Bücher mit dem Tag "lissabon"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "lissabon" gekennzeichnet haben.

146 Bücher

  1. Cover des Buches Arkadien erwacht (ISBN: 9783492267885)
    Kai Meyer

    Arkadien erwacht

     (1.993)
    Aktuelle Rezension von: Nicole_Thoene

    Ich habe ja jetzt schon einige Bücher von Kai Meyer gelesen und bin echt begeistert. Das Buch ist ihm wieder super gelungen. Die Charaktere passen sehr gut zusammen, wobei ich mir noch nicht sicher bin zu was es führt.

    Es spielen einige Charaktere mit und man muss den Verlauf der Geschichte die Folgen, da man sonst nicht dahinter kommt, wer jetzt mit wem zusammenarbeitet.

    Ich bin echt auf das zweite Buch gespannt, wie es dort weitergeht. Von mir eine klare Weiterempfehlung.

  2. Cover des Buches Ein unvergänglicher Sommer (ISBN: 9783518428306)
    Isabel Allende

    Ein unvergänglicher Sommer

     (135)
    Aktuelle Rezension von: uli123

    Isabel Allende wird auch hier im Klappentext als beliebteste und meistgelesene Schriftstellerin weltweit angepriesen. Daher wollte auch ich endlich einmal eines ihrer Werke lesen. Leider kann ich nach der Lektüre dieses Romans den Ruhm der Autorin nicht so recht nachvollziehen. Für mich handelt es sich um eine recht banale Geschichte. Deren Liebesgeschichtenanteil war von Anfang an sehr vorhersehbar; ihr kriminalistischer Einschlag nahm bizarre Züge an. Am ehesten sind die Schilderungen über die politische und gesellschaftliche Lage in den Ländern Südamerikas in den vergangenen Jahrzehnten und die Lage der von dort in die USA Geflüchteten auf mein Interesse gestoßen, die wirklich informativ waren. Mal schauen, ob mich jetzt noch Allendes Weltbestseller „Das Geisterhaus“ locken kann.

  3. Cover des Buches Eine allgemeine Theorie des Vergessens (ISBN: 9783406713408)
    José Eduardo Agualusa

    Eine allgemeine Theorie des Vergessens

     (79)
    Aktuelle Rezension von: jenvo82

    „Gott wiegt die Seelen auf einer Goldwaage ab. Auf der einen Seite die Seelen, auf der anderen alle Tränen derjenigen, die um sie weinen. Weint niemand, geht die Seele hinab in die Hölle. Wenn genügend und ausreichend aufrichtige Tränen da sind. Kommt sie in den Himmel. Daran glaubte Ludo fest. Oder wollte zumindest daran glauben.“

    Inhalt

    Das Buch beginnt mit dem Tod von Ludovica Fernandes Mano, die tatsächlich 85 Jahre alt geworden ist und im Oktober 2010 in einer Klinik in Luanda gestorben ist. Doch zuvor führte sie ein äußerst ungewöhnliches Leben, überschattet von den politischen Unruhen in Angola. Als eines Tages ein Einbrecher vor Ludos Wohnung steht, die sie sich mit ihrer Schwester und dem Schwager teilt, sieht sie sich gezwungen, den jungen Mann zu erschießen. Seine Leiche nimmt sie mit in das geräumige Appartement und vergräbt sie auf der Dachterrasse. Doch mit der Schuld kann sie nicht gut leben, sie beschließt sich selbst einzumauern und von dem zu leben, was ihren Weg kreuzt. Und in der Zwischenzeit geht das Leben einfach weiter, das Land wird nach wie vor von politischen Unruhen gebeutelt, die Täter und Opfer sind zahlreich und Korruption gibt es in allen Bereichen. Als nach 30 Jahren ein kleiner Junge namens Sabolo zu Ludo in ihr selbstgewähltes Gefängnis klettert, beschließt sie sich dem Schicksal anzuvertrauen und gibt ihre Einsamkeit auf …

    Meinung

    Der angolanische Autor José Eduardo Agualusa stand mit diesem Roman auf der Shortlist des International Man Booker Prize 2016 und erhielt für sein literarisches Werk bereits einige Auszeichnungen. Und Erzählen kann er wirklich, denn so abstrakt und ungewöhnlich, wie diese Geschichte anmutet, so selbstverständlich fügt sie sich doch in die Gedankenwelt des Lesers ein, was sicherlich auf die Qualität der Erzählung im sprachlichen wie empathischen Bereich schließen lässt. So tragisch und grotesk Ludos Entscheidung auch anmutet, sich selbst einzumauern, so logisch wirkt sie dennoch.

     Mein allergrößter Kritikpunkt an diesem Roman ist einerseits sein scheinbar willkürlicher Aufbau, andererseits seine unübersichtliche Entwicklung und letztlich das Fehlen einer greifbaren, aussagekräftigen Handlung. Möglicherweise mag das an meiner Unkenntnis über die politische Situation in Angola zur damaligen Zeit liegen, denn ich konnte den Text nur schwer interpretieren. Es werden eine Vielzahl an Nebenprotagonisten eingeführt, deren jeweilige Motivation ausführlich geschildert wird, die aber immer genau dann verschwinden, wenn ich ihr Wirken im Gesamtkontext einordnen konnte. Wenige Seiten später tauchen sie erneut auf, nur aus einer vollkommen anderen Perspektive, die meine bisherigen Annahmen sogleich zunichte machte. Tatsächlich ist es dieses unendliche Auf und Ab, was mir die Lesefreude genommen hat. 

    Sehr gelungen empfand ich hingegen die inneren Dialoge, die Ludo mit sich selbst führt, ihr Unvermögen der Situation zu entkommen, ihr schwindendes Augenlicht und die Angst vor vollkommener Erblindung aber auch ihr Einfallsreichtum in Sachen Lebensmittelerwerb – all das habe ich gerne und mit viel Neugier gelesen, nur sind das leider nur Bruchteile dieses ohnehin dünnen Buches. 

    Fazit

    Es werden leider nur 2 Lesesterne für diesen Roman, der auf mich wie eine Art Experiment wirkt. Er lenkt das Augenmerk auf die Politik, schwenkt dann hin zu Menschen, die dem System entfliehen und anderen, die sich ihm unterordnen, damit verschmelzen oder es aus den Angeln heben wollen. Sie alle teilen sich ein kleines Fleckchen Erde, und ihre Lebenswege berühren einander, jedoch ist schwer nachvollziehbar, wer hier profitiert und wer mit dem Leben bezahlt. Dadurch das der Text immer nur kurze Episoden aus Sicht diverser Figuren bietet, bleibt für mich der Sinn des Buches im Verborgenen. Vielleicht kann man damit mehr anfangen, wenn man die Hintergründe kennt und bestenfalls den ein oder anderen Namen. Mich hat die Geschichte zunächst verwirrt, später nur kurz unterhalten und letztlich gelangweilt. Also eher verschwendete Lesezeit. Allerdings findet man hier wunderbare Sätze, über die ich gerne nachdenke, wie z.B. „Es gibt Leute, die regelrecht Angst haben vor dem Vergessenwerden. Bei ihm war es umgekehrt: Er litt unter der schrecklichen Vorstellung, dass man ihn niemals vergessen würde.“ 

  4. Cover des Buches Das Spiel des Engels (ISBN: 9783596512645)
    Carlos Ruiz Zafón

    Das Spiel des Engels

     (1.367)
    Aktuelle Rezension von: glasratz

    Während ich Der Schatten des Windes eines meiner Lieblingsbücher ist,  kann ich bei der Fortsetzung nicht mehr als zwei Sterne springen lassen. Dies hat drei Hauptgründe: Die einseitige Handlung, die übernatürlichen Elemente und zu guter Letzt den Film "Angel Heart" von 1987. Auch wenn vermutlich der letzte Punkt die meisten Ausführungen nötig hat, so möchte ich doch von Anfang an mit der Bewertung beginnen.

