Bücher mit dem Tag "legionen"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "legionen" gekennzeichnet haben.

17 Bücher

  1. Cover des Buches Dragon Love - Manche liebens heiß (ISBN: 9783802581502)
    Katie MacAlister

    Dragon Love - Manche liebens heiß

     (357)
    Aktuelle Rezension von: mond48

    Ich habe diesen Band ebenso geliebt, wie seinen Vorgänger. Auch hier wird es wieder spannend. Allerdings stellt sich Ashling etwas dämlich an, wo es um die nächtlichen Besucher geht. Das schöne auf und ab zwischen ihr und Drake hat zudem für süsse Momente gesorgt, aber mich gleichzeitig jammern und leiden lassen. 

  2. Cover des Buches DIE WIEDERERWECKTEN DES HERBERT WEST (ISBN: 9783958353305)
    Tim Curran

    DIE WIEDERERWECKTEN DES HERBERT WEST

     (10)
    Aktuelle Rezension von: Virginy

    Tim Currans Buch ist eine Hommage an H.P. Lovecrafts „Reanimator“, eine kleine Vorgeschichte praktisch, in der erzählt wird, was der im ersten Weltkrieg an der Front in Flandern getrieben hat, denn dort hat er natürlich genug Material, um seinem Hobby, dem Wiedererwecken von Toten, nachzugehen.
    Wer jetzt aber denkt, er kann den guten Doktor bei seinen Experimenten begleiten, der irrt sich, denn hauptsächlich dreht sich das Geschehen um den amerikanischen Journalisten Creel, auf den Kriege und die Gefallenen eine besondere Faszination ausüben und so hat er sich den Briten angeschlossen, um das Leben im Schützengraben sozusagen live vor Ort mitzuerleben.
    Die einstmals blühende Landschaft ist zerstört, die Gegend überall durchzogen von Schützengräben, in denen das Wasser steht und die aufgedunsenen Leichen der Soldaten vor sich hin verwesen, der perfekte Spielplatz für Tim Curran und seine fast schon plastische Erzählweise, gibt es doch matschige Leichen, in die man immer wieder tritt oder fette, vollgefressene Ratten, die hier ein tolles „All you can eat“ Angebot vorfinden.
    Doch da draußen ist noch etwas, etwas schlimmeres als der Krieg, immer wieder verschwinden Männer spurlos, man findet angenagte Knochen und Spuren von bloßen Füßen und auch Creel bekommt immer mehr das Gefühl, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht…

    Also eigentlich mag ich Curran und seinen Schreibstil ja sehr, man kann sich all die Abartigkeiten, über die er erzählt immer so richtig schön bildlich vorstellen.
    Natürlich ist das auch hier so, die Gräuel des Krieges, die verwesenden, aufgedunsenen Leichen in den Schützengräben, ja, man kann sich durchaus ein Bild davon machen, wenn auch kein besonders schönes…
    Trotzdem ist „Die Wiedererweckten des Herbert West“ nicht mein Buch, ich habe mich wirklich durchgequält und mehr als einmal überlegt, ob ich es nicht besser abbrechen soll.
    Dabei hat mich der Klappentext durchaus neugierig gemacht, aber dieses seitenlange Robben durch Gräben und immer wieder diese Anspielungen, dass da draußen irgendwann ist, spätestens nach dem dritten Mal hat es mich einfach nur noch genervt.
    Daran konnte dann auch noch das Wenige, was man tatsächlich über die titelgebende Figur erfährt, nichts mehr ändern, Herbert West kommt meiner Meinung nach in dem Buch einfach viel zu kurz, gerne hätte ich ein bisschen mehr über ihn und seine abartigen Experimente gelesen, anstatt immer wieder von Matsch und Schützengräben.
    Allerdings muss ich dazu auch sagen, dass dieses ganze Erster-Weltkrieg-Thema an sich nicht meins ist, hätte ich vorher gewusst, dass es so im Vordergrund steht, hätte ich das Buch wahrscheinlich gar nicht erst zur Hand genommen.
    Einen Pluspunkt neben dem Schreibstil gibt es fürs Cover, das die zerstörte Landschaft unter einem zugezogenen Himmel zeigt, sehr passend, aber leider macht das den Inhalt nicht wett und so bleiben am Ende nur 2,5 von 5 Sternen für Tim Curran, schade…

