Bücher mit dem Tag "lebensweisheit"
39 Bücher
- Antoine de Saint-Exupéry
Der kleine Prinz
(8.026)Aktuelle Rezension von: Henry_98Antoine de Saint-Exupérys „Der kleine Prinz“ ist ein zeitloses Meisterwerk, das auf einzigartige Weise Poesie und Lebensphilosophie verbindet. In einfacher Sprache erzählt der Autor eine tiefgehende Geschichte über Freundschaft, Liebe und das Erwachsenwerden.
Ein Pilot stürzt in der Wüste ab und trifft dort auf den kleinen Prinzen, einen Jungen von einem fernen Planeten. Zwischen den beiden entwickelt sich ein stilles, nachdenkliches Gespräch über das Leben. Der kleine Prinz berichtet von seinen Reisen zu anderen Planeten, auf denen er Menschen begegnet, die alle ein Stück menschlicher Schwächen verkörpern – Eitelkeit, Machtgier oder Besitzstreben. Diese Begegnungen sind keine bloßen Episoden, sondern Spiegelbilder unserer Gesellschaft.
Das Herz der Erzählung liegt in der Begegnung des Prinzen mit der Rose, die er auf seinem Heimatplaneten zurückgelassen hat. Sie ist wunderschön, aber empfindlich und manchmal schwierig. Erst in der Distanz erkennt er, dass sie einzigartig ist und dass Liebe immer Verantwortung bedeutet. Diese Einsicht gehört zu den zartesten und wahrhaftigsten Momenten des Buches.
Saint-Exupéry schreibt in einer Sprache, die schlicht und poetisch zugleich ist. Er braucht keine großen Worte, um große Wahrheiten auszudrücken. Jede Seite ist durchzogen von stiller Melancholie und tiefer Menschlichkeit. Besonders berührt der berühmte Satz:
„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Er bringt die zentrale Botschaft des Buches auf den Punkt: Das, was wirklich zählt, können wir nicht sehen – wir müssen es fühlen.
Der besondere Zauber dieses Werkes liegt darin, dass es sowohl Kinder als auch Erwachsene anspricht, jedoch auf unterschiedlichen Ebenen. Für Kinder ist es eine wunderbare, märchenhafte Geschichte; für Erwachsene ein leiser Spiegel, der an das Kind erinnert, das sie einst waren – und das sie vielleicht vergessen haben.
Was bleibt, ist ein Gefühl von Sehnsucht, Wärme und stiller Nachdenklichkeit. „Der kleine Prinz“ ist ein Buch, das nicht einfach endet, sondern im Herzen nachklingt – wie eine sanfte Stimme, die uns daran erinnert, mit mehr Liebe und Mitgefühl durch die Welt zu gehen.
Am Ende fühlt sich dieses Werk verwandt mit „Vollmondkinder“ von Anna Swedenborg. Auch dort geht es um Reinheit, inneres Licht und die Sehnsucht nach Wahrheit in einer oft unruhigen Welt. Beide Bücher sprechen dieselbe Sprache des Herzens – leise, poetisch und voller Tiefe. „Vollmondkinder“ entfaltet dabei eine ebenso zauberhafte Atmosphäre, in der Weisheit und Fantasie miteinander verschmelzen. So ergänzen sich beide Werke auf wundervolle Weise: Sie erinnern daran, dass wir das Licht in uns bewahren müssen, um das Wesentliche zu erkennen. - Sebastian Fitzek
Fische, die auf Bäume klettern
(164)Aktuelle Rezension von: StolliFische die auf Bäume klettern ist das erste Buch, dass ich von Sebastian Fitzek gelesen habe, vielleicht weil Krimis nicht mein Ding sind, vielleicht weil mir der Name nicht geläufig war, man muss ja nicht jeden Bestsellerautor kennen.
Fitzek‘s Art zu schreiben ist sehr unterhaltsam, seine Sprache ist nicht verkünstelt und ich habe seinen Grundsätzen (nicht allen wird er immer treu bleiben können-da ist er ehrlich) immer folgen können.
Der Grundgedanke, an seine Kinder gerichtet, dass man sich selber treu sein soll und nicht die wertvolle Lebenszeit zu vergeuden indem man irgendwelchen Leuten hinterher rennt ist an sich banal aber jedem ist passiert dass man dagegen schon verstossen hat aber daran kann man ja arbeiten.
Und natürlich, dass man nicht diese Lebenszeit vergeudet indem man versucht die Schwächen zu bekämpfen anstatt an den Stärken zu arbeiten, lieber sollte man sich mit Leuten umgeben die einen fördern und fordern und einen nicht instrumentalisieren.
