Bücher mit dem Tag "leningrad"

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46 Bücher

  1. Cover des Buches Stadt der Diebe (ISBN: 9783453407152)
    David Benioff

    Stadt der Diebe

     (615)
    Aktuelle Rezension von: Jossele

    David Benioffs Roman 2008 erschienener Roman spielt im Leningrad des Jahres 1972. Es ist Winter und extrem kalt. Die Menschen frieren und hungern. Tausende sterben. Da erhalten der 17-jährige Jude Lew, der beim Plündern eines toten deutschen Soldaten erwischt wurde  und der etwas ältere desertierte Soldat Kolja von einem Oberst der Roten Armee den Auftrag, ein Dutzend Eier für die Hochzeit seiner Tochter zu besorgen. Dem Oberst ist das trotz seiner Macht und aller seiner Beziehungen nicht gelungen. Für Lew und Kolja ist eine Chance, der Hinrichtung zu entgehen. Ausgestattet mit einem Passierschein des Obersten machen sie sich auf die schwierige Suche und erleben – immer in Lebensgefahr – Abenteuer um Abenteuer.

    Die Geschichte ist voller Gegensätze, Brutalität und Grausamkeiten wechseln sich mit Scherzen und Liebeleien ab. Es ist schwer sich vorzustellen, wie die Protagonisten auf der einen Seite unter Hunger, Entbehrungen und Kälte litten und sich andererseits dieselben Themen hatten wie in Sicherheit und Wohlstand aufwachsende junge Menschen, nämlich z.B. Liebe und Literatur. Wie sich Lew und Kolja in dieser Umgebung und dabei fast ständig in Lebensgefahr gegenseitig foppen, ärgern und sich gleichzeitig immer tiefer anfreunden, ist wirklich berührend geschildert. Wie tollkühn Kolja die beiden immer wieder aus den gefährlichsten Situationen befreit und dann fällt, als er nicht mehr damit rechnet, ist fast tragisch. Voll tiefer Ironie auch das Ende der Geschichte.

    Vier Sterne von mir.

  2. Cover des Buches Der Lärm der Zeit (ISBN: 9783462048889)
    Julian Barnes

    Der Lärm der Zeit

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Erzaehlwas_Sascha

    Der Roman "Der Lärm der Zeit" von Julian Barnes erzählt aus dem Leben des berühmten russischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch. In drei Stationen wird erzählt wie dieser sich mit den politischen Machtverhältnissen auseinandersetzen muss. Sein Leben wird zum Kampf um künstlerische Freiheiten und die Frage welche Opfer man für Kunst und Leben bringen möchte. Auch wenn der Ausgang des Protagonistenleben bekannt ist, gelingt Barnes zu diesen Aspekt ein gelungener Spannungsaufbau. Dabei wird das Leben nicht überdramatisiert, sondern die Tragik wird kunstvoll passend arrangiert.

    Es ist mein erster Roman von Julian Barnes und sogleich hat er mein Leserherz erobert und so wird es keinesfalls der letzte gewesen sein. Barnes ist ein richtig toller Künstlerroman gelungen, der zugleich auch noch sachlich über die Rolle der Kunst in unserer Gesellschaft nachdenkt. Dies gelingt Barnes, in dem in seinem Roman keine reine Biografie von Schostakowitsch verhandelt wird. 

    Für mich ist das Wunderbare an diesem Buch, dass sich zeigt wie Kunst auch Zeit überdauert und dabei nie nur sich selbst dient, sondern den Menschen. Genau deshalb sollte dieses Buch auch viel gelesen werden.

  3. Cover des Buches Die Liebenden von Leningrad (ISBN: 9783453873391)
    Paullina Simons

    Die Liebenden von Leningrad

     (249)
    Aktuelle Rezension von: ni_ne_ll

    Wow Wow Wow... dieses Buch war wirklich eine reine Achterbahnfahrt der Gefühle... Ich habe das Buch leider viel zu lange vor mich hin geschoben. Hätte ich gewusst, was da auf mich zu kommt.. 

    Das Buch hat mir wirklich sehr gefallen. Ich konnte es einfach überhaupt nicht aus der Hand legen. Es wurde nie langweilig und es war so spannend und interessant Tatiana, ihre Familie und Alexander zu verfolgen.

    Der Schreibstil war wirklich schön und flüssig zu lesen. Er war sehr harmonisch und hat mir die Zeit des 2. Weltkrieges in Leningrad (St. Petersburg) sehr gut nah gebracht. Außerdem konnte ich mich vor allem durch den Schreibstil sehr in die Zeit zurückversetzen und hatte das Gefühl wirklich hautnah Tatianas Geschichte mitzuerleben. Ich denke, dass vor allem der Schreib-/ und Erzählstil der Autorin, dazu beigetragen hat, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen konnte.

