Bücher mit dem Tag "lebensgeschichten"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "lebensgeschichten" gekennzeichnet haben.

73 Bücher

  1. Cover des Buches Die Geschichte der Bienen (ISBN: 9783442717415)
    Maja Lunde

    Die Geschichte der Bienen

    (1.087)
    Aktuelle Rezension von: EllenKnorr

    Mich hat das Buch hauptsächlich zum Nachdenken gebracht. Gerade die Zukunft rund um Tao hat mich sehr beschäftigt. Ich glaube man ist sich gar nicht so recht bewusst, wie wichtig die Bienen im Alltag wirklich sind. 

    Das Buch hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn ich etwas Probleme mit den beiden Hauptprotagonisten George und William hatte. Zeitweise konnte ich die beiden Männer und deren Umgang mit ihren eigenen Familie nicht verstehen. Ich wäre am liebsten ins Buch gesprungen und hätte beide schütteln können für ihre engstirnige, kaltherzige Art. 

    Fazit: Für mich eine klare Leseempfehlung. 

  2. Cover des Buches Das Lied der Dunkelheit (ISBN: 9783453524767)
    Peter V. Brett

    Das Lied der Dunkelheit

    (1.226)
    Aktuelle Rezension von: kaho72liest

    Dieser Auftakt gefiel mir richtig gut, auch wenn ich mich erstmal reinfinden musste. Denn es spielen schon ein paar Protas eine Rolle, aber das hat mich zu keiner Zeit verwirrt. Im Gegenteil,die Protas wurden gut in Szene gesetzt, wodurch man sich gut in sie reinfühlen konnte. Immerhin ist es eine sehr umfangreiche Geschichte, dessen Auftakt wirklich gelungen ist.

    Dies ist keine Fantasy-Geschichte wie viele Jugendromane und Gott sei Dank auch kein Hype Buch, nein es ist eher eine für Erwachsene ,die genauso interessant wie düster ,mit aufsteigenden üblen Gestalten ist. Wer Geschichten von Brandon Sanderson oder Patrick Rothfuss etc. mag, ist hier genau richtig. Mir gefällt so etwas wirklich gut, auch wenn der Held im ersten Teil erst 11 Jahre alt ist.

    Liebhaber von Jugend Fantasy werden hier wohl nicht ganz so viel Spass haben, da die Geschichte sich erst langsam aufbaut, denn immerhin umfasst sie bisher 8 Teile und Teil 9 ist bereits vorbestellbar.

    Diese Geschichte liest man nicht einfach im null Komma nichts, sondern braucht seine Zeit, auch wenn ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.

    Ich empfehle diese Geschichte gerne weiter

  3. Cover des Buches Der Zopf (ISBN: 9783103973518)
    Laetitia Colombani

    Der Zopf

    (894)
    Aktuelle Rezension von: AtschiB

    3 Frauen, 3 Kontinente, 3 Schicksale und doch sind sie miteinander verbinden. Die Lebenswege von Smita, Giulia und Sarah könnten unterschiedlicher nicht sein. Ich bin finde es schön, wie die Autorin die Geschichten dieser komplett unterschiedlicher Frauen wie einen Zopf verflochen hat. Der Titel bezieht sich nicht nur auf Haare, die in diesem Roman eine große Rolle spielen, sondern weist auf Gemeinsamkeiten hin, die uns ungeachtet unserer Lebenssituationen und Herkunft verbinden. Die spannende Erzählung regt zum Nachdenken an.

  4. Cover des Buches Die Hauptstadt (ISBN: 9783518469200)
    Robert Menasse

    Die Hauptstadt

    (169)
    Aktuelle Rezension von: Eva_Reichmann

    Vorweg: ich lese gern Menasse. Aber dieses Buch ist angenehm anders als die Menasse-Romane davor. 

    Eine Kommission der EU benötigt ein besseres Image - und natürlich geht es um die EU. Aber es geht noch um so Vieles mehr (Geschichte aus Europa - um es abzukürzen). Das wirklich großartige an dem Buch aber ist, dass es weder um politische Thesen noch Geschichtsbelehrung geht - sondern um die Geschichten der beteiligten Personen (die halt wegen Beruf oder persönlicher Beziehungen mit der EU-Kommission zu tun haben).

    Gut gefallen hat mir die Idee, eine europäische Hauptstadt in Auschwitz einzurichten.

    Als Menasse das Buch 2017 veröffentlichte, war es noch möglich von der "Langeweile des Friedens" als Glück und Segen zu sprechen - hätten mehr Politiker das Buch gelesen und ernst genommen, hätten wir diesen zustand heute noch.


  5. Cover des Buches Miss you (ISBN: 9783453359352)
    Kate Eberlen

    Miss you

    (216)
    Aktuelle Rezension von: Monikaisreading

    Eine total schöne Liebesgeschichte um zwei Menschen die sich im Laufe des Lebens immer wieder knapp verpassen. Ich habe mit beiden geweint, geflucht gelitten und mich gefreut. Ich zähle es zu meinen Lieblingsbüchern 

  6. Cover des Buches Das weibliche Prinzip (ISBN: 9783832165017)
    Meg Wolitzer

    Das weibliche Prinzip

    (143)
    Aktuelle Rezension von: eliswa

    In diesem knapp 500seitigen Roman wird die strebsame und eher zu Beginn eher ziellos ehrgeizige Greer zur gefeierten und berühmten Feministin.