  3. Cover des Buches Vespasian. Der gefallene Adler (ISBN: 9783499275449)
    Robert Fabbri

    Vespasian. Der gefallene Adler

     (6)
    Aktuelle Rezension von: melli_2897

    In dem 4. Band seiner Vespasian-Reihe liefert Robert Fabbri für mich die bisher beste Arbeit innerhalb dieser Reihe ab. Irgendwie steigert er sich von Band zu Band.


    Das vorliegende Buch besteht aus drei Teilen:


    Der erste Teil handelt in Rom, wo Vespasians Bruder Sabinus eine tragende Rolle bei der Ermordung des Kaisers Caligula spielt. Sehr anschaulich wird geschildert, wie es die drei bewährten Freigelassenen des Claudius (Narcissus, Pallas und Callistus) durch schlaue Politik schaffen, dass ihr Herr von den Prätorianern zum Kaiser gekürt wird. Dem Senat bleibt letztendlich nichts anderes übrig, als gute Miene zu diesem abgekarteten Spiel zu machen. Hier wird wieder einmal das politische Kräftespiel gut und nachvollziehbar herausgearbeitet.


    Der zweite Teil spielt in Germanien. Vespasian ist mittlerweile zum Legaten einer Legion an der germanischen Grenze ernannt worden. Die erste Aufgabe, die er zusammen mit seinem Bruder zugewiesen bekommt, ist, den seit der Schlacht im Teutoburger Wald vermissten Adler der 17. Legion wiederzufinden und dem Kaiser zukommen zu lassen, damit dieser dies zu einem Prestigegewinn beim Militär ausnutzen kann. Das heißt nichts anderes, als dass sich Vespasian zusammen mit einer Reiterabteilung auf ein Himmelfahrtskommando begibt. Die Schilderung dieser Odyssee durch das wilde Germanien ist nicht nur äußerst spannend. Nebenbei wird man unter anderem auch noch mit dem einzelnen Germanenstämmen, dem Geschehen bei der Varus-Schlacht und der Familiengeschichte des Arminius vertraut gemacht.


    Der dritte und längste Teil des Buches ist für mich bisher der absolute Höhepunkt der Reihe. Vespasian nimmt als Befehlshaber eine Legion an der römischen Invasion Britanniens teil. Wie hier die strategischen und taktischen Gesichtspunkte bei dieser Operation, das Zusammenwirken der einzelnen Waffengattungen und die Professionalität des römischen Militärs geschildert werden, habe ich noch in keinem anderen Roman in dieser Detailtreue und Lebendigkeit gefunden. Das Schlachtgeschehen wird mit einer Wucht geschildert, dass einem fast der Atem wegbleibt. Man befindet sich praktisch mitten in dieser Tötungsmaschine namens römische Legion und kann nachvollziehen, warum diese von allen Gegnern gefürchtet war.


    Dieser Abschnitt braucht den Vergleich mit Werken von Bernard Cornwell in keinster Weise zu scheuen.


    Wohltuend war auch, dass die politischen Intrigen in diesem Band etwas überschaubarer waren als in den Vorgängerbänden, aber immer noch komplex genug, um die Mechanismen der Macht gut herauszuarbeiten.


    Ich bin jedenfalls schon mal gespannt, wie Fabbri den Faden weiterspinnt. Für Spannung dürfte jedenfalls gesorgt sein, allein schon, wenn man Richtung Nero und dessen umkämpfte Nachfolge denkt.

