Bücher mit dem Tag "lettland"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "lettland" gekennzeichnet haben.

60 Bücher

  1. Cover des Buches Unbarmherzig (ISBN: 9783548290973)
    Inge Löhnig

    Unbarmherzig

     (262)
    Aktuelle Rezension von: Simi159

    Wer die Tino Dühnfort Reihe von Inge Löhnig kennt, der kennt auch Gina Angelucci. Sie ermittelte mit Tino zusammen, dann wurden sie ein Paar und Eltern. Jetzt leitet sie die Abteilung für Cold-Cases der Münchner Kripo und hat ihre eigene Reihe…ja auch im deutschen Krimi gibt es Spin-Offs. 

    Unbarmherzig ist der zweite Fall für Gina, die frisch aus der Elternzeit zurück sich um einen Fall in Altbruck kümmern muss. Dort werden in einer Kiesgrube zwei Leichen gefunden, die schon mehrere Jahrzehnte vergraben waren. Eine davon stammt aus dem Baltikum, doch die Intensität bleibt ein Rätsel. Waren es zwei Zwangsarbeiter, die in der ehemaligen Munitionsfabrik dort gearbeitet haben? 

    Gina möchte den Mörder finden und durch die Klärung der Identität für eine, wenn auch späte Totenruhe sorgen. Doch ich allen in Altbruck gefallen die Ermittlungen und vielen Fragen nach der Vergangenheit….


    Fazit: Wie auch schon in der Reihe um Tino Dühnfort, erzählt Inge Löhnig auch in dieser Reihe in einen ruhigen und gelassenen Ton. Eher wie ein friedliches Plätschern baut sich Kapitel für Kapitel Spannung auf. Stück für Stück deckt Gina Angelucci den alten Fall auf und bastelt die einzelnen Teile zusammen. 

    Eingeschobene Rückblicke nehmen die Leser immer wieder mit ins Jahr 1944 und lassen so die Zusammenhänge besser verstehen und sorgen gleichzeitig für Spannung wegen falscher Fährten und überraschender    Wendungen.


    Die Charaktere sind sympathisch und auch in ihrem Handeln authentisch. Wer Gina mag, wird auch die Reihe um Tino Dühnfort mögen. 


    Ich hätte diesen Spinn-Off generell nicht gebraucht, für mich kann auch ein Paar weiter ermitteln…egal, für Unbarmherzig gibt es 


    4 STERNE.

  2. Cover des Buches Löcher (ISBN: 9783407740984)
    Louis Sachar

    Löcher

     (796)
    Aktuelle Rezension von: Asterix75

    Wenn ich 0 Sterne geben könnte, wären es 0 Sterne! Als Schullektüre furchtbat langweilig!!!

  3. Cover des Buches Sommerfrauen, Winterfrauen (ISBN: 9783257070408)
    Chris Kraus

    Sommerfrauen, Winterfrauen

     (50)
    Aktuelle Rezension von: Buecherseele79

    In New York soll Jonas einen Film drehen. Über Sex. Vorerst soll er die Lokation aussuchen, sich Gedanken über den Film machen, wie er umzusetzen ist und was das Endresultat sein könnte. Gleichzeitig vermisst ihn seine eifersüchtige Freundin in Deutschland und macht ihm hier und das das Leben schwer. Nele soll ihn unterstützen, von ihr ist Jonas sehr angetan. Und dann ist da noch seine Tante...eigentlich nicht seine richtige Tante...aber sie hat damals unter Jonas seinem Grossvater gelitten als er mit der SS in das Leben von Tante Paula einmarschierte...

    "Kein Mensch, hat er mir gesagt, kann in Amerika davon existieren, an einer Filmhochschule angestellt zu sein. Vielleicht hat die Tatsache, dass meine Hassanfälle auf ihn immer wieder von Schüben zarter Zuneigung abgelöst werden, vor allem damit zu tun, dass mich seine Ruhmsucht, verbunden mit dieser atemberaubenden Erfolglosigkeit, an mich selbst erinnert. An das, was ich mal sein werde, wenn alle Träume abgewachsen sind." (Seite 121)

    Ich weiss gar nicht wo man dieses Buch einfügen kann. Es hat viele Komponenten und Ansichten, womöglich empfindet jeder Leser die Geschichte anders, für jeden sticht ein anderes Merkmal hervor oder man kann sich mit dem Buch gar nicht anfreunden. Es ist auf jeden Fall reine Geschmackssache und mich hat dieses Buch begeistert.

    Der Autor beweist bei seinem Erzählstil auf jeden Fall viel Humor, gespickt mit Ironie und Sarkasmus. Muss man mögen, sonst wird die Geschichte wohl eher ein Reinfall.

    Jonas ist jung, grün hinter den Ohren und eigentlich weiss er nur eines - er will keinen Nazischeiss drehen. Da kommt ihm der Auftrag einen Film über Sex zu drehen dann schon gelegener, aber so wirklich eine Idee hat er nicht. Auch ist das Leben in New York gar nicht so schillernd, reich und schön wie immer dargestellt. Jonas wacht also in der Realität auf und fällt auf die Nase.

