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166 Bücher
- Leigh Bardugo
Das Lied der Krähen
(1.696)Aktuelle Rezension von: FriekeInhalt
In Ketterdam, der pulsierenden Handelsstadt mit Hafen, hat sich Kaz Brekker von einem niemand zur gerissenen und skrupellosen rechten Hand eines Bandchefs hochgearbeitet. Als er eines Tages ein Jobangebot mit Gewinn in Millionenhöhe erhält, weiß er zwei Dinge: Mit diesem Reichtum wird er endlich rächen, was ihm in der Vergangenheit angetan wurde und er ist unmöglich allein dazu in der Lage diesen Auftrag zu erfüllen.
Mit einer Gruppe, bestehend aus fünf weiteren Gefährten, macht sich Kaz auf den Weg in den Norden. Die sechs sind hochgefährlich und professionell, wie kein anderer, doch keiner spielt mit offenen Karten. So auch Kaz nicht...
Meinung
Leigh Bardugo schaffte mit "Das Lied der Krähen" eine herausragendes Werk, das die Grenzen des Dagewesenen überschreitet. Der Leser wird von der düsteren Atmosphäre gepackt und in die mystische Welt hineingezogen. Es ist kein Ort, an dem man gerne leben möchte, doch fühlt man sich dank des bildhaften, flüssigen Schreibstils der Autorin geradezu magisch angezogen.
Die Geschichte in "Das Lied der Krähen" beschäftig sich nicht, wie so viele Werke, mit einer geradezu epischen Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse. Vielmehr betont es die Zwischentöne und die Intrigen, die für das Überleben in einer von Leid gezeichneten Welt vonnöten sind. Sie behandelt die ganz unterschiedlichen Motive, die Menschen zu den härtesten Dingen im Kampf um das Überleben und dem Wunsch nach Rache treiben.
Die Geschichte beginnt in Ketterdam, seines Zeichens Handelsstadt und geprägt von falscher Moral und Verrat. In der Stadt regiert das Geld und Moral kann nur dann berücksichtig werden, wenn es dem Zweck dient noch mehr Geld einzunehmen. Ketterdam ist dunkel, eng und schmutzig. Genau hier, in den dunkelsten Ecken treffen wir auf die Protagonisten, eine Gruppe junger Menschen, die neben dem Gesetz steht und von dem brillianten und gerissenen Kaz Brekker angeführt wird.
Leigh Bardugos präziser, packender Schreibstil lässt Ketterdam real werden und aufleben, die Verdorbenheit und Finsternis, die abschreckend sein sollte, zieht den Leser in ihren Bann. Es wirkt dunkel, gefährlich und doch faszinierend. Die Handlung ist rasant und und actionreich, die Dialoge humorvoll und unterschwellig sarkastisch und die Wendung halten den Leser bis zum Ende gefesselt.
Durch die verschiedenen Perspektiven gelingt es zu jedem der Figuren eine Bindung aufzubauen, man fiebert mit, ist enttäuscht, versteht auch möglicherweise fragwürdige Entscheidungen. Diese Einblicke machen die Gruppendynamik deutlich vielschichtiger, da ein jedes Mitglied eigene Motive hat, die sich nicht mit denen der anderen decken.
Der Kern des Romans ist ein scheinbar unmöglicher Raubzug, bei dem jedes Mitglied seine individuellen Stärken bis zuletzt ausspielen muss. Doch gleichzeitig ist der Raubzug nur ein kleiner Teil einer groß angelegten Verschwörung, deren Ausbrechen der Leser selbst verfolgen kann, da ein jedes Mitglied erst nach und nach seine Karten auf den Tisch legt.
Doch nicht nur diese intellektuelle Ebene macht den Roman so anziehend. Keine der Figuren entspricht einer typischen Heldenfigur. Sie sind zerrissene Menschen mit einer düsteren, gewaltvollen Vergangenheit, tiefgehenden Narben und gefährlichen Geheimnissen. Bardugo gelingt die meisterhafte Verknüpfung dieser vielschichtigen Figuren in einer Welt, in der Moral kein Richtwert ist und die Methoden für den Überlebenskampf schon lange nicht mehr ehrenhaft sind.
Das alles lässt die Figuren verletzlich und auf fast schmerzliche Art nahbar erscheinen. Die Vielseitigkeit wird noch durch die nicht sehr normativen Beziehungen der Figuren zueinander betont. Die traumatischen Erfahrungen und seelischen Narben führen zu komplizierten Beziehungsgeflechten, bei dem auf kurze Sicht kein Happy End möglich ist, wenn keine seelische Heilung stattfindet. Doch das so etwas nicht von jetzt auf gleich geschehen kann, zeigt das Buch und wird dadurch - einmal mehr - zu einer realitätsnahen Geschichte, die Themen wie Vertrauen und Vergebung untersucht und meisterhaft in den Handlungsstrang zu integrieren versteht.
Fazit
"Das Lied der Krähen" ist kein Roman, das den Kampf zwischen Gut und Böse stilisiert, sondern eine Geschichte über Macht, Verrat, Vertrauen und der Suche nach Vergebung. Das Setting ist eine gnadenlose Welt, die die Figuren auf die ein oder andere Art und Weise seelisch verstümmelt und hart gemacht hat. Die Charakterentwicklung ist tiefgründig, wie in selten einem Buch das ich gelesen habe. Die Geschichte saugt dich ein und lässt dich erst wieder los, wenn du sie komplett gelesen hast, und selbst dann verbleibt es in den Gedanken. Ein absolutes Muss für Fans des Fantasygenres.
- Ursula Poznanski
Erebos (Limited Edition)
(3.798)Aktuelle Rezension von: Ramona_DanielaHeute stelle ich dir Band 1 "Erebos" von Ursula Poznanski aus dem Loewe Verlag vor.
Zum Inhalt:
Tritt ein oder kehr um! Dies ist Erebos.
Nick ist besessen von Erebos, einem Computerspiel, das an seiner Schule von Hand zu Hand weitergereicht wird. Die Regeln sind äußerst streng: Jeder hat nur eine Chance, Erebos zu spielen. Er muss dabei immer allein sein und darf mit niemandem über Erebos reden. Wer dagegen verstößt oder seine Aufgaben nicht erfüllt, fliegt raus und kann das Spiel nicht mehr starten. Was aber am merkwürdigsten ist: Erebos erteilt Aufträge, die in der realen Welt ausgeführt werden müssen. Und dann befiehlt das Spiel Nick, einen Menschen umzubringen.Meine Meinung:
Die Reihe ist mir auf Instagram immer wieder begegnet und ich war sehr neugierig auf die Geschichte. Was für ein dramatisches, fesselndes und interessantes Szenario. Ein Spiel, das so Real agiert und die Jugendlichen in ihren Bann zieht. (Gar nicht so weit weg von der Realität) Der Schreibstil ist altersgerecht, bildlich und detailliert. Nick ist ein Charakter, den man einerseits durch seine Aktionen schütteln will, andererseits war er mir gar nicht so sympathisch. In dieser Geschichte aber auch kein Muss, denn die Schilderungen sind realistisch! Wie sich das Computerspiel auf die Gesellschaft auswirkt, müsst ihr selbst lesen! Ich empfand es als absoluten Pageturner!
Fazit:
Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und kann das Jugendbuch weiterempfehlen.
- Kerstin Gier
Vergissmeinnicht - Was man bei Licht nicht sehen kann
(1.304)Aktuelle Rezension von: PrettyDarkQuinn ist cool, smart und beliebt. Matilda entstammt der verhassten Nachbarsfamilie, hat eine Vorliebe für Fantasyromane und ist definitiv nicht sein Typ. Doch als Quinn eines Nachts von gruseligen Wesen verfolgt und schwer verletzt wird, sieht er Dinge, die nicht von dieser Welt sein können. Nur – wem kann man sich anvertrauen, wenn Statuen plötzlich in schlechten Reimen sprechen und Skelettschädel einem vertraulich zugrinsen? Am besten dem Mädchen von gegenüber, das einem total egal ist. Dass er und Matilda in ein magisches Abenteuer voller Gefahren katapultiert werden, war von Quinn so allerdings nicht geplant. Und noch viel weniger, sich unsterblich zu verlieben …
Matilda und Quinn sind Nachbarn, etwa in einem Alter und während sie schon seit Jahren heimlich in ihn verliebt ist kann er sie und ihre bibeltreue Gutmenschen-Familie überhaupt nicht leiden. Sein Vater nennt die katholischen Nachbarn sogar abwechselnd grässliche Martins oder biblische Plagen.
Als Quinn jedoch aufgrund einer Hetzjagd durch seltsame Fantasiewesen einen Unfall erleidet und auf den Rollstuhl angewiesen ist, besteht seine einzige Chance der Sache auf den Grund zu gehen, darin Matilda um Hilfe zu bitten.
Wenn Kerstin Gier ein Buch veröffentlicht, dann kaufe ich es, weil sie Jugendromane schreiben kann wie keine andere. Ihre Edelstein-Trilogie habe ich geliebt und Silber fand ich nach kurzen Anlaufschwierigkeiten auch super, dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. Zum Highlight hat es leider nicht gereicht, aber ich habe Grübchenface Matilda und Quinn gerne auf ihrem Weg begleitet. Gerade das Konzept des Saums ist für mich nach diesem Band noch sehr schwammig und undurchsichtig. Der Saum als Zwischenwelt bzw. weitere Dimension, die normalerweise durch lebende Menschen nicht betreten werden kann, war für mich nicht immer nachvollziehbar.
Die Dynamik zwischen Matilda und Quinn mochte ich ungemein und fand gut, dass die Geschichte sowohl aus der Ich-Perspektive von Mathilda als auch der von Quinn erzählt wird. Zum Schmunzeln gebracht haben mich die peinlichen Szenen der strenggläubigen Familie Martin.
Ich bin daher schon sehr gespannt auf den weiteren Verlauf dieser Trilogie und werde sie auf jeden Fall weiter verfolgen.
- Leigh Bardugo
Das Gold der Krähen
(988)Aktuelle Rezension von: Linahsa„Wie haben sie das bloß wieder geschafft?“, war ein Gedanke, der mir immer wieder in den Kopf gekommen ist, während ich dieses Buch gelesen habe. Wenn man ein Abenteuer mit komplexen Charakteren sucht, ist dieses Buch sicher das richtige!
Fangen wir mit dem Schreibstil an. Er war sehr ansprechend, durchgehend stimmig und hat eine passende Atmosphäre geschaffen, die perfekt zur düsteren, spannungsgeladenen Welt des Buches passt.
Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, die Autorin – oder vielmehr die Charaktere – seien einem immer einen Schritt voraus. Die Handlung war nie vorhersehbar, und man wurde immer wieder aufs Neue überrascht. Ich liebe einfach das Gefühl zu haben, auf jeder Seite wartet eine Überraschung - ein echtes Abenteuer also!
Dabei war die Geschichte in jedem Moment glaubhaft, die Handlungen der Figuren stets nachvollziehbar, und der gesamte Plot wirkte hervorragend durchdacht.
Die Figuren in dem Buch haben mich vor allem begeistert. Sie wirkten authentisch und auf ihre eigene Weise sympathisch. Jeder hatte seine individuellen Stärken und Schwächen, eine Geschichte, eine Vergangenheit, die ihn oder sie geprägt, geformt oder sogar gequält hat.
Man hat das Gefühl bekommen, dass die Figuren nicht nur eine gemeinsame schwer zu meisternde Mission hatten, die sie alle vereinte - sie hatten auch eine persönliche, teils geheime Herausforderung, die sie meistern mussten. Dementsprechend waren viele tolle Charakterentwicklungen dabei!Das Einzige, was mir ein wenig gefehlt hat, war ein wenig Romantik - aber auch nur ein kleines bisschen. Ich fand es zwar sehr angenehm, dass es weder explizite Szenen noch übertrieben, wenig glaubhafte Liebesbekundungen gab. Die romantischen Momente blieben dezent und zwischen den Zeilen, was gut zur Geschichte gepasst hat. Ein Hauch mehr hätte mich trotzdem gefreut.
Letztendlich ändert es aber nichts daran, dass mir dieses Buch sehr gefallen hat und der Plot und der Schreibstil wirklich grandios waren.Insgesamt also eine eindeutige Empfehlung.
Sternebewertung:
Plot: 5/5
Originalität der Geschichte: 5/5
Charaktere und ihre Entwicklung: 10/5
Schreibstil: 4/5
Gesamtwertung: 5/5 - Leigh Bardugo
Goldene Flammen
(1.482)Aktuelle Rezension von: LesenMachtSpassGrischa – Goldene Flammen beginnt in Ravka, einem zerrissenen Land voller Magie und Geheimnisse. Alina lebt als Kartografin in der Ersten Armee, an der Seite ihres Freundes Mal. Alles ändert sich, als sie zur Überquerung der Schattenflur mitreisen und das Unvorstellbare geschieht: Alina offenbart eine Macht, von der sie nie wusste, dass sie sie besitzt. Sie wird zur Sonnenkriegerin, zur Hoffnung vieler und zum Spielball mächtiger Intrigen.
Alina ist keine perfekte Heldin. Sie ringt mit Angst, Selbstzweifel und der Last, plötzlich Erwartungen erfüllen zu müssen. Ihre Entwicklung ist spürbar, ihre Unsicherheiten bringen sie menschlich herüber. Mal ist stalEigenschaften, loyal und ehrgeizig zugleich. Zwischen beiden läuft ein emotionales Band, das getragen wird von Vertrauen und Konflikten.
Der Stil Bardugos ist atmosphärisch, bildstark und ebenso schnell wie eindringlich. Man spürt die Kälte und Dunkelheit der Schattenflur, die politische Spannung, das Streben nach Macht. Manche Erklärungen und Weltbeschreibungen fallen ausführlich aus, doch gerade das Worldbuilding hat mich fasziniert. Wendungen waren nicht immer überraschend, aber oft emotional wirkungsvoll.
- Kerstin Gier
Vergissmeinnicht - Was bisher verloren war
(494)Aktuelle Rezension von: sozicuVorab: ich bin alterstechnisch nicht die Zielgruppe des Buchs. Deshalb will ich Aspekte, die einfach nicht für mich sind auch nicht bewerten.
Nachdem Teil 1 mich sehr begeistert hat (und sich auch als Erwachsene sehr gut hat lesen lassen, ohne dass es irgendwie zu cringe wurde), hatte ich hohe Erwartungen an die Fortsetzung.
Die Welt wurde weiter ausgebaut. Wow! Die wird wirklich immer toller! Man lernt beim lesen immer mehr und ich war mehr und mehr beeindruckt.
Es wurden neue Aspekte und Mechaniken eingebaut, die gut rein passen und die Spannung aufrecht erhalten.
Was mir nicht so gut gefällt: das Buch lebt eigentlich nur von eben diesem Worldbuilding. Was super spannend ist, aber den Plot fand ich irgendwie dünn. Genau so den Spannungsbogen. Der war nicht wirklich… da. Also für mich. Ich erkenne wo es hätte spannend werden sollen und was der Höhepunkt sein sollte, aber es hat mich einfach nicht so gepackt wie es sollte.
Ich habe trotzdem Lust auf Band 3 und denke, es gibt genügend Grundlage, dass der ein Banger ist.
Spoiler: außerdem endet es auf einem Cliffhanger and I hate that.
- Leigh Bardugo
Eisige Wellen
(1.077)Aktuelle Rezension von: OndinaLeider sehr enttäuschend nach dem ersten Teil. Ich hatte einen besseren Spannungsbogen erwartet, der aber nicht kam. Es ist im Prinzip nichts passiert. Die Spannungen in der Romanze haben mich auch nicht überzeugt. Ich finde die Reihe leider zu langweilig und überschätzt. Werde den dritten Teil nur überfliegen, weil ich das Ende kennen möchte.
- Julia Quinn
Bridgerton - Daphne & Simon
(678)Aktuelle Rezension von: Kristina_RitterIch habe das Buch mit dem Cover mit den beiden Personen auf dem Cover und finde es ist passend für das Buch.
Es geht um Daphne und Simon, Simon ist der Duke of Hastings und möchte niemals heiraten, die Linie der Hastings soll mit ihm sterben. Daphne ist die Schwester seines besten Freundes und damit absolut Tabu. Ein Deal um beiden einen Vorteil zu verschaffen läuft aber leider in die falsche Richtung.
Ich muss sagen ich habe zuerst die Serie geschaut und liebe Daphne und Simon und deren Geschichte. Leider hat mich aber das Buch etwas enttäuscht es ist sehr vieles anders und für mich damit schlechter als die Serie. Mir gefällt Daphne hier irgendwie nicht so sehr, sie wirkt irgendwie arrogant. An vielen Stellen war ich genervt von ihr. Simon war mir auch irgendwie zu weich. Alles in allem hat mich die Geschichte nicht abholen können.
Leider hat das nicht so meinen Geschmack getroffen, vielleicht gefällt mir die Serie aber auch einfach besser.
- Olivie Blake
The Atlas Six
(396)Aktuelle Rezension von: WauwuschelIn einer magischen Welt, in der Medäer und Nicht-Medäer koexistieren, werden sechs begabte Magier ausgewählt, die für ein Jahr in der geheimen alexandrinischen Gesellschaft studieren können. Doch am Ende bleiben nur fünf von ihnen übrig, die über Macht und Wissen der ganzen Welt verfügen können.
“Vielleicht wurden sie innerlich in kleine Stückchen zerlegt, dann jedes Moralsinns beraubt und anschließend aus weniger menschlichen Teilen wieder zusammengeflickt. Vielleicht verkümmerten seine früheren Wertvorstellungen, wie ein rudimentärer Schwanzfortsatz. Ein kleiner Knubbel am Ende einer philosophischen Wirbelsäule.” -Tristan, einer der Auserwählten
Es gibt wohl kaum ein Buch, das so stark gehyped wurde und trotzdem überall grottenschlechte Bewertungen vorzeigt, wie dieses hier. Hinzu kommt, dass die Bewertungen in den nächsten zwei Büchern der Reihe nur noch schlechter werden, weshalb ich gedacht habe, dass ich mir endlich ein eigenes Urteil bilden sollte. Und ich muss gestehen, so schlecht ist es nicht, wirklich gut aber auch nicht, sodass meine Meinung mit drei Sternen schlussendlich neutral ist. Das Cover ist schlicht, aber schön, doch die Zeichnungen der Charaktere in dem Buch waren total unnötig. Tatsächlich hat mir der Schreibstil ganz gut gefallen, er liest sich flüssig und ist teilweise zwar sehr ausschweifend, aber es passt zum Buch und vor allem passt es zu den Personen, denn wir bekommen die Sichtweisen von jedem der Auserwählten vorgelegt.
Gehen wir mal zusammen die größten Kritikpunkte durch und schauen, was dran ist. Das erste, was vielen missfällt, ist die unterentwickelte und unklare Welt bzw. Magiesystem. Nun hat mir das Worldbuilding recht gut gefallen, denn wir haben Medäer, die ganz vielschichtige Magie wirken können, wodurch die Story viel Handlungsspielraum bekommt. Wir sind zwar fast die ganze Zeit in der Bibliothek in London, aber auch die wurde interessant und schlüssig gestaltet. Es ist nicht komplex, doch ich kann verstehen, dass es manchen nicht gefällt, wie vage es bleibt und dass es keine genauen Regeln gibt. Manche Kandidaten müssen ihre wahre Magie sogar erst finden, was Zeit in Anspruch nimmt, aber im Großen und Ganzen ist der Aspekt noch das Beste im Buch. Die Geschichte zieht sich auch über ein Jahr, was zeitlich passt, sich aber wirklich ziehen kann.
Außerdem wird die schwache oder langweilige Handlung kritisiert, die keine echte Plotentwicklung zulässt und hier muss ich zustimmen. Wenn man ein Buch in die Hand nimmt, das mit Dark Academia wirbt, erwartet man viel Spannung und Kämpfe, bis eben einer stirbt wie versprochen. Stattdessen wird monatelang, über ewig viele Seiten hinweg nur gelernt und gelernt und das Gelernte angewendet. Die Kandidaten versuchen sich gegenseitig einzuschätzen und es gibt einige psychische unterschwellige Kämpfe, aber das wars und selbst das Finale kann man nicht als solches bezeichnen. Es stimmt, dass man wegen dem kleinen Cliffhanger weiterlesen möchte, aber es ist kein Muss und man könnte das Buch jederzeit pausieren und ein anderes Mal weiterlesen, was nicht der Sinn eines guten Buches ist. Denn eigentlich ist es ein Kampf um einen festen Platz in der alexandrinischen Gesellschaft, aber davon spürt man nichts.
Weiterhin wird große Kritik gegenüber den langweiligen und flachen Charakteren ausgesprochen und auch das kann ich verstehen. Manche Personen mag man, andere hasst man gefühlt aus Prinzip, doch zu keinem von ihnen konnte ich eine emotionale Verbindung herstellen und das war schade. Trotzdem hat es teilweise Spaß gemacht, ihnen zuzuschauen, wie sie die Geheimnisse des Universums entschlüsseln und die Gesellschaft sowie ihre Moral hinterfragen. Es kommt zu interessanten Szenen, die allein dafür sorgen, dass man das Buch nicht abbricht. Die Entwicklung der Personen ist zwar sehr langsam, aber man merkt Unterschiede gegen Ende des Buches, was hoffentlich den zweiten Teil des Buches interessanter macht. Auch haben wir keine Liebesgeschichte, was für mich ein Plus ist. Intime Szenen sind dabei, ja, aber nur sehr sporadisch, sodass sich auf die Handlung fokussiert wird, oder zumindest auf die, die vorhanden ist.
Libby und Nico sind die Physiomagier, die Materie verändern können und sehr mächtig sind. Sie ist die klischeehafte gute Person, die voller Selbstzweifel ist und er der charmante Junge. Zwischen ihnen hätte was passieren können, aber das ist nicht geschehen und besonders Nico hat seine eigenen Motive. Im ersten Abschnitt, als sie mit Wurmlöchern und der Zeit herumgespielt haben, war es noch ein wenig spannend, das hat sich aber mit der Zeit gelegt.
Tristan ist der einzige Medäer, der seine eigene Kraft nach und nach kennenlernt und auch wenn sie interessant ist und Potenzial hat, ist die Entwicklung sooo langsam, dass das Interesse schnell wieder vergeht. Reina ist die einzige Person, die man verstehen kann, denn sie hält sich aus dem Theater raus, ist schlau, macht ihr eigenes Ding und ist durch ihre ungefilterte Macht und Kampfkunst eine der Stärksten. Hier erhoffe ich mir in den Folgebänden am meisten.
Parisa, Telepahtin, und Callum, Empath, sind diejenigen, die ein wenig Fortschritt in die Story bringen und gefährlich manipulativ sind. Sie haben jeweils ihre eigene Agenda und haben keine Skrupel. Ihre psychische Macht ist berauschend, aber sie wird nicht so oft eingesetzt und richtig in Szene kommen sie nicht. Außerdem täuschen sie alles und jeden und spinnen ihre Intrigen, deren Ergebnisse den Leser bei Laune halten, aber sie auch wieder super viel Zeit brauchen.
Zum Schluss gehe ich noch auf den Kritikpunkt über die langweiligen Dialoge und die gezwungen zum Nachdenken anregenden Sätze ein, die mit der Zeit nerven. Man merkt, dass die Autorin viele Theorien über das Universum hat, wie beispielsweise das Raum-Zeit-Gefüge oder der Kampf der Fronten Wissen-ist-gefährlich-und-nicht-jeder-darf-es-beseitzen Vs. Wissen-muss-frei-zugänglich-für-jeden-sein, und sie gezwungen in dem Roman etabliert. Kein junger Erwachsener führt solch tiefsinnige Gespräche aus dem Nichts, was 70% der Dialoge unbrauchbar macht. Der Rest wiederum verspricht Spannung und der Hintergrund des Buches sowie die Motive der Machtpersonen kommen nach und nach ans Licht, was wiederum den zweiten Band gut vorbereitet.
Insgesamt muss sich jeder ein eigenes Bild über das Buch machen, denn es hat viele berechtigte Kritikpunkte, während die eigentliche Prämisse vielversprechend ist!
- Nele Neuhaus
Schneewittchen muss sterben (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 4)
(1.851)Aktuelle Rezension von: reading_squirrelAuch mein zweiter Neuhaus-Krimi hat sich gut gelesen😉
Die Kapitel haben für mich die perfekte Länge und die Perspektivenwechsel sind toll gewählt. Was ich ebenfalls mag, ist, dass man als Leser einen Einblick in das Privatleben der Ermittler erhält: Das bringt mir persönlich immer etwas Abwechslung zur teils doch sehr düsteren und brutalen Grundstimmung - Neuhaus schafft hier eine angenehme Mischung.
Der Fall ist spannend aufgebaut, die involvierten Personen gut ausgeschmückt. Mir liefen zwischendurch eiskalte Schauer den Rücken hinunter, ob der Skrupellosigkeit gewisser Menschen.
Es gibt zwei Gründe, wieso es bei mir nicht für ein 5 Sterne-Buch gereicht hat: Es war zu wenig Nervenkitzel da und ich fand die Geschichte alles in allem etwas zu sehr langgezogen.
- Ursula Poznanski
Elanus
(627)Aktuelle Rezension von: DishaDas war tatsächlich mein erstes Ursula Poznanski Buch und leider hat es mich nicht unbedingt überzeugt weitere zu lesen. Leider konnte ich absolut nicht mit dem Protagonisten sympathisieren. Er ist mir tatsächlich oft auf die Nerven gegangen und manche seiner Aktionen konnte ich auch echt nicht nachvollziehen. Zur Geschichte: Auch die war für mich leider nichts überwältigendes. Hin und wieder gab es manchmal unerwartete Handlungen, aber die Spannung verging dann schnell. Ihr Schreibstil ist aber eigentlich ganz gut!
- Ursula Poznanski
Thalamus
(757)Aktuelle Rezension von: RettufUnglaublich packend und spannend. Man ist komplett verwirrt und rätselt fieberhaft mit.Die Auflösung geht in die erwartete Richtung, ist aber sehr spannend und gut durchgedacht. Die letzten ca. 80 Seiten und das Ende , halte aber nicht ganz das anfängliche hohe Niveau und wirken etwas plakativ. Trotzdem ein sehr gutes Buch 4/5.
- Nele Neuhaus
Im Wald (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 8)
(638)Aktuelle Rezension von: KeksTrommelEin Fuchs und ein Junge verschwinden. Jahre später wird eine totkranke Frau ermordet. Wollte sie ihr Gewissen erleichtern und drohte die Wahrheit ans Licht zu kommen? Oder hat beides nichts miteinander zu tun? Es bleibt nicht der einzige Mord.
Das Cover finde ich ganz passend gestaltet, wenn man mehr von den Geschehnissen Kenntnis erhält.
Es war mein erstes Buch von Nele Neuhaus. Das war aber nicht weiter schlimm, da es ein unabhängiger in sich geschlossener Fall war.
Das Buch wurde aus verschiedenen Sichtweisen erzählt.
Der Fall an und für sich war spannend erzählt, das Ende war schlüssig.
Ganz Ruppertheim war hier im Fokus, weil die ehemaligen Kinder zusammenhielten und über die Geschehnisse der Vergangenheit schweigen. Auch Bodenstein ist tief in den Fall verwickelt.
Mir gefallen die Charaktere. Pia ist noch etwas unsicher, als sie die Leitung übernimmt. Das merkt man ihr an und das ist für mich als Leser nachvollziehbar. Das Bodenstein dennoch ermittelt, weil der damals verschwundene Junge sein Freund und der verschwundene Fuchs sein Haustier war, ist für mich ebenso nachvollziehbar.
Das Buch hat mir viele spannende Lesestunden geboten, auch wenn es am Ende etwas in die Länge gezogen wurde, weshalb ich es weiter empfehlen kann.
- Arno Strobel
Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.
(738)Aktuelle Rezension von: _lxrxnx_Die App war für mich ein spannender Thriller, der mich gut unterhalten hat, auch wenn er mich nicht komplett überzeugen konnte. Die Grundidee ist stark und sehr nah an unserer Lebensrealität. Gerade das Thema KI in Verbindung mit Smart Home wirkt beklemmend und regt beim Lesen immer wieder zum Nachdenken an.
Auch wenn ich den groben Plot recht früh erahnt habe, blieb trotzdem eine gewisse Spannung erhalten. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob ich mit meiner Vermutung wirklich richtig liege, weil das Buch konsequent dieses Gefühl transportiert, niemandem so ganz trauen zu können. Das hat für mich gut funktioniert, auch ohne einen großen Überraschungsmoment.