Die verschiedenen Reisen sind sehr schön beschrieben.
Hilfreich auch die freien Seiten am Ende des Buches die helfen sollen den eigenen Weg zu finden.
- Albert Espinosa
Club der roten Bänder
(201)Aktuelle Rezension von: booksforeverAls Buchverlage zur Serie beworben konnte das Buch dahingehend meine Erwartungen nicht ganz erfüllen. Einige Erzählungen konnte man wiederfinden, allerdings ging es eher um Albert Espinosa und seine 23 Erfahrungen, die er aus seinem Kampf gegen den Krebs erlangt hat. Diesen Teil fand ich sehr gelungen, es gab inspirierende Zitate und Texte, die zum Nachdenken anregen. Im letzten Viertel des Buches ging es um die Gelben, damit konnte ich nicht wirklich etwas anfangen, weshalb ich dem Buch insgesamt 3,5 Sterne vergebe.
- Stephan Schäfer
25 letzte Sommer
(201)Aktuelle Rezension von: LenatheplugDer Erzähler dieser Geschichte trifft an einem Wochenende im Sommer an einem See den Kartoffelbauern Karl, der so ganz anders ist als er selber. In Karls altem Bauernhaus sprechen sie über ihr Leben, über unerfüllte Wünsche und die Dinge, die sie umtreiben und davon, dass ihnen bestenfalls noch 25 Sommer bleiben, die sie für eigene Träume nutzen und mit den Menschen verbringen sollten, die ihnen wichtig sind. Was ist, wenn das Leben, welches man jetzt lebt, nicht das Leben ist, welches man leben möchte? Da kann man total melancholisch und traurig werden, denn: Hat man noch 25 Sommer? Für mich ist es die Sehnsucht nach einem Leben im Gleichgewicht. Das Buch hat mich ermutigt und dies wird jedem Leser so gehen, Leben ins Leben zu lassen. Nicht hochliterarisch, sondern einfach, damit für jeden das Buch zugänglich ist.
- Marie-Sabine Roger
Das Leben ist ein listiger Kater
(175)Aktuelle Rezension von: Tilman_SchneiderJean-Pierre ist in die Seine gefallen und liegt nun im Krankenhaus. Das gefällt ihm gar nicht und auch nicht, dass er sich nicht erinnern kann, warum er überhaupt in den Fluß geflogen ist. Er hat niemand der ihn besuchen könnte, aber sein Zimmer ist immer voll. Ein junges Mädchen kommt immer, weil er einen PC hat. Der Stricher der ihn gefunden hat kommt vorbei und auch der Polizist, der in der Sache ermittelt und eine Schwester. Jeder will was von ihm und er will so viel mehr vom Leben und von sich. Ich muss zugeben, dass ich das Buch Das Labyrinth der Wörter erst beim dritten Lesen gut fand. Hier ging es mir ähnlich, nur dass ich es immer noch nicht gut finde. Literatur ist Gott sei Dank immer Geschmacksache, aber ich habe keinen Zugang zu dieser Geschichte gefunden. Immer wieder dachte ich, ja, jetzt gehts los, aber dann dümpelte es doch weiter vor sich hin. Jean-Pierre ist eine nicht wirklich sympathische Hauptfigur und auch die anderen Figuren bleiben blass und nerven eher und wenn das menschliche kommt, hat man eigentlich schon keine Lust mehr. Vieles ist doch zu sehr gewollt und konstruiert. Mich hat das Buch leider nicht gepackt.
- Bas Kast
Das Buch eines Sommers
(163)Aktuelle Rezension von: culejuleDamals hatte Nicolas die Firma seines Vaters übernommen. Nun besteht sein Alltag nur noch aus Verantwortung, Terminen, Stress und Zwängen. Oft fragt sich Nicolas, wo eigentlich noch Zeit für seinen Sohn Julian und für seine Liebe Valerie im Leben bleibt? Beide kommen viel zu kurz. Und da ist noch was: eigentlich wollte Nicolas viel lieber Schriftsteller, wie sein Onkel, werden. Dieser stirbt plötzlich und nun muss Nicolas an den Ort zurückreisen, an dem er viele schöne Momente als Teenager erleben durfte. Somit beginnt für Nicolas und seine Familie ein Sommer, den so schnell niemand mehr vergessen wird ...
Dieser Roman hat mich ab der ersten Seite sofort in den Bann gezogen. Ich mochte den "Vibe" und die gesamte Geschichte sehr. Es hat mich ein wenig an den Film "Ein gutes Jahr" erinnert. Für mich beinhaltete der Roman viele gut reflektierte Offenbarungen, die mir gut verdeutlicht haben, worauf es im Leben ankommt. Was hindert uns eigentlich daran, nicht das Leben zu leben, welches wir uns gern wünschen? Vielleicht weil wir es selbst gar nicht wissen?!