    Das Thema Feminismus wird von unterschiedlichen Seiten umkreist: zum Einen findet Greers Leben durch die Idee des Feminismus ein Ziel und sie selbst auch den Mut ihre innere Stimme auch zu einer äußeren zu machen. Zum anderen verehrt sie Faith Frank, eine Feministin der zweiten Welle der Frauenbewegung auch als Person sehr und reagiert desillusioniert als sie Kratzer und Brüche in Faiths Haltung erlebt. Ihre Verehrung bringt sie dazu, einen Brief ihrer Freundin Zee, die auch bei der von Faith geführten Stiftung "Loci" arbeiten möchte, unterschlägt und nicht weitergibt, weil sie die Arbeit mit Faith Frank nicht teilen möchte. Ein Verrat, ja. Aber auch ein Verrat gegen das "Weilbliche Prinzip"?

    Das so benannte Manifest "Faith Franks aus den 70er Jahren postuliert einen Gegensatz zu konkurrenzorientierten, "männlichen" Welt, vermittelt den Wert ovn Stärke in Verbindung mti Anstand und ermutig Männer wiederum zur Sanftheit."Sanft" ist auch das ganze Buch geschrieben (manchmal an der Grenze zur säuselnden Langatmigkeit". In irgendeiner Weise agieren auch viele der Hauptfiguren sanft: Greer und ihre Highschool- Liebe Cory bleiben sich über Jahre ineiner Fernbeziehung innig verbunden. Cory erlebt durch den frühen Tod eines Familienmitglieds den Zusammenbruch seiner beruflichen Träume und seiner Familie. Seine Trauer bringt ihn dazu, jahrelang liebevoll seine Mutter zu pflegen,seine Karriere hintanzuzhalten und ohne Dünkel als Putzhilfe zu jobben statt als Risikomanager Prestige und Vermögen zu ernten.

    Das Buch wirft viele Fragen auf: Stell der Verrat, den die Frauen mit ihren großen feministischen Idealen anenander üben auch einen Verrat am Feminismus dar oder diskreditiert er ihn ganz? Bedeutet Feminismus für ein Ende der Gewalt gegen Frauen zu sein und für gleiche Chancen oder Müssen Frauen gleich die besseren Menschen sein und im "weiblichen Prinzip" gleich die Menschheit an sich verbessern? und gilt nur die als glaubwürdige Feministin, die moralisch makellos lebt?

    Die langsame Erzählweise mit dem wechselnden Fokus auf unterschiedliche Figuren mit vielen Rückblenden lässt Zeit um über diese Fragen nachzudenken und die Figuren besser kennenzulernen. Das habe ich genossen.

    Ein wenig ärgerlich ist die Doppelung, dass Greer, ebenso wie Faith am Schluss des Buchs durch ein Manifest kometenhaft aufsteigt . Über den Inhalt des schmalen Buches wird wenig mehrl als die Aufforderung "Seid laut" gesagt und ich  finde die Wendung nicht glaubwürdig;ebensowenig konnte ich hier die Unterschiede zwischen dem "alten" und dem "neuen" Feminismus ausmachen.

  7. Cover des Buches Der Sprung (ISBN: 9783257245790)
    Simone Lappert

    Der Sprung

    (288)
    Aktuelle Rezension von: Sanni_Koz

    Das Buch "Der Sprung" von Simone Lappert handelt von einer Frau (Manu) die auf einem Dach steht und sich weigert herunterzukommen. Niemand weiß, was in ihr vorgeht und ob sie womöglich springen möchte.

    Im Buch werden 3 Tage behandelt, der Tag davor und Tag 1 & Tag 2 - die Erzählweise erinnert an einen Episodenfilm mit unabhängigen Geschichten, die sich dann zum Ganzen verweben. Jeder Tag wird aus den unterschiedlichen Sichten von 10 Figuren erzählt, die mehr oder weniger mit Manu zu tun haben - hier merkt man, welche Auswirkungen Manus Verhalten auf eine Stadt hat. Der Detailreichtum überzeugt bis zum Schluss und fesselt einen ans Buch - man spürt im Buch, dass sich die Autorin jede Charaktere hat wachsen lassen mit dem Buch und der Handlung.

    Dadurch, dass es viele verschiedene Sichtweisen, von den unterschiedlichen Personen gibt, ist das Buch etwas kompliziert zu lesen. Es empfiehlt sich Notizen beim Lesen zu machen, um die Zusammenhänge zwischen den Personen zu begreifen und nicht durcheinander zu kommen.

    Das Buch ist mit viel Feingefühl und Empathie geschrieben. 

  8. Cover des Buches Sommer in Maine (ISBN: 9783833309519)
    J. Courtney Sullivan

    Sommer in Maine

    (123)
    Aktuelle Rezension von: Evastraum

    Nach ein paar Seiten war mir klar , dass ich das Buche bereits vor ca 13 Jahren zum ersten Mal gelesen habe , doch das hat dem aktuellen Vergnügen überhaupt nicht geschadet. Das Buch altert offensichtlich gut und der bitterböse Unterton gefällt mir nach wie vor. Alle vier Frauen kommen ziemlich schlecht weg und wie hat mich das hervorragend unterhalten! Ich habe gar nicht genug davon bekommen, habe oft laut gelacht und habe das Auslesen heraus gezögert. Eines der besten Bücher der Autorin; ungeschönte Lebensläufe mit viel Drama, doch nicht zu viel. Die perfekte Lektüre für den Sommer!

