Bücher mit dem Tag "lesbisch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "lesbisch" gekennzeichnet haben.

368 Bücher

  1. Cover des Buches Someone New (ISBN: 9783736308299)
    Laura Kneidl

    Someone New

     (1.448)
    Aktuelle Rezension von: buntetraeumerin

    "Someone New" von Laura Kneidl ist ein Roman, der die perfekte Mitte zwischen Tiefe und Leichtigkeit schafft.

    Der Schreibstil der Autorin ist leicht, angenehm und flüssig zu lesen. Die Geschichte war außerdem sehr realistisch. Der Plot war das absolute Highlight.

    Die Charaktere sind alle individuell besonders und auf gute Weise unterschiedlich.

    Micah war mir sofort sympatisch, aber sehr aufdringlich. Trotzdem war sie ein sehr starkeh Charakter, der sich sehr für die Gefühle ihrer Freunde/Familie einsetzt. Sie ist das perfekte Beispiel wie Ereignisse, die Menschen passieren, auch das Leben ihrer Mitmenschen verändern. In meinen Augen war sie missverstanden und von den anderen Charakteren oft schlecht behandelt.

    Julian war mir anfangs sehr unsympatisch, aber im Laufe des Buches wurde ich mit ihm immer wärner. Besonders nach dem großen Plot konnte ich all seine Entscheidungen verstehen. Er ist ein sehr starker Charakter vor dem ich einen unsagbaren Respekt habe.

    Die Nebencharaktere waren auch sehr toll, besonders Cassie. Dementsprechend freue ich mich sehr auf Band 2.

  2. Cover des Buches Letztendlich sind wir dem Universum egal (ISBN: 9783596811564)
    David Levithan

    Letztendlich sind wir dem Universum egal

     (1.225)
    Aktuelle Rezension von: FairyOfBooks

                


    Hätte ich das Buch nur aufgrund des Filmes bewertet, hätte es nur 1 Stern bekommen. Da ich das Buch jedoch etwas besser als den Film finde, bekommt es von mir 2,25 Sterne. Auch nicht gerade toll, aber naja, wenn man bedenkt, dass ich auch kein richtiger Fan vom Buch bin, erklärt sich das. Einzig die Art der queeren Darstellung und den Grund, dass A nicht nur in hübsche und dem Anschein hin perfekte Menschen geschlüpft ist, hat mich durchatmen lassen. Das ist wiederum auch der Aspekt am Film, der noch der beste war. Anders als dieser hat das Buch aber die Message definitiv mehr rüber gebracht.
    Die Charaktere - A nur geringfügig, doch vor allem Rhiannon ging mir eigentlich nur auf den Keks. Tut mir leid, ist aber leider so.
  3. Cover des Buches Rosen & Knochen (ISBN: 9783959915120)
    Christian Handel

    Rosen & Knochen

     (219)
    Aktuelle Rezension von: LadyBadWolf

    ♪ Allgemein ♪

    Rosen und Knochen ist im richtigen Märchenstil geschrieben. Ich weiss nicht, was genau es ausmacht, aber es liest sich einfach so wundervoll wie die alten Märchen, die ich so geliebt habe als Kind!

    Die Protagonistinnen konnten genauso überzeugen. Es sind zwei Frauen, die einander lieben und das... selbstverständlich. Kein nerviges Outing, kein nerviges "omg es ist so besonders!" Es ist einfach. Und das habe ich geliebt! Genau nach so etwas habe ich ganz sehnsüchtig gesucht. Und auch wenn man irgendwie das Gefühl hatte, die Charaktere wie bei einem Märchen nicht so tiefgründig zu kennen, so tut man es irgendwie doch. Es ist strange - und das macht dieses Buch doppelt wundervoll!

    Und dann Cover und Seiten-Gestaltung. Bitte Leute. Das ist... ich will nicht vulgär klingen, aber in Dirty Dancing sagte man mal "Tanzen ist wie Sex auf dem Parkett!" Und diese Gestaltung ist eben wie Sex im Buchdruck. Wenn das noch Hardcover wäre, wäre ich a) arm und b) im siebten Himmel. Aber auch so ist es schon perfekt!


    ♪ Story ♪

    In Rosen und Knochen finden wir einige wundervolle Märchenanspielungen! Das war für mich pure Liebe. Aber noch besser: Es hat die Grausamkeit bekannter Märchen in eine fantastische, spannende, gruselige Perspektive gerückt, was einfach komplett nach meiner Mütze war!

    Es war von Anfang an super spannend und obgleich es eine Liebesstory beinhaltet, ist diese nicht komplett im Vordergrund. Und das macht es für mich noch einmal besser. 

    Für mich war von allem genau das richtige Maß getroffen und daher kann ich gar nicht viel sagen, ausser, dass ich es geliebt habe!


    ♪ Gesamt ♪

    Ich freue mich schon so sehr, Band zwei zu lesen! Und das werde ich auch bald :D

    Es ist eine glasklare Leseempfehlung, ein Highlight und natürlich 5 von 5 Sternen! :D

  4. Cover des Buches Belladonna (ISBN: 9783442379064)
    Karin Slaughter

    Belladonna

     (1.592)
    Aktuelle Rezension von: Siko71

    Sara Linton, geschieden, Kinderärztin und ab und zu arbeitet sie mal mit in der Gerichtsmedizin. Sie ist fast zur richtigen Zeit am richtigen Ort, als in dem Diner auf der Toilette die blinde Sybille Adams ermordet wird. Doch leider kommt jede Hilfe zu spät. Ihr Exmann Jeffrey ermittelt als Polizist in diesem Fall. Bald gibt es ein weiteres Opfer und eine vermisste Polizistin. Wer steckt hinter den Taten? Und was hat Sara's Vergangenheit damit zu tun?

    Ein Krimi, der es bis zum Scchluß in sich hat. Den Stern Abzug gibt es für manchmal zu viele Details aus der gerichtsmedizinischen Untersuchung. Ist zwar interessant, zieht aber die ganze Sache in die Länge. Ansonsten gute Storry und toller Schreibstil.


  5. Cover des Buches Seit du bei mir bist (ISBN: 9783453268777)
    Nicholas Sparks

    Seit du bei mir bist

     (152)
    Aktuelle Rezension von: hooks-books-buecher

    Russel hat ein perfektes Leben, eine tolle Frau und mit ihrer Tochter machen sie ihr Glück perfekt,  auch wenn manches von ihm anders geplant war.

    Klingt alles sehr idyllisch und perfekt sollte man meinen, aber wie drastisch sich das Leben ändern kann,wenn man plötzlich wieder bei 0 anfängt, dabei zusehen muss wie die Partnerin sich verändert weil sie selber wieder ins Berufsleben einsteigt und wie schnell es geht von jetzt auf gleich alleinerziehender Vater zu sein erlebt man in dieser Geschichte.

