Bücher mit dem Tag "literarisch"

Hier findest du alle Bücher, die LovelyBooks-Leser*innen mit dem Tag "literarisch" gekennzeichnet haben.

28 Bücher

  1. Cover des Buches Tintenwelt 1. Tintenherz (ISBN: 9783841500120)
    Cornelia Funke

    Tintenwelt 1. Tintenherz

     (10.621)
    Aktuelle Rezension von: JeyeL

    Ich konnte mich mit der Geschichte nicht Identifizieren. Die Autorin konnte mich nicht abholen. Der schreibstill ist flüssig und verständlich. Lediglich die Story ist langweilig. (Vielleicht lag es auch daran das ich die ganze Zeit an den Film denken musste, obwohl das Buch viel besser ist als der Film) 


  2. Cover des Buches 1Q84 (Buch 1, 2) (ISBN: 9783442743629)
    Haruki Murakami

    1Q84 (Buch 1, 2)

     (707)
    Aktuelle Rezension von: Gwennilein

    In gewohnter Haruki Murakami-Manier wird sicher wieder sehr viel Zeit für die einzelnen Charaktere und deren Geschichten genommen. Wer gerne liest und sich von dicken Büchern nicht abschrecken lässt, kommt hier wieder voll auf seine Kosten. Es macht einfach einen Unterscheid, wenn man sich Zeit lässt für die Details und völlig unaufgeregt durchs Buch wandert. Auch wenn die Thematik einer Fiktion und unrealistischen Geschichte normalerweise nicht meinem Geschmack entspricht, feiere ich dieses Buch wieder hart! Wie Haruki Murakami den Leser in Geschichten zieht, ist einmalig. Da wurde ich auch hier wieder nicht enttäuscht, sodass ich im Anschluss direkt in die Fortsetzung gestartet bin.

  3. Cover des Buches Stoner (ISBN: 9783423143950)
    John Williams

    Stoner

     (420)
    Aktuelle Rezension von: beccaris

    William Stoner wächst anfangs 20. Jahrhundert als armer Farmerjunge auf dem Hof seiner Eltern auf. Diese möchten, dass er Agrarwissenschaften studiert, um später einmal das eigene Landgut zu übernehmen. Stoner merkt jedoch bald, dass seine wahre Leidenschaft in einem anderen Bereich liegt. Als Literatur-Professor beschäftigt er sich zeitlebens vor allem mit Büchern, Arbeiten, Studenten, Prüfungen und dergleichen. Vielleicht gerade deshalb scheint das gesellschaftliche und familiäre Leben an ihm vorüberzuziehen. Höhen und Tiefen scheint er seltsam gleichgültig zu begegnen und so mag es einem vorkommen, dass sein Leben einfach langweilig und nichtssagend verläuft. Stoner ist aber alles andere als charakterschwach. Durch das hohe Mass an Anständigkeit und Pflichtbewusstsein, das er sich auferlegt, führt er Veränderungen nur im äussersten Notfall herbei.

    In wunderbarer Sprache geschrieben und mit viel Tiefgang und Psychologie ist dieser Roman eine schöne Entdeckung, die aus welchen Gründen auch immer, erst rund 50 Jahre nach der originalen Erstausgabe gemacht wurde.

    Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Die Geschichte verbindet Gesellschaft, Beruf, Ehe, Krieg und ist klug und berührend geschrieben.

  4. Cover des Buches Die Harpyie (ISBN: 9783406766633)
    Megan Hunter

    Die Harpyie

     (104)
    Aktuelle Rezension von: Rosecarie

    "Ich fragte meine Mutter, was eine Harpyie sei; sie sagte, dass sie Männer für das strafen, was sie tun."

    Das Buch erzählt die Geschichte einer Ehe. Der Mann geht fremd und die beiden treffen eine Übereinkunft, wie sie damit umgehen wollen.

    Dem Schreibstil war ich sofort verfallen. Ich wollte keinen Satz verpassen, manche las ich sogar zweimal. Das Buch ist wirklich auf eine außergewöhnliche Art und Weise geschrieben.

    Mit der Protagonistin Lucy konnte ich mich nicht identifizieren, aber sie hat mich fasziniert. Sie ist eine interessante Figur mit einer undurchsichtigen Vergangenheit. Etwas schlummert in ihr und die Verknüpfung mit dem Bild einer Harpyie oder viel mehr mit den verschiedenen Bildern einer Harpyie hat mich beeindruckt.

    Die Atmosphäre hatte was Unheilvolles, es war düster und hat dafür gesorgt, dass ich fast die ganze Zeit sehr angespannt gelesen habe.

    Die Verletzung auf ihrer Seite und die Schuld auf seiner waren klar zu spüren. Aber da war auch noch der Wunsch, wieder zurück zu dem zu kommen, was die beiden hatten. Sie wussten nur nicht, wie. Sie finden dann aber doch noch einen Weg. Einen ungewöhnlichen, aber er scheint für sie zu funktionieren.

    Jakes Angebot hat irgendeinen Wesenszug in Lucy angesprochen, der bisher wohl tief in ihr verschlossen gewesen war... Das Angebot und dessen Umsetzung veränderte sie.

    Es ist ja so schon schwer genug, eine Beziehung zu retten, in der betrogen wurde. Aber was danach kam... Ich konnte mir kaum vorstellen, dass man danach noch normal weitermachen kann. Das übersteht doch keine Ehe. Krasse Idee.

    Ich bin mir nicht sicher, ob Jake seinen Vorschlag nicht recht schnell bereut hat. Ob er vielleicht gedacht hat, dass sie ihn nicht annehmen würde oder ob er nicht damit gerechnet hat, was dann auf ihn zukommt. Aber er macht keinen Rückzieher. Vielleicht hat er wirklich gehofft, so seine Ehe zu retten.

    Mir hat es gefallen, wie Mutterschaft in diesem Buch als das dargestellt wird, was es ist und nicht wie die Allgemeinheit es gern hätte. Was von einer Frau verlangt wird, wie eine perfekte Mutter von der Gesellschaft gezeichnet wird, ein sehr unrealistisches Bild. Ihre Auseinandersetzung mit sich selbst, ihrer Vergangenheit, ihrer Ehe und ihrem Selbstbild als Mutter mochte ich sehr.

