Bücher mit dem Tag "lebenstraum"
77 Bücher
- Paulo Coelho
Der Alchimist
(2.170)Aktuelle Rezension von: JulianeSuDer Alchimist von Paulo Coelho ist für mich eines dieser Bücher, die man nicht nur liest, sondern spürt. Die Geschichte von Santiago wirkt auf den ersten Blick schlicht, doch gerade darin liegt ihre große Kraft. Coelho erzählt in einer klaren, fast märchenhaften Sprache von der Suche nach dem eigenen Weg, vom Mut, den persönlichen Träumen zu folgen, und davon, auf die Zeichen des Lebens zu achten.
Für mich verdient dieses Buch vollkommen, als Klassiker bezeichnet zu werden, weil seine Botschaft zeitlos ist. Es geht nicht nur um eine Reise durch die Wüste, sondern um die innere Reise eines Menschen zu sich selbst. Jeder kann sich in Santiagos Suche nach Sinn, Erfüllung und Vertrauen wiederfinden.
Besonders schön finde ich, dass Der Alchimist einen daran erinnert, dass große Träume oft nicht deshalb unerreichbar sind, weil sie zu weit entfernt liegen, sondern weil wir Angst haben, ihnen wirklich zu folgen. Das Buch schenkt Hoffnung, ohne kitschig zu wirken, und Weisheit, ohne belehrend zu sein.
Ein sehr besonderes, inspirierendes Buch, das man immer wieder lesen kann — und jedes Mal vielleicht etwas Neues darin entdeckt. Für mich ganz klar fünf Sterne.
- Lori Nelson Spielman
Morgen kommt ein neuer Himmel
(2.585)Aktuelle Rezension von: Jasminchen__s_WeltEine Familiengeschichte die mich so in den Bann gezogen hat, als wäre ich dabei gewesen. Obwohl es schon länger her ist seitdem ich das Buch gelesen habe, ist mir Vieles in Erinnerung geblieben. Es geht um eine Junge Frau, die als junges Mädchen ihre Träume aufschrieb und diese als Erwachsene Frau (nicht ganz freiwillig) wieder vor Augen hat. Als Leserin habe ich Höhen und Tiefen mit den Hauptcharakteren erlebt, die Gefühle und Erlebnisse sind so lebendig beschrieben, dass mir die Geschichte mit all ihren Figuren und Wendungen sehr ans Herz gewachsen ist.
- Jojo Moyes
Mein Herz in zwei Welten
(677)Aktuelle Rezension von: BeautyBooks
Nach dem Tod von Will Traynor versucht Louisa Clark ihr Leben neu zu ordnen. Sie verlässt ihre englische Heimat und zieht nach New York, um dort als persönliche Assistentin der wohlhabenden und exzentrischen Agnès Gopnik zu arbeiten. Lou lebt nun zwischen zwei Welten: dem glamourösen, schnellen Leben in Manhattan und ihrer bodenständigen Familie sowie ihrem Freund Sam in England, mit dem sie eine Fernbeziehung führt.
In New York lernt Lou neue Menschen kennen, entdeckt ungeahnte Seiten an sich selbst und wird zunehmend selbstständiger. Gleichzeitig gerät sie in innere Konflikte: Sie muss entscheiden, wer sie sein möchte, wo sie wirklich hingehört und wie viel Mut es braucht, das eigene Leben selbstbestimmt zu leben. Die Erinnerung an Will und sein Vermächtnis begleiten sie dabei weiterhin und beeinflussen ihre Entscheidungen.
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Der Roman handelt von Selbstfindung, Neuanfang, Liebe, Loslassen und persönlichem Wachstum. Jojo Moyes erzählt die Geschichte mit viel Gefühl, Humor und lebensnahen Figuren und zeigt, wie schwierig – aber auch befreiend – es sein kann, alte Sicherheiten hinter sich zu lassen. Hier handelt es sich um die Fortsetzung von den Büchern "Ein ganzes halbes Jahr" & "Ein ganz neues Leben". Fast sieben Jahre stand nun der dritte Band ungelesen in meinem Regal. Ich weiß gar nicht, warum ich ihn damals nie gelesen habe, aber auch jetzt konnte er mich mehr als nur überzeugen und ich habe mich sehr gefreut, Lou nochmals nach so vielen Jahren begleiten zu dürfen. Ein Roman, der sich ruhig und so schön lesen lässt. Nun weiß ich wieder, warum ich die Bücher von Jojo Moyes so liebe! - Charles Dickens
Große Erwartungen
(242)Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow𝐆𝐫𝐨ß𝐞 𝐄𝐫𝐰𝐚𝐫𝐭𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 ist ein Roman den ich schon länger lesen wollte, seit ich den Trailer zu der Verfilmung von 2012 gesehen habe. Aber vor dem Film, erst das Buch, dachte ich mir. Ich finde Charles Dickens passt gut in die Weihnachtszeit und deswegen habe ich es mir für diesen Monat aus der Bücherei ausgeliehen.
