Bücher mit dem Tag "lesbische literatur"
9 Bücher
- Sanne Hipp
Die Saison der Madame Butterfly
(2)Aktuelle Rezension von: PiaMariaXWunderschöne LGBT Romance! Sanne Hipps neuer Roman hat mir sehr gefallen. Er geht über die Grenzen eines lesbischen Liebesromans heraus, dadurch, dass sich eine der Protagonistinnen als bisexuell definiert und die Beziehung zu ihrem Verlobten mit in die Geschichte hinein gewoben wird. Sogar die Frage nach einem möglichen Dreier steht im Raum, aber ich möchte nicht weiter spoilern. Was zählt, ist die Liebe zu einem Menschen und nicht die Einteilung was und wen wir lieben.
- Dantse Dantse
TSUMO – weinen ohne Tränen
(2)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerIn diesem Roman geht es um Homosexualität in Afrika. Genauer gesagt um eine verbotene, lesbische Beziehung zwischen einer Afrikanerin und einer Europäerin. Die Geschichte beruht auf einer wahren Begebenheit. Melanie, eine deutsche Entwicklungshelferin, geht nach Kamerun um zu arbeiten und zu helfen. Außerdem will sie sich von ihrem Freund, der eine Affäre mit eine Frau aus dem Fitnessstudio hatte, distanzieren. Dort in Kamerun verliebt sie sich dann in eine schwarze Frau, in Tsumo - was sie nicht erwartet hatte, sie hatte bis dahin nie Gefühle für eine Frau gehabt, weder sexuell noch in der Liebe. Obwohl sie beide wissen, dass Homosexualität bzw. die Auslebung in diesem Land strafbar sind, leben sie ihre sexuellen Fantasien ungehemmt aus und unterschätzen die Gefahren. Als ihre Beziehung schließlich auffliegt, muss Melanie Afrika fluchtartig verlassen, um zu überleben. Tsumo bleibt zurück und ihre Familie meint, sie von ihrer Homosexualität "heilen" zu müssen - ihr den "Teufel" auszutreiben. Tsumo hatte ihr einen Brief mitgegeben, den sie erst 5 Jahre später öffnet. Melanie, die in Wirklichkeit anders heißt, suchte Dantse Dantse auf, um Hilfe zu finden und Kontakt zu Tsumo wiederherzustellen. Sie hat ihn gebeten, ihre Geschichte der Welt zu erzählen. Das Buch ist wirklich klasse, obwohl oder gerade weil es ein sehr schwieriges Thema hat. Man lernt dabei auch eine Menge - u.a. über Homosexualität in Afrika und die Geschichte der Homosexualität in Europa. Absolut empfehlenswert! - Ava Wilder
Mit dir, unter einem Dach: Eine queere Romanze zwischen Gegensätzen
(1)Aktuelle Rezension von: mariameerhaba»und die blaue Farbe von gestern klebte immer noch an meinen Nagelhäuten.«
Die Autorin behauptet ja, dass eine Person aus Fiver die Übersetzung gemacht hat, aber so liest sich das Buch nicht. Entweder hat die Autorin selbst die Übersetzung mit einer KI übernommen, oder die angeheuerte Person über Fiver hat es getan.
In einer Szene erzählt Riley von ihrem Date und dabei wird ihr Date in Plural angesprochen, als hätte Riley mehrere Personen in einem Date gedatet.
Es sind sehr viele komische Formulierungen, die zwar einen Sinn ergeben, aber kein Autor es so beschreiben würde. Allein deshalb muss ich ein Stern abziehen.
Die Geschichte selbst ist solide, die von Anfang an ein Ziel verfolgt und es sich auch erfüllt. Die vielen Konflikte gehen daher schnell zu Bruch, das Knistern zwischen den beiden Figuren vergeht genauso schnell und ab der Mitte habe ich gemerkt, wie die Autorin mit Gewalt das Happyend hinauszögert, damit das Buch keine läppischen 100 Seiten hat.
Dabei hätte es wirklich bloß 100 Seiten haben sollen, mehr nicht. Die Prämisse hatte sich erfüllt, die Handlung war klar, das Ziel längst und irgendwie hätten die nächsten 100 Seiten vielleicht mehr in die Tiefe eingehen sollen. Stattdessen wird alles hinausgezögert und irgendwann habe ich begonnen, die Seiten zu überfliegen in der Hoffnung, dass vielleicht jemandem ein Klavier auf den Kopf fällt.