    Das Ende fand ich irritierend und ehrlich gesagt etwas besorgniserregend ^^ ich bin mir nicht sicher, ob ich das Werk in seiner Gänze begriffen habe, fand es aber im Gesamten richtig gut. Vor allem der Schreibstil hat es mir angetan. Ich verstehe, warum das Buch polarisiert. Ich hatte ein außergewöhnliches Leseerlebnis und bin froh, dass ich mich für dieses Buch entschieden habe.

  5. Cover des Buches Die Brautprinzessin (ISBN: 9783608961409)
    William Goldman

    Die Brautprinzessin

     (467)
    Aktuelle Rezension von: _jamii_

    Die Brautprinzessin« erzählt die Geschichte der wunderschönen Butterblume und des Stalljungen Westley, der unsterblich in sie verliebt ist. Die Erzählung von der Bedrohung ihrer Liebe durch Prinz Humperdinck, seine Ritter und Spione ist aber nur eine Geschichte in einem atemberaubenden Spiel von Kürzungen und raunenden Kommentaren.

    Der Schreibstil ist sehr anstrengend. Spannung heraufbeschwören konnte er leider nicht. Eher im Gegenteil haben die ständigen Wiederholungen und der immer gleiche Satzaufbau führten bei mir dazu, dass das Buch zu einer Qual wurde. 

    Die Idee mit einer gekürzten Fassung eines bestehenden Buches wäre grundsätzlich gut. Leider fand ich die Umsetzung überhaupt nicht gelungen. Zum einen fand ich die Geschichte trotz der «Kürzungen» einfach nur langweilig, immer noch viel zu lang und voller unwichtiger Details… Über x Seiten werden detaillierte Hintergrundberichte zu unwichtigen Personen oder Ereignissen beschrieben. Die Geschichte plätschert ansonsten nur dahin, ohne Spannungskurve oder Überraschungen. 

    Die Kommentare des Autors reissen einem immer wieder aus der Geschichte, teilweise werden künftige Ereignisse vorweggenommen. Zudem sind die Kommentare des Öfteren viel zu lang und ebenfalls voller nicht relevanter Detailinfos. Das beste Beispiel ist das überlange Vorwort, welches minutiös beschreibt, wie es zu dieser Version des Buches gekommen ist. Die Hälfte war so halbwegs interessant, der Rest komplett überflüssig… 

    Für mich leider sehr enttäuschend.
     

  6. Cover des Buches F (ISBN: 9783499249273)
    Daniel Kehlmann

    F

     (179)
    Aktuelle Rezension von: Freedom4me

    Dies ist kein klassischer Freizeitroman. Es ist eindeutig Kunst und so gestaltet, dass man den Roman am besten mehrmals Lesen und anschließend diskutieren muss. Ich muss zugeben, dass ich das nicht getan habe und damit bin ich dem Buch vielleicht nicht gerecht geworden. Ich würde es als Buddy-Read für literaturwissenschaftlich Interessierte empfehlen, sodass man jedes Kapitel im Anschluss gemeinsam diskutieren kann. 

    Vordergründig steht die Geschichte der drei Brüder im Zentrum. Dies ist recht gut gestaltet, da ein Tag dreimal (jeweils aus Sicht eines Bruders) erzählt wird. Das wird allerdings keinesfalls langweilig, sondern bringt immer wieder neue Facetten hinzu. Die verschiedenen Erzählstränge finden am Ende zusammen, wenngleich das etwas konstruiert wirkt und das Ende dennoch offen bleibt.

    Daneben geht es aber um viele große Themen und auch Metaebenen werden aufgemacht. Es gibt ein Buch im Buch. Gleichzeitig wird im Buch das Schreiben und die Kust diskutiert, sodass das der Roman sich irgendwo selbst reflektiert. Außerdem geht es um Themen wie Vorhersehung und Schicksal, den eigenen Willen vs. Fremdbestimmung, Blendung und Täuschung,... Zudem gibt es immer wieder fantastische Elemente, bei denenen offen bleibt, ob sie tatsächlich geschehen oder nur Einbildung der Figuren sind.
    Wie bereits angeklungen ist all diese Offenheit und die Leerstellen frustrierend, wenn man es als Freizeitlektüre betrachtet. Wenn man aber über den Roman diskutieren möchte, steckt hier sicherlich viel Potential.

    Trotz Ich-Perspektive bleiben die Figuren Figuren. Sie sind fernab von der Realität und man kann vielleicht in Ansätzen ihre Beweggründe verstehen, sich aber nicht in sie hineinversetzen (was wahrscheinlich auch nicht von Kehlmann gewollt ist).

    Zeitlich spielt der Roman im Sommer vor der Weltwirtschaftskrise, wodurch noch mehr Distanz zwischen dem Roman und mir als Leserin geschaffen wurde, da ich zu dieser Zeit keine Verbindung habe. Das Setting verschärft den Eindruck, dass es sich hier um einen Roman und nicht um eine Geschichte aus dem Leben handelt und schafft Entfernung.

    Alles in allem hat mich vor allem das Setting gestört und teils gelangweilt (Beschreibung von Jahrmärkten, etc.). Der Roman hat interessante Passagen, aber auch sehr langwierige Teile (z.B. Diskussionen über Kunstwerke mit hochtrabenden Fachbegriffen).
    Ich möchte aber noch einmal betonen, dass ich dem Roman durch meine Lesart wahrscheinlich nicht gerecht geworden bin. Hätte ich ihn im Buddy-Read oder im Kontext einen Uni-Seminars gelesen und die Kapitel anschließend diskutiert, kann es gut sein, dass er mir besser gefallen hätte. So kann ich ihm aber nur 2,4 Sterne geben.

  7. Cover des Buches Die Vermessung der Welt (ISBN: 9783499332708)
    Daniel Kehlmann

    Die Vermessung der Welt

     (3.392)
    Aktuelle Rezension von: buchstabenwald


    Daddy sorgt dafür, dass Kathi guten Lesestoff bekommt. So mögen wir das, bester Papa. 

    .