In der Geschichte geht es um den Waisenjungen Pip und wie er durch einen unbekannten Gönner in den Genuss von Bildung und Aussicht auf Wohlstand kommt und dabei auf so manches Hindernis stößt.
Das Buch war ein ganzes Stück Arbeit.
Es umfasst etwa 600 Seiten und das ist lang für einen Klassiker. Die lesen sich nie schnell weg und ich wollte zwischendurch lieber andere Bücher lesen. Aber bei Klassikern muss man am Ball bleiben.
Dabei enthält der Roman allerlei interessante Figuren und Themen.
Da hätten wir die geisterhafte Miss Havisham. Am Hochzeitstag verlassen, vegetiert diese in ihrem Brautkleid vor sich hin und verlässt nie ihre Villa, die noch immer für den großen Tag vorbereitet ist. Unter Spinnenweben und Schimmel, versteht sich.
Pip’s Leben beginnt sich zum Guten zu wenden, als er zu Miss Havishams Unterhaltung eingeladen wird. Dort trifft er auf die gleichaltrige Estella, in die er sich sofort verliebt. Aber Estella ist kaltherzig und arrogant.
Auch ein entflohener Sträfling, den Pip unter Nötigung geholfen hat, spielt immer wieder ein Rolle, genauso wie der furchterregende Anwalt Mr. Jaggers.
Aber unsere Hauptfigur ist Pip, den wir durch verschiedene Lebensphasen begleiten. Er steigt auf und fällt, wird sich im klaren darüber was im Leben wirklich zählt, leistet Wiedergutmachung und beweist sein gutes Herz.
Nicht ganz nachvollziehbar fand ich seine Liebe zu Estella, die allein auf ihrer Schönheit beruht und die allenfalls Ehrlichkeit und die Loyalität gegenüber Miss Havisham als gute Eigenschaften zu bieten hat. Das hat allerdings einen sehr interessanten Grund.
Was mich aber überzeugen konnte, waren die warmherzigen Männerfreundschaften in dieser Geschichte.
Leider fand ich, dass der Roman einige Längen aufweist und recht ausschweifend geschrieben ist. Manche Figuren waren aufgrund ihrer Ausdrucksweise derart schwer zu lesen, dass ich diese Zeilen, manchmal nur überflogen habe.
Abgesehen davon ist es aber eine sehr schöne Geschichte über Moral mit geradezu märchenhaften Passagen, einigen Überraschungen und einem wunderbaren, versöhnlichen Ende. Sicher nicht mein letzter Charles Dickens Roman.
- Nicholas Sparks
Seit du bei mir bist
(174)Aktuelle Rezension von: luckytimmiRuss ist glücklich mit seiner Frau Vivian und seiner 5jährigen Tochter London. Als er sich selbständig macht, fängt seine Frau an zu arbeiten und ist immer seltener zu Hause. Plötzlich bekommt ihre Ehe Risse. Sein neuer Job läuft nicht gut, und da Vivian den ganzen Tag weg ist, auch mal über Nacht, muss er sich mehr um seine Tochter kümmern. Und er merkt, wie schön es ist, sich mit seiner Tochter abzugeben, aber auch, dass Vivians Verhalten immer komischer und unberechenbar wird. Doch sein Leben ist ein weiteres Auf und Ab …
Ich fand das Buch einfach wunderschön. Ich habe mit Russ mitgelitten und mich mitgefreut. Es passiert so viel, dass ich gar nicht aufhören konnte zu lesen. Und Russ war mir total sympathisch, während Vivian megaunsympathisch war. Für Fans von emotionalen Romanen ist das Buch ein absolutes Muss.
- Meike Winnemuth
Das große Los
(257)Aktuelle Rezension von: Schlumpfine-02Das große Los“ von Meike Winnemuth ist ein humorvoller, inspirierender Reisebericht über ein Jahr in 12 Städten weltweit, finanziert durch einen Gewinn bei „Wer wird Millionär?“ In Briefen teilt sie Aha-Erlebnisse, Kulturschocks und innere Veränderungen – ein Plädoyer für Mut und Möglichkeiten, das nie langweilig wird.