Eine Geschichte, die sich mit den Fragen des Seins beschäftigt und mich sehr überzeugen konnte. Ich durfte ein kleines Lese-High-Light entdecken.
- Dantse Dantse
Die 4 Glückssäulen der Primitiven - So einfach wirst du glücklich und bleibst es, egal was passiert
(10)Aktuelle Rezension von: NalomaDer Autor Dantse Dantse versucht hier, eine neuartige, unkonventionelle und revolutionäre Strategie zum Glücklichwerden zu propagieren - ja, das Wort "propagieren" trifft es tatsächlich am Besten. Er verspricht, mit diesem Buch absolut Jeden glücklich machen zu können und er wäre der Erste, der praktische Anleitungen zum Glücklichsein gibt, bewirbt das Buch groß damit. Vor allem daran scheitert dieses Buch jedoch. Vieles, was der Autor schreibt, ist sicherlich richtig und wichtig, aber bei weitem nichts Neues. Außerdem ist mir vieles zu "flapsig" und zu oberflächlich geschrieben. Sehr oft wurde ich als Leserin mit der Frage zurückgelassen, wie ich denn das Ganze jetzt umsetzen soll. Denn dazu schreibt der Autor herzlich wenig, wirbt aber wie gesagt am meisten damit. Generell wirkt das Buch wie irgendwo abgeschrieben. Zum Beispiel ist der Anfang der Kapitel über Demut und Gerechtigkeit fast 1 zu 1 genauso in Wikipedia zu finden. Empfehlen kann ich das Buch also beim besten Willen nicht.
- Wolfgang A. Gogolin
Rotblaue Nelken - Großdruck
(7)Aktuelle Rezension von: attikaIch gebe zu, dass ich Beziehungen zwischen Vater und Sohn nicht so wirklich auf dem Radar hatte, Stichwörter soziale Väter oder Patchwork.
Das Buch spielt ein paar Jahre nach dem Krieg, also lange vor meiner Geburt. Ich habe mich aber trotz des speziellen Themas sofort hineingefunden und wollte immer wissen, wie es nun weitergeht, aber nicht nur wegen der Liebesgeschichte.
Obwohl die Lektüre jetzt zwei Wochen zurückliegt, finde ich Vincent und seinen Vater immer noch spannend. Beide sind vom Charakter her sehr verwinkelt und maximalst verschlossen. Sie machen aber alles sichtbar durch das, was sie letzten Endes tun und auch durch das, was sie nicht machen. Und sie erinnern mich daran, was man vom Denken oder schrägem Verhalten her manchmal bei den eigenen Großeltern erlebt hat. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. - Saygin Ersin
Der Meisterkoch
(45)Aktuelle Rezension von: fredhelVon der ersten Zeile an werden alle Sinne des Lesers angesprochen. Er fühlt sich in die Welt von 1001 Nacht hinein versetzt, wenn er dem aufregenden Lebensweg des kleinen Jungen mit dem herausragenden Geschmackssinn folgt. Auch wenn alle Sinneseindrücke opulent beschrieben werden, wird es niemals langatmig und ganz allmählich findet man sich in einem großartigen Abenteuer wieder, in dem ein junger Mann all sein Können, sein Wissen und seine Raffinesse einsetzt, um einen Weg zu der Liebe seines Lebens zu finden, die in einem Harem gefangen gehalten wird.
Es ist eine fantastische Geschichte, poetisch und aufregend zugleich. Sie hat meine Erwartungen übertroffen, denn etwas Vergleichbares hatte ich noch nie in Händen. Orientalische Erzählkunst unterscheidet sich doch sehr deutlich vom hiesigen Mainstream. Wenn man sich darauf einlässt, wird man in eine andere Welt hineinkatapultiert. - Cordula Stratmann
Wo war ich stehen geblieben?
(3)Aktuelle Rezension von: Ricarda1305Ich will ehrlich sein, es ist das erste Mal, dass ich ein Buch abgebrochen habe. Nicht weil es "schlecht geschrieben" ist, sondern weil der Stil des Buches einfach nicht meins ist.
Die Autorin widmet sich "Grübeleien und Geistesblitzen" zu Themen wie: Ameisen, die Deutsche Bahn, Elternschaft, Humor, Judenhass, Langeweile, Parfüm, Triggern, Väter, Würde ... alles durchaus spannende Themen mit einer Prise Humor versehen und in kurze Abschnitte gepackt.