Außerdem wird nicht erklärt, warum eine berühmte Autorin, die auch noch eine akzeptable Laufbahn als Wirtschaftsanwältin hat, eine Mitbewohnerin braucht. Die verdient eindeutig gut und trotzdem vermietet sie ein Zimmer? Wieso?
Und dann ist die Anwältin superclean, achtet auf Ordnung und Sauberkeit, und flippt nicht aus, als ihre Mitbewohnerin eine Katze einschleppt? Schon mal Katzen im Haus gehabt? Katzenhaare überall! Da müsste doch die Anwältin völlig ausflippen! Und als mit ihrem Mitbewohnerin streitet und die Mitbewohnerin aus dem Haus flüchtet, um mehrere Tage bei ihrer Schwester zu verbringen, da lässt die Mitbewohnerin einfach die Katze zurück! Hallo? Welcher Katzenmensch würde das machen???
Das Ende ist halt superkitschig und es erfüllen sich so viele Träume, dass die ganze Glaubwürdigkeit zu Bruch gegangen ist. Ich fand es enttäuschend. Es hätte nicht in einem absoluten Kitsch enden sollen, sondern in irgendetwas anderem.
- Nathalie C. Kutscher
Claire
(16)Aktuelle Rezension von: KorikoStory:Dank der Unterstützung ihrer Schwägerin Melanie erfüllt sich das Leben der gutbürgerlichen Claire – sie darf in New York Kunst studieren, in den beginnenden 1920er Jahren für Frauen eine Seltenheit. Schnell freundet sie sich mit ihrer Kommilitonin Josephine an, die Claire nicht nur ins wilde Nachtleben mitnimmt, sondern auch Kontakte zu einigen zwielichtigen Männern und das ein oder andere Geheimnis hat. Claire lässt sich davon nicht abschrecken, insbesondere als die beiden Frauen eine leidenschaftliche Liebesbeziehung beginnen, die sie nur im Geheimen ausleben können. Als Josephines Beziehung zum Mafiaboss Vinnie de Marco in einer Katastrophe endet, flieht Josephine Hals über Kopf aus New York und lässt Claire mit einem erklärenden Abschiedsbrief zurück. Nur mühsam kommt Claire über ihre Verlust hinweg, beugt sich den Konventionen, heiratet und gründet eine Familie – ohne Josephine je vergessen zu können …
Eigene Meinung:Mit „Claire“ legt Nathalie C. Kutscher einen historischen Frauenroman vor, der in den 20er Jahren anfängt und das Leben von Claire Sawyer bis in die 1960er Jahre hinein beschreibt. Auf 224 Seiten wird Claires Leben mit all seinen Höhen und Tiefen beleuchtet und gleichzeitig auch die Frauenrechtsbewegung beleuchtet, denn Claires Schwägerin ist sehr aktiv, wenn es darum geht für die Rechte der Frauen einzutreten und die zu unterstützen, denen das Leben zusetzt.
Die Geschichte beginnt in Clairas Heimatstadt und beleuchtet ihr Leben als Tochter einer gut betuchten Familie, die nur wenig Sorgen hat und deren Leben unter einem guten Stern steht. Sie darf in New York studieren, findet in ihrer Mitbewohnerin ihre große Liebe und hat sogar das Glück einen verständnisvollen, sehr reichen Ehemann zu finden und eine kleine Familie zu gründen, als Josephine sie verlässt. Wirklich viele Steine werden ihr nicht in den Weg gelegt, auch muss sie nicht wirklich um Josephine oder um ihre Stellung als lesbische Frau kämpfen, denn die Probleme bleiben zumeist „vor der Tür“. So toll die Geschichte vom Grundsatz her ist und so schön sie geschrieben ist, die Autorin verschenkt ein wenig Potenzial hinsichtlich der Spannung und Dramatik. Sicherlich ist es auch angenehm, das Claire so viel Glück hat (man muss ja nicht immer von dramatischen und verletzenden Ereignissen lesen), aber hin und wieder wäre es spannend gewesen, wenn Claire auch mal hätte kämpfen oder sich wirklich wehren müssen – gerade hinsichtlich der Frauenrechtsbewegung, die die Autorin geschickt mit einbaut. Auch bei anderen Dingen, die angesprochen werden (Rassenkonflikte, Mafia, Krieg) hat man das Gefühl außen vor zu bleiben, weil Claire zumeist außen vor bleibt. Sie ist fast nie direkt involviert, streift die Ereignisse nur am Rande, so dass auch der Leser diese Ereignisse nur als Randerscheinung wahrnimmt, ohne dass Nathalie C. Kutscher hier in die Tiefe geht.Wen das nicht stört, bekommt einen schön geschriebenen, gut lesbaren Frauenroman präsentiert, der mehrere Jahrzehnte einer lesbischen Frau beleuchtet, die ihren Weg geht. Die Autorin beschreibt die Höhen und Tiefen der Heldin mal ausführlich und stark ausgeschmückt, mal zusammenfassend und mit wenigen Sätzen. Während der Anfang und die Jahre in New York einen großen Teil des Buches einnehmen, werden gerade die Jahre ohne Josephine nur stark gekürzt erzählt – obwohl auch diese interessant gewesen wären, insbesondere Claires Kampf als lesbische Frau mit einem Mann verheiratet zu sein. Erst als Josephine wieder auftaucht, werden die Szenen länger und detaillierter. Das ist schade, wenngleich man sich denken kann, warum Nathalie C. Kutscher sich dafür entschieden hat. Im Grunde hätte man mit der Lebensgeschichte von Claire Sawyer mehrere Romane füllen können – Potenzial war auf jeden Fall vorhanden.