  4. Cover des Buches Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser (ISBN: 9783832196530)
    Ernst H. Gombrich

    Eine kurze Weltgeschichte für junge Leser

     (16)
    Aktuelle Rezension von: sKnaerzle

    Ein wirklich schneller Durchgang durch die Weltgeschichte. Gombrich trifft dabei den Ton "Kinder, ich erzähl euch was!" und wählt aus der Masse des Stoffes nicht nur die Haupt- und Staatsaktionen aus, sondern berichtet gern über Philosophen und Religionsstifter.

    Dabei bemüht sich Gombrich auch um eine faire Beurteilungen, was im meist gut, aber in der Zeitgeschichte eher weniger gelingt.



  5. Cover des Buches The Roman Army of the Principate 27 BC-AD 117 (ISBN: 1846033861)
    Nic Fields

    The Roman Army of the Principate 27 BC-AD 117

     (1)
    Aktuelle Rezension von: wolfschwerdt
    Mit dem Osprey Buch aus der Reihe „Battle Orders“ erhält der Leser einen systematischen Überblick über alle Aspekte des römischen Militärs von 27 vor unserer Zeitrechung bis 117 nach Christi Geburt. Die Zeit des Prinzipats, begonnen unter Augustus war die Zeit der größten Ausdehnung des römischen Imperiums. Dem sogenannten „goldenen Zeitalter“ des Augustus, waren heftige Bürgerkriege vorangegangen, nach deren Ende der siegreiche Augustus (Octavian) die römische Armee grundlegend reformierte. Dr. Nic Fields, der Autor von „The Roman Army of the Principate 27 BC – AD 117“ beginnt in seiner Einführung mit den Wirren des Bürgerkrieges und den Grundlagen der Militärreformen des Augustus. Zwar basierte die neue Armee immer noch auf den Begriffen und Traditionen der Republik, aber die Legionen, die letztendlich das Imperium Romanum zu seiner größten Macht führten, waren strukturell etwas Neues. Es war eine Berufsarmee, mit gesichertem Einkommen der Soldaten, hervorragenden Karrieremöglichkeiten und hohem sozialen Ansehen. Und wenn man den 20 bis 25 jährigen Dienst hinter sich hatte, erhielt man in Form von Land oder einer Barabfindung auch noch eine Rente. Trotz härtestem täglichen Training, brutaler Militärdisziplin und natürlich der Gefahr im Krieg zu fallen, kein schlechter Job im Vergleich zu den vielen Menschen im Reich, die am Existenzminimum leben mussten. Im Kapitel „Römische Militärorganisation“ beschreibt Fields detailliert Aufbau, Stärke und Struktur, angefangen von der Zeltgemeinschaft, der Kontubernia von acht Mann, über die Zenturien zur taktischen Basiseinheit, der Kohorte, aus denen sich schließlich die Legion zusammensetzte. Außerordentlich differenziert waren die Kohorten, die je nach Position und Aufgabe innerhalb der Legion unterschiedliche Zusammensetzung und Mannschaftsstärken hatten. Und nicht zuletzt gab es da ja noch die sogenannten Hilfstruppen, hervorragend ausgebildete Einheiten, die aus sich den römischen Provinzen rekrutierten, und die ebenfalls taktischer Teil der Legionen waren. 