Bücher mit dem Tag "liebe im alter"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "liebe im alter" gekennzeichnet haben.

31 Bücher

  1. Cover des Buches Ein unvergänglicher Sommer (ISBN: 9783518428306)
    Isabel Allende

    Ein unvergänglicher Sommer

     (135)
    Aktuelle Rezension von: uli123

    Isabel Allende wird auch hier im Klappentext als beliebteste und meistgelesene Schriftstellerin weltweit angepriesen. Daher wollte auch ich endlich einmal eines ihrer Werke lesen. Leider kann ich nach der Lektüre dieses Romans den Ruhm der Autorin nicht so recht nachvollziehen. Für mich handelt es sich um eine recht banale Geschichte. Deren Liebesgeschichtenanteil war von Anfang an sehr vorhersehbar; ihr kriminalistischer Einschlag nahm bizarre Züge an. Am ehesten sind die Schilderungen über die politische und gesellschaftliche Lage in den Ländern Südamerikas in den vergangenen Jahrzehnten und die Lage der von dort in die USA Geflüchteten auf mein Interesse gestoßen, die wirklich informativ waren. Mal schauen, ob mich jetzt noch Allendes Weltbestseller „Das Geisterhaus“ locken kann.

  2. Cover des Buches Ohne Ziel ist der Weg auch egal (ISBN: 9783426516522)
    Michaela Grünig

    Ohne Ziel ist der Weg auch egal

     (77)
    Aktuelle Rezension von: Schokoladenteddy

    An diesem Buch hat mich vor allem der aussergewöhnliche und originelle Titel angesprochen. Auch der Klappentext klang vielversprechend. Leider gingen meine Erwartungen in eine ganz andere Richtung als das tatsächliche Buch, weshalb es mich nicht wirklich überzeugen konnte.


    Darum geht's in »Ohne Ziel ist der Weg auch egal«:

    »Lenja liebt Ben. Das ist ein Naturgesetz. Dummerweise hat Ben sie gerade verlassen und plant, sich »Ärzte ohne Grenzen« anzuschließen. Aber Lenja weiss, wie sie ihn aufhalten kann: Sie schlüpft in die Rolle der 76-jährigen Karla und zieht in das Seniorenstift ein, in dem Ben arbeitet. Selbstverständlich hat sie sich auf ihre Rolle bestens vorbereitet – nur nicht auf die charmante Schlitzohrigkeit ihrer neuen Mitbewohner. Die stehen ihr bald mit Rat und Tat zur Seite, denn auf die Waffen einer jungen Frau muss Lenja alias Karla ja leider verzichten…« 

    Original-Klappentext


    Meine Meinung:

    Der Schreibstil der Autorin ist locker-leicht, manchmal mit einigen ungewöhnlichen Formulierungen, an die ich mich aber im Verlauf des Buches gewöhnen konnte. Die Geschichte wird teilweise aus Lenjas Sicht, teilweise aus der Sicht ihres besten Freundes erzählt.

    Wo wir schon bei den Charakteren sind: Obwohl viele unterschiedliche Figuren mit z.T. aussergewöhnlichen Charaktereigenschaften auftauchen, konnte mich keine Figur wirklich berühren. Woran das genau lag, kann ich nicht sagen, aber vielleicht fehlten mir einfach die Emotionen oder zumindest die emotionale Nähe zu den Charakteren. Das bedeutet aber nicht, dass mir die Charaktere total unsympathisch waren - einige waren sehr liebenswert. Aber irgendetwas fehlte mir trotzdem.

    Von der Geschichte selbst habe ich einen ähnlichen Eindruck. Zwar ergibt die Kombination aus Liebesroman, Krimi und humorvollen Szenen eine interessante Mischung, aber irgendetwas fehlte mir. So gibt es z.B. Szenen, in denen sich zwei Figuren näher kommen - aber sie konnten mich nicht berühren. Oder es gibt Szenen, in denen ich gerne mehr mit den Charakteren mitgefiebert hätte, aber es packte mich nicht richtig.

    Das Buch ist durchaus lesenswert, aber eben eher etwas für zwischendurch. Wer eine berührende Liebesgeschichte oder einen spannenden Krimi sucht, ist mit anderen Büchern sicher besser bedient.


    Fazit:

    »Ohne Ziel ist der Weg auch egal« ist eine interessante, aber nicht wirklich überzeugende Kombination aus Krimi, Liebesroman und Humor. Obwohl ich die Idee des Buches spannend fand, konnte mich die Geschichte selbst leider nicht überzeugen. Das gibt drei von fünf Sternen.

  3. Cover des Buches Unsere Seelen bei Nacht (ISBN: 9783257244656)
    Kent Haruf

    Unsere Seelen bei Nacht

     (218)
    Aktuelle Rezension von: Lesegezwitscher

    Take me back ✨


    Ich war literarisch wieder zu Besuch in Holt, Colorado und ich wusste gleich: ich war einfach zu lange nicht da.


    In diesem Buch begleiten wir Addie und Louis, beide verwitwet und um die 70, die sich entscheiden, ihre Nächte nicht mehr mit Einsamkeit zu verbringen, sondern gemeinsam. Sie liegen zusammen im Bett und reden und wie Leser:innen erfahren etwas über die Vergangenheit der beiden, aber auch über die Gegenwart, über ihre Sorgen und Ängste. Was zaghaft beginnt, entwickelt sich zu einer tiefen Verbundenheit, die natürlich in der Kleinstadt nicht verborgen bleibt und für Aufsehen sorgt. Einige sind gegen ihre Verbundenheit, darunter Addies' Sohn Gene...


    Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass mir ein Buch gefällt, welches "so alte" Protagonisten hat. Doch die beiden sind mir so ans Herz gewachsen und haben meinen Blick auf das Älterwerden verändert, auch im Bezug auf die Einsamkeit.

    Kent Haruf schreibt sehr menschlich und beschreibt die Dinge so schön. 

    Ich will wieder zurück nach Holt 😊.


    [Aus dem Amerikanischen übersetzt von pociao] 


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    #unsereseelenbeinacht #kentharuf #bookstagram #gelesen #buch #diogenesverlag #lesenistliebe #readmorebooks

  4. Cover des Buches Tödliche Zeilen (Krimi, Cosy Crime): Ein Fall für Agnes Munro (ISBN: 9783960874652)
    Dorothea Stiller

    Tödliche Zeilen (Krimi, Cosy Crime): Ein Fall für Agnes Munro

     (38)
    Aktuelle Rezension von: Lhiannon3

    Mich hat dieses Buch von der ersten Seite an abgeholt. Ich liebe Kleinstadtszenerien. Hier haben wir es mit einem Cozy Crime zu tun, der sich fast als ein gestandener Krimi entpuppt, was ich sehr gelungen finde. Die Beschreibungen der Charaktere lassen viel Raum für die eigene Interpretation der Leser. Die Handlung ist fesselnd, entbehrt aber nicht einen gewissen Humor. Ich werde Agnes Munro in jedem Fall weiterhin bei ihren Ermittlungen begleiten.

  5. Cover des Buches Die Klatschmohnfrau (ISBN: 9783462029970)
    Noëlle Châtelet

    Die Klatschmohnfrau

     (74)
    Aktuelle Rezension von: UlrikesBuecherschrank

    Marthe , die Stammgast im Bistro "Le Trois Canons" ist , lernt dort Félix kennen . Für Marthe die lange Jahre verwitwet war ist es ihre erste große Liebe . Mit siebzig Jahren stellt sie ihr Leben komplett um . Und eines Tages erhält sie von Félix ihren ersten Liebesbrief ...


    Der Schreibstil ist klar , ruhig und flüssig zu lesen . Dabei ist die Schrift etwas größer so dass ich zügig durch das Buch gekommen bin . Die Protagonisten sind sympathisch und gewinnend , sie könnten aus der Nachbarschaft stammen . Die Spannung nimmt nach und nach zu aber nur so dass er immer ein klein wenig im Hintergrund bleibt .


    Fazit : Dieser Roman der schon fast eine Erzählung ist , hat seinen ganz eigenen Stil . Etwas Humor , viel Liebe und eine wundervolle Geschichte prägen dieses Buch . Es ist ein leichter Roman der mir sehr gefallen hat . Besonders als Marthe zum ersten Mal in die Oper geht ist mir ans Herz gegangen . Romantisch und liebevoll erzählt in einer ruhigen fast schon in einer poetischen Form hat mich das Buch an sich gebunden . Dieser Roman zeigt auf dass das Alter auch seine schönen Seiten hat und dass die Liebe einem zu jeder Zeit überraschen kann , egal wie alt man ist . Geschrieben ist dieses Buch wie ein großer und klarer Fluss in dem man einfach abtauchen kann .

  6. Cover des Buches Barbara stirbt nicht (ISBN: 9783462000726)
    Alina Bronsky

    Barbara stirbt nicht

     (99)
    Aktuelle Rezension von: Sumsi1990

    Herr Schmidt und seine Frau Barbara führen ein behagliches Leben als Rentner. Doch als Barbara krank wird und ihre täglichen Aufgaben nicht mehr erfüllen kann, merkt ihr Gatte erst wie sehr er sich Zeit seines Lebens von seiner Frau umsorgen lassen hat und wie wenig er ihr geben konnte...

    Die Geschichte an sich hat mir sehr gut gefallen. Ich musste bei einigen Ausführungen schmunzeln und die gewählte Sprache ist leicht und flüssig zu lesen. Auch die nicht wirklich getrennte Erzählweise, die teilweise dann Monate springt finde ich gut. Die Charaktere mochte ich im Großen und Ganzen auch und finde sie sehr gut gewählt. Natürlich sind diese auch an der ein oder anderen Stelle überzeichnet, woran ich mich jedoch nicht gestört habe.

    Was mir aber leider nicht wirklich gefallen hat ist, dass das Buch an sich mehr Tiefgang als erwartet hat, darauf jedoch nicht wirklich eingegangen wurde bzw. sehr viele offene Fäden zurückgeblieben sind. Dies deckt sich auch mit dem abrupten Ende, das mich ein wenig ratlos zurücklässt.

  7. Cover des Buches Unsere Seelen bei Nacht (ISBN: 9783257803792)
    Kent Haruf

    Unsere Seelen bei Nacht

     (16)
    Aktuelle Rezension von: ninchenpinchen

    Zu Kent Harufs „Unsere Seelen bei Nacht“ – Erstellungsdatum 26.01.2018

    Was mich am Anfang am meisten gewundert hat, war, wie es ein Copyright © 2015 bei einem Autoren geben kann, der schon 2014 gestorben ist? (Kent Haruf 1943 – 2014)

    Dies ist die Geschichte von der 70-jährigen Witwe Addie Moore und ihres – einen Häuserblock entfernten – Nachbarn Louis Waters, der ebenfalls Witwer ist. Beide leben in der fiktiven Kleinstadt Holt, im Bundesstaat Colorado.

