Bücher mit dem Tag "libanon"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "libanon" gekennzeichnet haben.

90 Bücher

  1. Cover des Buches Sofies Welt (ISBN: 9783423624213)
    Jostein Gaarder

    Sofies Welt

     (4.426)
    Aktuelle Rezension von: Lisa_Guarcello

    Die diverse philosophische Richtungen gehören zu unseren Dasein.. jeder, der sich dafür interessiert, sollte das Buch lesen: leicht und verständlich erklärt Gaarder die diversen Richtungen.

  2. Cover des Buches Am Ende bleiben die Zedern (ISBN: 9783827013026)
    Pierre Jarawan

    Am Ende bleiben die Zedern

     (126)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    „Du kannst nach weiteren Straßen suchen, und ich bin sicher, du wirst sie finden. Du kannst diese Straßen sogar entlanggehen. Aber immer, wenn du an ihr Ende kommst, wirst du merken: Du stehst wieder an derselben Kreuzung, von der aus du gestartet bist.“

    Inhalt

    Als Samir gerade einmal 8 Jahre alt ist, verschwindet sein Vater spurlos. Aber was treibt ihn von seiner Frau und den beiden gemeinsamen Kindern fort, wo ihm doch erfolgreich die Flucht aus dem Bürgerkrieg im Libanon gelungen ist? Samir ist der festen Überzeugung, dass sein Vater wiederkommt, auch wenn er aus freien Stücken gegangen ist und seither keinerlei Kontakt pflegt. Die Spurensuche nach seinem geliebten Geschichtenerzähler, mit dem ihm so viel verbunden hat, wird für Samir zur Passion, er kann einfach nicht loslassen und verpasst derweil sein Leben in der Gegenwart, wenn es ihm nicht endlich gelingt mit seiner Vergangenheit Frieden zu schließen. Mit fast 30 Jahren begibt er sich erstmals in den Libanon, mit der Hoffnung dort endlich Antworten auf seine drängendsten Fragen zu finden und vielleicht gelingt es ihm ja doch, jenen Entschwundenen aufzuspüren, den er schon so lange und intensiv sucht.

    Meinung

    Dieser Roman hat tatsächlich schon 6 lange Jahre in meinem Regal geschlummert, bevor ich es nun geschafft habe, ihn zu lesen. Damals habe ich ihn mir auf Grund zahlreicher positiver Leserstimmen zugelegt und ihn dann doch immer mehr aus den Augen verloren. Die Kombination aus einer berührenden Familiengeschichte und dem dramatischen Schicksal des Nahen Ostens, wie es der Klappentext verspricht, klangen sehr vielversprechend, weil ich es mag, literarisch den Spuren einer Geschichte zu folgen und mich mit Menschen zu identifizieren oder ihre Hintergründe kennenzulernen. Nur leider, war meine Erwartungshaltung an diese Story eindeutig zu hoch. 

    Sprachlich liest sich der Text angenehm, hegt aber keine besonderen Ansprüche, was auch daran liegen mag, dass im ersten Drittel des Buches ein Achtjähriger der Erzähler ist. Doch auch auf den folgenden Seiten bleibt der Anspruch, welchen ich hatte, auf der Strecke. Generell zwar eine interessante Geschichte, die hier aber mehr und mehr ihren Reiz verliert. 

    Meine Kritikpunkte beziehen sich im Wesentlichen auf den gewählten Fokus, der ganz tief in die Seele eines Betroffenen eindringt, um seine Handlungen deutlich zu machen und alle Beweggründe offenzulegen. Zunächst sind es nur grobe Pinselstriche, die geführt werden, doch dann bekommt der Leser die Scheuklappen aufgesetzt und muss sich fast zwanghaft in die Suche nach dem Vater ergeben, denn mehr Handlungsspielraum bleibt ihm nicht. 

    Ich habe eindeutig eine zweite Perspektive vermisst, gerade weil sich der Erzähler so zum Träumer mausert und fanatisch seinen verpassten Chancen nachtrauert – so wenig Entwicklungspotential für einen jungen Menschen, dass erscheint mir etwas weltfremd, zumal ich selbst in diesem Alter meinen Vater verloren habe, doch da war meine Gedankenwelt mit 30 Jahren eine ganz andere.

     Der Text wird immer pathetischer und hat mich irgendwann verloren, da hilft es dann leider auch nicht, wenn man sehr gute Einblicke in die politische Situation der damaligen Zeit bekommt und gut nachvollziehen kann, welche Alternativen den betroffenen Familien eigentlich blieben.

    Fazit

    Leider werden es hier nur 3 Lesesterne für eine durchaus lesenswerte Geschichte, die aber um die Hälfte des Textes hätte gekürzt werden können, weil sich die Gedanken immer nur um ein und dieselbe Sache drehen.

     Menschlich betrachtet konnte mich die dominante Erzählfigur nicht überzeugen und sie nimmt der Hintergrundgeschichte ihren Reiz, weil die Gegenwart in Anbetracht der traurigen Vergangenheit nur wenig Augenmerk erhält. Samir trauert seinem Vater hinterher, dessen einfühlsamen Geschichten, die wie er später herausfindet, nicht nur der Phantasie des Erzählers entspringen.

     Er setzt sich intensiv mit den Begriffen Heimat und Identität auseinander und verfehlt doch eine konkrete Aussage. Irgendwie hatte ich immer das Gefühl, der Protagonist möchte Mitleid beim Leser erwecken, doch damit kann dieser Roman nicht wirklich bei mir punkten.

  3. Cover des Buches Während die Welt schlief (ISBN: 9783453356627)
    Susan Abulhawa

    Während die Welt schlief

     (223)
    Aktuelle Rezension von: zeilenrauschen

    Das Buch erzählt über mehrere Generationen die Geschichte einer palestinänsischen Familie, die aus ihrer Heimat vertrieben wurde. Die Autorin berichtet sehr detailliert von den Schrecken des Krieges, Trauer, sehr viel Grausamkeit, militärischen Angriffen des israelischen Militärs und dem Leben im Flüchtlingslager. Ich musste das Buch immer mal wieder beiseite legen, denn natürlich geht das nicht spurlos an mir vorbei. Habe ich aber auch nicht erwartet.

    Ich habe sehr viel über die Kultur und das Leben in Palästina erfahren. Wer sich dafür interessiert, dem kann ich das Buch empfehlen. Ich fand es sehr spannend geschrieben. Die poetischen, lebensechten Schilderungen und die intensiven Freundschaften haben mich sehr berührt.

    Im Buch steht die palestinänsische Perspektive im Vordergrund und die Autorin verarbeitet hier Own-Voice auch ihre eigenen Ansichten und Gedanken. Ich kann mich nicht zur historischen Korrektheit äußern. Im Nachwort werden jedoch alle verwendeten Quellen aufgelistet. Manchmal hätte ich mir mehr Sensibilität im Umgang mit gewissen Begriffen gewünscht.

    Eine Stelle sehe ich als problematisch, da heißt es: „Ich ergötze mich an den Opfern, die sie für unsere Liebe bringt, an ihrer Unterwerfung.“ Das fand ich schon arg frauenfeindlich. Es ist zwar nur ein kurzer Abschnitt und er wird aus der Innensicht eines Charakters geschildert. Aber ich kann und will ihn nicht unkommentiert lassen, da er nicht reflektiert wird und ich ihn unangenehm zu lesen fand. Zumal das Buch ansonsten keine Tendenzen in diese Richtung aufweist.

    Ungewöhnlich sind die sehr häufigen Perspektivwechsel. Diese haben mich oft irritiert, weil sie ohne Vorwarnung kommen. Es hätte mir geholfen, wenn sie stärker angezeigt worden wären.

    Nichtsdestotrotz war es eine sehr intensive Leseerfahrung für mich - allein aufgrund der erzählerischen Eindringlichkeit.