25 Legionen standen im Prinzipat ständig unter Waffen und waren an den gefährdeten Grenzen des Imperiums stationiert. Vor der Varusschlacht waren es übrigens 28 Legionen gewesen, angesichts der Niederlage wurden diese drei vernichteten Legionen aber nie wieder aufgestellt. Auch diese Tatsache übrigens ist ein Ergebnis der augusteischen Militärreformen, wie Fields verdeutlicht. Denn die Legionen und Kohorten waren ja ständige Einheiten mit eigener Bezeichnung und Nummer und viele existierten unabhängig von den dienenden Soldaten über Jahrhunderte, entwickelten ihre eigenen Corpstraditionen. Eine Legion konnte in der Schlacht hohe Verluste hinnehmen, aber mit neuen Rekruten aufgefüllt existierte sie natürlich weiter. Eine Legion aber, die, wie die 17., 18. und 19. im Jahre 9 nach Christus völlig ausgelöscht worden war, konnte einfach nicht wieder aufgestellt werden, diese Legionen gab es einfach nicht mehr. Zahlreiche Schautafeln zeigen den Aufbau der verschiedenen Einheiten einer Legion, ihre Schlachtordnung und Organisationsstruktur. Und natürlich kommen auch Waffen und Ausrüstung sehr differenziert und mit Fotos illustriert zur Sprache. Den Kommandostrukturen und natürlich den taktischen und praktischen Aspekten der römischen Armee in der Schlacht sind ebenso Kapitel gewidmet, wie dem Pionierwesen. Immerhin waren die Legionäre an jedem Ort ihres Einsatzes autark. Die Soldaten, die mit ihrem rund 30 Kilogramm Marschgepäck und der rund 20 Kilogramm schweren Rüstung gerade einen Tagesmarsch hinter sich gebracht hatten, mussten im Zweifelsfall nun zu Hacke und Schaufel greifen, ein Marschlager mit Graben und Palisaden errichten, Ihre Zelte aufbauen und sich ihr Essen kochen. Im Belagerungsfall waren es die Soldaten, die Belagerungsgerät, Rampen und Gräben oder Boote zum Übersetzten über einen Fluss bauten. Mit dem Kapitel „After Actium“ stellt Fields die Legionen der Feldherren beziehungsweise Statthalter in den verschiedenen römischen Provinzen vor. Karten über die Verteilung der Legionen im Imperium um 14 nach Christus und um 117, zeigen die Veränderungen der römischen Grenzen im Laufe des Prinzipats und am Ende schildert der Autor die Hintergründe und den Verlauf einiger exemplarischer Schlachten des beschriebenen Zeitraums, unter denen natürlich die „Schlacht im Teutoburger Wald“ nicht fehlen darf.
  6. Cover des Buches Der Vandale (ISBN: 9783866344495)
    Gerd Gerber