    Daniel Kehlmann erzählt in diesem biographischen Roman die Lebensgeschichte zweier bedeutender Wissenschaftler: Alexander von Humboldt, dessen Name wahrscheinlich vielen bekannt ist: wissbegieriger und empirischer Naturforscher deluxe, der für seine Expeditionen quer über den Planeten gereist ist. Carl Friedrich Gauß, theoretischer Mathematiker, Astronom, blitzgescheit und Stubenhocker vom feinsten. 

    Der Schreibstil des Buches ist ansprechend, aber gewöhnungsbedürftig. Hier wird nichts beschönigt: mit trockenem Humor und einer guten Portion Zynismus beschreibt Daniel Kehlmann die beiden Persönlichkeiten und ihren Werdegang, was für viele Schmunzler zwischendurch sorgt. Jeder bekommt sein Fett weg. Im Gegensatz zu den positiven Eigenschaften der Herren Forscher werden deren negativen übertrieben dargestellt - was für einen gewissen Unterhaltungsfaktor sorgt. So ist Gauß ein engstirniger sturer Kauz und Humboldt ein prüder Naivling. Beschrieben wird ihr Weg zur Forschung, Ausbildung, wissenschaftlichen Errungenschaften sowie die distanzierte, aber doch freundschaftliche Beziehung der beiden. 

    Die Bedeutung des Titels hat sich mir erst gegen Ende hin erschlossen - Kathi mit Brett vor dem Kopf: da hätte ich auch früher draufkommen können. Die Welt wird natürlich nicht wortwörtlich vermessen, viel eher zeigt der Autor durch die Darstellung der Lebensgeschichten die beiden unterschiedlichen Herangehensweise um die Vorgänge der Natur zu verstehen. Der eine erkundet, erforscht, misst, notiert - der andere berechnet, kalkuliert, denkt. Beide kommen so jedoch zu ihrer Wahrheit. 

    Eine tolle Geschichte - doch trotz des positiv ungewöhnlichen Schreibstils und dem biographischen Ansatz konnte mich das Buch leider nicht gänzlich abholen.


  8. Cover des Buches Durst (ISBN: 9783548290713)
    Jo Nesbø

    Durst

     (272)
    Aktuelle Rezension von: Lynn11

    Das Mordmerkmal ist originell. Ein Mörder mit metallenen Vampirzähnen ist nicht alltäglich. Die Nebenschauplätze und die Charakteren der Ermittler sind mir zu oberflächlich, zu verzettelt, zu langweilig und nehmen dem Ganzen den Speed. Auf Seite 270 habe ich das Buch beendet. Allerdings weiss ich trotzdem wer der Mörder ist. Die Geschichte ist zu durchschaubar...zu trivial.

  9. Cover des Buches Die Listensammlerin (ISBN: 9783499238444)
    Lena Gorelik

    Die Listensammlerin

     (76)
    Aktuelle Rezension von: uli123

    An diesem Buch stimmt einfach alles – Aufbau, Erzählstil, Sprache, Inhalt, Figuren. Eigentlich ist die Geschichte das Buch, das die neurotische, weil unentwegt ihrer Leidenschaft zum Anfertigen der unmöglichsten Listen nachgehend, Protagonistin Sofia, eine Schriftstellerin, nach langer Schreibblockade schreibt. Es ist die ihr bis vor kurzem noch unbekannte eigene Familiengeschichte. Diese beginnt in den 1950er Jahren in Moskau, wo Sofias Mutter Anna mit ihrem Bruder aufwächst. Grischa ist Künstler, homosexuell, Dissident, wodurch er seine gesamte Familie in Gefahr bringt. Das führt letztlich zur Flucht von Mutter und Schwester  mit deren  inzwischen geborener Tochter Sofia in die Bundesrepublik mit Hilfe von Sofias späterem Adoptivvater. In deren gegenwärtigem Leben (ca. 2010) herrscht Unordnung – die betagte Oma ist schwer an Alzheimer erkrankt und Sofias kleine herzkranke Tochter steht vor einer alles entscheidenden Operation. Erst jetzt erfährt Sofia durch zufällig in der von ihr aufgelösten Wohnung ihrer Oma gefundene Listen von  ihrem Onkel Grischa und der Familienvergangenheit. 

    Die Autorin arbeitet wunderbar mit Worten und stellt die Romanfiguren gelungen und sehr bildhaft dar. Sehr schön ist, dass wir die wichtigsten Familienmitglieder in unterschiedlichen Phasen ihres Lebens kennenlernen. Trotz des Ernstes mancher angesprochener Themen überwiegt ein humorvoller, versöhnlicher Ton. Der historische Bezug zu dem freiheitsbeschränkenden Leben in der alten Sowjetunion war sehr interessant und lehrreich. 

    Ich habe das Buch gerne gelesen und mich stört nicht, dass einiges fragmentarisch und unbeantwortet bleibt.

  10. Cover des Buches Mein fahler Freund (ISBN: 9783608939149)
    Isaac Marion

    Mein fahler Freund

     (151)
    Aktuelle Rezension von: Magnus_Bane

    Es ist eigentlich eine klassische Liebesgeschichte, wie wir sie alle kennen. Mädchen verliebt sich in Junge. Junge verliebt sich in Mädchen, kann aber nicht mit ihr zusammen kommen, weil er ein Zombie ist. Moment, was? Ja, ihr habt richtig gelesen. Hier wird die "Romeo und Julia"-Geschichte mal ganz anders erzählt. Unmögliche Liebesgeschichten kennen wir ja bereits von Vampiren, Elfen, Werwölfen und sogar Drachen. Aber Zombies? Ich war auch zuerst misstrauisch, ob das funktionieren kann, aber das Buch hat mich schnell eines besseren belehrt. Es wird sehr gefühlvoll geschrieben, wie sich die Liebesbeziehung zwischen R und Julia entwickelt, und vor welche Probleme es sie stellt. Es lohnt sich wirklich sie zu lesen!

  11. Cover des Buches Der vierzehnte Stein (ISBN: 9783746622750)
    Fred Vargas

    Der vierzehnte Stein

     (168)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Ein bislang genialer Falllöser, der plötzlich die  - fast vor die Füße gelegten  -  Lösungsdetails nicht mehr erkennt?  Das hätte fast zum Abzug von 1 Stern geführt.  Sie schreibt aber einfach zu gut. 
  12. Cover des Buches The Vegetarian (ISBN: 9780553448184)
    Han Kang

    The Vegetarian

     (19)
    Aktuelle Rezension von: Weila
    Zum Cover
    Es ist wohl eines der schönsten Covers, die ich je gesehen habe ... und zwar ist es das Cover mit dem weissen Flügel und dem Dunkelrotem Blatt im Hintergrund. richtig aesthetic to look at! 