Die Figuren sind sehr lebendig und sind liebevoll ausgearbeitet – natürlich trifft dies vorwiegend auf die weiblichen Charaktere zu, denn starke Frauen stehen nur einmal im Zentrum des Romans. Claire lernt man sehr gut kennen, kann sich gut mit ihr identifizieren und ist hautnah dabei, wenn sie sich vom unscheinbaren Teenager zu einer jungen Frau entwickelt und ihren Platz im Leben findet. Josephine ist ebenfalls sehr interessant, allerdings bleibt sie fast ein wenig blass – hier hätte man mehr rausholen können, gerade weil sie mit ihrer dunkleren Hautfarbe durchaus Probleme in New York haben dürfte (was im Roman jedoch nirgends erwähnt wird). Sicherlich hat sie mit einigen Problemen zu kämpfen, doch Claire (und damit auch der Leser) bekommt davon wenig mit. Am interessantesten dürfte Melanie sein, die nur am Rande vorkommt, aber ungemein willensstark und energisch ist. Sie kämpft für die Frauen, gründet eine Stiftung für alleinstehende Frauen und setzt sich für Schwächere ein – ein Buch über sie wäre wahnsinnig interessant und spannend gewesen.
Stilistisch gibt es nichts zu meckern – Nathalie C. Kutscher hat einen sehr schönen, gut lesbaren Schreibstil, der den Leser mitreißt und dafür sorgt, dass man das Buch sehr schnell liest. Die Ereignisse werden aus Claires Sicht in der Ich-Perspektive dargelegt, so dass man die Hauptfigur sehr gut kennenlernt und ihre Beweggründe gut nachvollziehen kann. Die Beschreibungen sind (passend zur Sichtweise einer Malerin) sehr blumig und ausschmückend – man erlebt gerade das New York der 20er Jahre hautnah und kann sich die Handlungsorte sehr gut vorstellen. Positiv ist auch, dass Nathalie C. Kutscher sich um historische Korrektheit bemüht hat, was man an den vielen kleinen Details merkt, die hin und wieder eingebaut werden. Das macht den Roman authentisch und realistisch.
Fazit:Bis auf einige kleinere Schwächen ist „Claire“ ein schöner historischer Frauenroman, der mit tollen Figuren und einem sehr schönen Schreibstil punkten kann. Die Beschreibungen der Handlungsorte und die Zeit sind Nathalie C. Kutscher gut gelungen – man erlebt das New York der 20er Jahre hautnah und lernt Claire und die anderen Frauen sehr gut kennen. Hin und wieder wäre ein wenig mehr Tiefgang nicht schlecht gewesen – gerade wenn es um die ernsteren Probleme geht oder wenn der Love Interest nicht in Claires Leben ist. In diesen Szenen wird zu sehr zusammengefasst und dadurch viel Potenzial verschenkt. Wen das nicht stört und wer in eine Welt der 20er Jahre eintauchen will, in der die Probleme nur am Rande beleuchtet werden, ist bei „Claire“ an der richtigen Adresse. Zu empfehlen. - Karen-Susan Fessel
Bis ich sie finde
(24)Aktuelle Rezension von: ClaraOswaldAuf einer Australien-Reise lernt Uma Jane kennen. Sofort ist sie von der gebürtigen Schwedin eingenommen, wie sie spricht, sich bewegt, ihr Aussehen. Doch Jane ist unnahbar. Sie lässt sich nicht einfangen. Uma muss zurück nach Berlin, doch ihre australische Freundin Kate, auch eine Freundin von Jane, verspricht, sie auf dem Laufenden zu halten.
