Bücher mit dem Tag "leer"
20 Bücher
- John Boyne
Der Junge im gestreiften Pyjama
(2.388)Aktuelle Rezension von: Gina_1234Manchmal gibt es Bücher, die einen so sehr in ihren Bann ziehen, dass der Alltag komplett in den Hintergrund rückt. "Der Junge im gestreiften Pyjama" war für mich so ein Fall – das typische „nur noch ein Kapitel“-Buch. Obwohl ich eigentlich überhaupt keine Zeit hatte, musste ich es in einem Rutsch durchlesen. Ich konnte Bruno einfach nicht allein lassen. 📖⏳
Warum mich dieses Buch erschüttert hat:
Naivität trifft auf Grausamkeit: Durch Brunos unschuldige Augen auf die Schrecken des Holocausts zu blicken, ist fast unerträglich. Besonders eine Frage hallt in meinem Kopf nach:
"Aber wo genau lag der Unterschied?, fragte er sich. Und wer entschied, welche Leute die gestreiften Anzüge und welche Leute die Uniformen trugen?" 👕🛡️
Sprachloses Ende: Ich war auf vieles vorbereitet, aber mit diesem Ende habe ich absolut nicht gerechnet. Es hat mich vollkommen kalt erwischt und völlig sprachlos zurückgelassen. Ich saß noch lange Zeit nach dem Zuklappen des Buches einfach nur da. 😭😶
Bittere Aktualität: Am Ende des Buches schreibt John Boyne:
"Dies ist das Ende der Geschichte von Bruno und seiner Familie. Natürlich geschah dies alles vor langer Zeit, und etwas Ähnliches könnte nie wieder passieren. Nicht in diesen Tagen. Nicht in diesem Zeitalter."
Diese Zeilen geben mir eine unfassbare Gänsehaut. Wenn man sich die heutige Welt ansieht, wirkt dieser Satz leider wie eine bittere Warnung, die wir noch immer nicht gelernt haben. Es sieht aktuell leider gar nicht danach aus, als wäre diese Gefahr gebannt...
Fazit: Ein kleines Buch mit einer gewaltigen, zerstörerischen Kraft. Es ist schmerzhaft, traurig und so unglaublich wichtig. Wer dieses Buch liest, wird die Welt danach mit anderen Augen sehen. 🕊️🕯️
- Ruth Ware
Woman in Cabin 10
(505)Aktuelle Rezension von: wordsbylarajRuth Ware liefert mit „Woman in Cabin 10“ einen klassischen Thriller ab, der für mich leider nur im soliden Mittelfeld landet. Das Setting auf der luxuriösen „Aurora Borealis“ ist zwar gut eingefangen und die Isolation auf dem offenen Meer bietet eigentlich die perfekte Vorlage für Gänsehaut, aber bei mir kam das beklemmende Gefühl leider nie richtig an.
Ein großer Kritikpunkt war für mich die Protagonistin Lo. Es war gar nicht mal ihr problematischer Lebensstil, der mich gestört hat, sondern die Tatsache, dass sie mir anfangs einfach unfassbar unsympathisch war. Es fiel mir dadurch wahnsinnig schwer, eine Verbindung zu ihr aufzubauen oder wirklich mit ihr mitzufiebern. Wenn man die Hauptfigur eher anstrengend findet, leidet leider auch der Spannungsbogen.
Was das Buch für mich jedoch deutlich aufgewertet hat, waren die genialen Einschübe zwischen den Kapiteln. Die E-Mails von Judah oder die Polizeiberichte waren atmosphärisch top und haben eine spannende Vorahnung erzeugt, dass Lo das Schiff vielleicht nicht lebend verlassen wird. Das hat mich definitiv bei der Stange gehalten!
Die Auflösung hingegen war für mich eher „meh“. Der Twist war nur semi-gut und vor allem die Wandlung der Komplizin zur Retterin ging mir am Ende viel zu schnell und wirkte fast schon überhastet. Da hätten ein paar Seiten mehr zur Entwicklung der Dynamik gutgetan.
Fazit: Ein handwerklich solider Thriller, der durch seine interessanten Erzählformate (E-Mails/Berichte) punktet, dem es aber an wirklich hohen Stakes und einer sympathischen Identifikationsfigur fehlt. Kann man gut zwischendurch lesen, ist aber kein absolutes Muss.
- Thomas Thiemeyer
Evolution - Die Stadt der Überlebenden
(246)Aktuelle Rezension von: AutorinLauraJaneDie Grundidee des Buches fand ich sehr spannend. Durch einen Zufall landen die Protagonisten in einer Zukunft, in der vermeintlich keine anderen Menschen mehr leben. Die Natur hat sich die Städte zurückerobert und mit ihr kam noch etwas anderes, das sich gegen die Menschen verschworen hat.
Leider fand ich die Umsetzung nicht so stark, wie erhofft. Die Welt der Zukunft ist klasse beschrieben, das Szenario sehr gut umgesetzt. Auch die Erklärung für das alles scheint schlüssig zu sein. Das war definitiv ein großer Pluspunkt der Geschichte für mich.
