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51 Bücher
- Leigh Bardugo
Das Gold der Krähen
(999)Aktuelle Rezension von: Linahsa„Wie haben sie das bloß wieder geschafft?“, war ein Gedanke, der mir immer wieder in den Kopf gekommen ist, während ich dieses Buch gelesen habe. Wenn man ein Abenteuer mit komplexen Charakteren sucht, ist dieses Buch sicher das richtige!
Fangen wir mit dem Schreibstil an. Er war sehr ansprechend, durchgehend stimmig und hat eine passende Atmosphäre geschaffen, die perfekt zur düsteren, spannungsgeladenen Welt des Buches passt.
Beim Lesen hatte ich ständig das Gefühl, die Autorin – oder vielmehr die Charaktere – seien einem immer einen Schritt voraus. Die Handlung war nie vorhersehbar, und man wurde immer wieder aufs Neue überrascht. Ich liebe einfach das Gefühl zu haben, auf jeder Seite wartet eine Überraschung - ein echtes Abenteuer also!
Dabei war die Geschichte in jedem Moment glaubhaft, die Handlungen der Figuren stets nachvollziehbar, und der gesamte Plot wirkte hervorragend durchdacht.
Die Figuren in dem Buch haben mich vor allem begeistert. Sie wirkten authentisch und auf ihre eigene Weise sympathisch. Jeder hatte seine individuellen Stärken und Schwächen, eine Geschichte, eine Vergangenheit, die ihn oder sie geprägt, geformt oder sogar gequält hat.
Man hat das Gefühl bekommen, dass die Figuren nicht nur eine gemeinsame schwer zu meisternde Mission hatten, die sie alle vereinte - sie hatten auch eine persönliche, teils geheime Herausforderung, die sie meistern mussten. Dementsprechend waren viele tolle Charakterentwicklungen dabei!Das Einzige, was mir ein wenig gefehlt hat, war ein wenig Romantik - aber auch nur ein kleines bisschen. Ich fand es zwar sehr angenehm, dass es weder explizite Szenen noch übertrieben, wenig glaubhafte Liebesbekundungen gab. Die romantischen Momente blieben dezent und zwischen den Zeilen, was gut zur Geschichte gepasst hat. Ein Hauch mehr hätte mich trotzdem gefreut.
Letztendlich ändert es aber nichts daran, dass mir dieses Buch sehr gefallen hat und der Plot und der Schreibstil wirklich grandios waren.Insgesamt also eine eindeutige Empfehlung.
Sternebewertung:
Plot: 5/5
Originalität der Geschichte: 5/5
Charaktere und ihre Entwicklung: 10/5
Schreibstil: 4/5
Gesamtwertung: 5/5 - Nina Blazon
Der Winter der schwarzen Rosen
(320)Aktuelle Rezension von: mrsmietzekatzemiauzgesichtTajann und Liljann könnten unterschiedlicher nicht sein. Die eine ist dominant, hat große Träume und würde alles für diese opfern. Die andere ist schüchtern und birgt ein tödliches Geheimnis. Die Familie wurden nach dem Tod der Mutter an den Waldrand verbannt um dort die unzerstörbaren Felle für die Rüstungen der königlichen Garde zu gerben. In ihrer Welt ist es Brauch, dass das älteste Kind fortgeschickt wird um neue Länder zu erkunden und erobern. Die Zweitgeborenen können erst danach ihre Zukunft frei gestalten. Allen weiteren Kindern ist die Zukunft mehr oder weniger vorherbestimmt. Bevor ein Kind in die weite Welt ziehen darf, muss es von den Eltern freigegeben werden. Liljann wird jedoch nicht freigesprochen denn ihr Vater will seine Kinder nicht gehen lassen. Sie reißt sich auch nicht darum das Elternhaus zu verlassen. Liljann hat Angst vor dem neuen Land da es dort sehr gefährlich ist. Nur Tajann wartet sehnsüchtig auf den Freispruch. Sie will unbedingt an den königlichen Hof und endlich in besseren Kreisen leben, wie damals als ihre Mutter noch lebte. Auf einem Fest verliebt sie sich in einen wichtigen Untergebenen der Königin und damit steht ihr Entschluss. Sie muss alles dafür geben endlich an ihr Ziel zu kommen auch wenn sie dafür ihre Familie opfern muss. Doch was ist, wenn der Palast nicht das für sie bereithält was sie sich verspricht? Und was wird aus Liljann? Was ist ihr gefährliches Geheimnis?