    Zum Plot
    Im Vordergrund steht Yeong-hye, die plötzlich entschieden hat, sich vegetarisch zu ernähren und als Pflanze zu leben.

    Jedoch wird im Buch mehrheitlich die Sicht von drei anderen Personen aus beschrieben und wie sie die Veränderung von Yeong-hye aufnehmen. Das Buch ist in drei Teilen getrennt. Im ersten wird es aus der Sicht von Kim Yeong-hye's Ehemann geschildert. Im zweiten von dem Ehemann ihrer Schwester In-hye, und im dritten aus der Sicht von In-hye. 

    Auch wenn der Titel dieses Buches "The Vegetarian" heisst, liegt der Schwerpunkt der Geschichte nicht nur um das Essensverhalten der Protagonistin, sondern eher um die Gesundheit und Mentalität der Person. Und wie sie sich sichtbar verschlechtert. 

    Mr. Cheong, der Ehemann von Yeong-hye, ist mir so unbeschreiblich unsympathisch wie es nur geht. Nur von der Art wie er seine Frau in den ersten paar Seiten beschreibt, merkt man, dass sie ihm tief in seinem Herzen eigentlich nichts bedeutet. Aber ich kann es ihm nicht übel nehmen, er wollte ein unkompliziertes Leben und dann kam plötzlich diese grosse Veränderung seiner Frau, das ihn überfordert hat. Er tut mir auf eine Weise Leid, doch bin ich froh, dass ich in den letzten 2/3 des Buches nicht mehr über in lesen musste, denn im zweiten Teil ging es um den Ehemann von Yeong-hye's Schwester, dessen Namen nicht genannt wurde. Er war jedoch auch nicht besser von der Persönlichkeit her als Mr. Cheong ... vielleicht sogar auch verrückter. 

    Er ist ein graphic artist und hegt um Yeong-hye sexuelle Fantasien. Welche mich nicht stören würden, wenn er nicht schon verheiratet wäre und ein Kind hat. Es ist sichtlich, dass er und seine Frau nicht mehr eine glückliche Ehe führen, dennoch bin ich nicht einverstanden damit, dass er seine Frau fremdgeht. Was ich toll fand waren aber seine Zeichnungen und die Art wie er so vernarrt damit war, sie in die Realität zu verwandeln. Das Ende des zweiten Teiles ist finde ich sehr überraschend ausgegangen (auf eine spannende Art). 

    Im dritten Teil geht es um In-hye, Schwester von Yeong-hye. Sie ist einer der wenigen Protagonisten die mir wirklich gefallen haben neben der Protagonistin. Ihre Situation in der sie war, tat mir wirklich leid und sie machte sich zu viele Sorgen und stand immer ihrer Schwester bei, die immer mehr und mehr in ihrer eigenen Welt versank. Sie und ihre Schwester sind einfach in die falsche Familie und falsche Umgebung hineingeboren. 

    Kurz gefasst sind alle drei Personen einfach unglücklich mit ihrem Leben. Mr. Cheong findet Yeong-hye unaustehlich, In-hye's Mann steht auf Yeong-hye, In-hye bleibt bei Yeong-hye's Seite und gibt sich schuld das Yeong-hye seelisch und geistig krank geworden ist. 

    Yeong-hye wiederum wird immer glücklicher mit ihrer eigenen Welt. Warum sie überhaupt zur Vegetarierin wurde, lag an ihren furchtbaren Albträumen, welche sie quälten. Um sie loszuwerden, dachte sie sie müsste aufhören Fleisch zu essen, was nicht funktionierte und so suchte sie immer mehr Möglichkeiten und schlussendlich kam sie auf die Idee ein Leben als Pflanze zu leben. Es werden Träume und Erinnerung aus ihrer Kindheit gezeigt, von denen man schätzen kann wieso sie überhaupt seelisch unstabil wurde. Sie erinnerte mich ein bisschen an Rei von dem Anime Neon Genesis Evangelion. Dinge, die für andere wichtig waren wurden für sie überflüssig. 

    Im zweiten Teil: Mongolian Mark auf der Seite 86, Zeilen 4 - 18 wurde das gut beschrieben: 

    "The whole situation was undeniably bizarre, yet she displayed an almost total lack of curiosity, and it seemed that this was what enabled her to mantain her composure no matter hat she was faced with. (...) perhaps it was simply that things were happening inside her, terrible things, which no one else could even guess at (...) impossible for her to engage in with everyday life at the same time. If so, she would naturally have no energy left (...) for any meaningful response to all the humdrum muntiae that went on on the surface." ~In-hye's Ehemann

    Obwohl mir zwei von vier Protagonisten, deren Charakter nicht gefallen hat mussten sie diese Persönlichkeiten haben, um diese Story auszumachen. Es ist nicht so als hätte die Autorin einen schlechten Job gemacht diese zwei Leute so zu erschaffen, sondern sie hat eben einen hervorragenden Job gemacht, diese zwei Ehemänner unsympathisch zu machen! Wenn Mr. Cheong und In-hye's Ehemann nicht so gewesen wären, dann wäre die Geschichte nicht so einzigartig geworden wie sie jetzt ist...

    Yeong-hye's Charakter und ihre Entwicklung von Anfang bis zum Ende der Erzählung ist sehr interessant.

    Mein Fazit
    Han Kang hat mit diesem Buch das Menschendasein hinterfragt und spannend erzählt. Es ist ein sehr aussergewöhnliches Buch meiner Meinung nach und auf jeden Fall lesenswert.

  13. Cover des Buches Das Licht in einem dunklen Haus (ISBN: 9783442474066)
    Jan Costin Wagner

    Das Licht in einem dunklen Haus

     (43)
    Aktuelle Rezension von: tragalibros
    Als eine Frau mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma im Krankenhaus ermordet wird, setzt die Polizei den Ermittler Kimmo Joentaa auf den Fall an. Als weitere Morde mit dem Tod der Unbekannten aus dem Krankenhaus in Verbindung gebracht werden, begreift Kimmo langsam, dass es sich hier um Rache handelt. Er reist in ein kleines finnisches Dorf und stößt dort auf ein Verbrechen, dass 25 Jahre lang verschleiert wurde... 

