Bücher mit dem Tag "leben"
2.568 Bücher
- George R. R. Martin
Game of Thrones
(5.520)Aktuelle Rezension von: KlaraWg„A Song of Ice and Fire“ Game of Thrones ist eine beeindruckende und zugleich anspruchsvollste Fantasy-Reihen der Gegenwart. Der Autor erschafft eine düstere, realistische Welt voller Machtkämpfe, Intrigen und moralisch ambivalenter Figuren, in der es keine strahlenden Helden und kaum eindeutige Wahrheiten gibt. Gerade die enorme Tiefe der Charaktere macht den besonderen Reiz aus: Jede Figur handelt aus nachvollziehbaren Motiven heraus, selbst dann, wenn diese grausam oder egoistisch erscheinen.
Die Handlung ist geprägt von politischen Ränkespielen, überraschenden Wendungen und einer ständigen Bedrohung durch Gewalt und Verrat. Drachen, uralte Mächte und mythologische Elemente sind zwar vorhanden, stehen jedoch nie im Vordergrund, sondern fügen sich organisch in die komplexe Welt ein. Dadurch wirkt die Geschichte ungewöhnlich glaubwürdig, erwachsen und beklemmend.
Der Einstieg fiel mir allerdings schwer. Die teilweise sehr derbe, rohe Ausdrucksweise sowie die explizite Darstellung von Gewalt haben mich zunächst abgeschreckt, so sehr, dass ich mehrfach neu beginnen musste. Den Stil war stellenweise vulgär, drastisch und mitunter repetitiv. Dabei hängt die Wortwahl stark von der jeweiligen Perspektivfigur ab, aus deren Sicht das Kapitel erzählt wird, was die Unterschiede im Ton erklärt, aber nicht unbedingt angenehmer macht.
Im Vergleich zur Fernsehserie „Game of Thrones“ sind viele Szenen in den Büchern sogar noch deutlich direkter und expliziter formuliert, sowohl in Bezug auf Gewalt als auch auf Sexualität. Diese sprachliche Härte passt zwar zur gnadenlosen Welt der Geschichte, ist jedoch nicht für jeden leicht zu lesen. Auch der Schreibstil selbst ist nicht unbedingt überwältigend, sondern eher nüchtern und funktional. Seine Stärke liegt weniger in sprachlicher Schönheit als in der erzählerischen Wucht und Komplexität der Handlung.
Hat man sich jedoch eingelesen, entfaltet die Reihe eine enorme Sogwirkung und belohnt mit außergewöhnlicher Spannung, vielschichtigen Figuren und einer epischen Geschichte, die lange nachwirkt. Für Leserinnen und Leser, die politische, düstere und anspruchsvolle Fantasy schätzen, gehört „A Song of Ice and Fire“ zweifellos zu den herausragendsten Werken des Genres.
- Markus Zusak
Die Bücherdiebin
(4.695)Aktuelle Rezension von: LisaKIch muss gestehen, es hat ein wenig gedauert bis ich mich an den Schreibstil gewöhnt habe. Die kurzen Einwürfe von Gedanken oder der Zukunft war gewöhnungsbedürftig und anfangs irritierend. Dennoch hat mich die Geschichte sofort gefesselt: ein Mädchen das in jungen Jahren schon mit Verlust, Tot und dem alleingelassen werden zu kämpfen hat und dennoch so viel Mut, Weisheit und Liebe in sich trägt.
- Jojo Moyes
Ein ganzes halbes Jahr
(11.892)Aktuelle Rezension von: FunkelzauberNachdem ich Vollmondkinder von Anna Swedenborg gelesen hatte – ein außergewöhnliches Buch voller Tiefe, Herz und Hoffnung – suchte ich etwas, das sich ebenfalls mit den wichtigen Fragen des Lebens beschäftigt: Was ist wirklich bedeutsam, worauf sollten wir achten? Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes hat mich auf seine eigene Art berührt.
Die Liebesgeschichte von Lou und Will, sie ist romantisch, bewegend und gleichzeitig sehr ehrlich – über Verlust, Lebensentscheidungen und darüber, wie kostbar jeder Moment ist. Lou und Will zeigen, wie Begegnungen unser Leben verändern können und wie wichtig es ist, für sich selbst und andere einzustehen.
Dieses Buch hat mich nicht nur emotional mitgerissen, sondern auch nachdenklich gemacht über das, was im Leben wirklich zählt. Für alle, die neben einer bewegenden Liebesgeschichte auch über Lebenssinn und Wertschätzung nachdenken möchten, ist dieses Buch absolut lesenswert.
- Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe – Dornen und Rosen
(3.691)Aktuelle Rezension von: Popis0904Der erste Band von Das Reich der sieben Höfe Dornen und Rosen von Sarah J. Maas hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Ich habe das Buch innerhalb von nur zwei Tagen verschlungen und der zweite Band wartet zum Glück schon auf mich!
Schon lange stand dieses Buch auf meiner Leseliste, und ich bin unglaublich froh, endlich in diese Welt eingetaucht zu sein. Die Geschichte entfaltet von der ersten Seite an eine starke Sogwirkung: Spannung, Emotionen und Geheimnisse greifen perfekt ineinander und lassen einen kaum los.
Besonders beeindruckt hat mich die Entwicklung der Charaktere. Feyre wächst im Laufe der Handlung spürbar über sich hinaus, und auch die anderen Figuren gewinnen zunehmend an Tiefe. Ihre Beziehungen zueinander sind vielschichtig und entwickeln sich auf eine Weise, die mich emotional total abgeholt hat.
Auch sprachlich ist das Buch ein echtes Highlight. Die bildhafte, atmosphärische Erzählweise lässt die Welt lebendig werden. Man hat das Gefühl, selbst durch die Höfe zu wandern, die Magie zu spüren und Teil der Geschichte zu sein. Das Setting ist detailreich, faszinierend und einfach wunderschön beschrieben.
Ich bin wirklich begeistert. Für alle, die Fantasy mit starken Charakteren, einer mitreißenden Handlung und einer Prise Romantik lieben, ist dieses Buch absolut empfehlenswert!
- Sarah J. Maas
Throne of Glass – Die Erwählte
(3.177)Aktuelle Rezension von: ZeilenxgefluesterReread ✨ Bereits vor ein paar Jahren hab ich die TOG Reihe gelesen und nun wieder von vorne angefangen. Es ist meine absolute Lieblingsreihe!
Mit dem Wissen um das, was noch kommen wird, liest man deutlich aufmerksamer und nimmt auch die kleinen Details viel bewusster wahr. Die Reise von Celaena von Endovier nach Rifthold möchte ich, ohne zu spoilern, besonders hervorheben 👀 Auch die Freundschaften, die sich hier entwickeln, wirken umso bedeutungsvoller – besonders wenn man bedenkt, was Celeana in ihrer Vergangenheit alles durchmachen musste.