    Also, eines Nachmittags nimmt Addie all ihren Mut zusammen, geht zu Louis und unterbreitet ihm einen ganz ungewöhnlichen Vorschlag. Wie es wäre, wenn sie beide künftig die Nächte bei ihr verbringen, ohne Sex, denn darum ginge es nicht, es ginge darum, nachts nicht mehr einsam zu sein. Miteinander zu reden, Geschehnisse und Gefühle zu teilen und sicher manchmal auch etwas gemeinsam zu unternehmen. Jedenfalls kommen sie dahin und die Schilderungen, wie sie Picknicks und Zeltnächte in der freien, wilden Natur Amerikas verbringen, die sind so schön erzählt, dass man gleich dabei sein möchte und alles bildlich vor sich sieht. Als wenn man selbst mit Louis durch den kalten Fluss watet, die frische Luft und die fantastische Umgebung genießt und später das leckere Essen für alle aus dem Auto holt.

    Irgendwann wird auch Addies Enkel ziemlich spontan bei ihr abgeladen. Und das auf unbestimmte Zeit. Was dann so alles passiert, möchte ich an dieser Stelle lieber nicht verraten.

    Ich habe das Diogenes-Hörbuch gehört, eine ungekürzte Fassung, gelesen von dem grandiosen Ulrich Noethen. Er liest unaufdringlich, dennoch sehr akzentuiert, also in einer Qualität, wie man sie sich nur wünschen kann.

    Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und lässt einen nachdenklich und auch ein wenig sprach- und fassungslos zurück. Fassungslos, weil die Erpressung, die hier ein Familienmitglied auf widerwärtigste Weise und ohne Unterlass durchzusetzen versucht, auf Kosten aller Beteiligten, einfach nur ungeheuerlich ist. – Blinde Wut und purer Egoismus kennen wohl keine Grenzen.

    Dies war das erste Mal, dass ich mit einem Werk von Kent Haruf in Berührung kam.

    Man kann sich sehr gut in die Protagonisten, ihre Gefühle und das Leben in der Kleinstadt hineinversetzen. Auch Einblicke in die Vergangenheit von Addie (ihr ist das Schlimmste passiert, was einer Mutter passieren kann) und auch in die von Louis gehören dazu und verleihen der Geschichte Intensität und Glaubwürdigkeit. Es gibt nur ein halbes Happy End und dies ist leider das einzig Unbefriedigende an dieser Geschichte und man fragt sich: „War’s das jetzt schon?“ Schade. Dafür muss ich also einen Stern abziehen.

     

  8. Cover des Buches Und jetzt lass uns tanzen (ISBN: 9783453359420)
    Karine Lambert

    Und jetzt lass uns tanzen

     (145)
    Aktuelle Rezension von: peggy

    Marcel und Marguerite haben beide ihre Partner verloren. Beide sind zum ersten Mal allein.beide hadern mit ihrem Schicksal. Obwohl beide unweit von einander wohnen, begegnen sie sich nie erst  bei einem  kuraufenthalt.

    Frederic, marguerites Sohn fand ich sehr engstirnig. Wie Marguertite sagte soll er seinem Vater sehr ähneln, die Jahre mit ihrem Mann waren wohl glücklich aber anders als sie erwartet hätte. Erst mit Marcel blüht sie richtig auf.

    Ich mochte das Buch. Es war eine schöne kurzweilige Unterhaltung. Mit einer guten Massage. Bloß weil man alt und verwitwet ist, sollte man leben und lieben dürfen. Und ein zweiter Frühling hält doch jung.

  9. Cover des Buches Die Brücken am Fluss (ISBN: 9783800092154)
    Robert James Waller

    Die Brücken am Fluss

     (109)
    Aktuelle Rezension von: Patrizia70

    Francesca und Kincaid lernen sich kennen, während Francescas Familie verreist ist. Sie verbringen vier Tage gemeinsam und nähern sich an. In dieser kurzen Zeit entstehen beiderseits große Gefühle. Letztendlich bleibt Francesca bei ihrer Familie. Vergessen jedoch werden sie einander nicht.

    Den Kinofilm sah ich bevor ich das Buch las. Beides begeisterte mich sehr. Dieses gefühlvolle Buch , dass mich auch traurig stimmte, erhält meine Leseempfehlung. 


  10. Cover des Buches Die Liebe in den Zeiten der Cholera (ISBN: 9783596907083)
    Gabriel García Márquez

    Die Liebe in den Zeiten der Cholera

     (475)
    Aktuelle Rezension von: Zweimalelf

    Eine etwas andere Liebesgeschichte, die der Autor in einer unglaublich schönen Sprache präsentiert. Die Charaktere sind sehr facettenreich gestaltet, so dass z.B. der Protagonist manchmal höchste Sympathie in einem weckt, dann wieder verachtenswert erscheint und oft einfach nur erbärmlich rüberkommt. Auf jeden Fall tat ich mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen, weil es dem Autor sehr gut gelingt, den Leser in diese bunte und zugleich erschreckende Karibikatmosphäre des späten 19. Jahrhunderts zu hineinzuziehen. 

