Bücher mit dem Tag "lebensbeichte"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "lebensbeichte" gekennzeichnet haben.

36 Bücher

  1. Cover des Buches Still Missing – Kein Entkommen (ISBN: 9783596512447)
    Chevy Stevens

    Still Missing – Kein Entkommen

     (773)
    Aktuelle Rezension von: angi93

    Ich fand das Buch an sich interessant, allerdings hat mir das Ende leider gar nicht gefallen.

  2. Cover des Buches Die Beichte einer Nacht (ISBN: 9783257071429)
    Marianne Philips

    Die Beichte einer Nacht

     (99)
    Aktuelle Rezension von: JanaP

    Ich habe mich sehr auf dieses Buch  gefreut, doch als es dann da war lag es ewig lang am Stapel meiner ungelesenen Bücher. Nach langer zeit habe ich mich dann ran getraut und siehe da es hat mich gleich reingerissen und war sehr überrascht. Ich finde als aller ersten Punkt was für mich der wichtigste ist, der Schreibstil, Schriftgröße und alles in der Art war wirklich gut, man kann es recht flott lesen. Zu den Charakteren muss ich sagen war ich wirklich sehr erstaunt, man kann sich wie ich finde extrem gut in die einzelnen Charaktere rein versetzten. Normalerweise bin ich nicht der größte fan von Romanen aber diesen Roman kann und werde ich nur weiter empfehlen. Vielen Dank nochmal im Nachhinein für das Buch, ich hatte sehr viel Freude es zu lesen. Meine Mutter ist gerade auch dabei das Buch zu lesen, falls sie mir eine Rückmeldung gibt werde ich sie hier aktualisieren:)

  3. Cover des Buches Das Geheimnis der Queenie Hennessy (ISBN: 9783596030699)
    Rachel Joyce

    Das Geheimnis der Queenie Hennessy

     (142)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87

    Da mir "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" sehr gut gefallen hat, lag es auf der Hand, auch den Nachfolger rund um Queenie Hennessy zu lesen. Ich finde, dass es sich um einen gelungenen Nachfolger handelt. Der lange Titel, wie es ja in den letzten Jahren Mode geworden zu sein scheint, hatte mich ehe etwas "Seichteres" vermuten lassen, aber ich fand das Buch doch tiefsinniger und viel besser als erwartet. Einige Themen wie unerfüllte Kinderwünsche oder Tod, die die Protagonisten beschäftigen und belasten, hatte ich in einem solchen Buch gar nicht unbedingt vermutet, war aber dann positiv überrascht, dass die Autorin sie eingebaut und auf ihre Art und Weise verarbeitet hat. Die Figuren sind dadurch sehr viel greifbarer geworden und nicht nur so oberflächlich charakterisiert worden. 

  4. Cover des Buches Das Jahr, in dem ich zwanzig wurde (ISBN: 9783458359937)
    Jan Ellison

    Das Jahr, in dem ich zwanzig wurde

     (30)
    Aktuelle Rezension von: bookwormceli

    Annie Black lebt gemeinsam mit ihrem Mann in San Francisco. Eigentlich führt sie ein schönes Leben und hat auch einen tollen eigenen Laden. Eines Tages jedoch taucht ein Foto von ihr auf, dass vor über 20 Jahren aufgenommen wurde und nun muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen. 


    Die Geschichte klang laut Klappentext sehr vielversprechend, aber mich persönlich konnte sie leider nicht überzeugen. Ich habe mir sehr schwer getan in das Buch hineinzufinden und fand die Geschichte leider auch nicht spannend. 


    Die Protagonisten konnte man meiner Meinung nach nicht soo gut kennenlernen und daher hat man auch keine so gute Bindung zu ihnen aufbauen können. Die einzige, die man näher kennengelernt hat, war Annie, nur leider war sie mir eher nicht so sympathisch. 


    Während des Lesens haben sich mir viele Fragen aufgetan, wovon viele bis zum Ende hin leider nicht geklärt wurden. Ich habe auf eine Wendung gewartet, die leider nicht gekommen ist. Trotzdem muss ich sagen, dass ich das Ende dann doch ein wenig besser gefunden habe, als den Rest der Geschichte.

  5. Cover des Buches Tanz, Püppchen, tanz (ISBN: 9783442465361)
    Joy Fielding

    Tanz, Püppchen, tanz

     (313)
    Aktuelle Rezension von: Karin_Kirchbichler

    Wie kann man einfach einen Mann mitten im Hotel erschießen? 

    Da ist Mann Anwältin und bekommt vom Ex Mann den Anruf, dass die Mutter fest genommen  wurde,wegen Mordes.

    Seit Jahren kein Kontakt zur Mutter,in einen anderen Statt ausgewandert ,möchte eigentlich mit der vergangen nichts mehr zu tun haben. Wenn die eigene Mutter im Knast sitzt,springt man doch unter seinen Schatten. 

    Mutter möchte der Tochter und auch den ex Schwiegersohn nicht sagen,warum sie einfach so einen Mann erschossen hat, den Sie angeblich nicht kennt. Klar das die Tochter trotz der nicht schönen Vergangenheit auf Suche geht. Irgendwas muss dahinter stecken. Dann kommt auf einmal ein Mann ins Spiel wo über 20 Jahre tot ist, besser gesagt dessen Name.

    Wer ist den wirklich der tote ,da es zu ihm zwei Namen gibt. Warum hatte er Operationen das er jünger aussieht? Was hat die Frau des Toten mit der Mutter zu tun?

    Ich wäre nicht darauf gekommen, das der Tote ausgerechnet der ex Mann von der Taterin ist, die Frau des Toten die Tochter der Täterrin. 

