Bücher mit dem Tag "leibeigenschaft"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "leibeigenschaft" gekennzeichnet haben.

8 Bücher

  1. Cover des Buches Väter und Söhne (ISBN: 9783423147217)
    Iwan S. Turgenjew

    Väter und Söhne

    (93)
    Aktuelle Rezension von: Pongokater
    "Väter und Söhne" ist das bekanntese Werk Tschechows in Deutschland. Das liegt wohl daran, dass man das Buch als Konflikt verschiedener Lebensphilosophien lesen kann. Im Mittelpunkt steht der junge Barsakow, Vertreter eines zynischen, naturwissenschaftlich (?) begründeten Nihilismus. Sein Gegenspieler ist (zunächst) nicht sein junger Freund Arkadi, sondern dessen Vater und Onkel, Vertreter einer (im alltagssprachlichen Sinn) idealistischen Lebenshaltung. Und zwischen diesen Männer sind es dann Frauen, die alles durcheinander bringen.

    Man kann das Werk aber auch als Roman über eine bedingungslose elterliche Liebe lesen, die Barsakow -trotz des noch größeren Gegensatzes zu den Eltern- noch intensiver erfährt als Arkadi.

    Wie immer man Tschechows Väter und Söhne liest: Es ist ein Meisterstück des poetischen Realismus, die den heutigen Leser ins ländliche Russland des 19. Jahrhunderts versetzt.

    Die Neuübersetzung anlässlich des 200. Geburtstages des Autors hat aus meiner Sicht vor allem ein Verdienst: Sie hat die Aufmerksamkeit von Rezensenten und Lesern noch einmal auf Tschechows Werk gelenkt. Im Vergleich zu der von mir gleichzeitig gehörten Fassung von Fega Frisch wirkt die Neuübersetzung jedoch weniger elegant, teilweise sogar holprig. Ob sie dem Russischen näher kommt, kann ich nicht beurteilen. Aber mein Fazit lautet: Ein Meisterstück des poetischen Realismus - neu ,aber nicht verbessert, übersetzt.
  2. Cover des Buches Ellin (ISBN: 9783931989835)
    Christine Millman

    Ellin

    (123)
    Aktuelle Rezension von: Shunima

    Kurzer Inhalt:

    Seit Ellin als Einzige aus ihrer Familie einen räuberischen Überfall überlebt hat, muss sie ihren Lebensunterhalt als Leibdienerin des grausamen Lord Wolfhards bestreiten. Als Ellin sich ihm verweigert, prügelt er sie beinahe zu Tode. Getrieben von einem unbändigen Überlebenswillen gelingt ihr die Flucht in die Wildnis, wo sie auf Kylian und seine Gefährten trifft, die sie aufnehmen und gesund pflegen. Doch ihre Retter sind mehr, als sie vorgeben zu sein, und auch Ellin hütet ein Geheimnis, das nur Lord Wolfhard kennt und das sie alle in Gefahr bringt. 


    Was ich erwartet habe:

    Fantasy gespickt mit Romance: Ellin wirkte im Klappentext wie eine starke Protagonistin (was ich sehr mag), die ihren Weg gehen wird. Dabei trifft sie auf Kylian, dem ich den üblichen Trope geheimnisvoll = verletzt unterstellte und natürlich werden sie ein Paar! Dabei erkunden sie ihre Vergangenheit und entdecken, dass auch sie zufälligerweise ein besonderes / mächtiges Fabelwesen ist wie Kylian mit seinem Gefolge. 

     

    Was ich bekommen habe:

    Eine Liebesgeschichte habe ich bekommen. Diese steht zwar gewissermaßen als treibende Kraft zwischen den Protagonisten im Vordergrund, ist dabei aber nicht aufdringlich. Das finde ich prinzipiell sehr gut, da mir in einigen Büchern aus dem Romantasy Genre die eigentliche Rahmenhandlung neben der Liebesgeschichte zu kurz kommt. Jedoch haben die beiden Protagonist*innen in „Ellin“ wenig Handlungszeit zusammen. Oft sind sie getrennt oder aber nicht alleine, sodass ich Schwierigkeiten hatte, Herzklopfen zu bekommen und ihre Entwicklung nachzuvollziehen.