    Der Vandale

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  7. Cover des Buches Die Geschichte des antiken Rom (ISBN: 9783491961685)
    Robert M. Ogilvie

    Die Geschichte des antiken Rom

     (3)
    Aktuelle Rezension von: MrsCodyMcFadyen
    Oahh, nie wieder Rom! In diesem Buch (es sind eigentlich 3, nur zusammen gefasst) steht, schlicht und ganz kurz, einfach alles über Roms Geschichte, Aufbau, Herrschaften, Eroberungen, Handel, Menschen, Caesar und so weiter! Nachdem man es dann gelesen hat (1 ganz durch, die anderen 2 Teile in diesem Buch habe ich quer gelesen) möchte man sich lieber wieder anderen Büchern widmen. Sehr trocken und ohne besondere Spannung, wie alle Geschichtsbücher halt!
  8. Cover des Buches SPQR - Tod eines Centurio / Der Fluch des Volkstribun (ISBN: 9783442134489)
    John Maddox Roberts

    SPQR - Tod eines Centurio / Der Fluch des Volkstribun

     (17)
    Aktuelle Rezension von: cookie
    Tod eines Centurio (vier Sterne) Wir schreiben das Jahr 58 v. Chr. als unser Hauptprotagonist Decius Caecilius Metellus, gemeinsam mit seinem Sklaven Hermes, das Lager Caesars in Gallien erreicht, indem dieser einen Feldzug gegen die Gallier vorbereitet. Dort vor Ort begegnen ihn nicht nur Freunde. Besonders einer der Männer, ein Centurio, der erste Speer der zehnten Legion Titus Vinius, scheint ein ganz unangenehmer Bursche zu sein. Wenig später wird genau dieser Tod aufgefunden. Unter verdacht stehen seine Männer der Ersten Centurie der Ersten Kohorte, die er nicht sehr pfleglich behandelt hat. Decius Caecilius Metellus der Jüngere bekommt von Caesar den Auftrag den Mord aufzuklären, der viele Rätsel aufgibt. Zu allem Überfluss bekommt Decius von Caesar auch noch Titus zwei Sklaven unterstellt, die ihm das Leben im Lager nicht sonderlich erleichtern. Zu diesen Sklaven gehört nämlich auch die schöne Freda, die sämtliche Blicke der Männer auf sich zieht und so der Neid auf Decius sicher ist. Dann macht Decius auch noch eine große Entdeckung... Eigentlich ist dieses Buch ein Teil einer Reihe, lässt sich aber auch gut so lesen. Mir hat die Geschichte gut gefallen. Sie ist nicht sonderlich kompliziert geschrieben, aber gut erklärend, so dass auch Leute, die sich nicht mit der damaligen Zeit und den Begebenheiten auskennen, dieser Folgen können und Spaß an der Geschichte finden. Ein wirklich Interessanter Fall, der Lust auf mehr macht. ---------------------- Der Fluch des Volkstribun (drei Sterne): Das Jahr 55 v. Chr.: Decius Caecilius Metellus ist nun wieder in Rom und widmet sich voll und ganz seiner Kandidatur als Aedil. Zumindest bis zu diesen einem Tag im November. Der Konsul Crassus (Marcus Licinius Crassus Dives) hat vor in den Krieg gegen die Parther zu ziehen, doch dies sorgt für großes Missfallen bei den meisten Bürgern Roms. So auch bei dem Volkstribun Ateius, der keinerlei Veranlassung für diesen Krieg sieht. An diesem Novembertag, als Crassus sich mit seinen Truppen auf den Weg zum Kampf gegen die Parther machen will, eskaliert die Situation. Ateius spricht vor einem brennenden Altar einen furchtbaren Fluch gegen Crassus und gegen Rom aus. Wenig später wird Ateius Tod aufgefunden...Ein neuer Fall für Decius Caecilius Metellus den Jüngeren. Nicht so gut wie sein Vorgänger, was die Spannung betrifft, dennoch gut. Wie auch schon bei "Tod eines Centurio" geschrieben, lässt sich das Buch gut und verständlich lesen. Doch hatte ich ab und an das Gefühl, dass es dieses Mal leichter gewesen wäre, die verschiedenen Beziehungen und Einstellungen der Charaktere zueinander zu durchblicken, wenn ich bereits alle Vorgänger gelesen hätte.Kann mich natürlich auch irren, da ich diese ja nicht kenne. Als nächstes Buch aus dieser Reihe, werde ich mir doch den ersten Band kaufen und dann in der chronologischen Reihenfolge bleiben. Dürfte es schon vereinfachen. Aber auf jedenfall lesenswert!
  9. Cover des Buches Augustus (ISBN: 9783406656248)
    Werner Dahlheim

