rezension von: Klanechrisi
    3jahre nachdem ich diese Bücher verschlungen habe, weiß ich heute noch immer ganz genau und jede Kleinigkeit was in den Büchern steht.
  5. Cover des Buches Mockingjay (ISBN: 9780545663267)
    Suzanne Collins

    Mockingjay

     (426)
    Aktuelle Rezension von: Lonechastesoul

    My goodness. I finally done it, I finished this book...took me forever but I'm done, trying to finish this book felt like a chore. When reading for enjoyment starts feeling like a chore, that's the ultimate sign that I dislike the book. Well, about 90% of the book.

    This book was REALLY anti-climactic, filled with so many disappointments I lost count.

    A REAL disappointment of this book: Katniss herself. The many characters' deaths were so rushed and pointless. The love triangle wasn't well played out. First of all, I'm getting a bit tired of reading about love triangles -- especially in novels where there's a much greater plot present. But I'll admit, I was on Team Gale throughout the series, because he was strong and resilient and resourceful and caring. There was this attractive manly quality about him and he was so in sync with Katniss. But towards the end of this novel, I didn't care about Katniss's love life and who she ended up with, because everything seemed like such a hopeless, depressing mess that there was no point. I also hated how she kept flip-flopping and toying with both Gale and Peeta.

    I don't know, maybe I set my expectations too high.

    But Mockingjay was nothing but a bloodbath. If you're into pointless deaths and gratuitous violence, then this book is for you. Everything in this book was gratuitous and over the top, from the angst to the ridiculous romantic interludes in the middle of battle scenes, and from the gore violence to the stupid, overly-disgusting deaths of several characters who did not need to die.

    Mockingjay was a great big depressing flop. The ending is a crap shoot, and that epilogue was bullshit.

    Sorry.

  6. Cover des Buches Fullmetal Alchemist Metal Edition 01 (ISBN: 9783963584015)
    Hiromu Arakawa

    Fullmetal Alchemist Metal Edition 01

     (7)
    Aktuelle Rezension von: Vera_Hallstroem

    „Fullmetal Alchemist – Metal Edition“ (Band 1) von Hiromu Arakawa

    ⭐️⭐️⭐️⭐️

    Die „Metal Edition“ ist eine hochwertige Neuauflage des bereits erschienenen Manga, welche die ersten 12 Kapitel und einige Extras wie Sticker, Sammelkarten und einen Schuber auf insgesamt 532 Seiten enthält.


    Zum Inhalt:

    Die beiden Brüder Ed(ward) und Al(phonse) Elric sind Alchemisten, die in einer Alternativen Welt, ähnlich unserer Mitte des 20. Jahrhunderts, leben. Durch die Alchemie lassen sich Dinge verstehen, zerlegen und neu erschaffen, wobei strenge Regeln befolgt werden müssen. So ist es unter anderem verboten, Menschen zu „transmutieren“, also durch Alchemie zu erschaffen.
    Ed und Al selbst haben dies versucht, bevor sie in den Dienst der Armee getreten sind, um ihre tote Mutter wiederzuerwecken. Dadurch verlor Al seinen gesamten Körper und Ed sein linkes Bein, um Al zu retten, gab Ed dann sogar noch seinen rechten Arm.
    Nun sind die beiden auf der Such nach dem „Stein der Weisen“, einem legendären Stein, der unglaubliche Kräfte haben soll,  um mit seiner Hilfe ihre alten Körper wiederherzustellen.


    Storytelling & Zeichnungen:

    Der Mangaka erzählt spannend durch saubere, schön anzusehende, aber auch schlichte Zeichnungen. Anders als bei den ersten Bänden von „Naruto“ bspw. wirken die Zeichnungen durch und durch professionell und scheinen sich nicht erst entwickeln zu müssen. Die Kampfszenen werden durch dynamische Zeichnungen gut umgesetzt, genau wie die Anwendung der Alchemie.


    Der Fokus liegt natürlich auf Action und Drama, dass die Vergangenheit der Brüder und ihr Schicksal betrifft. Als Kenner des Animes kann ich aber auch schon jetzt sagen, dass so gut wie alle wichtigen Charaktere im Verlauf der Geschichte für den Leser veranschaulicht werden, was die Charaktere nur noch authentischer macht.

    Daneben sorgt der Humor des Mangaka immer wieder für aufheiternde Momente in der eigentlich düsteren Geschichte.