- Christopher Schacht
Mit 50 Euro um die Welt. Wie ich mit wenig in der Tasche loszog und als reicher Mensch zurückkam
(126)Aktuelle Rezension von: HopeandliveChristopher Schacht erfüllt sich nach seinem Abitur einen großen Traum, er will um die ganze Welt reisen. Nicht das ein solcher Traum für junge Menschen ungewöhnlich wäre, ich kenne kaum einen, den nach dem Abitur nicht das Reisefieber packt, doch Christopher reist auf eine ganz besondere Art und Weise, mit nur 50 Euro in der Tasche, seinem Rucksack und dem festen Willen, nicht mit dem Flugzeug zu fliegen, macht er sich auf den Weg. Da würden schon einmal einige junge Menschen den Rückzieher machen. Doch wer sich die gutgelaunte Frohnatur auf dem Cover anschaut, gewinnt schon vor dem Lesen den Eindruck, bei dem könnte es klappen, der lässt sich nicht so schnell von seinem Vorhaben abbringen.
Christopher nimmt uns mit und schreibt während der ganzen Reise Tagebuch, frisch von der Leber weg, was ihn bewegt und berührt und das fast immer positiv und humorvoll. Dennoch ist es kein Easy-going, er macht sehr viele gute Erfahrungen auf seiner Reise, durchaus auch mal negative, die ihn jedoch keinesfalls dazu bewegen, die Reise abzubrechen. Es gelingt ihm diese Erfahrungen hinter sich zu lassen und einfach weiter zu gehen in dem festen Vertrauen, es wird sich ein Weg zu seinem nächsten Ziel öffnen.
Während der Reise lernt er auch immer mehr auf Gott zu vertrauen und das fließt in seine Tagebucheinträge mit ein und der Leser kann auch erkennen, dass Christopher in diesen vier Jahren, in denen er von seiner Familie getrennt war, zu einem erwachsenen Menschen gereift ist. Interessant war, dass er sich immer einen offenen und freundlichen Blick auf die Menschen, die ihm begegneten, bewahrt hat und vielfach auch wirklich Bewahrung erlebte. Er war sich auch nicht zu schade, alle möglichen Arbeiten zu erledigen um seine Reisekasse aufzubessern und hat in etliche Berufsgruppen hineingeschnuppert. So ist er mit dem Segelboot, zu Fuß, mit der Bahn, dem Bus (häufig völlig überfüllt und leicht marode), irgendwelchen Lastwagen etc. gereist.
Auf dieser Reise hatte er auch schriftlichen Kontakt mit einer jungen Frau aufgenommen und sie haben sich auf diese Weise so gut kennengelernt und füreinander Gefühle entwickelt, dass sie sich schlussendlich trafen und beschlossen zusammen weiter durch das Leben zu reisen. Mir hat dieser Reisebericht sehr gut gefallen, oftmals habe ich es aus Sicht einer Mutter gelesen und dachte, oh, das musste jetzt auch noch sein;):), doch es lohnt auf jeden Fall auf Reisen zu gehen und wenn es wie bei mir oft literarisch ist.
- Jenny Colgan
Sommer in der kleinen Bäckerei am Strandweg
(220)Aktuelle Rezension von: UlenfluchtJenny Colgan greift ganz tief in die Trendkiste: Sommer und irgendetwas mit einem kleinen Laden, dazu eine Prise Strand und ein niedliches Tier. All das im Titel oder auf dem Cover. Oh Wunder, dass es dabei auch noch um eine Frau mit dem niedlichen Namen Polly geht, die in ihrer Bäckerei zauberhaftes Gebäck zusammenmischt wie die Autorin einen Unterhaltungsroman. Und was soll man sagen? Nicht nur Pollys Gebäck wird zauberhaft, auch der Roman ist es.
Dabei ist der Start doch etwas holprig, was einerseits dem übertriebenen Anthropomorphismus in Bezug auf den Papageientaucher Neil, andererseits der Tatsache, dass etwas zu viele Probleme auf einmal aufgeworfen werden. Das alles aufzulösen braucht dann die Länge des ganzes Buches, obwohl es der Spannung gut getan hätte, nicht alles im dramatischen Finale zu verarbeiten.
