Bücher mit dem Tag "lesenswert"
171 Bücher
- Markus Zusak
Die Bücherdiebin
(4.702)Aktuelle Rezension von: JosefineEin Meisterwerk.
Was macht dieses Buch so besonders? Alles!
Markus Zusaks Schreibstil ist unglaublich und wunderschön, leider findet man so etwas zur Zeit selten. Das Buch ist ja nun auch fast schon 20 Jahre alt.
Die Charaktere: sie haben Ecken und Kanten, Eigenheiten, sie werden lebendig und man denkt, tatsächlich am Leben dieser Menschen teilhaben zu können. Auch die Sprache mit dem Bayrischen Ausdrücken ist unglaublich gut recheriert, hier merkt man dass der Autor deutsche bzw. österreichische Wurzeln hat. Es gibt den Charakteren große Glaubwürdikgeit, es wäre nicht passend in einer ländlichen Gegend in der Nähe von Münschen seine Protagonisten lumpenreines Hochdeutsch sprechen zu lassen.
Die Story: es gibt schöne Momente und absolut tragische. Liesels Leben während der Zeit des zweiten Weltkrieges wird aus der Sicht eines jungen heranwachsenden Mädchens erzählt. Nach und nach erweitert sich ihre Sichtweise. Das Buch hat mich oft schmunzeln lassen und zum Weinen gebracht.
Die Perspektive des Todes: Zu Beginn, sehr gewöhnungsbedürftig, aber es bereichert das Buch umso mehr.
Die Bücherdiebin gehört in jeden Bücherschrank. Ich finde es schade, das Buch erst jetzt gelesen zu haben. - Joanne K. Rowling
Harry Potter und der Stein der Weisen (Harry Potter 1)
(19.566)Aktuelle Rezension von: LordFauntleroyHarry Potter und der Stein der Weisen ist ein Fantasyroman der britischen Autorin J. K. Rowling. Das Buch erschien 1998 im Carlsen Verlag. Es hat 336 Seiten und kostet als gebundene Ausgabe 22,00 €.
Der Roman erzählt die Geschichte des elfjährigen Harry Potter, der bei seiner Tante und seinem Onkel lebt. An seinem elften Geburtstag erfährt er, dass er ein Zauberer ist. Schon bald besucht er die Zauberschule Hogwarts, wo er neue Freunde findet und viele spannende Abenteuer erlebt. Gemeinsam mit Ron und Hermine kommt er einem geheimnisvollen Rätsel rund um den Stein der Weisen auf die Spur. Dabei geht es vor allem um Freundschaft, Mut und den Kampf zwischen Gut und Böse.
Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Besonders spannend finde ich die Handlung, weil immer wieder neue Geheimnisse auftauchen und man wissen möchte, wie es weitergeht. Auch die Figuren sind interessant und unterschiedlich. Harry, Ron und Hermine halten in schwierigen Situationen zusammen und wachsen im Laufe der Geschichte immer mehr zusammen. Meine Lieblingsstelle ist die Szene, in der Harry zum ersten Mal die Große Halle von Hogwarts betritt. Die schwebenden Kerzen, die verzauberte Decke und die vielen Schülerinnen und Schüler haben mir besonders gut gefallen. Beim Lesen konnte ich mir alles genau vorstellen und hatte das Gefühl, selbst in Hogwarts zu sein.
Die Sprache ist gut verständlich und die magische Welt wird so anschaulich beschrieben, dass man sich Hogwarts und seine Bewohner gut vorstellen kann. Allerdings sind einige Kapitel etwas lang und enthalten viele Beschreibungen. Dadurch zieht sich das Buch manchmal etwas. Trotzdem wurde es für mich nie langweilig. Der Preis ist für ein so umfangreiches wirklich angemessen.
Insgesamt ist Harry Potter und der Stein der Weisen ein spannender und abwechslungsreicher Fantasyroman. Ich empfehle das Buch besonders Kindern, die Abenteuer, Magie und geheimnisvolle Geschichten mögen. Wer einmal mit dem Lesen beginnt, möchte am liebsten sofort den nächsten Band lesen.
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und der Feuerkelch (Harry Potter 4)
(11.506)Aktuelle Rezension von: Sandy-BuchgefuehlSchon wie die vorherigen Bände habe ich auch diesen Band wieder gelesen und finde ihn immer noch gut wie damals. Ich lese die Reihe gerne, wenn ich mal etwas anderes zwischendurch brauche. Und was soll ich sagen: Egal wie alt die Reihe ist, sie ist immer noch so schön wie damals.
Auch hier im 4. Band muss Harry wieder beweisen, was er alles schon kann, um durch das Trimagische Turnier zu kommen. Dabei geht es wieder um Freundschaft, Zusammenhalt und natürlich auch um die Gefahr von Du-weißt-schon-wem.
Mehr zur Geschichte und zur Dynamik zwischen den Figuren brauche ich, glaube ich, nicht groß einzugehen, da ich denke, dass die meisten die Reihe schon einmal gelesen oder gehört haben.
- Joanne K. Rowling
Harry Potter und die Kammer des Schreckens (Harry Potter 2)
(11.562)Aktuelle Rezension von: LiJenMit der Kammer des Schreckens ist es eine gelungen Fortsetzung.
Für mich persönlich sind Spinnen der absolute Graus und es ist recht duster und wegen der Spinnen ist es nicht gerade mein Lieblings Teil der Reihe aber definitiv kann ich das Buch allen nur empfehlen.
Ich persönlich finde man lernt auch viel in diesen Büchern.