  4. Cover des Buches Sophia oder Der Anfang aller Geschichten (ISBN: 9783446249417)
    Rafik Schami

    Sophia oder Der Anfang aller Geschichten

     (107)
    Aktuelle Rezension von: elsterpopelster

    Zwei Handlungsstränge ziehen sich durch den Roman, die durch kleine Verästelungen bis zum endgültigen Kreuzungspunkt ein feines Netz der Erzählkunst abbilden. Zum einen ist da Salman, ein junger Rebell, gezwungen zur Flucht aus seiner Heimatstadt Damaskus. Er führt in Rom mit Frau und Sohn ein glückliches Leben, doch wächst seine Sehnsucht nach den Orten der Kindheit und lässt ihn vierzig Jahre später dorthin zurück kehren. 🧳


    Wie sehr hatte er die kleinen Gassen der Stadt, die Gastfreundschaft der Syrer und seine Verwandten vermisst. In seinem Herzen war ein Teil für Damaskus reserviert, dessen Erinnerungen er im Exil sorgsam pflegte. Doch hat sich in seiner Abwesenheit viel verändert und seine Erinnerungen werden zur Fata Morgana. Sein im Ausland aufgebauter Wohlstand soll ihm in Syrien zum Verhängnis werden. Umzingelt von Spitzeln begibt er sich erneut auf die Flucht. 🌦


    Der zweite Handlungsstrang erzählt von der Liebe und bildet damit ein Gegengewicht. ⚖️


    Beim Lesen habe ich deutlich Rafik Schamis gespaltenen Gefühle zu seinem Heimatland gespürt. Aus seinen geschriebenen Worten spricht seine Liebe für die syrische Kultur, doch auch sein Zorn auf das Regime, die Überwachung und Willkür des Staates. Der Roman wird durch sie sehr lebendig und vermitteln ein Verständnis für die komplizierten Gründe, die Menschen zur Flucht treiben. Zeitlich endet das Buch noch vor dem 2011 begonnenen Bürgerkrieg. Der Roman gibt aber auch Hoffnung, denn so sehr die Gesellschaft auch unterdrückt wird, findet sie in ihrer Unterdrückung auch Zusammenhalt. Ein sehr lesenswerter Roman, den ich mit Freude endlich verschlungen habe. 💙

  5. Cover des Buches Breaking News (ISBN: 9783596030644)
    Frank Schätzing

    Breaking News

     (181)
    Aktuelle Rezension von: FKlmp

    Ein sehr interessantes und streckenweise auch spannendes Buch zu einem aktuellen Thema. Man lernt nebenbei sehr viel über die Geschichte des nahen Ostens. Ich würde allerdings empfehlen das Buch ohne längere Unterbrechungen durch zu lesen, da verschiedene Handlungsstränge die Geschichte teilweise recht komplex machen. Im Großen und Ganzen eine klare Empfehlung.

  6. Cover des Buches Ein Lied für die Vermissten (ISBN: 9783827013651)
    Pierre Jarawan

    Ein Lied für die Vermissten

     (43)
    Aktuelle Rezension von: Susanne_Probst

    Der Autor entführt uns bild- und sprachgewaltig in den Nahen Osten nach Beirut und macht uns mit sämtlichen Facetten, Farben, Gerüchen, Geräuschen und Stimmungen dieser Stadt bekannt. 


    2011 ist der Arabische Frühling natürlich auch in Beirut in vollem Gange.

    Trotz brennender Häuser und Leichenfunden schreibt Amin seine Erinnerungen und Gefühle nieder. 


    Als er noch ein Baby und schon ein Waise war, flüchtete seine Großmutter, einst eine gefeierte Malerin, mit ihm vor dem Bürgerkrieg aus dem Libanon nach Deutschland.

    1994 kehrte er nach mehr als zehn Jahren als Jugendlicher mit ihr zurück. 


    Der Krieg war vorbei, aber Menschen und Stadt litten noch gravierend unter den Nachwehen.

    Damals waren seine Eltern bereits seit 12 Jahren tot.


    Amin erinnert sich an seine damalige Freundschaft mit dem unergründlichen gleichaltrigen  Jafar, an den Raupenzüchter Abbas und auch an seine Desillusionierung. 

    Niemals würde er in diesem Land tiefgründige Klarheit, Gewissheit und Sicherheit erfahren.

    Wir lesen von vermeintlich schützendem Schweigen, von Geheimnissen, die gelüftet werden sollten und von Menschen, die plötzlich verschwunden und vermisst sind.

    Es ist, als würde man mit Amir Freundschaft schließen und ihn über viele Jahre hinweg begleiten.


    Der 1985 geborene Pierre Jarawan ist ein begnadeter Erzähler, der mich mit seiner poetischen Sprache regelrecht verzauberte und fesselte und der mich mit Leichtigkeit mitten ins Geschehen hineinzog.

    Begeisterung, Energie und Intensität strömen aus der Geschichte, die rasch voranschreitet, unter die Haut geht und mich schnell in ihrer Bann zog.


    Dass Pierre Jarawan fast bis zur Hälfte des Romans nicht streng chronologisch und stringent erzählt, sondern  häufig nur Puzzleteile auf den Tisch wirft und sich in Andeutungen verliert, um aus allem zuletzt ein buntes, aufwühlendes, vielschichtiges und tiefgründiges Gemälde entstehen zu lassen, ist ein Kunstgriff, der die Spannung unglaublich steigert.  


    Feinfühlig und sinnlich lässt er uns in eine fremde Welt eintauchen, in der wir bemerkenswerte Charaktere kennenlernen, eine fremde Stadt erkunden und ihre Atmosphäre spüren. 


    Der Autor verknüpft dabei das Märchenhafte mit dem Realen und das Kleine mit dem Großen. 

    Wir erfahren biographische Geschichten und streifen die Welt-  bzw. die libanesische Zeitgeschichte.


    „Ein Lied für die Vermissten“ ist so vieles: ein politischer Roman, ein Liebes- und Freundschaftsroman, eine Familiengeschichte und eine Coming-of-Age-Geschichte.

    Es ist auch keine leichte Kost, die sich so nebenbei konsumieren lässt. 

    Es ist inhaltlich und emotional komplex und anspruchsvoll. 

    Es berührt, verstört und regt zum Mit- und Nachdenken an.


    Aber vor allem ist das Buch für mich eine bewegende literarische Perle, die nachhallt, die mich bereicherte und die mir äußerst vergnügliche Lesestunden bescherte.


  7. Cover des Buches Auf der Flucht (ISBN: 9783218009898)
    Karim El-Gawhary

    Auf der Flucht

     (36)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    Inhalt:
    Karim El-Gawhary und Mathilde Schwabeneder haben für ihr Buch verschiedene Fluchtgeschichten zusammengetragen und erzählen in 'Auf der Flucht' von der politischen Situation in und Flüchtlingen aus Syrien, Irak, Afghanistan, Sudan, Gambia, Somalia und Nigeria. Dabei erklären sie Hintergründe, sprechen die Folgen von Krieg und Bürgerkrieg an (vor allem in Bezug auf Syrien) und vermitteln Wissen über Schlepper (Organisationen, Strategien etc.).

    Mein Eindruck:
    Auf der Frankfurter Buchmesse habe ich letztes Jahr eine Diskussionsrunde verfolgt, an der unter anderem Karim El-Gawhary teilnahm. Schon bei diesem Gespräch war ich beeindruckt von seiner Art zu erzählen, bewegt von seinen Schilderungen und gespannt auf sein Buch. Nun habe ich 'Auf der Flucht' gelesen und bin sehr begeistert von seinen und Mathilde Schwabeneders Reportagen.