    Vivian ,Russels Frau konnte ich von ihrem Verhalten her gar nicht verstehen ,sie war in diesem Buch ein wirkliches Ärgernis . Umso mehr mochte ich Russels Familie und besonders das Verhältnis zu seiner Schwester.

    Einen Sparks ohne Drama gibt es nun mal eben nicht und auch hier gibt es eine Wende die ich nicht vorhergesehen habe und die mich richtig fertig gemacht hat.

    Ich liebe alle seine Bücher und empfehle sie auch jedem immer weiter , nur kurze Anmerkung für Leute die mit Krankheiten in Büchern nicht umgehen können, sollten dieses Buch nicht lesen. Dafür gibt es noch so viele andere tolle Bücher von ihm ,die zwar auch viel Drama haben aber natürlich in andere Richtungen gehen. 

  6. Cover des Buches Das Nest (ISBN: 9783608980004)
    Cynthia D'Aprix Sweeney

    Das Nest

     (186)
    Aktuelle Rezension von: Herbstrose

    Sobald Melody, die jüngste der vier Geschwister Plumb, ihren 40. Geburtstag feiert, sollte „Das Nest“, wie sie den Fond den ihr verstorbener Vater für sie angelegt hatte insgeheim nannten, ausbezahlt werden. Damit hatten sie fest gerechnet, hatten ihre ganze Lebensplanung darauf eingestellt, hatten Schulden gemacht und über ihre Verhältnisse gelebt. Doch es sollte anders kommen. Um die schwerwiegenden Folgen eines Autounfalls zu vertuschen, den der Älteste der Geschwister im Alkohol- und Drogenrausch verschuldete, verwendet Mutter Plumb kurzerhand die angelegten Millionen als Schweigegeld. Zwar verspricht Leo das Geld wieder zu beschaffen, doch wird dieser Egozentriker auch zu seinem Wort stehen? …

    Die etwa 1960 geborene US-amerikanische Schriftstellerin Cynthia D’Aprix Sweeney wuchs in Rochester auf, besuchte ein College und lebte und arbeitete dann 27 Jahre als PR-Beraterin in New York. Im Alter von etwa fünfzig Jahren absolvierte sie ein Studium in Kreativem Schreiben, das sie mit dem Master of Fine Arts abschloss. „Das Nest“ ist ihr Debütroman, der im März 2016 in der Originalausgabe erschien und bereits im April 2016 auf Platz 3 der Bestsellerliste der New York Times landete. Sie ist verheiratet und zog 2009 mit ihrem Mann, der als Redakteur bei The Tonight Show arbeitet, und ihren Kindern im College-Alter nach Los Angeles. 

    »Die Amerikanerin Cynthia D'Aprix Sweeney hat einen hinreißenden und klugen Familienroman geschrieben ...  glänzende Unterhaltung und ein literarischer Wurf« - sagt Dennis Scheck in ARD Druckfrisch am 30.10.2016. Nicht immer bin ich mit seinem Urteil über Bücher einverstanden, doch diesmal stimme ich ihm voll und ganz zu. 

    „Das Nest“ ist ein scharfsinniger, mit viel Humor gewürzter Familienroman, der aufzeigt, was Geld aus einem Menschen machen kann. Früher, als sie noch Kinder waren, waren die vier Geschwister eng miteinander verbunden, heute verbindet sie nur noch die Aussicht auf eine gemeinsame Erbschaft – und als diese dann fraglich wird, kämpft jeder für sich selbst. Sie zählen sich zu New Yorks Upper Class, haben aber im Verborgenen finanzielle Probleme. Leo, der Verursacher der Misere, kann und will sein Status als Lebemann nicht aufgeben, Jack, der als Antiquitätenhändler erfolglos ist und schon seit Jahren vom Geld seines Ehemannes lebt, Beatrice, die einst gefeierte Schriftstellerin, deren Erfolg jedoch schon Jahrzehnte zurück liegt und Melody, die ihre Zwillingsmädchen auf die teuersten Privatschulen schickt und das Finanzielle ihrem Mann überlässt – sie alle müssen jetzt umdenken. Ob ihnen das gelingen wird?

    Eine interessante Geschichte, bei der Cynthia D’Apix Sweeney besonders die psychologische Wahrnehmung auf die Familie Plumb herausgearbeitet hat. Wie reagieren die einzelnen Familienmitglieder, wenn plötzlich der erwartete und bereits verplante Geldsegen ausbleibt? Wir verfolgen das Geschehen etwa ein Jahr lang und begleiten die Akteure bei ihren Sinneswandlungen, die sie zwangsläufig durchmachen müssen. Jeder der vier hat seine Schwächen, aber auch seine Stärken, die die Autorin routiniert in Szene setzt. Unterhaltsame Dialoge, Phasen der Erinnerung und gekonnt eingesetzte Gedankengänge lockern das Geschehen auf. Das   Leben muss irgendwie weiter gehen, es lassen sich Lösungen finden, die zu einem harmonisch-runden Schluss führen.  

    Fazit: Ein intelligenter Familienroman mit gut durchdachter, überzeugender Handlung – ein herrlich sarkastisches Abbild der Gesellschaft. 

  7. Cover des Buches Der Brief (ISBN: 9783423261463)
    Carolin Hagebölling

    Der Brief

     (174)
    Aktuelle Rezension von: elycalxa

    Die Hauptprotagonistin Marie bekommt von ihrer Schulfreundin, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat einen Brief, der sie komplett aus der Bahn wirft. Marie lebt in Hamburg und ist Journalsitin. In besagten Brief ist die rede davon, dass Maire ein Leben in Paris führt und noch weitere ihre mysteriöse Rätsel. Auch sind Dinge in Brief geschrieben die außer ihr und ihre Freundin keiner wissen kann.

    Marie reist also nach Paris und das Leben dort kommt ihr sehr vertraut vor. Noch viel gruseliger wird es, dass sie in Paris erkannt wird. 

    Das Cover hat mich sofort aus das Buch aufmerksam gemacht. Der Schreibstil hat mich sofort in den Bann gezogen.

    Die Protagonistin erschien mir sehr sympathisch. 

    Ich persönlich fand das Buch zum Ende hin zu verwirrten, so dass ich am Ende nicht mehr wusste was Realität oder was Fiction ist. 

  8. Cover des Buches Erhebung (ISBN: 9783453272026)
    Stephen King

    Erhebung

     (172)
    Aktuelle Rezension von: Doreen_Klaus

    Scott ist nicht gerade ein Spargeltarzan und so könnte er erstmal erfreut sein, als bei ihm die Pfunde purzeln, allerdings ist da irgendwas komisch. Scott verliert zwar stetig an Gewicht, seine körperliche Statur ändert sich dabei aber kein Stück. Gesundheitlich ist nichts auffälliges zu finden und Scott fühlt sich so gut und fit wie noch nie. 