    Handlungsaufbau:

    Die Kapitel des Mangas sind recht kurz, dadurch, dass ich den FMA Brotherhood Anime bereits kenne (dafür war der Manga die Vorlage), hatte die Handlung an sich nichts neues, verläuft aber doch etwas anders als im Anime. Unter anderem sind die einzelnen Kapitel bzw. Episoden im Anime länger, das heißt aber nicht, dass es zu Einbußen beim Verständnis oder der Entwicklung der Handlung und der Charaktere kommt. Das könnte auch an der fast linearen Erzählweise liegen und das die Kapitel aufeinander aufbauen.


    Charaktere:

    Einerseits sind Ed und Al für ihr junges Alter sehr reif und erwachsen, sie mussten schon mehr ertragen als die meisten Erwachsenen und haben, wie sie selbst sagen, bereits die Hölle gesehen. Zeitgleich sind sie aber (verständlicherweise) auch Kindsköpfe, teils naiv und unbeschwert. Das macht die beiden als Protagonisten nur umso liebenswerter und authentischer.
    Auch die Nebencharaktere weisen Charakterzüge auf, mit denen sich fast jeder identifizieren kann, obwohl der Fokus erst einmal auf Ed und Al liegt, während die Antagonisten bisher nur kurz in Erscheinung treten und ihre Beweggründe noch schwer zu verstehen sind.


    Fazit:

    Fullmetal Alchemist“ ist lesenswert für jeden, der actionreiche, aber auch tiefgehende Geschichte mit einem schön anzusehenden, schnörkellosen Zeichenstil mag.
    Die Geschichte ist vielschichtig und komplex, nichts, dass man im jeden zweiten Buch liest, sondern etwas „Neues“, durchmischt mit etwas Humor, der einem beim Lesen zum Schmunzeln bringt.

    Insgesamt gebe ich den ersten Band von „Fullmetal Alchemist“ daher 3,7 Sterne.


  7. Cover des Buches Kuck dir die Tiere an, wie glücklich die immer sind (ISBN: 9783957910509)
  8. Cover des Buches Eierlikörtage (ISBN: 9783492311915)
    Hendrik Groen

    Eierlikörtage

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Als ich das Buch anfing, habe ich mir nicht besonders viel versprochen davon, was soll da auch schon passieren, es geht immerhin um einen alten Mann. Aber weit gefehlt, der Autor schreibt so erfrischend und es dauert nicht lange, da hat man den Hendrik richtig liebgewonnen.....
  9. Cover des Buches Franziska zu Reventlow (ISBN: 9783827013620)
    Kerstin Decker

    Franziska zu Reventlow

     (18)
    Aktuelle Rezension von: TochterAlice
    ging Franziska zu Reventlow, Tochter verarmter Adliger aus Norddeutschland, schon früh und wollte sich in kein Schema pressen lassen, sich keinen Konventionen unterwerfen. Im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert - Franziska starb bereits 1918 im Alter von 46 Jahren kam dies nicht vor und wurde von ihrem Umfeld, allen voran von ihren Eltern, als Zumutung empfunden.

    Von der Familie mehr oder weniger verstoßen, heiratete die intelligente Frau, der die Philosophie und die Literatur näher als herkömmliche weibliche Tugenden waren, früh, wurde aber mit ihrem Mann, der ihr zunächst von Herzen zugeneigt war, auch nicht glücklich.

    Denn sie wollte mehr: sie wollte sich alles nehmen, was ihr Herz begehrte, jedes Vergnügen und damit auch jeden Mann. So fand sie sich bald als Geschiedene und ledige Mutter wieder, umgeben von einer Reihe von Galanen, aber auch Gesinnungsfreunden, von derenf finanzieller Großzügigkeit sie bald vollkommen abhängig war. Offen ging sie durchs Leben, schrieb Romane, philosophierte, schauspielerte - und fand sich doch immer wieder am Rande der Gesellschaft.

    Eine Frau, die ihr eigenes, selbstbestimmtes Leben leben wollte - doch war sie es oft genug selbst, die sich Hindernisse in den Weg legte, es sich schwer und schwerer machte.

    Als schwere Kost empfand ich auch die vorliegende Biographie von Kerstin Decker, die in einem aus meiner Sicht stellenweise sperrigen Stil verfasst wurde. Freunde philosophischer Gedanken kommen möglicherweise auf ihre Kosten, denn zahlreiche Passagen beinhalten diese Thematik.