In Berlin lebt die Butch Uma ihr Leben weiter, sie ist ein Frauenschwarm und weiß das. Eines Tages ist Jane in der deutschen Hauptstadt und die beiden verbringen einige Tage miteinander. Dann geht Jane, verlässt Uma.
Dann lernt Uma Marianne kennen, eine tolle Frau, wie alle sagen und das weiß auch Uma. Doch Marianne weiß auch, dass Uma ihre Freiheit liebt. Dennoch entscheiden sich die beiden dazu, Kinder zu bekommen. Marianne ist die Mutter, Umas Bruder Markus der Vater. Das Mädchen Lucie und der Junge Hugo werden die wichtigsten Menschen in Umas Leben.
Sie bleiben, lieben sie bedingungslos. Denn alle anderen scheinen Uma zu verlassen, ihre beste Freundin Katja, ihr bester Freund Cooper. Auch zu ihrem Vater hat sie kein gutes Verhältnis.
Dann trifft sie Jane wieder – zufällig. Und Uma leidet.
Sie treffen sich in Hamburg, ein Wochenende lang. Uma betrügt Marianne. Und zerbricht daran. Jane ändert ihre Nummer. Uma weiß nur, dass Jane nach Lappland wollte. Kate erzählt ihr nur wenig mehr.
Nach endlosen Wochen entscheidet sich Uma. Oder besser: Marianne entscheidet, denn sie wirft ihre Freundin aus der Wohnung. Uma fliegt nach Lappland und macht sich auf die Suche nach Jane.
Eine bezaubernde Geschichte von Karen-Susan Fessel.
Mit knapp 450 Seiten ist sie recht umfangreich, doch sie hat kaum Längen.
Es geht nach Australien nach Berlin und schließlich nach Lappland. Uma – immer irgendwie auf der Suche nach Jane.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen, ich fühlte mich sofort wohl in der Geschichte. Ich konnte mir alles gut vorstellen, was Karen-Susan Fessel geschrieben hat. Ich wollte den roten Staub und den leuchtenden weißen Schnee. Jane fand ich direkt wunderbar interessant, Uma war mir auch sehr schnell sympathisch. Es gibt sehr viele irrelevante Personen in dem Buch, doch das macht es lebendig. Uma ist freiheitsliebend, doch vor allem hat sie kaum Konstanten in ihrem Leben. Alle Menschen scheinen nur zu Besuch in Umas Welt zu sein, dann verschwinden sie wieder. Vielleicht hängt Uma auch deshalb so an Jane. Umas beste Freundin für lange Zeit fragt sie, ob Liebe nur Projektion oder Lust ist.
Ich habe Uma ihre Liebe abgenommen, habe nicht gezweifelt, bei Jane war ich mir unsicher.
Die letzten Kapitel in Lappland haben mich zum Lächeln gebracht, sie waren ganz wunderbar.
Nicht nur die Menschen sind gut beschrieben, es sind alles ganz unterschiedliche Charaktere und nicht immer handeln alle, wie man es sich wünscht. Uma war teilweise liebenswert tollpatschig, [und nicht wie die Butch aus Orange is the new black (: so war eher die Grit (;]. Die Tanzszene mit Katja war auch beeindruckend, lebendig.
Die Landschaftsbeschreibungen sind großartig, sehr bildhaft. Man fühlt sich, als wäre man vor Ort.
Ich mag Roman mit transidenten Menschen und in dieser Geschichte kommen einige drin vor. Da Uma lesbisch ist, lernt man auch etwas über die Szene kennen.
Dieses war mein erster Roman mit einer lesbischen Protagonistin, wenn ich Gay Romance lese, dann eher mit männlichen Charakteren.
Karen-Susan Fessel hat mich überzeugt.
Das Buch ist von 2oo2, aber da noch niemand eine aussagekräftige Rezi geschrieben hat, wollte ich das unbedingt nachholen.