    Um ihn herum viele andere, oft gescheiterte Existenzen, die mal angesehen und berühmt waren, jetzt kaum noch Geld zum leben haben, auf Parties oder Veranstaltungen gehen um Gratis etwas essen zu können. Eine Großstadt feiert dich, aber sie vergisst dich genauso schnell. Das war immer wieder ein interessanter und schmerzvoller Aspekt. Auch wie die gescheiterten Existenzen versuchen nochmals den grossen Coup zu landen hat mich bewegt.

    Nele ist der Gegenpol zur Freundin von Jonas die in Deutschland eifersüchtig auf seine Rückkehr wartet. Was man hier erlebt hat mich manchmal zum lachen gebracht, aber auch geschockt und dann wieder war Verständnis vorhanden. Eigentlich sind Nele und seine Freundin durchgeknallte Figuren die sich das Leben selbst schwer machen, aber solche Leute zieht Jonas wohl magisch an. Ist das Liebe?

    Der harte, der doch brutale Teil kommt durch Tante Paula, die nicht so wirklich seine Tante ist, aber durch den Grossvater von Jonas gelitten hat, denn er war damals bei der SS und maschierte in das Land von Tante Paula ein und sie hatte dann mit der Familie Rosen lange zu tun. Hier passiert dann der  "ich drehe keinen Nazischeiss" den Jonas sich vorgenommen hat. Man merkt wie sehr ihn die Vergangenheit seiner Familie mitnimmt, wie sehr er das Bild von seinem Grossvater ständig korrigiert und mit sich im Unreinen ist. Die Vergangenheit belastet die Gegenwart, belastet Jonas und in seiner Familie wurde darüber nie gross ein Wort verloren. Tante Paula aber redet sehr gerne und ihre Ansichten und Überzeugungen dringen nicht nur bein Jonas ein.

    Es ist ein abgefahrenes Buch, welches die einen lieben und die anderen hassen werden. Die Einen werden etwas in dieser Geschichte finden, die anderen wohl eher nicht. Ich selbst fand es durchgeknallt aber verdammt gut und ja, ob das jeder so empfindet muss man in diesem Fall selbst herausfinden.



  4. Cover des Buches Hunde von Riga (ISBN: 9783423212137)
    Henning Mankell

    Hunde von Riga

     (676)
    Aktuelle Rezension von: Hellena92
    Henning Mankell hat hier meinen liebsten Band der Wallander Reihe geschaffen.

    In "Die Hunde von Riga" geht es um ein kleines Boot, dass an die schwedische Küste geschwemmt wird. Die beiden toten Männer legen eine Spur bis nach Riga. So dass Kurt Wallander kurzerhand dort hin reist, um den Fall aufzuklären. Als er die wunderschöne Ermittlerin Liepas kennen. Gemeinsam versuchen sie den Fall zu lösen.


    Ich liebe dieses Buch. Es ist wahnsinnig spannend und man kann nicht aufhören zu lesen!
  5. Cover des Buches Gier (ISBN: 9783492303101)
    Arne Dahl

    Gier

     (102)
    Aktuelle Rezension von: Sato

    „Gier“ von Arne Dahl bildet den Auftakt einer neuen Thriller-Reihe rund um die Ermittlertruppe Opcop, einer frisch einberufenen und eigentlich noch streng geheimen operativen Einheit der europäischen Polizeibehörde Europol.

    Das Arne Dahl auf seine „A-Team“ Reihe aufsetzt und einen Teil der Protagonisten übernimmt, war mir nicht bekannt – es ist mein erster Roman von diesem Autor – ich sehe es aber nicht als großen Nachteil. Die Vielzahl der Charaktere, 13 direkte Ermittler, dazu die Teams in den Ländern, ihre Partner und die vielen Protagonisten in den einzelnen Handlungssträngen erfordern ein hohes Maß an Aufmerksamkeit um hier nicht den Faden zu verlieren.

    Zur Story, im Umfeld des G20 Gipfels in London kommen zwei Menschen auf ungewöhnliche und unterschiedliche Art zu Tode, zunächst stirbt ein junger Chinese bei einem seltsamen Unfall auf der Protokollstrecke - direkt in Armen eines Opcop Beamten, kurze Zeit später wird eine Frauenleiche, die wie ein Kunstwerk drapiert ist, in einem nahen Waldstück entdeckt. Gibt es eine Verbindung zwischen den beiden Todesfällen? Die neue Einheit nimmt verdeckt die Ermittlungen auf und fördert Stück für Stück ein kriminelles Netzwerk zu Tage, das in seiner verschachtelten Komplexität schwer zu überblicken ist. Die Ermittler arbeiten in Teams an verschiedenen Orten und an unterschiedlichen Untersuchungsansätzen, welche nach und nach das Bild eines ungeheuerlichen, hochbrisanten Finanz- und Politikskandals ans Licht bringen und dabei geraten die Beamten auch selbst in Gefahr – einerseits durch Kompetenzgerangel wichtige Information vorenthalten zu bekommen und andererseits ins Visier mächtiger Gegner zu geraten.

    Dem Leser wird einiges abgefordert, „Gier“ ist kein Buch für zwischendurch, es ist anspruchsvoll, man muss sich konzentrieren um in die Handlung in Gänze zu erfassen, man sollte ein wenig Allgemeinwissen zur Finanzkrise haben und man darf kein „Friede, Freude, Eierkuchen Happy End“ erwarten.

