Bücher mit dem Tag "lebensstil"
25 Bücher
- Fumio Sasaki
Das kann doch weg!
(45)Aktuelle Rezension von: Rene_GreinerNach Magic Cleaning von Marie Kondo wollte ich tiefer in das Thema Minimalismus eintauchen – und „Das kann doch weg!“ von Fumio Sasaki schien die perfekte Ergänzung zu sein. Tatsächlich bietet das Buch eine Vielzahl praktischer Tipps für ein bewussteres, reduzierteres Leben. Sasakis Ansatz geht dabei über bloßes Aufräumen hinaus: Er beschreibt, wie Minimalismus nicht nur die Wohnung, sondern auch den Geist befreit.
Seine eigene Geschichte – vom gestressten, konsumgetriebenen Großstädter zum überzeugten Minimalisten – macht das Buch persönlich und authentisch. Dennoch hat mich „Magic Cleaning“ von Marie Kondo mehr angesprochen, weil ihr Ansatz für mich stimmiger und inspirierender war. Sasakis Buch ist eher eine leichte Lektüre mit einem sanften Einstieg ins Thema. Wer eine radikalere Sichtweise auf Minimalismus sucht oder praktische erste Schritte gehen möchte, findet hier dennoch wertvolle Anregungen.
Ein guter Überblick für Minimalismus-Einsteiger mit netten Tipps, wenn auch weniger tiefgehend als Marie Kondos Konzept.
- Naomi Wood
Als Hemingway mich liebte
(49)Aktuelle Rezension von: walli007Im Jahr 1926 weilen Ernest Hemingway und seine erste Frau Hadley in Paris. Sie sind nicht reich, aber mit ihrem kleinen Sohn recht glücklich. Doch bald spürt Hadley, ihr Mann interessiert sich für eine andere. Um ihre Ehe zu retten, lädt sie Fife ein, mit nach Antibes zu kommen. In einem Ferienhaus der Fitzgeralds wollen sie den Urlaub verbringen. Partys und das schöne Leben, es soll Hemingway wieder an Hadley binden, doch die Ehe zerbricht. Hemingway und Fife heiraten, doch nach einigen Jahren taucht wieder eine andere auf. Wieder wird geheiratet und noch einmal geschieht das Gleiche.
Hemingway und seine Ehefrauen, das Muster gleicht sich. Die große Liebe, die Heirat, dann der Betrug mit vielen, mit der einen, der nächsten und wieder wird geheiratet und das Muster wird erneut durchlaufen. Gerade in der Zeit der 1920er Jahre, in der die Boheme sich in Frankreich trifft, ist dennoch eine relativ gute Zeit. Die Hemingways werden von den Freunden unterstützt und sie haben ein begünstigtes Leben. Doch wie es eben so ist, obwohl Hemingway behauptet, sich nicht trennen zu wollen, kann er doch von anderen Frauen nicht lassen. Und bald kann Hadley es nicht mehr mit ansehen und sie trennt sich.
Vielleicht hat man am Anfang ein wenig Mühe, in das Buch hineinzukommen, denn einige Beschreibungen kann man als etwas langatmig empfinden. Hat man die anfänglichen Schwierigkeiten überwunden, wird man von mitreißenden Szenen aus verschiedenen Ehen zumindest hin und wieder gepackt. Nach eingehender Recherche und Sichtung der Aufzeichnungen Hemingways und seiner Frauen hat die Autorin einen Roman vorgestellt, der sich wahrscheinlich recht genau an die Überlieferungen hält. Obwohl ein begnadeter Schriftsteller wirkt Hemingway als Mensch nicht sonderlich sympathisch. Und so sind es die Frauen, die vernünftigerweise die Reißleine ziehen. Bis auf Mary, die vierte und letzte Frau, sie bleibt und hält aus. Aus heutiger Sicht nicht ganz verständlich weshalb. Mit diesem durchaus lesenswerten Roman bekommt man einen überraschenden Einblick in den Charakter eines Schriftstellers und die Beziehungen zu seinen vier Ehefrauen.
3,5 Sterne
- Jelena Weber
Mehr vom Weniger
(51)Aktuelle Rezension von: ScheckentoelterIch bin über YouTube auf die Autorin aufmerksam geworden. Ihre Einstellung zum Thema Aufräumen und Ordnung fand ich sehr gut. Daher kaufte ich dieses Buch.
Gut am Buch finde ich:
- es wird auf verschiedene Ausmistmethoden eingegangen
- es gibt sehr gute DIY Anleitungen
- am Ende der einzelnen Kapitel gibt es eine gute Zusammenfassung
was ich eher schlecht fand:
-viele für mich Unnütze Informationen die ich nicht bräuchte
- das Bagua-Raster wurde für mich absolut nicht verständlich erklärt
Dieses Buch empfehle ich für alle die verschiedene Methoden des Aufräumens kennen lernen wollen. Tipps und Anweisungen für den Start von Ordnung und Sauberkeit.
- Heike Malisic
Body, Spirit, Soul
(10)Aktuelle Rezension von: LujomaInhalt (Klappentext):
Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit und sind untrennbar miteinander verbunden. Oft konzentrieren wir uns jedoch mehr auf die äußerlichen Aspekte, vor allem auf unser Aussehen und unsere Gesundheit. Doch nur, wenn wir einen starken Geist entwickeln und und unsere Seele Frieden findet, werden wir wirklich erfüllt, zufrieden und glücklich sein.