Der Schreibstil ist typisch Arno Strobel. Flüssig, leicht und sehr angenehm zu lesen. Man kommt schnell voran und verliert nie den Anschluss, was das Buch zu einer kurzweiligen Lektüre macht. Gerade für zwischendurch oder ein paar längere Lesesessions ist es sehr gut geeignet.
Kleinere Abzüge gibt es für mich vor allem, weil einige Figuren recht blass bleiben und der Plot insgesamt recht vorhersehbar ist. Dadurch hat mir am Ende etwas die emotionale Tiefe gefehlt, auch wenn die Geschichte an sich stimmig erzählt ist.
Sehr positiv hervorheben möchte ich das Nachwort. Hier bekommt das Buch noch einmal eine zusätzliche Ebene und greift ein wichtiges Thema auf, das der Geschichte im Nachhinein mehr Gewicht verleiht. Es lohnt sich definitiv, das Buch nicht direkt nach dem Ende aus der Hand zu legen.
Unterm Strich ist Die App ein moderner, gut geschriebener Thriller mit einem starken Thema, der mich gut unterhalten hat und trotz kleiner Schwächen absolut lesenswert ist.
- Leigh Bardugo
Lodernde Schwingen
(857)Aktuelle Rezension von: Julie.and.the.booksDa es sich bei diesem Band um den dritten Teil einer Reihe handelt, kann es sein, dass die Rezension Spoiler enthält. Wer also nicht gespoilert werden will, sollte hier nicht weiterlesen.
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Das Buch beginnt fast genau an derselben Stelle an der wir Mal und Alina zurücklassen mussten, allerdings mit einem kleinen Zeitsprung.
Der Prolog ordnet aber alles gut für den Leser ein und man kann in die Handlung ohne große Lücken starten (es sei denn man vergisst, wie wir Namen aus dem Vorband.🤡).
Im Verlauf der Story hat man dann die perfekte Mischung aus Action, ruhigen Szenen, Plottwists und tollen Dialogen. Dabei hat man so schön den Charakter der einzelnen Personen gesehen, alle hatten so ihre Besonderheiten, ihren eigenen Humor und Schlagfertigkeit und im Laufe der Bücher haben sich auch alle irgendwie immer weiterentwickelt! Also auch die Randfiguren!🤩Die Beziehungen die sich zwischen Alina und Mal, dem Dunklen und Nicolai ergaben,fand ich besonders spannend, weil es immer eine andere Art der Beziehung war. Aber auch die kleine Gruppe, die wir dann begleitet haben, war richtig wunderbar. Man hat gemerkt, wie sehr sie immer mehr zusammengewachsen sind, wie sich die Dynamiken verändert haben und manche Dialoge waren ja zum Niederknien witzig.😁
Für mich war das Buch eine runde Sache. Das Ende hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es bittersüß war. Aber meiner Meinung nach, war es die beste Lösung für alle.
- Ursula Poznanski
Erebos 2 (Limited Edition)
(534)Aktuelle Rezension von: Tokki_ReadsAls Nick auf seinem Smartphone ein bekanntes Symbol sieht – ein rotes „E“ –, hält er es zunächst für Zufall. Doch schon bald wird ihm klar, dass Erebos ihn gefunden hat. Das Spiel, das einst harmlos begann, hat sich weiterentwickelt und wirkt gefährlicher als je zuvor. Jede Entscheidung hat Konsequenzen, jede Nachricht kann zum Rätsel werden – und hinter dem Bildschirm verbirgt sich mehr, als Nick sich vorstellen kann.
Der sechzehnjährige Derek hingegen reagiert zunächst gelassen, als das rote „E“ auf seinem Handy aufleuchtet. Ein kurzer Moment des Misstrauens genügt, doch dann erkennt er, dass er längst selbst Teil des Spiels geworden ist. Er ist nicht nur Spieler, sondern Spielfigur. Die Grenzen zwischen Realität und Spiel verschwimmen, und bald merkt Derek, dass er in einem gefährlichen Netz aus Aufgaben, Intrigen und Geheimnissen gefangen ist. Alles, was er für sicher hielt, ist plötzlich in Frage gestellt.
Das Buch hält die Spannung durchgehend hoch, auch wenn die Szenen innerhalb des Spiels manchmal ermüdend wirken. Hier passiert oft wenig für die eigentliche Handlung, und man sehnt sich nach Momenten in der realen Welt, in denen die Story voranschreitet. Dennoch überzeugt der Plot: Der Twist am Ende ist sogar noch überraschender als im ersten Band.
Besonders schön ist das Wiedersehen mit bekannten Charakteren, die man bereits aus Band 1 kennt. Gleichzeitig werden neue Figuren eingeführt, die sympathisch, vielschichtig und interessant sind. Das Zusammenspiel zwischen Alt und Neu bringt frischen Wind in die Geschichte.
Insgesamt ist der zweite Band spannend und packend, auch wenn einige Passagen innerhalb des Spiels etwas langatmig wirken. Die Mischung aus bekannten Elementen, neuen Wendungen und überraschenden Enthüllungen sorgt dafür, dass Fans der Reihe gut unterhalten werden und neugierig bleiben, wie sich die Geschichte im nächsten Band entwickelt.
- Nele Neuhaus
Eine unbeliebte Frau (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 1)
(1.076)Aktuelle Rezension von: mxchellex678Der Krimi war ziemlich verwirrend, und ich hab echt lange gebraucht, um überhaupt durchzublicken. Bis zum Ende hatte ich keine Ahnung, wer am Ende wirklich hinter allem steckt.
Das war auf der einen Seite spannend, aber gleichzeitig auch etwas anstrengend. Für mich kein Highlight, aber als Auftakt der Reihe trotzdem ganz interessant – vielleicht werden die nächsten Bände klarer und packender.