- Walter Moers
Die Stadt der Träumenden Bücher
(3.502)Aktuelle Rezension von: claudiaZDies war mein erster Ausflug in das Universum von Zamonien und ich kann dem Autor eine überwältigendes Ausmaß an Fantasie bescheinigen. Schön fand ich auch die Illustrationen, die in meiner Taschenbuchausgabe in schwarz-weiß enthalten sind. Zu Beginn hatte ich etwas gebraucht, um in die Geschichte hinein zu finden. Doch dann hatte es mich auch gepackt. Ich hätte nicht gedacht, was man mit Büchern alles anstellen kann. Neben dem Schreiben, Lesen, Sammeln, Verkaufen spielen auch seltenere Behandlungsformen eine Rolle, z.B. die Jagd nach Büchern oder sogar das Verspeisen von Büchern.
- Jennifer L. Armentrout
Obsidian 1: Obsidian. Schattendunkel
(6.145)Aktuelle Rezension von: WiebkeKLGefühlt bin ich ständig über dieses Buch gestolpert, deshalb wollte ich irgendwann selbst wissen, was hinter dem Hype steckt. Der Einstieg fiel mir leicht, das Buch liest sich flüssig und Katy wirkt zunächst sympathisch.
Mit zunehmender Seitenzahl haben mich allerdings einige Dinge immer mehr gestört. Vor allem die Dynamik zwischen Katy und Daemon dreht sich für meinen Geschmack zu lange im Kreis. Daemon schwankt ständig zwischen arrogant, unfreundlich und fürsorglich, während Katy immer wieder zwischen Ablehnung und Anziehung hin- und hergerissen ist. Nach einer Weile wirkte das auf mich eher anstrengend als spannend.
Dazu kommen viele bekannte Klischees, die man aus Jugendfantasy und Romantasy bereits kennt. Vieles bleibt eher an der Oberfläche, wodurch die Geschichte für mich nicht die Tiefe erreicht hat, die ich mir gewünscht hätte.
Erst in der zweiten Hälfte nimmt die Handlung spürbar Fahrt auf. Die Geheimnisse rund um die Lux werden interessanter, die Spannung steigt und einige Figuren gewinnen etwas mehr Profil. Das hat das Buch für mich insgesamt noch einmal aufgewertet.
Insgesamt eine unterhaltsame Jugendfantasy mit guten Ansätzen, die mich aber nicht vollständig überzeugen konnte.
- Victoria Aveyard
Die rote Königin
(2.772)Aktuelle Rezension von: AleydaDas Werk „Die rote Königin“ von Victoria Aveyard hatte für mich insgesamt einen netten Unterhaltungswert. Die Story ist gut durchdacht, allerdings fehlte es den Figuren meiner Meinung nach etwas an Tiefgang. Auch der Plot-Twist war für mich teilweise vorhersehbar – nicht unbedingt in seiner genauen Ausführung, aber die Richtung ließ sich schon erahnen.
Was mir außerdem gefehlt hat, war der Funke zwischen den Protagonisten. Für mich wirkte das Ganze ein bisschen wie die Light-Version einer Carbonara – nicht schlecht, aber wenn man einmal das „Original“ hatte, fällt es schwer, sich damit zufriedenzugeben 😅
Positiv hervorheben möchte ich, dass die Geschichte ohne viel „Spice“ auskommt und der Schreibstil insgesamt angenehm und spannend ist.Insgesamt vergebe ich drei von fünf Sternen. ⭐️⭐️⭐️
- Yuval Noah Harari
SAPIENS - Eine kurze Geschichte der Menschheit
(411)Aktuelle Rezension von: Fulminus„Wir sind nicht die Krone der Schöpfung – wir sind eine Schafherde mit Atombomben.“
Stellen Sie sich vor, Sie könnten die gesamte Menschheitsgeschichte in einem einzigen Buch zusammenfassen – von den ersten aufrechten Affen in der Savanne bis zu den Cyborgs und KIs von morgen. Und stellen Sie sich vor, dieses Buch wäre nicht nur klug, sondern auch unterhaltsam, provokant und manchmal geradezu beunruhigend. Genau das gelingt Yuval Noah Harari in „Sapiens“. Der israelische Historiker nimmt uns mit auf eine atemberaubende Reise durch 70.000 Jahre Menschheitsgeschichte – und zeigt, dass fast alles, was wir über uns selbst zu wissen glauben, auf Mythen beruht.
Der Ersteindruck: Ein Historiker mit einer provokanten These
Harari beginnt nicht bei den Pyramiden oder den Römern, sondern bei der kognitiven Revolution. Seine Kernthese ist ebenso einfach wie revolutionär: Der Mensch verdankt seinen Aufstieg nicht etwa seiner Intelligenz oder seinen Werkzeugen – sondern seiner Fähigkeit, gemeinsame Mythen zu erfinden. Geld, Nationen, Religionen, Unternehmen: All das existiert nur in unserer kollektiven Fantasie. Und genau diese Fähigkeit, an Dinge zu glauben, die es gar nicht gibt, ermöglichte es uns, in großen Gruppen zusammenzuarbeiten und die Welt zu erobern. Diese These zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch und macht es zu einem intellektuellen Abenteuer.
Inhaltliche Substanz: Fakten, die den Kopf verdrehen
Harari ist promovierter Historiker, aber er schreibt wie ein Geschichtenerzähler. Er verbindet Archäologie, Biologie, Ökonomie und Philosophie zu einem großen Ganzen. Besonders beeindruckt hat mich seine Fähigkeit, komplexe Zusammenhänge in einfache, einprägsame Bilder zu fassen: Der Löwenmensch aus der Stadel-Höhle wird zum Symbol für die Geburt der Religion, der Peugeot-Löwe zur Ikone der erfundenen Wirklichkeit, und die Bäckerei von Frau Back zum Lehrstück für die Funktionsweise des Kreditsystems.