Der Schreibstil von Sarah J. Maas ist wie immer so eindrucksvoll, dass viele andere Bücher im Vergleich dazu verblassen.
Ich freu mich schon auf die nächsten Teile. Ein Muss für jeden Fantasy Fan! 🙏
- Sarah J. Maas
Das Reich der sieben Höfe − Sterne und Schwerter
(2.130)Aktuelle Rezension von: sweinzieDer in Band 2 prognostizierte Krieg steht nun vor der Haustüre. Doch wer wird sich dem gefürchteten Hof der Nacht anschliessen. Freyes versucht am Hof des Frühlings Informationen über die Absichten des Königs zu bekommen. Doch das kostet sich fast das Leben. Ob sich dieser Einsatz gelohnt hat oder wird er mehr kaputt machen als helfen? Ein gewagtes Spiel. Und auf dem Kriegsfeld zählt jede Kraft. Und die haben Freyes Schwestern leider auch noch nicht für sich entdeckt.
In diesem Band überschlagen sich die Ereignisse. Nicht zuletzt, weil es nun tatsächlich in den Krieg geht und wir dort unverhofft auf bekannte Personen treffen. Alte Bekannte kommen zum Einsatz, Geschehnisse aus dem vorherigen Band werden wieder aufgegriffen und in den Gesamtkontext gestellt. Spannung und Romantik, Hoffnung und Kampf wechseln sich stetig ab und lassen keine Zeit zum verschnaufen. Eine packende Fortsetzung, die ich nun zum dritten mal gelesen habe.
.
- Anna Todd
After truth
(3.346)Aktuelle Rezension von: belli4charlotteTessa ist innerlich zerrissen: Einerseits kann sie Hardin sein Verhalten nicht verzeihen, andererseits lassen sie ihre Gefühle für ihn nicht los. Zwischen Demütigung, Sehnsucht und der Hoffnung, dass Hardin sich ändern kann, steckt sie in einem emotionalen Chaos fest. Doch die Frage bleibt: Haben die beiden wirklich eine Zukunft – oder wiederholt sich alles nur?
Nach dem starken ersten Teil hatte ich hohe Erwartungen, doch der zweite Band konnte diese leider nicht erfüllen. Auf fast 800 Seiten passiert erschreckend wenig, und am Ende steht man nahezu an derselben Stelle wie zu Beginn. Der Schreibstil ist zwar weiterhin angenehm und flüssig, sodass ich das Buch trotz allem schnell gelesen habe – aber wirklich hängen geblieben ist kaum etwas.
Die Beziehung zwischen Tessa und Hardin wirkt noch toxischer als zuvor, und eine echte Charakterentwicklung bleibt weitgehend aus. Das ständige Hin und Her, die immer gleichen Streitereien und Versöhnungen, Hardins Eifersucht und Tessas Naivität – all das wiederholt sich so oft, dass es irgendwann ermüdend wird. Eine straffere Erzählweise hätte der Geschichte definitiv gutgetan.
Positiv hervorzuheben ist, dass die Perspektive nun zwischen Tessa und Hardin wechselt. Dadurch bekommt man einen besseren Einblick in Hardins Gedankenwelt, was im ersten Teil noch gefehlt hat. Auch die emotionalen Beschreibungen funktionieren weiterhin gut und sorgen dafür, dass man trotz allem mitfühlt.
Trotz meiner Kritik sehe ich nach wie vor Potenzial in der Reihe. Vielleicht wäre eine Nebenhandlung – etwa zwischen Tessa und Trevor – eine willkommene Abwechslung gewesen. Dennoch werde ich den dritten Teil lesen, denn mein Bauchgefühl sagt mir, dass es wieder bergauf gehen könnte.
- Anna Todd
After passion
(4.900)Aktuelle Rezension von: Series-MagicNicht jedes Buch schafft es, einen auch beim wiederholten Lesen noch einmal so mitzunehmen wie dieses. Genau das ist hier für mich der Fall gewesen. Obwohl ich die Geschichte schon mehrmals gelesen habe, hatte sie wieder diese Sogwirkung, durch die man einfach immer weiter lesen möchte.
Besonders das Zusammenspiel zwischen Hardin und Tessa hat mir erneut gut gefallen. Ihre Dynamik ist intensiv, aufwühlend und an vielen Stellen auch wirklich zum Haare raufen. Genau dieses ständige Hin und Her war manchmal zwar nervenaufreibend, aber gleichzeitig auch ein großer Teil dessen, was die Geschichte so fesselnd macht. Man will einfach wissen, wie es mit den beiden weitergeht.
Was mir beim Lesen außerdem wieder aufgefallen ist: Die Geschichte wirkt emotional auf eine Weise, die stellenweise erstaunlich nahbar ist. Gerade deshalb konnte sie mich auch diesmal wieder packen, weil manche Gefühle, Unsicherheiten und Konflikte eben nicht völlig fern wirken, sondern durchaus etwas haben, das man auch aus der Realität kennt.
Für mich ist dieser erste Band auch nach mehrmaligem Lesen noch immer sehr lesenswert. Er hat diese Mischung aus Intensität, Drama und Sog, die dafür sorgt, dass man das Buch nur schwer aus der Hand legen kann. Eine Geschichte, die bei mir auch nach dem Ende noch nachhallt.
- Mona Kasten
Save Me: Special Edition
(3.551)Aktuelle Rezension von: larareads_Stellt euch vor, ihr habt einen Plan für euer ganzes Leben und wollt eigentlich nur unsichtbar sein, um euren Traum von Oxford zu verwirklichen. Genau das ist Rubys Welt an der Maxton Hall, bis sie zur falschen Zeit am falschen Ort ist und ein Geheimnis entdeckt, das niemals ans Licht kommen durfte. Plötzlich ist da James Beaufort, der personifizierte Albtraum aus Privilegien, Arroganz und unverschämt gutem Aussehen, der alles daran setzt, sie zum Schweigen zu bringen. Es ist das ultimative Aufeinandertreffen zweier Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und doch fangen die Funken so schnell Feuer, dass man beim Lesen fast den Atem anhält.
Was ich an diesem Buch so unendlich liebe, ist die Entwicklung von James. Am Anfang wollte ich ihn ehrlich gesagt manchmal schütteln, weil er so ein eiskalter Typ ist, aber Mona Kasten lässt seine Fassade so meisterhaft bröckeln. Ruby ist für ihn wie ein Anker, den er nie gesucht hat, aber so dringend braucht. Sie ist so unfassbar stark und ehrlich, dass sie ihn zwingt, sich selbst zu hinterfragen. Man leidet in jeder Sekunde mit ihnen mit, besonders wenn ihre eigenen Dämonen und die Erwartungen ihrer Familien sie wieder auseinanderreißen wollen.
Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann höchstens, dass mein Herz nach diesem Ende mal wieder in tausend Teile zersprungen ist, aber das gehört bei dieser Reihe ja irgendwie dazu. Manchmal macht mich James’ Sturheit wahnsinnig, aber genau das macht ihn eben auch so menschlich.
Für mich ist Save Me ein absolutes Lebenshighlight und ein Must-Read für jede Romance-Maus da draußen, die auf Enemies-to-Lovers und diese ganz besondere Elite-Internat-Atmosphäre steht. Egal ob ihr die Serie schon kennt oder nicht, das Buch gibt euch nochmal eine ganz andere Tiefe. Es ist eine Geschichte zum Verlieren, zum Träumen und zum unendlich oft Wiederlesen.
- J. R. R. Tolkien
Der kleine Hobbit
(4.758)Aktuelle Rezension von: Noemi_SievertIch habe das Buch meinem Sohn vorgelesen. War echt ein Abenteuer. Ich empfehle es gerne weiter.
Lasst den Soundtrack des Filmes im Hintergrund laufen, dies gibt einfach eine schöne Stimmung.
Einer unserer Lieblings Charakter ist Bombur ! Spoiler: Schade das es mit dem Zwergenkönig kein gutes Ende nahm.
- John Green
Das Schicksal ist ein mieser Verräter
(12.816)Aktuelle Rezension von: Trishen77"Eigentlich ist fast alles eine Nebenwirkung des Sterbens."
Ich bin bereits seit Eine wie Alaska ein großer Fan des amerikanischen Autors John Green und seiner Jugendromane, die oft die Feinheiten dieses Genres und einzigartigen Thematiken verknüpfen. Ich weiß nicht, was es genau ist, das seine Bücher so ehrlich und doch so gut erzählt erscheinen lässt, aber in seinen Büchern fühle ich wohl, wie es mir sonst nur bei Autoren wie John Irving, Jorge Luis Borges oder den Gedichten Rilkes passiert. Was ihn jetzt nicht mit einer dieser Autoren konkret in Verbindung setzten soll, aber es ist da eine unkomplizierte Präsens in seinen Geschichten, Personen, seiner ganzen Sprache, die der Erfahrung des Lesens ein wenig das Glasscheibenhafte, das Hindernis nimmt, was manchmal zwischen Leser und Lektüre steht.
Gleich vorweg: "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" ist ein wirklich tolles Buch. Es ist vollkommen unprätentiös, es wirkt auf dem Leser, ist ein wunderbar unüberladenes Erlebnis. Es erreicht uns im Kleinen und es erreicht uns im Großen, ist eines dieser Bücher, an dem wir nicht vorübergehen können, sondern kurz innehalten, vielleicht nicht einmal genau wissen warum wir innehalten, aber eins ist klar: das Innehalten genügt als Grund, die Rührung genügt als Schleife auf dem Moment, das Buch, gelesen, in der Hand, genügt als vollendeter Ruf an das Leben in uns allen.
"-und sofort bekam ich Angst, dass die Leute über mich, wenn ich starb, auch nichts anderes zu sagen hätten, außer das ich tapfer gekämpft hätte, als wäre das einzige, was ich je getan hatte, Krebs zu haben."
Und um Leben geht es in diesem Buch, viel mehr, als in vielen anderen Büchern, in denen die Menschen tatsächlich die ganze Zeit einfach nur leben.
Hazel Grace ist 16 und kann nur noch durch zugeführten Sauerstoff aus einer Flasche überleben, die sie mit sich herumtragen muss; Krebs in der Schilddrüse, Metastasen in der Lunge - unheilbar, nur noch aufhaltbar. Gelegentlich geht sie einmal in der Woche zu einer Art Gruppentherapie in einer Kirche für krebskranke Kinder. Dort trifft sie eines Tages einen Jungen, der selber mal an Krebs erkrankt war, jetzt aber gesund ist. Und es scheint, dass er sich auffällig für Hazel interessiert...
Es ist natürlich letztlich unbeschreiblich, wie nah einem ein Buch nach der Lektüre steht. Also nicht nur, wie nah es einem geht, sondern wie sehr man darin, abseits vom Thema, Spuren einer lebendigen Wirklichkeit und Wesenhaftigkeit spürt - oder, altmodisch gesagt: Dass es ist, als wären die Romanfiguren Teilnehmer an einem Spiel, das auch wir spielen, wenn wir das Buch wieder geschlossen haben. Solche Bücher erreichen uns mit ihrem Thema stärker als andere, nicht weil sie Illusionen fabrizieren oder unterstützen, sondern weil sie offenbaren, was gültig ist in allem, egal ob Realität oder Fiktion. Eins davon ist sicherlich die Liebe und dieser Roman zeigt auch noch einige mehr.
"Jedenfalls sind die wahren Helden nicht die Leute, die Sachen tun; die wahren Helden sind die, die Dinge BEMERKEN, die AUFMERKSAM sind."
Im Grunde ist die Geschichte eine Liebesgeschichte – und dass sie viel, viel mehr ist, lässt diesen letzten Punkt trotzdem nicht in Vergessenheit geraten. Von den Szenen, durch die diese Buch sich bewegt, haben mich viele berührt, viele habe ich mit Spannung und Aufmerksamkeit verfolgt, viele sind mir als sehr gut geschilderte Gesten im Gedächtnis geblieben, die Kleinigkeiten eines Buches eben, die seine Lektüre zu einem riesengroßen Raum machen, den man nach der Lektüre nicht sofort verlassen kann, weil man ihn noch eine ganze Weile durchwandern muss. Übergreifend (Achtung SPOILER) hat mich aber letztendlich die Szene berührt, in der das Motto, die Essenz dieses Buches in aller Deutlichkeit hervortritt, wie sonst nur in einem Film , der einen sehr ähnlichen Namen und eine ähnliche Botschaft trägt. Die Szene in der Gus zu ihr sagt und man weiß, dass es das ganze Buch einfängt und letztendlich in diesem Satz der Punkt hinter die Aussage gesetzt wird, wodurch sie vollkommen ist:
"Das Leben ist schön, Hazel Grace."
Ein Moment zum Heulen. Aber auch ein Moment um John Green zu danken. Weil er ein großartiges Buch geschrieben hat. Denn damit ist natürlich nicht alles gesagt - aber das Wichtigste.
