Bücher mit dem Tag "lebensweise"
17 Bücher
- Paolo Cognetti
Acht Berge
(210)Aktuelle Rezension von: Da_MarisIn diesem Buch taucht man ein in eine ganz andere Welt: In die Abgeschiedenheit und Einfachheit der italienischen Berge. Diese so ganz andere Szenerie hat mir gut gefallen. Cognetti gelingt es wunderbar, die Charaktere seiner Figuren herauszuarbeiten, v.a. ihre sozialen (In)Kompetenzen. Als Leser begleitet man Pietro über die Jahre und man kann erkennen, wie er und die anderen Figuren sich mit der Zeit entwickeln und dabei doch immer sie selbst bleiben. Dazwischen gibt es viele Landschaftsbeschreibungen, die man am liebsten mit eigenen Augen sehen würde - die meisten zumindest.
- Heinz Strunk
Der goldene Handschuh
(308)Aktuelle Rezension von: AtschiBIch habe vor längerer Zeit den Film gesehen und er geht mir nicht aus dem Kopf. Eher angewidert von der Perversion des Frauenmörders in Hamburg, wollte ich nun doch das Buch lesen. Heinz Strunk beschreibt in bisweilen sehr derber Sprache das Leben und die Gedanken des Frauenmörders Fritz Honkas sowie das seines sozialen Umfeldes und gibt Einblicke das Leben der Familie von Dohren. Das perverse Innenleben des Protagonisten wird teilweise in äußerst vulgärer Sprache dargestellt. Das ich im Film schon abartig und ist im Buch nicht anders. Ich hatte bisweilen Probleme zwischen den verschiedenen Handlungslinien unterscheiden obwohl ich den Film kenne. Der Autor nimmt den Leser mit nach St. Pauli der 70er Jahre, in die Kneipe ‚Zum goldenen Handschuh‘, wo sich Alkoholiker, Zuhälter und Prostituierte treffen. Es ist eine beeindruckende und verstörende Darstellung eines Milieus der völligen Verwahrlosung, in dem keinerlei Hemmungen und Anstand mehr existieren. Honkas Wohnung, wo es vergammelt riecht und unsagbar dreckig ist, in eine Welt, die einem buchstäblich den Atem nimmt und einen mit Schrecken erfüllt. Die gesamte Atmosphäre im Buch erdrückend, düster, verstörend und bisweilen einfach nicht auszuhalten.
- Dan Vyleta
Smoke
(189)Aktuelle Rezension von: KayuriIn diesem Buch geht es zu Anfang vor allem um Thomas und Charlie, beides Schüler welche lernen sollen nicht zu rauchen. Ihnen bleiben aber die Tricks der Erwachsenen verwehrt.
Der Grundstein der Geschichte klingt spannend und ist es auch an manchen Stellen. Dennoch finde ich das die Erzählweise einfach anstrengend war. Irgendwie konnte ich mich daran bis zum Schluss nicht gewöhnen.
Die Geschichte kam auch recht lange Zeit nicht vorwärts. Und auch wenn es wahrscheinlich Absicht ist bleibt das Ende offen. Das war frustrierend da es so schon einiges gibt was einfach offen blieb.
- Lily Brett
New York
(53)Aktuelle Rezension von: AnnemarieLKlingt nach einer "typisch" neurotischen NYerin, aber Mrs. Brett ist Australierin.
Ich wollte mehr über NY erfahren, habe es aber nicht. Es ist zudem nicht mein Humor.
Die 55jährige Dame klingt erstaunlich naiv. Dabei hätte sie Interessantes zu erzählen, wenn sie immerhin Ms. Joplin getroffen hat. Tut sie aber nicht.
Der beste Satz ist: "Es ist ein liebloses, misogynes Bühnenmachwerk. Ich bin es leid, mir Männerphantasien darüber anzusehen ...", danach wird sie leider selbst frauenfeindlich.