    Dafür bekommt man einen beeindruckenden politischen Thriller mit dem Versprechen weiterer Teile.

  6. Cover des Buches Und in mir der unbesiegbare Sommer (ISBN: 9783551582546)
    Ruta Sepetys

    Und in mir der unbesiegbare Sommer

     (109)
    Aktuelle Rezension von: ariadne
    Ich wusste schon von vornherein, dass mir das Buch sehr gut gefallen würde und wurde zum Glück auch nicht enttäuscht.
    Über die Baltischen Länder im 2. Weltkrieg weiß ich leider viel zu wenig und war froh, dass mir dabei dieser Roman etwas mehr Licht in meine dunkle Wissenslücke gebracht hat. 
    Auch wenn die Figuren der Geschichte erfunden sind, so stellen sie doch repräsentativ das Schicksal vieler Tausender Menschen dar, die von dem sowjetischen Regime deportiert, gefangen, und ermordet wurden. Ein dunkles Kapitel zum Krieg, das hoffentlich noch viel mehr erforscht werden wird.
    Von der Autorin werde ich mir auf jeden Fall noch weitere Bücher besorgen.
    Einzig der Erzählstil war mir etwas zu "jugendlich" gehalten, aber das sollte wohl vielen jungen Lesern ein Anreiz sein, sich mit dieser Geschichte zu befassen.
  7. Cover des Buches Silver Dragons - Drachen lieben heißer (ISBN: 9783802583926)
    Katie MacAlister

    Silver Dragons - Drachen lieben heißer

     (123)
    Aktuelle Rezension von: mond48

    ⚠️Diese Reihe sollte nach der "Dragon Love" - Reihe gelesen werden⚠️

    Cover: Das Cover passt optisch zu den vorangegangenen Bänden und zeigt, dass es sich dabei um ein Band der Reihe handelt.

    Handlung: Die Handlung ist abwechslungsreich. Sie ist geladen mit Aktion, hat aber immer wieder ruhige Elemente, in denen der Leser durchatmen kann.

    Charakter: Der Umgang zwischen Gabriel und May wirkt auch in diesem Band sehr liebevoll und ist geprägt von Vertrauen ineinander. Die ganzen Neckereien zwischen den Beiden fand ich während des Lesens einerseits süss und andererseits unterhaltsam. Der innere Zwist von May wird sehr authentisch vermittelt. Überraschend für mich war die Tatsache, dass Cy ihr dabei tatsächlich helfen kann, ist doch sonst sie diejenige, der geholfen werden muss. Auch Kostyas Umgang mit Cy und seine Emotionen waren eine positive Überraschung. So war er bis dahin ein Charakter, der mir mit seinem "es muss alles nach mir gehen"-Gehabe eher auf die Nerven ging. Auch Magoth war wieder eine Nummer für sich, amüsant aber aufbrausend. Drakes Mutter war... nun ja, seine Mutter und hat sich nicht wirklich verändert. Die Weisheit und Geduld von Gabriels Mutter wirkte auf mich wie ein Ausgleich zu Drakes Mutter und war mir von Anfang an sympathisch. Fiat dagegen war nach wie vor ein Charakter, der einfach nur unzurechnungsfähig wirkte. Doch im Weyr gibts ja so einige, die eher rechthaberisch und machtgierig sind. 

    Fazit: mir hat auch der Abschluss der Reihe sehr gefallen und konnte sowohl mit Unterhaltungswert als auch Emotionen punkten. Teilweise war ich regelrecht enttäuscht, musste ich die Lektüre unterbrechen. 


  8. Cover des Buches Never say Never (ISBN: 9783969667095)
    Yuna Drake

    Never say Never

     (27)
    Aktuelle Rezension von: kikiii04

    „Never say Never“ ist ein Buch, bei dem ich es kaum erwarten konnte, endlich mit lesen zu beginnen. Die anderen Leser scheinen total begeistert von der Story zu sein, das Cover ist einfach ein Traum und auch die Story hörte sich wirklich sehr spannend und vor allem auch außergewöhnlich an.

     

    Es geht um Moira, die Nachtschichten in einen Callcenter für Telefonseelsorge schiebt. Doch als an einem Abend gleich zwei Mörder bei ihr anrufen, gerät Moiras Welt aus den Fugen. Klar ist, dass sie sich von dem Serienmörder Magnus absolut in Acht nehmen sollte. Aber wie kann das funktionieren, wenn dieser beschlossen hat, sie mit in sein krankes „Spiel“ aufzunehmen? 

    Ihre einzige Chance scheint Arūnas zu sein, von dem sie jedoch nur weiß, dass er ebenso kriminell wie Magnus ist. Aber sie spürt auch, dass Arūnas der einzige ist, dem sie noch vertrauen kann. Oder doch nicht?

    Denn in Wirklichkeit sorgen Intrigen und Verstrickungen für noch mehr Komplikationen. Dabei wäre es schon kompliziert genug, dass Moira sich ausgerechnet zu Arūnas hingezogen fühlt, oder nicht?

     

    So sehr ich mich auch auf die Story gefreut habe, so sehr wurde ich auch enttäuscht. Leider. 