  11. Cover des Buches Liebe auf den letzten Blick (ISBN: 9783746627960)
    Lilli Beck

    Liebe auf den letzten Blick

     (50)
    Aktuelle Rezension von: abuelita
    Mathilde und ihre Freundinnen gründen eine WG, um dem drohenden Seniorenheim zu entrinnen. Doch offensichtlich ist man mit 60 nicht viel schlauer als mit 20, und der schöne Plan schlägt fehl. Statt in der Oldie-Idylle finden sich die vier plötzlich im Mehrgenerationen-Chaos wieder. Und dass die Hormone genauso verrückt spielen wie früher, merken sie nicht nur an Hitzewallungen. 

    Zwischendurch ist das Buch ja ganz lustig, aber das Verhalten von Mathilde ist sehr widersprüchlich, den anderen zwei Damen konnte ich rein gar nichts abgewinnen, einzig Gustl – und natürlich später die jüngeren Leute – kann man sich vorstellen.

    Die Story an sich - hier ist soviel unwahrscheinlich und an den Haaren herbeigezogen, dass es schon wieder zum Lachen ist.

    Na ja….man kann es lesen, verpasst aber auch nichts, wenn man es nicht tut – das ist mein Fazit dazu.
  12. Cover des Buches Mr. Doubler und die Kunst der Kartoffel (ISBN: 9783959675673)
    Seni Glaister

    Mr. Doubler und die Kunst der Kartoffel

     (49)
    Aktuelle Rezension von: Ritja

    Der Kartoffelmann ist vom SUB. Ich musste ein wenig kämpfen, um das Buch wirklich bis zum Schluss zu lesen. Es gab so viele gute Rezensionen zu diesem Buch, so dass ich recht hohe Erwartungen hatte.

    Doch leider konnte mich Mr. Doubler nur auf den ersten 80 Seiten begeistern. Danach wurde es immer schwerfälliger und zäher. Hätte ich die Möglichkeit gehabt, ich hätte ihn geschubst. Ging aber nicht, so dass wir im Schneckentempo uns vorangeschoben haben. Wie für Mr. Doubler war auch für mich Mrs. Millwood immer der Rettungsanker. Ihre herrliche direkte, zupackende und fürsorgliche Art haben mir gefallen. 

    Doch Mr. Doubler war mir zu skurril, zu eigenbrötlerisch und zu langsam. Teilweise empfand ich ihn sogar als ziemlich egoistisch, denn bis er sich überwinden konnte Mrs. Millwood zu helfen, verging viel Zeit und noch mehr Zuspruch von anderen Menschen. 

    Manche Gespräche zwischen Mr. Doubler und Mrs. Millwood fand ich gut zum Nachdenken und Reflektieren, andere Gespräche zwischen Mr. Doubler und den anderen Charakteren empfand ich einfach nur als langatmig und wenig ansprechend. Es war ein stetiges Auf und Ab, so dass ich mit der gesamten Geschichte nicht so richtig warm geworden bin. Leider. 

  13. Cover des Buches Der Spatz meiner Herrin ist tot (ISBN: 9783499252228)
    Jeffrey Eugenides

    Der Spatz meiner Herrin ist tot

     (10)
    Aktuelle Rezension von: The iron butterfly
    Eugenides hat wahrlich große Liebesgeschichten zusammengetragen. Jede für sich besticht durch ihre Akteure, deren Gefühlen und die Suche nach Liebe. Jede einzelne Erzählung in „Der Spatz meiner Herrin ist tot“ bestätigt Eugenides Worte in seiner Einleitung: „Was die Liebe betrifft, gibt es eine Million Theorien, die sie erklären. Was die Liebesgeschichte betrifft, liegen die Dinge einfacher. Eine Liebesgeschichte kann nie von echter Erfüllung handeln. Die glückliche Ehe, die erwiderte Liebe, die Sehnsucht, die nie vergeht – das sind glückliche Eventualitäten, aber keine Liebesgeschichten. Liebesgeschichten brauchen Enttäuschung, die ungleiche Geburt und die Familienfehde, die eheliche Langeweile und mindestens ein kaltes Herz…Wir schätzen die Liebe nicht, weil sie stärker, sondern weil sie schwächer ist als der Tod…Es ist ihre Vergänglichkeit, die der Liebe im Leben ihre tiefe Bedeutung gibt. Wäre sie endlos, gäbe es sie vom Fass, sie würde uns nicht so berühren, wie sie es tut…“. Romantiker aufgepasst, hier gibt es keine Happy-Endings, dafür wahre Gefühle und Menschen, deren Schicksale aufmuntern, Mitleid erzeugen, Zuneigung entstehen lassen, erotisieren, nachdenklich stimmen. Absolut empfehlenswert!
  14. Cover des Buches Major Pettigrew's Last Stand (ISBN: 9781408809556)
    Helen Simonson

    Major Pettigrew's Last Stand

     (2)
    Noch keine Rezension vorhanden
  15. Cover des Buches Mrs. Alis unpassende Leidenschaft (ISBN: 9783426507087)
    Helen Simonson

    Mrs. Alis unpassende Leidenschaft

     (30)
    Aktuelle Rezension von: Barbara62
    Mrs. Alis unpassende Leidenschaft ist eine heitere, ungewöhnliche und sehr britische Geschichte über ein Liebespaar, dass äußerlich nicht unterschiedlicher sein könnte. Darin wird mehr Tee getrunken als in jedem schwedischen Krimi Kaffee und auch den Leserinnen und Leser sei die Lektüre mit einer Tasse englischem Tee empfohlen.