    Augustus

     (6)
    Aktuelle Rezension von: michael_lehmann-pape
    Machtbewusst und Frieden schaffend Wohl kaum eine andere Figur der Weltgeschichte hat in seiner Person einen solchen, zumindest nach außen, massiven Wandel erlebt wie Gaius Julius Octavian, Adoptivsohn von Julius Caesar, Mitverschwörer gegen ihn und später der „Augustus“, Kaiser von Rom, unter dessen Ägide eine der längsten und fruchtbarsten Friedenszeiten des römischen Reiches fiel (und die größte Ausdehnung des römischen Reiches zudem). Einer, der vor seiner Thronbesteigung aufs äußerste machtbewusst ohne Rücksicht auf Verluste erst den eigenen Adoptivvater mit verriet, danach Marcus Antonius mit seiner Kleopatra in die Knie zwang und der nach seiner Thronbesteigung letztendlich die Herzen der Römer und der zivilisierten Welt in den Bann schlug. In jungen Jahren gehasst und gefürchtet, nach seinem Tod ehrlich und in der Tiefe betrauert. Eine Veränderung der Persönlichkeit, die auch in der gut lesbar geschriebenen und sorgfältigen Biographie des Althistorikers Werner Dahlheim natürlich ihren Platz findet. In zeitlicher Abfolge beginnt Dahlheim seine Betrachtungen aber zunächst mit der politischen und öffentlichen Situation am Ende des Wirkens Caesars, eine Zeit der Republik, die Augustus wenig geprägt hat. Führt dann über den Verrat, den Bürgerkrieg der Erben und den darin enthaltenen Hochverrat des späteren Augustus hinein in die, noch heute schillernd nachhallende, Zeit der Verwicklungen um Marcus Antonius, Kleopatra und Octatvian hinein. Erst nach dieser ausführlichen und in nicht ausufernden Kapiteln kundig beschriebenen Grundlagen der Machtergreifung Octavians und seiner persönlichen Entwicklungen bis zu diesem Zeitpunkt hin, setzt Dahlheim in einem zweiten Hauptteil nun mit umfassenden Blick die äußere und innere Entwicklung der Herrschaft des Augustus in das Zentrum seiner Betrachtungen. Eine Zeit, in der eine immense Ausdehnung des Reiches stattfand, eine Zeit, in der Jesus Christus geboren und hingerichtet wurde und, im Nachgang dieses Ereignisses, neue Kräfte in Form der jungen Christenheit ihre Wirkung auch in Rom selbst begannen. Eine Zeit vor allem aber des inneren Friedens und des äußeren Wohlstandes, übrigens nicht nur für Rom selbst, sondern durch die Eingliederung vieler Regionen in das römische Reich und die damit einhergehende innere Ordnung dieser Regionen auch eine Zeit des relativen Wohlstandes für viele Völker, wie Dahlheim überzeugend darlegt. Teils überraschende und andere Blickwinkel setzt Dahlheim im Laufe seiner Betrachtungen in den Raum, Blickwinkel, die einerseits die vermeintliche innere Wandlung des Augustus kritisch betrachten und mancher Nachfrage aussetzen, Blickwinkel aber auch, die eine ganze Reihe von Vorurteilen gegen vermeintlich grausam herrschende und ausschließlich unterjochende Römer ebenso differenziert aufzulösen verstehen. Die fast theologische Ebene der Herrschaft des Augustus nimmt Werner Dahlheim in den abschließenden Kapiteln seines Buches ebenfalls auf und führt diese einer Bewertung zu. Das Selbstverständnis des Augustus, seine Herrschaft als Heilsgeschichte für Rom und die Welt zu deuten und die Rezeption dieses Verständnisses in der christlichen Geschichtsdeutung. In dieser nämlich erhält auch der Kaiser, unter dessen Ägide die Heilsgeschichte Gottes ihren Anfang nahm, eine positive Würdigung und nimmt Anteil am Licht Gottes in jener Zeit. Werner Dahlheim schreibt kundig, nimmt durchaus Wertungen vor, verbleibt somit nicht im rein beschreibenden Duktus. Vermittels seiner lebendigen und bildhaften Sprache liest sich die Biographie stellenweise wie ein Roman und führt zu einem anregenden und fundierten Lesegenuss. Die teilweise eingestreuten und bis dato eher unbekannten Illustrationen ergänzen den Text in bester Art und Weise. Alles in allem eine hervorragend geschriebene, umfassende und tief greifende Biographie über diese „Wendegestalt“ der Geschichte.
  10. Cover des Buches Der algerische Hirte (ISBN: 9783738606294)
    Wolfgang Haupt

    Der algerische Hirte

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_KeJasBlog

    Dieses als Kriminalroman gekennzeichnete Buch würde ich eher in die Kategorie der anspruchsvollen Literatur einordnen.
    "Der algerische Hirte" von Autor Wolfgang Haupt, ist alles andere als leichte Kost.
    Dafür lässt der Autor zu sehr die grausame Vergangenheit des Algerienkrieges Revue passieren.
    Seine Beschreibungen der Gräueltaten gegenüber den Männern, Frauen und Kindern sind kurz und knapp gehalten und doch weiß man als LeserIn genau was geschah.