    In den Grundzügen erinnert das nur etwas über 100 Seiten umfassende Buch ein wenig an "Thinner -Der Fluch", das King noch unter dem Pseudonym Richard Bachmann geschrieben hat. Der Tenor der Geschichte ist hier allerdings ein vollkommen anderer. Scott, beflügelt durch sein neues Lebensgefühl und mit der Möglichkeit konfrontiert, irgenwann mit seinem Gewicht bei null angekommen zu sein bekommt plötzlich eine ganz andere Sicht auf alltägliche Dinge, die in seinem Umfeld passieren.

    Das Buch ist natürlich kein typischer King im Sinne von Grusel - Horror  Schreckmomenten. Die Story ist eher sanft, nachdenklich, fast melancholisch mit einem tieferen Sinn. King nimmt wiedereinmal den Mikrokosmos seiner fiktiven Gemeinde Castle Rock und zeigt wie tief hier, stellvertretend für viele andere Orte auch, Vorurteile verwurzelt sind, und wie wichtig es ist Stellung zu beziehen um etwas zu bewirken. Er wählt hier ein Thema, das in der heutigen Zeit eigentlich keines mehr sein sollte Homophobie gepaart mit Sexismus. 

    Mit dieser berührenden, aussergewöhnlichen Novelle spannt King für mich den Bogen zu seinen literarischen Anfängen als Autor von Kurzgeschichten. Das Buch fällt etwas aus dem Rahmen, hat aber trotzdem auch seine mysteriösen, phantastischen Momente. Wenn man sich auf diese surreale Geschichte einlässt wird man eine angenehme Lesezeit haben. 

    Ein Muss für Fans, obwohl ich auch verstehen könnte, wenn diese vielleicht etwas enttäuscht wären. Ich für meinen Teil habe das Buch zelebriert und jeden Abend ein Kapitel vor dem Einschlafen gelesen.

  9. Cover des Buches Vergiss mein nicht (ISBN: 9783442379071)
    Karin Slaughter

    Vergiss mein nicht

     (1.703)
    Aktuelle Rezension von: NiniMiau

    Das Buch war richtig spannend. Ich habe es in einem Zug gelesen und konnte nicht aufhören.  Das Buch beinhaltet ein total  hartes uns schockierendes Thema, welches leider total real in unserer Gesellschaft ist.
    Auch wenn ich am Anfang schon eine Vermutung hattes wie das Buch ausgehen würde, war ich total überrascht, das ich zwar ein kleines Stück recht hatte, aber das komplette Ende trotzdem eine große Überraschung für mich war.
    Auch Fand ich den Nebenplot zwischen Jeffrey und Sarah total süß und nicht too much! Sie ist zwar da aber hält sich ziemlich Im Hintergrund.

    Ich weiß gar nicht warum ich nicht direkt nach dem ersten Teil (Belladonna) weiter gelesen habe und die folgebände der Grant County Reihe seit 2 Jahren ungelesen in meinem Regal stehen. 🤔😅 Ich fand diesen Band sogar ein Stück besser als Belladona.  

  10. Cover des Buches Schattenspiel (ISBN: 9783442377329)
    Charlotte Link

    Schattenspiel

     (305)
    Aktuelle Rezension von: Thommy28

    Einen ersten Blick auf das Geschehen kann der Leser hier auf der Buchseite werfen. Meine persönliche Meinung:

    Der Autoringelingt es meisterhaft die Schicksale, Emotionen und Lebensumstände der verschiedenen Protagonisten zu einem emotional fesselnden Ganzen zu verweben. Geschickt wechselt sie dabei zwischen Personen, Zeiten und Ot´rten und lässt so Langeweile keine Chance. Vielmehr fiebert der Leser von Situation zu Situation mit den Geschehnissen mit und kann die nächste Wendung kaum abwarten.

    Der Spannungsbogen ist dadurch nicht konstant, es ist mehr ein ständiges Erwarten eines neuen Spannungsausbruchs - der auch ab und zu kommt.

    Die Figuren sind sehr gut und mit viel Tiefe und Charakter gezeichnet in all ihrer Unvollkommenheit und Zerrissenheit. Man kann garnicht anders, als mit ihnen mitzufühlen.

    Das ganze Geschehen wird durch die Autorin in einer tollen, leicht lesbaren, aber sehr anschaulichen Schreibweise dargeboten. Von solchen Krimis wünscht man sich mehr...!

  11. Cover des Buches Der Koch (ISBN: 9783257239997)
    Martin Suter

    Der Koch

     (466)
    Aktuelle Rezension von: Milagro

    Die Geschichte an sich ist schon recht interessant. Mich hatte das Leben in der Fremde, das ungewöhnliche Arbeiten des Protagonisten angezogen. Die Idee mit dem genialen Koch, der auf Familienrezepte zurückgreift und still und ruhig die köstlichsten Gerichte für merkwürdige Leute schafft. Das ist insgesamt sicherlich  gut beschrieben, insbesondere die zugrundeliegende politische Situation in Sri Lanka, aufgrund derer der junge Mann in die Schweiz gekommen ist,  wird hier zeitgleich beleuchtet. Die Nöte der Familien, die inmitten der gewalttätigen Auseinandersetzungen verzweifelt auf den in der Schweiz arbeitenden Verwandten vertrauen. Der gesellschaftliche Druck, der auf diesem liegt, ist enorm. Das ist doch ein spannendes Thema, mit tollem Ansatz. Aber..... Ich wunderte mich, warum ich so wenig mitfühlend war, diese Geschichte ist doch traurig, das Leben für den Protagonisten ist schwer, er sehnt sich zurück in die Heimat, er versucht sich zu arrangieren. Da könnte man doch Mitleid empfinden. Ich hab all das lediglich verfolgt, ohne dass ich berührt wurde von der Geschichte. Mir schreibt Suter zu distanziert, ich lese den Text ohne viel Mitgefühl. Ich fand es unpassend, dass sich alles in  Wohlgefallen auflöst. 

    Ich hadere weiterhin mit Suter. Ich denke, das wird nichts mehr mit uns. 

  12. Cover des Buches Sputnik Sweetheart (ISBN: 9783832161002)
    Haruki Murakami

    Sputnik Sweetheart

     (380)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Viele Bücher, des populären japanischen Autors Haruki Murakami, sind bereits in Deutschland erschienen, und einer meiner Lieblingsautoren. Einmal mit einem Murakami begonnen, kann man nicht mehr aufhören.