    Dies Buch wurde als "hochspannender Thriller" und "meisterhaft" angepriesen, doch leider kann ich diese Prädikate nicht vergeben. Im Gegenteil. 
    Bereits nach den ersten drei Seiten war ich versucht das Buch einfach beiseite zu legen und nicht weiter zu lesen, aber ich habe mich zusammengerissen. Dennoch wurde und wurde es nicht besser. 

    Abgesehen von einem grausigen Erzählstil, welcher weder spannend noch in irgendeiner anderen Weise mitreißend sein könnte, ist die Satzbildung schrecklich. Statt vernünftiger, gut lesbarer Sätze, kommen sie kurz und teilweise sinnlos daher. Unterhaltungen werden von sinnlosen und nervtötenden Wiederholungen dominiert, in denen sich die Protagonisten die immer gleichen zwei, drei Worte zuwerfen. 
    Auch der Spannungsbogen, der ja in einem hochspannenden Buch auftauchen sollte, ist praktisch nicht existent. Die Erzählung ist lahm, ohne sichtbaren roten Faden zusammengewürfelt und kann somit nicht überzeugen. 

    Doch nicht nur beim Handlungsaufbau und Stil hat das Buch auf ganzer Linie bei mir versagt. Die Protagonisten sind ebenfalls oberflächlich, unspektakulär und meistens unsympathisch. Ihre Beweggründe und Gedanken sind so wirr, dass ich als Leser bald schon kaum mehr Lust hatte, mich mit ihnen auseinanderzusetzen. 

    Einzig der Grundgedanke dieses Buches rettet es auf einen Stern. 
    Ein lange verdrängtes Verbrechen, welches nach Jahren wieder hochkocht und aus einem bisher unbescholtenen Bürger einen Mörder macht, ist eine Idee, aus der man viel Potential schöpfen könnte. Leider ist dem Autor dies hier nicht gelungen. 

    Ich vergebe keine Leseempfehlung. Dieses Buch wandert bei der erstbesten Gelegenheit in eine Spendenbox, auf dass sich jemand tatsächlich daran erfreuen kann.
  14. Cover des Buches Der Fall Jane Eyre (ISBN: 9783423282741)
    Jasper Fforde

    Der Fall Jane Eyre

     (557)
    Aktuelle Rezension von: Ambermoon

    Können Sie sich eine Welt vorstellen, in der Literatur so wichtig genommen wird, dass es eine Spezialpolizei gibt, um sie vor Fälschern zu schützen? Als Geheimagentin Thursday Next ihre neue Stelle in Swindon antritt, ahnt sie schon, daß ihr die größte Herausforderung ihrer Karriere bevorsteht: Niemand anderes als der Erzschurke Acheron Hades hat Jane Eyre aus dem berühmten Roman von Charlotte Brontë entführt, um Lösegeld zu erpressen. Eine Katastrophe für England, das mit dem seit 130 Jahren tobenden Krimkrieg schon genug Sorgen hat. Aber Thursday Next ist eine Superagentin: clever und unerschrocken. Und wenn sie wirklich mal in die Klemme gerät, kommt aus dem Nichts ihr von den Chronoguards desertierter, ziemlich anarchistischer Vater, um für ein paar Minuten die Zeit anzuhalten... (Klappentext) 

    ❃❃❃❃❃


    "Der Wachmann, der im Haus seinen Rundgang machte, hörte Acheron nicht kommen. Sein lebloser Körper wurde später unter dem Ausgußbecken gefunden. Lautlos stieg Hades die Treppe hinauf. Dabei hätte er soviel Lärm machen können, wie er nur wollte. Er wußte, dass ihm die Wachleute mit ihren 38ern nichts anhaben konnten, aber mir nichts, dir nichts hineinzuspazieren und sich zu bedienen machte einfach keinen Spaß."
    (S. 270)


    Dies ist der 1. Band einer ganz besonderen Buchreihe, welche einem in eine abgefahrene Parallelwelt der 80er Jahre katapultiert.
    Eine Welt, in der zwar die Computer erfunden wurden, es aber Luftschiffe gibt, eine Welt in der England seit 130 Jahren Krieg mit den Russen um die Krim führt, in der manche Spezialisten durch die Zeit reisen können und, und das ist das Wichtigste, eine Welt in der sich alles um Literatur dreht. So werden z.B. von Kindern Sammelkarten mit AutorInnen getauscht, die Baconiers klopfen an Türen und wollen die Menschen bekehren zu glauben, dass Francis Bakon die Shakespeare-Werke geschrieben hat und es gibt natürlich Spezialeinheiten, welche sich der literarischen Kriminalität entgegenstellen.
    Zu einer dieser Einheiten gehört auch Thursday Next, die Protagonistin. Genauer gesagt arbeitet sie als Literaturagentin und sie macht Jagd auf den Superschurken unter den Kriminellen - Acheron Hades. Diesem wird zur Last gelegt das Originalmanuskript "Martin Chuzzlewit" von Charles Dickens aus dem Museum entwendet zu haben.
    Da der Täter keinerlei Spuren hinterließ und nicht einmal von den Kameras entdeckt wurde, kann es nur Acheron Hades gewesen sein. Doch was will er mit diesem Manuskript?
    Thursday war ihm knapp auf den Fersen, doch dieses Zusammentreffen überlebte sie nur knapp. Für sie ist klar - bei diesem Mistvieh von Schurken muss sie härtere Geschütze auffahren, denn Acheron Hades scheint nicht nur Meister der Manipulation und Täuschung zu sein, sondern nahezu kugelsicher. Wie will man so einen zur Strecke bringen? ... Und die Jagd beginnt.