Diesen Humor muss man mögen und Interesse an den Gedankengängen der Autorin haben, vielleicht auch Fan sein.
Ich konnte mit diesem Buch leider nichts anfangen.
- Ethan Hawke
Regeln für einen Ritter
(40)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerDer bekannte Schauspieler Ethan Hawke hat ein neues Buch geschrieben. Der Titel: “Regeln für einen Ritter“. Ich muss gestehen ich habe seine beiden Romane nicht gelesen, ich konnte mir nicht vorstellen, dass mich diese begeistern werden, haben mich auch von der Thematik her nicht angesprochen. Doch sein drittes Buch “Regeln für einen Ritter”, herrlich gewandet in einem edlen und anmutigen Leinenumschlag mit güldener Schrift versehen, sprang mir sofort ins Auge. Auch das Format – klein und handlich – finde ich formidabel. Und die zauberhaften und sehr passenden Illustrationen von Ethan Hawkes Ehefrau Ryan Hawke harmonisieren wundervoll mit dem sehr intensiven Text.
Worum geht es in diesem Buch? Der Ritter Sir Thomas Lemuel Hawke, ein Vorfahre von Ethan Hawke, dessen Brief sich seit seinem Fund 1970 im Keller der Urgroßmutter noch immer im Besitz der Familie Hawke befindet, steht kurz vor der Schlacht von Slaughter Bridge im Jahr 1483 in Cornwall. Die Angst, er könnte diese nicht überleben, raubt ihm den Schlaft und so schreibt er einen Brief an seine vier Kinder, in dem er ihnen die Werte eines guten Menschen und Ritters nahe bringen möchte.
Das zarte Büchlein hat es wahrlich in sich: 20 Regeln – nicht nur für Ritter – finden sich darin. Sir Thomas gelingt es, seine Lebensweisheiten sehr feinsinnig und lebendig zu vermitteln.
“Schaffe Zeit für dich. Wenn du Klarheit und Weisheit des Geistes suchst, ist Stille ein hilfreiches Werkzeug. Die Stimme deiner Seele ist leise und nicht zu hören, wenn sie sich gegen andere durchsetzen muss. Genauso wie es unmöglich ist, sein Spiegelbild in aufgewühltem Wasser zu sehen, so ist es mit der Seele. In der Stille können wir die Ewigkeit spüren, die in uns schlummert.” (Seite 19)
Untermalt werden die 20 Regeln mit persönlichen Lebenserfahrungen, die sich wie kleine Fabeln lesen – herrlich!
Fazit: Ein zauberhaftes, kleines Büchlein mit sehr viel Wirkkraft und nachdenklich stimmenden, liebevoll geschriebenen Texten. Absolut empfehlenswert und ein echter Hingucker in jedem Bücherregal!!
- David Levithan
Every Day
(113)Aktuelle Rezension von: AuroraMSchön und fesselnde Story. Ich konnte nicht mehr aufhören es zu lesen. Muss man gelesen haben.
- Kristen Butler
Rein in die Komfortzone!
(33)Aktuelle Rezension von: buchgestapelMeine Meinung
Dass der Selbstoptimierungswahn in unserer Gesellschaft nicht bloß eine Modeerscheinung ist, dürfte mittlerweile immer klarer werden. Die eigene Komfortzone zu verlassen, ist daher kein ungewöhnlicher Ratschlag – sich stattdessen erst in die Komfortzone zu begeben, allerdings schon.
Was ich an diesem Buch sehr interessant gemacht fand, war die Schritt für Schritt Struktur der Hinführung zu den Argumenten der Autorin. Der Aufbau war an sich recht typisch für einen Ratgeber zur Persönlichkeitsentwicklung, mir hat das aber durchaus geholfen, das Buch schnell zu beenden.
Der eigentliche Fließtext wurde immer wieder durch persönliche Erfahrungen, Beispiele, Infoblöcke und praktische Übungen unterbrochen, was meinen Lesefluss sehr hoch gehalten hat. Da man sich so nicht bloß von den Informationen berieseln lassen muss, sondern die Möglichkeit hat, das Gelesene direkt zu reflektieren und praktisch anzuwenden kam bei mir keine Langeweile auf, was ich insbesondere bei Ratgebern immer als sehr positiv wahrnehme.
Was ich ein wenig übertrieben fand, war dann allerdings die ständige Betonung der Tatsache, dass das eigene Mindset und die Gedankenrichtung die Determinanten für Erfolg oder Misserfolg wären. Ich persönlich halte recht wenig von der doch ziemlich schlichten Ansicht, dass man nur an den eigenen Erfolg glauben müsse, um ihn auch tatsächlich zu haben – was sicherlich im Extremum nicht unbedingt die beabsichtigte Aussage dieses Buches sein soll, in meinen Augen aber doch so viel Platz hier eingenommen hat, dass der sonst eigentlich sehr gelungene Ratgeber für mich doch einen nicht ganz so günstigen Beigeschmack hatte.
