Bücher mit dem Tag "listen"
15 Bücher
- Mona Kasten
Save Me: Special Edition
(3.547)Aktuelle Rezension von: bookniine6
Yes, I know – I’m late to the party! Die Reihe wurde mir unzählige Male empfohlen und lag schon ewig auf meinem SuB. Nun habe ich Band 1 endlich gelesen und ich wurde nicht enttäuscht.
Da ich den Schreibstil der Autorin bereits aus anderen Büchern kannte, wollte ich auch diese Reihe unbedingt lesen. Auch wenn ich kurz gebraucht habe, um in die Geschichte hineinzufinden, hat mir Band 1 richtig gut gefallen.
Beim Lesen fiel mir dann auf, dass mir vieles bekannt vorkam, bis mir klar wurde, dass ich Staffel 1 der Maxton Hall Serie wohl doch schon gesehen hatte, obwohl ich eigentlich ein Fan von „erst Buch - dann Serie/Film“ bin. Dadurch hatte ich die Schauspieler immer vor Augen, auch wenn das Buch natürlich deutlich ausführlicher ist.
Trotzdem hat mir Band 1 sehr gefallen und der fiese Cliffhanger am Ende hat dafür gesorgt, dass ich direkt mit Band 2 weitergelesen habe.
Klare Leseempfehlung! 💛
- der Ältere Dumas
Die drei Musketiere
(384)Aktuelle Rezension von: Itsnotabout_HappyendingsHandlung und Struktur Die Geschichte folgt dem jungen d'Artagnan, der nach Paris kommt, um Musketier zu werden. Durch eine Verkettung von Umständen freundet er sich mit den drei Musketieren Athos, Porthos und Aramis an. Was als persönliche Geschichte beginnt, entwickelt sich zu einer epischen Erzählung von politischen Intrigen, gefährlichen Missionen und schicksalhaften Begegnungen.
Dumas gelingt es meisterhaft, verschiedene Handlungsstränge zu verweben. Die Haupthandlung um die Diamantspangen der Königin wird durch zahlreiche Nebenhandlungen ergänzt, die alle kunstvoll miteinander verknüpft sind. Die Spannungsbögen sind perfekt getaktet - kaum ist ein Abenteuer überstanden, wartet schon das nächste.
Charakterzeichnung Die Charakterisierung der Hauptfiguren ist außergewöhnlich differenziert. Jeder der vier Protagonisten hat eine eigene, unverwechselbare Persönlichkeit:
- D'Artagnan: Jung, ungestüm, aber clever und lernfähig
- Athos: Geheimnisvoll, aristokratisch, von dunkler Vergangenheit geprägt
- Porthos: Kraftvoll, prahlerisch, aber von großer Loyalität
- Aramis: Elegant, intellektuell, zwischen weltlichen und geistlichen Ambitionen schwankend
Besonders bemerkenswert ist die Figur der Milady de Winter - eine der faszinierendsten Schurkinnen der Literaturgeschichte, deren Komplexität bis heute beeindruckt.
Historischer Kontext Dumas bettet seine fiktive Geschichte geschickt in den historischen Kontext des Frankreichs unter Ludwig XIII. ein. Die politischen Intrigen zwischen Kardinal Richelieu und Königin Anna von Österreich, die Spannungen mit England und die Belagerung von La Rochelle bilden einen fesselnden historischen Hintergrund.
Sprache und Stil Der Autor beherrscht die Kunst, packend zu erzählen. Seine Dialoge sind witzig und schlagfertig, die Beschreibungen lebhaft und atmosphärisch. Die Duelle werden mit einer Dynamik geschildert, die den Leser mitten ins Geschehen versetzt. Dumas' Sprache ist dabei zugänglich und direkt, ohne an literarischer Qualität einzubüßen.
Thematische Tiefe Unter der spannenden Oberfläche behandelt der Roman zeitlose Themen:
- Die Bedeutung von Freundschaft und Loyalität
- Der Konflikt zwischen persönlicher Ehre und Staatsräson
- Die Komplexität menschlicher Beziehungen
- Die Frage nach Gerechtigkeit und Vergeltung
Kulturelle Wirkung Der Einfluss des Romans auf die Populärkultur ist kaum zu überschätzen. Der Wahlspruch "Einer für alle, alle für einen" ist zum geflügelten Wort geworden. Die zahlreichen Adaptionen für Film, Fernsehen und Theater zeugen von der ungebrochenen Faszination der Geschichte.
Kritische Würdigung Natürlich lässt sich aus heutiger Sicht einiges kritisch sehen:
- Die Darstellung der Geschlechterrollen ist zeitbedingt
- Manche Handlungsstränge verlieren sich in Nebensächlichkeiten
- Einige historische Ungenauigkeiten sind vorhanden
Diese Aspekte schmälern jedoch nicht die literarische Leistung und die packende Erzählkunst des Autors.
Fazit "Die drei Musketiere" ist ein zeitloser Klassiker, der auch heute noch zu fesseln vermag. Die Kombination aus spannender Handlung, komplexen Charakteren und historischem Panorama macht den Roman zu einem außergewöhnlichen Leseerlebnis. Dumas gelingt der seltene Spagat zwischen anspruchsvoller Literatur und mitreißender Unterhaltung. Ein Meisterwerk, das zu Recht seinen Platz im Kanon der Weltliteratur gefunden hat.
- Todd Hasak-Lowy
Dass ich ich bin, ist genauso verrückt wie die Tatsache, dass du du bist
(47)Aktuelle Rezension von: EmmyLDas Leben des 15 jährigen Darren wurde wiederholt durch starke Veränderungen in seinem geregelten Alltag erschüttert. Es begann damit, dass sein bester Freund einfach weggezogen ist. Leider sieht sich Darren nicht dazu in der Lage den Verlust durch eine neue Bekanntschaft auszugleichen. Er zieht sich zurück und wird in der Schule zum Einzelgänger. Zu Hause macht er mit seinem großen Bruder Nate Garagenmusik. Dieses großartige Hobby muss er aufgeben, als Nate zum studieren wegzieht. Der Verlust ist noch nicht richtig verschmerzt, da geben seine ständig streitenden Eltern ihre Trennung bekannt. Nun muss er in zwei Wohnungen leben und seine Zeit zwischen den Eltern aufteilen. Natürlich reichen diese Veränderungen noch nicht aus. Gerade als Darren sich mit dem Geschehenen abgefunden hat und darüber nachdenkt endlich Zoe anzusprechen, outet sich sein Vater zum Frühstück als schwul. Völlig überfordert mit dieser Information, ohne die Möglichkeit eines intensiven Gesprächs, flüchtet Darren mit dem Bus zu seinem Bruder. Während des völlig verrückten Wochenendes kommt er endlich der seltsam faszinierende Zoe näher. Leider verschwindet diese plötzlich aus seinem Leben, noch bevor er sich seiner Gefühle für sie völlig sicher ist.Darren ist sensibel, musikalisch begabt, intelligent, introvertiert und harmoniebedürftig. Als sein geregeltes Leben zerrissen wird, fühlt er sich haltlos und verwirrt. Jeder in seiner Familie hat mit eigenen Problemen zu kämpfen. Der Vater flüchtet sich in spirituelle Selbstreflexion, um innere Zufriedenheit zu finden. Die Mutter stürzt sich in Arbeit und Projekte für welche sie lange Geschäftsreisen unternehmen muss, um Anerkennung und Glück zu finden. Der Bruder kämpft mit dem Scheitern an der Universität und dem Finden eines richtigen Lebensziels. Zwischen den drei wichtigsten Menschen in seinem Leben mit ihren riesigen Problemen fühlt sich Darren unsichtbar, nicht gewollt und nicht gefragt. Zoe erscheint ihm wie ein heller Lichtstreif am Horizont, auch wenn sie ihre eigenen dunklen Dämonen mit sich herumträgt.
Dieser Roman ist in Listenform geschrieben. Er liest sich etwas merkwürdig. Jeder Abschnitt bzw. Seitenanfang beginnt in etwa wie dieses Beispiel: „5 Vergleiche zwischen Kalifornien und Chicago, die seine Mom zu Beginn ihres Spaziergangs anstellt: 1. … 2. … 3. … 4. … 5. …" Trotz der sperrigen Listenform entsteht beim Lesen ein klares Bild von der Handlung. Diese ergibt sich zwar etwas umständlich aus den Listen, hat aber durchaus einen gewissen Reiz beim Lesen und weckt die Neugier. Das außergewöhnliche Werk spiegelt perfekt die Zerrissenheit eines Teenagers zwischen getrennten Eltern wieder, zeigt manchmal sehr direkt die Probleme während der sexuellen Selbstfindung und beschreibt aufschlussreich Fantasien sowie Tagträume eines kreativen, sensiblen Geistes.
Das Buch ist für Heranwachsende, für Eltern pubertierender Kinder und alle die gern neue Leseerfahrungen machen, sehr zu empfehlen.
- Kira Mohn
Note to myself: Liebe ist keine Option
(149)Aktuelle Rezension von: biblio_feliIch habe „Note to myself“ auf der Büchermeile in Düsseldorf gefunden und mich total gefreut. Das Buch passt perfekt zu meinem Lesegeschmack: Protagonistin um die 30, solider Job, lustige Nebencharaktere. Ich hatte Bock und wurde auf den ersten Seiten schon mit einer solch lustigen Szene belohnt (iykyk). So ging es eigentlich das ganze Buch über weiter. Alice und ihre Clique, welche alle in einem Kinderbuchladen arbeiten, sind einfach zuckersüß zusammen. Gerade das hat mir an dem Buch besonders gut gefallen. Der Motor dieses Buches war nicht unbedingt die Liebesgeschichte zwischen Alice und Lennen sondern wirklich die Beziehungen aller Charaktere untereinander. Aber genau das ist dem Buch auch ein bisschen zum Verhängnis geworden. Ich hab die Lovestory leider nicht so richtig gefühlt. Für mich kam da nicht genug Tension zwischen den beiden auf, als dass ich Nachts wach bleiben musste, damit sie sich eeendlich kriegen. Trope-mäßig war das Buch leider auch ein bisschen all over the place. Gerade die letzten 50 Seiten hätte es „inhaltlich“ einfach nicht mehr gebraucht, bin ich ehrlich. Was ich aber zum Schluss positiv erwähnen möchte, sind die Listen am Anfang jedes Kapitels. Das fand ich richtig originell und hat mir gut gefallen. „Note to myself“ ist auf jeden Fall sehr unterhaltsam und lesenswert.
- Sasha Filipenko
Rote Kreuze
(184)Aktuelle Rezension von: petraellenAutor
Sasha Filipenko
Inhalt
Der junge Alexander ist gerade nach Minsk gezogen. Vor kurzem hat er seine Frau verloren und muss sein Leben mit seiner kleinen Tochter neu ordnen.
Auf dem Stockwerk seiner Wohnung lebt noch eine neunzig Jahre alte Frau, alleinstehend und an Alzheimer erkrankt. Nach einer kleinen Stadterkundung kommt er zu seiner Wohnung zurück und stellt mit Erstaunen fest, dass jemand ein rotes Kreuz auf seine Wohnungstür gemalt hat. Es stellt sich heraus, dass seine Nachbarin Tatjana Alexejewna es war. Alexander hält es zunächst für einen Scherz, doch Tatjana Alexejewna erklärt ihm, dass sie das Rote Kreuz braucht, um den Weg nach Hause zu finden. Sie erklärt Alexander, dass bei ihr kürzlich Alzheimer diagnostiziert wurde. Sie weiß, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis die Krankheit ihr Gedächtnis zerstört und ihre Erinnerungen ausgelöscht hat. Tatjana bittet Alexander in ihre Wohnung und will ihm ihre Geschichte erzählen. Eigentlich möchte er nicht auf einen Plausch zu ihr kommen, doch dann fesselt ihn die Lebensgeschichte.
„»… Ich würde Ihnen gern eine unglaubliche Geschichte erzählen. Eigentlich keine Geschichte, sondern eine Biographie der Angst. Ich möchte Ihnen erzählen, wie das Grauen den Menschen unvermittelt packt und sein ganzes Leben verändert.«“ (S. 15)
Sie erzählt von ihrer Vergangenheit, an die sie sich noch gut erinnern kann. Sie erzählt von dem Zweiten Weltkrieg, ihrer Arbeit im Außenministerium. Ihr Mann Ljoscha wurde vermisst und ihre Tochter Assja entriss man ihr, als sie wegen Volksverrat ins Lager kam.
Sie erzählt ein schockierendes Kapitel der russischen Geschichte, wie die Sowjetunion die russischen Kriegsgefangenen im Zweiten Weltkrieg im Stich ließ, wie ihre Familien als Verräter verfolgt wurden.
Sprache und Stil
Tatjana Alexejewna wird in London geboren. Anfang 1920 zieht sie mit ihrer Familie nach Moskau. Ihr Vater Alexej Alexejewitsch Bely sieht in dem Regierungswechsel „eine Revolution des Geistes! Petersburg und Moskau sind jetzt Städte des kleinen Mannes!“ (S. 23)
Tatjana begeistert sich für den Kommunismus. Sie dient ihrem Land und wird doch verhaftet.
Sie arbeitet als Fremdsprachensekretärin im Außenministerium, als sie einen Brief bekommt, den sie übersetzen soll. Es ist eine Liste mit Namen russischer Kriegsgefangener in Rumänien, auf der sie den Namen ihres Mannes entdeckt. Sie weiß, dass Kriegsgefangene und ihre Familien als Verräter verfolgt und in den Gulag geschickt werden. Sie nimmt den Namen aus der Liste und setzt einen anderen Namen, der bereits schon auf der Liste steht, dazu.
Die gefährliche Einmischung zum Schutz ihres Mannes hat nicht die Wirkung, die sie sich vorstellt. Sie wird als Verräterin bestraft und verbringt fast zehn Jahre voller psychischer und körperlicher Misshandlungen in einem weit entfernten, entsetzlichen Lager, ohne zu wissen, was mit ihrem Mann und Kind geieht. Erst nach der Haftentlassung erfährt sie, dass beide nicht mehr leben. Zudem plagt sie das schlechte Gewissen, einen Betrug vorgenommen zu haben, von dem sie sich eine Rettung erhoffte.
Sie ist am Ende ihres Lebens angekommen. Sechzig Jahre später erzählt sie ihre Lebensgeschichte ihrem jungen Nachbarn. Ihre Geschichte beginnt in Moskau 1941, als Russland schon im Krieg gegen das Nazideutschland steht. Sie erzählt von dem Wahnsinn der wütenden, stalinistischen Säuberungen.
Trotz alledem hat sie ihren Kampfgeist bewahrt und kämpft dafür, dass nichts vergessen wird.
Das Band zwischen Tatjana und Alexander
Tatjana hat Mann und Tochter verloren.
Alexander musste eine schwierige Entscheidung treffen. Er konnte wenigstens seine Tochter retten.
Beide sind verlassenen und beide werden mit dem Vergessen, Erinnern konfrontiert. Alexander hat kein Alzheimer und muss trotzdem gegen das Vergessen kämpfen.
Die Metapher „Alzheimer“ ist im Roman „Rote Kreuze“ allgegenwärtig.
Die Alzheimer-Krankheit als Schlüsselrolle
Tatjana hat Alzheimerkrankheit. Alzheimer beginnt mit leichten Gedächtnisstörungen und dem Betroffenen fällt es zunehmend schwer, sich in fremder Umgebung zu orientieren.
Es folgen deutliche Ausfälle bis zum Kontrollverlust. Das weiß Tatjana und kokettiert damit. „Ihr fällt der Vatername nicht mehr ein“ (S. 12).
Der Autor setzt die Alzheimerkrankheit als Metapher ein. Als Mahnung der Erinnerung und gegen das Vergessen. Es ist ein Aufschrei gegen das Vergessen. Hier insbesondere gegen das kollektive gesellschaftliche Vergessen, der Repressionen in den sowjetischen Republiken.
Die „Roten Kreuze“ stehen ebenfalls für „Alzheimer.“ Sie zeigen den Weg, dieses Vergessen zu verhindern. Die zahlreichen Dokumente geben Aufschluss darüber, was geschehen ist. Menschen, die davon betroffen waren, bekommen Namen, sie werden namentlich genannt. Die Schicksale werden sichtbar.
Denn nicht nur die Alzheimerkrankheit lässt vergessen, sondern auch eine Generation, die dies miterlebt hat, wird eines Tages nicht mehr da sein und darüber reden können. Und daher ist es wichtig, dass nichts in Vergessenheit gerät.
„Aber jetzt, wo in meinem Leben alles vorbei ist…jetzt denkt sich Gott, dieser von mir erdachte Gott, für mich Alzheimer aus, weil er Angst hat! Er hat Angst, mir in die Augen zu schauen! Er will, dass ich alles vergesse.“ (S. 197)
Historische Fakten, die überprüfbar sind
Sasha Flilipenko verwendet in seinem Roman „Rote Kreuze“ Dokumente, die er in Genf recherchiert hat, denn in Moskau werden diese Dokumente unter Verschluss gehalten. Das alleine ist schon sehr wertvoll, die Dokumente zu lesen. Sie bilden letztendlich auch die historische Grundlage für seinen Roman. Oftmals kann man aus den Dokumenten entnehmen, dass auf Briefe oder Telegramme keine Antwort kam „unbeantwortet geblieben“.
Jedes Dokument und jedes Telegramm stellt einen „Stolperstein" dar. Die Aussagen sind gewaltig. Wie wenig war man an Menschen interessiert, diese zurückzuholen. „Wir sind immer davon ausgegangen, dass sich in jeder Regierung und in jeder Organisation ein Mensch finden lässt, der sich zurückmeldet. Neun werden nicht antworten, aber der Zehnte wird das lesen und was unternehmen." (S. 266)
Jedes Dokument hat eine eigene Aussagekraft, ein anderes Schicksal. Es geht um Reden des Volkskommissars, Erklärungen des deutschen Botschafters von Schulenburg, Amnestie-Erlass aus der Prada, Einlieferungsschein in die Krankenstation des Gulag, vieles mehr. Eindrucksvoller kann man diese Zeit 1941/42 in diesem Zusammenhang nicht wiedergeben.
Erzählstrategie
Sasha Filipenko baut seinen Roman auf zwei Erzählsträngen auf. Einmal erzählt Tatjana und dann wieder Alexander. Bei beiden wechselt er zwischendurch die Perspektive mit dem Effekt, dass der Leser direkt das Geschehen verfolgen kann. Diese Strategie erzeugt einen Sog in das Geschehen, dem man sich nicht entziehen kann.
Der Text wird zudem durch Gedichte und Liedtexte aufgelockert.
Fazit
Sasha Filipenko ist ein außerordentlicher Roman gegen das Vergessen der geschichtlichen Verbrechen gelungen.
Tatjanas Schicksal wird in einem erschütternden, mitreißenden Lebensverlauf erzählt.
Dieser Lebenslauf steht stellvertretend für Millionen anderer Menschen, ist aber nicht fiktiv, sondern real. Genau das macht diesen Roman aus.
- Sophia Bergmann
Zum Glück ein Jahr
(31)Aktuelle Rezension von: Mitchel06Zum Glück ein Jahr von Sophia Bergmann
Name: Zum Glück ein Jahr
Autor: Sophia Bergmann
ISBN: 978-3453358911
Erschien: November 2016
Verlag: Diana Verlag
Seitenanzahl: 336
Klappentext: Ein Jahr nach Lazlos Tod hat Nele den Verlust ihres geliebten Mannes noch nicht überwunden. Und Julia hat sich als Mutter von Zwillingen über die Jahre selbst aus den Augen verloren. Am Silvesterabend blicken die Freundinnen gemeinsam zurück. Schlagartig merken sie, dass das Leben endlich ist und sie ihre Träume jetzt in Angriff nehmen müssen. Zeit für einen Neuanfang – und für eine Liste mit ihren größten Wünschen, die sie sich in den nächsten zwölf Monaten erfüllen möchten.
Meine Meinung:
Das Cover gefiel mir recht gut trotz seiner Schlichtheit sagt es sehr viel aus und ist mit vielen kleinen Elementen und Details ausgestatten. So sind alle Monate des Jahres in den kleinen Blätter des Baumes untergebracht.
Der Schreibstil gefiel mir sehr gut er war locker und leicht und hat mir zu diesem Buch sehr gut gefallen.
Die beiden Protagonisten gefielen mir sehr gut sind waren mir sehr sympathisch und im laufe des Buches gefielen sie mir immer besser. Die beiden Protagonistinnen schreiben sich Emails wodurch man beide noch genauer kennen lernen wodurch sie einen noch schneller ans Herz wachsen.
Besonders schön hierbei fanden ich die Abwechslung zwischen den geschriebene Email und der Erzählenden Person dadurch wurde das Buch deutlich spannender und brachte Abwechslung in das Buch wodurch es für mich nie langweilig wurde.
Dieses Buch ist echt eine tolle Idee gewesen und die Aufgaben gefielen mir persönlich selber sehr gut und haben mich dazu verleiht mir ebenfalls Gedanken über so eine Liste zu machen.
Alles in allem ist dieses Buch absolut lesenswert und hat von mir 4 von 5 Sternen verdient.
- Ursula Poznanski
Anonym
(69)Aktuelle Rezension von: ButtaEs war von Anfang an sehr spannend, die Story sehr interessant. Der online Aspekt mit dem Forum hat mir sehr gut gefallen, die Abgründe der Menschen wenn alles anonym ist, die nichtigen Gründe warum jemanden andere für einen Mord vorschlägt...
Leider hat mir die Sprecherin der FMC überhaupt nicht gefallen, ich fand ihre Stimme anstrengend, besonders wenn sie geschrien hat. Außerdem waren beide Hauptcharaktere extrem unsympathisch und Salomo auch noch sehr unprofessionell. Vieles wirkte unrealistisch, darunter auch das Ende, aber insgesamt wirkte die Polizeiarbeit eher schlecht. Dieses Problem hatte ich auch schon bei anderen Strobel Geschichten.
- Julia Lassner
Wie uns Reisen glücklich macht
(4)Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-NutzerCover: Es ist schön und stimmt direkt aufs reisen ein. Man schaut es gerne an und träumt sich weg. Es passt dadurch sehr gut zum Thema und ist perfekt gewählt.
Schreibstil: Angenehm und einfach gestaltet. Man kann dem gelesenen, aber gut folgen und stolpert auch über keine Wörter.
Meinung: Ich bin noch recht neu auf dem Gebiet der Reiseberichte und habe bisher noch nicht sooo viele Bücher gelesen, wie ich vielleicht gerne hätte, aber dieses hier konnte mich leider nicht ganz von sich überzeugen.
Der Einstieg war zwar super und auch der Schreibstil sehr angenehm, aber der gewisse Funke wollte einfach nicht rüber springen. Irgendwie fehlte mir auch der rote Faden und die Ereignisse schienen in dem Buch etwas wahllos aneinandergereiht. Auch Vor- und Nachwort hatten zwar einen schönen Klang, blieben aber eher kryptisch. So dass ich am Ende dachte etwas Entscheidendes verpasst zu haben. Als ob das Buch ein Geheimnis hätte, dass ich als Leser nicht wissen dürfte.
Zwischendrin fanden sich auch 3 Interviews von bekannteren Reisenden, die auf einige gestellte Fragen eingehen. Ganz nett gemacht, aber mehr leider auch nicht. Es wirkte eher wahllos eingefügt als durchdacht.
Zum Schluss muss ich einfach sagen, dass es nicht mein Buch war. Und das ist ok. Ich konnte mich nicht gut zurechtfinden und habe mich schwer getan. Das muss aber nicht jedem so gehen wie mir.
Fazit: Das Buch durfte bei mir wieder ausziehen, in der Hoffnung das es anderweitig ein schönes zu Hause findet.
- Cara Lindon
Winterglitzern
(51)Aktuelle Rezension von: RedroseWinterglitzern ist Teil 2 der Cornwall Seasons und dieses Mal geht es um das Curvy Model Bree. Die quirlige Brünette ist für jeden Spaß zu haben und genießt ihr Single Dasein in vollen Zügen. Als sie zur Unterstützung des elterlichen B&B vorübergehend nach St. Barth zurückkehren muss, warten nicht nur ihre besten Freundinnen Alys und Chesten auf sie, sondern auch ein attraktiver Mann, mit dem sie in London bereits einen Zusammenstoß hatte. Wird Ben der Mann sein, der Brees Entschluss sich nicht zu binden ins Wanken bringt? Und was für ein Geheimnis verbirgt Ben?
Wieder sind es die tierischen Helden, die hier für jede Menge Spaß sorgen. Bens Beagle Charlie Brown bringt mich immer wieder zum Lachen und ich fürchte, auch ich könnte diesen Hundeaugen nicht widerstehen.
Auch Teil 2 dieser Wohlfühlreihe hat mich begeistert und mich weiter mit dem Cornwall-Virus infiziert. Jetzt bin ich schon sehr gespannt auf Chestens Geschichte.
- Franziska Marielle Schatz
Augen auf, die Welt ist voller Wunder
(3)Aktuelle Rezension von: Bücherfüllhorn-BlogInsgesamt ist es ein schönes und perfekt-kurzweiliges Geschenkbuch, das besonders durch seine moderne Gestaltung und wenig Text hervorsticht. Es sind einfache Ratschläge, die sich leicht und oft kostengünstig umsetzen lassen, wenn man, wie immer, seine Komfortzone verlassen würde. Hier könnte ich ohne weiteres fünf Sterne geben, wenn ich das Buch zum Verschenken nehmen würde oder um eine Kleinigkeit zu Freunden mitzubringen, die bald verreisen wollen.
Für mich selber sehe ich das ganze etwas kritischer, denn viele Ratschläge zum achtsam sein, zum alternativen und ökologischen Reisen sind bekannt: Tiere beobachte, die Sprache des jeweiligen Landes lernen, Verzicht aufs Handy, regionale Anbieter. Die Sprüche konnten mich auch nicht wirklich packen, z.B. Ärgere dich nicht über die Schlaglöcher in der Straße, sondern genieße die Reise“ und ähnliche. Daher vergebe ich dafür nur drei Sterne.
Andererseits wird vieles aber im trubeligen Alltag vergessen, und da ist es manchmal gut, an alternative Aktivitäten erinnert zu werden und sich zu besinnen. Und dafür ist dieses kleine Büchlein dann ideal, als unkomplizierte Gedankenstütze, zum Durchblättern und um andere Ideen für den nächsten Urlaub sammeln.
Insgesamt möchte ich somit drei supergute Sterne vergeben. - Franziska Marielle Schatz
Alltagsabenteuer
(4)Aktuelle Rezension von: Bücherfüllhorn-BlogEin schön gestaltetes Büchlein, ca. DIN-A5 groß und sehr gut in der Hand liegend. Mit dem stabilen und dennoch flexiblen Einband passt es in jeden Rucksack.
Die Frage ist nur, wem könnte man es schenken? Die Person sollte schon kreativ sein, es muss geklebt und fotografiert werden. Sie sollte auch gerne schreiben, denn es gibt viele Zeilen zum Beschriften. Andererseits reicht es auch, wenn man nur im Buch blättert und sich Ideen nach Tagesform heraussucht. Es ist auch ein Büchlein, dass einen rückbesinnen lässt: Wo sind meine Lieblingsplätze, mein Lieblingsplatz? Kann ich den Lieblingsplatz ausführlich beschreiben? Welche Musik passt zu einem Sonnenuntergang …
Man könnte das Buch auch seinem Kind/Patenkind/Freundin/Freund/Lebensgefährten/Partner … schenken und dann gemeinsam umsetzen. Es erinnert mich ein wenig an das Buch „50 Abenteuer die du erleben sollst, bevor du 12 bist“, das ebenfalls noch Ideen zu Alltags-Abenteuern bietet.
Manche Ideen sind sehr einfach, aber dennoch ist das Buch ein Ratgeber, weil man oft an das Einfache und naheliegende überhaupt nicht denkt. Ein ideenreiches Mitmachbuch zum Besinnen. Ich vergebe vier von fünf Sternen - Paula Fürstenberg
Weltalltage
(27)Aktuelle Rezension von: Kristina_EiseleSie ist krank seit ihrer Kindheit. Er ist gesund und passt auf sie auf. Sie sind beide Kinder alleinerziehender Mütter aus dem Osten. Sie studieren im Westen und fühlen sich nie zugehörig bei den Gummistiefelkinder, die kein Bafög benötigen und auf Dachterrassen feiern. So funktioniert die Freundschaft von Max und der namenlosen Erzählerin in Laura Fürstenbergs Roman "Weltalltage". Doch dann nimmt Max´Onkel sich das Leben und Max ist überzeugt, auch jung sterben zu müssen wie alle Männer in seiner Familie. Und plötzlich verschieben sich die Rollen und nichts funktioniert mehr, bis Max einen Zettel auf dem Küchentisch hinterlässt mit der Mitteilung, in eine Klinik zu gehen.
Dieser Roman hat mich durchweg begeistert. Er ist ganz besonders in seiner Erzählform und wird in der Du-Perspektive aus dem Blick der Protagonistin erzählt, die einen Roman über ihre Freundschaft mit Max schreibt: Mögliche Anfänge, Listen, Glossare fügen sich zu einer Geschichte zusammen, in der wenig passiert und die trotzdem so viel vermittelt. Über unsere Körper, über chronische Krankheit und was es heißt, damit zu leben (physischer und psychischer Natur), über soziale Ungleichheit, über die Kraft der Freundschaft. Und trotz der Schwere dieser Themen lebt ein ganz herrlicher Humor auf diesen Seiten, der mich öfters laut auflachen ließ.
Paula Fürstenberg schreibt in einer ganz eigenen Form und in einer eigenen Sprache, die ich ganz wunderbar fand. Ihre Gesellschaftskritik ist fundiert und regt zum Nachdenken an. Bis auf einen 14-seitigen Exkurs zu Female Rage in der Geschichte habe ich alles an diesem Buch geliebt. Große Leseempfehlung, auch wenn ich mir vorstellen kann, dass man dieses Buch entweder großartig findet oder so gar nichts damit anfangen kann (an der Leseprobe kann man das sicher feststellen). Für mich war es ersteres.
Auf das Leben!
(8)Aktuelle Rezension von: MotherGooseImmer wieder schlagen wir neue Kapitel im Buch unseres Lebens auf – dieses Buch ermutigt dazu, dies bewusst zu tun.
Geboren werden, die Schulbeginn, der Start ins Erwachsenen- und ins Eheleben werden thematisiert – aber auch der Umgang mit Verlusten, mit Abschieden und dem Sterben. Nicht nur die großen Stationen im Leben werden beleuchtet; auch den Tages- und den Jahresablauf kann man bewusst und achtsam und dadurch intensiv erleben, Rituale ganz unverkrampft in den Familienalltag integrieren, auf Ausgewogenheit zwischen Schaffen und Pausen achten.
Das Buch enthält dazu eine Vielzahl praktischer Tipps, Checklisten und sogar einige Rezepte, und dazwischen immer wieder interessante Erfahrungsberichte. Gut fand ich auch den horizonterweiternden Blick über den Tellerrand hin zur Feierkultur im jüdischen und muslimischen Kulturkreis.
Stimmungsvolle Fotografien und eine exzellente grafische Gestaltung runden dieses inspirrierende Buch ab.
- Anke Girod
Kakaoherz & Listenliebe
(11)Aktuelle Rezension von: Philippa_OhnePunktundKommaMir hat das Buch richtig gut gefallen! Ich fand es nur immer schwer „Luv“ zu denken, weil ich vorher nur den Namen „Liv“ kannte, aber das ging schon 😅. Ich konnte mir durch die detaillierten Beschreibungen alles genau vorstellen, was ich sehr schön fand. Im Buch waren ziemlich viele Listen von Luv, was ja irgendwie logisch ist, aber mich haben die viele Listen immer so ein bisschen aus dem Lesekonzept gebracht. Also es waren ziemlich viele Listen. Aber ich fand es super cool, dass es um das Thema Upcyceln geht. Mir macht das auch total Spaß. Am Ende vom Buch gibt es noch ein paar Upcycelprojekte zum nachmachen. Im ganzen Buch herrscht so eine gemütliche Atmosphäre. Mich hat am Ende auch echt überrascht, wer der anonyme Listenschreiber war.
Das Cover wo Luv abgebildet ist, fand ich etwas seltsam, da die ganzen Gesichtsproportionen nicht so ganz zusammenpassen. Und das Buch spielt zwischen Ende Herbst und Anfang Winter und Luv ist im T-Shirt…
100 Tage voller Ausgeglichenheit
(4)Aktuelle Rezension von: Estrelas„100 Tage voller Ausgeglichenheit“ bietet mit Fragen zur Selbstreflexion und Vorschlägen zu Aktivitäten inspirierende Ideen dafür, gut zu sich selbst zu sein.
Das Buch ist in 100 kleine Abschnitte eingeteilt und als Programm über 100 Tage angedacht. Alternativ wäre es in weniger als einer halben Stunde gelesen. Aber schöner ist es doch, tatsächlich seine Gedanken an den vorgesehenen Stellen einzutragen (wie Pläne schmieden oder gute Dinge resümieren), tatsächlich etwas zu machen (vom Ausmisten über Nichtstun bis Tanzen) und sich so dem eigenen Wohlbefinden zu widmen.
Das nett gestaltete Büchlein erfindet das Rad vielleicht nicht neu, doch ein kleiner Anstoß zur Achtsamkeit kann ja nicht schaden.
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