Wie bei einem Plausch auf dem Sofa unter Freundinnen erzählen Heike Malisic und Beate Nordstrand, was ihnen dabei geholfen hat, ganzheitlich leichter zu leben. Sie berichten, wie sie den Sinn ihres Lebens bei Gott gefunden haben. Anschaulich, zeigen sie, wie wir mit uns selbst und anderen ins Reine kommen können - sodass unser Leben ein Bestseller wird.
Meine Meinung:
Mit seinem, in verschiedenen Grüntönen gehaltenen Einband und als Hartcoverausgabe wirkt das Buch schon auf dem 1. Blick sehr hochwertig. Auch im Innenteil findet man das Grün wieder… in den Überschriften und in den grün-unterlegten Beispielgeschichten aus dem Leben der Autorinnen.
Das Buch ist nach der Einleitung dreigeteilt, wie man ja schon aus dem Titel schließen kann:
Body - Körper, Spirit - Geist, Soul – Seele.
Der 1. Teil zum Körper ist vertraut. Jeder Mensch macht sich (zumindest ab und zu) Gedanken zu seinem Aussehen und zur Gesundheit. Interessant fand ich den Gedanke, was mein Körper wohl erzählen würde, wenn er die Chance dazu hätte… Vielleicht, dass Narben überstandene Krisen sind? Dass ich die Erkältung bekomme, weil ich gerade Ruhe brauche und anders nicht zu stoppen bin? Dass die Pölsterchen auf der Hüfte als Puffer für flatternde Nerven gebraucht werden?
Es gibt in diesem Teil Hinweise für eine gesunde Lebensweise (Essen, Bewegung, Grenzen annehmen) und wie ich das Älterwerden akzeptieren und genießen kann….
Teil 2 beschäftigt sich mit dem Geist und ist damit nicht mehr so greifbar. Die Autorinnen schreiben dazu: „In diesem Buch meinen wir mit Geist also nicht den Verstand, die Intelligenz oder das Bewusstsein. Wir meinen unser eigentliches „Ich“, das von Gott, der ebenfalls Geist ist, nach seinem Ebenbild geschaffen wurde. Dieser Kern unserer Persönlichkeit sehnt sich nach Gott….“ (s.S. 107) Die Kapitel handeln von der Suche nach Glück (durch Besitz, Anerkennung, Sport, Beziehungen) und nach Spiritualität und sie zeigen den Weg zu Gott auf, der uns geschaffen hat und liebt und sich danach sehnt, dass wir zu ihm kommen.
Im Teil 3 geht es dann um Soul, die Seele. Die große Überschrift lautet: „Vor allem behüte dein Herz“ und man beschäftigt sich mit den Fragen: Wie gehe ich mit Problemen und Verletzungen um? Was lasse ich in mein Herz? Mit welchen Menschen und Dingen verbringe ich Zeit?
Ich habe das Buch während des Urlaubs Stück für Stück gelesen. Manches war mir bekannt, anderes habe ich noch nie in diesem Zusammenhängen betrachtet. Es gab auch Aha-Erlebnisse. Sehr interessant sind die persönlichen Erfahrungen der Autorinnen, die sie mit großer Offenheit teilen. An so manches Stelle findet man sich wieder.
Insgesamt bietet das Buch eine Fülle von Anregungen, die es sich zu bedenken lohnt, und so wird es wohl auch in Reichweite stehen bleiben.
Fazit: „Body, Spirit, Soul“ ist ein sehr persönlicher, gut gelungener Ratgeber, voller Anregungen. Ich kann das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen.
- Damon Gameau
Voll verzuckert - That Sugar Book
(15)Aktuelle Rezension von: KeksisbabyDie neue böse Droge auf dem Weltmarkt ist Zucker. Und während andere Prediger hergehen und den Konsum verteufeln um die Gefahr zu verdeutlichen, macht Damon es umgekehrt. Durch seine Freundin ist er schon seit Jahren los vom weißen Gift, jetzt will er um seinen Standpunkt zu beweisen, täglich die Menge an Zucker zu sich nehmen, die jeder Australier im Durchschnitt pro Tag verzehrt. Die Crux an der Sache ist, dass er sich dazu von scheinbar gesunden Nahrungsmitteln, die von der Industrie als besonders gesundheitsfördernd angepriesen werden, ernähren muss, also nix mit Donut, Schokolade, Cola und Co. Erstaunlicherweise hat er bereits nach einem Frühstück mit Müsli, Saft und fettarmen Joghurt sein Tagessoll erfüllt.
Voll Verzuckert, versteht sich als Zusatzmaterial zu Damons Film „That Sugar Movie“. Es zeigt wie viel von dem billigen Zusatzstoff die Industrie uns ins Essen mischt und ganze Nationen damit krank macht. Damons Selbstexperiment zeitigt sehr schnell Auswirkungen auf seine Leber und seine Konstitution. Er kann förmlich zusehen wie sein Bauch wächst. Zudem reist er nach Amerika, dem Land der grassierenden Fettsucht, um Ursachenforschung zu betreiben. Erschreckenderweise lernt er da Kinder kennen, die trotz schmerzhafter Behandlungen beim Zahnarzt nicht von süßen Softdrinks lassen können. Der Autor zeigt durch eine poppige Herangehensweise, die manchmal sehr unkonventionell ist und nicht immer wissenschaftlich, wie gegenwärtig Zucker in unserer Nahrung ist und was er mit unserem Körper macht. Gerade die schrille Aufmachung die vielen vielleicht nicht liegt, finde ich toll, denn damit vermag er sehr anschaulich Inhalte zu vermitteln. Zum Beispiel, indem er sein Mittagshühnchen mit Zucker überschüttet um zu zeigen, wieviel davon sich in der Marinade versteckt. Für meinen Geschmack ist mir Damon zu radikal. Zucker reduzieren ja, aber so komplett aus dem Leben streichen, halte ich wirklich nur für Fans von Selbstkasteiung machbar. Daher waren die Rezepte am Ende des Buches interessant, sie haben mich aber jetzt nicht dazu animiert sie sofort nachzukochen.