Die Figuren sind witzig und liebevoll gezeichnet, die Kulisse malerisch und überhaupt ist das ganze Buch wie eine große Hängematte, in die man sich hineinlegen und durch den Sommer träumen kann. Eine gelungene Fortsetzung des ersten Buches, wenn auch ein kleines bisschen weniger magisch.
- Leonie Lastella
Brausepulverherz
(235)Aktuelle Rezension von: Bianca_CimiottiEine wunderschöne Geschichte. Es hat allerdings eine Weile gedauert bis ich in der Geschichte von Milo und Jiara drin war, dafür hat sie mir danach um so besser gefallen.
Jiara möchte es allen Recht machen. Verliert sich selbst dabei aber aus den Augen. Milo geht den Konfrontationen lieber aus dem Weg. Aber auch er ist nicht glücklich. Erst ein aufeinander Treffen beider, lässt beide erkennen was sie wirklich wollen. Sie finden ihren Weg und später auch glücklicherweise zueinander. Dario als bester Freund von beiden ist der Fels in der Brandung. So schön. Hat mir sehr gefallen.
Jiara lebt eigentlich in Hamburg, jobbt aber in den Sommern über in einer Trattoria an der italienischen Riviera. Ihrer Herzensheimat. Ihr ansonsten so struktiertes Leben steht Kopf, als sie Milo trifft. Sofort ist da dieses Knistern und kribbeln. Nur manchmal fühlt es sich eher an wie kleine Stromschläge. So grundverschieden sind beide. Und eigentlich darf das alles nicht sein, den Jiara hat einen Freund in Hamburg und ein Leben. Doch dort ist sie schon sehr lange nicht mehr glücklich, auch in ihrer Liebe zu ihrem Freund Jonas nicht.
Doch alles fügt sich irgendwann. Doch bis dahin ist es ein langer Weg wie im richtigen Leben. Ein gefühlvoller Roman über die Liebe und den Weg zur Selbstfindung.
- Rena Rosenthal
Die Hofgärtnerin − Frühlingsträume
(103)Aktuelle Rezension von: MarinaHIch habe das Buch Gesche ja bekommen, ehrlich gesagt denke ich, dass ich dieses Buch ansonsten gar nicht gelesen hätte.
Doch der Schreibstil und die Geschichte konnten mich direkt packen und haben einige schönes Lesestunden gestaltet.
Marleene fand ich insbesondere anfangs schwer einzuschätzen, manche Charaktere waren so link, ich konnte keinen Zugang zu ihnen finden. Leider bin ich am Anfang mit den vielen Namen und Figuren durcheinander gekommen, das Personenregister ist also genau passend.
Mit jeder weiteren Seite sind die Charaktere mir ans Herz gewachsen, manche selbstverständlich mehr als andere…Der Schreibstil war frisch, angenehm und unterhaltsam. Leider wurde er mir an manchen Stellen zu langatmig. Manche Passagen haben sich stark gezogen, man hätte einige Dinge kürzen können.
Die historische Darstellung hat mir sehr gefallen, ich hatte das Gefühl, in der Zeit mitzuleben. Außerdem sind mir historische Genauigkeiten immer äußerst wichtig. Hier hat die Autorin den richtigen Ton getroffen.Der Roman liest sich einfach und ist ein leichtes Werk, wenn man einfach ein bisschen abschalten will.
Wenn man die Tuchvilla-Reihe mag, wird diese Trilogie einem auch gefallen. So war das jedenfalls bei mir!Die Rezeptideen am Ende sind eine sehr süße Idee. Leider bleiben bei mir nach diesem Band so viele Fragen offen, dass ich kaum abwarten kann, den nächsten Teil anzufangen.
Insgesamt ein liebevoll gestaltetes und wunderschönes, leichtes Buch.
- Franziska Jebens
Immer am Meer entlang
(130)Aktuelle Rezension von: EllaH„Immer am Meer entlang“ ist aus der Sicht der beiden Protagonisten geschrieben.
Inhalt
Seit ihrer Kindheit träumt Josie davon, mit einem alten Bulli quer durch Europa zu fahren – immer am Meer entlang. Nur sie selbst. Doch schon bald trifft sie auf Paul, einen spontanen Reisenden mit einer Reifenpanne. Auf ihren Roadtrips kreuzen sich ihre Wege immer wieder, erst zufällig, dann absichtlich. Unterwegs hinterlassen sie sich kleine Botschaften und Geschenke, durch welche sie sich gegenseitig und sich selbst besser kennenlernen.