Die provokanteste These ist für mich die der „Luxusfalle“ der Landwirtschaft. Harari zeigt, dass die Menschen nicht etwa ein besseres Leben suchten, als sie sesshaft wurden – sie tappten in eine Falle. Jede Generation machte kleine Verbesserungen, doch die Summe führte zu harter Arbeit, schlechterer Ernährung und Abhängigkeit. Der Weizen domestizierte den Menschen, nicht umgekehrt. Dieses Muster wiederholt sich bis heute: Wir erfinden Technologien, die uns das Leben erleichtern sollen, und werden dann von ihnen abhängig.
Die Schlussfrage des Buches ist vielleicht die wichtigste, die ein Historiker je gestellt hat: „Was wollen wir werden?“ – denn zum ersten Mal in der Geschichte sind wir in der Lage, unsere eigene Spezies neu zu programmieren. Gentechnik, Cyborgs, künstliche Intelligenz: Wir stehen am Scheideweg. Früher waren es Weizenfelder, heute sind es Algorithmen – und morgen vielleicht unsere eigene DNA.
Schreibstil und Struktur: Ein Pageturner der besonderen Art
Was dieses Buch von anderen Sachbüchern unterscheidet, ist sein flüssiger, fast erzählerischer Stil. Harari schreibt nicht wie ein Professor vom Katheder herab, sondern wie ein Guide, der uns durch die Galerie der Menschheitsgeschichte führt. Die Kapitel sind klar strukturiert, die Argumentation ist logisch und nachvollziehbar. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen – jede Seite brachte neue überraschende Einsichten.
Meine Lieblingsszene ist die Schilderung des Atombombentests in Alamogordo im Jahr 1945. Harari verbindet hier wissenschaftliche Präzision mit einer fast apokalyptischen Poesie: „Jetzt bin ich der Tod geworden, der Zerstörer der Welten“, zitiert er Oppenheimer aus der Bhagavad Gita. Dieser Moment markiert den Punkt, an dem der Mensch nicht mehr nur Geschichte macht, sondern sie auch beenden könnte.
Nutzwert: Eine Reise, die den Blick für immer verändert
Was bleibt nach dem Lesen? Ein Gefühl der Demut – und eine gehörige Portion Unbehagen. Harari zeigt, dass alles, was wir für selbstverständlich halten (Gleichheit, Freiheit, Fortschritt), auf fragilen Mythen beruht. Aber er zeigt auch, dass wir diese Mythen verändern können – wenn wir nur die richtigen Fragen stellen.
Fazit: Ein Meisterwerk der populären Wissenschaft
Mit drei Adjektiven würde ich dieses Buch beschreiben: provokant, augenöffnend, beunruhigend.
Es ist ein Buch, das man verschenken, diskutieren und immer wieder zur Hand nehmen möchte. Es eignet sich hervorragend für Lesekreise, da es unzählige Gesprächsanlässe bietet. Als Nachschlagewerk taugt es weniger – dafür fehlt die systematische Tiefe.
Zur Verfilmung: Die epische Erzählung und die visuellen Möglichkeiten – von Höhlenmalereien über die Industrialisierung bis zu Cyborg-Welten – würden sich hervorragend für eine Dokumentar-Serie (real oder animiert) eignen. Ich könnte mir gut eine mehrteilige Netflix-Produktion vorstellen, die Hararis Thesen mit beeindruckenden Bildern untermalt.
Bewertung: 5 von 5 Sternen
Was hat zum fünften Stern geführt? Die brillante Verbindung von Wissenschaft und Erzählkunst, die provokanten Thesen, die noch lange nachhallen, und die mutige Schlussfrage, die keine einfache Antwort zulässt. Ein Stern fehlt nicht – dieses Buch ist in seiner Kategorie nahezu perfekt.Meine Frage an den Autor wäre:
„Wenn wir kurz davor stehen, unsere eigene Spezies zu übertreffen – was raten Sie der aktuellen Generation, um nicht in der Bedeutungslosigkeit zu versinken?“ - Veronica Roth
Die Bestimmung
(6.564)Aktuelle Rezension von: julia___4,5/5
Auch nach vielen Jahren finde ich das Buch immer noch so gut! (war jetzt das dritte Mal, dass ich das Buch gelesen habe)
Es hat auf seine Art viel Tiefgang und behandelt sehr interessante Themen. Die Story ist spannend aufgebaut und wendungsreich. Ich finde das System mit den Fraktionen sehr interessant und es ist cool umgesetzt. Vor allem der Anfang begeistert mit dem Feroxanteil 😊
Für alle die gerne dystopische Jugendbücher lese, ist die Reihe ein MUSS!!
- Mona Kasten
Save Us: Special Edition
(2.081)Aktuelle Rezension von: TheReSaNach den Ereignissen aus den ersten beiden Bänden war ich gespannt, wie Ruby und James ihre Geschichte zu Ende bringen würden. Der dritte Band knüpft direkt an die vorherigen Geschehnisse an und zeigt vor allem, wie die Figuren mit den Folgen der vergangenen Entscheidungen umgehen.
Besonders gefallen hat mir, wie sehr die Charaktere im Laufe der Reihe gewachsen sind. Gerade Ruby und James wirken inzwischen deutlich reifer und eingespielter als noch zu Beginn. Auch die Nebenfiguren bekommen wieder Raum und durch die verschiedenen Perspektiven erfährt man noch mehr über ihre Gedanken und Entwicklungen.