    Für die jüngere Tochter ,die Anwältin ist es ein Schock zu erfahren was in ihrer Kindheit mit der Mutter passiert ist, warum die so von ihr abgestoßen wurde.


    Ich fand das Buch bis zum Ende gut. Es war mit Spannung. Diese Frage,warum man einfach einen angeblich fremden Mann erschießt. Da muss es doch ein Hintergrund geben und den gab es. 

    Ich kann euch nur raten, dieses Buch zu lesen. Ich fand es gut. Leider hatte es sich bei mir aber hingezogen von Anfang bis Ende, da ich leider noch anderes zu tun hatte. Deshalb wird diese Bewertung etwas komisch.

  6. Cover des Buches Die Apothekerin (ISBN: 9783257238969)
    Ingrid Noll

    Die Apothekerin

     (452)
    Aktuelle Rezension von: BUCHWURM20

    Humorvoll erzählt die Protagonistin ihre Lebensgeschichte voller schlechter Männer und noch viel schlechteren Entscheidungen im Hinblick auf diese. Locker, luftiger Plot mir viel Einblick in die Wirren menschlicher Psyche. 

  7. Cover des Buches Winterjournal (ISBN: 9783499259500)
    Paul Auster

    Winterjournal

     (71)
    Aktuelle Rezension von: schokoloko29

    Hier geht es um den (fiktiven???) Autor Paul Auster. Der Autor zieht eine sogenannte Bianz von seinem Leben. Er schrieb es im Alter von 64 Jahren und er schaut zurück auf sein Leben. Seine Höhen und Tiefen. Seine Reisen durch die Welt. Die Umzüge, seine große Liebe Siri und die Scheidung von seiner ersten Frau. Was er in groben Zügen in Paris erlebt hat, aber auch was sein Körper an Schmerzen/ Narben / Naturkatastrophen erlebt hat. Seine ersten sexuellen Erlebnisse mit Frauen. Seine Krankheiten besonders auf Scheidewege, bei dem sein Körper rebelliert, aber nicht sein Kopf. Auch die Beziehungen zu seinen Eltern und deren Tod wird beschrieben.

    Es ist also und Rundumschlag von seinem Leben, was ihn zu dem gemacht hat, was er jetzt ist.

    Mir hat es unglaublich gut gefallen. Mich hat nicht so sehr die Person Paul Auster gereizt (ich hatte keine voyeuristischen Ambitionen), aber der Autor bringt sein Leben sehr authentisch und intensiv den Leser nahe. Das Buch hat mich sehr berührt und auch ich habe mich gefragt, was mich in meinem Leben mich sehr geprägt hat. 

    Alles in allem ein wunderbares Buch. Es ist mein zweites Buch von dem Autor und ganz bestimmt nicht das letzte!

  8. Cover des Buches Panikherz (ISBN: 9783462050660)
    Benjamin von Stuckrad-Barre

    Panikherz

     (107)
    Aktuelle Rezension von: Skip

    Der Schreibstil und der Autor polarisieren sicher. Mir persönlich gefällt es sehr gut. Die Worte und Sätze berauschen die Augen und den Kopf. Sehr eigen und sehr kurzweilig. 

  9. Cover des Buches Die Witwen (ISBN: 9783990270882)
    Dagmar Leupold

    Die Witwen

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Arietta

    Meine Meinung zum Buch und Autorin:



    Ich muss sagen es ist wirklich ein Abenteuerlicher Roman. Voller Witz, Charme, tiefgründiger Wahrheiten mit viel Humor. Er hat die Qualität einer sehr Guten Mosel Auslese mit Goldmedaille.


    Es geht um die vier Frauen beste Freundinnen von Kindesbeinen an, sie halten zusammen wie Pech und Schwefel, man kann sie wie ein Kleeblatt vergleichen. Sie leben an der Mosel in einem verträumten Ort der in der Moselschleife liegt.

    Penny, die seit ihrer Hochzeit mit Otto dort lebt und das Weingut und das Lokal mit ihrer Schwiegermutter führt. Die drei anderen Beatrice, Dodo und Laura sind ihr von Berlin dort hin gefolgt, und sich in ihren Berufen erfüllt fühlen. Aber eines fehlt dem Kleeblatt ein Mann, sie fühlen sich wie Witwen, obwohl das auf keine zutrifft. Bei Penny vielleicht, Otto ist von einer Geschäftsreise nicht zurückgekehrt. Sie sind eine lustige Gesellschaft für jeden Spaß und Blödsinn zu haben. Sie Planen in einer Weinseeligen Laune auf Reisen zu gehen, aber dafür muss ein Chauffeur her, die Wahl fällt auf Bendix, schwer einzuschätzen, ein Eigenbrötler mit Macken.

    Es wird wirklich eine Abenteuerliche Reise auf der man sie begleitet, bis zur Mündung der Mosel und weiter.

    Es gibt so manche Pannen, bei der größten wo der Wagen streikt, haben sie viel Zeit in sich zu gehen, So erzählt jeder von den Fünfen seine Lebensgeschichte. Ihre Erinnerungen sind Humorvoll, aber auch teilweise von tiefgründiger Traurigkeit überschattet. Ich musste oft schmunzeln über diese Gemeinschaft, ihre Reise die begleitet ist von Witz, Charme und Humor. Ihnen wurde so einiges klar auf dieser Reise, ohne genauen Plan wo sie eigentlich hingehen sollte


    Zur Autorin:

    Sie hat mit viel Einfühlungsvermögen, Witz, Charme, Humor und einem Augenzwinkern, eine sehr spannende Lektüre über das Leben und eine Planlose Abenteuerliche Reise geschrieben, man kam an so viele Orte, lernte neues kennen. Erfährt viel über ihre Protagonisten, ihr Seelenleben und ihre Liebenswerte Macken. Den Schreibstil fand ich sehr mitreißend, tiefgründig , Humorvoll und temporeich, es kam nie Langeweile auf. Ein Roman voller überraschender Wendungen über die Dinge des Lebens.