Wer so gar keine Ahnung hat wird in diesem Buch einen leichten peppigen Einstieg finden und sich vielleicht ein bisschen bewusster ernähren. Ich für meinen Teil fand es unterhaltsam, aber wirklichen Neuwert hatte es für mich jetzt nicht, weil ich schon andere Bücher über dieses Thema gelesen habe, nur die Herangehensweise fand ich erschreckend und unterhaltsam zugleich.
- Gustav Dobos
Das gestresste Herz
(6)Aktuelle Rezension von: Maier31Professor Dr. med Gustav Dobos arbeitet schon lange als Direktor an der Klinik für Naturheilkunde und integrative Medizin in Essen. In diesem wunderbaren Hörbuch werden die neuesten Forschungsergebnisse für ein langes Leben vorgestellt. Ausdrücklich wird auch noch betont das dieses Buch keinen Arzt ersetzen kann.
Unser Körper hat erstaunliche Möglichkeiten der Selbstheilung, wenn wir die Signale, die uns unser Körper sendet, rechtzeitig verstehen und darauf reagieren. Neue Forschungen zeigen das 90 Prozent der Infarkte sich durch einen weniger riskanten Lebensstil verhindern lassen. Die Naturheilkunde und die Schulmedizin sollten einen gesamtheitlichen Blick auf den Patienten werfen und nicht ein einzelnes Organ in den Mittelpunkt stellen.
Jeder Einzelne muss Verantwortung übernehmen und gegen Risikofaktoren wie Blutfette, Rauchen, Bluthochdruck, Übergewicht (vor allem Bauchfett) Diabetes, Alkohol und Bewegungsmangel rechtzeitig gegensteuern.
Sehr interessant fand ich den Hinweis auf die neue Risikogruppe "Frauen". Diese haben eine schlechtere Prognose bei Infarkten und die Risikofaktoren werden eher übersehen. Nur jede dritte Frau klagt im Ernstfall über Schmerzen in der Brust.
Dieses von Clemens Benke gesprochene Hörbuch hat mir ausnehmend gut gefallen, die Stimme ist markant und angenehm zu hören.
Durch dieses Informationen, die nicht unbedingt alle neu sind, wird man wieder daran erinnert besser auf sich auf zupassen. Wir haben nur dieses eine Leben und sollten es nicht verschwenden.
Fazit: Verdiente 5 Sterne, Hörenswert für Jedermann!
- Pamela Reif
You deserve this. Bowl-Kochbuch
(13)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderAlso, das Foto mit der Bowl und das es die in vielen Farben, Forben und Materialien gibt, echt jetzt? Äh, Hallo? Jeder hat doch wohl eine Schüssel zu Hause, midestens eine! Die Erklärung von Lebensmitteln ist ganz gut gemacht und das ist schon anpsrechend gestaltet. Die Rezepte sind so lala, viele sind überall im Internet zu finden und es gibt natürlich einige leckere dabei, aber auch vieles, was man so in die Tonne kloppen kann. Was aber sowas von nervt, ist die Dame. Als ob die in einem Gewächshaus hantiert, das glaube ich ja kaum und ich will Zutaten sehen und Rezeptbilder und Lebensmittel und nicht sie.
- Karen Duve
Warum die Sache schiefgeht
(14)Aktuelle Rezension von: HoldenKaren Duve schreibt sich dir ganze Wut von der Seele, wie wir von engstirnigen und machtbesessenen MÄNNERN in die globale Krise getrieben wurden, von den gleichen Typen, die seit 5000 Jahren das Sagen haben und wegen denen es jetzt 2 vor 12 auf der Weltuntergangsuhr ist. Sie nennt die Probleme beim Namen (gefühllose, dressierte Entscheidungsträger, die beratungsreistent sind und selbst jetzt vor dem abzusehenden Untergang nicht bereit sind, zu tun, was jetzt unbedingt getan werden muß. Allen Entscheidungsträgern landauf landab sei das Buch vor die Stirn getackert, aber Frau Duve sieht die Rettung ja auch nur in einer Revolution, selbst die Vereinten Nationen scheinen eine Nummer zu klein für das Anliegen zu sein. Das Buch zur rechten Zeit. - Paul Unterleitner
Green Power
(18)Aktuelle Rezension von: Rosalie266Das Buch „Green Power“ von Paul Unterleitner thematisiert zwei Aspekte mit denen ich bisher wenige Berührungspunkte hatte: natürlicher Muskelaufbau bzw. Bodybuilding sowie vegane Rezepte v.a. High Protein -lastig.