Diese Geschichte ist so romantisch, leidenschaftlich, sexy, beeindruckend, bewegend und großartig, sie ist wärmstens zu empfehlen. - Sanne Hipp
More Beautiful
(3)Aktuelle Rezension von: Marie_IsegrimTolle Idee, leider hapert es an der Umsetzung. Klischees sind da, um gebrochen zu werden, und die Konflikte hätte gerne deutlicher sein dürfen. Schön, wenn aktuelles Geschehen mit in einen Roman einfließt. Gewünscht hätte ich mir, dass vielleicht auch Chirurginnen mit dem Rad zur Arbeit fahren oder sich sozial engagieren, auch wenn sie nicht gerade frisch verliebt sind. Vielleicht hätte der Öko-Pflegerin auch der ein oder andere Fauxpas in dieser Hinsicht gutgetan.
Weil es mich nicht abholen konnte, leider nur drei Sterne von mir.
- Diana Eggers
DIE LETZTE PRINZESSIN: Verrat in den Sternen: Ein dystopischer Sci-Fi-Thriller über Liebe, Rache und die Grenzen der Menschlichkeit
(1)Aktuelle Rezension von: mariameerhabaDas Buch wurde definitiv nicht lektoriert und falls doch, sollte die Autorin ihr Lektorat verklagen. Rechtschreibfehler kann ich nicht beurteilen, dazu bin ich nicht in der Lage, aber was Logikfehler und Stilfehler angeht, da bin ich ziemlich in Ordnung.
Mira ist die Prinzessin von irgendeinem Planeten oder so, was bedeutet, dass sie superwichtig ist. Schlussendlich entscheidet sie für das Volk. Also, was macht man mit einer Person, die superwichtig ist? Genau! Sie einfach sich selbst überlassen, damit sie brav herumspazieren kann. Sollte sie aus irgendeinem Grund sterben, ist das Land dann halt am Ende.
Das ist so, als würde man den Präsidenten der Vereinigten Staaten mit Gebeten schützen und nicht mit dem Secret Service, der ihn rund um die Uhr überwacht. Ich meine, wieso kommt die Autorin selbst nicht darauf?
In einer Szene taucht ein fremdes Raumschiff auf, die Situation ist angespannt, ihre Untergebenen spüren den Druck und die Idee von einem möglichen Krieg macht jeden nervös. Die Prinzessin bemerkt ein Licht draußen irgendwo und rennt darauf los, ohne dass irgendwer sie davon abhält oder gleich mitläuft. Ich meine, wie bescheuert sind ihre Untergebenen denn? Wo bleibt da die Angst um ihre Sicherheit? Sie läuft raus aus dem Gebäude und gibt dann ein hervorragendes Ziel ab, das das fremde Raumschiff einfach abknallen könnte!
Dann entdeckt die superintelligente Prinzessin eine fremde Person und greift sie mit bloßen Händen an! Hallo? Da ist ein Raumschiff, Laserwaffen, Pew-Pew-Pews, und sie greift die Person mit bloßen Händen an! Und die andere Person ist genauso bescheuert und attackiert zurück mit bloßen Händen? Alter, wo bleiben die Waffen? Das ist so, als würde ich mit einer Gabel in den Krieg ziehen in der Hoffnung, dass meine Gegner sich nicht mit einer AK-74 bewaffnet haben, sondern mit einer Pommes!
Elara ist die zweite Protagonistin, die genauso debbat ist! Sie vermasselt die Mission, beamt (im Buch heißt es Springen, aber wen juckts?) sich ins Schiff zurück, ist gescheitert und obwohl das Schiff sich noch im feindlichen Gebiet befindet, findet sie, dass es ein toller Zeitpunkt ist, um ein Sparring absolvieren! Und ich beim Lesen so: WHAT THE FLUGZEUG!
Wieso denkt die Autorin nicht überhaupt nach? Was sollen diese schwachsinnigen Handlungen, die gar keinen Zusammenhang haben und so weit von der Realität entfernt sind, dass ich überrascht bin, dass keine Einhörner mit Ziegenbärten aufgetaucht sind! Weißt du, was die ganze Handlung noch gerundet hätte? Wäre das Raumschiff an einer Bananenschale ausgerutscht!
Der Oberböseboss ruft dann Elara an und ärgert sich über ihr Scheitern und droht, ihre Familie zu töten, und Elara legt einfach auf! Also ist der Bösewicht scheinbar nicht so schrecklich, wenn man damit durchgehen kann, ihm einfach aufzulegen!