    Eine Lektüre die ich mit Begeisterung gelesen habe, sie ist wie ein guter Alter Wein, den man genießt.

  10. Cover des Buches Ausgebrannt (ISBN: 9783740708351)
    Sina Graßhof

    Ausgebrannt

     (29)
    Aktuelle Rezension von: JuliaHubs
    Das Cover gefällt mir nicht besonders, ist aber wohl typisch für die Autorin. Mich hat es erst ein wenig verwirrt, dass der Protagonist ein Mann ist, obwohl vorne eine Frau abgebildet ist. 

    Das Thema Depressionen und weitere psychische Erkrankungen, wie Ängste, werden in diesem Buch in Form eines Tagebuches aus der Sicht eines betroffenen, jungen Mannes beschrieben. 
    Es ist tiefgründig, interessant und der Protagonist sympatisch. Dass er sich über seine Fehler bewusst ist und zu ihnen steht, hat mich ihn in mein Herz schließen lassen. 
    Die Umsetzung des Themas in Form des Tagebuchs hat mir nicht gefallen. Es war häufig langweilig, wobei ein Leben mit Depressionen, ohne Alltag, mit wenigen Aufgaben nicht spannend sein kann. Trotzdem hätte man es anders gestalten können. 
    Die Gedanken des Protagonisten waren sehr lehrreich und interessant. 
    Im Ganzen bin ich froh das Buch gelesen zu haben, hätte es aber lieber über einen längeren Zeitraum (jeden Tag ein Tagebucheintrag) gelesen, da es mir sehr schwer fiel am Buch zu bleiben. 
  11. Cover des Buches Der Vogel ist ein Rabe (ISBN: 9783442541607)
    Benjamin Lebert

    Der Vogel ist ein Rabe

     (169)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Paul und Henry treffen sich zufällig auf einer Zugfahrt von München nach Berlin. Beide Anfang 20 sind sie im Prinzip vor etwas weggelaufen, das sich aber erst später gänzlich klärt. Paul hört eher Henrys Geschichte zu, die äußerst delikat ist. Was Freundschaft und Liebe anrichten können, wird in diesem, fast Monolog Henrys, sehr deutlich und ich war am Ende noch ziemlich geschockt...
    Ich war gefesselt von dem Buch und der Geschichte Henrys. Ich musste einfach weiter und weiter lesen. Ein wirklich gutes Buch von Benjamin Lebert. Wunderbar in unserem Umgangston und leicht geschrieben, bringt Benjamin Lebert auch das manchmal heikle Thema von Freundschaften und Liebe auf den Plan.
  12. Cover des Buches Der Nazi & der Friseur (ISBN: 9783423134415)
    Edgar Hilsenrath

    Der Nazi & der Friseur

     (158)
    Aktuelle Rezension von: dominona
    Ja, es ist Satire und nein, ich kenne nichts in der Art. Von der SS zum Judentum - hin und wieder zurück und die Reise ist grausam verrückt. Mit guter Schreibe wird es sogar glaubhaft. Wer die Wohlgesinnten gelesen hat, wird von diesem Buch nicht so sehr überrascht sein, denke ich, aber dennoch ist es ein mutiges und gutes Buch.
  13. Cover des Buches Ich habe sie geliebt (ISBN: 9783596509829)
    Anna Gavalda

    Ich habe sie geliebt

     (288)
    Aktuelle Rezension von: Eleonora

    Nachdem ich neulich von Anna Gavaldas Buch "Zusammen ist man weniger allein" so hin und weg gewesen war, wollte ich unbedingt ein weiteres von ihr lesen.

    Auch dieses mal konnte mich ihr Schreibstil wieder sofort mitnehmen. Es liest sich einfach locker und angenehm weg.

    Die Geschichte allerdings konnte mich nicht ganz abholen. Vielleicht lag es auch daran weil ich mich etwas schwer in die verlassene Mutter von zwei Kindern oder dem Schwiegervater, der seine Frau jahrelang betrogen hatte, hineinversetzen konnte.

    Dennoch war es interessant einmal die Sicht desjenigen , der jemanden betrogen hat, kennenzulernen. Pierre war hin und her gerissen gewesen zwischen der Sicherheit der Familie, des Jobs in der Firma seines Schwiegervaters, der Verantwortung und eben dem abenteuerlichen Prickeln mit der jungen Geliebten. Trotz der großen Liebe, die er offenbar zum ersten Mal mit Mathilde kennenlernen durfte, hatte er sich nicht getraut seine Ehefrau und Familie zu verlassen. Zu sehr hatte er den Schein wahren und der Ehefrau diesen Schmerz nicht antun wollen. Auch wenn er damals meinte richtig zu handeln, ist er irgendwie nie über Mathilde hinweggekommen. Ich weiß nicht inwiefern das seiner betrogenen Schwiegertochter Chloé dann weitergeholfen hat, denn die Geschichte handelte hauptsächlich um das Geständnis von Pierre. Mich ließ das Buch jedenfalls etwas deprimiert zurück.