    Ellin ist tatsächlich eine starrsinnige, aber doch recht schwache Protagonistin. Sie möchte ihren eigenen Weg gehen, sie widersetzt sich Gepflogenheiten und adaptiert sich an neue Orte und Gesellschaften – es ist ihre große Stärke, sich nicht unterkriegen zu lassen. Ihre Naivität passt zu ihr und ihrer Entwicklung. Sie versucht, für sich einzustehen, scheitert aber oft und andere entscheiden, was mit ihr geschieht. Sie wird gejagt, entführt, entwurzelt und es wird viel über ihren Kopf hinweg bestimmt. Es passt zwar zu ihrer Entwicklung, aber würde sie sich am Ende nicht doch weiterentwickeln, dann hätte ich hier einen Punkt abgezogen.

    Kylian wiederum ist mir zu sehr ein wandelndes Klischee. Er ist der düstere Love Interest mit tragischer Vergangenheit. Der Retter in strahlender Rüstung, der leidet für „seine“ Frau. Er ist stark, männlich, gutaussehend und wortkarg und ein Fabelwesen, über das man aber nicht viel erfährt. Da fehlte mir etwas. 

     

    Die Handlung war durchdacht und es zog sich bis zum Ende ein roter Faden, dem sich gut folgen ließ. Leider wirken einige Etappen aber eher so, als ob sie als Füllmaterial gedacht sind, z.B. als Ellin zum x-ten Mal von Kylian getrennt wird und sie sich zufällig mal wieder verpassen… da hätte ich mir mehr Originalität gewünscht. Auch fehlten mir Hintergrundinformationen, z.B. zu Kylians Vergangenheit, aber auch zu anderen Fabelwesen. Keins hat Tiefe bekommen, selbst die antagonistischen Wesen waren halt einfach… da. Warum? Woher?

    Der Schreibstil war ruhig, aber mitreißend und ließ mich trotz meiner Kritik durch die Seiten fliegen. Natürlich muss man sich auch bewusst machen, dass das Buch 2013 veröffentlicht wurde – das ist doch schon eine Zeit her und seitdem hat sich gesellschaftlich doch mehr getan als man denken mag. Leider fehlte dem Buch trotz Verlagsveröffentlichung ein gutes Korrektorat, sodass ich viele Fehler gefunden habe, die ich nicht verzeihen kann (dass / das, Groß-/Kleinschreibung etc). Bei einer Verlagsveröffentlichung erwarte ich ein besseres Korrektorat und Lektorat – allerdings steckte der Verlag 2013 auch noch in den Kinderschuhen, heute ist das anders.

    Der Schreibstil  von Christine Millmann rettet, was ein paar Plotlöcher und Rechtschreibfehler zu wünschen übrig lassen. Letztendlich ist er auch der Grund, warum das Buch letztendlich 4 und nicht nur 3 Sterne bekommt.

  3. Cover des Buches Faustrecht: Timm Riedbures gefährliche Flucht (ISBN: 9783499200939)
    Martin Selber

    Faustrecht: Timm Riedbures gefährliche Flucht

    (1)
    Aktuelle Rezension von: KarinJ

    Inhalt (Klappentext):

    Nicht einen Tag länger will der Junge Timm Riedbure als Höriger dem Rittersaß dienen. So schließt er sich voll Abenteuerlust heimlich den Truppen des Kaisers auf ihrem Marsch in die Schlacht an. Er erlebt, wie seine Landsleute unter Gewalt und Krieg leiden, wie überall nur das Recht der Faust, des Stärkeren, gilt. In der Stadt Magdeburg findet er schließlich Zuflucht. Aber macht Stadtluft wirklich frei? Erst mit Hilfe gleichgesinnter Freunde, die mit ihm die große Pest durchstehen, kann er ein neues Leben in Freiheit beginnen. Ein spannender Jugendroman aus der Ritterzeit.