FazitEine wunderschöne, leichte Sommerlektüre. Man wird ans Meer versetzt und reist quer durch Europa - immer am Meer entlang. Man entdeckt wunderschöne Buchten und Küsten. Ein Roman mit ganz viel Gefühl und Urlaubsatmosphäre. Das Fernweh lässt nicht lange auf sich warten.
- Ken Follett
Die Kinder von Eden
(446)Aktuelle Rezension von: MelLilaDie Idylle einer Kommune ist bedroht. Die Regierung will einen Staudamm bauen lassen und somit ihr friedliches Tal überschwemmen, in dem sie leben und auf dessen Bergen sie erfolgreich Wein anbauen.
Grundsätzlich kann ich die krassen Gegensätze nachvollziehen, die hier geschildert werden. Die Idylle des abgeschiedenen Lebens in einer kleinen Gemeinschaft Gleichgesinnter und die "böse Regierung", die dieses Idyll und damit zusammenhängend auch die Lebensweise der Kommune zerstören will.
Klingt erstmal wie Böse gegen Gut und die Kommunarden wehren sich.
Wenn man dann allerdings mal hinter die Kulissen guckt - nicht "offiziell" arbeiten, von daher auch keine Meldeadresse und keine Steuern zahlen, das funktioniert halt so auch nicht... Und in der Kommune verstecken sich auch Straftäter, und einige ihrer Taten waren keine Kleinigkeiten... Also selbst, wenn man sich als Leser auf die Seite der Friedliebenden gezogen fühlt, die haben eben auch (fast alle) Dreck am Stecken, auch wenn das lange her ist und sie zum aktuell erzählten Zeitpunkt niemandem was tun.
Der Anführer der Kommune, Priest, lässt dann auch nichts unversucht, um seine Gemeinschaft zu retten, geht hierbei aber viel zu weit und gibt der Regierung die komplette Schuld für sein Handeln und die Konsequenzen daraus.
Spannende Charaktere und Verstrickungen. Konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Was ich sehr naiv, von den Kommunarden, fand, war der Pachtvertrag, der immer nur für 1 Jahr verlängert wurde, das zwar 25 Jahre lang und die Kündigungsfrist von ein paar Wochen fand ich auch heftig kurz, aber andererseits kann ich mir auch nicht auf einem jährlich zu pachtendem Grundstück eine Existenz aufbauen und hoffen, dass das immer so gut gehen wird...
Interessant fand ich, dass später von mehreren Kommunen, also an anderen Standorten, kurz berichtet wurde. Ob es sowas wirklich heutzutage noch gibt und ob das wirklich die ersehnte Abgrenzung der zu eng gestrickten Gesellschaft mit sich bringt? Hätte ich gerne mehr drüber erfahren.
Interessant fand ich auch die Betonungen durch Kursiv-Schreiben, das hat den Text aufgelockert. Die Schlinge zieht sich immer enger um Priest und das steigert auch den Spannungsbogen. - Emma Sternberg
Fünf am Meer
(298)Aktuelle Rezension von: Leseratte_09Als Linn ihren Verlobten in flagranti erwischt, fällt ihr Leben und ihre Zukunft in sich zusammen. Als Waisenkind, das in etlichen Pflegefamilien aufgewachsen ist, lernte sie die Geborgenheit einer Familie erst durch Martin kennen. Als sie erfährt, dass sie von einer unbekannten Tante ein Haus in New York geerbt hat, packt sie ihre Koffer. Doch sie findet sich statt in der schillernden Metropole in den eher beschaulichen Hamptons wieder. Das Haus steht nicht leer, sondern beherbergt 5 lebenslustige Senioren, die Linn bald sehr ans Herz wachsen. Doch sie muss den Erbenermittler und die Erbschaftssteuer aufbringen, um das Paradies behalten zu können und dann ist da noch ein Journalist, der ein bisschen mehr über das glamouröse Leben ihrer Tante Dorothy zu wissen scheint.
Emma Sternberg hat eine angenehme Art zu schreiben. Die Charaktere, vor allem auch die 5 lebenslustigen Senioren sind so gezeichnet, dass man ein gutes Bild vor Augen hat und sie passen stimmig in die Geschichte. Gerade die Zerrissenheit von Linn ist gut nachvollziehbar und macht die junge Frau sympathisch. Auch die Szenerie ist gut gewählt, mit einem Ort, den viele vielleicht sogar als Sehnsuchtsort bezeichnen würden.
Doch die Geschichte hat leider Längen, so dass ich mich zwar gut unterhalten, doch nicht mitgerissen gefühlt habe.