     Auch wenn mich Anna Gavalda diesmal weniger fesseln konnte, werde ich auf jeden Fall noch ein weiteres von ihr lesen denke ich📚🙂

  14. Cover des Buches Der letzte Tag eines Verurteilten (ISBN: 9783257212341)
    Victor Hugo

    Der letzte Tag eines Verurteilten

     (87)
    Aktuelle Rezension von: buchjunkie

    90 Seiten, die es in sich haben , und sich wegen ihres Inhalts gar nicht so schnell lesen lassen.

    Aus der Einleitung: “Der letzte Tag eines Verurteilten“ ist nichts anderes als eine Schrift gegen die Todesstrafe.
    Der Autor schreibt nicht über einen besonderen Fall: sondern im Namen aller schuldig oder unschuldig Angeklagten tritt er vor alle Gerichtshöfe, vor alle Richter, vor alle Geschworenen der Welt.

    Nach der Einleitung von Victor Hugo werden die Gedanken eines zum Tode verurteilten jungen Mannes geschildert.
    Und das gelang Hugo so, dass die Worte durch und durch gehen.

    “Man vermehrte die Vorsichtsmassregeln, es gab kein Messer, keine Gabeln mehr für das Essen. Die Zwangsjacke, ein Sack aus Segeltuch umspannte meine Arme. Man war sehr besorgt um mein Leben.
    Ich hatte die Revisionschrift eingereicht. Man hatte sechs oder sieben lästige Wochen mit dieser lästigen Sache zu tun und musste mich doch gesund und heil bis auf den Greveplatz ( zur Hinrichtung) bringen.“

    Der Leser begleitet den Verurteilten bis zur Stunde seiner Hinrichtung.

    “Der Regen wird den ganzen Tag dauern, länger als ich.“

    Durch die hervorragende und intensive Art der Sprache spürt man beim Lesen die Beklemmung und die Verzweiflung.
    1829 erstmals erschienen hat dieses Plädoyer auch heute nichts an seiner Gültigkeit verloren!

    Victor Hugo war einfach ein begnadeter Schriftsteller, der soziale Missstände in seinen Roman zur Geltung brachte!
  15. Cover des Buches Ich, Antoine (ISBN: 9783423282710)
    Julie Estève

    Ich, Antoine

     (10)
    Aktuelle Rezension von: ulrikerabe

    Antoine Orsini lebt in einem Dorf auf Korsika. Zeit seines Lebens ist er Außenseiter, dem Spott und der Gehässigkeit seiner Mitmenschen ausgesetzt. Denn Antoine ist mental retardiert. So spricht Antoine lieber mit Bäumen und verbringt seine Zeit mit „seinem besten Freund“, einem Diktiergerät.

    Als Jugendlicher nimmt er eine Art Beschützerrolle für die 16-jährige Florence ein. Doch als diese eines Tages tot in Pinienwald gefunden wird, sieht man in Antoine sofort den Schuldigen und er kommt für Jahre ins Gefängnis.

    „Ich, Antoine“ ist ein sehr unangenehmer Roman, den die französische Schriftstellerin Julie Estève vorgelegt hat. Antoine ist eine Zumutung. Er ist ungepflegt, penetrant und vulgär. Mit Sicherheit kein liebenswerter tumber Tor, sondern ein handfestes Ekel. Diesen Protagonisten zu mögen ist kein leichtes Unterfangen.

    Die Geschichte beginnt mit Antoines Beerdigung. Das ganze Dorf hat sich versammelt, nicht aus Trauer oder Pietät.

    „Die Vögel und der Wind schweigen, während die Versammlung ihre geheuchelten Tränen vergießt. Endlich sind wir ihn los, denkt sie.“

    Danach erfolgt in verkürzter - passend zu Antoines kognitivem Defizit - und derber Sprache, Antoines Erzählung seiner Lebensgeschichte. Der unzuverlässige Erzähler hält sich nicht an einen Zeitrahmen, kommt vom heute ins gestern und wieder zurück, ganz wie es seine Gedankensprünge zulassen. 

    seiner Kürze ist das Buch immens eindrucksvoll. Was hier auf so wenigen Seiten erzählt wird: die mangelnde Inklusion, Alkoholismus, physische und sexuelle Gewalt. Dieses Buch ist quälend, abstoßend, ein einziger Schwall an Ungerechtigkeit und Trostlosigkeit. Ein Dorf der Chancenlosen, so rohe Menschen, dass es in der Geballtheit kaum auszuhalten geht. Wenn am Buchrücken von „ergreifender Menschlichkeit“ die Rede ist, dann geht es nicht um (Mit)Menschlichkeit. Julie Estève macht schonungslos das Versagen einer Gesellschaft und eine unschöne Realität sichtbar. Das ist es was dieses Buch ausmacht.

     

  16. Cover des Buches Geh nicht fort (ISBN: 9783832161309)
    Margaret Mazzantini

    Geh nicht fort

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Petra54

    Die 15-jährige Tochter des erfolgreichen Chirurgen Timoteo verunglückt mit ihrem Motorroller und verletzt sich schwer. Während der sechsstündigen Operation überdenkt er sein Leben.


    Timo ist mit einer schönen und selbstbewussten Frau verheiratet. Eines Tages vergewaltigt er eine Unbekannte. Nach der Tat ekelt er sich vor sich selbst und auch vor dieser mageren, primitiven und sehr hässlichen Frau. Er sucht sie erneut auf, um sich zu entschuldigen. Doch er fällt wiederholt grob über sie her, verschwindet und kommt zurück. Immer wieder – bis er merkt, dass er nicht von dieser Fremden lassen kann, dass er sich in sie verliebte.