Paul Unterleitner war mir bisher nicht bekannt. Deshalb finde ich es gut, dass zunächst ein Theorieteil folgt, in dem der Autor Grundlagen und Wissen vermittelt aus eigener Erfahrung. Seine beeindruckende, persönliche Entwicklung zum Natural Bodybuilder wird auf den ersten 40 Seiten beschrieben und mittels Bildern veranschaulicht.
Der zweite Teil beinhaltet mehr als 60 Rezepte, die detailliert und bebildert Schritt für Schritt aufgebaut sind. Somit sind die Rezepte für jeden nachvollziehbar und nachkochbar. Einzelne Zutaten müssen für einen Normalohaushalt auf den nächsten Einkaufszettel , sind aber nicht so exotisch, dass man Schwierigkeiten hat, sie zu bekommen. Meine Favoriten sind die Zitronenpasta mit geschmolzenen Tomaten und die Zucchini-Lasagne.
Alles in allem ein guter Ratgeber und eine tolle, bunte, kreative und abwechslungsreiche Rezeptesammlung für Veganer. - Felix Pescoller
Herzgesund leben
(9)Aktuelle Rezension von: Ente-LuliEin Ratgeber, der rein optisch schon auffällt und inhaltlich überzeugt.
Beim aufklappen fallen sofort die Auflistung der Alarmzeichen eines Herzinfarktes auf und hinten nützliche Hinweise zur Wiederbelebung.
Das Buch selber vermittelt Basiswissen zum Herzen.
Alles erklärt von Kardiologen und so locker mit Humor beschrieben, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe.
Leicht verständlich, abgerundet durch Praxisbeispiele und kleine Anekdoten ist dies ein perfekter Ratgeber zum Thema Herzgesundheit.
Alles in diesem Buch, ohne erhobenen Zeigefinger oder Fachsimpelei, mit dem Rat, dass es nie zu spät ist seinem Herzen etwas Gutes zu tun.
- Katja Kullmann
Generation Ally
(31)Aktuelle Rezension von: HoldenKK schreibt über die damals sehr beliebte Serie auf Vox, aber in erster Linie geht es um das Aufwachsen ihrer Mädchen- und Frauengeneration, denen die Frauenquote immer zu spießig und einengend war und die so frei und ungebunden waren, daß sie ihren Besitz jederzeit eintüten konnten und am nächsten Tag ins Ausland hätten ziehen können. Erstaunlicherweise geht es in dem Buch um eher wenig um Ally (und ich habe die Serie damals sehr gern gesehen, s. letzter Satz des Buches), aber es stecken viele Wahrheiten drin, so daß man sich auch als Mann angesprochen fühlen Konnte (ich bilde mir allerdings ein, nicht so hilflos-kükenmäßig zu sein wie die beschriebenen y-Chromosom-Träger). In der am Ende beschriebenen "Luderliga" fehlte natürlich noch "Oberluder" Micaela Schäfer, und man würde dafür BRENNEN, eine aktualisiert Fortsetzung zu lesen.
- Karl-Wilhelm Weeber
Rom sei Dank!
(4)Aktuelle Rezension von: GospelsingerRom hat die Welt geprägt und prägt uns bis heute. Wie sehr, machen wir uns allerdings nur selten bewusst. Diese Lücke schließt Karl-Wilhelm Weeber auf erstklassige Weise. Große Teile unserer Sprache und unseres Denkens verdanken wir den Römern, und auch unsere Architektur, unser Straßenbau, unser Rechtsempfinden, unsere Hygienevorstellungen haben ihre Wurzeln im alten Rom. Besonders deutlich wird das im Kapitel „panem et circenses“. Die damaligen Gladiatorenkämpfe riefen beim Publikum ähnliche Reaktionen hervor wie heute die Fussballspiele, genau wie damals bei den Wagenrennen wartet auch das heutige Formel 1-Publikum auf spektakuläre Unfälle; die menschliche Schaulust ist die gleiche geblieben. Auch unser Kalender ist von den Römern eingeführt worden, wie auch die Fußbodenheizungen und das Fensterglas. Ebenso sind die in Bellum Gallicum beschriebenen Eigenschaften wie Effizienz, Schnelligkeit und Rationalität nach wie vor erwünscht, wenn auch nicht mehr in erster Linie bei Kriegsherren, dann doch bei Managern. Karl-Wilhelm Weeber schreibt schwungvoll und lehrreich, unterhaltsam und kompetent, bringt einen zum Staunen und macht damit dieses Buch zu einem reinen Lesevergnügen. Dazu trägt auch die äußerst edle und geschmackvolle Ausstattung dieser Ausgabe bei. - Ian Fleming
James Bond - Im Geheimdienst Ihrer Majestät
(13)Aktuelle Rezension von: HoldenJames Bond auf einer seiner ersten Missionen, immer von ordentlich Alkohol (Wodka, Martini, Enzianschnaps, Steinhäger) angetrieben, im "Franziskaner" in München gibts Würste und 4 Maß mit seinem zukünftigen Schwiegervater (der sich keine Gedanken über den Umgang seines Schwiegersohns mit Alkohol macht), aber das Skiurlaubs-Hauptquartier von Blofeld (ohne weiße Katze) kann er dennoch auskundschaften, allerdings nicht ohne weiblichen Reizen zu erliegen "Galerie der Busen", S. 58). Aber spannend ist es in jedem Fall, man versteht auch das Faszinierdende an der Serie, das die einzigartige Kinoreihe möglich machte. Schön, daß es die Bücher endlich (zumndest zum teil) wieder in Neuauflage gibt.. - Frank Trentmann
Herrschaft der Dinge
(6)Aktuelle Rezension von: Trishen77Auf dem Grabstein des Kapitalismus, so sagte Volker Pispers einmal, wird stehen: Zuviel war nicht genug. Ob wir es glauben wollen oder nicht: wir leben in einer Überfluss- und, in der Folge, auch in einer Wegwerfgesellschaft. Wozu Dinge reparieren? Man kauft sie einfach neu. Dass sie dann doppelt so schnell wieder kaputt gehen: was solls. Man kauft sie wieder neu.