    Die Autorin hat alle Protagonisten sehr gut und bildlich dargestellt, sodass ich mir die Geschichte richtig gut vorstellen konnte. Außerdem waren alle Protagonisten sehr authentisch dargestellt. Die Geschichte war auch sehr authentisch und glaubwürdig, unter Berücksichtigung der damaligen Zeit und das Leben in der Sowjetunion erzählt. Die Leser werden definitiv nicht verschont, was Schicksalsschläge usw. während des 2. Weltkrieges angeht. Das macht die Geschichte nur noch authentischer und alle Szenen werden so klar und bildlich erzählt, dass man das Gefühl hatte, man wäre selbst im kalten Winter dabei gewesen.

    Die Liebesgeschichte zwischen Tatiana und Alexander, war wirklich sehr schön, aber dennoch im Verlaufe der Geschichte natürlich auch tragisch. Es war schon ein großes Auf und Ab mit den Beiden. In anderen Büchern hätte mich sowas eher gestört, aber in diesem Buch hat die Autorin es geschafft mich vollkommen mitzunehmen. Wahrscheinlich konnte ich einfach hier über einige Dinge gut hinweg sehen, weil diese Liebesgeschichte unter anderen Bedingungen läuft, als die Liebesgeschichten, die in der heutigen Zeit spielen. Deswegen konnte ich auch relativ gut über Alexanders Charakter hinwegsehen. Ich mochte Alexander eigentlich ganz gerne, aber manchmal war ich eher erschrocken über ihn, da er doch sehr herrisch und besitzergreifend ist. Tatiana war ein tolles Mädchen, die mich aber auch mit ihrem naiven und zu gutmütigem Charakter etwas genervt hat. Aber ich sehe das alles nicht so problematisch, weil die Menschen damals einfach anders gelebt haben und auch anders aufgewachsen sind.

    Abschließend kann ich nur sagen, dass ich echt geflasht von dieser Geschichte bin und unbedingt wissen will, wie es mit den beiden nun weitergeht. Ich hoffe, der 2. Band kann mich auch so überzeugen.

  4. Cover des Buches Ein Garten im Winter (ISBN: 9783548283692)
    Kristin Hannah

    Ein Garten im Winter

     (80)
    Aktuelle Rezension von: Mia80

    In der Familie Whitson lebt im Grunde jeder sein eigens Leben. Der Vater scheint das einzige Bindeglied zu sein, der alle zusammen hält. Als er plötzlich stirbt, sind sowohl die Mutter als auch die Schwestern Meredith und Nina mit der Situation überfordert. Insbesondere Nina hegt den Wunsch, endlich ein besseres Verhältnis zu ihrer Mutter aufzubauen. 

    Die Charaktere von „Ein Garten im Winter“ sind teilweise eine echte Herausforderung. Ich hatte schnell die Vermutung, dass Mutter Anja in ihrer Jugend traumatisiert wurde. Trotzdem fand ich ihr Verhalten gegenüber ihren Kindern extrem. Ihren Ehemann konnte sie abgöttisch lieben doch ihre Töchter ignoriert sie von Anfang an und tritt deren Gefühle mit Füßen. Ich habe mich immer wieder gefragt, warum diese Frau überhaupt Mutter geworden ist. Es ist nur verständlich, dass sich Kinder bei so einer emotionalen Vernachlässigung nicht richtig entwickeln können und auch als Erwachsene Probleme haben zu lieben. 

    Trotzdem hätte ich Meredith manchmal am liebsten geohrfeigt. Sie hat so einen liebevollen Ehemann aber behandelt ihn wie einen Fußabtreter. Es tat beim Lesen teilweise direkt weh, zu beobachten, wie sie mit ihm umspringt. 

    Eher nachvollziehen konnte ich den Hass auf ihre Mutter, auch wenn es mich genervt hat, dass sie lange nicht verstanden hat, dass die Märchen, die Anja erzählt, eine Parabel für deren Leben sind. Als Leser war mir das quasi von Anfang an klar und auch bei Nina ist der Groschen schneller gefallen. Nina mochte ich übrigens im Großen und Ganzen gerne. Sie hat ebenfalls Bindungsängste aber auf eine sympathischere Art. 

    Das Highlight des Romans ist das Märchen, das Anja mit Pausen erzählt. Wunderbar atmospährisch spinnt sie eine Geschichte vom verschneiten Russland und den Schrecken während des Krieges, die so furchtbar sind, dass es mich zutiefst erschütterte.

    Dieser Teil von „Ein Garten im Winter“ hat mich so gefesselt, dass ich hierfür 5 Sterne geben möchte. Insgesamt bewerte ich das Buch allerdings „nur“ mit vier Sternen, weil ich die Charaktere in der Gegenwart einfach schwierig finde. Letztendlich gibt es zwar für alles eine verständliche Erklärung aber obwohl mich der Schluss sehr berührt hat, war es insgesamt doch ein wenig zu viel Friede-Freude-Eierkuchen und die Protagonisten ändern ihr Verhalten so plötzlich, dass es unrealistisch ist. 