    „Ich möchte begreifen, welchen Einfluss bestimmte Dinge und Menschen auf mein Inneres nehmen, wie ich sie integrieren und mich dennoch im Gleichgewicht halten kann.“

    Seite 61

    Sputnik Sweetheart erzählt die Geschichte drei Personen. Zu Beginn ist unser Erzähler uns völlig unbekannt, der Fokus liegt klar, auf der Protagonistin Sumire. Sumire ist Schriftstellerin und glaubt von sich selbst, keine sexuelle Neigungen zu verspüren, bis sie die verheiratete, 17 Jahre ältere Miu kennenlernt. Im Laufe des Buches, gewinnt unser unbekannter Erzähler immer mehr an Bedeutung.

    Ich habe mich in dieser Geschichte verloren. Murakami legt einen Bann über seine Bücher. Auch in diesem Buch, ist er sich treu geblieben. Musik spielt wieder eine große Rolle, sowie Literatur, Freundschaft, Leid, die Liebe, wie man mit Geschehnissen aus der Vergangenheit fertig wird und sich selbst findet. Auch in diesem Werk des Autor erhalten wir eine Parallelwelt aufgezeigt, die platz für Interpretation lässt. Besonders gerne habe ich die Geschichten, innerhalb der Geschichte gelesen.

    Kein Buch macht es mir so schwierig eine Rezension zu schreiben, weil man dem einfach nicht gerecht werden kann.

    „Kein Mensch, sollte durch das Leben gehen, ohne sich einmal der gesunden, ja langweiligen Einsamkeit auszusetzen, einer Situation, in der er allein auf sich selbst angewiesen ist und dadurch seine wahre und verborgenen Stärke kennenlernt“

    Seite 9

    Mein Fazit:

    Sputnik Sweetheart ist mein fünfter Murakami und durfte auf ein Siegertreppchen steigen. Es hat alles, was man von diesem Autor erwartet und noch viel mehr. Es ist schwierig ein Buch von diesem Autor zu bewerten, alles hierzu hört sich kryptisch an. Man muss es einfach erleben.

  13. Cover des Buches Ein Lied für meine Tochter (ISBN: 9783404169672)
    Jodi Picoult

    Ein Lied für meine Tochter

     (125)
    Aktuelle Rezension von: Ninchen90x
    Klappentext:
    Zoe Baxter wünscht sich nichts sehnlicher als ein Kind. Sie und ihr Mann Max tun alles, um endlich eine Familie zu gründen. Vergeblich. Als ihre Ehe zerbricht, findet Zoe Trost in der Musik - und in einer neuen Liebe.
    Mit der Psychologin Vanessa will sie noch einmal von vorne beginnen. Sie träumt von einem gemeinsamen Kind mit ihr. Doch Max ist fest entschlossen, dieses Familienglück zu verhindern. Er gerät in die Fänge einer radikalen christlichen Gemeinde, die seit Jahren gegen Homosexualität kämpft.

    Meinung:
    Jodi Picoult begeistert mich mit jedem Buch aufs Neue.
    Ich finde es faszinierend, wie man solche Themen auf diese Art und Weise behandeln kann.
    Ich war ab der ersten Seite begeistert und konnte mich auch mit den Charakteren super identifizieren.
    Die Geschichte war Jodi Picoult like so geschrieben, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.
    Durch die verschiedenen Erzählperspektiven hat man auch die Gedanken und Gefühlen der einzelnen Protagonisten direkt erfahren und so ein gutes Gespür für die Geschichte erhalten.
    Alles in allem fand ich das Buch mit diesem komplexen Thema sehr gut umgesetzt.
  14. Cover des Buches Der Kindersammler (ISBN: 9783945386453)
    Sabine Thiesler

    Der Kindersammler

     (1.237)
    Aktuelle Rezension von: MatthyEnnex

    Es ist nunmehr acht Jahre her, dass ich es leider gewagt habe, diesen Roman blind zu kaufen und dann binnen weniger Wochen immer in der Mittagspause zu lesen - obwohl es eine Qual war, die in etwa mit der Lektüre von "Fifty Shades of Grey" vergleichbar ist. Es ist - wie gesagt - acht Jahre her und an den Plot kann ich mich nur erinnern, wenn ich die anderen Rezensionen durchlese. Ich kann aber gerne versuchen, zusammen zu rotten, woran ich mich noch erinnern kann.
    Das Kind eines Ehepaars verschwindet im Urlaub. Jahre später - die ganze Sache bleibt natürlich unaufgeklärt - ist die Ehe zerrissen und der Mörder nach wie vor auf freiem Fuß. Die Mutter will endlich mit ihrer Vergangenheit abschließen und kauft sich ein Haus in der Toscana. Dabei kommt sie dem Killer gefährlich nahe...
    ...und trinkt noch einen Cappuccino.
    DARAN erinnere ich mich. Die Protagonistin in diesem Roman säuft so viel Cappuccino, dass sie die nächsten zehn Jahre allein deshalb schon nicht mehr schlafen können wird! Wo immer sie ihre Nachforschungen in der malerischen Toscana betreibt, hält sie erst einmal vorher oder nachher (oder mittendrin) an, um sich noch ein bisschen Koffein zu gönnen! Überhaupt wirkt der letzte Teil des Romans, als wolle mir da jemand auf Biegen und Brechen mitteilen, wie toll doch die Toscana sei. Nur brauch ich da nicht mehr hinzufahren, denn die Cappuccino-Vorräte sind ja schon längst aufgebraucht. Da ist nichts mehr mit einem Hallo-Wach für mich! Vielen Dank.
    Zweiter Punkt: Der Roman ist extrem männerfeindlich. Jede männliche Figur ist entweder ein Säufer, Träumer, bringt nichts zustande oder ist die Summe all dieser Eigenschaften. Ich fordere hier Gleichberechtigung. Die weiblichen Figuren sollten ebenso peinlich und verlottert sein wie die männlichen.
    Was sonst noch auffällt: Extrem leidenschaftslos geschrieben. Sprachlich virtuos klingt anders.

  15. Cover des Buches Auf eine wie dich habe ich lange gewartet (ISBN: 9783570309735)
    Patrycja Spychalski

    Auf eine wie dich habe ich lange gewartet

     (60)
    Aktuelle Rezension von: Booksareheroess

    Meiner Meinung nach ist "Auf eine wie dich habe ich lange gewartet" eine schöne, lockere Sommerlektüre. Ich persönlich empfehle nicht den Klappentext zu lesen, da es die Spannung der Geschichte wegnimmt. Dadurch ist der Einstieg in das Buch etwas langatmig gewesen. Jedoch, habe ich mitgefiebert, wie die Handlung ausgehen wird. Durch diesen Wendepunkt, habe ich dieses Buch in wenigen Stunden ausgelesen, und bin nur noch durch die Seiten geflogen.