Es wundert mich immer wieder, wie solche Belanglosigkeiten in einem Verlag erscheinen können. - Ilona Einwohlt
Meine Ökokrise und ich
(10)Aktuelle Rezension von: danielamariaursulaSina ist inzwischen 16 Jahre alt und von ihrem Sandkastenfreund und Nachbarn Yannis getrennt. Nun schwebt sie im 7. Himmel mit Carlos, dem Mitbewohner ihrer besten Freundin Kleo. Dieses Glück wird unterbrochen, als sie mit ihren Eltern in den Nordseeurlaub muss! Doch als sie bei einer einsamen Wanderung eine Kegelrobbe in Not entdeckt und rettet, lernt sie den Umweltschützer Ben kennen, der ihr bisheriges Weltbild ganz schön erschüttert. Fortan kreisen ihre Gedanken um den Umweltschutz, der schon im Kleinen beginnen kann. Als sie mit Kleo aber zufällig eine verletzte Katze aus ihrem Hauswald zur Tierärztin bringt, erfährt sie, daß diese eine geschützte Wildkatze und der Wald von einer Umgehungsstraße akut bedroht ist. Davon hatte sie keine Ahnung und erzählt es empört ihrer Familie und ihren Nachbarn. Diese werden auch sofort aktiv, nur Carlos, der eigentlich Umwelttechnik studieren will, ist mit seinen Gedanken ganz woanders. Sina, Kleo und Yannis treten einem Aktionsbündnis bei und stellen fest, daß Mut und Ideenreichtum gefragt sind, wenn man etwas ändern will. Allerdings stürzt die ihr immer bewusster werdende Umweltbedrohung Sina in eine echte Sinnkrise.
Sina ist ein nettes, intelligentes Mädchen, sehr hübsch, aber mit großen Füßen, großem Herz und großem Freundeskreis und einer intakten Familie (auch ganz erfrischend in einem Buch mal wieder von einer intakten Familie zu lesen). Sina und ihre Freundinnen und Familie kann man in einer ganzen Buchreihe durch die Pubertät mit ihren Hormonwirren begleiten und ihre Höhen und Tiefen mit allen Teeniefragen und -dramen verfolgen. Dies ist der letzte Band, empfohlen ab 12 Jahren, aber auch für Einsteiger verständlich. Dieses Thema hätte meine 12 jährige Tochter auch wirklich interessiert, vor allem da es super aufbereitet ist, mit Infokästen zu den einzelnen Themen, auf die Sina immer wieder stößt, während sie mit offenen Augen durchs Leben geht, allerdings ist Sina beziehungs- und jungstechnisch auf einer Stufe, die für meine Tochter zu erwachsen ist. Oder eben „iiiih, Knutschi, Knutschi“. Sina, hält nicht nur Händchen, sie knutscht auch nicht nur, sie will bei Carlos übernachten, was ihre Eltern nicht wollen, obwohl der Rest ja eh schon läuft... Die Altersempfehlung hängt also ein wenig vom hormonellen Reifegrad und dem Interesse an Beziehungen ab. Wobei mir gut gefällt, daß Sina schon weiß, warum ihre Eltern dagegen sind, nämlich weil sie Carlos nicht kennen, ein Umstand über den Sina dann beginnt nachzudenken... Neben den Umweltaspekten, sind auch Beziehungswarnsignale eingearbeitet und sehr einfühlsam aufgearbeitet, so daß ich dieses Buch älteren Leserinnen so um die 14 Jahre sehr gut empfehlen kann.