    Das Buch ist sehr informativ und von der ersten Seite an bewegend. Die Einblicke in die politische Situation in verschiedenen afrikanischen und (vorder-) asiatischen Ländern waren sehr gut auf den Punkt gebracht, so dass ein Leser, der sich noch nicht mit der jeweiligen Region befasst hat, einen guten Überblick zu Geschichte, Politik und Leben im Land erhält.

    Die Reportagen sind detailreich geschrieben und fangen die jeweilige Stimmung im Land gut ein, informieren und bewegen den Leser durch die vielen persönlichen Schicksale, die näher beschrieben werden.

    Gefallen hat mir auch, dass die Autoren oft ihre Gedanken und Gefühle schildern sowie zeigen, wie man als Journalist mit Schilderungen extremer Gewalt und Traumatisierung umgehen kann (oder wie man bisweilen trotz jahrzehntelanger Erfahrungen nicht ohne Weiteres damit umgehen kann).

    Sehr gelungen fand ich auch den Lichtblick am Ende des Buches: die scheinbar endlose Hilfsbereitschaft der Einwohner des oberösterreichischen Dorfes Großraming.

    Mein Resümee:
    'Auf der Flucht' sollte jeder lesen, der mehr über Flüchtlinge, Schlepper und die politische Situation in verschiedenen Ländern wissen möchte. Vor allem sollte das Buch von denjenigen gelesen werden, die nicht verstehen, wieso Menschen ihre Heimat verlassen und nach Europa/Deutschland kommen, um ein neues Leben in Sicherheit und mit einer Aussicht auf eine positive Zukunftsperspektive zu beginnen.
  8. Cover des Buches Anima (ISBN: 9783423260213)
    Wajdi Mouawad

    Anima

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Neeeele

    Dieses Buch ist als Roman deklariert, ist aber, je nach Interpretationsweise, auch ebenso gut ein Krimi oder Psycho-Thriller. Ein spannungsgeladenes Buch ist es auf jeden Fall.

    Gleich zu Anfang beginnt die Geschichte mit einem Kriminalfall. Unser Protagonist Wahsch Dibsch findet seine schwangere Frau brutal ermordet vor. Relativ schnell ist auch klar, wer der Mörder ist. Die Polizei verfolgt den Mörder allerdings nicht, weil er ein Angehöriger der Mohawks ist und sich in den Indianerreservaten versteckt. Wahsch will zwar keine Rache, aber er möchte dem Mörder seiner Frau einmal gegenüberstehen und so begibt er sich auf die Reise in die Reservate. Dort trifft er auf einen Mann, der Rooney, den Mörder, gut kennt und aus anderen Gründen ein Interesse hat den Mann zu finden. So beschließt er Dibsch zu helfen den Mann zu finden.

    Das ist schonmal eine Geschichte, die sonst ja nicht so alltäglich ist und in Büchern nicht sooft beschrieben wird. Hier gibt es aber eine noch größere Besonderheit.... dieses Buch wird zum größten Teil aus der Sicht von Tieren beschrieben. Die Tiere fungieren in diesem Buch als Erzähler. Es sind Tiere wie Hauskatzen, Fliegen, Pferde, Goldfisch, Hund, Wolf, Silbermöwe und Monarchfalter uva. Mit ihren sehr gut ausgeprägten Sinnen, viel besseren als bei jedem Menschen, erkennen sie sofort die tiefen Wunden auf Dibsch Seele, seinen Schmerz und seine große Traurigkeit. Das beruht nicht nur auf den letzten Geschehnissen, sondern auf viel weiter zurückliegende Ereignisse. Dibsch ist mit vier Jahren aus dem Libanon nach Canada gekommen. Seine Familie wurde im Krieg getötet und er wurde von einem Mann gerettet, seinem Ziehvater. Damals war Dibsch 4 Jahre alt und hat kaum eine Erinnerung daran, ist seit dem aber ständig auf der Suche zu erfahren, was mit seiner Familie damals geschehen ist. Die Tiere erkennen das.

    So nimmt die Geschichte am Ende auch eine Wendung mit der ich nicht gerechnet hatte und die das Buch für mich in eine ganz andere Interpretation gelenkt hat. Ich bin der Meinung, dass der Kriminalfall am Anfang nur ein Platzhalter ist für die eigentliche Geschichte des Buches, nämlich der Geschichte um Dibsch und seine Familie und die schrecklichen Geschehnisse während des Krieges im Libanon.

    Ich fand das Buch unheimlich spannend, gerade weil der Autor sich verschiedener Mittel bedient, die ich so in einem Buch noch niemals gelesen habe. Mir hat auch sehr gut gefallen, dass der Autor sich unterschiedlicher Sprachen bedient im Buch, deutsch verstehen wir ja alle und die englischen Sätze sind so kurz, knapp und einfach gehalten, dass sie wohl im Buchfluss auch von jedem verstanden werde. Für das Arabische wird uns ein Übersetzer zur Verfügung gestellt im Buch. Das macht die Handlung nochmal authentischer finde ich.

    Von vielen Leser*innen wird ja angemerkt, dass das Buch zu brutal wäre. Keine Frage.... das Buch ist wirklich äußerst brutal, allerdings wird nichts beschrieben was es auf dieser Welt nicht gibt und was Menschen nicht anderen Menschen antun. Durch die Erzählung der Tiere bekommen wir diese Brutalität natürlich völlig ungefiltert. Leser, die sowas nicht aushalten können sollten das Buch wirklich lieber nicht lesen, es bringt einen schon an die Grenzen.

    Aber das Buch hat mich auch gefesselt mit vielen Wahrheiten, über die man gar nicht so nachdenkt. Hier mal drei Beispiele, wie die Tiere uns Menschen sehen und erleben:

    Coachs Affe den er sich hält: "Ich wieherte vor Lachen. Ich liebe Coach, er ist so possierlich, so theatralisch. Er sagt solche Sätze. Immer wieder sagt er solche Sätze. Er ist zum Schreien."

    Willy über die Fledermäuse: "Auf jeden Schrei muss ein Augenblick der Stille folgen, damit man das Echo hören kann. Wer seinen Schmerz immer nur herausschreit, wird ihm nie ins Gesicht sehen. Genauso wenig wie jemand der seinen Schmerz totschweigt."

    Die Pferde auf dem Transporter weisen auf ihre Arbeit hin und fragen sich, warum sie so unwürdig sterben müssen.

    Mir hat das Buch wirklich großartig gefallen und der Autor hat es geschafft mich von Anfang bis Ende zu fesseln.

    Von mir gibt es volle 5*/5*.

  9. Cover des Buches Berlin – Beirut (ISBN: 9783863270360)
    Gitta Mikati

    Berlin – Beirut

     (15)
    Aktuelle Rezension von: vicky_1990
    Das Cover sieht sehr gewaltig und beeindruckend aus. Die Farben des Bildes und der Texte sind super aufeinander abgestimmt. BERLIN BEIRUT springt einem sofort ins Auge und zwingt einen (fast) dazu sich das Buch genauer anzusehen!

    Der Schreibstil und der Aufbau des Romans gefallen mir sehr gut. Der Roman ist leicht zu lesen und man kommt dadurch gut voran! Durch die Beschreibungen der Autorin kann man sich alles gut vorstellen auch wenn man, so wie ich, noch nie in Berlin war. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, nur Maria war mir irgendwie zu sprunghaft.

    Der 'Prolog' im Jahr 2011 ist ein interessanter Einstieg in den Roman, obwohl dann der Großteil der Geschichte ab dem Jahr 1977 spielt und die Kapitel in der Gegenwart nur zwischendurch eingestreut werden. Es wird im Prinzip aus der Sicht von Maria erzählt, welche in der Gegenwart ihrer Tochter von ihrer Vergangenheit berichtet.
    Der Großteil des Romans spielt in Berlin, aufgrund des Titels 'Berlin - Beirut' hätte ich mir allerdings ein eher ausgewogeneres Ergebnis bezüglich der Handlungsorte erwartet. Deswegen muss ich auch einen Stern abziehen, meine Erwartungen an das Buch hinsichtlich des Titels wurde da leider nicht zur Gänze erfüllt. Außerdem bleiben meiner Meinung nach zu viele Fragen offen, deswegen noch ein Stern Abzug.