    Von allen Charakteren mochte ich Irina am Meisten. Obwohl sie eine sehr dominate Persönlichkeit hat, mochte ich ihre mysteriöse und geheimnisvolle Art sehr. Auch Enzo war mir von Anfang an sehr sympathisch, und ich mochte seinen Umgang mit Laura. 

    Das Buch behandelt das Thema Sexualität, wobei Lauras Gefühlschaos sehr verdeutlicht wird. Weiterhin gefiel mir der offene Ratschlag von Lauras´ Mutter,  da man besonders in der Pubertät sich "ausprobieren" soll, um sich selbst zu finden. Die Autorin hat einen lockeren Schreibstil, der passend zur Teenager "Ausdrücks-und Denkweise" ist. Ich empfehle dieses Buch für eine jüngere Altersgruppe zwischen 14-16 Jahren. Jedoch habe ich mich persönlich nicht zu "alt" für dieses Buch gefühlt. 

  16. Cover des Buches In einer Person (ISBN: 9783257242706)
    John Irving

    In einer Person

     (130)
    Aktuelle Rezension von: Eggi1972

    John Irving erzählt in eindringlichen aber auch lustigen Worten, von einem Bi-Sexuellen  Jungen im Vermont der 50er Jahre, welcher sich selbst noch nicht versteht und somit auch die Welt, die ihn umgibt nicht versteht. Er fühlt sich immer wieder zu der wesentlich älteren Bibliothekarin Mrs. Frost hingezogen. Er sagt immer wieder er liebt Sie.

    Er erzählt auch, wie er sich als Teenager in einen Mitschüler „verliebt“ hat, der ihn aber irgendwie immer nieder macht. Immer wieder stellt er fest, dass er sich zu Jungen oder Männern hingezogen fühlt, aber auch zu Frauen - am besten mit breiten Schultern und wenig Brüsten.

    Sein Berufswunsch ist Schriftsteller zu werden, und diesen wird er  sich auch erfüllen. Sehr oft beschreibt er, wie man als Schwuler in den USA immer wieder diskriminiert wurde und wie es war, wenn man damals eine andere sexuelle Neigung hatte.

     

    Was mich auch sehr bewegt hatte, war die Art wie John Irving beschreibt, wie es in den 80er Jahren war, als die AIDS Welle ihren Höhepunkt hatte und immer mehr seiner Freunde und Weggefährten, auch die aus der Schule oder dem späteren Umfeld von William unseren Roman „Helden“

     

    Je länger man dieses Buch liest, desto mehr wachsen einem die Figuren in dem Buch ans Herz und man fühlt mit. Es beschäftigt einen und man ist froh, in einer toleranteren Zeit zu leben. Wobei man immer auch das Gefühl hat, dass noch nicht alles perfekt ist.

     

    Was das Buch so lesenswert macht ist, dass NIE mit einem erhobenen Zeigefinger gesagt wird so war es und das war schlecht.

    Nein, es wird ein Plädoyer für die Offenheit zwischen den Menschen und ihren verschiedenen Neigungen gehalten.

    Es werden Probleme aufgezeigt, die man immer irgendwie hat. Wo man denkt, ist man nun wirklich noch normal? Jeder Mensch hat etwas wo er sagt, ich glaube das ist doch nicht normal.

    Aber anstatt das wir es offen aussprechen, was uns bedrückt, fressen wir es immer wieder in uns rein. Wir sind nicht offen uns gegenüber, geschweige denn unserem Umfeld. Ich denke, dass vieles was in dem Buch beschrieben wird nur deswegen passiert ist, weil wir nicht offen miteinander umgehen.

  17. Cover des Buches Die Mittagsfrau (ISBN: 9783596175529)
    Julia Franck

    Die Mittagsfrau

     (388)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Julia Franck beschreibt eindrucksvoll die Flucht der Protagonistin Helene am Ende des 2. Weltkrieges.
    In einem wunderbaren Schreibstil zeichnet Sie eindrucksvolle Charaktere und trifft so die Stimmung der damaligen Zeit.

    P.S. Der kleine Junge in diesem Buch ist übrigens die Geschichte ihres Vaters. Er wurde bei der Flucht von seiner Mutter am Bahnhof ausgesetzt.

    🐭🐭🐭🐭🐭 /5

  18. Cover des Buches Bis ich dich finde (ISBN: 9783257236217)
    John Irving

    Bis ich dich finde

     (388)
    Aktuelle Rezension von: miss_atticos

    In "Bis ich dich finde" von John Irving reist Jack Burns mit seiner Mutter durch Nordeuropa, um seinen Vater zu finden. An Skurrilität ist Jack Burns vermutlich nicht zu übertreffen. Er hat irgendwie einen Knacks weg, wird in einem Mädcheninternat groß, muss so manche "Vergewaltigung" durchmachen, es liest sich so, als hätte der Junge kein Problem damit. Und was soll ich sagen, er hat wirklich keins damit. Jack Burns ist alles andere als normal und daher auch nicht aus meinem Gedächtnis zu löschen. Es war mein zweites Buch von John Irving. Seine Figuren sind schön schräg. Trotz des Umfangs von über 900 Seiten musste ich wissen wie die Geschichte von Jack endet und ob er überhaupt seinen Vater findet. Ich muss mich mal outen, irgendwie liebe ich auch richtig kranke Charaktere. Wer sonderbare Gestalten liebt, sollte nicht zögern, Jack in seinen Kopf zu lassen. 

  19. Cover des Buches Rebecca (ISBN: 9783458361343)
    Daphne Maurier

    Rebecca

     (383)
    Aktuelle Rezension von: MademoiselleMeow

    Allein der Name Daphne Du Maurier hat mich schon angezogen, weil er so schön klingt und nachdem ich den Film „Meine Cousine Rachel“ gesehen hatte, wollte ich eigentlich auch das Buch dazu lesen. Da ist mir allerdings schon die nächste Verfilmung in die Quere gekommen, nämlich „Rebecca“ aus dem Jahr 2020. Ich mochte den Trailer sehr, denn rein optisch scheint der Film ansprechend zu sein und auch das was er über die Handlung verrät, konnte meine Neugier wecken. Dieses mal wollte ich aber zuerst das Buch lesen, in dem es um folgendes geht:


    An der Côte d’Azur begegnet eine junge Gesellschafterin den doppelt so alten Maxim de Winter. Dieser ist reich, kultiviert und angesehen. Er lebt in England auf dem herrschaftlichen Landsitz Manderley, das unsere Erzählerin schon seit ihrer Kindheit von Postkarten kennt und stets bewundert hat. Nach einigen gemeinsamen Ausflügen macht Maxim der Erzählerin vor ihrer Abreise einen Heiratsantrag, welchen sie annimmt. Nach den Flitterwochen kehren beide nach Manderley zurück, wo sich die Erzählerin mit der Allgegenwärtigkeit von Maxims erster Frau Rebecca konfrontiert sieht. Diese war ein Jahr zuvor unter mysteriösen Umständen ertrunken. Die Erzählerin findet heraus, dass Rebecca nicht nur sehr schön, sondern auch allseits beliebt, charmant und talentiert war. Die ohnehin schon schüchterne junge Frau verunsichern diese Informationen, zudem verhält sich ihr Ehemann oft unberechenbar, ist mal zuvorkommend und warmherzig, dann wieder verschlossen und gereizt. Rebeccas Vertraute und Haushälterin Mrs. Danvers begegnet ihr fortwährend mit Missfallen und so sehr sie das Anwesen Manderley und seine Umgebung liebt, so sehr ist sie sich der immer wieder der Anwesenheit Rebeccas Geist bewusst. Es wird ihr zunehmend klar, dass ein glückliches Leben im Schatten der Vorgängerin nicht möglich zu sein scheint.