Derweil sammeln sich nicht nur Müllberge an, rund um die Welt und in den Ozeanen, auch die einzelnen Identitäten der Menschen sind mittlerweile stark geprägt von ihrem Konsumverhalten. Das fängt bei Markenklamotten an, geht über Handys und Schmuck und reicht bis zu größeren Statussymbolen wie Autos, etc. Und was ergibt in einer größtenteils profan gewordenen Welt auch noch Sinn, abgesehen von Shopping und Konsum? Selbst viele transzendentale Bewegungen haben oft einen Konsumfaktor im Schlepptau oder werden vom Kapitalismus ein- oder sogar überholt.
Aber wie kam es eigentlich zu jener Form von Massenkonsum, der wir heute tagein tagaus frönen? Hat sich unser Verhältnis zu den Dingen geändert oder ist es gleichgeblieben und hat nur durch den technischen Fortschritt eine so monströse Dimension erhalten.
Frank Trentmann zeigt in seinem Buch, dass man unsere heutige Konsumgesellschaft als das Produkt einer langen Entwicklung begreifen muss, die, nicht unbedingt linear, im 15. Jhd. begann und bis in unsere Zeit reicht. Dabei zeigt er auf, dass die Beziehung zu den Dingen des Gebrauchs und des Nichtgebrauchs schon immer wichtig für den Menschen war, die Zuspitzung der letzten 500 Jahre auf diesem Gebiet also zum einen mit einer grundsätzlichen Veranlagung erklärt werden kann.
Doch diese Veranlagung ist ein Grund, den man erst erreicht, wenn man tief in die Wasser der Geschichte abtaucht. Dieses Buch taucht tief hinab und wirft Licht auf den Grund, welches dabei auch das Wasser von der Oberfläche bis zum Grund durchdringt.
Wer wissen will, was Mensch und Konsum miteinander zu tun haben, der sollte dieses Buch unbedingt lesen!
das vergnügen, dekadent zu sein. von der kunst, in england zu leben. aus dem englischen von dr. klaus machold
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenGoerge Mikes ist England-Zugereister ungarischer Herkunft und beschreibt das den Übrigen-Länder-Angehörigen seine neue Wahlheimat. MAn befindet sich Ende der 70er Jahre in einer veritablen Wirtschaftskrise, das pound sterling liegt am Boden, aber gleiehwohl bseteht kein Grund zur Panik, oder eben the british way. Man beschwert sich nie (NIEMALS!), steht brav Schlange an, wer das nicht tut, muß Ausländer sein, und Homosexuelle haben bekanntermaßen keinen Humor. Mit letztgenannter Aussage würde der Autor heutzutage einen ziemlichen Shitstorm auslösen, aber nichts anmerken lassen (wieder very british). Mir fehlen noch die Teppichböden in den englischen Bädern, darüber kann man sich auch trefflich amüsieren. Ein schönes Portrait des "typisch" Englischen, dazu empfehle ich die Fotos von Martin Parr (RIP).
- Rindert Kromhout
Brüder für immer
(37)Aktuelle Rezension von: jenvo82„Du hast vergessen, warum ihr mit dieser Lüge angefangen habt. Aus Bequemlichkeit. Und das ist der Grund, weshalb ich auf euch so wütend bin. Denn Bequemlichkeit ist genau das, wovor ihr uns immer gewarnt habt.“
Inhalt
Quentin und Julian Bell, die beiden Söhne der Malerin Vanessa Bell wachsen in einem mehr als liberalen Elternhaus im englischen Cornwall auf. Ihre Mutter und Tante sind Teil der bekannten Bloomsbury Group, einer Gruppe freier, unabhängiger Künstler, die sich nicht an den Normen ihrer Zeit orientieren, sondern an ihren eigenen Werten. Zwar werden sie dafür schief angesehen und teilweise gemieden, doch ihr Dunstkreis ist groß und sie genügen sich selbst mit ihren Kindern, Männern, Liebschaften und Gleichgesinnten Freunden. Die beiden Jungen wachsen mit der jüngeren Schwester bei der Mutter und deren homosexuellen Freund samt dessen Partner auf und der leibliche Vater ist eher ein gern gesehener Gast, der sich an dem Familienkonstrukt genauso wenig stößt wie die Tante der beiden Heranwachsenden - Virginia Woolf. Doch mit zunehmendem Alter entfremden sich Quentin, der Erzähler des Buches und sein älterer Bruder Julian immer mehr voneinander. Die enge Verbundenheit aus Kindertagen gerät ins Wanken, als Julian ein Familiengeheimnis erfährt und damit die Perfektion seines Elternhauses in Frage stellt und auch der heraufziehende Krieg und die zunehmend politische Fokussierung des Älteren, treiben einen Keil zwischen die beiden. Quentin muss lernen, dass sein Bruder wohl einen anderen Lebensweg beschreiten wird als den eines Künstlers in der Künstlerfamilie.