    Diese dunkle Geschichte fesselte mich sofort und ließ mich bis zum Schluss zwischen Abscheu und Fassungslosigkeit auch FÜR Timo und seine Liebe hoffen und bangen.


    Elke Heidenreich sagt dazu: „Und wir wissen wieder, dass keine Wunden größer sind als die, die die Liebe reißt.“

  17. Cover des Buches Abendland (ISBN: 9783423137188)
    Michael Köhlmeier

    Abendland

     (72)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Inhalt:

    Carl-Jakob Candoris hat nur noch wenige Monate zu leben. In der ihm noch verbleibenden Zeit möchte er sein Leben erzählen. Es gibt nur einen, der es aufschreiben soll: der Sohn seines besten Freundes, dem bekannten Jazz-Gitarristen George Lukasser: Sebastian, der Schriftsteller ist. Dieser nimmt den Auftrag an. Im Laufe der Sitzungen, in denen Candoris Sebastian sein Leben erzählt, wird immer deutlicher, dass es sich auch um Sebastians Leben handelt.  Beide Familien sind sehr eng miteinander verbunden und tragen das eine oder andere Geheimnis mit sich. Eingebettet wird die Lebensgeschichte immer wieder in die gesellschaftlich, künstlerisch und politisch vorherrschenden Gedankenströme der damaligen Zeit. Dadurch wird das Buch nicht nur das philosophisch angehauchte Psychogramm zweier Familien und ihrer Mitglieder, sondern auch eines Jahrhunderts.

     

    Meine Meinung:

    Köhlmeiers Buch ist sicherlich ein Buch der harten Recherche. In den immer wieder einfließenden geschichtlichen Elementen wird dies sehr deutlich. So wird das Buch mehr als nur eine Lebensgeschichte. Allerdings fehlt der Geschichte dadurch auch der Zusammenhalt. Im ersten Teil des Buches wird dies noch nicht so deutlich. Aber im Laufe des 2. Teils rücken zunehmend jene gesellschaftlichen, politischen und geschichtlichen Einzelheiten in den Mittelpunkt, die für die jeweilige Zeit, in der wir uns befinden, bedeutsam sind und werden in das Leben der Akteure eingeflochten. Inhalte sind hier, wie ich finde, zu viele verschiedene Bereiche: die Hässlichkeit der Mathematikerin Emmy Noether, angeblich schwule Boxer, Seyß-Inquart und die Nürnberger Prozesse, Edith Stein, der Mathematiker Makoto Kurabashi, der Physiker Eberhand Hamentner (Die beiden letzt genannten sind fiktive Persönlichkeiten, die aber ebenfalls realen Bezug haben.) und nicht zu vergessen die Geschichte des Jazz. Im dritten Teil findet Köhlmeier eine gute Mischung zwischen diesen Elementen, sodass ich sagen kann, dass der erste Teil derjenige mit dem angepriesenen großen Lesesog ist. Der zweite Teil ist sehr interessant, aber der Lesesog ließ bei mir, aufgrund der Zerrissenheit der Erzählung nach und im dritten Teil dachte ich mitunter schon des Öfteren daran, endlich fertig zu werden. Dies lag aber sicherlich nicht nur am Aufbau des Buches, sondern auch an den 776 Seiten. Keine Frage Köhlmeier kann bewundernswert erzählen und mit seiner manchmal auch sehr direkten Sprache, den Leser einfangen, verzaubern und gleichzeitig aber auch schockieren und aufrütteln. Auch seine Fähigkeit, Menschen zu analysieren und in ihrer gedanklichen, emotionalen und psychischen Entwicklung darzustellen, ist großartig. Dennoch glaube ich, dass man der Geschichte durch straffere Erzählweise mehr Spannung und Griffigkeit hätte geben können und ihr so die unnötige Langatmigkeit hätte nehmen können.

    Zumal man nicht vergessen darf, dass die beiden Protagonisten Sebastian Lukasser und Carl Jacob Candoris ebenfalls eine umfassende Lebensgeschichte mitbringen. Sebastian hat gerade eine Prostata Operation hinter sich, an deren Nachwirkungen er immer noch sehr leidet. Zudem hat er eine gescheiterte Ehe und einen Sohn, den er schon seit vielen Jahren nicht mehr gesehen hat. Er selbst ist der Sohn des bekannten Jazz-Gitarristen, George Lukasser, der Selbstmord begannen hat. All dies wird auch noch in der Geschichte untergebracht.

     

    Fazit:

    Alles in allem muss man Hochachtung vor Köhlmeier haben, der so viele verschiedene Erzählelemente auch noch in eine sinnvolle Verbindung bringt. Aber dennoch weiß ich nicht so recht, was mir der Roman sagen will. Als reiner Roman oder Familiensaga ist er mir zu sachlich und mit zu vielen realen Fakten durchzogen. Als Geschichtsbuch ist er wiederum mit zu vielen fiktiven Elementen behaftet. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen und der Leser kann sich je nach Neigung, das aus dem Buch in den Vordergrund holen, was er im Mittelpunkt sehen möchte.

    Ich fand das Buch gut, aber nicht herausragend. Da es mein erster Köhlmeier war, kann ich leider keine Vergleiche dahin gehend ziehen, ob er sonst besser schreibt. Neugierig bin ich aber schon auf weitere Bücher von ihm geworden, zumal sein Repertoire so weit gefächert ist, wie dieser Roman.


  18. Cover des Buches Die Kreutzersonate (ISBN: 9783938484722)
    Leo Tolstoi

    Die Kreutzersonate

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Calypso49

    Die Geschichte bietet einen Einblick ins Russland im 19. Jahrhundert, die damalige Gesellschaft und ins Seelenleben des Hauptdarstellers. 

