Bücher mit dem Tag "lebensbilanz"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "lebensbilanz" gekennzeichnet haben.

19 Bücher

  1. Cover des Buches Die italienischen Schuhe (ISBN: 9783552057944)
    Henning Mankell

    Die italienischen Schuhe

     (236)
    Aktuelle Rezension von: AnjaLG87
    Von Henning Mankell gefallen mir nicht nur die Wallander-Krimis, sondern insbesondere seine Afrika- und Familienromane. Diesen hier finde ich mit seinem Setting in den einsamen Schären und seinen vielschichtigen Figuren besonders gelungen. Er enthält so viele wunderbare Gedanken und Worte über das Leben und darüber, was wirklich wichtig ist und uns zu dem macht, was wir sind. Ein ganz tolles, eindringliches Buch mit einer bitter-süßen Geschichte voller Leid und Schmerz, aber auch voller Lichtblicke!
  2. Cover des Buches Der Joker (ISBN: 9783570402979)
    Markus Zusak

    Der Joker

     (1.320)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Dem breiten Lesepublikum wird dem Autor Markus Zuzak hauptsächlich von seinem Roman „Die Bücherdiebin“ kennen, mit dem er im Jahr 2008 weltweit die Bestsellerlisten erobert hat. Aber auch das restliche Portfolio kann sich sehen lassen und mit „Der Joker“ erzählt er uns eine solide Geschichte rund um das Erwachsenwerden von Ed. Den Anfang hat Zuzak nicht gerade einfach gestaltet, den Ed wirkt stellenweise nicht sehr authentisch. Achtung: Beim nächsten Absatz gehe ich ein wenig auf die Rahmenhandlung ein, spoilere daher ein wenig, die im Klappentext kaum angeführt ist.

    Ed ist zuerst eine Geisel bei einem Banküberfall und bekommt nach dieser Episode drei Spielkarten in seinen Briefkasten geschmissen und nur durch ein paar kryptische Hinweise beginnt er andere Menschen zu stalken. So ungefähr die Rahmenhandlung, die mir ehrlicherweise nicht sehr gut gefallen hat. Hier kristallisieren sich die Schwächen raus. Ed und andere Figuren wirken hier nicht authentisch. Die Details sind nicht sehr ausgefeilt. Das Ende wirkt abgerissen. Ganz so, als ob dem Schriftsteller zum Ende hin die Muse oder die Lust am Erzählen abhandengekommen ist.

    Die einzelnen Geschichten, rund um die Menschen und was Sie mit Eds Gefühlswelt anstellen hat mir dann doch sehr gut gefallen. Es lohnt sich daher an Ed und der ungewöhnlichen Geschichte mit den Spielkarten dranzubleiben, der geneigte Leser von Jugendromanen und Coming-of-Age Erzählungen wird auch „Der Joker“ mögen. Der Roman erschien bereits 2002 auf Englisch und hat einige Preise, darunter im Jahr 2007 den deutschen Jugendliteraturpreis gewonnen. Wer nun Interesse an Coming-of-Age Erzählungen hat, dem kann ich von Benjamin Alire Sáenz „Aristoteles und Dante entdecken die Geheimnisse des Universums“ wärmstens empfehlen!

  3. Cover des Buches Ein Gesicht in der Menge (ISBN: 9783499227943)
    Stephen King

    Ein Gesicht in der Menge

     (97)
    Aktuelle Rezension von: Wayland

    Nach dem Tod seiner Frau ist Dean Evers nach Florida gezogen und genehmigt sich den ein oder anderen Drink, um seiner Einsamkeit zu entfliehen. Dabei sieht er gerne Baseball.

    Da die Geschichte auf nur 58 Seiten erzählt wird, ist es schwer eine Bindung zu Dean aufzubauen. Dennoch kommt die düstere Stimmung und die Melancholie sehr gut durch. Man wird selbst fast trübsinnig und still beim Lesen. 

    Mit dem Sport Baseball kann ich leider nicht so viel anfangen, weshalb mir auch diese Erzählungen nicht wirklich viel geben konnten.

    Ein klarer Pluspunkt für die Geschichte ist der mystische Aspekt, der mir durchaus Gänsehaut verursacht hat. Dean fängt an in den Zuschauermengen verstorbene Menschen zu sehen und eines Tages sieht er auch seine verstorbene Frau. 