    Für mich waren die Erläuterungen wenig übersichtlich, mir fehlte ein ausführliches Personenverzeichnis mit Erläuterungen sowie eine Zeittafel zur Einbettung von Franziska von Reventlows Leben in die historischen Entwicklungen jener Zeit. Eine ungewöhnliche Frau - die mir durch diese Lektüre jedoch nicht näher gebracht wurde. Schade!
  10. Cover des Buches Märchen aus Russland – Russische Volksmärchen (Illustrierte Ausgabe) (ISBN: B07DDFW1CH)
  11. Cover des Buches AUF LEBEN UND TOD (ISBN: 9783958351141)
    Martin S. Burkhardt

    AUF LEBEN UND TOD

     (31)
    Aktuelle Rezension von: WendyAleina
    Entführung alá Natascha Kampusch! Mann hält jahrelang Leute in ausgebautem Keller gefangen und zwingt sie zu blutigen Kämpfen!

    Was schön und interessant genug klang, dass ich mir das Buch in der nächsten Bibliothek ausgeliehen hab, hatte mit den Anpreisereien rasch kaum noch etwas zu tun. Bereits auf den ersten Seiten überrascht das Buch mit ungelenken, holprigen Formulierungen, die sich alles andere als flüssig lesen. Unterbrochen wird der krückige Erzählstil im Regelfall mehrfach pro Seite von allergröbsten Komma-, Rechtschreib- und Grammatikfehlern. Diese sind nicht mal durchgängig. Wenn ich inständig schon falsch als "innständig" schreibe, dann doch bitte durchgehend und nicht Seiten später wieder richtig. Wenn ich "jemand ist Gold wert" schon falsch schreibe als "goldwert", dann sollte ich auch das durchziehen und nicht etwas später plötzlich "Goldwert" schreiben.
    Hier war der verantwortliche Lektor eindeutig betrunken, gleichgültig oder der deutschen Sprache nicht mächtig. Wie schwer kann es sein, sich die Regel einzubläuen, wann vor einem "als" ein Komma stehen muss und wann nicht?
    Ich erkläre es mal kurz. Wird "als" zeitlich verwendet, sollte prinzipiell ein Komma erfolgen. Bei einem Vergleich NICHT.
    Es heißt also NICHT: "Ich war größer, als Tom". Es heißt allerdings schon: "Ich war traurig, als Tom nicht anrief."
    Allein an diesen Grundlagen scheitert es nicht nur ab und zu, sondern wirklich mindestens einmal pro Seite.
    Es kommt kein Lesefluss auf und ich habe mich ausschließlich aufgeregt.

    Dazu wird gleich nach wenigen Seiten der brutale "König" der Gefangenenschaft verklärt - er hatte nämlich eine ganz, ganz böse Kindheit mit superfiesen Eltern. Na klar, da muss man ja gestört werden und Leute im Keller foltern.

    Der Roman strotzt vor Ungereimtheiten und auch Themen, die in irgendeiner Form einen Vergleich mit dem Fall Kampusch rechtfertigen, vermisse ich gänzlich. Stockholm-Syndrom, Gegenwehr gegen Vergewaltigungen, Erpressungen.
    Ein Haufen Erwachsener und Teenager lebt hier ohne jegliche Gegenwehr unter dem merkwürdigen Regiment des Königs, niemand revoltiert, alle finden das in Ordnung. Warum sollte sich auch eine Gruppe Erwachsener, die im Gegensatz zu den Teenies ja doch "oben" aufgewachsen ist und nicht reingeboren wurde in die Situation, zusammentun gegen einen dusseligen Kerl um ihn eventuell zu überwältigen und sich zu befreien?

    Das Buch hat inhaltlich ganz interessante Ansätze, wird aber völlig falsch online angepriesen. Mich wundern auch die zahlreichen lobenden Rezensionen. Die Folterszenen sind ordentlich beschrieben, hier lässt der Autor Fantasie walten. Der Rest der Geschichte ist aber recht lieblos hinerzählt. Die Charaktere sind eindimensional, durchleben keine nennenswerte Weiterentwicklung. Habe ich eine unlektorierte Erstveröffentlichung in den Händen, die nun korrigiert wurde und sich hundertmal besser liest? Man weiß es nicht. Anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, dass so gut wie niemand auch nur ein Wort über die wirklich massiv häufigen, sehr groben Fehler verliert, denn die ruinieren das Leseerlebnis gänzlich.
    Katastrophe.
  12. Cover des Buches Der Wind in meinem Herzen (ISBN: 9783336548033)
    Francesca Diotallevi