    Die Entwicklung der Handlung war komplett anders, als ich es erwartet und erhofft hatte, nach dem, was der Klappentext versprach. Eigentlich war ich mir auch sicher, dass Moira eine Protagonistin sein würde, in die ich mich total hineinversetzen könnte. In der Realität fiel mir aber mit jeder Seite schwerer, sie zu verstehen und ihre Leichtgläubigkeit hat mich in den Wahnsinn getrieben.

     

    Natürlich hat mich nicht alles gestört. Die erste Hälfte des romans hat mich, um ehrlich zu sein, sogar absolut umgehauen. Ich glaubte, ein neues Highlight für mich entdeckt zu haben. Das Buch liest sich, und das behält es auch durchweg bei, unheimlich angenehm & herrlich flüssig.

    Besonders mochte ich auch die Perpektivenwechsel, da Arūnas einfach ein wunderbarer Protagonist ist und ich ihn soooo gern hatte.

     

    Aber nach der ersten Hälfte hat sich etwa geändert. Es ging „mehr zur Sache“ und der Schreibstil in den gewissen Szenen war gar nicht meins. Mit der Zeit verging mir das Lachen und ich musste einfach nur nich den Kopf schütteln. Ich weiß, in diesem Punkt scheiden sich die Geister und normalerweise habe ich ich nie Probleme. Aber hier? Einfach nein.

    Die Autorin spart an solchen Szenen auch nicht und ich musste mich ziemlich zusammenreißen, das Buch doch noch zu beenden.

    Gleichzeitig hat die Thematik, auch wenn sie mir ein wenig zu düster war, etwas Fesselndes und ich habe das Buch dann eben zu Ende gelesen. Nur um mich am Ende erst recht aufzuregen, wegen dem fiesen Cliffhanger… Und nun würden noch drei weitere Bände folgen, und so sehr ich den Ausgang wissen möchte, weiß ich eben doch, dass die Lesestunden, und mögen sie auch noch so schnell vergehen, mich ziemlich viele Nerven kosten würden…

     

    Fazit:

    Aufgrund der tollen ersten Hälfte habe ich mich entschlossen, dem Buch die Hälfte an Sternen zu geben, also 2,5. Nur weil es nicht meins war, würde ich niemals sagen, dass „Never say Never“ nicht empfehlenswert ist. Im Gegenteil. Wer Krimis und Thriller liebt, wird das Buch sicher lieben und wenn man erotische Liebesromane mag, dann erst recht. Alle anderen sollten sich darüber im Klaren sein, dass „Never say Never“ nicht in sich abgeschlossen ist, und man am Ende so oder so irgendwie weiterlesen muss…

  9. Cover des Buches Der Stammhalter (ISBN: 9783406727320)
    Alexander Münninghoff

    Der Stammhalter

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Viv29

    Wahre Familiengeschichten in geschichtlich aufregenden Zeiten sind ein Lieblingsgenre von mir. Beim „Stammhalter“ hat mich zudem die ungewöhnliche niederländisch-lettische Ausrichtung gereizt. Alexander Münninghoff gelingt es auch ausgezeichnet, das Leben der lettischen Oberschicht zwischen den Weltkriegen einzufangen, das war für mich einer der interessantesten Teile des Buches. Er berichtet die Geschichte insbesondere seines Großvaters, seines Vaters und seiner Mutter, geht zurück in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg, um zu berichten, wie der Großvater sein Vermögen anhäufte, und führt uns dann bis in die 1990er, wobei der Schwerpunkt auf der Zeit des Zweiten Weltkriegs und der Nachkriegszeit liegt.

    Im Klappentext wird das Buch als „zauberhafter, bewegender Roman“ beschrieben. Dem kann ich mich nicht anschließen, weil es sich meiner Ansicht nach eher um einen recht distanzierten, nüchternen Bericht handelt. Die stimmungsvollen Schilderungen der Anfangsszene und der Zeit in Riga bleiben Ausnahmen. Dialoge, atmosphärische Szenen, Lebhaftigkeit gibt es kaum. Über viele Strecken hat das Buch etwas Protokollartiges. Das liest sich keineswegs schlecht, der Schreibstil ist auf seine nüchterne Weise eingängig, aber es bleibt Distanz und so wurden selbst bei an sich bewegenden Geschehnissen kaum Emotionen bei mir wach. Auch die Charaktere blieben mir seltsam fremd. Dabei ist die Geschichte der Familie durchaus romanreif. Hier finden sich reichlich skurrile Familienmitglieder, ungewöhnliche Lebenswege, große Tragik, spannende Erlebnisse. Die emotionslose Schilderung nimmt ihnen aber viel. Ein wenig befremdlich fand ich auch die Beiläufigkeit, mit welcher die teils dunklen Machenschaften des Großvaters und die Nazianhängerschaft des Vaters geschildert wird. Dessen Mitgliedschaft bei der Waffen-SS, immerhin der Aufhänger der Eröffnungsszene und des Buches, wird von allen Seiten recht locker genommen und reichlich verharmlost. Das Scheitern der Ehe der Eltern wird lakonisch geschildert und läßt Fragen offen. Vielleicht ist dieses betonte Unbeteiligtsein des Autors sein Weg, mit schwierigen Aspekten der Familiengeschichte zurechtzukommen. In einem Roman, einer Familiengeschichte, wirkt es allerdings kontraproduktiv. Enervierend war die ständige Betonung von Reichtum. Es wird, selbst bei nur kurz auftretenden Charakteren, keine Gelegenheit ausgelassen, um zu erwähnen, wie nobel die Häuser und Wohngegenden, wie einflußreich das Umfeld, wie edel die Herkunft, wie unfassbar vermögend alle sind, auch wenn es für die Geschichte absolut irrelevant ist.