  9. Cover des Buches Café Leben (ISBN: 9783426309025)
    Jo Leevers

    Café Leben

    (154)
    Aktuelle Rezension von: walli007

    Henrietta hat nach ihrem guten Studienabschluss ihre Karrierechancen etwas zu optimistisch eingeschätzt. Gerade hat sie einen Job verloren. Sie hat sich deshalb bei einer Organisation beworben, bei der sehr kranke Patienten betreut werden. Diese bekommen die Möglichkeit ein Buch ihres Lebens erstellen zu lassen. Henrietta soll die Interviews führen und die Aufzeichnungen in Buchform bringen. Eine ihrer ersten Klientinnen ist Annie, die an Krebs im Endstadium leidet. Schnell stellt sich heraus, dass Annies Lebensgeschichte eher ungewöhnlich ist. Sie hatte eine Schwester, die allerdings als sie achtzehn Jahre alt war verschwand. Das ist fast fünfzig Jahre her. Henrietta ist sehr berührt von Annies Berichten, auch sie hatte mal einen kleinen Bruder.


    Mit dieser schönen Idee, Bücher über das Leben zu erstellen, in Kontakt gebracht, beginnt die 32jährige Henrietta auch über ihr eigenes Leben nachzudenken. Doch im Vordergrund steht zunächst Annies Geschichte, die so wie Henrietta meint, einige Brüche hat. Mit ihrer analytischen Art beginnt Henrietta nach Hinweisen zu suchen, mit denen sie Annies Lebenserzählung ergänzen kann. Sie muss zugeben, dass ihre Arbeit sie mehr berührt als sie angenommen hätte. Sie bemüht sie, die Anforderungen zu erfüllen. Doch wichtiger ist ihr, den Klienten und Klientinnen gerecht zu werden. Doch wie sollen sieben Termine für ein ganzes Leben reichen?


    Vielleicht sollte man nicht warten bis die Zeit krankheitsbedingt eingeschränkt ist, um einiges über sein Leben zu notieren. Doch so wie es in dem Britischen Hospiz hier geschieht, ist es auch ein schöner Gedanke. Natürlich gibt es Leben, die sich einfacher erzählen lassen, aber Annies Geschichte kann ein besonderes Buch füllen. Den Tod ihrer Schwester hat die ganze Familie nie verwunden und es wurde eine Weiche fürs Leben gestellt. Je weiter Henrietta in Annies Erzählungen eintaucht, desto mehr fängt sie an darüber nachzudenken, wie es anders hätte sein können. Auch über ihr eigenes Leben beginnt sie nachzudenken. Dieser Entwicklung beim Lesen zu folgen, ist einerseits fordernd, andererseits aber auch schön. Vielleicht würde man von Henrietta noch ein wenig mehr Souveränität erhoffen, aber dennoch stimmt der Roman hoffnungsvoll. Jeder hat etwas zu erzählen und es ist nie zu spät, damit zu beginnen. 

  10. Cover des Buches Melmoth (ISBN: 9783847906643)
    Sarah Perry

    Melmoth

    (121)
    Aktuelle Rezension von: Sophiasticated

    Nach dem Erfolg von Die Schlange von Essex legt Sarah Perry mit Melmoth einen weiteren Roman vor, der sich deutlich dunkleren Themen zuwendet. Inspiriert vom klassischen Gothic-Roman Melmoth the Wanderer von Charles Maturin, versucht Perry, alte Schauerliteratur mit modernen Fragen nach Schuld, Verantwortung und Verdrängung zu verbinden. Das gelingt ihr streckenweise beeindruckend – aber nicht durchgängig.

    Im Zentrum steht Helen Franklin, eine zurückgezogen lebende Übersetzerin in Prag, deren nüchternes Dasein durch die Entdeckung eines mysteriösen Manuskripts aus dem Gleichgewicht gerät. Dieses erzählt von Melmoth, einer einsamen, geisterhaften Gestalt, die seit Jahrhunderten durch die Welt wandert und Menschen heimsucht, die Schuld auf sich geladen haben. Die Idee ist faszinierend – Melmoth als personifizierte Erinnerung, als Mahnung, die niemandem erlaubt zu vergessen oder sich reinzuwaschen.

    Perry verwebt mehrere historische und persönliche Erzählungen miteinander, die Einblicke in Grausamkeiten und moralisches Versagen geben – von den Gräueltaten des 20. Jahrhunderts bis zu intimen Momenten menschlicher Schwäche. Diese Geschichten sind oft eindrucksvoll, teils erschütternd – doch der rote Faden dazwischen wirkt nicht immer straff genug gespannt.

    Perrys Sprache ist elegant und atmosphärisch dicht, mit einem spürbaren Hang zum Literarischen. Die düstere, leicht entrückte Stimmung, die Prag als Schauplatz perfekt unterstützt, ist eine der großen Stärken des Romans. Auch die Idee, Schuld nicht als juristisches, sondern als existenzielles Phänomen zu betrachten, hebt Melmoth von bloßer Gruselliteratur ab.