Wie gewohnt liest sich das Buch sehr flüssig und angenehm. Man ist schnell wieder in der Welt von Maxton Hall angekommen und verfolgt gerne, wie sich die verschiedenen Handlungsstränge nach und nach zusammenfügen. Schön fand ich außerdem den starken Zusammenhalt zwischen den Figuren, der sich durch die gesamte Geschichte zieht.
Für die volle Punktzahl hat mir allerdings etwas die Spannung gefehlt. Während die ersten beiden Bände mich emotional stärker mitgerissen haben, verläuft die Handlung hier über weite Strecken ruhiger. Einige Passagen zogen sich für meinen Geschmack etwas und manche Konflikte wurden letztlich recht unkompliziert aufgelöst.
Trotzdem ist Save Us ein gelungener Abschluss, der die wichtigsten Geschichten zu Ende erzählt und den Figuren einen passenden Ausklang gibt. Es fiel mir am Ende durchaus schwer, Maxton Hall und seine Charaktere hinter mir zu lassen.
- Colleen Hoover
Verity
(2.282)Aktuelle Rezension von: Tini007Verity von Colleen Hoover 4/5⭐️
Fazit
Ich hoffte auf ein spannendes, geheimnisvolles und aufregendes Buch mit vielen Wendungen... und Überraschungen! Teilweise ist das auch passiert... 🤔
Einige Sachen habe ich schon geahnt beim Lesen, paar haben auch mich überrascht.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut - modern, verständlich und flüssig zu lesen, sodass man in die Geschichte sofort eintauchen kann und die Seiten nur so dahin fliegen. 😅 Die Manuskripte/ Briefe gefallen mir sehr gut, da man noch tiefer in die Gefühle und daraus folgende Handlungen hineintauchen kann.
Ein Romantic Thriller, wo die Trigger Warnungen vorher zu lesen sind... ⚠️
Wir begleiten Lowen, eine unbekannte Autorin, die die Möglichkeit erhält, Verity, eine sehr bekannte Autorin, zu unterstützen und damit deren Thriller Reihe zuende zu schreiben. Dafür zieht sie in das Haus von Verity und ihrem Mann Jeremy ein. Womit sie jedoch nicht rechnet ist, sich in Jeremy zu verlieben oder sich in dem Haus zunehmend unwohohler zu fühlen...
Eine packende Geschichte voller Psychospiele, Machtspielchen, Misstrauen, Ängsten und verschiedene Arten der Liebe. Eine sehr spannende Storyline - gerade wegen den Manuskripten und der Erscheinungen... 🤭
Colleen Hoover Buch hat mich bis zum Schluss gefesselt, nur um einen dann fassungslos zurück zu lassen. Absolute Leseempfehlung! Gerade weil ab Oktober 2026 der Kinofilm zum Buch erscheint. 😉
- Colleen Hoover
Nur noch ein einziges Mal
(2.032)Aktuelle Rezension von: Tintenspur⚠️ Triggerwarnung: Das Buch behandelt häusliche Gewalt sowie traumatische Kindheitserfahrungen.
Manchmal gibt es Bücher, von denen man glaubt, ihre Geschichte bereits zu kennen. Genau so ging es mir mit "Nur noch ein einziges Mal". Die Verfilmung hatte ich bereits gesehen und wusste daher grob, was mich erwarten würde. Trotzdem wollte ich Colleen Hoovers Roman lesen – und wurde überrascht. Denn obwohl mir die Handlung nicht völlig unbekannt war, hat das Buch nichts von seiner emotionalen Wucht verloren. Im Gegenteil: Schon nach wenigen Seiten war ich vollkommen in Lilys Geschichte gefangen.
Mit "Nur noch ein einziges Mal" erschien 2017 im dtv Verlag der Auftakt der Dilogie um Lily, Ryle und Atlas. Auf 416 Seiten erzählt Colleen Hoover eine ebenso intensive wie emotionale Geschichte, die autobiografische Züge trägt und ein sensibles Thema mit bemerkenswerter Ehrlichkeit behandelt.
Im Mittelpunkt steht die 23-jährige Lily Bloom, die nach ihrem College-Abschluss nach Boston zieht, um sich ihren Traum von einem eigenen Blumengeschäft zu erfüllen. Als sie den erfolgreichen Neurochirurgen Ryle Kincaid kennenlernt, scheint das Leben endlich in die richtige Richtung zu gehen. Doch als Atlas Corrigan – ihre erste große Liebe – plötzlich wieder auftaucht, holen Lily nicht nur ihre Vergangenheit, sondern auch längst verdrängte Erinnerungen ein.
Mehr sollte man über die Handlung gar nicht wissen. Gerade dieses allmähliche Erkennen der Zusammenhänge macht einen großen Teil der emotionalen Wirkung aus.
Erzählt wird die Geschichte vollständig aus Lilys Ich-Perspektive. Ergänzt wird der Roman durch Tagebucheinträge in Form von Briefen an Ellen DeGeneres, die Einblicke in Lilys Jugend geben und nach und nach ihre Beziehung zu Atlas sowie ihre schwierige Kindheit offenbaren. Diese Rückblenden verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe, auch wenn sie meinen Lesefluss stellenweise ein wenig ausgebremst haben.
Colleen Hoovers Schreibstil ist modern, klar und angenehm schnörkellos. Die Seiten fliegen förmlich dahin, weil sie es schafft, Emotionen greifbar zu machen, ohne dabei überladen zu wirken. Statt auf künstliche Dramatik setzt sie auf authentische Dialoge, glaubwürdige Figuren und leise Zwischentöne. Gerade dadurch entfaltet die Geschichte ihre ganze Intensität.