    Zu erst einmal ist es ungewöhnlich, dass der Roman mit dem Ende beginnt. Wir erfahren, dass das Ehepaar de Winter nicht mehr auf Manderley lebt, ja dass dieses nicht mehr existiert. Dass sie die Dämonen der Vergangenheit immer wieder heimsuchen, aber ihr Glück in einem langweiligen Alltag fernab der Heimat gefunden haben. Erst ab Mitte des zweiten Kapitels beginnt der Anfang der Handlung. Auch ungewöhnlich ist es, dass die Erzählerin, unsere Hauptfigur, nie beim Namen genannt, sondern nur als Mrs. Winter bezeichnet wird. Das ist schon etwas ärgerlich, weil es laut Maxim ein sehr außergewöhnlicher Name ist, aber andererseits trägt das zur allgemeinem Mystik des Romans bei. Außergewöhnlich sind auch alle auftretenden Charaktere, jeder ist nach einem klaren Muster aufgebaut: Der reiche Witwer, die junge unsichere Ehefrau, die kaltherzige Haushälterin, der ewige Junggeselle, die sagenumwobene tote Ehefrau….fast schon karikativ, aber das macht auch seinen Reiz aus. Trotzdem geht einem besonders die Erzählerin irgendwann auf die Nerven. Ich bin ja selbst eine sehr introvertierte Person, aber all die einsilbigen Antworten die sie bei Konversationen gibt und diese übertriebene Unsicherheit, haben selbst mich ein bisschen auf die Palme gebracht. Sehr anstrengend zu lesen, auch die vielen inneren Monologe, obwohl diese sehr bildhaft und atmosphärisch geschrieben sind. So etwas mag ich, aber es wurde irgendwann einfach zu viel. Im Gegenzug gab es aber ein paar sehr starke Szenen, z.B. der Monolog von Mrs. Danvers in Rebeccas Zimmer, wo ich echt begeistert war. Ich konnte sie fast vor mir sehen und hören, das war richtig gut geschrieben! Trotz der recht langen, klein gedruckten Kapitel ist das Buch ein wahrer Pageturner, weil man so gespannt auf das Mysterium Rebecca ist. Ich hatte vorher schon vielfach gelesen, dass die Auflösung ganz und gar schockierend sei und hatte dementsprechend große Erwartungen. Ich würde zusammenfassen, dass es drei Enthüllungen gibt. Die erste über die Person Rebecca fand ich interessant und clever, hätte daraufhin aber gerne noch ein bisschen mehr über sie erfahren und warum sie so war. Die zweite über ihren Tod hatte ich schon in Betracht gezogen und kam daher nicht ganz so überraschend. Überraschend fand ich dann aber wieder den Twist der danach kam. Das war nochmal eine schöne Kehrtwende. Das Ende kam mir dann allerdings zu schnell, da war ich richtig enttäuscht. Man erwartet noch eine kleine Aufklärung, warum das was am Ende passiert, passiert ist und wer dafür verantwortlich war. Natürlich hat man eine Ahnung, aber ich mag es lieber, wenn es schwarz auf weiß da steht. Es hilft jedoch ein wenig, wenn man sich direkt im Anschluss die ersten beide Kapitel noch einmal durchliest. 

    Am meisten hat mir an dem Buch gefallen, dass es so spannend war. Und auch, dass es ungewöhnlich war. Es ist kein 0815 Roman, so was liest man nicht oft. Vermutlich mag das auch daran liegen, dass der Roman von 1938 ist, da hat man noch anders geschrieben und die Leser hatten andere Ansprüche. Da ich aber eher selten so alte Romane lese, war ich davon positiv überrascht. Drei Dinge haben mir nicht so gefallen. Die Erzählerin geht einen mit ihrer Art irgendwann einfach nur noch auf die Nerven, die offenen Fragen und das Ende, welches ich zu plötzlich fand. Für mich war es nicht ganz perfekt, aber ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen und bin froh das ich es gelesen habe. 

  20. Cover des Buches Die Frau vom Strand (ISBN: 9783352009525)
    Petra Johann

    Die Frau vom Strand

     (122)
    Aktuelle Rezension von: TheaWolf30

    "Die Frau vom Strand" ist, in aller Kürze gesagt, als Lektüre okay. Es gibt keine Highlights, keine Gänsehaut, aber auch kein Gähnen vor Langeweile. Es ist simpel und einfach Krimi-Durchschnittskost, zu der ich nur gegriffen habe, weil sie im Buchladen meiner Lieblingsbuchhandlung als LGBT-Lektüre angepriesen wurde. Denn, oho, es geht (auch) um eine Frauenbeziehung, sogar mit Baby, wobei eine der beiden Frauen das Mordopfer ist, also nicht wirklich durch Präsenz glänzt.

    Es hätte allerdings keine Frau-zu-Frau-Beziehung sein müssen. Die Geschichte, inklusive Mord, hätte auch in einer Hetero-Beziehung so funktioniert (mit kleineren, unerheblichen Abwandlungen). Somit gab es auch in diesem Punkt nichts, was das Buch irgendwie besonders gemacht hätte.

    Die Geschichte folgt einem 08/15-Plot: Rebecca und Lucy leben mit einer Tochter namens Greta in einem kleinen idyllischen Ort an der Ostsee. Lucy muss pendeln, sie arbeitet in Hamburg. Aufgeschreckt durch einen Anruf ihrer Liebsten braust Lucy eines Abends nach Rerik zurück und hat ein sehr aufwühlendes Gespräch mit Rebecca. Am nächsten Tag findet man sie tot unterhalb der Klippen. Die Polizei beginnt zu ermitteln. Fast wie im Tatort, gibt es auch hier eine etwas schrullige Kommissarin (ohne Freunde, das gehört bei Ermittlern offenbar zum guten Ton, zumindest in Filmen und Büchern), die noch dazu selbst psychisch angeschlagen ist (auch das kennen wir vom TATORT). Natürlich kommt die clevere Kommissarin trotz ihrer Probleme dahinter, was sich zwischen dem Paar abgespielt hat, und wer die geheimnisvolle "Frau vom Strand" ist, die das idyllische Leben des Paars zerstört hat...