Meinung
Dieses Buch steht nun schon ganze 9 Jahre ungelesen in meinem Regal, nachdem ich es immer mal wieder zur Hand genommen habe, konnte ich es nun im Rahmen des SUB-Abbaus lesen. Die Geschichte, die als Jugendroman angelegt ist, richtet sich tatsächlich sehr gut an diese Zielgruppe, der Ton wirkt authentisch, oft kindlich, manchmal etwas naiv aber immer nah dran an den handelnden Personen. Zwei Dinge haben mir besonders gefallen: Zum einen den fiktionalen Bezug zu den wahren Begebenheiten der bekannten Familie des Erzählers, die jedoch hier nicht mit historischen Informationen daherkommt sondern mehr mit persönlichem Erleben. Dadurch fühlt man sich als Leser mitgenommen, hinein in eine unbeschwerte Kindheit, die nicht so herkömmlich und normal verläuft, sich aber in vielen Dingen als Gold wert entpuppt. Bei den Bells kann jeder so sein, wie er möchte und man lebt den Kindern vor, dass verschiedenen Lebensentwürfe sehr gut nebeneinander Bestand haben können, ohne dass das Miteinander verschwindet.
Der zweite Punkt erscheint mir aber noch viel aussagekräftiger: Zwei Jungs werden erwachsen und gehen getrennte Wege – eine gemeinsame Herkunft, viele geteilte Geheimnisse und trotz intakter Geschwisterbeziehung lernt der Jüngere, den Älteren ziehen zu lassen und muss dabei einsehen, das auch sein Idol und Vorbild aus Kindertagen Fehler hat und sich anders als er selbst verhält – obwohl ihm das Schmerzen bereitet und er sich wünschen würde, das die innere Nähe auch nach der Kindheit so intensiv bleiben würde. In dieser Aussage liegt viel Wahrheit und das Phänomen lässt sich auf zahlreiche Beziehungen übertragen – die Zeit hinterlässt ihre Spuren und führt enge Vertraute auf andere Wege.
Fazit
Ich habe diesen Roman des niederländischen Autors Rindert Kromhout sehr gern gelesen und vergebe gute 4 Lesesterne dafür. Ich glaube er eignet sich noch besser für jüngere Leser, weil gerade die Familiensituation hier so umfassend skizziert wird. Mir persönlich blieb er stellenweise zu unbestimmt. Gerade die Entwicklung Julians hätte ich gerne näher verfolgt, auch seine Sichtweisen besser kennengelernt, nicht nur durch den Filter der Erzählperspektive seines Bruders. Der Roman vermag außerdem das Interesse an den Hintergründen und Werken der berühmten Familie zu wecken. Ich habe nebenbei Bilder angeschaut und Zusatzmaterial gegoogelt. Das lässt sich gut machen und lässt den Text lebendiger wirken – man findet hinein in das Leben und Leid der Familie, ohne dem Schwermut zu verfallen und es bleibt die absolut richtige Aussage am Ende stehen: Zusammenhalt ist wichtiger als Konkurrenzdenken, Freiheit im Geist bringt Menschen einander näher, auch wenn sie unbequem ist oder gerade deswegen.
- Homera Sahni
In the Spirit of Gstaad (Icons)
(1)Aktuelle Rezension von: TheSaintEin sehr persönliches und reich bebildertes Buch über den Schweizer Nobelferienort Ort Gstaad, der auf 1050 m Seehöhe im Berner Oberland liegt.
Das warmherzig und euphorisch geschriebene Buch erzählt in Wort und Bild die Geschichte dieses im Chalet-Stil erbauten Dorfes, welches schon vor dem Ersten Weltkrieg von Briten , Kontinentaleuropäern und auch Amerikanern ("Der große Gatsby") entdeckt wurde und sich über die Jahre zu einem sehr wichtigen Fixpunkt des internationalen Jet Sets mauserte.
In den Blickpunkt der Reichen rückte dieser Ferienort durch das "Institut Le Rosey" - eine der renommiertesten und teuersten Privatschulen der Welt. Die Kinder der Königsfamilien Europas besuchten und besuchen diese Schule aber auch der Aga Khan und der Schah von Persien entsandte seine Sprösslinge dorthin. Im Sommer werden die Kinder am Genfersee unterrichtet, im Winter siedeln die Kinder in die Dependance in Gstaad - dies seit 1916.
Blickfang dieses Ortes ist das märchenhaft anmutende Gstaad Palace Hotel, wo während des Jahres nicht nur die Rolls Royce's und Jaguars vorbei promenieren, sondern auch die Schweizer Kühe mitsamt ihren wuchtigen Glocken auf ihrem Weg auf bzw. von der Alm.
Einheimische wie die Bauern der Umgebung saßen in den urigen Gasthäusern Rössli oder dem Olden mit den Kennedys oder der Fürstenfamilie aus Monaco zusammen.
Der Aufstieg dieses traumhaften Sommer- wie Winterferienortes begann in den 1950ern und hatte seine Hochzeit in den 1960ern und 1970ern.
Da wurde Gstaad in einem Zug mit Orten wie St. Moritz, Cannes, Nassau oder Portofino genannt.