Besonders beeindruckt haben mich die Charaktere. Sie wirken vielschichtig, glaubwürdig und psychologisch hervorragend ausgearbeitet.
Mit Lily musste ich zunächst etwas warm werden. Anfangs erschien sie auf mich verschlossener und verbitterter, als ich erwartet hatte. Doch je besser ich sie kennenlernte, desto mehr verstand ich ihre Ängste, ihre Unsicherheiten und ihre Entscheidungen. Nach und nach entwickelte sie sich für mich wieder zu der warmherzigen, mitfühlenden jungen Frau, die man bereits in den Rückblicken kennenlernt. Ihre Entwicklung gehört für mich zu den größten Stärken des Romans.
Ryle zählt wohl zu den komplexesten Figuren, die ich seit Langem gelesen habe. Intelligent, charmant, aufmerksam und erfolgreich – gleichzeitig besitzt er eine Seite, über die ich bewusst nicht mehr verraten möchte. Gerade diese Ambivalenz macht ihn zu einer Figur, die einen immer wieder herausfordert und zum Nachdenken bringt.
Atlas hingegen war mir vom ersten Moment an sympathisch. Seine ruhige, geduldige und selbstlose Art bildet einen gelungenen Gegenpol zu den anderen Figuren. Er drängt sich nie in den Vordergrund und hinterlässt dennoch einen bleibenden Eindruck.
Was Colleen Hoover besonders gelungen ist: Sie zeichnet ihre Figuren niemals in Schwarz und Weiß. Statt einfache Antworten zu liefern, zeigt sie Menschen mit Fehlern, Widersprüchen und Verletzungen. Dabei musste ich immer wieder an ein Zitat aus dem Buch denken:
„So was wie schlechte Menschen gibt es nicht. Wir sind alle bloß Menschen, die manchmal schlimme Dinge tun.“
Kaum ein Satz beschreibt den Kern dieses Romans besser.
Besonders berührt hat mich, wie sensibel das Thema häusliche Gewalt behandelt wird. Die Autorin zeigt eindrucksvoll, wie komplex solche Situationen sein können und wie schwer es ist, Entscheidungen zu treffen, wenn Liebe, Hoffnung und Angst untrennbar miteinander verwoben sind. Mehr als einmal habe ich mich gefragt, wie ich selbst in einer solchen Situation handeln würde. Genau das macht dieses Buch so eindringlich. Es erzählt nicht einfach eine Geschichte – es regt zum Nachdenken an.
Eine Szene hat mich emotional so getroffen, dass mir tatsächlich die Tränen kamen. Und obwohl ich den Ausgang durch den Film bereits kannte, hat das meine Gefühle beim Lesen in keiner Weise abgeschwächt.
Besonders passend fand ich dieses Zitat:
„Womöglich kann man sich nie ganz von einem Menschen lösen, den man einmal wirklich geliebt hat.“
Es bringt die emotionale Zerrissenheit der Geschichte auf den Punkt und begleitet einen noch lange über die letzte Seite hinaus.
Fazit:
"Nur noch ein einziges Mal" ist weit mehr als eine klassische New-Adult-Romance. Colleen Hoover verbindet eine emotionale Liebesgeschichte mit einem gesellschaftlich wichtigen Thema und erschafft Figuren, die sich echt anfühlen – mit all ihren Stärken, Schwächen und Widersprüchen. Gerade diese Authentizität macht den Roman so eindringlich.
Wer tiefgründige Liebesgeschichten mit emotionaler Wucht, vielschichtigen Charakteren und psychologischer Tiefe schätzt, sollte dieses Buch unbedingt lesen. Aufgrund der behandelten Themen ist es keine leichte Wohlfühllektüre, sondern ein Roman, der bewegt, erschüttert und lange im Gedächtnis bleibt.
Dilogie:
Band 1 - Nur noch ein einziges Mal
Band 2 - Nur noch einmal und für immer - Joanne K. Rowling
Harry Potter und der Gefangene von Askaban (Harry Potter 3)
(11.063)Aktuelle Rezension von: LiJenAuch hier eine gelungene Fortsetzung.
Mit der Gefangene von Askaban ist der Autorin gelungen mir unter anderem einen Lieblings Teil zu bescheren.
Wie Harryy seinen Paten Onkel kennenlernt und eine Beziehung aufbaut nach dem er solange keine richtige Familie hatte finde ich sehr schön.
Au h die Beziehungen vertiefen sich zu seinen Freunden und es kommen neue Feine hinzu.
Ich kann es nur empfehlen.
- Sebastian Fitzek
AchtNacht
(1.604)Aktuelle Rezension von: Lauras_bunte_buecherregalDer Schreibstil ist toll. Ich mag die Art und Weise wie der Autor Geschichten erzählt. Ich muss dazu gestehen, dass ich die Inspirationsquelle (Film - „the Purge“) nie gesehen habe. Die Grundidee fand ich sehr faszinierend, vor allem die ethische Sichtweise.
Der Handlungsfaden war an manchen Stellen etwas verwirrend für mich. Ich habe tatsächlich bis zum Ende mit gerätselt und versucht mir die ein oder andere Frage zu beantworten. Am Ende habe ich tatsächlich auf alle Fragen eine Antwort bekommen und wurde sogar überrascht.
Ben war ein fesselnder Charakter. Die zwischenmenschlichen Beziehungen und vor allem die zu seiner Tochter waren interessant zu verfolgen. Rückblickend fand ich die ethische und soziale Perspektive sehr interessant in dem Buch.