    Wie gesagt, ein lesbares Buch, aber für mich kein Highlight.

  21. Cover des Buches Vögelfrei (ISBN: 9783453675704)
    Sophie Andresky

    Vögelfrei

     (204)
    Aktuelle Rezension von: buechertraumzeiten

    Das Buch ist an sich gut konzipiert und auch die Erotik kommt nicht zu kurz, jedoch fehlte mir beim Lesen die gewünschte Tiefe. 

    Das Buch ist in verschiedene Kapitel und somit gleichzeitig verschiedene Geschichten mit den jeweiligen Personen eingeteilt mit denen sich Sophie am Ende ihres vögelfreien Jahres trifft. Jede Person bzw. Geschichte ist mit einer erotischen Erfahrung seitens Sophie verbunden und lässt den Leser an der Reise teilhaben. 

    Für mich persönlich sind die erotischen Szenen gut geschrieben, wer jedoch eine komplexe Story à la Shades of Grey sucht ist hier falsch. Die Geschichten hängen nicht wirklich zusammen und hätten auch gut als "Sammlung" erscheinen können. 

    Ich gebe dem Buch allerdings trotzdem 4 von 5 Sternen, weil für mich bei dem Buch nicht die große Story an sich im Vordergrund stand und ich Andreskys Schreibstil gerne mag.

  22. Cover des Buches Die Korrekturen (ISBN: 9783499255496)
    Jonathan Franzen

    Die Korrekturen

     (475)
    Aktuelle Rezension von: MaternaKuhn

    Jonathan Franzen gilt als einer der bedeutensten Schriftsteller der Gegenwart. Paul Auster beneidet ihn um seine literarischen Fähigkeiten. Man zieht Vergleiche mit David Mitchell und viele Literaturkenner fragen sich, warum Franzen noch nicht der Nobelpreis verliehen wurde. Aber das sind nur die, die nicht wahrhaben wollen, dass dieser Preis überwiegend ein Politikum ist. Wenn man sich von „Unschuld“ hat fesseln lassen, so muss man zwangsläufig bei Franzen’s erstem Meisterwerk landen. Letzteres entstand bereits 2001, wurde in kurzer Zeit zum Weltbestseller und wurde von Literaturpreisen anderer Gremien überhäuft.

    Auch auf dieser Plattform wurde „Die Korrekturen“ bereits mehrfach kommentiert oder erwähnt, aber meine Begeisterung braucht ein Ventil. Aber wo anfangen?

    Es ist eine Familiengeschichte. Die Familie soll an Weihnachten im Elternhaus zusammenkommen. Das kommt Ihnen bekannt vor? Genau! Ist es nicht in fast jeder Familie so, dass an eben diesem Fest eine romantisch-infantile Stimmung voller überbordernder Emotionen erzeugt wird, die die Wirklichkeit für eine unterschiedlich lange Zeit ausblendet? Mit eben diesen Assoziationen und Wiedererkennungseffekten spielt Franzen in teils subtiler, teils ganz offensichtlicher Form und hält dem Leser ein ums andere Mal den Spiegel vor. Wenn man will. Natürlich kann man aber - so scheint es in manchen Reviews jedenfalls der Fall zu sein - das alles auch nicht erkennen. Dann verharrt der Leser leider in einer mehr oder weniger netten Familien-Story und verzichtet auf den Benefit der Selbsterkenntnis.

    Manche reduzieren den Roman auf den Alterungsprozess des Vaters Alfred. Wirklich brilliant, wie Franzen in einzelnen Abschnitten die Gedankenwelt eines schwer degenerierten, phasenweise Demenz-geprägten alten Mannes beschreibt. Ja, das ist auch ein Thema, aber nur eines von vielen innerhalb des Familiengefüges. Dazu gehören in einem Atemzug die vier anderen Einzelschicksale, zum Beispiel des ältesten Sohnes und im konventionellen Sinne erfolgreichen Gary (meine Familie, mein Haus, mein Boot), der aber mit seiner Rolle des Ältesten in der Ursprungsfamilie genauso schwer zurecht kommt wie mit der Rolle des Ehemannes und Vaters in seiner neuen Familie. Der zweite Sohn Chip, der vermeintliche Looser, der sich aber als Lebens- und Überlebenskünstler erweist. Die Jüngste, die Tochter Dennis, die in der Familie und im Leben alles perfekt machen möchte und auf der Suche nach ihrer Identität jeden Halt zu verlieren droht. Und natürlich die Mutter Enid, der Prototyp einer Heile-Welt-Mutter, die zur Bewahrung ihrer idyllischen Scheinwelt und ihrer irrealen Ideale kognitive Dissonanzreduktion ohne Ende anwendet. Man könnte die Liste endlos fortsetzen, da all diese Protagonisten wunderbar in ihrer jeweiligen Interaktion im Leben und untereinander entwickelt werden. Nicht nur Eltern-Kinder-Konflikte, fehlende Ablösungen, altersunabhängige Rollenkonservierungen, sondern auch Beziehungsfeinheiten bei jungen wie bei alten Paaren mit all ihren Intrigen und Manipulationen. Und vieles mehr. Ohne dass Franzen billige Stereotypien nutzt, kann sich hier fast jeder Leser irgendwo wiederfinden.

    Dass das alles sprachlich vom Feinsten ist, kann zum Schluss, um den Rahmen nicht zu sprengen, nur noch eine Randbemerkung sein, dabei steht Franzen auch genau dafür - eine herausragende Sprachvielfalt, treffsicher, oft humorvoll, betroffen machend, auch Szenen aushaltend, sodass sie dem Leser schon fast physisch und psychisch wehtun. Und bei aller Liebe zum maximal gut recherchierten Detail dennoch immer im richtigen Erzähltempo. Ein Kompliment auch an die Übersetzerin Bettina Aberbanell - solch ein Sprachfeuerwerk unter Bewahrung der literarischen Qualität will erst einmal übersetzt sein.

    Auf der Bühne dieses Buches wird bravourös eine literarische Familienaufstellung aufgeführt, von der wir im Zuschauerraum auf unseren Logenplätzen ganz viel mitnehmen können. Wenn wir es zulassen.

  23. Cover des Buches Nacht (ISBN: 9783453675360)
    Richard Laymon

    Nacht

     (263)
    Aktuelle Rezension von: Ann-Kathrin1604

    Nacht - Richard Laymon 

    🌸Rezension🌸

    __________

    Den Inhalt bei Bedarf bitte selbst recherchieren.

