Bücher mit dem Tag "leipzig"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "leipzig" gekennzeichnet haben.

305 Bücher

  1. Cover des Buches Todesfrist (ISBN: 9783442478668)
    Andreas Gruber

    Todesfrist

     (848)
    Aktuelle Rezension von: weltentzueckt

    Was der Klappentext nicht verrät: Bei dem Kinderbuch handelt es sich um die Geschichten des Struwwelpeters. Ein perfider Serienmörder, der sich vom Struwwelpeter inspirieren lässt; Ein zynischer, Gras rauchender und Bücher klauender Ermittler, der gefühlt jeden Menschen auf dieser Welt hasst – dieses Buch schreite förmlich meinen Namen!

    Und ich wurde wirklich nicht enttäuscht. Nach einem verstörenden ersten Kapitel, folgte die häppchenweise Aufklärung. In ihrem Verlauf taucht man ein in eine kranke Psyche, deckt Familienskandale auf, leidet mit den Opfern, fiebert mit den Ermittlern und verzweifelt an dem Täter.

    Zu einem Zeitpunkt muss eine Beteiligte zusehen, wie ihr Hund gezwungenermaßen zurückgelassen wird. Wie er dem Auto hinterherrennt und dann völlig erschöpft an einer vielbefahrenen Kreuzung sitzen bleibt. Mir brach das Herz.

    Gruber schafft mit diesem Thriller nicht nur einen fabelhaften und spannenden Plot, er gibt gut ausgearbeiteten unkonventionellen Charakteren eine Stimme. Die zwischenmenschlichen Beziehungen, die in Thrillern häufig sehr kurz kommen, werden in diesem Buch schön behandelt.

    Alles in allem, einer der besten Thriller, die ich je gelesen habe.
    5 von 5 Sterne!

  2. Cover des Buches Die Sturmschwester (ISBN: 9783442486243)
    Lucinda Riley

    Die Sturmschwester

     (720)
    Aktuelle Rezension von: geBUCHt

    Ally ist Profiseglerin und steht kurz davor, das Training für ihren wichtigsten Wettkampf in ihrer beruflichen Laufbahn, anzugehen. Und auch privat könnte sie nicht glücklicher sein, denn der Richtige ist stets an ihrer Seite. Doch dann erfährt sie, dass ihr Adoptivvater verstorben ist und ihr, wie auch ihren fünf Adoptivschwestern, eine Spur hinterlassen hat, welche auf ihre Herkunft deutet. Ally erbt die Memoiren eines norwegischen Musikers, der vor etwa 100 Jahren gelebt hatte und macht sich auf den Weg nach Norwegen, um herauszufinden, ob sie vielleicht eine Nachfahrin dieses Mannes ist. 

    Bereits im ersten Band haben wir Allys ältere Schwester Maia begleitet und somit war ich mit der Ausgangssituation vertraut. Ich war damals schon angetan gewesen von dem Auftakt der Reihe, doch dass sich der 2. Teil als mein Jahreshighlight entpuppen sollte, hätte ich nicht gedacht. 

    Lucinda Riley hatte es auf diesen knapp 600 Seiten geschafft, den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten und keine Längen auftreten zu lassen. Ich konnte mir das Setting bildhaft vorstellen und verlor mich in der geheimnisvollen Atmosphäre. So viele unterschiedliche Emotionen stiegen in mir, während der Lesezeit, hoch. Die Story war romantisch, tragisch und unglaublich traurig. Sie hat mich in freudige Aufregung versetzt, dann schockiert und dann wieder wütend gemacht. 

    Ally ist eine strake Protagonistin, die sich in einem Männer dominierenden Umfeld behaupten kann und immerzu positiv denkt. Sie ist ehrgeizig und pragmatisch. Ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Ihr Partner Theo ist ein ruhiger und analytischer Mensch, der entschieden auftritt und offen ist. Die Geschehnisse, welche dieses Paar durchleben muss, war für mich so unvorhersehbar und hat mich sehr bestürzt. 

    Die Erzählung über die Vorfahren von Ally hat mir sogar noch besser gefallen, als ihre eigene Geschichte. Die Autorin hatte hervorragend recherchiert und mir nicht nur einmal das Herz gebrochen bezüglich der Schicksale von Allys Ahnen. 

    Dieses Buch hat mich so berührt, war echt und tiefgründig, dass ich den Wunsch verspüre, es gleich noch einmal lesen zu wollen. Volle 5 Sterne. 

  3. Cover des Buches Racheherbst (ISBN: 9783442482412)
    Andreas Gruber

    Racheherbst

     (260)
    Aktuelle Rezension von: Anndlich

    Walter Pulaski ermittelt im Fall einer toten Frau in Leipzig. Die Spur führt ihn über Prag, nach Passau und schlussendlich nach Wien. Dort trifft er mit Evelyn Meyers auf eine alte Bekannte.

    Racheherbst ist der zweite Teil um Evelyn Meyers und Walter Pulaski. Nach drei Jahren führt sie ein gemeinsamer Fall wieder zusammen. Die Teile können unabhängig voneinander gelesen werden, da kein Erzählstrang aufeinander aufbaut. Ebenso ist ihre Vorgeschichte für diese Geschichte nicht relevant, sodass der Vorgänger nur mal nebenbei erwähnt wird. 

    Evelyn Meyers ist eine junge Anwältin, die sich vor drei Jahren selbstständig gemacht. Sie lebt mit ihrem Freund Patrick, der Privatdektektiv ist, und den Katzen Bonnie und Clyde in Wien.

    Walter Pulaski ist Mitte 50 und alleinerziehender Vater. Seine Position im LKA hat er nach dem Tod seiner Frau aufgegeben und arbeitet nun bei der Kripo. Da er von seinen ehemaligen Kollegen nicht viel hält, nimmt er den Fall der toten Frau in Leipzig selbst in die Hand.

    Andreas Grubers Schreibstil lässt einen sofort in die Handlung eintauchen und mit den kurzen Kapitel sorgt er dafür, dass man förmlich durch seine Bücher fliegt. Die Mordserie empfand ich zudem als extrem spannend; auch wenn der Täter für mich in diesem Fall relativ schnell klar war und mich das Ende nicht überraschen konnte.
    Ich empfand es auch als einen Zufall zuviel, dass auch hier eine Frau erscheint, die Pulaski an seine verstorbene Frau erinnert.

  4. Cover des Buches Rachesommer (ISBN: 9783442473823)
    Andreas Gruber

    Rachesommer

     (432)
    Aktuelle Rezension von: Anndlich

    Mehrere ältere Herren sterben unter mysteriösen Umständen, die Rechtsanwältin Evelyn Meyers glaubt nicht an Zufälle und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln.