Der Schreibstil ist sehr detailreich und die Kapitel ellenlang, beides Punkte die mir nicht gefallen. Die Sicht wechselt dauerhaft zwischen den beiden Schwestern. Jede von ihnen hat ihre eigene Schriftart bekommen um die beiden auseinanderhalten zu können, das finde ich sehr gut. Aufgrund der hohen Seitenanzahl ist es schwer den Spannungspegel oben zu halten. Zwischendurch gibt es immer wieder Strecken die sich etwas ziehen. Dafür sind die energiegeladenen Szenen umso interessanter. Die Geheimnisse zu lüften und hinter die Intrigen zu steigen hat mir sehr gefallen. Manche Wendungen waren ersichtlich und andere haben mich komplett überrascht. Das Ende finde ich nicht so schön, für mich bleiben zu viele Fragen offen.
Es gibt sehr viele Figuren und Wesen in dem Buch, allen gerecht zu werden ist also quasi unmöglich. Die Schwestern sind sehr gut charakterisiert sowie ein paar kleinere Nebenrollen. Die Mädchen sind sehr verschieden, ich weiß aber nicht wen ich besser finden soll. Beide sind eigen und ich selbst hätte oft anders gehandelt.
- Gotthold Ephraim Lessing
Emilia Galotti
(905)Aktuelle Rezension von: Anna_Lea_ThielEmilia Galotti von Gotthold Ephraim Lessing ist ein klassisches Trauerspiel, das mich trotz einiger schnulziger Momente sehr angesprochen hat. Die Geschichte handelt von Emilia, die zwischen Pflicht, Ehre und Liebe hin- und hergerissen ist, während Macht, Intrigen und persönliche Interessen der Adligen ihr Leben bedrohen.
Mir hat gefallen, dass das Stück nicht nur eine emotionale Handlung bietet, sondern auch gesellschaftliche Themen anspricht – wie Machtmissbrauch, Eifersucht und Manipulation. Orsina ist eine Figur, die besonders heraussticht: Sie zeigt deutlich, wie verletzlich, aber auch stark Menschen in solchen gesellschaftlichen Strukturen sein können. Manche Passagen waren mir zwar etwas zu emotional aufgeladen oder schnulzig, aber an und für sich ein interessantes Buch.
Aus Emilia Galotti habe ich mitgenommen, wie wichtig moralische Entscheidungen und persönliche Integrität sind und dass Macht und gesellschaftlicher Druck große Konsequenzen haben können. Ich würde das Stück allen empfehlen, die klassische Literatur, tiefgründige Charaktere und gesellschaftskritische Themen mögen.
- Stefan Ahnhem
Minus 18 Grad (Ein Fabian-Risk-Krimi 3)
(222)Aktuelle Rezension von: VeronikaGruenschlagDer Thriller verbindet mehrere beklemmende Handlungsstränge zu einem hochspannenden Gesamtbild: Tote tauchen plötzlich wieder auf, Identitäten werden gestohlen, gelangweilte Jugendliche überschreiten gefährliche Grenzen, und selbst Mobbing am Arbeitsplatz entwickelt eine zerstörerische Dynamik.
Ahnhem gelingt es, diese zunächst lose wirkenden Elemente zu einem packenden Plot zu verweben, der nicht nur fesselt, sondern auch mit einer schlüssigen und realistischen Auflösung überzeugt. Die Spannung steigert sich kontinuierlich und hält bis zur letzten Seite an.
Eine klare Empfehlung – allerdings mit einem kleinen Vorbehalt: besser nicht allein spätabends oder nachts lesen 😊
- Ruth Hogan
Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge
(196)Aktuelle Rezension von: namaste_jenEin schön geschriebener Roman, der sich leicht lesen lässt. Am Anfang war ich von der zweiten Handlungsebene etwas verwirrt und wusste nicht, worauf sie hinauswill – am Ende fügt sich aber alles zusammen. Zwischendurch war es stellenweise etwas langatmig, sodass ich einzelne Abschnitte eher überflogen habe. Gut gefallen hat mir die Dynamik zwischen Laura, Freddy und Sunshine.