    Der Wind in meinem Herzen

     (7)
    Aktuelle Rezension von: lovelines

    >>Liebe kann man nicht lehren.
    Und man kann sie auch nicht erklären.<<

    „Der Wind in meinem Herzen“ von Francesca Diotallevi ist eine Liebesgeschichte, die wie ich finde auf ganz spezielle und irgendwie andere Art erzählt wird. Denn diese Liebe, um die es hier letztlich geht steht unter keinem gesellschaftlich guten Stern und ist gleichzeitig auch ein eindringlicher Blick auf die damalige Gesellschaft in der Zeit des Krieges. Ausgrenzung und Aberglaube bzw. der christliche Glaube sind hier wichtige Faktoren, die eben diese doch für die Zeit ohnehin schon komplizierte Liebe in noch mehr Trümmer zerreißen. Die Autorin hat hier eine wirklich heimelige Atmosphäre geschaffen und lässt Charakter entstehen, die jeder für sich ganz eigen sind und mit eben diesen Eigenheiten aufwarten. Durch die Perspektivwechsel bekommt man viele verschiedene Einblicke in das Leben im Dorf und das Leben dort, was mir persönlich gut gefallen hat, denn dadurch lernt man nicht nur das Leben im Dorf kennen, sondern versteht warum manche Dinge vonstatten gehen.
    Die junge Heilkundige – von den Dorfbewohnern als „Hexe“ verschriene Fiamma konnte ich besonders ins Herz schließen. Sie ist für die damalige zeit eine sehr sehr starke Frau, die mich in ihrer ganzen Art sehr beeindruckt hat!

    Dieses Buch ist trotz einiger bewegender Ereignisse ein doch eher ruhiges Buch, was für mich zu den besonderen Buchschätzen zählt und mich als Leser absolut für sich gewinnen konnte! 

  13. Cover des Buches L.i.o.S. Hinter der Welt (ISBN: 9783744885683)
    JoMu Art

    L.i.o.S. Hinter der Welt

     (13)
    Aktuelle Rezension von: Seelensplitter

    Meine Meinung zum Buch:

    L.i.o.S Hinter der Welt

    Inhalt in meinen Worten:

    L.i.S sagt man zu Menschen die gerade in einem Koma liegen, wo nicht klar ist, kommen sie zurück oder tritt der Hirntod ein. So gibt es ein Pärchen das mir ihre Geschichte erzählt, der eine im Koma, der andere (oder die andere) ist von außen da und erzählt in Form eines Tagebuchs und einer Geschichte was gerade passiert.

    Muss sie loslassen damit sie sich eines Tages wieder treffen oder kommt er wieder?

    Doch das ist nicht alles was ihr in diesem Buch entdecken dürft, es ist viel mehr.

    Lässt du dich auf das Abenteuer L.i.o.S ein?


    Wie ich das Gelesene empfinde:

    Faszinierend wie man mit Sprache und Bild arbeiten kann um eine Geschichte zu weben die einfach mal anders ist, als die die ich bisher so lese.

    So sind die Bilder und Zeichnungen auf den ersten Blick nicht immer zu deuten auf den zweiten und dritten jedoch absolut Geheimnisvoll und Stück für Stück eröffnen sie mir ihr Geheimnis. Das imponiert mir und lässt mich staunen.

    Denn egal wie oft ich diese Bilder oder Geschichte betrachte immer wieder kommt etwas neues an mein Herz.

    Es geht um Leben. Um Lebenswillen. Tod. Hoffnung. Verlust. Wachsein. Schlafen. So vieles was man stets in einem anderen Blickwinkel betrachten darf.


    Geschichte:

    An sich ist diese Geschichte in drei Geschichten geteilt. Einerseits Tagebuch und Rückblick, andererseits ist es aber auch eine Indianergeschichte mit einem Geist, jedoch auch eine Geschichte von einem Menschen der in sich selbst gefangen ist, und wo nicht klar ist, wird er überleben oder sterben.

    Somit gibt es ganz viele Facetten in der Geschichte die nicht in eine Schublade passen, weil sie dann ganz schnell in eine andere hüpfen wollen oder gar nicht sich einfangen lassen wollen.


    Zeichnungen:

    Für mich sind die Zeichnungen fantastisch, berührend, wunderschön und abgrundtief. Es gibt immer wieder etwas neues zu entdecken und ich frage mich, wie würden die Bilder in Farbe aussehen, und doch gibt es ein Bild das in schwarz weiß gehalten ist und doch sehe ich eine Farbe darin, nicht nur weil das Wort darin steht, sondern weil ich es erahnen kann, fühlen kann, was der Autor ansetzen wollte. Das ist besonders, denn so etwas erlebte ich so in einer Art noch nicht.