    Major a. D. Ernest Pettigrew ist 68 Jahre alt, verwitwet nach glücklicher Ehe, hat einen herzlosen Banker als Sohn, mit dem ihn nichts verbindet, und ist ein britischer Gentleman der alten Schule mit perfekten Umgangsformen. Er lebt zurückgezogen in einem hübschen Haus, hat nichts als seinen Golfclub und die Entenjagd und ist sehr, sehr einsam.

    Jasmina Ali, eine 58-jährige Witwe pakistanischer Herkunft mit einer schwierigen Familie ist glückliche Besitzerin eines Dorfladens und entstammt einer völlig anderen Welt als Pettigrew. Die Annäherung zwischen den beiden wird deshalb von den Familien und der Dorfgemeinschaft misstrauisch verfolgt und als völlig unpassend empfunden. Dabei finden die beiden einsamen Literaturliebhaber allmählich von der Freundschaft zur Liebe...

    Ein leises Buch über ein schleichendes Verlieben zweier scheinbar ungleicher Herzen mit viel britischem Humor, aber völlig ohne Kitsch, dessen englischer Titel Major Pettigrews Last Stand (= Major Pettigrews letztes Gefecht) viel besser passt, da nicht Mrs. Ali sondern der Major im Mittelpunkt der Geschichte steht.
  16. Cover des Buches Valerias letztes Gefecht (ISBN: 9783423140072)
    Marc Fitten

    Valerias letztes Gefecht

     (29)
    Aktuelle Rezension von: schokoloko29

    Valeria lebt als alte Jungfer alleine in einem kleinen Dorf in Ungarn. Sie ist eine borstige, hartgesottene Alte, die Menschen unfreundlich behandelt. Ihr Leben nimmt eine plötzliche Wendung als sie auf dem Marktplatz den Töpfer entdeckt. Es ist Liebe auf dem ersten Blick. Sie fährt in seine Werkstatt und bittet ihn um ein Tongefäß, welches er herstellen soll. Danach putzt sie seine Wohnung und schenkt ihm eine große Menge Milch.

    Das ganze Dorf erlebt die Wandlung von Valeria zu einer annehmlichen Frau, da das ganze Dorf ihre Liebe zum Töpfer sieht. Zum Leidwesen ihrer Kontrahentin Ibolya. Sie ist schon längere Zeit mit dem Töpfer liiert und möchte ihn weiter halten. Es kommt zu Intrigen, Konkurrenzkämpfen, einem anderen männlichen Rivalen, der sich für Valeria interessiert. Dann kommt es zu einem Showdown mit einem unwahrscheinlichen Schluß.

    Für mich war das Buch einfach zu derb geschrieben. Bei den Sexszenen musste ich mich schütteln, die Charakterisierung von Valeria ist so überzogen und unwahrscheinlich dargestellt und der Handlungsablauf war für mich auch alles andere als realistisch.

    Fazit:

    Ein Buch, welches ich mit Qualen durchgelesen habe!

  17. Cover des Buches Das Liebesgedächtnis (ISBN: 9783863510923)
    Sibylle Knauss

    Das Liebesgedächtnis

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Dove
    Eine relativ kurze Geschichte (103 Seiten!) über eine Liebe im Alter - fernab von allen Normen! 
    Wunderschön beschriebene Sexualität, gleichzeitig das Spüren, dass die Vergesslichkeit mit jedem Tag zunimmt. 
    Gleichzeitig der Versuch, alles auf dem Notebook und dem USB-Stick festzuhalten ... sogar die Liebeserklärung, damit sie nie vergessen geht!
  18. Cover des Buches Am Ende ein Anfang (ISBN: 9783596309702)
    Barbara Bronnen

    Am Ende ein Anfang

     (5)
    Aktuelle Rezension von: MoMo
    Dieses Buch beschreibt eine Liebe die nach 30 Jahren wieder aufflammt. Johannes trifft nach oben genannten 30 Jahren seine ehemalige Geliebte wieder. Charlotte ist frisch verwitwet. Das Buch ist als Briefroman angelegt und man erfährt in den Briefen die behutsame Annäherung der beiden sich selbts Alten nennenden. Beide sind um die 70, machen sich Sorgen um ihre Sexualität und wie dieses Zusammenleben - wird von Johannes segr gewünscht - funktionieren kann. Zwischendurch kommt auch noch Johannes jüngere Geliebte ins Spiel. Eine lang vergangene Liebe wieder zu beleben wird hier in schönen aber auch deutlcihen Worten beschrieben. Dieses Buch macht Mut auf das Alter.
  19. Cover des Buches Chuzpe (ISBN: 9783455300932)
    Lilly Brett

    Chuzpe

     (6)
    Aktuelle Rezension von: sanrafael

    Seit Edek in New York ist, wirbelt er (auf eine nette Art) in Ruth's Leben herum. Als er jedoch mit 2 Freundinnen (frisch eingetroffen aus Polen) ein Restaurant eröffnen will, sträuben sich seiner Tochter die Nackenhaare.