    Interessanter Aufbau des Werkes da man als Leser die Haupthandlung nicht direkt miterlebt, sondern nur durch eine Figur erzählt bekommt. Teilweise sind mir diese Erzählungen zu langatmig, aber aufgrund dessen auch wieder authentisch.

    Die sozialkritische Theorie von Tolstoi die im Mittelpunkt der Geschichte steht hat bei Erscheinen des Buches sicher für Aufruhr gesorgt. Das zeigt auch das Nachwort in dem er zwei Jahre nach Erscheinen des Werkes auf erhaltene Briefe eingeht indem er die von ihm vertretene Theorie nochmals ausführlicher darlegt.

    Das Buch ist eine gute Abwechslung zur Gegenwartsliteratur mit zum Nachdenken anregenden Inhalt.

  19. Cover des Buches Der Rumpf (ISBN: 9783453432963)
    Akif Pirinçci

    Der Rumpf

     (85)
    Aktuelle Rezension von: Peter_Waldbauer

    Pirinccis Leistung liegt zunächst einmal in der Idee: ein Mörder ohne Arme und Beine, ein Rumpf als Täter - darauf muss man als Krimiautor erst einmal kommen. Eine kreative Kernidee also, die so interessant ist, dass auch Nicht-Leser gereizt werden, das Buch zu kaufen. Einfach weil sie wissen wollen, wie so ein Mord funktioniert? Wie bringt ihn der Behinderte zustande?

    Die dann folgende Ausführungen, die manipulativen Maßnahmen des Ich-Erzählers um seinen Widersacher zu beseitigen, sind zugegebenermaßen etwas kindisch. Der spannende Plot macht diesen Mangel allerdings wieder wett.

    Die Auflösung zum Schluß ist eher enttäuschend. Unbefriedigend und auch unglaubwürdig, dass die intrigante Hauptperson die ganze Zeit über als Marionette mißbraucht worden sein soll. Man hätte sich mehr erhofft.

    Das Motiv Geld, die veruntreuten 180 Millionen – wohl eher der Wunschtraum des Autors, als der eines Behinderten in vergleichbarer Situation.

    „Der Rumpf“, der nächste Roman nach „Felidae“, hat mit seinem Vorgänger etwas wesentliches gemeinsam. Die intellektuell-überlegene, aber zugleich körperlich-unterlegene Position der Protagonisten. In „Felidae“ rebelliert der vorwitzige Francis gegen die Abhängigkeit von den „Dosenöffnern“, im „Rumpf“ schikaniert der an den Rollstuhl gefesselte Daniel das  Anstaltspersonal, auf das er angewiesen ist. In beiden Romanen wird in Serie gemordet. Waren es in „Felidae“ noch idealistische, sind es im „Rumpf“ nur noch finanzielle Gründe.

    Eine Anleihe hat Pirinnci auch gemacht. Die Eingangsszene im „Rumpf“ erinnert zu stark an Patrick Süßkinds Weltbestseller „Das Parfüm“: Ein Findelkind wird vor der Kirche ausgesetzt.

    „Der Rumpf“ ist auf jeden Fall ein lesenswertes Buch. Einfach, weil es unterhaltend ist und der Autor ein fabelhaftes Händchen für Dialoge hat.

     

  20. Cover des Buches Fünf Kopeken (ISBN: 9783442748785)
    Sarah Stricker

    Fünf Kopeken

     (51)
    Aktuelle Rezension von: SagMal
    Dieses Buch hat mich herausgefordert, traurig und wütend zugleich gemacht. Es hat mich stellenweise fassungslos den Kopf schütteln und, als sei das noch nicht genug, halb verzweifeln lassen. Es tat beim Lesen manchmal weh, war sprachlich so verworren, erzählerisch so langatmig, dass ich innerlich mit mir kämpfte, das Buch überhaupt weiterzulesen und nicht in die nächstbeste Ecke zu hauen. Und dennoch oder vor allem deswegen! Am Ende ergab alles einen Sinn, wurde zu einer runden Geschichte, die mich packte und schließlich sogar doch wahnsinnig faszinierte. „Wow! Was für eine Achterbahnfahrt der Gefühle“, war mein erster Gedanke nach dem finalen Satz des Romans, bevor sich die Frage anschloss, „Was war da eigentlich los?“ 

    Eine kurze Spurensuche:
    Sarah Strickers Debütroman „Fünf Kopeken“ ist keine leichte Kost und auch keine Liebesgeschichte im konventionellen Sinn. Ich verstehe das Ganze eher als Einladung, einmal darüber nachzudenken, was im Leben wirklich zählt und sich am Ende vielleicht selbst auf die Suche zu begeben, wer man ist und wer man überhaupt sein möchte. Gleichzeitig thematisiert der Roman „Kriegskind bzw. -enkel“ zu sein, welche Bürde das sein kann, und gibt ein Beispiel dafür, wie das Leben, trotz großer Pläne und tollster Verheißungen, am Ende doch ganz anders verläuft. Und überhaupt (jetzt greife ich ein wenig vor), was macht das eigentlich mit einem Kind, wenn die Eltern ihre Wünsche sowie Erwartungen bereits von Geburt an (oder sogar schon davor) dem Kind überstülpen, es nicht Kind sein lassen, es nicht um seiner Selbstwillen lieben können und ihm auch keinen Freiraum lassen, die eigene Identität zu entwickeln?