    Fazit:
    Der Autorin Gitta Mikati ist alles in allem betrachtet ein guter Roman gelungen. Die aufgegriffenen Themen wie Flüchtlinge und Schleußer sowie Ausbeutung und Unterdrückung sind gerade auch in der heutigen Zeit (wieder) aktuell. Schlimm dass es immer wieder Leute gibt welche sich am Leid anderer bereichern und moderne Sklavenhaltung betreiben, ich finde diese Tatsachen vermittelt die Autorin in einem spannenden Roman.
  10. Cover des Buches Die dunkle Seite der Liebe (ISBN: 9783423212243)
    Rafik Schami

    Die dunkle Seite der Liebe

     (115)
    Aktuelle Rezension von: Bibliomania
    Es fällt mir ein bisschen schwer, eine Rezension über dieses Buch zu schreiben.
    Vor Monaten hatte ich angefangen "Die dunkle Seite der Liebe" im Urlaub zu lesen. Doch irgendwie bekam ich ganz schlecht einen Zugang. Seitdem ruhte es. Nun habe ich mich wieder damit befasst und musste feststellen, dass der Zeitpunkt oder die Umstände vielleicht einfach ungünstig waren.
    Es gibt zwei verfeindete Clans: die Schahins und die Muschtaks. Gefühlt ging es auf den ersten 200 Seiten um ganz viele Generationen beider Clans, die immer wieder im Clinch lagen und immer wieder zwei Liebende aus der jeweils anderen Familie hervorbrachten. Niemals konnten die Väter das dulden, die Kinder wurden quasi immer verstoßen.
    Dann aber handelte der Rest des Buch von einer bestimmten Muschtak-Familie, in der der Sohn Farid die Hauptrolle spielte. Auch er verliebt sich, natürlich, in eine Tochter der "falschen" Familie: Rana Schahin. Sie kämpfen um ihre Liebe, jahrelang. Und währendessen wird die Geschichte Syriens erzählt, die Kultur und die Religion Syriens deutlich und vor allem die Probleme, die dieses Land in der Vergangenheit und sicherlich auch heute noch hat. Ein komplexer Roman, der aus verschiedenen "Mosaikteilen" besteht, wie es der Autor selbst ausdrückt. Er teilt sein Buch in verschiedene Bücher, so so gibt es das "Buch des Lachens", das "Buch der Liebe", das "Buch der Farbe", das "Buch des Todes" und noch einige mehr. Erst aus allen Teilen ergibt sich dann eine vollständige Geschichte, die schön und traurig, brutal und liebevoll, lustig und zum Verzweifeln ist.
    Doch über allem hängt die Kultur Syriens, die ich so wenig nachvollziehen kann. Zwangsehen, die Bedeutungslosigkeit von Frauen, fehlende Rechte von Frauen, fehlende Gerechtigkeit, übermäßige Brutalität durch das Militär. Folter und Schläge sind an der Tagesordnung, man darf seine Meinung nicht kundtun und immer so weiter.
    Für mich ein einziger Aufreger. Dennoch ein gutes Buch und wenn mich diese ganzen Aspekte nicht so aufregen und mir den Lesegenuss nehmen würden, könnte ich sicher auch mehr Sterne vergeben. Ich glaube es ist ein wichtiges Buch, um Europäern die Kultur der Syrer näher zu bringen. Ob es hilft, sei dahin gestellt.
  11. Cover des Buches Mona (ISBN: 9783442483440)
    Dan T. Sehlberg

    Mona

     (41)
    Aktuelle Rezension von: Noxia_Lupus

    Der Thriller "M.O.N.A." von Dan T. Sehlberg ist 2016 als Taschenbuch im Goldmann Verlag erschienen. Im Großen und Ganzen besteht M.O.N.A. aus zwei miteinander verbundenen Handlungssträngen. Auf der einen Seite gibt es den ehemaligen MIT Professor Samir Mustaf, der aus Rache einen hoch aggressiven Computervirus entwickelt und auf der anderen Seite ist der schwedische Erfinder Eric Söderqvist, der ein revolutionäres Programm geschrieben hat, welches ermöglicht Mensch und Maschine zu verbinden. Kurz nachdem das Computervirus verbreitet wurde, fällt Erics Frau Hanna Söderqvist in ein mysteriöses Koma. Hängt es damit zusammen, dass sie das Programm ihres Mannes nach der Verbreitung des Virus' ausprobierte? Mir hat der Thriller sehr gut gefallen. Beide Handlungsstränge sind sowohl für sich genommen als auch zusammen gesehen hoch interessant mit faszinierenden und realistisch handelnden Charakteren. Ich habe das Buch schnell und begeistert gelesen. Einzig und allein das Ende war nicht wirklich zufriedenstellend, doch zum Glück gibt es einen zweiten Band auf den ich sehr gespannt bin.

  12. Cover des Buches Eine überflüssige Frau (ISBN: 9783944153308)
    Rabih Alameddine

    Eine überflüssige Frau

     (8)
    Aktuelle Rezension von: sabatayn76
    ‚Ich bin der Blinddarm meiner Familie, das überflüssige Anhängsel.‘ (Seite 25)

    Die 72-jährige Aaliya lebt allein in ihrer Beiruter Wohnung und blickt zurück auf ein einsames und entbehrungsreiches Leben, nachdem ihr leiblicher Vater früh verstorben ist, sie im Alter von 16 Jahren verheiratet und vier Jahre später geschieden wurde.

    Aaliyas große Freude und Liebe ist die Literatur, die sie nicht nur liest und als Buchhändlerin verkauft, sondern auch übersetzt. Jedes Jahr am 1.1. beginnt sie mit einem neuen Buch, das sie unter Zuhilfenahme der englischen und französischen Übersetzung ins Arabische überträgt. Nie handelt es sich um ein Buch, das ursprünglich in Englisch oder Französisch geschrieben wurde, nie veröffentlicht sie ihre Übersetzung. Stets legt sie das fertige Manuskript in einem Karton ab, den sie ins Dienstmädchenzimmer oder ins Dienstmädchenbad ihrer Wohnung stellt und dort für Jahre und Jahrzehnte lagert.

    Episodenhaft erzählt Aaliya von ihrem Leben, von ihrer einzigen Freundin Hannah, vom Bürgerkrieg und von den drei Hexen - drei Frauen, die im gleichen Haus wie Aaliya leben.

    Immer wieder werden die Aaliyas Erinnerungen an ihr Leben von Gedanken über Literatur, Philosophie, Mythologie und Musik sowie von Zitaten aus Büchern unterbrochen, so dass ‚Eine überflüssige Frau‘ nicht nur ein Roman über ein Menschenleben und den Alltag im und nach dem Krieg ist, sondern auch ein Roman über das Lesen an sich und über die Liebe zur Literatur.

    Der Roman wird in sehr ruhigem Ton erzählt, und über weite Strecken hinweg hat mich Rabih Alameddine mit seinen sprachlich anspruchsvollen Beschreibungen und seinen lebendigen Schilderungen sehr fesseln können, obwohl er mit seinen Ausführungen immer wieder abschweift. Dieser ausufernde Erzählstil hat mich lange nicht gestört, doch ab der Hälfte des Buches empfand ich die Abschweifungen bisweilen als etwas anstrengend und langatmig.