    Trotz kleiner Schwächen habe ich auch diesen Roman von Kristin Hannah wieder sehr gerne gelesen. Ein Lob auch an die Covergestaltung, die sehr gut zur Handlung passt. 

  5. Cover des Buches Verloren in Eis und Schnee (ISBN: 9783522202510)
    Davide Morosinotto

    Verloren in Eis und Schnee

     (30)
    Aktuelle Rezension von: gleanserendipity

    Wir haben den zweiten Weltkrieg. Die Geschichte spielt in Russland. Der wichtigste Punkt in diesem Buch ist, dass die Zwillinge Nadja und Viktor immer zusammen waren, jedoch trennten sie sich ohne dass sie es wollten. In den Tagebucheinträgen schildern Viktor und Nadja ihre Erlebnisse. Ein Oberkommissar liest die Tagebücher ein paar Jahre später und markiert in dunkelrot, wenn irgendjemand der beiden etwas illegales getan hat. Er ist der Meinung die Zwillinge gehören angeklagt. Das einzig Gute was er tat, die Tagebucheinträge in die richtige Reihenfolge zu bringen, damit wir die Geschichte lesen können :-). 

    Ich habe das Buch gelesen, ich konnte mitten in der Story sein, was bei einem guten Buch definitiv der Fall ist. Jeder, der sich für diese Zeit interessiert, sollte dieses Buch in die Hand fallen. Doch für Menschen, die nicht gerne Bücher bei denen es um Leben und Tod geht lesen, empfehle ich das Buch weniger ab (das Buch ist trotzdem sehr gut geschrieben).

    Liebe Grüße

    Meri

  6. Cover des Buches Blutorangen (ISBN: 9783351035945)
    Verena Boos

    Blutorangen

     (17)
    Aktuelle Rezension von: gaby2707

    Maria Teresa Molins, genannt Maite, hat es geschafft. Sie hat sich gegen ihren strengen Vater durchgesetzt, verlässt ihre Heimatstadt Valencia und studiert nun in München. Hier lernt sie Carlos kennen, einen spanischstämmigen jungen Mann und verliebt sich in ihn. Bei seinem Großvater Antonio, der sich in München eine neue Existenz aufgebaut hat, stößt sie auf ein Foto eines jungen Mannes in deutscher Uniform. Eine solche Uniform trägt ihr Vater auf einem Foto, dass sie zufällig einmal bei sich zuhause gesehen hat. Nun stellt sie Fragen und beginnt nachzuforschen. Alte Wunden reißen auf und ein totgeschwiegenes Kapitel ihrer Vorfahren kommt immer mehr ans Licht.


    Dies ist kein Roman, den man mal schnell zwischendurch liest. Durch die drei Zeitzonen, durch die er mich führt, brauche ich meine ganze Aufmerksamkeit um dem äußerst interessanten Geschehen folgen zu können. Spannung baut sich auf und hält mich gefangen, nachdem ich die Familienzugehörigkeiten verinnerlicht hatte, bis ich die letzte Seite erreicht und zusammen mit Maite ihr Leben bzw. ihre Vergangenheit und die ihrer Familie aufgearbeitet habe.

    In einer eindrucksvollen, berührenden, bildhaften und sehr lebendigen, hier und da aber auch abgehackten Sprache, was meinen Lesefluss manchmal aus dem Tritt gebracht hat, nimmt mich Verena Boos mit in die Aera Francos und dem spanischen Bürgerkrieg. Mir war bis jetzt nicht bekannt, dass spanische Männer auch im deutschen Krieg gegen Russland dabei waren. Für mich war es sehr interessant zu lesen, wie sich der Bogen der Geschichte von Spanien, wo er schließlich auch wieder endet, über Frankreich nach Deutschland, weiter nach Russland zieht.

    Die Personen finde ich gut beschrieben. Vor allem Maites Vater Francisco und Carlos Opa Antonio, dessen Schicksal mich tief berührt hat, kann ich mir sehr gut vorstellen. Bei der Vielzahl an Personen hätte ich mir hier zu Beginn der Geschichte einen Stammbaum gewünscht, an dem man die Zugehörigkeiten immer mal wieder nachsehen kann.

    Dieses Buch und diese Geschichte wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.

  7. Cover des Buches Der Mann aus St. Petersburg (ISBN: 9783404105311)
    Ken Follett

    Der Mann aus St. Petersburg

     (106)
    Aktuelle Rezension von: Molks
    Wieder ein Spionage-Thriller von Follett, der mal wieder richtig gut ist. Follett verbindet eine spannende Geschichte mit fundiertem Hintergrundwissen zu einem spannenden Roman, den man nur unschwer aus den Händen legen kann.
  8. Cover des Buches Das Leben ist groß (ISBN: 9783746630588)
    Jennifer duBois