    Doch Edek hat alles bis auf's kleinste Detail durchgeplant. Ein Projekt das bald für viel(!) Aufregung sorgt.

    ~~~

    Witzig erzählt, mit einem sehr süßen Ende!

  20. Cover des Buches Erinnerung an meine traurigen Huren (ISBN: 9783462308648)
    Gabriel García Márquez

    Erinnerung an meine traurigen Huren

     (112)
    Aktuelle Rezension von: Quoc1981
    Bei diesem Buch ist der Titel in erster Linie das, was gleich anzieht. Man erwartet irgendwas Pikantes, Schockierendes. Bekommt aber was ganz anderes.
    Man findet einen einsamen müden alten Mann an seinem neunzigsten Geburtstag. Man findet sein trauriges Leben, die Leere, die Tragödie, die er zu verbergen versucht. Verbergen hinter der Maske eines Don Juans, hinter der Maske eines erfahrenen Journalisten und eines überzeugten Junggesellen. Was ist der beste Geschenk zum neunzigsten Geburtstag? Natürlich eine Jungfrau aus dem altbekannten Bordell. Und da kommt die Geschichte – die Tragödie des Mannes und die Tragödie all diesen Frauen. Es geht um Leiden, Liebe und es gibt ganz viel guten Humor.
    Eigentlich kann man das ganze Buch in viele sehr gute Zitate zerlegen. Fast auf jeder Seite - irgendwas Urkomisches oder Tiefgreifendes. Man will lachen und weinen gleichzeitig, den alten Mann, seinen alten Kater, sein altes Haus und alle seine Huren bemitleiden, man will lieben und leben.
  21. Cover des Buches Wolke 9 (ISBN: 9783932855146)
    Anne Stabrey

    Wolke 9

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Gatzanis_Verlag
    Der Unruhestand: Rezension zum Film-Buch „Wolke 9“ Wenn es um das Thema Liebe im Alter geht, kommt man seit 2008 nicht mehr an Andreas Dresens Liebesdrama „Wolke 9“ vorbei – und auch nicht an dem gleichnamigen Begleitbuch zum Film von Anne Stabrey (Hrsg.). Denn das zu Recht mehrfach preisgekrönte Kino-Meisterstück erzählt die Geschichte der fast 70-jährigen Inge (für ihre Leistung in „Wolke 9“ mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet: Ursula Werner), die sich trotz gemütlich-intakter Beziehung mit ihrem Mann Werner (Horst Rehberg) nach 30 Jahren Ehe in den 76-jährigen Naturfreund Karl (Horst Westphal) verliebt und – jetzt kommt’s! – eine leidenschaftliche sexuelle Affäre mit ihm beginnt. „Wenn das Kino ein Ort ist, in dem man die Welt und das Leben erkunden kann, dann verstehe ich nicht, warum alte Leute dort nicht vorkommen sollen. Und zwar so wie sie sind!“, erklärte gegenüber Spiegel Online einmal Regisseur und Drehbuch-Autor Andreas Dresen, der sich nach dem Filmstart von „Wolke 9“ in den Medien bezeichnenderweise fast schon dafür rechtfertigen musste, dass er Menschen jenseits der 60 ungekünstelte Sexszenen spielen ließ. Das nämlich beinhaltet Falten, Bäuche, Altersflecken, sporadische Impotenz und schlaffe Brüste und außerdem die These, dass auch Senioren noch zärtliche Gefühle, körperliche Bedürfnisse, Liebes-Sehnsüchte und erotische Fantasien haben – alles Dinge, die sich die jugendwahnsinnige, bis in die Spitzen durchgestylte Photoshop-Gesellschaft bis dato offensichtlich nicht vorstellen konnte. Und wollte. Dass mit Andreas Dresen (Deutscher Filmpreis für die beste Regie / „Wolke 9“) dieser fast schon aufklärerische Kino-Beitrag von einem vergleichsweise jungen Mann geliefert wurde, hat folgenden Hintergrund: Der heute 48-Jährige, der seit „Halbe Treppe“ (2002) und „Sommer vorm Balkon“ (2005) berühmt ist für das Erschaffen extrem authentischer Charaktere und fein gezeichneter Figuren, war beeindruckt und verblüfft zugleich von einer Dokumentation, die ein belgischer Freund ihm gezeigt hatte. Titel: „Die Männer meiner Oma.“ Inhalt: Eine 76-Jährige erzählt ihrem Enkel schonungslos ehrlich von ihrem (sexuellen) Liebesleben. ¬– Ein spannendes Hintergrund-Detail, das man erst durch das Begleitbuch von Anne Stabrey (Hrsg.) erfährt. Denn dieses ist nicht nur ein Sammelband von Szenenbildern und Textpassagen, sondern vielmehr der Epilog des Films. Das „Wolke 9“-Buch präsentiert u. a. Interviews mit Privatpersonen 60plus, wagt sich in die gesellschaftliche Dimension hinein, beleuchtet die alltägliche Realität, korrigiert ein überholtes Altersbild und regt zum Nachdenken an. Daneben gibt es natürlich auch Gespräche mit Andreas Dresen und ein „Wiedersehen“ mit den Darstellern, die einem durch Dresens beinahe schon dokumentarische Inszenierung so sehr ans Herz gewachsen sind. Das „Wolke 9“-Buch ist also ein gekonnter Spagat, der deswegen so gut gelungen sein dürfte, weil sich mit dem einfühlsamen Andreas Dresen, der Herausgeberin Anne Stabrey und dem Gatzanis Verlag genau die richtigen drei Parteien zusammen getan haben. Anne Stabrey, Jahrgang 1941, absolvierte 1973 ihr Regiestudium an der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR. Nach mehreren Jahren als Autorin und Regisseurin beim DEFA-Studio für Dokumentarfilme zog sie 1982 nach Westberlin. Dort arbeitet sie seitdem freiberuflich als Autorin, Politik-Journalistin und PR-Beraterin. Mit Anfang 60 begann sie – in Besinnung auf ihr eigenes Leben – sich mit dem Thema Liebe und Partnerschaft im Alter journalistisch auseinanderzusetzen. Und an wen hätte sie sich mit ihren Ideen besser wenden können als an Gatzanis? Für den Stuttgarter Verlag, der seit der Gründung 1995 für progressive Sachbücher über Liebe, Sexualität und Partnerschaft steht, sind Themen wie diese schon fast ein alter Hut … Eckdaten: 175 Seiten, Preis: 18,50 Euro, ISBN: 978-3932855146
  22. Cover des Buches Der Bär kletterte über den Berg (ISBN: 9783803125934)
    Alice Munro