Auch die Handlung selbst konnte mich überzeugen und sehr gut unterhalten. Vom Ankommen und Erkunden, bis hin zu den Entdeckungen und Erkenntnissen, die gemacht wurden. Es war interessant und wurde zwischenzeitlich sogar richtig spannend.
Die Charaktere jedoch blieben sehr flach. Bis auf ein paar prägnante Wesenszüge blieb mir fast nichts wirklich in Erinnerung. Vielleicht ändert sich das in den weiteren Bänden noch, doch in diesem Auftaktband stachen sie für mich nur durch ihre klischeehaften Rollen hervor und hätten noch keine Chance, sich zu entwickeln.
Zudem habe ich ein paar Befürchtungen für die Folgebände der Trilogie, die ich hier aber nicht erwähnen werde. Da ich die Reihe weiterlesen werde, finde ich noch früh genug heraus, was davon zutrifft und was nicht.
- Sonja Zimmer
Klunker für die Fische: Ostfriesenkrimi (Veronika und Fiete ermitteln-Reihe 2)
(11)Aktuelle Rezension von: AlisonVeronika hat Fernweh nach Leer und ihrem Seebär Fiete. Kurz entschlossen mietet sie sich ein Wohnmobil und überrascht Fiete.
Zur gleichen Zeit wird die Friesenwache in Leer gedreht. Sehr zum Unmut von Hauptkommissar Jacobsen, der als persönlicher Personenschützer für den Schauspieler Daniel Hinterthür abgestellt wird. Und ausgerechnet jetzt wir ein Juwelier überfallen. Und mittendrin, Fiete und Veronika.
Es geht humorvoll im 2. Band weiter. Der Schauspieler geht mit seiner Diva Art jedem auf die Nerven und Jacobsen muss das Kindermädchen spielen, dabei wird er dringend bei den Ermittlungen gebraucht.
Da Veronika und Fiete beim ersten Überfall dabei sind, beginnen beide nachzuforschen. Was sie herausfinden, will wieder einmal keiner von der Polizei wissen. Eine schöne Geschichte für zwischendurch. - Caroline Stern
Nichts
(23)Aktuelle Rezension von: Lesepinguin33Ihr habt noch kein Weihnachtsgeschenk für eure Eltern? Oder ihr wisst einfach nicht, was ihr den Leuten schenken könntet, die schon alles haben? Dann ist „Nichts“ von Caroline Stern die perfekte last minute Idee!
Ein kleines Notizheft mit weißen Seiten, für diejenigen, die sich nichts wünschen.
Für wirklich jeden passend, ob Büchersammler oder eher Lesemuffel, ob künstlerisch oder poetisch Begabte oder einfach nur für Einkaufslisten und andere Notizen.
Die 60-seitigen Hefte (also mit 30 Blättern) gibt es in verschiedenen Farben und kosten je 5,99€. Den Preis für das Büchlein finde ich angemessen.
Allerdings sind die „Bücher“ wirklich sehr dünn und klein, sodass sie nicht so robust sind. Zwar passen sie so in jede Tasche, aber geben einfach nicht so viel her, wie ein Hardcover Notizbuch. Dafür fühlt sich das Cover aber echt gut an und es ist ja klar, dass der Witz im Vordergrund steht.
- Heike van Hoorn
Deichfürst
(72)Aktuelle Rezension von: sebastian_leseorbitDeichfürst ist der erste Band einer Ostfriesland-Krimi-Reihe rund um den Hauptkommissar Stephan Möhlenkamp und der Lokalreporterin Gertrud Boekhoff. Beim Aufschlagen des Buches war ich im ersten Moment etwas irritiert: Die Handlung spielt im Jahr 1999, obwohl das Buch 2022 erschienen ist. Das ist erstmal ungewohnt, es gibt noch keine Smartphones und noch nicht den Euro als Währung. Schnell wird aber klar, dass in dem Fall der Bau des Emssperrwerks eine Rolle spielt, der 1999 stattfand. Neben diesem Handlungsstrang gibt es auch immer wieder eine Handlung, die in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg spielt. Diese beiden Handlungsstränge werden gut miteinander verbunden und sorgen dafür, dass man das Buch zügig lesen möchte.
In die Handlung wird auch immer wieder Historisches aus der Geschichte Ostfrieslands und der deutschen Geschichte eingebaut. Mir hat das besonders gut gefallen, gerade die Ausführungen zu Ostfriesland. Durch den Ort der Handlung, Leer und Umgebung, lernt man auch nochmal eine Region von Ostfriesland kennen: das Rheiderland. Die Charaktere im Buch bleiben an der einen oder anderen Stelle etwas blass, hier hoffe ich auf die weiteren Bände in der Reihe. Sie sind aber durchweg sympathisch und ergänzen sich gut.
Die Spannung im Buch steigt zum Ende etwas an, aber es ist klar kein spannungsgeladener Thriller. Aber eine allzu große Spannung braucht es auch nicht, da die Handlung, die Erzählweise und auch die Charaktere überzeugen und das Buch zu einem sehr guten Ostfriesland-Krimi macht, der schnell gelesen ist. Der erste Band macht Lust auf die nächsten Bände in der Reihe!