    Das Leben ist groß

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Gruenente
    Irina Ellison, amerikanische Uni-Dozentin wird bald sehr krank sein. Sie hat Corea Huntington. Eine Krankheit, die dem Betroffenen die Körper- und Hirnfunktionen in einem langen Leidenskampf nimmt. Da sie das bei ihrem Vater schon verfolgt hat, will sie dieses Leiden für sich abkürzen.
    Alexander Besetow, russischer Schachweltmeister will sich in Russland als Oppositionskandidat aufstellen lassen. Ein lebensgefährliches Ansinnen.
    Irina findet in den Unterlagen ihres Vaters einen Brief, mit nie beantworteten Fragen an Alexander. Sie bricht alle Verbindungen in die Heimat ab und fliegt nach Russland um dort Antworten auf die Fragen des Vaters, die jetzt auch ihre geworden sind zu bekommen.
    Oh nein, es spinnt sich keine Romanze zwischen diesen ungleichen Menschen an. Sie finden aber eine Art von Verständnis für einander, wie sie es sonst bei keinem anderen Menschen gefunden haben.
    Man erfährt viel über eine schreckliche Krankheit, die nicht minder schrecklichen Zustände in Russland und über Schach. Es geht darum, wie man sich verhält, wenn man nicht gewinnen kann.
    Eigentlich ein tolles Buch, es konnte mich aber nicht ganz packen. Und es stürzte mich in ein tiefes Unbehagen über die politischen Vorgänge in Russland.
  9. Cover des Buches Rotkehlchen (ISBN: 9783548061658)
    Jo Nesbø

    Rotkehlchen

     (308)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

    Harry Hole, der erst vor kurzem zum norwegischen Staatsschutz gewechselt ist, bekommt Hinweise auf einen geplanten Anschlag auf ein Mitglied des Königshauses. Schnell kann er einen Zusammenhang zum Nationalsozialismus, der auch in Norwegen immer noch fanatische Anhänger hat. Doch während seiner Ermittlungen stößt er auf Hinweise, die auf ein riesiges Netzwerk hinweisen – und dieses scheint auch Hole ins Visier genommen zu haben…

    „Rotkehlchen“ heißt der dritte Teil der Reihe von Jo Nesbo um seinen Ermittler Harry Hole, wobei er seine labile Hauptfigur hier noch intensiver darstellt. Nur schwer bezwingbare Alkoholsucht, Depressionen und manische Züge, die ihn wie besessen in seine Arbeit stürzen lassen, aber auch ein ungewöhnlicher Blick auf die Welt und der Wille, alles und jeden verstehen zu können – so entsteht trotz einiger Klischees des typischen Ermittlers in „Schweden-Krimis“ eine sehr eigenständige Figur, die mit ihrer düsteren Ausstrahlung auch hier eine ganz besondere Stimmung mit sich bringt – übrigens auch wenn man die vorigen Bände nicht gelesen hat, die wesentlichen Zusammenhänge erschließen sich hier auch im Zusammenhang. Dieser Teil ist sehr reizvoll geraten und bereichert besonders die Atmosphäre des Romans, nimmt aber vielleicht etwas zu viel Raum ein und neigt dazu, zu sehr von der eigentlichen Handlung abzulenken – auch wenn mir auch die privaten Probleme von Harry zugesagt haben und diese interessant aufbereitet und vertieft wurden.

    Der Fall an sich ist recht komplex geraten und hat viele Verbindungen zur Zeit des Nationalsozialismus, mischt auch immer wieder Szenen aus der Vergangenheit und dem zweiten Weltkrieg unter, lässt die aktuellen Ereignisse durch eine lange Verkettung von Umständen erscheinen. Das ist vielseitig und sehr atmosphärisch geraten und mit vielen Bezügen zur Geschichte gestaltet, sodass der Leser auch noch mehr gut recherchiertes historisches Wissen erlangt. Die Zusammenhänge sind lange nicht klar, was schon viel Aufmerksamkeit vom Leser verlangt, was aber auch sehr spannend geraten ist. Die Auflösung lässt sich dann auch erst kurz vor Schluss erahnen und wird in einem sehr gelungenen Coup aufgedeckt, welcher den Roman gekonnt abschließt.

    „Rotkehlchen“ ist mit seinen engen historischen Bezügen und spannenden Entwicklungen gekonnt und abwechslungsreich erzählt, wurde vom Autor sehr gekonnt recherchiert und präsentiert mit dem Nationalsozialismus ein weiterhin aktuelles Thema. Doch auch die Hauptfigur wird gekonnt dargestellt, Harrys innere Dämonen werden noch facettenreicher ausgeführt, was dem Roman zusätzliche Würze verleiht. Sehr lesenswert!

  10. Cover des Buches Tatiana und Alexander (ISBN: 9783453422339)
    Paullina Simons

    Tatiana und Alexander

     (128)
    Aktuelle Rezension von: aly53
    Band 1 der Tatiana und Alexander Trilogie hat mich komplett begeistert und mehr als alles andere musste ich wissen , wie es weitergeht.
    An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar. Dies beeinflusst meine Meinung jedoch in keinster Weise.