Außerdem hat die Autorin jeden Absatz mit doppelten Zeilenumbrüchen getrennt. Vermutlich will sie damit die Seitenzahl erhöhen. Doch dadurch werden Szenenwechsel nicht eingeleitet, sondern sie kommen aus dem Nichts, Ta-da, und zerstören jedes Bild und den Lesefluss. Die Autorin schreibt die Szenen miteinander vermischt und das macht das Buch unmöglich zu lesen. Wahrscheinlich liegt zwischen der gescheiterten Mission und dem Sparring Stunden, aber das merke ich beim Lesen nicht und das macht alles kaputt.
Das Buch ist von einer Anfängerin geschrieben, die vermutlich dachte, sie komme ohne Testleser und Lektorat durch, wenn sie ein Wort hinter ein anderes setzt. In dieser Form ist das völlig unlesbar. Was ich eher sagen möchte: Das Buch ist schrott und die Autorin sollte es mal kräftig überarbeiten. Vor allem die doppelten Zeilenumbrüche minimieren!
Noch was: »Nein, Mira." Benno war der Einzige, der mich so nannte. Ich nehme an, dass das gemeinsame Aufwachsen ihm dieses Recht gab. Ich war Prinzessin Amira für die meisten Menschen, Amira für andere, und enge Freunde nannten mich Mira.«
Also, wenn Benno sie als Einziger Mira nennt und ihre Freunde auch, dann heißt das wohl, dass sie keine Freunde hat. Anders kann ich mir diesen Absatz nicht erklären.
- Celia Martin
Lesbisch für Anfängerinnen: Damenwahl
(5)Aktuelle Rezension von: Cobe68
Das erste Band dieser Trilogie "Lesbisch für Anfängerinnen - Willkommen in der WG" hat mir schon gut gefallen. Allerdings hat es trotzdem eine Weile gedauert, bis ich die Fortsetzungen in die Hand genommen habe. Aber beide Bände habe ich jetzt innerhalb von - für mich - kürzester Zeit durchgelesen.
Cappuccino-Küsse beginnt da, wo die meisten (Liebes)-Romane aufhören. Wie geht es weiter, wenn man sich gefunden hat.
Tina und Astrid sind total verliebt ineinander, doch durch ein Missverständnis, ausgelöst durch die Ex von Astrid, wird die Beziehung schon sehr früh auf eine harte Probe gestellt.
Aber nicht nur durch Liebeskummer gerät Tinas Welt in Bewegung.: Sie lernt die interessante Henriette von Lojewski, Inhaberin eines Cateringservice, nicht nur kennen sondern führt für sie auch kleine Aufträge aus (Cappuccino-Küsse), ihre Mutter steht mit gepackten Koffern vor der Tür und dann zieht auch noch eine Privatdetektivin in ihr Haus ein - und mit der verbindet Tina auch bald eine ganze Menge.
Fazit:
Mir gefällt das zweite Band eigentlich noch besser, als Band 1. Ich finde, dass die "alten" Charaktere wunderbar ausgebaut wurden und die neuen Figuren mehr als gelungen sind. Die Mutter (herrliche, oft humorvolle Dialoge), Henriette (zunächst etwas zwiespältig, dann immer sympathischer) und vor allem hat sich auch Tina weiterentwickelt.
Ein kurzweiliges, humorvolles Lesevergnügen - natürlich auch deshalb gelungen, weil die Autorin einen tollen Schreibstil hat.
Ich habe danach gleich zum 3. Band gegriffen - und diese Rezension folgt. - Mirjam Müntefering
Anders geht immer
(20)Aktuelle Rezension von: FlyingCrow7Die beiden Protagonistinnen sind einfach so liebenswert und die Geschichte wird so unterhaltsam erzählt, dass ich sie innerhalb von zwei Jahren nun zum zweiten Mal lesen musste.
Die meiste Zeit bin ich mit einem Dauerschmunzeln beim Lesen. Ab und an wird es auch ganz spannend und die Neugierde wächst - durch den Wechsel der Personen wurde ich ständig auf die Folter gespannt und musste sofort weiterlesen.
Es ist ganz wunderbar, wie natürlich und offen Jill über LGBTQ+-Themen spricht und so nach und nach bei allen der Stein ins Rollen kommt.
Ganz große Empfehlung von mir. Freue mich schon auf Mittendrin im Lilabunt.
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