    Doch genau hier liegt auch ein Problem: Der Roman will viel – vielleicht zu viel. Zwischen Gothic-Fiction, philosophischem Essay und psychologischem Drama bleibt die emotionale Wucht manchmal auf der Strecke. Die Figuren – allen voran Helen – wirken oft seltsam distanziert. Ihre inneren Kämpfe bleiben abstrakt, statt wirklich unter die Haut zu gehen. Wer eine packende Geschichte erwartet, wird stellenweise eher mit einer intellektuellen Meditation konfrontiert.

    Melmoth ist ein ambitionierter, atmosphärisch starker Roman mit einem interessanten Konzept. Sarah Perry beweist literarisches Können und wagt sich an große Themen. Doch nicht alles fügt sich zu einem runden Ganzen. Die emotionale Distanz, die Überfrachtung mit Motiven und das langsame Erzähltempo können das Leseerlebnis mitunter dämpfen. Ein gutes, nachdenkliches Buch – aber nicht unbedingt ein unvergessliches.

  11. Cover des Buches Die Halbwertszeit von Glück (ISBN: 9783404194476)
    Louise Pelt

    Die Halbwertszeit von Glück

    (142)
    Aktuelle Rezension von: testethar

    „Die Halbwertzeit von Glück“ erzählt die Geschichten von drei Frauen, die auf unterschiedlichen Zeitebenen leben und deren Schicksale sich erst nach und nach miteinander verweben. Gerade dieses langsame Entwirren der Zusammenhänge hat für mich einen großen Reiz ausgemacht, denn bis zum Schluss blieb offen, wie alles zusammenhängt.

    Im Mittelpunkt stehen Johanna im DDR-Grenzgebiet der 1980er Jahre, Holly im Los Angeles der frühen 2000er und Mylène im modernen Paris. Jede von ihnen kämpft mit Verlusten, Schuldgefühlen oder erschütternden Wahrheiten aus der Vergangenheit. Besonders Johannas Geschichte hat mich emotional am meisten berührt. Ihre zurückgezogene Lebensweise und die Begegnung mit dem verletzten Flüchtlingsmädchen sorgen für viele intensive Momente. Aber auch Hollys und Mylènes Kapitel konnten mich fesseln, weil ihre Entscheidungen und inneren Konflikte glaubwürdig dargestellt werden.

    Der Roman liest sich angenehm flüssig und lebt vor allem von seinen wechselnden Perspektiven. Viele Kapitel enden an spannenden Stellen, wodurch man immer weiterlesen möchte. Sprachlich ist das Buch vielleicht nicht außergewöhnlich, doch die Geschichte entwickelt einen starken Sog und bleibt lange im Kopf.

    Besonders gelungen fand ich die Botschaft des Romans: Auch nach schweren Schicksalsschlägen gibt es immer wieder Hoffnung und neue Glücksmomente. Manche Wendungen kamen überraschend, ohne konstruiert zu wirken, und das Ende hat die einzelnen Handlungsstränge auf schöne Weise zusammengeführt.

    Zwar hatte die Handlung zwischendurch kleinere Längen, dennoch ist „Die Halbwertzeit von Glück“ ein bewegender und unterhaltsamer Roman über Verlust, Neuanfänge und die Frage, was Glück eigentlich bedeutet.

  12. Cover des Buches Die weiße Nacht: Lou & König, Band 1 (ISBN: B0G4CZ32DB)
    Anne Stern

    Die weiße Nacht: Lou & König, Band 1

    (10)
    Aktuelle Rezension von: I-love-NY

    „Die weiße Nacht / der erste Fall für Lou und König“ war mein erstes Buch von Anne Stern.

    Berlin im Winter 1946. Fotografin Lou entdeckt zwischen Trümmern eine Leiche. Mit ihren Fotos unterstützt sie die Polizei bei den Ermittlungen. Die Darstellung der Nachkriegszeit ist erschreckend realistisch. Besonders die Eindrücke von Georg aus dem Lager haben mich sehr ergriffen. Im Hörbuch fand ich es etwas schwierig, den wechselnden Orten und Personen zu folgen. Anne Stern schreibt sehr bildhaft, in oft langen, beschreibenden Sätzen. Obwohl ich die Stimme von Julia Nachtmann sehr angenehm fand, konnte ich dem Inhalt teilweise nur schwer folgen. Auch wenn der Kriminalfall am Ende mit einem erschreckend glaubhaften Motiv aufgeklärt wird, bleibt einiges offen. Der Cliffhanger macht neugierig auf Band 2.

    Für mich persönlich waren die sehr authentisch dargestellten Kriegsverbrechen und die harten Lebensumstände der Nachkriegszeit zu grausam. Ich kann mir aber vorstellen, dass es anderen Lesern gut gefällt.

  13. Cover des Buches Sie müssen da nicht allein durch! (ISBN: 9783959103077)
    Martin Rauh-Köpsel

    Sie müssen da nicht allein durch!

    (23)
    Aktuelle Rezension von: Claudia_de_Mora

    Der Psychotherapeut Martin Rauh-Köpsel hat zusammen mit der Autorin Manuela Runge tiefberührende, tragische, verblüffende sowie äusserst skurrile Geschichte aus 25 Jahren Psycho-Praxis geschrieben. Im Buch «Sie müssen da nicht alleine durch» gewährt er dem Leser Einblicke in seine Arbeit. Dabei wendet er ganz unterschiedliche, auch unkonventionelle Methoden an den Problemen seiner Patienten an.