    ">>Er verfügt über bemerkenswerte Fähigkeiten. Deshalb dürfen wir auch seinen Namen nicht laut aussprechen. Ich nenne das die Regel Nummer Eins.<<
    >>Seinen Namen? Warum nicht?<<
    >>Weil er seinen Namen - selbst wenn man ihn nur flüstert - im Umkreis von mindestens tausend Meilen hören kann. Mit seiner Hilfe nimmt er sozusagen unsere Witterung auf.<<"
    (S. 32)


    Mit dem Einstieg tat ich mir anfangs etwas schwer, da man von der ersten Seite an in diese irre Parallelwelt geworfen wird. Nach ca. 50 Seiten gewöhnte ich mich jedoch an diese Welt und begann sie so richtig zu genießen.
    Im Verlauf lernt man diese Welt immer besser kennen, genau wie auch die Protagonisten selbst. Mit ihr erlebt man nicht nur völlig skurrile Grundgesetze, die in dieser Welt herrschen, sondern auch ebenso skurrile Personen. Dabei nimmt der Autor häufig Bezug auf die Literatur, vorzugsweise britische Klassiker. Da hätten wir z.B. Onkel Mycroft und Tante Polly. Na? Kommen Euch diese Namen nicht irgendwie bekannt vor?
    Es gibt hier für bibliophile Nerds also unheimlich viel zu entdecken, vor allem, wenn man den ein oder anderen Klassiker kennt, was für zusätzlichen Lesespaß sorgt.


    ">>Er könnte ja in das Buch auch vorsätzlich hineingesprungen sein. Und dann hat es ihm in dem Roman so gut gefallen, dass er einfach dortgeblieben ist.<<
    Victor blickte mich argwöhnisch an. Aus Angst für einen Springer gehalten zu werden, hatte er es nicht gewagt, jemanden von seiner Theorie zu erzählen, und nun kam auf einmal eine Londoner Literatur Agentin daher, kaum so alt wie er, und ging weiter, als er es sich je hätte vorstellen können. Da traf ihn die Erkenntnis.
    >>Sie haben es selbst schon mal gemacht, stimmt's?<<"
    (S. 213)


    Der Schreibstil ist flüssig und der Autor weiß Spannung zu erzeugen. Zudem hat er eine einzigartige Welt erschaffen, die voller Liebe zur Literatur steckt und in der alles anders ist als in unserer Welt.
    Dies war anfangs für mich etwas verwirrend, da man, wie schon erwähnt, in diese Welt hineingestoßen wird ohne Zeit zu haben sich auf diese einzustellen. Gleichzeitig beschreibt er diese Welt, als wäre es für ihn das Normalste auf der Welt und das machte es schließlich zu einem kleinen Erlebnis diese Welt zu entdecken.

    Die Kapitel sind zudem kurz und werden durch Anekdoten aus Sach- und Fachbüchern aus dieser Welt eingeleitet, wie z.B. aus verschiedenen Geschichtsbüchern oder Biographien, die einem ebenso Einblick in diese verrückte Welt werfen lassen.

    Die Figuren und allen voran die Protagonistin Thursday Next, sind wunderbar und facettenreich gezeichnet. Man begegnet hier nicht nur Schurken und Figuren, die man sofort ins Herz schließt, sondern auch skurrilen und nicht ganz durchschaubaren Figuren.

    Auch für Spannung und Action wird hier gesorgt, inklusive überraschender Wendungen und äußerst schrägen und trockenen Humor. Und so stürzt man sich mit der einzigartigen und selbstbewussten Thursday in irrwitzige Missionen und Abenteuer.


    "Der Geruch von versengter Kleidung stieg mir in die Nase. Ich wich zurück, als eine grelle, orangerote Flamme aus seinem Jackett schlug. Sie setzte seinen Körper in Brand, und wir räumten eilig das Feld, während er in der starken Hitze bis zur Unkenntlichkeit verkohlte; das Ganze dauerte keine vierzig Sekunden..."
    (S. 261)


    Leider nimmt jedoch Jane Eyre selbst nur eine untergeordnete Rolle ein und wird erst gegen Ende präsent, was mich persönlich ein kleines bisschen enttäuschte. Für das Buch wäre wohl der Titel "Der Fall Martin Chuzzlewit" passender gewesen.

    Fazit:
    Für einen Buchnerd wie mich, der auch die klassische Literatur liebt, war dieses Buch ein ganz besonderes Erlebnis.
    Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten lernte ich rasch diese schräge Welt kennen und vor allem lieben. Am Ende wollte ich daraus überhaupt nicht mehr auftauchen und daher ist für mich klar, dass ich diese Reihe weiterverfolgen werde. Denn was gibt es Schöneres, als in eine verrückte Welt einzutauchen, die sich ganz der Literatur verschrieben hat?

    © Pink Anemone (inkl. Leseprobe, Autoren-Info und Rezept zum Buch "Stanfords berühmtes Krabben-Sandwich")

     

  15. Cover des Buches Heimat (ISBN: 9783328107071)
    Nora Krug

    Heimat

     (38)
    Aktuelle Rezension von: lesemama

    ✨ In diesem Familienalbum von Nora Krug trifft ihre private Geschichte auf Zeitgeschichte: Welche Rolle hatten ihre Großeltern in dieser Zeit? Was sagen Fotos und Erinnerungen über ihren Onkel aus, der mit 18 Jahren im 2. Weltkrieg fiel? Was bedeutet eigentlich das Wort Heimat? Eine spannende Spurensuche mit handgeschriebenen Texten und Zeichnungen, historischen Fotografien und Dokumenten.

    ✨ Durch Instagram angefixt, konnte ich nicht an diesem tollen Cover vorbeigehen. Dieses Buch ist ein echtes Kunstwerk und ich bedauere es, dass es bei mir solange ungelesen da stand.
    Im Einband findet man am Anfang und Ende jeweils einen Stammbaum mütterlicher- und väterlicherseits von Nora Krug. Beim lesen habe ich dort oft immer wieder nachgeschaut, wer mit wem in welcher Beziehung steht. Das Buch beginnt mit der ersten Notiz einer heimwehkranken Auswanderin. Es folgen noch später noch weitere. In den verschiedenen Kapiteln wechseln sich die Geschichte der Familie der Mutter und des Vaters von Nora Krug ab und dazwischen gibt es Situationen aus der Gegenwart. Ich musste dabei zwar immer ein bisschen überlegen, wo ich mich gerade befinde, aber das hat das Ganze auch aufgelockert und die Lust am weiterlesen gehalten. Nach und nach gräbt Nora Krug immer tiefer und zeigt in diesem Buch auch Dokumente ihrer Familie. Aber auch Bilder und Briefe von Flohmarktfunden, die noch mehr von dieser Zeit zeigen.
    Ich habe vorher noch nie ein Buch wie dieses gelesen und habe auch ein paar Seiten gebraucht, um das Konzept dieses Buches zu verstehen. Es ist kein Roman, den man einfach von vorn nach hinten liest, sondern für mich ist es eher eine Sammlung von verschiedenen Ereignissen ihrer Familie und von Geschichte. Und damit habe ich auch öfter zurück geblättert um besser zu verstehen.

    Beim lesen dieses Buches ist mir bewusst geworden, wie wenig ich eigentlich über diese Zeit weiß und das ich mich viel mehr damit beschäftigen sollte.
    Über dieses Buch habe ich mich lange mit meinem Mann unterhalten.

    Ich kann „Heimat“ jeden empfehlen, der in die Geschichte einer anderen Familie eintauchen und ein Stück mehr Einblick in diese dunkle Zeit bekommen möchte.
    ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne gibt es deswegen für dieses Buch.

  16. Cover des Buches Die Harzreise (ISBN: 9783880420953)
    Heinrich Heine

    Die Harzreise

     (58)
    Aktuelle Rezension von: LottenTotten

    Heine flüchtet vor Göttingen und reist durch den Harz. 

    Nein,  es ist keine detailreiche Schilderung des gesamten Harzes. Viel Platz erhält der Brocken (natürlich). Man darf sich ebenso nicht darüber ärgern, dass die Menschen,  die er auf seiner Reise trifft,  für ihn von großer Bedeutung sind.  Ich persönlich mag genauso seine ironische Darstellung der Personen.

    Heine steckt so viel Liebe in seine einzelnen Beobachtungen, die er so zart und eindrucksvoll widergibt, dass bereits die wenigen bei mir ihre postive Wirkung nicht verfehlt haben bzw.  ausreichten.

    Ein wunderschönes Buch,  was man bewusst und mehrmals lesen muss.


  17. Cover des Buches Paris Wife (ISBN: 9781844086672)
    Paula McLain

    Paris Wife

     (5)
    Aktuelle Rezension von: Lupus
    "The Paris wife" erschien im Deutschen unter dem Titel "Madame Hemingway" und erzählt die Geschichte von Ernest und Hadley Hemingway. Beide lernen sich in den 20er Jahren kennen und lieben. Sie ziehen nach Paris und befreunden sich dort mit einer Reihe schillernder Persönlichkeiten. Doch die wilden 20er gehen nicht spurlos an den Hemingways vorbei. Eifersucht, Selbstzweifel und Enttäuschungen stellen ihre Beziehung auf die Probe.
  18. Cover des Buches Warum liegt mein Buch nicht neben der Kasse? (ISBN: 9783866710207)
  19. Cover des Buches Bücher (ISBN: 9783887692551)
    Claudia Gehrke

    Bücher

     (1)
    Noch keine Rezension vorhanden
  20. Cover des Buches Wolf unter Wölfen (ISBN: 9783499273766)
    Hans Fallada

    Wolf unter Wölfen

     (31)
    Aktuelle Rezension von: HEIDIZ

    Falladas Epochenroman zur Thematik Inflation erzählt von drei ehemaligen Soldaten, die versuchen im damaligen Berlin sowie auf Neulohe zu leben. Es ist die Zeit der Geldentwertung, nicht ist einfach, im Gegenteil. Schicksalhaft ist diese Zeit und der Autor stellt sie authentisch bildhaft lebendig dar. Die Chronik dieser Zeit ist eigentlich schon eine literarisch lebendige Reportage mit Schilderung der zu dieser Zeit lebenden Menschen und ihrer Schicksale und Beweggründe.

     

    PREIS: 14,99 Euro

     

    ·  Taschenbuch: 1243 Seiten

    ·  Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (6. Juni 2011)

    ·  Sprache: Deutsch

    ·  ISBN-10: 3746627435

    ·  ISBN-13: 978-3746627434

    ·  Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 5,5 x 18,9 cm

     

    Wir befinden uns im Sommer des Jahres 1923 in Berlin. Petra und Wolfgang wohnen in einer Hinterhofwohnung, was ihnen widerfährt: Petra ist gleich zu Beginn in einem Polizeigefängnis und Wolfgang unterwegs nach Neulohe zum dortigen Rittergut - im Schlepptau seine beiden ehemaligen Kriegskumpel Prackwitz und Studmann.

     

    Ein Gesellschaftsroman - ein blühendes Bild dieser Zeit - einmalig authentisch und lebendig glaubwürdig zu lesen hat mich diese Geschichte, die so viele menschliche Schicksale beinhaltet, tief beeindruckt und nachdenklich zurück gelassen. Die Charaktere sind so unterschiedlich wie sie unterschiedlich nur sein können, das macht auch die Vielfalt aus der Menschen und der Szenen des von diesen Erlebten.

     

    Leseprobe:
    ========

     

    Elftes Kapitel

    Es kommen des Teufels Husaren

     

    "Es ist eine Unverschämtheit!", schrie der Rittmeister.

    "Ich wußte ja, du würdest dich aufregen", sprach sanft Frau von Prackwitz.

    "Ich lasse mir das nicht gefallen!", schrie der Rittmeister noch stärker.

    "Es war bloße Fürsorge", beruhigte Frau von Prackwitz.

    "Wo ist der Brief ...

     

    Eindrucksvolle Schilderungen - detailgetreu - man fühlt sich in diese Zeit versetzt und liebt, lebt und leidet mit den Figuren. Schilderungen der Lebensumstände dieser Zeit mit den politischen und wirtschaftlichen Belangen verknüpft, fiktive Handlung mit realerer Historie perfekt verbunden, das macht diesen Roman aus.

     

    So viel wird geschildert und irgendwie ergibt am Schluss alles wieder einen Zusammenhang. Ein geniales Bild einer wahnsinnigen Zeit !!!

     

    Ich empfehle ihn sehr. Ein wahrer Klassiker !!!