- Tim Pollok
Das Herz des Dorfes
(1)Aktuelle Rezension von: mariameerhabaDer Text ist steif, anders kann ich mir den Stil nicht erklären. Der Autor schreibt so, als wäre das Buch nicht für Menschen mit Gefühlen gedacht, sondern für Maschinen oder Analytiker, die sich nicht darum scheren. Jedes Gefühl wird eigenartig formuliert, meistens wird es spezifisch beschrieben und so eiskalt formuliert, als wollte der Autor selbst nicht mitfühlen.
Der Protagonist wird keinen Moment lang sympathisch. Der Autor sorgt dafür, dass sich ein riesiger Abstand zwischen Leser und Figur bildet. Manchmal schreibt er erklärend, als wollte er nicht erzählen, sondern beschreiben und das auf die fachmännischste Art wie nur möglich.
Die Idee ist nicht neu, davon gab es genug ähnliches. Sie ist irgendwo im Horrorbereich angesiedelt und braucht eine starke Atmosphäre, damit sie funktioniert. Das gelingt dem Autor nicht. Beim Lesen spürt man die fehlende Atmosphäre. Außerdem schafft er es nicht, irgendwie eine Szene zu zeichnen oder ein Bild zu bilden. Es funktioniert nicht.
Das Buch ist voll mit Rechtschreibfehlern. Vor allem stören die vielen fehlenden Beistriche. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das Buch korrekturgelesen wurde oder dass es wirklich lektoriert wurde, dafür sind die Fehler fatal. Falls wirklich ein Lektor an dem Text dran war, dann hat er eine ziemlich schlechte Arbeit geleistet und sollte seine Deutschkenntnisse überdenken.
Beim Finale geht dem Autor richtig die Luft aus. Die Dorfbewohner verehren den Baum, dessen Früchte sie vor schweren Krankheiten schützt. Als Thomas mit einer Kettensäge bewaffnet zum Baum geht und es fällt, schauen aber alle bloß zu. Keiner reagiert, niemand greift ein und das widerspricht der Idee der Geschichte.
Es ist ein alter Baum, das wird beschrieben und wenn man davon ausgeht, muss der Stamm ziemlich breit sein. Er wird dafür mehr als zehn Minuten brauchen, vielleicht länger, ich weiß es nicht, aber ich habe erwartet, dass dabei etwas passiert, ein Protest, ein Aufstand, irgendwer greift ihn an, irgendwas halt, stattdessen fällt der Thomas den Baum innerhalb eines Satzes und erst danach reagieren die Dorfbewohner.
Es ist eine Kurzgeschichte, das Buch ist ziemlich dünn, aber gerade eine Kurzgeschichte braucht einen Spannungsbogen, eine dichte Atmosphäre, Leidenschaft, Feuer und Figuren, die sich in wenigen Seiten entfalten können. Hier gibt es leider nichts davon. Die Geschichte ist schlecht, sie funktioniert nicht und der Autor ist Welten davon entfernt, eine funktionierende Geschichte zu schreiben.
- Robert Corvus
Feuer der Leere
(19)Aktuelle Rezension von: Olaf_RaackDie Menschheit ist nicht mehr als ein Augenzwinkern in der Weite des Universums. Die Idee, dass wir alleine sind, ist absurd. Ebenso, wie die Hoffnung, den Status quo auf unserem Planeten aufrecht zu erhalten. Doch sind es immer die anderen Spezies, die ihre Ressourcen auf fremden Planeten auffüllen?
Dass dem nicht so ist, zeigt Robert Corvus uns in diesem Buch. Wer den interstellaren Krieg gegen die Giats begonnen hat, wird nicht tiefergehend thematisiert. Ist vermutlich auch unerheblich.
Anfangs hat mich das fachliche Vokabular beim Lesen gefordert, aber es rundet das Bild der Geschichte unglaublich ab. Denn die Story ist klasse und hat mich überzeugt, Fernweh geweckt und mir die Kleingeistigkeit der Menschheit erneut vor Augen geführt.
Und doch bleibt eine Geschichte über den Kampf der Menschheit ums Überleben in der Weite des Weltalls immer nur ein Augenzwinkern, ein Blick, der am Ende immer zu kurz war. Das bedeutet nichts anderes als: Ich hätte gerne weitergelesen!
- Lysa TerKeurst
Wenn du glücklich sein willst, such nicht im Kühlschrank
(13)Aktuelle Rezension von: connelingDie Autorin Lysa TerKeurst schreibt in diesem Buch über Gewichtsprobleme, befasst sich mit allem was dazugehört. Diäten und die ständigen Gedanken an Essen, man kommt zu nichts anderem mehr. Oft ist es aber nicht Hunger sondern ein Zeichen dafür, dass wir eine innere Leere haben, die Seele Hunger hat.
Ich war mir nicht sicher, was mich erwarten würde, das Cover, die Aufmachung, der rote Kühlschrank sind ganz toll, der Schreibstil der Autorin lässt sich anfänglich locker und leicht lesen.
Es wurde dann aber schnell zuviel, dass der Inhalt des bereits Gelesenen in einem Abschnitt endet, der alles noch einmal inhaltlich wiederholt, nicht zusammengefasst sondern fast wortwörtlich. Diese Wiederholungen sind unnötig, ich habe sie schnell nur noch überblättert.