    Aber erstmal zur Story:
    Kommissar François Ranfort hat ein Problem, nein, eigentlich hat er Dutzende Probleme.
    Als vermeindlicher Mörder seines Freundes Auguste abgestempelt bleibt ihm nichts anderes übrig als in Eigenregie auf Spurensuche zu gehen. Herauszufinden wer der wirkliche Mörder ist und warum diese Tat begangen wurde.
    2 gezielte Schüsse in den Hinterkopf zeugen von einer professionellen Tat und so sieht sich François schnell konfrontiert mit üblen Zeitgenossen, die irgendetwas suchen, was sie bei dem Ermordeten nicht fanden.
    Es wird gefährlich für den geschassten Kommissar, zu viele Tote innerhalb kürzester Zeit um ihn herum und keiner der ihm helfen kann oder will.
    So macht er sich auf die Reise nach Algerien, denn dort scheint der Ursprung allen Übels zu liegen.
    Eine gefährliche Reise, die François die Augen öffent, über sich selbst und seinen Freund.

    Der Schreibstil des Autors fand ich in 'Salziges Blut' schon außergewöhnlich und sehr gelungen.
    Er schreibt in kurzen knappen Sätzen, als wollte er allen Ballast umgehen und trifft doch immer genau den richtigen Ton. Mal schleicht er zart und geschmeidig durch die Seiten, nur um dann mit voller Wucht und genau bemessen zuzuschlagen und den Leser zurückzuholen in dieses Kriegsland.
    Er öffnet Augen die gar nicht hinsehen wollen angesichts all dieser furchtbaren Greueltaten seitens der französischen Legion, der Geheimdienste und militärischen Organistationen.
    Zu viele die ihre Finger im Spiel hatten und haben und mittendrin immer wieder die Geschichte um François, fast 25 Jahre später, wie er unbewusst einer alten Spur folgt, zu diesem einen Mann der beschrieben wird und der sich Pedro nennt.
    Ein Mörder, Folterer, Terrorist, der aber doch irgendwann auch einmal ein junger, gewöhnlicher Mann war und dessen Entwicklung zu dieser Bestie so eindringlich beschrieben ist, dass man es fast gar nicht glauben kann.
    "Eine einzige Narbe deiner dunklen Vergangenheit", dieses Zitat aus dem Buch trifft es perfekt.

    Die Sprünge zwischen diesen 2 Hauptprotagonisten François und Pedro sind konstant im Wechsel und in übersichtlichen Kapiteln unterteilt. Es ist spannend ihnen zu folgen und dabei in der Geschichte abzutauchen.
    Das Buch musste ich in einem Stück lesen, wollte ich doch unbedingt erfahren wie diese zwei Geschichten zu einer zusammenfinden und wurde dabei nicht enttäuscht. Ein Buch das nachdenklich stimmt, ein Ende das so unerwartet erwartet wurde.

    Ich empfehle den Folgeband "Die dunkle Talion" des Autoren Wolfgang Haupt direkt im Anschluss lesen.
    Auch eine in sich abgeschlossene Geschichte, die mir genauso gut gefiel und Band 1 in nichts nachsteht.
    Gerne vergeben ich 5 von 5 Sternen.
    c) K.B. 02/2016