    Die Handlung und die Figuren:
    Erzählt wird der Roman aus der Ich-Perspektive von Anna. Sie wiederum gibt die Memoiren ihrer Mutter wieder, die, vom Krebs gezeichnet, ihrer Tochter auf dem Sterbebett ihre Lebensgeschichte gebeichtet hat. Die Mutter selbst erhält im Roman keinen Namen, wird immer nur „Mutter“ genannt und bleibt damit von Beginn an traurig-seltsam identitätslos. 

    In den ersten Kapiteln wird zunächst der familiäre Hintergrund der Mutter beleuchtet. Da ist zum einen der Patriarch der Familie, Oskar Schneider, der früher „mit wehenden Fahnen in den Krieg gezogen ist“ und nun ein erfolgreiches Modeunternehmen führt. Zum anderen Hilde Schneider, Mutter der Mutter, die als einzige ihrer Familie den Krieg überlebt hat, aber seitdem von der Angst regiert wird. Und die Mutter der Ich-Erzählerin selbst, „die zu hässlich war, um dumm zu sein“. So konnte sie bereits mit fünf Jahren lesen. „Vielleicht auch schon mit drei oder vier.“ Noch bevor sie richtig laufen konnte, sprach die Mutter vier Fremdsprachen fließend. „Fünf – verbessert der Großvater – und das ist Gesetz!“ Von Beginn an wird die Mutter wie eine Erwachsene behandelt. „Unschuld und Sorglosigkeit blieben Mutter dank Großvater fremd.“ In den ersten Jahren passte so kein Blatt zwischen die beiden, ihre Mutter lernte die Mutter wiederum schnell zu ignorieren. Auch Austausch mit anderen Nachkriegsgeborenen, andere Einflüsse gab es kaum. Der Kontakt zu Gleichaltrigen musste vermieden werden. So mästete Oskar Schneider „sein Ego an den Wundertaten meiner Mutter und je mehr es anschwoll, desto hungriger wurde er.“ An anderer Stelle folgt die Frage: „Gibt es eigentlich etwas, was das Kind nicht kann?“ – „Klar doch. Versagen“, ertönt es daraufhin fast höhnisch als Antwort. 

    Doch das dicke Ende kommt erst noch:
    Ich muss sagen, dass ich beim Lesen der ersten Kapitel glaubte, in einer bissigen Satire zu stecken, die einerseits tragisch, aber andererseits auch irgendwie komisch war. Ab Kapitel drei kippte der Ton dann jedoch und die Stimmung gleich mit. Es kam zu einem Bruch, genau an der Stelle, als Gefühle ins Spiel kamen und sich die Unfähigkeit der Mutter offenbarte, eben mit diesen umzugehen. „Sie war der Liebe unfähig und auch mit dem Hass tat sie sich schwer.“ Von beiden wurde sie dann förmlich überrollt. Und neben der Verwirrung, die nun im Roman einsetzte, und die für mich im Nachhinein sinnbildlich für das Chaos innerhalb der Mutter steht, breitete sich darüber auch noch ein Gefühlsteppich von unendlicher Traurigkeit aus. Ja, Annas Mutter tat mir spätestens hier wahnsinnig leid. Warum?

    Sie mag als Figur hochintelligent und als Heranwachsende noch so erfolgreich in allen Aufgaben zu sein, die ihr aufgetragen werden. Hinsichtlich der Ausbildung sozialer Fähigkeiten und Kompetenzen ist sie gnadenlos unterentwickelt. Und das rächt sich schließlich: Sie vernarrt sich eines Tages in Alex, einen Ukrainer, während sie mit Arno, der sie aufrichtig liebt, verbandelt ist. Die Mutter ist so verrückt nach Alex, der im selben Haus wie sie und Arno wohnt, dass sie irgendwann ihren ersten One-Night-Stand mit ihm auf einem Spielplatz in einem Rutschbahnhäuschen hat und auch danach die Finger nicht von ihm lassen kann. Völlig egal, wie sehr er sie zurückstößt, nicht beachtet und erniedrigt … Der Drang nach Liebe und Beachtung, der schon als Kind nicht gestillt wurde, scheint einfach zu groß zu sein und sich im Leben der Mutter nun förmlich Bahn zu brechen. Die Liebe hingegen, die bedingungslos zu bekommen ist, ist nichts wert, weil sie nicht erkämpft werden muss, oder doch? Wie fühlt sich eigentlich so eine obsessive Liebe an? Was macht sie mit einem Menschen und dessen Leben? Und mit den Menschen um ihn herum? Kann das alles gut gehen? Wer das herausfinden will und noch viel mehr, beispielsweise auch, was es mit dem Buchtitel auf sich hat, muss „Fünf Kopeken“ unbedingt selbst lesen. 
     
    Mein abschließendes Fazit:
    Dranbleiben lohnt sich! - … wie bereits zu Anfang erwähnt. Der Roman besticht für mich durch seine Tiefe und die fein herausgearbeiteten Figuren. Zwar fällt es schwer, diese beim Lesen zu mögen, doch ihre einander bedingende Geschichte berührt, zieht einen in ihren Bann und lässt einen nicht mehr los. Deshalb fünf Sterne und eine absolute Leseempfehlung meinerseits.
  21. Cover des Buches Sag's nicht weiter, Liebling (ISBN: 9783442489350)
    Sophie Kinsella

    Sag's nicht weiter, Liebling

     (807)
    Aktuelle Rezension von: Eva_G

    Emmas Leben läuft leider nicht so, wie sie es sich immer gewünscht hat. Nun wittert sie ihre Chance, als sie zu einem wichtigen Meeting fliegen darf. Doch alles läuft nicht nach Plan und ihr passiert ein großes Missgeschick, sie schüttet Panther Cola auf den Geschäftspartner, den sie von ihrem Produkt überzeugen muss. Auch der Rückflug hat Turbulenzen und Emma fürchtet um ihr Leben. Während ihrer großen Angst erzählt sie ihrem Sitznachbar im Flugzeug alle ihre Gehemnisse, denn sie wird ihn ja nie mehr wiedersehen. Doch dieser vermeindliche Fremde ist ihr oberster Chef, den sie noch nie gesehen hat. Dieser kennt nun alle ihre Geheimnisse und Emma würde am liebsten verschwinden....