Nachtrag: Es grenzt vielleicht schon an Blasphemie, wenn ich mir erlaube hier zwei Bücher anzuhängen, die keineswegs genau wie dieses Buch sind, ja noch nicht mal mit derselben Grundthematik arbeiten, aber denjenigen gefallen könnten, die auch dieses Buch gut fanden, und vielleicht stelle ich sie auch nur hier noch hinten an, weil sie mir ebenfalls sehr am Herzen liegen:
Das also ist mein Leben
Die Nackten
Auch sehr zu empfehlen ist natürlich "Eine wie Alaska", Greens Debüt, ähnlich einzigartig wie dieser Roman. - Victoria Aveyard
Die rote Königin
(2.769)Aktuelle Rezension von: AleydaDas Werk „Die rote Königin“ von Victoria Aveyard hatte für mich insgesamt einen netten Unterhaltungswert. Die Story ist gut durchdacht, allerdings fehlte es den Figuren meiner Meinung nach etwas an Tiefgang. Auch der Plot-Twist war für mich teilweise vorhersehbar – nicht unbedingt in seiner genauen Ausführung, aber die Richtung ließ sich schon erahnen.
Was mir außerdem gefehlt hat, war der Funke zwischen den Protagonisten. Für mich wirkte das Ganze ein bisschen wie die Light-Version einer Carbonara – nicht schlecht, aber wenn man einmal das „Original“ hatte, fällt es schwer, sich damit zufriedenzugeben 😅
Positiv hervorheben möchte ich, dass die Geschichte ohne viel „Spice“ auskommt und der Schreibstil insgesamt angenehm und spannend ist.Insgesamt vergebe ich drei von fünf Sternen. ⭐️⭐️⭐️
- Sarah J. Maas
Das Reich der Sieben Höfe – Flammen und Finsternis
(2.639)Aktuelle Rezension von: Popis0904Der zweite Band hat mich noch einmal deutlich mehr in seinen Bann gezogen als der erste Teil. Die Geschichte entwickelt sich intensiv, emotional und gleichzeitig auch spannend weiter, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte.
Besonders beeindruckt hat mich, wie sehr man mit den Protagonisten mitfühlt. Ihre Gedanken, Zweifel und Hoffnungen wirken so greifbar, dass man automatisch mit ihnen leidet, hofft und mitfiebert. Gerade Feyres Entwicklung hat mich dabei besonders berührt.
Auch die bildhaften Beschreibungen haben mir wieder unglaublich gut gefallen. Sie schaffen es, eine ganz eigene Atmosphäre zu erzeugen, sodass man vollkommen in die Welt eintaucht und das Gefühl hat, selbst Teil der Geschichte zu sein.
Für mich ist dieser Band eine klare Steigerung zum Auftakt und hat mich emotional nochmal ein Stück mehr abgeholt als der erste.
- Leigh Bardugo
Das Lied der Krähen
(1.707)Aktuelle Rezension von: FriekeInhalt
In Ketterdam, der pulsierenden Handelsstadt mit Hafen, hat sich Kaz Brekker von einem niemand zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot mit Gewinn in Millionenhöhe erhält, weiß er zwei Dinge: Mit diesem Reichtum wird er endlich rächen, was ihm in der Vergangenheit angetan wurde und er ist unmöglich allein dazu in der Lage diesen Auftrag zu erfüllen.
Mit einer Gruppe, bestehend aus fünf weiteren Gefährten, macht sich Kaz auf den Weg in den Norden. Die sechs sind hochgefährlich und professionell, wie kein anderer, doch keiner spielt mit offenen Karten. So auch Kaz nicht...
Meinung
Leigh Bardugo schaffte mit "Das Lied der Krähen" eine herausragendes Werk, das die Grenzen des Dagewesenen überschreitet. Der Leser wird von der düsteren Atmosphäre gepackt und in die mystische Welt hineingezogen. Es ist kein Ort, an dem man gerne leben möchte, doch fühlt man sich dank des bildhaften, flüssigen Schreibstils der Autorin geradezu magisch angezogen.
Die Geschichte in "Das Lied der Krähen" beschäftig sich nicht, wie so viele Werke, mit einer geradezu epischen Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse. Vielmehr betont es die Zwischentöne und die Intrigen, die für das Überleben in einer von Leid gezeichneten Welt vonnöten sind. Sie behandelt die ganz unterschiedlichen Motive, die Menschen zu den härtesten Dingen im Kampf um das Überleben und dem Wunsch nach Rache treiben.
Die Geschichte beginnt in Ketterdam, seines Zeichens Handelsstadt und geprägt von falscher Moral und Verrat. In der Stadt regiert das Geld und Moral kann nur dann berücksichtig werden, wenn es dem Zweck dient noch mehr Geld einzunehmen. Ketterdam ist dunkel, eng und schmutzig. Genau hier, in den dunkelsten Ecken treffen wir auf die Protagonisten, eine Gruppe junger Menschen, die neben dem Gesetz steht und von dem brillianten und gerissenen Kaz Brekker angeführt wird.
Leigh Bardugos präziser, packender Schreibstil lässt Ketterdam real werden und aufleben, die Verdorbenheit und Finsternis, die abschreckend sein sollte, zieht den Leser in ihren Bann. Es wirkt dunkel, gefährlich und doch faszinierend. Die Handlung ist rasant und und actionreich, die Dialoge humorvoll und unterschwellig sarkastisch und die Wendung halten den Leser bis zum Ende gefesselt.
Durch die verschiedenen Perspektiven gelingt es zu jedem der Figuren eine Bindung aufzubauen, man fiebert mit, ist enttäuscht, versteht auch möglicherweise fragwürdige Entscheidungen. Diese Einblicke machen die Gruppendynamik deutlich vielschichtiger, da ein jedes Mitglied eigene Motive hat, die sich nicht mit denen der anderen decken.
Der Kern des Romans ist ein scheinbar unmöglicher Raubzug, bei dem jedes Mitglied seine individuellen Stärken bis zuletzt ausspielen muss. Doch gleichzeitig ist der Raubzug nur ein kleiner Teil einer groß angelegten Verschwörung, deren Ausbrechen der Leser selbst verfolgen kann, da ein jedes Mitglied erst nach und nach seine Karten auf den Tisch legt.
Doch nicht nur diese intellektuelle Ebene macht den Roman so anziehend. Keine der Figuren entspricht einer typischen Heldenfigur. Sie sind zerrissene Menschen mit einer düsteren, gewaltvollen Vergangenheit, tiefgehenden Narben und gefährlichen Geheimnissen. Bardugo gelingt die meisterhafte Verknüpfung dieser vielschichtigen Figuren in einer Welt, in der Moral kein Richtwert ist und die Methoden für den Überlebenskampf schon lange nicht mehr ehrenhaft sind.