    Der erste Punkt ist vermutlich der Schwächste, denn er ist nur zu berücksichtigen, wenn man Der Schatten des Windes als Vergleich heran zieht. Ich tue dies, weil ich sehr wohl finde, dass sich eine Fortsetzung an ihrem Vorgänger messen lassen muss. Um so mehr, wenn dieser ein so grandioses Werk war. Der Schatten des Windes brachte dem Leser eine kleine Anzahl an sehr verschiedenartigen Charakteren mit ihren eigenen Geschichten, alle mit einer eigenen Stimmung - zumeist düster und melancholisch, doch nicht ohne den hin und wieder aufflammenden Funken an Humor. Das Spiel des Engels bietet so gut wie nichts dergleichen. Die Sicht auf die Geschehnisse wird auf den Blickwinkel des Protagonisten eingeengt.

    Die vielen Geschichten des ersten Teils vereinten sich am Schluss des Buches zu einer schlüssigen, wenn auch sehr unwahrscheinlichen und fast übernatürlichen Lösung. Dies ist im Spiel des Engels nicht der Fall. Das Buch bleibt dem Leser eine echte Erklärung schuldig, das Ende ist offen und die losen Enden der Geschichte flattern traurig im Wind. Mag sein, dass es oft ein gutes Stilmittel sein kann, zu verschleiern, was real ist und was der Fantasie des Protagonisten entspringt - jedoch nicht hier, nicht im Vergleich zum Schatten des Windes und nicht im Vergleich zu Angel Heart.

    Ja, Angel Heart. Der Titel ist bereits so ähnlich. Und so ist es auch mit dem einzigen Plotstrang, welcher mehr als andeutungsweise aufgeklärt wird - er ist zu einem nicht geringen Teil so weit identisch, dass jeder, der entweder das Buch oder den Film kennt, ab der Hälfte von beidem sagen können wird, wie der Hase läuft.
    Um zu sagen, Zafon hätte sich von diesem Film inspirieren lassen, sind die Ähnlichkeiten meiner Ansicht nach zu groß. Eher schon könnte man von einer Hommage reden - doch dann hätte sie nicht einen so großen Teil des Buches ausmachen dürfen.
    Kurz: Zafon hat abgekupfert. Ob bei dem Film Angel Heart mit (immerhin mit Rourke und DeNiro, als kein unabhängiger Nischenfilm, bei welchem es nicht aufgefallen wäre) oder direkt bei der Romanvorlage "Falling Angel" von William Hjortsberg aus dem Jahr 1978 ist relativ irrelevant. Ich schließe eher auf Ersteres, da verschiedene Kritiker im Internet zwar eine Nähe zwischen "Das Spiel des Engels" und "Falling Angel" erkennen, aber keine solchen vorwürfe erheben. Titel und Komposition lassen darauf schließen, dass es sich nicht um einen reinen Zufall handeln kann.

    Interessant finde ich, dass ich mir bereits beim Schatten des Windes -vor allem beim "Showdown"- dachte, dass sich der Autor wohl gerne eine Verfilmung wünschen würde, beschreibt er doch viele Szenen so, dass man meint, sie schon einmal in einem Hollywood-Film gesehen zu haben. Diese Vorstellung bleibt im ersten Band jedoch generell und ist mehr in Stilmittel - im zweiten Band leider nicht mehr.

  5. Cover des Buches Portugiesisches Erbe (ISBN: 9783453419445)
    Luis Sellano

    Portugiesisches Erbe

     (89)
    Aktuelle Rezension von: Gartenfee-Berlin

    Hendrik Falkner erbt von seinem ihm unbekannten Onkel ein Haus in Lissabon und gerät gleich bei seiner Ankunft in diverse Schwierigkeiten.

    Irgendwie braucht das Buch ein paar Seiten, um in Fahrt zu kommen. Klar, man muss ja erstmal alles kennenlernen, aber trotzdem hätte ich mir am Anfang mehr Spannung gewünscht. Vieles blieb im Unklaren, aber nach knapp der Hälfte war ich dann doch gefesselt und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. 

    Da das Ende offen blieb (kein Cliffhanger) und mir Hendrik und seine MitstreiterInnen eigentlich ganz sympathisch sind, werde ich die Nachfolgebände bestimmt auch bald lesen.

  6. Cover des Buches Watcher - Ewige Jugend (ISBN: 9783646600322)
    Nadine d'Arachart und Sarah Wedler

    Watcher - Ewige Jugend

     (110)
    Aktuelle Rezension von: Schlehenfee

    Die Niemandsland-Trilogie subbt bei mir schon ein paar Jahre. In dieser Zeit habe ich einige Dystopien gelesen und bin aufmerksamer, was Worldbuilding und Logik angeht. 

    Leider weist "Watcher" für mich ein paar Ungereimtheiten auf, zudem bleiben sehr viele Fragen offen. Ich hoffe, dass diese im Lauf der Trilogie beantwortet werden, bleibe aber skeptisch.

    Zunächst konnte ich mich kaum in Jolettes und Cys Welt zurechtfinden, da überhaupt nicht erwähnt wird, wie es zu der Aufteilung in Metropolen und Niemandsland kam, wo Industrielle herrschen. Außerdem ist unklar, wie weit in der Zukunft wir uns befinden. Somit fehlte mir immer der Bezug zu heute.

    Daneben ist mir rätselhaft, was es mit den Cupids und den Heilern auf sich hat. Woher stammen sie? Die Watcher werden ja zum Beispiel durch Chips manipuliert.

    Immerhin wurde am Ende das Rätsel gelöst, warum die Cupids hinter Patience und anderen Kindern mit Heilerkräften her sind. Dennoch fand ich die Erklärung schwammig.

    Logiklöcher konnte ich zwischendurch leider auch entdecken. So ist es für Cy, Jo und Patience extrem schwierig auf ein Schiff zu kommen, im Epilog sind sie jedoch problemlos mit einer größeren Gruppe auf eine verlassene Insel gelangt. 

    Ein geheimnisvoller Junge namens "Skinner" schließt sich ihnen an, Jo vertraut ihm auch sehr schnell, obwohl er sich weigert, etwas von sich preiszugeben. 

    Zum Schluss deutet sich dann wieder mal ein Liebesdreieck an. Darauf hätte ich gut verzichten können! Mal sehen, ob der zweite Teil mich noch reizen kann.


  7. Cover des Buches So, und jetzt kommst du (ISBN: 9783608503692)
    Arno Frank

    So, und jetzt kommst du

     (82)
    Aktuelle Rezension von: thorstendoerp

    Mit "So, und jetzt kommst du" legt Arno Frank einen Roman hin, der einen mit dem ersten Satz auf die Reise nimmt.


    Es ist nicht nur die Geschichte, die einen sofort in den Bann zieht, sondern auch die Art und Weise, wie der Autor Worte und Sätze zu Bildern umwandelt: der Roman ist dabei wie eine liebevolle Umarmung. Schöner und eindringlicher kann man Buchstaben kaum aneinander setzen...

  8. Cover des Buches Todesschiff (ISBN: 9783596194933)
    Yrsa Sigurdardottir

    Todesschiff

     (130)
    Aktuelle Rezension von: PoldisHoerspielseite

     In Reykjavik wird eine herrenlose Luxusyacht angetrieben, menschenleer und verlassen. Die Anwältin Dora Gudmundsdottir soll den Tod der Passagiere bestätigen, um die Lebensversicherung der Familie auszahlen zu können. Doch als ebenfalls eine Leiche an Land getrieben ist, die eindeutig nicht bei einem Schiffunglück ertrunken ist, will Dora unbedingt herausfinden, wie die Menschen zu Tode gekommen sind…

    Die isländische Krimiautorin Yrsa Sigurdardottir ist insbesondere für ihre Krimis über die Anwältin Dora Gudmundsdottir bekannt geworden, wobei die die Reihe mit dem sechsten Band „Todesschiff“ abgeschlossen hat. Neben der Hauptfigur sind natürlich auch schon andere Charaktere bekannt, so nehmen die Unstimmigkeiten mit Bella wieder sehr unterhaltsam eingebaut und sorgen für einen leicht humorigen Effekt, auch wenn manche Ideen hier schon etwas überzogen wirken. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, einerseits begleitet der Leser Dora bei ihren Ermittlungen. Diese sind stellenweise etwas zu ausgeweitet und tempoarm für meinen Geschmack, sodass sich manche Passagen in die Länge ziehen und die Spannungskurve dann merklich einknickt. Der andere Erzählstrang dreht sich um die Zeit auf der Yacht vor den Todesfällen. Auch hier kommt nicht immer Spannung auf, wenn die Familie sich über recht belanglose Themen unterhält. Doch in der Kombination der beiden Teile, die sich gut reiben und einander ergänzen, ist eben doch eine gelungene Dynamik zu spüren, ebenso wie die vielen kleinen Cliffhanger für Spannung sorgen.

    Die Atmosphäre des Romans hat mir insgesamt gut gefallen – mit Ausnahme der bereits erwähnten langwierigen Passagen – da viele Rätsel gelöst werden wollen und so eine rätselhafte Wirkung entsteht. Nicht alle Charaktere haben bei mir einen lebendigen Eindruck hinterlassen, sie wirken etwas blass und farblos, sodass ich nicht wirklich mit ihnen mitfiebern konnte. Die Auflösung am Ende ist recht verdichtet und konzentriert sich auf Dora, die ihre Erkenntnisse zusammenfasst, wobei einige reizvolle Ideen eingeflossen sind.

    „Todesschiff“ konnte mich zwar nicht vollkommen begeistern, dafür war der Spannungsbogen nicht durchgängig gehalten und manche Charaktere zu farblos dargestellt. Durch die zwei geschickt miteinander verbundenen Zeitebenen und viele Cliffhanger ist insgesamt dennoch ein spannender Gesamteindruck entstanden. Einige gelungene Wendungen und eine sehr dicht erzählte Auflösung machen den Roman dann doch lesenswert, wenn auch nicht der beste Teil der Autorin vorliegt.   

  9. Cover des Buches Der Mädchenmacher (ISBN: 9783442480425)
    Michael Koglin

    Der Mädchenmacher

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Lichterregen

    Satz mit X...

    Nach circa 50 Seiten war ich drauf und dran, das Buch abzubrechen. Der Schreibstil hat mir nicht zugesagt, gefühlt haben 80% der Sätze gleich angefangen und sonderlich spannend war es auch nicht. Da das Buch aber so kurz ist und man es schnell lesen kann, hab ich es dann doch beendet. Es wurde besser, aber das hat es nicht rausgerissen. Unrealistisch, dilettantische Polizeiarbeit und der Ablauf mit den Tierschützern war auch nicht das Gelbe vom Ei.

    Ganz gut fand ich den Abschnitt mit dem "Gefängnis" und dem  "Frauen rein machen", aber wie gesagt, das hat es nicht rausgerissen. 

    Klang spannender als es war, sehr schade.

  10. Cover des Buches Nachtzug nach Lissabon (ISBN: 9783442746248)
    Pascal Mercier

    Nachtzug nach Lissabon

     (1.356)
    Aktuelle Rezension von: Xander-77

    Es gibt Bücher, die würde man gerne gut finden wollen, weil sehr viele andere  Leser sie gut finden und als großartig bewerten, dieses ist so eines, in meinen Augen.

    Leider habe ich keinen Zugang zu diesem Buch gefunden. Ich fand es furchtbar langatmig und langweilig und "Ein fesselndes Abenteuer" (Spiegel) konnte ich beim allerbesten Willen nicht ausmachen.

    Trotzdem habe ich mich bis zum Schluss durchgekämpft, fast schon gequält, immer in der Hoffnung, es könnte noch die Erleuchtung für mich kommen, sie kam aber nicht.

    Aufgrund einiger philosophischer Gedanken im Buch, die mir durchaus gefallen haben, würde ich eigentlich 1,5 von 5 Sternen geben, Tendenz aber eher Richtung 1/5.

    Aktuell ist es für  mich schwer vorstellbar, ein weiteres Buch des Autors zu lesen.

  11. Cover des Buches Wie sagt man ich liebe dich (ISBN: 9783442490837)
    Claudia Winter

    Wie sagt man ich liebe dich

     (52)
    Aktuelle Rezension von: talisha

    Maelys und ihre Tante Valérie ist den Leserinnen bekannt aus "Die Wolkenfischerin", wo die Geschichte von Maelys Schwester Claire erzählt wird. Maeyls beeindruckte schon damals. Am Ende zog die begabte Künstlerin zu ihrer Tante Valérie nach Paris, um ein Kunststudium zu beginnen. 

    Nachdem sie  aber vor kurzem eine zweifelhafte Beurteilung des Schulleiters bekam und etwa zeitgleich merkte, dass Valérie nach einem Armbruch nicht nur die Miete nicht mehr zahlte, lässt die gehörlose Maelys das Studium schleifen und arbeitet Mittags in einem Imbiss als Geschirrspülerin und zeichnet Nachmittags auf dem Place du Tertre Porträts von Touristen.