    Durch diese Kombination blieben mir Familie und Geschehnisse eher fremd, was ich bedauerlich finde, da ich es vorziehe, beim Lesen innerlich involviert zu werden. Interessant ist das Geschilderte aber allemal, es entfaltet sich eine ungewöhnliche, leicht lesbare Familiengeschichte mit schwindelerregenden Höhen und dunkelsten Tiefen, welche auch viele informative Einblicke in das Lettland der Vorkriegs- und die Niederlande der Kriegs- und Nachkriegszeit bietet.

  10. Cover des Buches Das Schokoladenmädchen (ISBN: 9783958246188)
    Katryn Berlinger

    Das Schokoladenmädchen

     (101)
    Aktuelle Rezension von: Nimithil
    Die Geschichte spielt Ende des 19 Jahrhundert. Madelaine möchte mit ihrer Mutter nach Deutschland fliehen, doch leider geht das Schiff unter und sie überlebt als eine der weniger. Herr Martieli nimmt sie unter seine Fittiche und bringt ihr die Confiserie näher. Es warten einige Herausforderungen auf sie.


    Das Cover das Buches finde ich sehr gut gelungen, da es wunderbar zum Inhalt passt. Hunger sollte man beim Lesen auf gar keinen Fall haben, da die Herstellung von Pralinen und anderen tollen Dinge teilweise im Detail beschrieben wird.


    Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und teilweise sehr bildhaft. Die Hauptprotagonistin Madelaine ist sympatisch, wenn auch meiner Meinung nach nicht durchweg authentisch. Ihr fällt alles zu, ohne sich teilweise bemühen zu müssen. Dies kann ich mir als Frau in der damaligen Zeit nicht wirklich vorstellen und ich hätte mir gewünscht, dass sie in manchen Situationen mehr kämpfen muss. Dies sorgt auch dafür, dass es wenig Spannung beim Lesen gibt. Weiterhin kann ich manche Handlungen von Madeleine nicht vollkommen nachvollziehen und es hat für mich eher Rätsel aufgeworfen. 


    Nicht nur die Pralinen- und Tortenherstellung wird wunderbar beschrieben, sondern auch das damalige Leben in Riga. Der Leser erhält einen wunderbaren Einblick in Mode oder auch den Änderungen, welche Ende des 19. Jahrhundert waren. 


    Ein wunderschöner Roman, der den Leser dazu einlädt in eine andere Zeit einzutauchen und eine kleine Geschmacksreise zu unternehmen.



  11. Cover des Buches Das kalte Blut (ISBN: 9783257244434)
    Chris Kraus

    Das kalte Blut

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Ritja

    Was für eine Geschichte.

    So fesselnd, so spannend und gut geschrieben, dass man nur dabeibleiben will, um zu erfahren, wie es weitergeht. Und doch musste ich ab und zu das Buch zur Seite legen, um durchzuatmen und das Gelesene sacken zu lassen.

    Chris Kraus hat einen tollen Schreibstil, der es dem Leser einfach macht durch die Seiten und die Geschichte zu gleiten, doch hat er sich schwere Themen ausgesucht. Obwohl immer wieder schwarzer Humor durchblitzt, waren die Geschichten, die Koja Solm erzählt, grausam und teilweise schwer zu fassen und zu verstehen. Koja und sein Bruder Hub waren mir von Beginn an unsympathisch. Sie waren in der Geschichte wie Aale. Sie glitten durch die Hände und durch alle Widrigkeiten. Sie passten sich an und wechselten ihren politischen Mantel, wie es gerade zum Überleben notwendig war, sie verschleierten, sie betrogen und mordeten, sie sammelten Informationen und lieferten Menschen aus. Es waren schreckliche Taten, die sie vollzogen. Koja überlebte alles und jeden und am Ende schaffte er es sogar einen alten Hippie an seine Grenzen zu treiben.

    Chris Kraus lässt den Leser durch viele Jahre der deutschen Geschichte gehen und stets staunend lesen, wie die Brüder immer wieder die Kurve bekommen. Ich konnte gut ab- und eintauchen und mich durch die Geschichte treiben lassen. Jedoch hätten ein paar Seiten weniger, der Geschichte auch gut getan. Manchmal verlor sich der Autor in zu vielen Details und Seitenhandlungen, dass man erst mal überlegen musste, wo man sich gerade befand. Trotzdem habe ich "durchgehalten" 1.200 Seiten lang und das nächste Buch von Chris Kraus liegt schon im Regal und will gelesen werden.

    Dieses Buch lohnt sich. Nicht abschrecken lassen, sondern einfach starten.


  12. Cover des Buches Smørrebrød in Napoli (ISBN: 9783499624490)
    Sebastian Schnoy

    Smørrebrød in Napoli

     (25)
    Aktuelle Rezension von: Die-Glimmerfeen
    Wie gut kennen wir unsere Nachbarn? Nach der Lektüre dieses Buches musste ich gestehen, vieles war mir bislang unbekannt. Sebastian Schnoy serviert Wissen immer mit einer vergnüglichen Note und so wird der Ausflug in die Geschichte und politische Landschaft der Mitgliedsstaaten der EU kein langweiliges Unternehmen.
    Ich weiß jetzt wer die ‚Kleine Seejungfrau‘ in Auftrag gab und wer für Kopf und Körper Modell stand. Das ein Generalstreik anderen geschieht, aber nicht uns braven Deutschen. Wer angeblich das höchste Pro-Kopf-Einkommen in Europa hat, obwohl sich der Autor hier ein wenig selber widerspricht. Warum man in Grönland wahrscheinlich nicht besonders alt wird und warum Estland von alkoholisierten Finnen heimgesucht wird.
    Lediglich die gut gemeinten Tipps, wie wir als Deutschen etwas lockerer werden, finde ich weder vergnüglich noch hilfreich, da hätte ich etwas mehr erwartet.

    Warum man vielleicht zu diesem Buch greifen sollte:
    1. Wenn man einen Blick über den Tellerrand der deutschen Grenzen werfen möchte
    2. Man wissen möchte, wie unsere EU-Nachbarn ticken
    3. Man eine Europareise plant und auf der Suche nach einem geeigneten Reisebegleiter ist

    Fazit: Ich fühlte mich gut informiert und unterhalten, obwohl das Buch für mich nicht an ‚ Von Napoleon lernen, wie man sich vorm Abwasch drückt‘ heranreicht.
  13. Cover des Buches Das Curaçao-Komplott - Hinter Gittern im Paradies - Autobiografischer Roman (ISBN: 9783957535030)
    Frank Pulina

    Das Curaçao-Komplott - Hinter Gittern im Paradies - Autobiografischer Roman

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Nicoles-Leseecke
    Danke an den Autor für das bereitgestellte Rezensionsexemplar

    Mit dem Hintergrundwissen dass es sich hier um die eigene Geschichte des Autors handelt, stieg ich voller Neugier in das Buch ein. Ich wurde nicht enttäuscht der Schreibstil ist flüssig und so interessant gestaltet, dass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte und so viel zu schnell am Ende angelangt war. Am Ende ließ es mich fassungslos und erschüttert zurück. Erschüttert darüber, wie schnell Gesetze dazu führen, das man unschuldig verdächtigt und verhaftet wird.

    Fazit
    Der Autor hat sich hier viel Mühe gegeben einen Teil seiner Lebensgeschichte fesselnd zu verfassen. 
  14. Cover des Buches Der Flug der Möwen (ISBN: 9783921640951)
    Walter Neumann

    Der Flug der Möwen

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Warum hast du geweint (ISBN: 9783596178858)
    Dace Ruksane