- Dennis Lehane
Shutter Island
(290)Aktuelle Rezension von: Pascal_MaessIch kannte Shutter Island bereits durch den Film und hatte deshalb zunächst etwas Sorge, dass mir das Buch zu wenig Spannung bieten könnte. Die Story war mir grundsätzlich bekannt, auch wenn ich mich längst nicht mehr an jedes Detail erinnern konnte.
Diese Sorge war völlig unbegründet.
Dennis Lehane schafft es schon auf den ersten Seiten, eine unglaublich dichte und düstere Atmosphäre aufzubauen. Regen, Kälte, Ostküste, die Überfahrt – noch bevor man überhaupt richtig angekommen ist, liegt bereits dieses bedrückende Gefühl über der Geschichte.
Interessanterweise war mein Vorwissen beim Lesen teilweise sogar ein Vorteil. Bestimmte Gespräche, Reaktionen und Gedanken liest man anders, weil man weiß, dass nicht alles so sein muss, wie es auf den ersten Blick erscheint. Dadurch entsteht eine zweite Ebene der Spannung. Man achtet stärker auf Zwischentöne und fragt sich ständig, was tatsächlich passiert und was möglicherweise nur aus der Wahrnehmung der Hauptfigur heraus entsteht.
Genau hier zeigt Lehane seine große Stärke: Er streut Hinweise, ohne sie einem aufzudrängen. Viele Szenen wirken zunächst seltsam, teilweise fast wirr, bekommen aber im weiteren Verlauf immer mehr Gewicht. Wenn man das Ende kennt, erkennt man plötzlich, wie sorgfältig vieles vorbereitet wurde.
Und trotzdem verliert das Buch dadurch nicht seine Wirkung.
Im Gegenteil: Gerade weil man ahnt, worauf alles hinauslaufen könnte, entsteht stellenweise eine ganz eigene Spannung. Man wartet nicht nur auf eine Auflösung, sondern beobachtet, wie sich die Geschichte Stück für Stück zusammensetzt.
Besonders stark ist dabei, dass das Ende nicht einfach nur als Überraschung funktioniert. Es verändert rückwirkend die Bedeutung vieler vorheriger Szenen. Plötzlich passen Ereignisse, Gespräche und kleine Details zusammen und ergeben ein Gesamtbild, das bereits die ganze Zeit vorhanden war.
Genau so muss ein Twist funktionieren.
Nicht, indem ein Autor am Ende plötzlich neue Informationen aus dem Nichts zieht, sondern indem er dem Leser zeigt, dass die Wahrheit die ganze Zeit vor ihm lag.
Und obwohl ich das Ende bereits kannte, hat es mich erneut aufgewühlt. Das zeigt für mich, dass Shutter Island weit mehr ist als nur ein Thriller mit einem berühmten Twist. Die emotionale Wirkung bleibt bestehen, weil die Geschichte auch unabhängig davon funktioniert.
Fazit:
Atmosphärisch dicht, psychologisch spannend und hervorragend konstruiert. Shutter Island ist eines dieser Bücher, bei denen das Ende den gesamten Roman rückwirkend noch einmal verändert.Ein Buch, das sowohl ohne Vorwissen als auch mit Kenntnis der Geschichte hervorragend funktioniert.
- Ava Juliens
Der Spiegel deiner Seele: Du gehörst mir mein Mädchen
(23)Aktuelle Rezension von: Read-and-CreateErst einmal vor weg, das Buch gibt es kostenlos bei verschiedenen Onlinehändlern. Da der Klappentext gut klang, habe ich es mir heruntergeladen und las mich in eine Geschichte, die ich in keinster Weise Erwartet hatte.
Das Buch ist gut geschrieben, sehr vielschichtig und abwechslungsreich. Zudem alles andere als der bekannte Einheitsbrei. Aber mir ist die Hauptprotagonistin überhaupt nicht Sympathisch und leider endet das Buch mit einem üblen Cliffhanger und vielen offenen Fragen.
- Maria Adolfsson
Doggerland – Tiefer Fall
(113)Aktuelle Rezension von: WirkommuDie Kollegen im Grippe-Krankenstand oder in Weihnachtsurlaub, sie selbst eigentlich auch noch krankgeschrieben: Aber ein Todesfall in Noorö führt Karen Eiken Hornby zurück in die alte Heimat. Die Polizisten vor Ort über die „Einmischung“ nicht gerade erbaut, sind nur bedingt eine Hilfe, die zugesagte Unterstützung trifft erst ein, als es einen weiteren Todesfall gibt, der genauso wie der erste, ein Mord war. Zudem zwingen dramatische Entwicklungen im privaten Umfeld sie dazu, ständig zwischen ihrem privaten Wohnort und den Tatorten hin- und herzufahren, bei schlechtestem Wetter. Es entwickelt sich eine schwierige und aufwändige Motiv- und Tätersuche, die sie schließlich in größte Gefahr bringt, denn der Täter wusste sehr geschickt alle in seinem Umfeld und auch die Ermittler zu manipulieren und zu täuschen. Dicht gewebt wird eine Geschichte von Hass und Habsucht, Selbstüberschätzungen und intriganten familiären Verstrickungen erzählt, dabei auch die Vorgeschichten der Protagonisten eingewoben. Bildhafte Sprache, angenehmer Schreibfluss, gute Spannungsbögen sorgen für eine spannende, wendungsreiche Lektüre, die fast schon Pageturner Qualität hat.
- Peggy Hohmann
Der grüne Palast
(75)Aktuelle Rezension von: Hellena92Wien, 1816: Gräfin Lazansky wird beauftragt, Erzherzogin Leopoldine nach Brasilien zu begleiten. Vor ihnen liegt eine aufregende und zugleich beschwerliche Reise ans andere Ende der Welt. Die junge Gräfin ist wenig erfreut, dass auch Fürst Metternich mit von der Partie ist. Der kluge politische Kopf gilt am Hof als skrupelloser Schürzenjäger. Er war es auch, der die Hochzeit mit dem portugiesischen Thronfolger für Leopoldine eingefädelt hat. Was die Frauen nicht ahnen: Seine Beschreibungen des fernen Paradieses erweisen sich als eine große Lüge.
Mein Fazit:
So ein schönes Cover. Das ganze in briefformat zu schrieben war eine schöne Idee. Aber ich hab mich nicht abgeholt gefühlt. Alles wirkte abgehackt und lieblos. Ich war irgendwann so gelangweilt, dass ich abgebrochen habe
- A. G. Howard
Dark Wonderland - Herzkönig
(101)Aktuelle Rezension von: subwaytosindyDas Buch bildet einen wunderbaren Abschluss und bleibt bis zum Ende spannend. Die Wendungen sind immer wieder fantasievoll und unerwartet.
Ich kann nur empfehlen diese Geschichten selbst zu lesen, auch wenn man im ersten Teil einen Moment braucht, um in den Bann gezogen zu werden.
- Judith Winter
Siebenschön
(215)Aktuelle Rezension von: supersusiSpannender Thriller um einen Serienkiller. Jede Leiche ist anders hingerichtet und in Szene gesetzt worden. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass gezielt bestimmte Leute per Brief angewiesen wurden, zu dem Ort zu gehen, wo sie dann die Leichen finden. Aber auch da scheint es keinen Zusammenhang zu geben. Die Betroffenen kannten sich weder untereinander, noch die Opfer. Nach welchem Muster geht der Täter vor ? Da alles so voller Symbolik ist, wird er sich ja was dabei gedacht haben. Die Polizei kommt kaum hinterher mit ihren Ermittlungen, da gibt es schon die nächste Leiche, und die nächste....
Spannend, flüssig geschrieben, nach und nach wird das Geheimnis aufgedeckt. Leider ist die eine Ermittlerin eine totale Zicke. Alle anderen Personen sind sympathisch. Ich werde mehr von der Autorin lesen. Aber nicht mit der Zicke.
- Camilla Läckberg
Die Eishexe (Ein Falck-Hedström-Krimi 10)
(183)Aktuelle Rezension von: supersusiIn Fjällbacka verschwindet die 4 jährige Stella. In einem Waldsee wird ihre Leiche gefunden. 30 Jahre später verschwindet wieder eine 4jährige vom gleichen Hof. Ist es derselbe Täter ? Damals haben sich 2 Teenagerinnen zu der Tat bekannt, dann aber widerrufen. Hauptkommissar Patrik Hedström und sein Team ermitteln. Aber sein Chef, der an Inkompetenz kaum zu überbieten ist, baut wieder einmal Mist, nur dass es diesmal ein Menschenleben kostet.
Die Kinder der beiden Teenager Mädchen von damals finden langsam zueinander, haben beide doch ihr Leben lang unter den Folgen der alten Geschichte gelitten. Aber werden sie von der Dorfjugend in Ruhe gelassen ? Und dann gibt es da noch die Geschichte aus dem Mittelalter, die parallel dazu erzählt wird. Allerdings finde ich die Einbindung oder den Zusammenhang in diesem Buch nicht so gelungen wie in " Die Töchter der Kälte ". Da schließt sich der Kreis der alten Geschichte von 18hundertund. Hier steht die Geschichte von 16hundertund eher für sich und den Zusammenhang finde ich weit hergeholt. Auch ist dieses Buch sehr lang mit seinen über 700 Seiten und man hätte die Geschichte straffen können. Andererseits ist das Buch sehr spannend, die Charaktere sympathisch und es macht Spaß, es zu lesen. ich mag den flüssigen Schreibstil und die Figuren wachsen einem ans Herz.
Daher eine klare Leseempfehlung.
- Hisashi Kashiwai
Das Restaurant der verlorenen Rezepte (Die Food Detectives von Kyoto 1)
(133)Aktuelle Rezension von: Julia_Tim_MertensKein klassischer Krimi! Hier geht es um Gerichte, Erinnerungen und um die Frage, ob ein Geschmack Vergangenes zurückholen kann.
Das Kamogawa Diner in Kyoto trägt kein Schild, es gibt auch keine Speisekarte. Wer es findet, sucht mehr als Essen. Im hinteren Teil arbeitet eine kleine Detektei. Vater Nagare, früher Polizist, und seine Tochter Koishi nehmen besondere Aufträge an. Menschen wollen ein Gericht wiederfinden, das sie mit einer wichtigen Person oder einem Wendepunkt verbinden. Der Ablauf wiederholt sich in sechs Episoden. Erst das Gespräch mit Koishi, dann Nagares Recherche. Zwei Wochen später steht das rekonstruierte Gericht auf dem Tisch. Mit dem ersten Bissen kommen Gefühle zurück, die lange verdrängt waren.
Besonders nah ging mir die Geschichte einer älteren Frau, die Jahrzehnte später noch einmal den Eintopf kosten möchte, den sie bei einem Heiratsantrag gegessen hat. Damals ist sie einfach gegangen. Als sie das Gericht erneut probiert, wird deutlich, dass es nie nur um das Essen ging.
Beim Lesen bekommt man Hunger. Udon, Sushi, Tonkatsu oder einfache Hausgerichte werden so anschaulich beschrieben, dass ich zwischendurch am liebsten selbst gekocht hätte. Hungrig sollte man dieses Buch nicht beginnen.
Ein rot getigerter Kater streift durch jedes Kapitel und sorgt für leise, warme Momente, genauso wie auch die Beziehung zwischen Vater und Tochter. Ruhig, eingespielt, mit trockenem Humor.
Ein kleiner Abzug, weil das Muster der Fälle ähnlich bleibt und manche Wendung absehbar ist. Trotzdem habe ich die Geschichten wirklich gern gelesen. Am Ende blieb vor allem Appetit - auf japanisches Essen. Und auch auf die Fortsetzung.
- Astrid Fritz
Tod im Höllental
(44)Aktuelle Rezension von: Rose75Wie es sich schon am Ende des 3. Bandes „Das Siechenhaus“ angedeutet hat, sind Serafina und Achaz jetzt ein Paar und die Hochzeit steht an. Doch statt der Vorfreude auf die gemeinsame Zukunft mit dem Stadtarzt, überschattet die Sorge um die Schwesternsammlung die Vorbereitungen der Feierlichkeiten. Seit einiger Zeit ist ein Wanderprediger in Freiburg, der mit viel Nachdruck gegen die Beginen hetzt. Ihnen wird Ketzerei nachgesagt. Als eine tote Begine gefunden wird, versucht die Meisterin Catharina Hilfe beim Konstanzer Bischof zu erbitten. Dafür macht sie sich auf nach Villingen. Der Weg dorthin führt durch eine tiefe Schlucht, die das 'Höllental' genannt wird. Dort gerät die Meisterin in einen Hinterhalt und wird gefangen genommen. Serafina macht sich auf den Weg und will ihrer Meisterin helfen.
Mir hat diese Geschichte wieder hervorragend gefallen. Ich bin mittlerweile ein richtiger Serafina-Fan und freue mich schon sehr auf weitere Geschichten mit ihr.
- Daniel Mendelsohn
Eine Odyssee
(25)Aktuelle Rezension von: schokoloko29Daniel Mendelsohn ist Altphilologe und Professor in einer Uni. Sein Vater, Jay Mendelsohn, ist pensionierter Mathematiker und 81 Jahre alt. Er möchte noch einmal die Odysee zusammen mit seinem Sohn und seinen Studenten lesen.
Aus diesem Grund besucht er die Vorlesungen zu diesem Thema. Er hält nicht viel von Odysseus. Er weint, die Götter helfen ihm in schwierigen Situationen und er betrügt seine geliebte Frau Penelope. Dann passt er nicht gut auf seine Besatzung auf. Denn Odysseus ist der einzige Mensch, der den Feldzug nach Troja und wieder zurück nach Ithaka überlebt. Jay findet ihn gar nicht heldenhaft; sondern eher eine Memme, der hilflos ist und nichts alleine erreicht. Durch diese kontroverse Meinung entsteht viel Gesprächsstoff im Seminar und sein Sohn und sein Vater kommen ins Gespräch. Daniel Mendelsohn empfand seinen Vater eher hart, distanziert, rigide und er hatte schon als Kind durch seine Strenge einfach keinen guten Draht, Dies ändert sich durch das Seminar. Sie entwickeln Anknüpfungspunkte und sein Sohn erlebt den Vater zum ersten Mal in seinem Leben als fürsorglich und empatisch.
Auch wird der Sterbeprozess, das Aufwachsen in einfachen Verhältnissen und die schwierige Ehe von Jay Mendelsohn beleuchtet.
Für mich entwickelte sich das Buch immer positiver. Am Anfang ging es hauptsächlich um die Odyssee die verschiedenen Strophen und Kapitel von Homer. Was für Menschen, die sich dafür nicht interessieren eher trocken sein kann (Dies war für mich eher nicht der Fall). Doch je länger es fortdauert umso berührender war für mich das Buch.
Das Buch war sehr informativ, bezüglich der Odyssee und am Ende auch sehr berührend. Das Buch kann ich nur empfehlen.
- Saller
Wenn Martha tanzt
(116)Aktuelle Rezension von: AbnunchaEin Debütroman von Tom Saller, eine Reise eines jungen Mannes nach New York um ein Büchlein seiner Urgroßmutter zu versteigern, ein unbekannter Käufer bietet viel Geld dafür, aber wofür fragt man sich, es gilt ein Geheimnis zu Lüften. Das Buch ist eine Hommage an das Bauhaus in Weimar an Studierende und Künstler bis hin zur Machtübernahme der Nationalsozialisten, was zur Schließung der Schule führt. Martha, die als Studierende an der Kunstschule ist reist bei der Schließung der Schule zurück zu ihren Eltern in ein Dorf in Pommern. Eine Familie die mit der Musik lebt und deren Haus immer lebendig ist. Im Gepäck nicht nur das besagte Notizbuch, hier ist noch nicht zu erahnen was für einen immensen Wert es einmal haben wird, sondern auch ein Kind. Wer ist dieses Kind und wie kann der Weg hier weitergehen, der Krieg droht. Ein sehr gelungener Debütroman, den ich gerne gelesen habe. Allerdings hat mir das Ende nicht gefallen, wirkt wie unüberlegt, leider. Vielen Dank.
- Michael Köhlmeier
Die Nibelungen
(62)Aktuelle Rezension von: Karla_die_FreieDas Buch war sehr verständlich und interessant.
- Meike Winnemuth
Um es kurz zu machen
(33)Aktuelle Rezension von: HoldenWinnemuths Kolumnen aus diversen Zeitschriften, die man ja als männlicher Leser höchstens "beim Frisör" lesen würde (sagt man das heute noch?). Die Anleitung in den Kolumnen zu mehr Loben, Ehrlichkeit und Freundlichkeit sind ganz inspirierend, ganz klar Vorschläge zum Nachmachen, auch wenn einen die anderen (deutschen) einen erst einmal für bekloppt haltern werden. Am schönsten ist mir die Sylt-Geschichte in Erinnerung geblieben, vielleicht hat die Story die Punker letzten Sommer zum Besuch animiert?
- Fabcaro
Asterix 41
(36)Aktuelle Rezension von: derMichiWo sich andere Asterix-Bände in den letzten Jahren noch sichtlich bemühten auch neue Leser zu gewinnen ist "Asterix in Lusitanien" eindeutig ein Comic für langjährige Fans. Rudimentäres Vorwissen zum eingangs zitierten Band "Asterix: Die Trabantenstadt" ist hilfreich, wenn auch nicht zwingend Voraussetzung. Dass der vertraute Look der Nebenfigur Schnurres an die ruhmreichen Zeiten von Goscinny und Uderzo anknüpft ist ein Geschenk für langjährige Asterixianer und vervollständigt die antike Welt der wehrhaften Gallier.
Im Grunde gibt es kaum Überraschungen und vielleicht macht gerade das den Band zu einer angenehmen Konstante im sich permanent gegenseitig überbietenden Comicsektor. In der Geschichte setzen Zeichner Didier Conrad und Texter Fabcaro auch auf bekannte erzählerische Elemente wie den unvermeidlichen Culture Clash, wenn die Gallier neue Länder und neue Sitten kennenlernen, Obelix' Neigung zur Emotionalität und die unvermeidlichen kulinarischen Kollisionen. Der Kampf kleiner Unternehmer gegen Antagonisten mit Namen wie "Fetterbonus" und Handlanger à la "Niubisnes" sorgt für gelungene Spitzen gegen die Marktmacht von Konzernen und deren Einfluss auf Regierungen.
Vergnüglich sind auch die eher subtil eingestreuten Anachronismen, etwa die berühmte Lissabonner Straßenbahn (in Form von Pferdefuhrwerken mit Seilen über der Straße) sowie ein Rezeptionist, der vor dem Betreten eines Sicherheitsbereichs ein Passwort mit Zahlen und Sonderzeichen einfordert. Alles in allem eine versöhnliche Angelegenheit für Asterix-Fans aller Altersgruppen, die niemandem wehtut, aber auch nicht langweilt. Die Gallier haben ihre Nische gefunden und dürfen darin auch einmal in Ruhe Neues ausprobieren, ohne gleich Außerirdische zu treffen oder sich einen Lifecoach ins Dorf zu holen.
Originaltitel: "Astérix en Lusitanie" - Gottfried Keller
Spiegel, das Kätzchen: Ein Märchen
(6)Aktuelle Rezension von: NelebooksInhalt (amazon): "Der Stadthexenmeister Pineiß braucht, um seine Hexerei auszuüben, Katzenschmer, und er verführt den halb verhungerten Spiegel zur Unterzeichnung eines Kontraktes. Spiegel soll zwar gefüttert werden, aber gleichzeitig auch mit seinem Fett und seinem Leben bezahlen. Des Hexenmeisters Hingabe ans Geld und an dunkle Geschäfte nährt sich vom Elend anderer. Aber ganz so einfach ist es nicht. Zwar locken den Kater die leckeren Speisen des Hexenmeisters mit unwiderstehlicher Gewalt, und er eignet sich bald die frühere Stattlichkeit seines Leibes zurück, doch auf der Basis der sicheren, regelmäßigen Nahrung erwacht er auch wieder zu tätigem Denken und zu praktischer Vernunft."
Cover: Auf dem Cover ist der Autor abgebildet. Hier hätte ich es schöner und treffender gefunden, wenn der Kater in einer Weise abgebildet gewesen wäre.
Meinung: Zu Anfang wird der Kater vorgestellt, der stets katzenartig bleibt, aber durch sein Sprechen und manche Sätze etwas menschlich erscheint. Spiegel ist mir sympathisch und ich habe das hier gerne verfolgt. Er ist ein schlauer Kater und ich war gespannt, wie er was handhabt. Der Hexenmeister ist nicht sonderlich sympathisch und somit fiebert man immer mit, dass für Spiegel alles gut ausgeht. Die Sprache ist hier natürlich nicht wie in aktueller Literatur, aber ich mag das gerne und fand es daher schön. Rundum ein kurzweiliges, interessantes Märchen, das ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann.
- Richard Osman
Wir finden Mörder (Wir finden Mörder-Serie 1)
(164)Aktuelle Rezension von: sunny-girlDie Personenschützerin Ami, ihr Schwiegervater Steve, ein pensionierter Polizist, und die etwas durchgeknallte Thrillerautorin jetten um die Welt, um die Morde an Influencern aufzuklären. Dabei werden sie von Killern gejagt. Nebenbei erfährt man noch von den Aktivitäten der Gegenspieler um Francois Loubet, dessen Identität erst am Schluss aufgeklärt wird.
Die Beschreibung der Personen sind sehr treffend. Man hat sofort ein Bild vor Augen. Auch gefällt mir der schwarze Humor des Autor. Die Handlung entwickelt sich rasant. Die Handlungsstränge wechseln ständig, aber mir viel es leicht den Überblick zu behalten.
Das Buch hat mich gut unterhalten. Ich vergebe 5 Sterne und eine Leseempfehlung. - Kera Jung
Spring
(4)Aktuelle Rezension von: sarah_booksanddreamsPuh, ich tue mich ehrlich ein wenig schwer, die richtigen Worte zu finden.
Die Geschichte von Sumas & Burn kam für mich einem Unfall gleich.
Einerseits hat sie mich abgeschreckt, andererseits wollte ich immer wissen, wie es weiterging.
Der Schreibstil ist angenehm & flüssig, und trug mich förmlich durch die Seiten.
Obwohl ich mich inmitten der Geschichte eher wie in einer schlechten Hartz-4-Doku fühlte.
Die Protagonisten waren mir durchweg zu oberflächlich, zu einfältig & zu leicht gestrickt.
Selbst Hauptprotagonistin Sumas, die ja anscheinend etwas im Köpfchen hat,
und recht gut erzogen worden ist, erschien mir sehr naiv.
Ich konnte ihr Tun & Denken oft nicht nachvollziehen.
In Burn fand ich einen Funken Tiefe, der leider genauso schnell, wie er aufkam wieder erstickt wurde.
Die Gefühle zwischen Sumas & Burn konnte ich leider auch nicht nachvollziehen,
Anziehung war für mich auch keine vorhanden.
Überhaupt war für mich kaum Gehalt in der Liebesgeschichte.
Die Handlung war oft recht absurd und es gab viel Drama.
Als Fazit fällt mir für die Story leider nur ein: „Trash-Produktion“ im Buchformat.
2 Sterne
- Eric Weißmann
Aber bitte mit Reet!
(20)Aktuelle Rezension von: AngelaKSylt, Insel der Schönen und Reichen …. und ohne eigene Immobilie ist das Schickimicki-Dasein nicht vorstellbar.
Eric Weißmann arbeitet als Immobilienmakler auf Sylt. Mit seiner exklusiven Klientel erlebt er einiges, speziell, wenn es um den Verkauf einer Immobilie geht. Die Geschichten decken alle Bereiche des Lebens wie z.B. Tod oder Scheidung ab und lassen oft tief hinter die Fassade schauen. Verdächtige Geräusche aus dem Schlafzimmer bei der Immoblien-Besichtigung oder Leihmutterschaft sind nur einige der skurrilen Angelegenheiten, die ein Immobilienmakler auf Sylt erlebt.
Das Buch fesselt den Leser. Man kann es wirklich in einem Rutsch durchlesen. Gut und glaubwürdig erzählt, auch wenn man sich manches Mal kaum vorstellen, daß die Geschichten überhaupt möglich sind. Sie sind schräg, skurril und unwahrscheinlich lustig.