Dieser Band erschien 2014, d.h. die Zahlen sind nicht nicht mehr alle ganz aktuell, heute ist es meistens noch viel drastischer, so sind nicht mehr nur 50 % des deutschen Waldes geschädigt, sondern sogar 90 % auf Grund der trockenen Sommer und der immer stärkeren Unwetter, nicht mehr gesund. Dennoch sind auch die Aspekte gedanklich aktuell, was der Einzelne tun kann, auch wenn ich 2019 eher zur LED-Lampe als zur Energiesparlampe greifen würde. Solche technischen Gedankenanpassungen schaffen Leser aber durchaus selbst. Sehr schön, fand ich auch die Autodiskussion von Sinas Eltern, über die Anschaffung eines neuen Dienstwagens, der noch vor dem Dieselskandal stattfand, aber durchaus Feinstaub und Co. berücksichtigt. In diesem Punkt finde ich es eher erschreckend, wie wenig sich in den letzten 5 Jahren getan hat, trotz der Konsumhaltung immer neues und immer mehr haben zu wollen. Wirklich saubere Autos gibt es immer noch nicht, denn der Strom kommt ja nicht aus der Steckdose! Auch die Stromgewinnung und die Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden ist Stoff für einen Infokasten. Wer sich also für das Thema Umwelt interessiert, findet viele Infos und Anregungen, die auch den eigenen Alltag beeinflussen können. Wer sich mehr für Sina und ihr Liebesleben und ihre Freundinnen und sonstige Teeniesorgen interessiert, kann sie auch überlesen, was ich aber nicht empfehle. Die Infokästen stören die Lesbarkeit überhaupt nicht und die Geschichte bleibt weiterhin packend!
Als die Tierärztin die Wildkatze als solche entlarvt und auf die Chance des Nabu hinweist, dachte ich sofort: Oh ja, jetzt wird vor dem Verwaltungsgericht geklagt, das kann und darf der Nabu nämlich! Es werden zwar die juristischen Konsequenzen bei Demos und das Versammlungsrecht (so gut habe ich es in keinem meiner Bücher im Grundstudium erklärt gefunden) erörtert, aber die Klagemöglichkeiten von Umweltverbänden fehlt leider gänzlich. Gerade bei einer bedrohten Tierart wäre dies im Eilverfahren sehr vielversprechend für einen vorläufigen Baustopp. So ist die Rodung des Hambacher Forstes juristisch gestoppt worden und das Atomkraftwerk Mühlheim-Kärlich ging nach nur 100 Tagen vom Netz, weil von der Genehmigung abgewichen wurde, und der Bau wegen einer tektonischen Platte um 1 m von der Genehmigung abweichend errichtet wurde. Manchmal, kann man große Umweltdinge, auch rechtlich lösen und erreichen. In der Liste der Öko-Berufe, über die Sina nach dem Abi nachdenken könnte, fehlt also eindeutig der Umweltrechtler (dafür braucht man einen langen Atem, es ist ein sehr trockenes und sehr langwieriges Rechtsgebiet, das dafür manchmal wahre Wunder wirken kann). Engagement lohnt sich, wie Sina und Yannis beweisen, ich habe nur etwas Bauchschmerzen, bei dem von ihnen gewählten Weg und legalere Mittel wären mir lieber gewesen. Der Zweck heiligt für mich nicht immer die Mittel. Für einen Roman ist so ein Rechtsstreit aber sicherlich etwas trocken und wenig mitreißend, da ist die gewählte Handlung schon interessanter. Im Übrigen gibt es aber sonst keinen Umweltaspekt der nicht behandelt wird.
Mit diesem Band wird die Geschichte von Sina abgeschlossen und abgerundet. Es ist klar, daß Sina, nach all ihren Umwegen und Krisen und Problemen schon ihren Weg finden wird und es wird ein guter sein. Pubertät ist eben auch die Zeit der Selbstfindung und das ist ihr gelungen. Ein toller Mix aus persönlicher Entwicklungsgeschichte und Ökoaufklärung - ein Thema, das uns alle angeht und die Generation „Fridays for future“ besonders bewegt.