Fazit
Auch wenn ich den sehr optimistischen Ton dieses Ratgebers zeitweise ein wenig over the top fand, haben mir die Ansätze und Denkanstöße zu einer neuen Herangehensweise an persönliches Wachstum gut gefallen. Eine neu definierte Komfortzone ist daher auf jeden Fall einen zweiten Gedanken wert – und das ist dem Buch meiner Meinung nach insgesamt gut gelungen.
Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.
- Karen McQuestion
Hallo Schicksal
(4)Aktuelle Rezension von: AniDan ist mittlerweile ein Jahr Witwer. Den Tod seiner Frau Christine hat er allerdings noch längst nicht überwunden. In dieser schweren Zeit steht ihm nicht nur Tochter Lindsay zur Seite, sondern auch seine Hündin Anni. Gerade sie scheint seine Stimmungen zu spüren und gibt ihm Halt. Als Annie direkt vor der Haustür gestohlen wird, bricht Dan und Lindsays Welt erneut zusammen. Der Schmerz, nun auch die geliebte Hündin verloren zu haben, ist beinahe unerträglich. Doch Dan und Lindsay geben die Hoffnung nicht auf, Anni wiederzufinden. Zur gleichen Zeit versucht Andrea, die schmutzige Scheidung von ihrem Ex-Mann zu verkraften. Als die dann eine misshandelte Hündin bei einem Mieter entdeckt und sie spontan rettet, nimmt ihr Leben eine unerwartete Wendung....
Die Handlung wird aus wechselnden Perspektiven betrachtet. Dabei schaut man sowohl Dan, als auch Andrea über die Schulter und kann dabei ein Stück ihres Lebens begleiten. Beide Charaktere wirken sympathisch und äußerst liebenswert. Deshalb fällt es leicht, sich auf das Geschehen einzulassen. Ein ganz besonderer Pluspunkt dieses Romans ist die Hündin Anni. Sie schleicht sich bereits nach wenigen Auftritten ins Herz.
Natürlich ist die Handlung ein wenig vorhersehbar. Dennoch kann man nicht genau ahnen, wie und wann die Autorin die wechselnden Stränge entscheidend verknüpfen wird. Sie verweben sich zwar manchmal miteinander, doch die wichtigste Verknüpfung lässt fast bis zum Schluss auf sich warten. Einige Zufälle wirken zwar übertrieben und arg konstruiert, doch da Andrea am Anfang des Buchs eine Bestellung beim Schicksal aufgibt und die Handlung so herzerwärmend geschildert wird, kann man großzügig darüber hinwegsehen und diese Geschichte einfach genießen. Das Ende ist schlüssig und lässt keine Fragen offen, dennoch hätte es gerne etwas ausführlicher sein dürfen. Aber so bleibt Platz für eigene Gedanken und Ausschmückungen.
Ein absoluter Wohlfühl-Roman, mit einer äußerst liebenswerten Hündin, die sich mühelos ins Herz schleicht.
- Christine Westermann
Manchmal ist es federleicht
(15)Aktuelle Rezension von: Maimouna19In „Manchmal ist es federleicht“ teilt Christine Westermann ihre Gedanken zum Thema Abschiede auf eine ehrliche und berührende Weise, manchmal wehmütig, doch auch immer mit einer Prise Humor, angereichert mit Beispielen aus ihrem Leben.
Loslassen fällt oft schwer und es gibt sie natürlich, die schweren Abschiede, wie z.B. der Tod eines geliebten Menschen, die einen ein Leben lang begleiten und auch mit Zeit nicht leichter werden. Und es gibt die Abschiede, die das Alter mit sich bringt: mit 70 fallen einem viele Sachen halt nicht mehr so leicht wie mit 20, 30, 40. Aber muss man sich deshalb das Leben schwer machen? Und dann gibt es natürlich auch die leichten Abschiede, die man selbst plant und von denen man hofft, dass sie das Leben positiv verändern.
Doch für alle Abschiede, egal ob „federleicht“ oder unendlich schwer, gilt: sie öffnen neue Wege, bieten neue Chancen.
In diesem Buch kann sich jeder wiederfinden, ich habe es gern gelesen, es hat mich zum Schmunzeln aber auch zum Nachdenken gebracht. Ein Buch, das noch lange nachhallen wird.