Wenn die Großen des Showbusiness, der Politik oder der Hochfinanz unter sich bleiben wollten und wollen, dann ziehen sie sich in den atemberaubenden und exklusiven Eagle Club oder in ein der zahlreichen Chalets, die teilweise zu Preisen in Millionenhöhe (Schweizer Franken!) gehandelt werden, zurück.
Hier genießt man die stille Akzeptanz der Schweizer Eidgenossen und ist geschützt vor dem gemeinen Pöbel der Papparazzis und Autogrammjäger.
Ich selbst habe Gstaad mehrmals besucht und mich sowohl in den Ort und auch die wunderschöne Landschaft des Berner Oberlandes verliebt. Die Gegend hat ein eigenes Flair und Gstaad schaffte es mit sanften Adaptierungen, mit der Zeit zu gehen und sich doch den exklusiven Charme jener "guten alten Tage" zu bewahren.
Der Bilderreigen, der Impressionen des Ortes und seiner Menschen und Gäste von den 1920ern bis herauf ins Jahr 2016 serviert, endet mit einer Liebeserklärung der Autorin Mandolyna Theodoracopulos, der ich mich nur vollinhaltlich anschließen kann:
"Like the bumper sticker says, it is indeed and always will be
Gstaad, My Love."
- Nicole Dau
Glück ist in der kleinsten Hütte
(4)Aktuelle Rezension von: peedeeNicole und ihr Mann Carsten gehen weg aus Hamburg, um auf dem Land den Traum vom Tiny House zu leben. Sie erhoffen sich mehr Lebensqualität in der Natur. Ein Eigenheim, das sie selbst erbaut haben – das ist das Ziel.
Erster Eindruck: Das Cover und der Buchtitel gefallen mir sehr gut.
Ich verfolge den Trend „Tiny House“ schon längere Zeit, vor allem fernseh- und internettechnisch. Mir gefallen diese Sendungen, wo Menschen sich ihr neues Mini-Zuhause erbauen und ich bin immer wieder verblüfft, welch clevere Lösungen zuweilen gefunden werden. Nicht jedes Modell gefällt mir und ich bin auch weit davon entfernt, selbst in einem Tiny House wohnen zu wollen, aber es fasziniert mich, zu sehen, was auf kleinstem Raum möglich ist. Daher war ich sehr gespannt auf Nicoles Geschichte über ihren Traum vom Tiny House.
Nicole liebt die Stadt Hamburg, wo sie auch als PR-Beraterin arbeitet. Ihr Mann Carsten ist als Heilpraktiker tätig. Immer mehr schleicht sich bei ihr jedoch eine gewisse Unzufriedenheit ein und sie wird sich bewusst, dass sich etwas in ihrem Leben ändern muss. Plötzlich ist die Idee vom Van-Life da und sie bauen einen Bulli aus. Aber dieser Traum platzt. Sodann rückt der Bauwagen als mögliche Wohnform ins Zentrum der Gedanken. Dass es dann ein Tiny House werden würde, war so nicht geplant. Was ist ihre Wunschliste für das kleine Zuhause? Es soll mehr Natur rundherum haben, es darf nicht zu gross, aber auch nicht zu klein sein und trotz allem in der Nähe der Stadt sein. Und Flexibilität bieten. Sie finden den geeigneten Platz im Wendland – 1.5 Stunden von Hamburg entfernt, wo Nicole weiterhin arbeitet. Sie hat „nur“ noch einen einzigen Bürotag in der Stadt, den Rest erledigt sie im Homeoffice. Doch dafür benötigt das Paar, das eh sehr technikaffin ist, eine wirklich gute Internetleitung, was nicht ganz einfach ist. Nicole und Carsten sind keine geübten Hobby-Handwerker, sondern arbeiten einfach mal drauflos.
Ich fand es ziemlich unbedarft, die Wohnung einfach zu kündigen, bevor sie überhaupt ansatzweise wussten, wo sie den bevorstehenden Winter wohnen würden, denn das Tiny House war noch nicht „geboren“. Aber nun denn, jeder wie er mag. Mir haben Fotos gefehlt, die den Baufortschritt des Tiny House gezeigt hätten. Halt, werden jetzt einige sagen: es hat ja Bilder! Korrekt, aber das habe ich erst am Ende des E-Books festgestellt. Gut, lieber spät als nie. Die Geschichten über die Tierbegegnungen (Mäuse, Hühner, Gänse, Hornissen, Rehe etc.) hätte ich nicht gebraucht. Zudem war es für mich ein bisschen viel „ich“ und eher wenig „wir“. Vielleicht aber logisch, da Nicole das Buch alleine geschrieben hat. Ich wünsche den beiden alles Gute. - Hannes Ringlstetter
Paris. New York. Alteiselfing
(3)Aktuelle Rezension von: HoldenDer Schinder, Hannes! erzählt vom Anfang seiner Musikkarriere, wobei man "Karriere" anfangs fast in Anführungsstriche setzen muß, menschenleere Auftrittsorte zählen nicht mit in der Aufzählung. Als Nordlicht war mir der Ringl of fire (RIP Johnny Cash) bisher fast nur aus der Glotze ein Begriff, sein musikalisches unaufhörliches Beackern deutscher Bühnen war mir hingegen nicht so sehr vertraut. Wenn man alles schon mal mitgemacht hat an Zurücksetzung und Erniedrigung als "Kulturclown", härtet das bestimmt ab. Ähnliche Bücher hat man ja schon mal gelesen, ab er hier hatte man noch mal das komplette Wort-of aller Pleiten Pech und Pannen, die auftreten (!) können, beisammen. Und wer hat den Erfolg mehr verdient, als jemand, der jeden Autobahnraststätte an ihrem Geruch erkennt?