- Junko Takase
Richtig gutes Essen
(59)Aktuelle Rezension von: Lilo79Wenn man sich erstmal an die logischerweise ungewöhnlichen Namen gewöhnt hat, offenbart das kleine Buch einen großen Charme. Beleuchtet wird der Büroalltag in einem Tokioer Büro, Tratsch, der vor allem beim Essen ausgetauscht wird, durchzieht jede Position und Beziehung. Dabei geht es aber auch um die Frage, was Arbeit in einem Leben für eine Rolle spielt, wer arbeiten muss, wenn andere ausfallen, wer welche Position verdient und ob das wirklich nur von der Leistung abhängt. Insofern lässt sich die Handlung auch auf unsere Arbeitswelt übertragen.
Mitunter ist das dann zum Schreien komisch, weil es absurde Züge annimmt. Nitani liebt eigentlich Bücher, nicht seinen Büroallag. Die Bücher sind in seiner kleinen Wohnung derart gestapelt, dass man ihnen überall begegnen muss. Warum arbeitet eine derartige Leseratte in einem Büro? Er sucht eine Frau, meint die passende oder die zu erwartende in Ashikawa gefunden zu haben, aber glücklich ist er mit seinen Entscheidungen nicht. Die Gründe dafür werden aberwitzig, aber auch mit großer Liebe zu den Figuren erzählt. Warum entscheiden wir uns eigentlich für die Sicherheitsvariante anstatt für das Risiko? Warum treffen wir aber damit absichtlich falsche Entscheidungen? Letztlich ist dieses Büchlein ein Loblied auf Selbstbestimmung und Mut, dem eigenen Bauchgefühl mehr zu vertrauen - auch entgegen den Erwartungen anderer.
- Anastasia Zampounidis
Für immer zuckerfrei
(73)Aktuelle Rezension von: SternenstaubfeeAnastasia Zampounidis hat auf jeden Fall meinen Respekt für ihre Durchhaltekraft und Konsequenz. Sie verzichtet komplett auf Industriezucker, und das stelle ich mir in der heutigen Zeit, wo fast überall Zucker beigefügt wird, sehr schwer vor.
Das Buch ist für mich eine Art Erfahrungsbericht, kein Ratgeber. Zwar sind schon ein paar gute Tipps enthalten, aber vordergründig geht es doch um ihren ganz persönlichen Weg aus der Zuckerfalle. Sie schreibt dabei sehr locker und interessant; ich habe das Buch sehr gerne gelesen.
31.12.2023
- Roope Lipasti
Sauna mit Nachbar
(9)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDas Buch ist echt was besonderes, ich habe so ein Buch noch nicht gelesen bzw. so in der Auffassung. Mich sprach das Buch sofort an, nachdem ich den Inhalt gelesen und das Cover begutachtet habe. Ich kam sofort in das Buch rein ohne jegliche Probleme. Und Leute das Buch ist richtig lustig, richtig lustig und mit so viel Humor, echt was zum lachen.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive des Geschichtslehrers erzählt, meines wissen ist er ein Besserwisser, im Inneren ist er total nervig, zweifelt manchmal an sich selbst und findet den Nachbarn nervig mit seinen tausenden von Projekten aber von außen freundlich. Zu den Charakteren kommen wir noch.
Ich habe lange überlegt wie viele Sterne ich dem Buch geben werde, es war doch recht ein sehr gelungenes Buch über das ich mich riesig gefreut habe. Es dient letztendlich zur Unterhaltung und ich würde das Buch auch eher nur im Herbst oder im Winter nochmal lesen. Das war mein erstes Buch, wo so viel Humor drin stand, dass ich echt dauernd am lächeln war obwohl manche Situationen im Buch echt nervig waren, wo ich mir an den Kopf gefasst habe.
Die Kapitel sind kurz gehalten aber dennoch sinnvoll gestaltet. Ich hätte eventuell mehr vom Ende erfahren. Als der Nachbar sich mit einer Nagelpistole in den Bauch schoss, war das Buch fast zu Ende und ich habe das Ende ziemlich lange hinausgezögert, weil ich eben nicht wollte, dass das endet.
Die Charaktere waren alle sehr Unterschiedlich. Die Beziehung zwischen den Männer war einerseits sehr toll und man hat in dem Buch richtig gesehen, wie sie weiterhin aufgebaut wurde aber anderseits war das irgendwie bedrückend. Damit will ich jetzt nicht ausdrücken das sie depressiv auf der Wiese lagen, eher das immer einer von den beiden Recht haben wollte und zumindest wie ein Boss da zustehen.
Der Hauptprotagonist war nervig, einfach nur nervig. Seine Gedanken kreisten ziemlich oft um den Nachbarn und seine Frau Emilia. Er hat den Nachbarn schlecht hingestellt, als könnte er das nicht schaffen und ging deshalb immer wieder rüber und ihm Gesellschaft zu leisten, meisten redeten sie über Familien, die Zukunft oder auch bloß über die Vergangenheit. Natürlich hat der versucht mit Emilia zu flirten oder sie zu erobern, was ich ziemlich schwachsinnig finde.
Der Nachbar ist hingegen ein charmanter Mann, er kommt mir sofort sympathisch vor und zeigt selbstverständlich keine Schwächen zumindest keine seelischen. Er zeigt sich großzügig gegenüber dem Hauptprotagonisten und macht sein eigenes Ding durch. Er steht mit beiden Beine auf dem Boden und lebt eben sein Leben mit seiner Frau Emilia und seinen sechs Kindern.
Was ich nicht gut finde, ist eben das Ende. Das war einfach kein BOOM Effekt, ich habe nichts gespürt, kein Adrenalin oder Gänsehaut. Es war zu kurz, schlicht einfach zu kurz, wenn das Ende länger umschrieben würde und vielleicht auch ausführlicher, dann hätte das Buch fünf Sterne bekommen aber so muss ich leider ein halben Stern abziehen.
- Michael Bright
Als der Mensch auf Bäumen saß
(4)Aktuelle Rezension von: Dr_MUnd das ist auch schon der Grund, warum sie sich nicht unbedingt als Thema eines Kinderbuches eignet. Die Zielgruppe dieses Buches sind Acht- bis Zehnjährige, also Zweit bis Viertklässler. Ich neige nicht dazu, Kinder zu unterschätzen, kenne aber sehr wohl ihre Interessen und ihr durchschnittliches Auffassungsvermögen in diesem Alter.
Die Geschichte der Menschheit beginnt in diesem Buch vor sieben Millionen Jahren mit dem Sahelantrophus tchadensis. Normalerweise jonglieren Kinder im genannten Alter weder mit Millionen, noch sprechen sie Latein. Aber das allein ist nicht der Punkt. Auf Seite 11 werden die jungen Leser beispielsweise mit folgendem Satz konfrontiert: "Gene bestehen aus DNA, unserem chemischen Bauplan im Kern all unserer Zellen." Selbst Viertklässler wissen wohl kaum etwas über irgendeinen chemischen Bauplan, noch haben sie mehrheitlich irgendeine Ahnung, was eine Zelle ist. Mir ist völlig rätselhaft, wie man so etwas einfach ignorieren kann.
Meine Erfahrung sagt Folgendes: Selbst ein sehr guter Schüler aus der avisierten Altersgruppe wird, wenn er einen Blick in dieses Buch wirft, schnell das Interesse verlieren, weil er sich sofort überfordert sieht. Es gibt keinen Spaß, wenn man ein Buch liest oder sich auch nur ansieht und dann merkt, dass man kaum etwas versteht. Die Illustrationen in diesem Buch sind kindgerecht, der Text ist es nicht. Und er kann es auch niemals sein, denn unser gegenwärtiges Verständnis der Evolutionsgeschichte des Menschen ist in der Tat kompliziert und kann sich auch plötzlich mit einem neuen Fund ändern. Ein Thema für ein Kinderbuch ist sie allein schon deshalb nicht.