    Beim Einstieg war ich zunächst hin und wieder etwas verwirrt, was aber an der Übersetzung lag.
    Mit der Zeit gelang es mir besser dem Verlauf zu folgen und in das Geschehen einzutauchen.
    Band 1 befasste sich überwiegend mit Tatianas Geschichte.
    Eine Geschichte über eine mutige und tapfere junge Frau , die mir alles abverlangt hat.
    Bei diesem Band geht es vordergründig um Alexander. Endlich lernt man ihn näher kennen und erfährt sehr viel aus seiner Vergangenheit. Die Rückblenden die sich über einen weiten Zeitraum erstrecken , haben mir sehr gut gefallen.
    Ich kam Alexander näher und erkannte , wie klug und herzerwärmend er ist.
    Aber es gab auch Szenen, die haben mich sehr mitgenommen und im wahrsten Sinne des Wortes unter sich begraben.
    Schon im ersten Band mochte ich ihn sehr gern. Hier hab ich ihn noch mehr ins Herz geschlossen.
    Ich litt mit ihm , kämpfte und trauerte.
    Und auf der anderen Seite ist da Tatiana , die ein neues Leben beginnt.
    Doch tut sie das wirklich?
    Kann ein gebrochenes Herz heilen?
    Bei Tatiana merkt man die Entwicklung recht deutlich. Sie wächst , lebt und doch ist die Vergangenheit immer präsent.
    Ihre starke und kämpferische Persönlichkeit kommt auch hier sehr gut zum Ausdruck und das ist es letztendlich auch , was sie so außergewöhnlich macht.
    Man lernt hier auch weitere neue Charaktere kennen. Auch wenn der ein oder andere etwas blass wirkt, so sind sie doch sehr ausdrucksstark, lebendig und facettenreich.

    Die Autorin selbst bezaubert wieder mit ihrem stark einnehmenden, bildhaften und fließenden Schreibstil. Sie schreibt mit sehr viel Gefühl, sie geht sehr detailreich vor. Dadurch hat man mitunter etwas das Gefühl auf der Stelle zu treten. Was es mitunter etwas mühsam macht. Gerade im ersten Drittel ist das deutlich zu spüren.
    Nichtsdestotrotz ist es wichtig , um Alexanders Geschichte zu verstehen und zu verinnerlichen.
    Wie gewohnt erfährt man auch hier wieder beide Perspektiven.

    Mit der Zeit wird es spannender , auswegloser und man hat das Gefühl, nach jedem Strohhalm greifen zu müssen.
    Die Traurigkeit ist förmlich greifbar und man fiebert und zittert unglaublich mit.
    Auch die Fortsetzung hat mir einiges abverlangt.
    So viele Herausforderungen, so viele Gedanken die mir keine Ruhe ließen.
    Alexanders Geschichte ist voller Schmerz, Angst und Verzweiflung.
    Man spürt sein Leid und seine innere Zerrissenheit.
    Man kämpft und weint mit ihm.
    Er muss einiges meistern und doch gibt ihm das Leben auch Hoffnung.
    Man erfährt sehr viel über die Kriegszeit , was mir gut gefallen hat.
    Die Autorin hat hier auf sehr wundersame Art und Weise Wendungen eingewoben, bei denen mir schier der Mund offen stehen blieb.
    Es gab Szenen, die hatte ich einfach nicht erwartet.
    Auf der einen Seite erfährt man Hoffnung und Wärme und auf der anderen Seite hat man das Gefühl , all das Grauen und die Abgründigkeit nicht ertragen zu können.
    Besonders das letzte Drittel war an Spannung kaum noch zu überbieten. Meine Gefühle tanzten Achterbahn und ich lechzte nach jeder Zeile. Es war explosiv, hat mich nicht zu Atem kommen lassen und vollkommen gefesselt.
    Der Abschluss von diesem Bandes hat mir sehr gut gefallen und ich bin gespannt, was der letzte Band für uns bereithält.

    Schlussendlich ist auch Band 2 eine fesselnde und mitreißende Geschichte , die einiges abverlangt.
    Voller Sehnsucht, Wehmut und der Kraft der Liebe.
    Dennoch reicht sie nicht an den Vorgänger heran, da es leider auch einige Wiederholungen gab , die ich hin und wieder als störend empfand.

    Fazit:
    Mit Band 2 hat die Autorin eine fesselnde, mitreißende und traurige Fortsetzung der Tatiana und Alexander Trilogie geschaffen , die einiges abverlangt.
    Auch wenn mir diese wirklich gut gefallen hat , so reich sie für mich nicht an den Vorgänger heran. Dafür ist Tatianas Geschichte einfach zu besonders.
    Dennoch eine gelungene Fortsetzung, die einiges an Erkenntnissen und Wahrheiten mit sich bringt.
    Ich bin gespannt, was Band 3 für uns bereithalten wird.
  11. Cover des Buches Das Russlandhaus (ISBN: 9783548607207)
    John le Carré

    Das Russlandhaus

     (46)
    Aktuelle Rezension von: Karstadt-Hasi

    Nur selten findet man einen spannenden Roman, der auch noch gut verfilmt wurde, in der Romanwelt! Bei diesen Roman lohnt es sich auch die Verfilmung anzusehen, ohne daß man enttäuscht wird! Ich bin ein Lese-Fan von John le Carre´ was nicht auch gleichzeitig heißen muß, daß ich alle seine Roman gut finde! Ich wurde im Laufe meines Lebens, ein kritischer Leser, weil ich schon weit über zweitausend Bücher gelesen habe., viele verkauft hatte. 