    Auf der Suche nach dem Täter trifft Evelyn auf den Kommissar Walter Pulaski. Pulaski ist auf der Suche nach Erklärungen für die vermeintlichen Selbstmorde von Jugendlichen aus einer psychiatrischen Anstalt.

    Evelyns und Pulaskis Suche nach der Wahrheit geht weit in die Vergangenheit zurück und bringt einiges Abscheuliches ans Tageslicht.

    Rachesommer ist der erste Teil der Reihe um das Team Evelyn Meyers und Walter Pulaski und bietet direkt einen guten Start. Wer auf der Suche nach blutigen Taten und ebenso blutigen Serienmördern ist, der wird bei diesem Teil nicht fündig und dennoch ist das Buch durchweg spannend!

    Der Schreibstil von Andreas Gruber nimmt einen von der ersten Seite an mit. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil der Spannungsbogen ständig gegeben war. Hat sich eine meiner Fragen geklärt, so kam direkt eine Neue.

    Das Hauptaugenmerk liegt vor allem auf die beiden Ermittler, die Kapitel bestehen aus einem Wechsel der Perspektiven von Meyers und Pulaski.  

    Evelyn Meyers ist eine junge  Anwältin, die in einer Anwaltskanzlei vor allem die großen Konzerne vertritt. Doch im Gegensatz zu ihrem Vorgesetzten Karger macht sie der Job nicht (mehr) glücklich. Die Differenzen zu Karger lassen Meyers sehr schnell sympathisch wirken, im Gegensatz zu anderen Anwälten interessiert sie sich noch für den „kleinen Mann“ und nicht nur für das große Geld. Es wird aber auch von Anfang an deutlich gemacht, dass Evelyn eine schreckliche Vergangenheit hat, welche durch den Fall noch mehr an Brisanz gewinnen wird.

    Walter Pulaski hingegen ist ein älterer Herr, der mit immer mehr Vorurteilen durchs Leben geht. Seine knorrige Art macht ihn auf der anderen Seite auch direkt wieder sehr charmant. Als alleinerziehender Vater und Asthmatiker ist er nicht mehr beim LKA, sondern nur noch im Innendienst. Bis zu den mysteriösen Fällen.

    Wenige Kapitel sind zudem aus der Sicht des Gejagten geschrieben; von denen ich mir ein paar Seiten mehr erwünscht hätte.

    Nein, viel Blut fließt hier nicht, aber wer sich in eine Geschichte reinversetzen kann und sich Dinge ausmalt, die nur angedeutet, aber nicht komplett ausgesprochen werden, bei dem könnte dieses Buch dennoch Übelkeit hervorrufen.

  5. Cover des Buches Rachewinter (ISBN: 9783442486557)
    Andreas Gruber

    Rachewinter

     (231)
    Aktuelle Rezension von: Anndlich

    Mehrere Männer sterben an unterschiedlichen Orten und dennoch haben sie etwas gemeinsam - alle wurden in Begleitung einer mysteriösen Frau gesehen.
    Walter Pulaski und Evelyn Meyers erkennen bald, dass sie dieser Fall wieder zusammenführt.

    Rachewinter ist der dritter Teil um Evelyn Meyers und Walter Pulaski. Nach zwei Jahren führt sie erneut ein Fall zusammen. Die Teile können unabhänigig voneinander gelesen werden, da keine Erzählung aufeinander aufbaut. Ihre Vorgeschichte ist für Rachewinter nicht relevant, sodass die Vorgänger lediglich nebenbei erwähnt werden.

    Evelyn Meyers ist eine selbständige Anwältin, die mit ihren beiden Katzen in Wien lebt. Mittlerweile hat sie sich auf die Verteidigung spezialisiert und arbeitet mir ihrem Assistenten an den Fällen. Florian Zock bringt als ehemaliger Polizist und angehender Privatdeketiv gute Eigenschaften für diesen Job mit.

    Walter Pulaski ist Mitte 50 und alleinerziehender Vater einer mittlerweile 17-jährigen Tochter. Seine Position im LKA hat er nach dem Tod seiner Frau aufgegeben und arbeitet nun bei der Kripo in Leipzig. Sein Asthma hat ihm nicht nur den Zigaretten- und Fleischkonsum gekostet, sondern auch den Außendienst.
    Walter Pulaski gehört durch seinen knurrigen, aber charmanten Charakter zu den Ermittlern, über die ich sehr gerne lese. Da die Rache-Reihe aufgrund ihrer Aufmachung nur einen begrenzten Spielraum bietet, würde ich mir wünschen, dass Pulaski in einer weiteren Reihe aufgenommen wird.

    Andreas Grubers Schreibstil lässt einen auch in diesem Teil sofort in die Handlung eintauchen und die kurzen Kapitel sorgen für ein schnelles Lesevergnügen. Zwar wurde der Täter einem sehr schnell "präsentiert", dennoch bleibt es durchgehend spannend, da die Motive sehr interessant sind.


  6. Cover des Buches Die Liebe im Ernstfall (ISBN: 9783257070538)
    Daniela Krien

    Die Liebe im Ernstfall

     (213)
    Aktuelle Rezension von: gst

    Das Leben von fünf Frauen hat sich Daniela Krien in diesem Buch näher angesehen. Sie alle haben eine Verbindung zueinander.

    Da ist die Buchhändlerin Paula, deren Leben durchtränkt ist von der Trauer um ihr verstorbenes Baby. Nun hat sie einen neuen Mann kennengelernt und hofft darauf, „dass die Zeit die Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit schließen“ wird. Denn nach der Trennung von ihrem Ehemann weiß sie: „Kein Mensch ist so, wie man ihn haben will.“

    „Wie ein Abgrund ist Paula, wie ein tiefes schwarzes Loch, in das man Verständnis, Geduld und Liebe hineinwirft, und alles versinkt in der Tiefe, ohne auch nur einen Hall zu erzeugen“, sagt Judith über ihre Freundin. Die Ärztin, die beinahe Pianistin geworden wäre, versucht über Datingportale einen Mann fürs Leben zu finden. Doch ihre Bindungsunfähigkeit steht ihr dabei im Wege.

    Bridas Traum war immer schon, Schriftstellerin zu werden. Als zweifache Mutter fehlt ihr jedoch die Muße zur Arbeit. Ihr Mann Götz, der für den Lebensunterhalt aufkommt, kann ihre Unzufriedenheit nicht verstehen und sucht sich eine neue Lebensgefährtin.