Die Autorin lässt uns an ihrem eigenen Kampf teilhaben, sie erzählt Episoden aus ihrem Leben, verweist auf Inhalte aus der Bibel, darauf, dass die Leere in einem drin nicht mit Essen gefüllt werden kann.
Ihr Glaube hat ihr geholfen ihre Diät durchzuhalten, aber irgendwie konnte sie mich nicht überzeugen.
Meine Erwartung war anders, ein Buch, welches ich anfänglich gerne gelesen habe, dann aber nicht viel vermitteln konnte.
- Sonja Zimmer
Töpferkurs mit Leiche: Ostfriesenkrimi (Veronika und Fiete ermitteln-Reihe 3)
(9)Aktuelle Rezension von: Tanja_PraterMit ihrem Buch "Töpferkurs mit Leiche" konnte mich die Autorin auch im dritten Teil wieder überzeugen.Die Hauptprotagonisten Fiete u Veronika hatten wieder alle Hände voll zu tun um einen Mord aufzuklären,sehr zum Leidwesen der hiesigen Polizei.Mit viel Humor,Charme u Spannung hat die Autorin die Geschichte gestaltet,der flotte Schreibstil hat alles schön abgerundet.Ich bin ein großer Fan von Fiete u Veronika u kann ihre Geschichten nur wärmstens weiterempfehlen.
- Lynn Weingarten
Wherever Nina Lies
(3)Aktuelle Rezension von: Wortmagie„Wherever Nina Lies“ von Lynn Weingarten ist ein weiteres Buch, das es dank des Lesebingos 2016 auf meinen Kindle schaffte. Ich wählte es für die Aufgabe „Lies ein Buch, in dem die Hauptfigur wie du heißt“ aus. Da ich einen seltenen polnischen Nachnamen trage, hatte ich keine Hoffnungen, die Aufgabe mit diesem erfüllen zu können. Also konzentrierte ich mich bei meiner Suche nach passender Lektüre auf meinen Spitznamen, unter dem mich alle Welt kennt. Ich war positiv überrascht, als sich herausstellte, dass Lynn Weingarten eine New York Times Bestsellerautorin ist, deren Roman „Suicide Notes From Beautiful Girls“ viel Zuspruch erhielt. Optimistisch, dass ich mit „Wherever Nina Lies“ nicht allzu falsch liegen könnte, begann ich die Lektüre und freute mich darauf, die Protagonistin Ellie kennenzulernen.
Ellies Leben ist aus dem Gleichgewicht. Seit ihre große Schwester Nina vor zwei Jahren spurlos verschwand und nicht einmal eine Nachricht für sie und ihre Mutter hinterließ, plagt sie die Frage, was mit ihr geschehen ist. Sie weiß, dass sie sich an jeden Strohhalm klammert, der sich ihr bietet und falsche Hoffnungen zerstörerisch sein können. Doch als sie in einem alten Buch auf eine Zeichnung von Nina stößt, ist sie fest überzeugt, dass ihr Fund kein Zufall ist. Es ist ein Zeichen. Ihre beste Freundin Amanda hält sie für verrückt, aber Ellie weiß einfach, dass Nina gefunden werden möchte. Hals über Kopf stürzt sie sich in eine verzweifelte Schnitzeljagd. Dankbar für jede Hilfe, die sie bekommen kann, zögert sie nicht, Unterstützung von Sean anzunehmen, obwohl sie ihn kaum kennt. Ihr gemeinsamer Road Trip deckt düstere Geheimnisse auf – ist Ellie wirklich bereit, die Wahrheit über Nina zu erfahren?
Herrje. Was für ein melodramatisches Buch. Ich bin froh, dass ich mit der Protagonistin neben dem Vornamen kaum etwas teile. Ich möchte nicht sein wie sie. Führte ich mich auf wie Ellie, meine große Schwester würde mir einen Vogel zeigen und mich fragen, ob ich noch alle Tassen im Schrank habe. Vielleicht ist unsere Beziehung anders geartet, aber ich hatte doch den Eindruck, dass die Art und Weise, wie Ellie ihre gesamte Existenz um Nina als Mittelpunkt herum organisiert, höchst ungesund ist. Sie ist regelrecht besessen von ihrer Schwester, als wäre ihr Leben eine Uhr, die in dem Moment stehen blieb, als Nina verschwand. Ist sie denn gar nicht wütend? Würde meine Schwester von einem Tag auf den anderen kommentarlos abhauen, ich wäre stinksauer. Nicht so Ellie. Nein, Ellie verzeiht Nina ihr egoistisches Handeln und ist völlig unfähig, sich ein Leben ohne sie aufzubauen. Bei allem Verständnis für schwesterliche Liebe, ich kann nicht nachvollziehen, wie man sich so abhängig von einer Person machen kann. Das ist traurig, allerdings auf einer anderen Ebene, als Lynn Weingarten es darstellt. Ellie ist ein Trauerkloß, eine richtige Spaßbremse. Ihr Dasein besteht einerseits aus ihrer besten Freundin Amanda, andererseits aus ihrem Job in einem Café. Darüber hinaus hat sie gar nichts. Zur Schule geht sie scheinbar nicht, obwohl sie erst 16 Jahre alt ist und neben Amanda und ihrem Boss Brad hat sie offenbar keine Freunde. Die Beziehung zu ihrer Mutter ist ein Witz, die Nina übrigens auch nie als vermisst meldete. Gleichgültige Koexistenz