Wie man ein solches Buch bewerten soll, ist mir ein Rätsel. Auf der einen Seite hat es mir ausgezeichnet gefallen und auf der anderen halte ich es für nicht kindgerecht. Das hat wiederum nur bedingt etwas mit den Autoren und ihrem didaktischen Vermögen zu tun, sondern allein mit dem Thema. Es ist in meinen Augen schlicht zu kompliziert, um es einfach genug erklären zu können. - Paul Ingendaay
Gebrauchsanweisung für Spanien
(12)Aktuelle Rezension von: NilWenn man Spanien nur als Urlaubsland mit Strand wahrnimmt, ist das ein gelungener Einstieg in das "echte Spanien". Ein guter Mix an Information, so das nie Langeweile aufkommt. Mich hat nur die Überheblichkeit des Autors gegenüber den Deutschen gestört. Er selbst ist Deutscher und scheint ein akribischer Schreiberling zu sein, aber stellt deutsche Eigenschaften in der ersten Hälfte des Buches sehr negativ dar. Fazit: Informationen sind vielfältig und interessant, aber der Unterton ist unschön! - Kristina Scharmacher-Schreiber
Der kleine Polarbär - Zu Hause in der Arktis
(4)Aktuelle Rezension von: kinderbuchundbasteleiKristina Scharmacher-Schreiber hat wirklich Talent darin, schon ganz jungen Kindern die Wunder der Tierwelt näherzubringen. Ihre schönen Texte werden von richtig süßen Illustrationen von Christine Faust begleitet, und so gibt es auch für dieses Bilderbuch - unser zweites aus der tollen Reihe - von mir wieder eine ganz große Leseempfehlung von Herzen!
In diesem erzählenden Sachbilderbuch begleiten wir den kleinen Polarbären, der zusammen mit seiner Eisbärenmama und seiner Zwillingsschwester in der Arktis lebt. Dort werden er und seine Schwester im Winter in einer behaglichen Höhle geboren, wachsen heran, wandern später mit ihrer Mama durch die Schnee- und Eiswelt, begegnen Gefahren, trotzen Schneestürmen und schwimmen zusammen im eiskalten Polarmeer, um Robben zu jagen. Der kleine Polarbär lernt alles, was er können muss, um als Großer einmal alleine in der weißen Schneewelt überleben zu können. So ein Eisbärenleben in der Weite der Arktis ist spannend, aber auch hart und entbehrungsreich. Am Ende der Sachgeschichte finden wir auf der letzten Doppelseite noch einmal eine Übersicht mit allen wichtigen Fakten über diese beeindruckenden Riesen der Arktis und die Kinder erfahren auch, wie sehr Umweltzerstörung und daraus folgende Klimaerwärmung das Leben der Eisbären heute gefährden.
- Pierre de Hugo
Das Nilpferd
(3)Aktuelle Rezension von: SilkeundIngoDie Bilderbuchreihe "Meyers kleine Kinderbibliothek" vermittelt erstes Sachwissen für Kinder ab 3 Jahren. Unsere Kinder lieben das Buch mit transparenten Folien, die beim Umblättern das Innenleben oder Verdecktes rund um das Thema Nilpferde zeigt. Hier werden viele spannende Tieraspekte rund um das Nilpferd kindgerecht dargestellt und laden zum Selbstendecken ein. Die Illustrationen sind wunderbar und spannend gestaltet.
Der Text ist eher für Kinder ab Grundschulalter.