- Mina Teichert
Wie Sterne so hell
(10)Aktuelle Rezension von: ReiShimuraMeine Erwartungshaltung an das Buch war relativ eindeutig, als ich mit dem Lesen begonnen habe. Eine bittersüße Liebesgeschichte, die einem unter die Haut geht und zu Tränen rührt. Bis zu einem gewissen Grad wurden meine Erwartungen auch erfüllt, aber leider zu wenig, als dass mich das Buch wirklich begeistern oder mitreißen hätte können. Ehrlicherweise muss ich zugeben, dass ich sogar mehrmals überlegt habe das Buch abzubrechen.
Dies lag vor allem an der weiblichen Hauptperson Sahra. Bereits von Anfang an hatte ich meine Schwierigkeiten mit ihr, wobei ich es anfangs nicht festmachen konnte, woran das liegt. Je mehr die Geschichte vorschritt und je mehr man über Sahra und ihre komischen Spielchen, die sie mit Menschen spielt, erfahren hat, war es bei mir dann vorbei. Ich denke besonders gestört hat mich, dass sie als Gutmensch dargestellt wird und von allen Freunden und Bekannten wie eine Heilige verehrt wird, aber ihre Handlungen dies in keiner Weise rechtfertigen. Sie pfuscht ihm Leben anderer Menschen herum, zwingt ihnen ihren Willen auf und bildet sich ein alles besser zu wissen.
Ihr männlicher Gegenpart Mo hat mir da schon deutlich besser gefallen, konnte das Buch allein für mich auch nicht retten. Natürlich ist auch er eine gequälte Seele und muss von der Heiligen Sahra gerettet werden. Denn auch wenn sie nichts über ihn weiß, weiß sie doch was er mit seinem Leben anfangen soll. Um dem ganzen Irrsinn dann noch die Krone aufzusetzen, lässt er sich, wenn auch etwas widerwillig auf das Spiel ein. Wobei wenn er sich nicht darauf eingelassen hätte, wäre das Buch ja auch schon wieder vorbei gewesen.
Die unzähligen Dialoge zwischen Sahra und Mo haben der Geschichte zwar einiges an Tiefgang gegeben, andererseits haben sie es auch in die Länge gezogen. Viele der Gespräche sollten möglicherweise witzig sein, der Humor ist an mir aber verpufft. Auch hatte ich nicht das Gefühl, dass die Chemie zwischen den beiden wirklich stimmt. Es fühlte sich eher so an, als ob die beiden sich abstoßen und nicht anziehen.
Ich denke schon, dass ich verstanden habe, was die Autorin mir mit dem Buch sagen will. Leider gefällt mir die Art und Weise wie sie das vermittelt einfach nicht. Es handelt sich hierbei keinesfalls um ein schlechtes Buch, es ist einfach nur kein Buch für mich gewesen.
- Mira Lobe
Das kleine Ich bin ich Jubiläumsausgabe
(78)Aktuelle Rezension von: JourneyGirlEin wunderbares Buch. Liebevoll wird geschildert, wie ein seltsames Tier dazugehörigen möchte und Freunde sucht. Gleichzeitig weiß es nicht, wer es ist. Alle Tiere die es trifft, schicken es weiter. Am Ende kommt es drauf: "Ich bin ich!" Es realisiert, dass es jemand ist und dass es gut so ist, wie es ist. Jeder ist einzigartig. Und wenn man mit sich selbst zufrieden ist und auch selbst respektiert, geht man selbstbewusst durch Leben und ist glücklich. Ein tolles Kinderbuch mit moralischer und pädagogischer Idee dahinter. Ich liebe dieses Buch!
- Qarnita Loxton
Mit Burka und Bikini
(12)Aktuelle Rezension von: vanessaliestIch muss ganz ehrlich sagen, ich hab das Buch teils wegen seines Titels lesen wollen. Burka und Bikini… Das klingt schon sehr reißerisch und ich war interessiert. Nach der Lektüre muss ich allerdings sagen, dass ich den Titel nicht in Ordnung finde. Kein Mensch läuft in dem Buch vollverschleiert rum und Burka und Abaya sind sich zwar ähnlich, aber doch nicht gleich. Da muss ich die Übersetzerin schimpfen, der Originaltitel „Being Kari“ gefällt mir sehr viel besser.
Kari ist 30 Jahre alt und mit Dirk verheiratet, der am Valentinstag einen Seitensprung beichtet. Total verstört rettet sie sich erstmal zu ihrer Freundin um da die nächste Hiobsbotschaft zu erhalten – Ihre Oma ist tot, ihre Mutter hat sich am Bein verletzt und sie muss heim und mithelfen. Nun kommt Kari, oder Karima eigentlich, aus einer streng muslimischen Familie die sie eigentlich vor 10 Jahren verlassen hat und muss sich dort mit ihrer Mutter, ihrem Bruder und auch ihrem Ex-Verlobten Rafiq auseinandersetzen. Auseinandersetzungen, die nicht nur unangenehm sind.