    __________

    Meine Meinung : 

    Zunächst muss ich leider einige negative Punkte erwähnen: 

    Die Übersetzung ist grauenvoll! Einige Sätze klingen aufgesetzt, einfach nicht passend im Kontext und ich habe einige Rechtschreibfehler gefunden. Das hat mich beim Lesen ziemlich gestört. Für diese Fehler kann der Autor zwar nichts, ich wollte es aber trotzdem einmal anmerken, weil dies ein Punkt sein kann, der einen Leser daran hindert, das Buch zu kaufen. 

    Außerdem fand ich es störend, dass der Klappentext schon so viel von der Geschichte erzählt hat, dass die ersten Seiten überhaupt nicht spannend waren, weil ich   daher bereits wusste, was passiert. Da wäre weniger mehr gewesen! 

    Dazu kommt, dass die Handlung für mich eher in Richtung Scary Movie ging, weil die Dialoge ziemlich sarkastisch waren, sodass diese eher lustig als gruselig ankamen. Das kenne ich vom Autor so nicht und das fand ich echt schade.

    Unglaubwürdig ist die Protagonistin Alice, denn zu Beginn des Buches hat sie ziemlich Angst allein in dem großen Haus und plötzlich ändert sich dieser ängstliche Charakterzug vollkommen als der fremde Mann im Pool auftaucht... allgemein wie sie sich im Laufe der Geschichte verändert ist absolut unglaubwürdig und schlecht durchdacht. Wäre ihre Person von Anfang an skrupellos gewesen, hätte es Sinn gemacht. So aber überhaupt nicht. 

    Dann kommt das Ende..naja, ich hätte etwas anderes erwartet. Ich hatte den Eindruck, dass der Autor einfach schnell fertig werden wollte.


    Es gibt aber auch positive Aspekte : 

    Die Handlung ist ziemlich abgedreht und die Idee der Geschichte fand ich richtig gut! In der Nacht geschehen so viele Dinge, dass der Leser gar nicht erst in Versuchung kommt sich zu langweiligen, weil einfach immer etwas passiert. 

    Mein erstes Buch von Laymon war „Der Keller“ und dieses hat mir gezeigt, wie heftig dieser Autor schreibt. Das war purer Horror für mich. Daher dachte ich, dass bei „Nacht“ ein ähnliches Gefühl beim Lesen aufkommt, was jedoch nicht der Fall war. Wer hier diesen Horror erwartet ist falsch. Die Geschichte ist für mich eher ein Thriller, hier steht eher die Spannung im Vordergrund als der Horror an sich. 

    __________

    Mein Fazit : 

    Die Handlung ist wirklich super spannend, aber leider haben die vielen Fehler im Buch und die schreckliche Übersetzung das Lesen etwas anstrengend gestaltet. Diese Aspekte werten das Buch für mich auch ziemlich  ab. Wäre das nicht gewesen, wäre es ein 3 Sterne Buch für mich, so leider nur 2.

  24. Cover des Buches Lucian (ISBN: 9783401510248)
    Isabel Abedi

    Lucian

     (1.662)
    Aktuelle Rezension von: Punix

    Kurz zum Inhalt

    Rebecca führt ein ganz normales Leben, mit dem sie auch sehr zufrieden ist, bis zu dem Zeitpunkt, als sie von ihrem eigenen Tod träumt. Noch in der selben Nacht sieht sie Lucian zum ersten Mal, einen seltsamen Jungen, der ihr seitdem öfter über den Weg läuft. Sie fühlt eine sehr starke Anziehung zu ihm und er zu ihr. Doch Lucian umgibt ein Geheimnis, welches für die beiden noch viele Probleme bereithält. 

    Meine Meinung

    Ich lese gerne und viel Fantasy und wenn  eine Liebesgeschichte dabei ist, ist es umso besser. Hier allerdings nicht. 

    Es ist ein Jugendbuch. Die Protagonistin Rebecca ist 16 Jahre alt und sie und ihre Freunde haben auch mit den typischen Problemen von 16 jährigen zu kämpfen. So hat Rebecca einen Exfreund, der sie aber immer noch liebt und ihre beste Freundin verliebt sich in einen Typen, den Rebecca nicht leiden kann. Ihre Familie liebt sie und ihre Mutter ist locker und lässt ihr viele Freiheiten (jedenfalls am Anfang des Buches). 

    Mir fiel allerdings bereits zu Beginn auf, dass oft viele Szenen unnötig waren, oder viel zu sehr in die Länge gezogen wurden. Beispielsweise hat die Verliebtheit von Rebeccas bester Freundin nicht wirklich viel zu der Story beigetragen, wurde aber trotzdem sehr genau beschrieben. Der Anfang zog sich also, durch die vielen Nebenhandlungen, einfach unglaublich lange hin. Es dauert gefühlt eine Ewigkeit, bis endlich mal was passiert und bis man auch endlich mal etwas mehr von dem geheimnisvollen Lucian erfährt. Da ich aber unbedingt wissen wollte, was es mit Lucian auf sich hat, habe ich weiter gelesen. 

    Als Rebecca endlich mehr über Lucian erfährt, beginnt ihre Mutter völlig durchzudrehen und schlägt sogar ihre Tochter. Ich kann verstehen, dass sie sich Sorgen macht, aber in manchen Punkten reagiert ihre Mutter einfach etwas zu extrem, was für mich das ganze unglaubwürdig macht. Insgesamt plätschert die Story immer nur so vor sich hin und erst als man erfährt, was Lucian ist, beginnt die Geschichte spannend zu werden. 

    Im Hintergrund hat man immer noch den seltsamen Traum über Rebeccas Tod im Kopf und ich hab mir sehr erhofft, dass diese Todesszene eine spannende Rettungsaktion wird, doch selbst diese Szene plätscherte nur so vor sich hin. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass das Ende nicht ganz so ausgereift war, wie der Rest der Geschichte. Während alles andere viel zu lange gedauert hat und die Autorin auf extrem viele Details eingegangen ist, wurde am Ende alles viel zu schnell erklärt und die Reaktionen von Rebeccas Freunde und Familie waren für mich überhaupt nicht mehr greifbar. 

    Auch die Liebesgeschichte zwischen Rebecca und Lucian hat mich irgendwie nicht wirklich berühren können und ich hab immer gehofft, dass sie zu ihrem Exfreund zurückkehrt. Vielleicht bin ich auch einfach zu alt für das Buch. Vor ein paar Jahren hätte es mir sicher gefallen. So kann ich leider nur den Schreibstil loben, der wirklich sehr gut und flüssig zu lesen war. 

    "Schwimmen war für mich wie Fliegen ohne Flügel." Zitat Seite 73 

    Fazit: Es war leider überhaupt nicht mein Fall. Die Story hat sich gezogen und die Liebesgeschichte zwischen Rebecca und Lucian war für mich nicht greifbar.

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks