Bücher mit dem Tag "liebestragödie"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "liebestragödie" gekennzeichnet haben.

7 Bücher

  1. Cover des Buches Sturmhöhe (ISBN: 9783423143554)
    Emily Brontë

    Sturmhöhe

     (1.835)
    Aktuelle Rezension von: Maus86

    Erzählt wird die Geschichte von Catherine und dem Findelkind Heathcliff, die unzertrennlich sind, bis Catherine den Heiratsantrag eines anderen annimmt. Heathcliff fühlt sich vom Leben allgemein und von bestimmten Menschen im speziellen betrogen und schmiedet einen Racheplan, der fürchterliche Folgen für seine und auch für die nachfolgende Generation auf Wuthering Heights hat.

    Es handelt sich hier um das Werk von einer der drei berühmten Bronte-Schwestern, Emily Bronte, die selber ein sehr bewegtes Leben führten. Das Buch musste seinerzeit unter männlichem Pseudonym veröffentlicht werden, um Chancen auf Leserschaft und Erfolg zu haben. Heute zählt das Werk aller drei Schwestern zu den bekanntesten Klassikern der Weltliteratur. Sturmhöhe wurde mehrfach verfilmt und findet auch heute viele angetane Fans.

    Es ist ein rebellisches Buch, dass es der Leserin so unbequem wie nur möglich macht. Die meisten Figuren tun alles dafür, möglichst wenig Symphatiepunkte bei der Leserschaft zu sammeln. Die Boshaftigkeit eines Heathcliff sucht in der Literatur seinesgleichen. Zum Teil gibt es durchaus Ambivalenzen in den Charakteren, auch in deren Bosheit, so dass dem Buch nicht wirklich fehlende Tiefe der Figuren vorgeworfen werden kann. Leider werden sehr spannende Figuren wie Isabell, die einen schier übermenschlichen Überlebenswillen in ihrer Rolle an den Tag legt, oder Hareton, der erst zum Schluss gebührend Aufmerksamkeit bekommt, im Plot mit wenig Aufmerksamkeit bedacht.

    Insgesamt hat mich "Sturmhöhe" sehr gut unterhalten und gerade im letzten Drittel mit hohem Spannungsgrad gefesselt.

  2. Cover des Buches Die verlorenen Spuren (ISBN: 9783453357310)
    Kate Morton

    Die verlorenen Spuren

     (261)
    Aktuelle Rezension von: Kathi90

    Kate Morton hat es auch in diesem Buch wieder geschafft mich in eine völlig andere Welt zu entführen. Ihr Schreibstil ist sehr gut zu lesen, sie schafft es den Leser komplett im Buch versinken zu lassen.

    Die Geschichte nahm zum Schluss eine für mich sehr überraschende Wendung, die mich fast schon sprachlos zurückließ. Einfach nur grandios und jedem der dieses Genre mag kann ich dieses (und andere ihrer Bücher) nur wärmstens empfehlen!

  3. Cover des Buches Die ersten Deutschen (ISBN: 9783854922414)
    S. Fischer-Fabian

    Die ersten Deutschen

     (18)
    Aktuelle Rezension von: TAndres

    Viele Sachbücher sind schwierig zu lesen und nachdem das Buch das erste Mal schon 1975 erschienen ist, war ich darauf eingestellt, mich durch das Buch durchkämpfen zu müssen. Aber schon nach wenigen Seiten war ich eines besseren belehrt. Das Buch war sehr gut zu lesen, der Autor hat einen sehr angenehmen Schreibstil und daher ist es sehr kurzweilig. Zeitlich gesehen reicht das Buch vom Urstamm der Indogermanen bis ins 4. Jahrhundert nach Christus. Thematisch gesehen wird das komplette Leben der Germanen erläutert, nicht nur die Kriege, wie zum Beispiel die Varusschlacht, sondern auch das Leben auf den Höfen, der Kleidungsstil das Liebesleben und das Leben der Frauen.

    Sehr interessant ist das Kapitel über die Herkunft der Indogermanen, über die Herleitung durch die Sprache und bestimmte Worte. Da es keine schriftlichen Überlieferungen der Germanen selbst gibt, greift der Autor auf die Schriftstücke der Römer zurück, die sich viel mit den Germanen auseinandersetzen mussten. Der Autor übernimmt die Ansichten von zum Beispiel Tacitus oder Cäsar nicht ungeprüft, sondern hinterfragt auch deren Intensionen.

    Auch wenn das Buch nicht immer chronologisch geschrieben ist, so macht die Reihenfolge der Kapitel doch Sinn. Für jeden, der mehr über die Germanen erfahren möchte, ist dieses Buch zu empfehlen. Auch für mich gab es einiges neues zu erfahren. Das Buch ist, trotz der schwierigen Vergangenheit mit dem Thema (3. Reich), neutral und wertfrei geschrieben. Eine Erhöhung zu Übermenschen oder Madigmachung als Biertrinker fällt aus und macht das Buch daher sehr angenehm.

    Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung und 5 Punkte.
  4. Cover des Buches Suzanne (ISBN: 9783745029833)
    Levi Krongold

    Suzanne

     (1)
    Aktuelle Rezension von: amisoc

    Levi Krongold Fans lieben dessen ironisch sarkastischen Erzählstil, der das Romangeschehen von ganz verschiedenen Polen kommend aufrollt, bis sich alle 'Zündschnüre' zum Schluß in einem Supergau entladen.

    Diesmal hat Krongold ganz tief in die Erotikkiste gegriffen. Sowenig er vor ungewöhnlichen Charakteren zurückschreckt, sowenig Hemmungen entwickelt er in der plastischen Darstellung des Liebeslebens seiner Hauptcharaktere, die schon fast pornographisch anmuten würde, wäre da nicht diese sensible Seite, die liebevolle Beschreibung zutiefst verletzter Seelen.

    Der Roman besteht eigentlich aus zwei Erzählsträngen, die eigentlich gar nichts miteinander zu tun zu haben scheinen. Der in seinem Eheleben frustrierte Schriftsteller, Roy Ronfeld sieht sich plötzlich als zufälliger Zeuge in ein bestialisches Sexualverbrechen verwickelt, er trifft den fraglichen Mörder. Als dieser auch seine im Campingurlaub befindliche Familie in die Hände bekommt, die Polizei offenbar wenig unternimmt, diese zu retten, beschließt er, die Initiative selbst in die Hand zu nehmen, stellt dem Mörder nach, bis... Das wird nicht verraten.

    Gleichzeitig schreibt er an einem Roman, in dem seine Hauptperson sich in eine korsische Schönheit verliebt, die jedoch das Joch ihrer korsischen Vergangenheit trägt und unentrinnbar in der dortigen Clangesellschaft verstrickt ist. Ein tragisches Ende ist vorhersehbar. Und ich muss sagen, ich habe tatsächlich an manchen Stellen geweint.

    Beide Erzählstränge laufen parallel, doch wie sich bei dem Schriftsteller Realtität und Romanwerk zunehmend miteinander verweben, so scheinen auch Mörder und Opfer zunehmend geradezu aus diesem Roman entsprungen. Absehbar ist ein Crash beider Ebenen, der auch unfehlbar zum Ende hin eintritt -

    Ein lohnenswertes Leseabenteuer.

  5. Cover des Buches Er Kommt Um Sieben - Short Stories / Beilage Cosmopolitan 8/1996 (ISBN: B0025WJ0CK)
    Kathy Lette

    Er Kommt Um Sieben - Short Stories / Beilage Cosmopolitan 8/1996

     (3)
    Aktuelle Rezension von: Holden
    Kurzgeschichten von Mrs. Lette, die den "Sushi-Schwestern" entnommen wurden, wer also bereits über dieses sehr meinungsstarke Buch verfügt, muß hier nicht zuschlagen. Geschildert wird das mißratene Liebesleben einer Gruppe Freundinnen in Sydney gegen Ende der 80er Jahre, alle sind weltgewandt und genießen die Vorzüge des Feminismus, während sich an der Behandlung durch selbstverliebte gedankenlose Männer nicht geändert hat (bei dem Fernsehfuzzi mußte man gleich an "Kachelmann" denken), die sie hinhalten und an ihren Bedürfnissen vorbeireden. Nie ging es Frauen wirtschaftlich besser, warum sind sie nicht glücklich? Stehen sie sich mit ihrer Entscheidungsschwäche selbst im Weg? Sehr nachdenklich machend, sehr gelungen!
  6. Cover des Buches Die große Nacht (ISBN: 9783499258374)
    Chris Adrian

    Die große Nacht

     (18)
    Aktuelle Rezension von: Nespavanje

    Aus schierer Verzweiflung über den Verlust ihres einzigen menschlichen Kindes und dem Verschwinden ihres Ehemannes, fasst Titania, die Königin aller Elfen, einen schrecklichen Entschluss: Sie wird den Unhold Puck aus seinem Gefängnis befreien. Eigentlich hätte sich das Elfenvolk, weil es Mittsommernacht feiern wollte,  in einem Park in San Francisco niedergelassen. So werden auch einige menschliche Protagonisten, mehr unfreiwillig als freiwillig, Zeugen des elfschen Treibens und nehmen auch direkt daran teil.

    „Die große Nacht“ ist Chris Adrians persönliche Hommage an den großen Meister Shakespeare und ist sehr durchdrungen und komplex. Mir hat sein deutscher Debütroman sehr gut gefallen und ganz zu Recht, wie ich finde, wurde er von der Zeitung The New Yorker, auf die Liste „20 under 40“ gesetzt. Auf dieser Liste, wie dessen Titel bereits verrät, wurden 20 Schriftsteller unter 40 Jahren ausgewählt, deren Werke man unbedingt lesen sollte. Gerade seine liebevolle Zeichnung der Charaktere hat es mir angetan: Er treibt etwa seine Protagonisten nicht nur an die Grenze der Obszönität, nein er treibt sie sogar darüber hinaus. Generell spielt die Sexualität, aber auch die Liebe eine gewichtige Rolle in dieser Geschichte und der Romancier hebt vor allem mit Puck, die Bösartigkeit auf eine neue Stufe und lässt den Leser tief in die traumatischen Zwänge der handelnden Charaktere eintauchen. Auf den ersten Blick scheinen sie nur zufällig in diesen Park geraten zu sein: Da eine Gruppe von Menschen die auf eine Party wollen und den Park als Abkürzung nutzen und auf der anderen Seite eine Gruppe von Obdachlosen, die ein Stück einstudieren wollen. Seite für Seite erschließt sich die oben bereits erwähnte Komplexität rund um Titania und Oberon und mit gespielter Lässigkeit, springt die Geschichte zwischen verschiedenen Zeitabschnitten und Protagonisten hin und her. Ganz ehrlich gesagt musste ich manchmal ein wenig innehalten, durchatmen und nach einer kurzen Pause wieder weiterlesen. Manchmal bin ich selber an meine Grenzen gestoßen worden, manchmal war mir dieser Roman ein bisschen zu viel. Aber das haben eben gute Romane an sich: Sie stoßen einem in unbekanntes Terrain und lassen einem auch lange nach dem Lesen nicht los. Die große Nacht ist das erste Werk des Autors das ich gelesen habe und ich kann es kaum erwarten mehr von ihm zu lesen.

  7. Cover des Buches Mama-Gei und Papa-Gei (ISBN: 9783735791931)

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