Von mir gibt es 4 von 5 Sterne. - Jonathan Safran Foer
Extrem laut und unglaublich nah
(1.251)Aktuelle Rezension von: Johann_BaierNach 100 Seiten abgebrochen: die Hauptfigur ist ein 9-jähriger Junge, der altklug wie ein Erwachsener daherredet, der mehr weiß, als die meisten Erwachsenen, der aber gleichzeitig sich auf eine Suche begibt, die so unsinnig ist, dass kein 9-Jähriger das tun würde. Die ein 9-Jähriger in der Riesenstadt New York auch nicht durchführen könnte. Der Protagonist ist eine unrealistische Kunstfigur (ähnlich wie Günther-Grass-Oskar mit der Blechtrommel, der aus Protest aufhört zu wachsen). Mit einer unrealistischen Kunstfigur kann man nicht mitfühlen, sie ist kalt wie eine Science-Fiction-Comic-Figur. Sie erschien mir mehr wie ein abstraktes Fabelwesen, das mir irgendwelche Lebensweisheiten mitteilen soll, ich habe nur nicht verstanden welche.
Bei den unrealistischen (und schwer zu lesenden) Dialogen fragte ich mich: warum sind sie da, warum soll ich sie lesen? Dialoge werden in Romanen eingesetzt, um die Handlung voranzubringen, um die Personen zu charakterisieren, um eine Atmosphäre wiederzugeben, um Konflikte zwischen den Figuren aufzuzeigen – und sie hören auf, wenn diese Ziele erreicht sind. Die Dialoge in dem Roman von Foer dienen keinem dieser Ziele. Sie hören aber trotzdem nicht auf.
Das Buch war angekündigt als Geschichte eines Jungen, der seinen Vater beim 9/11-Anschlag verloren hat. Einen solchen Jungen lernt man aber nicht kennen. Man lernt aber nur eine unrealistische geschwätzige Kunstfigur kennen.
- Charlotte Brontë
Jane Eyre
(1.416)Aktuelle Rezension von: AQuaDiesem Roman von Charlotte Brontë gebührt ebenso viel Ehre wie den großen Klassikern männlicher Autoren, die um einiges berühmter mit ihren Texten geworden sind. Brontë gelingt es, Gefühlswelt und Entwicklung einer außergewöhnlichen jungen Frau zu beschreiben, die als Waise bei ihrer garstigen Tante aufwächst, in ein Heim wechselt und schließlich als Gouvernante nach einigen Hindernissen die Liebe ihres Lebens findet. Dabei ist es höchst interessant zu verfolgen, mit welchen Gedankengängen die junge Heldin ihre Entscheidungen fällt. Man kann sich gar nicht vorstellen, dass dies eine Frau aus dem 19. Jahrhundert sein könnte. Für damalige Leser:innen muss ihre Selbstbestimmtheit äußerst provokativ gewesen sein. Eine Jane Eyre lässt sich nicht verbiegen und tut nur, was sie für richtig hält, gegen alle auf sie eindringende Männergewalt.
Gelesen habe ich diesen Text, weil er eine wichtige Referenz in Irvings "Königin Esther" ist. Der berühmte Ausspruch, den Esther sich auf die Brust tätowieren lassen möchte, ist auf Seite 519 dieser Ausgabe zu finden: "Je einsamer ich bin, je weniger Freunde ich habe, je weniger man mir hilft, desto mehr will ich mich selbst achten."
Die Übersetzung von Andrea Ott scheint mir sehr gut gelungen zu sein, wobei ich jetzt keinen Vergleich gemacht habe. Sie liest sich sehr flüssig und erscheint zeitlos.
Wenn ich etwas bemängeln müsste, so wäre es das etwas süßliche Happy End. Oft wird betont, dass Jane Eyre keine Schönheit sei, im Gegenteil. Muss ihr Geliebter also erblinden, damit sie mit ihm glücklich werden kann? Diese Botschaft würde mir nicht gefallen, zumal sie die Männer wie die Leser:innen mit ihrem scharfen Verstand und ehrlichem Gefühl beeindruckt.
- Mariana Leky
Was man von hier aus sehen kann
(988)Aktuelle Rezension von: AnirahMariana Lekys Roman ist wie ein modernes Märchen für Erwachsene – voller schräger Charaktere, dörflicher Idylle und einer Prise magischem Realismus. Die Geschichte rund um Selma, die den Tod eines Dorfbewohners voraussieht, sobald sie von einem Okapi träumt, ist sprachlich wunderschön und mit viel Feingefühl für das Zwischenmenschliche erzählt.
Was mir gefallen hat:
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Der Schreibstil: Leky findet Bilder und Vergleiche, die man so noch nie gelesen hat. Man fliegt förmlich durch die Seiten.
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Die Atmosphäre: Das Dorf Westerwald wird so lebendig beschrieben, dass man sich sofort als Teil dieser kauzigen Gemeinschaft fühlt.
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Die Charaktere: Besonders der Optiker und seine unterdrückten Gefühle sind herzzerreißend und wunderbar beobachtet.
Kritikpunkte: Obwohl die einzelnen Szenen glänzen und die Melancholie des Buches sehr einnehmend ist, fehlte mir am Ende der rote Faden, der alles zu einem bedeutsamen Ganzen verknüpft. Viele Handlungsstränge bleiben eher anekdotisch, und manche philosophischen Ansätze wirken zwar charmant, gehen aber nicht wirklich in die Tiefe.