- Jenny Colgan
Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist
(284)Aktuelle Rezension von: luckytimmiDie Bücher-liebende Nina verliert ihren Job in der Bibliothek, kauft daraufhin recht spontan einen Kleinbus, funktioniert ihn zum Bücherbus um und zieht kurzer Hand nach Schottland. Dort kann sie sich in eine umgebaute Scheune einmieten, bei dem wortkargen Lennox, der in Scheidung lebt. Außerdem lernt sie den Zugführer Marek kennen, der für sie oft an einer Bahnschranke anhält.…
Auch wenn das Buch doch einigermaßen vorhersehbar und zeitweise etwas naiv war und das Verhalten der einen oder anderen Person mich manchmal genervt hat, hat die Geschichte mich von Anfang an gehabt. Nicht besonders aufregend, aber ein so schöner Schreibstil. Mich hat das Buch neugierig gemacht auf noch mehr Bücher der Autorin.
- Fiona Blum
Frühling in Paris
(44)Aktuelle Rezension von: vielleser18Was ist das für eine geniale Geschichte !Der Erählstil erinnert mich an "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak, es gibt einen allwissenden Erzähler im Hintergrund, aber auch immer wieder Perspektiv- und Erzählstilwechsel, je nachdem aus welcher Sicht gerade erzählt wird.
Im Mittelpunkt steht Louise, die kurzentschlossen nach Paris reist, um das Erbe ihrer Tante anzutreten: eine kleine Dachwohnung und einen Schlüssel. Was der Schlüssel bedeutet, für was er ist, findet sie reltativ schnell heraus, er ist für die leerstehende Konditorei im Erdgeschoss.Es geht aber auch um ihre MItbewohner: Nicolas, der junge Zauberer und Clown, der selbst nicht mehr lachen kann und daher auch seine Zuschauer nicht mehr zum Lächeln bringen kann, Camille, die Ballettänzerin, deren Lebenstraum am platzen ist, und der alte Monsieur Isaak aus dem Tabakladen, der nach dem Tod seiner Frau sehr einsam ist.
Alle zusammen eint, dass sie keine Träume mehr haben und sie den Weg für ein neues Lebensziel noch nicht gefunden haben. Durch Louise kommt Bewegung in ihre Lehtargie und ihre Trauer. Wird auch sie endlich herausfinden, was ihr Traum ist ?
"Frühling in Paris" ist ein großartiger Roman mit sehr viel Tiefgang, der mich sehr gefesselt hat. Der eindrucksvolle Erzählstil von Fiona Blum bewirkt, dass es eine sehr bezaubernd und einfühlsam erzählte Geschichte geworden ist, bei dem man mitfühlen kann und dabei auch zusätzlich noch vom Pariser Flair im Roman verzaubert wird.
Erst nach und nach offenbart sich, warum die Protagonisten so oder so handeln, wie ihre Vergangenheit ihr jetztiges Handeln diktiert. Die Entwicklung, die sich durchleben, ist authentisch. Es hat mir viel Freude gemacht, sie zu begleiten und die Figuren kennnen zu lernen.
Volle Leseempfehlung für diesen bezaubernden Roman!
- Paulo Coelho
Der Dämon und Fräulein Prym
(304)Aktuelle Rezension von: Lisaliebt„Der Dämon und Fräulein Prym“ hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Die Geschichte wirkt wie eine moderne Fabel, enfach zu lesen, aber mit einer Tiefe, die weit über das Offensichtliche hinausgeht. Paulo Coelho schafft es, zeitlose Fragen nach Moral, Gut und Böse, Mut und Angst in eine spannende Handlung zu verweben.
Besonders beeindruckend fand ich, wie viel Raum das Buch für eigene Gedanken lässt. Man kann es auf unterschiedliche Weise deuten und für sich selbst Antworten finden, oder neue Fragen. Die Figuren sind facettenreich, und ihre Entscheidungen regen an, über das eigene Handeln nachzudenken.
Für mich war es ein Buch, das nicht nur unterhalten, sondern auch inspiriert hat. Es bleibt im Kopf – und im Herzen – noch lange nach dem letzten Satz.
- Felicitas Fuchs
Die Akte Schneeweiß
(54)Aktuelle Rezension von: Susann82Bei der Lesung der Autorin habe ich das Buch kennengelernt und die Lesung hat mich so gefesselt, dass ich mir das Buch gleich mitgenommen und zu lesen begonnen habe. Die Geschichte ist so spannend und enthält so viele Überraschungen, dass man das Lesen einfach nicht unterbrechen kann. Nun bin ich fertig und kann das Buch nur ans Herz legen. Es handelt sich nicht um einen Liebesroman, sondern um eine langjährige Familientragödie mit immer wieder überraschenden Ereignissen.