    Sophie Kinsella versteht es, eine Handlung lustig und interessant zugleich zu gestalten. Die Geschichte ist kurzweilig und fesselt den Leser. Der Schreibstil ist flüssig und einfach zu lesen. Die Personen sind realistisch und handeln immer nachvollziehbar. 

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen und ich habe es am Stück durchgelesen, weil ich mich nicht losreißen konnte. Ich bin ein großer Fan von Sophie Kinsella und ich habe bisher jedes ihrer Bücher verschlungen.

  22. Cover des Buches Das erste Mal und immer wieder (ISBN: 9783896029591)
    Lisa Moos

    Das erste Mal und immer wieder

     (73)
    Aktuelle Rezension von: Liebes_Buch
    Es ist schwierig, dieses Buch mit Sternchen zu bewerten.
    Lisa wird als Kind vom Opa vergewaltigt. Obwohl eine Erwachsene einen Verdacht äussert, kümmet sich niemand weiter um das aus der Bahn geworfene Kind. Irgendwie rutscht sie vollkommen ab in die Verwahrlosung. Nicht nur, dass sie anfängt, als Prostituierte zu arbeiten, auch ihr privates Sexleben ist vollkommen wahllos. Richtige Beziehungen hält sie nicht lange aus, geht immer wieder zurück in die Prostitution. Wegen der expliziten Sexszenen wollte ich das Buch mehrfach abbrechen zu lesen, hab mich aber durchgequält, manchmal auch überblättert. Ich muss nicht lesen, wie Menschen Geld dafür bezahlen, in Scheisse zu baden und Urin zu trinken... Besonders schlimm war es auch zu hören, wie es den Kindern ergeht. Aber als Lisa in eine Nervenheilanstalt muss, fängt sie an, sich der Realität zu stellen. Das hat mich als Leser mit dieser Qual versöhnt. Mehrfach versucht Lisa den Ausstieg, der am Ende wohl auch gelingt. Durch Ablehnung aber auch durch seelische Probleme ist der Ausstieg trotz Ausbildung und Studium nicht einfach. Es ist schrecklich, was Prostitution aus Menschen macht.
    Durch die zahlreichen Sexszenen ist das Buch natürlich unangenehm zu lesen. Lange bleibt für Aussenstehende auch unverständlich, wie es sein kann, dass jemand mit Studium lieber anschaffen geht, statt zu arbeiten. Die seelischen Komponenten werden nur angedeutet.
    Bei diesem Buch liegt der Schwerpunkt der mehr auf Sex als auf Psychologie. Nochmal würde ich sowas nicht lesen wollen.
  23. Cover des Buches Jedermann (ISBN: 9783446251298)
    Philip Roth

    Jedermann

     (119)
    Aktuelle Rezension von: Rock-n-Roll
    Was von dem Buch \"Jedermann\" bleibt ist der einprägsame Satz: \"Das Alter ist kein Kampf; das Alter ist ein Massaker.\" Das Buch beschreibt das Leben eines namenlosen Mannes aus New York, der nach drei gescheiterten Beziehungen, drei Kindern und einigen körperlichen Gebrechen langsam aber sicher seinem Ende entgegensieht. Das Buch beginnt mit dem Tod: im noch relativ jungen Alter von 73 stirbt der Mann während einer Herzoperaration; als hätte er das Ende geahnt besucht er kurz vorher noch die Gräber seine Eltern auf dem Friedhof, auf den er selbst bald liegen wird und nimmt Abschied vom Leben. Roth schreibt nüchtern und unsentimental und hält dem Leser sehr deutlich vor Augen, dass der Mensch in Grunde nur ein Lebenwesen ist, das sich nach einer gewissen Zeit auf Erden verabschiedet und im besten Fall in der Erinnerung der eigenen Kindern weiterleben darf. Ein Buch das zum Nachdenken anregt und von depressiven Zeitgenossen eher gemieden werden sollte.
  24. Cover des Buches Sieh mich an (ISBN: 9783492314169)
    Mareike Krügel

    Sieh mich an

     (122)
    Aktuelle Rezension von: Petra54

    Bei dem Titelbild glaubte ich, es handle sich um ein Kinderbuch für Vorschulkinder. Doch der Roman wurde mir empfohlen, also öffnete ich die Leseprobe und war vom ersten Satz an begeistert vom lockeren Erzählstil der Autorin.


    Lebensecht berichtet sie von ihrem chaotischen Alltag mit ihren Kindern und Nachbarn, der Sehnsucht nach ihrem Mann und ihrem kürzlich entdeckten „Etwas“ in ihrer Brust, ohne in alberne Blödeleien abzusinken. Geschickt webt sie Gedanken und Erinnerungen ihrer Hauptperson ein, wodurch sich der Leser ihr Leben gut vorstellen kann.


    „Mareike Krügel ist eine geniale Erzählerin. Ihr Roman ist große Kunst: Denn er ist klug, bestürzend, zupackend und humorvoll.“ (Kristof Magnusson)


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