    Nichtsdestotrotz hat mich das Buch bei der Stange gehalten, was sicherlich zum Teil daran lag, dass ich neugierig auf weitere Literaturquellen war und Alameddine immer wieder kluge Gedanken über das Leben im Libanon und dem Rest der Welt einstreut. Alameddine bietet in seinem vierten Roman ‚Eine überflüssige Frau‘ einen unglaublichen Fundus an Literaturquellen, wodurch man nicht nur auf bekannte Werke trifft, sondern auch Neues entdecken kann. Mich hat der Roman zum Lesen und Wiederlesen animiert und inspiriert, und er macht neugierig auf bestimmte Autoren und Bücher.

    Das Ende hat mich wieder vollends mit dem etwas ausufernden Mittelteil versöhnt und macht Lust, nochmals von vorne zu beginnen und die Geschichte um Aaliya nochmals zu verfolgen.
  13. Cover des Buches Schicksalsbund (ISBN: 9783453527614)
    Christine Feehan

    Schicksalsbund

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Mimabano
    ACHTUNG! 8. Teil der DER BUND DER SCHATTENGÄNGER - Reihe Es gäbe wirklich volle Punktzahl,wenn nicht immer alles so langatmig wäre. Am Anfang habe ich mich krummgelacht bei den Wortgefechten zwischen den Protagonisten.Es störte mich auch noch nicht,dass die Handlung auf der Strecke blieb.Ich war ja bestens unterhalten.Dann kamen sich Mack und Jaimie wieder näher.Sie zickt noch etwas rum.Er findet sie gehört nur ihm alleine und dann gibts nebenbei noch ein paar Actionszenen die nicht der Rede wert sind.Da war ich aber erst im ersten Drittel des Buches.Sonst passiert wirklich nicht mehr viel und man dreht sich nur noch im Kreis bis zum Showdown.Ich war auch hin und her gerissen ob ich sogar nur drei Sterne vergeben soll.Ich möchte auch auf die Gefahr hin, das ich mich wiederhole,anmerken,dass es wirklich keine 566❗️❗️❗️ Seiten braucht um die Geschichte von Mack und Jaimie zu erzählen.ABER...dies ist für mich noch einer der besseren Teile der Reihe.So und nun kann man noch weiterlesen , wenn man wissen will worum es in dieser " Episode" geht.KLAPPENTEXT : 📖 Sie sind die Schattengänger,eine Gruppe herausragender Kämpfer,deren Fähigkeiten von dem brillanten Wissenschaftler 👨‍🔬Dr. Peter Whitney noch verstärkt wurden. Mack , der Anführer einer Elite - Einheit der Schattengänger, wird mit allem fertig.Nur nicht damit,dass er bei einem Einsatz unerwartet seiner einstigen grossen Liebe Jaimie gegenübersteht.Leidenschaft und verletzte Gefühle lassen erneut die Funken zwischen ihnen sprühen.Doch Jamie schwebt in grosser Gefahr.Denn sie weiss zuviel über das geheime Netzwerk der Schattengänger und ist damit ins Visier von Männern geraten, die vor nichts zurückschrecken...
  14. Cover des Buches Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst (ISBN: 9783462047554)
    Shani Boianjiu

    Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst

     (23)
    Aktuelle Rezension von: Kyoshi
    Ich habe ein Problem mit diesem Buch. Nämlich meine Ahnungslosigkeit. Ich bin der Überzeugung, dass es ein fantastisches Buch ist, wenn man die ganzen komplizierten Hintergründe des Nah-Ost Konflikts kennt, andernfalls bleibt das Buch dem Leser ein Rätsel. Boianjiu ist nicht hier, um zu lehren und zu erklären, sondern um zu erzählen, was geschehen ist und der Rest ist dem Leser überlassen, er soll alleine damit klarkommen. Dabei spielt sie mit vielen Implikationen und Hinweisen und daher ist es auch wahre Literatur und Erzählkunst: Sie kaut dem Leser nichts vor, sie erklärt nichts. Der Leser soll aus den Fetzen selber interpretieren und verstehen. Ich finde diese Einstellung sehr gut und unterstütze es immer wieder. Voraussetzung wird dabei aber wie schon gesagt, dass man Einzelheiten des Nah-Ost Konfliktes bereits kennt, ja vielleicht selber aus dieser Gegend und Zeit stammt und das Buch liest wie ein altes Tagebuch und vielleicht traurig oder nostalgisch wird, ich weiß es nicht, ich möchte aus Respekt vor den Beteiligten nicht behaupten, wie sie sich wohl fühlen könnten.
    Was ich sagen kann, ist, dass Boianjiu sehr intelligent geschrieben hat und Inhalte gekonnt verknüpfen kann. Ihre Sprache ist sehr einfach, beinahe langweilig, die Dialoge sind extrem wirr, aber daher realistisch, teilweise rutscht sie ab in Kitsch. Sie beschreibt viele glänzende Passagen, vor allem in der Mitte des Buches, aber auch viele langweilige und ineffizient geschriebene Passagen, vor allem am Ende des Buches. Der Spannungsverlauf sähe demnach aus wie eine Gaußsche Kurve. Das Konzept der einfachen Sprache kombiniert mit grausamen Inhalten kannte ich schon von Süskind, von Schirach und auch Ani und vielleicht hat mich das Buch deswegen stellenweise mit der Schulter zucken lassen. Letztendlich bleibt mir das Buch ein Rätsel, vielleicht werde ich es später noch einmal lesen und sogar verstehen, nachdem ich mir Einzelheiten einverleibt habe.
    Bis dahin sage ich Danke an Boianjiu für ihre Offenheit und den fiktiven, aber authentischen Einblick in den Lebensabschnitt einer israelischen Soldatin.
  15. Cover des Buches Stadt ohne Gott (ISBN: 9783103973488)
    Rainer Merkel

    Stadt ohne Gott

     (6)
    Aktuelle Rezension von: renee
    Der Autor liefert mit diesem Buch ein Werk mit einer sehr interessanten Schreibe. Sie ist teils fesselnd, teils verstörend, teils verwirrend und sehr hin- und herspringend. Rainer Merkel macht es der Leserin mit seinem Buch nicht einfach. Aber trotzdem hat das Buch/Rainer Merkels Schreibe einen gewissen Charme, man kann sich ihm nicht entziehen, ich würde es jetzt nicht den Wahnsinnssog nennen, aber trotzdem, da ist irgendetwas. Ich muss sagen mir hat dieses Buch gefallen.

    Zur Handlung: Drei junge Menschen laufen sich in Beirut, dem Paris der arabischen Welt über den Weg. Da haben wir einmal Rosie, eine junge Frau aus Berlin, der Libanese Rafik, im Flüchtlingslager Sabra und Schatila großgeworden und der Syrer Daoud, aus seiner Heimat vertrieben. Rosie, eine Frau, die in ihrem ganzen Handeln sehr sprunghaft/impulsgesteuert ist, mir definitiv nicht gerade sympathisch, aber einiges von ihrem Handeln ist zumindest etwas nachvollziehbar. Hat einen Freund, Thierry, Reporter im Syrien Krieg, verliebt sich aber trotzdem in einen anderen, Daoud. Durchdachte Entscheidungen fallen dem sehr sprunghaften Wesen sehr schwer, sie verrennt sich und zaudert. Dazu einen kleinen Textauszug: "der Mann, den sie nicht liebt, aber begehrt und der Mann, den sie liebt, aber nicht begehrt". Die Irrungen und Wirrungen der Liebe halt. Dazu hat sie auch noch ein sehr starkes Temperament. Rafik, der Libanese, sehr arm, versucht das vor anderen zu verstecken, träumt von einem Dasein als gefeierter Modedesigner und liebt ebenfalls Daoud. Daoud, der syrische Flüchtling, aus einem christlichen Elternhaus stammend, sehr alten Werten und der Tradition anhängend, verfängt sich in der Liebe und kämpft mit seinen Werten, der Tradition und der Moral. Eine interessante Konstellation der Ménage à trois. Und ebenso ist das Buch eine Sinnsuche der Hauptpersonen. Gleichzeitig aber bietet dieses Buch ebenso einen Einblick in die Denke der arabischen Welt und einen kleinen Blick auf die kriegerischen Konflikte in dieser. 