    Nun habe ich schon vor über 20 Jahre mir eine Bibliothek aufgebaut in einen dafür eingerichteten Raum. Darin befinden sich in den Regalen Bücher vieler Gebiete. Es warten noch  ca. 50 Bücher, die von mir gelesen werden wollen , so wie ich Zeit finde, denn ich habe noch andere Hobbys.

    Auch muß ich noch meine Biografie schreiben, die aus 4 bis 5 Bücher lang sein wird. Ich möchte meine Mitmenschen an meinr tollen und interressanten Vergangenheit teilhaben lassen, denn die Erlebnisse, die ich hatte, sind sehr selten und kostbar!   

  12. Cover des Buches Der Tänzer (ISBN: 9783644045019)
    Colum McCann

    Der Tänzer

     (87)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    Der Roman wird aus der Erzählperspektive verschiedener Weggefährten Rudolf Nurejews (1938-1993) erzählt. Das Leben Nurejews beginnt in der Sowjetunion kurz vor Beginn des zweiten Weltkrieges. Bereits als Schuljunge tanzt er für verwundete Soldaten, es zeichnet sich bald ab, dass das Kind besondere musikalische Talente besitzt. Privater Ballettunterricht bei professionellen Primaballerinen und eine staatliche Ausbildung führen ihn ins Leningrader Kirow-Ballett.

    Im Jahre 1961 emigriert Nurejew in den Westen. Seine erstklassige Karriere führt in weltberühmte Theater in Paris und New York, wo er mit zahlreichen bekannten Künstlern arbeitet und lebt. Er führt ein ausschweifendes Leben, sein ungehobelter Charakter und seine exaltierten Charakterzüge werden ebenso eindrücklich beschrieben wie seine tiefe Melancholie und Sehnsucht nach seiner Mutter und der Heimat. Ein kurze Rückkehr gelingt schliesslich.

    Colum McCann hat einen hervorragend recherchierten Roman über einen weltberühmten Tänzer und ausserordentlich spannenden Menschen geschrieben. Jede Handlung und jeder Ort ist atmosphärisch dicht nachempfunden. Ausserdem ist das Buch ein beeindruckendes Zeitzeugnis.

  13. Cover des Buches Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur (ISBN: 9783423130356)
    Vladimir Vertlib

    Das besondere Gedächtnis der Rosa Masur

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein unglaublich berührendes Schicksal, das einen sehr guten Blick in das Leben der Menschen in Russland im 20.Jahrhundert gibt. Eine fesselnde Erzählung, die den Leser die Hoffnungen und Enttäuschungen des Kommunismus miterleben lässt. Das schreckliche Leid der Juden während und zwischen den Weltkriegen wird aus erster Hand erzählt. Ich kann das Buch wirklich nur empfehlen, das einzige was mich ein bisschen gestört hat sind die vielen russischen Namen, die manchmal ziemlich verwirrend sind und das Lesen teilweise etwas schwierig machen. Aber ansonsten ein erstklassiges Buch.
  14. Cover des Buches Der Dirigent (ISBN: 9783746630212)
    Sarah Quigley

    Der Dirigent

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Leningrad, Sommer 1941: Die Vorboten des Krieges sind zu spüren, alle Anzeichen deuten auf einen Angriff der Deutschen und ihrer Verbündeten hin. Namhafte Künstler, das Philharmonie-Orchester, das Ensemble des Kirow-Balletts und die Elite der Stadt werden auf Anweisung Stalins evakuiert. Sehr zum Leidwesen seiner Frau Nina nutzt der Komponist Dmitri Schostakowitsch dieses Privileg nicht, sondern schreibt an seiner 7. Sinfonie weiter und beteiligt sich an der Aushebung von Schützengräben zur Verteidigung der Stadt. Ebenfalls in Leningrad bleiben Karl Eliasberg, Dirigent und Leiter des Rundfunkorchesters, der sich für seine betagte, im Rollstuhl sitzende Mutter, verantwortlich fühlt, und ein Großteil seiner Musiker sowie Stargeiger Nikolai, der seine 10jährige Tochter Sonja zuvor mit einem Kindertransport in Sicherheit gebracht hatte. Dann greifen die Deutschen an, Leningrad soll dem Erdboden gleichgemacht und ausgehungert werden, ein unvorstellbares Inferno beginnt …