    Beim Lesen des Buches fällt der Leserschaft auf, dass der Psychotherapeut auch an kreativen Lösungsansätzen interessiert ist und wendet manchmal auch etwas unkonventionellere Methoden bei seinen Patienten an. Bei den Erzählungen ist Martin Rauh-Köpsel auch ungewohnt ehrlich, denn es können ihn auch einmal Patienten aus der Fassung bringen. Trotzdem probiert er immer, Ruhe zu bewahren und verblüfft so manchen Patienten mit seinen originellen Lösungsvorschlägen.

    «Sie müssen da nicht alleine durch» ist äusserst komisch und unterhaltsam zugleich. Bei manchen Passagen wird der Leser sich beim Schmunzeln beobachten können. Bestimmt findet der Leser sich in einigen Fällen wieder und kann aus der Geschichte etwas für sich mitnehmen.

  14. Cover des Buches Mörderinnen (ISBN: 9783442393367)
    Veikko Bartel

    Mörderinnen

    (47)
    Aktuelle Rezension von: DominicsBücherWelt

    Klappentext: Warum töten Menschen? Was lässt sie diese letzte Grenze überschreiten? In über 30 Tötungsdelikten hat Veikko Bartel schon vor Gericht verteidigt, in »Mörderinnen« erzählt er die vier spektakulärsten, anrührendsten, grausamsten Fälle: die Kindsmörderin, die Sadistin, die Gattenmörderin, die Giftmörderin. Eindrücklich schildert er die Hintergründe, die hasserfüllten Reaktionen der Öffentlichkeit und die biographischen Tragödien, die sich hinter den Taten verbergen. Seine Erzählungen stellen die Frage nach Gerechtigkeit und zeigen mit jedem Fall: Die Realität ist spannender als jeder Krimi.

    Story: Veikko Bartel erzählt in seinem Buch „Mörderinnen“ vier spektakuläre Fälle aus seiner Zeit als Strafverteidiger. Alle haben eins gemeinsam, die Täter waren immer Frauen. Vier, sonst eigentlich unterschiedliche Geschichten, die dem Leser die Taten und die Gerichtsverhandlungen der Mandantinnen von Veikko Barthel erläutern. Das Buch beginnt, nach einer Einleitung, mit der Geschichte von Elvira P. „Der Kindsmörderin“. Eine Geschichte die den Leser im ersten Moment fassungslos macht, um ihm dann die ganze Tragödie, die hinter der grausamen Tat steckt, zu erzählen. Hertha F. – Die Gattenmörderin beschreibt eine Täterin, die sich so weit von der Realität entfernt hat, dass sie die ganze Tat aus ihrer Wahrnehmung ausgeschlossen hat. Die dritte Geschichte ist mit die anschaulichste, da sie die Vorgeschichte der Ermittlung, mit Dialogen und der Darstellung der Verhöre noch mehr zeigt, bis es zur Verurteilung von Gina S. – Die Sadistin kommt. Die letzte Geschichte über die Giftmörderin Natascha G. lässt Veikko Barthel auch nach Jahren nicht los, so dass er lange nach Abschluss des Falls noch mal auf Spurensuche geht.

    Protagonisten: In einem truecrime Buch, das mehr ein Sachbuch zu sein scheint, würde man eher weniger beschreibbare Protagonisten erwarten. In diesem Fall zeigt der Autor aber sehr stark die Personen hinter den Taten. Nicht nur der Strafverteidiger selbst, auch die Angeklagten und ihre Angehörigen werden anschaulich dargestellt, ohne dabei die Würde der betroffenen Personen, insbesondere der Opfer und ihre Angehörigen außer Acht zu lassen. Dabei versucht er durch Beschreibungen der Personen ein vollständiges Bild darzustellen. Gut finde ich, dass der Autor trotzem Dialekte oder Besonderheiten in der Sprache der handelnden Personen im Großen und Ganzen übergeht und damit den guten Lesefluss beibehält.

    Stil: Wie bereits erwähnt gelingt es Veikko Bartel die Geschichten in einem guten Lesefluss zu schreiben. Die Sprache ist trotz der komplexen juristischen Sachverhalte verständlich und anschaulich. An der richtigen Stelle werden die Geschichten durch wörtliche Rede der Ermittler oder Personen in den Verhandlungen aufgelockert und damit noch anschaulicher. Dadurch bekommt der Leser einen tiefen Einblick in die Arbeit des Strafverteidigers, die Angeklagten und ihre Taten. Eine Ausnahme bildet dabei, meiner Meinung nach, die Einleitung, in der der Autor auf seine Arbeit, aber auch auf Grundzüge des Rechtssystems eingeht. Dies ist zwar anschaulich und gut gelungen, teilweise aber für einen Laien schwer verständlich. Trotzdem nicht minder interessant.