    Warum hast du geweint

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Es gibt ja Bücher, da lässt sich eine Rezension ganz locker aus dem Ärmel schütteln. Und es gibt Bücher wie dieses. Zuerst einmal die grobe Handlung zum Einstieg: Die Protagonistin heißt Katrina und lebt mit ihren Eltern und ihrer jüngeren Schwester in Riga. Die Eltern haben sich nicht mehr allzu viel zu sagen, und Freunde hat Katrina auch so gut wie keine. Deswegen sind die Alpinistencamps, die jeden Sommer im Kaukasus stattfinden, eine willkommene Abwechslung. Dort verliebt sich Katrina in Oleg; für ihn ist sie sein Krümelchen – das Krümelchen dagegen weiß nicht, dass Oleg daheim in Moskau Frau und Kind hat und es daher nicht sonderlich ernst mit ihr meint. Es geht also auf den ersten Blick um die (unglückliche) Liebe, denn auch mit den anderen Jungs, die Katrina kennenlernt, hat sie kein Glück: Mit Sergej und Genna verbindet sie auch nach dem Camp noch eine Brieffreundschaft (ob noch mehr Gefühle im Spiel sind, bleibt etwas in der Schwebe), doch Sergej stirbt an einer rätselhaften Krankheit, und Genna ist zur falschen Zeit am falschen Ort, als der Atomreaktor in Tschernobyl explodiert. Eigentlich geht es aber in erster Linie um das Erwachsenwerden unter schwierigen Umständen in einer schwierigen Zeit – der politische Umbruch in den 1990er Jahren bildet den Hintergrund zu dieser Geschichte. Eine „richtige“ Rezension fällt mir auch deswegen so schwer, weil sich Rukšāne nicht an eine Chronologie hält – sie springt mal hierhin, mal dorthin, und auf einmal sind ein paar Jahre vergangen und man hat es nichtmal gemerkt. Man erfährt nur durch Anspielungen, in welchem Zeitabschnitt man sich gerade befindet – manchmal nicht einmal das. Etwas weniger von diesem Hin und Her hätte das Buch gut vertragen, weil es zu sehr aus dem Lesefluss herausreißt und man diese einzelnen Handlungsschnipsel nicht wirklich einordnen kann. Ansonsten aber ist dieses Buch überaus poetisch und schön geschrieben, dabei aber niemals kitschig. Trotz der teilweise traurigen Thematik macht das Lesen überraschenderweise Spaß, und Katrina, die das Ganze meist (selbst)ironisch kommentiert, nimmt selbst den tragischen Stellen ein wenig die Härte. Es gibt trotzdem noch ein „Aber“: Das Ende. Gegen Ende hin gibt es überhaupt keinen roten Faden mehr, die Geschichte wird mehr zu einem inneren Monolog Katrinas, mit verschiedenen kurzen Handlungsschnipseln und aus dem Zusammenhang gerissenen Dialogen. Klar ist Katrina da selbst sehr durcheinander und verwirrt (sie hat auch ausreichend Gründe dazu, aber ich will ja nicht spoilern), über weite Strecken weiß man allerdings nicht mehr wirklich, um was es nun eigentlich geht. Das macht nicht die komplette Geschichte gleich schlecht, aber zum Ende hin fällt dieses sonst sehr interessant geschriebene Buch dann doch etwas ab. Ach ja: Rukšāne gilt in Lettland als Skandalautorin. Und Überraschung: Sie schreibt natürlich über Sex. Es wird auch masturbiert, und seltsame Sachen werden mit Büchern veranstaltet (ich hab es nicht verstanden und wäre dankbar, wenn mir jemand, der das Buch ebenfalls kennt, seine Interpretation dessen mitteilen könnte. Danke.). Aber das alles ist auch eher um- denn zu deutlich beschrieben. Und nimmt außerdem nur einen sehr kleinen Teil der ganzen Handlung ein. Vielleicht stammt der Ruf der Autorin von ihren anderen Werken, vielleicht sieht man das in Lettland einfach anders. Sollte jedenfalls keinen abschrecken, der Bücher von Skandalautoren nicht gerne liest (ich gehöre normalerweise nämlich auch zu dieser Gruppe). Es gibt Bücher, die kann man ganz locker rezensieren. Nur hat man dazu dann oft nicht allzu viel zu sagen. Und es gibt Bücher wie dieses, wo eine klassische Rezension schwerfällt, man dafür aber viele Assoziationen und Gedanken dazu hat. Und sind nicht solche Bücher oft die interessanteren? Für mich war „Warum hast du geweint“ wieder mal ein Beleg, dass es sich überaus lohnt, auch abseits des Mainstreams zu lesen, insbesondere auch mal Autorinnen und Autoren aus eher „exotischen“ Ländern (jedenfalls, was die auf Deutsch erhältliche Literatur anbelangt). Ich hoffe mal, dass noch mehr von Dace Rukšāne auf Deutsch erscheint, denn ihr Stil hat es mir sehr angetan. Bitte mehr davon!
  16. Cover des Buches RIGA DER JUGENDSTIL. Riga tourist guide in German. (ISBN: 9789984315416)
  17. Cover des Buches Mit Ballschuhen im sibirischen Schnee (ISBN: 9783776650211)
    Sandra Kalniete

    Mit Ballschuhen im sibirischen Schnee

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Matriga
    7 Rezensionen und ein Interview zu diesem Buch: http://www.arlindo-correia.com/020905.html Über die Autorin: http://de.wikipedia.org/wiki/Sandra_Kalniete http://ec.europa.eu/archives/commission 19992004/kalniete/index_en.htm (engl.)
  18. Cover des Buches Der Tod des Henkers von Riga (ISBN: 9783883500485)
    Anton Künzle

    Der Tod des Henkers von Riga

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Jens65
    Als "Henker von Riga" ging der Nazioffizier Herbert Cukurs, dem Mord an 30.000 Menschen während des Holocausts vorgeworfen wurde, in die Nachkriegsgeschichte ein. Neben der Beschreibung der Planung und Durchführung des Mordes im Südamerika der 60er Jahre wird die politische Lage dieser Zeit beschrieben sowie die Lebensläufe Cukurs und Künzles. Doch hier zeigen sich auch die größten Schwächen des Buches: Stilisierung der Personen (Schwarz - Weiß - Zeichnung), mangelnde Objektivität in bezug auf die Beurteilung der Notwendigkeit der Tat an sich; ein, um es freundlich zu sagen, recht schlichter Sprachstil, zusammengefaßt: zu oberflächlich, zu "reisserisch", um wirklich ernst genommen werden zu können. Dennoch für Freunde dieses Themas interessant.
  19. Cover des Buches Ein Drama in Livland Der Donaulotse (ISBN: B002ORX2GG)
    Jules Verne

    Ein Drama in Livland Der Donaulotse

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Matriga
    Ein Drama in Livland: Verne hat sich brav in die Materie eingearbeitet, nimmt jedoch eine dem zaristischen Rußland genehme Haltung ein - auf Kosten der Zwischentöne. Die Russen sind also edel & gut, die Deutschen sinister & schlecht, und Letten und Esten halten es natürlich mit den Russen. So einfach waren die Verhältnisse allerdings keineswegs. Die Auflösung des Kriminalfalls ist in der Tat verblüffend - der Weg dorthin allerdings zu lang, die Story könnte - und würde heutzutage - eindeutig geraffter sein.
  20. Cover des Buches Freiheit alleine macht nicht satt (ISBN: 9783789293054)
    Johannes Grotzky