- Michelle Marly
Madame Piaf und das Lied der Liebe
(133)Aktuelle Rezension von: Nala73tolle Romanbiografie über eine außergewöhnliche kleine Frau
Paris, 1944: Nach dem Ende der deutschen Besatzung wird die Sängerin Édith Piaf der Kollaboration angeklagt – und fürchtet ein Auftrittsverbot. Während sie ihre Unschuld zu beweisen versucht, lernt sie Yves Montand kennen, einen ungelenken, aber talentierten jungen Sänger. Édith beginnt mit ihm zu arbeiten, und schon bald werden aus den beiden Chansonniers Liebende. Das Glück an Yves‘ Seite inspiriert Édith zu einem Lied, das sie zu einer Legende machen könnte – La vie en rose.
- Luca Di Fulvio
Der Junge, der Träume schenkte
(60)Aktuelle Rezension von: cvcoconutAmerika in den 20er Jahren. Viele Immigranten kommen, um ein neues und besseres Leben zu beginnen. Genauso der junge Natale mit seiner Mutter. Nur es ist auch eine Zeit, die von Banden, Gangs und Kriminalität lebt.
Ich wusste nicht so recht, was mich bei dem Hörbuch erwartet, aber es hat mich total umgehauen. Man begleitet den jungen Natale (Christmas) sein ganzes Leben. Man sieht seine Entwicklungen, seine Entscheidungen im Leben, aber auch Menschen, die sein Leben kreuzen und sein Schicksal beeinflussen. Er hat ein gewisses Charisma, wodurch er einfach schnell Verbündete findet, aber auch wahre Freunde.
Das Leben zu der Zeit war sicherlich nicht einfach, aber ich habe es sehr genossen, die kleine Zeitreise zu unternehmen. Wunderbar erzählt, eine Geschichte, die einfach ans Herz geht.
- Katarina Mazetti
Mein Leben als Pinguin
(79)Aktuelle Rezension von: Linda-OddDas Buch habe ich als Leseexemplar bekommen und kam über 10 Jahre später endlich dazu es auszupacken.
Es war interessant, mal etwas von einer schwedischen Autorin zu lesen. Insbesondere die Antarktis gibt ja bereits einen eher seltenen Standort für Geschichten.
Der Aufbau und die Charaktere gefielen mir gut. Allerdings war ich mir zum Ende nicht sicher was der Punkt dieses Buches war. Es wurden sehr viele Mordgelüste aufgeführt aber nichts passiert wirklich?
- Kim Nina Ocker
Eliza will Fahrrad fahren
(52)Aktuelle Rezension von: Jule1203Ich finde es War eine leichte Sommer - oder Urlaubslektüre für zwischendurch. Ich hatte das EBook bereits nach 2 Tagen durchgelesen. Einfach weil es trotz der Leichtigkeit, so mitreißend war, dass man einfach wissen wollte wie es weiter geht.
Cover: Ich finde es ist ein sehr schön gestaltetes Cover, mit sehr warmen Farben. Es zeigt vermutlich die beiden Hauptpersonen Harlow und Jesse. Und im Hintergrund die Golden Gate Bridge, die für Harlow eine besondere Bedeutung hat.
Inhalt: Harlow begibt sich auf die Reise ihres Lebens und somit mitten hinein ins Abenteuer. Ihre Oma Eliza hat vor vielen Jahren eine Bucket-List erstellt, die sie aufgrund eines Schlaganfalls nicht mehr abarbeiten kann. Harlow liebt ihre Oma über alles und begibt sich trotz großer Zweifel auf diese abenteuerliche Reise, bei der sie ein regelrechtes Gefühlschaos erlebt.
Ich fand die zwei Charaktere Harlow und Jesse sehr gut gelungen. Beide wirkten sehr authentisch. Vorallem der Wandel von Harlow War beeindruckend, wenn auch manchmal anstrengend. Jesse der jederzeit an ihrer Seite War und sie unterstützt hat. Ich fand den Wechsel der Erzählung aus Gegenwart und Vergangenheit sehr gut. So konnte man noch mehr Hintergrund Infos von ihrer Oma Eliza erfahren.
Das Ende fand ich persönlich etwas zu offen, hätte mir gerne noch mehr Informationen gewünscht. Aber mehr wird nicht verraten.