- Heather Fawcett
Emily Wildes Enzyklopädie der Feen
(192)Aktuelle Rezension von: Ms_ViolinDie Cambridge-Professorin Emily Wilde ist in vielem gut: Sie ist die führende Expertin für Feen, eine geniale Gelehrte und akribische Forscherin, die die erste Enzyklopädie über Feenkunde verfasst. Allein mit Menschen kommt sie nicht zurecht und zieht die Gesellschaft ihrer Bücher, ihres Hundes Shadow und des Feenvolkes vor. Als sie für ihre Forschung in das verschneite Dorf Hrafnsvik reist, hat Emily nicht vor, sich mit den ruppigen Einwohnern anzufreunden. Ebenso wenig möchte sie Zeit mit ihrem akademischen Rivalen Wendell Bambleby verbringen, der mit seinem unerträglichen Charme die Dorfbewohner um den Finger wickelt, sich in Emilys Arbeit einmischt und sie völlig verwirrt. Doch während Emily den Geheimnissen des verborgenen Feenvolkes auf den Grund geht, kommt sie auch einem anderen Rätsel auf die Spur: Wer ist ihr Kollege Wendell Bambleby, und was will er wirklich? Um die Antwort zu ergründen, muss sie erst das größte Geheimnis von allen lüften - ihr eigenes Herz.
Hier hatte ich echt Probleme in die Geschichte zu finden, da ich den Ton zu Beginn, trotz dieser vielversprechenden Prämisse, einfach als ziemlich zäh empfand.
Besonders Emily als Hauptfigur fand ich nicht komplett logisch aufgebaut.
Zwar erzählt sie uns mehrfach, dass sie schon einiges an Erfahrung in Sachen Feldforschung hat und deswegen schon an ziemlich viele - auch entlegene - Orte gereist ist und doch hat sie sich scheinbar so gar keine Phrasen und Floskeln für den Umgang mit den Bewohnern vor Ort zurecht gelegt.
Es wird von ihr nur immer wieder erwähnt, dass sie, was den sozialen Umgang mit Menschen angeht, wirklich nicht gut ist. Vielleicht soll sie ja sogar neurodivers sein, aber so richtig durchdacht war das Ganze nicht.
Ich hätte von von einer erwachsenen Frau und Wissenschaftlerin - neurodivers oder nicht -, die schon häufig alleine gereist ist, erwartet, dass sie sich eben ganz bestimmte Phrasen zurecht gelegt hat, um sich den Umgang mit Menschen zu erleichtern, wenn sie doch weiß, dass sie damit Probleme hat.
So empfand ich ihr Verhalten ständig als irgendwie unlogisch, da sie auch ziemlich unfähig war, Hilfe anzunehmen.Über Wendell Bambelby erfahren wir schon ziemlich schnell einige sehr interessante Dinge. Leider wird aber auch sein Verhalten nie so richtig zufriedenstellend für mich erklärt.
Ganz besonders die Liebesgeschichte zwischen diesen beiden Figuren empfand ich als wenig nachvollziehbar. Wendell macht Emily irgendwann ein wenig aus dem Nichts heraus einen Heiratsantrag und sie will darüber nachdenken.
Gefühlvoll und romantisch oder auch nur nachempfindbar war das für mich alles jedenfalls nicht.
Dabei mochte ich das Geplänkel der Beiden eigentlich schon sehr, aber irgendwie hätte das deutlich tiefer gehen müssen, um überzeugende Gefühle darzustellen.Die meiste Zeit plätschert die Geschichte auch nur so vor sich hin und zwischendurch gibt es dann mal ein paar Spannungsspitzen, aber die werden einfach nicht richtig ausgenutzt.
Wir machen ein paar interessante und kurzzeitig sogar richtig spannende Ausflüge in das wirklich gefährliche Feenreich, aber meist verlaufen diese dann doch sehr schwammig. Entweder erfahren wir gar nicht so richtig, was jetzt passiert ist und wie Emily zurück gekommen ist, was dann mit Feenzaubern, die den Verstand der Sterblichen verwirren, erklärt wird oder es heißt sogar nur, dass Emily irgendeine entscheidende Idee hatte, aber leider häufig nichts Genaueres oder Erklärendes.
Die Hintergründe, die dieser Geschichte erst so richtig Spannung und vor allem Tiefgang hätten verleihen können, haben mir einfach gefehlt.Und doch habe ich im Verlauf der Geschichte gemerkt, wie interessant ich diese Welt und ihre Figuren finde. Während ich mich am Anfang noch ein wenig durch die Kapitel gequält habe, war ich irgendwann - ganz unerwartet - doch sehr angefixt und habe ständig gehofft, doch noch mehr zu erfahren und zu erleben mit diesen Figuren.
Ich werde also wahrscheinlich auch den zweiten Teil lesen und hoffen, dass er mich mehr überzeugen kann.Fazit: Trotz eines ziemlich zähen Starts und nicht durchgehend überzeugender Figuren, hat mich die Geschichte im Verlaufe der Handlung ganz unerwartet doch einfangen können, sodass ich der Reihe wahrscheinlich noch eine Chance geben werde und hoffe, dass der zweite Teil überzeugender und vor allem tiefer gehender sein wird. (3,5 Sterne)
- Nele Neuhaus
Böser Wolf (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi 6)
(803)Aktuelle Rezension von: MatthissMan steigt in einen Fall ein, der von Anfang an beklemmend ist: eine Jugendliche, deren Leiche im Main gefunden wird, niemand vermisst sie, und es kommen Dinge zutage, die einen nicht mehr loslassen. Die Autorin spart nicht mit Dunkelheit.
Das Ermittler-Duo Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein kennt man aus früheren Bänden und doch gelingt Neuhaus, dass man sich wieder auf sie einlässt, als stünde man ganz neu am Anfang.