beschreibt es wohl am besten. Ihr Leben ist leer, sie selbst nahezu paralysiert. Lynn Weingarten wollte mich unbedingt überzeugen, dass Ellie ihre Schwester so sehr vermisst, dass sie bereit ist, alles zu tun, um sie zurückzubekommen. Nach zwei Jahren der Abwesenheit sollte sie eigentlich einen gewissen Grad der Akzeptanz für die Situation erreicht haben und nicht sofort alles stehen und liegen lassen, sobald eine fadenscheinige Hoffnung an ihre Tür klopft. Nun, Ellie empfindet das offensichtlich anders. Als ihr Ninas Zeichnung in die Hände fällt, die sie jeder Zeit hätte anfertigen können, ist Ellie sicher, dass diese ein Hinweis ist – der Beginn einer unrealistischen Verkettung hanebüchener Umstände. Sie lässt sich auf einen Road Trip mit Sean ein, der sich im letzten Drittel des Buches wenig überraschend und wenig subtil als nicht das entpuppt, was er vorgab zu sein. Kann passieren, wenn man zu einem Fremden ins Auto steigt. Man lernt schon im Kindergarten, dass man das deswegen lieber lassen sollte. Nebenbei erkennt Ellie, dass ihre beste Freundin Schwierigkeiten hat, mit einer Verschiebung im Machtgefüge ihrer Freundschaft umzugehen und ist schnell dabei, Amanda als eifersüchtige Bitch abzustempeln, die sowieso nie an ihre Mission, Nina zu finden, glaubte. Oh, wie stereotyp. Wie dumm. Letztendlich findet Ellie natürlich die Wahrheit über Ninas Verschwinden heraus. Diese hat mich vor allem in der Tiefe sehr enttäuscht. Weingarten spricht Nina von jeglicher Schuld frei. Sie vermittelt ihren Leser_innen, dass Nina keine andere Wahl hatte, als fortzugehen, was einfach nicht stimmt. Man hat immer eine Wahl und ihr Entschluss, wegzulaufen, war ganz bestimmt nicht rücksichtsvoll, sondern rücksichtslos. Es stört mich nicht, dass Nina so handelte. Es stört mich, dass Weingarten zu Gunsten eines fröhlichen Happy Ends so tut, als wäre Verschwinden die einzige Lösung gewesen und die emotionalen Auswirkungen von Ninas Entscheidung völlig ignoriert. Küsst euch und habt euch wieder lieb, das ist das Motto zum Ende des Buches.
Ich hätte wohl nicht vom Erfolg von „Suicide Notes From Beautiful Girls“ auf die Qualität von „Wherever Nina Lies“ schließen dürfen. Es wundert mich nicht, dass Lynn Weingarten mit diesem Roman nicht die New York Times Bestsellerliste stürmte. Ich fand die Geschichte abwegig und ermüdend berechenbar. Die Lektüre hat sich für mich nicht gelohnt. Glücklicherweise bin ich unabhängiger und humorvoller als meine Namensvetterin in diesem Buch. Manchmal steckt in einem kleinen fehlenden „e“ eben eine ganze Menge Persönlichkeit.
- André Pilz
No llores mi querida. Weine nicht, mein Schatz
(10)Aktuelle Rezension von: WortmagieBevor ich mit der Rezension zu „No llores, mi querida – Weine nicht, mein Schatz“ beginne, sollte ich euch erklären, wieso ich diesen Skinhead-Roman besitze. Ich habe eine tiefe persönliche Bindung zum Thema des Buches, zu der Szene, in der und für die der Autor André Pilz es geschrieben hat. Ich war selbst jahrelang in der linken bzw. unpolitischen Skinhead-Szene aktiv. Ich war ein Renee, ein Skingirl, mit allem, was dazu gehört: Musik, Kleidung, Lebensstil. Mittlerweile habe ich die Szene verlassen, weil ich mit der Stagnation selbiger nicht zurechtkam. „No llores, mi querida“ war das letzte ungelesene literarische Überbleibsel dieser Zeit. Als ich es von meinem SuB befreite, war ich extrem gespannt, wie es auf mich wirken würde. Eine Reise in meine Vergangenheit stand bevor.
Skinhead, Skinhead, Oi Oi Oi! Diese Worte sind Ricos Schlachtruf. Jahrelang war Rico schwach, wurde geschubst und getreten, als er am Boden lag. Er schwor sich, niemals wieder so verletzlich zu sein. Er ist ein Skin, ein Krieger im täglichen Kampf gegen die brutalen Anforderungen einer Gesellschaft, in die er nicht passt. Gewalt und Exzess bestimmen seine Existenz. Seine Freunde sind ebenso Ausgestoßene wie er. Doch tief in seinem Herzen verzehrt sich Rico nach Hoffnung. Als er die Mexikanerin Maga kennenlernt und sich rettungslos in sie verliebt, stellt er sich zum ersten Mal die Frage, ob es nicht auch anders geht. Muss er die lähmende Verzweiflung, den Zorn, die giftige Bitterkeit ertragen? Gibt es keinen Ausweg aus der Abwärtsspirale seines Lebens? Entgegen aller Widerstände wird Maga zu Ricos Licht in der Dunkelheit und lehrt ihn, dass jeder Mensch eine Chance auf Glück verdient, sogar ein Skinhead.