    Der Bär kletterte über den Berg

     (4)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Grant, ein pensionierter Universitätsprofessor, muss mit ansehen, wie seine große Liebe und langjährige Ehefrau Fiona nach und nach das Gedächtnis verliert. Als er alleine der Krankheit nicht mehr trotzen kann, gibt er schweren Herzen die Verantwortung an ein Altersheim ab. Dort darf er sie zunächst einen Monat lang nicht besuchen, zur Eingewöhnung. Doch als er sie nach der vorgeschriebenen Wartezeit wiedersieht, stellt Grant fest, dass Fiona sich in einen anderen Mann verliebt hat…

    Der Bär kletterte über den Berg und ich kletterte mit. Ich saß auf seinem breiten Rücken und hielt mich an seinen Zotteln fest. Wir nahmen die szenische Route und es war zum Schwärmen schön. Denn Alice Munro schreibt die schönsten Landschaften und erdichtet die stärksten Bären. Mit einer Finesse, die nur dieser Autorin eigen ist, kondensiert sie zwei ganze Leben auf dreißig Seiten und etabliert sich damit als Grande Dame der modernen Kurzgeschichte. Einer Kurzgeschichte, die selbst alteingesessene Romanleser verzaubern und tief berühren dürfte, mich eingeschlossen.

    Zu dem Bär und dem Berg kam ich ganz unkonventionell über den Film – diese wunderbare Adaption von Sarah Polley, mit einer gealterten, aber doch immer noch beeindruckenden Julie Christie. Und ich las und las und las und ließ mich verzaubern von der Prosa Alice Munros, die ganz schnörkellos, dabei aber bis zur Perfektion geschliffen, durch die Landschaft streift. Sie zieht mich mit, hinein in die Köpfe der Figuren, in deren Gedankenwelt und Vergangenheit, die oft schmerzhaft ist und mir den Blick vorübergehend verschleiert. Doch dann lockt mich die Erzählstimme zurück in das hier und jetzt, wo die Frau des Erzählers sich nach und nach an sich selbst verliert.

    Eine wunderbare Geschichte mit genug Feingefühl um selbst in den Scherbenhaufen des Lebens sicher aufzutreten. Wenn Du sie noch nicht gelesen hast, dann hole das bitte nach – nicht für mich, sondern um deiner selbst willen. Denn Dir steht eine unvergleichliche Reise bevor, wie sie ein Leser im Versuch die Fülle an Neuveröffentlichungen zu navigieren leider viel zu selten antreten darf – eine Reise, die sich gegen die Zeit behauptet hat, so wie Fiona ihr langsam erliegt. Alice Munro ist bei Fernweh meine erste Wahl, da gibt es keine Zweifel und die Liebesgeschichte zwischen Grant und Fiona, so tragisch sie auch endet, ist und bleibt meine Lieblingsgeschichte dieser unvergleichlichen Schriftstellerin.