  11. Cover des Buches Varus (ISBN: 9783453470897)
    Iris Kammerer

    Varus

     (40)
    Aktuelle Rezension von: skyrell
    Zu Beginn haben mich die römischen Namen völlig verwirrt. Allzu oft dachte ich: Quintus Sextus? Gajus Werauchimmer? Wer ist das schon wieder? Doch mit der Zeit wusste ich, von wem die Rede ist.
    Sehr interessant fand ich die Beschreibung des Lagerlebens. Ich konnte gute Einblicke in die Welt eines Legionärs gewinnen, aber auch in die germanische Gesellschaftsordnung der damaligen Zeit.
    Trotz des Titels spielt Varus eine eher untergeordnete Rolle. Auch Arminius wird für mich nicht ausreichend beschrieben. Man erfährt nichts über seine Beweggründe (über die es natürlich keine Aufzeichnungen gibt, aber die Autorin hätte zumindest den Versuch einer Erklärung unternehmen können). Stattdessen wird die Geschichte des Schreibers Annius erzählt, der immer zufällig am Ort wichtiger Entscheidungen anwesend ist.
    Die Beschreibung der germanischen Überfälle beim Rückzug der Römer war detailreich und extrem grausam. Da waren Bilder vor meinen Augen, an die ich mich nicht erinnern möchte.
    Trotz allem: für Freunde historischer Romane und Liebhaber von Sandalenfilmen durchaus lesenswert.
  12. Cover des Buches Der Adler der Neunten Legion (ISBN: 9783423714358)
    Rosemary Sutcliff

    Der Adler der Neunten Legion

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Vaelin_Al_Sorna

    Hier passt einfach alles: ein poetischer Schreibstil, eine einmalige Geschichte und Freundschaften, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Und durch das historische Setting lernt man nebenbei sogar noch etwas. Mir fällt nichts anderes ein, als zu schreiben: dieser historische Roman ist  brillant.

  13. Cover des Buches Antony and Cleopatra (ISBN: 1416552952)
    Colleen McCullough

    Antony and Cleopatra

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Feverbrain
    Der (leider) letzte Roman aus McCulloughs Master of Rome Serie und mit Sicherheit auch einer der Besten. Wie gewohnt füllt McCullough sehr geschickt und mit großer Detailliebe historische Fakten mit den Persönlichkeiten der späten römischen Republik. In diesem Band geht es um den Machtkampf zwischen dem noch jungen Gaius Octavius und Mark Anton. Natürlich kommt Cleopatra auch nicht zu kurz. Ein sehr gelungener Abschluss der Serie.
  14. Cover des Buches Die Varus-Legende (ISBN: 9783596176007)
    Thomas R. P. Mielke

    Die Varus-Legende

     (9)
    Aktuelle Rezension von: Tudde
    Bevor ich das Buch las, sah ich mir die Rezensionen an. Die waren meist negativ, und kritisierten die Zeitsprünge. Daher wollte ich mir eine eigene Meinung bilden.
    Das Buch besteht aus zwei Zeitebenen. Die eine spielt zur Zeit Arminius und Varus, und die andere im Jahr 2009 zur 2000 Jahr Feier der Schlacht. Dabei wird eine Verschwörung aufgedeckt.
    Sicherlich gibt es ständig einen Wechsel der Zeiten. Aber sie sind nicht willkürlich, sondern chronologisch und fortlaufend. Ich finde dieses interessant. Auch in anderen Büchern gab es dies schon ab und zu. Es ist also nichts Neues. Überhaupt nicht negativ zu beurteilen.
    Mielke schrieb mit einer großen Kompetenz. Sein Schreibstil ist flüßig, sein Spannungsbogen baut sich langsam auf. Es ist ein Buch von hoher Qualität. Warum ich dennoch nur drei Sterne zu vergeben vermag, liegt darin, daß sich die Dialoge ellenlang hinziehen, und somit etwas von der wirklich vorhandenen Spannung nehmen. An und für sich ein hochwertiger historischer Roman, mit wenigen Mängeln.
  15. Cover des Buches Das Grab der Legionen (ISBN: B002FDHVFC)

    Das Grab der Legionen

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  16. Cover des Buches Deutsche Geschichte für Dummies (ISBN: 9783527715879)
  17. Cover des Buches Varus (ISBN: 9783746227924)
    Hermann Multhaupt

    Varus

     (0)
    Noch keine Rezension vorhanden
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