Meine Rückkehr in den Kosmos der Skinheads war seltsam. Es war merkwürdig, mit Gedanken konfrontiert zu werden, aus denen ich lange herausgewachsen bin. Ich musste mich erst wieder an den derben Tenor der Szene und den daraus resultierenden ordinären Schreibstil in „No llores, mi querida“ gewöhnen. André Pilz schont sein Publikum nicht und ich glaube, für Leser_innen, die noch nie mit der Szene in Kontakt gekommen sind, ist das Buch vermutlich zu krass, mit all der Gewalt, literweise Alkohol und einem Leben am äußersten Rand der Gesellschaft. Ich brauchte ein wenig, um mich auf Pilz‘ Schilderungen einzulassen, kam dann aber schnell rein und konnte mich mit der extremen Härte des Romans arrangieren, obwohl ich nicht behaupten kann, dass ich mich wohlfühlte. Das ist wahrscheinlich gar nicht möglich. Ricos Auffassung seiner Identität als Skinhead unterscheidet sich radikal von dem, was ich damals empfand. Ich hätte nichts mit ihm und seinen „Freunden“ zu tun haben wollen, weil ich sie als asoziale Prolls eingeschätzt hätte. Ich habe Skingirl zu sein niemals damit assoziiert, eine Kriegerin zu sein. Für mich ging es um bodenständige Werte; darum, sich innerhalb der Gesellschaft eigene Regeln und Grenzen zu schaffen. Für Rico hingegen sind die Glatze, die schweren Stiefel und sein provokatives Verhalten Ausdruck seines persönlichen Krieges gegen die Gesellschaft. Er ist ein Anarchist, benimmt sich wie ein in die Enge getriebenes Tier. Er empfindet Hilflosigkeit, Ohnmacht und Weltschmerz und da er nicht weiß, wie er mit seinen Gefühlen umgehen soll, schlägt er nach außen. Das stimmt mich unheimlich traurig, denn in seinem Kern ist Rico hypersensibel, eine maßlos empfindsame Seele und eigentlich viel zu zart für unsere grausame Welt. Die schützende emotionale Mauer, die Menschen normalerweise davor bewahrt, angesichts all des Leids und des Elends in der Welt verrückt zu werden, hat Rico nicht. Er tut, als würde ihn das alles überhaupt nichts angehen, dabei zerbricht er sich täglich den Kopf darüber. Ich kann nachvollziehen, dass er glaubt, ein Krieger sein zu müssen, um zu überleben. Er kennt nur Extreme, trotz seiner erstaunlich weit entwickelten Intelligenz. Man traut es Rico nicht zu, aber er ist tatsächlich ziemlich klug und ich gehe mit den meisten seiner philosophischen, gesellschaftskritischen Überlegungen konform. Lediglich die Konsequenzen schätze ich anders ein. Man kann das System nicht von außen zerstören, man kann es nur von innen heraus verändern. In diesem Punkt bin ich einer Meinung mit Maga, die für Rico einfach alles ist. Sie ist Auslöser, Motivation und Perspektive seiner Veränderung. Er wäre vermutlich auch ohne sie eines Tages darauf gekommen, dass sein Dasein deprimierend und leer ist, dass seine „Freunde“ asoziale Schläger sind, denen nichts irgendetwas bedeutet, aber dank Maga sieht er eine Alternative. Ihretwegen erkennt er, dass er die Wahl hat, ein anderes Leben zu führen.
Ich kann euch „No llores, mit querida – Weine nicht, mein Schatz“ ausschließlich unter ganz bestimmten Umständen empfehlen. Ich fand es zwar großartig, überraschend tiefsinnig und verblüffend berührend, aber es ist auch äußerst speziell, außergewöhnlich hart und ab und zu regelrecht abstoßend. Meiner Ansicht nach solltet ihr diesen Skinhead-Roman nur dann lesen, wenn ihr wahrhaft bereit für eine extreme, grenzwertige Variante des Konflikts zwischen Gesellschaft und Individuum seid. André Pilz treibt es auf die Spitze. Er kennt keine Tabus. Falls ihr meint, damit umgehen zu können, versucht es. Ich habe lediglich eine Bitte an euch. „No llores, mit querida“ mag autobiografische Elemente enthalten, doch bitte glaubt nicht, der Protagonist Rico und seine Truppe stünden stellvertretend für die gesamte Skinhead-Szene. Das ist nicht wahr. Ich habe in meiner Zeit in der Szene glücklicherweise nur wenige Gestalten kennengelernt, die ähnlich asozial und kaputt waren wie Rico. Die meisten Skins sind in einem gesunden Maß angepasst, wenn auch oft laut, wild und reichlich verrückt. Dieses Buch vermittelt nur einen winzigen Bruchteil der Realität. Skinhead zu sein kann vieles bedeuten. „Krieger“ ist nur eine Auslegung.