Fazit:
Es ist mitreißend zu lesen, aber leider kommt dabei nichts Großes dabei heraus. Ein schönes Buch für zwischendurch, das durch seine Sprache besticht, mich aber emotional nicht so nachhaltig bewegt hat, wie ich es bei der Grundidee erwartet hätte.
-
- Julia Dippel
Izara - Das ewige Feuer
(1.230)Aktuelle Rezension von: Leni_Melia_EbertDas Buch ist toll. Die Geschichte war am Anfang noch recht simpel doch dann wurde sie nach dem Treffen der beiden Hauptpersonen sehr spannend. An manche Stellen war es sehr herzzerreißend und gleichzeitig konnte man nicht genug bekommen. Am Ende war ich traurig das Aaron für ein paar Bücher nicht mehr dabei war trotzdem hätte ich nichts an dem Buch geändert.
- Amie Kaufman
These Broken Stars. Lilac und Tarver (Band 1)
(879)Aktuelle Rezension von: butterflyinthesky2.5 stars.
i put this book onto my wish list around 10 years ago. back then i was really into YA / sci-fi and couldn’t wait to read it (i’ve also known amy kaufman from other books / series) so when i finally got it, i started it immediately. it’s super fast paced and interesting: a rich girl and a „rags-to-riches“ army major are stranded on an empty planet. but is it really empty? however, while it as a fn read i also realized that YA is just too young for me these days. couldn’t really connect with the characters (there were only two major ones so the story is limited to begin with) and overall the story was very far fetched at times. will not continue with the rest of the series.
- Michael Ende
Momo
(2.425)Aktuelle Rezension von: RiesenradFahren
Für mich ist es spannend wie ein 1973 erschienes Buch sich von heutigen unterscheidet. Es passiert eher wenig, der Roman hat sogar Zeit, die Spiele der Kinder ausführlich zu beschreiben. Und obwohl die Geschichte in einer großen Stadt spielt, ist die Stadtbeschreibung (Anzahl der Menschen und Autos) weit entfernt vom heutigen Berlin oder Köln. In dem Buch treiben sich die Kinder einfach draußen rum, heutzutage ist das in einer Stadt kaum möglich.
Durch die langsame Erzählart, ist der Roman sehr gut gealtert. Diese Erzählweise unterstreicht den Inhalt. In "Momo" geht es um Zeitdiebe, die die Menschen antreiben mehr zu leisten und weniger zu trödeln. Mit Freunden oder der Familie zusammenzusein hat keinen Wert, nur die Arbeit ist wichtig.
Gut gefallen hat mir auch, wie überzeugend Michael Ende Momo als Kind darstellt. Sie ist kein superintelligentes Kind, das jede Aufgabe locker löst. Sie ist eine ca. Zehnjährige, die zwischendurch vergisst, dass sie die Welt retten soll, weil sie was Spannendes gesehen hat und hinrennt.
Ein schöner Roman!
- Caroline Criado-Perez
Unsichtbare Frauen
(126)Aktuelle Rezension von: Trishen77
Der Großteil der Menschheitsgeschichte ist eine einzige Datenlücke. Beginnend mit der Theorie vom Mann als Jäger räumten die Chronisten der Vergangenheit der Frau in der Entwicklung der Menschheit weder in kultureller noch in biologischer Hinsicht viel Platz ein. Stattdessen galten männliche Lebensläufe als repräsentativ für alle Menschen. […] Doch das Problem ist nicht nur, dass etwas verschwiegen wird. Die Leerstellen und das Schweigen haben ganz alltägliche Folgen für das Leben von Frauen. […] Die von Männern nicht berücksichtigten frauenspezifischen Faktoren betreffen die verschiedensten Bereiche. Dieses Buch wird jedoch zeigen, dass drei Themen wieder und wieder auftauchen: Der weibliche Körper, die von Frauen geleistete, unbezahlte Care-Arbeit und Gewalt von Männern gegen Frauen.
Wenn es um die Sicherheit bei Autounfällen geht, werden die dazugehörigen Vorrichtungen abgestimmt auf Körpertypen, die auf männlichen Modellen beruhen; ebenso ist es bei verschiedenen besonderen Kleidungsstücken wie etwa schusssicheren Westen. Regale werden so konstruiert, dass ein durchschnittlicher männlicher Körper das oberste Brett erreichen kann. Räumdienste in Städten räumen priorisiert die Straßen frei, statt die Fußgänger- und Fahrradwege, die sehr viel öfter von Frauen frequentiert werden.
Dies sind nur einige anschauliche Beispiele, fast noch harmlos. Zu ihnen gesellen sich die großen Ungleichheiten bei der Bezahlung, die unterschiedlichen Wahrnehmungen und Reaktionen auf männliche und weibliche Körper in der Öffentlichkeit und, auf einer abstrakten Ebene, das generelle Fehlen eines weiblichen Faktors in den Erhebungen von Daten zu jeglichem Thema. Dabei wird nicht nur die unbezahlte Care-Arbeit von Frauen systematisch unterschlagen, sondern elementare und nachweislich feststellbare Bedürfnisse von Frauen bleiben unberücksichtigt. So kommt es zu der Welt in der wir leben – einer Welt, die für Frauen ein wesentlich problematischerer und unzureichend eingerichteter Ort ist als für Männer. Und auch das allgemeine Narrative dieser Welt, mit allen darin zusammengeführten Geschichten von Erfolg, Glück, etc. ist meist männlich.