    Genau hier entdeckt der Portugiese Eduardo Maelys - und wird dabei an eine andere junge Frau im senfgelben Mantel erinnert. Einige Wochen später denkt er noch immer an diese Begegnung zurück, und möchte, dass sein Enkel Antonio die unbekannte Frau in Paris sucht.

    Schnell ist man eingetaucht in den Roman. Auch in jene, die von Valérie handelt, als sie noch ein junges Mädchen war und aus der Bretagne in die Grossstadt Paris zog. Ihre Geschichte ist sehr interessant und als Leser ist man gespannt, wie sie endet, auch wenn man es schon ahnen kann - was überhaupt nicht stört und dem Lesevergnügen keinen Abbruch tut. Der Klappentext ist leider sehr vage, denn der Hauptteil der Story macht die Vergangenheitsgeschichte aus, und nicht diejenige von Maelys. 

    Das macht aber gar nichts. Antonio und Maelys sind zwei tolle Charaktere, beide überaus sympathisch. Eduardo hingegen mimt den starrköpfigen Alten, der mich aber oft zum Lachen brachte. Valérie kommt in der Gegenwart aus Gründen nicht so sympathisch rüber wie 1966, als sie eine witzige und entdeckungsfreudige junge Frau war, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Butler Albio ist der allgegenwärtige Schatten, dem man viele Schmunzler verdanken kann. 

    Mit am besten hat mir eine klitzekleine Szene gegen Ende des Roman, die kurz in Eduardos Kindheit blickt, gefallen. 

    Ein klarer Minuspunkt ist leider das grässlich gelbe und nichtssagende Cover. Paris? Lissabon? Sieht man darauf nirgends. Ich vermisse die erste Fassung des Covers, auf dem durch die blauen Azulejos im Vordergrund und den Tejo im Hintergrund auf den ersten Blick klar ist, wo sich der Roman abspielt. Und wenn sich dann der Verlag für eine Verschlimmbesserung, total nullachtfünfzehn, entscheidet, kann ich nur den Kopf schütteln. Auch wenn es auf die beschriebenen Seiten hinter dem Umschlag drauf an kommt, muss für mich auch das Äussere mit dem Inhalt zusammen passen.

    Für den Coverwechsel kann die Autorin zwar nichts, aber ich hatte aufgrund des langweiligen Covers monatelang absolut keine Lust den Roman zu lesen, auch wenn ich mir sicher war, dass die Geschichte mindestens genau so gut ist wie die bereits erschienenen Romane der Autorin.

    Denn das ist er, der Roman mit dem schönen Titel "Wie sagt man ich liebe dich", in dem eine sympathische junge gehörlose Frau und eine kämpferische andere junge Frau im Vordergrund stehen, gepaart mit einer tollen, emotionalen Geschichte, die an zwei sehenswerten Schauplätzen - drei, wenn man die Bretagne mit zählt - angesiedelt ist. 

    Fazit: Claudia Winter präsentiert einmal mehr ein wunderschönes Leseabenteuer, in das man so richtig versinken kann. 

    5 Punkte. 

  12. Cover des Buches Machandel (ISBN: 9783328100249)
    Regina Scheer

    Machandel

     (50)
    Aktuelle Rezension von: hamburgerlesemaus

    Regina Scheer beschreibt die Geschichten mehrerer Protagonisten von der NS-Zeit über die DDR bis hin zur Wiedervereinigung Deutschlands. Die Geschichte eines Dorfes steht hier in Vordergrund: Machandel in Mecklenburg-Vorpommern.

    Ich finde das Buch nicht einfach zu bewerten, denn einige Protagonisten haben mir super gefallen. Die Geschichten waren spannend, über andere Protagonisten musste ich förmlich hinweglesen. Gut gefallen hat mir, dass Geschichten und Erlebnisse auch von unterschiedlichen Personen erzählt und beleuchtet wurden und so eine andere Bedeutung/Sicht bekamen.

    🐭🐭🐭½ / 5

  13. Cover des Buches Portugiesische Rache (ISBN: 9783453419452)
    Luis Sellano

    Portugiesische Rache

     (37)
    Aktuelle Rezension von: Marcel0901
    Wer einmal in Portugal war, weiß dort ist das Leben anders. Wer schon mal, auch nur kurz in Lissabon war, weiß was dies für eine fabelhafte Welt ist.

    Luis Sellano entführt einen durch genaue Beschreibungen in die einzelnen Teile Lissabons, als würde man dort direkt durchlaufen. Dies wird durch Spannung gepaart.

  14. Cover des Buches Die Handschuhmacherin (ISBN: 9783784433783)
    Manuela Martini

    Die Handschuhmacherin

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Wildpony

    Die Handschuhmacherin  - Manuela Martini

    Kurzbeschreibung Amazon:

    Eleonore, Paula, Tess – Großmutter, Mutter und Enkelin verbindet ein dunkles Geheimnis aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Alles beginnt mit einem Fado-Text, der Tess so fasziniert, dass sie kurzentschlossen nach Lissabon fliegt und der unerfüllten Liebe ihres Großvaters zu einer Handschuhmacherin nachspürt. Der schwermütige Fado und das pulsierende Lissabon – zwei Teile eines Puzzles. Tess will nun alle Bruchstücke zusammensetzen. Wird es ihr gelingen, die wahre Geschichte ihrer Familie aufzudecken? Ihre Suche führt die junge Frau nicht nur bis ans Ende der Welt nach Patagonien, sondern auch zu sich selbst. Ein faszinierender Roman auf unterschiedlichen Zeitebenen und mit wechselnden Perspektiven, die die Autorin meisterhaft verwebt.

    Mein Leseeindruck:

    Eigentlich bin ich ein großer Fan der Autorin sowie von geheimnisvollen Familiengeschichten.

    Aber irgendwie konnte mich diese Geschichte nicht so begeistern und ich habe bei den verschiedenen Erzählsträngen immer das Gefühl gehabt es fehlt etwas.

    Der Schreibstil ist absolut schön und flüssig. So kenne ich ihn auch von den Jugend- und Arena-Thrillern der Autorin. Und diese Thriller beherrscht sie meisterhaft.

    Tess als Protagonistin war nicht unsympathisch, aber richtig warm werden konnte ich mit ihr nicht. Da ihre Großmutter an Alzheimer erkrankt ist muss sie sich auf ein Tagebuch ihres Großvater stützen um mehr über ihre Familiengeschichte zu erfahren. Es ist nicht uninteressant, aber mir fehlt ein wenig die Spannung in der Handlung und ich habe es gern wenn am Ende eines Erzählstrangs auch ein befriedigendes Ende steht. Mir war da manches nicht klar genug und hat mich ein wenig unbefriedigt zurück gelassen.

    Alles in allem aber ein gefühlvolles Buch. Ich glaube es ist wirklich eigene Intuition wie man die Story beim lesen auffasst.

    Fazit:

    Ein klein wenig mehr hätte ich erwartet, aber ich bin auch nicht enttäuscht. Es hat mir nur nicht ganz meine Erwartungen erfüllt.

    Lissabon als Stadt fang ich klasse und würde es gern auch mal kennen lernen.

    Von mir gibt es 3,5 Sterne - aufgerundet auf 4.

     

     

  15. Cover des Buches Das Mädchen aus der Apotheke (Kurzgeschichte, Krimi) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe) (ISBN: 9783960871132)
    Dorrit Bartel

    Das Mädchen aus der Apotheke (Kurzgeschichte, Krimi) (Die 'booksnacks' Kurzgeschichten Reihe)

     (27)
    Aktuelle Rezension von: MrsWinter

    War gut zu Lesen und sehr gut für ein Buch Snack zu nutzen.

    Wer ein BuchSlumber hat sollte sich an solche ran wagen. Spannung von Anfang bis Ende.

  16. Cover des Buches Portugiesische Tränen (ISBN: 9783453419469)
    Luis Sellano

    Portugiesische Tränen

     (22)
    Aktuelle Rezension von: ChrischiD

    Ein Whiskey, ein Lieferschein und eine Fahne, drei Dinge, die auf den ersten Blick nichts gemein haben, und doch führen sie Henrik Falkner auf die Spur eines weiteren ungeklärten Falls, den sein verstorbener Onkel ihm gemeinsam mit dem Antiquariat vererbt hat. Die Hinweise führen Falkner zur japanischen Botschaft und mitten hinein in einen Kampf um einen seltenen Koi. Die Beteiligten würden töten für den wertvollen Fisch. Aber wer von ihnen geht tatsächlich bis zum äußersten?

    Obwohl der dritte Band einer Reihe, so kann er doch vollständig für sich alleine stehen und ist auch ohne Vorkenntnisse verständlich. Im Verlauf wird über vergangene Ereignisse, die zumindest einen geringen Einfluss auf die aktuellen Geschehnisse haben, ausreichend informiert. Selbst wenn man erst nach der Lektüre später erschienener Bände auf diesen Fall zurückgreift, merkt man sofort, dass nichts relevantes vorweggenommen wurde, das Rätsel absolut ungelöst vor einem liegt.

    Nicht immer sind die Gedankengänge Falkners für den Leser sofort nachvollziehbar, dennoch folgt man ihm bereitwillig in jede noch so brenzlige Situation. Vermutlich könnte er selbst nicht beantworten, ob er sich der bevorstehenden Gefahren nicht bewusst oder einfach nur lebensmüde ist. Allerdings muss man trotz allem unumwunden zugeben, dass durch seinen Leichtsinn immer mehr Gegenspieler ihre Maske fallen lassen, wodurch die Handlung merklich angetrieben wird.

    Zunächst noch ein bisschen verhalten, schließlich müssen die gefundenen Artefakte erst einmal einen Sinn ergeben, wird der Spannungsaufbau stetig vorangetrieben. Konzentration ist ebenso geboten, um nicht die Orientierung zu verlieren oder gar in eine geschickt platzierte Falle zu tappen. Einmal gefangen im Kosmos rund um den angebeteten Fisch, scheint ein geordneter, gewaltfreier Rückzug unmöglich. Die Frage ist nun, wie stark die Blessuren sein werden, die man davonträgt.

    Luis Sellano gelingt es regelmäßig aus eher unscheinbaren, fast schon trivial anmutenden Hinweisen eine komplexe Geschichte zu formen, deren Ausmaß womöglich selbst für den Autor im Vorfeld nicht unbedingt zu erfassen ist. Über unbedachte Aktionen der Hauptfigur lässt sich mitunter streiten, aber gerade die Unberechenbarkeit des Charakters zieht den Leser in den Bann. Ab und an wird das Tempo ein bisschen zu sehr heruntergefahren, hier wünscht man sich ein wenig mehr Kontinuität. Ansonsten ist man schlichtweg gespannt welche Geheimnisse das Antiquariat noch preisgeben wird.

  17. Cover des Buches Der wunderbare Massenselbstmord (ISBN: 9783404170708)
    Arto Paasilinna

    Der wunderbare Massenselbstmord

     (243)
    Aktuelle Rezension von: eletroe

    Hat mir nicht zugesagt, bin einfach nicht warm geworden mit dem Buch. Hab es dann aufgegeben .. 😔

  18. Cover des Buches Robert Enke (ISBN: 9783492273169)
    Ronald Reng

    Robert Enke

     (141)
    Aktuelle Rezension von: Duffy
    Als Robert Enke den Freitod wählte, beschäftigte sich die deutsche Medienlandschaft erstmals mit einer Krankheit, die so noch nicht bekannt war. Depressionen sind schwer fassbar und für den Laien nicht diagnostierzierbar, dennoch ein Zustand, aus dem man aus eigener Kraft nicht herauskommt. Natürlich legte sich das Interesse wieder, als der Stoff medial nichts mehr hergab, umso wichtiger ist dieses Buch, weil der ehemalige Nationaltorwart der Krankheit ein populäres Gesicht gab und somit zumindest einige Informationen ans Licht brachte, die auch vom „normal Sterblichen“ aufgenommen werden konnten.

    Wobei der Anteil an Fakten über diese Krankheit hier gar nicht so groß ist, denn im Mittelpunkt steht das Leben des Torhüters mit allen Facetten, die der Beruf des Fußballers mit sich bringt. Autor Reng, ein anerkannter Sportjournalist und auch persönlicher Bekannter von Enke, musste sich beim Verfassen seines Buches auf einem schmalen Grat bewegen. Was durfte er preisgeben, wo fängt die Intimsphäre an, die auf keinen Fall verletzt werden darf, wieweit konnte er die persönlichen Aufzeichnungen von Robert Enke verwenden, wann bestand die Gefahr, Freunde und Weggefährten zu verletzen und nicht zuletzt musste er auch das Ziel im Auge behalten, das ihm Enke selbst vorgegeben hatte: Über die Krankheit zu berichten, aufzuklären und somit auch die Maske des Sportlers abzunehmen, die er ein ganzes Leben lang getragen hat. Mit der Unterstützung einiger Freunde und Mitarbeiter, sowie Enkes Frau Teresa, ist ihm eine großartige Biografie gelungen, die in der Sportwelt ihresgleichen sucht.

    Der begnadete Torwart Enke hatte eben nicht die „glatte, sportliche“ Karriereleiter erklimmen können, denn seine Krankheit legte ihm Steine in den Weg, genauso wie das gnadenlose Fußballgeschäft, die Wahl falscher Vereine, das Zusammentreffen mit Trainern, die die Persönlichkeit Enkes nicht verstanden. Denn das war er, eine Persönlichkeit, die sich Veränderungen unterwerfen konnte, deren soziale Kompetenz außerordentlich war und dem im Privatleben die ärgsten Prüfungen auferlegt wurden.

    Reng beschreibt ausführlich den Werdegang des Nationaltorhüters, verbindet keineswegs irgendwelche Statistiken mit Erfolg, sondern widmet sich den Wechselwirkungen von Vereinen und Orten auf den Menschen Enke. Das macht er so packend, dass man meint, man liest einen Kriminalroman.

    Wenn man nach der Lektüre das Buch zuklappt, dann spürt man eine große Beklemmung, gar Trauer und vielleicht den Gedanken, dass es sie „Besten immer zuerst erwischt“. Das ist natürlich eine recht banale Essenz, die dem Ganzen auch nicht gerecht wird, aber das Buch ist zutiefst emotional und erst dann lenkt es das Hauptaugenmerk auf die Ursachen. Wer sich damit weiterbeschäftigt, gehört zu denen, die Enke und sein Biograf ansprechen wollten. Deshalb darf man diesem Buch nicht nur eine ausgezeichnete Umsetzung der Recherchen attestieren, sondern auch eine große Nachhaltigkeit. Eines der besten Sportbücher, die man lesen kann.

  19. Cover des Buches Seelensplitter (ISBN: 9783442478170)
    Michael Koglin

    Seelensplitter

     (74)
    Aktuelle Rezension von: Sonnenwind

    Je länger man liest, desto mehr hat man das Gefühl, selbst auch auszurasten: Kein einziger Mensch, der alle Sinne beieinander hat, niemand Normales. Alkohol in Strömen, Gewalt, Menschenquälerei und ein Psychopath nach dem anderen...

    Ich habe immer noch gehofft, es kommt was, aber das war ein Irrtum. Reine Zeitverschwendung!

  20. Cover des Buches Codex 632. Wer war Christoph Kolumbus wirklich? (ISBN: 9783946621065)
    J.R. Dos Santos

    Codex 632. Wer war Christoph Kolumbus wirklich?

     (16)
    Aktuelle Rezension von: Magicsunset

    „Wenn jemand Tomás Noronha an diesem Morgen gesagt hätte, er würde die nächsten Wochen damit verbringen, durch die Welt zu reisen, um eine fünfhundert Jahre alte Verschwörung zwischen den beiden einstigen Weltmächten Spanien und Portugal aufzuklären und in die esoterische Welt der Kabbala und der Tempelritter einzutauchen, hätte er vermutlich gelacht.  Und doch stand ihm genau das bevor.“ (Zitat Seite 12)

     

    Inhalt

    Dieser 6. Dezember 1999 in Lissabon begann für den Historiker und Dozenten Tomás Noronha mit einer Vorlesung, gefolgt von Institutsbesprechungen. Am späten Abend eines sehr langen Tages erhält er einen Anruf von Nelson Moliarti, Stiftung für gesamtamerikanische Geschichte in New York, in deren Auftrag der bekannte Professor Toscano die historischen Hintergründe der Entdeckung Brasiliens untersucht. Der Professor teilt der Stiftung mit, brisante Fakten entdeckt zu haben, die bekannte historische Ereignisse verändern werden, doch bis zur Veröffentlichung will er seine Forschungsergebnisse geheim halten. Am 30. November 1999 ist Professor Toscano in seinem Hotelzimmer in Rio überraschend verstorben. Die Stiftung bittet den bereits international bekannten Codespezialisten Tomás Noronha um Hilfe, er soll herausfinden, woran genau der Professor gearbeitet und was er entdeckt hat. Dieser nimmt den hochdotierten Auftrag an und bald ist er einem Geheimnis auf der Spur, das tatsächlich die bisher bekannten historischen Fakten um eine wichtige Entdeckung verändern kann, denn im Mittelpunkt der Forschungen des verstorbenen Professors standen nicht Cabral und Brasilien, sondern Christoph Kolumbus.

     

    Thema und Genre

    Dieser in deutscher Sprache als vierter Band erschienene Roman ist im Original das erste Buch der Serie um den portugiesischen Kryptanalysten und Historiker Tomás Noronha. Es geht um die Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus.

     

    Charaktere

    Tomás Noronha, fünfunddreißig Jahre alt, ist ein international bekannter Codepsezialist und Historiker, spricht eine Reihe von alten Sprachen. Professor Toscano pflegte seine Daten und Notizen mit komplizierten Wortkreationen zu verschlüsseln. Obwohl ihn gerade auch seine private Situation fordert, recherchiert Tomás intensiv, denn die Stiftung drängt, braucht Resultate. Die Veröffentlichung soll bereits zur geplanten Jubiläumsfeier fünfhundert Jahre Entdeckung Brasiliens am 22. April 2000 stattfinden.

     

    Handlung und Schreibstil

    Bereits in diesem ersten Buch der Tomás Noronha Reihe überzeugt die interessante, packende und wissenschaftlich umfassend recherchierte Mischung aus Fiktion und Fakten. Die chronologisch erzählte Handlung führt den Hauptprotagonisten von Lissabon nach Rio de Janeiro, New York, Jerusalem und zuletzt nach London. Gekonnt baut der Autor die historischen Dokumente, authentischen Quellen, Manuskripte und alten Bücher in die Handlung ein, lässt uns durch seine Hauptfigur Detail um Detail die einzelnen Puzzleteile entdecken und nachvollziehen. Auch den titelgebenden Codex 632 gibt es tatsächlich. Dennoch ist die Handlung selbst fiktiv, ein Roman.

     

    Fazit

    Diese hochinteressante Kombination aus Information, Wissenschaft und spannender Geschichte, aus authentischen Fakten und Fiktion, macht jedes Buch der Serie zu einem besonderen Leseerlebnis.

  21. Cover des Buches Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull (ISBN: 9783100483430)
    Thomas Sprecher

    Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull

     (289)
    Aktuelle Rezension von: Nickmeh

    Es fängt spannend an, wie man es bei Romanen von Mann gewohnt ist. 

    Er erzählt die Geschichte eines Jungen namens Felix Krull, der schon früh für sich entdeckt, wie man durch Lügereien, im Leben etwas erreichen kann. Vor allem der Anfang (bis hin zur Mitte) ist interessant: Felix wird in wohlhabenden Verhältnisse groß, da sein Vater sich aber verspekuliert, todkrank wird und letztlich früh verstirbt, muss er mit seiner Mutter nach Frankfurt ziehen, die in der Nähe des hiesigen Bahnhofsviertels, eine kleine Pension eröffnet. Nach einer Weile wird Felix Hotelpage in einem renommierten Pariser Hotel. Er kommt mit seiner eleganten und redegewandten Art gut bei den Gästen an. Mich als Leser hat immer seine Sensibilität in Bezug auf Natur und Tierwelt imponiert, was vielleicht verwundert, wenn man bedenkt, wie lügnerisch, betrügerisch und kaltschnäuzig Felix zuweilen ist.


    Nach einer Zeit macht er dann eine Weltreise, unter einer falschen Identität. Ihm führt es zuerst nach Lissabon. Nur von dieser Station bekommen wir etwas mit. Der Roman endet abrupt wie zusammenhanglos. Vom Ende bin ich daher wirklich enttäuscht.

  22. Cover des Buches Portugiesisches Blut (ISBN: 9783453439221)
    Luis Sellano

    Portugiesisches Blut

     (15)
    Aktuelle Rezension von: sommerlese
    Die Lissabon-Krimireihe von Luis Sellano hat Zuwachs bekommen, der vierte Band heißt "Portugiesisches Blut" und erscheint im Heyne Verlag.

    Expolizist Henrik Falkner hat in Lissabons Altstadt das Antiquariat seines verstorbenen Onkels Martin übernommen und sich inzwischen gut eingelebt. Immer wieder führen die Exponate seines Onkels zu Spuren, die mit vergangenen Verbrechen zusammenhängen.

    Die Brasilianerin Paula Cardenas sucht Henrik auf und zeigt ihm einen Brief, der an Martin gerichtet war. Ihre Mutter fiel einem Verbrechen zum Opfer, die Spur führt zu dem legendären Schamanen Don Alfredo. Kurz darauf verschwindet auch Paula spurlos. Gemeinsam mit der Polizistin Helena geht Henrik den Spuren nach und entdeckt eine Verknüfung von Korruption, Rache und Familienbande.


    Jeden Sommer wüten in Portugal Waldbrände, die Hitze liegt über der Stadt Lissabon und Henrik Falkner flüchtet sich in sein verhältnismäßig kühles Antiquariat. Nach einem Wasserschaden stehen Renovierungsarbeiten an, die eher schleppend verlaufen. Als Paula Cardenas Henrik um Hilfe bittet, ist er neugierig auf die Verbindung mit seinem Onkel und Paulas toter Mutter.


    Bei diesem Krimi habe ich mich auf ein Wiedersehen mit Henrik und Lissabon gefreut. Leider gibt es in diesem Band nicht sehr viele unterhaltsame Stadtszenen zu betrachten. Hier geht der Autor eher sehr sachlich zu Werke.

    Nachdem Henriks Freundschaft mit Helena beendet scheint, hat er durch den neuen Fall wieder Gelegenheit, sie zu sehen. Ihre Beziehung scheint aber recht unterkühlt zu sein, mal sehen, ob sich das noch ändert.

    Es gibt viele neue Figuren, die man erst einmal gedanklich sortieren muss und die Hauptcharaktere sind dieses Mal eher etwas undurchsichtig geraten. Gerne hätte ich auch mal Helenas Gedanken erfahren. Zum besseren Verständnis der Figuren wäre ein Personenregister toll gewesen. Diesen Band sollte man nicht unbedingt als Einzelbuch lesen, dafür sind die Hintergründe aus den Vorbänden doch als Grundlage zu empfehlen.


    Die Handlung ist anfangs ziemlich undurchsichtig, es dreht sich wie immer um den verstorbenen Onkel Martin, der auch nach seinem Tod noch einige Rätsel aufgibt. Insgesamt werden die Fäden des aktuellen Falls logisch miteinander verknüpft und mal wieder gerät Henrik in gefährliche Situationen.

    Nur zogen sich die Nachforschungen etwas in die Länge und erst am Ende konnte die Spannung wieder greifen und mich bis zum Ende fesseln. Es gibt einige gruselige Entdeckungen, dieses Mal sind Drogen mit im Spiel und wie in den Vorbüchern sorgt ein Cliffhanger für Neugier auf das nächste Buch.

    Sehr interessant fand ich die Einblicke in die geschichtlichen Hintergründe Portugals zu Zeiten Salazars. Wer sich damit nicht so sehr auskennt, wird hier aber keine explizite Erklärung finden, es werden einfach nur Fakten aufgeführt, die den zeitlichen Rahmen betreffen und noch Auswirkungen auf die aktuelle Handlung haben.


    Ich hätte dem Krimi etwas mehr Urlaubs-Atmosphäre gewünscht, ansonsten kann ich dieses Buch den Henrik-Fans empfehlen. Endlich kommt etwas mehr Licht ins Dunkel um Martin.


    Dieser Krimi genau die nötige Spannung, um den Leser zu fesseln, auch wenn es einige Längen gibt. Aber wie sich nach und nach das Puzzle um Onkel Martin schliesst, ist über die gesamte Reihe gesehen schon raffiniert gestrickt. Außerdem mag ich die Atmosphäre von Land und Leuten. Für alle Fans der Reihe ein unbedingtes Muss!

  23. Cover des Buches Der Doppelgänger (ISBN: 9783499235986)
    José Saramago

    Der Doppelgänger

     (51)
    Aktuelle Rezension von: Kerstin_Westerbeck

    Was wenn es dich zweimal gäbe – ein hundertprozentiges Duplikat von dir selbst? Diese Frage bricht unerwartet in Geschichtslehrer Tertuliano Máximo Afonsos Leben ein, als er sich eines Abends nichtsahnend ein Video ansieht. Er entdeckt darin einen Schauspieler, den Nebendarsteller António Claro, der ihm in jeder Hinsicht gleicht, mehr als ein Zwilling. Das Gesehene löst eine kleine Schockreaktion in ihm aus und natürlich kann er nicht anders, als der Sache nachgehen und besagten Schauspieler ausfindig machen. Das aber braucht seine Zeit, denn Tertuliano Máximo Afonso geht methodisch eher konservativ vor. Derweil sich das Unfassbare und die gleichzeitig bohrende Frage: bin ich etwa nicht einzigartig? auf seinen Gemütszustand auswirken, lernt der Leser den Alltag des Lehrers kennen. Nicht sonderlich viel spielt sich dort ab. Es gibt eine Geliebte (Maria da Paz), seine Mutter und ein paar Lehrerkollegen. Mit seiner Beziehung zu Maria da Paz ist er leicht überfordert. Anfänglich möchte er sie lieber loswerden als die Beziehung vertiefen. Dann aber kommt es ihm in den Sinn, sie doch für seine Zwecke – das Aufspüren des Doppelgängers – zu "benutzen" …

    Tertuliano Máximo Afonsos hat keinen klaren Plan für sein Leben – und das vermeintliche Doppel kann somit nur zur Bedrohung werden. Als es dann auch noch zur Gegenüberstellung kommt, alle Zweifel ausgeräumt werden und klar ist: ja, das Geburtsdatum stimmt und selbst Muttermale und Narben sitzen bei beiden an denselben Stellen, reagiert auch „der Andere“ António Claro. Keiner möchte das Duplikat des jeweils anderen sein. Keiner möchte seine Identität zugunsten des anderen aufgeben. António Claro unternimmt jedoch den ersten Schritt, um gegen den selbsternannten „Gegner“ eine Art Racheakt zu verüben ... Kurz habe ich an dieser Stelle überlegt, ob sich hierin jetzt ein charakterlicher Unterschied ankündigt. Saramago aber untergräbt diese Frage gleich wieder – indem er Tertuliano Máximo Afonso zu ganz ähnlichen Waffen greifen lässt ... Die völlig überraschende Wende am Ende des Romans, ist vermutlich eine indirekte Antwort Saramagos auf die kurz zuvor gestellte Frage des Geschichtslehrer, unmittelbar nach der Feststellung der totalen Übereinstimmung: Werden wir auch zusammen sterben? Die Antwort auf diese Frage aber greift weiter, betrifft – meiner Meinung nach – eine ganze Gesellschaft …

    Tertuliano Máximo Afonso ist ein Name der hängenbleibt. Und auch wieder nicht, weil es nicht unbedingt ein leicht einzuprägender Name ist. Deshalb wiederholt Saramago ihn mit schöner Regelmäßigkeit immer vollständig. Der Lehrer gleicht jedoch einem Mann ohne Gesicht, versteckt sich hinter seinem Fachwissen und kommt außer bei einem (vielleicht) unterschwellig gärenden Konflikt mit dem Mathematiklehrer-Kollegen emotional nicht aus sich raus. Um sich aber von seinem vermeintlichen Duplikat zu unterscheiden, müsste er eigentlich auf das zurückgreifen können, was ihm offensichtlich fehlt: eine Vorstellung davon, wer er selbst ist. Zu spät versucht er an eben dieser Stelle seinem Leben eine Richtung zu geben und eine Entscheidung zu treffen (für Maria da Paz) – denn das Schicksal macht ihm unerwartet einen Strich durch die Rechnung …

    "Der Doppelgänger" von José Saramago liest sich nicht unbedingt locker runter. Lange Sätze, keine Absätze, viele Nebensätze, wörtliche Rede nicht durch Anführungszeichen abgesetzt … machen das Lesen eher beschwerlich. Man findet jedoch irgendwann einen Rhythmus, geht mit und weiß intuitiv wer gerade spricht. - Absicht? Vermutlich. Einmal im Fluss, ändert der Autor jedoch plötzlich die Richtung, greift der Handlung vor, kommentiert oder stellt sogar etwas in Frage. Dazu bringt er auch noch den gesunden Menschenverstand ins Spiel, der personifiziert mit dem Protagonisten eine Art innerer Monolog führt. Ich hatte immer wieder das Gefühl, es geht Saramago nicht nur um seinen Protagonisten. Seine Sprache fliesst immer weiter … ähnlich dem „Fluss“ in der Großstadt(?) Wie der Autor ein paarmal andeutet, ist Tertuliano Máximo Afonso einer unter Millionen, Einwohner einer Metropole – und dort ist er nie einzigartig, weil Identität in Anonymität übergeht … Ganz abstrakt von außen betrachtet ist dort jeder ein Duplikat des anderen. Der Mensch wird erst zum Individuum, wenn man ihn einzeln betrachtet. Genau davor aber hat Tertuliano Máximo Afonso eigentlich Angst.

  24. Cover des Buches Die Nacht von Lissabon (ISBN: 9783462050943)
    E.M. Remarque

    Die Nacht von Lissabon

     (12)
    Aktuelle Rezension von: Caro_Lesemaus
    Klappentext: "Die Nacht von Lissabon" ist Remarques ergreifendster Roman. Es ist die Geschichte vom Elend und von der Größe des Menschen im Krieg, eine Geschichte, die zeigt, dass es weder einen Preis für Menschlichkeit gibt noch einen Preis für Unmenschlichkeit. Es gibt nur Geschichten von Jammer und Elend, von Größe, Liebe und Leidenschaft. Der Roman ist ein Gleichnis der absurden menschlichen Situation im Machtbereich der Diktatur.

    1942 wird ein deutscher Flüchtling im Hafen von Lissabon von einem Mann angesprochen, der ihm zwei Tickets für das nächste Schiff nach Amerika anbietet. Was er dafür möchte, ist nicht etwa Geld. Er möchte das Ohr des Flüchtlings für den Rest der Nacht, um ihm seine Geschichte zu erzählen. Die lange Geschichte einer Flucht, mit dem Versuch der Emigration, von Gefangennahme und einem Quentchen Glück.
    Es ist eine wirklich ergreifende Geschichte, die der jüdische Mann, der sich im Laufe des Buches Josef Schwarz nennt, zu erzählen hat. Sie beginnt 1939, als er beschließt, Deutschland zu verlassen, nachdem er von seinem eigenen Schwager ins KZ gebracht wurde. Seiner nicht-jüdischen Ehefrau empfiehlt er, sich scheiden zu lassen, um sich selbst zu schützen. 1942 fasst er den aberwitzigen Entschluss, nach Deutschland zurückzukehren. Er möchte nicht bleiben. Er weiß, dass er keine lange Zeit überleben würde. Ich hatte eigentlich nicht den Eindruck, dass ihn eine besonders romantische Beziehung mit seiner Frau verband, aber dennoch möchte er unbedingt erfahren, was aus ihr geworden ist. Und so beginnt eine Odyssee durch die Schweiz, Deutschland, Frankreich, Spanien und schließlich Portugal. Josef Schwarz hatte mehr Glück als die meisten. Dennoch bietet er die lebensrettenden Tickets einem völlig Fremden an. Ein Akt der Menschlichkeit von jemandem, der alles verloren hat. Die Erzählung des Josef Schwarz wechselt mit kurzen Einschüben aus der Gegenwart, in der die beiden Männer immer wieder die Lokale in der Stadt wechseln, um bei einem Getränk weiter miteinander sprechen zu können. Bzw. zuzuhören. Der andere Flüchtling bleibt bis zum Schluss namenlos, seine Rolle ist zurückhaltend, nur gelegentlich stellt er Fragen. Durch die kurzen Einblicke in die Gegenwart hat man wirklich das Gefühl, mit diesen beiden Männern am Tisch zu sitzen und dieser ergreifenden Geschichte zu lauschen. Eine Geschichte der Flucht und Verzweiflung, wie sie damals vielen Menschen passiert ist. Remarque hat nicht nur mit seinem bekanntesten Buch "Im Westen nichts Neues" ein Mahnmal gegen den Krieg geschaffen. Auch dieses Buch ist sehr lesenswert. Zum Zeitpunkt seiner Erstveröffentlichung in den 60er-Jahren setzte sich der bereits zur Nazi-Zeit ausgebürgerte Remarque, der in der Zwischenzeit amerikanischer Staatsbürger geworden war, buchstäblich in die Nesseln. Es war eine Zeit der Verdrängung und des Schweigens. Niemand wollte an die Verbrechen erinnert werden, niemand wollte darüber nachdenken, dass hochrangige Nazis in wichtigen Ämtern und Positionen wirkten und die Vergangenheit bei Weitem nicht aufgearbeitet war. Remarque stellte sich diesem Tabu und brach es. Wenn man sich das vor Augen hält, bekommt dieses Buch eine noch tiefere Bedeutung und eine Wucht, die niemanden kalt lassen kann.

    Fazit:
    Ein Buch, in dem es weniger direkt um die Gräueltaten der Nazis geht, sondern der Fokus auf Flucht und Emigration liegt und was der Heimatverlust mit den Menschen macht. Es ist auch eine Geschichte darüber, wie man in den düstersten Zeiten noch einen Hoffnungsschimmer am Horizont ausmachen kann. Weil es um das Überleben geht. Jeden Tag. 

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