    Malika war Bridas Vorgängerin bei Götz und kam nur schwer über seinen Verlust hinweg. Die Musikwissenschaftlerin kämpft sich allein durchs Leben. Bis ihre Schwester Jorinde, von Beruf Schauspielerin, sich vom Ehemann trennt und die beiden eine gemeinsame Wohnung beziehen.


    Daniela Krien, die sehr lebensnah schreibt, erhielt im Mai 2021 den Sächsischen Literaturpreis. Sie fragt in ihrem dritten Roman, was größer ist: Die Liebe zum Mann oder die zum Kind oder die zum Beruf? Als Mutter von zwei Töchtern wirkt sie sehr glaubhaft. Sie lässt die LeserInnen an den Gedanken „ihrer“ Frauen teilhaben, zeigt auf, wie sie handeln und was sie geprägt hat. In diesem Buch wird deutlich, dass so manche Liebe scheitert, weil sie zu viel will. Auch, dass unterschiedliche Frauen nicht unbedingt dazu geeignet sind, sich gegenseitig Ratschläge zu erteilen.


    Ich habe das Buch sehr gern gelesen und werde sicherlich auch die anderen Bücher der Autorin unter die Lupe nehmen. Viereinhalb Sterne vergebe ich.

  7. Cover des Buches Das Mona-Lisa-Virus (ISBN: 9783785725672)
    Tibor Rode

    Das Mona-Lisa-Virus

     (158)
    Aktuelle Rezension von: MartinMeyer

    Die Romanidee mutet an wie ein Vabanque-Spiel: Achtmal blind im Lexikon getippt und die hierbei ertippten Stichwörter zu einem Thriller-Plot entwickelt: Mona Lisa, Ästhetik, Boston, Honigbiene, Virus, Warschau, Goldener Schnitt, Brasilien.
    Diese scheinbar inkommensurablen Ingredienzien verwebt der Autor zu einem Thriller der Extraklasse. Knisternde Spannung, bereits von der ersten Seite, souveränes Wissen, Empathie und Witz. Chapeau.

  8. Cover des Buches DOORS ? - Kolonie (ISBN: 9783426523889)
    Markus Heitz

    DOORS ? - Kolonie

     (108)
    Aktuelle Rezension von: NicoleP

    Ein fünfköpfiges Expertenteam soll die verschwundene Anna-Lena van Dam finden. Ex-Soldat Victor und sein Team steigen in ein Höhlensystem ein, welches sich unter einer verlassenen Villa befindet. Dort stoßen sie auf mehrere seltsame Türen. Das Team nimmt die Tür mit dem „?“ und landet mitten in den 1940er Jahre. Aber hier ist der Verlauf der Geschichte ein anderer, und es bleibt fraglich, ob überhaupt jemand den Weg zurück findet.

    Der Geschichte ist zu Beginn des Buches „Doors – Der Beginn“ vorangestellt. Das Besondere an dieser Reihe von Markus Heitz ist, dass die Geschichte je nach Buch anders fortgeführt wird, je nach der Entscheidung des Teams, durch welche Tür es geht.

    In diesem Buch wurde Hitler erfolgreich getötet, und die USA haben in Europa die Macht, unterstützt durch die Briten. Diese Dimension stellt Victor vor große Herausforderungen. Leider fehlt es in der Geschichte etwas an Spannung. Gemeinsam mit dem Team erlebt der Leser, wie es ist, wenn jemand die Weltherrschaft an sich reißen möchte. Dies geht natürlich nicht ohne Blutvergießen.

    Die Figuren sind mir bereits aus einem anderen Teil der Reihe bekannt, bleiben hier in „Doors – Die Kolonie“ leider etwas flach. Interessant ist die Überschneidung der Geschichte zu den Geschehnissen in dem anderen Buch. Jedes Buch kann unabhängig von den anderen gelesen werden. Dieser Teil ist gut, kommt aber an „Doors – Dämmerung“ nicht heran.

  9. Cover des Buches Oneiros - Tödlicher Fluch (ISBN: 9783426505908)
    Markus Heitz

    Oneiros - Tödlicher Fluch

     (306)
    Aktuelle Rezension von: Fuexchen

    In Leipzig hütet ein Bestatter ein grausames Geheimnis, in Minsk führt eine skrupellose Wissenschaftlerin tödliche Experimente durch, in Paris rast ein Airbus ungebremst in ein Flughafenterminal … Die Ermittlungen zu dem Unglück beginnen sofort – aber die Ergebnisse sind rätselhaft: Sämtliche Insassen waren schon tot, bevor das Flugzeug in das Gebäude traf. Was die Polizei jedoch nicht herausfindet, ist, dass es einen Überlebenden gibt. Konstantin Korff, der Bestatter aus Leipzig, kommt diesem Überlebenden hingegen schnell auf die Spur, ebenso wie die Wissenschaftlerin – denn diese drei Menschen tragen denselben tödlichen Fluch in sich. Einen Fluch, der sie zu einer Gefahr für jeden in ihrer Umgebung macht …

    Ich muss ja wirklich gestehen, dass dies das erste Buch war, das ich vom Autor Markus Heitz las. Umso gespannter war ich, was mich erwarten würde. 

    Den Einstieg fand ich gelungen und sogleich hing ich gebannt zwischen den Seiten. Die Geschichte ist durchweg spannend und zwar so sehr, dass es mir verdammt schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen. Die Story an sich ist mal völlig Neues und konnte mich total einnehmen. Weiter darauf eingehen möchte ich allerdings nicht, da ich das Gefühl habe, was immer ich sage, ich doch nur spoiler. 

    Der Schreibstil ist dabei gut und flüssig zu lesen. Ich kam schnell voran, auch wenn das Buch einige Seiten zu bieten hat. Das Erzähltempo empfinde ich als sehr angenehm. Ich mag es total, wenn es nicht an Ausführlichkeit fehlt und man auch noch nebenbei Informationen bekommt, die informativ und interessant sind. 

    Einzig der Schluss war mir dann zu schnell abgehandelt, aber das ist wirklich Jammern auf höchstem Niveau.

    Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet, nicht alle gleich sympathisch, aber sie besitzen die nötigte Tiefe, so dass sie authentisch erscheinen. Bei diesem Ende würde ich mir sogar ein Wiedersehen wünschen. Nicht, dass das Ende nicht zufriedenstellend ist, aber die Handlung endet so, dass ich mir auch sehr gut eine Fortsetzung vorstellen könnte.