    Es ist schon sehr unheimlich beschrieben und es macht Spaß zu lesen, da es auch spannend ist. Man darf aber einfach nicht zu viel erwarten und muss sich vor dem Lesen vor Augen halten, dass es ein kleiner Snack ist - und nicht mehr. 

  4. Cover des Buches Sonnenscheinpferd (ISBN: 9783499253140)
    Steinunn Sigurdardóttir

    Sonnenscheinpferd

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Daphne1962

    Die Isländer schreiben düstere Bücher oder man empfindet dieses Leben dort als düster, weil es ein halbes Jahr morgens noch düster ist und nicht richtig hell wird. Deshalb sind die Menschen dort auch düster und angeschlagen..

    Fünfundzwanzig Jahre sind vergangen. Lilla, auf Deutsch «die Kleine», begegnet ihrem damaligen Geliebten aus ihrer Jugendzeit wieder. Er lädt sie für ein Wochenende in sein Landhaus ein, und beide hoffen insgeheim, sich einander wieder annähern zu können. Ein Ereignis hatte ihre Liebe damals beendet. Nun kommt die Vergangenheit zutage und Erinnerungen öffnen sich. Der kleine Bruder, um den Lilla sich schon früh kümmern musste. An ihre Mutter Ranghild, die nicht fähig war, ihre eigenen Kinder zu lieben und sich um sie zu kümmern. An die Nachbarin, deren Kind ihr genommen wurde, weil sie trank oder das deutsche Kindermädchen Magda, das ihr so viel bedeutete – bis es die Familie verließ.

    Ein Buch was sich auch mit dem Tod auseinander setzt. Die Todesstunde, für jeden Sterbenden eine völlig neue Erfahrung für jeden Menschen. Oder die Beziehung der Eltern zu ihren Kindern. Die Zeitsprünge in dem Buch sind manchmal schwierig zu lesen, es dauert ein wenig, bis man in der Geschichte drin ist, aber dann fiebert man auch dem Ende entgegen.Kurzweilig, lesenswert, ungewöhnlich.

  5. Cover des Buches Windows on the world (ISBN: 9783548262413)
    Frédéric Beigbeder

    Windows on the world

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Das Buch war das erste von einem bedeutenderen Autor, das nach 9/11 erschienen ist und die Terroranschläge thematisiert (2003 genaugenommen): Ein Immobilienmakler nimmt seine beiden Söhne mit in das Restaurant unter dem Dach des Nordtrums des World Trade Centers, als kurz danach die Hölle ausbricht und Rettung unmöglich ist. Beigbeder erspart keine grausigen Details, er selbst sagt, man kann sich nur vorstellen, was wirklich an diesem Morgen in dem Hochhaus passierte.
  6. Cover des Buches Ein ganz gewöhnlicher Jude (ISBN: 9783867890052)
    Charles Lewinsky

    Ein ganz gewöhnlicher Jude

     (9)
    Aktuelle Rezension von: MarionCAFKA
    Seht euch unbedingt die Verfilmung dazu an.
  7. Cover des Buches Außer Dienst (ISBN: 9783570551035)
    Helmut Schmidt

    Außer Dienst

     (67)
    Aktuelle Rezension von: sheepy
    Ein tolles Buch. Man sollte sich aber Zeit nehmen um es zu lesen und vll Internet in der Nähe haben um mal eben zu dem ein oder anderen Thema etwas nachzuschauen. Um alles zu verstehen, braucht man schon gewisse Kenntnisse der Politik, auch der Vergangenheit. Aber auch wenn man nicht alle Zusammenhänge und Hintergründe versteht, kann man viel lernen...
  8. Cover des Buches Landleben (ISBN: 9783644056817)
    John Updike

    Landleben

     (34)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Updike`s Roman ist von hoher Intellektualität geprägt und mit viel Intelligenz geschrieben. Leider kann sowas nur selten den Leser wirklich vereinnahmen weil es dadurch oft steril und gefühllos wirkt. Aber die Geschichte, beginnende Sexualität, beginnendes Computerzeitalter, Ehe, Familiengründung, Scheidung, häufig wechselde Partner auf die der 70 jährige Held, Owen zurückblickt alles verpackt in amerikanische Kleinstadtatmosphäre, war nun nicht gerade ein Thema das mich brennend interessierte. Dennoch liest man dieses Buch und das spricht für Updike. Immer stößt man auf amerikanische Geschichte die einem so vertraut ist weil sie oft Weltgeschichte war. Der Rahmen des Romans besteht aus Sexualität die die Lebensphasen des Helden beeinflussen. Ja, und dann stellt Updike auch enorme Ansprüche an die Toleranz des Lesers. Die Sprache die er nutzt, so brilliant sie größtenteils ist, verfällt immer wieder in einen vulgären Slang.
  9. Cover des Buches The Sense of an Ending (ISBN: 9780307957122)
    Julian Barnes