Ich muss sagen, das Buch hat mich sehr gut gefallen. Man liest ja immer wieder von Menschen und wie sie aus ihren streng gläubigen Gemeinschaften ausbrechen, aber ich hab noch nie von jemandem gelesen, der nach seinem Ausbruch zurück geht. Ich fand das sehr spannend. Und das Buch hat mich absolut nicht enttäuscht. Eine sehr spannende Leseerfahrung, trotz minimaler Startschwierigkeiten.
Ich hatte anfangs ein paar Probleme mit Karima, weil ich sie doch sehr duckmäuserisch empfand, ein bisschen naiv und doch auch ein bisschen als ein ja-Sager, aber je weiter das Buch voranschritt, desto mehr konnte ich mit ihr fühlen und desto mehr hab ich auch ihre Situation verstanden, auch weil mehr über die Umstände ihres Ausbruchs zu Tage kamen. Die Autorin hat den inneren Konflikt den Karima mit sich ausfechten musste und auch immer noch ausficht für mich absolut nachvollziehbar gemacht und irgendwann war ich dann gänzlich „Team Kari“.
Was ich außerdem spannend fand, war der Einblick in die muslimische Gemeinschaft. Die Autorin kritisiert vieles, das muss man sagen, aber sie stellt genauso auch die schönen Seiten heraus. Den familiären Zusammenhalt, das Miteinander und auch die bekannten Abläufe, die Karima nach der Sache mit ihrem Mann und auch nach dem Tod der geliebten Ouma Struktur und Halt geben. Sie zeigt auf, dass auch muslimische Frauen, die ein Kopftuch tragen auf ihre Weise emanzipiert und stark sein können. Ouma fällt mir hier ein, auch Karimas Mutter und definitiv auch Shireen, die Frau von Karimas Bruder.
„Mit Burka und Bikini“ ist außerdem ein Buch, das sich leicht weglesen lässt und dich an seine Seiten fesselt. Ich wollte eigentlich nur 100 Seiten lesen und schwupps, war das ganze Buch weggeatmet. Dafür, dass es ein Debütroman ist, finde ich ihn unglaublich stark und es hat mir sehr viel Spaß gemacht Karima auf ihrer Identitätssuche zu begleiten. - Detlef Guhl
Die weißen Bücher / nützt ja nix
(1)Aktuelle Rezension von: Thomas_LawallEs ist Winter. Kein weißer Traumwinter, sondern eher ein verregneter. Doch immerhin Winter. Das ist die Hauptsache. Vor allem für Allergiker eine goldene Zeit - die "pollenlose Phase". Der Frühling ist (hoffentlich) noch weit, doch lange dauert es trotzdem nicht mehr, bis man wieder schnieft, mal "kreuz und auch mal quer". Dann ist es wieder soweit: "Es kribbelt der Zinken" und "man rotzt in die Welt."
Es ist halt alles nicht so einfach. Das Leben und das Füllhorn an Überraschungen, das es - extra für uns - bereithält. Da ist es gut, wenn man Freunde hat, die einem in der Not beistehen können. Doch selbst weitläufige Bekanntschaften vermögen den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Wenn auch nur indirekt. "Mehmet" ist so einer. Durchaus von einfachem Gemüt, weiß er aber den grauen Alltag mit seinen Weisheiten in Schwung zu halten und zu erheitern.
Ihm Wagners Ring zu erklären, scheitert sowohl an Mehmets Aufnahmefähigkeit als auch an der komplexen Geschichte selbst. Er versteht die Welt nicht mehr, und als sich die Ereignisse unsittlich zuspitzen, nachdem Siegmund das Schwert aus der Weltesche zog, platzt Mehmet der Kragen: "Wo wohnt dieser Rischard? Ich mach den Krankenhaus!"
Es ist (was erfahrene Seelen sicherlich nicht unbedingt überrascht) so wie im wahren Leben. Spätestens wenn alles so richtig gut läuft, ist die nächste Katastrophe nicht weit. Und wer trotz allem dem Irrglauben verfallen sein sollte, dass es nicht schlimmer kommen kann, den belehrt der Autor eines Besseren.