- Vivien Suchert
Sitzen ist fürn Arsch
(25)Aktuelle Rezension von: seschatIn "Sitzen ist fürn Arsch" berichtet die Diplom-Psychologin Dr. Vivien Suchert ausgiebig von den Gefahren und Folgen zu langen Sitzens im Alltag. Und Letztere sind alles andere als bloße Makulatur. Denn James A. Levine stellte bereits vor Jahrzehnten fest, dass Sitzen das neue Rauchen sei. Das sollte uns doch alle aufhorchen lassen oder?
Dementsprechend neugierig bin ich auf Sucherts Ausführungen gewesen, schon allein wegen des provokanten Titels :-)
Beginnend mit der Menschheitsgeschichte und dem Bewegungsdrang unserer Vorfahren leitet die Autorin zum Bewegungsverhalten bzw. zur Passivität der heutigen Wohlstandsgesellschaft über. Es ist schon erstaunlich, dass die einstigen Jäger und Sammler sich heute nur noch minimal bewegen, weil sich alles bequem via PC, Handy, Auto uvm. erledigen lässt. Zudem lässt sich das lange Sitzen bei Bürojobs nicht einfach abstellen. Bis zu acht Stunden am Tag zu sitzen, ist heute keine Seltenheit, eher die Regel. Denn nach dem Sitzen im Büro folgt meist das Sitzen auf dem heimischen Sofa, wo dann auch noch Unmengen an Junkfood zu sich genommen werden. Ein wahrlicher Teufelskreis, der über kurz oder lang zu bekannten Zivilisationskrankheiten, wie beispielsweise Adipositas, Rückenschmerzen, Krebs, Depression oder Diabetes, führt. Kurzum, das lange Sitzen verkürzt unsere Lebenszeit. Im Vergleich dazu leben Menschen, die weniger technisiert sind und noch vieles mit per Hand erledigen müssen, gesünder. Dies belegen Studien, die sich u. a. mit dem Amish und den "Superalten" in Okinawa, Ikaria und Sardinien beschäftigt haben.
Vivien Suchert versucht den interessierten Leser für einen bewussteren Umgang mit dem Thema Sitzen zu sensibilisieren, indem sie dazu rät, Wochentabellen mit den täglichen Sitzzeiten anzulegen, persönliche Ziele zur Verbesserung zu formulieren bzw. Alternativen zur Anregung der eigenen Beweglichkeit zu nutzen, d.h., anstatt des Lifts einfach mal die Treppen nehmen oder im Büro Pausen bzw. kleiner Gänge zum Kopierer etc. zur Mobilisierung zu nutzen.
Insgesamt liefert die vorliegende Lektüre nicht wirklich neue Erkenntnisse zum Thema Sitzen in der heutigen Zeit, fasst diese aber allgemeinverständlich und damit leicht lesbar zusammen.
FAZITEin kurzweiliges Sachbuch, das nachdenklich stimmt und hoffentlich beim ein oder anderen zu mehr Bewegung führen wird.
- Tina Skupin
EventuElche: Das schwedische Gefühl
(9)Aktuelle Rezension von: PauslssonWarum wurde dieses Buch überhaupt geschrieben, wenn man in Schweden so viel Negatives gesucht hat?? Eine frustrierte Aneinanderreihung von Teilwahrheiten. DAS hat Schweden nicht verdient. Kritik/Negativer Frust, erlebt und geschildert sowohl in Deutschland, als auch nach Auswanderung nach Schweden. Ich lebe in Smaland und kann das Meiste leider nicht bestätigen. Resume: 08er Welt....es gibt zum Glück sehr viel bessere Bücher aus und über schwedische Erlebnisse. Schade, bei einem sehr freundlichen Titel steckt leider fast nichts Lesensswertes dahinter.
Manfred Puls
- John Gardner
James Bond - Goldeneye
(2)Aktuelle Rezension von: HoldenJames Bond wieder mal in geheimster Mission: Zu Beginn muß Bond gleich mit einem erheblichen Verlust klarkommen, wird doch sein enger Freund Trevelyan vor seinen Augen erschossen, als beide Mitte der 80er versuchen, eine geheime unterirdische Anlage der Sowjets nahe Archangelsk zu zerstören. Später, während der 90er Jahre, muß Bond erneut in den nun "Wilden Osten" reisen, wo er die Zeichen der Wende überall erblickt, nach dem ein Regime und damit ein Land einfach in sich zusammengesackt ist. Sinnbildlich ist der sog. "Statuen-Park", wo man einfach alle Lenin-Marx-Stalin-Statuen entsorgt hat- sehr sinnbildlich. Aber natürlich kommen Ballereien, Reibereien mit der neuen Chefin M und sexuelle Kontaktaufnahmen über Ländergrenzen hinweg nicht zu kurz. Wer den Film schon kennt, kennt natürlich auch den Kniff in etwa der Mitte des Films, aber das Buch unterhält dennoch ganz gut.