    The Sense of an Ending

     (44)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Meine Meinung

    Dieser Roman war vollkommen anders als ich vom Klappentext her erwartet hätte, und ich habe mich immer noch nicht so ganz entschieden, ob es eine positive Überraschung war oder nicht. Für mich als Zwanzigjährige war es in jedem Fall ein sehr merkwürdiges Gefühl, mich in einen alten Mann hineinzuversetzen, der auf sein Leben zurückblickt. Ich denke, es wäre wirklich interessant für mich, die Geschichte in zwanzig oder dreißig Jahren noch einmal zu lesen, dann werde ich sicher einen ganz anderen Blick auf manche Dinge haben. Nach der ersten Hälfte des Romans, in der die Jugendzeit des Protagonisten im Mittelpunkt steht, geht es im zweiten Teil vor allem um verpasste Chancen, Reue aufgrund falscher Entscheidungen und um die Streiche, die uns unser Gedächtnis spielt. Mich persönlich hat das Buch vor allem melancholisch gestimmt, mich aufgewühlt und zum Nachdenken gebracht. Am Ende lässt einen die Geschichte mit vielen offenen Fragen zurück. Manchmal hatte ich das Gefühl, hier weniger eine stringente Erzählung zu lesen, sondern eher dem Protagonisten Tony beim Nachdenken zuzuhören. Das macht den Roman nicht schlechter, es ist nur eines der Dinge, die es schwermachen, ihn zu bewerten.

    Adrian ist mir als Figur genauso ein Rätsel geblieben wie dem Protagonisten. Ich kann hier nicht viel über diesen Teil der Handlung sagen, ohne zu spoilern, aber mir kam es vor, als würde jede neue Information zu diesem Charakter nur noch mehr Fragen aufwerfen. Sicher bin ich mir dagegen in meinem Urteil über Veronica. Deren Reiz für Tony und Adrian hat sich mir bis zum Ende nicht erschlossen, ich habe sie als äußerst unsympathische Figur empfunden. Schwierige Familienverhältnisse hin oder her. Bei Protagonist Tony war ich überrascht davon, wie gut ich mich trotz des riesigen Altersunterschieds doch mit ihm identifizieren konnte. Man merkt seiner Erzählstimme sofort an, dass hier jemand mit viel Lebenserfahrung über seine Jugend reflektiert. Wie gesagt, in ein paar Jahrzehnten werde ich seine Gedanken und Gefühle wahrscheinlich noch besser nachvollziehen können als jetzt.

    Fazit

    Ein leiser, melancholischer Roman, der mir die Bewertung äußerst schwer gemacht hat.  