  21. Cover des Buches Eigene Wege (ISBN: 9783423140409)
    Kristín Steinsdóttir

    Eigene Wege

     (8)
    Aktuelle Rezension von: sina28
    Inhalt (Klappentext): 
    Siegtrud, vor Kurzem Witwe geworden, staunt, was man in Reykjavík alles erleben kann, ganz ohne Geld auszugeben. Ein Glas Champagner auf einer Vernissage, ein kostenloser Museumsbesuch oder eine Trauerfeier mit anschließendem Imbiss – Siegtrud ist dabei, stets in einen eleganten französischen Seidenschal gehüllt, ein Erbe ihrer Mutter. Der Schal erinnert sie an das Rätsel ihrer Herkunft: Großvater Magnus soll Franzose gewesen sein. Erst jetzt im Alter fasst sie den Mut, Nachforschungen anzustellen. Sie lernt Französisch und träumt von einer Reise an ihren Sehnsuchtsort: Paris.


    Wer diesen Klappentext liest, würde nie darauf kommen, welch wunderschöner Roman sich dahinter verbirgt. Siegtrud berichtet aus ihrem Leben, sehr sachlich und nüchtern. Sie erinnert sich an lange vergangene Zeiten, schwelgt in Erinnerungen (gute wie schlechte) und träumt von nie gehabten Erlebnissen. Dieser Mix macht den Roman meiner Meinung nach aus.

    Beim Lesen kann man sich unglaublich gut in Siegtrud hineinversetzen, ihre Beweggründe, warum sie vielleicht ein wenig schräg daherkommt, aber niemals überheblich, sondern immer bescheiden und genügsam. 

    Sie ist eine arme Frau, spart Geld an allen Ecken und Enden, aber beschwert sich nie, wozu sie allen Grund hätte, wie man in ihren schlimmen Kindheitserinnerungen erfährt. 

    Im Hier und Jetzt angekommen, nimmt Siegtrud ihr Schicksal endlich selbst in die Hand, und macht sich bereit zu einer Reise nach Paris, um ihre Wurzeln kennen zu lernen.

    Ich gebe dem Roman 5 Sterne, die diese wunderbare Geschichte einfach verdient hat. 
  22. Cover des Buches Deine Augen hat der Tod (ISBN: 9783453434417)
    James Sallis

    Deine Augen hat der Tod

     (8)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Bei diesem Buch kann man kaum von herkömmlicher Spannungsliteratur reden, auch wenn das Cover einen darüber aufklärt, dass der Autor deutscher Krimipreisträger ist. Wer oberflächliche Unterhaltung sucht, ist hier falsch aufgehoben. Ex-Agent David wird aus dem Ruhestand zurückgeholt. Er soll seinen ehemaligen Kollegen, Luc Planchat, finden, der wahllos meuchelnd durch Amerika zieht. Er ist "eine Killermaschine. Die beste und ganz sicher die kunstvollste, die je ersonnen wurde." - wie es ein Vorgesetzter ausdrückt. David nimmt das Ganze allerdings eher auf die lockere Schulter. Er begibt sich auf eine Fahrt durch die amerikanische Provinz bei der er Zeit findet in verrauchten Bars Country-Musikern zuzuhören und mit traurigen Kellnerinnen zu flirten. Zwischendurch kommt es immer wieder zu Gewaltszenen, David liefert sich Schlägereien mit Saufbrüdern und wird von Killern verfolgt, die Anschläge auf sein Leben verüben, doch wirklich aus der Ruhe bringen lässt er sich dadurch nicht. Der Autor beschreibt die Geschehnisse eher aus der Distanz, so dass nie ein wirkliches Gefühl der Gefahr aufkommt. Als er am Ende seinem Gegenspieler begegnet, ist die Luft längst raus. Die Handlung ist bereits derartig zerfasert, dass man gar nicht mehr weiß, wer hier hier eigentlich wen und weshalb umbringen will. "Deine Augen hat der Tod" ist ein meditatives, langsames Buch, das seine Story nur als Vorwand nutzt um tiefschürfende Betrachtungen über das Leben, die Liebe, das Altern anzustellen. Das ist stellenweise ganz interessant, aber auch ein wenig prätentiös. Und manchmal gelingt es dem Autor die Dinge sehr schön auf den Punkt zu bringen: "Ironie, würde mancher sagen, ist die Stimme unserer Zeit, einer Zeit, die vielleicht mehr dem Bild und der Form als der Substanz zuneigt."
  23. Cover des Buches Was Hemingway von Freud hätte lernen können (ISBN: 9783442730971)
    Irvin D. Yalom

    Was Hemingway von Freud hätte lernen können

     (19)
    Aktuelle Rezension von: janett_marposnel
    Für mich als Yalom-Einsteiger weckt dieses Buch die Lust, mehr von Irvin D. Yalom zu lesen. Als Mensch, Arzt und Autor wirkt er sympathisch und verständnisvoll. Seinen Geschichten kann man entnehmen, dass er die Weisheit der Seele seines Patienten respektiert, was ihn vom herkömmlichen Schulmediziner differenziert und als Mensch mit Herz ausmacht und als Autor schreibt er flüssig und witzig, was das Lesen zu einem intelligenten Amüsement werden lässt.
  24. Cover des Buches Die verbotenen Früchte der Wollust (ISBN: 9783866080621)
    Lilian Green

    Die verbotenen Früchte der Wollust

     (6)
    Aktuelle Rezension von: Ein LovelyBooks-Nutzer
    Auch wenn der Inhalt teilweise kontrovers ist (ja, es gibt Inzest und auch ein wenig Natursekt :), hat mir das Buch extrem gut gefallen. Ich liebe die Sprache der Autorin, die sehr blumig, sehr bildhaft ist und mich sofort in den Bann gezogen hat, von der ersten Zeile an. Die Fantasien sind deftig, die Sprache unverblümt, und doch hatte ich beim Lesen ständig das Gefühl, etwas ganz besonderes zu lesen. Für mich eine tolle Entdeckung! Bin gespannt, ob sie im zweiten Band diese selbst gelegte Latte erreichen kann. "Wie es wohl aussehen mochte, wenn tropfenförmige, milchig weiße Tränen aus ihren fleischigen Knospen hervorspritzen würden, aufgefangen durch meine unruhige, begierige Zunge? Wie es sich anfühlen würde, wenn das helle Nass ihres jungen Körpers sich über mich ergoss und den Geschmack ihrer heißen Säfte in meinem Mund ausbreitete?"

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