    Bewertung: Der Klappentext gibt die Geschichte insgesamt wieder, vom Anfang bis zum Ende. Trotzdem fand ich den Roman immer wieder überraschend, und welche Episoden die Handlung noch bringen würde, unvorhersehbar. Es ist das Jahr 1213 und Timm ist 11 oder 12 Jahre alt, das weiß er nicht so genau. Er gehört wie das ganze Dorf dem Rittersaß. Der Herr beutet das Dorf, den Hof aus, wie das Gesetz es ihm erlaubt, auch wenn den Bauern kaum etwas zum Leben bleibt. Der Herr bestimmt, was der Platz eines Menschen im Leben ist. Keine Überraschung also, dass Timm die Gelegenheit nutzt, der Leibeigenschaft zu entfliehen. Im folgenden Jahr treibt ihn das Schicksal hin und her, aber nie weit weg von seiner Heimat. Denn Magdeburg kann man vom Dorf aus fast sehen. Trotzdem ändert sich für Timm sehr viel. Es geht um eine persönliche Entwicklung, um den Willen, sich zu verändern. Aber auch um eine Ordnung, die es Timm eigentlich verbietet, sein Leben nach eigenen Wünschen zu formen. Der Autor Martin Selber (1924-2006) kritisierte deutlich "die fürchterliche, gnadenlose Ordnung, in die alles eingezwungen war, was atmete; aus der niemand entfliehen konnte, der man unterworfen war von der Geburt bis zum Tode". Wie er seine Figur Timm beschreibt und leben lässt, lässt den Leser erkennen, dass der Einzelne, aber auch die Gesellschaft Schaden nähme, wenn den Menschen keine Entfaltungsfreiheit bliebe. So trägt dieser unterhaltsame Jugendroman zudem eine wichtige Botschaft. Wie viele Jugendromane, die ich kenne, ist auch jener sehr gut auch für erwachsene Leser geeignet. Timm ist mit vielen Ereignissen konfrontiert, die eigentlich nichts für Kinder sind. Damals, zu dieser Zeit war das eben so. Ereignisse wie Tod, Gewalt und Gefahr werden allerdings meist kurz und knapp geschildert, so dass man sich davon distanzieren kann und man mit Tempo von einer zur nächsten Episode gelangt. Timms Gedankenwelt und Erleben sind dennoch Teil der Schilderung und ermöglichen, sein Handeln zu verstehen und sich in seine Perspektive zu begeben. Dass seine Beschreibung blass bleibt, fördert nach meiner Meinung eher die Einfühlung. Was mich etwas gestört hat, war die Sprache bzw. die Wortwahl. Im Klappentext fängt es an: Höriger, Rittersaß... diese Wörter sind mir bis dahin nie begegnet, obwohl ich mir ihre Bedeutung erschließen konnte. Allerdings enthält der Text immer wieder ausgefallenene Wörter: Kaitengebüsch, Reisige (=Reisende), Bräune (eine Krankheit)... "wir arbeiteten unter dem Kreuzhoch" 🤔 und ein paar Seiten später stellt sich der Kreuzhoch als Hügel heraus 🤦‍♀️😂 Davon abgesehen hat mir der Roman sprachlich durchaus gefallen, weil der Autor einen eigenen Stil entwickelt hat. Der Text wirkte leicht altertümlich und ein bißchen wie ein Märchen geschrieben, was der Handlung jedoch angemessen war und natürlich wirkte. Geschmückt wird der Text von Illustrationen von Hans Wiegand, die wie Holzschnitte und kraftvoll wirken. Von mir bekommt das Buch 4 Sterne.