    Die Handlung springt in zwei Zeitebenen und den Sichtweisen der Hauptpersonen. Dabei ist das Hin und Her schon recht abrupt, ist nicht immer leicht zu lesen, man kann dieses Buch aber trotzdem als etwas Besonderes einordnen. 
  16. Cover des Buches Immortalis (ISBN: 9783499244759)
    Raymond Khoury

    Immortalis

     (54)
    Aktuelle Rezension von: Hypochrisy
    Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod (1. Korinther 15,26) Neapel, 1750. Der Marquis de Montferrat ist auf der Flucht: Seine Verfolger wollen das Buch in ihren Besitz bringen, dessen Einband eine Schlange ziert. Es stiftet Tod und Verderben, und doch birgt es das Geheimnis des Lebens. Als der Marquis entkommt, bleibt sein Schatz für Jahrhunderte verschollen. 2006 taucht ein rätselhafter Kodex in Beirut auf, der Geheimdienste weltweit in Alarm versetzt. CIA-Agent Corben und die junge Genforscherin Mia setzen alles daran, den anderen zuvorzukommen. Sie wissen, dass dieses Buch die Macht hat, die Welt für immer zu verändern. Vor allem in den falschen Händen … Mit einer Textprobe aus Raymond Khourys neuestem Roman „Menetekel“, der im Winter 2009 erscheinen wird.
  17. Cover des Buches Die Bancroft Strategie (ISBN: 9783453433649)
    Robert Ludlum

    Die Bancroft Strategie

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Bellexr
    Tod Belknap ist ein legendärer Geheimagent des amerikanischen Außenministeriums. Doch nach einem gescheiterten Auftrag befindet sich sein Stern im freien Fall, Belknap wird vom Dienst suspendiert. Vorher erfährt er aber noch von seinem Vorgesetzten, dass sein bester Freund und Kollege Jared Rinehart im Libanon entführt wurde. Anscheinend ist dessen Tarnung aufgeflogen und der Geheimdienst weigert sich, irgendetwas zu Rineharts Rettung zu unternehmen. Doch Belknap lässt seinen Freund nicht im Stich, verdankt er ihm doch mehrmals sein Leben.

    Robert Ludlum steigt im Jahr 1987 in seinen Agententhriller ein und hierdurch erfährt man, wie Belknap und Rinehart sich in Ostberlin kennengelernt haben. Doch schnell ist man bei der Entführung von Rinehart wie auch beim misslungenen Auftrag von Belknap in Rom dabei.

    Und so rasant der Autor seinen Thriller startet, so temporeich fährt er auch mit seiner Agentengeschichte weiter. Durch regelmäßige Perspektivwechsel lernt man unter anderem auch bald Andrea Bancroft kennen, die unverhofft Mitglied der berühmten Bancroft-Stiftung wird und schier überwältigt von deren Hilfsprojekten auf der ganzen Welt ist. Allerdings ist Andrea Historikerin und ihr Spezialgebiet ist es, hinter die Geheimnisse von Firmen zu kommen. Bevor Andrea sich selbst für ein Hilfsprojekt engagiert, forscht sie erst einmal in der Vergangenheit der Bancroft-Stiftung. Hierdurch tritt sie unbeabsichtigt in Kontakt mit Tod Belknap. 

    Die Geschichte entwickelt sich von Anfang an recht wendungsreich und spannend. Robert Ludlum legt immer wieder falsche Spuren aus, lange fragt man sich, welche Verbindung es zwischen Andreas Recherchen und Belknaps Suche nach seinem Freund gibt. Mit der Beantwortung dieser entscheidenden Frage lässt sich Robert Ludlum lange Zeit, was zusätzlich noch die Neugier anregt.

    Auch seine Charaktere sind sehr gut herausgearbeitet, überraschen öfter einmal bei ihren Handlungen und manche bleiben lange Zeit schwer einschätzbar. Seine Protagonisten Andrea Bancroft und Tod Belknap ergänzen sich gut. Auf der einen Seite der versierte Spürhund, auf der anderen Seite die neugierige und einfallsreiche Historikerin, die sich von dem Einzelgänger Belknap nicht unbedingt etwas sagen lässt und gerne einmal ihren Kopf durchsetzt. Auch auf die Gefahr hin, dass dies für sie lebensgefährlich werden könnte.

    Fazit: Eine spannende und sehr gut umgesetzte Agentenstory, die alles bietet, was man von solch einem Thriller erwartet.

  18. Cover des Buches Die Hexe von Portobello (ISBN: 9783257057379)
    Paulo Coelho

    Die Hexe von Portobello

     (298)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer

    Bevor wir uns den tatsächlichen Bewertungskriterien widmen, möchte ich einmal anmerken, wie schön ich die Diogenes Bücher und besonders dieses hier finde. Obwohl sich die Diogenes Bücher in ihrem Aussehen offensichtlich stark ähneln, haben alle ihre eigenen Charme. Die Bücher sehen aus als würde in ihnen die Welt erklärt und das von sehr weisen Menschen. Steckt hinter der Hülle denn auch was?


    "Wer weiß, vielleicht hat sie den Tod 

    gesucht wie ein Schiffbrüchiger eine Insel."


    In "Die Hexe von Portobello" steht die junge Frau Athena im Vordergrund. Sie wurde von sehr christlichen Eltern adoptiert und ist nun auf der Suche nach sich selbst. Athena ist eine begeisterte Tänzerin und durch ihre Tanzschritte scheint sich eine höhere Macht in ihr zu zeigen. 


    Das Buch ist im Dezember auf meine Weihnachtswunschliste gewandert aus verschiedenen Gründen. 1. Ich schleiche schon lange um die Diogenes Bücher herum und würde gerne wenigstens eins davon mal gelesen haben. 2. Verschiedene Leute in meinem Umkreis haben "Der Alchimist" gelesen und waren davon absolut begeistert. 3. Ich mag Hexen. Ja, das ist ein Grund. Ich mag Geschichten über interessante, starke Frauen und so ist "Die Hexe von Portobello" auf meine Wunschliste gewandert. 


    Mein erster Eindruck war nicht unbedingt positiv. Ich war von der Strukturierung des Buches sehr überrascht, weil mich das mehr an einen Sachtext und nicht an eine fiktive Geschichte erinnert hat und war seltsamerweise davon überzeugt, dass mir das Buch nicht gefallen wird. Aber ich wollte dem Ganzen eine Chance geben. 


    "Unsere Zeit auf dieser Erde ist heilig, und wir müssen sie in jedem Augenblick feiern."


    Schnell hat mich die Geschichte in ihren Bann gezogen und an die seltsame Strukturierung habe ich mich gewöhnt. Und wie ich von der Geschichte mitgezogen wurde! Ich habe alles um mich herum vergessen und konnte mir die verschiedenen Kulissen so gut vorstellen, als wäre ich tatsächlich da. Selten werde ich von einem Buch so eingenommen und ich liebe es mehr als alles andere. 


    Der Schreibstil war sehr esoterisch und Coelho wirft mit sinnlichen Sätzen um sich. Ich kann mir gut vorstellen, dass das für viele to much ist. Mir hat das sehr gut gefallen, weil durch diese übertriebene Einstellung meine negativen Gedanken übertrumpft wurden und ich viel für mein persönliches Leben mitnehmen konnte. 


    Für Coelhos Bücher musst du definitiv offen für Wunder sein. Jeder, der in seiner eigenen negativen Welt gefangen und die Gesellschaft für das wahre Leben hält, wird nichts mit seinen Büchern anfangen können. Wenn du dich aber für andere Ansichten interessierst, auch wenn sie erstmal merkwürdig sind, und du dich sowie andere Welten besser kennen lernen möchtest, kann ich dir "Die Hexe von Portobello" sehr ans Herz legen. 