P.S.: Für all diejenigen unter euch, die Schwierigkeiten mit der Unterscheidung von Skinheads und Nazis haben und nach dieser Rezension ein bisschen verwirrt sind, finden auf der folgenden Website eine Erklärung der Szene: Du sollst Skinheads nicht mit Nazis verwechseln
- Onno Freese
Ostfriesenwitze
(2)Aktuelle Rezension von: HoldenAls Ostfriesenwitze noch der letzte Schrei waren....Einige Waeisheiten kannte ich aber noch nicht, zB daß Ostfriesen alles essen, was grün ist, und um alles Blaue einen Deich bauen. Und am Ende finden sich Bayern- und Schwabenwitze. Ganz gut so unterm Strich. - Sonja Zimmer
Klaus muss wech: Ostfriesenkrimi
(27)Aktuelle Rezension von: annluVeronika ist frisch in Rente und hat eine große Passion: Die Fernsehkrimireihe aus Ostfriesland. Kurzentschlossen bucht sie eine Reise nach Leer um sich die Drehorte anzusehen. Doch dort muss sie entdecken, dass es weder einen Strand noch die schönen Kutter gibt. Auf der Suche nach ihnen wird sie vom brummligen Ostfriesen Fiete mitten ins Nirgendwo geschickt. Dabei verirrt sie sich und mache eine seltsame Beobachtung, bei der sie sich sicher ist, dass sie mit der Leiche zu tun hat, die man am nächsten Tag findet. Als die Polizei nicht recht auf diese Info reagiert, ermittelt Veronika zusammen mit Fiete.
Der Krimi ist recht beschaulich. Ich mochte die Beschreibungen von Ostfriesland, die hier immer wieder eingewoben wurden. Nicht so warm geworden bin ich mit Veronika, die mir etwas hochnäsig vorkam und dem sehr brummligen Fiete. Aber das war nicht so schlimm, weil ich die Nebencharaktere einfach herrlich fand. Besonders die beiden alten Damen, von denen man als Leser bereits weiß, dass sie sehr eigen sind und auch mit der Leiche zu tun haben. Bis das aber Veronika und Fiete einerseits, Fietes Sohn – der Kriminalpolizist – andererseits herausfinden, muss noch so manches passieren.
Insgesamt war es ein netter Auftakt zu einer Lokalkrimireihe, bei der mir besonders die Schauplätze und die Nebencharaktere, die einen eigenen Humor mitgebracht haben, gefallen haben.
- Moa Graven
Mörderischer Kaufrausch
(7)Aktuelle Rezension von: LennyDer Kommissar ermittelt einen Mord im Kaufhaus. Er verhört alle und hat Unterstützung von seiner Kollegin, in die er auch etwas verliebt ist.
Ich muss leider sagen, dass man es zwar ganz gut lesen kann, allerdings keine große Spannung aufkommt. Es ist der Start einer Reihe und ich muss die nachfolgenden Bücher jetzt nicht wirklich lesen, da ich vermute, dass der Schreibstil sich nicht groß verändert. Ich liebe es, wenn ich beim Lesen mitfieber und mitraten kann. Das war hier nicht der Fall. Schade
- Detlef M. Plaisier
Bubis Kinnertied. Tüsken Wieken un Wullgras
(11)Aktuelle Rezension von: HarpoDie Originalgeschichte, welche aus den sogenannten Memoiren des Vaters des "Autors", bezogen wurde, hätte eigentlich das Potential zu einer wahrhaft erzählenswerten sein können. Leider macht es der Autor - wir mögen ihn so nennen - einem unmöglich die Geschichte zu genießen. Der Grund: Langweilig und überaus langatmig erzählt. Dazu auch noch schriftstellerisch wenig ausgereifte Stil, der es fast schon zum Kraftakt macht, sich durch das Ganze durchzuarbeiten.
- Christiane Franke
Frisch ermittelt: Der Fall Kaltwasser
(35)Aktuelle Rezension von: witchqueenBibliographische Angaben
Titel: Frisch ermittelt – Der Fall Kaltwasser
Autor: Franke & Kuhnert
Verlag: rororo
Erscheinungsdatum: 31.01.2023
Taschenbuch, 287 Seiten
Zum Inhalt / Klappentext
Leer, 1958: Auf dem Weg zum Grab ihres Mannes entdeckt Heißmangel-Betreiberin Martha Frisch die Leiche ihres Schwagers Siegfried Kaltwasser. Der Richter wurde stranguliert. Die Kripo vermutet den Täter im beruflichen Umfeld, denn Kaltwasser galt als harter Hund. Martha lauscht dem Tratsch ihrer Kundinnen in ihrer Heißmangelstube noch ein bisschen aufmerksamer und stellt selbst Nachforschungen an. Erst recht, als wenige Tage später Lehrer Oltmanns ebenfalls auf dem Friedhof ermordet aufgefunden wird. Beide Opfer gehörten dem neu gegründeten Verein zur Wahrung von Sitte und Anstand an. Liegt das Motiv etwa in einer Zeit, die die meisten Leeraner im gut gelaunten Wirtschaftswunder-Aufschwung gerne vergessen würden?