  23. Cover des Buches Liebe bleibt jung (ISBN: 9783932855535)
    Anne Stabrey

    Liebe bleibt jung

     (2)
    Aktuelle Rezension von: Gatzanis_Verlag
    Es ist Zeit, zu fühlen: Rezension zum Buch „Liebe bleibt jung“ „Während einer Lesung ist eine Seniorin einmal weinend aufgestanden, um sich bei der Autorin zu bedanken“, erinnerte sich Verlegerin Jolanta Gatzanis kürzlich in einem Podcast des Bayerischen Rundfunks daran, welche Wirkung Anne Stabreys Sachbuch „Liebe bleibt jung: Geschichten um Sehnsucht und Partnerschaft von Menschen über Sechzig“ seit der Veröffentlichung im April 2010 auf seine Zielgruppe hatte und immer noch hat. „Die Dame war bis zu Anne Stabreys Lesung vollkommen allein gewesen mit ihrem Thema. Und dabei war sie sehr glücklich: Sie hatte eine neue Liebe gefunden – doch sie konnte bis dato mit niemandem darüber reden.“ Dass die einzelnen Personen immer älter werden und es zudem immer mehr alte Menschen gibt (in 50 Jahren werden etwa 14 Prozent der Bevölkerung 80 Jahre oder älter sein), ist der deutschen Bevölkerung durchaus bewusst – dass es vielen „Alten“ so geht wie der von Jolanta Gatzanis beschriebenen Rentnerin, halten sich hingegen die wenigsten Leute vor Augen. Komisch … eigentlich. Und vollkommen unverständlich. Immerhin dürfte jedem Normaldenkenden klar sein, dass sich am Tage des 60. Geburtstages nicht irgendein mysteriöser Schalter umlegt und der jeweilige Mensch schlagartig zu fühlen aufhört. Aber dennoch: Zärtliche Sehnsüchte, sexuelle Bedürfnisse und erotische Fantasien gelten bei Rentnern und Senioren weitläufig als ein No-Go. Warum? Dafür wollen keine vernünftigen Gründe einfallen. Fest steht jedoch: Es wird Zeit, dass sich in Bezug auf die Gefühle der „Generation Silber“ in der öffentlichen Wahrnehmung etwas ändert. Höchste Zeit. Anne Stabrey, die als 70-Jährige einen persönlichen Bezug zum Thema hat und auch Herausgeberin des Film-Begleitbuchs „Wolke 9“ ist, hat mit ihrer Interviewsammlung einen ersten und wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan: Insgesamt acht Frauen und fünf Männer ab sechzig kommen in „Liebe bleibt jung“ zu Wort. Vor dem Hintergrund des sozialen Wandels berichten ihre Biographien von alten und neuen Moralvorstellungen, von der Fluktuation der Partnerschaften und modernen Formen des Zusammenlebens. So individuell diese Geschichten auch sind, so sehr eint sie eine Erkenntnis: Die partnerschaftliche Liebe – oder auch eine frische, ganz neue Verliebtheit – wird von älteren Menschen besinnlicher erlebt, mit mehr Zuwendung und Zärtlichkeit. Gewürzt wird das repräsentative Sammelsurium mit Zitaten von über 40 Prominenten. So stellt Wolfgang Joop etwa fest: „Wer nicht alt aussehen will, darf sich nicht neben Britney Spears stellen“, während Hannelore Elsner mit der Aussage provoziert: „Wer nicht alt werden will, muss vorher sterben.“ Unterm Strich ergibt „Liebe bleibt jung“ somit eine pikante Mischung, mit der Autorin Anne Stabrey beim progressiven Stuttgarter Nischenverlag Gatzanis „offene Türen einrannte“, wie es der Bayerische Rundfunk treffend auf den Punkt brachte. Denn seit seiner Gründung im Jahr 1995 ist Gatzanis bekannt dafür, populäre Bücher über provokante Themen wie Liebe (im Alter), Partnerschaft, (Homo-)Sexualität und Erotik zu publizieren. Kurz: „Liebe bleibt jung“ ist ein außergewöhnliches, sehr ehrliches, sehr einfühlsames und sehr wichtiges Buch, das sicher auch dem Dichter und Schriftsteller Hermann Hesse gut gefallen hätte. In einem seiner bekanntesten Gedichte „Stufen“ schrieb er 1941 nach langer Krankheit im Alter von 64 Jahren: „Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“ Für alle, denen das jetzt zu altbacken klingt, kann man es freilich auch so formulieren: Der Körper kann gebrechlich, krank und langsam werden. Die Schmetterlinge im Bauch jedoch, die bleiben fit wie Turnschuhe. Und zwar bis zum Schluss. Eckdaten: 240 Seiten, Preis: 18,50 Euro, ISBN: 978-3932855122
  24. Cover des Buches Die letzte Liebe des Monsieur Armand (ISBN: 9783257239034)
    Françoise Dorner

    Die letzte Liebe des Monsieur Armand

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    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Monsieur Armand, pensionierter Philosophielehrer und Pauline, eine Verkäuferin, trennen 50 Jahre Lebenszeit. Der Pensionär, allein lebend und mit einer Familie, die verstreut lebt und sich nur noch zu bestimmten Feiertagen sieht, trifft zufällig Pauline, die sich von Beziehung zu Beziehung hangelt, ohne das zu finden, was ihr am wichtigsten erscheint: eine gewisse Grundgeborgenheit. Zusammen erleben sie eine Zeit, in der es weder um Sex, noch Beziehung oder um die Liebe im Grunde geht, sondern erkennen ihre wahren Bedürfnisse, ihre Fehler, die sie bisher im Leben machten und die Gründe ihres Scheiterns. Mit einer scheuen Distanz, aber engen geistigen Nähe finden sie jeder für sich Antworten auf Fragen, die sie sich vorher nicht in angemessener Form gestellt haben.
    Francoise Dorner hat ihre Thematik so gut und sensibel angesprochen, wie man es nicht oft findet. Zart und Schritt für Schritt beschreibt sie die Gefühle der Protagonisten, nichts ist unschlüssig, nichts ist überflüssig und der Stil passt ganz hervorragend zu dieser einfühlsamen Geschichte: Zurückhaltend, ohne Lärm, die Zwischentöne ganz leise herausgearbeitet. Das Reslultat ist ein Roman, der direkt ins Herz geht, wenn man das so klischeebefrachtet formulieren darf, aber es trifft den Kern. Traurig nimmt man am Ende des Romans Abschied von Armand und Pauline, glücklich ist man, dass man diese kurze Zeit mit ihnen verbringen durfte.

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