  10. Cover des Buches Flammende Heide (ISBN: 9783498065102)
    Colm Toíbín

    Flammende Heide

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Thaila
    Ein Richter kurz vor der Pensionierung geht seinem Alltag nach. Er behandelt Routinefälle bei Gericht, macht Urlaub in seinem Ferienhaus an der irischen Küste, geht schwimmen, liest, isst mit seiner Frau zu Mittag. Das Ferienhaus jedoch ist von der Gewalt des Meeres bedroht, immer näher rückt die Küstenlinie, das Nachbarhaus ist bereits halb ins Meer gestürzt. Als ebenso brüchig wie das Land unter ihm erweisen sich die Gewissheiten seines Lebens. Ein Fall beschäftigt ihn mehr als gewöhnlich. Eine Schülerin klagt gegen ihre katholische Schule, die sie vom Unterricht ausschloss, nachdem sie schwanger wurde. Es stehen die Persönlichkeitsrechte des Mädchens gegen das religiöse Gewissen der Schule und es geht um nicht weniger als die Identität des modernen Irlands. Und der Richter Eamon Redmond zweifelt an seiner Entscheidung, die juristisch haltbar ist, aber ist sie auch gerecht? Auch sein privates Leben ist brüchig, das Verhältnis zu den Kindern distanziert, seine Frau erkrankt schwer. Nach und nach erfährt der Leser auch aus der Kindheit des Richters. Seine Mutter starb früh, der Vater erlitt einen Schlaganfall. Die Familie kümmert sich, die emotionalen Bedürfnisse des Kindes kommen jedoch zu kurz. Der Junge erfährt kaum, was mit seinem Vater geschieht, Tod und Krankheit werden dadurch noch bedrohlicher als sie sowieso für ein Kind sind. Auch sonst ist das Schweigen immer präsent, das Schweigen über den irischen Bürgerkrieg und über Verbrechen, die die Männer der Familie, Nachbarn an protestantischen Mitbürgern begehen. In diesem Roman ist das Schweigen wie ein Protagonist, der die gesammte Erzählung beherrscht. Lange scheint sich dieser Roman in Details zu verlieren. Minituiös beschreibt der Autor jede kleine Bewegung seiner Hauptfigur, seine Alltagsroutinen, seine Gedanken. Aber aus diesen scheinbaren Nebensächlichkeiten schält sich eine Erzählung von unglaublicher Wucht und Sprachgewalt. Colm Toibin weiß genau, was er tut. Jedes Wort sitzt, jede Geste seiner Figur ist von Bedeutsamkeit. So gelingt es ihm seine Geschichte aufzuladen ohne sie zu überladen. Hier schreibt ein ganz Großer!
  11. Cover des Buches Das Alter kam am 23. Mai gegen 11 Uhr (ISBN: 9783852566092)
    Zoran Feric

    Das Alter kam am 23. Mai gegen 11 Uhr

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Ruth_liest
    In Zoran Ferićs Roman "Das Alter kam am 23. Mai gegen 11 Uhr" dreht sich alles um die Liebe und das Altern. Nicht nur die Liebe ändert sich im Alter, sondern auch der Blick auf die vergangenen Liebesgeschichten. Der Gynäkologe Tihomir, 68 Jahre alt, träumt auch nach 35 Jahren noch von seiner Ex-Geliebten Zenka. Er initiiert die Wiederholung ihrer gemeinsamen Abireise. Und tatsächlich gehört auch Zenka zu den ehemaligen Mitschülern, die an der Schifffahrt teilnehmen. Das Ex-Paar reibt sich aneinander und an ihren Lebensgeschichten. Gleiches gilt für ihre Mitschüler. In der Liebe zum Partner oder zu ihren Kindern scheinen sie alle grandios gescheitert zu sein. Dieses Scheitern schildert der Autor zwar gnadenlos, aber auch voller Wärme. Ein unbedingt lesenswerter Roman.
  12. Cover des Buches Buch der Enttäuschungen (ISBN: 9783731760269)
    Margit Schreiner

    Buch der Enttäuschungen

     (7)
    Noch keine Rezension vorhanden
  13. Cover des Buches Letzte Nacht (ISBN: 9783499248986)
    Stewart O'Nan

    Letzte Nacht

     (43)
    Aktuelle Rezension von: schlumpitschi_liebt_buecher

    Manny muss seinen letzten Tag in einem Restaurant bevor es zusperrt und geht dort alle Gefühlswelten nochmals durch.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen, da es die Geschichte eines ganz normalen Arbeiters beschreibt, der mit der kapitalistischen Gesellschaft umgehen muss.
    Das Buch habe ich von der Wiener Aktion "eine Stadt ein Buch" und meiner Meinung nach wurde es sehr gut ausgewählt, da viele sich damit sicher identifizieren können.
    Der Autor schreibt wunderbar und man kann sich sofort in die Charaktere hineinversetzen und ihre Probleme gut verstehen.

    Es ist eine Leseempfehlung und sehr schnell und flüssig zu lesen.

  14. Cover des Buches Ein alter Traum von Liebe (ISBN: 9783548610436)
    Nuala O'Faolain

    Ein alter Traum von Liebe

     (59)
    Aktuelle Rezension von: Barbara62

    Auf diesen Roman bin ich durch die Empfehlung von Elke Heidenreich gestoßen, und wenn ich auch nicht ihre vollkommene Begeisterung teile, so hat er mir doch gut gefallen.