- Dr. Sebastian Steinemann
Vegan ohne Hype: Ein wissenschaftlicher Leitfaden der intuitiven, pflanzlichen Ernährung
(21)Aktuelle Rezension von: AngelsammyDieses Buch ist kein Kochbuch, sondern ein interessanter Leitfaden der rein pflanzlichen Ernährung. Die großen Tiere, wie Giraffe, Elefant und Nilpferd machen es uns vor. Was diese können, kann der wesentlich kleinere, leichtere Mensch auch. Keinerlei Ernährung außer Pflanzen, wozu natürlich auch Obst und Gemüse zählt.
Der Schreibstil ist klar und verständlich und nicht wissenschaftlich "abgehoben". Das ist dem Autoren sehr gut gelungen!
Kuhmilch wird unter sehr zweifelhaften Bedingungen hergestellt und der herkömmliche Käse ist nicht unbedingt vegan. Das gilt für andere Produkte, die auf den ersten Blick vegan scheinen.
Das Buch ist praxisnah und sehr gut im Alltag umzusetzen.
Nur ich zum Beispiel kann mit Tofu nichts anfangen, weil sich das negativ auf meine Schilddrüsenwerte auswirkt. Tofu ist auch nicht unbedingt das Nonplusultra.
Jedenfalls ist das Buch mit Tabellen ausgestattet und ordnet verschiedenen verschiedene Farben zu. Es ist möglich, sich dauerhaft gesund vegan zu ernähren. Probiert es doch mal aus. Das ist gegen Massentierhaltung, Tierleid und besser für die Umwelt. Aminosäuren und Proteine gibt es nicht nur im Fleisch, denkt daran!
- Vivien Suchert
Sitzen ist fürn Arsch
(25)Aktuelle Rezension von: seschatIn "Sitzen ist fürn Arsch" berichtet die Diplom-Psychologin Dr. Vivien Suchert ausgiebig von den Gefahren und Folgen zu langen Sitzens im Alltag. Und Letztere sind alles andere als bloße Makulatur. Denn James A. Levine stellte bereits vor Jahrzehnten fest, dass Sitzen das neue Rauchen sei. Das sollte uns doch alle aufhorchen lassen oder?
Dementsprechend neugierig bin ich auf Sucherts Ausführungen gewesen, schon allein wegen des provokanten Titels :-)
Beginnend mit der Menschheitsgeschichte und dem Bewegungsdrang unserer Vorfahren leitet die Autorin zum Bewegungsverhalten bzw. zur Passivität der heutigen Wohlstandsgesellschaft über. Es ist schon erstaunlich, dass die einstigen Jäger und Sammler sich heute nur noch minimal bewegen, weil sich alles bequem via PC, Handy, Auto uvm. erledigen lässt. Zudem lässt sich das lange Sitzen bei Bürojobs nicht einfach abstellen. Bis zu acht Stunden am Tag zu sitzen, ist heute keine Seltenheit, eher die Regel. Denn nach dem Sitzen im Büro folgt meist das Sitzen auf dem heimischen Sofa, wo dann auch noch Unmengen an Junkfood zu sich genommen werden. Ein wahrlicher Teufelskreis, der über kurz oder lang zu bekannten Zivilisationskrankheiten, wie beispielsweise Adipositas, Rückenschmerzen, Krebs, Depression oder Diabetes, führt. Kurzum, das lange Sitzen verkürzt unsere Lebenszeit. Im Vergleich dazu leben Menschen, die weniger technisiert sind und noch vieles mit per Hand erledigen müssen, gesünder. Dies belegen Studien, die sich u. a. mit dem Amish und den "Superalten" in Okinawa, Ikaria und Sardinien beschäftigt haben.
Vivien Suchert versucht den interessierten Leser für einen bewussteren Umgang mit dem Thema Sitzen zu sensibilisieren, indem sie dazu rät, Wochentabellen mit den täglichen Sitzzeiten anzulegen, persönliche Ziele zur Verbesserung zu formulieren bzw. Alternativen zur Anregung der eigenen Beweglichkeit zu nutzen, d.h., anstatt des Lifts einfach mal die Treppen nehmen oder im Büro Pausen bzw. kleiner Gänge zum Kopierer etc. zur Mobilisierung zu nutzen.