  4. Cover des Buches Die letzte Stunde (ISBN: 9783837141375)
    Minette Walters

    Die letzte Stunde

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Petzi_Maus
    Kurz zum Inhalt:
    Dorsetshire, England, Juli 1348. Die Pest hat das Land erreicht und verbreitet sich rasend schnell. Ganze Landstriche werden entvölkert. Niemand erkennt anfangs die große Gefahr, lediglich Lady Anne von Develish lässt die Zugbrücke vernichten und schottet sich und ihre Schutzbefohlenen auf diese Weise ab, um somit von der Pest verschont zu werden. Nicht einmal ihren Ehemann Sir Richard lässt sie ein, der von einer Reise zurückkommt.
    Doch Angst, Panik und Verzweiflung lässt die Menschen brutal werden und viele versuchen, Develish anzugreifen.
    Auch das Knappwerden der Lebensmittelvorräte lässt die Einwohner auf außergewöhnliche Ideen kommen und so macht sich Lady Annes Verwalter, Thaddeus Thurkell, mit einer Gruppe junger Burschen auf den Weg nach draußen, um nach Lebensmitteln zu suchen.
    Als dann innerhalb der Mauern ein Mord geschieht, lässt dies die Gemeinschaft fast zerreißen. Kann Lady Anne sich und ihre Gemeinde retten?


    Meine Meinung:
    Der Erzählstil und die Sprache sind einem historischen Roman angepasst, und die Sprecherin, Gabriele Blum, lässt dies durch ihre Stimme, Klangfarbe und Betonung noch mehr hervorkommen. Man fühlt sich direkt in die Ortschaft im Mittelalter versetzt und erlebt hautnah das damalige Leben und die Sorgen und Nöte der Leibeignen mit.
    Die Geschichte über die Ausbreitung der Pest und wie eine einzelne starke Frau, die mit Weisheit, Ruhe und Geschick ihre Gemeinschaft retten kann, hat mich total gepackt.
    Lady Anne ist eine außergewöhnliche Frau mit viel Klugheit und Stärke, die als junges Mädchen im Kloster bereits gelernt hat, wie man die Ausbreitung von Krankheiten vermeiden kann, und genau das wendet sie dann auch an, um zu verhindern, dass sich die Pest in ihrer Stadt ausbreitet. Sie ist sehr sympathisch, ebenso wie der ehemalige Leibeigene Thaddeus, den Lady Anne aufgrund der außergewöhnlichen Umstände und seiner Klugheit zum Verwalter ernannt hat.
    Lady Annes Tochter Lady Eleanor hingegen ist ein verzogenes Gör, das ihren Vater auf ein Podest erhoben hat, obwohl dieser ein schrecklicher und brutaler Mensch war.
    Durch den Mord, die Angriffe auf die Stadt, die Streitereien innerhalb der Gemeinschaft und die gefährliche Suche nach Lebensmitteln kommt immer wieder Spannung auf und man ist total gefesselt.

    Leider war mir nicht bewusst, und es ist auch nirgends erwähnt, dass "Die letzte Stunde" keine abgeschlossene Geschichte ist - d.h., das Hörbuch endet quasi abrupt mittendrin mit den Worten "Fortsetzung folgt". Das hat mich natürlich etwas frustriert, da ich doch unbedingt wissen will, wie alles ausgeht... 


    Fazit:
    Toller und spannender historischer Roman um das Schicksal eines ganzen Dorfes zu Beginn der Pest. Leider hat mich sehr gestört, dass die Geschichte plötzlich endet, da es wohl noch eine Fortsetzung geben wird. Daher ein Stern Abzug und somit 4 Sterne von mir.
  5. Cover des Buches Drachenbanner: Waringham Saga 7 (ISBN: B0B783RFZZ)
    Rebecca Gablé