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    Fazit: Ein bewegendes, ergreifendes Buch, das gerade durch seine Realität nahe geht. Der Leser bekommt Einblicke, die er sonst nur aus dem Fernsehen kennt. Aber nicht nur deswegen ist „Mörderinnen“ von Veikko Bartel ein lesenswertes Buch. Es zeigt einen schonungslosen Blick auf reale Fälle und auf das Leben von Menschen, die auf den ersten Blick Taten begangen haben, die den neutralen Leser fassungslos und sprachlos machen. Trotz der durch Fachsprache etwas schwerer verständlichen Einleitung gelingt dem Autor in dem vorliegenden Buch einen interessanten Einblick, dem sich der Leser kaum entziehen kann und ihn sprachlos zurücklässt. Denn trotz der Fachsprache zu Beginn will das Buch keine „wissenschaftlich, fundierte Abhandlung“ sein. Das Buch ist die „ureigene, subjektive Sicht auf Lebensgeschichten“ des Autors, wie er selbst im Vorwort schreibt. Dadurch zeigt der Strafverteidiger Taten, die so grausam sind, wie in kaum einem anderen Buch dieser Art.

    Von mir gibt es für „Mörderinnen“ von Veikko Bartel eine absolute Leseempfehlung

  15. Cover des Buches Im Schatten der Vergangenheit (ISBN: 9781537575858)
    Gina Jacobsen

    Im Schatten der Vergangenheit

    (9)
    Aktuelle Rezension von: Martinchen

    "MAFIA-ROMAN: Dr. Sally Flores ist gefeierte Staranwältin in Wien, verlobt mit einem aufstrebenden Politiker. Doch dann stellt ihr ein Journalist vor laufender Kamera eine seltsame Frage wegen ihres Vaters. Und plötzlich kommt wieder hoch, dass zu Hause nie über die Vergangenheit gesprochen werden durfte. Ihr Verlobter beschwört sie, an seinen und ihren Ruf zu denken und die Karriere nicht aufs Spiel zu setzen. Sie geht der Sache auf den Grund, findet ein mysteriöses Foto, reist nach Palermo, folgt der Spur ihres Vaters nach Argentinien und stößt auf ein dunkles Familiengeheimnis, dessen Fäden weit mehr in ihre berufliche Gegenwart reichen, als sie geahnt hätte …
    Nichts in ihrem Leben ist, wie es scheint.
    Und wer ist der Kerl, der jeden ihrer Schritte verfolgt?" - soweit der Klappentext.

    Gina Jacobsen sagt von sich: "Ich wurde in Österreich geboren und lebe in Wien, bin Psychologin und meine Vision ist es, die Herzen von Menschen zu öffnen, um die Welt ein Stück besser zu machen!" (Quelle: amazon) Weitere Infos sind auf ihrer Homepage zu finden.

    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut lesbar, teilweise gelingen ihr ganz wunderbare Formulierungen. Die Geschichte in ihrem Handlungsverlauf ist für mich nicht in allen Punkten nachvollziehbar. Teilweise entscheidet Sally, die ja Anwältin und von daher logisch und analytisch denken kann, schlicht aus dem Bauch heraus. Das ist an sich nicht negativ, hier führt es jedoch dazu, dass ich an manchen Stellen keinen Zusammenhang zur Suche nach dem Vater sehe. Aber Sally geht unbeirrt ihren Weg und findet am Schluss auch Antworten.

    Fazit: trotz einiger Unzulänglichkeiten unterhaltsam

  16. Cover des Buches Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl’s Diner (ISBN: 9783442380886)
    Edward Kelsey Moore

    Mrs Roosevelt und das Wunder von Earl’s Diner

    (80)
    Aktuelle Rezension von: Tilman_Schneider

    Odette, Clarice und Barbara Jean sind seit Kindertagen Freundinnen. Seit 40 Jahren kommen sie ins Diner von Earl, aber an diesem Morgen erfahren sie, dass er tot ist. Odette hat es schon geahnt und es gibt viele Geschichten, viel Lachen, Erinnerungen und Tränen. Die Wege des Lebens haben die Mädchen zusammen geführt und aus einer Zweckgemeinschaft wurden die besten Freundinnen, für alle nur die Supremes. Als Kinder gab es viele Probleme, nicht nur mit den Jungs und es war ein Skandal, als der erste Weiße in Earls Diner zu kellnern anfing. Die Probleme der Farbigen Bevölkerung werden ebenfalls thematisiert und in vielen Rückblenden erfahren wir die Liebes und Leidensgeschichten der drei Freundinnen und tauchen tief ein, in eine amerikanische Kleinstadt und stehen ganz oft in der Schlange am Buffet in Earls Diner.

    Das Buch ist wunderschön, warm, liebevoll und neben den großartigen Liebes und Freundschaftsgeschichten erfährt man auch viel über die Rassentrennung und einen Teil der amerikanischen Geschichte. 


  17. Cover des Buches Schmerzenskinder (ISBN: 9783426787717)
    Waris Dirie

    Schmerzenskinder

    (120)
    Aktuelle Rezension von: Buchperlentaucher

    Waris Dirie, die erfolgreiche Autorin einiger Büber über das Leben in Afrika ,  musste selber einer dieser schrecklichen Eingriffe über sich ergehen lassen. Die Genitalverstümmelung in der Kindheit, welche das Leben von Millionen von Frauen schwer beeinträchtigt. Eindrücklich zeigt Waris Dirie auf, dass selbst in Europa unzählige Menschen darunter leiden. 