Das alles lässt die Figuren verletzlich und auf fast schmerzliche Art nahbar erscheinen. Die Vielseitigkeit wird noch durch die nicht sehr normativen Beziehungen der Figuren zueinander betont. Die traumatischen Erfahrungen und seelischen Narben führen zu komplizierten Beziehungsgeflechten, bei dem auf kurze Sicht kein Happy End möglich ist, wenn keine seelische Heilung stattfindet. Doch das so etwas nicht von jetzt auf gleich geschehen kann, zeigt das Buch und wird dadurch - einmal mehr - zu einer realitätsnahen Geschichte, die Themen wie Vertrauen und Vergebung untersucht und meisterhaft in den Handlungsstrang zu integrieren versteht.
Fazit
"Das Lied der Krähen" ist kein Roman, das den Kampf zwischen Gut und Böse stilisiert, sondern eine Geschichte über Macht, Verrat, Vertrauen und der Suche nach Vergebung. Das Setting ist eine gnadenlose Welt, die die Figuren auf die ein oder andere Art und Weise seelisch verstümmelt und hart gemacht hat. Die Charakterentwicklung ist tiefgründig, wie in selten einem Buch das ich gelesen habe. Die Geschichte saugt dich ein und lässt dich erst wieder los, wenn du sie komplett gelesen hast, und selbst dann verbleibt es in den Gedanken. Ein absolutes Muss für Fans des Fantasygenres.
- Anna Todd
After love
(2.705)Aktuelle Rezension von: belli4charlotte„After Love“ ist für mich der bisher schwächste Teil der Reihe. Obwohl Anna Todd ihren gewohnt fesselnden Schreibstil beibehält und es durchaus Kapitel gab, die ich schnell verschlungen habe, wirkt dieser Band insgesamt deutlich langatmiger und mit unnötigem „Puffer-Material“ gefüllt. Die ständigen Wiederholungen – sowohl in den Streitereien als auch in den erotischen Szenen – lassen die Handlung oft auf der Stelle treten.
Die Beziehung zwischen Tessa und Hardin zeigt hier ihre destruktivste Seite. Beide verhalten sich widersprüchlich, egoistisch und emotional unausgeglichen, was zwar zur Dynamik der Reihe gehört, aber in diesem Band besonders ermüdend wirkt. Tessas Entscheidung, nach Seattle zu gehen, fand ich grundsätzlich stark – umso unverständlicher war ihr anschließendes Hin-und-Her, das die dringend nötige Beziehungspause ad absurdum führt. Auch Hardins Verhalten bleibt problematisch: Er erwartet Kompromisse, die er selbst nicht bereit ist einzugehen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist Tessas Vater, dessen Auftauchen zwar Potenzial gehabt hätte, aber durch den extremen Zufall und die oberflächliche Behandlung seiner Probleme eher konstruiert wirkt. Ähnlich verhält es sich mit dem großen Twist am Ende: überraschend, ja – aber nicht organisch eingebettet und ohne echten Einfluss auf die bisherige Handlung.
Was mich am meisten gestört hat, ist die zunehmende Überzeichnung der Figuren. Tessa wirkt stellenweise fast überperfekt, während sich gefühlt jeder Charakter um sie dreht. Gleichzeitig bleibt Hardin in seinen Mustern gefangen, ohne dass die Geschichte diese Dynamik wirklich hinterfragt. Das Vierecks-Drama setzt dem Ganzen die Krone auf und wirkt unnötig aufgebläht.
Trotz all dieser Kritikpunkte bleibt die Reihe fesselnd – Todd versteht es, Emotionen zu schüren und Cliffhanger zu setzen. Doch „After Love“ verliert sich zu sehr im Drama und zu wenig in echter Entwicklung. Für Fans der Reihe sicher lesbar, aber im direkten Vergleich zu den Vorgängern deutlich schwächer.
Fazit: solide Fortsetzung mit starken Momenten, aber zu viel Wiederholung und zu wenig Substanz. 3 von 5 Sternen.
- Hanya Yanagihara
Ein wenig Leben
(649)Aktuelle Rezension von: marie_d„Ein wenig Leben“ von Hanya Yanagihara hat mich beeindruckt und gleichzeitig irritiert. Ich bin der Geschichte und der Entwicklung der Figuren gerne gefolgt – ihre Beziehungen wirken authentisch, ihre Emotionen nachvollziehbar. Gerade die Dynamik zwischen den Charakteren hat mich lange beschäftigt, weil sie so fein und glaubwürdig erzählt ist.
Gleichzeitig ist das Buch schwer auszuhalten. Es zeigt Gewalt und Leid in einer Intensität, die manchmal fast zu viel wird. Ich hatte stellenweise das Gefühl, dass Schmerz und Trauma fast ästhetisiert werden. Deshalb fände ich eine Triggerwarnung sehr wichtig, um Leser*innen auf die Inhalte vorzubereiten.
Insgesamt halte ich „Ein wenig Leben“ für ein sehr gut geschriebenes Buch, das emotional viel auslöst und nachhallt. Trotzdem verstehe ich den extremen Hype nicht ganz – vielleicht, weil die Geschichte in ihrer Dramatik manchmal die leisen Zwischentöne überdeckt.
- Mona Kasten
Save You: Special Edition
(2.483)Aktuelle Rezension von: larareads_Nach diesem absolut grausamen Ende von Band eins setzt die Geschichte genau da an, wo unsere Welt stehen geblieben ist. Ruby ist am Boden zerstört und James hat eigentlich alles verloren, woran er geglaubt hat. Während er verzweifelt versucht, die Scherben seiner Existenz und vor allem die Beziehung zu Ruby irgendwie wieder zusammenzuflicken, kämpft sie darum, sich selbst zu schützen. Es ist ein unfassbar intensives Hin und Her zwischen Vergebung und dem Drang, den eigenen Stolz zu bewahren. James muss hier wirklich alles geben, um Ruby zu beweisen, dass er es wert ist, und dieser Weg ist alles andere als leicht oder kitschig.
Was ich an diesem zweiten Teil so unfassbar gelungen finde, ist, dass Ruby eben nicht sofort einknickt. Es ist so erfrischend und echt, wie sie mit ihrem Schmerz umgeht und James spüren lässt, dass man Vertrauen nicht einfach mit einer Entschuldigung zurückkauft. James wiederum hat mir so unendlich leid getan, man sieht in diesem Band einfach so deutlich die verletzte Seele hinter der arroganten Maske, die nie gelernt hat, mit Trauer oder Druck umzugehen. Toll sind für auch die neuen Perspektiven. Dass wir jetzt auch in die Köpfe von Ember und Lydia schauen dürfen, gibt der ganzen Maxton Hall Welt so viel mehr Tiefe. Embers eigene kleine Lovestory ist einfach nur Zucker und war genau der Lichtblick, den ich zwischen dem ganzen Drama gebraucht habe. Der Schreibstil ist dabei wie gewohnt ein einziger Traum, so leicht und trotzdem so voller Gefühl, dass man gar nicht merkt, wie die Seiten verfliegen.