    Drachenbanner: Waringham Saga 7

    (4)
    Aktuelle Rezension von: DanielaN

    In „Drachenbanner“, dem siebten Teil der Waringham Saga von Rebecca Gablé, wird vordergründig die Geschichte des leibeigenen Bedrics erzählt, der sich aus der Hörigkeit befreit. Außerdem ist es die Liebesgeschichte zwischen ihm und Adela, der Tochter des Earl of Waringham.
    Zugleich aber wird – wie stets in den historischen Romanen von Rebecca Gablé – Geschichte des Mittelalters vermittelt und dabei so geschickt mit der Lebensgeschichte der Protagonisten verwoben, dass man kaum merkt, wie viel Historie man kennenlernt. In diesem Roman steht zum Beispiel die historische Figur Simon de Montfort im Mittelpunkt. Dieser gilt als Begründer des House of Commons und führte mit seinen Provisions of Oxford eine erste schriftliche Verfassung Englands ein, die die staatliche Gewalt vom König auf ein Gremium und Parlament übergab.
    Ich bin großer Fan dieser Mischung aus spannender Romanhandlung und erzählter Historie.
    Diesmal brauchte ich jedoch länger als sonst, um reinzukommen. Die Vorgeschichte um Bedric und seine große Liebe Adela empfand ich als langatmig und mit dem Charakter von Bedric wurde ich nicht richtigwarm. Ich war versucht, abzubrechen. Doch das Durchhalten hat sich gelohnt. In dem Maße, wie die historischen Ereignisse an Fahrt aufnehmen, gewinnt auch die private Geschichte und am Ende kann ich doch wieder sagen:
    „Ein echter Rebecca-Gable-Roman und absolut empfehlenswert.“


  6. Cover des Buches Die Barke des Re - Das Geschenk des Osiris -: Erster Teil der Roman-Trilogie aus dem alten Ägypten (ISBN: 9781499366457)
    Anke Dietrich

    Die Barke des Re - Das Geschenk des Osiris -: Erster Teil der Roman-Trilogie aus dem alten Ägypten

    (5)
    Aktuelle Rezension von: anke3006
    Im ersten Teil der Trilogie tritt Ramses VII. das schwere Erbe seines Vaters an. Unterstützt wird er dabei von Amunhotep, dem Oberpriester des Osiris. Denn anstatt den Göttern zu dienen, Tempel für sie zu errichten und ihnen Opfergaben darzubringen, bereichern sich einige Priester und Vorsteher, aber auch zwielichtige Gestalten an ihren Schätzen. Die beiden Kaufleute Ibiranu und Senbi führen derweil ihre eigene kleine Fehde. Doch welche Rolle spielt dabei die Dienerin Satra, die auf ihrem linken Arm ein geheimnisvolles Mal trägt? Anke Dietrich schreibt spannende Geschichten rund um das alte Ägypten. Dabei fliest ihr fundiertes Wissen über Glaube, Rituale, soziale Gefüge geschickt mit ein und die Leser erleben das alte Ägypten. Immer wieder bin ich begeistert, wie sie es schafft, ihre Geschichten so anzulegen, das man bei einen historischen Roman gleichzeitig so viel Wissenswertes mit Begeisterung aufnimmt. Ich bin total neugierig, wie es mit Satra, Amunhotep und Pharao Ramses VII. weitergeht. Wirklich ein gekonnter Auftakt für die Trilogie.
  7. Cover des Buches Die Hessin auf dem Zarenthron (ISBN: 9783806234367)
    Marianna Butenschön

    Die Hessin auf dem Zarenthron

    (12)
    Aktuelle Rezension von: Ladybella911

    Eine hessische Prinzessin heiratet aus Liebe den Thronfolger von Russland und wird zu einer mächtigen, vom Volk verehrten und geachteten Kaiserin Russlands.

    Was mit einer Liebesheirat begann sollte 40 Jahre Bestand haben, aber glücklich wurde Maria Alexandrowna, wie sie nach ihrer Heirat genannt wurde, nicht, obwohl sie ihrem Mann acht Kinder gebar.