  18. Cover des Buches Der erste Satz (ISBN: 9783943168525)
    Sandra Schümann

    Der erste Satz

    (10)
    Aktuelle Rezension von: Vampir989
    Klapptext:


    Im Mittelpunkt der Kurzgeschichten steht der Anfang einer jeden Geschichte: Der erste Satz.
    Die Autorin bat Menschen in ihrem Umkreis, ihr einen ersten Satz zu schenken. Aus diesen ersten Worten schrieb sie jedem von ihnen eine Geschichte. So vielfältig wie die ersten Sätze und die dahinter stehenden Menschen sind, so vielfältig sind auch die Geschichten. Sie handeln von Liebe, Selbstfindung, Fantasie, Humor und sind teilweise auch für Kinder gedacht.



    " Der erste Satz"- ist eine Kurzgeschichtensammlung von der Autorin Sandra Schuhmann.
    Die ersten Worte erhält die Autorin von Personen aus Ihrem Umfeld.Daraus schreibt Sie dann einen Geschichte.Die Idee finde ich nicht schlecht und Sandra Schzhmann hat Sie auch perfekt umgesetzt.


    Die einzelnen Geschichten lesen sich sehr angenehm .Dabei wird auf die unterschiedlichsten Themen eingegangen.Diese wären Freundschaft,Liebe,Harmonie,Sehnsucht und Trauer.Jede Geschichte hat ihren eigenen Inhalt.Auf sehr bewegende und beeindruckende Erzählweise versteht es die Autorin uns zum Nachdenken anzuregen.
    Der Schreibstil ist leicht und flüssig.
    Ich habe mich beim Lesen sehr wohl gefühlt.Teilweise wurde ich förmlich in die Geschichten hinein gezogen.Emotionen und rührende Momente kamen in mir hoch.


    Ich habe es sehr genossen dieses Büchlein zu lesen.Eine wunderschöne Lektüre und ich kann Sie nur empfehlen.
  19. Cover des Buches Das Glück der Geschichtensammlerin (ISBN: 9783423218795)
    Sally Page

    Das Glück der Geschichtensammlerin

    (139)
    Aktuelle Rezension von: Stephanie_Ruh

    Janice ist hauptberuflich Putzfrau, "nebenberuflich" Geschichtensammlerin, da sie der Meinung ist, keine eigene Geschichte zu haben. Das ist natürlich falsch, aber das muss Janice erst noch erkennen.

    Meine ältere Ausgabe des Buches ist etwas anders gestaltet, der Hintergrund ist beige, oben im abgebildeten Buch ist der Name der Autorin genannt, in der Mitte des Covers steht in violett der Titel "Das Glück der Geschichtensammlerin" und ganz wichtig, der Foxterrier, der in eine Pfütze hüpft, die von einem umgestoßenen Putzeimer kommt. Ich finde es schön, dass der Foxterrier abgebildet wurde, es fehlt mir nur noch der Bus zur Komplettierung.

    Dies ist mein 2. Buch von Sally Page und in diesem war ich sofort in der Geschichte, bei der Protagonistin Janice, angekommen. Die Geschichte wird genauso liebevoll erzählt wie über die Stadt Cambridge geschrieben wird, und man kann sich die herrische Mrs. B. direkt vorstellen. Es gibt toll gezeichnete Charaktere und noch schöner ist, dass die meisten Geschichten auf "echten" Geschichten beruhen, das macht das Buch noch "runder". Ich habe das Buch ziemlich zügig gelesen, weil ich wissen wollte, wie es mit "Becky" und vor allem Protagonistin Janice weitergeht.

  20. Cover des Buches Unsere Seite des Himmels (ISBN: 9783746633794)
    Hans Meyer zu Düttingdorf

    Unsere Seite des Himmels

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Martina1964

    Das Cover ist sehr schön gestaltet und ist mir sofort ins Auge gefallen. Der Autor hat die Geschichte sehr gut geschrieben und die Hörbuchsprecherin hat mir sehr gut gefallen. Ich kam sehr schnell in das Hörbuch hinein und die Geschichte ist sehr emotional. Es geht hierbei um die Geschichte einer Frau, die als Kind "verschickt" wurde um sie zu retten, da sie Jüdin ist. Die Geschichte springt zwischen der Vergangenheit und Gegenwart hin und her, was mir sehr gut gefallen hat. So wird Henriette als Kind beschrieben und dann im Hin und Jetzt, wie sie wieder als ältere Frau nach Deutschland zurückkommt um die Stätten ihrer Vergangenheit noch einmal zu sehen. Sie macht sich mit ihrer Urenkelin auf Spurensuche um ihre erste grosse Liebe noch einmal  zu sehen und ihm alles zu erklären, wie es dazu gekommen ist, dass sie auf einmal weg war. Die Geschichte ist an Emotionalität nicht mehr zu überbieten und ich musste manchmal schon schlucken, denn bei so manchen Situationen hatte ich schon mal einen Kloß im Hals.

    Ich empfehle dieses Hörbuch jedem, der mit der damaligen Situation umgehen kann und mehr über diese schweren Zeiten erfahren möchte.

  21. Cover des Buches Liebe am Papierrand (ISBN: 9783746631233)
    Yoko Ogawa

    Liebe am Papierrand

    (54)
    Aktuelle Rezension von: JacqueRoe

    Klapptentext: "Ein junge Frau, die ein rätselhaftes Ohrenleiden hat, lernt einen Stenographen kennen. Sie fühlt sich auf geheimnisvolle Weise zu ihm hingezogen und bittet ihn, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Dank seiner Aufzeichnungen beginnt sie die Rästel ihrer Vergangenheit zu verstehen. Doch schon bald muss sie erkennen, dass der Stenograph nur eine begrenzte Menge Papier zur Verfügung hat ..."