Ein winziger Kritikpunkt ist vielleicht, dass James und Ruby sich manchmal im Kreis drehen, aber wenn man ehrlich ist, macht genau das die Reihe aus, dieses verzweifelte Suchen nach einem gemeinsamen Weg. Und dann dieses Ende. Ich hatte den Moment aus Band eins schon fast wieder verdrängt, aber wie das jetzt alles zusammenfällt und Rubys Welt ein zweites Mal erschüttert, ist einfach nur brutal.
Mein Fazit ist ganz klar, dass dieser Band ein absolutes Muss ist, wenn man Teil eins geliebt hat. Es ist ein Highlight für alle, die gerne mitleiden und diese ganz tiefe, ehrliche Charakterentwicklung feiern. Wer keine Lust auf oberflächlichen Spice hat, sondern echte Gefühle und eine Story mit Substanz sucht, wird hier glücklich.
- Matt Haig
Die Mitternachtsbibliothek
(1.646)Aktuelle Rezension von: Nora_BDie Mitternachtsbibliotek von Matt Haig wurde mir sehr oft empfohlen und daher hatte ich auch sehr hohe Erwartungen an diesen Bestseller.
Im Jenseits gibt es eine riesige Bibliothek - prall gefüllt mit Büchern, mit all jenen Leben, die du hättest führen können.
Als Nora sich entscheidet, ihr Leben zu beenden, findet sie sich in der Mitternachtsbibliothek wieder. Sie testet viele der Leben, die sie hätte Leben können. Es handelt vom Glück finden und von der Frage, wie glücklich man in einem Leben sein kann, das nicht das eigene ist.
Auch die Entscheidungen, die wir bereuen und rückblickend ändern würden, machen uns zu dem Menschen, der wir jetzt sind.Die Buchidee ist sehr originell und hat mir auch unfassbar gut gefallen. Die Traurigkeit der Protagonistin in ihren Leben und die Suche nach dem Glück konnte man nachvollziehen und man hat mit den nachfolgenden Leben immer mitgefiebert, ob es jetzt "das eine richtige" Leben ist.
Jedoch muss ich leider für mich feststellen, dass die Beschreibungen der vielen Leben sich sehr gezogen hat. Diese Länge hätte mich mitten drin auch fast zum Abbruch des Buches gebracht. Ich bin froh, dass ich das Buch beendet habe, weil mir der Ausgang der Geschichte wiederum gut gefallen hat.
- Jojo Moyes
Ein ganz neues Leben
(1.952)Aktuelle Rezension von: Katrin1Ich habe dieses Buch in einer Bücherecke gesehen und kannte nur die Autorin aufgrund des Films "Ein ganzes halbes Jahr" welcher mich tief berührt hat. Als ich feststellte, dass es sich bei Ein ganz neues Leben um die Fortsetzung handelte, konnte ich es kaum erwarten und ich wurde nicht enttäuscht. Ein wunderschönes Buch, eine gelungene Fortsetzung mit allen Gefühlen, die nach so einem Erlebnis dazugehören um zurück in ein ganz neues Leben zu finden.
- Pascal Mercier
Nachtzug nach Lissabon
(1.390)Aktuelle Rezension von: LuliaIm Zentrum der Handlung steht der introvertierte Altphilologe Raimund Gregorius dessen Alltag aus Ritualen, Büchern und seiner Tätigkeit als Lehrer besteht. Ein zufälliges Treffen mit einer geheimnisvollen Frau auf dem Weg zur Schule und ein portugiesisches Buch voller existenzieller Gedanken, die er zufällig in einer Buchhandlung entdeckt, reißen ihn aus dieser Ordnung heraus und er begibt sich auf die Spuren des Autors ebendieses Buches, was ihn nach Lissabon führt. Die Handlung liest sich wie eine Reise durch Lissabon mit seinen Stationen, die einzeln für sich eine weitere neue Facette sowohl des Autos Prado als auch Gregorius‘ freilegen. Hierbei wechseln sich Passagen mit Schilderungen Nahestehender Prados über ebendiesen, Passagen seines Buches und innerer Empfindungen und Gedanken Gregorius‘ ab. Die stille und langsame Handlung lebt vor allem von der Atmosphäre, den inneren Bewegungen und den Begegnungen.
Bei den Protagonisten stehen sowohl Gregorius als auch Prado klar im Mittelpunkt. Besonders hervorzuheben ist die Entwicklung, die die beiden im Verlauf des Buches vollziehen. Aber auch relevante Nebenprotagonisten erleben eine nachvollziehbare und schöne Entwicklung, die der Geschichte eine zusätzliche Facette und Tiefe verleiht. Wer stille und tiefgründige Romane mit philosophischem Tiefgang und existenziellen Fragestellungen mag, wird hier fündig.
Der Schreibstil ist philosophisch, klar und teils anspruchsvoll, was gut zur Handlung passt.
Minuspunkte: Das bereits erwähnte langsame Handlungstempo war an einigen Stellen sehr zäh und der philosophische Einschlag war mancherorts ein wenig zu anspruchsvoll.
Insgesamt kann ich das Buch empfehlen. - Josephine Angelini
Fates & Furies 1. Starcrossed
(4.645)Aktuelle Rezension von: LyjanaCover
*Bezogen auf das alte Cover (Oetinger Verlag)*
Dieses Cover entspricht dem typischen Stil der Jugendbücher von vor einigen Jahren, trifft meinem persönlichen Geschmack allerdings nur bedingt. Prinzipiell ist mir das Cover zu schlicht, zu langweilig und stellt eine zu geringe Verbindung zum Inhalt her.
Meine Meinung
Vor vielen Jahren als meine Liebe zu Büchern gerade im Begriff war mein ganzes Taschengeld zu verschlingen, habe ich eine andere Trilogie dieser Autorin gelesen und abgöttisch geliebt. Als ich also vor einigen Monaten in der Buchhandlung meines Vertrauens unterwegs war, sprang mir dieses Buch mit seinem hübschen Schuber ins Auge.