    In unserem Bewußtsein ist sie nicht verankert, sie war eine Frau, die mehr im Hintergrund agierte, was einerseits ihrer Schüchternheit andererseits der Tatsache, dass am Zarenhof ein äußerst strenges Hofzeremoniell herrschte, zuzuschreiben ist.

    Sie scheint ihren Mann, der als Zar Alexeander II. In die Geschichte einging, sehr geliebt zu haben, negierte sie doch seine Affären und langjährige Geliebten.

    Es ist eine ungeheure Fülle an Informationen, die uns die Autorin, Marianna Butenschön, hier präsentiert, und man ist oftmals verwirrt beim Lesen, vor allem was die vielfältigen verwandtschaftlichen Beziehungen angeht, sehr oft begegnen uns die gleichen Namen , aber es sind unterschiedliche Personen.

    Sehr hilfreich sind daher die Bibliographie sowie eine Zeittafel und ein Glossar, welche sich im Anhang befinden, dies vereinfacht die Lektüre ungemein. Schön auch die Bilder in der Mitte des Buches, welche uns einen Eindruck der damals herrschenden Mode geben. Dass sich das Leben des Adels zur damaligen Zeit in äußerst prunkvoller Umgebung abspielte, ist hinreichend bekannt, und man weiß um die zunehmende Unzufriedenheit des Volkes, die sich diese verschwenderische Lebensart nicht länger ansehen wollte.

    Es ist der Autorin bestens gelungen, hier nicht nur ein wissenschaftliches Sachbuch zu schreiben, sondern auch, durch das Einflechten kleiner Anekdoten, die von Zeitzeugen berichtet wurden, ein sehr lebendiges Bild von der Kaiserin, ihrer Familie und ihrem Leben zu schaffen.


    Ein beeindruckendes Buch, welches ich Liebhabern, die gerne gut recherchierte Biographien lesen, ans Herz legen möchte.

  8. Cover des Buches Der Junge mit dem Feueramulett (ISBN: 9783982239767)
    Frank Pfeifer

    Der Junge mit dem Feueramulett

    (22)
    Aktuelle Rezension von: Ramie70

    Kard scheint etwas besonderes an sich zu haben, dass er ausgerechnet bei einem Torak in die Schmiedelehre aufgenommen wurde. Die Hitze scheint ihm nichts auszumachen. Meister Wallas erkennt in Kard einen jungen Meister des Feuers und lässt ihn sein Meisterstück, ein Minas Schwert schmieden. Obwohl er weiss, dass es verboten ist und er Ärger bekommen kann, riskiert er es. Der Ärger ist schneller da, als gedacht. Damit beginnt für Kard, seinen sprechenden Cu Hunde- Freund Madad und Odysseus eine abenteuerliche Reise, bei der sich noch eine Amazone hinzugesellt. Am Anfang tat ich mich etwas schwer mit den Namen der Priesterinnen, Götter und Göttinen, die ich mir dann irgendwie auf einem Zettel sortiert habe. Zungenbrecherische Namen, wie Branubrabat, Gsazelle, Pslrm, Gsoxi, Pslfünf gab es einige. Oder auch lustige Namen / Wörter, wie Rosie Nietengürtel, Putzsklaven, Rotschärpe und Grünschärpe. Darauf muss man erst mal kommen. Der Fantasie freien Lauf, herrlich. Die Orte der Reise und die verschiedenen Kreaturen waren so detailiert beschrieben, dass ich es mir bildlich gut vorstellen konnte. Die stinkende Stadt, die schwarze Burg, die Dungratten usw. Als Kard den Drachenzahn von der alten Frau bekam, dachte ich mir schon, dass es kein Zufall sein konnte. War er der Auserwählte? Das werden wir noch erfahren. Ich war sehr fasziniert von der Geschichte, voller Abenteuer und die Spannung hielt sich bis zum Schluss. 

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