Wie gewohnt, dreht Detlef Guhl den Spieß einfach um. Das Leben ist ungerecht und unberechenbar. Wie soll man das aushalten? Tag für Tag. Da hilft nur eins: Der Blick durch eine Gleitsichtbrille mit satirischem Feinschliff. Die Qual des Alltags wird dann plötzlich zu einem aufregenden Abenteuer.
In jenen Gedichten und Geschichten findet man aber nicht nur erlösende Erheiterung, sondern, wie dies bei Waren aus dem "Wühltisch" durchaus nicht unüblich ist, den einen oder anderen etwas schwer verdaulichen Ladenhüter. Eine gewisse Unruhe im Ausdruck, der Hang zu wiederholten Übertreibungen sowie anstrengende Dialekthürden, unterstrichen von typografischen Unregelmäßigkeiten, sind mitunter schwer verdaulich.
Den positiven Gesamteindruck kann derlei Rezensentenquark jedoch nicht schmälern. Dazu gibt es in diesem Werk einfach zu viele "Knaller". Stilsicher und mit dem Blick auf das Wesentliche spannt Detlef Guhl waghalsige Brücken von einfachstem Sachverhalt bis hin zu Grundsätzlichem. Beste Beispiele sind angewandte "Methoden zur Fleischverbrennung" ("Grillen"), von Politikern avisierte Änderungen in der Tischbeinverordnung, oder gar Probleme mit dem "systemgewollten Zusammenhalt" im Heimwerkerbereich.
Klar, ist die Evolution nicht mehr das, "was sie früher einmal war". Sie geht ja weiter. Ob sich jedoch alles zum Besseren wendet, sei dahingestellt. Doch was soll's - alles Grübeln "nützt ja nix".
Fazit: Mehmets Tochter ist übrigens ein Genie. "Die malt wie Beethoven." - Noel Aiden
Jeder Tag ein Jahr
(33)Aktuelle Rezension von: erst|ein|druckDas Cover ist wundervoll, doch vielleicht hätte ich schon ahnen können, worum es geht.
An sich ist die Geschichte des kleinen Jungen, der jeden Tag ein Jahr altert kreativ und schön geschrieben. Dies liegt zum einen an den Personen, bei denen der Autor versteht sie einem bildhaft zu erläutern. Zum anderen liegt es an der schönen Ausarbeitung des Grundes seines Alterns. Darüber hinaus schreibt der Autor schön.
Nach der Leseprobe habe ich euphorisiert weiter gelesen, doch ich wurde schnell enttäuscht. Für mich baute sich keine Spannung auf und mir persönlich ist es etwas zu philosophisch.
Obwohl ich ein wenig ernüchtert bin, bleiben für mich ganz klar die positiven Punkte:
-der Sprachstil,
-die Charaktere,
-die Verbindungen, die der Autor zwischen den Charakteren schafft und somit die Handlung vorantreibt UND
-eine kreative Geschichte mit sehr viel Tiefe. - Michelle Bang
Ssukgat
(1)Aktuelle Rezension von: AnnaAzaleeMichelle Jungmin Bangs „Ssukgat. Vergessene koreanische Lebensweisheiten für Gesundheit und Langlebigkeit“ ist eine gelungene Mischung aus Reisebericht, Kulturgeschichte und Gesundheitsratgeber. Die Autorin nimmt einen mit nach Südkorea, wo sie u.a. von Begegnungen mit buddhistischen Nonnen und der vielfältigen Saunakultur Seouls schildert. Dabei rückt sie die Frage in den Mittelpunkt, wie wir Gesundheit neu und ganzheitlich verstehen können. Anstatt nur Symptome zu bekämpfen, legt sie den Fokus darauf, frühzeitig auf Körpersignale zu achten und diese mit natürlichen, nachhaltigen Methoden zu behandeln.
Persönlich gefällt mir die Verbindung von fundiertem Wissen und persönlichen Erfahrungen gut. Dadurch wird der reine Ratgeber-Aspekt aufgelockert. Dadurch richtet sich das Buch vor allem an Leser, die sich bereits mit Themen wie Achtsamkeit, Nachhaltigkeit und alternative Heilmethoden beschäftigen. Wer eine streng wissenschaftliche Herangehensweise erwartet, könnte manche Passagen als zu persönlich empfinden. Auch die Fülle an Eindrücken – von Reiseberichten bis zu Rezepten – macht es nicht immer leicht, den Faden zu behalten.
Fazit: für Leser, die ganzheitliche Gesundheit mit kultureller Tiefe verbinden möchten, ist dieses Buch eine klare Empfehlung.
- Richard Rohr
Der wilde Mann
(1)Aktuelle Rezension von: susanne_schenksehr gutes buch mit viel wahrheit