Leider musste ich ziemlich schnell feststellen, dass ich für diese Geschichte wohl nicht mehr die richtige Zielgruppe bin. Helen als unsere weibliche Protagonistin und diejenige aus deren Sicht wir den Großteil der Geschichte erleben war gar nicht mein Fall. Zunächst einmal stellt sie sich in vielen Dingen einfach unklug an. Als Beispiel: Es gibt einen Moment, in dem sie unbedingt herausfinden möchte, ob sie ihre Flugkünste ohne Hilfe einsetzen kann. Niemand der einigermaßen bei Trost ist, würde versuchen zu fliegen, wenn eine ganze Schule in der Nähe ist und gerade Sport im Freien betrieben wird. Natürlich wird sie dabei beobachtet und bringt sich selbst und andere mit ihrer Dummheit in Gefahr. Und leider gibt es viele solcher Momente, in denen ich vor diesem Buch saß und nur mit dem Kopf schütteln konnte, weil ich Helen nicht nachvollziehen konnte. Auch scheint sie unter unkontrollierbaren Stimmungsschwankungen zu leiden, stellt ihre Emotionen kaum bis gar nicht in Frage und läuft seelig von einer Gefahr in die nächste.
Auch ist Helen das Paradebeispiel einer Stereotyp-Protagonistin. Sie ist natürlich unfassbar hübsch, schüchtern und hatte noch nie einen Freund. Und weil das noch nicht reicht ist sie logischerweise beinahe unbesiegbar, wenn sie ihre ach so mächtigen Kräfte doch bloß richtig trainieren und anwenden würde. Uff.
Ihrer Beziehung zu Lukas konnte ich quasi gar nichts abgewinnen. Weder konnte ich das ewig Handhalten, das Aneinandergeklebe noch die künstlich hergestellte Anfeindung zu Beginn nachvollziehen. Lukas scheint ganz nett zu sein, aber die Verbindung der beiden wirkte viel zu erzwungen und gekünstelt. Es gab viel zu wenige echte intime Momente, zu wenig tiefsinnige Gespräche und im Grunde genommen keinerlei Gemeinsamkeiten von der Halbgötter-Sache mal abgesehen. Wie die beiden dazu kommen sich einander die Liebe zu schwören, ging gänzlich an mir vorbei. Auch ist es Ironie des Schicksals, dass Lukas im Grunde genommen keinerlei schlechte Eigenschaften hat, er ist so perfekt, dass ich seine Perfektion einfach anzweifeln muss.
Die Autorin schmeißt in diesem Buch mit einer Information nach der nächsten um sich. Es gibt keinerlei Tiefgang, die wichtigen Momente werden nicht ansatzweise genügend ausgekostet, es fehlt an Fingerspitzengefühl das Geschriebene lebendig zu gestalten und daran, alles in eine in sich logische und georderte Reihenfolge zu bringen. Offenbar wurden hier viel zu viele halbgare Ideen zusammengeworfen, der rote Faden fehlt und insgesamt hätte ich mir weniger Elemente und dafür wesentlich mehr Fokus gewünscht. Zudem gibt es mindestens ein Dutzend Dinge, die für mich keinen Sinn machen. Ich habs oben ja bereits erwähnt, aber eine von Helens Fähigkeiten ist das Fliegen. Warum das so ist, weiß wohl nur die Autorin selbst - denn von allen Fähigkeiten, die man seinen Charakteren geben könnte, erklärt sich mir überhaupt nicht, warum es denn das Fliegen sein musste. Denn für diejenigen von euch, die es nicht wissen, diese Geschichte spielt auf einer Insel. Niemand kann mir erzählen, dass eine fliegende Person nicht irgendwem auffallen würde. Auch, dass nach und nach andere Personen aus Helens Umkreis eingeweiht werden, nur ihr Vater nicht, weil es zu gefährlich sei, ruft ein riesiges Fragezeichen auf meiner Stirn hervor. Viele Dinge machen so keinen Sinn.
So fehlt es leider massiv an Spannung, daran mich fesseln zu können und in den Bann ziehen zu können. Alles passiert zwar Schlag auf Schlag, aber die Momente werden überhaupt nicht ausgekostet. Die Emotionen kommen gar nicht bei mir an und ich habe den starken Verdacht, dass das Abarbeiten des Plots wichtiger war als die Dimensionalität des Buches an sich.
Fazit
Letztlich kann ich diesem Buch nur sehr wenige positive Dinge abgewinnen. Vermutlich bin ich schon lange nicht mehr die richtige Zielgruppe für dieses Buch, trotzdem bin ich massiv enttäusch worden, wie oberflächlich und konfus die Autorin sich von Seite zu Seite hangelt.
Von mir gibt es 2 von 5 Sternen.
- Mona Kasten
Save Us: Special Edition
(2.065)Aktuelle Rezension von: larareads_Ruby steht vor den Trümmern ihres großen Traums, weil sie vom College suspendiert wurde, und alles sieht danach aus, als hätte James sie verraten. Es ist so herzzerreißend, weil man genau wie Ruby hofft und bangt, dass der James, den wir lieben gelernt haben, so etwas niemals tun würde. Während Ruby um ihre Zukunft in Oxford kämpft, droht James endgültig unter dem massiven Druck seines Vaters und dem Erbe der Beauforts zu zerbrechen. Es ist die ultimative Frage: Reicht ihre Liebe wirklich aus, um diese zwei so unterschiedlichen Welten zu vereinen, oder ziehen die Abgründe ihrer Herkunft sie am Ende doch in die Tiefe?
Was ich an diesem Abschluss so unfassbar genossen habe, ist, dass es sich angefühlt hat, als würde man alte Freunde wiedertreffen. Mona Kasten hat es geschafft, dass sich Maxton Hall wie ein Zuhause anfühlt. Besonders toll fand ich, dass auch die Nebencharaktere wieder so viel Raum bekommen haben. Die ganze Clique ist mir so ans Herz gewachsen und ihre Entwicklungen machen das Buch erst so richtig rund. Die Chemie zwischen Ruby und James ist hier auf einem ganz neuen Level von Vertrauen und Intensität, ohne dass es ständig unnötiges, künstliches Drama braucht. Es geht einfach um echte, tiefe Emotionen und den Mut, für das eigene Glück zu kämpfen.
Ein kleiner Wermutstropfen war für mich nur, dass es eben der letzte Band ist, ich wollte James und Ruby einfach nicht gehen lassen. Aber das Ende führt alles so wunderschön und stimmig zusammen, dass man das Buch mit einem Lächeln und einer kleinen Träne im Auge schließt.
Mein Fazit: Ein absolut toller Abschluss und ein riesiges Highlight! Wer die Reihe liebt, wird dieses Buch vergöttern. Es ist ein emotionales Kraftpaket und ein absolutes Must-Read für jeden Romance-Fan. Ich bin jetzt offiziell bereit für die neue Staffel, auch wenn mein Herz Maxton Hall jetzt schon schrecklich vermisst.