    Das Cover ist toll. Durch den Totenschädel verstrahlt es eine Düsternis und wird damit dem Inhalt gerecht. Den Klappentext finde ich super. Er machte mich total neugierig, verrät aber nicht wirklich etwas. Einfach gelungen!

    Die komplexe Story ist einfach toll und konnte mich fast 100%ig überzeugen. Ein wirklich gelungenes Buch, das ich gerne weiterempfehle. Wer Action und Nervenkitzel mag ist hier genau richtig. Von mir gibt es vier Sterne.

  10. Cover des Buches Eisige Tage (ISBN: 9783328103233)
    Alex Pohl

    Eisige Tage

     (138)
    Aktuelle Rezension von: Cindy63

    Zu Beginn des Buches hatte ich Schwierigkeiten mich auf die Geschichte einzulassen. Alle paar Seiten wechselte das Geschehen und die Personen, wobei ich nicht verstand, was die einzelnen Begebenheiten miteinander verband. Es wurde anfangs auch nicht erwähnt, um welche Personen (Namen fehlten) es sich handelte, damit sollte das Geschehen wahrscheinlich spannend gehalten werden. Ich fand es etwas verwirrend und auch die ständigen Rückblicke in die Vergangenheit machten es nicht einfacher. Außerdem hätte ich gerne mehr über die Kriminalkommissarin Seiler erfahren, z. B. was genau mit ihrem Ehemann passiert ist. Dies wird wahrscheinlich für eine Fortsetzung offen gehalten. Trotzdem war das Buch spannend geschrieben und mit einem Ende (und einem Mörder) mit dem ich nicht gerechnet hätte.

  11. Cover des Buches Wachstumsschmerz (ISBN: 9783596194179)
    Sarah Kuttner

    Wachstumsschmerz

     (332)
    Aktuelle Rezension von: mariameerhaba

    Das Buch ist völlig banal und bauscht eine Alltagssituation so auf, als wäre der dritte Weltkrieg ausgebrochen. Ja, manche Entscheidung ist nicht einfach. Manchmal zerfrisst es einen dermaßen auf, dass es einen für immer verändert. Doch hier tut die Autorin so, als wäre der Partner der Protagonistin gestorben und sie käme mit dem Schmerz nicht mehr klar. Dabei ist er nur ausgezogen! Er lebt, er atmet, er ist da, bloß eben nicht mehr in ihrer Wohnung. Ich habe die ganze Zeit geglaubt, Flo hätte einen schlimmen Unfall gehabt und würde nun in Fetzen irgendwo liegen.

    Die Handlung bleibt schnell auf der Strecke. Ab der Mitte taucht sie nur noch zwischen den riesigen Absätzen voller Gedanken auf und diese Gedanken lesen sich so, als hätte ein 16-jähriges Emokind, das sich das Wort Schmerz täglich in die Haut ritzt, etwas auf Facebook gepostet, das bloß auf Likes wartet und alles andere ignoriert. Das Buch ist nicht weise, die Gedanken nicht interessant, sondern bloß schlecht. Außerdem verwendet sie ständig das Wort "Kucken" mit K. Als wäre die Zielgruppe Teenager, damit sie sehen, wie schlimm das Erwachsenenleben mit seinen endlosen Entscheidungen ist und man lieber für immer jung bleiben sollte.

    Unter dem Klappentext wird die Cosmopolitain zitiert, die Kuttners Sprache als "phantasievoll und originell" beschreibt. Das ist eine Lüge, ein billiger PR-Gag, der einen potentiellen Leser zum Kauf verleiten soll. Es ist nicht originell, nicht fantasievoll, nichts Besonders, sondern bloß platt und oberflächlich und vor allem unschön und langweilig.

    Und was meint die Autorin, wenn sie sagt, eine Frau würde in ihren Bart murmeln? Das kam einige Male vor und jedes Mal hat mich das irritiert. Haben die weiblichen Figuren in ihrem Buch Bärte und die männlichen nicht?

    Die Randfiguren wirken alle so, als hätte man sie aus einer Seifenoper genommen, die absolutes Klischees sind und deren Persönlichkeit sich auf diese beschränken.

    Die eine Stelle, wo sie bei ihrem Vater verzweifelt und zu weinen beginnt, die war gut, das hat mir gefallen, das war stimmig und kraftvoll. Aber es war kurz und ging schnell unter, um im restlichen Verlauf keine sichtbaren Spuren zu hinterlassen.

    Dann kam dieses verdammte Ende. Diese schreckliche Scheißende! Man liest das alles, man quält sich durch die langen Gedankenabsätze, man folgt der spärlichen Handlung und dann kommt ein Ende, das sich so anfühlt, als hätte die Autorin sich über den Leser lustig gemacht.

    Sie labert so viel über ihren Herzschmerz, über ihre Probleme, über ihr verdammtes Gefühlsleben und dann *SPOILER* fickt sie am Schluss irgendeine gesichtslose Figur. Und das meine ich so: Er hat kein Gesicht! Keinen Namen, kein Leben, keine Persönlichkeit. Er ist ein niemand, der aus dem Nichts auftaucht, sie von hinten umarmt, weil sie im Schnee steht und auf der nächsten Seite fickt sie ihn und sucht dabei nach dem Geruch von Flo. Was sollte das? Wieso macht die Autorin so etwas. Das ist kein offenes Ende, das ist bloß ein riesiger Mittelfinger, der den Leser auslacht und gleichzeitig zeigt, dass die Autorin selbst nicht gewusst hat, wie sie das Buch zu Ende führen soll. Es muss nicht gleich ein Happyend sein, aber ein Ende, das nicht den Eindruck erweckt, als hätte sie es aus den Fingern gesaugt.

    Normalerweise schenke ich meine Bücher her, damit sie jemand anderer liest. Aber das hier habe ich in die Mülltonne gestopft. Nicht in den Papierkorb, sondern in den Restmüll, um Essensreste darauf zukippen. Wegen mir soll kein anderer diesen Schund lesen.

  12. Cover des Buches Kinder des Judas (ISBN: 9783426637685)
    Markus Heitz

    Kinder des Judas

     (679)
    Aktuelle Rezension von: Michelly

    Die "Kinder des Judas" ist der Auftakt einer Vampir-Trilogie und alle drei Bücher gehören zum "Pakt der Dunkelheit". Die Kinder des Judas wird meines Wissens offiziell als Band 3 gehandelt des Paktes der Dunkelheit, ich habe allerdings die anderen Bände vorher nicht gelesen und ich hatte keine Probleme die Geschichte zu verstehen.

    Markus Heitz liefert uns hier einen soliden Vampir-Roman mit viel Spannung, Action und Blutvergießen. Mitunter sind die Szenen recht brutal, aber nicht niveaulos oder billig. Ein hochwertiger Vampirroman ohne den bekannten Kitsch, abwechslungsreich und mit einigen Tempowechseln in der Geschichte. Es gibt einen ordentlichen Spannungsbogen, was die Geschichte sehr kurzweilig macht.

    Die Protagonistin Sia ist sehr gut dargestellt, kann ich das Wort "authentisch" benutzen, obwohl sie eine Vampirin ist? Mir gefällt die Figur ausgesprochen gut, eine mitunter brutale Kämpferin mit sehr schön ausgearbeiteten menschlichen Zügen und überraschend viel Herzwärme. Auch die Figuren um Sia herum sind gut ausgearbeitet und gestalten so eine abwechslungsreiche und fesselnde Geschichte. Der Schreibstil ist locker und flüssig.

    Ich hatte bisher noch keines der Bücher von Markus Heitz gelesen, war aber so begeistert, das ich mir gleich Band 2 und 3 der Trilogie gekauft habe. Wer Vampire mag, dem kann ich den Roman nur ans Herz legen.

  13. Cover des Buches Todesfrist (ISBN: 9783899644838)
    Andreas Gruber

    Todesfrist

     (62)
    Aktuelle Rezension von: Christine2000

    Endlich mal ein deutschsprachiger Autor mit interessanten Ermittlerfiguren, der sich wirklich Mühe gibt, seine Nebencharaktere gut auszuarbeiten. Die beidenTherapeutinnen möcht ich zwar nicht geschenkt haben, aber das ist solide recherchiert. Die Qualen des Mörders und seine Taten wirken übertrieben, aber womöglich gibt es sowas tatsächlich. Und wenn nicht ist auch egal, es hat mich sehr gegruselt. Besonders gelungen ist natürlich der kiffende Maarten S. Sneyder. Ein Ekel zum Knutschen. Ich würde weitere Fälle des Teams Eichkätzchen verfolgen.

  14. Cover des Buches Der Apfelbaum (ISBN: 9783548060866)
    Christian Berkel

    Der Apfelbaum

     (153)
    Aktuelle Rezension von: Insider2199

    Leider empfand ich den Roman nur auf durchschnittlichem Niveau. Gestört haben mich hauptsächlich drei Dinge: Erzählstruktur, Schreibstil, Dialoge

    Erzählstruktur: Der Autor erzählt die Geschichte seiner Eltern, fügt jedoch einen Handlungsstrang im Jetzt (2010) ein, in dem er einerseits seine 91-jährige, bereits ein wenig an Demenz leidende Mutter interviewt, anderseits über seine Recherche zu dem Buch berichtet. Dieser Handlungsstrang ist meines Erachtens überhaupt nicht notwendig, ja, er wirkt sich sogar nachteilig auf den Plot aus, denn dieser Strang impliziert, dass der Autor die komplette Geschichte von seiner Mutter erzählt bekommen hat, und das stimmt eben nicht, da er einige fiktive Elemente hinzugefügt hat, um die vielen Lücken zu schließen (da er die Dinge ja nicht selbst erlebt hat); würde der Plot komplett auf der Realität beruhen, wäre es ja kein Roman mehr, sondern ein Sachbuch (Biografie). Außerdem ist der Wechsel zwischen den beiden Handlungssträngen (Jetzt und Vergangenheit) sehr schlecht umgesetzt und für den Leser verwirrend; vielleicht hätten da orientierende Headlines geholfen.

    Schreibstil: Der war leider nicht so meins. Sehr viele kurze Sätze, was den Leserhythmus sehr abgehackt wirken lässt. Viel schlimmer jedoch war für mich die verwirrende Erzählweise, d.h. gedankliche Sprünge, die schwer nachzuvollziehen waren. Ich habe Vieles nicht verstanden und es taten sich zahlreiche Fragen auf, die nie beantwortet wurden. Oder es gab SEHR eigenartige Metaphern, hier ein Beispiel, bei dem die Hauptfigur einen Brief liest:

    "Nie brauchte er viele Worte, aber sie war nun schon auf der zweiten Seite angelangt und begriff immer noch nicht, was er ihr eigentlich mitteilen wollte.
    Ihr war, als würde sie auf eigenartig verschlungenen Pfaden an einen kleinen Flusslauf des Amazonas mitten im Urwald gelangen. Auf dem Wasser trieben – langsam und ruhig – vereinzelte, grobe Holzscheite. Sie wollte sich niederknien, um ihren Durst zu löschen. Da geschah es. Einer der Holzscheite verwandelte sich in einer blitzschnellen Drehung in ein reißendes Krokodil. Mit weit aufgerissenem Kiefer stürzte es auf sie zu.
       Otto liebte sie nicht mehr. Eine andere Frau war in sein Leben getreten. Der Krieg habe ihn um seine besten Jahre betrogen, er könne sich keinen Aufschub mehr leisten."

    Die Tatsache, dass Otto ihr mitteilt, dass er eine andere liebt, wird mit einem Krokodil-Angriff im Dschungel des Amazonas verglichen? Sorry, da komm ich nicht mehr ganz mit und kann ich auch überhaupt nicht gefühlsmäßig nachvollziehen. Auch steht die Metapher so abgetrennt in einem eigenen Absatz und reißt den Leser aus dem Lesefluss.

    Dialoge: Einerseits gab es viel zu viele Dialoge, d.h. oft waren diese sehr trivial und erfüllten keinen großen Zweck. Auch enthielt er viel Dialekt, was mir persönlich nicht so gut gefällt. Ja, ich weiß, es soll damit authentischer wirken, aber ich empfinde Dialekt störend für den Lesefluss, geht vielleicht nur wenigen Lesern so.

    Und schließlich war der Schluss sehr enttäuschend. Da wartet der Leser das ganze Buch hindurch, dass sich die Liebenden endlich wieder sehen und dann wird die letzte Szene einfach nur angedeutet!?

    Fazit: Ganz interessante Geschichte, die man hätte besser erzählen können. Ich vergebe 2,5 Sterne. Trotzdem bin ich neugierig und werde die Fortsetzung "Ada" lesen.

  15. Cover des Buches 1813 - Kriegsfeuer (ISBN: 9783426505830)
    Sabine Ebert

    1813 - Kriegsfeuer

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Schneewittchen95

    Ich bin mit einer hohen Erwartung, aber gleichzeitig auch mit Ehrfurcht an diesen über 900 Seiten schweren Roman von Sabine Ebert herangegangen.

    "1813. Kriegsfeuer" beschreibt das Jahr 1813 in Sachsen. Die Handlung spitzt sich im Verlauf immer mehr auf das große Finale, der berühmten Schlacht um Leipzig, zu.
    Für alle, die neben der Unterhaltung auch fundiertes Wissen zu einer Epoche erwerben wollen, ist dieses Buch eine riesige Empfehlung! Ich liebe diese Art historischer Romane, die sich weg von der Seifenoper hin zu erlebbarer Geschichte bewegen. Mich beeindrucken die Detailtiefe, die Genauigkeit und die unermüdlichen Recherchen der Autorin zutiefst. Dabei hatte ich nie das Gefühl, dass die eine oder andere Stelle kürzer sein könnte. Es war in sich stimmig, obwohl wir eine Vielzahl unterschiedlicher Personen auf unterschiedlichen Seiten der Fronten begleiten. Besonders interessant waren die Beschreibungen zum Leben der einfachen Leute im Kontrast zu den politischen Gedanken der Könige und Kaiser. Die hohe Komplexität wurde durch einen einfachen und sehr angenehmen Schreibstil kompensiert. Die kürzeren Abschnitte machten es für mich leicht, die Masse an Seiten zu bewältigen. Ich kritisiere schnell, wenn ich ein Buch für unnötig lang halte. Diesen Eindruck hatte ich hier an keiner Stelle.

    Im Mittelpunkt der Geschichte steht die junge Frau Henriette. Sie war für mich durchweg sympathisch. Den einzigen Abstrich würde ich hier nur bei einigen Handlungen machen, die ich nicht voll nachvollziehen konnte und dem Umstand, dass sich gefühlt alle jungen Männer direkt in sie verlieben, oder sie zumindest körperlich begehren. Diese Kritik ist aber minimal und sicher nur meinem persönlichen Empfinden geschuldet.
    Mit allen anderen Charakteren, insbesondere denen der Zivilisten und mutigen Soldaten, habe ich die ganze Zeit mitgefiebert.

    Eine der vielen Stärken des Romans möchte ich noch besonders hervorheben: Der Krieg wird nicht beschönigt. In vielen Werken, ob in Filmen oder Büchern, stört es mich, wie der Krieg und Gewalt heroisierend und fast schon romantisch dargestellt werden. Das entspricht schlicht nicht der Realität. Krieg verursacht nichts außer Leid und Verlust. 

    Keiner, der sich an einem Krieg beteiligt, kann gewinnen.

    Ich freue mich, weitere Werke der Autorin zu lesen. Das Buch "1813" bekommt einen festen Platz in meinem Regal und wird sicher noch einmal gelesen. Für mich hat dieses Buch einen riesigen Mehrwert, weil es mir die Geschichte meiner Heimat näher bringt.

  16. Cover des Buches Das Geheimnis jenes Tages (ISBN: 9783426517031)
    Annette Dutton

    Das Geheimnis jenes Tages

     (48)
    Aktuelle Rezension von: Pitzi

    Deutschland/ Australien, 2009:

    Nadine hat immer noch große Probleme damit, sich nach einem schlimmen Familiendrama vor vielen Jahren, bei dem ihre Schwester starb, gefühlsmäßig auf ihre Tochter Alina und deren Vater, Nadines Ex Thomas einzulassen, was ihr Leben recht schwierig gestaltet. Dafür geht sie in ihrem Beruf auf. Als ihr die Chance geboten wird, nach Australien zu reisen, um dort menschliche Skelette zurückzugeben, die einem Aborigine-Stamm gehören, sagt sie begeistert zu, denn auch das Leben derjenigen, die einst dafür sorgte, dass diese Knochen überhaupt nach Deutschland gelangten, die Naturforscherin Amalie Dietrich, interessiert Nadine nach wie vor brennend.
    Nadine nimmt ihre Tochter Alina mit, die jedoch lieber mit Backpackern unterwegs ein möchte, um Land und Leute besser kennenzulernen. Als sich Alina, nicht wie vorher vereinbart, per Handy bei Nadine meldet, macht sie sich große Sorgen. Kann es sein, dass ihre Tochter einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist? Die Polizei zeigt keine großen Mühen, sich um das Verschwinden ihrer Tochter zu bemühen, so dass Nadine beschließt, auf eigene Faust auf die Suche zu gehen…

    Siebenlehn/Sachsen :

    Die junge Amalie wächst in ärmlichen, dörflichen Verhältnissen auf; wird jedoch bereits von ihrer Mutter in Heilkräuterkunde unterrichtet. Jedoch ist es ihr Zukünftiger, der Apotheker und Botaniker Wilhelm Dietrich, der ihr die Möglichkeit bietet, eine andere Welt zu entdecken, in dem er ihr tiefgründigere Einblicke in die Pflanzenwelt ermöglicht. Amalies Wissensdurst ist ungebrochen, auch als sie ihrem Mann Wilhelm eine Tochter gebärt, zeigt sie mehr Interesse an ihrer Arbeit, als an ihrem Mutterdasein, auch wenn sie durchaus Liebe für ihre Tochter Charitas empfindet. Jedoch zeigt Wilhelm seine Enttäuschung darüber, dass Amalie ihm nur eine Tochter, statt des erwarteten Stammhalters geboren hat, ganz offen. Ihre Ehe bekommt erste feine Risse, doch zumindest ihr Interesse an der Naturforschung hält das Paar zunächst zusammen. Als Wilhelm die vielen Reisen um Herbarien zusammenzustellen, nicht mehr machen kann, schickt er stattdessen allein Amalie auf die sehr beschwerlichen Reisen. Amalie lässt sich darauf ein, jedoch nur so lange, bis sie erfährt, dass Wilhelm sie mit einer anderen Frau betrügt…

    „Das Geheimnis jenes Tages“, ist mein erster Roman der Autorin, deren Bücher mir jedoch bereits von einigen Bekannten empfohlen wurden. Jedoch habe ich es normalerweise nicht so mit Australienromanen, doch diesmal konnte der Handlungsstrang, der in der Vergangenheit angesiedelt wurde, meine Neugierde wecken, denn im Mittelpunkt steht darin eine historisch belegte Persönlichkeit, um die sich selbst heute noch dunkle Gerüchte ranken. Die Naturforscherin Amalie Dietrich, die sich viele Jahre auf dem fünften Kontinent aufhielt, um für den hamburgischen Reeder Cesar Godeffroy Pflanzen und seltene Tierarten, für dessen geplantes Natur- und Völkerkundemuseum zu präparieren und gen Deutschland zu senden. Doch im Laufe der zehn Jahre wurde Dietrich dann auch nahe gelegt, zusätzlich menschliche Skelette der Ureinwohner zu beschaffen, was geschah und Dietrichs Ruf schließlich Schaden zufügte.

    Die Autorin lässt ihre Leser immer im Wechsel am Leben und den Entdeckungen der Amalie Dietrich teilhaben; zwischenzeitlich erfährt man durch einen regen Briefwechsel, zwischen Amalie und ihrer Tochter, vieles über das Leben und Wirken der Naturforscherin und ihres Charakters.

    Im zweiten Handlungsstrang begegnet einem dann eine ebenfalls zum Teil etwas widersprüchliche Heldin, die genauso wie Amalie, getrieben ist zwischen Job und Mutterliebe.

    Während Amalies Geschichte eindeutig im Fokus steht, fand ich Natalies Story leider ein wenig zu dürftig abgehandelt, auch wenn sie durchaus einige spannende Momente beinhaltet und es zu keinem Zeitpunkt langweilig wurde, bei ihrer Suche nach ihrer verschwundenen Tochter. Dennoch hatte ich mir gewünscht, dass die Autorin vielleicht noch mehr auf Nadines seelisches Innenleben eingehen würde. Und vor allem ein wenig mehr Seitenzahlen darauf verwenden würde, die Missverständnisse zwischen Mutter und Tochter, aber auch zwischen Ex-Freund und der Heldin auszuräumen. So blieben mir Natalie und Alina leider sehr fremd beim Lesen und auch Amalies Tochter Charitas blieb mir persönlich zu blass geschildert.
    Dennoch fand ich den Roman sehr unterhaltsam und spannend und habe ihn praktisch in einem Rutsch gelesen, was dem eingängigen Schreibstil der Autorin geschuldet ist.

    Kurz gefasst: Unterhaltsamer Ausflug in die Fauna und Flora Deutschlands und Australiens, jedoch hätte ich mir ein wenig tiefschürfendere Charakterisierungen diverser Romanfiguren gewünscht.

  17. Cover des Buches Totenblick (ISBN: 9783426505915)
    Markus Heitz

    Totenblick

     (191)
    Aktuelle Rezension von: tobi101996
    In dem Buch Totenblick von Markus Heitz, geht es um Ares Leon Löwenstein, er ist Personal Trainer und sein Freund Peter Rhode auch Pitt genannt. Dieser arbeitet bei der Leipziger Polizeiund seit neuestem bei der Soko Bildermorde. Als Peter Rhode zu einem Tatort gerufen wird, ist er geschockt, weil er und sein Ermittlerteam herausgefunden haben, die Leiche wurde von einem neuen Serienmörder getötet und er wird weiter töten. Er liebt es seine Opfer in berühmte Kunstwerk ein zu arbeiten und jedesmal hinterlässt er einen Zettel auf dem immer das Wort Totenblick drauf steht. Dazu sind die Köpfe seiner Opfer immer vom Körper abgetrennt und mit einem Klebeband wieder drangesetzt. Warum der Mörder sowas macht und ob er geschnappt wird, sollte jeder selber lesen. 

    Ich fand die Geschichte spannend und gut erzählt. Sie war flüssig geschrieben und sie war auch nie an einer Stelle des Buches langweilig. Auch wenn Markus Heitz sonst Fantasy Bücher schreibt, hat er hier einen fantastischen Thriller mit viel Spannung geschrieben, den ich auf jeden Fall nur empfehlen kann.
  18. Cover des Buches Die Meisterin: Der Beginn (ISBN: 9783426226759)
    Markus Heitz

    Die Meisterin: Der Beginn

     (58)
    Aktuelle Rezension von: Raiden

    https://www.lovelybooks.de/autor/Markus-Heitz/Die-Meisterin-Der-Beginn-2328332615-w/rezension/2625960405/

  19. Cover des Buches Die Brückenbauer (ISBN: 9783453410770)
    Jan Guillou

    Die Brückenbauer

     (90)
    Aktuelle Rezension von: smutcop

    Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen! Toller Blick in den beginn des vergangenen Jahrhunderts! Mit Allem was man braucht!

  20. Cover des Buches Eine wundersame Weihnachtsreise (ISBN: 9783548287744)
    Corina Bomann

    Eine wundersame Weihnachtsreise

     (249)
    Aktuelle Rezension von: Sanni

    ...das was ist oder war oder das was man fühlt oder denkt? Einige passagen zum Nachdenken. Hat mir sehr gefallen. 

  21. Cover des Buches Heißes Pflaster (ISBN: 9783328103240)
    Alex Pohl

    Heißes Pflaster

     (61)
    Aktuelle Rezension von: Kate17

    Vor einiger Zeit durfte ich bereits Alex Pohls „Eisige Nächte“ lesen und war sehr gespannt auf den zweiten Fall von Seiler und Novic. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass mir der Penguin Verlag (Verlagsgruppe Random House) auch sein neuestes Buch „Heißes Pflaster“ als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine Wertung wird dadurch jedoch nicht beeinflusst.

    Hanna Seiler und Milo Novic, das Leipziger Ermittlerduo, ermitteln dieses Mal zum Tod eines Politikers, der sich durch sein soziales Engagement für ein "Buntes Leipzig" viele Feinde gemacht hat, besonders Immobilienhaien mit Kontakten zur rechten Szene aber auch Vertreter höchster politischer Kreise war er ein Dorn im Auge. Seiler und Novic geraten bei den Ermittlungen schnell unter Druck, denn auch ihr Vorgesetzter, der gut in wirtschaftlichen und politischen Kreisen vernetzt ist, stellt sich gegen sie. Doch der Tod von Politiker Ehrlich war nur der Anfang ... Dann wird ein Anschlag auf einen Polizisten verübt, ein Gebäude fliegt teilweise in die Luft und alles deutet auf die linke Hausbesetzerszene hin. Doch Seiler und Novic sind nicht davon überzeugt und ermitteln gegen alle Widerstände weiter in eine andere Richtung. Als dann ein Video auftaucht, scheint der Täter für den Anschlag gefunden. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und Seiler und Novic müssen eine Katastrophe verhindern.  

    Alex Pohl hat hier einen sehr spannenden, gut konstruierten Krimi mit politischem Hintergrund geschrieben, den ich nur weiterempfehlen kann. Sein Schreibstil gefällt mir sehr gut, ist flüssig zu lesen, die Spannung baut sich allmählich immer weiter auf, doch der Leser (zumindest ich) tappt bis fast zum Schluss im Dunkeln. Immer wieder lockt Alex Pohl den Leser in eine falsche Richtung, doch letztendlich war die Auflösung sehr gut nachvollziehbar. Gefallen hat mir auch sehr gut der Bezug zu den (immer noch) aktuellen Vorkommnissen in Leipzig – Connewitz.

    Ich jedenfalls konnte das Buch nicht aus der Hand legen und kann „Heißes Pflaster“ nur jedem Krimi-Fan empfehlen. 

  22. Cover des Buches Gott der Barbaren (ISBN: 9783518428252)
    Stephan Thome

    Gott der Barbaren

     (35)
    Aktuelle Rezension von: Kleine8310

    Lesegrund:

    Als das Buch für den Deutschen Buchpreis nominiert wurde hat mich die Thematik direkt angesprochen. Ich finde der Inhalt klingt sehr spannend und der kulturelle Hintergrund hat mich gereizt.

    Handlung:

    Die Geschichte beginnt in China, in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Eine christliche Aufstandsbewegung zieht durch das Kaiserreich und hinterlässt Terror und Zerstörung. Ein junger Missionar aus Deutschland will bei der Modernisierung des Reiches helfen und ist voller Idealismus. Doch in Nanking steht er dem wahren Bild der Rebellion gegenüber und gerät zwischen die Fronten eines Krieges, der nicht nur ihm alles nehmen kann, was ihm wichtig ist …

    Schreibstil:

    Der Schreibstil von Stephan Thome ist angenehm flüssig zu lesen und bietet eine gute Mischung aus verschiedenen Erzählsträngen, die bei mir insgesamt einen sehr guten Gesamteindruck hinterlassen haben. Durch die verschiedenen Passagen gelingt es dem Autor eine tolle Bandbreite an Inhalten abzudecken, zum Beispiel informative, spannende und emotionale.

    Charaktere:

    Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir gut gefallen. Es gibt eine Vielzahl an Charakteren und einige von ihnen sind facettenreich und mit Liebe zum Detail gezeichnet worden. Die Gegensätze und auch die Gemeinsamkeiten hat Herr Thome gut herausgearbeitet und ich fand das Zusammen – und Gegenspiel der Personen interessant.

    Spannung:

    Den Spannungsbogen hat der Autor gut aufgebaut und auch über weite Strecken der Geschichte schön weit oben gehalten, was mir gut gefallen hat. Die verschiedenen Erzählstränge bieten viel Abwechslung und ich habe die Entwicklungen gerne mitverfolgt.

    Emotionen:

    Dieses Buch hat in mir eine Menge Emotionen geweckt und dabei auch die ganze Bandbreite genutzt. Die Inhalte haben mich schockiert, traurig gemacht, meine Wut geweckt, aber auch mein Mitgefühl und irgendwie tatsächlich auch Hoffnung. Das mochte ich sehr gerne.

    “Gott der Barbaren” ist eine vielschichtige und informative Abenteuergeschichte, die mir sehr gut gefallen hat und die ich daher gerne weiterempfehle.

    Meine Bewertung: 4 von 5

  23. Cover des Buches Teufelsgrinsen (ISBN: 9783462047592)
    Annelie Wendeberg

    Teufelsgrinsen

     (194)
    Aktuelle Rezension von: june_london

    Inhalt: London, Ende 19. Jhd.: Nachts arbeitet Anna in Londons Elendsvierteln als Krankenschwester und versorgt Kinder, Bettler und Kriminelle. Doch am Tag verkleidet sie sich als Mann und arbeitet als Anton Kronberg, ein angesehener Epidemiologe. Bisher hat niemand ihr Geheimnis aufgedeckt, doch dann begegnet sie dem berühmten Detektiv Sherlock Holmes, der sie mit einem Blick durchschaut. Gemeinsam untersuchen sie einen Fall von absichtlich mit Cholera infizierten Menschen. 

    Eindruck: Die Idee, dass Sherlock Holmes bei seinen Fällen nicht nur von Watson unterstützt wurde, sondern auch eine Frau beteiligt war, hat mich sofort interessiert. 

    Die Charaktere: Anna Kronberg ist eine sehr intelligente und stolze Frau. Sie wollte unbedingt Ärztin werden, doch Frauen war es damals nicht erlaubt Medizin zu studieren. Kurzerhand hat sie sich ein Doppelleben aufgebaut. Sie ist einerseits sehr emotional, hat aber aufgrund ihrer Rolle ein bisschen verlernt, sich wie eine Frau zu verhalten und deshalb auch viele männliche Eigenschaften. Ihre Vergangenheit ist wirklich brutal, weswegen sie ein gestörtes Verhältnis zu Männern hat. Zu Sherlock Holmes muss ich wohl nicht viel sagen. Er ist genial, wirkt meist emotionslos und ist sehr unbeholfen, wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht.

    Ich konnte sofort in die Geschichte eintauchen. Es war sehr interessant wie Anna den medizinischen Wissensstand dieser Zeit erklärt. Obwohl ich mich auf dem Gebiet nicht auskenne, konnte ich den Erklärungen gut folgen. Man merkt, dass die Autorin selbst eine Wissenschaftlerin ist. Aber insgeheim habe ich auf den Moment gewartet, in dem endlich Sherlock Holmes auftaucht. Das geschah dann auch recht schnell und die Dialoge zwischen ihm und Anna, zwei intelligenten, irgenwie aus der Zeit gefallenen Charakteren, haben mich sehr gut unterhalten. Der Fall bzw. die Verschwörung, die aufgeklärt werden muss, ist auch spannend. Mir hat besonders der wissenschaftliche Schwerpunkt der Geschichte begeisert, da es mal eine nette Abwechslung war. Außerdem werden die Lebensumstände der Menschen im 19. Jhd. schonungslos und realistisch beschrieben. Es war damals wirklich hart in London zu (über)leben. Ich konnte mich sehr gut in die Geschichte und den Schauplatz hinein denken. 

    Eine klare Empfehlung! Ich bin gespannt, wie es weiter geht.

  24. Cover des Buches Der Seelenhirte (ISBN: 9782919808779)
    Elias Haller

    Der Seelenhirte

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Shelli

    Erneut schafft es Elias Haller mich in seinen Bann zu reißen. Der dritte Teil der Klara Frost Reihe ist wie die anderen beiden Teile genial und spannend geschrieben. Die Wendungen und Schreibweisen in dem Buch sind perfekt aufeinander abgestimmt und schaffen es so die Spannung von Anfang bis zum Ende aufrecht zu erhalten.

    Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung!

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