    Im Mittelpunkt steht die 50-jährige Reisejournalistin Kathleen de Burca, Ich-Erzählerin, die Bilanz zieht: wechselnde Liebhaber, ständiges Unterwegssein und verpasste Chancen sind das wenig beglückende Ergebnis. Sie hat Irland als junges Mädchen verlassen, nun kehrt sie dorthin zurück und wird einerseits mit ihrer eigenen, andererseits mit der irischen Vergangenheit konfrontiert, denn sie recherchiert über eine alte Skandalgeschichte aus der Zeit der großen irischen Hungersnot und der Massenauswanderungen im 19. Jahrhundert, in der es um die Liebesbeziehung zwischen einer Landbesitzergattin und einem Stallbuschen geht. Diese Geschichte in der Geschichte hat mir fast noch besser gefallen als das Geschehen um Kathleen, bei der infolge der Rückkehr in die alte Heimat alle unerfüllten Wünsche und Hoffnungen und die seit ihrer Kindheit ewig unerfüllte Liebessehnsucht neu aufleben. Die Begegnung mit ihrem Traummann, ihre vielleicht letzte Chance, mündet in dem Angebot eines Lebens im Wartestand und der Aussicht auf ein bis zwei gemeinsame Tage pro Monat, aber reicht ihr das?

    Ein spannender, nachdenklicher Roman, in dem manche Frage offenbleibt.

  15. Cover des Buches Schnee auf dem Kilimandscharo (ISBN: 9783499272868)
    Ernest Hemingway

    Schnee auf dem Kilimandscharo

     (93)
    Aktuelle Rezension von: Julia92

    Cover: In Blautönen gehalten, sieht nett aus. Aber wenn ich nicht auf der Suche nach diesem Buch gewesen wäre, wäre es mir wohl kaum aufgefallen.


    Klappentext: Ein alter Mann flüchtet vor der Einsamkeit in ein Café. In einem Kinderzimmer wartet ein kleiner Junge einen ganzen Tag lang auf den Tod. In einem Krankenhaus wird ein Radio zum Tor der Welt, und in der afrikanischen Steppe kämpft ein Mann gegen die Angst vor dem Löwen - und um seine Ehre.


    Meinung: Sehr gespannt begann ich, Hemingways Kurzgeschichten zu lesen. Die ersten waren ja noch ganz okay, wobei sie mich auch nicht vom Hocker gerissen hatten. "Väter und Söhne" hat mir am besten gefallen, diese Geschichte fand ich tatsächlich unterhaltsam. In den darauffolgenden tat ich mir schwer, mich auf die Erzählungen einzulassen, weil sie mir vom Thema und von der Schreibweise überhaupt nicht zusagten. Entweder ging es um den Krieg, ums Kämpfen oder Jagen. Stets waren körperlich starke, jedoch emotional schwache und überaus unsympathische Protagonisten im Vordergrund, die mit ihren (für meinen Geschmack) seltsamen Dialogen die Geschichte auch nicht gerade besser machten.

    Was mich noch sehr gestört hat, waren die wechselnden Zeitformen in "Fünfzigtausend". Der Autor sprang ständig vom Präsens ins Präteritum und umgekehrt. Auch das gehäufte Vorkommen des Wortes "sagt" war sehr auffällig. Wahrscheinlich beabsichtigt, aber nicht mein Fall. Hier ein Beispiel:

    "Jetzt wirst du schlafen, Jack", sagte ich.

    "Klar", sagt Jack. "Jetzt schlaf ich."

    "Gute Nacht, Jack", sagte ich.

    "Gute Nacht, Jerry", sagt Jack. "Du bist mein einziger Freund."

    "Oh, Mist", sagte ich.

    "Du bist mein einziger Freund", sagt Jack. "mein einziger Freund."

    "Schlaf jetzt", sagte ich.

    "Mach ich", sagt Jack.


    Spätestens nach dieser Geschichte wurde mir klar, dass dieses Buch mein letztes von Hemingway war. Es traf leider überhaupt nicht meinen Geschmack. Da ich aber eine Erzählung ganz gut fand, vergebe ich 2 von 5 Sternen.