Insgesamt liefert die vorliegende Lektüre nicht wirklich neue Erkenntnisse zum Thema Sitzen in der heutigen Zeit, fasst diese aber allgemeinverständlich und damit leicht lesbar zusammen.
FAZITEin kurzweiliges Sachbuch, das nachdenklich stimmt und hoffentlich beim ein oder anderen zu mehr Bewegung führen wird.
- Imke Kleinert
Basisch Fit für Einsteiger
(14)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDer Ratgeber ist gerade für Einsteiger sehr gut aufgebaut und die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil. Alle Kapitel lesen sich flüssig und sind gut auf den Punkt gebracht.
Das Buch beginnt mit den Grundlagen der basischen Ernährung und erläutert ausführlich worauf man bei einer basischen Ernährung achten sollte und wo die Vorteile liegen.
Danach werden normale Mahlzeiten mit basischen Mahlzeiten verglichen und man bekommt einen guten Überblick, wie säurehaltig man sich bislang ernährt.
Aber dieser Ratgeber bietet noch viel mehr hilfreiche Informationen, so gibt es Kapitel über Nährstoffe, basische Alternativen, Entgiftungen von innen und noch vieles mehr. Natürlich gibt es auch einige Rezepte und einige Tipps, die einen den Einstieg in die basische Ernährung erleichtern.
Man bekommt mit diesem Buch also einen sehr guten Rundum Ratgeber, der gerade Einsteigern einen guten Einblick liefert.Fazit:
Der Ratgeber richtet sich besonders an Einsteiger und hält somit was der Titel verspricht. Man bekommt einen guten Gesamteindruck zum Thema und der Einstieg in die basische Ernährung wird mit vielen Tipps und einigen Rezepten deutlich erleichtert.
Es wird aber vor allem ein Bewusstsein geschaffen, welche Lebensmittel basisch sind und welche man besser vermeiden sollte. - Paul Meisel
Gute Nacht, Fledermaus! Guten Morgen, Eichhorn!
(1)Aktuelle Rezension von: Susanne_DegenhardtFreddy Fledermaus braucht ein neues Zuhause. Nach ein paar Absagen findet er eine perfekte Bleibe. Doch am nächsten Morgen stellt sich heraus: Es ist das Heim von Eddy Eichhorn! Dieser ist überhaupt nicht begeistert davon, plötzlich einen »Untermieter« zu haben, und schreibt ihm abends Briefe, Freddy möge bitte verschwinden. Beim Aufwachen findet Freddy die Nachrichten, versteht deren Inhalt jedoch jedes Mal falsch...
Zugegeben: Dieses Bilderbuch war bei uns eher Liebe auf den zweiten oder dritten Blick. Beim ersten Vorlesen wollte der Funke noch nicht bei meinen Töchtern (4+6) überspringen. Dieses Missverstehen der Briefe, dass da bspw. mal ein Wort verdeckt war, war erklärungsbedürftig. Und es war auch eher die Sechsjährige, die sich dann darüber amüsierte. Ansonsten ist der Text recht übersichtlich, aber ich tendiere bei der Altersempfehlung eher zu 4 Jahren, mit Luft nach oben.
Die Illustrationen muten ein bisschen herbstlich an mit den Blättern in Brauntönen. Sie sind nicht zu überladen und geben einen kleinen Einblick in das Leben von Eichhörnchen und Fledermäusen. So erfährt man nebenbei, was die beiden fressen und wie sie wohnen. Die Nachrichten zwischen den beiden Tieren werden auf Blätter, einen Pilz oder ein abgerissenes Blatt geschrieben. Das fand ich ziemlich kreativ.
Nach mehrmaligem Vorlesen ist das Fazit meiner Töchter: »Schööön« und »Das ist lustig! Mir gefällt das!«
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