Die vielen Perspektiven, die kurzen Kapitel, die rasche Abfolge von Hinweisen und Verdachtsmomenten sorgen dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand gelegt habe. Gleichzeitig bleibt Raum zum Nachdenken: Wer ist Opfer, wer Täter, wer Mitwisser? Im Hintergrund lauert etwas, das größer ist als nur ein Einzelfall, eine Struktur, eine systemische Bosheit, und das macht das Ganze beunruhigend real.
Die Beschreibung des Falles – ohne an dieser Stelle Spoiler zu verraten – ist brutal und schonungslos, aber eben nicht voyeuristisch. Die Autorin schafft es, einen mitzunehmen. Das Setting im Taunus, die Spuren-Arbeit, die kleinen Momente zwischen den großen Ereignissen: Alles passt.
Wenn ich einen kleinen Punkt nennen müsste, dann dass gegen Ende vieles sehr schnell überstürzt wirkt; die vielen Fäden, die parallel laufen, bringen gegen Schluss ein hohes Tempo mit sich. Das hat mich kurz aus dem Lesefluss gebracht. Aber das ist wirklich Meckern auf hohem Niveau.
- Arno Strobel
Der Trip – Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand.
(420)Aktuelle Rezension von: Rinas_LeseeckeDie Grundidee von "Der Trip" hat mich sofort angesprochen und die Geschichte hat einen richtig fiesen, fesselnden Drive. Die Cliffhanger am Ende jedes Kapitels waren gnadenlos effektiv – ich habe das Buch tatsächlich innerhalb von zwei Tagen regelrecht verschlungen, weil ich es einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Das hat definitiv Spaß gemacht und für ordentlichen Suchtcharakter gesorgt.
Leider war das aber auch schon fast alles, was mich wirklich überzeugt hat.
Arno Strobel bleibt diesmal ungewohnt flach und oberflächlich. Die Charaktere wirken oft wie reine Funktionsfiguren, die die Handlung vorantreiben sollen, statt wirklich zu atmen. Besonders die Protagonistin als Psychologin hat mich dauerhaft gestört – ernsthaft, wie viele Patienten hat diese Frau eigentlich? Drei im Jahr? Das wirkt einfach nicht glaubwürdig und nimmt der Figur jegliche Tiefe. Auch der Kommissar konnte mich nicht wirklich packen; er blieb blass und austauschbar. Und dann das Ende: viel zu überhastet, holterdiepolter und irgendwie unfertig. Da hätte ich mir deutlich mehr Sorgfalt und Ausreifung gewünscht. Alles zusammen eher enttäuschend.
Fazit: Solider, extrem kurzweiliger Pageturner für zwischendurch, aber im Vergleich zu anderen Strobels deutlich schwächer. Für mich daher solide 3 Sterne – nett, aber kein Highlight.
- Bernhard Hennen
Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte
(180)Aktuelle Rezension von: ReadingDragonDie Reihe liegt schon länger auf dem SUB und nun frage ich mich warum habe ich mich so lange gescheit.
Den Typisch Hennen ist es für mich großartig.
Interessante Welt die mit Römisch/Italienischem Flair daher kommt. Waffen sind Schwerter, Pfeil und Bogen, Krieger die mit Waffen kämpfen oder mit dem Glauben und liebe die grausam sein kein.
Interessante Charaktere die sich teils weiter entwickeln, Antagonisten die man so richtig….. finden kann und eine Fantastische Macht die sich auch gegen einen Wenden kann.
Ich habe sehr viel Freude gehabt und danke Herr Hennen für wieder einen Moment des Schocks. Als hätte ich das nicht schon mit Elfenwinter durch gemacht, also Danke.
Ich empfehle Teil 1
Die Chroniken von Azuhr - Der Verfluchte-
Jedem FantasyFan der Detailreiche Storys und Verluste liebt.
- Arno Strobel
Fake – Wer soll dir jetzt noch glauben?
(449)Aktuelle Rezension von: lenkaschulzFake von Arno Strobel ist ein extrem spannender Thriller, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Der Plot ist hervorragend aufgebaut und spielt gekonnt mit falschen Fährten. Gerade als ich zur Hälfte überzeugt war, den Täter entlarvt zu haben, hat das Ende gezeigt, wie sehr ich mich geirrt habe. Genau diese überraschende Wendung macht das Buch so stark. Absolut fesselnd und sehr gelungen.
- Julia Dippel
A Song to Raise a Storm: Die Sonnenfeuer-Ballade 1
(335)Aktuelle Rezension von: Leni_Melia_EbertEine halb onyde die in einem Sturm landet und von „Wachhunden“gefunden wurde. Jetzt soll sie ihnen helfen etwas oder jemanden zu finden. Plötzlich ist da dieses knistern zwischen ihr und dem Anführer der „Wachhunde“. Sie finden diese Person doch plötzlich ist da kein Vertrauen mehr zwischen den beiden …
- Kate Corell
Never Be My Date (Never Be 1)
(172)Aktuelle Rezension von: toja1911Puh...
Also der Einstieg in das Buch viel mir richtig leicht und es hat mich am Anfang auch richtig gecatcht und hatte total die pretty scandalous vibes durch die High Society und das Drama in eben dieser + die Doppelgänger-Thematik.
Der Schreibstil war auch super, es gab Chatverläufe und die Idee des Buches war auch super spannend und vielversprechend.
Allerdings finde ich, dass sich die Geschichte schon sehr gezogen hat und es auch zeitweise ziemlich langatmig war, was wahrscheinlich auch unter anderem daran lag, dass die Charaktere es nicht hingekriegt haben, einfach mal anständig miteinander zu reden.
Insgesamt freue ich mich aber trotzdem auf den zweiten Band, es gab irgendwie so einen halben Cliffhanger.
Für mich 3-3,5/5⭐️