Zusammenfassend ist es ein gelungenes Buch, in der Glück, Romantik, Trauer, Verzweiflung, Selbstzweifel und und und ... nahe beieinander liegen und trotz allem bewältigt werden. Und gerade für Harlow bewegend ist und ihr Leben komplett verändert. - Tanja Wekwerth
Das Leben ist ein Seidenkleid
(52)Aktuelle Rezension von: BelisWährend Maja ihrer missmutigen Kollegin nichts recht machen kann träumt die gelernte Schneiderin von eleganten Kleidern. Um sich zu trösten stibitzt sich Maja immer wieder kleine Auszeiten in die Stoffabteilung. Nachts rattert ihre Nähmaschine und zaubert Maja in eine Modewelt voller Farben und Harmonie.
Ein weiterer Lichtblick ist ihre Freundschaft zu Leo, einem älteren Herrn, der Maja mit seinen Weisheiten zum Lächeln und Nachdenken bringt. Er ermuntert die talentierte Schneiderin sich ihren Lebenstraum zu erobern. Das Glück scheint greifbar als zudem ein junger Mann Majas Herz höher hüpfen lässt. Ein geheimnisvolles Zimmer, ein Schicksalsschlag später und plötzlich scheint alles verloren.
Zitat: „Soll ich mir eine Kollektion ausdenken und sie der Welt vor die Füße werfen?“ „Ganz genau so“
Eine lockere Unterhaltung mit vorhersehbaren Charakteren und Happy End. Romantisch, humorvoll und mit viel Herz. Der Umgang der Generationen miteinander gefällt mir sehr gut.
Allerdings kann ich nicht jede Wandlung nachvollziehen, die abrupte Umkehr von Geschmacksverirrung zu stimmungsvollen Ideen zum Beispiel.
Mein liebster Charakter ist Leo. So wünscht man sich einen Großvater, lächel.
Ich empfinde die Geschichte als eine leichte Lovestory zum Abschalten. Für gemütliche Stunden als lockeres Zwischenspiel. Daher gibt es eine Leseempfehlung von mir für diese herzerwärmende Erzählung.
- Rachel Joyce
Miss Bensons Reise
(251)Aktuelle Rezension von: Alexandra-HEine besondere Buchentdeckung einige Jahre nach dem Erscheinen.
Die verrückt anmutende Reise zweier Frauen, die absolut gegensätzlich erscheinen und schlussendlich doch zu einer wertvollen Freundschaft finden. Bildstark, lebensklug, dabei gleichermaßen humorvoll und tragisch.
Für mich das erste, aber gewiss nicht letzte Buch der Autorin. Ich fühle, was du hörst
(19)Aktuelle Rezension von: Janochka__In diesem Buch geht es um eine Frau, Mandy Harvey. Sie selbst ist auch die Autorin dieses Buches und dort beschreibt sie, wie es sich lebt als Gehörlose.
Mandy ist eine talentierte Musikerin und Sängerin.
Sie gibt ein Einblick in ihr Leben und zeigt in jedem Kapitel, wie ihr Gehörverlust sich entwickelt hat.
Vor jedem Kapitel gibt es immer ein Zitat passend dazu. Anschließend beantwortet sie auch Fragen, die ihr oft gestellt werden.
Auf den letzten Seiten gibt es auch noch Bilder zu sehen.
Dieses Buch war für mich sehr nahegehend, denn dort wird das Thema Gehörlosigkeit angesprochen. Was mich fasziniert hat ist, wie die Autorin mit ihrer Behinderung umgeht und wie sie andere ermutigt einen Traum nicht aufzugeben.
Gehörlosigkeit ist nicht was einfaches.. Das ist schon schwierig und deshalb find ich das so beeindruckend, wie man trotzdessen, glücklich sein kann.
Wenn ich mir vorstellen müsste ich verliere mein Gehör oder einen anderen Sinn, dann wüsste ich gar nichts mehr.
Auch habe ich eine andere Sicht auf Behinderte Menschen bekommen, denn Mandy gibt auch Tipps, wie man mit Behinderten umgehen soll und wie nicht.
Das hat mir auch die Augen geöffnet.
Ich empfehle dieses Buch jedem zu lesen, da es wirklich ein tiefgehendes Thema ist und man dort viele Informationen in das Leben der Gehörlosen bekommt.
5 🌟🌟🌟🌟🌟