Meine Meinung:
Wieder ein wundervoller Cosy-Crime aus der Feder von Kuhnert & Franke. Der Fall Kaltwasser ist der zweite Band der Reihe „Frisch ermittelt“. Man kann dieses Buch aber auch als Einzelband lesen, denn er ist in sich abgeschlossen. Alle handelnden Personen sind weitestgehend aus dem Vorgängerband bekannt. Sie werden aber auch nochmals bestens beschrieben. Am Ende des Buches findet sich auch nochmal ein kurzes Personenregister, in dem man nachlesen kann. Auch die Handlungsorte kann man sich sofort gut vorstellen. Das Kopfkino bekommt von der ersten Seite an gut zu tun.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig. Alles lässt sich sehr angenehm lesen und die 287 Seiten fliegen wirklich nur so dahin. Aufgeteilt in Wochentage (die wiederum nochmals in viele kurze Kapitel unterteilt sind) lässt sich das Buch gut in einem Rutsch aber auch in mehrere Leseabschnitte aufgeteilt lesen.
Da es hier komplett unblutig zugeht eignet sich dieses Buch auch gut für alle Freunde des Cosy-Crime bzw. alle jene Leser, die zum ersten Mal Kontakt mit dem Krimi-Genre knüpfen wollen.
Mein Fazit:
Diese Reihe muss man einfach lieben. Ich freue mich jetzt schon auf Marthas nächsten Fall und empfehle das Buch gerne weiter. Von mir gibt es „Frisch ermittelte“ 5 Sterne.
100 Dinge, die man in Niedersachsen getan haben muss
(1)Aktuelle Rezension von: HoldenDas Buch enthält alle möglichen Ausflugstipps in Niedersachsen, nur unser Emsland kommt meiner Meinung nach etwas zu kurz. Aber ansonsten dürfte es genügend neue Anreize geben, was man noch ausprobieren sollte. Allen Urlaubern empfohlen und viel Spaß damit!- Susanne Ptak
Der Giftmord. Ostfriesenkrimi
(6)Aktuelle Rezension von: knappenpowerEine neue Serie meiner Lieblingsautorin, diesmal in der Ich-Form aus Insa’s Sicht geschrieben, und wieder hat sie es geschafft, mich zu begeistern und eine überaus sympathische Kommissarin kreiert: Insa – 41 Jahre alt – 3 Kinder – den Ehemann in den Wind geschossen. Um Abstand von der Trennung zu bekommen kehrt sie auf den Hof ihrer Eltern zurück, wo sie zwar ein eigenes Haus bewohnt, jedoch die Familie irgendwie immer anwesend ist. Typisch Ptak. Und gerade das ist es, was ich so an ihren Büchern liebe. Da wird nicht stur nach Vorschrift ermittelt, sondern da werden auch mal die Familie und/oder Freunde mit einbezogen. Einfach liebenswert.
Und obwohl ich die Bücher immer als „Entspannungslektüre“ bezeichne, die man so richtig schön bei Kerzenschein und Kakao genießen kann, bleibt die Spannung nicht auf der Strecke. Denn neben der Familie bzw. Freunde gibt es ja noch den Mord. Und bis dieser gelöst ist schickt uns Frau Ptak ganz schön hin und her. Falsche Spuren, die vorher noch so wahnsinnig schlüssig waren, und Verdächtige, die nicht immer unsympathisch rüberkommen.
Und was – gerade für Fans von Susanne Ptak – immer wieder schön ist sind die kleinen, aber feinen Hinweise auf die anderen Serien, die ja alle in der gleichen Gegend in Ostfriesland spielen. Sei es der Gerichtsmediziner, die Streifenpolizisten oder die KT. Oder die Leberwurst ☺. So etwas treibt mir immer ein Grinsen ins Gesicht.Klare Leseempfehlung für gemütliche Lesestunden und 5 Sterne.
- Susanne Ptak
Mord in Leer
(14)Aktuelle Rezension von: FuexchenDas Buch ist der dritte Fall für Fine und Jessica. Gemeinsam mit der Polizei wollen sie den Mord an der 15jährigen Marika aufklären.
Da ich auch die ersten beiden Bücher dieser Protagonisten gelesen habe, habe ich mich sehr auf diese Geschichte gefreut. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und gut zu lesen. Daher hatte ich keinerlei Probleme in die Geschichte zu finden.
Die Charaktere sind so sympathisch und realistisch dargestellt, dass ich in der Geschichte gefangen war und mitgefiebert habe.
Das Cover gefällt mir gut. Es unterstreicht nochmal, dass es sich hierbei um einen Ostfriesenkrimi handelt.
Die Kurzbeschreibung macht neugierig, allerdings verrät sie für meinen Geschmack fast schon zu viel Handlung.
Da dies wie gesagt der dritte Band ist, ist es wohl zwangsläufig, dass ich diesen mit den beiden anderen vergleiche. Was soll ich sagen? Mir gefällt er bisher am besten. Einziger Wermutstropfen und das ist wirklich Jammern auf hohem Niveau: Ich habe das Buch viel zu schnell durchgelesen und wünschte mir, dass es stellenweise ausführlicher und Detail verliebter wäre.
Nichtsdestotrotz vergebe ich für diese spannende und mitreißende Geschichte 5 Sterne. - 8
- 12
- 24



