  16. Cover des Buches Die unsicherste aller Tageszeiten (ISBN: 9783942223287)
    Thomas Pregel

    Die unsicherste aller Tageszeiten

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Die Kündigung (ISBN: 9783548284576)
    Hubertus Meyer-Burckhardt

    Die Kündigung

     (3)
    Aktuelle Rezension von: wbetty77
    Simon Kannstatt sitzt in der Business Lounge des Züricher Flughafens. Er erwartet seinen ehemaligen Chef, um ein weiteres Mal über seine Kündigung zu verhandeln. Simon Kannstatt bekommt eine großzügige Abfindung, doch seinen Job nicht zurück. Ein Top Manager ohne Aufgabe. Wer ist nun Simon Kannstatt?

    Im Flughafen Restaurant, unter all den Managern, fühlt er sich sicher. Er bleibt dort sitzen, unfähig eine Entscheidung über sein Leben zu treffen. In Gedanken beginnt er sein Leben zu hinterfragen. Seine Ehe, sein Verhältnis zu den Töchtern und zu den Eltern. Ab wann wurde die Arbeit sein Leben? Wo sind seine Zukunftsvisionen geblieben, die er als junger Mann anstrebte? Wann ist er zu dem Simon Kannstatt geworden, der nun hier am Flughafen feststeckt, weil er keine Idee hat, wie es mit ihm weitergehen soll – ohne seine Arbeitsstelle.

    Hubertus Meyer – Burckhardt ist einem breiten Publikum in erster Linie als Film- und Fernsehproduzent und als Gastgeber der NDR Talkshow bekannt. Zudem veröffentlichte er einige Bücher. In dem Roman „Die Kündigung“ beschäftigt er sich mit einem Thema unserer Zeit. Viele Menschen definieren sich über das, was sie tun, ihre Arbeit. Es ist grundsätzlich die erste Frage, die man einem Gegenüber stellt. „Was arbeiten Sie/was arbeitest du?“

    Es ist ein nachdenklicher Roman über einen Manager, der genug Geld auf dem Konto hat, dem allerdings der Lebenssinn genommen wurde. Die Erzählung wechselt zwischen Wirklichkeit und Vorstellung bzw. Traum der Hauptfigur. Trotz all der Melancholie des Romans, gibt es auch die humorvollen Stellen, die den Leser schmunzeln lassen. Das Buch erzählt auf eine tiefsinnige und außergewöhnliche Weise eine einfache Geschichte über den Sinn des Lebens. Es ist keine Lektüre, die sich leicht und locker lesen lässt. Es ist eine Lektüre die Fragen aufwirft. Es ist eine empfehlenswerte Lektüre.

  18. Cover des Buches Gold unterm Sand (ISBN: 9783499142628)
    Margaret Drabble

    Gold unterm Sand

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  19. Cover des Buches Everyman (ISBN: 9783150197516)
    Philip Roth

    Everyman

     (26)
    Aktuelle Rezension von: ichundelaine
    Da Philip Roth so ziemlich jedes Jahr als verkannter Favorit für den Literatur Nobelpreis gehandelt wird und ich bis jetzt (Schande über mein Haupt) noch nichts von ihm gelesen hatte, kam mir dieser schmale Band gerade recht! Nun frage ich mich allerdings, ob Everyman der richtige Einstieg in das Gesamtwerk des Autors ist...

    Im Prinzip ist das Buch ein einziger Krankenbericht, unterlegt mit der eher unspektakulären Lebensgeschichte eines nicht sehr sympathischen Mannes. 

    Die Geschichte beginnt mit dem Begräbnis des Protagonisten und rollt im Laufe des Buches dessen komplette Krankengeschichte vom Leistenbruch als Kind bis zum Herzinfarkt auf. So was kann man gut finden, mich hat es aber gelangweilt, besonders da der P. noch so unfassbar unsympathisch ist - er heiratet drei Mal, neidet dem älteren Bruder still die bessere Gesundheit, seine Söhne mögen ihn nicht sonderlich und auch ansonsten scheint er keine besonderen Eigenschaften zu haben. Auch die Rückblenden in seine Kindheit lockern die eher deprimierende Story nicht auf. Tod, Verlust und schwindende Gesundheit sind hier die vorherrschenden Leitmotive und irgendwie passen diese gerade nicht so richtig in meinen Lese-Flow.

    Positiv lässt sich zu Everyman sagen, dass es nur 180 Seiten hat und sich die Leidensgeschichte nicht dadurch nicht übermäßig zieht. Zudem schreibt Philip Roth wirklich gut, kann mich aber thematisch leider so gar nicht abholen. 

    Werde in Zukunft noch mal nach einem anderen Werk von ihm Ausschau halten...
     
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