    Coelho thematisiert in seinem Buch vor allem wie schwer es sein kann seinen eigenen Weg zu gehen. Er verdeutlicht, dass du immer deiner eigenen Stimme folgen musst, denn auch wenn es erstmal nur regnet und alles furchtbar ist, am Ende wird es sich auszahlen. Falls du also vor schwierigen Entscheidungen in deinem Leben stehst, wird dir das Buch eventuell dabei helfen, die richtige Entscheidung zu treffen. 


    Tschüssele,

    Alina


  19. Cover des Buches Der Mann aus Mesopotamien (ISBN: 9783518399552)
    Amin Maalouf

    Der Mann aus Mesopotamien

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Kennt ihr einen Religionsgründer namens Mani? Mir persönlich war nicht viel über den Mann bekannt, und es gibt auch nur sehr wenig, das überliefert ist. Gelebt hat dieser Mani in der Spätantike von ca. 216 bis 276/77 nach Christus und er war Begründer des sogenannten Manichäismus. Amin Maalouf hat in seinem Roman über diesen Mann verschiedenste Überlieferungen und Mythen mit viel Vorstellungskraft vereint und folgt Mani von Geburt an bis zu seinem Tod. Alles beginnt damit, dass Manis Vater Pattig, Spross einer adeligen Parther-Familie, in einem Tempel dem Sektenführer Sittai begegnet, der ihn so für seine Auslegung des Christentums begeistert, dass Pattig seine hochschwangere Frau Mariam verlässt und Sittai in dessen Palmenhain folgt. Hier hat er eine Schar von Anhängern um sich versammelt – nur Männer – die ihm in seiner strengen Auslegung der „wahren christlichen Lehre“ folgen. Man könnte annehmen, dass Mani nun bei seiner Mutter aufwächst und vom Vater nie wieder hört, doch im Alter von vier Jahren wird er von Sittai der Mutter weggenommen und in den Palmenhaim gebracht. Hier wird er aufwachsen, und den Regeln der Sekte beugt er sich, auch wenn er bald erkennt, dass er mit dieser Auslegung von Religion nicht einverstanden ist.

    Mit 24 schließlich verlässt Mani die Sekte, gefolgt von seinem Vater, der ihm jüngergleich folgen wird, und beginnt, seinen eigenen Glauben zu propagieren. Mit am wichtigsten ist ihm dabei ein friedliches Nebeneinander aller Religionen, sei es Christentum, Judentum, Buddhismus oder die Anbetung anderer, antiker Götter wie Poseidon oder Wischnu:

    "Ich berufe mich auf alle Religionen, und auf keine. Man hat die Menschen gelehrt, sie müßten einem Glauben angehören, so wie man einer Rasse oder einem Stamm angehört. Ich aber sage ihnen: Ihr seid belogen worden. Bemüht euch, in jedem Glauben und Gedanken den leuchtenden Kern freizulegen und die Schale zu entfernen. Wer meinem Weg folgt, kann Ahura Masda anbeten und Mithras und Christus und Buddha."

    Doch irgendwie ist diese Welt der Spätantike noch nicht bereit für einen derart inklusiven Glauben (und aktuelle Ereignisse bestätigen, dass auch die Welt der Moderne es noch nicht zu sein schein). Mani schart zwar eine beachtliche Zahl an Jüngern um sich - selbst Schapur, König der Könige, und dessen Sohn Hormisd sind von seiner Weltanschauung beeindruckt oder hoffen zumindest, sie zu ihren Gunsten nutzen zu können. Doch andere mächtige Männer sehen in Mani und seinem Glauben eine Bedrohung des vorherrschenden Systems. Vor allem der mächtige Magier Kirdir wird zum erklärten Feind des sanften Mani und bestätigt damit eine Beobachtung des Glaubensgründers:

    "Ich respektiere jeden Glauben, und genau das ist in aller Augen mein Frevel. Die Christen hören nicht zu, wenn ich Gutes über den Nazarener sage, sie werfen mir vor, daß ich nichts Böses über die Juden und Zarathustra äußere. Die Magier hören nicht hin, wenn ich ihren Propheten lobpreise, sie wollen mich Christus und Buddha verfluchen hören. Denn nicht um das Fähnchen der Liebe scharen sich die Gläubigen, sondern um das Banner des Hasses, und einig sind sie sich nur in der Ablehnung der jeweils anderen."

    Ab und an ist mir Mani ein wenig zu salbungsvoll und manche religiöse Ausführungen ziehen sich für meinen Geschmack zu lange hin. Insgesamt jedoch war ich dem Buch schon nach wenigen Seiten verfallen und blieb es bis zur letzten Seite des Epilogs, in dem Maalouf erläutert: "alle Inquisitoren Roms und Persiens haben sich verbündet, um Mani zu entstellen, ihn zu tilgen." Dieser Roman sollte ein wenig Licht in das Leben dieses vergessenen Mannes bringen. In Maaloufs Worten: "Es sollte sein Leben erzählen. Beziehungsweise das, was nach so vielen Jahrhunderten der Lüge und des Vergessens noch davon zu erahnen ist." Und ganz nebenbei hat Maalouf einen lebendigen Einblick in die Welt der Spätantike geschaffen. Wenn er kurz aber detailliert beschreibt, wie der König der Könige Audienz abhält, oder wie er aus der Ferne dem römischen Reich dabei zusieht, wie es sich selbst zerstört, dann wird ein hochspannender Abschnitt der Menschheitsgeschichte lebendig.

    Diese Rezension wurde auch auf lesemanie.com veröffentlicht.
  20. Cover des Buches Die letzte Terroristin (ISBN: 9783518467800)
    André Georgi

    Die letzte Terroristin

     (52)
    Aktuelle Rezension von: Callso

    RAF gegen BKA ! Die Terrorgruppe RAF sorgt in der Bevölkerung  für Schrecken und Aufruhr und das BKA ermittelt unter Hochdruck. Die gegensätzlichen Interessen werden in dem Buch anschaulich, authentisch und spannend skizziert.

    Autor Ande Georgi hat einen recht eigenwilligen Stil - manchmal fabriziert er kurze Sätze direkt auf den Punkt. Häufig passt das sehr  gut zum Buch.

    Mitunter ist es ein politischer Thriller, gleichwohl gelingt es dem Autor wunderbar, die handelnden Personen in den Vordergrund zu stellen. Insofern fiebert man mit und trotz aller politischer Brisanz menschelt das Buch immer wieder.

    Zwischendurch gab das Buch richtig Gas, war enorm spannend und ließ sich wunderbar lesen.

    Unterm Strich ein feiner, solider Thriller mit einem sehr speziellen und seltenen Schwerpunkt.