    Spannung:

    Diese Geschichte ist keine Geschichte wie es meist in Büchern der Fall ist, dazu ist es zu dicht verwoben zu feingliedrig und doch engmaschig. Und doch sitze ich faszinierend an diesem Buch, möchte es nicht aus der Hand legen und das Geheimnis das mich umspinnt erforschen, kennenlernen und begreifen und ergreifen, weswegen ich dieses Buch auf seine ganz eigene Weise spannend empfinde.


    Empfehlung:

    Raus aus Klischees und hinein in ein buntes Abenteuer? Willkommen im Buch L.i.o.S. Immer wieder gibt es neues zu erforschen immer wieder entdeckt man in einem Bild etwas neues, manches entdeckt man erst wenn man mehrfach hinsieht, nicht nur überblättert. Wenn man sich auf die Zeilen einlässt auf die Gefühle die doch da sind, auch wenn es kein Roman im herkömmlichen Sinne ist.

    Eine Welt die man nicht betreten kann ohne berührt zu werden.

    Und sei es wie eine Feder die ganz leicht um meine Nasenspitze weht, und doch spüre ich sie, so ist es bei diesem Buch, intensiv auf der einen Seite und sanft und zärtlich auf der anderen Seite.

    Für mich ein Geschenk.


    Bewertung:

    Ich finde dieses Buch sollten mehr Menschen kennenlernen, weil mich hat es berührt, auf eine ganz besondere Weise. Fast wie eine kleine Erholungsoase und doch vernichtend und zerrend. So eine Art von Buch hab ich so in der Form noch nicht getroffen und deswegen gibt es auch klare fünf Sterne.

  14. Cover des Buches Herzenswege (ISBN: 9783499273124)
    Dagmar Hansen

    Herzenswege

     (31)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Dieses ist einer der berührensden Romane, die ich je gelesen habe.

    Susanna verliert ihre 30-jährige Tochter Marie ganz plötzlich durch eine schwere Krankheit. Sie und ihr Ehemann trauern beide ganz unterschiedlich und die Sprachlosigkeit über die eigenen Gefühle bestimmen den Alltag. Marie war der Sonnenschein der Familie. Sie war furchtlos und reiste gern. Ganz anders als Susanna. Von ihrer letzten Rucksacktour, die quer durch halb Europa führte, schickte sie ihren Eltern Postkarten mit Gedanken, die sie bewegten.

    Susanna beschließt, alle Orte aufzusuchen, von denen ihre Tochter Karten nach Hause schickte. Sie will mit eigenen Augen sehen, weshalb diese sie so berührten. Unterwegs entdeckt sie ihre Tochter neu und schließlich auch sich selbst.

    Zuerst tat ich mich etwas schwer mit diesem Roman, da es auch viel um Mythen, Legenden und Sagen geht. Aber später gewöhnte ich mich daran und fand, dass es ein ganz wundervolles Buch ist, in dem auch viele Weisheiten und irische Segenswünsche enthalten sind.

    Auf der ersten Seite heißt es, Dagmar Hansen schreibt dieses Buch für Frauen, die das Leben mit allen Höhen und Tiefen kennen und den Mut haben, sich mit ihren Gefühlen und den großen Fragen des Lebens zu beschäftigen.






  15. Cover des Buches Von Wahrheit zu Wahrheit (ISBN: 9783967330168)
    Mica Bara

    Von Wahrheit zu Wahrheit

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Auf der Reise zu meinem neuen Bewusstsein (ISBN: 9783748108160)
    Leonie Malinowski

    Auf der Reise zu meinem neuen Bewusstsein

     (1)
    Aktuelle Rezension von: luckyreader
    Ich hab schon einige Bücher zu Selbstliebe und Konditionierungen gelesen, aber dieses hat mich sofort in sich hineingezogen, weil es in der Ich-Perspektive geschrieben ist. Es bringt viele aktuelle Themen (Liebe, Konditionierungen, Vergebung, Verbindung mit allem, Bedeutung der Eltern, Wut, Trauer, Leben und Tod...) in einen Zusammenhang und hat mich auf jeder Seite zum Nachdenken angeregt. Oft musste ich Pausen machen, um das Gelesene erstmal zu verarbeiten. Es ist unbeschreiblich, wie die Autorin mich mit einfachen Sätzen so berühren konnte. Sie schreibt so klar und auf den Punkt. Es ist philosophisch, lyrisch und manchmal als würde man die Autorin in ihren eigenen Gedanken begleiten, während man irgendwann gar nicht mehr unterscheidet, ob es ihre oder die eigenen Gedankengänge sind.
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