Die Folge dieser zutiefst männlich dominierten Kultur ist, dass männliche Erfahrungen und Perspektiven als universell angesehen werden, während weibliche Erfahrungen – also die Erfahrungen der Hälfte der Weltbevölkerung – als, nun ja, Randerscheinung wahrgenommen werden. […] Deshalb auch ergab 2015 eine Studie über Wikipedia-Einträge in mehreren Sprachen, dass Artikel über Frauen Wörter wie »Frau«, »weiblich« oder »Dame« enthalten, während Artikel über Männer nicht »Mann«, »männlich« oder »Herr« umfassen (weil das männliche Geschlecht stets unausgesprochen unterstellt wird).
Gerade was die Entwicklungsgeschichte der Menschheit betrifft, haben wir meist die männliche Geschichte und die Errungenschaften für die Männer vor Augen – Frauen haben von der Athener Demokratie ebenso wenig profitiert wie von Renaissance und Aufklärung, trotzdem werden sie als übergreifende Errungenschaften gefeiert (die emanzipatorischen Bewegungen gelten dagegen dezidiert als Errungenschaften nur für Frauen). Diese aufs Männliche fixierte Weltsicht wird, wie Criado-Perez sehr umfassend darlegt, für universell gehalten, während eine weibliche Perspektive meist als ideologisch (!) aufgeladen gilt und mit diesem Argumente auch oft beiseitegeschoben wird.
»Unsichtbare Frauen« erzählt, was geschieht, wenn wir die Hälfte der Menschheit einfach vergessen. Es zeigt, wie die geschlechtsbezogene Datenlücke Frauen im Lauf eines mehr oder weniger normalen Lebens schadet – hinsichtlich der Stadtplanung, der Politik oder der Arbeitsplätze.
Es ist in der Tat ein Mammutwerk, das die Autorin hier vorgelegt hat, und das mit jeder vorgebrachten Statistik, mit jedem neuen Themengebiet, auf das Criado-Perez zu sprechen kommt, fundamentaler wird. Man kann es, so behaupte ich, nicht ohne teilweises Entsetzen und Erschrecken lesen. Dass die Macht- und Bezahlstrukturen in unseren Gesellschaften ungerecht sind, ist bereits in einer breiteren Öffentlichkeit angekommen. Dieses Buch aber zeigt, wie tief die Wurzeln, Vorstellungen und Mechaniken, die diese Strukturen stützen und von ihnen hervorgebracht wurden, in alle Winkel des Alltags reichen. Von den einfachsten Wahrheiten bis zu den komplexesten Diskriminierungen ist dabei alles enthalten – viele Geschichten über die repräsentative Abwesenheit von Frauen in allen (für sie) wichtigen Bereichen.
Jede/r sollte zumindest einen Blick in dieses Buch werfen. Vor allem Männer und besonders die, die glauben, sie lebten nicht in einer sexistischen Welt und hätten einen objektiven Blick auf die Dinge (oder ein objektiver Blick würde ihnen täglich präsentiert).
Studien haben gezeigt, dass die Überzeugung, man selbst sei objektiv oder nicht sexistisch, zu weniger Objektivität und mehr sexistischem Verhalten führt.
- Julie Kagawa
Plötzlich Fee - Herbstnacht
(1.378)Aktuelle Rezension von: Seitenkino✨ Plötzlich Fee – Herbstnacht
von Julie Kagawa ✨
Ich liebe es immer noch, wie magisch und atmosphärisch diese Reihe geschrieben ist 😍 Auch im dritten Band konnte mich die Welt der Feen wieder komplett abholen.
Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte emotionaler und düsterer geworden ist. Vor allem Meghans Entwicklung fand ich spannend, weil sie im Laufe der Geschichte immer mutiger und stärker wird ✨
Der Schreibstil ließ sich wie gewohnt super flüssig lesen und die Mischung aus Fantasy, Spannung und Gefühlen hat für mich wieder richtig gut funktioniert.
Für mich definitiv ein starker dritter Band 👌🏼 - Jennifer Niven
All the Bright Places
(770)Aktuelle Rezension von: MoidlvomberchIch fand das Cover sehr interessant gestaltet und der Klappentext machten mich neugierig auf den Inhalt des Buches.
Nun ich wurde absolut nicht enttäuscht, die Geschichte fängt schon sehr gut an und so wurde ich immer weiter in den Bann gezogen,
zwischen all der Dramatik musste ich immer mal wieder schmunzeln, das Buch was für mich hoch emotional und ich habe mitgefiebert.
Ein Buch dass ich dank des sehr guten Schreib- und erzählstils nicht mehr so einfach aus der Hand gelegt habe, ich habe das Buch zimmerhalb weniger Stunden komplett ausgelesen, fand ich aber auch das Thema sehr interessant.
Ein tolles Buch das bei mir immer noch nachhallt und mir noch lange im Kopf bleibt!
ganz klare Leseempfehlung!!
- Romy Hausmann
Liebes Kind
(1.131)Aktuelle Rezension von: Coco_EberhardtThematisiert wird der Vermisstenfall um Lena, die als junge Studentin vermisst gemeldet wurde und nie mehr aufgetaucht ist. Dann wird Jahre später eine Frau in ein Krankenhaus eingeliefert, die Lena sein könnte. Damit beginnt dieser spannende Thriller. Man Blick emotional in die verschiedenen Personen, die an der Sache beteiligt sind. Das Switchen zwischen den Charakteren fand ich sehr gut umgesetzt. Dabei tun sich menschliche Abgründe auf. Man fühlt richtig mit.
Ich fand den Thriller sehr spannend. Es gab manchmal ein paar kleine nicht nachvollziehbare Sequenzen, die die Story aber nicht negativ belasten. Als nächstes werde ich erstmal wieder einen Wohlfühlroman lesen, um die düsteren Energie loszuwerden... ;-)