    Wie die neuseeländische Autorin Sarah Quigley, die seit dem Jahr 2000 in Berlin lebt, in einem Interview im Nachwort des Buches erklärt, ist die Geschichte von Schostakowitsch und dem Dirigenten Eliasberg eine Mischung aus Fakten und Fiktion und beruht auf sorgfältigen Recherchen und ihren eigenen Vorstellungen über den Krieg in Russland und die Belagerung Leningrads. Eingehend wird hier die Entstehung der 7. Sinfonie Schostakowitschs (Leningrader Sinfonie) geschildert, deren Aufführung am 9. August 1942 mit einem stark reduzierten und völlig erschöpften Orchester in Leningrad erfolgte und per Lautsprecher über die feindlichen Linien hinaus übertragen wurde. Dadurch sollte die Moral der Eingeschlossenen gestärkt und gleichzeitig der deutschen Wehrmacht mitgeteilt werden: wir sind noch lange nicht am Ende. Tatsächlich dauerte die Blockade beinahe 900 Tage und forderte ca. 1,1 Millionen Opfer, von denen die meisten verhungert sind.

    Der Schreibstil ist dem Thema entsprechend leicht anspruchsvoll und erfordert eine gewisse Konzentration beim lesen. Es gelingt der Autorin großartig, den Figuren Leben einzuhauchen und ihre immer existenzieller werdenden Lebensumstände zu beschreiben. Die Kraft, die Musik entwickeln kann, steht dabei im Vordergrund. Musikalische Kenntnisse jedoch sind für den Leser nicht erforderlich, da die Sinfonie selbst nicht ausführlich erörtert wird. Es geht letztendlich um den Dirigenten Eliasberg, ein anfangs eher unsympathischer Mann, der aber im Laufe der Geschichte über sich selbst hinaus wächst.

    Fazit: Ein eindringlicher Roman über unmenschliches Leid, über standhaftes Durchhaltevermögen und beharrliches Hoffen auf eine bessere Zukunft – aber auch ein Werk über den Mut, die Musik in diesen grausamen Zeiten beim Kampf ums Überleben einzusetzen.     

  15. Cover des Buches Das Bernsteinzimmer (ISBN: B0027QSTC6)
    Heinz G. Konsalik

    Das Bernsteinzimmer

     (24)
    Aktuelle Rezension von: DarkReader
    Aus den Gemächern des Katharinen-Palasts in Leningrad, über Königsberg, bis in die geheimen Stollen Hitlers folgt Michael Wachter dem kostbaren Zimmer: Seine Familie bewacht den Saal aus »Sonnenstein« schon seit der Zeit der russischen Zaren. Nach dem Krieg droht sich die Spur zu verlieren, bis Wachter und ein amerikanischer Geheimdienstoffizier eine neue Fährte entdecken - doch diesmal geht es um Leben oder Tod...... Eine Geschichtsstunde, wie ich sie interessanter und spannender selten gelesen habe! Von der Zarenzeit an über mehrere Generationen bewacht die Familie Wächter das legendäre Bernsteinzimmer. Durch Kriege, Revolutionen und andere Wirrungen beschreibt Konsalik den Weg einer Familie, die sich der Bewachung dieses Zimmers verschrieben hat, mit Leib und Seele widmen sie sich dieser Aufgabe. Und befinden sich dabei nicht nur einmal in Lebensgefahr. 5 Sterne für ein Buch von Konsalik, wunderbar geschrieben über ein Kunstwerk, dessen Verschwinden immer noch Rätsel aufgibt, das immer noch gesucht wird, obwohl ein Duplikat gerade im Entstehen ist. Die sagenumwobene Faszination des ersten Bernsteinzimmers mit einer solchen Geschichte wird es- so glaube ich- nie erreichen.
  16. Cover des Buches Lenin in Zürich (ISBN: 9783453043480)
    Alexander Solschenizyn

    Lenin in Zürich

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  17. Cover des Buches Karaoke (ISBN: 9783442542437)
    Wladimir Kaminer

    Karaoke

     (42)
    Aktuelle Rezension von: KleinNase20
    SAUGUT!!! Will die anderen jetzt auch noch lesen.....total witzig und man lenrnt noch über andere Kulturen;-)
  18. Cover des Buches Scorpions (ISBN: 9783552050327)
    Hollow Skai

    Scorpions

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Ein Bildband mit begleitender Bandgeschichte der jahrzehtelang erfolgreichsten deutschen Band im Zeitraum 1965 bis 1992. Die Handlung und Entwicklung der Band wird sehr schnell durchgegangen, man erkennt aber bereits hier, daß sich die Scorpions immer gegen Anfeindungen aus Deutschland wehren mußten nach dem Motto "Der prophet zählt nichts im eigenen Land". Die "Wind of changes"-Phase wird auch nur sehr knapp behandelt, also für einen richtigen Fan ist das sicherlich zu knapp. Aber die Bandfotos sind top und spiegeln die lebensfreude wider, die die Musiker ausstrahlen.
  19. Cover des Buches Die Piratenchronik (ISBN: B0000BNISB)
    Wolfgang Schreyer

    Die Piratenchronik

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches The Noise of Time (ISBN: 9781784703325)
    Julian Barnes

    The Noise of Time

     (23)
    Aktuelle Rezension von: naninka
    Das Cover gefällt mir gut, wobei es eher an einen Spionagethriller erinnert. "The Noise of Time" (Der Lärm der Zeit) ist eine Biografie oder vielmehr Memoiren, ein Künstler- und gleichzeitig Politroman. Der Komponist Dimitri Dimitrievich Schostakowitsch litt sein Leben lang unter dem Sowjetregime, vor allem erlitt und ertrug er Todesängste. Zeitweise wurde er verehrt, dann wieder geächtet, dann wieder geschätzt und instrumentalisiert. Julian Barnes beschreibt in seinem neusten Roman die zerrissene Seele des Komponisten, der trotz seiner Qualen ein grosses Werk schuf. Die vielseitige Biografie beschreibt Tagebuch-artig, das Leben, die Lieben und das Leiden des Komponisten. Es handelt sich hierbei um eine wahre Geschichte. Gleichzeitig ist es ein Künstlerroman und beschreibt seinen Werdegang, seine Höhen und Tiefen, Erfolge und Niederlagen, Ruhm und Ehre, dann wieder Ächtung und Häme, ... Doch Schostakowitsch war nicht nur ein grosser Komponist und eine der spannendsten Künstlerpersönlichkeiten der Sowjetunion, sondern auch eines der prominentesten Opfer von Stalins Diktatur. Insofern ist es auch ein Politroman. Und es ist ein psychologischer Roman: Schostakowitschs Auseinandersetzungen mit der Sowjetrepression und ihrer Wirkung auf seine Psyche und Schaffenskraft sind eins der Hauptthemen. Die Auswirkungen dieses Drucks und der ständigen Bedrohungen sind es, die Barnes hautnah aus der Perspektive des Komponisten schildert. Trotz der Vielfalt und Dichte dieses kleinen Buchs, hat mich die Geschichte nicht gefesselt. Obwohl die Handlung spannend und dicht war, vermochte sie mich nicht zu berühren. - Lag es am Sprachstil oder daran, dass alles nur angedeutet wird. Ich weiss es nicht...
  21. Cover des Buches Im Spiegel des Vergessens (ISBN: 9783293404557)
    Juri Rytchëu

    Im Spiegel des Vergessens

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  22. Cover des Buches Kleiner Versager (ISBN: 9783499268441)
    Gary Shteyngart

    Kleiner Versager

     (9)
    Noch keine Rezension vorhanden
  23. Cover des Buches Was gilt denn unser Leben (ISBN: 9783932381324)
    Norbert Hannig

    Was gilt denn unser Leben

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  24. Cover des Buches Goodbye Leningrad (ISBN: 9783423142731)
    Elena Gorokhova

    Goodbye Leningrad

     (18)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife

    Wow, beeindruckend! Nachdem ich mich anfangs ein wenig wunderte, wie die ganzen Lobeshymnen im Netz so zustande gekommen sind, war es mir spätestens nach dem ersten Drittel klar. Mit klaren Worten und einer unwahrscheinlichen Authentizität lässt uns Lena an ihrem Leben in der ehemaligen Sowjetunion, im speziellen in Leningrad, teilhaben. Während sie sich im ersten, bereits angesprochenen, Drittel auf Erzählungen anderer berufen muss – sie war ja noch ein Kind, bzw. noch gar nicht geboren, nimmt das Buch dann mit ihren eigenen Gedanken und Worten rasant an Fahrt auf. 

    Bereits in ihrer frühesten Jugend verliebt sich Lena, die aus einer gebildeten, wenn auch nicht reichen Familie stammt, in die englische Sprache und lässt sie sich schon fast verbissen von verschiedenen Lehrkräften näherbringen. Sie ist, wie auch ihre Mutter und Schwester, sehr ehrgeizig und so schafft sie es schon in der schulischen Mittelstufe als jugendliche Fremdenführerin in die glückliche Lage, Gastschüler durch ihr Leningrad führen zu dürfen. Doch sie spürt dadurch auch schnell den Unterschied zwischen dem Leben in Ost und West. Als sie schließlich viele Jahre später durch wiederum Gaststudenten den Texaner Robert kennen lernt, fasst sie mit einem weinenden und einem lachenden Auge den Entschluss, nach Amerika zu emigrieren …

    Wie habe ich es genossen, durch ihre Augen das wahre Leningrad erleben zu dürfen. Das Leningrad, dass mir und meinem Mann als Touristen verborgen blieb. Viele der beschriebenen Örtlichkeiten habe ich wiedererkannt, vieles war und wird mir wohl immer fremd bleiben. Dennoch habe auch ich mich bei meinem Besuch – genau wie Lena – in die Stadt verliebt, die sich heute wieder stolz St. Petersburg nennen darf!

    Eine Autobiografie vom Feinsten für alle, die sich für diesen Teil des Erdballs interessieren. Von mir eine klare Leseempfehlung und Bereicherung. 

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