    Eine junge Frau muss sich fast ganz verlieren um sich wieder zu finden und neue entdecken zu können. Schwach und zerbrechlich, wie auch zerbrochen beginnt ihr Weg, aus dem sie am Ende gestärkt und sich ihrer selbst vielleicht zum ersten Mal bewusst hervorgeht und bereits ist, sich dem Leben zu stellen. Dabei wünscht man ihr, dass sie der Zauber ihrer Ohren und seiner Hände nie verlassen möge.

    In einem muss ich dem Klappentext widersprechen - erst sehr nah am Ende der Geschichte, also keineswegs "schon bald" wird die Endlichkeit des Papiermenge klar. Zuvor passiert vieles unbeschwert von dieser Erkenntnis.

    Magie und Realität sind in diesem Roman auf so feine, so zarte und so leise Art miteinander verbunden. Erst ganz langsam beginnt man im Laufe der Geschichte zu enträtseln, wo die eine beginnt und die andere aufhört. Doch es gelingt am Ende nicht wirklich zwischen Magie und Realität sauber zu trennen; die Realität bleibt magisch, die Magie scheint real zu sein. Das Geheimnis darf ein Geheimnis bleiben.

    Yoko Ogawa ist ganz sicher ein Name, den ich mir merken werde. Gerne will ich noch mehr solch wunderbare wundersame Geschichten lesen.

  22. Cover des Buches Juja (ISBN: 9783548287928)
    Nino Haratischwili

    Juja

    (29)
    Aktuelle Rezension von: Hubertus_Feldmann

    Man braucht eine große Offenheit, auch eine gewisse Leidensfähigkeit und zudem, in manchen Phasen, eine gehörige Portion Geduld, um sich mit diesem teils verwirrenden, teils bezaubernden Erstlingswerk von Nino Haratischwili anfreunden zu können. Doch dann wird man – zum guten Schluss (in einer endlosen Geschichte, die dann jeder selbst weiterschreiben kann …) – mit etwas belohnt, das einen wieder stärker verbindet, mit dem, was man Leben (oder auch Liebe) nennt – und man sich darin vielleicht verloren glaubte.

    Die Geschichte, es sind eher mehrere Geschichten, die aufeinander zulaufen, rankt um ein Buch (eher ein „Heftchen“), dessen schmerzerfüllte Leidensgeschichte die 17-jährige Autorin schließlich vor einen Zug im Pariser Bahnhof Gare du Nord beenden lässt. Offensichtlich füllt ihre Lebensgeschichte die Leerstellen einiger Leserinnen, die ihrem Weg folgen. Aus verschiedenen Perspektiven erhält der Hintergrund der Geschichte eine Zugkraft, die oft die Schmerzgrenze des Leidens und Erkennens übersteigt. Schließlich führt die Suche nach den Spuren der Autorin zu neuen Lebensentwürfen, die es ohne diese Geschichte nicht gegeben hätte. Insofern ist sie einerseits äußerst leidvoll, andererseits aber auch mit dem Potential ausgestattet, Menschen wieder einander näherzubringen.  

    Schließlich bleibt die Erkenntnis, dass wir Viele in einer Person sind (lebensfroh und einsam, liebend und hassend, …) und gleichzeitig alle an einer gemeinsamen Geschichte schreiben. Oder um es mit den Worten einer der Protagonistinnen der Geschichte zu sagen: „Mittlerweile denke ich, dass Geschichten das Einzige sind, was uns Menschen verbinden kann. Ich meine, dass wir erst durch diese Geschichten unsere Identität finden können.“

    (17.1.2023)

  23. Cover des Buches Stasiland (ISBN: 9783596522705)
    Anna Funder

    Stasiland

    (10)
    Aktuelle Rezension von: chillimarinade

    "Stasiland" hat mich von Anfang an mit den facettenreichen Charakteren und der interessanten Sidestory aus dem Leben der Autorin gepackt und ich konnte das Buch einfach nicht weglegen.


    Die Charaktere unterscheiden sich vom Alter bis hin zur historischen Position, "auf welcher Seite der Geschichte" sie standen. Ich habe das Buch vor zwei Jahren gelesen und bin immer noch begeistert und kann nicht aufhören zu schwärmen.


    Obwohl es eher ein spontaner Kauf damals in Berlin war, ist das eins der Top 20 besten Bücher, die ich jemals gelesen habe!

  24. Cover des Buches 70 Aha-Momente zum Glücklichsein (ISBN: 9783758905834)
    Sabine Asgodom

    70 Aha-Momente zum Glücklichsein

    (24)
    Aktuelle Rezension von: Sternenstaubfee

    Ich kannte Sabine Asgodom nicht, als ich durch Zufall dieses Buch entdeckte. Es sprach mich dennoch an, und ich bin sehr froh darüber, denn ich habe aus ihren Erzählungen viel mitnehmen können. 

    Anlässlich ihres 70. Geburtstages hat die Autorin 70 kleine Episoden aus ihrem Leben geschildert inklusive Anregungen für den Leser. Dabei umfassen diese Episoden und Anregungen ganz unterschiedliche Bereiche. 

    Mich hat das Buch tatsächlich dazu gebracht, einiges zu überdenken. 

    31.08.2025

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