    Freiheit alleine macht nicht satt

     (1)
    Aktuelle Rezension von: Nil
    Freiheit alleine macht nicht satt ist eine Reportagensammlung aus Mitte der 90er Jahre. Diese Reportagen zeigen die Entwicklung und Veränderungen nach der Auflösung der Sowjetunion in den einzelnen Ländern. Auch wenn das Buch aus heutiger Sicht relativ alt ist und sich in den letzten 15 Jahren noch enorme Entwicklungen ergeben haben, ist dies ein interessantes historisches Dokument mit vielen interessanten Aspekten.
  21. Cover des Buches Baltische Sommer (ISBN: 9783939279051)
    Angelika Böcker

    Baltische Sommer

     (1)
    Aktuelle Rezension von: 1amanda

    Den beruflichen Alltag für ein Leben als Reisende tauschen und in drei Sommern um die Ostsee segeln. Die Autoren haben diese Zeit gut genutzt. Sie nahmen sich Zeit, genau hinzuschauen und freundschaftliche Kontakte zu knüpfen und entdeckten vieles, was dem eiligen Reisenden entgeht.

    Baltische Sommer bietet dem Leser eine abwechslungsreiche Mischung aus Segelerlebnissen und vielfältigen Begegnungen an Land. Der Leser erfährt Interessantes über die Lebensumstände der Menschen in den bereisten Ländern, die etwas abseits der großen Touristenströme liegen. Häufig stellen die Autoren geschichtliche Bezüge her, manchmal im Anhang versteckt. Es lohnt sich, dort zu stöbern.

    Darüber hinaus ist es ein Buch über das Reisen. Die Autoren folgen zwar einem groben Plan, lassen sich aber jederzeit verlocken, von einer Route abzuweichen oder länger zu bleiben, dann übernimmt das gute Gespür die Führung. Natürlich geht nicht alles glatt, auch das wird nicht verschwiegen.

    Ein erfreuliches Buch nicht nur für Segler.

  22. Cover des Buches Black Friday – und andere Lettland-Geschichten (ISBN: 9783952455906)
    Matthias Boosch

    Black Friday – und andere Lettland-Geschichten

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Anna-Mainz
    Ich habe das Buch ganz zufällig kennengelernt, auf einer Lesung des Autors. Da hatte ich dann zwei Geschichten gehört und wollte wissen, was dem Protagonisten sonst noch so widerfahren ist. Also habe ich spontan das Buch gekauft.
    Ich habe es dann zusammen mit meinem Mann auf einer Reise gelesen und wir hatten viel Spaß. Eignet sich wirklich super zum Vorlesen.
    Die Geschichten sind alle in sich abgeschlossen, sodass man jederzeit einsteigen kann, aber dennoch hängt alles zusammen und manche Figuren tauchen immer wieder auf. Erzählt wird das ganze von einem Ich-Erzähler, der wirkliche absurde Dinge erlebt. Aber ich will nichts spoilern - muss man einfach selber lesen ; )
  23. Cover des Buches Sehnsucht nach Riga (ISBN: 9783732581481)
    Karen Winter

    Sehnsucht nach Riga

     (11)
    Aktuelle Rezension von: engineerwife
    Als ich ca. ¾ des Buches gelesen hatte, hatte ich eigentlich schon meine Meinung geformt. Ich wollte als Bewertung die Note zwei vergeben. Umso positiver wurde ich dann vom letzten Viertel des Buches überrascht, in dem die Autorin nochmal so richtig nachlegt und mir sogar ein paar Tränchen abgerungen hat. Kurzum, ich bin fertig mit dem Buch und bin begeistert. Ich würde es als ein sehr weibliches Buch bezeichnen. Das geschichtliche Drumherum vermittelte mir nicht viel Neues, Geschichte ist eben Geschichte, daran lässt sich ja nichts ändern. Aber Karen Winter hat so eine feine Art, dieses Geschichtswissen von einem weiblichen Blickwinkel zu beleuchten, der manches in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. In diesem Buch steckt so viel mehr als der kurze Klappentext suggeriert, der klingt für meinen Geschmack sogar eher kitschig. In diesem Roman ist jedoch wenig Kitsch auszumachen. Im Gegenteil, Marie-Louise, genannt Malu, hat in ihrem Leben eher wenig Zeit dafür. Von Anfang an wird sie von ihrer eigenen Mutter und ihrem Bruder geschnitten, wenn nicht sogar gehasst. Nur ihr Vater scheint hinter ihr zu stehen. Letztlich hält sie auch ihre Freundschaft mit dem nachbarschaftlichen Geschwisterpaar am Leben und erlaubt ihr mit diesem weiterzumachen. Als sie schließlich das elterliche Gut verlassen muss, nimmt sie ihre treue Freundin Constanze mit nach Berlin. Was nach anfänglichem Erfolg aussieht, wird bald allen Beteiligten zum Verhängnis … Lasst euch doch auch überraschen von diesem wunderbaren Buch, ich hoffe, es geht euch wie mir!
  24. Cover des Buches Baltische Länder (ISBN: 9783499190742)
    Gunnar Köhne

    Baltische Länder

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