  21. Cover des Buches Die Reisen des Herrn Baldassare (ISBN: 9783518455319)
    Amin Maalouf

    Die Reisen des Herrn Baldassare

     (20)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Am Vorabend des Jahres 1666 liegen Furcht und Schrecken über Europa. Das "Jahr der Apokalypse" steht bevor, das "Jahr des Tieres", wie es die Offenbarung des Johannes angekündigt hat. Unruhe breitet sich überall aus, geheimnisvolle Zeichen werden sichtbar, Vernunft und Aberglaube geraten in Streit, neue Messiasse verkünden neue Weisheiten.§Der genuesische Kunsthändler und Antiquar Baldassare Embriaco, ein Skeptiker, der den Heils- und Unheilsverkündungen mißtraut, macht in Gibelet im Libanon gute Geschäfte. Das jedenfalls bis zu dem Zeitpunkt, da ihm ein seltsames Buch in die Hände gerät, jenes berühmt-berüchtigte Buch "Der Hundertste Name", von dem nur ein echtes Exemplar erhalten sein soll und in dem angeblich der gesuchte hundertste Name Gottes genannt wird.§99 Namen sind bekannt, aber erst mit dem hundertsten läßt sich das bevorstehende Ende der Welt abwenden. Doch noch bevor Baldassare das Buch lesen kann, verkauft er es an einen französischen Gesandten.§Baldassare, dem du rch geheimnisvolle Andeutungen und Vorkommnisse die Bedeutung des Buches klar wird, begibt sich auf die Suche. Seine abenteuerliche Reise führt ihn durch ganz Europa: über Tripolis nach Smyrna und Konstantinopel, nach Genua und London, wo ein verheerender Brand ausbricht, der vielleicht tatsächlich das Ende der Welt ankündigt. Baldassare läßt sich nach und nach anstecken vom Geist der Zeit; er führt ein Tagebuch, um die Zeichen dieses geheimnisumwitterten, furchteinflößenden Jahres und seine eigenen Erlebnisse festzuhalten: ein Schiffbruch, eine verhexte Karawane, räuberische Überfälle, Meeresstürme, eine unerfüllt bleibende Liebe, aber auch die politischen und gesellschaftlichen Kämpfe der Zeit ebenso wie die Konflikte zwischen Religionen und Kulturen. Er hört von Sabbatai Zwi, seinem Aufstieg und Fall. Die Menschenmassen sind aufgeputscht, Europa wird von Scharlatanen und frommen Schwindlern überzogen.§Amin Maalouf hat die geschichtlichen Ereignisse des Jahres 1666 genau recherch iert und in einen historischen Roman integriert, dessen aktuelle Bezüge, mit der Warnung vor neuen Heilsverkündern und vor "mörderischen Identitäten", seinen Helden Baldassare auch als einen Menschen des 21. Jahrhunderts erscheinen lassen.
  22. Cover des Buches Lena Halberg - London '05 (ISBN: 9783868411300)
    Ernest Nyborg

    Lena Halberg - London '05

     (28)
    Aktuelle Rezension von: Martina28
    Inhalt:
    Ein Mann hastet auf den Bahnsteig. Er ist zu spät, der Zug rollt bereits aus der Station. Wenige Sekunden später erschüttert der Bahnsteig und ein Geräusch ist zu hören. Es war eine Bombe detoniert.
    Lena Halberg, die Jornalistin recherchiert für eine Story und entdeckt ungeheure Fakten. Ihre Vermutung scheint zu stimmen und diese Detonation der Bombe in der Piccadilly-Line ist ein weitere Anschlag von vielen vorangegangenen.
    Die Nachforschungen führen Lena bis nach Israel. Dort landet sie in einem militärischen Gefängnis. Nach der Entlassung nimmt sie die Spur wieder auf, welche sie zurück nach England führt.


    Cover:
    Das Cover ist in schlichten Farben gehalten. Text und Bild aufeinander abgestummen. Es macht eher einen düsteren Anschein. Der Big Ben weisst auf England hin, wo sich die Geschichte abspielt. Die Schnipselauf der rechten Seite mittig, könnten auf Telegrammanordnungnen hinweisen.


    Schreibstil:
    von Anfang bis zum Schluss ein einheitlicher Schreibstil vorhanden. es wird immer wieder Spannung aufgebaut, welche zwischendurch wieder abflaut. Dadurch ist der/die Leser/in erpicht weiter zu lesen, um herauszufinden was weiter geschieht.
    Fremdwörten werden vom Autor in der Geschichte beschrieben oder auch als Erklärung in der Geschichte genannt.


    Fazit:
    Mich hat das Buch von Anfang an gefesselt. Als ich zu lesen begonnen hatte konnte ich es kaum mehr aus den Händen legen. Ich kann jedes weiterempfehlen, der gern realitätsnahe Geschichten hat. Die verschiedenen Charaktere sind gut gewählt und sehr ausdrucksstark.
    Der Wechsel der einzelene Szenen und Kapitel sind gut gelungen. Es ist klar zu erkennen um welche Szenen und Charakter es sich im jeweiligen Abschnitt handelt.
  23. Cover des Buches American Assassin – Wie alles begann (ISBN: 9783865524553)
    Vince Flynn

    American Assassin – Wie alles begann

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Buecherseele79
    Mitch Rapp ist noch jung an Jahren aber er hegt einen grossen Hass auf die Welt denn seine Liebste kam bei dem Lockerbie-Terroranschlag auf das Pan-Am-Flug 103 ums Leben.
    Irene Kennedy, eine Mitarbeiterin des CIA wirbt Mitch an, für eine Geheimaktion der CIA von der nicht mal die höchsten Regierungsbeamten wissen sollen/dürfen/müssen.
    In einem Trainingslager des alten aber sehr herrischen Stan Hurley soll Mitch und 5 andere Mitstreiter beweisen aus welchem Holz sie sind, denn nur die Besten dürfen in den Kampf ziehen.
    Einen Kampf auf den Mitch seit Jahren wartet, denn er will endlich alle Terroristen zur Verantwortung ziehen, sprich, ihnen die Rübe vom Hals schiessen.
    Auf der anderen Seite erleben wir den Terror und seine "Arbeit" durch die Arbeit von Sayyed und seinen Mitstreitern des Islamsichen Dschihad, die einen Gefangen der CIA haben und ihn nun foltern um all möglichen Informationen zu erhalten.
    Der Terror sowie die Finanzen um Männer, Waffen, Flugzeuge, Drogen und Co. zieht ein weiteres Netz von dem Libanon über Russland nach Deutschland in die Türkei-überall sitzen Menschen die durch den Terror reich geworden sind und sich auch weiterhin berreichern wollen.
    Doch nun steht der erste Einsatz von Mitch Rapp und Stan Hurley auf dem Plan und der sieht vor- dem Terrornetz erheblichen Schaden zuzufügen, koste es was es wolle, selbst das eigene Leben....

    Was für ein zweischneidiges Schwert, dieses Buch.
    Ich muss gestehen- ich habe den Trailer zum kommenden Film gesehen und fand diesen so genial dass ich unbedingt dieses Buch dazu lesen musste.
    Vorweg- der Schreibstil ist flüssig und leicht zu verstehen und der Autor nimmt auf jeden Fall kein Blatt vor den Mund wenn es um Ausdrücke oder Kampfeinsätze geht.
    Sympathisch waren mir Mitch und Stan nicht wirklich, ihre kindischen Reibereien von Beginn an gingen mir schon ziemlich auf die Nerven, bessern sich aber im Laufe der Geschichte.
    Die Hintergründe  zum Terror und wer wo wie die Strippen zieht- das hingegen fand ich unheimlich genial beschrieben, skrupellos und durchweg spannend.
    Gerade im letzten Drittel nahm das Buch nochmals ordentlich an Fahrt auf und ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.
    Ganz grosser Minuspunkt- gerade zu Beginn-Mitch kann alles, er ist so eine Art Batman mit James Bond und Captain America in einem, also perfekt und obwohl keiner weiss wo er alles gelernt hat kann er es(ich meine Hallo- der CIA weiss doch sonst auch alles?!?!?) oder lernt unheimlich schnell...
    Im Laufe des Buches fällt dann der Blickpunkt mehr auf die Agenten als Team und ihre Zusammenarbeit sowie die Spionage und Aufträge die Terroristen auszuschalten.
    Von daher gebe ich 4 Sterne(wegen diesem Superman-Mitch kann alles- Gedöns wären es aber so nur 3 Sterne) und muss sagen- ich bin neugierig auf die weiteren Bände geworden.
    Ich denke für den ein oder anderen ist es auf jeden Fall ein spannender Thriller.
  24. Cover des Buches Der Felsen von Tanios (ISBN: 9783518455715)
    Amin Maalouf

    Der Felsen von Tanios

     (3)
    Noch keine Rezension vorhanden

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