- Laura Kneidl
Berühre mich. Nicht.: Special Edition
(2.327)Aktuelle Rezension von: Vivien_tsSage flüchtet aus ihrer Heimatstadt, um ihr Trauma zu überwinden. Doch dieses begleitet sie nach wie vor auf Schritt und Tritt bis sie auf Luca trifft.
Ich habe vor wenigen Wochen schon ein Buch von Laura Kneidl gelesen, das mir nicht gefallen hat, wollte ihr aber nochmal eine Chance geben, da ihre Bücher ja doch sehr beliebt sind. Aber auch dieses war einfach nichts für mich.
Schon als ich herausgefunden habe, dass Sage panische Angst vor Männern hat, war ich etwas verwirrt. Natürlich will ich auf keinen Fall behaupten, dass es sowas nicht in der Realität gibt. Jedoch empfand ich es in diesem Buch eher als unrealistisch. Auf der einen Seite hat sie so Angst, dass ihr irgendwas passiert. Auf der anderen Seite lebt sie jedoch allein in einem Auto und weigert sich auch jegliche Hilfe anzunehmen. Für mich ist der eigene Schmerz und Kummer noch lange kein Grund seine Mitmenschen schlecht zu behandeln und das ist genau, was Sage getan hat. Ihre Freunde tun so viel für sie, doch sie gibt nichts zurück, entschuldigt sich nichtmal für ihre Ausbrüche. Natürlich kann sie selbst nichts für ihre Panikattacken, jedoch finde ich es falsch, dass ihre Mitmenschen denken müssen, dass diese Schuld wären, nur weil sie es nicht aufklärt. Dann ist da Luca, der perfekte Mensch und Freund, dem Sage aber leider auch so gut wie nichts entgegenbringt. Ganz auf einmal hat Sage auch keine Angst mehr vor Männern, was ich auch sehr unrealistisch finde, vor allem weil dies am Anfang des Buchs ja doch sehr präzise beschrieben wurde. Allgemein ging es auch nur darum, was auch der Grund dafür ist, dass man am Ende des Buches genauso viel über Sage und ihre Vergangenheit weiß wie zu Beginn.
Das Ende hat für mich leider alles noch schlimmer gemacht. Sages Verhalten gegenüber Luca mal wieder komplett unbegründet. Vielleicht hätte sie auch weniger Angst, wenn sie mal etwas dagegen unternehmen würde gegen ihr Problem.
Trotz allem empfand ich die behandelten Themen als sehr wichtig. Hier wird das Thema eines Traumas tiefer aufgegriffen, was bestimmt für viele andere Leser sehr interessant sein kann. Nur leider nichts für mich. - Jay Asher
Tote Mädchen lügen nicht
(5.012)Aktuelle Rezension von: Julia92Inhalt: Als Clay aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. 13 Gründe haben zu ihrem Selbstmord geführt. 13 Personen hatten ihren Anteil daran. Clay ist einer davon …
Meinung: Es fällt mir nicht leicht, eine Bewertung zu diesem Buch abzugeben, da es sich um ein hochsensibles Thema handelt und Suizid nie die Lösung sein sollte. Hannah Baker ist eine Jugendliche, die sehr mit sich selbst zu kämpfen hat und am Ende nur noch diese Option sieht. Mit der gesamten Story hatte ich so meine Probleme.
Der Schreibstil ist weder anspruchsvoll noch besitzt er Wiedererkennungswert. Vermutlich ist das gewollt, um die Jugendlichen möglichst wahrheitsgetreu darzustellen. Erzählt wird das Buch aus zwei Perspektiven – Hannah und Clay – in der ersten Person.
Mit Hannah hatte ich so meine Probleme. Sie kam mir sehr unnahbar vor, ich fand keinen Draht, konnte nicht mal Mitgefühl entwickeln. Ihre Persönlichkeit war einfach nicht tiefgründig genug. Relativ kühl und beinahe herablassend zählt sie die Dinge auf, die andere Schüler ihr angetan haben und stellt Leute an den Pranger, die teilweise nicht mal vorsätzlich gehandelt haben. Das machte sie für mich sehr unsympathisch.
Jeder Mensch reagiert anders auf sein Umfeld und es gibt leider zu viele Opfer von Mobbingattacken und Schlimmerem. In Hannahs Fall einen Klaps auf den Po zu bekommen oder als „Mitfahrgelegenheit“ betitelt zu werden, spiegelt nicht mal ansatzweise die wahren Probleme der Gesellschaft wider. Das Buch sollte vermutlich Augen öffnen. Doch ich bin hier zwiegespalten. Die Message sollte doch sein, Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen und darüber nachzudenken, wozu Mobbing führen kann. Doch Hannah macht es ihren Mitmenschen nicht leicht. Sie stößt sie von sich weg, wird Zeugin einer Vergewaltigung und sieht dennoch sich selbst als Opfer. Sie verlangt permanent von allen anderen, sich in sie hineinzuversetzen, ist aber nicht eine Sekunde bereit, dasselbe zu tun.
Als sie am Ende auch noch den Vertrauenslehrer die Mitschuld an ihrem Selbstmord gibt, konnte ich beim Lesen nur noch den Kopf schütteln. Sie ist verzweifelt. Sie will Hilfe. Das behauptet sie zumindest. Doch sie lässt sich nicht helfen und läuft stattdessen davon. Ihr Lehrer bittet sie mehrere Male, zu bleiben, doch sie ignoriert dies. Ihm dann noch vorzuwerfen, nicht hartnäckig genug gewesen zu sein, ist nicht fair von ihr.
Hier war mir einfach die komplette Handlung zu gestellt. Der Autor reihte ein Ereignis um das andere und zeichnete Hannahs Persönlichkeit sehr übertrieben – meiner Meinung nach.
Das Buch war flüssig zu lesen. Immer wieder hoffte ich auf den Punkt, der das Fass zum Überlaufen brachte. Doch er kam nicht. Psychologische Hilfe wäre hier für die Protagonistin wertvoll gewesen. Stattdessen anderen die Schuld an allem zu geben, ist keine gute Message. Schade fand ich auch, dass nicht auf die Gefühlswelt der Mitschüler und der Lehrer eingegangen worden ist. Mich hätte sehr interessiert, wie sie mit dem Verlust umgehen. Auch Hannahs Eltern kommen nicht zu Wort. Die gesamte Story bezieht sich rein auf Hannahs Erlebnisse in ihrer Bubble. Das war mir etwas zu einseitig. Es fehlte an Abwechslung, an „Leben“. Clay war mir leider auch nicht sonderlich sympathisch.
Ich vergebe 2 von 5 Sternen, da das Buch ein wichtiges Thema anspricht, jedoch in der Umsetzung meiner Meinung nach nicht gelungen ist.























